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Samstag, 7. September 2024 · KW 36 · 48. Jahrgang
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ALFRED-DELP-PREIS: Bundespräsident a.D. Joachim Gauck erster Preisträger / Die Laudatio am 15. September hält Helmuth Caspar Graf von Moltke
Wichtiger denn je, Zeichen zu setzen!
Laudator Helmuth Caspar Graf von Moltke Preisträger ist Bundespräsident a.D. Joachim Gauck, wie nach akribischer Vorberatung durch das Alfred-Delp-Gremium befunden wurde. Eine Persönlichkeit, die in ihrem Wirken der Haltung, dem Handeln und Denken Alfred Delps entsprechen. Als Laudator konnte am 15. September Helmuth Caspar Graf
Freiheit als Teil eigener Verantwortung
Informierten über den Preis, Preisträger und den Laudator. Von links: Dr. Peter Kern, Alfred Delp Gesellschaft und Vorsitzender und Mitglied im Alfred-Delp-Gremium, Bürgermeister Gottfried Störmer, Fritz Delp, Pfarrer i. R. und Mitglied im Alfred-Delp-Gremium, Erster Stadtrat Marius Schmidt, Erich Maier, Bürgerstiftung Lampertheim und Vorsitzender und Mitglied im Alfred-Delp-Gremium, Carmen Daramus, Stadtarchivarin, Mitglied im Alfred-Delp-Gremium und Projektleitung Alfred-Delp-Preis, Pfarrer Christian Rauch, St. Andreas Gemeinde und Mitglied im Alfred-Delp-Gremium sowie Rolf Hecher, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur, Ehrenamt und Stadtmarketing und Mitglied im Alfred-DelpGremium. Foto: Steffen Heumann
von Moltke gewonnen werden, ältester Sohn der Widerstandskämpferin Freya von Moltke und des vom NS-Regime ermordeten Widerstandskämpfers Helmuth James Graf von Moltke. „Wir setzen damit auch ein Zeichen für Freiheit und Demokratie und zeigen wo wir stehen“, so Bürgermeister Gottfried Störmer.
Das Rahmenprogramm gestalten der Chor Ephata und die Schüler der Alfred-Delp-Schule. „Die Kirche ist bereits voll“, erklärte Gottfried Störmer auf TiP-Nachfrage. Aus Gründen der Sicherheit und der Organisation könne man keine breitere Öffentlichkeit herstellen, ergänzte der Bürgermeister mit Blick auf
ORTSUMGEHUNG ROSENGARTEN: MdL Bauer informiert über aktuellen Stand Einleitung des Planänderungsverfahrens noch für 2024 geplant
den stringenten Tagesablauf. Dennoch lege Joachim Gauck Wert darauf, mit den Bürgern in direkten Kontakt zu treten. Das sei allerdings nur in begrenztem Rahmen für geladene Gäste in der Notkirche möglich, wo sich der ehemalige Bundespräsident auch im Goldenen Buch der Stadt verewigen wird.
Lampertheim möchte sich als Heimatstadt von Alfred Delp positionieren und damit auch ein starkes politisches Zeichen setzen, betonte Störmer. Das bleibe eine Maxime für das zivilgesellschaftliche Alfred-DelpGremium bei der Auswahl künftiger Preisträger. Bewusst habe man die Entscheidung getroffen, mit der Verleihung an Joachim Gauck das Vermächtnis Alfred Delps zu „verlebendigen“, führte Dr. Peter Kern, Vorsitzender der Alfred-Delp-Gesellschaft aus. Delps fester christlicher Glaube, seine humane Haltung, das Menschliche im Menschen zum Tragen kommen zu lassen, waren prägend in Delps Schaffen. „Er wird hinstehen“, verdeutlichte Dr. Kern, dass Alfred Delp mutig seinen Weg ging und dafür sogar mit seinem Leben einstand. Freiheit als Teil eigener Verantwortung sei essentiell, fügte Kern an. „Das passt exakt zur Intension, warum der Alfred-Delp-Preis vergeben wird“, so der Vorsitzende. Diese Werte gelte es in die heutige Zeit zu transportieren. „Ein Anliegen, das verbindet“, unterstrich Peter Kern. Mit Menschen wie Delp und Gauck sei daher die Hoffnung verbunden, dass das in der Gegenwart wie in der Zukunft gelingen möge. Fortsetzung auf Seite 2
TEST FÜR DEN ERNSTFALL: Bundesweiter Warntag am 12. September ab 11 Uhr / Entwarnung um 11.45 Uhr
Probealarm! Bisherige Vorzugsvariante wurde bestätigt
Der Blick mit der Drohne von Rosengarten Richtung Rheinbrücke zeigt das Nadelöhr an der B 47 auf. Foto: Klaus Manneck
LAMPERTHEIM – „Nachdem der Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Rosengarten nach Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts seit Juni 2021 rechtskräftig ist, sind drei Jahre vergangen. „Wie mir Hessen Mobil auf Nachfrage mitteilte, ist die vom Gericht seinerzeit als notwendig angesehene Ergänzung der Kostenschätzung im Rahmen der Variantenabwägung inzwischen erfolgt“,
erklärt MdL Alexander Bauer, CDU.
Baurecht voraussichtlich bis Ende 2025 Im Ergebnis dieser wurde die bisherige Vorzugsvariante bestätigt. Die als unzureichend bemängelten artenschutzrechtlichen Maßnahmen für die vorhandenen Fledermäuse sind
nun Teil der Planergänzung. Die für die Anhörung notwendigen Unterlagen werden aktuell ergänzt und der Antrag auf Einleitung des Planänderungsverfahrens noch für das laufende Jahr 2024 geplant. Mit Erlangung des Baurechts ist dann voraussichtlich bis Ende 2025 zu rechnen. „Geduld ist also auch bei dieser Baumaßnahme weiterhin gefragt“, informiert der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer. zg
KREIS BERGSTRASSE – Am Donnerstag, 12. September, findet ein bundesweiter Warntag statt, beginnend um 11 Uhr mit dem Warnton „Warnung der Bevölkerung“ oder Feueralarm, gegen 11.45 Uhr erfolgt die „Entwarnung“. An diesem Aktionstag erproben Bund und Länder sowie die teilnehmenden Kreise, kreisfreien Städte und Gemeinden ihre so genannten Warnmittel (unter anderem Sirenen, Cell Broadcast, Warn-Apps, Radio). Damit soll die technische Warninfrastruktur einer Belastungsprobe unterzogen werden. „Ich begrüße es sehr, dass dieser Aktionstag jährlich stattfindet“, so Landrat Christian Engelhardt. „Denn es werden damit sowohl die technischen Abläufe als auch die Warnmittel selbst auf ihre Funktion und auf mögliche Schwachstellen hin überprüft. Das gibt allen Beteiligten die Möglichkeit, im Nachgang gegebenenfalls Verbesserungen vorzunehmen, das System zu optimieren und damit die Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern.“ Zudem kann der Tag von jedem Einzelnen als Anlass genutzt werden, sich über das Thema Katastrophen-Warnung beziehungsweise über die verschiedenen Wege, Warnungen zu erhalten, zu informieren und Vorsorge zu treffen.
Warnung der Bevölkerung ist jedoch grundsätzlich Aufgabe der einzelnen Kommunen. Die Kreisverwaltung unterstützt – als Schnittstelle zwischen den Kommunen und dem Land Hessen – bei der Auswertung des Warntages und der Ableitung daraus resultierender Maßnahmen. Zudem verfügen einige Bergsträßer Kommunen aktuell über Sirenenstandorte, die nur durch die Zentrale Leitstelle des Kreises ausgelöst werden können. Zahlreiche Städte haben ihre Sirenentechnik allerdings bereits auf die Ansteuerung über TetraDigitalfunk umgestellt. Weitere Sirenenstandorte sollen entsprechend umgerüstet werden. Außerdem kommen neue Standorte dazu, die über den digitalen Funk ausgelöst werden können. Infos zum Warntag auf Deutsch und in vielen anderen Sprachen gibt es hier: https://www.bbk.bund .de/DE/Warnung-Vorsorge/Bundesweiter-Warntag/bundesweiterwarntag_node.html zg
Aufgabe der Kommunen Zuständig für das Thema sind auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) und auf der Ebene der Länder die jeweiligen Innenministerien. Die
Einmal im Jahr findet ein Probealarm statt, bei dem auch die Sirenen zu hören sind Foto: Pixabay/OtoZapletal
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LAMPERTHEIM – Am 15. September verleiht die Stadt Lampertheim in der Kirche St. Andreas zum ersten Mal den Alfred-Delp-Preis. Er wird im Gedenken an Alfred Delp, dem Kind und späteren Ehrenbürger der Stadt Lampertheim verliehen. Sein Erbe sieht seine Heimatstadt Lampertheim als Verpflichtung und verleiht den Preis an Personen, die sich im Geiste Alfred Delps in herausragender Weise „für den Bestand unserer Demokratie einsetzen und dabei Freiheit als Teil eigener Verantwortung definieren". Das Erbe Alfred Delps in die Gegenwart einzubringen, besondere und glaubwürdige Zeichen einer Hoffnung in drängender Zeit zu setzen, wie sie Alfred Delp mit seinem Leben, seiner Mitarbeit im „Kreisauer Kreis” und der Hingabe seines Lebens unauslöschlich bezeugt hat, ist das Ansinnen der Stadt Lampertheim, erläuterten Bürgermeister Gottfried Störmer und das Alfred-Delp-Gremium.
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