DIE GRATISZEITUNG FÜR DAS RIED
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Samstag, 8. Februar 2025 · KW 06 · 49. Jahrgang
BRAUCHTUM & TRADITION: Lampertheimer Spargelrat hofft auf zahlreiche Bewerberinnen für Nachfolge von Julia II. Engagement und Flexibilität bei rund 70 Terminen gefragt
Krone zu vergeben – Spargelkönigin gesucht! und mehrere Ehrungsabende sowie Feierlichkeiten, der die Hoheit beiwohnen durfte. Im Laufe ihrer Amtszeit konnte die Spargelkönigin nicht nur die unterschiedlichsten Veranstaltungen besuchen und interessante Kontakte knüpfen, sondern auch neue Erfahrungen sammeln, die ihre persönliche Entwicklung fördern.
Spargelrat, Stadt sowie Bürgermeister Störmer freuen sich auf Bewerbungen
Im Rahmen des Lampertheimer Spargelfestes fand die Krönungszeremonie für Julia II. statt. Bürgermeister Gottfried Störmer und der Spargelrat läuten ab sofort die Suche nach einer Nachfolge für die charmante Repräsentantin ein. Archivfoto: Hannelore Nowacki
Heimatstadt zu werben. Besondere Highlights zu Beginn ihrer Amtszeit setzten die Einladungen zu
den Krönungsfeierlichkeiten mehrerer Hoheiten, verschiedene schöne Festzüge in vielen Städten
GESUNDHEITSVERSORGUNG: NORIE – das Netzwerk Ortsnahe Versorgung Ried wurde fünf Jahre vom Land gefördert / Amt, Riedkommunen und Kreis arbeiten zusammen für die Gesundheitsversorgung
NEUE PFARREI: Gründung der Pfarrei Alfred Delp Südliches Ried in der Pfarrkirche St. Michael in Bürstadt groß gefeiert
PauLa bleibt – positive Bilanz und weitere Entwicklung
Hunderte Besucher nehmen an festlichem Gottesdienst teil
LORSCH – Die Abkürzungen NORIE und PauLa hören sich als Wort gesprochen griffig an und sind in sechs Kommunen des Kreises Bergstraße seit fünf Jahren allen geläufig, die sich mit dem Thema Gesundheitsversorgung befassen. Im Januar fand in Lorsch die Abschlussveranstaltung für den fünfjährigen Förderzeitraum bis 31. Dezember 2024 statt. Besonders mit PauLa haben zahlreiche Senioren ohne Pflegegrad und deren Angehörige seit drei Jahren bei Veranstaltungen und in persönlichen Gesprächen Bekanntschaft gemacht und hilfreiche Hinweise und Tipps bekommen. In der aufsuchenden Arbeit wurden 467 Personen beraten. PauLa soll bleiben, weiterhin werden die beiden Fachkräfte informieren und beraten, damit Senioren möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung eigenständig leben können. PauLa arbeitet unabhängig, neutral und kostenlos. Als das Projekt Psychosoziale Fachkraft auf dem Land (kurz: PauLa) vor
drei Jahren im Rahmen von NORIE ins Leben gerufen wurde, war Christina Adler-Schäfer alleinige Fachkraft, bald erhielt sie mit Michaela Weber Verstärkung. Initiativen zur Gesundheitsförderung, Prävention und Stärkung der Selbstbestimmtheit älterer Menschen gehören zu ihren Aufgaben wie auch die persönliche Beratung und Verweis auf Beratungs- und sonstige Anlaufstellen. In den sechs Riedkommunen bieten sie Sprechstunden-Termine an und sind auch zu beratenden Hausbesuchen unterwegs. Auch Veranstaltungen mit Polizei und Seniorenbeirat, zur Sturzprophylaxe und zum Rollatortraining, zur digitalen Gesundheitskompetenz und Ausbau der Nachbarschaftshilfe wurden angeboten. Gut sei auch das Projekt „Belebte Friedhöfe“ angenommen worden. Adler-Schäfer berichtete von einer „Riesenbandbreite“ von Problemen und Anliegen, die auf PauLa zukommen. Dank der guten Vernetzung mit diversen Netzwerkpartnern können Informationen
vermittelt werden, mit denen die Menschen weiterkommen. Die Personalkosten werden derzeit überwiegend vom Land Hessen und anteilig vom Kreis Bergstraße getragen, der seit Projektbeginn die Kosten für Arbeitsmittel, Dienstwagen und Spritkosten übernimmt. Die beteiligten sechs Kommunen Biblis, Bürstadt, Einhausen, GroßRohrheim, Lampertheim und Lorsch kommen für die Räumlichkeiten auf. Mit den Bürgermeistern ist PauLa im stetigen Austausch. Das Projekt PauLa als eine Säule im Leistungsspektrum des Fachbereichs Gesundheitsversorgung im Gesundheitsamt wird nach einer Richtlinie zur Förderung von Gemeindepflegern für die Jahre 2023 bis 2026 gefördert durch das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG), das von der früheren Bergsträßer Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz geführt wird.
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Zur Abschlussveranstaltung mit positiver Bewertung des geförderten Projekts waren die NORIE-Kooperationspartner in den Paul-Schnitzer-Saal des Lorscher Museumszentrums gekommen. Foto: Hannelore Nowacki
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Der Festgottesdienst zur Gründung der Pfarrei Alfred Delp Südliches Ried wurde von Generalvikar Sebastian Lang aus Mainz geleitet, der auch die kirchenrechtliche Gründungsurkunde verlas. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Die Gründung der Pfarrei Alfred Delp Südliches Ried wurde am Sonntag am neuen zentralen Standort in Bürstadt in der schönen barocken Pfarrkirche St. Michael mit einem zweistündigen Festgottesdienst unter der Leitung von Generalvikar Dr. Sebastian Lang aus Mainz gefeiert, der mit den ergreifenden und raumfüllenden Klängen von „Highland Cathedral“ begann, gemeinsam gespielt von den Orchestern der Katholischen Kirchenmusik (KKM) aus Bürstadt und Lampertheim. Aus allen Gemeinden der neuen Pfarrei waren die Gottesdienstbesucher nach Bürstadt gekommen und sorgten für ein volles Haus. Der Leitende Pfarrer Christian Rauch begrüßte stellvertretend unter ihnen Bürgermeisterin Barbara Schader, evangelische Geistliche, Schulleitungen, Vertreter der Kitas und Familienzentren und der Alfred-Delp-Gesellschaft aus Mannheim. Auf ausdrücklichen Wunsch der Pfarrei
sei die Gründungsfeier auf den 80. Todestag des Namensgebers Alfred Delp gelegt worden, teilte Rauch mit, dessen geistiges Erbe solle die Pfarrei in Zukunft begleiten. Auf dem Altar erhielt Alfred Delps Gebetskelch einen Ehrenplatz, den ihm seine Heimatgemeinde 1937 geschenkt hatte. Generalvikar Lang verlas die Gründungsurkunde für die Kirchengemeinde Alfred Delp, die kirchenrechtlich Gesamtnachfolgerin der aufgehobenen Pfarreien und Kirchengemeinden ist und laut Angaben von Pfarrer Rauch 17.800 Mitglieder zählt. Festgelegt sind innerhalb der neuen Pfarrei drei Unterbezirke als Gemeinden: Eine Gemeinde sind Lampertheim, Hüttenfeld, Neuschloss und Hofheim, Bürstadt mit Riedrode und Bobstadt sowie Nordheim, Wattenheim, Biblis und Groß-Rohrheim. Pfarrkirche ist die Kirche St. Michael in Bürstadt. Festlegungen gibt es auch zu den Kirchenbüchern. Fortsetzung auf Seite 2
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gelkönigin Julia I. viele Termine im Umkreis, um äußerst erfolgreich und sympathisch für ihre
Interessierte Kandidatinnen können sich ab sofort mit einem kurzen Motivationsschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf und einer aktuellen Fotografie beim Spargelrat bewerben. Auch Bewerberinnen aus den vergangenen Jahren sind herzlich eingeladen, erneut für das Amt der Lampertheimer Spargelkönigin zu kandidieren. Ansprechpartner: Fachbereich Kultur, Dirk Eichenauer Telefon 935-233 oder spargelkoenigin@lampertheim.de. red
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LAMPERTHEIM – Die Mitglieder des Lampertheimer Spargelrates sind sich einig: Die Spargelkönigin ist eine charmante Repräsentantin und werbewirksame Botschafterin für Lampertheim und die gesamte Region. Weil sich die Amtszeit von Julia II. ganz langsam dem Ende neigt, ist die Krone in Bälde wieder neu zu vergeben und der Spargelrat startet die Suche nach einer geeigneten Nachfolgerin, die an der Eröffnung des Spargelfestes inthronisiert wird. Die Anwärterinnen für das Amt der Spargelkönigin sollten zwischen 18 und 30 Jahre alt sein, in Lampertheim wohnen und sich der Lampertheimer Spargelkultur verbunden fühlen. Normalerweise erfordern die jährlich ca. 70 Termine der Spargelkönigin mit Schwerpunkt in der sommerlichen „Hochsaison“, Engagement und ein gewisses Maß an zeitlicher Flexibilität. Finanzielle Aufwendungen, wie etwa Ausstattungskosten, kommen auf die neue Spargelkönigin jedoch nicht zu. Neben zahlreichen Auftritten in Lampertheim absolvierte Spar-