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Programmzettel | 10. OKT 2026 | Benjamin Abel Meirhaeghe . Wouter Deltour: Chapters of Celebration

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10 OKT 2026

BENJAMIN ABEL MEIRHAEGHE . WOUTER DELTOUR

Chapters of Celebration


Besetzung

REGIE Benjamin Abel Meirhaeghe CHOREOGRAFIE Michele Rizzo, Cherish Menzo, Lasseindra Ninja, Iker Karrera, Jeremy Nedd, Toni Jodar MUSIKALISCHE LEITUNG, KOMPOSITION Wouter Deltour ELEKTRONISCHE MUSIK Jesse Kanda, Wouter Deltour CHOREOGRAFIEASSISTENZ Eleni Ellada Damianou ASSISTENZ IKER KARRERA Andoni García LICHT, BÜHNE Danielle van Riel, Benjamin Abel Meirhaeghe MALEREI Pieter Chanterie KOSTÜME Eleni Ellada Damianou, Benjamin Abel Meirhaeghe DRAMATURGIE Persis Bekkering TANZ Guillem Jiménez, Alphonse Eklou Uwantege, Emiel Vandenberghe, Toni Jodar, Patric da Cunha, Inci Civelekoğlu LIVE-MUSIK B’Rock Orchestra (Blanca Prieto Acera, Sara DeCorso, Alex Baker, Asako Ueda), Léa Kadian PERCUSSION, VOCALS Andrea Jimènez Vasquez Chapters of Celebration wurde von EUROPALIA und DE SINGEL in Auftrag gegeben. Eine Produktion von Benjamin Abel Meirhaeghe, Wouter Deltour und Muziektheater Transparant, in Koproduktion mit DE SINGEL, EUROPALIA ESPAÑA, B’Rock Orchestra, Toneelhuis (Antwerpen), Perpodium (Antwerpen) und Festspielhaus St. Pölten. Mit Unterstützung des Tax Shelter-Programms der Belgischen Bundesregierung und der Flämischen Regierung.

ÖSTERREICH-PREMIERE FESTSPIELHAUS-KOPRODUKTION DAUER ca. 1 Std. 15 Min. (keine Pause)

Einführung

Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren Tanz ist so alt wie die Menschheit selbst und in allen Kulturen ein tragendes Element von Ritualen. Schon prähistorische Höhlenmalereien zeigen tanzende Menschen; nie allein, immer als Teil einer Gruppe, im Kreis oder in einer Reihe. Aus dem gemeinsamen Rhythmus entsteht eine spirituelle, sogar transzendente Dynamik. Das Individuum tritt in den Hintergrund und wird Teil eines größeren Ganzen. Dabei besitzt der tanzende Körper eine besondere Macht: Tanz bedeutet Freiheit und sprengt die Fesseln von Regeln und Zwängen, die beispielsweise von Staat, Familie oder Polizei auferlegt werden. Er eröffnet Räume, in denen man ganz man selbst sein oder mit Identitäten experimentieren, Gemeinschaft erleben und selbst in dunklen Zeiten Freude finden kann. Das erklärt vielleicht, warum neue und prägende Tanzstile häufig in marginalisierten Gemeinschaften entstehen, wie die Voguing-Kultur queerer und trans People of Color in New York oder Pantsula als Reaktion auf Enteignung und Gewalt in den schwarzen Townships Südafrikas der 1950er-Jahre. Doch gerade diese kollektive Energie macht tanzende Gemeinschaften für etablierte Machtstrukturen oft bedrohlich. So verhängte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia

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Meloni gleich zu Beginn ihrer Amtszeit ein Verbot von Raves, bei denen sich Menschen spontan zu elektronischen Tanzpartys treffen. Chapters of Celebration ist eine Ode an die verbindende Kraft des Tanzes über die Jahrhunderte hinweg. Die Performance für sechs Darstellende, sechs Choreograf:innen und sieben Musizierende möchte zeigen, warum wir gerade in Zeiten voller Unsicherheiten und Sorgen nicht aufhören dürfen zu tanzen. Schließlich kann Tanz eine Form des Widerstands und ein mächtiges Werkzeug für sozialen Wandel sein. Das Ensemble von Chapters of Celebration ist an sich bereits Ausdruck eines Wandels, getragen durch Darstellende mit unterschiedlichsten Hintergründen. Jedes „Kapitel“ entspringt einer anderen choreografischen Perspektive und ist ein Ansatz, diese besondere Diversität nicht zu glätten, sondern in ein kollektives Ganzes zu verwandeln. Die Choreograf:innen Toni Jodar, Lasseindra Ninja, Cherish Menzo, Jeremy Nedd, Michele Rizzo und Iker Karrera verweben persönliche Einflüsse aus Tanzkulturen wie Voguing, Pantsula, Techno und traditionellem spanischem Tanz, die wie Blaupausen im Hintergrund ihrer Choreografien wirken. Bailar oder danzar? Gemeinsam mit dem Ensemble hat Regisseur Benjamin Abel Meirhaeghe aus dem vielschichtigen Material ein mitreißendes, elektrisierendes Spektakel geschaffen, eine faszinierende Reise durch Kulturen, Zeiten und Stile. Für Meirhaeghe ist die Bühne der ideale Ort, um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu vereinen. Chapters of Celebration interpretiert er als eine Art „Party-Museum“, in dem jahrhundertealte Tanzschritte nahtlos in pulsierenden Club-Style oder in höfisches Ballett übergehen können. Hier ist Geschichte keine strenge Abfolge von Momenten, sondern ein offener Spielraum, eine Arena, an der wir alle teilhaben und die wir durch Klang und Körper immer wieder neu beleben. In dieser Arena spielt auch die bildende Kunst eine prominente Rolle. Die Szenografie stammt vom Maler Pieter Chanterie, der für seine filigranen Miniaturen bekannt ist, sich für Chapters of Celebration aber an größere Formate wagt. Zwischen den einzelnen Kapiteln eröffnen intensive Soli persönliche Einblicke in die (Tanz-)Biografien und Eigenheiten der Darstellenden. Diese Szenen erzeugen eine bewusste Reibung mit der Kollektivität, die den Kern der Performance bildet. Während sich im Ensemble alle dem Ganzen und der choreografischen Vision unterordnen müssen, bietet nur das Solo völlige Freiheit. Ist am Ende das Individuum also doch wichtiger als das Kollektiv? Im Spanischen gibt es für das Verb „tanzen“ zwei Begriffe: „bailar“ und „danzar“. „Bailar“ bezeichnet den spontanen, ungezügelten Tanz, wie er sich etwa in den eigenen vier Wänden entfaltet, während „danzar“ für die künstlerische Form auf Grundlage von festgelegten Bewegungsabläufen, Training und Disziplin steht. In den Proben wurde dieser Gegensatz für das Ensemble spürbar: Chapters of Celebration will den Geist von „bailar“ einfangen, muss diesen aber durch „danzar“ ausdrücken. Lässt sich das vereinen? Performer Alphonse Eklou Uwantege schlägt in einem Monolog vor, einfach den Körper sprechen zu lassen, denn darum gehe es letztendlich. Selbst der Moment, in dem das

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Zählen verloren geht, wird hier zum Tanz. Und genau in diesem Loslassen entfaltet die Aufführung ihre Schönheit. Wahnsinn Musik ist der Herzschlag von Chapters of Celebration. Auf Einladung des EUROPALIA Festivals und DE SINGEL ließ sich Komponist Wouter Deltour von einem der ältesten und populärsten Motive der westlichen Musikgeschichte inspirieren: La Folía. Diese Tanzmusik, deren Wurzeln auf der Iberischen Halbinsel liegen, zieht sich seit Jahrhunderten durch die klassische Musikgeschichte und wurde von mehr als 150 Komponist:innen – von Bach und Vivaldi bis hin zu Rachmaninow – immer wieder neu interpretiert. Deltour schöpft frei aus diesem gewaltigen Korpus. Für die Musizierenden des B’Rock Orchestra arrangiert er

„Wouter Deltour und Benjamin Abel Meirhaeghe lassen eine brillante Gruppe von Tänzer:innen und Musiker:innen mit dem spanischen Musikthema La Folía spielen. Das Ergebnis? Festliche Magie!“ Els Van Steenberghe, Knack Focus

ausgewählte Folía-Versionen zu einem fließenden Ganzen, ergänzt durch eigene Akzente wie Jazz-Einschübe oder treibende Beats, ohne die Harmonie der ursprünglichen Folies d’Espagne zu verwerfen. Auch das Orchester verkörpert die Idee der Geschichte als lebendige Arena, in der historische Streichinstrumente und die elektronische Bassgitarre als gleichberechtigte Partner aufeinandertreffen. Wie die allererste La Folía im 15. Jahrhundert klang, bleibt ein Geheimnis, denn es gibt leider keine Aufzeichnungen. Sicher ist nur: Es ging hoch her. La Folía war die mitreißende, laute Musik ausgelassener Volksfeste. Junge Männer in Frauenkleidern kletterten auf die Schultern ihrer Begleiter und tanzten sich zur Musik von Tamburinen in einen Rausch, der sie fast in den Wahnsinn trieb. Daher stammt auch der Name des Tanzes: La Folía bedeutet so viel wie „Wahnsinn“ oder „Tollheit“. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wandelte sich der wilde Volkstanz in einen verhaltenen, leicht melancholischen Barocktanz im Dreivierteltakt, bei dem die Gitarre den Ton angab. Deltour und Meirhaeghe, die bereits in Madrigals zusammengearbeitet haben, sehen in diesem zeitlosen musikalischen Stoff den Kern ihrer Vision: Musik, die berauscht und Menschen zu einem größeren Ganzen verbindet, eine archäologische Spur einer (prämodernen) Wertschätzung von Wildheit, Musik, Verwandlung und Zusammengehörigkeit. Chapters of Celebration präsentiert solche rituellen Momente der Ausgelassenheit aus verschiedenen Epochen, die als Einladung dienen, mitzumachen und immer weiterzutanzen. Persis Bekkering (Übersetzung: Wendy Asselberghs) 3


Biografien

BENJAMIN ABEL MEIRHAEGHE Der Performer, Countertenor und Regisseur Benjamin Abel Meirhaeghe ist bekannt dafür, musikalische, visuelle und theatrale Ausdrucksformen miteinander zu vereinen. Das Theater begreift er als Resonanzraum, in dem Altes und Neues aufeinandertreffen und Brücken zwischen Genres, Künstler:innen und Publikum geschlagen werden. Seit seinem Abschluss an der Toneelacademie Maastricht im Jahr 2018 bewegt sich der vielseitige Künstler in der Opernwelt auf der Suche nach großen Emotionen, während er zugleich das klassische Repertoire mit neuen Symbolen, radikalen Klängen und zeitgenössischer Relevanz neu interpretiert. In seinen Arbeiten bringt Meirhaeghe interdisziplinäre Ensembles zusammen, in denen Tänzer:innen singen und Sänger:innen tanzen. Auf diese Weise gelingt es ihm, traditionelle Vorstellungen von Virtuosität zu hinterfragen und unterschiedliche Publikumsgruppen zusammenzubringen. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten zählen u. a. A Revue (2020), Spectacles (2021), Madrigals (2022), Ode to a Love Lost (2023), Death Drive (2023), Give Up, Old Ghosts! (2024) und Mantike (2025). Seit 2022 ist er Teil der Künstlerischen Leitung des Theaters Toneelhuis in Antwerpen.

WOUTER DELTOUR Wouter Deltour ist Pianist und Musiktheaterschaffender. 2016 entwickelte er gemeinsam mit Regisseur Tom Goossens Don Juan, eine niederländische Adaption nach Mozart und Molière, aus der die Gründung der

Musiktheatercompagnie DESCHONECOMPANIE hervorging. Es folgte eine Da Ponte-Trilogie mit den Produktionen Don Juan, Così und Le Nozze. Die Kreationen wurden in Flandern sowie auf internationalen Festivals gezeigt. In seinen Arbeiten bringt Deltour unterschiedliche musikalische Handschriften zusammen und lässt akustische und elektronische Klänge zu neuen Ausdrucksformen verschmelzen. Neben eigenen Kompositionen entwickelt er konzeptionelle Neuinterpretationen klassischer Werke. Zuletzt adaptierte er Schuberts Winterreise am Muziektheater Transparant.

JESSE KANDA Jesse Kanda, auch bekannt als Doon Kanda, ist ein in Japan lebender Künstler, Animator und Musiker, der insbesondere durch seine Zusammenarbeit mit Arca, FKA Twigs und Björk Bekanntheit erlangte. In Japan geboren und teilweise in Kanada aufgewachsen, veröffentlichte er erste Arbeiten bereits im Alter von 13 Jahren. Kandas Kunst beschäftigt sich mit Themen wie Wachstum, Verfall, Körperlichkeit, Fantasie, Schmerz und Euphorie und bewegt sich dabei stets zwischen Schönheit und Groteske. Seine traumähnlichen Figuren erinnern oft an innere anatomische Strukturen und verwandeln intensive, körperliche Bildwelten in kraftvolle Ausdrucksformen. Neben seinen Arbeiten in den Bereichen Mixed Media, Animation und Musik, durch die er sich einen Namen machte, ist Kanda auch in den Bereichen Film, Mode, Skulptur und Fotografie tätig.

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MICHELE RIZZO In seinen Arbeiten lässt der italienische Künstler Michele Rizzo Choreografie mit bildender Kunst verschmelzen. Im Mittelpunkt seines Schaffens stehen kollektive Bewegungsformen, räumliche Beziehungen und das imaginative Potenzial von Bewegung. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten zählen HIGHER xtn. (2018), das vom Stedelijk Museum angekauft wurde, Rest (2020), das bei der Quadriennale d’Arte präsentiert und von der Fondazione Sandretto erworben wurde, sowie Reaching (2021), das im KW Institute for Contemporary Art in Berlin gezeigt wurde. Eines seiner jüngeren Projekte, Coalescing towards (2023), ist eine reisende choreografische Partitur, die international präsentiert wird. Rizzo arbeitete zudem mit Modehäusern wie MARNI und Off-White zusammen und unterrichtet an verschiedenen Institutionen in ganz Europa.

CHERISH MENZO Die Choreografin und Performerin Cherish Menzo lebt und arbeitet in Amsterdam und Brüssel. Mit ihren Kreationen untersucht sie die Transformation des Körpers auf der Bühne. Dabei nutzt sie Verzerrung, Verfall und Dissonanz, um sich von festgelegten Wahrnehmungsmustern zu lösen und das Unheimliche, Rätselhafte und Monströse heraufzubeschwören. Seit ihrem Abschluss des Studiengangs Urban Contemporary in Amsterdam im Jahr 2013 arbeitete sie als Tänzerin mit Künstler:innen wie Eszter Salamon, Akram Khan, Jan Martens und Ula Sickle zusammen. Zu ihren eigenen Arbeiten zählen u. a.

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EFES (2016), JEZEBEL (2019), DARKMATTER (2022) sowie FRANK (2025). Cherish Menzo ist neben Femke Gyselinck, Jan Martens und Steven Michel eine der Künstlerischen Leiter:innen von GRIP (Antwerpen) und prägt dort maßgeblich die Entwicklung zeitgenössischer Tanzpraktiken.

LASSEINDRA NINJA Lasseindra Ninja zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der französischen Ballroom-Szene und trug maßgeblich dazu bei, Paris als europäische Hauptstadt des Voguing zu etablieren. Die Tanzform Voguing, die in den 1970er-Jahren in der Schwarzen LGBTQI+-Community der USA entstand, ist für die Künstlerin ein Raum der Selbstermächtigung und Freiheit, in dem Identität, Macht, Verletzlichkeit und gesellschaftliche Auseinandersetzungen aufeinandertreffen. In ihren Performances vereint die Tänzerin und Choreografin Tanz, digitale Kunstformen und Reflexionen über den Körper sowie dessen kollektive Erinnerungen. Die Pionierin in der europäischen Ballroom-Szene widmet sich heute verstärkt den Bereichen der zeitgenössischen Kunstproduktion, Musikkomposition und digitalen Kunst (Fotografie und Video) und arbeitet dabei mit so renommierten Institutionen wie dem Centre national de la danse und dem Ballet national de Marseille zusammen.


JEREMY NEDD Der Tänzer, Performer, Choreograf und Regisseur Jeremy Nedd lebt abwechselnd in Basel und seiner Heimatstadt Brooklyn/New York. Engagements als Performer führten ihn u. a. an die Semperoper Dresden und das Ballett Basel. Darüber hinaus arbeitete er mit verschiedenen renommierten Choreograf:innen zusammen, darunter Trajal Harrell und Kyle Abraham. Mit ihnen wirkte er in der Produktion The Radio Show mit, die mit dem New Yorker Tanz- und Performancepreis Bessie Award ausgezeichnet wurde. Als Choreograf realisierte Jeremy Nedd Produktionen an Theaterhäusern und Festivals in ganz Europa, Afrika sowie Südamerika. Seit mehreren Jahren arbeitet er eng mit dem südafrikanischen Pantsula-Kollektiv Impilo Mapantsula zusammen. 2023 wurde Jeremy Nedd mit dem Schweizer Darstellende Künste-Preis ausgezeichnet.

IKER KARRERA Bereits im Kindesalter erhielt Iker Karrera im baskischen Hondarribia Tanzunterricht, gefolgt von einer Ausbildung in Jazz und Hip-Hop. 2016 gründete er seine eigene Compagnie für zeitgenössischen Tanz und erlangte mit seiner Arbeit #7fm große Anerkennung. Das Stück wurde mehrfach ausgezeichnet, in ganz Europa aufgeführt und zum Battery Dance Festival nach New York eingeladen. Zu seinen abendfüllenden Arbeiten zählen No Pleasure (2021) sowie The Room Where It Happens (2024). Darüber hinaus schuf Iker Karrera Arbeiten für die L.A. Contemporary Dance Company und war als Choreograf für Film (Voy a pasármelo

bien), Theater (Mamma Mia!, The Book of Mormon) und internationale Marken tätig. Sein Tanzfilm heartache erhielt mehrere internationale Auszeichnungen. Für seine Verdienste wurde er mit dem XVIII. Premio de la Danza de Gipuzkoa ausgezeichnet.

TONI JODAR Toni Jodar ist eine der zentralen Stimmen der zeitgenössischen Tanzszene Kataloniens. Er arbeitete mit Künstler:innen wie Cesc Gelabert, Albert Vidal, Carlos Santos und Jérôme Savary zusammen und war Mitglied renommierter Compagnien wie Comediants und La Fura dels Baus. Jodar ist Mitbegründer und Co-Leiter des Projekts Explica Dansa sowie Urheber des Konzepts des „Tanz-Erzählers“ („dance narrator“). Dabei handelt es sich um eine innovative Methode, um unterschiedliche Stilrichtungen und aktuelle Entwicklungen im Tanz zu vermitteln und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Das Format wird sowohl in katalonischen Theatern als auch international präsentiert, etwa in London, Shanghai und Peking. Zuletzt setzte sich Toni Jodar vermehrt mit traditionellen Tanzformen aus einer zeitgenössischen Perspektive heraus auseinander. Gemeinsam mit traditionellen katalonischen Tanzund Musikgruppen entwickelte er neue Interpretationen ihrer Merkmale und Ausdrucksformen.

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OKTOBER 2026 do 15 19.30 Uhr Großer Saal

Musik

ELIADES OCHOA FROM BUENA VISTA SOCIAL CLUB

NOVEMBER 2026 mo 02 19.30 Uhr Großer Saal

Klassik

TONKÜNSTLER-ORCHESTER Kodály / Bartók / Schubert

sa 07 19.30 Uhr Großer Saal

Tanz

ANNE TERESA DE KEERSMAEKER . OPERA BALLET VLAANDEREN Bartók / Beethoven / Schönberg

do 12 16.00 Uhr Kleiner Saal

Tanz/Familie

FLEDERMÄUSE schallundrauch agency

fr 20 19.30 Uhr Großer Saal

Tanz

OHAD NAHARIN . BATSHEVA DANCE COMPANY Sadeh21

TIPP

DEMNÄCHST IM FESTSPIELHAUS OHAD NAHARIN . BATSHEVA DANCE COMPANY Sadeh21 Ein überwältigender Fluss aus getanzten Bildern strömt den Zuschauer:innen in Sadeh21 entgegen. Der Titel bedeutet auf Hebräisch „Feld“ im Sinne einer offenen, zunächst leeren Fläche. Aus diesem Feld heraus entwickelt sich eine dynamische Choreografie zwischen klaren Linien und überraschendem Chaos. Mit seinem 2011 uraufgeführten Stück, das zu den meistdiskutierten Werken der Compagnie zählt, gelingt Ohad Naharin eine scharfe Darstellung menschlicher Komplexität. fr 20/11 19.30 Uhr, Großer Saal PREISE EUR 58, 53, 46, 30, 12

-50% FÜR ALLE UNTER 26

Karten & Information +43 (0) 2742/90 80 80 600 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at

Weitere Infos und Trailer zu unseren Veranstaltungen sowie unser Kulturvermittlungsprogramm finden Sie auf www.festspielhaus.at.

Herausgeber, Verleger und Medieninhaber Niederösterreichische Kulturszene Betriebs GmbH, Kulturbezirk 2, 3100 St. Pölten, T: +43 (0) 2742/90 80 80, www.festspielhaus.at. Für den Inhalt verantwortlich Thomas Gludovatz, Andreas Gremel. Künstlerische Leiterin Bettina Masuch. Musikkuratorin Constanze Eiselt. Redaktion Stephanie Serles. Termin-, Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Fotografieren, Ton- und Videoaufzeichnungen nicht gestattet.


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