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DIE GRATISZEITUNG FÜR DAS RIED

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Samstag, 26. Oktober 2024 · KW 43 · 48. Jahrgang

SICHERHEIT: Feierliche Übergabe von Fahrzeugen und Notstromaggregat an die Freiwilligen Feuerwehren Bürstadt und Riedrode

Feuerwehren Bürstadt/Hofheim unter der Leitung von Erik Minnder bei. Eine Delegation der Partnerfeuerwehr aus Windischleuben in Thüringen beschenkte die Kameraden mit einem ganzen Turm voller Bierspezialitäten und einem dekorativen Schlüsselbord.

Die neuen Fahrzeuge und der Notstromaggregat-Anhänger für die Freiwilligen Feuerwehren Riedrode und Bürstadt Mitte waren Anlass zu großer Freude. Bürgermeister Barbara Schader überreichte die Schlüssel an Bürstädter Wehrführer Christian Schembs (rechts), den Riedroder Wehrführer Sascha Brutscher und Stadtbrandinspektor Sebastian Kaiser (links). Foto: Hannelore Nowacki

Zwei neue Mannschaftstransportfahrzeuge, im Fachjargon der Feuerwehr kurz MTF genannt, standen hochglänzend im Feuerwehrrot auf dem Vorplatz mit offenen Türen zur Besichtigung, ebenso das neue leistungsstarke Notstromaggregat mit hohem ausfahrbarem Leuchtmast, der auf dem Stützpunkt der Feuerwehr Bürstadt Mitte stationiert ist. Blumengestecke auf jedem Fahrzeug unterstrichen den festlichen Charakter des Geschehens. Ein MTF verbleibt in Riedrode, eines wird bei der Feuerwehr Bürstadt Mitte eingesetzt, wo es bereits beim Tag der offenen Tür zu sehen war. Die Geschichte der Ersatzbeschaffung reicht bis zu den ersten Beratungen des Wehrführer-Ausschusses im Jahr 2017 zurück, wie Stadtbrandinspektor Sebastian Kaiser in seiner Rede erläuterte. Mit Baujahr 1991 war das alte Bürstädter MTF zu ersetzen, auch das Riedroder MTF von 1996 war auszumustern. Im Feuerwehrbedarfsplan festgeschrieben, doch von der Coronazeit ausgebremst, erfolgte die Auftragsvergabe im Mai 2022. Im April 2024 konnten die Fahrzeuge an den Produktionsorten abgeholt werden. Als meistgenutzte Fahrzeuge der Feuerwehren transportieren die

WOHNEN: Infobörse am 23. November von 10 bis 14 Uhr im Familienzentrum Lampertheim bietet Gelegenheit zum Austausch / Ausstellung mit Thementischen

SPAREN: Magistrat hat Haushaltssperre beschlossen – Verträge und Verpflichtungen nicht betroffen

„Wie sieht 'Wohnen' in Zukunft aus?“

Kein Geld mehr in der Kasse

Bildergalerie auf www.tip-suedhessen.de

LAMPERTHEIM – Am Samstag, 23. November, findet im Familienzentrum Lampertheim, Dieselstraße 2, von 10 bis 14 Uhr die erste Infobörse zum Thema „Wohnen“ statt. Innerhalb des Aktionstages werden verschiedene Projekte zum Thema Wohnen im Alter und inklusives Wohnen vorgestellt, wobei die Besucher sich sowohl informieren als auch einbringen können.

Wohnraumumgestaltung und Vermittlung von freien Wohnungen Bei der Ausstellung können sich Interessierte darüber

informieren, wie Wohnen in Zukunft funktionieren kann. Ein Beispiel dazu wäre das Konzept CleVermieter. Inhalt des Programms sei, dass Vermieter ihren Wohnraum der Stadt anbieten, die wiederum die Räumlichkeiten an Bedürftige vermittle, so Marius Schmidt, Erster Stadtrat. Besonders in den Fokus rücken soll dabei inklusives Wohnen sowie Wohnen im Alter. Da es aktuell in Lampertheim lediglich eine Einrichtung für Menschen mit körperlichen Behinderungen gibt, möchte die Verwaltung die Vermittlung von Wohnungen an „Gehandicapte“ unterstützen. Oftmals würden sich die Menschen erst zu spät Gedanken

darüber machen, wie sie im Alter barrierefrei leben könnten, erklärte Christina Adler-Schäfer, Psychosoziale Fachkraft. Sie möchte am 23. November den älteren Menschen untereinander oder mit jüngeren Menschen die Möglichkeit geben, beispielsweise Wohngemeinschaften zu gründen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Dazu gäbe es am Aktionstag Thementische, bei denen sich alle Altersgruppen austauschen können, „sowohl zur Inklusion als auch zum Wohnen im Alter“, wie Kerstin Biehal von der regionalen Diakonie betonte. Fortsetzung auf Seite 2

Laden Interessierte zur Infobörse am 23. November von 10 bis 14 Uhr ins Familienzentrum nach Lampertheim ein: Andreas Dexler, Fachdienstleiter Soziales, Christina Adler-Schäfer, Psychosoziale Fachkraft, Kerstin Biehal, Gemeinwesenarbeit Diakonie, Marius Schmidt, Erster Stadtrat, Michelle Okumus, Projektkoordinatorin Aktionsplan Inklusion. Foto: Steffen Heumann

9-Sitzer nicht nur Einsatzkräfte bei Lösch- und Hilfeeinsätzen, auch die Kinderfeuerwehren und die Jugendfeuerwehren und auch der Musikzug brauchen diese Transportmöglichkeit zu Zeltlagern und anderen Veranstaltungen. Das Notstromaggregat hat seine Feuerprobe beim vierstündigen Stromausfall im August bereits bestanden. Der Stützpunkt könne komplett damit betrieben werden, was bei flächendeckenden Stromausfällen für die Bevölkerung wichtig sei, bei denen der Stützpunkt auch als zentrale Anlaufstelle fungiert, erklärte Kaiser. Bürgermeisterin Schader machte deutlich, dass es nicht um Wünsche geht, sondern um notwendige Investitionen in die Sicherheit, denn ohne ausreichenden Brandschutz gebe es keine Weiterentwicklung der Stadt. In diesem Fall ging es um rund 133.000 Euro für die beiden MTFs und 87.000 Euro für das Notstromaggregat, die im Haushalt eingestellt sind, beschlossen von der Stadtverordnetenversammlung. „Die Weichen für die Zukunft sind gut gestellt“, folgerte Schader sehr zufrieden auch mit Blick auf ihre im kommenden Sommer zu Ende gehende Amtszeit.

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Kameraden der Bürstädter Feuerwehren, Lokalpolitiker sowie den stellvertretenden Kreisbrandinspektor Markus Stracke und zur Segnung der Fahrzeuge den katholischen Pfarrer Adam Malczyk eingeladen. Den musikalischen Schwung steuerte der Musikzug der Freiwilligen

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RIEDRODE – Auf dem Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr im Bürstädter Stadtteil Riedrode gab es am vergangenen Samstag Anlass zu feiern: Zur offiziellen Schlüsselübergabe für die neue Ausrüstung im Gesamtwert von rund 220.000 Euro hatte Bürgermeisterin Barbara Schader die

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Stadt gibt rund 220.000 Euro für die Sicherheit aus

U N G ER Am 21. Februar 2025 kommt der Haushalt 2025 voraussichtlich abschließend auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Bis dahin gilt die vorläufige Haushaltsführung mit Einschränkungen bei den freiwilligen Leistungen. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Seit Anfang Oktober kommt jede Ausgabe, die nicht laufende gesetzliche Verpflichtungen und Verträge aus dem aktuellen Haushalt der Stadt Lampertheim betrifft, beim Magistrat auf den Prüfstand. Denn die Stadt befindet sich in finanziell schwierigen Zeiten, wie Bürgermeister Gottfried Störmer (parteilos) die haushaltswirtschaftliche Sperre, die seit 1. Oktober gilt, bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung begründete. Das bedeutet laut Pressemitteilung, dass unaufschiebbare, notwendige Leistungen erbracht werden dürfen und bei entsprechend vorgesehenen Beträgen im aktuellen Haushalt auch Bauten, Beschaffungen und sonstige Leistungen des Finanzhaushalts weiterlaufen. Kein Geld mehr in der Kasse, da könne auch die

pauschale Kürzung bei den Sachund Dienstleistungen in Höhe von 3,5 Millionen Euro nicht aufrechterhalten werden.

Wie bekommen die Bürger diese Lage zu spüren? Auf Nachfrage des TiP erklärte Bürgermeister Störmer, dass zum Beispiel bei Veranstaltungen, an denen die Stadt beteiligt ist, hier und da eine Leistung fehlen könne oder auch eine Veranstaltung ganz auf der Kippe stehe. Denn gestiegene Kosten für Technik, Künstler und Gastronomie würden an die Stadt weitergegeben. Einschnitte könne es bei Zuschüssen im Sportbereich geben. Doch würden die Sparmaßnahmen „mit Augenmaß“ angewendet. Fortsetzung auf Seite 2

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