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Samstag, 9. November 2024 · KW 45 · 48. Jahrgang
B 47: Instandsetzung der Überführung Wasserwerkstraße bei Bürstadt startet / Maßnahmen laufen ab 14. November an Baukosten in Höhe von 816.000 Euro trägt der Bund
GmbH
Erst Umleitungsstrecke für Wohngebiet, dann Vollsperrung der Brücke www.juwelier-bisch.de
Das Brücken-Bauwerk, direkte Verbindung zwischen dem Neubaugebiet „Sonneneck“ mit dem Stadtkern von Bürstadt, muss aufgrund von Schäden und Mängeln in den kommenden Monaten instandgesetzt werden. Die Maßnahmen laufen mit der Erstellung der Umleitungsstrecke ab dem 14. November an. Foto: Hessen Mobil
BÜRSTADT – In den kommenden Monaten wird im Auftrag von Hessen Mobil eine Brücke instandgesetzt, die bei Bürstadt die Gemeindestraße „Wasserwerkstraße“ über die B 47 führt. Das Bauwerk verbindet das südlich gelegene Neubaugebiet „Sonneneck“ mit dem Stadtkern von Bürstadt im Norden. Da im Zuge der geplanten Bauarbeiten die Brücke vollgesperrt werden muss, wird das umliegende Feld- bzw. Wirtschaftswegenetz als bauzeitliche Umleitung für den PKW- bzw. Anliegerverkehr des Wohngebietes dienen. Der Schwerverkehr wird großräumig über die B 44 und
Rosenaustraße bei Lampertheim umgeleitet. Mit der Ertüchtigung und Herstellung dieser Umleitungsstrecke beginnt am kommenden Donnerstag, 14. November, die Maßnahme. Für die Herstellung der Umleitungsstrecke werden etwa zwei Wochen benötigt. Die eigentlichen Bauarbeiten an der Brücke werden dann im Anschluss, also ab Ende November durchgeführt und dauern voraussichtlich bis Mai 2025 an. Im Zuge der Arbeiten muss die Brücke für den motorisierten Verkehr vollgesperrt werden. Der Fuß- und Radverkehr wird mittels Schutzeinrichtungen an der
Baustelle vorbeigeführt und kann die Brücke während der Bauzeit grundsätzlich weiterhin nutzen. Radfahrende müssen jedoch absteigen und das Fahrrad schieben. Für die Arbeiten an der Unterseite der Brücke wird darüber hinaus die Fahrbahn der B 47 im Baustellenbereich zeitweise halbseitig gesperrt. Diese Arbeiten werden dann als Tagesbaustelle außerhalb der Hauptverkehrszeiten zwischen 9 und 15 Uhr durchgeführt. Der Verkehr wird hier mittels Baustellenampel geregelt. Zur Gesamtmaßnahme: Im Zuge der turnusmäßig durchgeführten Prüfungen
wurden Schäden und Mängel an der Brücke festgestellt. Um die Brücke verkehrssicher zu halten, muss sie daher instandgesetzt werden. Die Arbeiten werden sowohl auf als auch unterhalb der Brücke durchgeführt. Oberhalb der Brücke werden die Fahrbahn, Kappen, Beläge, Brückeneinläufe und Abdichtungen abgebrochen und anschließend instandgesetzt und erneuert. Die Brücke erhält zudem auf beiden Seiten neue Anschlussbewehrungen und Übergangskonstruktionen. Das Geländer wird erneuert, ebenso wird durch Reinigung und Freischnitt eine Böschungstreppe
wieder nutzbar gemacht. Unterhalb der Brücke werden sowohl am Überbau, den Widerlagern und Pfeilern Schadstellen im Beton lokal abgetragen und instandgesetzt, Risse verschlossen und freiliegende Bewehrung entrostet und erneuert. Die Brückenentwässerung wird durch den Einbau einer neuen Stahlleitung optimiert. Die Baukosten der gesamten Maßnahme belaufen sich auf rund 816.000 Euro und werden vom Bund getragen. Mehr zu Hessen Mobil und zum Verkehr auf Landesebene unter mobil.hessen. de. red
PRÄVENTION: Kreisweite Brötchentüten-Aktion soll Bürger für das Thema „Gewalt an Frauen und Mädchen“ sensibilisieren / Aktionstag am 25. November
„Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ KREIS BERGSTRASSE – Die Fakten machen nachdenklich. Alle zwei Tage töten ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin. Jede 3. Frau ist in Deutschland Opfer von Gewalt in der Partnerschaft und fast immer sind Kinder mit betroffen. Der Tod von 155 Frauen wäre alleine 2023 vermeidbar gewesen, wenn Maßnahmen von Prävention, Schutz und Hilfe gegriffen hätten. Es liegt auf der Hand, dass der Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt und der Verein Frauenhaus Bergstraße e.V. auch in diesem Jahr wieder mit einer kreisweiten Aktion auf die Problematik aufmerksam machen wollten. Unterstützung gab es von seitens des Landrates und den Gleichstellungsbeauftragten. Durch die Verteilung von über 100.000 Brötchentüten in den Bäckereien und Backshops der Region, soll bei den Bürgern Aufmerksamkeit mit dem Aufdruck „Nein zu Gewalt an Frauen“ erzielt werden. Ein Hinweis zum Hilfetelefon (Beratung und Hilfe für Frauen, mit der bundeseinheitliche Rufnummer 116 016 täglich 24 Stunden erreichbar –
Mit der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ setzt auch der Kreis Bergstraße mit Unterstützung zahlreicher Bäckereien wieder ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen als eine der häufigsten Form von Menschenrechtsverletzungen. Foto: Pixabay.com/dianacibotari1991
weitere Informationen unter www.hilfetelefon.de), ist ebenfalls auf den Brötchentüten ersichtlich und bietet Betroffenen Unterstützung im Falle von Bedrohung oder tatsächlichen Gewaltakten. Die Notwendigkeit, die Öffentlichkeit mittels niedrigschwelliger Hilfs- und Unterstützungsangebote auf das Thema „Häusliche Gewalt“ aufmerksam zu machen, ergibt sich aus den
Zahlen, die das Bundeskriminalamt 2023 in seinem Bundeslagebild veröffentlichte. Demnach erlebte eine Frau in Deutschland alle vier Minuten Partnerschaftsgewalt. Jede dritte Frau in Deutschland ist statistisch mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Das sind mehr als 12 Millionen Frauen. 167.865 Frauen wurden Opfer von Partnerschaftsgewalt, 132.966
Frauen erlebten Gewalt in einer (Ex-)Partnerschaft, 36.279 Frauen zeigten ihren (Ex-)Partner wegen Bedrohung, Stalkin oder Nötigung an, 331 Frauen wurden Opfer von (versuchtem) Mord oder Totschlag, 4.633 Frauen erlebten sexualisierte Gewalt durch ihren (Ex-)Partner. Schwer vorstellbar, aber Fakt: das eigene Zuhause ist für viele Frauen weltweit der gefährlichste Ort! Gewalt gegen Frauen ist ein gravierendes Problem. Der Prozentsatz der betroffenen Frauen, die die bestehenden Beratungsund Unterstützungseinrichtungen nutzen, liegt laut Angaben des bundesweiten Hilfetelefons bei lediglich 20 Prozent. Gründe sind beispielsweise Scham oder die Meinung, keine Unterstützung zu benötigen sowie die Annahme, dass es sich bei den Übergriffen nur um eine „Bagatellsache“ handeln würde. So ist wichtiger denn je mit der kreisweiten Brötchentüten-Aktion, die bis Anfang Dezember läuft, die Öffentlichkeit zu suchen. Als Aktionstag ist der 25. November fester Bestandteil im Kalender sämtlicher Akteure, die
zudem im Rahmen der OrangeDays durch das Hissen von Fahnen ein sichtbares Zeichen „Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ an Rathäusern oder anderen öffentlichen Gebäuden und Plätzen setzen. Steffen Heumann
www.tip-suedhessen.de info@tip-suedhessen.de
HINTERGRUND Seit 1999 ist der 25. November der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“. Dieser Gedenktag geht auf die Ermordung der Schwestern Mirabal zurück. Die Schwestern Mirabal, wurden 1960, nach mehreren vorangegangenen Verhaftungen, in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt und schließlich ermordet. Auf internationaler Ebene widmen die Vereinten Nationen (United Nations, UN) seit mehr als 20 Jahren den 25. November der Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Die UN-Generalversammlung hatte den internationalen Aktionstag im Dezember 1999 beschlossen. (Quelle: Wikipedia)
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