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IDM Südtirol (D)

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SPONSORED CONTENT FÜR SÜDTIROL

Unternehmen, Forschung und Handwerk arbeiten unter realen Anforderungen an Lösungen, die Präzision, Effizienz und Qualität verbinden. So entsteht ein Wirtschaftsraum, der Technologien hervorbringt, die weit über die Region hinaus Wirkung entfalten.

Schwerpunkte der regionalen Betriebe konzentrieren sich dabei auf erneuerbare Energien, zirkulären Holzbau und eine datengestützte Landwirtschaft. Besonders sichtbar wird diese Entwicklung im modernen Holzbau und der industriellen Vorfertigung. Die RubnerGruppe aus Kiens beschäftigt rund 1500 Mitarbeitende an 18 Standorten und deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab – vom regional geschlagenen Baumstamm über mechatronisch gestützte Abbundtechnik bis hin zu internationalen Grossprojekten. Jährlich verarbeitet die Gruppe mehr als 400 000 Kubikmeter Nadelholz aus PEFC-zertifizierten Wäldern. Gleichzeitig investiert Rubner in ressourcenschonende Verfahren: Robotergestützte Zuschnitte optimieren den Materialeinsatz und minimieren die Verschnittquote im Werk, anfallende Sägereste fliessen vollständig in die eigene Energiegewinnung, und in der Ober­ flächenveredelung setzen die Produktionswerke bevorzugt auf wasserbasierte Lacke. Das zur Gruppe gehörende Unternehmen holzius aus Laas geht bei der zirkulären Konstruktion noch einen Schritt weiter: Sein Vollholzsystem kommt ohne synthetische Leime oder metallische Verbindungen aus. Wand- und Deckenelemente werden rein mechanisch durch Holzschrauben und Schwalbenschwanzverbindungen zusammengehalten. Dadurch lassen sich Bauteile nach einem Rückbau sortenrein demontieren und als unbehandelter Rohstoff wiederverwenden. Auch im hochwertigen Innenausbau spielt ein präziser Materialeinsatz eine zentrale Rolle. barth Innenausbau in Brixen nutzt digitale Planungstools, 3DScans und automatisierte Frästechniken, um den Einsatz wertvoller Naturhölzer, Furniere und Mineralwerkstoffe selbst bei komplexen Sonderanfertigungen ge-

zielt zu steuern und Verschnittmengen minimiert zu halten. Oberflächenbehandlungen erfolgen mit schadstoffarmen, wasserbasierten Systemen, während Holzreste direkt der betriebsinternen Wärmeerzeugung zugeführt werden. Die Verbindung von Handwerk und Hightech ist hier kein Stilmittel, sondern Teil eines systematischen Produktionsansatzes.

Rückgrat der regionalen Energieversorgung Eine zentrale Säule dieser industriellen Basis ist die regionale Energieversorgung. Das Unternehmen Eisackwerk nutzt die alpinen Wasserressourcen gezielt zur Stromerzeugung. Seit 2011 betreibt Eisackwerk das Wasserkraftwerk Mühlbach. Nach einem umfassenden Umbau der Anlage konnte die Leistung deutlich gesteigert werden: Die Jahresproduktion stieg von rund 70 GWh auf fast 100 GWh. 2015 kam das Kraftwerk­ St. Anton bei Bozen hinzu, das mit rund 300 GWh pro Jahr den Löwenanteil zur Gesamtproduktion beiträgt. Insgesamt speist die Unternehmensgruppe damit jährlich über 400 GWh ins Stromnetz ein. Bei den Umbauarbeiten beider Anlagen wurde die Druckrohrleitung jeweils in einem fast 500 Meter tiefen Senkrechtschacht verlegt; die Krafthäuser selbst wurden mehrere Hundert Meter tief in Kavernen im Berginneren untergebracht. In Südtirol prägt eine über Generationen gewachsene Esskultur bis heute die Lebensmittelwirtschaft. Landwirtschaftliche Herkunft, handwerkliche Qualität und industrielle Professionalität greifen systematisch ineinander und bilden eine Branche, die zunehmend technologiegestützt arbeitet. Unternehmen entwickeln gemeinsam mit Forschungseinrichtungen Verfahren, die Produktion, Verarbei-

Südtirol nutzt seine alpinen Bedingungen nicht als Hindernis, sondern als Motor für technologische Entwicklung.

barth Innenausbau: Handwerk, Hightech und Ressourcenschonung.

tung und Qualitätssicherung weiter präzisieren – von Smart Farming über digitale Analytik bis hin zu neuen Methoden in der Lebensmitteltechnologie. Im NOI Techpark in Bozen zeigt sich dieser Brückenschlag besonders deutlich: Das Kitchen Lab bietet Unternehmen eine 50 Quadratmeter grosse, professionelle Testküche, in der neue Verfahren unter praxisnahen Bedingungen erprobt werden können. Im Startup Incubator des NOI Techpark entwickelt HiWeiss pflanzliche Proteinisolate und Konzentrate aus Erbsen und Soja für die funktionelle Lebensmittelindustrie. Wissenschaftlich begleitet werden Unternehmen und Projekte, die an Innovation im Bereich Fermentation forschen vom International Center of Food Fermentation der Freien Universität Bozen. Unter der Leitung von Prof. Marco Gobbetti wird dort die mikrobielle Dynamik erforscht, um Fermentationsprozesse im Hinblick auf Haltbarkeit, Verdaulichkeit und Nährwert zu untersuchen – ohne synthetische Zusatzstoffe.

Landwirtschaft trifft auf Innovation Eine weitere wissenschaftliche Säule bildet das Versuchszentrum Laimburg in Pfatten, das seit mehr als fünf Jahrzehnten die angewandte Forschung zu Landwirtschaft und Lebensmitteln in Südtirol prägt. Die Einrichtung forscht unter anderem an widerstandsfähigen Obstund Rebsorten, untersucht die Pflanzengesundheit und entwickelt Strategien für einen bedarfsgerechten Pflanzenschutz. Gleichzeitig stärkt das Versuchszentrum Laimburg die kleinstrukturierte Berglandwirtschaft durch das Erschliessen neuer Nischenprodukte. Mit dem digitalen Freiluftlabor Lido – dem Laimburg Integrated Digital Orchard – steht ein Versuchsfeld bereit, auf dem Smart-Far-

Laimburg erforscht die Landwirtschaft von morgen unter praxisnahen Bedingungen. PLANIT

BARTH/JÜRGEN EHEIM

REGUEST/ARMIN HUBER

Das Unternehmen Eisackwerk nutzt die alpinen Wasserressourcen gezielt zur Stromerzeugung.

Im NOI Techpark in Bozen und Bruneck werden neue Verfahren für die Lebensmittelproduktion erforscht und erprobt.

Südtirol gilt vielen als Landschaft der Berge und des Genusses. Doch jenseits dieses touristischen Images hat sich im Norden Italiens ein hochspezialisierter Wirtschaftsraum etabliert, der seine besonderen geografischen Bedingungen systematisch als Innovationsmotor nutzt. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Handwerksbetriebe arbeiten hier seit Jahren an technischen Lösungen, die unter realen alpinen Anforderungen bestehen müssen – von begrenzten Flächen über sensible Ökosysteme bis hin zu anspruchsvollen klimatischen Bedingungen. Aus dieser Praxis ist eine Wirtschaftskultur entstanden, die Effizienz, Präzision und kontinuierliche Weiterentwicklung ins Zentrum unternehmerischer Entscheidungen stellt. Tradition ist dabei kein Qualitätsversprechen an sich, sondern ist Ausgangspunkt für messbare Fortschritte: für sorgfältigen Ressourceneinsatz, technologische Verbesserungen und eine Industrie, die sich an klaren Leistungskennzahlen orientiert. Viele der heute international gefragten Produkte – etwa für Energiegewinnung, Mobilität oder Gebäudetechnik – wurden in Südtirol unter realen Testbedingungen entwickelt und weiter optimiert. So formt die Region ein alpines Reallabor, in dem Innovation einem klaren Anspruch folgt: Lösungen müssen unter schwierigen Voraussetzungen funktionieren, wirtschaftlich tragfähig sein und sich an überprüfbaren Zielen orientieren. Diese Verbindung aus unternehmerischer Verantwortung und technologischer Entwicklungsarbeit macht Südtirol zu einem Standort, der seine alpinen Rahmenbedingungen nicht verklärt, sondern gezielt in marktfähige technologische Entwicklungen überführt. Südtiroler Unternehmen entwickeln Technologien, die Produktionsprozesse präziser und effizienter gestalten. Die

LAIMBURG RESEARCH CENTRE/IVO CORRÀ

IDM SÜDTIROL-ALTO ADIGE/TOBIAS KASER

Südtiroler Tradition als Motor der Innovation

18. Oktober 2026

EISACKWERK/ARMIN HUBER

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ReGuest digitalisiert die Hotellerie.

ming-Technologien unter Praxisbedingungen getestet werden können. Wie technologische Infrastruktur und regionale Identität ineinandergreifen, zeigt das Projekt Regiokorn: Die Südtiroler Bäckervereinigung hat vor 15 Jahren den Anbau von Roggen, Dinkel, Gerste und Buchweizen auf alpinen Höhenlagen reaktiviert. Bergbäuerinnen und -bauern liefern das Getreide. Die Meraner Mühle verarbeitet es, und Handwerksbäckereien stellen daraus Backwaren her – ein Modell mit festen Abnahmeverträgen, das biologische Landwirtschaft oder integrierten Anbau in Südtirol stärkt. Die Bäckerinnung hat den Impuls dazu gegeben, Partner des Projekts sind der Südtiroler Bauernbund, Bring, IDM Südtirol, die Meraner Mühle und das Versuchszentrum Laimburg. Getragen werden diese Entwicklungen von etablierten Herkunftskonsortien, die Südtirols Qualitätsprodukte international positionieren. Die Südtiroler Milch stammt zu über 90 Prozent von Bergbauernhöfen mit durchschnittlich nur 15 Kühen, der Südtiroler Speck bewahrt ein europaweit geschütztes traditionelles Veredelungsverfahren, Südtirol Wein verbindet Mikroklima mit digitaler Kellerwirtschaft, und der Südtiroler Apfel profitiert vom international führenden Fachbereich Obstwirtschaft des landwirtschaftlichen Versuchszentrums Laimburg. Gemeinsam zeigen diese Akteure, wie Südtirol seine Food- Kompetenz systematisch ausbaut und regionale Expertise mit Forschung und Technologie verbindet. Ergänzt wird dieses Ökosystem durch eine agile Gründerszene, die regionale Rohstoffe mit globalen Ernährungstrends verbindet. Naked Funghi züchtet im Sarntal Edelpilze in kontrollierten Umgebungen; Kobas stellt in Latsch BioKimchi aus Vinschger Gemüse, Äpfeln und Birnen her; Carnethics in Lana kom-

biniert Metzgerhandwerk mit Gefriertrocknung zur Herstellung langlebiger Fleischsnacks. Wie vielfältig diese Entwicklungen sind, zeigen auch die Unternehmerinnen Verena Mittelberger, die mit VEMIfem pflanzliche Lutschtabletten gegen Regelschmerzen entwickelt, und Eva Haller mit Hafena, ihrem Haferdrink aus vollständig lokal angebautem Bio-Hafer.

Lösungen für die Hotellerie Südtirol hat sich auch im HospitalitySektor in den vergangenen Jahrzehnten zu einer internationalen Ideenschmiede entwickelt. Die hohe Dichte an Beherbergungsbetrieben und der kontinuierliche Qualitätswettbewerb haben einen Markt geformt, in dem Interior Design, Materialentwicklung, Softwarelösungen und Servicekonzepte unter realen Bedingungen getestet und weiterentwickelt werden. Aus der praktischen Erfahrung der Gastgeber ist ein hochspezialisierter Fachmarkt entstanden, dessen Lösungen auch international eingesetzt ­werden. Im Bereich der Material- und Raumausstattung verbinden Unternehmen handwerkliche Verarbeitung mit industrieller Präzision: Das Meraner Textillabel steva hemp fertigt Hoteltextilien aus atmungsaktiven, antibakteriellen Hanffasern. Inzwischen bietet es Hotels auch Mietmodelle statt des klassischen Kaufs an, um den Wäschekreislauf besser zu steuern und zugleich das Gästeerlebnis mit der besonderen Haptik der Hanftextilien zu bereichern. Für die Gestaltung von Sanitär-, Wellness- und Rezeptionsbereichen verbindet Planit aus Auer die Verarbeitung von Mineralwerkstoffen mit modernster Fertigungstechnologie. Materialien wie Corian® werden mittels CNC-Fräsung,

Planit verarbeitet Mineralwerkstoffe mit Hightech und handwerklicher Präzision.

Thermoformung und handwerklicher Präzision zu massgeschneiderten Waschtischen, Duschwannen, Badmöbeln, Bartheken und Rezeptionen für die gehobene Hotellerie und den Objektbereich verarbeitet. Neben physischen Gütern gewinnen digitale und infrastrukturelle Steuerungssysteme an Bedeutung. Das Meraner Softwareunternehmen ReGuest entwickelt die erste ComOP (Commercial Operating Platform) für die Hotellerie, mit Systemen für Onlinemarketing, Website, CRM, Gästekommunikation, Guest App und Business Intelligence. Sie integriert sich nativ mit Revenue-Management- und Distributionssystemen von Drittanbietern, wie etwa der Booking Engine. Die ComOP automatisiert und potenziert kommerzielle Prozesse entlang der Guest Journey, vom ersten Kontakt und der Anfrage bis zur Kommunikation nach dem Aufenthalt.

Vernetztes Innovationsökosystem Die Beispiele aus Energie- und Technologieentwicklung, moderner Lebensmittelentwicklung und ganzheitlicher Hospitality-Expertise zeigen, wie Südtirol seine geografischen Besonderheiten in wirtschaftliche Stärke übersetzt. Hier entsteht kein isoliertes Branchenwissen, sondern ein vernetztes Innovationsökosystem, das Tradition als Ressource und Technologie als Werkzeug begreift. Aus dem Zusammenspiel von industrieller Fertigung, angewandter Forschung und langjähriger Praxis ist ein Wirtschaftsraum entstanden, der regionale Besonderheiten in konkrete technologische Lösungen übersetzt. So entstehen Produkte und Verfahren, die unter alpinen Bedingungen entwickelt, getestet und für unterschiedliche Märkte weiterentwickelt werden.

Fortschritt mit Verantwortung Südtirol steht für alpine und mediterrane Lebensart, zugleich aber auch für einen innovativen Wirtschaftsstandort. Die strategische Lage zwischen Nord und Süd, hochspezialisierte Unternehmen und eine enge Verbindung von Tradition und Fortschritt prägen die Region. Innovation wird dabei mit einem hohen Anspruch an Lebensqualität und Nachhaltigkeit verbunden. Viele familien- und inhabergeführte Unternehmen setzen auf langfristiges Denken, verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und enge Zusammenarbeit. So entstehen Lösungen, die Funktionalität und Ästhetik, wirtschaftlichen Erfolg und Verantwortung miteinander verbinden.

Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von Südtirol erstellt.


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