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Niklas Michalleck Porfolio

Page 1


Architecture I Urban Design

portfolio.

Niklas Michalleck

Content.

01

Projekt 2 - Bachelorthesis

Sporthalle 2025

Seite 1-4

02

Städtebaulicher Entwurf

Dortmunder Nordstadt 2024

Seite 5-8

03

Projekt 1 - Nachverdichtung

Dortmunder Nordstadt 2023

Seite 9-12

04

Gebäudeentwurf Bibliothek

Dortmunder Nordstadt 2022

Seite 13-16

Niklas Michalleck

+49176 62737470 niklas.michalleck@tu-dortmund.de Dortmund

Schule

Ausbildung Landesfianzschule NRW 2014-2016

Abitur 2017-2020

BA Architektur und Städtebau TU Dortmund 2020-2025

Auslandssemester Universität Neapel Federico II März bis Juli 2025

Nebenjobs

Sachbearbeiter Finanzamt 2016-2025

Studentische Hilfskraft Kultur-Veranstaltungsbetrieb Depot Dortmund seit September 2025

Praktika

Baupraktikum bei Schreinerei 4Expo 04.03- 22.03.2024

Programme

ArchiCad TwinMotion & D5 Rhino

Photoshop InDesgin

Sprachen

Deutsch

Englisch Niederländisch Französisch

01 Die Halle.

Projekt 2 - Bogenschießhalle

Autor: Niklas Michalleck und Christine Fromm

Ort: Waldgebiet

Institution: TU Dortmund

Akademisches Jahr: Sommersemester 2025

Lehrstuhl: Studio E2A

Kontext zum Entwurf

Die Aufgabe entstand im Rahmen einer möglichen deutschen Bewerbung für die Olympischen Spiele 2040 und sieht die Entwicklung eines nachhaltigen Nachwuchsleistungszentrums für eine frei wählbare Randsportart vor.

Die Bogenschießhalle soll Leistungs- und Breitensport gleichermaßen fördern und Raum für Trainings- und Wettkampfbetrieb mit bis zu 200 Zuschauer*innen bieten. Ziel ist ein architektonisches Konzept, das sportartspezifische Normen mit einer klaren räumlichen Haltung und einer materialgerechten Konstruktion verbindet.

Lageplan 1 500

Strukturelles Konzept

Die Bogenschießhalle basiert auf einer seriellen Anordnung achteckiger Betonstützen, aus denen sich paarweise geneigte Holzarme entwickeln. Am First fügen sie sich zu einer präzisen Satteldachgeometrie, die als primäres Tragwerk wirkt. Die Wiederholung dieser Elemente erzeugt einen rhythmischen Stützenwald und formt eine klare konstruktive Ordnung, die den Baukörper in fünf lineare Hallenschläuche gliedert.

Die konstruktive Logik des Systems verbindet technische Präzision mit einer leichten, fast filigranen Tektonik. Beton und Holz übernehmen unterschiedliche Rollen im statischen Gefüge und erzeugen eine charakteristische räumliche Ausdruckskraft. Die lineare Abfolge der Stützen übersetzt die Prinzipien des Bogenschießens – Richtung, Konzentration und Wiederholung – in eine räumliche Struktur, die den Innenraum ordnet und prägt.

Städtebauliche Setzung

Die Setzung der Halle vermittelt zwischen Landschaftsraum und nahegelegenem urbanem Kontext. Die längsorientierte Figur folgt der Logik der Schießbahnen und öffnet sich zur Landschaft. Die räumliche Distanz schafft Ruhe für den Trainingsbetrieb, während die Nähe zur Stadt die Erreichbarkeit sichert. Der Lageplan versteht sich als abstrakte Verortung und betont die landschaftliche Einbettung.

Die landschaftliche Einbettung prägt die Atmosphäre des Projekts entscheidend. Die bis zu 90 m langen Schießbahnen erzeugen eine klare, lineare Figur, die sich selbstverständlich in die Weite des Grünraums einfügt. Die Halle nutzt diesen räumlichen Atem: Der Landschaftsraum bildet einen stillen Puffer für den Trainingsbetrieb, während die Nähe zum städtischen Kontext die Erreichbarkeit wahrt. So entsteht ein Ort, der Konzentration, Orientierung und landschaftliche Offenheit harmonisch verbindet

Knotenpunkt 1:5

Knotenpunkt der Gebäudekonstruktion 1:5

Die Fassade folgt dem konstruktiven Rhythmus der Tragstruktur. Zwischen den Betonstützen spannt sich eine Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Holz, deren äußere Pressleisten aus Aluminium gefertigt sind. Sie trägt großflächige Verglasungen, die den Innenraum mit natürlichem Licht füllen und den Blick in die Landschaft öffnen. Eine feinmaschige, grün pigmentierte Metallhaut legt sich als zweite Ebene davor und wirkt als Filter zwischen Innen- und Außenraum. Sie verleiht der Halle Tiefe, reduziert direkte Sonneneinstrahlung und erzeugt ein lebendiges Spiel aus Transparenz und Reflexion.

Der mittlere Gebäudeschlauch bündelt die funktionalen Abläufe und verbindet die beiden Schießhallen. Das Raumprogramm ermöglicht den gleichzeitigen Trainingsbetrieb von 24 Athletinnen und Athleten im Innenraum sowie 20 weiteren auf den Außenbahnen. Die lineare Organisation entflechtet Wege und stärkt einen konzentrierten Trainingsablauf.

Die offene Dachzone des mittleren Schlauchs lässt Tageslicht tief in den Raum eindringen und unterstützt die natürliche Belüftung. Die Kombination aus Beton und Holz erzeugt eine konstruktiv logische, zugleich leichte Struktur, deren Transparenz und Wiederholung die Prinzipien des Bogenschießens, Richtung, Präzision und Sequenz, räumlich übersetzt.

02 Schließend.

Städtebaulicher Entwurf

Autor: Niklas Michalleck

Ort: Dortmunder Nordstadt

Institution: TU Dortmund

Lehrstuhl: Städtebau JessenVollenweider

Akademisches Jahr: Sommersemester 2024

Mitwirkung am städtebaulichen Rahmen:

L. Luong, C. Fromm, L. Thieken, G. Goebel

Kontext zum Entwurf:

Im städtebaulichen Entwurf „Dortmund – Transformation eines Stadtraums“ wurde die Weiterentwicklung des Areals rund um das Dietrich-Keuning-Haus untersucht. Ziel war es, durch gezielte Nachverdichtung neue Räume für Wohnen, Kultur und soziale Teilhabe zu schaffen und den Übergang zwischen Park und Nordstadt neu zu ordnen. Der Entwurf versteht sich als Beitrag zu einer sozial durchmischten, offenen und langfristig resilienten Stadtstruktur.

Überlagerungsplan 1 : 500

Setzung und Struktur

Die schließende Figur orientiert sich an der bestehenden Bebauung und greift deren Höhen, Kanten sowie die charakteristischen Vor- und Rücksprünge auf. Diese werden neu interpretiert und zu einer ruhigen, eigenständigen Architektursprache verdichtet. Ziel ist es, den offenen Block zu fassen und zugleich räumliche wie soziale Verbindungen herzustellen. Portale und Wege durchdringen den Block, verweben die Fragmente zu einem Gefüge, das den Bestand nicht ersetzt, sondern weiterschreibt.

Doch nicht nur die Blöcke sollen miteinander verbunden werden, sondern auch die dort lebenden Menschen. Der Entwurf versteht sich als räumliches und soziales Netzwerk, das Begegnung ermöglicht und zugleich Rückzug erlaubt.

Im Erdgeschoss entstehen lebendige Orte des Austauschs Gastronomie, Werkstätten oder Bewegungsräume, die sowohl von innen als auch von außen zugänglich sind. Sie aktivieren den Straßenraum, öffnen den Block zur Nachbarschaft und schaffen neue Schnittstellen zwischen öffentlichem und privatem Leben.

Linoldruck

überlagerungsplan

Linoldruck

überlagerungsplan

Linoldruck

Niklas Michalleck
Niklas Michalleck
Niklas Michalleck
Niklas Michalleck
Niklas Michalleck
Linoldruck

Räumliches Gefüge.

Der Entwurf versteht den Block als räumliches und soziales Netz werk. Im Erdgeschoss entstehen öffentlich zugängliche Nutzun gen – Gastronomie, Werkstätten und gemeinschaftliche Räume –, die den Straßenraum aktivieren und den Block zur Nachbarschaft öffnen. In den Obergeschossen vermitteln gestaffelte Fassaden und Laubengänge zwischen öffentlichem und privatem Raum und schaffen individuelle Rückzugsorte.

Die Kombination aus kompakten Geschosswohnungen und vertikal organisierten Maisonettes erzeugt räumliche Vielfalt. Die Wohnun gen orientieren sich zum Hof wie zur Straße, die Fassadenstaffelun gen führen Licht tief in den Block und verleihen dem dichten Gefüge Großzügigkeit. Ein zweiter Erschließungsweg über Laubengänge und Treppenhäuser vernetzt die Wohnungen und schafft zusätz liche Begegnungsorte.

Die klare Tragstruktur und die präzise gegliederte Fassade formen eine robuste, zugleich zurückhaltende Architektur. So entsteht ein Block, der Offenheit und Schutz, Gemeinschaft und Rück zug ausbalanciert, eine zeitgemäße, dichte urbane Wohnform.

Schnitt
Axonometrie 1 200

03 Die Lücke.

Projekt 1-Nachverdichtung

Autor: Niklas Michalleck

Ort: Dortmunder Nordstadt

Institution: TU Dortmund

Akademisches Jahr: Wintersemester 2023

Lehrstuhl: Massive Baukonstruktionen

Kontext zum Entwurf

Im Projekt 1 entstand der Entwurf eines gemischt genutzten Stadthauses in der Dortmunder Nordstadt. Die gewählte Baulücke 3 an der Zimmerstraße grenzt an eine Parkanlage und erfordert im Erdgeschoss eine öffentliche Durchfahrt. Ziel war ein ressourcenschonendes, konstruktiv stimmiges und zugleich städtebaulich eingebundenes Gebäude.

Der Entwurf versteht die Nachverdichtung als Chance, bestehende Qualitäten zu stärken und mit einem klaren architektonischen Beitrag neue städtische Räume zu formulieren.

KONZEPTENTWICKLUNG

Ort und Fügung

Das Baufeld 3 liegt im Herzen der Dortmunder Nordstadt einem der dichtesten und lebendigsten Stadtteile. Hier treffen Studierende, Künstler:innen und Familien aufeinander, eingebettet in ein Gefüge aus gründerzeitlicher Architektur, engen Straßen und kleinen Freiräumen. Der Entwurf versteht Nachverdichtung nicht als reine Dichte, sondern als Weiterentwicklung, als Symbiose mit dem Ort.

Der Neubau orientiert sich in Geschoss und Traufhöhe an der Nachbarbebauung und fügt sich selbstverständlich ins Straßenbild ein. Die Teilung des Baukörpers nimmt die feine Parzellierung der Umgebung auf und erzeugt eine Ensemblewirkung, die den Maßstab der Nordstadt respektiert. Zwischen den beiden Baukörpern öffnet sich ein vertikaler Garten –> ein gemeinsamer Ort, ein „Common Ground“, der das Miteinander stärkt und die Natur bis tief in das Gebäude hineinzieht.

1:5

Begegnung und Konstruktion 1.OG Grundriss 1 50

Entlang des vertikalen Gartens entwickelt sich die zentrale Erschließung, die sich Geschoss für Geschoss spiralförmig nach oben zieht. Dieser Weg wird zum Ort der Begegnung, man sieht sich, grüßt sich, bleibt im Gespräch. Die offenen Ateliers flankieren diesen Raum und können flexibel für Arbeiten, Ausstellungen oder gemeinschaftliche Aktivitäten genutzt werden. So entsteht ein sozialer Kern, der Wohnen, Arbeiten und Kultur miteinander verwebt und den Alltag der Bewohner:innen sichtbar macht.

Der Baukörper folgt einer hybriden konstruktiven Logik: Ein Sockel aus Naturstein bildet die robuste, dauerhafte Basis für die öffentlichen Nutzungen und verankert das Haus im Stadtraum. Darüber entwickelt sich ein präzise gefügter Holzrahmenbau, dessen rhythmische Stützen und Decken sichtbar bleiben und die Innenräume mit Wärme und Materialklarheit prägen. Der vertikale Garten verbindet beide Baukörper und spannt eine räumliche Mitte auf. So entsteht ein Haus, das nicht nur verdichtet, sondern verbindet, Menschen, Räume und Konstruktion.

2.OG Grundriss 1 100

1.OG Grundriss 1 100

EG Grundriss 1 100

UG Grundriss 1 : 100

04 Library North.

Quartiersbibliothek

Autor: Niklas Michalleck

Ort: Dortmunder Nordstadt

Institution: TU Dortmund

Akademisches Jahr: Wintersemester 2021

Lehrstuhl: Gebäudetypologien

Kontext zum Entwurf

„Nach außen soll die Kirche eine Form erhalten, die sich durch Klarheit, Höhe und Form in der reizlosen Umgebung behaupten kann. Die Höhe orientiert sich an den umliegenden Miethäusern.“

– Rudolf Schwarz

Diese Haltung prägt auch den Entwurf der Library North. Der giebelständige Baukörper behauptet sich selbstbewusst im städtebaulichen Kontext und vermittelt zugleich zwischen den angrenzenden Wohnhäusern.

„Nach außen soll die Kirche eine Form erhalten, die sich durch Klarheit, Höhe und Form in der reizlosen Umgebung behaupten kann, die Höhe Orientiert sich an den umliegenden Miethäusern.“ -Rudolph Schwarz

Im Lageplan wird bereits ersichtlich, welche selbstbewusste Haltung unser gibelständiger Baukörper im Städtebaulichen Kontext einnimmt. Weiter zu den Grundrissen, in denen das Raumkonzept des „Zentralisierten Raumes“ deutlich wird.

Der Raum dient als ein Ort der Begegnung, DAS Bücherzentrum worum sich förmlich alles dreht.

Genau wie der zentrale Altar der Sankt Antonious Kirche in Esssen, enworfen von Rudolf Schwarz, um den sich die gesammte Gemeinde versammelt.

Dieses Zentrum wird bei unserem Enwurf zusätzlich durch das Poché Prinzip betont und durch innenliegende Räume, wie beispielsweise Leseecken, weiter mit Leben gefüllt.

Dieses „Herz“ der Bibliothek muss jedoch vorerst durch die im Erdgeschoss liegende Treppe erklommen werden.

Schwarzplan 1 1000

Dabei wird zum einen eine gewisse Spannung erzeugt und zum anderen eine klare Trennung zu den untergeordneten Räumen geschaffen.

Weiter zu der Fassade, welche durch Ihre Pilaster ähnlichen Träger an eine Aneinanderreihung von Bücherregalen erinnert.

Ähnlich wie bei Rudolph Schwarz gestaltet sich die Fassade mit wenigen Öffnungen, dafür werden jedoch die wichtigen Nutzungsbereiche wie die Arbeits oder Gruppenarbeitsplätze ausreichend beleuchtet.

Im Inneren entfaltet sich das Konzept des zentralisierten Raumes, ein klar gefasster Mittelpunkt, der als Herz der Bibliothek dient und die Idee des gemeinschaftlichen Lesens und Lernens in den Mittelpunkt stellt. Wie beim zentralen Altar der St.-Antonius-Kirche in Essen, ebenfalls von Rudolf Schwarz entworfen, versammelt sich auch hier das Geschehen um einen Raum der Sammlung. Das zentrale „Bücherzentrum“ wird durch das Poché-Prinzip räumlich gefasst: umliegende Nischen, Lesezonen und intime Arbeitsbereiche umspielen das Zentrum und verleihen ihm Tiefe und Leben.

Die Erschließung führt bewusst über eine zentrale Treppe im Erdgeschoss, die den Besucher in das Herz des Gebäudes leitet. Dieser Weg erzeugt Spannung und stärkt die räumliche Hierarchie zwischen öffentlichen, halböffentlichen und zurückgezogenen Bereichen. Die vertikalen Pilaster der Fassade erinnern an eine Reihung von Bücherregalen. Wenige, gezielt gesetzte Öffnungen lenken das Licht auf die wesentlichen Nutzungszonen. So entsteht eine Architektur, die in ihrer Formensprache Klarheit und Ruhe ausstrahlt.

thank you.

Niklas Michalleck

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