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umgschaut - Herbst 2018

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AUSGABE 36 | HERBST 2018 | WWW.UMGSCHAUT-MAGAZIN.DE FÜR ÖSTERREICH: ZUGESTELLT DURCH POST.AT | FÜR DEUTSCHLAND: AN HAUSHALTE MIT TAGESPOST

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Die K+W – Das Gerät GmbH

Aus Überzeugung gegründet Im Frühling 2016 entdeckten die beiden Freunde Hermann Wundsam und Theo Kreuzer † ein Gerät, das im Gegensatz zur klassischen Akupunktur, auf Basis magnetischer Felder auf die betreffenden Bereiche einwirkt. Bei beiden zeigte das Gerät sofort seine Wirkung und so haben sie kurzerhand entschlossen: »Das Gerät brauchen noch viel mehr Menschen – eigentlich alle mit Beschwerden! Das machen wir bekannter und bieten es zum Kauf an!« Aus diesem Grund gibt es seit August 2016 die K+W – Das Gerät GmbH mit Sitz in Jahrdorf. Mittlerweile haben mehr als 300 zufriedene Anwender über 180 Geräte gekauft und sind von der Wirksamkeit des Geräts überzeugt. Hermann Wundsam erklärt, warum er von Rayforce überzeugt ist und bei welchen Beschwerden es auch Ihnen helfen kann. Warum vertreiben Sie das Gerät Rayforce R-510? Im Laufe des Lebens muss sich jeder Mensch mit gesundheitlichen Problemen auseinandersetzen. Einige früher, andere erst später im Alter – aber sie begleiten uns unablässig und beeinflussen unser Leben. Seit vielen Jahren klagte ich über starke Schmerzen im Handgelenk. Salben, Medikamente und Hausmittel halfen nur wenig. Dann, im Frühling 2016, besuchte ich eine Ausstellungsmesse und entdeckte dort einen Stand mit der Aufschrift »Koreanisches Akupunkturgerät«. Neugierig erzählte ich den Mitarbeitern am Stand von meinem schmerzenden Handgelenk. Spontan bieten sie an, ihr Gerät an mir zu testen und »behandelten« mich damit ein paar Minuten. Schon nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass die Schmerzen im Handgelenk verschwinden. Auch an den folgenden Tagen machte mir das Handgelenk keine Probleme. Schließlich habe ich meinen Freund Theo Kreuzer – er litt damals gerade an einer Erkältung – das Gerät doch auch einmal

auszuprobieren und so machten wir uns erneut auf den Weg zur Messe. Dort lies sich nun auch Theo für ein paar Minuten an entsprechenden Stellen »behandeln« und danach war der Schnupfen tatsächlich verschwunden. Vom Behandlungserfolg begeistert, kauften wir das Gerät und wollen es eingehend testen. Wir »behandelten« unsere verschiedensten Leiden – Rückenschmerzen, Verspannungen, Wadenkrämpfe und allergische Reaktionen. Nach einigen Wochen waren wir absolut überzeugt. Das Gerät hilft! Nach diesen einzigartigen, positiven Erfahrungen, haben wir den Entschluss gefasst, diese besondere Therapieform auch in Deutschland bekannt zu machen. Was ist Rayforce und wobei kann es helfen? Rayforce R-510 ist ein in Korea entwickeltes Gerät, das mit Magnetfeldern die Durchblutung fördert, Blockaden löst und den Organismus bei entgiftenden Funktionen unterstüzt – für körperliches Wohlbefinden.

Durch Auflegen der Magnetspitzen auf die von Schmerzen betroffenen Stellen am Körper werden die Blutgefäße gereinigt und dadurch Muskel- und Nervenblockaden, sowie Lymphstau oder Durchblutungsstörungen gelöst. Mit dem Gerät kann der Alltag entspannter angegangen werden. Schmerzen und Verspannungen können effektiv und eigenständig »behandelt« werden. Und zwar dann, wenn es wirklich nötig ist. Keine Termine, keine Wartezeiten, keine Medikamente.

Kann das Gerät im Vorfeld getestet werden und an wen sollte man sich bei Interesse melden? Kostenfreie und unverbindliche Probetage sind selbstverständlich. Bei Interesse rufen Sie am besten an unter 08586/960755 oder schreiben Sie mir eine E-Mail an info@dasgeraet.de. Weitere Informationen kann man auf der Gerät-Website einsehen: www.das-geraet.de


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ICH WEISS, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST.

K

Eine Reise wirkt idealerweise nach. In dem vorliegenden Fall tatsächlich gleich zweifach. Es stehen gewaltige Eindrücke und neue Erfahrungen einer gewissen Nachdenklichkeit gegenüber: Leichte Demut über das große Wort „Glück“ könnte einen überkommen, wenn man Urlaub nicht nur als Rauskommen aus dem Alltag verstehen will. Wenn Urlaub nicht ausschließlich als das egozentrisches Streben nach Unterhaltung und Fun ist.

Richtig.

Ein Regionalmagazin hat sich auf der Südhalbkugel in einem fernen Land umgschaut. Ein Stilbruch? Nein. Vielleicht ist das manchmal sogar nötig, um das Eigene wieder mehr zu schätzen. Wieder: Keine Sorge - es folgt keine dieser leidigen Heimat-Debatten. Wir alle wissen doch, dass Heimat kein Ort ist. Heimat ist ein Gefühl. Und bevor wir 5 Euro ins Phrasenschwein werfen, haben wir ganz viel „Gefühl“ für Sie auch in diesem Regionalmagazin zusammengetragen.

Nochmal: Keine Sorge. Es erwartet Sie kein gähnend langweiliger Diaabend mit Käseigel und gut angemachter Früchtebowle. Und wir hoffen auch nicht, dass erst eine scharfe Bowle die Lektüre erleichtert.

Was auch immer Sie diesen Sommer getan haben, es war bestimmt eine gute Zeit. Und wenn nicht: Auch der Herbst hat alles Potential für phantastische Momente.

eine Sorge. Wir wissen es nicht. Wir sind ja nicht CIA oder NSA. Und schon gar nicht Facebook oder WhatsApp. Trotzdem steht der Titel eines Films aus den 90er Jahren über diesem Vorwort, weil wir zumindest wissen, was wir letzten Sommer getan haben. Eine Reise nämlich - und wie heißt es so schön:

Wer eine Reise tut, hat etwas zu erzählen.

>> LESEN SIE BITTE DIE SEITEN 7, 9, 12, 13 UND 14

>> LESEN SIE BITTE AB SEITE 15

HERAUSGEBER

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Wirtschaftskreis H! Hauzenberg aktiv e.V. c/o Stefan Pilsl Eckhofstraße 29, 94051 Hauzenberg www.hauzenberg-aktiv.de www.umgschaut-magazin.de

Birgit Reichenberger grafik@umgschaut-magazin.de Tel. +49 (0)8586 97 92 761

REDAKTION hja! marketing Hans Jürgen Anetzberger redaktion@umgschaut-magazin.de

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DRUCK Druckerei Ostler, Passau Beiträge mit werblichem Charakter sind durch den Verweis auf Kontaktadresse des jeweiligen Gewerbetreibenden gekennzeichnet und geben nicht zwingend die Meinung der umgschaut wieder. Von uns gestaltete Texte und Anzeigen unterliegen dem Urheberrecht. Abdruck nur mit Genehmigung.


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Gasthaus Wundsam, Passauer Straße 1, 4143 Neustift, Österreich, Tel. +43 7284 81 01, speisen@gasthaus-wundsam.at www.gasthaus-wundsam.at

Mitglied der Fotoquelle: © Comedy HirtenBlonder Engel © Marco Prenninger Einzelunternehmen | Offizieller Vertreter - Christian Wundsam | Gerichtsstand u. Bezirkshauptmannschaft – Rohrbach/OÖ | UID ATU65386067 | Impressum – www.gasthaus-wundsam.at/impressum.html


Freizeit-Führer I 09

Die besten Tipps der Wirte gastroszene-Wirte: Andreas Neumüller, Wildparkwirt | Günther Wolfmayr, Vonwiller | Alois Mandl, Erlebnishof Kräutermandl, Christine Radler, Hauerwirt | Gerhard Gierlinger, Donauparadies Gierlinger | Alfred Allerstorfer, Hopfenerlebnishof | Christian Wundsam, Arthurs Dorfwirtshaus | Rupert Fuchs-Eisner, Hubertushof | Foto Sigi Stöbich

neuer Freizeitführer der gastroszene Donau Böhmerwald zeigt die besten Möglichkeiten für Ausflüge im bezirk Rohrbach Die Idee zum Freizeitführer hat für die Wirte der Gastroszene einen praktischen Grund: Viele Gäste wollen nämlich einen kulinarischen Ausflug mit Freizeitaktivitäten in der Region verbinden. Daher bietet der bezirksübergreifende Freizeitführer die passenden Ideen dazu. Übersichtlich und kompakt aufgelistet finden sich Wanderwege, Museen, aber auch besondere Aussichtspunkte, historische Denkmäler und vieles mehr beschrieben - insgesamt stehen fast 300 Ausflugstipps zur Auswahl. GPS-Koordinaten und weiterführende Kontakte ergänzen den handlichen Führer. So lässt sich gutes Essen mit einem Ausflug perfekt verbinden - ob zu zweit, mit der ganzen Familie oder im Freundeskreis. Übrigens, der Freizeitführer ist für Einheimische und Urlaubsgäste gleichermaßen geeignet und bei allen Mitgliedsbetrieben und vielen Gemeindeämtern im Bezirk Rohrbach erhältlich. Online sind die Tipps nach Gemeinden, Kategorien und Themen einfach filterbar. Immer gibt es auch noch Hinweise, was sonst noch in der Nähe ist. Eine praktische Kartenansicht ergänzt die Präsentation.

Die gastroszene ruft alle dazu auf, den Freizeitführer noch informativer zu machen und mit Bildern und Videos zu füttern. Unter allen, die Informationen, Bilder und Videos bis 31.10.2018 an info@gastroszene.at einsenden, wird ein Familien-Urlaub im AIGO welcome family ****S in Aigen-Schlägl (zwei Übernachtungen für zwei Erwachsene und zwei Kinder) verlost. Einfach reinklicken, stöbern und gewinnen unter www.gastroszene.at/ausflugstipps


natur erleben I 13

Baumwipfelpfad Bayerischer Wald Neuschรถnau DE

Baumwipfelpfad Salzkammergut Gmunden AT


14 I Der VerANStALtUNGStiPP

SIE SIND ZURÜCK:

siXpack mit Brandneuem programm

neue show

a cappella comedY auF allerhöchstem niVeau am 8. FeBruar in hauzenBerg und 9. FeBruar in waldkirchen

Das aktuelle Bühnenprogramm „Goldsinger“ ist ein echter Agenten-Brüller. Die sechs Sänger als ehrgeizige Doppelnullen kämpfen darin gegen den schlimmsten Erzschurken dieses Planeten, den bösen Wicht, und sind dabei mit nichts anderem bewaffnet als einem Quantum Prost und ihren Stimmen. Mit Goldfinger, Octopussy’s Garden und dem Kommissar nimmt SIXPACK den Kampf auf gegen die Spider Murphy Gang, Jacques Offenbach und Patrick Hernandez. In unvergleichlicher James Bond Manier präsentieren die sechs Sänger musikalische Verfolgungsjagden, komödiantische Explosionen und jede Menge Aston-Martinis. Geschüttelt, nicht gerührt – versteht sich. Die neue Show ist erneut ein gesangliches und humoristisches Meisterwerk. Tobende Säle überall in der Republik und euphorische Kritiken in den Zeitungen des Landes bestätigen dies eindrucksvoll. SIXPACK beweist auch mit dem neuen Programm, wie gut man brillante A Cappella-Gesangsarrangements mit fantastischer Comedy in Einklang bringen kann.

SIXPACK reißt das Publikum mit durch die brillanten Stimmen, den in Vollendung phrasierten Gesang und durch urkomische Comedy der Extraklasse. Die Auftritte von SIXPACK sind keine Konzerte, sie sind keine Shows, sie sind ein mit Worten kaum zu beschreibendes Erlebnis. Kleinkunst, ganz groß: Die A Cappella Comedy Show von SIXPACK! Das brandneue Bühnenprogramm von SIXPACK gastiert am Freitag, 8. Februar 2019 in Hauzenberg (Stifter-Halle) und am Samstag, 9. Februar 2019 in Waldkirchen (Bürgerhaus)

KARTEN IM VORVERKAUF: PNP, Tourismusbüro Waldkirchen oder Tickets online unter www.hja-marketing.de Begrenztes Kontingent an reservierten VIP-Plätzen in den vorderen Reihen ist online und bei der PNP erhältlich - nur solange Vorrat reicht!

Verlosung

Die sechs Bayreuther Meister-Sänger von SIXPACK kommen mit ihrer brandneuen Show „Goldsinger“ zurück in den Bayerwald. Nach den fulminanten Erfolgen 2015 und 2016 in Waldkirchen und Hauzenberg präsentiert SIXPACK nun erneut ein neues A Cappella Comedy-Meisterwerk, das alle bisherigen in den Schatten stellt. SIXPACK sind zurück!

3X2 karten zu gewinnen! EINFACH BIS ZUM 3.10.2018 EINE E-MAIL MIT BETREFF „SIXPACK 2019“ AN REDAKTION@UMGSCHAUT-MAGAZIN.DE SCHICKEN, UND MIT ETWAS GLÜCK KARTEN FÜR WALDKIRCHEN GEWINNEN!


UMGSChAUt AUF reiSeN I 15

ein weites land eine reise der eindrücke.

VOLLMUNDIG VERSPRICHT DER REISE-VERANSTALTER „DIE REISE IHRES LEBENS“, DIE VOLLER „GÄNSEHAUT-MOMENTE“ SEI. NUR MARKETING-GESCHWÄTZ? ICH LASSE MICH DRAUF EIN, UND HOFFE, DASS NUR EIN TEIL DER VERSPRECHUNGEN WAHR WIRD. ICH BUCHE EINE SAFARI IN TANSANSIA. EINE ART LEBENSTRAUM. UM ES KURZ ZU MACHEN: ES WAR EINE REISE MEINES LEBENS, DIE ES WERT IST, DARÜBER ZU BERICHTEN. ES WAR ABER AUCH EINE REISE, DIE MEHR WAR ALS URLAUB. TANSANIA IST EIN LAND DER GEGENSÄTZE UND DOCH EIN ABZIEH-BILD VON AFRIKA, ODER BESSER: VON DER VORSTELLUNG VON AFRIKA. LANDSCHAFTEN, FLORA, FAUNA GENAUSO WIE DIE LEBENSBEDINGUNGEN UND EINSTELLUNGEN. HAKUNA MATATA. ALLES KEIN PROBLEM.

Zwischenlandung auf dem Flug nach Tansania: Addis Abeba, Hauptstadt von Äthiopien. Ein kurzer Aufenthalt dort, bis der Weiterflug zum Flughafen Kilimanjaro startet. Ein Kulturschock, hier wird mir zum ersten Mal klar: Ich bin nicht mehr in Europa, ich bin im Herzen Afrikas, in einem Entwicklungsland. Wenn schon der International Airport der afrikanischen Hauptstadt so aussieht, wie mag es dann in anderen Regionen sein? Willkommen in Afrika.

Seit etwa einem dreiviertel Jahr bereite ich mich auf diese Reise vor, gedanklich und praktisch: Impfungen, Visum, Safari-Outfits müssen erledigt, beantragt, besorgt werden. In diesem Jahr mache ich sie also, die Reise nach Afrika, nach Tansania mit mehreren Tagen in verschiedenen Wild- und Nationalparks. Auf der Südhalbkugel ist im August gerade Winter, aber auch Trockenzeit ideale Reisebedingungen also für einen Mitteleuropäer. Fest entschlossen, mein selbsterklärtes Reiseziel („Ich will Tiere sehen! Und Löwen!“) zu erreichen, geht es nach einer herzlichen Begrüßung der Reiseleitung vor Ort endlich los... Per Safari-Jeep, ich korrigiere: per Safari-Toyota in die erste Unterkunft - die erste von insgesamt vier unterschiedlichen Lodges. Nach mittlerweile etwa 36 Stunden auf den Beinen bin ich sogar etwas froh darüber, dass das Abenteuer zunächst mit Einchecken beginnt. Am Rande der Stadt Arusha, der viertgrößten des Landes, kommt auch noch kein wirkliches Safari-Feeling auf. Der Grad der Zivilisation ist hoch. Enttäuschung darüber kommt bei mir zumindest nicht hoch, vielleicht bin ich sogar etwas erleichtert.


16 I Die rePOrtA GE

NATURERLEBNIS Der Mount Meru ist mit seinen mehr als 4.500 Metern einer der höchsten Vulkane Afrikas. Um ihn herum erstreckt sich der Arusha Nationalpark, der mir ein nicht erwartetes Bild von Tansania liefert. Bilder von trockenen Steppen hängen in meinem Kopf, hier aber breiten sich Sümpfe, Grasflächen und ein tropischer Berg-Regenwald vor mir aus. Scheinbar endlose Wälder durchquert der Geländewagen. Saftiges Grün, dichtes Gras und Blätterteppiche. Wir halten an einer Ranger-Station. Dort geht es zu Fuß weiter durch den Park. Zu Fuß? Es gibt hier Büffelherden und Leoparden. Ob das Gewehr, das der schwarze Ranger mit sich trägt, die Gruppe beruhigen soll? Es sieht mir sehr ähnlich eines Luftgewehres aus. Wird schon gut gehen, denke ich mir. Raimund ist übrigens der Name des Rangers. Mir begegnen auf der Reise ein paar Namen, die vertraut klingen. Da ist zum Beispiel der Hotelboy Hans oder der Fahrer Arthur. Überbleibsel aus der unrühmlichen Kolonialzeit Deutschlands - als Tansania noch DeutschOstafrika hieß. Raimund führt durch das Gebiet, über steinige Wege, abenteuerliche Brücken und Trampelpfade bis er nach links deutet. Büffel weiden dort, in angenehm weiter Entfernung, wie ich finde. Raimund kündigt an, dass wir uns die nun genauer ansehen. Wenige Minuten später stehen wir nur einige Meter von der Herde entfernt. Weiter gehts - vorbei an Warzenschweinen. Ihre lustigen Schwänze erinnern mich an die Antennen beim Autoscooter. Steil nach oben gereckt wackeln sie bei jeder Bewegung. Drollig sehen sie aus. Wir gehen einem Waldrand entlang. Der Ranger stoppt plötzlich, sieht sich um. Er bewegt seinen ausgetreckten rechten Zeigefinger zum Mund, er verlangt Ruhe. Bedächtig geht er weiter, biegt rechts ab und voila: Eine Herde Giraffen steht da am Waldrand. Elf, zwölf Exemplare. Keine zehn Meter entfernt. Kein Zaun dazwischen. Anmutige Tiere, die gemütlich in den Kronen der Bäume grasen. Majestätisch schreiten sie durch das kurze Gras, Touristen scheinen sie nicht zu stören. Der friedliche Schein trügt. Plötzlich durchbricht ein dumpfer Knall die idyllische Ruhe. Zwei Jungtiere duellieren sich. Auch das läuft, wie scheinbar alles bei den Giraffen, geordnet und ruhig. Die zwei Bullen stehen Seit an Seit, abwechselnd holen Sie mit ihren langen Hälsen aus und bret-

tern den Kopf mit voller Wucht an den Brustkorb des jeweils anderen. Ein absurdes Spektakel, das tatsächlich grazil aussieht. Wie weh das tun muss, verraten die Geräusche, wenn ein gehörnter Kopf das Skelett des Rivalen trifft. Eine ganze Weile geht dieser Kampf bis einer der beiden einige Schritte zurückweicht und in Richtung Wald verschwindet. Der Kampf ist entschieden. Später begegnen uns die Giraffen wieder. Auf einem Bergrücken, in der Silhouette der Bäume kaum erkennbar, ein Naturspektakel.

Mit den Geländewagen fahren wir an den folgenden Tagen weitere Nationalparks an. Eines der vielen Highlights ist der Ngorongoro-Krater mit rund 20 Kilometern Durchmesser, etwa 1.700 Meter über dem Meeresspiegel und rundherum von 400 bis 600 Meter hohen Wänden eingefasst. Ein riesiger Zoo mit der höchsten Raubtierdichte Afrikas, 25.000 Wildtiere, von denen die meisten ihr Leben lang den Krater nicht verlassen. Allein der Blick vom Kraterrand ist ein Erlebnis - wie in einer Miniaturlandschaft erstrecken sich Steppen, Wälder, Seen. Gemacht wie ein ideales Modell, erschaffen von der Natur. Im Inneren des Kraters angekommen, will die Gruppe bei jedem einzelnen Tier halten. Da! In der Ferne - das muss ein Löwe sein. Der Reiseleiter will weiterfahren, „das ist nur der Anfang“ - wir wissen nicht, was uns in wenigen Minuten erwartet. Und tatsächlich hat er Recht. Unzählige Tierherden flanieren direkt am Auto vorbei, so nah, dass man sie bequem vom Dachfenster aus streicheln könnte. Ein Löwe mit stolzer Mähne trappst am Wegesrand. Die Safari-Autos stören ihn nicht. Wie auf einer Flaniermeile genießt er die staunenden Blicke der Menschen. Ich weiß, das ist nur Einbildung, aber er scheint bewusst für die Gäste in seinem Revier zu posen. Jeder der sechs Touristen im Auto ist sprachlos. Klar, jeder hatte diese Erwartung - aber das es tatsächlich so ist... Ein Gänsehautmoment. Einer von vielen. Jetzt ist klar: Das ist die Reise meines Lebens.

Im Laufe des Tages im Ngorongoro-Krater werden wir die ersten vier der Big Five sehen. Löwe, Büffel, Elefant und sogar das seltene und genauso scheue Nashorn. Der Leopard, der noch fehlt, folgt dann am nächsten Tag, einem von drei im Serengeti-Nationalpark. Auch der Serengeti-Leopard tut uns einen Gefallen und liegt nicht nur einfach im Schatten - er


UMGSChAUt AUF reiSeN I

lässt sich herab und bietet uns, die wir mit Handys und Kameras bis unter die Zähne bewaffnet sind, ein Schauspiel indem er zeigt, wie leicht es für die große Raubkatze ist, eine Terrassen-Akazie zu erklimmen. In der Astgabel nimmt er Platz und lässt seinen Schweif im Gegenlicht der untergehenden Sonne baumeln. Wir können uns nicht sattsehen an diesem Tier, das im Einklang mit der Natur diese Aufführung bietet. Natürlich bleiben in der Serengeti die übrigen Kollegen der Big Five nicht verborgen, natürlich sehen wir auch Hyänen, Zebras, Gnus, Antilopen, Wasserböcke, Schweine, Nilpferde und Geier. Und all die anderen Tiere. Zur Krönung werden wir noch Zeuge des Jagdversuchs eines jungen Gepards. Unbemerkt lauert er eine Herde von Antilopen auf, er wartet und beobachtet bis er plötzlich aus seinem Versteck mit unfassbarer Geschwindigkeit herausbricht. Die Jagdtiere haben Glück - er ist noch ungeübt und die flinken Bewegungen der Tiere reichen aus, um ihm auszuweichen. Der Gepard wird daraus lernen. Ein Overkill der Eindrücke. Was davon ist noch ein Highlight? Wo sieht man zuerst hin, was will man genauer beobachten? Und das alles in einer Landschaft, die wie am Reißbrett gezeichnet aussieht, die alle Klischees erfüllt und trotz der Erwartung einfach nur atemberaubend ist. Es ist der Moment, an dem ich für mich denke: Das ist es also, was man Glück nennt. Glück, dies erleben zu dürfen. Alles ist perfekt, und ich mitten drin.

MENSCHENERLEBNIS

Reiseleiter Salim ist Anfang 30, ein Einheimischer. Er spricht sehr gut Deutsch, das er sich selbst beigebracht hat. Er kann nicht nur die Sprache, er kennt Deutschland auch sehr gut ohne jemals hier gewesen zu sein. Unsere Bundeskanzlerin, viele Redewendungen und - natürlich - das Oktoberfest. Er ist stolz auf sein Land, keine Gelegenheit lässt er aus, der Reisegruppe davon zu berichten, welch tolerantes Land Tansania sei. Religionen und Hautfarben seien

kein Thema, man lebt zusammen, weil alle Menschen sind und es keine Unterschiede gebe. In der Tat ein idealer Zustand. Salim ist mehr als bemüht, uns die Schönheit der heimischen Natur näher zu bringen. Ein Patriot, der seinen Beruf nicht nur als notwendige Geldquelle sieht, sondern als Passion. Geduldig beantwortet er jede Frage, auch wenn er innerlich über so viel Unwissenheit den Kopf schüttelt, er beruhigt bei allen Befürchtungen mit sonorer Gelassenheit („Gibt es hier Tse-Tse-Fliegen?“ - „Hab keine Sorge, alles kein Problem!“). Er wirkt nicht wie ein Reiseführer, sondern wie ein echter Gastgeber, der seinen Freunden seine Heimat in den schönsten Farben zeigen will - ein würdiger Botschafter. Ein bisschen bleibt das Gefühl, dass Schattenseiten bewusst verschwiegen werden, dass Routen so gewählt sind, dass sie nicht zu viel von der Realität zeigt. Geschenkt. Eine Urlaubsreise ist keine Entwicklungshilfe-Reise. Obwohl - ein Satz, der nebenbei bei der Verabschiedung fiel - lässt tief blicken: „Erzähl all deinen Freunden von Tansania, dass uns noch viele besuchen. Dann geht es uns allen hier besser.“ Auch wenn wir über eine Woche mit Reiseführer Salim verbracht habe, und er allen das Gefühl gab, dass wir uns schon lange kennen würden, über ihn, seine Geschichte, seine Lebensumstände zu Hause weiß ich nichts. Was macht er, wenn er die Gruppe an den luxuriösen Logdes abgesetzt hat, was isst er, wenn wir das allabendliche ausgezeichnete Fünf-Gänge-Menü mit feinen Weinen genießen, wo schläft er, wenn wir in den weichen Betten schlafen?

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18 I Die rePOrtAGe

DAS ERLEBNIS

Gastfreundschaft und Freundlichkeit scheint in Tansania kein aufgesetztes Pflichtbewusstsein zu sein, sondern gelebte Herzlichkeit. Das fällt auch beim Besuch des Massai-Dorfes auf. Auch wenn allen klar ist, dass der Eingeborenen-Stamm täglich Touristengruppen zu Besuch hat, wirkt der vorbereitete Begrüßungstanz nicht aufgesetzt. Offenbar haben die Dorfbewohner die bunte Festtagstracht angezogen, die Frauen schmücken sich mit weiten Halsscheiben. Stolz präsentiert eine der Stammesfrauen die vier jungen Ziegen. „Die Herde ist die Bank der Massai“, erklärt Salim, der Reiseführer. Je größer die Herde, desto reicher also der Stamm. Reichtum ist angesichts der kreisrunden Lehmhütten und des einfach Lebens der Menschen in diesem Dorf ein schizophrener Begriff. Kann irgendwer, der so lebt, reich sein? Die strohgedeckten Hütten mit Wänden aus einer Mischung von Kuhdung und Dreck sind spartanisch. Keine Fenster, im Inneren nur eine geflochtene Trennwand. Dahinter schlafen die Frauen, die Männer im Hauptraum neben der kleinen Feuerstelle. Bereitwillig und ohne Scham oder Scheu führt man uns durch das Dorf, erklärt die Lebensweise und dass der Massai sich viel von Blut ernährt, das aus den Tieren der Herde gewonnen wird, ohne diese zu töten. Mir fallen die drei Mädchen auf, die etwa 13 oder 14 sein müssen. Alle drei haben ein Kleinkind mit einem Tuch auf den Rücken geschnallt. Es sind wohl ihre Babys. Mit 14 werden die Knaben zu Männern, in dem eine Beschneidung - ohne Narkose - durchgeführt wird. Nach drei Monaten, in denen die Jungs schwarze Kleider tragen, sind sie volljährig und bereit, eine Herde zu führen. Offenbar verhält es sich ähnlich mit den Mädchen, die in diesem Alter verheiratet werden.

Anrisse und Momente, nur kleine Episoden der zwei Wochen können hier aufgeführt werden. Es tut gut, dies erlebt zu haben, die Gegensätze, die Eindrücke der Lebensweisen und Umstände. Natürlich überwiegen die Erlebnisse, die der Reiseveranstalter perfekt inszeniert hat, natürlich war die Reise für mich zur Erholung und Auftanken der Akkus. Trotz aller Annehmlichkeiten und der Vorzüge, die der Reisegruppe geboten wurden, hat man eines - wohldosiert - nicht vergessen: Den Kontakt zum „echten“ Tansania. Nicht mit dem Zeigefinger und nicht auf heuchlerische Weise. Wer nur etwas Feingefühl mitbringt, spürt mehr als Erholung und Entertainment. Sensibilisiert für andere Kulturen, die Herausforderungen in Zusammenhang mit kulturellen Unterschieden und Gegebenheiten zu erkennen, ist etwas, das ich mitnehme. Wahrscheinlich wäre ich nie auf genau diese Reise gestoßen, hätte ich mich auf die unzähligen Angebote im Internet verlassen. Wahrscheinlich wäre ich nie so gut vorbereitet und beruhigt in diesen Kontinent gereist, hätte ich mich nicht auf die Erfahrung und Beratung aus meinem Reisebüro vor Ort verlassen können. Die Reise des Lebens braucht eben auch Heimat. -hja!

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