NEUE GRUPPE NEWS Heft 45 +++ Herbst 2019
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Gl端ckw端nsche
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Editorial
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BERICHTE: Workshop Prof. Dr. Gabriel Kastl
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Workshop Prof. Dr. T. Attin Erosionen
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52. Jahrestagung
10 Endodontie ist Teamarbeit 12 Endodontie ist Teamarbeit 14 Fr端hjahrstagung der Neuen Gruppe 2019 18 The spirit of the time in restorative dentistry 20 Interface Periodontology and Implantology 23 Neue Seminare 27 Ank端ndigung JT 2020 Berlin
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Glückwünsche Geburtstage Ihren 80. Geburtstag feierte Dagmar Motsch (05.06.1939) Die NEUE GRUPPE gratuliert von Herzen und wünscht beste Gesundheit.
Jürgen Menn (08.12.1944) Klaus Prinz (11.01.1944) Volker Tröltzsch (26.07.1944) Karl-Ernst Fischer (05.01.1944) Zum 75. Geburtstag herzlichste Glückwünsche! Zu seinem 65. Geburtstag gratulieren wir ganz herzlich: Martin Heinkele (11.11.1954) Zu ihren 50. Geburtstagen gratulieren wir ganz herzlich: Arndt Happe (14.05.1969) Patrick Hormuth (29.08.1969) Mutlu Özcan (17.06.1969) Dirk Zipprich (28.01.1969)
Impressum
Neue Mitglieder
Copyright 2019 NEUE GRUPPE News. Herausgeber: NEUE GRUPPE, wissenschaftliche Vereinigung von Zahnärzten. Redaktionelle Leitung: Dr. Christian Sampers
Prof. Dr. Michael Rosin (Potsdam)
Dr. Dennis Schaller(Planegg)
Das Journal und alle in ihm enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. www.neue-gruppe.com E-Mail: rezeption@drsampers.de Konzeption, Gestaltung und Produktion: Graphicon GmbH, Frankfurt am Main
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 45 / Herbst 2019
Editorial
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Editorial
Liebe Freunde der NEUEN GRUPPE, es geht voran! In den vielen Jahren der Vorstandstätigkeit für meine „Dentale Heimat“, sind viele Ideen für die Zukunft unseres Freundeskreises entwickelt worden. Naturgemäß kann nicht jedem Wunsch Rechnung getragen werden, aber was sich im Rahmen der Wertediskussion unter Beteiligung aller Altersgruppen in der NEUEN GRUPPE in den letzten Jahren getan hat, ist wirklich erstaunlich! Daher mein herzlicher Dank an alle engagierten Freundinnen und Freunde der NEUEN GRUPPE, keep up the spirit!
Neben vielen spannenden Seminaren fand in diesem Jahr auch ein neues Tagungsformat, das „1. NEUE GRUPPE Innovationssymposium“, erfolgreich statt. Mit neuen Formaten Kolleginnen und Kollegen anzusprechen, die bisher noch wenig Bezug zur NEUEN GRUPPE hatten ist ein spannendes Projekt. Erstmals mit einem eigenen Stand präsent, konnte der direkte Kontakt gepflegt und das Wesen unseres Vereins vermittelt werden. Gerne dürft Ihr bei zukünftigen Veranstaltungen durch Eure Mitarbeit vor Ort auch dieses Projekt unterstützen.
Die Zahnheilkunde entwickelt sich nicht nur fachlich weiter, auch die Rahmenbedingungen ändern sich stetig. Diese aktiv mitzugestalten statt nur zu reagieren und zu protestieren sind Herausforderungen, denen wir uns als Verein, wie auch als Einzelperson stellen müssen. Ich rufe daher alle aktiven, inaktiven und zukünftigen Mitglieder auf, diesen Prozess mit ihrem persönlichen Engagement mitzugestalten. Auch bei der personellen Weiterentwicklung unseres Freundeskreises seid Ihr entscheidend beteiligt, indem Ihr die Bürgschaft für interessierte und engagierte, Euch bekannte Kolleginnen und Kollegen übernehmen könnt.
Ich möchte mich ganz herzlich für Euer großes Vertrauen in den vergangenen zwei Jahren, ebenso wie die vielfältige und wohlwollende Unterstützung bedanken. Gleiches gilt für meinen außergewöhnlich engagierten Vorstand, der mich in allen Belangen jederzeit vorbildlich unterstützt hat. Ehrenamtlicher und unabhängiger Einsatz für unseren Freundeskreis bereitet Freude und bringt uns voran. Ihr werdet mir einen weiteren Anglizismus verzeihen, wenn ich meinem Nachfolger Derk Siebers zurufe „the best is yet to come“! In seinen Händen und denen seines designierten Nachfolgers Michael Christgau ist eine spannende und zukunftsträchtige NEUEN GRUPPE gesichert. In diesem Sinne wünsche ich Euch eine wunderbare Zeit für fachliche Diskussionen und das freundschaftliche Miteinander in Münster, Herzlichst, Euer
Dr. Raphael Borchard, Präsident der NEUEN GRUPPE 2018/2019
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Berichte: Workshop von Prof. Dr. Gabriel Kastl
Workshop Workshop von Prof. Dr. Gabriel Kastl DR. BABAK SAIIDI
Herr Prof. Dr. Gabriel Krastl, Klinikdirektor der Polklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des Universitätsklinikums Würzburg, beschäftigte sich in seinem umfassenden Vortrag mit der Thematik der perfekten Frontzahnästhetik nach Trauma. Zusammen mit Herrn Prof. Dr. A. Filippi gründete und leitete er bereits 2006 das Zahnunfallzentrum Basel. Nach seiner Berufung auf den Lehrstuhl für Zahnerhaltung und Parodontologie der Universität Würzburg erfolgte auch in Würzburg die Eröffnung eines Kompetenzzentrums rund um das Thema Zahnunfälle. Anschauungsvoll stellte er in seinen Ausführungen dar, wie vermeintlich unrettbare Zähne dennoch erhalten werden konnten. Dabei betonte er, wie sehr die Prognose des Zahnes abhängig von der Erstversorgung des Zahnes nach Unfällen sei. Kommt es im Rahmen eines Traumas zu einer Schmelz-Dentin-Fraktur ohne Pulpaeröffnung, so ist die Refixierung des Frakturstücks die eleganteste Art, den Schaden wiederherzustellen, unter der Voraussetzung, dass das Bruchstück aufgefunden und mitgebracht werden kann. Die initale Therapie ist jedoch der Wundverband des Dentins, bevor der Zahn weiter vorsorgt werden kann. Da das Bruchstück in der Regel trokken gelagert mitgebracht wird, ist ab einer Trockenlagerungszeit von mehr als einer Stunde, die Rehydrierung des Fragments erforderlich, da es andernfalls zu einer signifikanten Reduktion der Haftwerte am Bruchstück kommt. Die Rehydrierung sollte, wenn möglich, über einen Zeitraum von 24 Stunden erfolgen, falls ein dazu keine Möglichkeit besteht, kann die Rehydrierung kurzfristig auch im Drucktopf erfolgen. Ist das Bruchstück nicht auffindbar, kann der Zahnaufbau auch mit Kunststoff vorgenommen werden. Die Charakteristika des Zahnes hinsichtlich der Farbe, lassen sich sehr gut mit einer Fotoanalyse herausarbeiten und mit Malfarbe (z.B Ivoclar-Vivadent) übertragen. Eindrucksvoll zeigte Herr Prof. Krastl hier sein Können im Umgang mit den verwendeten Kunststoffen. Erfolgt das Zahntraum jedoch so, dass es neben der SchmelzDentin-Fraktur zu einer Eröffnung der Pulpa kommt, so ist die partielle Pulpotomie (ca. 1-2 mm in die Tiefe) oder cervicale Pulpotomie (bis zu den Wurzeleingängen) Mittel der Wahl, abhängig von der Größe der Eröffnung und dem Zustand der Pulpa bei Erstvorstellung. Die partielle Pulpotomie zeigt dabei eine bessere Prognose als die direkte Überkappung der Pulpa mit einem Calciumhydro-
xid-Präparat (95% zu 81% Überlebensrate des Pulpagewebes). Die bei der Pulpotomie entstehende Blutung wird mit 3% NaOCl gestoppt, welches nur an der Oberfläche gewebeauflösend wirkt. Im Anschluss wird die Pulpawunde mit Ca(OH)2 abgedeckt, dass im Gegensatz zu MTA kein Bismutoxid (Röntgenkontrastmittel) enthält und somit keine Diskoloration in der Tiefe zurücklässt. Die unter sterilen Kautelen vorgenommene Pulpotomie kann sehr gut mit einem lichthärtenden Ca(OH)2Präparat (Ultrablend Plus- ULTRADENT) vorgenommen werden, frisch angerührtes Ca(OH)2 sollte mit einem Glasionomerzement abdeckt werden. Generell gilt, dass die Prognose der partiellen Pulpotomie besser ist, als die der cervicalen Pulpotomie. Keine Pulpotomie sollte vorgenommen werden, wenn die Abwehrfähigkeit der Pulpa eingeschränkt ist, z.B. im Rahmen einer Dislokationsverletzung- auch leichter Natur. Bei Traumata mit Wurzelquerfraktur, mit und ohne Dislokation, kann bei offenem Apex, die Apexifikation durch die Einlage mit Ca(OH)2 erfolgen, jedoch unterliegen diese Zähne einer hohen Frakturrate (70%), auf Grund der eingeschränkten Hartsubstanzbarriere. Das koronale Fragment sollte daher mit einem MTA-Plug unterstützt werden, der dann weiter koronal mit Guttapercha überschichtet wird. Überpressungen des MTA sind nicht immer zu vermeiden, auch wenn apikal ein Kollagenschwamm positioniert wird, stellen aber biologisch kein Problem dar. Die Wissenschaft gibt der one-visit-Apexifikation mit MTA eine 80-95%ige Erfolgsquote. Verfärbungen des koronale Segments sollten mit Natriumperborat in-office-bleaching behandelt werden. Eine optimale Versorgung ist bei Apexdislokation häufig nicht zu erzielen. Für die Revitalisation erfolgt zunächst die Desinfektion des Wurzelkanals und eine Einlage mit antibiotischer Mischung/Ca(OH)2. Die Regenration wird durch die Induktion einer Blutung apikal angeregt, die 3 mm subgingival gestoppt wird und durch Kollagen & MTA & GIZ oder Komposit überschichtet werden muss. Dieses Vorgehen führt jedoch noch nicht zu vorhersagbarer Regeneration. Zahnhartsubstanzdefekte mit weit unter Gingivaniveau fraktu-
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Berichte: Workshop von Prof. Dr. Gabriel Kastl
rierten Zähnen machen die Zahnentfernung und Lückenversorgung erforderlich. Als Strategien wären zu benennen: - Prämolarentransplantation - kieferorthopädischer Lückenschluss - Adhäsivbrücke - Konventionelle Brücke - Implantat Therapieoptionen der Kronen-Wurzel-Fraktur bei Erhalt des Zahnes sind abhängig vom Frakturverlauf. Der Frakturverlauf liegt dabei in der Regel vestibulär im sichtbaren Bereich, palatinal subgingival. Häufig findet sich ein weiteres palatinales Fragment, das übersehen werden kann und wenn nicht therapiert, zu Zahnwanderung führen kann. Die Minimalstbehandlung, wenn eine Primärtherapie nicht vorgenommen werden kann, ist die adhäsive Befestigung des Fragments an den Nachbarzähnen ohne Beurteilung des Frakturverlaufs. Dieses Vorgehen führt meist zu einer Schmerzfreiheit, die Behandlung muss jedoch in Kürze fortgesetzt werden. Eine endodontische Therapie ist immer dann erforderlich, wenn eine intrakanaläre Verankerung erforderlich, oder aber die Pulpa nicht erhaltungswürdig ist. Ist der Defekt einer restaurativen Versorgung zugänglich, so kann der Defekt vollständig mit Kompositmaterial versorgt werden, ggf. ist eine partielle Randelevation erforderlich. Die Randgestaltung der Versorgung kann dann mit dem EVA-Winkelstück sehr gut bündig ausgearbeitet werden. Die Verklebung des palatinalen Fragments ist zwar möglich, jedoch sollte eine adhäsive Verklebung eher als Langzeitprovisorium betrachtet werden. (2-Jahresuntersuchungen weisen darauf hin, dass die Fragmentbefestigung keinen negativen Einfluss auf die parodontale Gesundheit geben). Langzeitdaten jedoch weisen auf einen höheren Attachmentverlust und erhöhte gingivale Entzündungsparameter betroffener Zähne hin. Ist der Defekt bei Kronen-Wurzel-Fraktur einer restaurativen Therapie nicht zugänglich, so gibt es folgende Behandlungsstrategien: - restaurative Versorgung der zugänglichen Bereiche (meist supragingival) - gezielte chirurgische Kronenverlängerung und Restauration - kieferorthopädische Extrusion und Restauration - chirurgische Extrusion (intraalveoläre Transposition) und Restauration Die restaurative Versorgung supragingival ist techniksensitiv, es liegen kaum klinische Daten vor und die Auswirkungen auf die parodontale Gesundheit sind fraglich. Die gezielte chirurgische Kronenverlängerung gewährleistet ebenfalls oft langfristig keine optimale Situation auf Grund von
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Gingivawachstum und Taschenentstehung nach Therapie, zudem besteht das Risiko der Zahnwanderung nach labial durch Schwächung des knöchernen Haltes (0,8 mm/ 5 Jahre – Anderasen 2007). Die kieferorthopädische Extrusion (forced eruption) mit Fibrotomie bietet sich an, wenn die (temporäre) Vitalerhaltung des Zahnes angestrebt wird, sie hat jedoch den Nachteil, dass ggf. eine weichgewebige Korrektur durchgeführt werden muss und der Zahndurchmesser im Zahnhalsbereich nach abgeschlossenere Extrusion vermindert ist. Die Fibrotomie bei dieser Therapieoption ist unbedingt erforderlich, um eine Migration des muko-gingivalen Komplexes nach koronal zu vermeiden. Die chirurgische Extrusion (syn.: intra-alveoläre Transplantation) ist dann sinnvoll, wenn eine Vitalerhaltung der Pulpa nicht mehr möglich ist. Der betroffene Zahn muss dabei vorsichtig aus der Alveole entfernt werden, ohne den Wurzelzement zu verletzen, um späteren Resorptionen (Oberflächen- oder Knochenersatzresorption) vorzubeugen. Der Zahn wird extraoral wurzelgefüllt und dann auf weiter koronalerer Position fixiert. Gegebenenfalls ist eine Drehung des Zahnes um 180 Grad sinnvoll. Die Ergebnisse für diese Therapieoption sind günstig, jedoch auf niedrigem Evidenzniveau, basierend auf prospektiven Fallserien. Der vertikalen Extraktion mit dem Benex-System® ist eindeutig der Vorzug vor der Zangenextraktion zu geben, da es sich um ein wesentlich schonenderes Verfahren handelt und signifikant weniger Wurzelresortionen auftreten. Gegebenenfalls ist eine ein- bis zweiwöchige kieferorthopädische Extrusion vor Zahnentfernung und intentioneller Replantation sinnvoll, da sie das Resorptionsrisiko der Wurzel und das Risiko für Zahnfrakturen vermindert. Wurzelfrakturen tief im Knochen, obliegen hinsichtlich ihrer Prognose folgenden Einflussfaktoren: - Dislokationsgrad des koronalen Fragments - Durchmesser der Pulpa an der Frakturstelle - Kommunikation Frakturspalt – Mundhöhle Wenn der Frakturspalt keine Kommunikation mit der Mundhöhle aufweist, ist die Prognose des Zahnes gut. Die Heilung kann durch die Einlagerung von Hartgewebe, die Einlagerung von Bindegewebe oder die Einlagerung von Knochen heilen. Kommt es zur Einlagerung von Granulationsgewebe, ist dies gleichbedeutend einer infizierten Pulpanekrose. Die Schienung sollte nach optimaler Reposition des koronale Fragments für die Dauer von 4-12 Wochen (bei starker Lockerung) vorgenommen werden, in der Regel ist eine primäre Wurzelkanalbehandlung nicht erforderlich. Die Schienung sollte dabei eher nicht flexibel sein.
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Berichte: Workshop von Prof. Dr. Gabriel Kastl
Die Heilungswahrscheinlichkeit beträgt bis 80% mit Vitalerhaltung des Nerven, wobei 30 % der Heilungsverläufe mit einer Hartgewebeverbindung heilen. Abschließend sei auf die für das Iphone erhältliche App AcciDent verwiesen, die ein hervorragendes Hilfsmittel für den „täglichen Gebrauch“ in der Traumatologie von Frontzähnen darstellt. Auf übersichtliche Weise kann hier schnell auf die Charakteristika eines bestimmten Unfalls, der Radiologie, Therapie, Prognose und weiterer Information, Zugriff genommen werden
Workshop von Prof. Dr. Thomas Attin Thema: Erosionen ALEXANDER GERHART
Zum Workshop pünktlich um 9:00h s.t. begrüßt uns Präsident der Neuen Gruppe Dr. Raphael Borchard in den Konferenzräumen des geschichtsträchtigen Hotel Adlon in Berlin. Prof. Dr. Thomas Attin aus Zürich arbeitet im Workshop „Das Erosionsgebiss – Prävention, Ätiologie und Rehabilitation mit direkter Adhäsivtechnik“ alles Wissenswerte dazu auf und zeigt uns seine Herangehensweise der Therapie.
- Workshop von Prof. Dr. Thomas Attin
Nach einer kurzen Pause widmet der Referent sich der Therapie von Seitenzähnen. Da sich durch die Erosion häufig die Bisshöhe reduziert hat, sollte diese wiederhergestellt werden. Die Bisserhöhung führt nicht zu Veränderungen im Kiefergelenk und auch die Muskeln adaptieren sich innerhalb weniger Tage bzw. Wochen an die neue Situation. Liegt eine CMD vor oder wird mehr als Ruheschwebe bzw. 5mm angehoben empfiehlt sich die Schienenvorbehandlung. Entsprechend einem Wax-Up, welches die Höhe definiert, die nötig ist um die Frontzähne in eine ansprechende Ästhetik und Funktion zu überführen, werden Schienen angefertigt. Diese von Prof. Attin eingesetzten weich-harten Doppelschienen sorgen für eine verhältnismäßig einfache Umsetzung des Wax-Up nach intraoral. Wichtig zu beachten ist, dass der posteriorste Zahn sowie der Eckzahn unaufgewachst in der Schiene gefasst sind, damit diese gut repositioniert werden kann. Weiterhin sollte die Schiene genau bis zur Rekonstruktion und auf keinen Fall über den Äquator reichen. Unter Kofferdam und mit Teflon-Band isolierten Nachbarzähne werden mehrere Zähne, aber nie nebeneinanderliegende rekonstruiert. Das erwärmte Komposit und Flow sorgen für einfachere Adaptation. Die Ausarbeitung erfolgt mit dünnen Feilen oder Skalpelle. Da die innere Schicht der Doppelschiene ein transparentes Silikon ist, verbindet sich das eingebrachte Komposit nicht damit. Wenn die Seitenzähne aufgebaut wurden herrscht Platz die erodierten Frontzähne zu restaurieren. Die palatinalen Wände der Frontzähne werden in einem Schritt mithilfe eines Silikonschlüssel appliziert. Danach kümmert man sich um die approximalen Schalen mit einer vertikal inserierten Matrize. Die vestibuläre Fläche wird entsprechend den anatomischen Regeln und Besonderheiten frei geschichtet.
Im ersten Teil von drei Teilen, ging es um die vielfältige Ätiologie und Prävention. Auf die Gesamtbevölkerung gesehen sind schwere Erosionsschäden zwar aktuell noch selten (3% bei 20-Jährigen, 17% bei 70-jährigen), jedoch ist Erosion bei Kindern von 31% (2004) auf 45% (2014) gestiegen obwohl der Konsum von Erfrischungsgetränken bei circa 120 Liter pro Kopf konstant blieb. Geschockt hat die Nachricht, dass Weintester eine Risikogruppe bilden, die zu 73% laut einer schwedischen Studie an Erosionsschäden leiden.
Als einfache Merkregel für die Praxis empfiehlt der Hochschullehrer die sog. 60 LADA – Regel. 60% - die sichtbare Fläche des 2ers beträgt 60% der sichtbaren Fläche des 1ers usw. Lachlinie – die Inzisalkanten der FZ bilden eine Parallele mit der Kontur der Unterlippe Achsenneigung – die AN der Zähne nach mesial nimmt vom OK-1er zum OK-3er zu Dreiecke – die Größe der interinzisalen Dreiecke nimmt nach distal zum OK-3er zu Anatomie – Kantenlinien, Winkelmerkmal und Flächenmerkmal fasst dieser Begriff zusammen
Einer der vielen Faktoren für Säureangriffe sind der pH der Säure. Der für die Zahnhartsubstanz kritische pH-Wert ist 5,5 (Schmelz) und 6,0 bis 6,7 (Dentin). Da Säuren sich aber nicht nur im pH unterscheiden, sondern in verschiedenen Viskositäten vorliegen, verschieden protoniert sind, aber auch das Trinkverhalten eine Rolle spielt, wird jedem klar, dass die Einflüsse (wie so häufig) multifaktoriell sind.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Prof. Attin die Erosion umfassend und wissenschaftlich aufgearbeitet hat, dabei mit seiner Technik eine valide Alternative für die Rekonstruktion von erosionsgeschädigten Gebissen zum Portfolio der Therapieoptionen hinzufügt und für den Behandler neue Impulse für das Erkennen von Erosionsschäden mitgegeben wurden.
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 45 / Herbst 2019
Berichte: 52. Jahrestagung der Neuen Gruppe
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52. Jahrestagung der Neuen Gruppe – weiße Ästhetik 15. – 17. November in Berlin – Hotel Adlon JANA JOPP-SAILE, MALTE LORENZ
FREITAG, 16. NOVEMBER 2018 Die Jahrestagung der NEUEN GRUPPE fand 2018 unter dem Titel „Weiße Ästhetik – Patientenwunsch, Behandlungsverfahren, Paradigmenwechsel“ im Berliner Hotel Adlon statt. Nachdem am Donnerstag bereits spannende Vorkongresse stattfanden, eröffnete NEUE GRUPPE-Präsident Dr. Raphael Borchard am Freitag die 52. Jahrestagung. Mit dem Vortrag von PD Dr. Alexander Welk aus Greifswald zum Thema „Ästhetik 2018: Non- und mikro-invasive Zahnfarbenkorrekturen als Alternative zu restaurativen Maßnahmen“ startete das hochkarätige Programm. Er erläuterte den Begriff Ästhetik als Schnittmenge zwischen einer wandelbaren, zeitabhängigen Wahrnehmung von Schönheit und der auf Gesetzmäßigkeiten beruhenden Lehre von Symmetrie und Harmonie. Zahnverfärbungen als Folge endogener und exogener Einflüsse können die Zahnästhetik enorm beeinflussen. Um eine Verbesserung der dentalen Ästhetik ohne restaurative Maßnahmen zu erreichen, stehen verschiedene von PD Dr. Welk vorgestellte Möglichkeiten der Zahnfarbenkorrektur zur Verfügung. Diese reichen von non-invasiven, wie Zahnreinigung und -politur, bis zu mikro-invasiven Verfahren, wie Mikroabrasion oder Infiltration. Ein starkes Plädoyer zum in-office Bleaching mit 10% Carbamidperoxid lieferte PD Dr. Welk mit konkreten Fallbeispielen. Mit der Infiltration von White Spots mit dünnfließendem transluzenten Komposit stellte der Greifswalder ein weiteres Verfahren zur mikro-invasiven Zahnfarbkorrektur vor. Hierbei werden Schmelzstörungen durch Porenauffüllung egalisiert. In der Kombination mit Mikroabrasion können so auch deutliche Farbunterschiede behoben werden Mit „Adhäsion 2018: Oberflächenbearbeitung, Materialien, Fehlervermeidung“, vorgestellt durch Dr. Uwe Blunck, ging der Kongress in die zweite Runde. Der Berliner Experte für Adhä-
sivtechnik lieferte ein umfangreiches Update zur Anwendbarkeit von unterschiedlichen Adhäsivsystemen. Da diese eine raue Substratoberfläche mit guter Benetzbarkeit benötigen, ging Dr. Blunck detailliert auf die optimale Vorbereitung der Substrate ein. Besonderes Augenmerk legte er auf die vergleichsweise jungen Universaladhäsive, die er etablierten Adhäsiven gegenüberstellte. Zudem lieferte er detaillierte Anwendungshinweise zu den verschiedenen Adhäsiven. Wichtige Take-Home-Message: keine Phosphorsäure-Applikation bei Anwendung von Universalprimern und – adhäsiven an Metall oder Oxid-Keramik! NEUE GRUPPE-Mitglied Ulf Krueger-Janson aus Frankfurt/ Main zeigte in seinem Vortag „KOMPOSIT @ IT’S BEST – konstruktive Impulse für die Frontzahnästhetik“ nicht nur die optimierten Material- und Farbeigenschaften moderner Komposite, sondern anhand von Behandlungsbeispielen auch sein herausragendes Können im Umgang mit den Werkstoffen. So stellte er klar, dass durch intensive Analyse der Farbeigenschaften überlagernder Zahnschichten eine naturgetreue Nachbildung durch ausgewählte Materialien möglich sei. Die Wahrnehmung der Zahnfarbe sei dabei aufgeteilt in Opaleszenz und Transluzenz. Die Opaleszenz stelle sich im Auflicht bläulich/weißlich und im Durchlicht „sonnig“ dar, während die Transluzenz durch Grauwerte bestimmt sei und durch den Fülleranteil des Komposits beeinflusst sei. Beim Publikum hinterließ Krüger-Janson große Begeisterung für seine detailverliebten Arbeiten, die er Schritt-für-Schritt zeigte und erklärte. Weiter ging es mit Dr. Dieter Reusch aus Westerburg, Ehrenpräsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnmedizin e.V. (DGÄZ). Er erläuterte unter der Überschrift „Okklusale Rehabilitation – minimalinvasiv, funktionell, ästhetisch – auch bei bruxierenden Patienten?“ wie Patienten mit generalisierten Abrasionen und Verlust der Vertikal-Dimension der Okklusion minimalinvasiv mit adhäsiv befestigten monolithischen Lithium-Disilikat-Keramiken rehabilitiert werden können. Anhand von Patientenbeispielen zeigte er, wie er die
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Berichte: 52. Jahrestagung der Neuen Gruppe
komplexe Therapie nach dem „Pizza-Modell“ in kleine, überschaubare Behandlungseinheiten systematisch unterteilt und so replizierbare Ergebnisse erreicht. Oberstes Ziel ist für den renommierten Experten Dr. Reusch dabei, Nachbesserungen an der Versorgung unnötig zu machen. Den ersten Kongresstag schloss Prof. Dr. Wael Att aus Boston/USA mit seinem Überblick „Weiße Ästhetik in der dento-fazialen Rehabilitation: aktueller Workflow an Zähnen und Implantaten“. Der junge Professor stellte die drei Komponenten der digitalen Zahnmedizin (Datenaquise – Planung – Fabrikation) und die derzeitigen Möglichkeiten der Umsetzung vor. So ist durch die Fusion digitaler Daten aus Intraoralscan, DVT und Foto/Video eine Behandlungsplanung am PC durchführbar. Limitiert ist der digitale Workflow derzeit noch bei zahnlosen Kiefern durch fehlende Referenzen und Intraoralscannern, die Implantate erfassen können. Einen Ausblick auf die nahe Zukunft gab Prof. Dr. Att mit der Vorführung eines 3D-Gesichtsscanners als iPhone-App, dessen Genauigkeit noch durch Studien zu untersuchen ist. Für die weitere Zukunft prognostizierte er den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Deep Machine Learning in der dento-fazialen Rehabilitation. (ML)
SAMSTAG, 17. NOVEMBER 2018 Am Samstagmorgen versammelten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Vorfreude auf den erstklassigen Referenten Dr. Mauro Fradeani zum zweiten Teil des Hauptkongresses im Hotel Adlon. Der heutige Tag stand unter dem spannenden Thema der minimalinvasiven prothetischen Rehabilitation (MIPP) von komplexen Fällen mit festsitzendem, vollkeramischen Zahnersatz. Zunächst zeigte Fradeani die essentiellen Schritte auf, welche für ein zufriedenstellendes, funktionelles und ästhetisches Langzeitergebnis benötigt werden. Schlüssel des Erfolgs sei die Bedürfnisse der Patienten zu verstehen und diese mit Hilfe eines strukturierten und umfassenden Behandlungsplans umzusetzen. Wichtig sei die Analyse der fazialen, dentolabialen, phonetischen, dentalen und gingivalen Parameter. Aus der ästhetischen und funktionellen Analyse leitet Fradeani die Systematik der prothetischen Behandlung ab. Dank der digitalen Technologie sei es möglich viele Planungsschritte zusammenzufassen, den Erfolg des Behandlungsergebnisses besser vorherzusagen und eine Visualisierung der endgültigen Arbeit vorab durchzuführen. Für diese Zwecke entwickelte Fradeani eine spezielle App Namens GETApp (Guided Esthetic Treatment Application). Ein zweiter entscheidender Punkt sei ein abgestimmtes und eingespieltes Team. Sowohl der enge und präzise Daten- und Informationsaustausch mit dem Labor, wie auch eine schlüssig geplante Zusammenarbeit zwischen Chirurgie und prothetischer Versorgung seien maßgeblich für das ästhetische und funktionelle Ergebnis.
In der prothetischen Behandlungsphase setzt Fradeani systematisch die ästhetische, biologische und funktionelle Integration seiner Planung um. Für diese Umsetzung entwickelte der Referent ein innovatives Protokoll, welches ein exzellentes klinisches Ergebnis mit einem minimalinvasiven prothetischen Vorgehen vereint. Die wichtigsten Schritte dieser zahnsubstanzschonenden Technik beinhalten das Anheben der vertikalen Dimension der Okklusion (VDO), die Reduktion der monolithischen Keramikstärke und die adhäsive Befestigung der Restauration im Zahnschmelz. Aufgrund der komplexen prothetischen Rehabilitation müsse häufig die VDO angehoben werden, um die Ästhetik und Funktion erfolgreich wieder herzustellen. Der neu gewonnene interokklusale Abstand ermögliche das minimalinvasive Beschleifen der Zähne im Zahnschmelz. Bei Veränderungen in der VDO sei es wichtig anhand eines Mock-Ups die Phonetik, die fazialen Proportionen und den interokklusalen Ruhezustanden zu analysieren. Die Auswahl des restaurativen Materials bei komplexen, festsitzenden Rehabilitationen ist für Fradeani ebenso entscheidend wie die ästhetische und funktionelle Analyse. Der Referent konnte zeigen, dass trotz Reduktion der Keramikdicke bei Lithium-Disilikat weiterhin eine sehr hohe okklusale Belastbarkeit und ein geringes Frakturrisiko vorhanden ist. Vorausgesetzt, eine schmelzbasierte adhäsive Befestigung liegt zu Grunde. Werden diese Parameter beachtet, könne die monolithische Keramik im okklusalen Bereich auf 0,5 – 0,8 mm reduziert werden. Der Schlüssel für ein optimales Langzeitergebnis liegt für Fradeani in der minimalinvasiven prothetischen Versorgung aus metall-freier Keramik, welche adhäsiv am Zahnschmelz befestigt wird. Unterstützt wurde der Vortrag von vielen seiner dokumentierten Langzeitergebnisse, welche mit diesem Konzept umgesetzt wurden.
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 45 / Herbst 2019 Den Abschluss der Jahrestagung krönten die sensationellen Preise des Wettbewerbs „Schöne Zähne“. Der erste Preis, eine Fortbildungsreise in die USA mit Hotel, Mietwagen und Flug, ging an Dr. Marcus Simon aus Freiburg für die beeindruckende Rehabilitation eines stark erosiven und abradierten Gebisses. Rückblickend war die 52. Jahrestagung der Neuen Gruppe in Berlin fachlich von großem Mehrwert. Die gute Abstimmung der Referenten hat das spannende Thema weiße Ästhetik vielseitig und differenziert beleuchtet. (JJS)
Berichte: 52. Jahrestagung der Neuen Gruppe
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Berichte: Endodontie ist Teamarbeit
Endodontie ist Teamarbeit März 2019 Referenten: Dr. Jörg Schröder, Dr. Sebastian Riedel, Mario Müller MSc. und das Team der endodontologischen Privatpraxis Berlin DR. AGNES-SOPHIA STÜHMER
Fragt man Zahnmedizinische Fachangestellte, welches Wort sie mit einer Wurzelkanalbehandlung verbinden, entgegnet wohl der Großteil von ihnen: „uninteressant“ oder gar „langweilig“! Denn ab und zu darf die Assistenz zwar die Natriumhypochlorid-Lösung aufziehen und diese auch wieder absaugen, aber ansonsten macht doch die Mehrheit von Zahnärzten die Wurzelkanalbehandlung weitgehend komplett selbstständig. Denn Kofferdam vorbereiten, Instrumente vom Tray nehmen, Hand- und maschinelle Feilen auf entsprechende Arbeitslänge einstellen, etc. sind nun mal Aufgaben des Zahnarztes. Oder etwa nicht?
Dabei erfolgte die Übergabe endodontischer Handinstrumente durch entsprechende Handzeichen regelrecht „blind“ und die Aufmerksamkeit des Behandlers wich zu keiner Zeit vom Arbeitsfeld ab. Unterschiede zwischen der Behandlung im Ober- und Unterkiefer wurden ebenfalls erläutert.
An dem zweitägigen Kurs in Berlin zum Thema „Endodontie ist Teamarbeit“ sollten die Teilnehmer eines Besseren belehrt werden. Die Spezialisten Dr. Jörg Schröder, Dr. Sebastian Riedel und Mario Müller MSc. zeigten mit ihren Teams eindrucksvoll, wie die Behandlung am Dentalmikroskop ablaufen kann und dass die Assistenz dabei eine wichtige Rolle spielt. Dementsprechend durften die Kollegen der Neuen Gruppe zusammen mit ihren eigenen Helfern/-innen teilnehmen, um reibungslose Behandlungsabläufe am Mikroskop unter Anleitung zu üben und effizienter zu gestalten.
Es begann mit dem Handspiegel, der Endosonde, dem Microopeners und der Spülkanüle. Die Herausforderung für die Assistenz lag hierbei in der jeweils richtigen Positionierung des Instruments in der Hand des Behandlers. Sowohl die richtige Angulation bei der Positionierung als auch die korrekte Abnahme des Instruments galt es zu beherrschen und je nach Behandlung eines Ober- oder Unterkieferzahnes zu variieren. Der Behandler sollte wiederum klare Handzeichen bzw. bewegungen zur Aufnahme und Abgabe der Instrumente geben, damit die Assistenz entsprechend reagieren konnte. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, musste der Behandler zum Üben eine Augenklappe aufsetzen.
Der erste Tag startete in den Räumlichkeiten der Health AG, einem Abrechnungsdienstleister in Berlin Charlottenburg, mit einem theoretischen Einstieg in die Materie. Dr. Jörg Schröder erklärte im Rahmen einer Präsentation, wie der endodontologische Arbeitsplatz rund um das Dentalmikroskop strukturiert bzw. aufgebaut ist und wie die korrekte ergonomische Positionierung des Behandlers und der Assistenz rund um den Patientenstuhl eingenommen wird. Anhand verschiedener, von den Referenten im Vorfeld selbst produzierter Videos wurde das Arbeiten in „Vier-Hand- bzw. Sechs-Hand-Technik“, sprich mit einer oder zwei Assistenzen demonstriert.
Nach einer kurzen Kaffeepause und hervorragendem Catering ging es dann an den praktischen Arbeitsteil. Im Team wurde von den Referenten nun Schritt für Schritt die „blinde“ Übergabe verschiedener Instrumente gezeigt und von den Teilnehmern anschließend wiederholt.
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 45 / Herbst 2019 Es folgten die Demonstrationen für die Übergabe der endometrischen Längenbestimmung und der -für die warmvertikale Obturation notwendigen- Plugger. Auch die Übergabe von Handfeilen mittels eines Endoringes konnte eindrucksvoll beobachtet werden. Den Assistenten kam hierbei eine große Verantwortung zu, da sie die Handfeilen im Vorfeld auf eine entsprechende Arbeitslänge einstellen durften, die vom Behandler nicht mehr kontrolliert wurde. Der Austausch von Papierspitzen und von rotierenden/maschinellen Feilen erfolgte ebenfalls erst, nachdem die Helferin/der Helfer die korrekte Länge markiert und die Papierspitze in eine Pinzette bzw. die Feile in den Endomotor eingespannt hatte. Bei allen Übungen durfte der Behandler lediglich fühlen. Er sollte geschult werden, klare Ansagen über die Feilenart und die Arbeitslänge zu machen, die es von der Assistenz vor der Übergabe noch einmal zu wiederholen galt. Der erste spannende und lehrreiche Tag neigte sich schließlich dem Ende zu und es ging für alle Teilnehmer und Referententeams zum „Non Solo Vini“: ein familiengeführter, italienischer Feinkostladen und Restaurant, der uns mehr als herzlich empfing. Bei köstlichem Wein und einem hervorragenden ViergängeMenü klang der Abend bei bester Stimmung aus. Am zweiten Tag fanden sich die Teilnehmer nun in den eigenen Praxisräumen der Referenten in Berlin-Charlottenburg ein und hatten so die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen einer endodontischen Spezialisten-Praxis zu blicken. Nach einer Praxisführung konnte jedes Referententeam seinen Workflow im eigenen Behandlungszimmer demonstrieren. Anschließend durften die Teilnehmergruppen das Dentalmikroskop selbst benutzen: An drei Echtzahnmodellen - im Phantomkopf eingespannt - sollten die vom Vortag antrainierten Handgriffe umgesetzt und verfeinert werden. Nachdem der Behandler, die Assistenz und der Patient richtig positioniert waren, ging es unter Anleitung an eine vollständige endodontische Behandlung eines Oberkieferzahnes: von der Trepanation unter Kofferdam bis hin zur Aufbereitung und Obturation des
Berichte: Endodontie ist Teamarbeit
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Zahnes. Nach einer kulinarischen Stärkung mit leckerer Pasta und gutem Espresso im „Non solo Vini“, wurde nach der Mittagspause die Behandlung an einem Unterkiefer-Echtzahn fortgesetzt. Neben der außerordentlichen Betreuung am Mikroskop nahmen sich Dr. Jörg Schröder, Dr. Sebastian Riedel, Mario Müller MSc. und ihre Assistentinnen sehr viel Zeit, um alle restlichen Fragen zum Thema Endodontie individuell zu klären. Ob es um Abrechnungsfragen, die Sterilisierung-/Aufbereitungskette der Instrumente oder zum Beispiel Tipps zur Revision eines Metallstiftes ging: das Team um Dr. Jörg Schröder hatte immer eine kompetente Antwort parat und scheute sich nicht, offene Einblicke in die Praxisstrukturen zu gewähren. Als i-Tüpfelchen folgte noch eine spontane Live-Demonstration des neuen, innovativen und noch nicht weit verbreiteten Er:YAG Lasers, der zur Aktivierung der Spülflüssigkeit angewendet werden kann. Nach einem zweiten interessanten Tag neigte sich ein tolles Wochenende dem Ende zu. Es wurde eindrucksvoll demonstriert, dass der Blick und die Aufmerksamkeit des Behandlers nicht immer wieder vom Dentalmikroskop bzw. dem Arbeitsfeld abgewendet werden muss, um Tätigkeiten auszuführen oder zu kontrollieren, die problemlos von der endodontischen Assistenz geleistet werden können. Dadurch wird der Behandlungsablauf harmonischer und effizienter und die Motivation von Behandler und Assistenz wird maßgeblich gesteigert. Vielen Dank an den Organisator und die Referenten für diese eindrucksvolle Teamfortbildung und den intensiven kollegialen Austausch!
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Berichte: Endodontie ist Teamarbeit
Endodontie ist Teamarbeit April 2019 Referenten: Dr. Jörg Schröder, Dr. Sebastian Riedel, Mario Müller MSc. und das Team der endodontologischen Privatpraxis Berlin
DR. MIRKO POMERENKE
Bei wunderschönem, sonnigen Aprilwetter in Berlin hieß es nun schon zum zweiten Mal „Endodontie ist Teamarbeit“. Nach einem herzlichen Empfang durch die Referenten Dr. Jörg Schröder, Dr. Sebastian Riedel und Mario Müller Msc., sowie das gesamte Teams der endodontologischen Privatpraxis Berlin in den Räumlichkeiten der Health AG, sollte für die Teilnehmer ein zweitägiger Kurs mit vielen spannenden Fällen, tollen praktischen Übungen und zahlreichen Tipps und Tricks für die Praxis zu Hause starten.
Nach kurzer Begrüßung durch Dr. Jörg Schröder und die Vorstellung des gesamten Teams ging es auch schon gleich los mit einem theoretischen Einstieg in die Materie. Mit einer eigens hierfür vorbereiteten Präsentation und selbst produzierten Videos demonstrierte der Referent eindrucksvoll, worauf es bei einer idealen mikroskopischen endodontischen Behandlung im Team ankommt. Hierbei erläuterten die Referenten intensiv Themen wie die korrekte Positionierung von Arzt und Assistenz, die ideale Abstützung von Unterarmen und Händen und die Unterschiede der Behandlung im Ober- und Unterkiefer. Besonders eindrucksvoll war hierbei die nahezu blinde Instrumentenübergabe unter Mikroskop, welche nur durch Handzeichen und kurze verbale Kommandos erfolgte, wodurch der Behandler seine Konzentration kontinuierlich auf das Behandlungsgebiet richten konnte und zu fast keiner Zeit den Blick vom Mikroskop abwenden musste. Dieses „blinde“ Arbeiten wurde sowohl in „Vierhandtechnik“ also mit einer Assistenz, als auch in „Sechshandtechnik“ also mit zwei Assistenzen, demonstriert. Besonders eindrucksvoll waren hierbei die perfekten, flüssigen Abläufe zwischen den Behandlern und ihrem eingespielten Team. Nach einer kurzen Stärkung hieß es dann für die Teilnehmer: Selbst Handanlegen.
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 45 / Herbst 2019 Zunächst wurde von den Referenten Schritt für Schritt die „blinde“ Übergabe der Instrumente demonstriert und anschließend von den Teilnehmern wiederholt und immer wieder geübt. Im Laufe des Nachmittags kamen zahlreiche neue Übungen mit steigendem Schwierigkeitsgrad hinzu. Nach einem ersten, sehr erfolgreichen, aber auch anstrengenden Tag ging es für Teilnehmer samt Referenten und Team in das hervorragende italienische Restaurant „Non Solo Vini“. Bei leckerem Wein und tollem italienischen Essen fand hier der erste spannende Fortbildungstag einen gebührenden Abschluss. An Tag zwei ging es für alle Teilnehmer in die Praxisräume der Spezialisten nach Berlin-Charlottenburg. Nach kurzer Begrüßung und Führung durch die Praxis demonstrierte jeder der drei Behandler seine Arbeitsabläufe in seinem jeweiligen eigens auf ihn abgestimmten Behandlungszimmer. Anschließend war es für die Teilnehmerteams selbst soweit. An Echtzahnmodellen, die am Phantomkopf eingespannt wurden, hieß es nun, das am Vortag Erlernte umzusetzen. Unter stetiger Anleitung der Referenten und mit viel Unterstützung des gesamten Teams konnte jeder Teilnehmer zunächst eine
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komplette endodontische Behandlung eines Oberkieferzahnes durchführen und die gelernten Handgriffe üben und verfeinern. Angefangen beim Anlegen des Kofferdamms, bis hin zur Obturation des Zahnes, konnten hier alle Abläufe geübt und jede auch noch so kleine Frage ausgeräumt werden. Nach einem vorzüglichen Mittagessen bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein bei „Non solo Vini“ ging es am Nachmittag erneut an die Mikroskope und mit der Behandlung eines Unterkieferzahnes weiter. Als besonderes Highlight gab es für die Teilnehmer noch die Möglichkeit, Dr. Jörg bei der Livebehandlung eines Oberkiefermolarens über die Schulter zu schauen. Mit vielen neuen Eindrücken und tollen Tipps und Anreizen für die eigene Praxis ging hiernach für die Teilnehmer ein tolles, sehr spannendes und lehrreiches Wochenende zu Ende. Den Referenten und dem gesamten Team der endodontologischen Privatpraxis Berlin ein großes Dankeschön für die ausgesprochen gute und toll organisierte Fortbildung!
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Berichte: Frühjahrstagung der Neuen Gruppe 2019
Frühjahrstagung der Neuen Gruppe 2019 Freitag 31. Mai 2019
Die diesjährige Frühjahrstagung fand im wunderschönen Hotel Severins auf Sylt statt. Nach der Mitgliederversammlung und dem Youngster-Treffen am Donnerstag traf man sich in der Strandoase zwischen den Sylter Dünen in gemütlicher Atmosphäre. Das Wetter zeigte sich zwar nicht von seiner besten Seite, erlaubte es uns dafür, am Strand Drachen steigen zu lassen.
Nach morgendlicher Begrüßung durch den Präsidenten Raphael Borchard eröffnete Prof. Dr. Bettina Dannewitz den Kongress über die nichtchirurgische Parodontitistherapie. Wie schon seit langer Zeit ist die Instrumentierung der Tasche mit klassischen Handinstrumenten (Küretten) Goldstandard und erlauben eine subgingivale Konkremententfernung und Wurzelglättung. Als interessantes Fallbeispiel zeigte sie einen Patienten mit extremer Gingivahyperplasie aufgrund von Ciclosporineinnahme nach Nierentransplantation. Dieses primär nicht plaquebedingte klinische Bild kann auch bei Morbus Crohn, Leukämien, HIV und Sarkoidose auftreten. Histologisch in in der extrazellulären Matrix der Lamina propria vermehrt Kollagen Typ I vorzufinden. Als zahnärztliches Behandlungskonzept gilt die Full-Mouth-Disinfection (FMD), um innerhalb von 24h eine hohe Reduktion von Mikroorganismen unter adjuvanter Chlorhexidin-Gabe zu erreichen. Neuere Studien auf dem Gebiet der nichtchirurgischen Parodontitistherapie konnten der 0,2% CHX-Gabe keiner klinischen Relevanz zuschreiben. So sind eher potentiell negative Folgen zu beobachten, da allergische und anaphylaktische Reaktionen hervorgerufen werden können. Auch CHX Kreuzreaktionen mit Antibiotika-Gabe sind beschrieben worden. Eine adjuvante systemische Antibiotikagabe (Metronidazol und Amoxicillin) ist von der klinischen Situation und dem Alter abhängig zu entscheiden. Als zweiter Referent präsentierte Dr. Paul Schuh mit dem Thema „Think pink“ drei spannende Fälle mit beeinträchtigter Ästhetik in der Front. Die erste Patientin wies nach erfolgter kieferorthopädischer Behandlung eine Rezession am Zahn 41 auf. Mittels Tunneltechnik konnte dieser Defekt gedeckt und langfristig gehalten werden. Im Video konnte der chirurgische Verlauf von der intrasulkulären Schnittführung und der Entnahme des Bindegewebstransplantates bis hin zum Einbringen in den Tunnel und Fixierung genau nachvollzogen werden.
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Der zweite Fall zeigte eine Patientin mit vorangegangener Wurzelkanalbehandlung am Zahn 11 und einer Längsfraktur, die die Extraktion erforderlich machte. Die hohe Lachlinie betont die Komplexität des Falles. Man entschied sich dazu, ein Sofortimplantat zu setzen und ein Bindegewebstransplantat über eine Spaltlappenpräparation einzubringen. Aufgrund der Primärstabiljtät (30 Ncm) konnte die Patientin abends mit einem Provisorium nach Hause gehen. Wichtig ist, ein Implantat von eher schmalen Durchmesser (3,5mm) zu wählen und dieses weit palatinal zu setzen, um möglichst viel Gewebe bukkal zu haben.
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Im dritten Fall wurde ein mehrfach wurzelkanalbehandelter Zahn 21 extrahiert, bei dem auf dem DVT bereits keine bukkale Lamelle mehr sichtbar war. Auch hier wurde ein Sofortimplantat gesetzt und ein Bindegewebstransplantat aus dem Tuberbereich (sehr kollagenreich und langzeitstabil) entnommen. Dieser Weichgewebsaufbau fungiert als erstes Layer vestibulär. Zum Aufbau des Hartgewebes verwendete er eine stabile Barrieremembran unter dem Periost als zweites Layer und füllte die übrige Extraktionsalveole mit bovinem Knochenersatzmaterial auf (Multi-Layer Technique).
Mikro- und Makrorauigkeiten. Nach einem Maschinierungsprotokoll nach Chan (Diamantbohrer, Arkansas, Brownie, Greenie) wurde die Implantatoberfläche in einem in vitro Versuch so lange bearbeitet, bis alle Gewindegänge entfernt sind und eine möglichst glatte Oberfläche vorliegt. Dies führt zur Entfernung des Biofilms, aber auch zur Reduktion des Implantatdurchmessers um ca. 20%. Verschiedene Abscherversuche mit diversen Implantatdurchmessern und unterschiedlich stark in Kunststoff „verknöcherten“ Implantaten wurden bis zum Bruchereignis durchgeführt und die Rauigkeit der Oberflächen gemessen. Diese betrug etwa 0,9 Ra/μm, jedoch belegen andere Studien einen notwendigen Wert von unter 0,2 Ra/μm, um eine Besiedlung von Bakterien zu verhindern. Die statistische Auswertung hat gezeigt, dass durch eine Implantoplastik die Bruchfestigkeit dentaler Implantate signifikant erhöht wird, sodass Dr. Becher selbst nur bei Implantaten mit hoffnungsloser Prognose eine Implantoplastik empfiehlt und durchführt. Da relativ hohe Risiken und selten ein klinischer Benefit entsteht, rät er dazu, zunächst die freiliegenden Gewinde mit Ultraschall zu reinigen, anschließend mit Glycin, dann für 3 Minuten mit 3% H2O2 und zum Schluss mit NaCl zu säubern.
Dr. Sebastian Becher referierte über die Bruchereignisse bei Implantaten nach Implantoplastik mit vollständigem Gewindeabtrag. Zur Therapie der Periimplantitis stehen konservative als auch chirurgische Verfahren zur Verfügung. Die Implantoplastik hat durch den Abtrag freiliegender Gewinde die Dekontamination der Oberfläche zum Ziel sowie die Reduktion der
Im vierten Vortrag beschäftigte sich Dr. Jochen Tunkel mit dem Thema allogener Knochenplatten und ob diese eine Alternative zu autologen Knochenblöcken sind. Zunächst erläutert er prägnant Knochenaufbaumöglichkeiten mit resorbierbareren oder nichtresorbierbaren Membranen, nachdem auf die freiliegenden Implantatoberfläche autologer Knochen aufge-
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tragen wurde. Mit Goretex Membranen könnten langfristig sehr gute Ergebnisse erzielt werden, jedoch mit einer Komplikationsrate von bis zu 45%. Die von Prof. Khoury beschriebene Schalentechnik mit retromolarer Knochenblockentnahme bietet einen immensen Gewinn an Knochenhöhe mit relativ geringer Resorption und gilt durch die Verwendung von Eigenknochen mit osteoinduktiver Potenz als Goldstandard. Sie ermöglicht eine deutliche Senkung der Knochenresorption zwischen Augmentation und Implantation gegenüber Vollblocktransplantaten (Resorption von ca. 25%). Die von Dr. Tunkel angewandte Relining-Schicht wird bei der Implantatfreilegung appliziert, indem eine Überaugmentation von bovinem Knochen mit einer resorbierbareren Membran durchgeführt wird und bietet einen deutlichen Knochenzugewinn (bis zu 17%) zwischen Implantation und Freilegung. Jedoch stellt die Entnahme von autologen Knochenblöcken in einigen Fällen Risiken in Bezug auf Nervschädigung oder Gefahr der Unterkieferfraktur dar und geht mit einer Erhöhung der Patientenbelastung einher. Allogene Knochenmaterialien können entweder von einem Leben- oder Leichenspender stammen und weisen in Bezug auf Makroporosität, Mikroporosität und Nanostruktur gute Ähnlichkeit auf. Wird der Raum zwischen den befestigten allogenen Platten mit autologer Knochenspäne aufgefüllt, kann mittels dieser minimalinvasiveren Methode ein vergleichbares Resultat erzielt werden. Die beschriebenen Fälle demonstrieren, dass die Schalentechnik unter Verwendung allogener Knochenplatten vergleichbare klinische Ergebnisse schaffen und in einer Nachuntersuchung lediglich eine minimal schlechtere Integration im Vergleich zu autologen Platten aufweisen. Nach einer kleinen Stärkung präsentierte Dr. Alessandro Devigus Standards und aktuelle Trends aus der dentalen und digitalen Fotowelt. Die Prinzipien der Fotografie sind die gleichen geblieben, jedoch zeigt sich eine Entwicklung hin zur Verwendung von der Handy-Kamera. Außerdem können Dif-
ferenzen zwischen japanischen, europäischen und amerikanischen Standards festgestellt werden. Welche Kameras (Spiegelreflex vs. Spiegellos) in Kombination mit welchen Objektiven und Blitzsystemen auf dem heutigen Markt erhältlich sind, wurde uns kurz erläutert genauso wie die lohnenswerte Investition in teurere Kameras (haben einen höheren Dynamikumfang und können somit mehr aufgehellt werden). Die Lichteinstellungen und Lichtquellen können das finale Bild maßgebend beeinflussen, sodass vor allem im Vorher-nacherVergleich standardisierte und reproduzierbare Bedingungen essentiell sind. Auch Ausstattung und Größe eines Fotoraumes wurden mit dem Publikum diskutiert. In Zukunft werden intraorale Fotos wahrscheinlich durch intraorale Scans komplett ersetzt, sodass lediglich die Aufnahme eines Portraitbildes zur Dokumentation notwendig sein wird. Im Anschluss diskutierte Manuel Limberger das Auftreten der NEUEN GRUPPE in den sozialen Medien. Da diese bis dato dort noch nicht stark vertreten war, investierte er viel Zeit und konnte über einen facebook-Auftritt viele Leute mit den anstehenden Veranstaltungen der NEUEN GRUPPE erreichen. Die zusätzliche Investition von gerade einmal 30€ machte schon Werbung möglich, sodass durch einen Filter (z.B. zahnmedizinisches Interesse) eine spezielle Zielgruppe ausgewählt und denen u.a. die Jahrestagung angezeigt werden konnte. Er zeigt, dass dies im Vergleich zu Werbung in Magazinen eine deutlich kostengünstigere und effektivere Möglichkeit ist, Aufmerksamkeit zu erlangen und potenziell mehr Anmeldungen bei den folgenden Veranstaltungen und Seminaren zu bekommen. Zusätzlich zum Werbung schalten zeigt er auf, dass die Mund-zu-Mund-Propaganda und das „Teilen“ und „Kommentieren“ von Beiträgen sowie das gezielte „Einladen“ über facebook der Mitglieder von Kollegen einen großen Stellenwert hat.
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Berichte: Frühjahrstagung der Neuen Gruppe 2019
Dr. Matthias Müller referierte über den aktuellen Stand und die Zukunft des digitalen Workflow. Er zeigte uns eigene Patientenarbeiten, die per intraoralen Scan abgeformt und anschließend gefräst wurden. Aktuelle Studien belegen, dass Scans verglichen mit einem konventionellen Abdruck nahezu das selbe Niveau haben. Neu ist die Einführung von Bewegungsdaten (XML-Dateien) und dass diese Bewegungsdaten bei der Rekonstruktion mit berücksichtigt werden. Innovativ ist die Herstellung von Implantatkronen mit diesem Verfahren. Zuletzt stellte Dr. Müller noch die App „Dental Monitoring“ vor. Diese Software gibt dem Patienten eine sofortige Ersteinschätzung über die Stellung der Zähne während kieferorthopädischer Behandlung, aber auch Vorkontakte, Plaque und der Zustand der Gingiva können damit mit beurteilt werden. Die App vergleicht mit früheren Daten den aktuellen Status und so können mittels künstlicher Intelligenz unnötige Kontrolluntersuchungen in der Praxis vermieden werden. Zum Schluss gab uns Dr. Gerhard Müller einen Blick über den zahnmedizinische Tellerrand hinaus und präsentierte uns Gedanken über „Kunst als Passion - Warum Sammler Sammeln“. Es geht um eine Sammlung von Dingen, die das Dasein verschönern sollen und gleichzeitig ein ultimatives Luxusprodukt verkörpern, da diese Dinge per se überflüssig sind und trotzdem gesammelt werden. Er legte uns den Besuch der Ausstellung von August Macke und der rheinischen Expressionisten nahe. Nach kurzer Pause kamen wir abends wieder im Hotel Severins zum Festabend zusammen und ließen den informativen Tag mit gutem Essen und anschließend auf der Tanzfläche ausklingen.
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Berichte: The spirit of the time in restorative dentistry
The spirit of the time in restorative dentistry Turin 20-23.Juni 2019 BERICHT VON LUTZ HÄUSSERMANN
Schon zum wiederholten Mal ist die neue Gruppe zu Besuch bei Guiseppe Allais in Turin. Nicht nur die Erzählungen anderer Mitglieder sondern auch der Fakt, dass einige der Teilnehmer den Kurs nun schon mehrfach besuchen lässt mich mit hohen Erwartungen ins Flugzeug steigen. Die nächsten 3 Tage erfüllen und überbieten diese Erwartungen mit toller Zahnmedizin, einem wunderschönen Turin, exzellentem Essen und einem hervorragenden Gastgeber. Der Schauplatz der Fortbildung ist die Praxis von Guiseppe „Pepe“ Allais, die sich mitten in Turin befindet. Hier referiert Pepe über eine Zahnmedizin, der Ausdrücke wie minimal-invasiv nicht gerecht werden und gar das Wort „invasiv“ nicht erlaubt zu sein scheint. Jeder seiner Fälle beginnt mit einer ausführlichen Risikoanalyse der Patienten. Diese wird in die Kategorien „Karies“, „Erosion“, „Funktion“, „Parodontal“ und „Iatrogen“ unterteilt. Er ruft dabei aber nochmal ins Bewusstsein, dass die Gesundheit abhängig von äußeren Faktoren dynamisch ist und die Beziehung zum Patienten wichtig ist, um die Gesundheit in der Balance zu halten. Die durch uns beeinflusste iatrogene Kategorie probiert er durch non-invasive Therapiemethoden nicht negativ zu beeinflussen. Er arbeitet daher viel mit Komposite und baut selbst ganze Molaren mit Komposite auf, Karies in Pulpanähe wird belassen wenn die Voraussetzung einer sicheren direkten Versorgung möglich ist und auch die ästhetischen Restaurationen der Front werden mittels Komposit oder additional Veneers verwirklicht. An zwei der drei Tage wird der Vortrag mit jeweils einer LiveBehandlung gekrönt. Die erste Live-Behandlung ist die Aufstellung einer Totalprothese, die zweite ein direktes Mock-up in Komposit.
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 45 / Herbst 2019 In beiden Komplexen Fällen wird schnell bewusst das nicht nur der statische Teil der Ästhetik sondern vor allem auch die Dynamik des gesamten Gesichtes für den Gesamteindruck wichtig ist. Unter ständiger Kontrolle der Ästhetik und auch der Phonetik wird so Zahn für Zahn eine Ergebnis erreicht, das bei jedem Schritt offen diskutiert wird und in der Gruppe so lang modifiziert wird bis das Resultat zufrieden stellt.
Die Diskussionen gehen in den Pausen weiter in denen wir durch Sabrina, Pepes Frau, nach Allen Regeln der Kunst kulinarisch versorgt werden. Ein Ausflug in das Lavazza Museum und der Ausklang eines jeweiligen Abends bei exzellentem Essen runden den Kurs ab. Dabei ist, wie für neue Gruppe Kurse üblich, die Stimmung ausgelassen und auch der Wein kommt nicht zu kurz.
Mein Chef hat im letzten Jahr als er aus Turin zurückkam gesagt: „ Das ist ein toller Kurs da musst du das nächste Jahr hin“. Abschließend kann ich nur sagen, dass er vollkommen recht hatte und ich jedem diesen Kurs wärmstens ans Herz legen würde.
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Berichte: Interface Periodontology and Implantology
Interface Periodontology and Implantology — Limits and Borders of Therapy BERICHT VON NORA EL SHAFI
Am verlängerte Wochenende vom 16.-18. Mai fand der Kurs „Interface Periodontology and Implantology - Limits and Borders of Therapy”, gehalten von Prof. Maurizio Tonetti und Dr. Sandro Cortellini in Florenz statt. Im Fokus des dreitägigen Kurses, der kurzfristig in die Präxisräumlichkeiten von Dr. Cortellini in Florenz verlegt wurde stand die parodontale Regeneration. Entscheidend für den Erfolg regenerativer Chirurgie ist neben der korrekten Indikationsstellung der Zeitpunkt des chirurgischen Eingriffs. Nach der Diagnose einer parodontalen Erkrankung steht an erster Stelle die konservative Initialtherapie. Diese erfolgt in zwei Terminen mit einwöchigem Abstand.
PRÄOPERATIVE THERAPIE: An dieser Stelle bedarf es jedoch eines bewussten Umdenkens. Entscheidend in Hinblick auf eine spätere regenerative Therapie ist der Erhalt der suprakrestalen parodontalen Fasern, die den potentiellen Ausgangspunkt des bindegewebigen Attachments darstellen. Bei einer allzu gewissenhaften konservativen Therapie werden diese eher abgetragen, was die Chance auf Regeneration drastisch minimiert. Das Gleichgewicht zwsichen einer traumatischen parodontalen Überinstrumentierung und insuffizientem Scaling stellt an dieser Stelle die therapeutische Herausforderung dar, der sich Dentalhygieniker*in und Zahnarzt*in gemeinsam zu stellen haben. Dabei lautet die Empfehlung, die Initialtherapie im Sinne der „fiber preservation“ zunächst zurückhaltend zu
gestalten. Nach einem Heilungsintervall von 5-8 Wochen erfolgt die erste Reevaluation. Persistierende aktive Taschen müssen nachgereinigt und erneut evaluiert werden, bis Entzündungsfreiheit herrscht. Ist dies geglückt, werden zunächst anfallende resektive chirurgische Maßnahmen vorgenommen, bevor nach einem Zeitraum von 8-12 Monaten parodontal regeneriert werden kann. Um intraoperativ eine maximale Entzündungsfreiheit des Gewebes zu gewährleisten, sollte die finale Desinfektion tiefer knöcherner Defekte im Vorfeld der chirurgischen Therapie ca. 3-4 Tage präoperativ vorgenommen werden. Empfohlen wird hier ein mechanisches Debridement mit Hilfe von Soniflex Instrumenten. Dabei sollte ein Scaling der Weichgewebe vermieden werden, da dieses zu einer unerwünschten Schrumpfung des Gewebes führt. Bei Bedarf kann ein lokale medikamentöse Einlage erfolgen, heirfür eignen sich entweder tetracyclin- oder doxycyclinhaltige Salben (bspw. Ligosan®). Die Anwendung von Lasern bringt gemäß der aktuellen Studienlage keine Vorteile und wird daher nicht empfohlen. Da die Stabilisierung des Blutkoagels in der Wunde essentieller Fakor für eine gute postoperative Prognose ist, müssen Zähne mit erhöhtem Lockerungsgrad durch Schienung (SÄT) immobilisiert werden. Es bietet sich an, diesbei Zähnen mit klinischem Lockerungsgrad II erst postoperativ vorzunehmen, da die Mobilität des Zahns intraoperativ zu einer verbesserten Sicht beitragen kann.
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 45 / Herbst 2019 Ebenso sollte die endodontische Versorgung von Paro-Endo oder Endo-Paro-Läsionen bereits präoperativ stattfinden. Die Devitalisierung vitaler Zähne mit primär parodontaler Infektion ist indiziert, sobald ein parodontaler Defekt röntgenologisch bis zum Apex reicht. In diesem Fall sollte jedoch bei der Devitalisierung nicht mit NaOCl gespült werden, sondern nur mit NaCl. Auch von einer mechanischen Instrumentierung der Wurzelkanäle sollte abgesehen werden, da ansonsten das Risiko besteht, Debris oder gewebeschädigendes NaOCl über den Apex hinaus in die periapikale Region zu befördern und somit die Regenerationschance des periapikalen Faserapparats zu kompromittieren. Ausschlaggebend für die Prognose eines ausgeprägten parodontalen Defekts ist das Niveau des umliegenden krestalen Knochens. So gelten mittlerweile auch Molaren mit Furkationsbeteiligung nicht als hoffnungslos. Vielmehr ist ihre Prognose abhängig von der vertikalen Klassifikation. (s. Tonetti, Christiansen, Cortellini, 2017). Sogenannte „key hole“ Defekte, bei denen ein isolierter vertikaler Knochendefekt die Furkation freilegt, das krestale Knochenniveau mesial und distal jedoch hoch steht, haben eine bessere Prognose als Zähne mit generalisiertem horizontalem Knochenabbau. Jedoch können auch solche Defekte erfolgreich regeneriert werden, bei denen der Knochendefekt sich über die Furkation hinaus bis in den Approximalraum erstreckt. Ausschlaggebend ist hier das krestale Knochenniveau am Nachbarzahn jenseits des approximalen Defekts. Voraussetzung für den Erfolg der parodontalen Regeneration ist neben der Adhäsion des Blutkoagels am Weichgewebe, vornehmlich dessen Adhäsion an der starren Wurzeloberfläche, von der es bei Einwirken von Zugkräften gefährdet ist abzureißen. Barrier, die zum Schutz des Koagels eingesetzt werden sollten demnach möglichst formstabil sein (bspw. titanverstärkte Membranen). Sie dienen außerdem gemäß dem Prinzip der guided tissue regeneration (GTR) dem Schutz vor einer Reparation durch Einwachsen des schneller proliferierenden Saumepithels, verlangen aber gleichzeitig nach einer invasiveren Schnittführung, um den Barrier adäquat platzieren zu können. Die beste Möglichkeit, die Stabilität des Blutkoagels zu gewährleisten ist jedoch die stabile koronale Fixierung der Papille.
DIE MODIFIED-MIST Hierzu empfielt sich die Anwendung der „modifizierten minimalinvasiven chirurgischen Technik“ (modified-MIST/ m-MIST). Ziel der m-MIST ist die Bildung eines rein vestibulären Lappens, ohne Mobilisierung der interdentalen Papille. Mit einer mikrochirurgischen Skalpellklinge wird zunächst ein
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horizontaler Schnitt an der bukkalen Papillenbasis gesetzt. Dieser sollte ca 2mm koronal des line angles liegen. Wichtig ist hierbei die konsequent senkrecht zur Gingivaoberfläche ausgerichtete Durchdringung des Gewebes. Unterstützend kann diese mithilfe einer tangential zur Schleimhaut aufgelegte Sonde ermittelt werden. So wird verhindert, dass dünn auslaufende Lappenränder, die in ihrer obersten Schicht nur noch aus Epithel bestünden durch Minderdurchblutung nekrotisieren und somit den primären Wundverschluss beeinträchtigen. Die horizontalen Entlastungsschnitte verlaufen intrasulkulär an den beiden defektbegrenzenden Zähnen. Bestenfalls wird im Sinne der Minimalinvasivität auf vertikale Entlastungsschnitte verzichtet. Besteht hierzu doch der Bedarf sollte allerdings maximal einer vorgenommen werden. Der so entstehende vestibuläre Mukoperiostlappen wird anschießend scharf vom Knochen abpräpariert. Anschließend wird die Papillenbasis mit einem transversalen Schnitt scharf vom darunter befindlichen Granulationsgewebe abgetrennt. Referenz für die Höhe des Schnitts ist hier der orale krestale Knochen. Die mikrochirurgische Skalpellklinge zielt hierbei auf die bukkale Fläche der oralen Knochenkante. Um eine Perforation des Lappens um jeden Preis zu vermeiden, kann diese zunächst mit einer Sonde ertastet werden. Anschließend wird durch Kürettage sämtliches Granulationsgewebe aus dem knöchernen Defekt entfernt. Dabei ist es auch hier essentiell, bei der Kürettage der Wurzeloberfläche apikal des krestalen Knochens höchste Vorsicht walten zu lassen, um parodontale Fasern mit Regenerationspotential keinesfalls zu kompromittieren. Ist die Sicht durch die minmale Mobilisation des Gewebes dahingehend erschwert, dass der Behandler nicht garantieren kann, sämtliches Granulationsgewebe entfernt zu haben, sollte die m-MIST zu einer MIST erweitert werden. Hierbei wird zusätzlich die Papille von den defektbegrenzenden Zähnen gelöst, durch den Approximalkontakt nach oral mobilisiert und der Lappen auch oral vom Knochen gelöst. Grenzgebend ist hierfür neben der Erfahrenheit des Chirurgen die Ausdehnung des parodontalen knöchernen Defekts und dessen Sicht- sowie Erreichbarkeit. Defekte, die nach approximal/ oral extendieren, sind zwar besser „contained“, verlangen aber aufgrund der schlechten Erreichbarkeit oft nach einer Erweiterung zur MIST. Vestibulär lokalisierte, exponierte Defekte, die in der Heilungsphase den meisten destabilisierenden Kräften ausgesetzt sind und daher tendentiell die schlechteste Prognose aufweisen, sind aufgrund der guten Erreichbarkeit optimal für die m-MIST geeignet. Für Anfänger empfielt es sich, zunächst die m-MIST anzuwenden, anschließend jedoch mit dem Ziel der Selbstkontrolle die Schnittführung zur MIST zu erweitern, um das OP Gebiet bei Bedarf unter Sicht zu revidieren.
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Berichte: Interface Periodontology and Implantology
Wird eine Furkoplastie notwendig, so ist diese grundsätzlich unter dem OP-Mirkroskop und mit schallbetriebenen Feindiamanten vorzunehmen. Die Sichtkontrolle erfogt mithilfe von WSR-Spiegeln. Bei knöchernen Defekten, die weniger als drei Wände aufweisen und somit nicht „contained“ , mechanischen Kräften gegenüber also ungeschützt sind, empfielt sich neben der grundsätzlich angeratenen Applikation von Schmelzmatrixprotein-Präparaten zusätzlich die Anwendung von Knochenersatzmaterialien oder Membranen zur Bildung eines Endo- bzw. Exoskeletts mit dem Ziel der Stabilisierung des Blutkoagels.
Der operative Erfolg, der anhand des Zugewinns an clinical attachment level (CAL) gemessen wird, ist dabei maßgeblich abhängig von der Mundhygiene des Patienten: So kann statistisch bei einer residualen Plaque von <10% mit einem CAL Gewinn von 2mm gerechnet werden. Schon bei einem Anstieg der residualen Plaque auf 20-25% sinkt der statistische CALGewinn jedoch bereits auf 0mm. Ebenso verschlechtert sich die Prognose bei Rauchern erheblich, wobei Nikotinabusus keine absolute Kontraindikation für regenerative Chirurgie darstellt. Tritt dieser jedoch gepaart mit mangelhafter Mundhygiene auftritt, ist ein operativer Erfolg so gut wie ausgeschlossen und kann daher nicht empfohlen werden.
Während die Anwendung eines Schmelzmatrix-Proteins den Prozess der Regeneration beschleunigt, wird er durch die Applikation von Knochenersatzmaterialien eher verzögert.
POST-OP CARE
Unter den Knochenersatzmaterialien wird. Bio-Oss®Collagen (Geistlich) reinem Bio-Oss® (Geistlich) der Vorzug gegeben. Neben der einfacheren Applikation verhindert die Zusammensetzung des Bio-Oss®Collagen, bestehend aus 90% feinem Geistlich Bio-Oss® Granulat und 10% porcinem Kollagen die Bioobstruktion des Koagels. Darunter versteht sich die kondensierte Akkumulation anorganischer Knochenpartikel, die dem Einsprießen von Gefäßen und der knöcherne Durchbauung des Fremdmaterials keinen Raum lässt. Insbesondere bei dünnen Biotypen sollte die Verwendung eines Schmelzmatrix-Proteins ausreichend sein und von der zusätzlichen Applikation eines Knochenersatzmaterials abgesehen werden.
Die unmittelbar postoperativ empfohlenen Mundhygiene-Maßnahmen umfassen das drei Mal tägliche Spülen mit 0,12% CHX für die Dauer von 4-5 Wochen. Die mechanische Reinigung der OP-Region ist vom Patienten zu unterlassen. Außerdem wird weiche Kost empfohlen. Eine Woche post-OP werden die Nähte entfernt und die Wundheilung auf Komplikationen überprüft. Es finden ein lokales supragingivales Debridement der OP-Region, sowie eine Politur aller Zähne mit CHX-Gel und einem langsam rotierenden Gummikelch statt. Mechanische häusliche Mundhygienemaßnahmen können Patienten mit dickem Biotyp gestattet werden, allerdings nur mit einer ultraweichen Zahnbürste, um Wunddehiszensen zu vermeiden. Das Betreiben von Interdentalraumpflege ist zunächst streng verboten.
Der Wundverschluss erfolgt primär mit monofilem, gleitfähigem ePTFE Nahtmaterial (bspw. GORE-TEX®). Optimalerweise wird bei der m-MIST nur eine einzige Laurel-Naht benötigt, um den vestibulären Lappen an der nicht mobilisierten Papille zu fixieren. Dabei wird nach Setzen der ersten beiden Knoten der Lappen durch Zug adaptiert und erst durch den abschließenden dritten Knoten fixiert. Die geringe Oberflächenreibung des ePTFE Materials, die die Gleitfähigkeit der Knotens gewährleistet ist für den primären Wundverschlusss durch diehochpräzise Adaptation des Lappens unabdingbar. Vertikale Entlastungen –sofern notwendig geworden- werden durch Einzelknopfnähte verschlossen. Vorteil der m-MIST ist die maximale Schonung der interdentalen Papille. Durch den Erhalt ihres bindegewebigen Attachments gewinnt der zu regenerierende Defekt eine koronale Fixierung. Die Papille kann nicht in den Defekt hinein kollabieren. Dem Blutkoagel wird durch den koronalen „Deckel“ eine weitere Defektwand geboten, die es zusätzlich stabilisiert.Die Vaskularisierung der Papille wird kaum kompromittiert, dadurch bleibt ihre optimale Blutversorgung gesichert. Unmittelbar sowie sechs Stunden postoperativ empfielt sich die Einnahme von 600mg Ibuprofen zur Schmerzprophylaxe. Eine systemische Antibiose (100mg Doxycyclin, 2Tabl./Tag) kann für die Dauer einer Woche indiziert sein.
Ab der fünften postoperativen Woche kann man davon ausgehen, dass das Koagel ausreichend Stabilität erlangt hat, um mechanischen Kräften standzuhalten. Die häusliche Interdentalraumpflege darf nun wieder aufgenommen, das Spülen mit CHX abgesetzt werden. Der Patient darf wieder auf normale Kost umsteigen. Es finden erneut ein vorsichtiges supragingivales Debridement der OP-Region, sowie eine Politur aller Zähne statt. Das erste Sondieren der operierten Region findet frühestens nach 9 Monaten statt. Neben der umfangreichen theoretischen Durchleuchtung des Themas der regenerativen PA –Chirurgie boten uns die drei Tage Florenz einen inspirierenen Einblick in die chirurgischen Fertigkeiten Dr. Cortellinis, die er uns während diverser in 3D übertragener live-OPs darbot. Darüber hinaus öffnete er einigen Neugierigen von uns die Türen seiner Behandlungsräumlichkeiten, sodass wir begutachten konnten, wo der Zauber stattfindet. Highlight des Kurses war jedoch zweifellos unser anlässlich des Geburtstag von Prof. Tonetti am Samstag Morgen dargebotenes Ständchen von Rolf Zukowsis „Wie schön, dass du geboren bist“, mit dem wir nicht nur unseren sichtlich gerührten Kursdozenten, sondern auch dessen anlässlich der Feierichkeiten überraschend angereiste Familienangehörige beglücken durften.
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Ankündigung: Neue Seminare ANMELDUNG für die Seminare (wenn unter dem Seminar nicht anders angegeben): Frau Anja Kaschub, Tel +49 (0) 211 / 66 96 73 – 40, E-Mail: apw.kaschub@dgzmk.de Akademie Praxis und Wissenschaft, Liesegangstraße 17 a, 40211 Düsseldorf Zentrale: Telefon: +49 (0) 211 / 66 96 73 – 0, Fax: +49 (0) 211 / 66 96 73 – 31
Bitte beachten Sie die Seminarankündigungen auf unserer Homepage: www.neue-gruppe.com
Real Bone Builders – Schalentechnik mit autologem Knochen Dr. Frank Zastrow 31. Januar 2020 - 1. Februar 2020 KURSORT: Wiesloch ANMELDUNG: über die APW
Endo-Update 2020 2-Tageskurs mit Hands-on Dr. Christoph Zirkel 7. Februar 2020, 9:00 - 8. Februar 2020, 16:00 Der Anteil an endodontischen Behandlungen steigt seit Jahren kontinuierlich. Aufgrund dessen ist das Wissen über moderne Methoden und dadurch vorhersagbare Erfolge, für die Tätigkeit im Praxisalltag unerlässlich. In diesem Zusammenhang kommt dem Themengebiet der Wurzelkanalaufbereitung undreinigung sicherlich der größte Stellenwert zu. Durch gute Kenntnisse über anatomische Situationen, bakteriologische Zusammenhänge und vor allem die verschiedenen Methoden zur Reinigung, können heute Erfolgsquoten von ca.90% erzielt werden. In diesem Kurs, wird das Gebiet der präendodontischen Versorgung, ein antibakterielles Behandlungskonzept, die Präparation von Isthmen und Hohlräumen, sowie neue Entwicklungen auf dem Sektor der maschinellen Aufbereitung ebenso
besprochen, wie verschiedene Methoden zur Wurzelkanalfüllung. Besonderes Augenmerk liegt zusätzlich auf den diversen Möglichkeiten zur Desinfektion und der Optimierung des Gleitpfadmanagements. Weiterhin bekommen die Teilnehmer die Möglichkeit mit einem Mikroskop zu arbeiten und die zuvor besprochenen Therapiemöglichkeiten zu Üben. Ziel ist es ein Konzept, für den Praxisalltag zu erarbeiten, welches den Kursteilnehmern vorhersagbare Erfolge liefert. KURSORT: VDW Schulungszentrum in München GEBÜHR: Mitglieder: € 800,- , Nichtmitglieder: € 950,- , Youngsters und angestellte Zahnärzte von Mitgliedern: € 450,ANMELDUNG: über die APW FORTBILDUNGSPUNKTE: 18
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Neue Seminare
Das „PlaneSystem“ in der täglichen Praxis – ein individuelles, funktionell stabiles und ästhetisches Behandlungskonzept Dr. Martin Gollner, ZTM Simon Schömer 20. März 2020, 9:00 - 21. März 2020, 17:00 Praktischer Team-Workshopkurs mit Live-Patienten für Zahnarzt und Zahntechniker Jeder Patient ist ein eigenes Individuum mit entsprechendem Habitus. Vor allem Mimik und Sprache, verbunden mit der Zahnstellung, Zahngröße und den spezifischen Ebenen, haben großen Einfluss auf eine harmonische Ausstrahlung und das Erscheinungsbild eines Menschen. Bei der Planung einer prothetischen Restauration bzw. Neuanfertigung eines bestehenden Zahnersatzes wird bereits in der ersten Befundungs- und Planungsphase mit dem Patienten die enge Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker gefordert, um die individuelle Ausgangssituation und die entsprechenden Wünsche und Erwartungen des Patienten zu würdigen. Im Team werden von der Erstvorstellung des Patienten, über die Modellanalyse bis zur Planung (MockUp, SetUP) und definierten Umsetzung der späteren Versorgung detailliert step-bystep sowohl theoretisch als auch live am Patienten praktisch demonstriert. Die Fälle umfassen neben Veneer-Versorgungen, Schienendesigns, Testregistrate, Bisshebungen mit und ohne Implantate, Vollrekonstruktionen, Einzelzahnversorgungen, Langzeitprovisorische Versorgungen. Das Vorgehen wird sowohl analog als auch digital erläutert. So liegt nach Beachtung aller ästhetisch und funktionell relevanten Faktoren es nun am Behandlungs-
Lembach 27. März 2020 - 28. März 2020
team, eine maßgeschneiderte, für den Patienten individuell abgestimmte Behandlungsabfolge umzusetzen. Bei konsequenter Planung und Umsetzung der einzelnen Schritte lassen sich in der täglichen Praxis ästhetische Gesamtergebnisse vorhersagbar individuell für jeden Patienten realisieren. Dies führt zu einem signifikanten Mehrwert für jede Praxis und ein strukturiertes erfolgreiches Behandlungskonzept. Topics: - Live-Demos mit Patienten: „jeder findet seine Mitte!“ - Workshop – Modellanalyse: was erkennen wir aus den Modellen - Patienten step-by-step: einzelne Behandlungssequenzen live demonstriert - Komplexe Planungen erfolgreich definitiv und voraussag bar umsetzen - Teamwork: Zahnarzt und Zahntechniker: gemeinsam zum Erfolg KURSORT: DentalZentrum Bayreuth Karl-Marx-Str. 8 95444 Bayreuth Tel: 0921 – 230 5 240 info@dentalzentrum-bayreuth.de KURSZEITEN: Freitag 09:00 – 17:00 Uhr Samstag 09:00 – 17:00 Uhr GEBÜHR: Mitglieder Team Zahnarzt/Zahntechniker 1750,- €, NMG 1950,-€ Mitglied ZA: 950,-€ NMG: 1050,-€ Techniker MG/NMG: 750,- € Youngster: Max 2 nur nach Absprache 450,- € ANMELDUNG: über die APW TEILNEHMER: Max. Anzahl der Teilnehmer: 22
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 45 / Herbst 2019
IOS bis CAM – digitale Prozesse in der täglichen Praxis Praktischer Arbeitskurs Dr. Matthias Müller, Dr. Stefan Bethke 3. April 2020, 9:00 - 4. April 2020, 17:00 Datum und Uhrzeit Freitag, 03.04.2020, 14 bis 19 Uhr mit gemeinsamen Abendessen Samstag, 04.04.2020, 9 bis 17 Uhr Der digitale Workflow in der täglichen Praxis. Theoretische und praktische Aspekte rund um den Intraoralscanner. Der digitale Workflow ist nicht erst seit der letzten IDS in aller Munde. Uns begleitet der Intraoralscanner bereits seit einigen Jahren in fast allen Bereichen der täglichen Arbeit. Der Kurs dient als Einführung in eine erfolgreich erprobte Umsetzung digitaler Prozesse in der täglichen Praxis. Vorträge und Hands-on Übungen demonstrieren den Workflow vom pri-
Neue Seminare
mären Scan über die digitale Implantatplanung bis zur Chairside-Herstellung einer selbst konstruierten Krone. Der Kurs richtet sich sowohl an „digitale“ Neueinsteiger als auch an erfahrene Kollegen KURSORT: Praxis für Zahnheilkunde Dr. Müller & Dr. Bethke Johannisbollwerk 19, 20459 Hamburg TEILNEHMER: 12 HOTELEMPFEHLUNGEN: Im Stadtteil und fußläufig zum Kursort: Hotel Stella Maris In der Hafencity mit maritimem Flair: 25hours Hamburg Hafencity In St. Pauli mit Sightseeing aus der Vogelperspektive: Empire Riverside ABENDESSEN AM FREITAG: z.B. NRV an der Alster oder The Greek im Stadtteil TECHNIK: Drei Scanner (zwei Praxis, einen von Straumann oder von Kira)
Implantate in der ästhetischen Zone: Implantatdesgin, Augmentation, Soft Tissue, restaurative Aspekte, Keramikimplantate (Dr. Marquardt) Dr. Arndt Happe und Dr. Pascal Marquardt 24. April 2020 - 25. April 2020
Frühjahrstagung der NEUEN GRUPPE Berliner Zahnmedizin: State of the Art 21. Mai 2020 - 23. Mai 2020 Prof. Dr. Florian Beuer, Dr. Uwe Blunck, Prof. Dr. Henrik Dommisch, Dr. Jörg Schröder KURSORT: Ellington Hotel Berlin, Nürnberger Str. 50-55, 10789 Berlin, Telefon: 030 683150 ANMELDUNG: boeld communication GmbH Tel. +49 (0)89 1890460 E-Mail: congress@bb-mc.com Kapuzinerstraße 9d 80337 München
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Neue Seminare Kraniomandibuläres und muskuloskelettales System. Interdisziplinäre Herausforderungen zur Therapie der kraniomandibulären Dysfunktion
Dr. Werner Schupp und Dr. Wolfgang Boisseree 25. September 2020, 15:00 - 26. September 2020, 17:00 Der Zusammenhang zwischen Okklusion, kraniomandibulärer Dysfunktion und Körperhaltung wird zunehmend durch neurophysiologische und neuroanatomische Forschungsergebnisse gesichert. Sie zeigen auf, dass die Okklusion in unmittelbarer und vielfältiger Beziehung zum muskuloskelettalen System des Menschen steht. So können Störungen in der Okklusion Auslöser für akute und chronische Schmerzzustände sein. Im Seminar wird gezeigt, wie die bekannte zahnärztliche Funktionsdiagnostik um eine manualmedizinische Diagnostik unter Einbeziehung des muskuloskelettalen Systems
erweitert werden kann. Diese ermöglicht eine gezielte interdisziplinäre Kommunikation und Zusammenarbeit mit Manueller Medizin und Orthopädie. Weitere Seminarinhalte sind die darauf aufbauende Okklusionsschienentherapie und die Möglichkeiten einer minimalinvasiven interdisziplinären okklusalen Korrektur zwischen Kieferorthopädie und restaurativer Zahnheilkunde. KURSORT: Marquardt Dentists Parkstrasse 21 50968 Köln 0221-412002 ANMELDUNG: über die APW TEILNEHMER: 20 GEBÜHR: Mitglieder 800€, Youngster 450€, Nicht Mitglieder 950€
Jahrestagung der NEUEN GRUPPE ZahnArzt – Interdisziplinärer Blick über den Tellerrand Obligates und fakultatives Wissen für Zahnärztinnen & Zahnärzte 19. November 2020 - 21. November 2020 KURSORT: Radisson blu Hotel im Dom Aquaree Karl-Liebknecht-Str. 3 Berlin, 10178 ANMELDUNG: boeld communication GmbH Tel. +49 (0)89 1890460 E-Mail: congress@bb-mc.com Kapuzinerstraße 9d 80337 München WEITERE INFORMATIONEN auf www.neue-gruppe.com
Frühjahrstagung der NEUEN GRUPPE Berliner Zahnmedizin: State of the Art 13. Mai 2021 - 15. Mai 2021 Prof. Dr. Katja Nelson und Prof. Dr. Dr. Michael Stiller KURSORT: Precise Resort Schwielowsee, Am Schwielowsee 117, 14542 Werder (Havel), Telefon: 0800 2012011 ANMELDUNG: boeld communication GmbH Tel. +49 (0)89 1890460 E-Mail: congress@bb-mc.com Kapuzinerstraße 9d 80337 München
ZahnArzt
Interdisziplinärer Blick über den Tellerrand
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Obligates und fakultatives Wissen für Zahnärztinnen & Zahnärzte
TagungsOrT: radisson blu Hotel im Dom aquarée Karl-Liebknecht-Straße 3 10178 Berlin (Nähe Alexanderplatz)
referenten: Dr. giuseppe allais (Zahnmedizin) Prof. Dr. eugen Buß (Soziologie) Prof. Dr. Dr. Knut grötz (Kieferchirurgie) Prof. Dr. Dr. Dr. Dominik groß (Medizinethik) Za lutz Höhne (Umweltzahnmedizin) Prof. Dr. markus Jungehülsing (HNO) Prof. Dr. frank lobbezoo (Schlafzahnmedizin und Bruxismus) Prof. Dr. georg maschmeyer (Innere Medizin) Prof. Dr. georg meyer (Zahnmedizin) Prof. Dr. Jörg meyle (Parodontologie) Prof. Dr. frauke müller (Gerodontologie) Prof. Dr. Vera regitz-Zagrosek (Gendermedizin) Prof. Dr. andrea schmidt-Westhausen (Mund-, Schleimhauterkrankungen) Prof. Dr. Dr. ralf schön (Kieferchirurgie) DP Dr. gerhard schütz (Psychologie) ZTm Jürg stuck (Zahntechnik) PD Dr. andrej Trampuz (Biofilm) Dr. miranda Wetselaar-glas (Schlafzahnmedizin & Bruxismus) Prof. Dr. Peter Wetselaar (Schlafzahnmedizin & Bruxismus)
InfO unD anmelDung:
www.neue-gruppe.com boeld communication GmbH Kapuzinerstraße 9d · 80337 München congress@bb-mc.com Tel. +49 89 189046 0 Fax +49 89 189046 16
Deutsche Gesellschaft für Ästhetische
KOOPerATIONSPArTNer:
Zahnmedizin e.V.
VORANKÜNDIGUNG 2020