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Programmheft | 28/09 Debussy/Ravel/Mahler

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28 SEP 2026

DEBUSSY / RAVEL / MAHLER


FEIERN SIE MIT UNS!

30 JAHRE FEST/ Am 01. März 1997 öffnete das Festspielhaus St. Pölten seine Türen mit einem glanzvollen Auftakt: Mahlers 2. Symphonie, gespielt vom Tonkünstler-Orchester Niederösterreich. Große musikalische Momente sind seither zum Teil unserer gemeinsamen Geschichte geworden. In der neuen Saison erwarten Sie im Festspielhaus mit einem abwechslungsreichen symphonischen Zyklus, den beliebten Neujahrskonzerten sowie interessanten Sonderformaten wieder zahlreiche Höhepunkte mit den Tonkünstlern. Save the Date! Rund um den 30. Geburtstag des Festspielhauses überraschen wir Sie mit einem Jubiläumsprogramm, das Klang auf völlig neue Art erfahrbar macht (Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan, fr 26/02) und zum Mitsingen einlädt (Orchesterkaraoke, so 28/02).

Wir freuen uns auf die neue Saison mit Ihnen! Informationen zum gesamten Saisonprogramm finden Sie auf www.festspielhaus.at. 2


DEBUSSY / RAVEL / MAHLER

Wiener Singverein . Fabien Gabel . Tonkünstler-Orchester mo 28/09 19.30 Uhr Großer Saal DAUER ca. 1 Std. 40 Min. (inkl. Pause) EINFÜHRUNG mit Martin Först 18.30 Uhr, Kleiner Saal

„Das Tonkünstler-Orchester ist seit Beginn Herzstück dieses Hauses. Seine Geschichte ist untrennbar mit der Entwicklung des Festspielhauses verbunden.“ Bettina Masuch Künstlerische Leiterin Festspielhaus St. Pölten


© Daniel Bissill

festspielhaus.at

04 DEZ 2026

LONDON BRASS

28 FEB 2027

ORCHESTERKARAOKE 4

Matthias von Hartz . Jan Dvořák . Tonkünstler-Orchester

© Julius Schrank

Joy To The World


PROGRAMM CLAUDE DEBUSSY (1862 – 1918)

«Pelléas et Mélisande» (1893–1902) Konzertsuite (Bearbeitung: Alain Altinoglu, 2017) 19’

MAURICE RAVEL (1875 – 1937)

«Shéhérazade» für Sopransolo und Orchester (1903) Asie La Flûte enchantée L’Indifférent 15’

PAUSE GUSTAV MAHLER (1860 – 1911)

«Das klagende Lied» für Soli, gemischten Chor und Orchester (Fassung in 2 Sätzen, 1893–1899) 40’

Bitte beachten Sie, dass die tatsächliche Spieldauer von diesen Angaben abweichen kann.


ELSA BENOIT

Sopran SASHA COOKE

Mezzosopran MAXIMILIAN SCHMITT

Tenor WIENER SINGVEREIN JOHANNES PRINZ

Choreinstudierung FABIEN GABEL

Dirigent


ORCHESTRALE LIEBESTRAGIK Über Alain Altinoglus Konzertsuite von «Pelléas et Mélisande» Zu Beginn des 20. Jahrhunderts uraufgeführt, errang Claude Debussys «Pelléas et Mélisande» unbestritten den Rang eines Hauptwerks des Symbolismus auf der Opernbühne, wie es ähnlich für das zugrunde liegende Schauspiel von Maurice Maeterlinck im Sprechtheater gilt. Die schillernde impressionistische Musik hat immer wieder Dirigenten herausgefordert, rein instrumentale Suiten zusammenzustellen, um die Klangpracht auch dem Konzertpublikum nahebringen zu können. Obwohl ihrem Inhalt und ihrer Dauer nach nicht unbedingt die leichteste Kost, zählt Claude Debussys Oper seit einem internationalen Boom, der etwa fünf Jahre nach der Pariser Uraufführung von 1902 einsetzte und in rascher Folge Inszenierungen unter anderem in Brüss­el, Frankfurt, New York, Mailand und London umfasste, zum festen Kanon der Opernliteratur des 20. Jahrhunderts. Als Vorlage diente dem Komponisten das gleichnamige 1893 erschienene und als ein Hauptwerk des Symbolismus geltende Drama des Belgiers Maurice Maeterlinck. Debussy hatte sich dabei an die Textvorlage des Autors gehalten und diese mit dessen Einverständnis in gekürzter Form adaptiert. Das lyrische Drama, wie es im Untertitel der Oper genannt wird, beginnt mit einer Jagdszene, bei der Prinz Golaud auf die schöne Mélisande trifft. Sie zieht mit ihm, er nimmt sie zur Frau und kehrt mit ihr schließlich auf das Schloss seines Großvaters König Arkel heim. Mélisande leidet unter der dortigen düsteren Umgebung, doch findet sie Halt bei Golau­ds Bruder Pelléas, mit dem sie zunächst eher in kind­ licher Spielerei verbunden ist. Aus ihrem Verhältnis wird Liebe, 7


während Golaud in Eifersucht entbrennt. In einer nächtlichen Szene ermordet er seinen Bruder, die schwangere Mélisande flieht. Im letzten Akt liegt sie nach der Geburt einer Tochter im Sterben. Sie bejaht Golauds Frage, ob sie Pelléas geliebt habe, verneint aber, dass dieser der Vater ihres Kindes sei, und stirbt. Ein Gegenentwurf zu Wagners Dramen Mit seiner einzigen abendfüllenden Oper, an der er seit den ersten Eindrücken von Maeterlincks Schauspiel bis zur Premiere fast ein Jahrzehnt gearbeitet hatte, wollte Debussy trotz seiner Beeinflussung durch die Musik Wagners dessen Opern eine andere Form von Musikdrama entgegensetzen, bei der dem Wort größere Bedeutung zukommt. Nicht «künstlich» wirkende Arien und Ensembles sollten in den Vordergrund gestellt werden, sondern eine möglichst dem natürlichen Ausdruck der Sprache entsprechende Vertonung des Textes. Das Orchester übernimmt dabei nicht die Aufgabe der unterstützenden Seelenzustände und Gefühle, sondern steht in einer eigenen erzählenden Rolle, die für sich die Handlung fortschreibt und nicht Ausgesprochenes andeutet. Die schillernde Musik Debussys brachte immer wieder Dirigen­ ten dazu, Teile der Oper für den Konzertsaal zu adaptieren; die Orchestersuiten von Erich Leinsdorf und Marius Constant waren lange Zeit die bekanntesten. 2017 nahm sich der Franzose Alain Altinoglu der Partitur seines Landsmanns an und fasste mehrere Abschnitte zu einer Orchester­suite zusammen. Die Grundlage bilden dabei mehrere Zwischenspiele, die Debussy nachträglich komponierte, um die Umbauten zwischen den einzelnen Szenen zu überbrücken. Altinoglus Fassung beginnt mit der in dunklen Tönen gehaltenen Einlei­tung der Oper, gefolgt von der Waldmusik, die das 8


Zusammen­treffen Golauds mit Mélisande malt. Im zweiten Teil wird Begleitmusik zu zwei der zentralen Szenen zwischen Pelléas und Mélisande nachvollzogen, zum einen dem Verlust von Mélisandes Ehering, zum anderen die Turmszene, in der Mélisande ihr Haar aus dem Fenster hängen lässt, damit Pelléas es küssen kann. Im nächsten Abschnitt wird vor allem Golauds Eifersucht aufgegriffen und mit der düsteren Atmo­ sphäre des Schlosses kombiniert. Den Schluss bildet die Musik um Mélisandes Tod. Alle Teile der rund 20-minütigen Suite werden attacca – ineinander übergehend – gespielt. C H R ISTIAN HEIN D L

Der Autor arbeitet als freier Kulturjournalist in Wien. Er publizierte musikwissen­ schaftliche Beiträge, Lexikoneinträge, Programmheftbeiträge und Booklettexte; daneben geht er einer internationalen Vortrags- und Jurytätigkeit nach.

Entstehung • Oper 1893–1902, Konzertsuite von Alain Altinoglu 2017 Uraufführung • der heute gespielten Konzertsuite am 21. September 2017 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Alain Altinoglu Vom Tonkünstler-Orchester zuletzt aufgeführt • im Mai 2014 in Wien und St. Pölten, Dirigent: Jun Märkl; Fassung von Alain Altinoglu erstmals im Abonnement­programm des Orchesters

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TRAUMREICH DER SINNLICHKEIT In drei Gesängen entführen die Poesie von Tristan Klingsor und die Musik Maurice Ravels in die Welt der Ahnungen, Sehnsüchte und verbotenen Wünsche Als Mittzwanziger kämpfte der junge, hochbegabte Mu­ siker um seine Reputation als Komponist. «Shéhérazade» ist seine erste große Orchesterpartitur in Verbindung mit Gesang und deutlich inspiriert von großen russischen Vorbildern. Maurice Ravel dirigierte während seiner Studienzeit am Pari­ser Konservatorium 1899 seine Ouvertüre «Shéhérazade» und wurde gnadenlos ausgepfiffen. Der junge, hochbegabte Musiker, Mitte 20, kämpfte um seine Reputation als Komponist, bewarb sich Jahr für Jahr mit seinen Kompositionen am Wettbewerb um den großen Prix de Rome, der ihm aber nie zuerkannt wurde. 1903, nach drei vergeblichen Anläufen, verzichtete er auf die Teilnahme und wandte sich stattdessen wieder dem «Shéhérazade»-Thema zu. Ravel, der sich intensiv mit Literatur und zum Teil auch philosophischen Schriften befasste und bevorzugt Werke von Charles Baudelaire, Edgar Allan Poe, Stéphane Mallarmé, Étienne Bonnot de Condillac und Stendhal las, ließ sich von Gedichten Arthur Leclères, der unter dem Wagnerianischen Pseudonym Tristan Klingsor publizierte, zu seiner zweiten Annäherung an den «Shéhérazade»-­ Stoff inspirieren. Sein kammermusikalisches Meisterstück hatte Ravel mit dem Streichquartett F-Dur bereits geliefert, nun widmete er sich 1903 erstmals einer großen Orchesterpartitur in Verbindung mit Gesang. Ravel, der die Musik von Emmanuel Chabrier bewunderte und vom schöpferischen Witz und Freiheitsgeist Erik Saties 10


fasziniert war, fand darüber hinaus in der russischen Musik viel Anregendes für sein Komponieren, speziell in Hinblick auf die Rhythmik und die Modalmusik, sprich, den Einsatz von Kirchentonarten. Die Musik von Alexander Borodin, Mili Balakirew, Modest Mussorgski – dessen «Bilder einer Ausstellung» Ravel später im Auftrag des Dirigenten Serge Koussevitzky orchestrierte – sowie von Nikolai RimskiKorsa­kow und Alexander Glasunow, dessen Konzertwalzer Ravel in «La Valse» als Originalzitat ver­ewigte, beeindruckte den Franzosen nachhaltig: Spuren von Rimski-Korsa­kows «Scheherazade» finden sich in Ravels «Prélude de la Nuit» und «Rhapsodie espagnole» wieder. Andererseits entfernte sich Ravel mit seiner in einen har­ monischen und klanglichen Schwebezustand versetzten Tonsprache schon in seinen «Shéhérazade»-Gesängen auch deutlich von der konkret fassbaren, konturierten Musik à la Rimski-Korsakow. Ravel lässt sich von der Poesie des Schriftstellers Tristan Klingsor in eine Welt der Ahnungen, Sehnsüchte und verbotenen Wünsche entführen und beschwört Scheherazades Geist in drei schwül schimmernden und exotisch flimmernden Tondichtungen herauf. Auf einem «trunkenen Schiff» gleitet die Gesangsstimme in «Asie» durch fremde Kulturen, gelangt vom Nahen in den Fernen Osten, von den Minaretten und den arabischen Märkten zu den Mandarins und zarten chinesischen Prinzessinnen. Jeder Ton wie ein sanfter Kuss Die verschiedenen Landungsplätze des Schiffes geben Ravel Gelegenheit, in fremde tonale und harmonische Regionen einzutauchen: Er versprüht Fontänen von großen Septimen, koppelt mehrere Quinten zu berauschenden Mischklängen und skizziert pentatonisch kostbare Chinoiserien. Nach eine­r aufschäumenden Steigerung verhaucht dieser traum11


hafte Reisebericht eines Aladdin-Verwandten in variierten Klängen. In «La Flûte enchantée» lässt Ravel eine im Harem eingesperrte Schöne ihre Ohren nach draußen zur Flötenserenade ihres Geliebten schweifen – jeden Ton aus der Ferne empfindet die Gefangene als sanften Kuss auf ihre Wangen. Ravel entspinnt hier einen jener wunderbaren Flötengesänge, wie er ihn später auch in «Daphnis et Chloé» anstimmen wird. Im Lied «L’Indifférent» über die einseitige Liebe einer Frau zu einem schönen Fremden, dem sie gleichgültig ist, reichert Ravel die Akkorde und harmonischen Flächen mit noch mehr Verzierungen, Glissandi, leise vibrierenden Tonfeldern und Arpeggien als zuvor an. Die angedeuteten Melodien werden ineinander verwoben, die bevorzugten Intervalle der Quint und Quart entführen die Kantilene in ein Traumreich der Sinnlichkeit. R A IN ER L EP U S CHITZ

Der Autor, geboren in Salzburg, lebt in Graz. Als Dramaturg und Publizist war er unter anderem für das Wiener Konzerthaus, die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, die Salzburger Festspiele, das Festspielhaus St. Pölten sowie für das Grafenegg Festival und das Tonkünstler-Orchester tätig.

Entstehung • 1903 Uraufführung • am 17. Mai 1904 im Salle du Nouveau Théâtre in Paris mit dem Orchester der Société Nationale de Musique unter der Leitung von Alfred Cortot, Solistin: Jeanne Hatto Vom Tonkünstler-Orchester zuletzt aufgeführt • im November 2005 in Wien und St. Pölten; Solistin: Rinat Shaham, Dirigent: Kristjan Järvi Liedtexte • ab Seite 18 in diesem Heft

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EINE BLUME, ROT WIE BLUT Gustav Mahlers erster Geniestreich: «Das klagende Lied» Zwei Brüder werben um die Gunst der schönen Königin – mit doppelt tragischem Ausgang. In seinem Opus eins entführt der blutjunge Komponist das Publikum in die Welt des Mittelalters. Dafür scheut er musi­kalisch weder Mühe noch Aufwand. Er will unbedingt berühmt werden, und zwar möglichst schlagartig. Kaum hat Gustav Mahler sein Studium am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien beendet, da brütet der 19-Jährige auch schon über einer MammutPartitur, die sein Eintrittsbillett werden soll in die Klassikwelt. Die Form des Oratoriums hat er dafür ausgewählt, innovativ in der Gestaltung, außerdem ganz groß besetzt, mit elf Soli und Chor, im Orchester nicht weniger als sechs Harfen. Geplan­te Aufführungsdauer: über eine Stunde. Der Text stammt von Gustav Mahler selbst, noch als Gymnasiast hat er ihn verfasst. Seine Inspirationsquellen sind Ludwig Bechsteins Märchen «Das klagende Lied» sowie «Der singende Knochen» der Brüder Grimm, die der Teenager zu einer schauerlichen Ballade verschmilzt. Und die geht so: Es war einmal eine schöne, stolze Königin, die verachtete die Männer und wollte eigentlich gar nicht heiraten. Dann aber versprach sie doch demjenigen die Ehe, der ihr eine rare rote Blume aus den Wäldern bringen würde. Da machten sich auch zwei Brüder auf die Suche. Der jüngere wurde schnell fündig, er steckte sich die Blume an den Hut und legte sich unter einer Weide zum Schlafen nieder. Dort entdeckte ihn der ältere. Kurzentschlossen zückte er sein Schwert, enthauptete den Bruder und machte sich mit der Blume auf den Weg zum Schloss. 13


Jahre später fiel einem fahrenden Spielmann unter der Weide ein weißer Knochen ins Auge, den er für einen rindenlosen Zweig hielt und schnitzte sich daraus eine Flöte. Doch als er sie an die Lippen setzte, erklang die Stimme des Verstor­ benen, der klagte, dass sein Bruder ihn getötet habe. Schließlich gelangte der Spielmann zu einem Schloss, wo gerade Hochzeit gefeiert wurde – die Königin hatte sich endlich entschieden, den Überbringer der Blume zu heiraten. Als der Spielmann sein sprechendes Instrument vorführte und die Geschichte vom Brudermord erklang, entriss ihm der Mörder die Flöte und setzte sie «in frevelndem Hohn» selbst an die Lippen. Die Gäste flohen entsetzt, die Königin sank entseelt zu Boden, die Mauern der Burg stürzten ein. Der lange Weg zum Erfolg 136 Verse umfasst Mahlers Libretto, zumeist in Kreuzreimen, der Tonfall ist einerseits altmodisch-volkstümlich, zugleich aber auch symbolistisch raunend nach neuestem literarischem Gusto. Es gibt keine konkreten handelnden Personen, der Text ist gleichmäßig auf die Solopartien verteilt. In der Ich-Form äußert sich lediglich der erschlagene Bruder, dessen Stimme aus dem Jenseits erklingt. Der Chor kommentiert das erschröckliche Geschehen nach Art der griechischen Tragödie. 1881 reicht Gustav Mahler «Das klagende Lied» beim Beethoven-­Preis der Stadt Wien ein. Doch die Jury lässt ihn leer ausgehen. Und auch der eigentlich allem Innovativen zugeneigte Altmeister Franz Liszt zeigt kein Interesse, das Werk beim «Musikfest des Allgemeinen Deutschen Musikverein» in Weimar aufzuführen. Der Misserfolg frustriert den ehrgeizigen Newcomer, jahrelang schreibt er nichts mehr für Orchester, sondern nur noch Klavierlieder, die sich unkom­ 14


pliziert aufführen lassen. «Wäre mir damals der Beethoven-­ Preis von 600 Gulden zuerkannt worden, hätte mein ganzes Leben eine andere Wendung genommen», vertraut Mahler 1898 seiner Freundin Natalie Bauer-Lechner an. «Ich wäre damit vielleicht von der ganzen niederträchtigen OpernKarriere bewahrt gewesen.» So aber muss er die «Ochsentour» auf sich nehmen, also den mühsamen Weg als Kapellmeister durch die Provinztheater. Sein erstes Engagement tritt er noch während der Arbeit am «Klagenden Lied» an, im Sommer 1880 dirigiert er im Kurort Bad Hall Operetten und Singspiele. Es folgen Stationen in Laibach, Olmütz, Kassel, Prag, Leipzig, Budapest und Hamburg – bis 1897 endlich das Ziel erreicht ist: die Wiener Hofoper. Kaum hat er das Amt als Musikdirektor im Zentrum der k.u.k-­ Monarchie angetreten, nimmt sich Mahler sein Schmerzenskind erneut vor. Bereits 1893 hatte er den kompletten ersten Teil des «Klagenden Lieds» gestrichen und damit auf rund 40 Prozent der Partitur verzichtet. Außerdem reduzierte er die Zahl der Solopartien auf drei und die der Harfen auf zwei. 1898 geht er die Partitur noch einmal durch, mit dem Ziel, sie endlich der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Dennoch wird es weitere drei Jahre dauern, bis er die Uraufführung in Wien dirigieren kann. Presse wie Publikum reagieren reserviert. Lange führt das Stück ein Schattendasein im Œuvre des Komponisten, erst in jüngerer Zeit wird «Das klagende Lied» wiederentdeckt, erfährt Anerkennung als erster Geniestreich eines frühreifen Komponisten. Wobei das «Waldmärchen» – der gestrichene erste Teil – gewissermaßen Gustav Mahler im Rohzustand zeigt, während «Der Spielmann» sowie «Hochzeitsstück» davon zeugen, wie tiefgreifend seine Bear­beitungen der Partitur waren. 15


«Diese früheste Komposition ist auch schon völlig original, nur noch etwas schwülstig und überladen», hat Mahler rückblickend über sein erstes Opus gesagt – und konstatiert: «Zuviel Zierrat.» Den eliminiert er bei der Bearbeitung der Sätze zwei und drei, die heute im Konzert erklingen: Hier ist eindeutig der reife Mahler am Werk, der bereits die Wunderpartituren seiner ersten drei Symphonien geschaffen hat. Die Entdeckung der Katastrophe Im ersten Satz dagegen, also im gestrichenen «Waldmärchen», das bis in die 1930er-Jahre als verschollen galt, wagnert es immer wieder mächtig. Vor allem in den dramatischen Momenten orientiert sich Mahler zudem hörbar an erprobten Musiktheater-Modellen seiner Zeit. Die Chor-Passagen wiederum wirken in ihrer herben Schlichtheit oft wie Gemeindegesänge aus den protestantischen Passionen der Barockzeit. In den bearbeiteten Teilen dagegen herrscht durchwegs eine genuine Mahler-Atmosphäre. Da ist dieses für ihn so charakteristische Changieren zwischen den Tongeschlechtern Dur und Moll, da sind diese suggestiven Licht-Schatten-­ Effekte im Orchester, da stehen Naturlaute neben Militärmusik, intime Weltschmerz-Momente wechseln mit aggressiv-­ lärmigen Passagen. Mahler notiert am Beginn von «Der Spielmann» die Vortrags­ bezeichnung «mit sehr geheimnisvollem Ausdruck», das Vorspiel zum «Hochzeitsstück» soll «mit höllischer Wildheit» erklingen. Überall zeigt sich die stupende Fähigkeit des Komponisten, in wenigen Takten eine suggestive Stimmung zu schaffen, die beim Publikum sofort das «Kino im Kopf» auslöst. Raffiniert verwebt er Mittelalter-Assoziationen mit Jugend­stil-Sinnlichkeit, die Holzbläser schlagen oft einen folkloristischen Ton an, flirrende Streicher sorgen für Span16


nung, die Pauke pocht bedrohlich, Hörner raunen, gestopfte Trompeten und fahle Flöten warnen vor Gefahr. Und ein Fernorchester sorgt für 3D-Raumwirkung, veran­ staltet grotesken Lärm im Hintergrund bei der finalen Katastrophe am Königshof. Insgesamt wirkt «Das klagende Lied» somit wie eine vielversprechende Vorstudie zu der Oper, die Gustav Mahler dann leider doch nie geschrieben hat. Extrem effektsicher gestaltet der Komponist auch den Schluss der Schauergeschichte: Nach dem Einsturz der Mauern sinkt das Orchester ins Pianissimo, Mahler schafft eine neblige Klangfläche, der Tenor singt «Die Lichter verloschen im Königssaal» und fragt dann rhetorisch «Was ist wohl mit dem Hochzeitsmahl?!». Begleitet von einer absteigenden OboenLinie intoniert die Sopranistin ein schmerzliches «Ach Leide!», dumpf klingt der Gong über tiefen Bläsern – bis ein greller Tutti-Akkord förmlich in diese akustische Düsternis hinein explodiert: The End! FR EDER IK HAN S S EN

Der Autor, 1969 in Berlin geboren, studierte Musikwissenschaft und Kulturmanage­ ment in seiner Heimatstadt, Clermont-Ferrand und Mailand. Von 1998 bis 2026 war er Redakteur für klassische Musik beim Berliner «Tagesspiegel». Im Bereich Musikvermittlung ist er als Autor für Programmhefte, als Moderator sowie als Referent für Einführungen aktiv. Er lebt mit seiner Familie in Berlin und Rom.

Entstehung • der dreiteiligen Urfassung 1878 bis 1880; der zweisätzigen Fassung 1893 bis 1899 Uraufführung • der zweisätzigen Fassung von 1899 am 17. Februar 1901 im Musik­verein Wien unter der Leitung des Komponisten; des ersten Teils 1934 in Brünn unter der Leitung von Gustav Mahlers Neffen Alfred Rosé Vom Tonkünstler-Orchester zuletzt aufgeführt • im Jänner 1992 in Wien und Linz, Dirigent: Isaac Karabtchevsky Vokaltexte • ab Seite 24 in diesem Heft

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MAURICE RAVEL

«Shéhérazade» für Sopransolo und Orchester I. Asie Asie, Asie, Asie, Vieux pays merveilleux des contes de nourrice Où dort la fantaisie comme une impératrice En sa forêt tout emplie de mystère. Asie, Je voudrais m’en aller avec la goëlette Qui se berce ce soir dans le port, Mystérieuse et solitaire Et qui déploie enfin ses voiles violettes Comme un immense oiseau de nuit dans le ciel d’or. Je voudrais m’en aller vers les îles de fleurs En écoutant chanter la mer perverse Sur un vieux rythme ensorceleur. Je voudrais voir Damas et les villes de Perse Avec les minarets légers dans l’air ; Je voudrais voir de beaux turbans de soie Sur des visages noirs aux dents claires ; Je voudrais voir des yeux sombres d’amour Et des prunelles brillantes de joie En des peaux jaunes comme des oranges ; Je voudrais voir des vêtements de velours Et des habits à longues franges. Je voudrais voir des calumets entre des bouches Tout entourées de barbe blanche ; Je voudrais voir d’âpres marchands aux regards louches, Et des cadis, et des vizirs Qui du seul mouvement de leur doigt qui se penche Accorde vie ou mort au gré de leur désir. Je voudrais voir la Perse, et l’Inde et puis la Chine, 18


I. Asien Asien, Asien, Asien, altes wundersames Land der Märchen, wo die Phantasie gleich einer Kaiserin schlummert in ihrem geheimnisumwobenen Wald. Asien, fort möchte ich segeln mit dem Schiff, das sich wiegt heute Abend im Hafen, geheimnisvoll und einsam, und das endlich seine violetten Segel setzt wie ein riesiger Nachtvogel am goldenen Himmel. Ich möchte zu den Blumeninseln reisen und lauschen dem Gesang des lüsternen Meeres mit seinem uralten betörenden Rhythmus. Ich möchte Damaskus sehen und Persiens Städte mit den luftig-leichten Minaretten; ich möchte schöne Turbane aus Seide sehen auf schwarzen Gesichtern mit schimmernden Zähnen; ich möchte dunkle liebestrunkene Augen erblicken und freudefunkelnde Pupillen in orangegelber Haut; ich möchte samtene Gewänder sehen und Kleider mit langen Fransen. Ich möchte Friedenspfeifen sehen zwischen Lippen, von weißem Bartwuchs ganz umgeben; ich möchte gierige Kaufleute sehen mit scheelem Blick; und Kadis und Wesire, die durch den Wink allein des Fingers, den sie krümmen, Tod oder Leben je nach Laune gewähren. Ich möchte Persien sehen und Indien und dann China, 19


Les mandarins ventrus sous les ombrelles, Et les princesses aux mains fines, Et les lettrés qui se querellent Sur la poésie et sur la beauté ; Je voudrais m’attarder au palais enchanté Et comme un voyageur étranger Contempler à loisir des paysages peints Sur des étoffes en des cadres de sapin Avec un personnage au milieu d’un verger ; Je voudrais voir des assassins souriants Du bourreau qui coupe un cou d’innocent Avec son grand sabre courbé d’Orient. Je voudrais voir des pauvres et des reines ; Je voudrais voir des roses et du sang ; Je voudrais voir mourir d’amour ou bien de haine. Et puis m’en revenir plus tard Narrer mon aventure aux curieux de rêves En élevant comme Sindbad ma vieille tasse arabe De temps en temps jusqu’à mes lèvres Pour interrompre le conte avec art …

II. La Flûte enchantée L’ombre est douce et mon maître dort, Coiffé d’un bonnet conique de soie Et son long nez jaune en sa barbe blanche. Mais moi, je suis éveillée encor Et j’écoute au dehors Une chanson de flûte où s’épanche Tour à tour la tristesse ou la joie, Un air tour à tour langoureux ou frivole Que mon amoureux chéri joue, Et quand je m’approche de la croisée, Il me semble que chaque note s’envole 20


dickbäuchige Mandarine unter ihren Sonnenschirmen, und die Prinzessinnen mit den zarten Händen und die Gelehrten, die sich streiten über Dichtkunst und Schönheit; ich möchte verweilen im Zauberschloss und wie ein Fremder auf Reisen mit Muße Landschaften betrachten, gemalt auf Stoffen in Fichtenholzrahmen mit einer Gestalt inmitten eines Obstgartens; ich möchte Meuchelmörder lächeln sehen über den Henker, der einem Unschuldigen den Kopf abschlägt mit seinem großen, krummen Türkensäbel. Ich möchte Bettler sehen und Königinnen; ich möchte Rosen sehen und Blut; ich möchte sehen, die vor Liebe sterben oder auch aus Hass. Und dann später zurückkehren, meine Abenteuer zu berichten den nach Träumen Gierenden, wie Sindbad meinen alten arabischen Becher von Zeit zu Zeit an die Lippen setzend, um meine Geschichte kunstvoll zu unterbrechen …

II. Die Zauberflöte Im Schatten ist’s kühl, und mein Herr schläft, auf dem Haupt eine spitze Kappe aus Seide, die lange gelbe Nase im weißen Bart. Aber ich, ich bin noch wach, und ich höre draußen eine Flötenmelodie, die abwechselnd Trauer und Freude verströmt, eine Weise, schmachtend und dann wieder tändelnd gespielt von meinem Liebsten, und wenn ich ans Fensterkreuz trete, fliegt jeder Ton, so scheint mir’s, 21


De la flûte vers ma joue Comme un mystérieux baiser.

III. L’Indifférent Tes yeux sont doux comme ceux d’une fille, Jeune étranger, Et la courbe fine De ton beau visage de duvet ombragé Est plus séduisante encor de ligne. Ta lèvre chante sur le pas de ma porte Une langue inconnue et charmante Comme une musique fausse … Entre ! Et que mon vin te réconforte … Mais non, tu passes Et de mon seuil je te vois t’éloigner Me faisant un dernier geste avec grâce Et la hanche légèrement ployée Par ta démarche féminine et lasse … T R ISTAN KL IN G S O R ( 1874 – 196 6 )

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von der Flöte auf meine Wange wie ein geheimnisvoller Kuss.

III. Der Gleichgültige Deine Augen sind sanft wie die eines Mädchens, fremder Jüngling, und die feine Linie deines hübschen flaumumschatteten Gesichts ist verführerischer noch im Profil. Dein Mund singt vor meiner Tür eine Sprache, unbekannt und bezaubernd wie verstimmte Musik ... Tritt ein! Und möge mein Wein dich stärken … Aber nein, du gehst vorüber, und ich sehe dich entschwinden von meiner Schwelle, mir ein letztes Mal anmutig zuwinkend, die Hüfte sanft geschwungen, durch deinen weichen, lässigen Gang ... Ü B ERS ETZU N G : WIL F RIE D SCZE PAN

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GUSTAV MAHLER

«Das klagende Lied» für Soli, gemischten Chor und Orchester I. Satz Alt-Solo Beim Weidenbaum, im kühlen Tann, da flattern die Dohlen und Raben, da liegt ein blonder Rittersmann unter Blättern und Blüten begraben. Tenor-Solo Dort ist’s so lind und voll von Duft, als ging ein Weinen durch die Luft! Soli O Leide, Leide! O Leide! Tenor-Solo Ein Spielmann zog einst des Weges daher, Alt-Solo da sah er ein Knöchlein blitzen. Er hob es auf, als wär’s ein Rohr, wollt’ sich eine Flöte d’raus schnitzen. Chor O Spielmann, lieber Spielmann mein! Tenor-Solo Das wird ein seltsam Spielen sein! Alt-Solo, Tenor-Solo O Leide, weh’! O Leide! 24


Alt-Solo Der Spielmann setzt die Flöte an und läßt sie laut erklingen: O Wunder, was nun da begann! Welch’ seltsam traurig Singen! Sopran-Solo Es klingt so traurig und doch so schön! Wer’s hört, der möcht’ vor Leid vergeh’n! Alt-Solo, Tenor-Solo O Leide, Leide! Alt-Solo «Ach, Spielmann, lieber Spielmann mein! Das muß ich dir nun klagen: Um ein schönfarbig Blümelein hat mich mein Bruder erschlagen! Im Walde bleicht mein junger Leib! O Leide! Mein Bruder freit ein wonnig Weib! O Leide, Leide. Weh!» Chor und Soli Der Spielmann ziehet in die Weit’, läßt’s überall erklingen. «Ach weh’, ach weh’, ihr lieben Leut! Was soll denn euch mein Singen?! Weh! Weh! Weh! Weh! Weh! Hinauf muß ich zu des Königs Saal! Hinauf! zu des Königs holdem Gemahl! Was soll denn euch mein Singen!» O Leide! Weh’! O Leide! 25


II. Satz Chor Vom hohen Felsen erglänzt das Schloß, die Zinken erschall’n und Drometten. Dort sitzt der mutigen Ritter Troß, die Frau’n mit goldenen Ketten. Was will wohl der jubelnde, fröhliche Schall? Was leuchtet und glänzt im Königssaal? O Freude! Heiah! Freude! Soli und Chor Und weißt du’s nicht, warum die Freud’? Hei! Daß ich dir’s sagen kann! Die Königin hält Hochzeit heut’ mit dem jungen Rittersmann! Seht hin! Die stolze Königin! Heut’ bricht er doch, ihr stolzer Sinn! O Freude! Heiah! Freude! Alt-Solo Was ist der König so stumm und bleich? Hört nicht des Jubels Töne! Chor und Soli Sieht nicht die Gäste, stolz und reich, sieht nicht der Königin holde Schöne! Was ist der König so bleich und stumm? Leide, Leide! Was geht ihm wohl im Kopf herum? Leide, Leide! O Leide, weh! O Leide! 26


Ein Spielmann tritt zur Türe herein! Was mag’s wohl mit dem Spielmann sein? O Leide, Leide, weh! Alt-Solo «Ach Spielmann, lieber Spielmann mein! Das muß ich dir nun klagen! Um ein schönfarbig Blümelein hat mich mein Bruder erschlagen! O Leide! Weh,’ o Leide! Im Walde bleicht mein junger Leib, mein Bruder freit ein wonnig Weib! Chor O Leide! Weh’, o Leide!» Chor Auf springt der König von seinem Thron und blickt auf die Hochzeitsrund’! Und nimmt die Flöte in frevelndem Hohn und setzt sie selbst an den Mund! O Schrecken! Was nun da erklang! Hört ihr die Märe, todesbang! Sopran-Solo «Ach Bruder, lieber Bruder mein! Du hast mich ja erschlagen! Nun bläst du auf meinem Totenbein! Des’ muß ich ewig klagen! Was hast du mein junges Leben dem Tode hingegeben?»

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Chor O Leide, weh’! O Leide! Tenor-Solo Am Boden liegt die Königin! Chor Die Pauken verstummen und Zinken. Mit Schrecken die Ritter und Frauen flieh’n. Weh! Die alten Mauern sinken! Tenor-Solo Die Lichter verloschen im Königssaal. Was ist wohl mit dem Hochzeitsmahl?! Sopran-Solo Ach Leide! G U STAV MAHL ER (18 60 – 19 11)

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«ICH FREUE MICH AUF JEDES EINZELNE KONZERT MIT DEM TONKÜNSTLERORCHESTER! DIE BEGINNZEIT AM SONNTAGNACHMITTAG UM 15.30 UHR IST PERFEKT FÜR MICH. » Ingrid Zink aus Wien hört seit so vielen Jahren Konzerte mit dem Tonkünstler-Orchester, dass sie selbst nicht genau weiß, seit wann. Sie ist Abonnentin des Sonntagnachmittag-Zyklus mit zwölf Konzerten im Musikverein Wien und kennt auch die anderen Spielstätten der Tonkünstler.

Seit 2015 äußerten sich Orchestermitglieder und Mitarbeitende der Verwaltung an dieser Stelle zu Komponisten, Mitwirkenden und zur Musik. Nun sind Sie an der Reihe: unser Publikum! Wir freuen uns auf Ihre Wortspende an office@tonkuenstler.at.


ELSA BENOIT Sopran

© James Bellorini

Die französische Sopranistin Elsa Benoit hat sich dank ihrer stilistischen Vielseitigkeit und ihrer kultivierten Gesangskunst als international gefragte Künstlerin etabliert. Ihr Repertoire reicht vom Barock bis in die Gegenwart. Im Oktober 2026 kehrt sie als Sophie in Richard Strauss’ «Der Rosenkavalier» an das Opernhaus Köln zurück. 2027 folgt ihr Rollendebüt als Fiordiligi in Wolfgang Amadeus Moza­rts «Così fan tutte» an der Opéra de Rennes und der Angers Nantes Opéra. Später gastiert sie beim Glyndebourne Festival als Micaëla in Georges Bizets «Carmen» und am Opernhaus Köln in der Titelpartie von Claudio Monteverdis «L’incoronazione di Poppea». Auf dem Konzertpodium ist sie unter anderem in Joseph Haydns «Die Schöpfung» im Wiener Konzerthaus, in Francis Poulencs «Gloria» in der Accademia Nazio­nale di Santa Cecilia und in Claude Debussys «Le Martyre de Saint Sébastien» mit dem Orquesta y Coro Nacionales de España zu erleben sowie in einer konzertanten Aufführung von Bizets «Les pêcheurs de perles» am Gran Teatre del Liceu. Sie studierte am Conservatorium van Amsterdam, schloss ihr Studium an der Dutch National Opera Academy mit Auszeichnung ab und gewann mehrere Wettbewerbe. Nach Stationen im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper und am Stadttheater Klagenfurt wurde Elsa Benoit Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper in München. Zu den Höhepunkten ihrer umfangreichen Diskografie zählt ihre Interpretation der Poppea in Georg Friedrich Händels «Agrip­pina», die für einen Grammy Award nominiert wurde. 30


SASHA COOKE Mezzosopran

© Stephanie Girard

Die zweifache Grammy-Preisträgerin Sasha Cooke ist Absolventin der Rice University und der Juilliard School, des Lindemann Young Artist Development Program der Metropolitan Opera sowie der Nachwuchsprogramme der Seattle Opera und der Central City Opera. Sie zählt zu den führenden Mezzosopra­ nistinnen, mit Auftritten an der Metropolitan Opera, der San Francisco Opera, der English National Opera, der Opéra National de Bordeaux und am Gran Teatre del Liceu sowie mit zahlreichen Orchestern weltweit. 2022 wurde sie zur Co-Direktorin des Lehrer Vocal Institute an der Music Academy of the West ernannt. In der Saison 26–27 singt sie ein breit gefächerten Repertoire, dazu zählen unter anderem Edward Elgars «Sea Pictures» mit dem Minnesota Orchestra, Maurice Ravels «Shéhérazade» mit dem Houston Symphony Orchestra, Johann Sebastian Bachs «Weihnachtsoratorium» mit dem Orchestre National de France, Ernest Chaussons «Poème de l’amour et de la mer» mit dem London Symphony Orchestra unter Sir Antonio Pappano, Ludwig van Beethovens neunte Symphonie mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Klaus Mäkelä sowie Gustav Mahlers achte Symphonie mit dem Hong Kong Philharmonic unter Tarmo Peltokoski. Gemeinsam mit dem Gitar­ risten Jason Vieaux präsentiert sie in «Songs of the Americas» Lieder von Enrique Granados bis Stephen Sondheim. Sasha Cooke hat zahlreiche Einspielungen vorgelegt, darunter Micha­el Tilson Thomas’ «Meditations on Rilke» mit dem San Francisco Symphony, das 2021 einen Grammy Award gewann, und das Album «Sasha Cooke Live». 31


MAXIMILIAN SCHMITT Tenor

© Christoph Behrmann

Der Tenor Maximilian Schmitt zählt zu den gefragtesten Sängern seines Fachs. Er studierte bei Anke Eggers an der Universität der Künste Berlin sowie privat bei Roland Hermann; aktuell arbeitet er mit Tobias Truniger. Internationale Aufmerksamkeit erregte er 2012 mit seinem Debüt als Tamino in Wolfgang Amadeus Mozarts «Die Zauberflöte» an der Oper Amsterdam. Es folgten seither zahlreiche weitere Partien an den großen Bühnen der Welt. In der Spielzeit 26–27 debütiert er an der Oper Köln als Hans in Bedřich Smetanas «Die verkaufte Braut», an der Semperoper Dresden gastiert er als Baron Kronthal in Albert Lortzings «Der Wildschütz», bei den Pfingstfestspielen Baden-Baden als Erik in Richard Wagners «Der fliegende Holländer». Im Konzertsaal ist er mit Ludwig van Beethovens Missa solemnis in Paris, Stockholm und Zürich zu hören sowie mit der neunten Symphonie in Madrid, Rotterdam, Wien und Heilbronn. Mit Franz Schmidts «Das Buch mit sieben Siegeln» gastiert er in Tokio. Zur Passionszeit ist er als Evangelist in Johann Sebastian Bachs «Matthäuspassion» mit dem Gürzenich-Orchester Köln zu erleben. Mit Gerold Huber gastierte er mit Liedprogrammen unter anderem beim Heidelberger Frühling, der Schubertiade Schwarzenberg, im Concertgebouw Amsterdam, in der Londoner Wigmore Hall und der Kölner Philharmonie. Maximilian Schmitts umfangreiche Diskografie umfasst unter anderem Soloalben wie «Träumend wandle ich bei Tag», «Die schöne Müllerin» und «Wie freundlich strahlt der Tag». Es folgt eine Einspielung von Wagners «Die Walküre» mit Concerto Köln unter Kent Nagano mit ihm als Siegmund. 32


WIENER SINGVEREIN Sie leben nicht vom Singen, aber in vieler Hinsicht für das Singen: Seit mehr als 160 Jahren beweist der Wiener Sing­ verein, dass Amateurinnen und Amateure Musik auf höchstem Niveau machen können. Der Chor der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien zählt, beständig über die Zeiten hinweg, zu den besten Konzertchören der Welt. 1858 als Zweigverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gegründet, hat der Singverein im Laufe seiner langen Geschichte zentrale Werke des Chorrepertoires uraufgeführt – darunter das «Deutsche Requiem» von Johannes Brahms, Giuseppe Verdis «Ave Maria» und «Quattro pezzi sacri», Anton Bruckners «Te Deum», Gustav Mahlers achte Symphonie und Franz Schmidts Oratorium «Das Buch mit sieben Siegeln». Mit Johannes Prinz – Chordirektor seit 1991 – ging der Wiener Singverein als vielgefragter und stilistisch flexibler Konzertchor ins 21. Jahrhundert. Der Chor arbeitet heute mit den inter­ national wichtigsten Dirigentinnen und Dirigenten zusammen. Künstlerische Heimat des Singvereins ist der Goldene Saal des Wiener Musikvereins, dessen Konzertleben er durch seine vielen Verpflichtungen mitgestaltet. Regelmäßig wird er auch zu internationalen Gastauftritten eingeladen. Im Herbst 2025 führte eine Tournee den Chor nach Taiwan. Im Sommer 2026 war der Wiener Singverein bei den Salzburger Festspielen in Mahlers zweiter Symphonie zu erleben und wirkte am 14. Aug­ust an der Eröffnung des Grafenegg Festivals in Carl Orffs «Carmina Burana» mit. Im Oktober gibt der Chor sein Debüt in Köln und gibt unter der Leitung des ehemaligen Tonkünst­ler-Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada drei Konzerte mit dem Gürzenich-Orchester Köln in der Kölner Philharmonie; auf dem Programm stehen unter anderem Leon­ard Bernsteins «Chichester Psalms». 33


JOHANNES PRINZ

© Marianne Feiler

Chordirektor & Choreinstudierung Johannes Prinz, geboren 1958 in Wolfsberg, Kärn­ten, kam in einem musisch geprägten Elternhaus schon früh mit der Musik in Berührung. Im Alter von neun Jahren wurde er Mitglied der Wiener Sängerknaben. Er studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Wichtige Impulse im Bereich der Chorleitung erhielt er von Erwin Ortner. Von 1982 bis 1992 leitete er den Chor der Wiener Wirtschaftsuniversität, von 1988 bis 1995 übernahm er die Leitung des Kammerchores der Wiener Musikuniversität, von 1995 bis 2007 die des Wiener Kammerchores. Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien verpflichtete Johan­nes Prinz 1991 als Chordirektor des Wiener Singvereins, der als einer der international herausragenden Konzertchöre gilt. Konzertprojekte mit führenden Orchestern unter Leitung der weltbesten Dirigenten zeigen dies ebenso wie Einladungen zu Festivals und internationale Tourneen. Als Gast übernahm er Einstudierungen und Konzerte beim Chor des Bayerischen Rundfunks, beim RIAS Kammerchor Berlin, bei der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, beim World Youth Choir und anderen Gesangs­ensembles. 1985 erhielt er einen Lehrauftrag an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Von 2000 bis 2023 war Johannes Prinz Professor für Chorleitung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Er leitete zahlreiche internationale Chorleitungskurse und Meisterklassen. Gerne, sagt Johannes Prinz, könne man diese Programmheftbiografie auch in einem Satz zusammenfassen. Der hieße dann: Johannes Prinz – Chorleiter aus Passion. 34


FABIEN GABEL Dirigent Fabien Gabel ist Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters, eine Position, die er mit der Sommernachtsgala Grafenegg im Juni 2025 angetreten hat. Seine internationale Karriere führte ihn zu Spitzenorchestern auf der ganzen Welt, unter anderem zum London Philharmonic, Chicago Symphony, Royal Stockholm Philharmonic und Cleveland Orchestra, zum Orchestre symphonique de Montréal, Seoul Philhar­ monic und zum Melbourne Symphony Orchestra. Bis 2021 war er Chefdirigent des Orchestre Symphonique de Québec und des Orchestre Français des Jeunes. 2022 feierte er sein Debüt an der Opéra national de Paris. In Frankreich steht er am Pult aller führenden Orchester. So spielte er in Paris mit dem Orchestre National de France und dem Orchestre Philharmonique de Radio France die Musik zum Stummfilm-Epos «Napoléon» von Abel Gance ein. Im Oktober 2025 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York, wo er acht Vorstellungen von Georges Bizets «Carmen» dirigierte. Fabien Gabel wurde in eine Pariser Musikerfamilie geboren. Mit sechs Jahren begann er Trompete zu spielen und studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris, später an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Erste internationale Aufmerksamkeit erhielt er bereits 2004 als Gewinner des Donatella Flick Dirigierwettbewerbs in London. Daraus folgte seine Ernennung zum Assistenzdirigenten beim London Symphony Orchestra. 2020 wurde er von der französischen Regierung zum «Chevalier des Arts et des Lettres» ernannt. Beim Tonkünstler-Orchester debütierte er im Frühjahr 2019, unter anderem mit Erich Wolfgang Korngolds «Sinfonietta für großes Orchester». Live-Aufnahmen aus dem Musikverein Wien unter seiner Leitung werden laufend in den einschlägigen Streamingportalen veröffentlicht. 35


© Werner Kmetitsch

Als Nächstes dirigiert Fabien Gabel diese Konzerte mit dem Tonkünstler-Orchester:

SCHUMANN & STRAUSS Fr 13 NOV 2026 19.30

LIEBEN SIE HAYDN

Di 26 JAN 2027 15.30 Musikverein Wien Mi 27 JAN 2027 18.30 Stadttheater Wr. Neustadt

Musikverein Wien So 15 NOV 2026 15.30 Musikverein Wien BEETHOVEN & SCHUMANN Sa 1 4 NOV 2026 19.30

MYLES SANKO SYMPHONIC SOUL Di 23 FEB 2027 20.00

Stadttheater Wr. Neustadt

Musikverein Wien BRAHMS & ZEMLINSKY Sa 28 NOV 2026 19.30

HAYDN & STRAUSS Sa 13 MÄRZ 2027 19.30

Musikverein Wien So 29 NOV 2026 15.30 Musikverein Wien Mo 30 NOV 2026 19.30 Festspielhaus St. Pölten

Stadttheater Wr. Neustadt So 1 4 MÄRZ 2027 15.00 Stadttheater Baden

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TONKÜNSTLER-ORCHESTER Chefdirigent Fabien Gabel Das Tonkünstler-Orchester mit seinen fünf Residenzen im Musikverein Wien und in Niederösterreich zählt zu den größten und wichtigsten musikalischen Botschaftern Österreichs. Eine mehr als 75-jährige Tradition verbindet das Orches­ter mit den Sonntagnachmittags-Konzerten im Wien­er Musikverein. In Grafenegg, im Festspielhaus St. Pölten und im Stadttheater Wiener Neustadt treten die Tonkünstler als Residenzorchester auf. Das Festspielhaus St. Pölten, das in dieser Saison sein 30-jähriges Bestehen feiert, wurde Anfang 1997 von den Tonkünstlern mit Gustav Mahlers «Auferstehungssymphonie» eröffnet. Die Konzertsaison 25–26 brachte sie ins traditionsreiche Stadttheater Baden zurück, wo sie Anfang 1946 erstmals als Landessymphonieorchester Niederösterreich konzertierten. Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit steht das Orchesterrepertoire von der Klassik bis zur Musik des 20. Jahrhunderts. Alternative Programmwege der Tonkünstler werden von Musi­ zierenden und Publikum geschätzt. Musikerpersönlichkeiten wie Walter Weller, Heinz Wallberg, Miltiades Caridis, Fabio Luisi, Kristjan Järvi und Andrés Orozco-Estrada waren Chefdirigenten des Orchesters. Seit der Saison 25–26 wird es von Fabien Gabel geleitet. Sein Vorgänger Yutaka Sado wurde nach zehnjähriger Tätigkeit als Chefdirigent zum ersten Ehrendirigenten der Tonkünstler ernannt. Tourneen führten das Orchester zuletzt nach Großbritannien, Deutschland, Japan und Tschechien. Zahlreiche Audio-Aufnahmen spiegeln sein vielseitiges künstlerisches Profil wider: Im orchestereigenen Label erscheinen bis zu vier Einspie­lungen pro Jahr, zumeist als Live-Mitschnitte aus dem Musikverein Wien. Ausführliche Orchesterbiografie: tonkuenstler.at 37


TONKÜNSTLER-ORCHESTER NIEDERÖSTERREICH Konzertmeister/in Lieke te Winkel, **Kirill Maximov, Alexander Gheorghiu, Vahid Khadem-Missagh 1. Violine Alois Wilflinger, Xuan Ni, Susanne Masetti, Gerhard Fechner, Ines Miklin, Teodora Sorokow, Maria Fomina, Sophie Gansch, Sophie Kolarz-Löschberger, Yaromyr Babskyy, Maria Winkler, Aleksandra Martinoska, Elisabeth Hois, Sandra Seržane, Marina Caputo, AUgnė Katinskaitė 2. Violine Julia Mann, Natalia Sagmeister, Kora Lemberg, Doğa Altınok Zayranov, Liselotte Murawatz, Dora Huber, Gerald Hinterndorfer, Judith Steiner, Isabelle Reinisch, Yuka Bartosch-Murakami, Noriko Takenaka, Evelina Ivanova-Peham, Stephanie Grandpierre, Veronika Wincor, Angelika Wimmer, ABianca Montobbio, AJule Williams Viola *Gertrude Rossbacher, **Nikita Gerkusov, Philip Nolte, Martin Fuchs, Christian Knava, Peter Ritter, Susanne Stockhammer, Victoria Fónyad-­Eitzinger, Terez Brandl, Liudmila Kharitonova, Christina Thur, Se Ho Ha, AAnton Borusan, AAgnes Oberndorfer Violoncello *Georgy Goryunov, Eugene Lifschitz, Laura Szabó, Martin Först, Martin Dimov, Thomas Grandpierre, Sebastian Dozler, Iris-Meongwon Cho, Ion Storojenco, AMichael Sotriffer Kontrabass Michael Seifried, Ernő Rácz, Bernhard Binder, Mathias KawkaRona, Simon Pennetzdorfer, Lukas Palfy-Ströcker, AMartin Wagner

Flöte Walter Schober, Ana Kaličanin Radivojević, Heidrun Lanzendörfer, Birgit Fluch-Latini Oboe Barbara Ritter, Andreas Gschmeidler, Johannes Strassl, Theresia Melichar, ATobias Gasché Klarinette Helmut Wiener, Christoph Moser, Kurt Franz Schmid, Stefan Vohla Fagott Gottfried Pokorny, Szabolcs Szőke, Andor Csonka, Barbara Loewe Horn Christoph Peham, Jonas Rudner, Sebastian Kolarz-Löschberger, Markus Hartner, Michel Gasciarino, Klaus Höpfler Trompete Thomas Bachmair, Patrick Hofer, Josef Bammer, Thomas Lachtner, ASimon Oberthanner Posaune Andreas Eitzinger, Gabriel Antão, Thomas Gahleitner, Wolfgang Gastager Tuba Michael Pircher Harfe Miriam Ruf Pauke Gunter Benedikt, Margit Schoberleitner Schlagwerk Bence Kulcsár, Joachim Murnig, AYehor Tereshchenko A Orchesterakademie des Tonkünstler-Orchesters

Instrumente zur Verfügung gestellt von der *Dkfm. Angelika Prokopp Privatstiftung: Viola Giovanni Rota, 1809 Violoncello Joannes Florenus Guidantus, 1720 **Oesterreichischen Nationalbank: Violine Antonio Stradivari, Cremona 1716, ex Baron Oppenheim Viola Giovanni Paolo Maggini, Brescia, frühes 17. Jahrhundert

Orchesterlogistik

38 Emil Zitarevic (Leitung), Nenad

Djordjevic, Christian Pehatschek


JETZ

T A P P D OW

LOA

EUPHONYA

VERSETZT DICH

INS HERZ DES ORCHESTERS

euphonya.tonkuenstler.at

N-

DEN


DER MONATLICHE AUDIO-GUIDE! «Tonkünstler – Klassisches aus Niederösterreich» Eine musikalische Programmvorschau mit Service-Informationen, CD-Aufnahmen der Tonkünstler und Backstage-Geschichten über das Orchesterleben aus erster Hand: jeden vierten Freitag im Monat ab 21.03 Uhr auf Radio Niederösterreich. Aktuelle Sendung zum Nachhören über tonkuenstler.at/mediathek & sound.orf.at


Titina

© Daniel Bissill

ELIADES OCHOA FROM BUENA VISTA SOCIAL CLUB Einst tourte Eliades Ochoa mit dem legendären Buena Vista Social Club, heute gilt der Sänger und Gitarrist selbst als einer der bedeutendsten Künstler:innen Kubas. Mit seinen Liedern, die im traditionellen Son Cubano wurzeln, bringt er nostalgisches Latin-Flair nach St. Pölten! 19.30 Uhr, Großer Saal

Halina Jasinka

do 15/10

MOZART-REQUIEM

© Julius Schrank

Konzertchor Interpunkt . Andreas Ottensamer . Tonkünstler Ein Werk voller Geheimnisse, Legenden und letzter Fragen. Mozarts Requiem, umrankt von Mythos und Wahrheit, entfaltet bis heute seine ungebrochene Wirkung. An diesem Abend trifft es auf die schwärmerische Verklärte Nacht von Arnold Schönberg. mo 07/12

19.30 Uhr, Großer Saal

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sa 03 19.30 Uhr so 04 18.00 Uhr Großer Saal

Musik

HERBERT PIXNER PROJEKT . TONKÜNSTLER-ORCHESTER Symphonic Alps Reloaded 2026

sa 10 19.30 Uhr Bühne

Tanz

BENJAMIN ABEL MEIRHAEGHE . WOUTER DELTOUR Chapters of Celebration

do 15 19.30 Uhr Großer Saal

Musik

ELIADES OCHOA FROM BUENA VISTA SOCIAL CLUB

NOVEMBER 2026 mo 02 19.30 Uhr Großer Saal

Klassik

TONKÜNSTLER-ORCHESTER Kodály / Bartók / Schubert

sa 07 19.30 Uhr Kleiner Saal

Tanz

ANNE TERESA DE KEERSMAEKER . OPERA BALLET VLAANDEREN Bartók / Beethoven / Schönberg

do 12 16.00 Uhr Kleiner Saal

Tanz/Familie

FLEDERMÄUSE schallundrauch agency

fr 20 19.30 Uhr Großer Saal

Tanz

OHAD NAHARIN . BATSHEVA DANCE COMPANY Sadeh21

fr 27 sa 28 16.00 Uhr Bühne

Tanz/Familie

ROTKÄPPCHEN Sylvain Huc

mo 30 19.30 Uhr Großer Saal

Klassik

TONKÜNSTLER-ORCHESTER Brahms / Larcher / Zemlinsky

Weitere Infos und Trailer zu unseren Veranstaltungen sowie unser Kulturvermittlungsprogramm finden Sie auf www.festspielhaus.at. Herausgeber Niederösterreichische Kulturszene Betriebs GmbH, Kulturbezirk 2, 3100 St. Pölten, T: +43(0)2742/90 80 80, www.festspielhaus.at. Für den Inhalt verantwortlich Thomas Gludovatz, Andreas Gremel. Künstlerische Leiterin Bettina Masuch. Musikkuratorin Constanze Eiselt. Koordination Gülcan Simsek. Redaktion Kern Markus Hennerfeind, Ute van der Sanden. Redaktion Umschlag Stephanie Serles. Gestaltung Kern parole, München. Druck Walla GmbH. Produziert in Wien. Termin-, Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Fotografieren, Ton- und Videoaufzeichnungen nicht gestattet. Preis des Programmheftes: EUR 3,20.

Mit freundlicher Unterstützung von creativcommons.org, alamy.com, Österreichische

OKTOBER 2026


Mit freundlicher Unterstützung von creativcommons.org, alamy.com, Österreichische Nationalbibliothek und Heinz Bachmann

Ö1 Club. In guter Gesellschaft. Mit Kunst, Kultur und Wissenschaft. Mit Menschen, die sich dafür interessieren. Mit Ermäßigungen für zwei bei 600 Kultur­­ partnern, dem monatlichen Ö1 Magazin gehört, Freikarten und exklusiven Veranstaltungen. Alle Vorteile für Ö1 Club-Mitglieder auf oe1.ORF.at/club


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Kartenbüro St. Pölten Rathausplatz 19, 3100 St. Pölten T: +43 (0) 2742/90 80 80 600 E: karten@festspielhaus.at Öffnungszeiten: Mo bis Fr (werktags) 9.00 bis 17.00 Uhr Abendkassa Festspielhaus St. Pölten Kulturbezirk 2, 3100 St. Pölten (jeweils 90 Minuten vor Veranstaltungsbeginn) Online-Tickets: www.festspielhaus.at Folgen Sie uns auch auf:

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Programmheft | 28/09 Debussy/Ravel/Mahler by Niederösterreich Kulturwirtschaft GesmbH - Issuu