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umgschaut - Das Regionalmagazin

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Hauzenberg Innenstadt


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M. Schiermeier Nottau 14, 94051 Hauzenberg Tel. 08586/917044, Fax: 917045, Mobil:0171/4034069

Email: M.Schiermeier@gmx.de


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Nicht einmal Politik-Profis wagen sich ernsthaft an eine Prognose: Nie war der Ausgang einer Bürgermeisterwahl in Hauzenberg so offen wie jetzt. Schon am kommenden Sonntag wird gewählt, dann entscheiden die Bürger, wer die nächsten acht Jahre an der Spitze der Stadt stehen wird.

Foto: Atelier Dünnbier

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Das Regionalmagazin hat die Kandidaten zu wichtigen Themen befragt.

Bürgermeister Wahl In Hauzenberg bleibt es spannend bis zum Schluss

Kommen Sie mit auf eine Zeitreise: Wir sind im Jahr 2020, die acht Jahre Ihrer Amtszeit neigen sich dem Ende entgegen. Worauf können Sie mit Stolz zurückblicken? Otto Obermeier, Freie Wähler

Gudrun Donaubauer, parteifrei/CSU

Johannes Seiser, SPD

Es wurden neue Gewerbe- und Industriegebiete ausgewiesen und durch neu angesiedelte Betriebe gute Arbeitsplätze geschaffen. Dies hat bewirkt, dass mehr Personen nach Hauzenberg zur Arbeit kommen als „auspendeln“ müssen. Auch konnte der Wegzug aufgehalten werden und die Bevölkerung hat wieder zugenommen. Unsere Kindergärten und Schulen konnten gehalten werden und bieten Familien hervorragende Förderung und Ausbildung der Kinder. Nach jahrzehntelangen Bemühungen führt über Hauzenberg ein Zubringer zur Autobahn nach München. Am Freudensee wurde ein Freizeitzentrum geschaffen, um das uns viele beneiden. Es gibt dort eine attraktive Spiellandschaft und einen ganzjährig bewirtschafteten Kiosk. Die Stadt Hauzenberg hat es fertig gebracht, durch unterschiedliche regenerative Energiequellen (Wind, Wasser, Sonnenenergie) den benötigten Strom selbst zu erzeugen.

Es ist uns gelungen, unseren Betrieben die bestmöglichen Rahmenbedingungen hinsichtlich Standort, Infrastruktur und Arbeitskräften zu bieten. Vor allem junge Menschen entscheiden sich deshalb immer häufiger für ein „Ja zu Hauzenberg“ und verwirklichen ihre berufliche und private Perspektive hier. Zahlreiche junge Familien haben neu gebaut oder alte Häuser hergerichtet. Sie haben interessante, gut bezahlte Arbeitsplätze und fühlen sich einfach wohl bei uns. Ältere Menschen sind hier ebenfalls gut aufgehoben: eingebunden in soziale und kulturelle Aktivitäten, denen sie eine wichtige Stütze sind und wohl versorgt, wenn die eigenen Kräfte im Alltag nicht mehr ausreichen. Bei Bedarf wird schnell und gerne geholfen - falls es die Familie nicht schafft, sind es freundliche Menschen aus der Nachbarschaft oder ein gut organisierter Pflegedienst. Die Innenstadt ist wieder das lebendige Herz der Stadt, das auch die Gäste der Region gerne als Ziel wählen. Der Stadtplatz ist zu einem Treffpunkt für uns alle und zahlreiche Besucher aus den Nachbargemeinden geworden, weil wir hier ein großes Angebot z. B. an hochwertigen Produkten finden und der anschließende „Ratsch“ in einem der gemütlichen Cafés nicht fehlen darf. Die Dörfer sind lebendige Orte, in denen Zusammenhalt, Traditionen und modernes Leben zuhause sind. Der Stadtrat versteht sich als Team, das untereinander kritisch Ideen austauscht, diskutiert und gemeinsame Lösungen findet, die Parteizugehörigkeit spielt keine so große Rolle mehr. In der Verwaltung haben alle Mitarbeiter ihren Platz gefunden - ihre Kompetenz, Motivation und der gute Service ist zum Vorbild für viele andere Kommunen geworden.

Der prognostizierte Bevölkerungsrückgang ist nicht eingetreten und Hauzenberg verzeichnet eine steigende Bevölkerungsentwicklung. Denn das „Kommunale Zuwanderungskonzept“ hat die Attraktivität Hauzenbergs durch besondere Angebote und Rahmenbedingungen gefördert, wonach junge Menschen gerne bleiben bzw. zurückkehren und Ältere sich wohl fühlen bzw. zuziehen. Eine Hauzenberger Bürgerstiftung fördert den Zusammenhalt und das Zusammenleben in der Stadt sowie in den Dorfgemeinschaften. Unter ihrem Dach können Vereine und Gruppierungen besser zusammenarbeiten, finden sich innovative Ideen und die Nachwuchsförderung gewinnt ehrenamtliches Engagement. Hauzenberg ist Mittelzentrum, die hierfür erforderlichen Zentralitätskriterien wurden erreicht. So ist die Bahnlinie Hauzenberg - Passau wieder reaktiviert, mindestens eine höhere Ausbildungseinrichtung besteht und die Kauf- und Wirtschaftskraft konnte durch attraktive Anreize für Neubürger/innen und Betriebe gesteigert werden. Hauzenberg ist auf dem Weg zu einer „Plus-Energie-Stadt“. Demnach wird sie im dritten Jahrzehnt mehr Strom erzeugen als sie verbraucht. Durch den Mix aus verschiedenen regenerativen Energien wird das Ziel erreicht. Im Zusammenschluss mit Arge Abteiland-Gemeinden sowie bestehender Stadtwerke hat sich eine interkommunale Energiegesellschaft etabliert, die günstigeren Strom liefert. Das Hauzenberger Rathaus ist ein Dienstleistungszentrum für Bürgeranliegen geworden. Anträge, Anfragen und Beschwerden werden zeitnah bearbeitet und die Zufriedenheit der Bürger/innen mit ihrer Verwaltung ist hoch. Das Vertrauen der Bevölkerung zur Verwaltung und zum Bürgermeister sowie Stadtrat ist gefestigt, da eine transparente und kommunikative Form der Klärung, Auseinandersetzung und Lösungsfindung besteht.


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WER WIRD BÜRGERMEISTER?

Die Bürgermeisterwahl hat auch über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung. Wie wird sich der als „historisch“ bezeichnete Zusammenschluss der Arbeitsgemeinschaft Abteiland unter Ihrer Bürgermeisterschaft entwickeln? Gudrun Donaubauer, parteifrei/CSU

Johannes Seiser, SPD

Otto Obermeier, Freie Wähler

Unser Büro hat Ende vergangenen Jahres den Auftrag erhalten, die Zusammenarbeit der Abteilandgemeinden zu koordinieren und fachlich zu begleiten. Deshalb bin ich mit den Bürgermeistern und vielen Mitarbeitern der Verwaltungen bereits gut bekannt. Wir haben vier Themenbereiche miteinander vereinbart, die in Zukunft intensiver gemeindeübergreifend angegangen werden sollen: Lebensqualität, Wirtschaft, Energie, Verwaltungskooperation. Mit mir als Bürgermeisterin gibt es ein eindeutiges „Ja“ zu einer intensiveren Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen, denn sie wird dazu beitragen, dass wir auch künftig gute und bezahlbare Rahmenbedingungen für Bildung, soziale und medizinische Versorgung, Kultur und Freizeit sowie für Ansiedlung und Entwicklung von Unternehmen haben werden. Wir verbessern so unsere Position im Wettbewerb mit anderen Regionen und bleiben anziehend für Menschen die hierbleiben oder herkommen wollen. Gemeinsam werden wir beispielsweise auch die besten Standorte für regenerative Energien finden. Weil ich schon jetzt eng eingebunden bin, kann ich als Bürgermeisterin nahtlos in diese Kooperation einsteigen. Die Stadt Hauzenberg soll auch weiterhin eine Führungsrolle übernehmen.

Die Arge Abteiland ist eine von mehreren interkommunalen Plattformen der Zusammenarbeit von Gemeinden und Gebietskörperschaften. Insbesondere könnte ich mir eine übergreifende und damit synergetisch sinnvolle Aufgabenteilung beim Thema Energieversorgung und -gewinnung vorstellen (z.B. gemeinsame Stadt- bzw. Regionalwerke). Aber auch die Themen Verwaltungskooperation (z.B. Bündelung von Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen), Lebensqualität (z.B. übergreifende Freizeit- und Tourismusentwicklungen) sowie Wirtschaft (z.B. konsequentes Verfolgen von Verkehrsanbindungen wie Autobahnzubringer) sind in der Arge Abteiland gemeinsam auf ein zukunftsfähiges Konzept unserer Region zu erarbeiten.

Der Zusammenschluss der elf „AbteilandGemeinden“ zu einer Arbeitsgemeinschaft war ein wichtiger und richtiger Schritt. Ich habe diesen Schritt von Anfang an begleitet und werde weiterhin aktiv mitarbeiten, damit die Stadt Hauzenberg ihre Stärken einbringen kann. Der Erste Bürgermeister von Hauzenberg hat den Vorsitz, wegen der zurzeit schwierigen Lage in Hauzenberg musste leider die Mitarbeit vorläufig „zurückgefahren“ werden. Auf die „Gründungsphase“ mit Visionen folgt nun die „Umsetzungsphase“ der Handlungsfelder und es müssen konkrete Aufgaben und Themen ausgearbeitet werden. Man darf dabei keine überspannten Erwartungen haben, da sich die Zusammenarbeit nachhaltig und gleichberechtigt entwickeln muss.

Seit der Öffnung der Innenstadt ist unbestreitbar mehr Leben ins Zentrum von Hauzenberg zurückgekehrt. Wie soll es Ihrer Meinung nach weitergehen, welche Ideen möchten Sie in den nächsten Jahren in der „Guten Stube“ der Stadt verwirklichen? Johannes Seiser, SPD

Otto Obermeier, Freie Wähler

Gudrun Donaubauer, parteifrei/CSU

Noch mehr Leben im Hauzenberger Zentrum wird m.E. durch ein vielfältiges Angebot von gastronomischen und Dienstleistungsbetrieben, wie Kneipen, Cafes oder Beratungs- und Behandlungseinrichtungen gefördert. Die Stadt selbst muss für die Innenstadtentwicklung die Führung übernehmen, den Prozess steuern und die Grundstücksbesitzer einbinden. Ob für eine attraktive Innenstadtbelebung eine Fußgängerzone, ein verkehrsberuhigter Bereich oder eine normale Verkehrsführung förderlich ist, soll durch die Projektentwicklung ermittelt werden. Mit einem schlüssigen und fundierten Konzept, das auch die Verkehrs-, Parkplatz- und Einkaufsbelange berücksichtigt, kann der aktuelle Zustand verbessert werden.

Entscheidend kommt es darauf an, dass die Eigentümer der Anwesen im Zentrum von Hauzenberg diese im eigenen Interesse stärker nutzen und beleben. Ein wichtiger Fortschritt wird sein, dass in die beiden kürzlich verkauften Gebäude neues Leben einkehrt. Ich möchte die „Möblierung“ des verkehrsberuhigten Bereichs verbessern und hoffe dabei auf eine konstruktive Mitarbeit der Anlieger. Dies wird auch dazu beitragen, die unangenehme Parkerei zu regulieren und für Fußgänger und Kinder das Verweilen angenehmer zu machen. Wichtig ist für mich eine stärkere Wohnnutzung, damit sich auch abends „etwas rührt“. Das Schlagwort „Leben findet Innenstadt“ bringt dies am besten zum Ausdruck.

Ich sage „Ja“ zu einer Öffnung der Innenstadt, ohne eine weitere “Probezeit”. Wer dort investiert oder plant, hat damit eine verlässliche Grundlage. Der öffentliche Raum soll zum Verweilen einladen, dazu gehören bspw. mehr Sitzgelegenheiten oder Freisitze, etwas mehr Grün und eine Regelung für das Parken in der Innenstadt. Wohnen in der Innenstadt soll wieder attraktiv werden, dazu werden Immobilieneigentümer und Investoren umfassende Informationen über Fördermöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven erhalten. Seniorengerechte, kleinere Wohneinheiten, eine kleine Markthalle, eine Cafebar oder Eisdiele - die Verwirklichung kann nur durch private Investitionen passieren, aber als Stadt können wir die Rahmenbedingungen mitgestalten. Die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Produkten des täglichen Bedarfs ist wesentlicher Bestandteil der Wohnqualität und der Attraktivität. Es gibt bereits Lieferanten, die sich gerade auf die Zusammenarbeit mit kleinen Nahversorgern spezialisiert haben, diese Möglichkeiten will ich auch für die Hauzenberger Innenstadt und für die Erhaltung der Läden in den Dörfern nutzen.


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WER WIRD BÜRGERMEISTER? Sommer 2012 www.umgschaut-magazin.de

Sagen Siemal, Sagen Sie mal, Herr Obermeier:

Sagen Sie mal, Frau Donaubauer:

Das ist ja nicht Ihre erste BürgermeisterWahl. Warum ist jetzt die Zeit für einen Ersten Bürgermeister Otto Obermeier gekommen?

Sie sind Expertin für Fördermittel. Unbestritten ein wichtiges Thema in der Kommunal-Politik - aber reicht allein diese Kompetenz aus für das Amt der Bürgermeisterin?

Der Wähler wird entscheiden, ob ich jetzt der richtige Bewerber bin.

Sagen Sie mal, Herr Seiser: Sie behaupten „Hannes kann es!“ und „Wir können Bürgermeister“ - Warum kann ausgerechnet ein Oberösterreicher niederbayerischer Bürgermeister? Wir leben im Herzen Europas und durch die gemeinsame geschichtliche, kulturelle und wirtschaftliche Verbundenheit über Jahrhunderte hinaus sehe ich eine österreichische oder eine bayerische Herkunft nachrangig. Im Vordergrund steht die persönliche wie fachliche Kompetenz - und wenn ein besonderer Abstammungsfaktor dazukommt, na dann erhöht dies den menschlichen Charme des Kandidaten, oder?!

Nein, natürlich reicht das allein nicht aus! Neben der Bearbeitung von Förderanträgen berät mein Büro Kommunen auch in vielen anderen Themen wie z.B. Landschafts- und Flächenentwicklung (auch vor dem Hintergrund der Energiewende), Tourismusstrategien- und -strukturen, Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit, Unterstützung des Ehrenamtes usw. Wir helfen mit Kreativität und Wissen, aus Ideen umsetzbare Projekte zu machen. Aus meiner beruflichen Tätigkeit sind mir viele Themenbereiche vertraut. Und so wie bei jedem meiner Mitbewerber gibt es auch Bereiche, in die ich mich erst einarbeiten werden muss. Da setze ich auf die intensive Zusammenarbeit mit der Verwaltung und mit dem ganzen Stadtrat. „Ja“ zu einer guten Zukunft für Hauzenberg – das ist meine Motivation, mich für das Amt der Bürgermeisterin zu bewerben. Meine Verbundenheit mit der Gegend, mein Fachwissen und der starke Wille, das Beste aus unseren vielen Chancen zu machen, qualifizieren mich für diese Aufgabe.

Gehen Sie wählen - Am 17. Juni Bürgermeisterwahl Hauzenberg


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