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Samstag, 9. März 2024 · KW 10 · 48. Jahrgang
ICE NEUBAUSTRECKE: Eingriffe im Lorscher und Lampertheimer Wald werden vermieden / Landrat Christian Engelhardt begrüßt Entscheidung der DB / „Ein ausgezeichneter Tag für unsere Region.“
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Bergmännischer Tunnel auf Bergsträßer Streckenabschnitt schutz, sondern auch mit Blick auf den Wald. Denn durch diesen Tunnel können Waldzerschneidungen und Rodungen im Lorscher und Lampertheimer Wald vermieden werden. Außerdem bleiben wichtige landwirtschaftliche Flächen erhalten.“ Letztlich werde mit dieser Lösung dem so genannten „Bergsträßer Konsens“, den zahlreiche regionale Akteure seit vielen Jahren geschlossen gegenüber der Deutsche Bahn vertreten, Rechnung getragen, betont Engelhardt.
Augenmerk auf den Lärmschutz Nicht der Konsens-Trasse der Bergsträßer Politik entspricht der Teil der Streckenführung weiter nördlich, auf der Strecke entlang der Bensheimer Stadtteile Langwaden, Fehlheim und Schwanheim. Hier müsse ein Augenmerk auf den Lärmschutz gerichtet werden, der so ausgebaut werden müsse, dass neben dem Bahnlärm auch der bestehende Autobahnlärm reduziert werde. Hier sei aus Sicht des Landrats „mehr zu tun“ als derzeit von der Bahn geplant. Dieser zusätzliche Lärmschutz müsse nun im Rahmen der anstehenden Gespräche erarbeitet werden.
Langer Kampf: Landrat Engelhardt mit Mitarbeitenden der Kreisverwaltung bei einer Sitzung des Arbeitskreises „Eisenbahn-Trassenführung auf Bergsträßer Gemarkungen“ im Jahr 2018. Foto: oh
Am Ende stecke der Teufel zudem im Detail, deshalb werde der Kreis Bergstraße auch die weiteren Planungen der Deutschen Bahn, bis zum Abschluss der zukünftigen Baumaßnahme, mit Engagement verfolgen. Vor allem die langen und zahlreichen Gespräche im Rahmen des 2016 gestarteten Beteiligungsforums der Bahn zur Neubaustrecke Frankfurt – Mannheim, aber auch die zahlreichen Arbeits- und Projektbeiratssitzungen unter der Federführung des Kreises Bergstraße haben sich somit für
VERKEHR: Sanierung der Kornstraße seit Montag – 13 Monate bis April 2025 für Umgestaltung der Ortsmitte geplant
die Region ausgezahlt. Noch im Jahr 2019 wurde der Region eine erste Vorzugs-Trasse präsentiert, die den Forderungen aus der Region nicht entsprach. Die vielfältigen Bemühungen seitdem haben ein deutlich besseres Ergebnis für den Kreis Bergstraße ermöglicht. Insbesondere der Projektbeirat Süd unter Leitung des Landrats und Beteiligung der regionalen Akteure wie der Bürgermeister und Initiativen hatte die Forderungen in Bezug auf die Konsens-Trasse vertreten. Seitens der Stadt Lampertheim
setzten und setzen sich neben Bürgermeister Gottfried Störmer auch die BILA (Bürgerinitiative Lampertheim – Lebensraum vor ICE-Trasse!) ein. Grundsätzlich wurde die neue Planung der DB in Lampertheim positiv aufgenommen. Für die Stadtverwaltung Lampertheim gilt es, die genaue Streckenführung (insbesondere Lage und Tiefe des geplanten Tunnels) zu prüfen und auch weiterhin die Belange der Stadt Lampertheim in die Detailplanung der DB einzubringen. „Ich begrüße es, dass die Berechnungen der Bahn die Annahmen und Argumente der BILA und der Stadt Lampertheim bestätigt haben. Dadurch war es möglich, den von uns gemeinsam geforderten bergmännischen Tunnel nun endlich zu erhalten. Wir sind darüber sehr glücklich.“, so Bürgermeister Störmer zur Entscheidung der Deutschen Bahn. „Wir Bergsträßer haben unsere Interessen gegenüber der Bahn über Jahre gemeinsam und stets mit geschlossenen Reihen vertreten. Wir haben klar gemacht, dass wir den Neubau der Bahn-Trasse gerne fördern, dies aber mit Blick auf Mensch und Natur in unserem Kreis“, so Engelhardt abschließend. „Dies hat sich nun für unsere Region ausgezahlt.“ zg
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KREIS BERGSTRASSE – Im Rahmen des 18. Beteiligungsforums zur Planung der Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim gab die Deutsche Bahn am 4. März bekannt, dass ein großer Teil des Streckenabschnitts, der durch den Kreis Bergstraße verlaufen wird, über einen bergmännischen Tunnel realisiert werden soll. Dieser soll nach aktueller Planung nördlich des Siedlungsgebietes von Einhausen starten (am südlichen Ende des Jägersburger Waldes), würde dann die Weschnitz unterirdisch queren und nordwestlich an Lampertheim-Neuschloß vorbeiführen. Das Ende des Tunnels würde gemäß dieser Planung im Süden bei MannheimBlumenau liegen. Der Tunnel wird voraussichtlich eine Gesamtlänge von ca. 15 km aufweisen. „Mit der nun vorgelegten Strecken-Planung und dem Tunnelbau haben wir als Bergsträßerinnen und Bergsträßer einer der grundlegendsten Forderungen, die wir hierzu über Jahre vehement gegenüber der Bahn vorgebracht haben, erreicht“, stellt Landrat Christian Engelhardt heraus. „Dies ist ein ausgezeichneter Tag für die Region, nicht nur in Hinblick, auf den für die betroffene Bevölkerung geforderten Lärm-
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WSV-JUGEND: Sport-Nachwuchsförderung mit Hausaufgabenbetreuung, Zeit für Training und Spielen
Ab sofort finden Sie samstags im TiP die Beilagen von
Erster Bauabschnitt recht- Einweihung der zeitig zum Maimarkt fertig Jugendräume
Beim symbolischen Spatenstich brachten sie gemeinsam zupackende Freude zum Ausdruck (von links): Alexander Dinges (Leiter Bau- und Hauptamt der Gemeinde Groß-Rohrheim), Matheusz Chudzicki (Polier der Peter Gross GmbH), Michael Arnold (Ingenieurbüro Hampel), Walter Öhlenschläger (Gemeindevertreter und Mitglied des KMB-Vorstandes), Bürgermeister Karsten Krug, Landrat Christian Engelhardt, Nicole Rauber-Jung (KMB-Verbandsvorsitzende), Torsten Henzel (Gemeindevertretervorsteher) und KMB-Geschäftsführer Frank Daum. Foto: Hannelore Nowacki
GROSS-ROHRHEIM – Ein über Jahre immer wieder diskutiertes Projekt startet seit Montag in die Umsetzung – die Kornstraße wird von Nord nach Süd, von der Einmündung in die Rheinstraße bis zur Unterführung in vier Bauabschnitten von Grund auf saniert. Zusammen mit der grundhaften Erneuerung bis in die Schotterschicht hinein werden KanalHausanschlüsse, Entwässerungsrinnen, Wasserschieber und Sinkkästen erneuert und Glasfaserleitungen verlegt. Die Gehwege werden entsprechend der aktuellen Regelwerke erweitert und gepflastert, die Straßenbeleuchtung wird neu eingerichtet.
Die ersten Arbeiten waren bereits zu besichtigen – der Bagger der ausführenden Firma Peter Gross hatte die Asphaltschicht ein Stück weit aufgebrochen, weiteres Arbeitsgerät steht bereit. Straßensperren zu beiden Seiten riegeln die Baustelle ab, der motorisierte Fahrzeugverkehr kann innerörtliche Umleitungen befahren, Fußgänger und Radfahrer sollen stets ein Durchkommen haben.
Überörtlich wird auf die B 44 umgeleitet Der KMB (Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße) und die Gemeinde Groß-
Rohrheim hatten anlässlich des Baubeginns zum symbolischen Spatenstich eingeladen, an dem unter anderem Bürgermeister Karsten Krug, Landrat Christian Engelhardt, die KMB-Verbandsvorsitzende Nicole Rauber-Jung und der KMB-Geschäftsführer Frank Daum teilnahmen. In der Zuschauerrunde hatten sich neben Anwohnern, Vertreter der Fraktionen der Gemeindevertretung, des Gemeindevorstandes und Verwaltungsmitarbeiter sowie Mitarbeiter der Firma Peter Gross und des Ingenieurbüros Hampel aus Groß-Zimmern versammelt. Fortsetzung auf Seite 2
Großes Lob für den WSV – der Wassersportverein sei bei den Workshops immer zahlreich vertreten gewesen. Auch die tolle Atmosphäre beim WSV war ihm aufgefallen. Aus den Nähten geplatzt war die Schulkindbetreuung in den alten Räumen, die nun auf der Fläche der früheren Gaststätte über einen Seminarraum mit Terrasse, eine große Küche und einen Arbeitsraum für die Hausaufgaben verfügt – der schöne Blick auf den Altrhein und den Biedensand inklusive. Das erfolgreiche Konzept ist die Vereinbarkeit von Schule und Sport und Nachwuchsförderung für den Kanurennsport. Von anfänglich vier Kindern ist die Nachwuchsschar seit 2014 auf 30 Kinder angewachsen, ursprünglich nur aus den Klassen 1 bis 4, jetzt bis zur Klasse 6. Fortsetzung auf Seite 2
Bildergalerie auf www.tip-suedhessen.de Auf der Bühne versammelt (von links) Barbara Hofmann, Dieter Brechenser und Rainer Vetter vom WSV und die Verantwortlichen des Vereins Anpfiff Dietmar Pfähler und Sebastian Ebeling am Mikrofon. Foto: Hannelore Nowacki
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LAMPERTHEIM – Die Schulkindbetreuung der Kanuakademie und die Jugendarbeit des Wassersportvereins Lampertheim (WSV) haben sich einen guten Ruf erworben, der auch den Verein Anpfiff überzeugte – mit bedeutender Wirkung: Für den Umbau und die komplette Sanierung der früheren Gaststätte im WSV-Vereinsheim zu Jugendräumen hat Anpfiff mit 50.000 Euro die höchste mögliche Fördersumme bewilligt. Aus eigenen Mitteln hat der WSV etwa 30.000 Euro beigesteuert. Beworben hatten sich 140 Vereine, 60 waren in die engere Wahl gekommen, wie der AnpfiffJugendräume-Projektleiter Sebastian Ebeling berichtete. Diese wurden besucht, am Ende hat Anpfiff 20 Vereine in die Förderung aufgenommen, die neben den Baumaßnahmen sechs Workshops in Walldorf und Beratung beinhaltet.
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