NEUE GRUPPE NEWS Heft 40 +++ Herbst 2014
40 2 Glückwünsche 3 Editorial BERICHTE: 4 47. Jahrestagung 2013 in Hamburg „Parodontologie – Der Center-Effect“ Kongress für Zahnärzte & Dentalhygienikerinnen 10 Frühjahrstagung 2014 12 CAD/CAM-Kurs mit Prof. Edelhoff/Team in München 14 Neue Seminare 22 Nachrufe
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Glückwünsche Seinen 85. Geburtstag feierte Alfred Beck am 29. Januar. Wir gratulieren herzlich und wünschen alles Gute. Ihren 80. Geburtstag feierten Peter Fuchs am 6. Dezember, Hans-Peter Lux am 18. Dezember, Manfred Pohle am 30. Januar und Franz Christians am 1. April. Die NEUE GRUPPE gratuliert von Herzen und wünscht beste Gesundheit. Am 28. Dezember feierte Eckhart Fischer seinen 75. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Ihren 70. Geburtstag feierten Karl-Ernst Fischer am 5. Januar, Klaus Prinz am 11. Januar, Volker Tröltzsch am 26. Juli und Gianfranco Carnevale am 22. Oktober. Herzliche Glückwünsche und Tanti auguri! Am 19. September wurde Wolfgang Bengel 65. Wir gratulieren herzlich! Zu ihrem 50. Geburtstag gratulieren wir Miranda Wetzelaar (12. Oktober) und Klaus Karge (1. April) ganz herzlich!
Impressum Copyright 2014 NEUE GRUPPE News. Herausgeber: NEUE GRUPPE, wissenschaftliche Vereinigung von Zahnärzten. Redaktionelle Leitung: Jan Halben Das Journal und alle in ihm enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. www.neue-gruppe.com E-Mail: halben@halben.de Konzeption, Gestaltung und Produktion: Graphicon GmbH, Frankfurt am Main
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 40 / Herbst 2014
Editorial
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Editorial
Liebe Freunde und Gäste der NEUEN GRUPPE, vor Ihnen liegt erneut eine Ausgabe unserer News. Sie gibt einen Überblick über die Aktivitäten unseres Freundeskreises und einen paar Einblicke in die Interna der letzten Monate. Seit nun mehr als 48 Jahren ist die NEUE GRUPPE darum bemüht, zahnmedizinische Fortbildung auf höchstem Niveau zu vermitteln. Die Anforderungen, die wir hier stellen, fordern viele beim Praktizieren von sich selbst. Für die meisten unserer Mitglieder ist der Beruf zugleich Berufung. Die angebotenen Tagungen und Seminare bei den besten Kollegen in Deutschland, Europa aber auch weltweit sind immer Highlights und oft schnell ausgebucht. Dabei grenzen wir uns von dem oft subventionierten Fortbildungsangebot von Kammern und Firmen bewusst ab. Hiermit können und wollen wir nicht konkurrieren. Wir möchten in unseren Fortbildungen selbst Trends und neue Behandlungsmethoden mit entwickeln und diese kritisch und intensiv austauschen. Als kleine wissenschaftliche Vereinigung halten wir unseren Verwaltungsaufwand bewusst minimal. Alle unsere Mitglieder und auch der Vorstand arbeiten ehrenamtlich. Die Gruppe hat keine kommerziellen Interessen, muss aber ihre Kurse kosten-
deckend veranstalten. Deshalb haben unsere Veranstaltungen ihren Preis, den Sie aber wert sind. Wir sind ein exklusiver Freundeskreis und pflegen einen intensiven ehrlichen Umgang miteinander. Gerade in Zeiten, wo das Fortbildungsangebot unermesslich erscheint, gibt es wenig Alternativen, die das bieten, was wir brauchen: Exzellente Fortbildung mit kollegialem Austausch, der unsere Praxen wirklich nach vorne bringt und somit auch unseren Patienten hilft.. Wenn Sie Interesse haben, zu unserem Freundeskreis zu stoßen oder vielleicht sogar Mitglied werden wollen, dann sprechen sie unsere Mitglieder an. Am besten ist dies natürlich auf unseren Seminaren möglich. Die Aufnahmeprozeduren sind anspruchsvoll aber einfacher als Sie vielleicht denken. Nähere Informationen zur Mitgliedschaft und unser Fortbildungsprogramm finden Sie detailliert auf unserer Homepage (www.neue-gruppe.com). Einige der zukünftigen Kurse sind aber auch schon in diesen News angekündigt. Ich würde mich freuen, Sie nach Koblenz auch auf einem unserer nächsten Seminare begrüßen zu dürfen. Mit kollegialen Grüßen
Ihr Reinhold Rathmer, Präsident der NEUEN GRUPPE
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Berichte: 47. Jahrestagung der Neuen Gruppe „Parodontologie – Der Center-Effect“
„Parodontologie – Der Center-Effect“ Kongress für Zahnärzte & Dentalhygienikerinnen Hamburg, 21.-23. 11.2013 47. Jahrestagung der Neuen Gruppe
Vorkongress Workshop miit Dentalhygienikerinnen Christine Bischof, Jeanie Suvan und Birgitta Jönsson DR. NILGÜN ERIKLI UND DR. SAHAR HAJILOU
Am 21.11.2013 startete die Neue Gruppe ihre 47. Jahrestagung zum Thema „Parodontologie – Der Center-Effect“ in der Handelskammer Hamburg. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Vorkongress, in der die bekannten Dentalhygienikerinnen DH Christine Bischof aus Zürich, DH Jeanie Suvan aus London und DH Birgitta Jönsson aus Uppsala großartige Vorträge, gefüllt mit ihren langjährigen Erfahrungen und aktuellen Studien, präsentierten. Der erste Vortrag von DH Christine Bischof hatte zum Thema „Das Team DH/Zahnarzt in der Parodontaltherapie – vom Erstkontakt zum Recall“. Hierbei stellte sie das schweizer Behandlungskonzept von der Initialphase bis zum Recall vor. Die Initialphase wird in zwei Abschnitte unterteilt, wobei in Phase 1 die Mundhygiene des Patienten optimiert und die Hygienefähigkeit des Gebisses hergestellt und in Phase 2 die nicht-chirurgische Taschenbehandlung und Full-Mouth-Desinfection durch die Dentalhygienikerin durchgeführt wird. Weiterhin wurden verschiedene Mundhygiene-Techniken und Utensilien vorgestellt, wobei besonders, für das erfolgreiche Biofilmmanagement, auf die Schallzahnbürste und ihre Hydrodynamische Wirkung, als positiver Begleiteffekt, eingegangen wurde. Dieses Konzept führt dazu, dass nach Abschluss der Initialphase 1 ca. 30 – 60% der Patienten als gesund entlassen werden können. Der zweite Vortrag von der Rednerin DH Jeanie Suvan, mit dem Titel „Health Behaviour Change in the Dental Practice“ behandelte psychologische Aspekte der Motivation in der Mundhygienephase und die Möglichkeiten der Veränderung im Gesundheitsverhalten. Da die Parodontitis eine multifaktorielle chronische Erkrankung ist und durch Co-Faktoren wie Rauchen, Diabetes und die individuelle Mundhygienesituation beeinflusst wird, ist es eine wichtige Voraussetzung das LifeTime-Verhalten in Bezug auf den gesamten Gesundheitszustand des Patienten langfristig zu verändern. Hierbei hat sich die motivierende Gesprächsführung, die bekannt aus der
Suchttherapie ist, als besonders wirkungsvoll herausgestellt. Eine klassische Beratung habe dagegen nur eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 5 – 10%. Die motivierende Gesprächsführung stützt sich, als kognitive Verhaltenstherapie, auf Gefühle und Emotionen und setzt dabei die Zusammenarbeit mit dem Patienten, ein zustimmendes Verhalten und die Anerkennung des Patienten als Individuum voraus. Während des Gespräches sollte besonders empathisch und wohlwollend zugehört und einem Berichtigungsreflex wiederstanden werden. Bei dieser Form der Kommunikation, spricht der Patient selbst sehr viel. Das Kernproblem vieler Patienten sei, dass sie zwar wüssten was sie tun sollten, es aber nicht wollen. Dieses ambivalente Verhalten des Patienten sei ein Teil der Entwicklung welche durch eine beratende und nicht anweisende Gesprächsführung erleichtert werden kann. Das Ziel dieses Gespräches sollte sein, dem Patienten einerseits die Wichtigkeit einer Maßnahme (Warum sollte ich dieses oder jenes tun?) klarzumachen und die Selbstsicherheit des Patienten, dieses auch wirklich tun zu können, zu stärken. Wenn das Maß dieser beiden Faktoren hoch ist, steigt auch die Bereitschaft, die angebotene Maßnahme langfristig umzusetzen. Im dritten und letzten Vortrag stellte DH Birgitta Jönsson ihre Untersuchung zum Thema „Individually Tailored Oral Health Education Programme in Periodontal Treatment (2012)“ vor. Dabei zeigte sich, dass bei Patienten, die eine individuelle Mundhygieneeinweisung erhielten eine interdentale Plaquereduktion um ca. 50% erzielt werden konnte und auch die Gingivitis stärker zurück ging. Primäres Ziel der individuell ausgerichteten Mundhygieneerziehung sei es, aus einem Verhalten eine Angewohnheit zu machen, wie zum Beispiel das Gehen oder das Autofahren, denn sonst wird das Zähneputzen schnell zu einer Herausforderung. Studien zeigen, dass so 12 – 50% ihr Verhalten ändern können und davon nochmal 50% dieses Verhalten in eine Angewohnheit umwandeln. Ein beispielhaftes Vorgehen bei der Mundhygieneeinweisung könnte
Berichte: 47. Jahrestagung
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 40 / Herbst 2014 folgendermaßen aussehen: Ein bestehendes Verhalten eruieren (putzt 1x täglich), ein Wunschverhalten definieren (putzen 2x täglich), ein neues Verhalten definieren (Interdentalbürste täglich) und ein unerwünschtes Verhalten abschaffen
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(Rauchen). Lehrvideos zum Mundhygienetraining, Patientenkommunikation und Motivation des Public Dental Health Service Competence Centre of Northern Norway rundeten diesen wundervollen Vortrag ab.
Zusammenfassung Freitag der 47. Jahrestagung der NEUEN GRUPPE in der Handelskammer Hamburg DR. OLIVER HUGO
Prof. Maurizio S. Tonetti: Der italienische Tag begann mit Prof. Maurizio Tonetti. Gleich zu Beginn seines Vortrages erläuterte er uns anhand einer multizentrischen Studie (Tonetti/Cortellini, Lang 1998) das Thema des Kongresses, den „Center-Effect“. Beim Vergleich eines regenerativen Therapieansatzes mittels GTR mit einem reinen Access Flap in den teilnehmenden Zentren ergeben sich hochsignifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Zentren. Sogar innerhalb der Kontrollgruppe (Access-flap) sind die Unterschiede zwischen den Zentren größer als zwischen den beiden Verfahren. Da die Unterschiede in der Testgruppe noch deutlicher ausfallen, lässt sich vermuten, dass der CenterEffekt umso stärker in Erscheinung tritt, je komplizierter das angewendete Verfahren ist. Ingesamt ist der Center-Effekt dreimal so groß wie der Treatment-Effekt. Es stellt sich also die Frage, wodurch die Studienergebnisse noch beeinflusst werden. Tonetti erkennt dabei mehrere Variabilitätsquellen (Biases), die er im Folgenden sehr ausführlich analysiert: 1. Clinical setting 2. Clinician 3. Society 4. Patient Da der Patient im Zentrum stehe, sei der durch den Patienten ausgelöste Effekt der wichtigste. Nach Tonetti werden die Folgen einer aktiven Parodontitis für die Lebensqualität massiv unterschätzt. Abrahamson hat 2008 diese psychologische
Komponente genauer untersucht. Neben Scham und Furcht war dabei auch Ärger über die sehr spät gestellte Diagnose ein oft genanntes Gefühl. Wimmer 2002, Kloostra 2006 und Boyopati 2007 zeigten in ihren Arbeiten Zusammenhänge zwischen Stress, Depression und Angstzuständen mit parodontalen Erkrankungen. Eine Arbeitsgruppe um Patel hat im Jahre 2008 das Lachen von Probanden, die eine Comedy-Show sahen, mit einer Kamera festgehalten und bei parodontal kompromittierten Menschen eine deutlich reduzierte Mimik diagnostiziert. Wenn man das weiß und sich gleichzeitig darüber im Klaren ist, dass eine regelmäßige Erhaltungstherapie zu sehr niedrigen Zahnverlustraten pro Patient pro Jahr (0,11 nach Tonetti 2000) führen kann, dann kann das zahnmedizinische Team einen sehr großen Beitrag für die Lebensqualität solcher Patienten leisten. Aus Patientensicht wird nämlich die Infektionskontrolle und der Zahnerhalt als größter Benefit der gesamten parodontalen Betreuung gesehen. Neben bekannten systemischen Risikofaktoren (im Sinne von „co-morbidities“) wie unkontrolliertem Diabetes, kardiovaskulären Erkrankungen, rheumatoider Arthritis und verschiedenen Medikationen erhöht sich das parodontale Erkrankungsrisiko durch das Alter. Tonetti spricht dabei davon, dass der Alte-
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Berichte: 47. Jahrestagung der Neuen Gruppe „Parodontologie – Der Center-Effect“
rungsprozess spezifische Fenster erhöhter Empfänglichkeit für Parodontitis öffnet, dies natürlich auch in Abhängigkeit vom Lebensstil: Rauchen, Ernährung (Chapple 2007, Amaliya 2007) und Fettleibigkeit sind gemeinsame Risikofaktoren vieler Erkrankungen! Gleichzeitig hätten es – nach Tonetti – die meisten Patienten schwer, zusätzlichen Nutzen in begleitenden, chirurgischen Maßnahmen zu erkennen. Dabei seien gerade hier zwischen 1988 und 2004 sehr große Fortschritte erzielt worden, wie er anhand einer sehr eindrucksvollen, grafischen Darstellung aller regenerativen Studien, geordnet nach CAL-Gewinn, zeigte. Die drei Italiener (Zucchelli, Tonetti und Cortellini) erkennen dabei in ihrer eigenen Lernkurve einzelne Stadien der Weiterentwicklung: „Spielen und Ausprobieren“, „Evidenz aufbauen“, „Evidenz anwenden“, „Strategien weiterentwickeln“. Erwiesen sei, dass für die erfolgreiche Anwendung regenerativer Therapien eine gut strukturierte und hochentwickelte nicht-chirurgische Betreuung der Patienten vorausgehen muss, dass lokale und systemische Antibiotika den Erfolg verbessern können, dass tiefe Taschen manchmal einer Lappen-OP bedürfen, bevor sie regenerativ behandelt werden können, der Nikotinabusus (mehr als 20 Zigaretten/d) eine relative Kontraindikation darstellt, sowie höhere Level von Plaque einen negativen Effekt haben (Tonetti 1995). Eine sehr wenig variable Messgröße sei der FMBS (Full mouth bleeding score), der für regenerative Eingriffe unter 15% liegen sollte. Zusammenfassend bringt er die patientenbezogenen Aspekte der Parodontitis auf eine Formel: Krankheiten + Psychologie + Begleiterkrankungen + Lifestyle = Patient Generell sei es schwierig, zuverlässige Prognosen über den Verlust von parodontal geschädigten Zähnen zu geben. Chambrone hat dazu in 2010 einen systematic review zusammengestellt, nach dem zwischen 56% und 86% aller Patienten, die sich in systematischer Erhaltungstherapie befinden, ohne Zahnverlust geblieben sind. Generell böte sich zur Risikoabschätzung die erstmals von Tonetti 1998 vorgestellte und später in Bern weiterentwickelte „Spinne“ an. Aber auch hier zeigt sich am Beispiel einer von Carnevale im Jahre 2000 parallel in Bern und Bologna durchgeführten Studie der Center Effect: Die Zahnverluste während der Erhaltungstherapie waren in Bologna zehnmal niedriger als in Bern. Die Erklärung war einfach: Aufgrund eines komplexen paroprothetischen Konzeptes in Bologna wurden dort vor Beginn der Behandlung bereits alle fragwürdigen Zähne gezogen.
„hoffnungslos“ auf „erhaltungsfähig“. Da beide Gruppen im Beobachtungszeitraum zudem in etwa die gleiche Komplikationsrate zeigten, erwies sich die regenerative PA Therapie hier aufgrund kürzerer Behandlungsdauer und niedrigerer Kosten als überlegen. Ein interessantes Video dazu zeigte einen von ihm regenerativ behandelten, hoffnungslosen 11. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich Tonetti mit der Bedeutung der „Ridge/Socket- Preservation“, über die nach seiner Meinung übermäßig viel geredet wird. Die berühmte Hunde-Studie von Aroujo hätte unser Bild über die Heilung einer frischen Extraktionsalveole stark geprägt. In dieser Studie wurden jedoch völlig gesunde Zähne entfernt, was normalerweise nicht der Realität entspräche. Die Zähne, die er ziehen müsse, wären normalerweise stark parodontal vorgeschädigt oder hätten einen Längsriß, was jeweils starke Destruktionen der Alveole im Vorfeld mit sich brächte. Einen Kieferkamm, der nicht mehr da ist, könne man aber auch nicht erhalten, sondern müsse man augmentieren. Tonetti selbst hat nach eigenen Angaben in den letzten 12 Monaten lediglich drei Zähne mit intakter Alveole gezogen. In der Literatur kommt auch hier wieder der „Center-Effect“ zum Tragen: Sehr unterschiedliche Werte werden von verschiedenen Behandlern publiziert. Die einzige Studie mit gutem Ergebnis gegen die Negativkontrolle sei von Jung 2013 publiziert worden (BioOss Kollagen gegen bTCP): The Zurich Approach. Zum Schluß stellte er noch eine ganz frische Studie zur Wundheilung nach Extraktion von Kim (2013) vor: Von allen untersuchten Alveolen sind 1156 normal verheilt, in nur 70 Fällen gab es Unregelmäßigkeiten, die zum Beispiel in 49% zu einem Verlust der bukkalen Lamelle führten. 72% der Unregelmäßigkeiten traten nach parodontaler Vorschädigung des extrahierten Zahnes auf, 11% nach paro-endo Problemen und nur 2% nach reinen Endoproblemen. Interessanterweise waren solche Unregelmäßigkeiten häufiger zu finden in der Molarenregion, bei Bluthochdruck, bei Einzelzahnextraktionen und bei Patienten die jünger (!) als 60 Jahre waren. Er verwies auch auf die bekannte Studie von Sanz 2010, die sich mit der Implantation in frische Extraktionsalveolen beschäftigt. Einschlusskriterium sei hier eine intakte Alveole gewesen. Tonetti meinte, er käme nie in die Verlegenheit, das auszuprobieren, da er solche Zähne nicht extrahiere! Zusammenfassend bringt er die klinischen Aspekte auf folgende Formel: Wissen + Übung + Erfahrung + Entscheidung = Behandler
Prof. Sandro Cortellini: Wo liegen nun die Limits bei der regenerativen Therapie? Er zitierte dazu eine RCT-Studie von Cortellini, worin 50 hoffnungslose Zähne therapiert wurden, 25 davon regenerativ (Testgruppe), 25 davon extrahiert und mit Klebebrücken oder Implantaten versorgt (Kontrollgruppe). Der durchschnittliche CAL-Gewinn in der Testgruppe lag nach fünf Jahren bei 7.6mm, 23 von 25 Zähnen veränderten die Einstufung von
Cortellini begann seinen Vortrag mit einer Übersicht der Klassifikation von knöchernen Defekten in der Parodontologie und mit der Empfehlung, bei allen „intrabony defects“ immer auch am benachbarten Zahn zu sondieren und die Differenz als Tiefe des Defektes zu übernehmen. Das sei wesentlich sicherer, als sich auf Röntgenbilder zu verlassen. Wohl um dem voll besetzten Auditorium Appetit zu machen,
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 40 / Herbst 2014 zeigte er gleich im Anschluss zahlreiche, erfolgreich behandelte, teilweise hoffnungslose Fälle, jeweils vorher/nachher. Wenn man einen Defekt diagnostiziert hat, sei es wichtig, herauszufinden, warum dieser Defekt entstanden ist. Lockerungsgrade entstünden manchmal auch durch okklusale Traumata, die sich leicht beseitigen ließen. Ein wichtiges Kriterium sei auch die Vitalität des Zahnes. Diese hat bei regenerativen Massnahmen zwar keinen Effekt auf den CAL-Gewinn (Cortellini 2001), dennoch müsse bei Knochenverlusten bis zum Apex immer eine endodontische Versorgung mit erfolgen. Wenn wir regenerativ behandeln, so haben tiefere Defekte kein größeres Regenerationspotential als weniger tiefe (Cortellini 1996), jedoch ist eine bessere Regeneration bei einem kleineren Öffnungswinkel des Defektes zu erwarten (Cortellini und Tonetti 1999). Entscheidend für die Regeneration sei die Stabilität des Blutkoagels im Defekt. Diese könne natürlich leichter bei mehrwandigen Defekten erreicht werden. Je weniger Wände da seien, desto mehr muss die Stabilität über das Füllmaterial oder über die Membran erreicht werden. Dabei spielt auch das Lappendesign eine wichtige Rolle: Sein eigenes Lappendesign hat sich vom Open flap 1995, über den modifizierten Papillenerhaltungslappen 1995, den vereinfachten Papillenerhaltungslappen 1999, den mikrochirurgischen Lappen 2001, den minimalinvasiven Approach 2007, bis hin zur „modified MIST“-Technik im Jahre 2009 entwickelt. In einer Serie von Bildern zeigt er dabei, dass der Lappen immer kleiner und graziler wird. Bei der M-MIST Technik wird eine horizontale Inzision im bukkalen Anteil der mit dem Defekt assoziierten Papille angebracht, dann eine vollschichtige Elevation des bukkalen Lappens durchgeführt, bevor bukko-lingual das Gewebe an der Defektbasis getrennt wird. Nach Mobilisation des bukkalen Lappens über eine Periostschlitzung und Elevation der Papille kann der Defekt gesäubert werden und das Füllmaterial zusammen z.B. mit einer titanstabilisierten PTFEMembran eingebracht werden. Über vertikale, interne Matratzennähte lässt sich im Anschluss ein spannungsfreier Wundverschluss erzielen. Durch mikrochirurgische Techniken habe sich die Erfolgsquote (stabiler Lappenverschluss) auf 92,3% anheben lassen.
Alle Zuschauer waren für die folgenden OP-Videos mit einer 3D-Polfilterbrille ausgestattet, so dass das entsprechend aufbereitete Bildmaterial besonders eindrucksvoll wirken konnte.
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Im ersten Video versorgte er einen dreiwandigen Defekt am Zahn 21 mit BioOss Kollagen und BioGuide, der zweite Fall imponierte durch multiple Defekte bis 10mm Tiefe zwischen den sehr stark gelockerten Zähnen 44-46, die er nach zweiminütiger Applikation von EDTA mit Amelogenin versorgte und dann mit Komposit und Draht schiente. Insbesondere der zweite Fall sei ideal zur Demonstration seiner Technik gewesen, da hier stabile knöcherne und gingivale Wände und ein stabiles gingivales Dach vorgelegen haben und daher das Blutkoagel einfach zu stabilisieren gewesen sei. Mehrere ähnliche Fälle folgten, bei denen jeweils nur ein minimaler Lappen nach der MMIST Technik gebildet und nach Kurretage eine Mischung aus BioOss und Emdogain eingefüllt wurde. Die neue Technik sei für die Patienten erheblich angenehmer, da sie kaum postoperative Schmerzen verursache, und verkürze die Behandlungszeit erheblich (Cortellini und Tonetti 2011). Generell zeigte er sich aber überzeugt, dass der Einfluss des chirurgischen Könnens sowie der „Center-Effect“ auf die Ergebnisse wahrscheinlich stärker sind als das Fläschchen Biomaterial, das dabei benutzt wird. Cortellini hat 2011 im direkten Vergleich jedenfalls keine signifikanten Unterschiede zwischen M-MIST Technik alleine, der M-MIST Technik in Verbindung mit Emdogain, sowie der M-MIST Technik mit Emdogain und BioOss feststellen können. Zum Abschneiden von Emdogain selbst gäbe es in der Literatur widersprüchliche Aussagen, wobei meistens kein signifikanter Effekt festgestellt wurde (Tonetti 2002, Ribeiro 2011, Cortellini 2011). Zusammenfassend stellte er fest, dass es sehr wichtig sei, die Patienten entsprechend auszuwählen (FMBS!), vorzubehandeln (Endo, Mobilität) und dann die Technik richtig einzusetzen: 1. Schritt: Chirurgischer Zugang 2. Schritt: Lappen Design a. Defekt 1-2 Seiten des Zahnes: M-MIST b. Defekt 3-4 Seiten des Zahnes: Extended Flap 3. Schritt: Regenerative Chirurgie a. M-MIST unabhängig von der Defektanatomie, EMD oder auch nicht b. MIST – bei begrenzten Defekten EMD, sonst EMD und Füller c. Extended Flap: Endo, Füller und Barriere 4. Schritt: Nahttechnik a. M-MIST, MIST, EXT-Flap: Einzelne interne Matrazennähte b. Nicht begrenzte Defekte: Doppelte interne Matrazennähte Nach eigenen Angaben hat er mit diesem Vorgehen eine 96%ige Erfolgsrate über einen Zeitraum von zehn Jahren dokumentiert. Stabil seien vor allem die Patienten, die regelmäßig im Recall sind, die nicht rauchen und eine gute Mundhygiene betreiben. Die dargestellten Defekte können mit der Technik zuverlässig behandelt werden, wobei die regenerativen Materialien nicht den entscheidenden Einfluß haben. Wichtig wäre es, die Behandler besser zu trainieren!
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Berichte: 47. Jahrestagung der Neuen Gruppe „Parodontologie – Der Center-Effect“
Zusammenfassung Samstag der 47. Jahrestagung der NEUEN GRUPPE in der Handelskammer Hamburg
DR. AMELIE MEYER-BÄUMER, M.SC.
Prof. Dr. Markus Hürzeler: Nach einem rauschenden Festabend im Hotel ‚Vier Jahreszeiten’ an der Hamburger Alster mit herausragender musikalischer Untermalung der Band ‚Anja Burow und Freunde’ nahm sich Prof. Dr. Markus Hürzeler (München, Deutschland) am zweiten Tag des Kongresses dem implantologisch/periimplantären Teil an. Mit seinem durchdachten Vortrag zum Thema „Implantatchirurgie – Schlüssel zum Erfolg“ stellte er sein Konzept moderner Implantologie vor. Dieses sollte in seinen Augen nicht nur die bisherige ‚Prosthetic driven implantology’ sondern auch die ‚Biologic driven implantology’ berücksichtigen. Anhand eines Fallbeispiels zeigte Prof. Markus Hürzeler zu Beginn seines Vortrags die Möglichkeiten der modernen rekonstruktiven Parodontologie auf und setzte sich für einen maximalen Zahnerhalt nach der Devise ‚Behandelt Eure Patienten so, wie Ihr selbst behandelt werden möchtet.’ ein. Aufgrund der ausgeprägten Prävalenz der Periimplantitis, der im Vergleich zur Parodontitis schnellen Progression und der noch nicht voraussagbaren Therapie dieser Erkrankung sprach er sich für einen maximalen Zahnerhalt und ergänzende Implantationen im Beriech der bereits fehlenden Zähne aus, um Zeit für den Patienten zu gewinnen. Der Schlüssel für eine langfristig erfolgreiche Implantattherapie kann laut Prof. Markus Hürzeler nur der biologische Ansatz sein. Dabei stände die Prävention an erster Stelle, was eine Raucherentwöhnung und vor allem regelmäßige Sondierung der Implantate inkludiere. Ebenso stelle das ein Jahr nach Einsetzten der Suprakonstruktion erstellte Röntgenbild (Baseline) einen wichtigen Bestandteil zur Beurteilung der Progression periimplantärer Erkrankungen dar. Aufgrund der äußerst schlechten Sondierbarkeit von Implantaten mit PlattformSwitch und dem fehlenden Beweis, dass der Knochenerhalt aufgrund des Plattform-Switch höher sei, rät Prof. Markus Hürzeler zum jetzigen Zeitpunkt daher vom Plattform-Switch ab. Ebenso spricht er sich aufgrund der hohen Periimplantitisraten, die durch die sogennante ‚Zementitis’ hervorgerufen werden (Wilson 2009, Linkevicius et al. 2012), gegen zementierte und für verschraubte Suprastrukturen auf Implantaten aus: „Geht weg vom Zementieren – verschraubt!“. Das größte Problem der Verschraubung stelle jedoch die oft nach vestibulär gehende Schraube dar, was im Team um Prof. Markus Hürzeler mit einem möglichst kleinen Schraubenkopf gelöst wird. Ebenfalls wird das Setzen von Implantaten durch die Verschraubung deutlich erschwert, da durch die Suprakonstruk-
tion mögliche Fehlpositionierungen des Implantates weniger ausgeglichen werden könnten. Des Weiteren kritisierte er den Trend zu rauhen Oberflächen bis hin zur Implantatschulter. Durch dieses Design soll angeblich der Knochen um das Implantat besser erhalten werden, was in Studien von Berglundh et al. (2009) jedoch nicht gezeigt werden konnte. Für Prof. Markus Hürzeler sei dies ein falscher Ansatz und sprach sich daher für Implantate mit poliertem Kragen, die suprakrestal gesetzt werden, aus. Als weiteren Punkt seines Konzeptes stellte Prof. Markus Hürzeler seine Vorstellungen zur ‚Software’ vor. Bezüglich der weichgewebigen Komponenten forderte er quantitativ eine Weichgewebshöhe von 2-3 mm. So solle beispielsweise im Rahmen der Freilegung im distalen Bereich das Gewebe gleichzeitig auf 2-3 mm ausgedünnt werden, was er anhand eines Fallvideos bildlich darstellte. Qualitativ sprach er sich trotz der kontroversen Studienlage für eine keratinisierte und vor allem befestigte Gingiva aus.
Dr. Gianfranco Carnevale: Den Abschluss der Tagung bildete der Vortrag des im Bereich der resektiven Parodontalchirurgie führenden Parodontologen Dr. Gianfranco Carnevale (Rom, Italien). Den Leitfaden zu seinem Thema ’Resective Periodontal Surgery – Keys to Success’ stellten die drei Fragen zur resektiven Parodontalchirurgie dar: ‚WHY, WHEN and HOW’. Die äußerst große Voraussagbarkeit der Therapieergebnisse, die einfache Heilung und die effektive Elimination tiefer Sondierungstiefen sowie von Bleeding on Probing (BOP) seien Gründe, das Therapieverfahren der resektiven Parodontalchirurgie wie beispielsweise den apikalen Verschiebelappen mit Osseous resective surgery (ORS) zu wählen. Als Zielendpunkte der parodontalen Therapie nannte Dr. Gianfranco Carnevale dabei Sondierungstiefen von ≤ 4mm, kein BOP, kein weiterer Verlust des klinischen Attachments, kein Furkationsbefall und einen Full-mouth Plaque Score von ≤ 15%. Dass diese Endpunkte durch eine resektive Parodontaltherapie erreicht werden könnten, zeigte er anhand seiner zahlreichen Studienergebnisse. Unter anderem stellte er dabei zwei eigene Publikationen zu Langzeitergebnissen nach resektiver Therapie aus dem Jahr 2007 vor. Des Weiteren präsentierte Dr. Gianfranco Carnevale im Rah-
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men des Vortrags sein Konzept der ‚Fiber Retention Osseous Resective Surgery (FibReORS)’. Wie auch Prof. Sandro Cortellini am Vortag zeigte Dr. Gianfranco Carnevale seine FibReORS-Technik in einem spektakulären 3-D-Video anhand eines Fallbeispiels einer Prämolarisierung des unteren ersten Molaren mit drittgradigem Furkationsbefall. Dass dieses Konzept zu gleichwertigen Ergebnissen wie die ORS führt, stellte Dr. Gianfranco Carnevale an Studienergebnissen, die beide Techniken miteinander verglichen, dar (Carnevale et al. 2007). Dabei wiesen Patienten, die mit der FibReORS-Technik behandelt wurden, weniger Unbehagen, weniger Rezessionen und eine geringere Entfernung des Alveolarknochens vor, weshalb er diese Form der regenerativen Therapie präferiert. Er räumte jedoch ein, dass Ergebnisse von großen Multicenter-Studien zu diesem Thema jedoch noch nicht vorhanden seien. Die angeregte Abschlussdiskussion mit den Rednern der Jahrestagung Prof. Dr. Maurizio Tonetti, Prof. Dr. Sandro Cortellini und Dr. Gianfranco Carnevale dauerte über eine Stunde und zeigte das immense Interesse des Publikums an dem für die diesjährige NEUE GRUPPE-Tagung gewählten Thema. Insgesamt ein mehr als gelungener Kongress, der seinen Abschluss bei einem gemeinsamen Abend in der Marsbar im Hamburger Stadtteil Eppendorf fand und definitiv das Interesse auf die nächste Jahrestagung im Oktober 2014 in Koblenz geweckt hat.
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Berichte: Frühjahrstagung 2014
„Neue Gruppe“ Frühjahrstagung 2014 am Wiesensee/Westerwald VON PHILIPP MENN
Die diesjährige Frühjahrstagung begeisterte mit einer Vielzahl faszinierender Referenten, einem abwechslungsreichen und hochinteressanten wissenschaftlichen Programm in einem wunderschönen ländlichen Ambiente am Wiesensee im Westerwald. Wie üblich wurde das Wochenende mit dem traditionellen Begrüßungsabend begonnen, der zugleich auch den Rahmen für die Siegerehrung des internen Golfturniers darstellte. Nach einer vermutlich viel zu kurzen Nacht konnten wir uns dem wissenschaftlichen Programm am Freitagmorgen widmen. Begonnen haben wir mit Pascal Schumacher, der uns eine echte potentielle Innovation auf dem Gebiet der KFO Retentionen vorstellte: Ein durch CAD CAM maschinell gefertigter Retainer, der durch seine exakte Passgenauigkeit, seine absolute Passivität und sein grazile Gestaltung beeindruckte. Gefolgt wurde dieser Vortrag von Mona Hagelstein die uns eine klinische Vergleichsstudie zur Montage im Artikulator präsentierte, bei der sie die schädelbezügliche Montage mit der ästhetischen Montage verglichen hat. Dabei hinterfragte sie
vor allem den Umstand , dass wir stetig versuchen Abweichungen in der Symmetrie durch eine mittelwertige Artikulation auszugleichen. „Über den Stellenwert der Prophylaxe“ berichtete uns Carsten Stockleben. Nach einem sehr unterhaltsamen und aufschlussreichen Exkurs in die Historie der Prophylaxe von der frühen Steinzeit über die Antike bis in Gegenwart, führte uns Carsten nochmals einige beängstigende Zahlen vor: 800.000 KZV Anträge bei 23 Millionen Parodontalerkrankten? ... es besteht also noch ausreichend Handlungsbedarf in Deutschland. Nach einer kurzen Pause gab uns Rainer Erhard einen Überblick über den digitalen Workflow bei der 3D Implantatplanung. Nach den uns bekannten Vorteilen der DVT gestützten Planung wie z.B. der optimierten Prothetik, der Augmentationsvermeidung, oder der Miteinbeziehung von biologischen Faktoren (Emergenzprofil), stellte er besonders die richtige Indikation für eine Basisdiagnostik oder eine DVT gestützte Diagnostik heraus. Nur 10% aller Implantate werden mittels Schablonen inseriert.
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 40 / Herbst 2014 Über die „klinischen Konzepte für die Versorgung von Extraktionsalveolen“ berichtete uns Stefan Fickl. Die Knochenatrophie der bukkalen Lamelle, auch bei Sofortimplantation, liegt bei ca. 50% und entspricht damit in etwa 5-7mm. Die bukkale Rezession fiel dabei 2.5 bis 3 mal höher aus wenn die Extraktionsalveole nicht sofort versorgt wurde. Die nach seinen Zahlen besten Ergebnisse bei der Versorgung der Alveolen erzielte er durch Auffüllen mittels Knochenersatzmaterial und Verschluss durch einen Punch. Dabei jedoch zu bedenken ist: 65% der Fälle mit Socketpreservation brauchen im Laufe der späteren Versorgung eine erneute Augmentation. Zurück in die Zukunft des „digitalen Workflows in der Zahnmedizin“ brachte uns dann Matthias Müller mit der ihm eigenen trockenen und humorvollen Art. Im Laufe seines Vortrages präsentierte er einen vollständigen Arbeitsablauf eines CAD CAM gefrästen Zahnersatzes anhand des von ihm verwendeten iTero Systems. Das Benefit dieser Arbeiten beschrieb Matthias vor allem die bessere Reproduzierbarkeit der Arbeiten und eine schnellere Fertigungszeit. Außerdem ist zu bedenken, dass viele der modernen Werkstoffe auf CAD CAM Verfahren beschränkt sind. Nachteile zum analogen Werkprozess sieht er nach wie vor im Bereich der aufwändigen Schichtungen und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Den Abschluss an diesem äußerst lehrreichen Freitag bildete Pasqual Marquard mit dem Thema „3D Implantatplanung & Umsetzung“.
Berichte: Frühjahrstagung 2014
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Das Ziel war es flexible Protokolle zur fallspezifischen digitalen Implantatplanung darzustellen. Betont wurde dabei, dass die Indikation bei komplexen Fällen sehr stark von der persönlichen Komfortzone abhängt und somit stark behandlerspezifisch ist. Pasqual präsentierte das von ihm verwendete Schablonendesign von „SmOP“. Diese von 3D Druckern generierten sehr günstigen Schienen bestechen durch ihr etwas eigenwilliges „Spaghettidesign“, das jedoch eine sehr gute Sicht und Kühlung gewährleistet. Damit hatte dieser Vortagstag zunächst sein Ende gefunden und es gab nun die Gelegenheit das Gehörte in entspanntem Ambiente des Lindner Hotels im Rahmen des Festabends bei dem ein oder anderen Glas Wein zu diskutieren. Last but not least! Andreas Röhrle begeisterte uns am Folgetag mit einem didaktisch hervorragend aufgebauten Vortrag zum Thema „All on Four“. Alle relevanten Aspekte wurden erläutert: Patientenklientel, ökonomische Überlegungen, Grundprinzipien, Statistiken, chirurgische/ prothetische Betrachtungen, Misserfolge, Literatur sowie eine Fallpräsentation step by step und die Nachsorge der Patienten. Ein im Großen und Ganzen sehr runder und umfassender Beitrag dieses hochaktuellen Themas und ein würdiger Ausklang der Vorträge der diesjährigen Frühjahrstagung. Im Namen der Telnehmer möchte ich im besonderen Reinhold Rathmer und dem gesamten Vorstand für die Großen Mühen und das schöne Wochenende danken und freue mich schon auf die Jahrestagung!
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Berichte: CAD/CAM-Kurs mit Prof. Edelhoff/Team in München
„Yes, we scan!“ – CAD/CAM-Kurs in München mit Prof. Edelhoff und Team VON MARTIN SACHS
CAD, CAM, Daniel Edelhoff, Florian Beuer, LMU, München! Diese Eckdaten lassen schon auf ein spannendes Programm schließen. Wenn man dann auch noch das Vergnügen hat über zwei volle Tage diese Experten auf dem Gebiet der CAD-CAM Techniken begleiten zu dürfen, dürfte wirklich keine Frage unbeantwortet bleiben. Dieser Anspruch wurde erfüllt – soviel vorweg. Wir starteten im kleinen, hochmodernen Hörsaal der Prothetik der LMU und wurden von Daniel Edelhoff begrüßt. Er betonte, wie sehr er sich auf diesen Kurs mit der Neuen Gruppe freue – und das merkte man im weiteren Verlauf deutlich. Nach einer allgemeinen Einführung in die Grundlagen der CAD-CAM-Technologie ging es zügig über zu komplexen und spannenden klinischen Behandlungsfällen und möglichen Einsatzgebieten der Scanner- und Frässysteme. Beeindruckend war die Flexibilität der vorgestellten Möglichkeiten. Es wurde dargestellt, wie bei umfangreichen Restaurationen sowohl ein digiatles Wax-up erstellt werden konnte, auch aber ein konventionelles digitalisiert werden konnte. Faszinierend war die eins zu eins Überlagerung auf die vorhandene (digitialisierte)
Patientensituation und somit eine einhundertprozentige Archivierung aller Daten für die weitere Behandlung. Dies ist verbunden mit der Möglichkeit, per Mausklick Details jederzeit ändern zu können. Als logische Folge wurden Fälle gezeigt, in denen full-mouth Mock-up´s in Polycarbonat gefräst wurden und über Wochen getragen werden konnten. Als 23 Stunden Schienen wurden diese nur zum Essen und zur häuslichen Mundhygiene herausgenommen. Passend zum Vortrag wurden die originalen Patientenmodelle mit den Schienen durch das staunende Publikum gereicht, und man konnte die unglaublich dünne Schichtstärke von zum Teil 0,2 mm bewundern – bei perfekter Morphologie. Ein unschlagbarer Vorteil solcher Schienen: sollte trotz der erstaunlichen Stabilität eine solche Schiene frakturieren, so ist in kurzer Zeit eine zu 100% identische herstellbar. In der Folge scheint es somit nur logisch, dass die künstlich geschaffene Okklusion nach erfolgreicher Adaptation 1:1 in eine vollkeramische Versorgung umgesetzt werden kann – ohne funktionelle Überraschungen. Ein weiterer Vorteil ist das mögliche quadrantenweise Vorgehen bei der definitiven Rehabilitation mit sukzessiver
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 40 / Herbst 2014 Einkürzung der Polycarbonat-Schiene. Ein gemütliches und kliniknahes Mittagessen stärkte uns für den Nachmittag, bei dem die Demonstrationen von Maschinen, Werkstoffen und deren Einsatzgebieten im Vordergrund stehen sollten. Zunächst zeigte uns aber Florian Beuer ein beeindruckendes Konzept der Implantologie mit eingebundener prothetischer Planung und Umsetzung. Das Münchener Implantatkonzept verdeutlicht die Möglichkeit der Schnittstelle zwischen Implantologie, digitaler Prothetikplanung und deren Umsetzung. Voraussagbar und minimalinvasiv. Es folgte die Demonstration der Hardware. Es erwartete uns ein gewaltiger Maschinenpark mit einer Vielzahl an Scannern und Fräseinheiten. Als besonderes Highlight stand zu jeder Einheit ein absoluter Spezialist der Zahntechnik zur Seite, wo der Eindruck bestätigt wurde, dass diese Menschen diese Maschinen wirklich beherrschen. Eine Flut an neuen Materialien, deren Vor- und Nachteile sowie deren idealer Einsatz wurde ebenfalls anschaulich gemacht. Vieles konnte angefasst, ausprobiert und in Aktion erlebt werden. Nach diesen innovativen Eindrücken ging es zum Kontrast äußerst bodenständig und liebevoll bayrisch ins Paulaner Bräuhaus zum gemeinsamen Abendessen. Der folgende Morgen startete gleich wieder in media res. Ein spannender Vortrag zeigte das Ausloten von Grenzen der digitalen Zahnheilkunde. Bisher nicht vorhandene Schnittstellen wurden mit viel know-how geschaffen und bewusst Systeme und Ideen miteinander verknüpft. Wir durften beispielsweise erleben wie ganze Dentitionen eingescannt wurden, digitale Modelle erstellt wurden und eben diese in virtuelle Artikulatoren eingesetzt und bewegt werden konnten. Okklusionsprotokolle wurden sichtbar gemacht, Artikulation erlebar dargestellt und der mögliche Praxisbezug verdeutlicht. Es folgte ein wissenschaftlicher Vortrag über die Evaluierung der Genauigkeit der verschiedenen Systeme. Erstaunliche
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Datenmengen und viel Forschung verdeutlichte die Präzision der Systeme und bestätigte die gefühlte rasante Entwicklung, die die Industrie in den letzten Jahren durchgemacht hat. Mit einem Art Zirkeltraining ging es am Nachmittag weiter. An sechs verschiedenen Stationen konnten die unterschiedlichsten Scannersysteme in kleinen Gruppen angesehen und einzeln unter fachkundiger Anleitung ausprobiert werden. Man bekam so einen äußerst praxisbezogenen Eindruck von den Systemen und konnte Stärken und Schwächen selbst erleben. Als weiteres, zugegebenermaßen noch etwas holprig wirkendes, Tool wurde ein 3D Gesichtscanner gezeigt, mit dessen Hilfe sich der geplante Zahnersatz direkt in den Mund des digitalisierten Patienten einsetzen lies. Noch etwas provisorisch anmutend – aber vor dem Hintergrund des Potentials der Schnittstellen mit digtitalen Artikulator, digitalen Modellen und Zahnersatz – eine faszinierden Ergänzung und eigentlich logische Folge. Nach zwei intensiven Fortbildungstagen, viel eindrucksvoller Technik und Materialien, endete ein schönes Wochenende in München. Der Dank der Teilnehmer gilt unserem Veranstalter Alessandro Devigus und natürlich Prof. Edelhoff, Florian Beuer und dem gesamten Team an begleitenden Ärzten und Technikern.
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Neue Seminare
Neue Seminare 8. Reunion Berlin 2014 – Timing in der Implantologie Dr. Marco Degidi Dr. Amdt Happe Prof. Dr. Bjami Pjetursson Prof. Dr. Christian Stappert Samstag, 8. November 2014 Theoretischer Teil: • Einführung in die CAD/CAM-Technologie • Innovative Behandlungskonzepte in der Restauration komplexer • Innovative Behandlungskonzepte in der Implantatprothetik • Digitaler Workflow, digitale Verblendung Demonstration von CAD/CAM-Materialien • Aktueller Status und zukünftige Perspektiven in der Computer gestützten Zahnmedizin (Schwerpunkt Scanner und CAD)
3D Planung in der oralen Implantologie Fallplanungs-Workshop mit smop-Software, Fa. Swissmeda Mit Unterstützung durch Fa. SIC invent Dr. Pascal Marquard, Köln Ulf Neveling, Fa. Swissmeda, Zürich Freitag, 28.11.14, 13:00-19:00 Uhr Samstag, 29.11.14, 09:00-16:00 Uhr Programmablauf Freitag, 28.11.14 Ulf Neveling: Vorstellung und Einführung Swissmeda smop-Software Dr. Pascal Marquardt: Fallbeispiele anhand SIC-invent Implantatsystem Neveling, Marquardt: Praktische Planungsübungen 1: Trainingsfälle Fa.Swissmeda auf smop-Rechner
Praktischer Teil: Präparation Krone 26 Vollkeramik • Scannen der Präparation Krone 26, Konstruktion der Kronenrestauration CAD an max. 2 Stationen • Charside: Cadent iTero, CARA Trios, Cerec Omnicam, Lava C.O.S. oder MHT • Konstruktion: Cerec AC, ExoCAD, 3Shape • Demonstration: 3D Gesichtsscanner • Demonstration: Virtueller Artikulator, Freecorder Bluefox • Zusammenfassung und anschließende Diskussion Max. 25 Teilnehmer. Ort: Novotel, Berlin-Tiergarten Gebühr: 350,--€; Anmeldung: www.mastertreffen.de Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 8 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZMK
Samstag, 29.11.2014 Marquardt: Live-OP Neveling, Marquardt: Praktische Planungsübungen 2: die Teilnehmer planen eigene Fälle auf eigenem Rechner Mitzubringen: Notebook, Dicom-/STL- Daten eigener Fälle Zur Kursvorbereitung erhält jeder Teilnehmer nach Anmeldung einen Link zum Download der smop-Software. Maximal 12 Teilnehmer Ort: Marquardt & Partner – Zahnärzte Marienburg Parkstraße 21, 50968 Köln, Tel.: 0221-412 002 Gebühr: MG: € 350,- NMG: € 400,Anmeldung: Dr. Martin Heinkele, Augustinerplatz 2, 79098 Freiburg Tel. 0761-38389010, praxis@dr-heinkele.de
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Update Adhäsivtechnik: Anwendung von Adhäsivsystemen und Handhabung von Lichtgeräten Dr. Uwe Blunck Samstag, 24. Januar 2015, 10:00 – 18:00 h In diesem Kurs wird zunächst eine Übersicht über die aktuellen verschiedenen Adhäsivsysteme vermittelt, dabei werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Gruppen dargestellt. Verschiedene wissenschaftliche Studien zeigen, dass hinsichtlich der Wirksamkeit vor allem die Handhabung und korrekte Anwendung der Systeme entscheidenden Einfluss auf die Haftung an der Zahnhartsubstanz haben. Daher werden in diesem Kurs die Grundlagen für eine korrekte Anwendung der verschiedenen Adhäsivsysteme bei den verschiedenen Indikationsstellungen zum Aufbau der Haftung an den verschiedenen Substratoberflächen (glasbasierte Keramiken, Zirkonoxid-Keramiken, Metalle und Komposite) dargelegt. In praktischen Übungen können die Teilnehmer die Wirksamkeit der eigenen Anwendung der verschiedenen Adhäsivsysteme auf Schmelz und Dentin mit Hilfe einer mobilen Scherkraft-Messapparatur prüfen. Lichthärtende Adhäsivsysteme und Kompositmaterialien können ihre optimalen Eigenschaften nur dann entwickeln, wenn sie auch sicher polymerisieren können. Dazu ist die korrekte Handhabung eines effektiv arbeitenden Lichtgerätes nötig. In praktischen Übungen wird anschaulich demonstriert, wie unsichere Abstützung, Veränderungen des Einfallwinkels und unzureichende Belichtungszeiten die effektiv in der Kavität ankommenden Lichtenergien des eigenen mitgebrachten Lichtgerätes beeinflussen können. Der praktische Übungskurs soll die Möglichkeit geben, die
Parodontologie Update Dr. Otto Zuhr 19.-21.03.2015 Unser Neue Gruppe Freund Otto Zuhr zeigt uns in diesem parodontologischen 3-Tages-Intensivkurs sein Konzept sowohl in der regenarativen wie in der resektiven als auch in der plastischen Parodontalchirurgie. Neben der Vermittlung des theoretischen Hintergrundes werden die verschiedenen Behandlungsoptionen diskutiert und bewertet. Otto Zuhr demonstriert uns in verschiedenen Live-Operationen die Umsetzung seines
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eigene Handhabung bei techniksensiblen Arbeitsschritten direkt zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Kursinhalt: - Haftmechanismen an den verschiedenen Substratoberflächen Schmelz, Dentin, Keramiken, Metall, Komposit - Adhäsivsysteme: Übersicht und Neuentwicklungen, Wertung - Verarbeitungshinweise - Lichthärtung von Adhäsivsystemen und Kompositmaterialien Praktische Übungen: - Applizieren von Adhäsiven in Kombination mit der Etch&Rinse-Technik und (fast) aller selbst-ätzenden Adhäsivsysteme an plangeschliffenen extrahierten Zähnen und Überprüfung der eigenen Applikationstechnik an einer mobilen Scherkraft-Messapparatur - Messung der effektiven Lichtwirkung der eigenen mitgebrachten Lichtgeräte an kalibrierten Messeinheiten eines Phantomkopfes - Prüfung der eigenen Handhabung von Lichtgeräten am Phantomkopf durch Messung der effektiven Lichtmenge in simulierten KavitätenMaximal 20 Teilnehmer Ort: Charité Berlin, Zentrum für Zahnmedizin Aßmannshauser Str. 4-6, 14197 Berlin Gebühr: MG: € 350,- NMG: € 400,- 2 Youngster für € 200,Anmeldung: Dr. Uwe Blunck, Tel: 030 450 662 673 ,E-Mail: ublunck@charite.de Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 9 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZM
Konzepts. Darüber hinaus haben die Kursteilnehmer in Gruppen, wie auch in hands-on-Übungen Gelegenheit, Ihre Fertigkeiten zu trainieren. Kursbeginn ist Donnerstag um 10:00 Uhr. Für den Freitag ist ein gemeinsames Abend geplant. Der Kurs ist ausgebucht, es existiert eine Warteliste. Ort: Rosenkavalierplatz 18, München Gebühr: MG 1700 €, NMG 1950 €, Youngster 850 € Anmeldung: Dr. Ernst Vöpel, Blumenstr.46, 42853 Remscheid
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Die Zahnarztpraxis im Regelwerk von Gesetzen und Verordnungen. Neues von der Gesetzesfront – und wie man es in der Praxis nutzt Prof. Dr. Thomas Ratajczak Fr, 10.04.2015 (10-17 Uhr) und Sa, 10.04.2015 (9 – 15 Uhr) An den Stellschrauben des Gesundheitswesens zu drehen ist seit Jahrzehnten „Volkssport“ für die Parlamente. Wenn denen mal wider Erwarten nichts einfällt, sorgen die (zahn) ärztlichen Körperschaften auf Bundesebene und die sonstigen Big Player wie z.B. der Gemeinsame Bundesausschuss für Drehmoment. Die Vorgaben für eine Zahnarztpraxis in Sachen Abrechnung, Behandlung, Aufklärung, Dokumentation, Hygiene, usw. werden mit einer Penetranz verschärft, die offenbar unterstellt, dass jeder Zahnarzt über profunde Rechtskenntnisse verfügt – oder eben das Nachsehen hat. Ab und zu muss man sich als Zahnarzt einen konzentrierten Überblick über den neuen Stand der Dinge verschaffen.
Advanced Practical Course on Periodontal Regeneration Dr. Pierpaolo Cortellini, Dr. Maurizio Tonetti Donnerstag 16.04.2015 bis Samstag 18.04.2015 This intensive 3 days course focuses on 3 main objectives: 1. the acquisition of state of the art knowledge and competence 2. the acquisition of the practical skills and 3. the ability to apply them on the solution of practical cases. Day 1: Acquisition of state of the art competence (1st part). Theory with video demonstrations and discussion: 1. Cause-related therapy and soft-tissue preservation, recipe for a good start; 2. Importance, assessment and management of patient and defect factors; 3. Clinical objectives, indications, limits and prognosis of periodontal regeneration; 4. Periodontal regeneration in the global treatment plan: timing and interactions; 5. Generating a 3D clinical and radiological assessment of intrabony defect morphology; 6. Critical evaluation of periodontal regenerative materials; 7. Surgical instruments and materials; 8. Tissue handling and suturing techniques; 9. Papilla preservation flaps; 10. Microsurgery; 11. Minimally invasive surgery; 12. Flap designs for multiple defects; 13. Defect morphology and clinical objectives as key elements to select surgical flap design and materials.
Herr Prof. Dr. Ratajczak zeigt die Anforderungen und Möglichkeiten zur Umsetzung im Hinblick auf die Themen Aufklärung, Dokumentation, Abrechnung, Rechte und Pflichten des Zahnarztes sowie berufsrechtliche Grenzbereiche auf und erläutert diese anhand aktueller Beispiele. Ihm gelingt es, die rechtlich trockene Thematik lebendig zu gestalten. Die Veranstaltung ist weniger Vortrag als Workshop. Wenn Ihnen vorab schon bestimmte Fragen in den Sinn kommen, die Sie gerne behandelt sehen möchten, können Sie diese ihm direkt zusenden: ratajczak@rpmed.de. Teilnehmer: 20-25 Ort: Lembach Gebühr: Mitglieder 500 €, Nichtmitglieder 600 € Anmeldung: Dr. Jürgen Menn, Dammstr. 6, 57271 Hilchenbach E-Mail: juergen@dr-menn.de, Tel. 02733-89620, Fax 02733-896289 Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 12 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZM
Day 2: Application and solution of real cases. Live Surgery and discussion: 1. Planning and discussion of surgical cases 2. Live surgical demonstrations 3. Post-operative instructions and medications 4. Presentation and discussion of clinical flow-charts 5. General discussion Day 3: Acquisition of the Practical Skills Hands-on surgical exercises on anatomical simulators 1. Hands on in depth tutorial on surgical methods 2. Discussion and conclusion of the course. Exercises will be performed on specifically designed silicone models with step by step supervision by the speakers. All instruments and materials will be provided (with the exception of 2.5-5x magnification device/loupe that participants should bring with them). Ausgebucht - nur noch Anmeldungen zur Warteliste möglich Ort: Italien, Florenz, Hotel Grifone, Via G Pilati, 20-22 Phone +39 055 623300 P. Cortellini Private Practice, via Carlo Botta 16, 50136 Firenze Gebühr: MG 1700,-€, NMG 1950,-€ Maximal 24 Teilnehmer Kurssprache: Englisch Anmeldung: Dr. Derk Siebers MSc, Soorstr.26 / Ecke Hölderlinstr. 19, 14050 Berlin, Tel +49-30-31802300 E-Mail: Mail@zahnarzt-siebers.de Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 24 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZMK
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Die Natürliche Ebene. Analoge Erfassung – digitale Übertragung und zahntechnische/ zahnmedizinische Möglichkeiten Praktischer Arbeitskurs für ZAHNÄRZTE/INNEN UND ZAHNTECHNIKER/INNEN mit ZTM Udo Plaster Do, 18.06.2015 bis Sa, 20.06.2015 Zusammenhänge zwischen Höhe, Mitte, Ebene und natürlicher Kopfhaltung (NHP) Zunehmend wird auf Fachkongressen ein Thema diskutiert: die Übermittlung der Patienteninformation. Dabei geht es um Fragen wie: Welche Informationen benötigt der Zahntechniker? Wie soll übermittelt werden? Reicht analog, muss es digital sein? Bei diesen Fragen wird vorausgesetzt, dass man genau erfasst hat bzw. erfassen konnte, was übermittelt werden soll. Doch ist das wirklich so? Wie verhält es sich mit den ganz individuellen Asymmetrien in einem Gesicht? Versucht der Patient, skelettal oder muskulär zu kompensieren? Mit dem – meist eben nicht! – achsengerechten Einartikulieren nicht optimal abgreifbarer – und daher auch nicht diagnostizierbarer – funktioneller Defizite beginnt dann die „Misere“. Abweichungen von der Mitte, „schiefe“ Ebenen, Einschleifen, Abplatzungen oder gar funktionell unzureichende Ergebnisse sind hinlänglich bekannte Folgen im Praxis- und Laboralltag. Zusammenhang zwischen Ebene, Funktion und Ästhetik des Patienten Erfassung und Übertragung der individuellen Patienteninformation geschieht in aller Regel mit einem Gesichtsbogen. Bereits hierbei lassen sich jedoch Ungenauigkeiten und Fehler, vor allem um die Hoch-, Längs- und Querachsen, nicht ausschließen. Schädelbezüglich ist nicht gleich lagerichtig. Je nachdem, wie die Okklusionsebene am Patienten erfasst wird, liegt die Fehlerquote niedriger oder höher. Die richtige Lage jedoch bleibt – ob nach Camper, der Frankfurter oder der Patientenhorizontalen bestimmt – nur allzu oft ein Zufallstreffer. Übertragung der natürlichen Ebene analog und virtuell mit dem Plane-System und Zirkonzahn In dem praktischen Arbeitskurs wird gezeigt, wie sich anhand der Ala-Tragus-Ebene und der Natural Head Position (NHP) patientenindividuell und ohne herkömmlichen Gesichts- bzw. Transferbogen Okklusionslinie und Asymmetrien abgreifen lassen. Damit gelingt es, bei zahntechnischen bzw. zahnmedizinischen Versorgungen vor Erstellung eines Therapieplans even-
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tuelle Kompensationen aufzuspüren und Fehlerquellen und Übertragungsfehler beim Anfertigen einer prothetischen Versorgung oder Planung weitestgehend zu minimieren bzw. zu vermeiden. Ferner wird an Hand praktischer Übungen der Transfer der analogen Daten bis zur digital gesteuerten Herstellung therapeutischer Hilfsmittel gezeigt. Fragen und Themen Wie finde ich diese natürliche Ebene? Welchen Einfluss hat diese Okklusionsebene während des Kauens? Wie werden die Zähne durch die Okklusionsebene belastet? Wie ist das Gleichgewicht zwischen Front- und Seitenzähnen? Wie funktioniert die Sprache? Wie positioniert sich der Unter- zum Oberkiefer? Wie beeinflusst die Okklusionsebene die Kopfhaltung und damit die Körperhaltung. Übertragung traditionell vs. digital, Übertragungsfehler, Asymmetrien und Okklusionsebene, Mitte, das Registrat und die Planung, Funktionsanalyse (Gesichtslinien, Mimik , Muskulatur u.s.w.), Skelettale Klassen, Bezugslinien des Gesichts, therapeutische Umsetzung. Der Kurs greift Inhalte aus dem NEUE GRUPPE-Kurs 2014 an der LMU bei Prof. Dr. D. Edelhoff auf und zeigt die praktische Umsetzung z.B. von „snap on smile“ mit Hilfe des PlaneSystems, des Facehunters, der neuen Zebris-Software, der Zikonzahn-Konstruktionssoftware und dem Zirkonzahn-CADCAM-System. Maximal 24 Teilnehmer Kurssprache: Deutsch Ort: Italien, Taufers in Südtirol ZIRKONZAHN, Zirkonzahn GmbH / Srl An der Ahr 7 - 39030 Gais - Südtirol – Italy Gebühr: MG 1.350,-€, NMG 1.650,-€ (Komplettpreis inkl. Kursverpflegung, Bustransfer MünchenTaufers-München, 2 x Übernachtungen von Do-Sa im Hotel vor Ort und 3 x Abendessen) Anmeldung: Dr. Marcus Simon Konviktstraße 21, 79098 Freiburg Tel +49-761-285258-0, E-Mail: dr.simon@drsimon.de
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Hart- und Weichgewebstechniken in Parodontolgie und Implantologie PD Dr. Michael Stimmelmayr Freitag 24.07.2015 bis Samstag 25.07.2015 Problemstellung: Zahnverluste führen immer zu Hart- und Weichgewebedefiziten, welche mittels Hart- und Weichgewebeaugmentationen rekonstruiert werden müssen. Oftmals sind vor der Augmentation oder Implantation unschöne Narben durch vorangegangene Operationen vorhanden, welche zu funktionellen und ästhetischen Einbußen der Implantatrekonstruktion führen können. Vortrag: In der Implantologie hat sich ein Wechsel weg vom funktionellen, hin zum ästhetischen Hauptaugenmerk vollzogen. Demnach wird der Ersatz einzelner oder mehrerer Zähne in der ästhetisch anspruchsvollen Zone durch Implantatversorgungen eine große Herausforderung für den oder die Behandler. Demnach stellt sich eine Frage: wann beginnt Weichgewebemanagement in der Implantologie? Oftmals erkennt man Narbenbildungen aufgrund vorausgegangener operativer Zahnentfernungen oder Wurzelspitzenresektionen. Im Vortrag wird eine frühzeitige OP-Planung mit Weichgewebstechniken vorgestellt, die zu Beginn der Augmentation und/oder Implantation optimale Weichgewebevoraussetzungen mit Erhalt der keratinisierten Gingiva ohne Narbenbildung bieten. Anhand einer zeitlichen Gliederung werden neben Hartgewebstechniken und der ästhetischen Weichgewebeausformung in der ästhetischen Zone die Möglichkeiten zur Verbreiterung der keratinisierten Gingiva für funktionell stabile Verhältnisse in der Parodontologie und Implantologie aufgezeigt. Zusammenfassung: Weichgewebsmanagement in der Implantologie beginnt mit der vorangegangen Wurzelspitzenresektion und/oder Zahnentfernung. Neben den ästhetischen Indikationen zur Weichgewebsausformung von Frontzahnimplantaten ist eine funktionelle stabile und keratinisierte Gingiva für langfristig stabile Ergebnisse unerlässlich. Die plastische PA-Chirurgie ist heute fester Bestandteil der modernen Zahnheilkunde. Neben ästhetischen Korrekturen wie Rezessionsdeckungen, Schaffung harmonischer Gingivaverläufe und Kieferkammaufbauten für Pontics ist auch die funktionelle Mukogingivalchirurgie unerlässlich für eine perfekte Prothetik. Hierunter fallen die Verbreiterung und Verdickung der befestigten Gingiva sowie Kronenverlängerungen für reizfreie gingivale Verhältnisse.
Kursinhalt: – Systematische Behandlungplanung (allgemein, Implantatplanung) – Lappentechniken (Fullflap, Splitflap, kombinierter Full-Splitflap – Weichgewebstransplantate (FST, Bindegewebetransplantat, Kombitransplantat) – Weichgewebemanagement in der Parodontologie (Rezessionsdeckung) – Hart- und Weichgewebemanagement in Kombination mit augmentativen Techniken - Ridgepreservation - laterale Augmentation (autologe Schalentechnik) - dreidimensionale Augmentation – Weichgewebemanagement bei der Implantatfreilegung – Weichgewebemanagement mit der prothetischen Suprarekonstruktion Abutmentmaterialien Möglicher Zeitablauf: Freitag: 09.00 Theorie: Therapie- und Implantatplanung 10.00 Theorie: Lappentechniken (Fullflap, Splitflap, kombinierter Full-Splitflap) 11.00 Theorie: Weichgewebetransplantate 12.00 Theorie: Abutmentmaterialien 13.00 Mittagspause 14.00 Fallpräsentationen und Komplikationsmöglichkeiten Einzelzahnimplantation 15.30 Hands-On (Rezessionsdeckung; Implantation mit FST) 18.00 Gemeinsames Abendessen Samstag: 09.00–13.00 OPs 14.00–15.30 Fallpräsentationen und Komplikationsmöglichkeiten Multiplezahnimplantation 15.30-16.30 Fallpräsentationen zahnloser Kiefer 16.30-18.00 Rezessionsdeckung Ort: Praxis Stimmelmayr, Josef Heilingbrunner Str. 2, 93413 Cham Gebühr: MG 900,-€, NMG 1000,-€, max. 2 Youngster für 500,-€ Anmeldung: Dr. Derk Siebers Soorstr.26 / Ecke Hölderlinstr. 19, 14050 Berlin Tel +49-30-31802300, Fax +49-30-30102966 E-Mail: Mail@zahnarzt-siebers.de Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 18 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZM
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NEUE GRUPPE NEWS / Heft 40 / Herbst 2014
Prosthodontics and Implantology Theory and Hands on Dr. Stavros Pelekanos Dr. Ilia Roussou Donnerstag, 03.09.2015 und Freitag, 04.09.2015 Programm: Thursday: - Treatment planning with implants in the aesthetic zone. - Single implants, emergence profile, abutment selection and design - Immediate loading procedures, when and how? - Treatment planning in complicated cases Friday: - Occlusion and TMD. Is there a relationship? - Predictable management of the full mouth restorations cases - Increasing or Decreasing the Vertical Dimension of Occlusion - Treating the Bruxism Patient - Occlusion on implant restorationsDental pain of non dental origin HANDS-ON COURSES - The making of Stabilization Appliance - Face bow registration, Anterior deprogrammer CR registration - Selective grinding on casts Kurssprache Englisch Maximal 24 Teilnehmer Ort: National and Kapodistrian University of Athens Gebühr: MG: 900€, NMG: 1000€, 2 Youngster für 500€ Anmeldung: Dr. Derk Siebers Soorstr.26 / Ecke Hölderlinstr. 19, 14050 Berlin Tel +49-30-31802300, Fax +49-30-30102966 E-Mail: Mail@zahnarzt-siebers.de Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 18 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZM
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Funktionsanalyse - Update Prof. Dr. Axel Bumann Freitag 02.10.2015 bis Samstag 03.10.2015 Kursprogramm Freitag, den 02.10.2015 (9:00 bis 18:00 Uhr) - Systematik „Schmerzprotokoll“ - Praktische Übungen zum „Schmerzprotokoll“ - Systematik „Knackprotokoll“ - Praktische Übungen zum „Knackprotokoll“ - Aufbissschienenkonzepte Samstag, den 03.10.2015 (9:00 bis 16:00 Uhr) - Sinnvolle röntgenologische Verfahren in der Funktionsdiagnostik - Systematische MRT-Auswertung in der Funktionsdiagnostik - Elektronische Analyse etiologischer Faktoren (EAEF) - Therapiekonzepte für „Arthrogene Schmerzen“ - Therapiekonzepte „Diskusverlagerungen mit Reposition“ - Therapiekonzepte „Diskusverlagerung ohne Reposition“ Praktischer Übungskurs mit maximal 20 Teilnehmern Ort: KaVo Präsentationszentrum Berlin Uhlandstraße 20-25, 10623 Berlin Gebühr: MG 900,-€, NMG 1000,-€ und max. 2 Youngster für 500€ Anmeldung: Dr. Derk Siebers Soorstr.26 / Ecke Hölderlinstr. 19, 14050 Berlin Tel +49-30-31802300, Fax +49-30-30102966 E-Mail: Mail@zahnarzt-siebers.de Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 18 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZM
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Neue Seminare
NEUE GRUPPE: Kompetenz nicht nur in der Zahnmedizin Mini-Symposium – Auftaktveranstaltung im Jubiläumsjahr – 50 Jahre NEUE GRUPPE „Allgemeinmedizin für Zahnärzte“ Dr. Harald Ebhardt, Facharzt für Pathologie, Leiter des Zentrum für Oralpathologie in Potsdam Dr. Dr. Andreas Fried, Leitender Arzt des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe, FA für Innere Medizin und Kardiologie Prof. Dr. Markus Jungehülsing, Chefarzt der Klinik für HalsNasen-Ohrenheilkunde am Klinikum Ernst von Bergmann, Plastische Chirurgie Dr. Samia Little Elk, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Zusatzqualifikation für Somnologie Prof. Dr. Georg Maschmeyer, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin und Ärztlicher Leiter des Zentrums für Hämatologie, Onkologie und Strahlenheilkunde, Klinikum Ernst von Bergmann, Potsdam Samstag, 20.02. 2016, 9 -18.30 Uhr Allgemeinmedizinische Zusammenhänge mit der Zahnmedizin geraten immer mehr in den Fokus des Interesses und wir erleben sie hautnah täglich in unseren Praxen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den jeweiligen Facharztgruppen wird für den Erfolg der Behandlung von vielen multifaktoriell bedingten Erkrankungen zwingend notwendig und entscheidend bei der Erzielung des Therapieerfolgs. Schließlich sind wir „Zahnmediziner“ – deshalb ist auch ein erweiterter „Blick über den zahnmedizinischen Tellerrand“
Bopt technique – Biological oriented preparation technique Live-OP-Kurs für das Team Zahnarzt-Zahntechniker Zahnarzt Dr. Ignazio Loi Zahntechniker Antonello di Felice Freitag, den 18. März 2016 und Samstag, den 19. März 2016, jeweils 9 -18 Uhr Die Präparationstechnik natürlicher Zähne für festsitzenden Zahnersatz kann in 2 Kategorien eingeteilt werden. Präparation eines exakt definierten Randabschlusses und tangentiale Präparation ohne definierten Randabschluß. Diese letzte stammt von der der Parodontaltherapie, wo nach resektiven chirurgischen Maßnahmen sehr lange Zähne mit Kronen versorgt wurden. Ziel des Kurses ist es zu veranschaulichen, wie die Technik in allen klinischen Situationen mit optimalen Resultaten angewandt werden kann. Die biologischen Aspekte werden genauestens besprochen sowie die geometrischen Eigenschaften im Zusammenhang mit dem Randabschluß.
heute zwingend geboten, um nicht den Überblick bei der ständig zunehmenden Spezialisierung zu verlieren. Wir erleben unsere Patienten „hauteng“ und haben den Blick in die Mundhöhle, den wenige andere Facharztgruppen haben. Durch unsere große Erfahrung und Wissen um und über das normale Erscheinen der Mundhöhle und das gesunde Aussehen von oralen Schleimhäuten sind wir prädestiniert für die Früherkennung von vielen Erkrankungen. Diese Fortbildung bezweckt mit den 8 Themenschwerpunkten Hämatologie, Infektiologie, Onkologie, Kardiologie, Innere Medizin, Oralpathologie, Hals-, Nasen-, Ohrenmedizin und Schlafmedizin eine Auffrischung und Aktualisierung des heutigen Wissens in diesen eng mit der Zahnmedizin assoziierten Fachdisziplinen. Eine intensive Diskussion über Schnittstellen in der interdisziplinären Behandlung mit den ausgewählten Spezialisten auf ihren Fachgebieten soll dabei nicht zu kurz kommen. Ort: Novotel Tiergarten Berlin, Straße des 17. Juni 106, 10623 Berlin Gebühr: MG 180€, NMG 220€, Youngster 100€ Anmeldung: Dr. Derk Siebers Soorstr.26 / Ecke Hölderlinstr. 19, 14050 Berlin Tel +49-30-31802300, Fax +49-30-30102966 E-Mail: Mail@zahnarzt-siebers.de Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 8 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZM
Der an den Zahntechniker gerichtete Teil unterstreicht die Wichtigkeit einer gemeinsamen Linie um klinische und technische Aspekte zu koordinieren. Es werden Fälle step by step gezeigt und deren Langzeitstabilität im ästhetischen Bereich. Die Anwendung der Technik wird auch in Zusammenhang mit CAD-CAM und metal-free gebracht, bzw. mit Implantat- getragenen Versorgungen. Maximal 10 Teams Zahntechniker und Zahnarzt, also max. 20 Teilnehmer Kurs ausschliesslich für Mitglieder und Kandidaten der NG Ort: Cagliari, Sardinien, Privatpraxis Dr. Loi Gebühr: Mitglieder 900€, max. ein Youngster für 500€, Zahntechniker 800 € Anmeldung: Dr. Derk Siebers Soorstr.26 / Ecke Hölderlinstr. 19, 14050 Berlin Tel +49-30-31802300, Fax +49-30-30102966 E-Mail: Mail@zahnarzt-siebers.de Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 16 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZM
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NEUE GRUPPE NEWS / Heft 40 / Herbst 2014
Bisshebung des Erosionsgebisses mit direkter Adhäsivtechnik – Die Phase zwischen der Schiene und der permanenten Restauration: ein praktischer Übungskurs Prof. Dr. Thomas Attin, Zürich Dr. Uwe Blunck, Berlin Freitag, 22. April 2016, 12-20 Uhr Samstag, 23. April 2016, 9-17 Uhr Die Erfolge der Prävention haben zur Folge, dass ein zunehmend größerer Anteil der Patienten zwar eine höhere Anzahl an Zähnen aufweist, die aber oftmals starke Abnutzungserscheinungen (Erosionen, Abrasionen etc.) zeigen. Damit einher kommt es i.d.R. zu einer Absenkung des Bisses mit Verlust der Kieferrelation. Nach einer erfolgreichen Schienentherapie zur Prüfung der neuen therapeutischen Bisslage besteht dann das Problem, diese Bisslage in permanente Restaurationen zu überführen. Ein Schritt auf diesem Wege ist der temporäre Aufbau der Kauflächen mit Komposit, um einerseits die neue Bisslage weiterhin auch ohne Schiene prüfen zu können und andererseits Schritt für Schritt die Zähne bzw. Quadranten für die endgültigen Versorgungen vorzubereiten. Im Kurs wird zunächst die Ätiologie von Erosionen der Zähne beschrieben und entsprechende Präventionsmaßnahmen erläutert. Im Anschluss werden die Grundlagen zur Bisshebung und Einstellung der neuen Kieferrelation mit Okklusionsschienen erörtert. Dann werden Methoden zur Etablierung der neuen Kieferrelation vorgestellt, bei der okklusale Tableaus, Eckzahn- und Frontzahnaufbauten aus Komposit mit Adhäsivtechnik in direkter Technik beim Patienten rekonstruiert werden. Dazu werden die Vorbehandlungen der verschiedenen möglichen Haftflächen wie Zahnhartsubstanz, Amalgam, Metall und Keramik dargestellt. Die Techniken des direkten Aufbaus der Kauflächen im Seitenzahnbereich und der Inzisalkanten im Frontzahnbereich mit Komposit werden
Update Parodontologie - Implantologie (Live-OP-Kurs) Prof. Dr. Hannes Wachtel Dr. T. Thalmair Dr. Ch. Helf Donnerstag, den 6. Oktober – Samstag, den 8. Oktober 2016 jeweils 9-17 Uhr 1. Tag Plastische Parodontalchirurgie 2. Tag Implantate in der ästhetischen Zone Hart- und Weichgewebe 3. Tag Versorgung des zahnlosen Kiefer nach dem All-on-Four Prinzip, mit schrägen Implantaten OK und UK Vorgehen in der Klinik und im Labor
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von den Teilnehmern an Modellen geübt, so dass sie in der Praxis umgesetzt werden können. Abschließend wird das Vorgehen zur endgültigen Versorgung des gehobenen Bisses mit Keramikteilkronen bzw. -veneers dargestellt. Gliederung des Kurses: - Ätiologie und Prävention von Zahnerosionen - Funktionsbezogene Voraussetzungen zur Bisshebung - Umsetzung der Bisshebung mit direkter Adhäsivtechnik im Seitenzahnbereich - Haftung an Zahnhartsubstanz und an vorhandenen Restaurationen - Vorbehandlung von Schmelz, Dentin, Metall, Amalgam, Komposit, Keramik - Übersicht Adhäsivsysteme, Wertung und Handhabung - Komposite für den Front- und Seitenzahnbereich - Übersicht, Klassifikationen und Einteilungen - Praktische Übung: temporäre Bisshebung im Seitenzahnbereich mit Kompositen - Fallbeispiele zur Bisshebung mit direkter Adhäsivtechnik - Umsetzung der Bisshebung mit direkter Adhäsivtechnik im Frontzahnbereich - Merkregel für die Frontzahnästhetik - Praktische Übung: Aufbau der Inzisalkanten von Frontzähnen Maximal 24 Teilnehmer Update: Adhäsivsysteme – praktischer Arbeitskurs Ort: Charité Berlin, Zentrum für Zahnmedizin Aßmannshauser Str. 4-6, 14197 Berlin Gebühr: MG 900€, NMG 1000€, 2 Youngster für 500€ Anmeldung: Dr. Derk Siebers (siehe S. 20) Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 18 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZM
Prof. Wachtel wird die Live OP`s durchführen. Es ist geplant, dass ca. 2-3 OP`s pro Tag stattfinden. Update: Update Parodontologie – Implantologie (Live-OP-Kurs) Maximal 20 Teilnehmer Ort: IPI München Privatinstitut für Parodontologie und Implantologie GmbH Richard-Strauss-Strasse 69, D-81679 München / Germany Gebühr: MG 1700€, NMG 1950€, 2 Youngster für 900€ Anmeldung: Dr. Derk Siebers (siehe S. 20) Punkte: Für dieses Seminar erhalten Sie 24 Punkte gemäß der Punktebewertung der BZÄK/ DGZM
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Foto: Jazyk, Hans
Udo Kissenkoetter *16.06.1938 † 05.08.2014
Am 5. August 2014 ist unser langjähriges Mitglied Dr. Dr. Udo Kissenkoetter einer tückischen Krankheit erlegen. Von 1977 bis 1982 gehörte er dem Beirat im Vorstand der NEUEN GRUPPE an. Von 1982 bis 1984 war er deren Generalsekretär. Ich selbst kannte Udo seit meiner Einschulung in das SchlossGymnasium Düsseldorf Benrath im Frühjahr 1948. Von der Sexta bis zur Quarta war er zeitweilig mein Banknachbar. Seine Mutter war Zahnärztin im nahegelegenen Hitdorf. Nach der Quarta verließ er unsere Schule um für ein paar Jahre ein Internat zu besuchen. Sein Abitur machte er zur gleichen Zeit wie ich an einem anderen Gymnasium in Düsseldorf. Wir trafen uns wieder, als wir beide zum Wintersemester 1959/60 als cand. med. dent. an der Medizinischen Akademie Düsseldorf, der Vorgängerin der heutigen Universität, unser klinisches Studium der Zahnmedizin aufnahmen. Er wurde Fachschaftsleiter der Fachschaft Zahnmedizin bis 1962. Gemeinsam machten wir unser Staatsexamen im Frühjahr 1962. Nach seiner Assitentenzeit übernahm er zusammen mit Klaus Dusemund die Praxis von dessen Schwiegervater Dr. Dr. Kutzleb, in der er bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden blieb. Zwischenzeitlich nahm er ein Studium der Philosophie und Germanistik auf. Er promovierte in Stuttgart mit dem Thema "Gregor Strasser und die NSDAP" zum Dr. phil.
In seiner neuen Heimat Neuss wurde er als Mitglied der SPD und guter Bekannter von Annemarie Renger 1975 Ratsmitglied und bis 1981 Vorsitzender der Neusser SPD. Von 1987 bis 1993 war er Chef der SPD-Stadtratsfraktion und von 1993 bis 2004 stellvertretender Bürgermeister. Daneben war er seit 1975 Mitglied der Neusser Schützengilde und von 1980 bis 2005 deren Vorsitzender. Er wurde mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Als Hobby hatte er seine Oldtimer, war zusammen mit Pit Beyer langjähriges Mitglied der Bruderschaft Marmite im Club kochender Männer und genoss seine Sommer in seinem Domizil in Südfrankreich gemeinsam mit seiner Frau Christa und seiner geliebten Tochter Andrea. Mein letztes Treffen mit Udo fand im Herbst 2013 statt. Zusammen mit unseren Frauen saßen wir in Düsseldorf am Tisch, wo uns anlässlich unseres 50-jährigen Zahnarztjubiläums eine Ehrung der Zahnärztekammer Nordrhein zuteilwurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte niemand eine Ahnung von seiner schweren Erkrankung.
HARTMUT WENGEL
NEUE GRUPPE NEWS / Heft 40 / Herbst 2014
Zum Tode von Klaus Dusemund Unser langjähriges Mitglied der Neuen Gruppe Klaus Dusemund lebt nicht mehr. Er verstarb vor wenigen Wochen am 22. August 2014 im Alter von 78 Jahren. Auch wenn sein Geburtsort Brieg in Schlesien ist, so war Klaus Dusemund zeitlebens ein Neusser Bürger, kurzum ein rheinisches Gewächs. Hier in Neuss hat er die Schule besucht, seine liebenswerte Frau Uschi kennengelernt und sich später auch beruflich verwirklicht. Das an der RWTH in Aachen begonnene Studium des Maschinenbaus schloss er 1959 mit dem Vordiplom ab. In München, Hamburg und Düsseldorf studierte er Medizin und Zahnmedizin und beendete hier erfolgreich sein Studium 1963 mit der zahnärztlichen Prüfung und 1965 mit der ärztlichen Prüfung. Mit dem Gründungsmitglied der NEUEN GRUPPE Udo Kissenkoetter betrieb er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1996 in Neuss eine erfolgreiche Gemeinschaftspraxis. Für ihn war es eine ethische Verpflichtung, sich mit großem Engagement für die zahnärztliche Betreuung psychisch Erkrankter einzusetzen.
Rüdiger Butz *1943 † 31.07. 2014
Wir nehmen Abschied von unserem ehemaligen Mitglied Dr. Rüdiger Butz, der am 31.Juli 2014 verstorben ist. 1943 geboren, studierte Rüdiger Butz in Bonn Zahnmedizin, promovierte und lies sich 1972 in eigener Praxis in Moers nieder.
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Schon früh fand Klaus Dusemund Kontakt zur NEUEN GRUPPE. So war er Teilnehmer des ersten legendären Arne LauritzenKurses 1967 in Salzburg. Lundeen, Krogh-Poulsen und Lauritzen waren seine Leitsterne am zahnärztlichen Himmel. 1969 wurde er mit offenen Armen in die NEUE GRUPPE aufgenommen. Sein uneigennütziger Dank der NEUEN GRUPPE gegenüber zeigte sich in einer uneingeschränkten Loyalität gegenüber den Freunden in der Gruppe und in seiner beispielhaften Präsenz bei nahezu allen Frühjahrs- und Herbsttagungen. Die räumliche Nähe nach Holland und zur See weckten in dem immer sportlichen Klaus schnell die Leidenschaft zum Segeln. Mit seinen Schiffen „Klüngel“ und „USKA“ unternahm er Törns in die Segelreviere der Nord- und Ostsee bis hin zum Mittelmeer. Im Winter zog es ihn aber mir seiner Frau Uschi – sie ist Schweizerin – in die Bergwelt des Oberengadins. Unvergessen sind mir und vielen Freunden die gemeinsamen, oft spektakulären Skiabfahrten an seinem Hausberg dem Corvatsch. Ich hatte das Glück und das Vergnügen, mit ihm zusammen die letzte Chronik für die NEUE GRUPPE gestalten zu dürfen. In diesen Zusammenhang habe ich ihn als einen unglaublich liebenswürdigen, aufrichtigen und bescheidenen Menschen kennen und schätzen gelernt. Anlässlich seines Vortrages bei der NEUEN GRUPPE im Mai 1989 über eine mehrwöchige Reise entlang der Seidenstraße resümierte er: „Zum Glück bleibt nur das Schöne in Erinnerung“. Bei Dir – lieber Klaus – gibt es nur Schönes, das uns in Erinnerung bleibt.
GERHARD MÜTHER, Düsseldorf
Sein besonderes Interesse galt der Standespolitik und der Fortbildung, wo er mannigfache Aufgaben übernahm. So war er von 1978-1982 Vorsitzender der Studiengruppe für Restaurative Zahnheilkunde. Durch seine Freundschaft mit Jochen Schulz-Bongert und Kasimir Mucko kam er in Kontakt zur NEUEN GRUPPE und wurde 1983 Mitglied. Seine Ämter waren breit gefächert. Die Fortbildung der Kollegen war ihm ein besonderes Anliegen. Die Zahnmedizin als Teil der Allgemeinmedizin, der Zusammenhang von Parodontitis und systemischen Erkrankungen, sowie von untergewichtigen Frühgeburten fand sein besonderes Interesse. Erwähnt sei noch, dass er 2000 zum Vizepräsidenten der ZÄK Nordrhein gewählt wurde. Entspannung fand er in der Natur – er war passionierter Jäger. Mit Rüdiger Butz haben wir einen warmherzigen, hilfsbereiten Kollegen verloren, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden.
PETER BEYER