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Samstag, 3. August 2024 · KW 31 · 48. Jahrgang
BAHNHOFSGEBÄUDE: Ahmadiyya Muslim Gemeinde erfüllt Leerstand in der Eugen-Schreiber-Straße 2 künftig mit Leben / Kontroverse Debatte ausgelöst
LAMPERTHEIM – In der Spargelstadt brodelt die Gerüchteküche. Heißer gegessen als bekanntlich gekocht wird aktuell in der Bahnhofsgegend. Gegenstand der Spekulation ist nicht die Riedbahnsanierung, sondern die Folgenutzung des Bahnhofsgebäudes in der Eugen-SchreiberStraße 2. Es wird „gemunkelt“, dass an der exponierten Stelle des Bahnhofsgebäudes die Ahmadiyya Muslim Gemeinde (KdöR) Lampertheim ein Gebetszentrum errichten möchte. Recherchen im Internet führen zu dem Ergebnis, dass „Google“ bereits unter gleicher Adresse ein Gebetszentrum der Gemeinde vermerkt hat.
Gespräche mit positivem Abschluss Alle wesentlichen Fakten fördert ein Telefongespräch mit Shaikh Iftikhar Ahmed, dem Vorsitzenden der Gemeinde, zu Tage. Nachdem die Gebetszentren in der Römer- und der Behringstraße nicht mehr genutzt werden können, stand die Gemeinde vor der Herausforderung, neue und geeignete Räumlichkeiten zu finden. Mit Blick auf den Immobilienmarkt kein leichtes Unterfangen. Erleichtert waren die
Aktuell finden im Bahnhofsgebäude Sanierungsmaßnahmen statt. Der Innenbereich wird zu einem Gebetshaus umfunktioniert. Eine mittelfristige Lösung für die Ahmadiyya-Gemeinde. Foto: Steffen Heuman
Verantwortlichen, dass die Gespräche mit der Verwaltung und dem nicht ortsansässigen Gebäude-Eigentümer einen positiven Abschluss fanden. Mit dem Ergebnis, dass die Ahmadiyya Muslim Gemeinde künftig als Mieter den ehemaligen gastronomischen Bereich im Gebäude nach erfolgter Sanierung als Gemeindehaus nutzen wird. „Eine mittelfristige Lösung“, wie Shaikh Iftikhar Ahmed erklärt.
„Tag der offenen Tür“ in Planung „Eine Gemeinde ohne Gemeindehaus kann nicht leben“, betonte der Vorsitzende im Gespräch mit dem TiP. Geplant war bereits Ende August die Räumlichkeiten zu beziehen. Allerdings müsse man mit Verzögerungen rechnen, da auch Denkmalschutzaspekte zu berücksichtigen seien. Spätestens im September seien die Bürger zur Besichtigung am
„Tag der offenen Tür“ eingeladen, sich vor Ort über die Gemeinde zu informieren und die neuen Räume in Augenschein zu nehmen. Täglich, wie auch an den Wochenenden, finden Gottesdienste und Versammlungen der Gemeinde statt. Dass das rund um den Bahnhof zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen oder Menschenansammlungen führen könnte, sei nicht zu erwarten. Das neue Gebetshaus befinde sich zwar an
einer repräsentativen Stelle, aber das Gemeindeleben sei überschaubar. Bereits seit über 40 Jahren ist die Ahmadiyya Muslim Gemeinde in Lampertheim aktiv und Teil der Gesellschaft. An den Rahmenbedingungen am Bahnhofsgebäude ändert sich nichts. Die Immobilie bleibt zunächst in privater Hand, die Stadt Lampertheim verfügt allerdings über ein Vorkaufsrecht. Wie aus gut informierten Kreisen zu vernehmen ist, besteht aktuell kein Interesse des Vermietern daran, das Objekt an die Stadt zu veräußern. Die Stadt wiederum sieht sich nicht in der Lage mit Blick auf die Haushaltslage einen Kauf zu realisieren. Selbst die Aussicht auf entsprechende Fördertöpfe sei nicht zielführend. Was bleibt ist der hehre Wunsch, dass die Ergebnisse des Kooperationsprojektes zwischen Stadt Lampertheim und Studierenden der Technischen Universität Kaiserslautern, die im Februar 2020 im Sitzungssaal vorgestellt wurden, eines Tages doch noch in Erfüllung gehen werden: Café und Bäckerei mit Außenbereich, Bank- und Fahrkartenautomat, Co-Working-Space, Öffentliche Toiletten, eine Gemeinschaftspraxis, Kiosk und sogar ein Wasserspiel beinhalteten die Vorschläge. Fortsetzung auf Seite 2
MUT-TOUR 2024: Tandemteam macht am 8. August Station in Lampertheim und Bürstadt / Aufklärungsarbeit im Umgang mit Depression und anderen psychischen Erkrankungen
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HEUTE WIEDER IM TiP: Der -Prospekt für Lampertheim - Stadt 23_03s
LAMPERTHEIM/BÜRSTADT – Am Donnerstag, 8. August, macht das sechsköpfige Tandemteam der MUT-TOUR 2024 Halt in Lampertheim am Europabrunnen. Voraussichtliche Ankunft ist um 14.30 Uhr, sofern keine Verzögerungen bei der Anfahrt entstehen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich vor Ort über das Projekt der MUT-TOUR zu informieren. Gegen 16 Uhr macht die MUT-TOUR in Bürstadt am Marktplatz Halt. An beiden Stationen stehen die Teilnehmenden als Ansprechpartner zur Verfügung und berichten von ihren individuellen Wegen in und aus der psychischen Erkrankung sowie ihrem Umgang damit. Sofern es durch mögliche Terminplanänderungen am Aktionstag zu keinem persönlichen Kontakt kommt, können sich Betroffene natürlich in dringenden Fällen auch an die Psychosoziale Kontakt-und Beratungsstelle des Gemeindepsychiatrisches Zentrums der Caritas in Lampertheim, Neue Schultage 16, Telefon
GmbH
Ein Gebetshaus hält schon bald in ehemaliger Gaststätte Einzug
Zusammen bewegen und gemeinsam über Depressionen reden. Das ist Aufgabe des Tandemteams der „Mut-Tour“, die 3.800 Kilometer für die mentale Gesundheit unterwegs ist und Aufklärungsarbeit unter freiem Himmel leistet. So auch am 8. August in Lampertheim und Bürstadt. Foto: Sebastian Burger
06206/59232 oder die Allgemeine Lebensberatung der Caritas, Rathausstraße 6, unter Telefon 06252/9901-30 in Bürstadt wenden. Mehr Infos über die Mitmach-Angebote der MUT-TOUR und des Trägervereins Mut fördern e.V. gibt es unter www.mut-foer-
dern.de www.mut-tour.de www. mut-atlas.de. Zeichen für mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen. Ein offener Umgang mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen ist immer noch nicht selbstverständlich. Um das
zu ändern, ist die MUT-TOUR nun bereits im 13. Jahr unterwegs: Auch in diesem Sommer fahren und wandern wieder 12 EtappenTeams durch ganz Deutschland und sprechen unterwegs mit Menschen und Presse, um ein Zeichen für mehr Offenheit im
Umgang mit psychischen Erkrankungen zu setzen. Insgesamt drei Monate werden die Teams noch bis 3. September auf Fahrrad-Tandems sowie zu Fuß mit und ohne Pferdebegleitung unterwegs sein. Fortsetzung auf Seite 2
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