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mo 08/06
19.30 Uhr
Großer Saal
Festspielhaus St. Pölten
Dauer: ca. 1 Std. 50 Min. (inkl. Pause)
Einführung mit Ute van der Sanden und Kurt Schwertsik
18.30 Uhr, Kleiner Saal
Künstlerische Leiterin Festspielhaus St. Pölten: Bettina Masuch





JOSEPH MARX (1882 – 1964)
«Romantisches Klavierkonzert» (1916 bis 1919)
Lebhaft (Allegro moderato)
Nicht zu langsam (Andante affettuoso)
Sehr lebhaft (Allegro molto)
41’
BRAHMS (1833 – 1897)
Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98 (1884/85)
Allegro non troppo
Andante moderato Allegro giocoso
Allegro energico e passionato – Più allegro
45’
Bitte beachten Sie, dass die tatsächliche Spieldauer von diesen Angaben geringfügig abweichen kann.
© S im Canetty-Clarke

Klavier
Das «Romantische Klavierkonzert» von Joseph Marx
Virtuosität und üppiger Klangrausch sind Merkmale des ersten Klavierkonzerts von Joseph Marx. Als einer der zentralen Komponisten der konservativeren Richtung in der österreichischen Musik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts findet er in unseren Tagen allmählich wieder zu einer breiteren Anerkennung, die auch in den Konzerten des Tonkünstler-Orchesters in dieser Saison als Schwerpunkt zum Ausdruck kommt.
Von höchster Verehrung bis zu nahezu theatralischer Verdammung reichte der Umgang mit Joseph Marx während der vergangenen 100 Jahre, wobei es oft weniger um seine Musik selbst als um Eigenschaften seiner Persönlichkeit und die von ihm repräsentierte Weltanschauung ging. Gewiss war er mit seiner Ästhetik den Strömungen der aufkommenden Avantgarde seiner Zeit so fremd wie diese ihm. Zugleich griff er aktuelle Tendenzen wie etwa den musikalischen Impressionismus auf, womit er in der österreichischen Musik eine beinahe exklusive Stellung einnahm. Nimmt man Marx aus der zeitlichen Distanz wahr, so gilt er völlig zu Recht als einer der bedeutenden Liedkomponisten der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Sein Schaffen auf diesem Gebiet –stilistisch eng verwandt mit seinen Zeitgenossen wie Erich Wolfgang Korngold und Egon Kornauth – hat quantitativ eine Bedeutung für das deutschsprachige Lied, die jener von Richard Strauss nahekommt.
Unbedingt versachlicht sollte man auf die gesellschaftliche bzw. politische Position von Marx eingehen, die das einstige wie heutige Bild von ihm mitbestimmt. Er war ein in vieler
Hinsicht Angeglichener, ohne zu einem der vielen Systeme, die er erlebte, ein exponiertes Naheverhältnis zu haben. So bot er auch den autoritären Regimen des Austrofaschismus und der Hitler-Diktatur nie eine attraktive Möglichkeit, ihnen als Aushängeschild ihrer Kulturpolitik zu dienen, wenngleich man seine Würde, Kompetenz und «Nicht-Gegnerschaft» nutzte, ihm fachliche Aufgaben zu übertragen, die auch öffentlich wahrgenommen wurden.
Als höchstes Amt mochte von 1934 bis 1938 die Funktion eines Staatsrates im Ständestaat gelten, ein Rang, der vor allem beratende Funktion, aber keine politische Macht hatte. Wesentlicher als die gesellschaftlich-politischen Verknüpfungen war damals und ist bis heute nachwirkend seine Lehrtätigkeit an der Wiener Musikakademie, in der er souverän und kompetent Hunderte von Studierenden aus ganz Europa und darüber hinaus unterrichtete und in mancher Hinsicht prägte. Für die Verbreitung der Musik von Joseph Marx setzt sich heute in hohem Maß die in Wien ansässige JosephMarxGesellschaft unter ihrem Präsidenten Kurt Schwertsik und dem Generalsekretär Berkant Haydin ein.
Das rund 40-minütige «Romantische Klavierkonzert» in E-Dur ist das erste von zwei Klavierkonzerten, die Marx im Abstand von einem Jahrzehnt komponiert hat. Während das zweite mit dem Titel «Castelli Romani» nicht ganz den Rang des ersten erreichte, hat jenes zu verschiedenen Zeiten wechselnde Aufmerksamkeit erfahren. Es blieb jedoch stets als ein rares Meisterwerk im Bewusstsein vieler Musikbegeisterter und kann doch immer wieder Aufführungen in verschiedenen Teilen der Welt aufweisen. Ab 1916 skizziert und großteils 191819 ausgeführt, ist es das erste große Orchesterwerk des Komponisten, der bis dahin vor allem mit seinen Liedern und mit Kammermusik reüssierte. Nichtsdestotrotz beherrschte er die breite Palette der Instrumente und das formale Denken
damals bereits aus dem Effeff. Dass Marx selbst ein herausragender Pianist gewesen sein muss, belegen nicht nur die vielen dokumentierten Konzertauftritte und Berichte seiner vielen Schüler, sondern auch die Tatsache, dass er dieses Konzert mit dem Pianisten Angelo Kessisoglu für zwei Klaviere selbst zur Aufführung brachte.
Mit dem Titel «Romantisches Klavierkonzert» weist der Komponist dezidiert darauf hin, dass er ein Bekenntnis zur großen Tradition der zu seiner Zeit in vielen Bereichen untergegangenen Klangwelt des 19. Jahrhunderts schaffen wollte; einer Epoche, die ihm und seinem musikalischen Denken weit mehr vertraut war und entgegenkam als die Moderne, wie sie etwa durch Béla Bartók, Arnold Schönberg, Igor Strawinski und viele andere verkörpert wurde. Vom ersten Aufrauschen des Orchesters und dem baldigen Einsetzen des Soloinstruments an fühlt man sich im Marx-Konzert unmittelbar an die üppig ausufernden Virtuosenkonzerte von Franz Liszt über Pjotr Iljitsch Tschaikowski bis Sergej Rachmaninow erinnert. Entgegen dem üblichen konzertanten Prinzip des Dialogs und Wechselspiels zwischen Solo und Orchester ist bei Marx ein stetes Miteinander der beiden Elemente gegeben, bei dem das Klavier eher in der Rolle als obligate und führende Stimme in das Geschehen eingebunden ist.
Der erste Satz Lebhaft, Allegro moderato, ist als Sonatensatz aufgebaut, in dem ein hymnisches lebensbejahendes Hauptthema und ein in der Folge von den Bläsern vorgestelltes beschaulicheres zweites Thema – «Ruhig» – einander gegenübergestellt werden. Ein wunderbares Farbenspiel erschafft Marx in der variantenreich gestalteten Durchführung, die in ihrem Auf und Abschwellen ekstatische Steigerungswellen bringt. Nach der Reprise, in die auch kurze kadenzartige Abschnitte eingefügt sind, und einer Coda schließt ein reiner EDurAkkord geradezu strahlend den Satz.
Nicht zu langsam – Andante affettuoso – hebt der Mittelsatz mit einem dichten Stimmengeflecht von Bläsern und Streichern in ruhigem Fluss an, ehe das Klavier die gesangliche Thematik aufgreift und nach wenigen Takten gemeinsam mit dem Orchester fortführt. Dennoch ist auch für mehrere weitere solistische Passagen Platz, die freilich jeweils im gemeinsamen Spiel weitergesponnen werden. Zum Schluss verlangsamt sich das Geschehen immer mehr und verebbt schließlich ganz.
Ein neuerliches Aufrauschen in Form einer Reminiszenz an den Beginn des Werks eröffnet den finalen Satz Sehr lebhaft, überschrieben mit Allegro molto. Rondoartig gehalten, dominiert hier wieder der hymnische, vorwärtsdrängende Gestus in einer Art verspielter Virtuosität. Auch der erste episodenhafte Einschub lässt kaum ein Durchatmen zu, während der nach einer kurzen Klavierüberleitung vom Fagott angeführte zweite mit einer exotisch anmutenden Tanzweise plötzlich eine gänzlich andere Thematik einbringt. Diese wird vom Klavier weitergeführt, dann vom ganzen Orchester übernommen und macht schließlich wieder den bereits bekannten Motiven Platz. Ein dichter, kontrapunktisch gesetzter Abschnitt bereitet den Schlussteil vor, der das Konzert jubelnd zu Ende führt.
CHRISTIAN HEINDL
Der Autor arbeitet als freier Kulturjournalist in Wien. Er publizierte musikwissenschaftliche Beiträge, Lexikoneinträge, Programmheftbeiträge und Booklettexte; daneben geht er einer internationalen Vortrags und Jurytätigkeit nach.
Entstehung • 1916 bis 1919
Uraufführung • am 19. Jänner 1921 in Wien mit dem Wiener Sinfonie-Orchester unter der Leitung von Ferdinand Löwe, Solist: Angelo Kessisoglu Erstmals im Abonnementprogramm des Tonkünstler-Orchesters
«ES GIBT SO VIELE
KOMPONISTEN, DIE WUNDERBARE STÜCKE KOMPONIERT
SCHÄTZE WIEDER ERLEBBAR MACHEN! »
Eva Ogon
aus Wien hat am 21. Februar 2026 zum ersten Mal ein Konzert mit dem TonkünstlerOrchester besucht und die Erstaufführung von Josef Suks EDurSymphonie im Musikverein Wien erlebt – und sie wird wiederkommen
Seit 2015 äußerten sich Orchestermitglieder und Mitarbeitende der Verwaltung an dieser Stelle zu Komponierenden, Mitwirkenden und zur Musik. Nun sind Sie an der Reihe: unser Publikum! Wir freuen uns auf Ihre Wortspende an office@tonkuenstler.at.
Erst spät konnte sich Johannes Brahms für die symphonische Form entscheiden. In der sommerlichen Steiermark entstand seine letzte, die vierte Symphonie. Meisterliche Variationsverfahren bewirken den ungemein dichten, verschlungenen und verwobenen Charakter der Musik.
Johannes Brahms scheute sich lange Zeit davor, Symphonien zu komponieren. An den befreundeten Hermann Levi schrieb er in einem Brief: «Ich werde nie eine Symphonie komponieren! Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zumute ist, wenn er immer so einen Riesen hinter sich marschieren hört.»
Mit dem Riesen war Ludwig van Beethoven gemeint, dessen kompositorische und vor allem symphonische Hinterlassenschaft Brahms als übermächtig empfand. Er umging lange Zeit die symphonische Form, wich ihr aus, obwohl es ihn zu ihr drängte. Die Monumentalität des ersten Klavierkonzerts ist darauf zurückzuführen, dass Brahms mit dem musikalischen Material ursprünglich symphonische Pläne hatte.
Und als der junge Komponist für das Orchester in Detmold komponierte, verbarg er seine symphonischen Ambitionen hinter der Bezeichnung Serenade, auch wenn das Werk großteils als veritable Symphonie daherkommt.
Dort, wo er sich sicher fühlte, in der Komposition von Variationen, bahnte sich Brahms dann mit den für Orchester instrumentierten HaydnVariationen den Weg zur Symphonie. Den schon weit gediehenen Entwürfen zum Kopfsatz seiner ersten Symphonie in cMoll folgten allerdings noch einmal einein
halb Jahrzehnte Wartezeit, ehe Brahms es 1876 wagte, die Symphonie zu vollenden und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das war der Durchbruch, dem nun in kurzen Abständen zahlreiche symphonische Werke folgten – in den folgenden elf Jahren drei weitere Symphonien, in DDur, FDur und eMoll, zwei Ouvertüren, die «Tragische» und die «Akademische Festouvertüre», das Violinkonzert in D-Dur, das zweite Klavierkonzert in BDur und das Doppelkonzert für Violine und Violoncello in aMoll.
Variationen auf ein Thema von Bach
Die vierte Symphonie in eMoll komponierte Brahms während der Sommermonate 1884 und 1885 in Mürzzuschlag in der Steiermark; bei der Uraufführung am 25. Oktober 1885 in Meiningen stand er selbst am Pult der berühmten Hofkapelle. Auf einer Tournee des Orchesters durch Deutschland und die Niederlande fand das Werk schnelle und große Verbreitung. Die berühmt gewordenen ersten vier Töne des Werks mit ihrer abfallenden großen Terz und aufsteigenden kleinen Sext sind eine Art Leitmotiv; Details daraus erlangen in verschiedenen Formen in der gesamten Symphonie Bedeutung, vor allem die fallende Terz, die in mehreren Folgen wieder auftritt, aber auch die Quint zwischen erstem und drittem Ton, die den Umfang der Hauptthemen aller drei folgenden Sätze festlegt. In der Struktur der Symphonie fällt auf, dass die klassische Sonatenhauptsatzform in allen vier Sätzen durchschimmert, aber nirgends in der traditionellen Art erhalten ist.
Der Kopfsatz, Allegro non troppo, verbindet die SonatensatzDisposition mit Hauptthema, Seitenthema und Schlussgruppe in einer Exposition. Auf die Durchführung folgen die Reprise der Exposition und eine Coda mit mehreren Variationsreihen, wobei das viertönige Hauptmotiv eine Vielzahl von Metamorphosen erlebt. Die herkömmliche Festsetzung von
thematischem Material in der Exposition reicht Brahms nicht mehr aus: Das Variieren beginnt er eigentlich schon mit dem zweiten, veränderten Auftreten des Hauptmotivs. Dieses doppelgleisige Verfahren bewirkt den ungemein dichten, verschlungenen und verwobenen Charakter der Musik.
Der zweite Satz, Andante moderato, wird von einem ernsten, feierlichen Thema in den Bläsern eingeleitet und bringt dann, wie in einem Sonatensatz, ein Seitenthema. In der Folge baut Brahms auf dem Terzintervall unruhigere Episoden auf, ehe nunmehr die Streicher in einem langen, choralhaften Abschnitt das ernste Bläserthema in eine tröstliche Stimmung umwandeln. Schon in diesem Satz fällt durch gelegentliche Färbungen in der phrygischen Kirchentonart ein sakraler Anklang auf, der dann im Finale seine Bestätigung findet.
Als dritten Satz, mit Allegro giocoso überschrieben, komponierte Brahms eine Art Burleske. Die grundlegende CDurFröhlichkeit des Satzes wird durch rhythmische Akzente und dynamische Kontraste mitunter ins Übertriebene gesteigert. In der klanglichen Gestaltung wird das Instrumentarium gegenüber den sonstigen Sätzen um Piccoloflöte, Kontrafagott, eine dritte Pauke und Triangel erweitert. Brahms verbindet Elemente der Sonatenhauptsatzform mit dem Rondo. Seitensatzgruppen erfüllen die Funktion der Couplets, während das Hauptthema in verschiedenen Abstufungen vom strahlenden Jubel bis zu graziler Bewegung aufscheint.
Im Finalsatz, Allegro energico e passionato, baut Brahms auf einem Thema aus der BachKantate «Nach Dir, Herr, verlanget mich» eine grandiose Passacaglia auf, die mit ihrem Charakter des unentwegt Fortschreitenden offenbar die Unendlichkeit des Todes gegenüber der Vergänglichkeit des Lebens darstellt. Blechblasinstrumente, die zuvor nicht zum Einsatz kamen, exponieren die sakralmusikalischen Themen:
Posaunen, die schon seit dem 17. Jahrhundert und später etwa auch in der Salzburger Kirchenmusikpraxis der MozartZeit ein besonderes Klangsymbol religiöser Musik waren. Das Passacaglia-Thema erlebt nicht weniger als 30 Variationen, Brahms kehrt also auch in seinem letzten Symphoniesatz zu der von ihm so geschätzten Form der Variation zurück.
Die Bläser führen – wie im zweiten Satz – das Thema ein. Die Form eines Sonatensatzes erzielt Brahms hier über den Umweg von differenzierter Gestaltung des einzigen Themas in den klanglichen, dynamischen, harmonischen und rhythmischen Bereichen. Der Satz erlangt in der Flötenvariation und der folgenden Variation von Oboe, Klarinette und Celli eine innige und tieftraurige Phase, aus der die Bläsergruppe mit der Wiederkehr der entschiedenen Gestalt des Satzbeginns herausführen. Bis zu den markanten Schlussvariationen und zum letzten Akkord behält Brahms die dunkle Stimmung bei.
RAINER LEPUSCHITZ
Der Autor, geboren in Salzburg, lebt in Graz. Als Dramaturg und Publizist war er unter anderem für das Wiener Konzerthaus, die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, die Salzburger Festspiele, das Festspielhaus St. Pölten sowie für das Grafenegg Festival und das TonkünstlerOrchester tätig.
Entstehung • 1884/85
Uraufführung • am 25. Oktober 1885 in Meiningen mit der Meininger Hofkapelle unter der Leitung des Komponisten Vom Tonkünstler-Orchester zuletzt aufgeführt • im Februar und März 2026 in Wien, Grafenegg, Baden und Wiener Neustadt, Dirigent: Jascha von der Goltz
Marc-André Hamelin beim Tonkünstler-Orchester
Der hoch versierte Pianist scheut bekanntlich keine Herausforderung: Im März 2013 debütierte der kanadische Spitzenmusiker mit Leonard Bernsteins zweiter Symphonie für Klavier und Orchester, «The Age of Anxiety», bei den Tonkünstlern. Mit den drei Aufführungen in Wien und St. Pölten gab auch Yutaka Sado seinen Einstand beim TonkünstlerOrchester – und wurde 2015 Chefdirigent.
Klavier

Der in Montreal geborene Pianist und Komponist MarcAndré Hamelin wird weltweit für sein brillantes Klavierspiel gefeiert. Sein enormes Repertoire schließt zahlreiche selten gespielte Werke aller Epochen ein. Er tritt regelmäßig mit den führenden Orchestern unserer Zeit auf und gibt Solokonzerte in den großen Konzertsälen und bei Festivals weltweit. Hamelin hat mehr als 30 Werke komponiert, darunter «Études» und eine Toccata über «L’homme armé». Die Spielzeit 25–26 eröffnete er mit einer Tournee durch Australien und Asien. In der Folge trat er unter anderem mit dem Philadelphia Orchestra, dem Los Angeles Chamber Orchestra, dem Orpheus Chamber Orchestra, dem San Francisco Symphony, im Duo mit Maria João Pires mit dem Cleveland Orchestra sowie mit dem Bayerischen Staatsorchester auf. Eine ausgedehnte DuoTournee führte ihn mit Maria João Pires in die Philharmonie de Paris, das Barbican Centre London, nach Den Haag, Martigny, Toulouse und Berlin.
Als Exklusivkünstler bei Hyperion Records veröffentlichte MarcAndré Hamelin bis heute 92 vielfach prämierte Alben. Im Oktober 2025 folgte «Found Objects/Sound Objects», eine Aufnahme zeitgenössischer Werke. Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählen Ludwig van Beethovens «Hammerklavier-Sonate» und die Sonate in C-Dur op. 2/3 sowie die Klavierquintette von Antonín Dvořák und Florence Price mit dem Takács Quartett. Hamelin ist unter anderem Officer of the Order of Canada, Chevalier de l’Ordre national du Québec und Mitglied der Royal Society of Canada.
Fabien Gabel ist Chefdirigent des TonkünstlerOrchesters, eine Position, die er mit der Sommernachtsgala Grafenegg im Juni 2025 angetreten hat. Seine internationale Karriere führte ihn zu Spitzenorchestern auf der ganzen Welt, unter anderem zum London Philharmonic, Chicago Symphony, Royal Stockholm Philharmonic und Cleveland Orchestra, zum Orchestre symphonique de Montréal, Seoul Philharmonic und zum Melbourne Symphony Orchestra. Bis 2021 war er Chefdirigent des Orchestre Symphonique de Québec und des Orchestre Français des Jeunes. 2022 feierte er sein Debüt an der Opéra national de Paris. In Frankreich steht er am Pult aller führenden Orchester. So spielte er in Paris mit dem Orchestre National de France und dem Orchestre Philharmonique de Radio France die Musik zum Stummfilm-Epos «Napoléon» von Abel Gance ein. Im Oktober 2025 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York, wo er acht Vorstellungen von Georges Bizets «Carmen» dirigierte.
Fabien Gabel wurde in eine Pariser Musikerfamilie geboren. Mit sechs Jahren begann er Trompete zu spielen und studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris, später an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Erste internationale Aufmerksamkeit erhielt er bereits 2004 als Gewinner des Donatella Flick Dirigierwettbewerbs in London. Daraus folgte seine Ernennung zum Assistenzdirigenten beim London Symphony Orchestra. 2020 wurde er von der französischen Regierung zum «Chevalier des Arts et des Lettres» ernannt. Beim TonkünstlerOrchester debütierte er im Frühjahr 2019, unter anderem mit Erich Wolfgang Korngolds «Sinfonietta für großes Orchester». Live-Aufnahmen aus dem Musikverein Wien unter seiner Leitung werden laufend in den einschlägigen Streamingportalen veröffentlicht.

Als Nächstes dirigiert Fabien Gabel diese Konzerte mit dem TonkünstlerOrchester:
SOMMERNACHTSGALA
Do 11 JUNI 26 & Fr 12 JUNI 26 20.15
Grafenegg
SUMMERTIME
Sa 27 JUNI 26 20.00
Grafenegg
FESTIVALKONZERT MIT ASMIK GRIGORIAN
Fr 4 SEPTEMBER 26 19.00
Grafenegg
SYMPHONISCHE MÄRCHEN
Sa 26 SEPTEMBER 26 18.30
Grafenegg
So 27 SEPTEMBER 26 15.30
Di 29 SEPTEMBER 26 19.30
Musikverein Wien
Mo 28 SEPTEMBER 26 19.30
Festspielhaus St. Pölten
Chefdirigent Fabien Gabel
Das TonkünstlerOrchester mit seinen fünf Residenzen im Musikverein Wien und in Niederösterreich zählt zu den größten und wichtigsten musikalischen Botschaftern Österreichs. Eine mehr als 75jährige Tradition verbindet das Orchester mit den Sonntagnachmittags-Konzerten im Wiener Musikverein. In Grafenegg und im Festspielhaus St. Pölten treten die Tonkünstler als Residenzorchester auf, ebenso im Stadttheater Wiener Neustadt, das sie nach mehrjährigem Umbau im November 2024 wiedereröffneten. Die Konzertsaison 25–26 bringt sie ins traditionsreiche Stadttheater Baden zurück, wo sie Anfang 1946 erstmals als Landessymphonieorchester Niederösterreich konzertierten.
Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit steht das Orchesterrepertoire von der Klassik bis zur Musik des 20. Jahrhunderts.
Alternative Programmwege der Tonkünstler werden von Musizierenden und Publikum geschätzt. Musikerpersönlichkeiten wie Walter Weller, Heinz Wallberg, Miltiades Caridis, Fabio Luisi, Kristjan Järvi und Andrés OrozcoEstrada waren Chefdirigenten des Orchesters. Seit der Saison 25–26 wird es von Fabien Gabel geleitet. Sein Vorgänger Yutaka Sado wurde nach zehnjähriger Tätigkeit als Chefdirigent zum ersten Ehrendirigenten der Tonkünstler ernannt.
Tourneen führten das Orchester zuletzt nach Großbritannien, Deutschland, Japan und Tschechien. Zahlreiche CDAufnahmen spiegeln sein vielseitiges künstlerisches Profil wider: Im orchestereigenen Label erscheinen bis zu vier Einspielungen pro Jahr, zumeist als Live-Mitschnitte aus dem Musikverein Wien.
Ausführliche Orchesterbiografie: tonkuenstler.at
Konzertmeister/in
Lieke te Winkel, **Kirill Maximov, Alexander Gheorghiu, Vahid Khadem-Missagh
1. Violine
Alois Wilflinger, Xuan Ni, Susanne Masetti, Gerhard Fechner, Ines Miklin, Teodora Sorokow, Maria Fomina, Sophie Gansch, Sophie Kolarz-Löschberger, Yaromyr Babskyy, Maria Winkler, Aleksandra Martinoska, Elisabeth Hois, Sandra Seržane, Marina Caputo, ASunniva Herland Monstad, AUgnė Katinskaitė
2. Violine
Julia Mann, Natalia Sagmeister, Kora Lemberg, Doğa Altınok
Zayranov, Liselotte Murawatz, Dora Huber, Gerald Hinterndorfer, Judith Steiner, Isabelle Reinisch, Yuka
Bartosch-Murakami, Noriko Takenaka, Evelina Ivanova-Peham, Stephanie Grandpierre, Veronika Wincor, Angelika Wimmer, ABianca Montobbio, AJule Williams
Viola
*Gertrude Rossbacher, **Nikita Gerkusov, Philip Nolte, Martin Fuchs, Christian Knava, Peter Ritter, Susanne Stockhammer, Stefan Sinko, Victoria Fónyad-Eitzinger, Terez Brandl, Liudmila Kharitonova, Christina Thur, AAnton Borusan, AAgnes Oberndorfer
Violoncello
*Georgy Goryunov, Eugene Lifschitz, Laura Szabó, Martin Först, Martin Dimov, Thomas Grandpierre, Sebastian Dozler, Iris-Meongwon Cho, Ion Storojenco, AMichael Sotriffer
Kontrabass
Michael Seifried, Ernő Rácz, Bernhard Binder, Mathias KawkaRona, Simon Pennetzdorfer, Johannes Knauer, Lukas PalfyStröcker, AMartin Wagner
Flöte
Walter Schober, Ana Kaličanin Radivojević, Heidrun Lanzendörfer, Birgit Fluch-Latini
Oboe
Barbara Ritter, Andreas Gschmeidler, Johannes Strassl, Theresia Melichar, ATobias Gasché
Klarinette
Helmut Wiener, Christoph Moser, Kurt Franz Schmid, Stefan Vohla Fagott
Gottfried Pokorny, Szabolcs Szőke, Andor Csonka, Barbara Loewe Horn
Christoph Peham, Jonas Rudner, Sebastian Kolarz-Löschberger, Markus Hartner, Michel Gasciarino, Klaus Höpfler Trompete
Thomas Bachmair, Patrick Hofer, Josef Bammer, Thomas Lachtner, ASimon Oberthanner
Posaune
Andreas Eitzinger, Gabriel Antão, Wolfgang Gastager Tuba
Michael Pircher Harfe
Miriam Ruf Pauke
Gunter Benedikt, Margit Schoberleitner
Schlagwerk
Bence Kulcsár, Joachim Murnig, AYehor Tereshchenko
A Orchesterakademie des Tonkünstler-Orchesters
Instrumente zur Verfügung gestellt von der *Dkfm. Angelika Prokopp Privatstiftung: Viola Giovanni Rota, 1809 Violoncello Joannes Florenus Guidantus, 1720
**Oesterreichischen Nationalbank: Violine Antonio Stradivari, Cremona 1716, ex Baron Oppenheim
Viola Giovanni Paolo Maggini, Brescia, frühes 17. Jahrhundert
Orchesterlogistik
Emil Zitarevic (Leitung), Nenad Djordjevic, Christian Pehatschek




Crystal Pite . Bobbi Jene
Smith & Or Schraiber . Medhi Walerski
Tanz/Triple Bill Zum Saisonauftakt präsentiert das Ballet BC aus Kanada drei Choreografien, die Tanz und Emotionen auf eigene Weise vereinen: Stücke von Crystal Pite, Bobbi Jene
Smith und Or Schraiber sowie Medhi Walerski, dem Künstlerischen Leiter des Ballet BC, verschmelzen zu einem TripleBill-Abend.
sa 26/09
EUR 12–58
-50 % für alle unter 26
SHUTTLE BUS aus Wien
ÖSTERREICH-PREMIERE

Zu leise? Zu laut! Tour 2027
Musik/Alpenrock/Global „Wia die Zeit vergeht“ – nach einer Pause kehrt Liedermacher Hubert von Goisern endlich wieder auf die große Bühne zurück! Sein Konzert im Festspielhaus St. Pölten verspricht klangliche Überraschungen und Auszüge aus dem musikalischen Reichtum des genialen Globetrotters.
mi 28/04 do 29/04
EUR 25–82
-50 % für alle unter 26
do 10
DOMPLATZ OPEN-AIR
ab 19.00 Uhr Domplatz Tonkünstler & Friends: Nordlichter St. Pölten Klassik/Open-Air
sa 12
DOMPLATZ OPEN-AIR
ab 17.45 Uhr Domplatz LEA/BIBIZA/Lukascher St. Pölten Musik/Open-Air
sa 26 Ballet BC
19.30 Uhr Großer Saal
Crystal Pite . Bobbi Jene Smith & Or Schraiber . Medhi Walerski Tanz
mo 28 TONKÜNSTLER-ORCHESTER
19.30 Uhr Großer Saal Debussy/Ravel/Mahler Klassik
Oktober 2026
sa 03
HERBERT PIXNER PROJEKT .
19.30 Uhr TONKÜNSTLER-ORCHESTER so 04 Symphonic Alps Reloaded 2026
18.00 Uhr Großer Saal Musik (ausverkauft)
sa 10
BENJAMIN ABEL MEIRHAEGHE
19.30 Uhr Bühne Chapters of Celebration Tanz
do 15
ELIADES OCHOA FROM BUENA VISTA SOCIAL CLUB
19.30 Uhr Großer Saal Musik
Das gesamte Saisonprogramm 2026/2027 finden Sie auf www.festspielhaus.at.
IMPRESSUM Herausgeber Niederösterreichische Kulturszene Betriebs GmbH, Kulturbezirk 2, 3100 St. Pölten, T: +43(0)2742/90 80 80, www.festspielhaus.at. Für den Inhalt verantwortlich Thomas Gludovatz, Andreas Gremel. Künstlerische Leiterin Bettina Masuch. Musikkuratorin Constanze Eiselt. Koordination Gülcan Simsek. Redaktion Kern Markus Hennerfeind, Ute van der Sanden. Redaktion Umschlag Laura Kisser, Marlene Jann. Gestaltung Kern parole, München. Fotos Millissa Martin (Medhi Walerski: SWAY), Konrad Fersterer (Hubert von Goisern). Druck Walla GmbH. Produziert in Wien. Termin-, Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Fotografieren, Ton- und Videoaufzeichnungen nicht gestattet. Preis des Programmheftes: EUR 3,20.

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+43 (0) 2742/90 80 80 600 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at
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