Ausgabe 44 | HERBST 2020 | www.umgschaut-magazin.de Für Österreich: zugestellt durch post.at | Für Deutschland: An Haushalte mit Tagespost
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Loxone trotz Corona auf Wachstumskurs
Unternehmensführung bedankt sich bei allen Mitarbeitern mit Covid-19-Bonus Das Management des österreichischen Automatisierungs-
das Home Office wechseln. “Unser Dank gilt in dieser beson-
spezialisten Loxone nahm die positive Wachstumsentwicklung zum Anlass, um sich bei seinen Mitarbeitern mit einem
deren Zeit unserer Belegschaft. Die meisten waren für eine lange Zeit im Home Office und haben von dort aus einen
Covid-19-Bonus in Höhe von Euro 1.000,- zu bedanken.
großartigen Job gemacht. Daher haben wir entschieden,
Aufgrund der Digitalisierung als Kernkompetenz des Unter-
dass wir das Home Office nun auch in unser flexibles Arbeits-
nehmens und der damit positiven Erfahrungen des Home Office während des Lockdowns, wird nun das Arbeiten
modell integrieren. Hiermit unterstreichen wir unser Motto »Best Workplace for Performers«, so Keinberger.
von zuhause in das flexible Arbeitsmodell integriert. Die Freude bei den Mitarbeitern bei Loxone war diese
Das Recruiting wurde beim Spezialisten für Automatisierung von Smart Homes, Gewerbe und Spezialanwendun-
Woche groß, als der Vorsitzende der Geschäftsführung,
gen während des Lockdowns nicht gedrosselt, sondern
Rüdiger Keinberger, verkündete, dass jeder einen Covid-19-Bonus von 1.000 Euro auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung trotz des Lockdowns erhalten wird. Das
sogar erhöht. Allein in dieser Zeit haben sich 40 Bewerber für Loxone als neuen Arbeitgeber entschieden. Erhöhte Anfragen kamen in letzter Zeit von Entwicklern. Menschen,
Unternehmen musste bis auf wenige Ausnahmen, wie das
die vormals im Automotive Sektor ihre berufliche Perspek-
Küchen- und Reinigungspersonal, niemanden in Kurzarbeit schicken. Alle konnten innerhalb eines Tages aufgrund der digitalen Kernkompetenz des Unternehmens vom Büro in
tive gesehen haben, finden nun in den Themen Nachhaltigkeit, die eine intelligente Automatisierungslösung gewährleisten kann, den Sinn in ihrem Job.
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I HOB DI LANG SCHO NIMMA GSENG
1984
war das Lied auf Platz 33 der deutschen Charts und damit einer der ersten großen Erfolge von Haindling über die bayerischen Landesgrenzen hinaus. Dieser Tage hörte ich den Song wieder mal im Autoradio - überraschenderweise auf B5 aktuell, einem Programm, das üblicherweise komplett ohne Musikbeiträge auskommt. Beim genauen Zuhören stellte ich fest, es lief im Werbeblock. Die Stadt München nutzt Haindlings Sehnsuchtsmelodie zusammen mit Luise Kinseher als Sprecherin, um bayerischen Aus�lüglern aus der Weltstadt mit Herz zuzurufen: „Wo bist du bloß - wo bleibst du denn?“
Auf der verzweifelten Suche nach Touristen plante die dafür engagierte Werbeagentur einen Coup: Wer könnte schon dem Ruf von Mama Bavaria kombiniert mit Melodien des königlichbayerischen Ho�komponisten widerstehen? Die Pinaktotheken wären doch mal wieder einen Besuch wert, schlägt sie vor, oder zumindest ein Platznehmen mit einer frischen Maß im Englischen Garten angebracht. Warum man Haindlings „Paula“ nicht gewählt hat? „Und des Oanzige wos zählt auf dera Welt is a Geld“.
HERAUSGEBER
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Wirtschaftskreis H! Hauzenberg aktiv e.V. c/o Stefan Pilsl Eckhofstraße 29, 94051 Hauzenberg www.hauzenberg-aktiv.de www.umgschaut-magazin.de
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REDAKTION hja! marketing Hans Jürgen Anetzberger redaktion@umgschaut-magazin.de
Verrückte Zeiten, diese Pandemie-Zeiten. Es soll wieder was los sein, aber bloß nicht zu viel. Wir sollen wieder konsumieren, aber eben nicht alle gleichzeitig. Wir sollen wieder verreisen, aber bitte nicht zu weit. Eine Gradwanderung, die in warmen Sommertagen viel leichter gelingt. Aber, wenn jetzt die Tage kürzer werden, die Temperaturen ungemütlicher - wie können Gastronomie, Veranstalter und alle, die Frei�lächen bislang genutzt haben, dann reagieren? Wie können wir im Herbst und Winter in Kontakt bleiben und dabei den Abstand einhalten? Christkindlmärkte wirds in dieser Saison wohl nicht oder zumindest nicht in der bekannten geselligen Form geben. Steht uns eine recht einsame Herbstzeit bevor?
Mit so viel Kreativität und mit etwas Dispziplin und Verständnis füreinander, wie es in den letzten Monaten überall zu spüren und sehen war, kommen wir auch über die nächsten Monate. Sicher geht das irgendwie - sowieso.
IMPRESSUM
DRUCK Druckerei Ostler, Passau Beiträge mit werblichem Charakter sind durch den Verweis auf Kontaktadresse des jeweiligen Gewerbetreibenden gekennzeichnet und geben nicht zwingend die Meinung der umgschaut wieder. Von uns gestaltete Texte und Anzeigen unterliegen dem Urheberrecht. Abdruck nur mit Genehmigung.
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DER TRAUM VOM FLIEGEN I 07
ABHEBEN. Aus-Flug über die Heimat Wie oft hört man in diesen Tagen vom „Urlaub dahoam“, dass man die Heimat entdecken soll, weil es ja so schön bei uns sei. Aussagen, die übrigens auch außerhalb von Pandemie-Zeiten Gültigkeit besitzen. Die umgschaut stellt deswegen regelmäßig Orte und Möglichkeiten vor, wie man Freizeit in der Heimat verbringen kann. So auch in diesem Frühjahr - Sie erinnern sich: Der Flugplatz Sonnen und der Traum vom Fliegen war ein Thema im Heft, über die bewegte Geschichte und den Erhalt des wohl höchst gelegenen Flugplatzes in Deutschland berichteten wir. Ganz theoretisch, standfest vom Boden aus. Aber wie sieht die Praxis aus? Wir haben es einfach mal selbst ausprobiert. Die umgschaut hebt ab!
Wir sollen möglichst am späten Nachmittag zum Rundflug kommen, gab man uns als Ratschlag mit, da sei es „ruhiger“. Aha - wahrscheinlich sind da weniger Leute dort, lautete unser Rückschluss. Wie sich aber herausstellte, war mit „ruhiger“ die Wetterlage gemeint. Thermik und Wetter spielen eine sehr große Rolle beim Fliegen. Insbesondere, wenn es sich beim Fluggerät um ein Ultraleichtflugzeug handelt. Wir erfahren, dass die Maschine ohne Passagier und Pilot nicht mal 300 Kilogramm auf die Waage bringt - so erklärt sich auch der Name der Flugzeuggattung. Um die 130.000 Euro legt man für eine gute Ultraleicht-Maschine ab Werk hin, gebrauchte gibts aber schon ab etwa 25.000 Euro. Mit entsprechender Pflege und regelmäßiger Wartung seien 20 Jahre für ein Flugzeug übrigens
08 I Der Traum
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kein Alter. In der Tat, alle Maschinen, die um die Startbahn oder im Hangar stehen, blitzen und glänzen, als wären sie gerade erst ausgeliefert worden. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Maschine zuzulegen, braucht selbstverständlich einen Flugschein und etwa 6.000 Euro bis man sich Pilot nennen darf. Flugscheine erwerben kann man auch in Oberneureuth, am Flugplatz Sonnen. Die Flugschule, die am Standort angesiedelt ist, bietet laufend Kurse an. Alwin Mayer, leidenschaftlicher Pilot und Besitzer des Flugplatzes, berichtet, dass das Interesse am Fliegen und am Pilotenschein spürbar zunimmt seit ein paar Jahren.
Während wir Flugplatzluft schnuppern und uns in die Materie einführen lassen, herrscht dort reges Treiben. Immer wieder starten und landen die kleinen Flugzeuge, per Funk melden sich die Flugführer an, kurze Minuten später setzen die Flieger auf. Viele kennen sich hier, manche kommen an schönen Tagen „einfach mal auf einen Kaffee vorbei“, wie Familie Mayer weiß. Im angrenzenden Gasthaus mit der Terrasse, die auf den Flugplatz ausgerichtet ist, kann man einkehren und den Tag genießen. In der Tat kommen die unterschiedlichsten Menschen am Tower zusammen. Da ist der befreundete Vorsitzende des Flugclubs Fürstenstein, der einfach mal vorbei schaut - in der eigenen Maschine versteht sich, der Baggerfahrer, dessen großes Hobby das Fliegen ist und der Inhaber einer bekannten Bayerwald-Firma startet zum Rundflug. Er, so erzählt man uns, nutzt seinen Flieger auch, um Geschäftstermine wahrzunehmen. Das Hobby-Fliegen wird nämlich nicht nur für kurze Rundflüge genutzt, auch Reisen in den Urlaub, beispielsweise nach Norditalien, oder ausgedehnte Flüge in und über die Alpen seinen durchaus üblich. Einzig die Sache mit dem Gepäck ist dabei etwas heikel, recht viel Stauraum bietet ein UL-Flugzeug jedenfalls nicht. Diese lockere und freundschaftliche Atmosphäre am Flugplatz hilft uns dabei, das - zugegeben - leicht mulmige Gefühl im Bauch etwas zu vergessen. Wer denkt, dass Flieger eine
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verschlossene, elitäre Gemeinschaft seien, irrt. Offen und locker ist die Stimmung.
Wie also wird es sein, mit einem sehr kleinen und extrem leichten Flugzeug über die Heimat zu steigen? Na klar, fast jeder ist schon mal geflogen, aber eben mit großen Maschinen, in denen sich das Fliegen kaum vom Busfahren unterscheidet. Alwin Mayer kennt sein Flugzeug in- und auswendig. Geduldig und mit viel Fachwissen erklärt er Heck- und Landeklappen, die Instrumente und Anzeigen. Er vergisst nicht zu erwähnen, dass die Maschine zwei Motoren besitzt, fällt einer aus, ist das gar nicht schlimm. Und wo ist der Fallschirm, falls doch mal etwas passiert? „Ja, wir haben einen an Board“, versucht der erfahrene Pilot zu beruhigen - erntet damit aber erstaunte Blicke: Ein Fallschirm für zwei Personen? „Nein, die Leute haben gar keinen. Aber die Maschine hat einen, der reicht locker aus, um Menschen und Flugzeug im Fall eines Falles sicher zu landen“. Los gehts - wir rollen auf die Startbahn zu, Pilot Mayer nuschelt, ganz wie man es von Piloten erwarten darf, etwas in sein Mirco. Start freigegeben, die Maschine beschleunigt. Auch wenn das Ende der Startbahn abrupt endet der angrenzende Steinbruch hat sich fast bis zum Ende des Teers gefressen - heben wir weit vor dem Abgrund sanft ab und steigen in den wunderbaren Sommernachmittag. Hochkonzentriert ist Mayer am Steuerknüppel, die Anzeigen der Instrumente im Blick, mit den Füßen werden die Klappen ge-
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Vom FLiEGEn I 09
steuert. Über Hauzenberg schlagen wir eine Kurve, es geht weiter nach Thyrnau und überraschend schnell baut sich die beeindruckende Passau-Kulisse mit dem Drei-Flüße-Eck und der wunderbaren Silhouette des Stefansdoms in der sich zum Untergang bereitmachenden Sonne vor uns auf. Postkarten-Idylle, auf prächtigste Art. „So oft habe ich das schon gesehen, und es ist immer wieder schön“, spricht Mayer mehr zu sich als zum Passagier, und beschreibt damit recht exakt diesen Moment. Herrlich! Solche Sundowner-Momente sind in der Region nur am Flugplatz Sonnen möglich, dort fliegt man an schönen Tagen bis zur einsetzenden Dämmerung, während an anderen Plätzen strikte Öffnungszeiten bis 18 Uhr gelten - unabhängig vom Wetter.
Über Österreich, entlang der Donau gehts zurück. Erlau, Obernzell, das Kraftwerk Jochenstein: Wie Perlen an einer Kette wirken diese drei Orte am Donauverlauf. Von oben sieht die Welt irgendwie anders aus: Höhenunterschiede, Ortschaften, Steinbrüche, die sich über Jahrzehnte in den Berg gefressen haben - völlig neue Einblicke und ein neues Gefühl für Dimensionen erschließen sich aus der Luft. Es selbst zu sehen ist dann doch mehr, als nur Luftaufnahmen zu betrachten. Die massiven Schneisen des Sturms Kolle
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10 I Einfach Abheben
vor ein paar Jahren wirken wie Narben in der Waldlandschaft, die langsam nur verheilen. Aber auch gesellschaftliche Trends sind bemerkbar: Erstaunlich, wie oft das azurblaue Wasser der heimischen Pools in der Sonne funkelt.
Es scheint ideales Flugwetter zu sein, so zumindest die laienhafte Einschätzung. Pilot Mayer relativiert: „Ja, die Wetterlage ist nicht schlecht, aber ich muss doch ordentlich korrigieren.“ Eigenartig, bis auf wenige, kleine Schwankungen merkt man nichts als Passagier. Vielleicht wegen der Ablenkung durch den großartigen Ausblick, die vielen Details, die man nur von oben sieht, wahrscheinlich ist dieses sichere Gefühl aber der Erfahrung und dem Können des Piloten geschuldet, ein paar hundert Meter über dem Boden. Fazinierend, wie Entfernungen relativ werden in der Luft. Nur etwa 20 Minuten dauert es, bis wir das Verteilgebiet der umgschaut überflogen haben. Zurück über Wegscheid steuern wir nun wieder den Flugplatz an. Wobei: Mayer möchte noch etwas zeigen, und zwar die Kirche von Wollaberg. Erhaben steht sie auf dem Hügel und blickt mit ihrem Turm in alle vier Himmelsrichtungen. Erst nach dem Schlenker startet der Anflug auf den Flugplatz. Einer der beiden Motoren geht aus, die Propellergeräusche werden stiller, aber keine Panik: Der Pilot muss
die Geschwindigkeit auf unter 100 Stundenkilometer drosseln, erst dann kann er die Landeklappen aktivieren. Die Meldung an das Bodenpersonal des Flugplatzes erfolgt wieder per Funk. Alles klar, Landebahn frei, wir verlieren an Höhe und steuern geradewegs auf den Steinbruch zu. Der Pilot erklärt später: „Im Cockpit konzentrieren wir uns auf nichts außenrum, nur der Punkt für das Aufsetzen ist im Fokus. Also macht der Steinbruch nichts aus“. Butterweich setzt die UL-Maschine auf dem heißen Teer auf, im Pauschalbomber nach Mallorca hätten wohl immer noch einige ob der perfekten Landung in die Hände geklatscht. Ausrollen zur Parkposition, wo schon zwei junge Burschen auf ihren Rundflug warten. Und mindestens einer von beiden ist bereits von der Fliegerei angefixt, will in ein paar Jahren selbst den Flugschein machen. Wahrscheinlich in Oberneureuth. Auf dem Flugplatz Sonnen gibt es neben den Zweisitzer-Maschinen auch Trikes - eine Mischung aus UL- und Drachenfliegern. Auch so sind Rundflüge möglich, allerdings brauchts dazu vermutlich noch etwas mehr Schneid, kein Cockpit außen rum, man sitzt direkt an der frischen Luft. Mittlerweile ist das Angebot des Flugplatzes bei vielen Hoteliers und Tourismusbetrieben angekommen. Ein Angebot, das den Torismus im Hauzenberger und Wegscheider Land noch ein Stück attraktiver macht.
Dieser Tag mit ganz neuen Einblicken in beziehungsweise auf die Heimat, der freilich einen kleinen Schuss Überwindung kostet, ist ein besonderes Erlebnis. Und wer denkt, der Traum vom Fliegen sei purer Luxus, der irrt. 40 Euro kostet ein Rundflug pro 15 Minuten. Und in einer Viertelstunde kommt man schon ganz schön weit - auf jeden Fall an die Ortspitze Passau. Ein Ausflug zum Flugplatz Oberneureuth, gleich hinter Hauzenberg und kurz vor Sonnen, lohnt sich: Entweder zum entspannten Zusehen von der Aussichtsterrasse des Wirtshauses nebenan oder zum Einsteigen in eines der Flugzeuge. Wer einen Rundflug erleben möchte, findet alle Kontaktmöglichkeiten unter www.flugplatz-sonnen.de. Und weil Weihnachten nicht mehr weit ist: Geschenkgutscheine für einen BayerwaldFlug sind eine spannende Option.
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Selten hat ein Bericht, wie der in der umgschaut vor etwa zwei Jahren, so viel Resonanz hervorgerufen. Damals hatten wir den jungen Saad getroffen, ein Flüchtender aus Syrien, der in Hauzenberg eine Friseur-Lehrstelle angetreten hatte. Seine Geschichte, aber auch sein Mut und seine Zuversicht bewegten.
Jetzt hat Saad einen weiteren Meilenstein geschafft und legte erfolgreich seine Gesellenprüfung ab. Christian Reichenberger ist stolz auf seinen Stift, der seine Leidenschaft in perfekten Herrenhaarschnitten gefunden hat. Mit Techniken, die er aus dem nahen Osten mitbrachte, gelingen ihm akurate Fassonschnitte mit dem gewissen Etwas. Saad wünscht sich nun eine eigene kleine Wohnung in Hauzenberg, damit er näher an seiner Arbeitsplatz im Salon Reichenberger wohnen kann. Wir gratulieren zur bestandenen Prüfung als Geselle und in der Integration.
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Knapp zwei Jahre lang haben sich Schüler und Lehrer aus drei Gymnasium der Nachbarländer Deutschland, Österreich und Tschechien mit der Zeit des Nationalsozialismus und seinen Folgen in der Region befasst. Das grenzüberschreitende Projekt aus dem europäischem Förderprogramm Erasmus+ sollte bereits im März seinen Höhepunkt in einer einmaligen Aufführung finden. Doch dann kam das Virus. Mehr als 100 beteiligte Schüler, etwa 20 Lehrkräfte, viele externe Partner und eine komplette Opernproduktion - das alles sollte nicht unvollendet bleiben. In der Projektzeit führten vier gemeinsame Exkursionen die Schüler aus drei Ländern ins jüdische Wien, zur Euthanasieanstalt Schloss Hartheim, auf das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, zu verschwundenen Dörfern im Sudetenland und zuletzt nach Prag sowie in das Konzentrationslager Theresienstadt – bewegende und bleibende Begegnungen mit historischen Orten und noch lebenden Zeitzeugen nahmen die Schüler dabei mit. Diese tiefen Eindrücke
Harmonika
verarbeiteten die Teilnehmer in künstlerischer und historischdokumentarischer Form. Parallel dazu studierten Schüler der drei Gymnasien unter der Regie von Rainer Vierlinger (Theater an der Wien) und unterstützt vom Nordwald-Kammerorchester unter der Leitung von Thomas Eckerstorfer die Kinderoper „Brundibar“ von Hans Krasa ein, die untrennbar mit dem KZ Theresienstadt verbunden ist und dort vielfach aufgeführt wurde. Zum Abschluss dieses Projektes führen die Schüler die gemeinsam auf die Beine gestellte Oper auf - an allen drei Standorten. Die geplanten Termine sind in Rohrbach am 27. September, in Hauzenberg am 29. September sowie in Krumau am 22. Oktober. Schon kurz nach Beginn der Sommerferien konnten die Untergriesbacher Gymnasiastinnen Johanna Šikl und Emily Gottinger zusammen mit dem Projektkoordinator Markus Schlager und Martina Zöls, die das P-Seminar Kunst betreute, das „Programmheft“ zum Projekt Brundibar, eine 60-seitige, umfassende Dokumentation. >>> www.brundibar2020.eu
Obernzell macht die Musik I 17
Big band matinee
Hop on POP
From Swing & Blues to Soul & Rock: Dem Virus geschuldet gibt es eine echte Premiere des neuen Programms von Makapeo am 4. Oktober im Schlosspark zu Obernzell. Keine Auftritte, Proben erst im Workshop-Format, dann mit Satzproben der einzelnen Sections im Proberaum der Marktkapelle und seit kurzem in einer leerstehenden Werkshalle in Jahrdorf wieder Tuttiproben in voller Besetzung - harte Zeiten für Makapeo, wie auch für alle anderen Musikgruppen. Die Obernzeller brennen aber darauf, das unter widrigen Umständen Geprobte nun auf
die Bühne und vor Publikum zu bringen: Dank dem Bauhof der Gemeinde Obernzell und der extragroßen Bühne ist am 4. Oktober endlich wieder ein Heimspiel möglich. Bei schlechter Witterung muss die Zuhöreranzahl für die Turnhalle begrenzt werden, bei guter Witterung aber wird im Schlosspark im Big Band Sound gerockt. „Die alte Münzpräge“ sorgt in jedem Fall aber für Catering. Live-Musikliebhaber tragen sich die herbstliche Konzert-Matinee am 4. Oktober ab 11 Uhr in Obernzell in den Kalender ein. Der Eintritt ist wie immer frei(willig).
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