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Samstag, 7. Oktober 2023 · KW 40 · 47. Jahrgang
ALFRED-DELP-PLATZ: Bürgermeister Störmer verweist bei Anwohnergespräch auf Fakten / Verwaltung soll Alternativen prüfen
„Kleiner und das Ding drehen – vielleicht ist das die Lösung?” LAMPERTHEIM – Nach der auch über die Medien geäußerten Kritik von Anwohnern, die mit den Planungen der Umgestaltung des Alfred-Delp-Platzes punktuell nicht einverstanden waren, folgten am Samstagmittag etwas mehr als 60 Bürger dem Angebot der Stadt, in den Räumlichkeiten des Alten- und Pflegeheimes Mariä Verkündigung Details über den genauen Planungsstand zu erfahren. Insbesondere die Standort-Frage für eine barrierefreie öffentliche Toilettenanlage stand dabei im Fokus.
Dem von den Anwohnern benannten „Drogenproblem“ sollte ebenfalls mit gestalterischen Mitteln begegnet werden. „Ein offener, heller und belebter Platz ist bereits Prävention“, sprach Störmer aus seiner Erfahrung als Polizist. Nicht nur die Anwesenden seien daher aufgefordert, den Park zu nutzen und sich für den Raum mitverantwortlich zu fühlen. Im Dialog mit der Polizei werbe er nach der Fertigstellung des Platzes für mehr Präsenz durch Uniformierte.
Nach Hinweis WC-Anlage in Planung aufgenommen
Transparenz gegenüber Anwohnern „Sie wurden 15 bis 16 Mal zumeist über die Presse informiert“, erklärte Gottfried Störmer eingangs. Den Vorwurf, nicht über sämtliche Maßnahmen informiert worden zu sein, mochte das Stadtoberhaupt nicht gelten lassen. Störmer verwies unter anderem auf ein Schreiben über den genauen Verlauf der Fräsarbeiten entlang des Platzes. Eine Gefährdung durch Asbest sei nie vorhanden gewesen,
Bürgermeister Gottfried Störmer moderierte das Anwohnergespräch zur Umgestaltung des Alfred-Delp-Platzes und erörterte den Planungsstand. Bei der Größe der geplanten WC-Anlage scheint ein Kompromiss denkbar. Die Verwaltung prüft Alternativen. Das gilt auch für den Standort der Hundetoilette. Foto: Steffen Heumann
pochte Störmer darauf, sich an Fakten zu orientieren. „Wir leben in einer parlamentarischen Demokratie“, erläuterte der Bürgermeister. Letztlich hätten gewählte Gremien die Entschei-
dungen zu treffen. Mit Bezug auf den Alfred-Delp-Platz habe darin Einigkeit bestanden, dass der unattraktive Platz umgestaltet werden soll. Nachdem die Förderungszusage für das rund
1,5 Millionen Euro teure Projekt vorlag, hätten sich Fachleute Gedanken über die Umgestaltung gemacht. Ein Hauptaspekt dabei: Das Areal als grünen Platz mit Mariä Verkündigung verbinden!
„Ein toller Plan, aber was ist mit einer Toilette?“, verwies Gottfried Störmer auf den dankbaren Hinweis durch Vertreter von Senioren und behinderten Menschen in der Stadt, bei der Umgestaltung bitte eine WC-Anlage zu berücksichtigen. Aufgrund der positiven Erfahrungen am Dom, habe man den Ansatz entlang der Neuen Schulstraße als Mitte der Achse zwischen Saarstraße und Schillerplatz weiterentwickelt. Fortsetzung auf Seite 2
SOZIALES ENGAGEMENT: Bürgerstiftung Bürstadt geht mit Leah und Leo auf KulTour / Paten als Ausflugsbegleiter gesucht
Bei Kindern Interesse wecken und Begeisterung erleben BÜRSTADT – Die Bürgerstiftung Bürstadt hat unter der Organisation von Silke Vetter-Kissel ein neues Patenschaftsprogramm ins Leben gerufen: Leah und Leo! Beide machen KulTour! Kooperationspartner des neuen Projektes ist die Schillerschule. Konkret angesprochen werden Kinder aus den dritten Klassen im Alter zwischen 8 und 11 Jahren. Ziel sind Ausflüge zu Kulturorten in der Region wie Museen und Theater. Einrichtungen, die bei der Freizeitplanung viel zu oft außen vor bleiben. „Die Kinder sollen nicht nur Wissen erlangen, sondern bei den Ausflügen auch Freude und Begeisterung für Neues erleben“, erläutert Silke Vetter-Kissel. Als Begleiter fungieren Paten. Patin oder Pate kann jeder werden, der volljährig ist und Freude am Umgang mit Kindern hat, Of-
Schöne Erlebnisse sammeln die Kinder bei den Ausflügen mit den Paten der Bürgerstiftung. Diese werden dann im Anschluss mit einem Gruppenbild vom Ausflug in einem Kulturtagebuch zur Erinnerung verewigt. Foto: Bürgerstiftung Bürstadt
fenheit gegenüber allen Kulturformen pflegt und Neugier ge-
genüber anderen Lebenswelten mitbringt. Jedes Kind unternimmt
vier Ausflüge innerhalb eines Jahres, eine Verlängerung auf ein
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zweites Jahr ist für interessierte Kinder möglich. Die Ausflüge finden an Samstagen und Sonntagen in kleinen oder größeren Gruppen statt und dauern 4 bis 6 Stunden. „Das Programm soll die Neugier der Kinder wecken und ihr Selbstvertrauen stärken“, unterstreicht Silke Vetter-Kissel. Jede Patenschaft setze positive Impulse und gäbe den Kindern die Chance, den Reichtum der kulturellen Welten zu entdecken, berichtet die Organisatorin. Das bestätigt auch Volker Finkelmeyer, einer von derzeit 13 Paten, die sich für dieses Stiftungsprojekt engagieren. Als Vater zweier Kinder liegt ihm die Arbeit mit den Kids sehr am Herzen. Gerne erinnert sich Finkelmeyer an den ersten Ausflug Ende März ins Technoseum nach Mannheim. Fortsetzung auf Seite 2
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