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Programmheft | 18.05. Anton Bruckner

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ANTON BRUCKNER

18 MAI 2026

Tänzerische Melodien von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, symphonische Klänge von Ludwig van Beethoven, Paul Dukas’ populäre Vertonung von Goethes Zauberlehrling: Willkommen zur Konzertsaison 2026/2027 mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich!

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2026/2027

Informationen zum gesamten Tonkünstler-Programm auf www.festspielhaus.at

TONKÜNSTLER-

ORCHESTER

Tschechischer Philharmonischer Chor

Brünn . Vier Solostimmen . Yutaka Sado

mo 18/05

19.30 Uhr

Großer Saal

Festspielhaus St. Pölten

Dauer: ca. 1 Std. 45 Min. (inkl. Pause)

Einführung mit Klaus Laczika

18.30 Uhr, Kleiner Saal

Künstlerische Leiterin Festspielhaus St. Pölten: Bettina Masuch

PROGRAMM

ANTON BRUCKNER (1824 – 1896)

Symphonie d-Moll «Nullte» (1869)

Allegro

Andante

Scherzo. Presto – Trio. Langsamer und ruhiger

Finale. Moderato – Allegro vivace

45’

PAUSE

«Christus factus est»

Motette a cappella WAB 11 (1884)

Moderato, misterioso

5’

Te Deum

für Soli, gemischten Chor, Orgel und Orchester C-Dur (1881/1884)

Te Deum laudamus. Allegro moderato

Te ergo quaesumus. Moderato

Aeterna fac cum sanctis tuis. Allegro moderato.

Feierlich, mit Kraft

Salvum fac populum tuum. Moderato

In te, Domine, speravi. Mäßig bewegt

24’

Bitte beachten Sie, dass die tatsächliche Spieldauer von diesen Angaben geringfügig abweichen kann.

ALEKSANDRA SZMYD

Sopran

ANJA MITTERMÜLLER

Mezzosopran

ATTILIO GLASER

Tenor

EDWIN CROSSLEY-MERCER

Bass

TSCHECHISCHER PHILHARMONISCHER CHOR BRÜNN

PETR FIALA

Choreinstudierung

YUTAKA SADO Dirigent

RADIKAL NEUARTIG

Eigentlich seine zweite Symphonie: Anton Bruckners «Nullte»

Die Entstehungsgeschichte der «Nullten» Symphonie zeigt uns viele Facetten von Anton Bruckners Persönlichkeit und Charakter. Bei der Komposition im Jahr 1869 in Wien ist der 45-Jährige als Organist bereits international berühmt und – nach drei Messen – auch als Komponist von Kirchenmusik allgemein anerkannt. Doch plötzlich öffnet sich in ihm ein neues Lebensziel: Bruckner beschließt, Symphoniker zu werden, «da dies ja mein wahrer Lebenszweck ist!» Er lässt Visitkarten drucken: «Anton Bruckner. Symphoniker».

Bekanntlich ist die Gattung zu dieser Zeit in den Hintergrund des aktuellen Musikgeschehens geraten – zumal nach dem «Koloss» der neunten Symphonie von Ludwig van Beethoven. Oper und Programmmusik dominieren das zeitgenössische Konzertleben. Lediglich Johannes Brahms, Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy widmen sich diesem Genre. Bruckner lässt also zwei erfolgreiche und materiell stabile Karrieren hinter sich, um ein nahezu unmögliches Ziel zu verfolgen: Die Kompositionsgattung der Symphonie aus ihrem «Dornröschenschlaf» zu erwecken, ihr zu einer der Oper wieder ebenbürtigen Position zu verhelfen und sie in ihrer Ausdehnung zum fast opernhaften Großformat zu erweitern. Heute wissen wir, dass er das Unmögliche erreicht hat. Doch der Preis ist hoch: Er duldet materielle Sorgen als Komponist, Schmähungen, Intrigen, Spott durch die Kritik und in der Öffentlichkeit.

Vierzehn Jahre soll es dauern, bis ihm 1884 mit seiner siebten Symphonie der internationale Durchbruch gelingt. Als «Prophet im eigenen Lande» muss er in Wien sogar 22 Jahre bis

zur Uraufführung der Achten im Jahr 1892 warten, um endlich auch hier als genialer symphonischer Pionier anerkannt zu werden. Leopold Nowak beschreibt in seinem Essay «Der Begriff der ‹Weite› in Bruckners Musik» die überwältigenden Eindrücke, die der dreizehnjährige Halbweise Bruckner bei seiner Übersiedelung aus der Enge des Ansfeldener Lehrerhauses in das monumentale Stift St. Florian empfunden haben muss: Überwältigt von der großen und weiträumigen Architektur des Stiftes, wird dieser «architektonische Schock» tief in Bruckners Bewusstsein vordringen und sich in der musikalischen Ausdehnung seiner Kompositionen widerspiegeln.

«Ja, wo ist denn da das Hauptthema?»

Im Jahr 1870 legt der frisch nach Wien übersiedelte Meister seine neue Symphonie in d-Moll vor – damals die zweite, bis heute im Grunde fälschlich als «Nullte» bezeichnete, de facto aber nach der ersten entstandene. Er übermittelt das Werk den Wiener Philharmonikern und dem Dirigenten Felix Otto Dessoff zur geneigten Ansicht. Viele Teile der Komposition sind radikal neuartig und kündigen bereits die revolutionären Kompositionsmodelle des späteren Bruckner an. Allein das sogenannte erste «Thema» bildet, wie später in den Einleitungen der dritten und vierten Symphonie, kein umschriebenes Thema, sondern lediglich Klangflächen. Dessoff stellt daher die berechtigte Frage: «Ja, wo ist denn da das Hauptthema?»

Genau in diesem Moment beginnt der 54 Jahre lange Leidensweg des Werkes. Dem sensiblen 45-jährigen Komponisten reicht diese einzige Kritik, um das Werk zu «annullieren»: Bruckner fügte auf der Titelseite die Ziffer Null hinzu. Die Partitur bewahrt er allerdings auf, wohlwissend, dass es sich bei seiner neuen Symphonie um eine Pionierarbeit in bislang

völlig unbekannten Dimensionen handelte. Diese Rücknahme verhinderte eine eventuell gelungene Uraufführung – und damit einen vielleicht deutlich früheren Durchbruch Bruckners als Symphoniker. Erst 1924 findet die Uraufführung dieser großartigen d-Moll-Symphonie in Klosterneuburg statt.

Bis heute ist vieles unerklärlich geblieben: Bei seiner letzten Übersiedlung in das ebenerdige «Kustodenstöckl» des Wiener Belvederes vernichtet Bruckner – wie auch Brahms übrigens – sämtliches Notenmaterial, das ihm für die Nachwelt als ungeeignet erscheint. Dabei fällt ihm seine «Nullte» wieder in die Hände. Er verbrennt das Werk nicht, lässt es also «überleben», doch fügt er auf der Titelseite mit Bleistift die Worte «Ungiltig», «ganz nichtig», «annulirt» und das Symbol einer durchgestrichenen Null hinzu. Den Anlass von Dessoffs kränkender Frage, nämlich die reine Klangfläche mit sehr spät eintretendem Thema, behält er bei: Flächige Einleitungen kennzeichnen auch seine dritte und vierte Symphonie, ebenso wie zahlreiche kompositorische Innovationen – neuartige, von Wagners Modernität beeinflusste Harmonien, große Intervalle in wuchtiger Artikulation, sakrale choralartige Passagen, volksliedhafte Melodien, die Verwendung der Streicher in tiefen Lagen, prominente Fanfaren, mächtiges Blech, scharfe thematische Kontraste.

Für heutige Ohren ein Meisterwerk

Im Vorwort zu seiner Ausgabe der Symphonie im Jahr 1968 schreibt Leopold Nowak: «Der aufmerksame Beobachter wird in diesem Erstling Brucknerscher Symphonik so manche Züge späterer Werke finden, gleich der Anfang ist geradezu ein Schulbeispiel dafür: die Achtel im Baß, die Geigenfigurationen, die leeren Bläserquinten; in ihnen meldet sich schon die III. Symphonie an – nur die Trompete fehlt noch. Derlei motivische <Prophezeiungen> gibt es noch mehrere in dieser

Symphonie, denn in ihr spricht zum erstenmale (sic!) Bruckner seine eigene musikalische Sprache.»

Für heutige Ohren ist diese Symphonie ein Meisterwerk, den folgenden Werken durchaus ebenbürtig. Ein Alleinstellungsmerkmal bleibt ihr vergleichsweise kompakter Umfang, denn mit einer Aufführungsdauer von rund 45 Minuten unterscheidet sie sich signifikant von den späteren Monumentalwerken. Doch gerade diese Kürze erleichtert die Fasslichkeit. Ernst Kurth, einer der wichtigsten Bruckner-Biografen, beklagt daher schon 1925, ein Jahr nach der Uraufführung, zu Recht: «Er wäre mit diesem Werke seinerzeit viel besser verstanden worden als mit allen anderen!» In seiner im Oktober 2023 erschienenen Bruckner-Biografie stellt der Musikwissenschaftler Felix Diergarten folgende Frage: «Man stelle sich vor, Bruckner hätte die Annullierte 1870 in Wien zur Aufführung gebracht und einen sensationellen Erfolg erlebt –wohin wäre dann sein Weg gegangen?»

Die erste Ausgabe der Annullierten wurde 1924 durch Josef von Wöss unter Hinzufügung zahlreicher Eintragungen erstellt. 1968 folgte die Ausgabe des Urtextes durch Leopold Nowak im Rahmen der ersten Bruckner-Gesamtausgabe. Auf der Basis neuer Forschungsergebnisse der vergangenen Jahrzehnte wurde ab 2016 das Gesamtwerk Bruckners im Rahmen der «Neuen Anton Bruckner Gesamtausgabe» von der Internationalen Bruckner-Gesellschaft und dem Verlag Doblinger für den Musikwissenschaftlichen Verlag Wien neu editiert. Alle darin enthaltenen Ausgaben von Bruckners Werken entsprechen dem aktuellen Stand der Forschung, berücksichtigen neueste Quellenfunde und erhalten ein einheitliches Erscheinungsbild.

Im Rahmen dieser Edition wurde David Chapman, Musikwissenschaftler an der Hurwitz University, New Jersey und

professioneller Musiker am Kontrabass, mit der kritischen Neuausgabe der «Nullten» betraut. Darin wird der bislang gebrauchte Titel «Nullte» nicht mehr verwendet. In dieser kritischen Neuausgabe, die 2023 bei den St. Florianer Brucknertagen vom Altomonte Orchester St. Florian erstaufgeführt wurde, heißt Anton Bruckners Symphonie in d-Moll nun «Die Annullierte».

Der Autor war am Universitätsklinikum im AKH Wien als Internist, Intensiv-, Palliativ- und Musikmediziner tätig. Als Pianist trat er mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker auf, studierte bei Otmar Suitner Dirigieren und gründete 1997 die St. Florianer Brucknertage, die er ebenso wie das Forschungsinstitut für Musikmedizin an der Jam Music Lab Private University in Wien bis heute leitet.

Entstehung • 1869

Uraufführung • am 12. Oktober 1924 in Klosterneuburg mit der Philharmonie Klosterneuburg unter der Leitung von Franz Moißl Vom Tonkünstler-Orchester zuletzt aufgeführt • im Februar 2004 in Wien unter der Leitung von Arild Remmereit

Yutaka Sado beim Tonkünstler-Orchester Mit diesem Programm steht der frühere Chefdirigent erstmals als Gast am Pult der Tonkünstler in Wien und Niederösterreich. Der Mitschnitt der achten Symphonie von Gustav Mahler, mit deren Aufführungen Yutaka Sado seine Dekade als Chefdirigent im Juni 2025 beschloss, liegt mittlerweile als Doppel-CD vor. Schon im Februar 2027 wird er erneut zurückkehren – dann mit Musik von Magnus Lindberg und Ludwig van Beethoven.

JENSEITS ALLER BEGRIFFE

In demutsvoller Geste: Während er sein «Te Deum» überarbeitete, schrieb Anton Bruckner die Motette «Christus factus est»

Er wirkte wie eine Erscheinung aus einer anderen Welt: Anton Bruckner in Wien, fromm im Geist und umstürzlerisch in seiner Musik. Seine «symphonischen Riesenschlangen» verstörten. Und seine geistlichen Werke?

Ein scheinbar so kleines Stück wie die Motette «Christus factus est»? Spürte man da nicht, inmitten dieser profan selbstverliebten Metropole, den göttlichen Funken? Etwas, das über alle Begriffe geht …

«A große Hetz!» Was wollte man mehr als junger Wiener, der sich zwanglos an der Universität herumtrieb und lässig durchs Studentenleben bummelte? Vorlesungen des kauzigen Anton Bruckner waren da gerade recht, «Harmonielehre und Kontrapunkt» las er, seit 1875 war er Lektor an der Universität. Hart hatte Bruckner um diese Weihe gekämpft. Nun war er etabliert und beliebt bei den jungen Schnöseln, denen der akademische Betrieb sonst zu fad war. «Komm heute zur Vorlesung Bruckners, es gibt in ihr immer eine große Hetz» – genau das hörte auch der junge Max Graf, der später einer der feinsinnigsten Musikkritiker werden sollte.

In seinem wundervollen Wien-Buch «Legende einer Musikstadt» erinnerte sich Graf an diese erste Begegnung mit Bruckner. Einen «komischen Narren» hatten ihm die Kommilitonen versprochen, garantiertes Amüsement – doch dann, berichtet Graf, «ereignete sich etwas, was ich nicht vergessen werde. Von einer nahen Kirche tönte das ‹Angelus›, und als die Glocke klang, unterbrach Anton Bruckner seine Vorlesung, kniete nieder und begann zu beten […] In den Kirchen vieler Städte habe ich Andächtige bei ihren Gebeten beob-

achtet […], aber ich habe niemals jemand beten gesehen wie es Anton Bruckner tat. Er schien transfiguriert zu sein, sein Angesicht war von einem inneren Licht erhellt …»

Ehrfurcht erfüllte den Jungen, als er diesen alten Mann in seiner Andacht sah. Eine Figur wie aus einer anderen Welt. Verstörend musste sie wirken im Wien der Gründerzeit, einer Stadt, so Graf, die an «Wein, Weib und Gesang» glaubte, an «Zement und Eisen, an Elektrizität und Maschinen, an Börse und Geschäftsspekulationen». In diesem Wien versuchte sich Bruckner mühselig als Symphoniker zu entfalten, dies sei, erklärte er, sein «Lebensberuf». Geistliche Werke schrieb er hier kaum noch, obwohl er als k.k. Hoforganist auch ein kirchenmusikalisches Amt innehatte. Was er mit seinem Gott auszuhandeln hatte, ließ er lieber wortlos ein in seine Symphonien – bis er dann mit dem «Te Deum» ein explizites Gotteslob schrieb, gedacht für den Konzertsaal. Man hörte die Botschaft, und auch wenn der Glaube fehlen mochte: Der große Erfolg des «Te Deum» zeigte, dass es eine uneingestandene Sehnsucht nach dem Spirituellen und Religiösen gab.

Ein kleines Stück, aber welch große Musik!

In diesem Umfeld, zeitlich nah am «Te Deum», entstand auch Bruckners Motette «Christus factus est». 1884 wurde sie als Einlage zu Bruckners f-Moll-Messe in der Hofburgkapelle uraufgeführt. Es war Bruckners dritte Beschäftigung mit diesem Text: ein Chorwerk a cappella, reiner Stimmklang im vierstimmigen Satz, ein «kleines» Stück im Blick auf die Dauer von gerade einmal fünf, sechs Minuten – und doch: welch große Musik! Nichts weniger als das Unbeschreibliche ist ihr Thema, das Göttliche, das höher ist als alle Begriffe. Auf diese Botschaft läuft der Text aus dem Philipperbrief zu: «et dedit illi nomen, quod est super omne nomen» – Gott erhöht Christus, der sich zuvor als Mensch

bis zur Todesqual erniedrigen ließ, mit einem Namen, der «über alle Namen» hinausgeht.

Bruckner hält sich in seiner Vertonung an die Zweiteiligkeit des Bibelworts. Dem Menschensohn und seiner Todesbereitschaft gehört der erste Abschnitt. In demutsvoller Geste beugt sich die Basslinie auf dem Wort «obediens» – «gehorsam» – herab, bevor der Kreuzestod mit einem riesigen Intervallschritt, einer Duodezime nach unten, versinnbildlicht wird. Eine Generalpause tritt ein. Stille nach dem Tod, Öffnung des Raums für das Wunder, die Erhöhung jenseits aller Begriffe – und wieder ist die Basslinie, nun aufsteigend, ein Faktor der Gestaltung. «Alle musikalischen Elemente», bemerkt dazu die Bruckner-Expertin Elisabeth Maier, «werden in dieser Motette mit Symbolbedeutung eingesetzt». Aber nie, in keinem Takt, wirkt Bruckners Kunst bloß formelhaft.

«Quod est super omne nomen …» Wenn sich zum Schluss der Gesang nochmals um diese Worte schmiegt, verschwebend im dreifachen Pianissimo, möchte man das auch von dieser Musik sagen: jenseits aller Begriffe, über alle Namen.

JOACHIM REIBER

Der Autor, in Stuttgart geboren, legte an der Universität Tübingen sein Staatsexamen in Deutscher Philologie und Geschichte ab und promovierte an der Universität Wien. Als Redaktionsleiter war er von 1993 bis 2023 verantwortlich für das Monatsmagazin des Musikvereins. Zu seiner vielfältigen Tätigkeit als Autor zählen auch mehrere Bücher.

Entstehung • 1884

Uraufführung • am 9. November 1884 in der Wiener Hofburgkapelle Vokaltext • ab Seite 20 in diesem Heft

«FÜR ENGELSZUNGEN, GOTTSUCHER, GEQUÄLTE

HERZEN UND IM FEUER

GEREINIGTE SEELEN »

Anton Bruckner war stolz auf sein «Te Deum» –und auch Gustav Mahler liebte es bis in seine achte Symphonie hinein

Kaum war die Arbeit an der siebten Symphonie abgeschlossen, holte der Komponist die «Scitze» 1881 hervor und vollendete das Stück. Der Text, ein schon unzählige Male zuvor vertontes Gotteslob, entstammt der Hymnendichtung der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts und geht auf Bischof Ambrosius von Mailand zurück. Am Ende künden C-Dur, Fanfarengeschmetter und der ekstatisch bis zum hohen C aufsteigende Chorsopran vom ewigen Triumph des Glaubens.

«Wenn mich der liebe Gott», soll Anton Bruckner beim Gedanken an den Tod einmal festgestellt haben, «einst zu sich ruft und fragt: ‹Wo hast du die Talente, die ich dir gegeben habe?›, dann halte ich ihm die Notenrolle mit meinem Te Deum hin, und er wird mir ein gnädiger Richter sein.» Bis in die Jahre um seinen 40. Geburtstag hatte die Kirchenmusik für den tief katholischen Komponisten eine bedeutende Rolle gespielt und ihm sogar die kompositorische Selbstfindung ermöglicht, nämlich in den drei großen Messen der 1860er-Jahre in d-Moll, e-Moll und f-Moll, die zeitgleich mit seiner ersten «gültigen» Symphonie in c-Moll entstanden sind. In der Folge wandte er sich, nach Organistenstellen in Sankt Florian und Linz nunmehr in Wien ansässig und dort als Professor am Konservatorium und Hoforganist tätig, nahezu ausschließlich der Symphonik zu.

Nicht nur durch die ihm selbstverständliche Frömmigkeit, sondern auch durch musikalische Bezugnahmen blieb freilich der sakrale Aspekt in seinen großen Orchesterwerken ständig präsent: Unverkennbare zitathafte Wendungen verweisen in den Symphonien auf nicht nur geliebte, sondern wohl auch von ihrem Glaubensgehalt her für Bruckner im jeweiligen Moment besonders wichtige, ihm nahe gehende Stellen in den großen Messen.

In noch engerem Zusammenhang stehen seine siebte Symphonie in E-Dur und das grandiose Te Deum, zwei Werke, die in den Jahren von 1881 bis 1884 entstanden sind, an denen Bruckner aber nicht gleichzeitig gearbeitet, sondern vielmehr nach Abschluss der Symphonie Anfang September 1883 die im Chorsatz fertig gestellte Ausarbeitung einer «Scitze» des Te Deum von 1881 wieder hervorgeholt und vollendet hat. Der Text, ein in allen Epochen und Stilen von unzähligen Komponisten musikalisch ausgeformtes Gotteslob, entstammt der Hymnendichtung der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts und geht der Legende nach auf Bischof Ambrosius von Mailand zurück. Das musikalische Bindeglied besteht in einem Motiv, das hier zu den Worten «Non confundar in aeternum» –«Nicht werde ich zuschanden werden in Ewigkeit» – auftritt und im Adagio der siebten Symphonie, welches im Bewusstsein von Richard Wagners nahem Tod geschrieben wurde, zur großen, verklärten Steigerung beiträgt.

Der Geiger, Dirigent und Komponist Joseph Hellmesberger der Ältere, der 1879 auch das Streichquintett bestellt hatte, dürfte die Komposition des Te Deum angeregt haben. Er war von dem Werk begeistert und wollte es als Leiter der Hofkapelle anlässlich der Kardinalskreierung des Wiener Fürsterzbischofs Cölestin Josef Ganglbauer am 22. November 1884 aufführen, zu diesem Zweck allerdings auch einschneidend kürzen. Der Plan wurde nicht verwirklicht. Stattdessen

erklang das Werk am 2. Mai 1885 im damals so genannten Kleinen Musikvereinssaal – dem heutigen Brahms-Saal – in einer von Josef Schalk besorgten Fassung für Soli, Chor und zwei Klaviere unter Bruckners eigener Leitung und errang großen Erfolg; die Uraufführung in der originalen Besetzung fand am 10. Jänner 1886 unter Hans Richter in einem Konzert der Gesellschaft der Musikfreunde statt und begründete den bald einsetzenden internationalen Erfolg des Te Deum, der es in Bruckners letztem Lebensjahrzehnt zu dessen meistaufgeführtem Werk machen sollte.

Majestätische Gewalt der himmlischen Heerscharen

Es steht in der für Bruckner ungewöhnlichen Tonart C-Dur und vereint, dem Gehalt eines überzeitlichen, allumfassenden Gotteslobs folgend, verschiedene historische Stile, wie dies für das Schaffen des Komponisten ja allgemein gelten darf. Schon der brausende Eröffnungschor mit den lapidaren, beständig über die Quint zur Oktav abstürzenden Streicherfiguren ist ganz dem gregorianischen Choral nachempfunden, ruft dabei jedoch auch «die barbarischen Schichten der Musik Bruckners» auf den Plan, wie Dietmar Holland anmerkt, «denn trotz der Anklänge an Intonationen des liturgischen Gesangs und an kirchentonartliche Wendungen ist der Tonfall geprägt von überschäumendem Triumphgefühl und mystischen Verzückungen (‹Te ergo quaesumus›, ‹Salvum fac populum tuum›), von dröhnenden Klangflächen, die uns heute wie eine Vorwegnahme der ‹Glagolitischen Messe› Leoš Janáčeks anmuten, von äußerstem Dissonanzgebrauch, vor allem in dem harmonischen Weg, der zum Schlussdurchbruch führt, und von ungeheuren ekstatischen Steigerungen, die an die Grenze der Ausführbarkeit stoßen.»

Anton Bruckners Te Deum umfasst fünf Teile und beginnt mit einem Allegro moderato, das zum schon erwähnten

obstinaten Grundmotiv in den Streichern mit Orgelpleno und vom Blech unterstützten Chor die majestätische Gewalt der himmlischen Heerscharen ausdrückt. Dieses monumentale skandierte Thema wird in der Mitte und am Ende dieses Einleitungssatzes wiederkehren, zum Gott lobenden Chor der Apostel sowie bei der Anrufung des zur Rechten des Vaters sitzenden Christus. Dazwischen werden in sanfteren Klängen Mysterien beschworen: Ätherisch sprechen Sopran-, Tenorund Altsolo von den Engeln, von Cherubim und Seraphim, in ehrfürchtigem Pianissimo, dann wieder mit voller Kraft ausbrechend huldigt der Chor dem Herrn mit seinen SanctusRufen, geheimnisvoll werden Sohn und Heiliger Geist angesprochen.

Ein Halbschluss mit folgender Generalpause bereitet den kurzen zweiten Teil vor, das Te ergo in f-Moll: Der Solotenor, voll Ehrfurcht und schwärmerischer Frömmigkeit, bittet um himmlischen Beistand, der Rest des Soloquartetts unterstützt ihn ebenso wie die ausdrucksvollen Girlanden eines Violinsolos. Mit donnernder Gewalt bricht daraufhin der streng anmutende und ebenfalls knappe dritte Teil los, das Aeterna fac in d-Moll, ein in expressiver Klanggebärde kulminierendes Flehen um die Teilhabe an der Gemeinschaft der Heiligen.

Daraufhin folgt als vierter Teil die gesteigerte Wiederholung des Tenorsolos – Salvum fac –, nun um ein Basssolo erweitert und die Reprise des Werkbeginns vorbereitend («Per singulos dies»), wobei das brausende C-Dur mit schockhafter Wirkung schon nach vier Takten durch eine Rückung nach Des verlassen wird und weiter durch B-Tonarten wandert. Die Kräfte verebben, der Chor fleht um Erbarmen. Mit unerschütterlicher Zuversicht und im wiedererlangten C-Dur beginnt schließlich das Soloquartett den fünften und letzten Teil, In te, Domine, speravi. Es ist die Einleitung zu einer ebenso komplexen wie

großartigen, sich durch den Quintenzirkel windenden Doppelfuge, die hauptsächlich dem Chor anvertraut ist, wobei das Soloquartett das schon erwähnte Motiv aus dem Adagio der siebten Symphonie gleichsam als Verheißung in den Verlauf interpoliert. Seine Worte «non confundar in aeternum» werden schließlich zum gloriosen Finale aufgetürmt: Das eherne Grundmotiv in C-Dur, Fanfarengeschmetter und ein Chorsatz, in dem der Sopran ekstatisch bis zum hohen C aufsteigt, künden vom ewigen Triumph des Glaubens.

Bruckners Stolz und die Begeisterung, die er für das Werk hegte und die im eingangs zitierten Ausspruch mitschwingen, hat sich etwa auch auf Gustav Mahler übertragen, der in seinem persönlichen Exemplar die Besetzungsangabe im Untertitel – «für Chor, Solostimmen, Orchester und Orgel» –handschriftlich durch die Worte «für Engelszungen, Gottsucher, gequälte Herzen und im Feuer gereinigte Seelen» ersetzt hat. Der erste Teil von Mahlers achter Symphonie, der Pfingsthymnus «Veni, creator spiritus», wäre nicht denkbar ohne Bruckners Te Deum, dem Mahler auch durch die abgewandelte Übernahme zweier Takte seine Reverenz erweist.

WALTER WEIDRINGER

Der Autor studierte in Wien Musikwissenschaft, Philosophie, Theaterwissenschaft und Geschichte. Er unterrichtete am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien, ist seit 1999 Musikkritiker der Tageszeitung «Die Presse», hält Einführungsvorträge, gestaltet Radiosendungen und ist als freier Musikpublizist und Konzertdramaturg tätig.

Entstehung • 1881/1884

Uraufführung • am 2. Mai 1885 im Kleinen Musikvereinssaal in einer Fassung mit zwei Klavieren unter der Leitung des Komponisten; am 10. Jänner 1886 in der Originalbesetzung unter der Leitung von Hans Richter im Musikverein Wien Vom Tonkünstler-Orchester zuletzt aufgeführt • im September 2021 in Linz, Dirigent: Stefan Soltész

Vokaltext • ab Seite 20 in diesem Heft

«Christus factus est»

Motette a cappella WAB 11

Christus factus est pro nobis obediens usque ad mortem, mortem autem crucis.

Propter quod et Deus exaltavit illum et dedit illi nomen, quod est super omne nomen.

Te Deum für Soli, gemischten Chor, Orgel und Orchester C-Dur

Te Deum laudamus. Allegro moderato

Te Deum laudamus: te Dominum confitemur.

Te aeternum Patrem omnis terra veneratur.

Tibi omnes angeli, tibi caeli et universae potestates.

Tibi cherubim et seraphim incessabili voce proclamant:

Sanctus! Sanctus!

Sanctus Dominus Deus Sabaoth!

Pleni sunt caeli et terra maiestatis gloriae tuae.

Te gloriosus Apostolorum chorus,

Te prophetarum laudabilis numerus,

Te martyrum candidatus laudat exercitus.

Te per orbem terrarum sancta confitetur Ecclesia: Patrem immensae maiestatis;

Venerandum tuum verum, et unicum Filium.

Sanctum quoque Paraclitum Spiritum.

Tu rex gloriae, Christe.

Tu Patris sempiternus es Filius.

Tu ad liberandum suscepturus hominem, non horruisti Virginis uterum.

Christus ist für uns gehorsam geworden, bis hin zum Tod, zum Tod am Kreuz.

Darum hat Gott ihn auch über alle erhöht und ihm den Namen gegeben, der größer als alle Namen ist.

Dich, o Gott, loben wir. Dich, o Herr, preisen wir.

Dir, dem ewigen Vater, huldigt der Erdkreis.

Alle Engel jubeln dir, Himmel und alle Gewalten.

Kerubim und Serafim mit unaufhörlichem Lobpreis:

Heilig! Heilig!

Heilig, Herr, Gott der Scharen!

Voll sind Himmel und Erde von deiner erhabenen Herrlichkeit.

Dich lobpreist der glorreiche Chor deiner Apostel.

Dich lobpreist die würdige Schar deiner Propheten.

Dich lobpreist das leuchtende Heer deiner Märtyrer.

Dich bekennt auf dem Erdenrund die heilige Kirche: den Vater unendlicher Hoheit; deinen wahren und einzigen Sohn, aller Anbetung würdig, und den Heiligen Geist, den Beistand.

Du, der Herrlichkeit König, Christus.

Du, der ewige Sohn des Vaters.

Du scheutest nicht den Schoß der Jungfrau, um den Menschen zu befreien.

Tu devicto mortis aculeo, aperuisti credentibus regna caelorum.

Tu ad dexteram Dei sedes, in gloria Patris.

Iudex crederis esse venturus.

Te ergo quaesumus. Moderato

Te ergo quaesumus: tuis famulis subveni, quos pretioso sanguine redemisti.

Aeterna fac cum sanctis tuis.

Allegro moderato. Feierlich, mit Kraft

Aeterna fac cum sanctis tuis in gloria numerari.

Salvum fac populum tuum. Moderato

Salvum fac populum tuum Domine, et benedic hereditati tuae.

Et rege eos, et extolle illos usque in aeternum. Per singulos dies, benedicimus te et laudamus nomen tuum in saeculum, et in saeculum saeculi, Dignare, Domine, die isto sine peccato nos custodire.

Miserere nostri, Domine, miserere nostri.

Fiat misericordia tua, Domine, super nos, quemadmodum speravimus in te.

In te, Domine, speravi. Mäßig bewegt

In te, Domine, speravi: non confundar in aeternum.

Du besiegtest den Stachel des Todes, hast allen, die glauben, erschlossen die Reiche der Himmel. Du sitzt zur Rechten Gottes in der Herrlichkeit des Vaters.

Als Richter, so glauben wir, kehrst du einst wieder.

Dich nun flehen wir an: Komm deinen Dienern zu Hilfe, die du mit kostbarem Blut erlöst hast.

In der ewigen Herrlichkeit zähle uns unter die Heiligen.

Rette dein Volk, Herr, und segne dein Erbe.

Und leite sie, und erhebe sie bis in die Ewigkeit.

Alle Tage singen wir dir Lob und preisen deinen Namen in Ewigkeit und für ewige Zeiten, Herr, bewahre uns heute huldvoll vor jeglicher Sünde.

Sei uns barmherzig, Herr, sei uns barmherzig.

Lass dein Erbarmen über uns walten, Herr, wie wir es von dir erhoffen.

Auf dich, Herr, hoffe ich: Nicht werde ich zuschanden werden in Ewigkeit.

ALEKSANDRA SZMYD

Sopran

Aleksandra Szmyd ist Absolventin der Musikakademie Krakau sowie der Musik und Kunst Privatuniversität und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie errang 2022 den zweiten Platz beim internationalen Gesangswettbewerb Competizione dell’Opera und 2021 einen Sonderpreis bei der Elena Obraztsova International Competition of Young Opera Singers.

2022 trat sie bei der operklosterneuburg als Musetta in Giacomo Puccinis «La Bohème» auf und in Bad Schwalbach als Gilda in Giuseppe Verdis «Rigoletto». Im selben Jahr verkörperte sie Clorinda in Gioachino Rossinis «La Cenerentola» in einer Produktion in Zusammenarbeit mit dem Rossini Opera Festival Pesaro. Im Sommer 2023 sang sie Frasquita in Georges Bizets «Carmen» bei der Oper im Steinbruch St. Margarethen und Pamina in Wolfgang Amadeus Mozarts «Die Zauberflöte» an der Warschauer Kammeroper. 2023 debütierte sie als Violetta in Giuseppe Verdis «La Traviata» an der Oper Sofia, im Juli 2024 wirkte sie beim Domplatz-Open-Air der Tonkünstler in St. Pölten mit. Weitere Auftritte führten sie mit den Münchner Symphonikern zu Konzerten mit Belcanto-Repertoire. Sie nahm ferner am iSING!-Festival in China unter der Patronanz von Plácido Domingo teil. Weitere Partien umfassen Susanna in Mozarts «Le nozze di Figaro» im Rahmen der Sommerakademie der Wiener Philharmoniker, Ilia in Mozarts «Idomeneo» und Paquette in Leonard Bernsteins «Candide» am Theater an der Wien. In der Neujahrskonzertserie des TonkünstlerOrchesters trat sie 2025 im Musikverein Wien und in Niederösterreich auf. Im Jänner 2026 debütierte sie im KKL Luzern.

ANJA MITTERMÜLLER

Mezzosopran

Die österreichische Mezzosopranistin Anja Mittermüller studiert derzeit an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Marek Rzepka. 2024 errang sie als jüngste Gewinnerin den ersten Preis der Wigmore Hall/Bollinger International Song Competition. Ab Herbst 2026 ist sie Associate Artist der Wigmore Hall. Sie gewann den EmmerichSmola-Förderpreis und den Young Artist Award 2026 der ICMA. BBC Radio 3 wählte sie als New Generation Artist, ab 2027 ist sie Künstlerin der stARTacademy Bayer Kultur. Ab Beginn der Saison 26–27 tritt sie als «Great Talent» des Wiener Konzerthauses in vier Projekten auf, unter anderem in einem Liederabend und einem Arien-Programm.

Im Dezember 2024 gab sie ihr Debüt im Musikverein Wien als Solistin in Robert Schumanns «Der Rose Pilgerfahrt» mit dem Wiener Singverein unter der Leitung von Johannes Prinz. Im August 2025 debütierte sie als Tisbe in Gioachino Rossinis «La Cenerentola» bei den Bregenzer Festspielen. Mit dem Tonkünstler-Orchester war sie zuletzt in Johann Sebastian Bachs «Magnificat» unter Stefan Gottfried in Grafenegg zu erleben. Die Mezzosopranistin trat auch in zahlreichen Liedzentren auf. Für die Spielzeit 26–27 sind Liederabende in der Londoner Wigmore Hall, beim Eppaner Liedsommer, in Madrid und Barcelona geplant. Im Sommer 2026 gibt Anja Mittermüller ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen als Dryade in Richard Strauss’ «Ariadne auf Naxos». 2027 wird sie in Konzerten mit dem Concentus Musicus Wien unter Stefan Gottfried im Musikverein Wien und im Brucknerhaus Linz das Altsolo in Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion singen.

ATTILIO GLASER

Tenor

Der deutsch-italienische Tenor Attilio Glaser wurde 2019 für sein Rollendebüt in der Titelrolle von Jules Massenets «Werther» in Klagenfurt für den Österreichischen Musiktheaterpreis nominiert. 2021 gab er sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Steuermann in Richard Wagners «Der fliegende Holländer», wo er in den Folgejahren auch als Froh in «Das Rheingold» und Walther von der Vogelweide in «Tannhäuser» zu hören war. Attilio Glaser ist Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin, wo er in zahlreichen Partien von Tamino in Wolfgang Amadeus Mozarts «Die Zauberflöte» bis zu den Titelpartien in Wagners «Lohengrin» und «Parsifal» Erfolge feiert. Er gastiert international an den bedeutendsten Opernhäusern, darunter die Wiener Staatsoper und das Teatro alla Scala in Mailand. In der Saison 24–25 sang er die Titelpartie in Mozarts «Idomeneo» bei der Wiedereröffnung des Theaters an der Wien, gab sein Hausund Rollendebüt als Hoffmann in Jacques Offenbachs «Les contes d’Hoffmann» an der Opéra national du Rhin und sein Hausdebüt als Don José an der Brüsseler Oper La Monnaie. Bei den Bregenzer Festspielen debütierte er 2025 als Max in Carl Maria von Webers «Der Freischütz».

In der Spielzeit 25–26 kehrte er, neben den Verpflichtungen in Berlin, als Don José in Georges Bizets «Carmen» an die Semperoper Dresden zurück und sang an der Hamburgischen Staatsoper den Erik in Wagners «Der fliegende Holländer». Darüber hinaus widmet sich Attilio Glaser intensiv dem Konzertgesang mit einem weitgespannten Repertoire vom Barock bis zu Gustav Mahlers «Das Lied von der Erde».

EDWIN CROSSLEY-MERCER

Bass

Seit Beginn seiner Karriere ist der anglofranzösische Bass Edwin Crossley-Mercer regelmäßig auf den großen Bühnen Europas zu sehen und singt ein breit gefächertes Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart. Die Saison 25–26 hielt mehrere bedeutende Rollendebüts bereit, darunter Tirésias in der Uraufführung von Pascal Dusapins «Antigone» mit dem Orchestre de Paris unter Klaus Mäkelä, Nicolas in Edison Denisovs «L’Écume des jours» an der Opéra de Lille unter Bassem Akiki und Raymond in Gaetano Donizetti «Lucie de Lammermoor» an der Opéra Comique unter Speranza Scappucci. Im Juli 2026 folgt der Sprecher in Wolfgang Amadeus Mozarts «Die Zauberflöte» beim Festival d’Aix en Provence unter Leonardo García-Alarcón.

In seinen aktuellen Konzertauftritten widmet er sich Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion sowohl mit dem Maggio Musicale Fiorentino unter Kent Nagano als auch mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Riccardo Minasi, Robert Schumanns «Das Paradies und die Peri» mit dem Orchestre national de France unter Philippe Jordan sowie Hector Berlioz’ «Roméo et Juliette» mit dem Slowenischen Nationalorchester unter Charles Dutoit. Der gefragte Liedsänger hat unter anderem in Bad Kissingen, im Musée d’Orsay und beim Festival de Pâques eindrucksvolle Programme gestaltet. Edwin Crossley-Mercer wurde für seine Einspielungen bereits zweimal für den Grammy nominiert. Im April 2026 erscheint als jüngstes Album die erste Aufnahme von Thomas de Hartmanns Oper «Esther» mit dem Bournemouth Symphony Orchestra unter Kirill Karabits.

© J ulien
Benhamou

TSCHECHISCHER

PHILHARMONISCHER

CHOR BRÜNN

Der Tschechische Philharmonische Chor Brünn hat seit seiner Gründung im Jahr 1990 Maßstäbe gesetzt. Der Chor bestreitet pro Jahr etwa 90 Konzerte im In- und Ausland. Er arbeitete mit allen tschechischen und vielen internationalen Dirigentinnen und Dirigenten zusammen, darunter Petr Altrichter, Jiří Bělohlávek, Charles Dutoit, Enoch zu Guttenberg, Leopold Hager, Jakub Hrůša, Zdeněk Mácal, Ingo Metzmacher, Sir Roger Norrington, Jonathan Nott, Leoš Svárovský, Mario Venzago und Simone Young. Das Ensemble gastiert häufig bei internationalen Musikfestivals in Wien, Linz, München, Luzern, Leipzig, Dresden, Barcelona und Madrid sowie im Heimatland in Prag, Brünn, Ostrava, Olomouc, Litomyšl, České Budějovice und Český Krumlov.

Das Repertoire des Chors reicht vom Frühbarock bis zur Gegenwart und hat einen Schwerpunkt auf großen symphonischen und geistlichen Werken sowie auf tschechischer Musik. Der Tschechische Philharmonische Chor Brünn hat zahlreiche, vielfach preisgekrönte CDs veröffentlicht. Im Jahr 2007 wurde er mit zwei europäischen Echo Klassik-Preisen geehrt – als «Ensemble des Jahres 2007» für Anton Bruckners Motetten und für die «Aufnahme des Jahres 2007», Franz Liszts Oratorium «Christus». Die renommierte japanische Fachzeitschrift Geijutsu Disc Review verlieh dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn für die Live-Aufnahme von Antonín Dvořáks Requiem die prestigeträchtige «Tokusen»Ehrenauszeichnung. Die vielfältigen Aktivitäten des Chors werden großzügig von der Region Südmähren, der Stadt Brünn und dem Kulturministerium der Tschechischen Republik unterstützt.

PETR FIALA

Chordirektor & Einstudierung

Petr Fiala absolvierte das Konservatorium in Brünn und schloss 1971 sein Studium an der Janáček-Akademie für darstellende Künste in Brünn ab, wo er bei Jan Kapr studierte. Während seines Studiums wurde er besonders von den Werken von Arthur Honegger, Béla Bartók, Sergei Prokofjew, Bohuslav Martinů und Leoš Janáček beeinflusst. Sein kompositorisches Schaffen umfasst zahlreiche Werke unterschiedlichster Genres vom Solostück bis zu Bühnenwerken. Seine jüngste Komposition, «Stabat Mater» für Orchester, gemischten Chor und Solo-Viola, wurde 2023 in Tschechien uraufgeführt und anschließend in Bamberg von den Bamberger Symphonikern unter Jakub Hrůša zur Saisoneröffnung gespielt.

Neben seiner umfangreichen Lehr- und Kompositionstätigkeit ist Petr Fiala seit über 50 Jahren als Chorleiter und Dirigent tätig. Er ist Dozent bei Meisterkursen für Dirigenten und sitzt häufig in Jurys internationaler Wettbewerbe. Als Gastdirigent wird er regelmäßig zu Produktionen im In- und Ausland eingeladen. 1990 gründete Petr Fiala den Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn, der sich unter seiner Leitung zu einem der führenden Chorensembles Europas entwickelt hat. Der ausgebildete Komponist, Pianist und Dirigent mit mehr als fünf Jahrzehnten künstlerischer Erfahrung formte aus dem Ensemble einen Klangkörper von Weltformat – präzise, emotional, ausdrucksstark. Seine künstlerische Vision und sein pädagogisches Können wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Orden der Heiligen Kyrill und Method sowie mit dem Musikpreis der Stadt Brünn.

YUTAKA SADO

Dirigent

Yutaka Sado, in Kyoto geboren, gilt als einer der bedeutendsten japanischen Dirigenten unserer Zeit. Mit Beginn der Saison 15–16 wurde er Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich, das er zehn Jahre lang leitete. Mit Gustav Mahlers achter Symphonie verabschiedete er sich im Juni 2025 in dieser Funktion vom Orchester und vom Publikum. Anschließend wurde er zum ersten Ehrendirigenten in der Geschichte der Tonkünstler ernannt. Mit Yutaka Sado widmeten sich die Tonkünstler einem breiten Repertoire von Joseph Haydn über Anton Bruckner bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen, besonders intensiv aber den Orchesterwerken Gustav Mahlers: Alle vollendeten Symphonien wurden aufs Podium gebracht und stehen auch im Mittelpunkt des 2016 gegründeten orchestereigenen CD-Labels, in dem rund 25 Tonträger unter Sados Leitung erschienen.

Yutaka Sado hat zahlreiche führende Orchester der Welt dirigiert. Seine Karriere entwickelte sich außerhalb Japans zunächst vor allem in Frankreich, wo er Chef des Orchestre Lamoureux Paris war. Yutaka Sado gewann nach mehrjährigen Assistenzen bei Leonard Bernstein und Seiji Ozawa wichtige Dirigier-Preise wie den Grand Prix des «Concours international de jeunes chefs d'orchestre» in Besançon und den Grand Prix der Leonard Bernstein Jerusalem International Music Competition. Seit 2023 ist Sado Chefdirigent des New Japan Philharmonic Orchestra in Tokio, das 1972 unter anderem von Seiji Ozawa gegründet wurde. Bereits seit 2005 wirkt er als Künstlerischer Direktor des Hyogo Performing Arts Center (PAC).

© Y uji
Hori

TONKÜNSTLER-ORCHESTER

Chefdirigent Fabien Gabel

Das Tonkünstler-Orchester mit seinen fünf Residenzen im Musikverein Wien und in Niederösterreich zählt zu den größten und wichtigsten musikalischen Botschaftern Österreichs. Eine mehr als 75-jährige Tradition verbindet das Orchester mit den Sonntagnachmittags-Konzerten im Wiener Musikverein. In Grafenegg und im Festspielhaus St. Pölten treten die Tonkünstler als Residenzorchester auf, ebenso im Stadttheater Wiener Neustadt, das sie nach mehrjährigem Umbau im November 2024 wiedereröffneten. Die Konzertsaison 25–26 bringt sie ins traditionsreiche Stadttheater Baden zurück, wo sie Anfang 1946 erstmals als Landessymphonieorchester Niederösterreich konzertierten.

Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit steht das Orchesterrepertoire von der Klassik bis zur Musik des 20. Jahrhunderts.

Alternative Programmwege der Tonkünstler werden von Musizierenden und Publikum geschätzt. Musikerpersönlichkeiten wie Walter Weller, Heinz Wallberg, Miltiades Caridis, Fabio Luisi, Kristjan Järvi und Andrés Orozco-Estrada waren Chefdirigenten des Orchesters. Seit der Saison 25–26 wird es von Fabien Gabel geleitet. Sein Vorgänger Yutaka Sado wurde nach zehnjähriger Tätigkeit als Chefdirigent zum ersten Ehrendirigenten der Tonkünstler ernannt.

Tourneen führten das Orchester zuletzt nach Großbritannien, Deutschland, Japan und Tschechien. Zahlreiche CD-Aufnahmen spiegeln sein vielseitiges künstlerisches Profil wider: Im orchestereigenen Label erscheinen bis zu vier Einspielungen pro Jahr, zumeist als Live-Mitschnitte aus dem Musikverein Wien.

Ausführliche Orchesterbiografie: tonkuenstler.at

TONKÜNSTLER-ORCHESTER NIEDERÖSTERREICH

Konzertmeister/in

Lieke te Winkel, **Kirill Maximov, Alexander Gheorghiu, Vahid Khadem-Missagh

1. Violine

Alois Wilflinger, Xuan Ni, Susanne Masetti, Gerhard Fechner, Ines Miklin, Teodora Sorokow, Maria Fomina, Sophie Gansch, Sophie Kolarz-Löschberger, Yaromyr Babskyy, Maria Winkler, Aleksandra Martinoska, Elisabeth Hois, Sandra Seržane, Marina Caputo, ASunniva Herland Monstad, AUgnė Katinskaitė

2. Violine

Julia Mann, Natalia Sagmeister, Kora Lemberg, Doğa Altınok

Zayranov, Liselotte Murawatz, Dora Huber, Gerald Hinterndorfer, Judith Steiner, Isabelle Reinisch, Yuka

Bartosch-Murakami, Noriko Takenaka, Evelina Ivanova-Peham, Stephanie Grandpierre, Veronika Wincor, Angelika Wimmer, ABianca Montobbio, AJule Williams

Viola

*Gertrude Rossbacher, **Nikita Gerkusov, Philip Nolte, Martin Fuchs, Christian Knava, Peter Ritter, Susanne Stockhammer, Stefan Sinko, Victoria Fónyad-Eitzinger, Terez Brandl, Liudmila Kharitonova, AAnton Borusan, AAgnes Oberndorfer Violoncello

*Georgy Goryunov, Eugene Lifschitz, Laura Szabó, Martin Först, Martin Dimov, Thomas Grandpierre, Sebastian Dozler, Iris-Meongwon Cho, Ion Storojenco, AMichael Sotriffer

Kontrabass

Michael Seifried, Ernő Rácz, Bernhard Binder, Mathias KawkaRona, Simon Pennetzdorfer, Johannes Knauer, Lukas PalfyStröcker, AMartin Wagner

Flöte

Walter Schober, Ana Kaličanin Radivojević, Heidrun Lanzendörfer, Birgit Fluch-Latini

Oboe

Barbara Ritter, Andreas Gschmeidler, Johannes Strassl, Theresia Melichar, ATobias Gasché

Klarinette

Helmut Wiener, Christoph Moser, Kurt Franz Schmid, Stefan Vohla Fagott

Gottfried Pokorny, Szabolcs Szőke, Andor Csonka, Barbara Loewe Horn

Christoph Peham, Jonas Rudner, Sebastian Kolarz-Löschberger, Markus Hartner, Michel Gasciarino, Klaus Höpfler Trompete

Thomas Bachmair, Patrick Hofer, Josef Bammer, Thomas Lachtner, ASimon Oberthanner

Posaune

Andreas Eitzinger, Gabriel Antão, Wolfgang Gastager

Tuba

Michael Pircher Harfe

Miriam Ruf

Pauke

Gunter Benedikt, Margit Schoberleitner

Schlagwerk

Bence Kulcsár, Joachim Murnig, AYehor Tereshchenko

A Orchesterakademie des Tonkünstler-Orchesters

Instrumente zur Verfügung gestellt von der *Dkfm. Angelika Prokopp Privatstiftung: Viola Giovanni Rota, 1809

Violoncello Joannes Florenus Guidantus, 1720

**Oesterreichischen Nationalbank:

Violine Antonio Stradivari, Cremona 1716, ex Baron Oppenheim

Viola Giovanni Paolo Maggini, Brescia, frühes 17. Jahrhundert

Orchesterlogistik

Emil Zitarevic (Leitung), Nenad Djordjevic, Christian Pehatschek

KLEZMER-KLANG UND

TEMPOREICHE AKROBATIK

SIRBA ORCHESTRA!

Sirba Octet . Fabien Gabel . Tonkünstler-Orchester

Crossover Willkommen zur Fusion aus osteuropäischer Volksmusik und klassischer Tradition: Unter der Leitung von Fabien Gabel entführen die Tonkünstler und das Sirba Octet in den Klangkosmos Osteuropas. Mit Balalaika –der russischen Laute mit dreieckigem Resonanzkörper – und Orchester feiern sie Klezmer, jiddische Lieder sowie Musik von Sinti und Roma.

fr 29/05

EUR 29–47

-50 % für alle unter 26

COMPAGNIE HERVÉ KOUBI Sol Invictus

Tanz/Akrobatik Zwischen Dunkelheit und Licht entspinnt sich ein faszinierendes Spiel für 17 Tänzer:innen mit temporeicher Bewegungssprache und Elementen von Urban Dance und Akrobatik. Davor und danach lädt das Festspielhaus St. Pölten mit StadtLandFluss wieder bei freiem Eintritt zum bunten Festivaltreiben im Regierungsviertel + Kulturbezirk St. Pölten.

fr 12/06

EUR 12–49

-50 % für alle unter 26

Mai 2026

do 21

19.30 Uhr Großer Saal

fr 22

18.00 Uhr Kleiner Saal

fr 22

19.30 Uhr Großer Saal

fr 29

GÖTEBORGSOPERANS DANSKOMPANI

Atlas Song

Live-Musik: Anna von Hausswolff

Tanz/Musik

BEWEGTE PROGRAMMPRÄSENTATION 2026/2027

Tänzerische Einblicke in die neue Spielzeit

GÖTEBORGSOPERANS DANSKOMPANI

Atlas Song

Live-Musik: Anna von Hausswolff Tanz/Musik

SIRBA ORCHESTRA!

19.30 Uhr Großer Saal Sirba Octet . Fabien Gabel . Tonkünstler-Orchester Musik

sa 30

ERNST MOLDEN & DAS FRAUENORCHESTER

19.30 Uhr Großer Saal schduam Musik

Juni 2026

mo 08

TONKÜNSTLER-ORCHESTER

19.30 Uhr Großer Saal Brahms/Marx Klassik

fr 12

COMPAGNIE HERVÉ KOUBI

19.30 Uhr Großer Saal Sol Invictus Tanz

fr 12

TIPP

sa 13 Regierungsviertel StadtLandFluss | Das Festival 2026 ab 16.00 Uhr Kulturbezirk Musik/Performance/Party (Eintritt frei!)

Das neue Saisonprogramm 2026/2027 finden Sie auf www.festspielhaus.at.

IMPRESSUM Herausgeber Niederösterreichische Kulturszene Betriebs GmbH, Kulturbezirk 2, 3100 St. Pölten, T: +43(0)2742/90 80 80, www.festspielhaus.at. Für den Inhalt verantwortlich Thomas Gludovatz, Andreas Gremel. Künstlerische Leiterin Bettina Masuch. Musikkuratorin Constanze Eiselt. Koordination Gülcan Simsek. Redaktion Kern Markus Hennerfeind, Ute van der Sanden. Redaktion Umschlag Laura Kisser, Marlene Jann. Gestaltung Kern parole, München. Fotos Lyodoh Kaneko (Sirba Orchestra!), Nathalie Sternalski (Sol Invictus). Druck Walla GmbH. Produziert in Wien. Termin-, Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Fotografieren, Ton- und Videoaufzeichnungen nicht gestattet. Preis des Programmheftes: EUR 3,20.

Mit freundlicher Unterstützung von

Ö1 Club. In guter Gesellschaft.

Mit Kunst, Kultur und Wissenschaft. Mit Menschen, die sich dafür interessieren. Mit Ermäßigungen für zwei bei 600 Kulturpartnern, dem monatlichen Ö1 Magazin gehört, Freikarten und exklusiven Veranstaltungen.

Alle Vorteile für Ö1 Club­Mitglieder auf oe1.ORF.at/club

Karten & Information

+43 (0) 2742/90 80 80 600 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at

Hier geht’s zum Programm:

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Programmheft | 18.05. Anton Bruckner by Niederösterreich Kulturwirtschaft GesmbH - Issuu