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Programmheft | 01./06./08.01.2026 | Neujahrskonzert

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NEUJAHRSKONZERT

01/06/08 JAN 2026


MUSIKALISCHE PROGRAMMPRÄSENTATION Tonkünstler-Orchester Niederösterreich mi 11/03 18.30 Uhr EINTRITT FREI!* Das Erfolgsformat kehrt zurück! In einem kostenlosen Konzertabend des Tonkünstler-Orchesters erhalten Sie exklusive Einblicke in die symphonischen Abonnementprogramme der Konzertsaion 2026/2027.

SAVE THE DATE

Entdecken Sie die musikalischen Höhepunkte der neuen Saison in Form von ausgewählten Ausschnitten aus dem Programm, dirigiert von Chefdirigent Fabien Gabel! Für eine anregende und informative Begleitung ist gesorgt: Durch das Konzert führt mit Barbara Rett eine der gefragtesten Kulturjournalistinnen und Moderatorinnen des Landes.

*Sichern Sie sich Ihre Platzkarten im Kartenbüro St. Pölten (Rathausplatz 19) oder online.

Informationen zum detaillierten Programmablauf demnächst auf www.festspielhaus.at


TONKÜNSTLERORCHESTER Alfred Eschwé

do 01/01 18.00 Uhr di 06/01 11.00 Uhr & 16.00 Uhr do 08/01 18.00 Uhr

Großer Saal Festspielhaus St. Pölten Dauer: ca. 2 Std. (inkl. Pause) In Kooperation mit

Künstlerische Leiterin Festspielhaus St. Pölten: Bettina Masuch


REBEKKA BAKKEN SVÄNG RAGNHILD HEMSING U.V.M.

DOMPLATZ OPEN-AIR

Tonkünstler & Friends Nordlichter Festkonzert anlässlich 40 Jahre Landeshauptstadt

© Josef Bollwein - www.flashface.com

10 SEP 2026


PROGRAMM MICHAIL GLINKA (1804 – 1857) Ouvertüre zur Oper «Ruslan und Ludmilla» (1842) GAETANO DONIZETTI (1797 – 1848)

«O luce di quest’anima» Arie der Linda aus der Oper «Linda di Chamounix» (1842) BÉLA BARTÓK (1881 – 1945)

«Melodie» aus «Magyar képek» (Bilder aus Ungarn) (1932) JOHANN STRAUSS (1825 – 1899)

«Éljen a Magyar!» Polka schnell op. 332 (1869) JOHANN STRAUSS

«Accelerationen» Walzer op. 234 (1860) GISELA FRANKL (1860 – 1935)

«Auf Flügeln des Tanzes» Polka française GIACOMO PUCCINI (1858 – 1924)

«Quando me’n vo» Walzer der Musette aus der Oper «La bohème» (1896) GIOACHINO ROSSINI (1792 – 1868) Finale aus der Ouvertüre zur Oper «Guillaume Tell» (1829) PAUSE


CARL MICHAEL ZIEHRER (1843 — 1922) Ouvertüre zur Operette «Die Landstreicher» (1899) FRANZ LEHÁR (1870 – 1948)

«Ich bin verliebt!» Lied der Elisabeth aus der Operette «Schön ist die Welt» (1930) SIEGFRIED OCHS (1858 – 1929) «’s kommt ein Vogel geflogen» Deutsches Volkslied, bearbeitet im Stile älterer und neuerer Meister (1878/79) (Bearbeitung: Alfred Eschwé) HANS CHRISTIAN LUMBYE (1810 – 1874) «Kopenhagener Eisenbahn Dampf Galopp» (1847) NICO DOSTAL (1895 – 1981)

«Ich bin verliebt» Lied aus der Operette «Clivia» (1933) JOHANN STRAUSS

«Tausendundeine Nacht» Walzer op. 346 nach Motiven aus der Operette «Indigo und die vierzig Räuber» (1871)


© Johannes Ifkovits

ALFRED ESCHWÉ

KATHRIN ZUKOWSKI

Sopran (1 & 8 JAN 26)

MIRIAM KUTROWATZ

Sopran (6 JAN 26)

CHRISTOPH WAGNER-TRENKWITZ

Moderation ALFRED ESCHWÉ

Dirigent


FRÖHLICHE MÄRCHENKLÄNGE UND ELEGISCHE MELODIEN Ein festliches Musikbukett mit Walzerfinale Willkommen im Abenteuer! Das heutige Programm führt zwar nicht in alle, aber doch in viele Länder, es streift Märchen, Mythen und Meilensteine der Geschichte, erzählt von Eisenbahnen, Bauernmädchen und armen Malern, von Volkshelden und Landstreichern und natürlich immer wieder auch von Wien. Klar, dass das letzte Stück – das letzte vor den Zugaben, bitteschön! – ein Walzer sein muss, und zwar einer von Joha­nn Strauss, dem Jahresregenten 2025. Los geht’s mit einem Ausflug in die Welt der russischen Märchen und Erzählungen über die ganz große Liebe. «Ich schrieb die Ouvertüre direkt für das Orchester, oft während der Proben im Zimmer des Regisseurs»: Das Eröffnungs­ stück seiner nationalhistorisch-märchenhaften Oper «Ruslan und Ludmilla», die 1842 in St. Petersburg ihre Uraufführung erlebte, hatte sich Michail Glinka bis zuletzt aufgehoben. Diese Ouvertüre wurde zu einem der populärsten Stücke Glinkas, wenn nicht der russischen Musik überhaupt – und macht in kaum fünf Minuten klar, dass die Geschichte gut ausgehen wird. Gedrängt und mit einfachen Kunstgriffen ver­ sehen, ist die Ouvertüre schlicht aufgebaut: Aus dem festli­ chen Presto-Schwung des D-Dur-Hauptthemas leitet Glinka rasch in das zweite, lyrische F-Dur-Thema von Bratschen, Celli und Fagotten über. Die dramatischen Wendungen der Geschichte zeichnen sich im Mittelteil der Ouvertüre ab. Die Reprise bringt das zweite Thema in D-Dur – Glinka kannte die Regeln der «westlichen» Sonatensatzform genau – und streift den Mittelteil nur mehr leicht. Der triumphale Schluss besteht aus einer letzten Bekräftigung des Hauptthemas, 8


dessen Bedeutung erst am Ende der Oper aufgelöst wird, wenn es als Finalchor erklingt: «Es leben unsere großen Götter! Es lebe unser Vaterland! Es leben Ruslan und seine Prinzessin!» Jauchzende Liebe Aus dem Kiew der Zeit vor etwa tausend Jahren und dem russischen Märchenreich, den Schauplätzen von «Ruslan und Ludmilla», reisen wir ins Savoyen des 18. Jahrhunderts, be­ treten dabei die seligen Gefilde des italienischen Belcanto – und bleiben doch gleichzeitig in Österreich. Wie das mög­ lich ist? «Wien ist schön, schön, schön!», schrieb Gaetano Donizetti 1842 nach seinem Eintreffen in der Donaumetro­ pole, wo ihm die vereinigte Begeisterung von Kaiserhaus, Adel und Bürgertum entgegenschlug: Das ausgebrochene Donizetti-Fieber war womöglich noch ansteckender als der Rossini-Taumel, der die Stadt zwei Jahrzehnte zuvor erfasst hatte. Seine für das «k. k. Hofoperntheater nächst dem Kärntnerthore» geschriebene und am 19. Mai 1842 unter seiner Leitung uraufgeführte «Linda di Chamounix» errang einen unglaublichen Erfolg: Siebzehn Mal wurde Donizetti unter einem Blumenregen vor den Vorhang gerufen, und die «Allge­meine Theaterzeitung» war sicher: «… einen größeren, allge­meineren und stürmischeren Enthusiasmus hat noch niemand in Wien erregt, wie Donizetti». Er wurde Ehrenmit­ glied der Gesellschaft der Musikfreunde sowie kaiserlicher Kammerkapellmeister und Hofkompositeur – als österreichi­ scher Staatsbürger. «Linda di Chamounix» erzählt die etwas rührselige, aber bühnenwirksame Geschichte eines Bauernmädchens, das sich in einen vermeintlich armen Maler verliebt, der jedoch in Wirklichkeit ein Adliger ist. Bis die beiden einander endgültig in die Arme fallen können, muss Linda sich unter anderem 9


als Straßensängerin durchschlagen und vorübergehend den Verstand verlieren – aber dergleichen führt in Opern ja immer wieder zu den aufregendsten Arien. Doch schon bei ihrem Auftritt darf Linda mit einer wunderbaren Nummer glänzen: In «O luce di quest’anima» jauchzt sie ihre noch geheime Liebe zu Carlo in die Welt hinaus. Weiter auf der großen europäischen Rundreise. Transleitha­ nien, also das Land jenseits der Leitha: So lautete ab dem «Ausgleich» von 1867 die inoffizielle Bezeichnung für die «Länder der Heiligen Ungarischen Stephanskrone», kurz: die ungarische Reichshälfte der nunmehrigen Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Im ungarischen Nebenland des Banat lag damals Großsanktnikolaus, ungarisch Nagyszentmiklós, heute Sânnicolau Mare in Rumänien: Hier kam im Jahr 1881 Béla Bartók zur Welt, jener große Komponist, dessen per­ sönliche Spielart der Moderne in vielerlei Elementen von der Volksmusik seiner engeren bis weiteren Heimat inspiriert wurde. Anfang der 1930er-Jahre, als der Vielvölkerstaat der Habsburger schon untergegangen war und ein unabhängiges Ungarn faktisch vom «Reichsverweser» Miklós Horthy regiert wurde, instrumentierte Bartók eine Reihe von Klavierstücken, die er noch zu Kaisers Zeiten geschrieben hatte und nannte diese Orchestersuite «Magyar képek», zu Deutsch «Bilder aus Ungarn». Die elegische «Melodie» stammt dabei aus den «Nänien» op. 9a, benannt nach der auch von Schiller als Titel und Thema aufgegriffenen römischen Trauergöttin bzw. Totenklage. «Éljen a Magyar!»: Aus Buda und Pest Wie im Csárdás mit seinem langsamen und schnellen Teil folgt in diesem Konzert ohne Pause auf Bartóks «Melodie» ein rasanter Abschluss. Wer in Österreich weiß heute noch, dass «Ofen» der deutsche Name von Buda war, dass die 10


Habsburger die administrative Verwaltung des Königreichs Ungarn in Pest angesiedelt hatten und dass die zu beiden Seiten der Donau gelegenen, durch Brücken effektiv zu­ sammengewachsenen Städte in einem Atemzug Pest-Buda genannt wurden, bis 1873 durch die Zusammenlegung Buda­ pest entstand? 1869 reisten die Brüder Johann, Josef und Eduard Strauss donauabwärts, um in der ungarischen Haupt­ stadt gemeinsam Wohltätigkeitskonzerte zu geben. Im Pester Redoutensaal kam es dort am 16. März 1869 zur Uraufführung von Johann Strauss’ mitreißender Schnellpolka mit dem Titel «Éljen a Magyar!», zu Deutsch «Es lebe der Ungar!», und der Widmung: «Der edlen ungarischen Nation». Am schneidigexplosiven, magyarischen Zuschnitt des Werks bestünde auch ohne das zum Geschwindmarsch umgedeutete Zitat des «Rákóczi-Marschs» kurz vor Schluss kein Zweifel. Schnell und immer schneller scheint es nun zu Ende gegangen zu sein, das Jahr 2025, in dem die Musikwelt ganz besonders in seiner Heimat den Zweihunderter von Johann Strauss gefei­ert hat: Da passt der große Walzer «Accelerationen» op. 234 ideal – auch und gerade deshalb, weil Strauss’ Musik bislang jede Schnelllebigkeit überdauert hat. Am 25. Oktober 1825 ist er in der damals eigenständigen Vorstadtgemeine St. Ulrich bei Wien, heute zum Wiener Gemeindebezirk Neu­ bau gehörig, als Bürger der Habsburgermonarchie zur Welt gekommen – und am 3. Juni 1899 zwar in Wien, aber als Staatsbürger des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha verstorben: Denn für eine vollgültige Scheidung von seiner zweiten Frau Angelika Dittrich und für seine dritte Ehe mit Adele Deutsch hatte Strauss aus recht­lichen Gründen dem katholischen Österreich den Rücken kehren müssen. Angelika Dittrich hatte ihn übrigens für Franz Steiner verlassen, der wie schon sein Vater Maximilian Direktor des Theaters an der Wien war.

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In den nicht ganz 74 Jahren seines Lebens war Johann Strauss mit so manchen «Beschleunigungen» des modernen Lebens konfrontiert, von Transportmitteln bis zur Nachrichtenüber­ tragung. «Den Hörern der Technik an der Hochschule in Wien» gewidmet und am 14. Februar 1860 in den Sophiensälen urauf­ geführt, bildet der Walzer «Accelerationen» in seinem Haupt­ thema mit gehörigem Augenzwinkern den zuerst zögerlichen, doch dann immer schneller werdenden Lauf einer Appara­ tur ab. Eine Wiener Komponistin schwingt das Tanzbein Beschleunigungen sind auch nötig, wollen wir den an den Rand gedrängten, vergessenen Komponistinnen der Ver­ gangenheit endlich ihren gebührenden Platz im Musikleben einräumen. Die Tonkünstler erinnern diesmal an die 1860 in Wien geborene Gisela Frankl, die Tochter eines Juristen, die als Pianistin und Komponistin ausgebildet wurde und 1880 ihre Staatsprüfung im Beisein des gestrengen Kritikers und Universitätsprofessors Eduard Hanslick ablegte – mit Aus­ zeichnung. Erst 20 Jahre alt, eröffnete sie daraufhin eine staatlich konzessionierte Musikschule für Klavier und Har­ monielehre, mit der sie sehr erfolgreich war. Geholfen mag dabei auch haben, dass sie 1881 mit einer dem Kronprinzen Rudolf gewidmeten «Hochzeits-Hymne» als Komponistin an die Öffentlichkeit trat und ihre Werke in den Folgejahren auch in eigenen Konzerten oft zum Besten gab. Unter ihren vermutlich rund 50 verlegten, leider teilweise ver­ schollenen Werken findet sich auch die heute erklingende Polka française «Auf Flügeln des Tanzes». Aufführungen mit ihr als Kammer­musikerin und Liedpianistin führten Gisela Frankl bis nach Nordamerika. Ihr weiteres Leben lag bislang im Dunkeln, weshalb die frühere Tonkünstler-Cellistin Ursula Erhart-Schwertmann in ihrer kürzlich erschienenen Biografie 12


«Gisela Frankl. Werdegang einer Wiener Komponistin» auch Frankls spätere Jahre als Ehefrau eines dänischen Adeligen in Däne­mark aufgearbeitet hat. Vor der Pause machen wir noch zweimal Halt im Opernhaus: beim Werk eines Italieners, das in Paris spielt, sowie beim Werk eines anderen Italieners, das in Paris uraufgeführt wurde. «Und der liebe Gott berührte mich mit dem kleinen Finger und sagte: ‹Schreib für das Theater; merke es dir gut: nur für das Theater› – und ich habe den höchsten Rat befolgt»: So begründete Giacomo Puccini einmal seine weit­ gehende – aber keineswegs ausschließliche – Konzentration auf das Genre der Oper. Seinen ersten Welterfolg konnte er mit «La bohème» erringen, der allerdings erst mit kleiner Verzögerung nach der Uraufführung 1896 in Turin seinen Ausgang nahm. Die zweite weibliche Hauptrolle neben der Näherin Mimì ist die Kokotte Musetta, die sich ihrer Reize voll bewusst ist. In der knappen, aber deshalb nicht minder berühmten Arie «Quando me’n vo» in Form eines langsamen Walzers setzt sie alles daran, ihren früheren Geliebten, den armen Maler Marcello, wieder für sich zu gewinnen – selbst­ redend mit Erfolg. Der Schweizer Nationalheld Die Ouvertüre zu «Guillaume Tell» – so der Titel der französi­ schen Urfassung als Grand opéra, die 1829 in Paris heraus­ kam – zählt zu den berühmtesten aus der Feder von Gioachino Rossini – obwohl oder gerade weil sie sich formal wesentlich von seinen bisher üblichen Operneröffnungen unterscheidet. Statt einer Sonatensatzform ohne Durchführung mit Einlei­ tung und rascher Stretta schreibt er hier beinah eine sym­ phonische Dichtung, die in vier klar unterscheidbaren Teilen Elemente der Handlung vorwegnimmt: Zunächst erklingt ein Andante für fünf Violoncelli, das Hector Berlioz bewundernd 13


beschrieb als «Ruhe und tiefe Einsamkeit, die feierliche Stille der Natur, wenn die menschlichen Leidenschaften schweigen». Es folgt eine veritable Sturmmusik, die aber nicht lange anhält; eine Pastoralszene schließt sich an, das Englischhorn singt eine älplerisch-sehnsuchtsvolle Hirtenweise, die von der Flöte beantwortet und umspielt wird, während das Tri­ angel Herdenglocken suggeriert. Dann bricht eine Trompeten­ fanfare los und ruft zu einem rasanten Galopp, der in Film, Funk und Fernsehen unzählige Male zu Reiter- und anderen Szenen herangezogen wurde: Ein glückliches Ende scheint gewiss – und so siegen denn auch in der Oper wie in der Vorlage, Friedrich von Schillers Drama, die Schweizer unter der Führung des legendären Wilhelm Tell mit ihrem Unab­ hängigkeitskampf gegen die Habsburgerherrschaft. Rossini war damals noch keine 40 Jahre alt, auf dem Höhe­ punkt seines Könnens – und kehrte dennoch mit diesem Werk der Oper den Rücken. Die Musik gab er freilich nicht völlig auf: Nicht weniger als 150 für den Salon bestimmte Gelegenheitswerke entstanden von 1857 bis kurz vor seinem Tod, die in 14 Bänden unter dem ironischen Titel «Péchés de vieillesse» – «Alterssünden» – zusammengefasst sind. Rivalen Konkurrenz belebt das Geschäft. Carl Michael Ziehrer war zeitlebens der schärfste künstlerische Rivale der StraussDynastie und gleichfalls international bewundert als Kompo­ nist wie Kapellmeister, etwa bei der Wiener Weltausstellung 1873. Er leitete die Kapelle der Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 und fungierte bis zum Ende der Donaumonarchie als letzter Wiener Hofballmusikdirektor. Neben seinen unvergess­ lichen Schöpfungen auf dem Gebiet der Tanz- und Marsch­ musik eroberte er auch die Bühne: «Ziehrer, der seit jeher nur an dem einen Fehler laboriert, nicht Strauss zu heißen, 14


wird mit seinem reichen Talent nun endlich Eingang in die Theaterwelt finden», schrieb etwa das Fremden-Blatt 1875. Charme und Melodienreichtum bereits der Ouvertüre zur Operette «Die Landstreicher» machen das sofort verständlich. Schön ist die Welt: Wer unbeschwert in dieses Credo ein­ stimmen möchte, ist gut beraten, sich von allen Nachrichten fernzuhalten und sich in die Natur zu begeben. In knapp drei Wochen im Spätsommer 1910 und hauptsächlich im Zug soll Franz Lehár seine kühne Operette «Endlich allein» ge­ schrieben haben: Deren im Gebirge spielender Mittelakt be­ schränkt sich ganz auf die beiden Hauptrollen und besteht aus einem durchkomponierten Liebesduett – eine einzig­ artige Konzeption. Der Erfolg der Uraufführung 1914 im Theat­er an der Wien war allerdings mäßig, doch Lehár war von der Qualität der Grundidee überzeugt. Statt in der Schweiz um 1910 nun 20 Jahre später in Tirol angesiedelt und mit wesent­lich umgearbeiteten, um Jazz-Anspielungen erweiterten Akten eins und drei kam die «Schön ist die Welt» betitel­te Zweitfassung 1930 am Berliner Metropol-Theater heraus, mit Richard Tauber und Gitta Alpár als Georg und Elisabeth. Erneut war vor allem die Kritik hingerissen, das Publikum weniger. Doch Elisabeths Lied «Ich bin verliebt!» aus dem dritten Akt in Form eines Boston Waltz hat seine Ohrwurmqualität bis heute nicht verloren. Volksliedzauber «Kommt ein Vogel geflogen, / setzt sich nieder auf mein’ Fuß, / hat ein’ Zettel im Schnabel, / von der Mutter ein’ Gruß»: Mit diesen oder ähnlichen Worten der ersten Strophe kennen wohl etliche Menschen im heutigen Publikum eines der popu­lärsten Kinderlieder von anno dazumal. Dieser Text ist allerdings erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachweisbar, denn in einer 1824 in Berlin uraufgeführten Liederposse von 15


Karl von Holtei mit dem Titel «Die Wiener in Berlin» schrieb der Autor zu der damals bereits «bekannten Weise», die er in Wien gehört haben könnte, die eröffnenden, von ihm ge­ dichteten oder auch nur ungefähr wiedergegebenen Zeilen: «Kimmt a Vogerl’ geflogen, / Setzt si nieder auf mein Fuß, / Hat a Zetterl im Goschl / Und vom Diandl an’n Gruß.» Im Textbuch gab sich Holtei diesbezüglich vorbeugend zer­ knirscht: «Alle Wiener, denen dies Buch in die Hände fällt, bitte ich tausendmal um Verzeihung für die Verstümmelung ihres lieblichen Dialekts. Ich fühle mein Unvermögen, die anmuthigen Klänge, – die besonders in dem Munde der Weiber so bezaubernd ertönen – nachzuahmen. Ich und mein Berliner Setzer wir sind nicht im Stande, dies Ziel zu errei­chen und wir bitten deshalb die Augen zuzudrücken.» Der in Frankfurt geborene deutsche Komponist und Chor­ leiter Siegfried Ochs hatte in seiner Jugend die Idee, die bekannte Melodie «’s kommt ein Vogel geflogen» im Stile verschiedener großer Komponisten zu variieren – ein musi­ kalischer Spaß, der bis heute unterhält und entzückt, zumal in der Bearbeitung durch Alfred Eschwé. Mit Volldampf ins neue Jahr! Dänemark haben wir heute schon anlässlich von Gisela Frankl berührt. Als sie dort lebte, war der gerne als «däni­ scher Johann Strauss» bezeichnete Hans Christian Lumbye freilich schon tot. Lumbye war als Militärmusiker und Kapell­ meister tätig und konnte mit seinen inspirierten Tanzmusik­ stücken ähnlich große Erfolge feiern wie die Mitglieder der Walzer-Dynastie. Sein «Kopenhagener Eisenbahn Dampf Galopp» macht das sofort verständlich: ein charmantes Stück, das gar nicht rasant beginnt, sondern erst aus idyl­ lischer Behaglichkeit Tempo aufnimmt, nicht unähnlich den viel später entstandenen «Accelerationen» des berühmten 16


Wiener Kolleg­en. Und dank Lumbye als Lokführer kommen wir auch mit gekonnt ausgeführtem Bremsmanöver im Ziel­ bahnhof an. Um an den Schauplatz von Nico Dostals Operette «Clivia» zu gelangen, reicht freilich die Eisenbahn nicht aus, denn zur Reise nach Südamerika war seinerzeit schon ein Ozean­ dampfer nötig – und selbst dann hätte sich der fiktive Staat Boliguay auf keiner Landkarte finden lassen. Dort hat noch dazu gerade eine Revolution stattgefunden – doch hindert das freilich den Filmstar Clivia Gray keineswegs, genau wie Lehárs Elisabeth in «Schön ist die Welt», die Worte «Ich bin verliebt» zu singen. In seiner 1933 in Berlin uraufgeführten «Clivia» hat der gebürtige Korneuburger Dostal die Gelegen­ heit nicht verstreichen lassen, südamerikanische Tanzrhyth­ men als Würze zu verwenden – und fand in der Sopranistin Lillie Claus nicht nur die ideale Interpretin für die Titelrolle, sondern auch seine spätere Ehefrau. Der Zauber des Orients Zum Finale des offiziellen Programms kehren wir zu ähnlich fröhlichen Märchenklängen wie jenen zurück, mit denen das festliche Musikbukett heute begonnen hat. Mit «Indigo und die 40 Räuber» trat Johann Strauss 1871 im The­ater an der Wien erstmals als Operettenkomponist in Erscheinung – und errang damit eher einen Achtungserfolg als eine Sen­ sation, wie man zugeben muss. Theaterdirektor Maximilian Steiner, der Vater des schon erwähnten Franz Steiner, wollte die Geschichte von Ali Baba aus der orien­talischen Märchen­ sammlung «Tausendundeine Nacht» auf die Bühne bringen, doch ging das Sujet durch die Hände so vieler Textdichter, die alle wieder ausgetauscht wurden, dass bald der Witz die Runde machte, das Stück sollte besser «Indigo und die 40 Librettisten» genannt werden. 17


WALTER WEID R IN G ER

Der Autor studierte in Wien Musikwissenschaft, Philosophie, Theaterwissen­ schaft und Geschichte. Er unterrichtete am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien, ist seit 1999 Musikkritiker der Tageszeitung «Die Presse», hält Einführungsvorträge, gestaltet Radiosendungen und ist als freier Musik­ publizist und Konzertdramaturg tätig.

Ausführliches Interview mit Alfred Eschwé über die Tonkünstler-Neujahrskonzerte im Onlinemagazin OrchestERleben 18

© Liliya Namisnyk

Schließlich machte Richard Genée noch das Beste daraus – und hatte dann die üble Nachrede. Viele weitere Bearbei­ tungen sollten folgen, und erst sieben Jahre nach dem Tod des Komponisten gelang unter dem Titel «Tausendundeine Nacht» eine dauerhaft beliebte Version. Der Qualität der Musik tut das keinen Abbruch: «Ja so singt man in der Stadt, wo ich geboren», lautet der Text zum berühmten Walzer op. 346, der auch im Konzertsaal märchenhaften Glanz verströmt.


MIRIAM KUTROWATZ

© Liliya Namisnyk

Sopran Die Wiener Sopranistin Miriam Kutrowatz wird von der Fachpresse für ihren «kris­ tallklaren Sopran» und ihre «glitzernde Koloratur» gelobt und feiert auf euro­ päischen Konzert- und Opernbühnen große Erfolge. Die reichhaltige Spielzeit 25–26 begann sie mit dem TonkünstlerOrchester beim Domplatz-Open-Air in St. Pölten. Im November 2025 präsen­ tierte sie im Musikverein Wien gemeinsam mit dem Ensemble Prisma Musik von Antonio Vivaldi und Arcangelo Corelli. Im Wiener Konzerthaus war sie mit den Wiener Symphonikern und Fabio Biondi in Johann Sebastian Bachs «Weihnachtsoratorium» zu erleben. Zu den weiteren Höhepunkten der Saison zählen Joseph Haydns Paukenmesse mit der Wiener Akademie, Georg Friedrich Händels «Messiah» bei der styriarte und Johann Sebastian Bachs JohannesPassion mit der Philharmonie Salzburg. Sie debütiert in der Titelrolle von Johann Christian Bachs «Zanaida» mit der Kammerakademie Potsdam und an der Opéra National de Montpellier als Zerlina in Wolfgang Amadeus Mozarts «Don Giovanni». Miriam Kutrowatz arbeitete mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, Klaus Mäkelä und Ingo Metzmacher zusammen, unter anderem mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der Tschechischen Philharmonie und dem Royal Concertgebouw Orchestra. Sie war Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper sowie des Jungen Ensembles am Theater an der Wien. Die Preis­ trägerin des Internationalen Cesti-Wettbewerbs absolvierte ihr Gesangsstudium an der Universität für Musik und dar­ stellende Kunst Wien bei Edith Lienbacher und Florian Boesch. 19


KATHRIN ZUKOWSKI

© Klaudius Zukowski

Sopran Kathrin Zukowski studierte Instrumental­ pädagogik mit dem Hauptfach Gitarre sowie Gesang an der Hochschule für Musik in Detmold und an der Theater­ akademie August Everding in München bei Lars Woldt. Seit der Saison 20–21 ist sie Ensemblemitglied der Oper Köln, wo sie Partien wie Pamina in Wolfgang Amadeus Mozarts «Die Zauberflöte», Susanna in «Le nozze di Figaro», Gretel in Engelbert Humperdincks «Hänsel und Gretel», Mica­ëla in Georges Bizets «Carmen», Cleopatra in Georg Friedrich Händels «Giulio Cesare in Egitto», Donna Anna in Mozarts «Don Giovanni», Konstanze in Mozarts «Die Entführung aus dem Serail», die Titelpartie in Gaetano Donizettis «Lucia di Lammer­ moor» sowie E (Eurydike) in Ondřej Adámeks «Ines» gestaltete. 2026 folgen Neuproduktionen als Susanna in «Le nozze di Figaro» und als Amenaide in Gioachino Rossinis «Tancredi». Große Erfolge feierte Kathrin Zukowski zuletzt als Ighino in Hans Pfitzners «Palestrina» und als Pamina an der Wiener Staatsoper, als Waldvogel in Richard Wagners «Siegfried» an der Staatsoper Berlin sowie im Sommer 2025 als «La Mort» in der konzertanten Aufführung von Hans Werner Henzes «Das Floß der Medusa» bei den Salzburger Festspielen. Pläne für die nähere Zukunft umfassen ihre Rückkehr an die Ber­liner Staatsoper Unter den Linden, an die Wiener Staaatsoper und zu den Salzburger Festspielen, ihr Debüt an der Oper Zürich und Konzerte mit Felix Mendelssohn Bartholdys «Ein Sommernachtstraum» mit dem WDR Sinfonieorchester und Marie Jacquot sowie mit dem Bach Consort Wien und Rubén Dubrov­sky im Musikverein Wien. 20


CHRISTOPH WAGNER-TRENKWITZ Moderation

© Ferdinand Neumüller

In seiner Heimatstadt schloss der gebo­ rene Wiener ein Studium der Musik- und Politikwissenschaft sowie der Romanistik ab. Christoph Wagner-Trenkwitz war Pressechef der Wiener Staatsoper und der Volksoper und bis 2001 Chefdrama­ turg der Wiener Staatsoper. 2003 trat er in die Direktion der Volksoper Wien ein und war bis 2022 ihr Chefdramaturg. Beim Theatersommers Haag wirkte er als künstlerischer Leiter, seit 2020 ist er Intendant der Operette Langenlois. Am Staatstheater am Gärtnerplatz in München ist Wagner-Trenkwitz seit 2022 Dramaturg. Einem großen Publikum wurde er als Fernseh-Kommentator des Wiener Opernballs im ORF bekannt. Er moderierte auch die Über­ tragung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker und gestaltet Opern- und Musiksendungen in Radio Österreich 1. Auftritte als Vortragender, Moderator und Schauspieler führ­ ten ihn an große Opern-, Theater- und Konzerthäuser im deutschsprachigen Raum, darunter die Berliner Staatsoper, die Oper Bonn und die Wiener Festwochen. Bei den Bay­ reuther Festspielen betreute er 2025 als Dramaturg die Neu­ produktion von Richard Wagners «Die Meistersinger von Nürnberg» in der Regie von Matthias Davids. Auch in Bühnenrollen ist Christoph Wagner-Trenkwitz zu er­ leben – bisher etwa im MusikTheater an der Wien in Antonio Salieris Oper «Kublai Khan», an der Bühne Baden als Oberst Pickering in Frederick Loewes Musical «My Fair Lady» und als John D. Cunlight in Paul Abrahams Tonfilmoperette «Vikto­ria und ihr Husar» sowie bei der Operette Langenlois als Tante Božena in Emmerich Kálmáns «Gräfin Mariza». 21


ALFRED ESCHWÉ Dirigent

© Kurt Pinter

Alfred Eschwé wurde in Wien geboren und unter anderem von Hans Swarowsky und von Gustav Koslik, der von 1951 bis 1964 Chefdirigent des Tonkünstler-­ Orchesters war, musikalisch ausgebildet. Nach einigen Jahren in Deutschland wurde Eschwé von Eberhard Wächter 1989 an die Volksoper Wien berufen, wo er seitdem festes Ensemblemitglied ist. Zu seinen größten Erfolgen an der Volks­ oper gehörten Pjotr Iljitsch Tschaikowskis «Eugen Onegin», Sergej Prokofjews «Der feurige Engel», Giuseppe Verdis «La Traviata» und Richard Strauss’ «Salome». 2003 debütierte er mit Wolfgang Amadeus Mozarts «Die Zauberflöte» an der Wiener Staatsoper, wo er auch Gaetano Donizettis Oper «L’elisir d’amore» mit Anna Netrebko und Rolando Villazón in den Hauptrollen leitete. Der Mitschnitt dieser Aufführung wurde als DVD veröffentlicht. Regelmäßige Gastspiele führten ihn nach Turin, Catania, Triest, Palermo und Helsinki. Seit 1999 ist Alfred Eschwé auch an der Hamburgischen Staatsoper zu erleben, an der Staats­ oper Unter den Linden in Berlin, am Opernhaus Zürich, am Teatro di San Carlo in Neapel, an der Oper Köln sowie an der Bayerischen Staatsoper in München. 2009 debütierte er mit Mozarts «Die Zauberflöte» am New National Theatre in Tokio, wo er in den Folgejahren mehrmals auch Johann Strauss’ «Die Fledermaus» leitete. Alfred Eschwé gilt als beru­fener Sachwalter der Musik der Strauss-Dynastie, was nicht zuletzt durch zahlreiche CD-Aufnahmen belegt ist. Am 28. Dezember 1998 dirigierte er sein erstes Silvester­ konzert mit dem Tonkünstler-Orchester. 22


TONKÜNSTLER-ORCHESTER Chefdirigent Fabien Gabel Das Tonkünstler-Orchester mit seinen fünf Residenzen im Musikverein Wien und in Niederösterreich zählt zu den größten und wichtigsten musikalischen Botschaftern Österreichs. Eine mehr als 75-jährige Tradition verbindet das Orches­ter mit den Sonntagnachmittags-Konzerten im Wien­er Musikverein. In Grafenegg und im Festspielhaus St. Pölten treten die Tonkünstler als Residenzorchester auf, ebenso im Stadttheater Wiener Neustadt, das sie nach mehrjährigem Umbau im November 2024 wiedereröffneten. Die Konzertsaison 25–26 bringt sie ins traditionsreiche Stadttheater Baden zurück, wo sie Anfang 1946 erstmals als Landessymphonieorchester Niederösterreich konzertierten. Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit steht das Orchester­ repertoire von der Klassik bis zur Musik des 20. Jahrhunderts. Alternative Programmwege der Tonkünstler werden von Musi­ zierenden und Publikum geschätzt. Musikerpersönlichkeiten wie Walter Weller, Heinz Wallberg, Miltiades Caridis, Fabio Luisi, Kristjan Järvi und Andrés Orozco-Estrada waren Chef­ dirigenten des Orchesters. Seit der Saison 25–26 wird es von Fabien Gabel geleitet. Sein Vorgänger Yutaka Sado wurde nach zehnjähriger Tätigkeit als Chefdirigent zum ersten Ehren­ dirigenten der Tonkünstler ernannt. Tourneen führten das Orchester zuletzt nach Großbritannien, Deutschland, Japan und Tschechien. Zahlreiche CD-Auf­ nahmen spiegeln sein vielseitiges künstlerisches Profil wider: Im orchestereigenen Label erscheinen bis zu vier Einspielun­ gen pro Jahr, zumeist als Live-Mitschnitte aus dem Musik­ verein Wien. Ausführliche Orchesterbiografie: tonkuenstler.at 23


TONKÜNSTLER-ORCHESTER NIEDERÖSTERREICH Konzertmeister/in Lieke te Winkel, **Kirill Maximov, Alexander Gheorghiu, Vahid Khadem-Missagh 1. Violine Alois Wilflinger, Xuan Ni, Susanne Masetti, Gerhard Fechner, Ines Miklin, Teodora Sorokow, Maria Fomina, Sophie Gansch, Sophie Kolarz-Löschberger, Yaromyr Babskyy, Maria Winkler, Aleksandra Martinoska, Elisabeth Hois, Sandra Seržane, Marina Caputo, ASunniva Herland Monstad, AUgnė Katinskaitė 2. Violine Julia Mann, Natalia Sagmeister, Kora Lemberg, Doğa Altınok Zayranov, Liselotte Murawatz, Dora Huber, Gerald Hinterndorfer, Judith Steiner, Isabelle Reinisch, Yuka Bartosch-Murakami, Noriko Takenaka, Evelina Ivanova-Peham, Stephanie Grandpierre, Veronika Wincor, Angelika Wimmer, ABianca Montobbio, AJule Williams Viola *Gertrude Rossbacher, **Nikita Gerkusov, Philip Nolte, Martin Fuchs, Christian Knava, Peter Ritter, Susanne Stockhammer, Stefan Sinko, Victoria Fónyad-­Eitzinger, Terez Brandl, Liudmila Kharitonova, AAnton Borusan, AAgnes Oberndorfer Violoncello *Georgy Goryunov, Eugene Lifschitz, Laura Szabó, Martin Först, Martin Dimov, Thomas Grandpierre, Sebastian Dozler, Iris-Meongwon Cho, Ion Storojenco, AMichael Sotriffer Kontrabass Michael Seifried, Ernő Rácz, Bernhard Binder, Mathias KawkaRona, Simon Pennetzdorfer, Johannes Knauer, Lukas PalfyStröcker, AMartin Wagner

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Flöte Walter Schober, Ana Kaličanin Radivojević, Heidrun Lanzendörfer, Birgit Fluch-Latini Oboe Barbara Ritter, Andreas Gschmeidler, Johannes Strassl, Theresia Melichar, ATobias Gasché Klarinette Helmut Wiener, Christoph Moser, Kurt Franz Schmid, Stefan Vohla Fagott Gottfried Pokorny, Szabolcs Szőke, Andor Csonka, Barbara Loewe Horn Christoph Peham, Jonas Rudner, Sebastian Kolarz-Löschberger, Markus Hartner, Michel Gasciarino, Klaus Höpfler Trompete Thomas Bachmair, Patrick Hofer, Josef Bammer, Thomas Lachtner, ASimon Oberthanner Posaune Andreas Eitzinger, Gabriel Antão, Wolfgang Gastager Tuba Michael Pircher Harfe Miriam Ruf Pauke Gunter Benedikt, Margit Schoberleitner Schlagwerk Bence Kulcsár, Joachim Murnig, AYehor Tereshchenko A Orchesterakademie des Tonkünstler-Orchesters

Instrumente zur Verfügung gestellt von der *Dkfm. Angelika Prokopp Privatstiftung: Viola Giovanni Rota, 1809 Violoncello Joannes Florenus Guidantus, 1720 **Oesterreichischen Nationalbank: Violine Antonio Stradivari, Cremona 1716, ex Baron Oppenheim Viola Giovanni Paolo Maggini, Brescia, frühes 17. Jahrhundert


Highlights im Frühjahr

POETISCH BIS SPIRITUELL

MARCOS MORAU . VALENTIN KUNERT . OPERA BALLET DOMKANTOREI VLAANDEREN . ST. PÖLTEN Osterkonzert TONKÜNSTLER Romeo + Julia

Vokal Mit Georg Philipp Zeitgenössisches Ballett/Klassik

© Josef Bollwein - www.flashface.com

6

Eine poetische Parabel über Liebe und Hass: Starchoreograf Marcos Morau verleiht der Tragödie eine zeitgenössische Dimension. Seine bildstarke Choreografie entfaltet sich zur live vom TonkünstlerOrchester gespielten Musik.

fr 06/03 sa 07/03

EUR 14-65 -50 % für alle unter 26 ÖSTERREICH-PREMIERE SHUTTLE-BUS aus Wien

Telemanns Oratorium Die Donnerode sowie Werken von Joseph Haydn und Johann Sebastian Bach stimmt die Domkantorei St. Pölten unter Valentin Kunert auf die Karwoche ein. Ein festliches Osterkonzert mit hochkarätigen Solist:innen, das den musikalisch-spirituellen Blick weitet und zum Nachdenken über Natur und Klima anregt!

so 29/03

EUR 42 -50 % für alle unter 26


Kalendarium

- 50 % FÜR ALLE UNTER 26

Jänner 2026 mo 05

11.00 Uhr

Großer Saal

do

15

19.00 Uhr

Großer Saal

do

22

19.30 Uhr

Kleiner Saal

sa

24

19.30 Uhr Großer Saal

mo 26

19.30 Uhr

Großer Saal

ALLES WALZER! Ein Neujahrskonzert des Tonkünstler-Orchesters für Familien Klassik/Familie

WINTER-WERKSCHAU Festspielhaus-Communities Tanz

LINA_ Fado Camões Musik

DAMIEN JALET . KOHEI NAWA . BALLET DU GRAND THÉÂTRE DE GENÈVE Mirage Tanz

TONKÜNSTLER-ORCHESTER Tschaikowski/Pärt/Sæverud Klassik

Februar 2026 fr

13

19.30 Uhr

Großer Saal

sa

14

16.00 Uhr

Kleiner Saal

sa

14

19.30 Uhr

Großer Saal

fr sa

20 21

19.30 Uhr

MANU DELAGO & GÄSTE Manu Delago . Jules Buckley . Tonkünstler-Orchester Musik

PRISMA Rotem Weissman Tanz/Familie

BÉLA FLECK, EDMAR CASTAÑEDA & ANTONIO SÁNCHEZ TRIO Musik

JOACHIM SCHLÖMER Rauschen oder der Nachhall der Tage Bühne

Tanz

Das gesamte Saisonprogramm 2025/2026 finden Sie auf www.festspielhaus.at. IMPRESSUM Herausgeber Niederösterreichische Kulturszene Betriebs GmbH, Kultur­be­zirk 2, 3100 St. Pölten, T: +43(0)2742/90 80 80, www.festspielhaus.at. Für den Inhalt verantwortlich Thomas Gludovatz, Andreas Gremel. Künstlerische Leiterin Bettina Masuch. Musikkuratorin Constanze Eiselt. Koordination Gülcan Simsek. Redaktion Kern Markus Hennerfeind, Ute van der Sanden. Redaktion Umschlag Laura Kisser, Stephanie Serles. Gestaltung Kern parole, München. Fotos Danny Willems (Romeo + Julia), Dommusik St. Pölten (Osterkonzert). Druck Walla GmbH. Produziert in Wien. Termin-, Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Fotografieren, Ton- und Videoaufzeichnungen nicht gestattet. Preis des Programmheftes: EUR 3,20.


Mit freundlicher Unterstützung von creativcommons.org, alamy.com, Österreichische Nationalbibliothek und Heinz Bachmann

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Mit Kunst, Kultur und Wissenschaft. Mit Menschen, die sich dafür interessieren. Mit Ermäßigungen für zwei bei 600 Kultur­ partnern, dem monatlichen Ö1 Magazin gehört, Freikarten und exklusiven Veranstaltungen.


Karten & Information +43 (0) 2742/90 80 80 600 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at Hier geht’s zum Programm:


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Programmheft | 01./06./08.01.2026 | Neujahrskonzert by Niederösterreich Kulturwirtschaft GesmbH - Issuu