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Samstag, 14. Dezember 2024 · KW 50 · 48. Jahrgang
RIEDBAHNSANIERUNG: Bauarbeiten abgeschlossen / Betrieb wird sukzessive wieder aufgenommen / Im südlichen Streckenabschnitt fahren noch Ersatzbusse / VRN kritisiert Verzögerungen
Ab Sonntag rollen wieder fast alle Züge! SÜDHESSEN – Eine Woche vor dem Abschluss der Generalsanierung der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim hat die Deutsche Bahn alle Baugewerke abgeschlossen: Neben Gleisen, Weichen, Signalen, Schallschutzwänden und Fahrdraht wurden auch die Oberleitungen und alle Bahnsteige fristgerecht fertiggestellt. Die relevanten Inbetriebsetzungen und Abnahmen sind weit fortgeschritten, so dass die Riedbahn nach fünfmonatiger Vollsperrung ab Sonntag wie geplant wieder für die Züge des Fern-, Regional- und Güterverkehrs befahrbar ist. Die Abnahmen und die Wiedereinschaltung der Oberleitung sind ebenso wie die Endvermessung und die Abnahmen des Oberbaus bereits erfolgt. In dieser Woche kommen noch die Abnahmen der Telekommunikations- und elektrotechnischen Anlagen sowie die Inbetriebsetzung der Verkehrsstationen hinzu. Zudem erfolgen Belastungs- und Testfahrten. Die Inbetriebsetzung der Stellwerkstechnik im nördlichen Bereich der Riedbahn ist weit fortgeschritten. Weiterhin unter Hochdruck gearbeitet wird an der Inbetriebsetzung der Stellwerkstechnik im südlichen Streckenabschnitt. Im Fernverkehr werden zur Wiederinbetriebnahme sämtliche Züge nach Fahrplan über die Riedbahn fahren. Im Nahverkehr fahren die nachfragestarken Linien RE70 Frankfurt/M-Mannheim und die S7 Frankfurt/MRiedstadt Goddelau vollständig. In Summe können ab dem 15. Dezember im Fern- und Regionalverkehr wieder mehr als 95 Prozent der Kunden die Züge auf
VRN fordert schnelles Handeln und kritisiert Verzögerung der Bauabnahme
Ab dem morgigen Sonntag läuft der Betrieb auf der sanierten Riedbahnstrecke sukzessive wieder an, wenn auch nicht vollumfänglich. Archivfoto: Hannelore Nowacki
der Riedbahn nutzen. Der erste Zug, der in der Nacht zum 15. Dezember planmäßig über die Gleise fährt, wird ein Güterzug sein. Für einen stabilen Betrieb und zur Durchführung von eventuell noch erforderlichen kleineren Korrekturen und Restarbeiten wird die Anzahl der Güterzüge auf der Riedbahn bis zum 23. Dezember bis zur vollen Leistung in Schritten hochgefahren. Die Versorgung der Unternehmen an der Strecke läuft bereits direkt über die neuen Gleise. Auf den Regionalbahnlinien RB 62 Worms-Biblis sowie RB 63 Worms-Bensheim verkehren bis einschließlich 23. Dezember die aktuellen Ersatzverkehre weiter bevor die Regionallinien ihren Betrieb am 24. Dezember wieder
aufnehmen. Um die Inbetriebsetzung der Nebengleise im südlichen Streckenabschnitt vollständig abzuschließen und einen zuverlässigen Fahrplan anzubieten, werden die S8 Biblis-Mannheim und die S9 Groß-Rohrheim-Mannheim ihren Betrieb am 13. Januar 2025 aufnehmen. Bis dahin werden ergänzend zur verkehrenden RE70 noch die Ersatzbusse der Linie S91 verkehren. Ab dem 13. Januar 2025 fahren alle Züge wieder nach regulärem Fahrplan. Die entsprechenden aktualisierten Fahrpläne sind ab 11. Dezember in den Auskunftsmedien auf www.bahn.de sowie in der App DB Navigator hinterlegt. Die Riedbahn ist eine der am meisten befahrenen Strecken in Deutschland. Die zu alte, zu
störanfällige und zu volle Infrastruktur auf der Strecke hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass Störungen auf der Riedbahn in das gesamte Netz ausstrahlen. Deshalb hat die Deutsche Bahn in einem völlig neuartigen Ansatz die Strecke in den vergangenen fünf Monaten komplett saniert. Im Rahmen der Generalsanierung sollen bis 2027 insgesamt 1.500 Streckenkilometer im hochbelasteten Netz nach diesem Vorbild erneuert und modernisiert werden. Die Generalsanierung ist elementarer Bestandteil des Gesamtprogramms S3, mit dem die DB in den nächsten drei Jahren neben der Infrastruktur auch den Betrieb und die Wirtschaftlichkeit des Konzerns saniert.
Mit großer Enttäuschung und Unverständnis reagiert der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) auf die Nachricht, dass die Bauabnahme nach der Generalsanierung der Riedbahn nicht planmäßig abgeschlossen werden kann, was auch nach der offiziellen Inbetriebnahme ab dem 15. Dezember 2024 weiterhin erhebliche Einschränkungen für den Nahverkehr zur Folge hat. Trotz fertiggestellter Bauarbeiten können wichtige Linien wie die S8 und die S9 nach Angaben der Deutschen Bahn auf der Riedbahnstrecke zwischen Mannheim – Biblis/Groß-Rohrheim bis mindestens 12. Januar 2025 nicht fahren. Lediglich die RE70 kann wieder stündlich auf der Riedbahn verkehren, allerdings entfällt hier der Halt Gernsheim in Fahrtrichtung Mannheim. Da die Mannheimer Halte Luzenberg, Neckarstadt und Handelshafen nur von der S-Bahn und einzelnen Zügen des RE70 in Tagesrandlagenlagen bedient werden, wird es daher noch fast einen Monat dauern, bis dort regelmäßig wieder Züge halten. Darüber hinaus wird auch die Nibelungenbahn zwischen Worms – Bürstadt – Bensheim (RB63) und die Bahnstrecke Biblis – Worms (RB62) aufgrund fehlender Abnahme des Stellwerks Hofheim (Ried) bis 23. Dezember 2024 weiter außer Betrieb bleiben.
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VERANSTALTUNGSPROGRAMM 2025: Bürstadt bietet Neues und Altbewährtes für alle Generationen und jeden Geschmack / Lob für Akteure und ehrenamtliche Unterstützung
RICHTFEST: Mobile Kita „Kunterbunt“ in Bürstadt feiert nächsten Meilenstein / Fertigstellung im Februar und Einzug im März 2025 geplant
„Weil uns Kultur wichtig ist!“
„Da ist Liebe mit drin“ BÜRSTADT – Auf dem Freizeitkicker-Gelände im östlichen Teil von Bürstadt entsteht eine sechszügige Kindertagesstätte in Modulbauweise für 120 Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt. Nachdem die eigentliche Villa Kunterbunt wegen Schimmelbefalls geschlossen werden musste und seit über einem Jahr in das Bürgerhaus von Riedrode ausgelagert ist, entsteht auf dem Gesamtareal in der Forsthaustraße von rund 1.350 m², darunter über 900 m² nutzbare Raumfläche, für zunächst drei Jahre eine mobile Heimat. „Von Erwachsenen geplant, für Kinder gemacht“, erklärte Christian Quendt, Technischer Leiter der ausführenden Firma
„audere.Mobile Solutions“ aus Fellbach das Projekt. Parallel führte Vertriebsleiter Sebastian Gruber durch die Räume und erläuterte die Details des aus insgesamt 55 einzelnen Modulen konzipierten Komplexes. Der besondere Blick des qualitativ hochwertigen Lösungskonzeptes liegt neben der zeitgemäßen Ausstattung mit Interaktionsmöglichkeiten auf der Umsetzung pädagogischer Anforderungen. „Hell, freundlich, einladend“, so beschrieb Bürgermeisterin Barbara Schader ihren ersten Eindruck der neuen Räumlichkeiten. Fortsetzung auf Seite 3
Ein Klassiker! Das Kikeriki-Theater mit „Siegfrieds Nibelungenentzündung“ unterhält das Publikum am 16. Mai im Bürgerhaus. Foto: Veranstalter
BÜRSTADT – Kultur, Feste und Veranstaltungen – das alles sei längst nicht mehr selbstverständlich, erklärte Bürgermeisterin Barbara Schader eingangs der Präsentation des umfangreichen Veranstaltungsprogramms für das kommende Jahr, das der Kulturbeirat und die Verwaltung am Montag vorstellten. Trotz der Corona-Nachwirkungen und der Problematik um hohe Gema-Gebühren wolle die Stadt in diesem Bereich keine Abstriche machen. „Weil uns Kultur wichtig ist!“,
betonte die Bürgermeisterin. Der Puffer für die Gestaltung sei zwar gering, aber es sei machbar. Schader lobte nicht nur die gute Zusammenarbeit zwischen Beirat und Verwaltung und die fantastische Vorbereitung von Stefanie Reis und Roland Weinz, sondern auch die Leidenschaft zahlreicher ehrenamtlicher Helfer, die durch ihren Einsatz einen wesentlichen Beitrag dazu leisten würden, Kosten einzusparen. „Ob Umzug, Kerwe oder Frühjahrsmarkt, das sei alles nicht möglich ohne die
Unterstützung der Vereine“, so Barbara Schader. Ihr besonderer Dank gelte daher den ehrenamtlich Tätigen, die beispielhaft für eine gelebte Bürgergesellschaft stünden und für eine Bürgerstadt mit Herz. „Wir können und dürfen gestalten und wir tun das auch“, ergänzte Schader mit Verweis auf ein besonderes Highlight im Veranstaltungskalender. Eine Woche lang stehe die Stadt im Mai auch im Zeichen des 30-jährigen Jubiläums der Dietmar-Hopp-Stiftung. Fortsetzung auf Seite 2
Ein passendes Bewegungs- und Spieleangebot in einer kindgerechten, modernen und nachhaltigen Umgebung soll künftig in der Kita Kunterbunt realisiert werden. Am Montag wurde Richtfest gefeiert. Foto: Steffen Heumann
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