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RHEINHESSEN: Bauern- und Winzerverband erwartet unterdurchschnittliche Getreideernte
Trockenheit und Hitze verhindern bessere Erträge
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Samstag, 15. Juli 2023, 28. Woche, 39. Jahrgang, Auflage 59.360
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Zahlen bestätigen Trockenheit und Hitze
Regen fehlt in wichtiger Wachstumsphase Mit der Bilanz der Futtergerste und dem Raps sind die Betriebe nach Verbandsangaben großteils zufrieden, während im Bereich der Braugersten vielfach die geforderten Qualitätsparameter nicht erreicht werden konnten. Beim bisher geernteten Winterweizen gebe es eine breite, standortabhängige Streuung und das fehlende Wasser in der entscheidenden Wachstumsphase mache sich durch schwächere Erträge
deutlich bemerkbar. Viehhaltende Betriebe konnten auf den Grünlandflächen einen sehr guten ersten, vielfach auch einen zweiten Grasschnitt einholen. Auch der Heuschnitt war gemäß dem Bauern- und Winzerverband hochwertig – allerdings gab es anschließend so gut wie kein Wachstum mehr auf den Wiesen. Wie sich die Futtersituation entwickelt, werde daher auch maßgeblich vom Mais abhängen. Dieser sei aber aufgrund der oftmals späteren Aussaat und fehlender Niederschläge in der Entwicklung zurück und benötige kurz vor der Blüte drin-
Röhm stärkt Forschung und Entwicklung Nach nur 18 Monaten Bauzeit hat das Chemieunternehmen Röhm gemeinsam mit dem Investor, Generalunternehmer und Bestandshalter der ThelenGruppe sowie Gästen aus Politik und Wirtschaft sein neues Innovationszentrum am Standort Worms feierlich eröffnet. In dem hochmodernen Gebäudekomplex, der aus einem Laborgebäude und einem Technikum mit Pilotanlagen besteht, bündelt das Unternehmen seine europäischen Forschungsaktivitäten. „Unser Innovationszentrum wird zu einem Inkubator für Zukunftstechnologien der Methacrylat-Chemie, der unsere führende Position in Europa stärkt“, sagte Geschäftsführer Michael Pack in seiner Rede. An den Feierlichkeiten nahm neben Oberbürgermeister Adolf Kessel auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer teil.
Hohe Energieeffizienz der Neubauten Beim Bau wurde großer Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. „Wir haben den derzeit höchsten Energieeffizienz-Standard KfW 40 erreicht“, erläuterte Wolfgang Thelen, geschäftsführender Gesellschafter der Thelen-Gruppe. Die auf beiden Dächern geplante Photovol-
„Unsere Investitionen in den Standort Worms sind für uns auch ein Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland“, so Pack. Als Unternehmen der energieintensiven Chemiebranche ist Röhm mit einem hohen Kostendruck bei Energien und Rohstoffen konfrontiert. „Eine nach-haltige Hilfe für energieintensive Industrieunternehmen, die deren Kostenposition international sichert, ist strategisch wichtig für die Zukunft“, so Pack. Bis 2050 will Röhm klimaneutral produzieren.
Nichts geht ohne Chemie Auf der Dachterrasse des Innovationszentrums erschließt sich beim Blick auf die Anlagen die Dimension des weltweit größten Produktionsstandortes der Röhm GmbH, welcher nunmehr um Forschung und Entwicklung ausgebaut worden ist. Foto: Röhm GmbH
taik-Anlage decke einen Großteil des Strombedarfs des Gebäudes, geheizt werde mit Wärmepumpen. Die Komplexität des Projektes zeigte Thelen unter anderem an der Länge der verlegten Stromleitungen auf: stolze 96 Kilometer versorgen die Labore und Pilotanlagen im neuen Gebäudeensemble mit Strom.
Lob für Stadtverwaltung Ferner kontrastierte Wolfgang Thelen Fachkräftemangel
in der Baubranche sowie Herausforderungen bei der Materialwirtschaft im Zuge des russischen Überfalles auf die Ukraine mit der kurzen Bauzeit – entsprechend bedankte er sich bei allen am erfolgreichen Bauprojekt beteiligten Akteuren. „Dass die Baugenehmigung so schnell wie hier erteilt worden ist, kommt sehr, sehr selten vor“, lobte Thelen in einem bundesweiten Vergleich abschließend explizit die Stadtverwaltung Worms. Angesiedelt am weltweit größten Produkti-
onsstandort von Röhm werden Mitarbeiter aus Forschung und Produktion in Worms eng verzahnt zusammenarbeiten. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Röhm am Standort signifikant investiert – etwa in neue Produktionsanlagen und Kapazitätserweiterungen. Mit dem Innovationszentrum wächst der Standort um weitere 100 attraktive Arbeitsplätze. Und auch die Nachwuchskräfte – rund 100 Azubis, die am Standort ausgebildet werden – dürften von dem Umfeld profitieren.
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„Rheinland-Pfalz ist ein attraktiver Standort, der Heimat und Zukunft bietet für viele starke und innovative Unternehmen. Ich bin stolz, dass wir mit dem Innovationszentrum der Firma Röhm in Worms eine innovative und zentrale Forschungseinrichtung in unserem Land haben“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Rheinland-Pfalz sei der drittgrößte Chemiestandort Deutschlands und Chemie eine Schlüsselindustrie. „Wenn Europa hier konkurrenzfähig bleiben möchte“, so Dreyer weiter, „müssen wir in der EU Gas geben“.
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WORMS: Neues Innovationszentrum offiziell eingeweiht / Weitere 100 attraktive Arbeitsplätze
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geht daher von einer unterdurchschnittlichen Ernte aus. Verbandsmitglieder berichteten von sehr heterogenen Ernteergebnisse, die sich teilweise sogar in Nachbargemeinden erheblich unterscheiden. Insgesamt lasse sich aber beobachten, dass Kulturen, die im Herbst gesät und früh geerntet wurden, besser mit dem zweigeteilten Witterungsverlauf zurechtkamen als beispielsweise spätreifender Winterweizen oder im Frühjahr gesäte Sommergerste. Damit bestätige sich ein Trend der vergangenen Jahre, der die Landwirte im Land über das künftige Anbauspek-
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Von Florian Helfert › „Erneut hängen Ertrag und Qualität in der Getreideernte im südlichen Rheinland-Pfalz sehr stark von der Bodengüte und den lokalen Sommerniederschlägen ab“, informiert der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV). Nach einem aussichtsreichen Frühjahr mit flächendeckenden Niederschlägen und kühlen Temperaturen ließ die Trockenheit ab Mitte Mai im Zusammenspiel mit hohen Temperaturen und viel Wind die Hoffnungen auf eine bessere Ernte schwinden. BMVPräsident Eberhard Hartelt
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Störche klappern ein Pfeddersheimer Feld ab. Im Hintergrund sorgen zwei Großflächenregner für die notwendige Bewässerung eines weiteren Feldes.
Fehlender Regen bei gleichzeitig überdurchschnittlich hohen Temperaturen bestätigt auch die Bundesbehörde Deutscher Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen ihrer Messstationen für Rheinland-Pfalz: Der Wonnemonat Mai war mit einer Monatsmitteltemperatur von 13,6 Grad Celsius (12,2 °C) laut der Bundesbehörde wärmer als normal. In der Monatsbilanz regnete es mit 50 Liter pro Quadratmeter (70 l/m²) im Vergleich zu wenig. Mit 19,7 Grad Celsius war der Folgemonat Juni gegenüber 1961 bis 1990 (15,3 °C) außergewöhnlich warm. Nach vorläufigen Prognosen des DWD liegt er sogar auf Platz 2 nach 2003. Mit einer sehr geringen Niederschlagsmenge von 30 Liter pro Quadratmeter (76 l/m²) war es der trockenste Juni seit voraussichtlich 1993.
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