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NEUE GRUPPE NEWS - Heft 07 - Herbst 1995

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HEFT 7, Herbst 1995

NACHRICHTEN

TAG M端nster Ein Konzept f端r Teamwork

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Kompositapplikation im Wandel

Endodontie Konzepte einer modernen Wurzelbehandlung

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Kursberichte

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Personalia

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Editorial

Wenn drei Deutsche zusammenstehen, gründen sie einen Verein. Ich habe mir Überlegungen zu diesem Phänomen gemacht. Mir sind ein paar Gedanken eingefallen, wie man die Existenzberechtigung eines Vereins, einer Vereinigung in Frage stellen kann.

- komme nie zu den Veranstaltungen wenn ja, komme unangemeldet und zu spät - kritisiere von vorneherein alle Entscheidungen des Vorstands - schweige in den Mitgliederversammlungen, weil Du nachher noch die Möglichkeit hast, laustark zu erklären, wie es besser sein könnte - lehne ein Dir angebotenes Amt sofort aus beruflicher Überlastung ab. Sollte man Dir keine Verantwortung übertragen, ziehe Dich beleidigt in den Schmollwinkel zurück - erzähle jedem, daß das Geld der Mitglieder zum Fenster hinausgeworfen wird, aber erzähle keinem, daß Du Dich bei den Veranstaltungen wohlgefühlt hast - erwähne, daß in der Vergangenheit alles besser war

Damit wir uns nicht falsch verstehen, und damit keine Mißverständnisse entstehen, ich bin felsenfest davon überzeugt, daß die neuen und "etablierten" Mitglieder der NEUE GRUPPE genau Bescheid wissen, wie sie die Zukunft gestalten.

Mit freundlichen Grüßen aus Marburg

BOBJAKOBY

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Der Bitte Jürgen Bretthauers, einen Bericht über TAG für die NEUE GRUPPE Nachrichten zu schreiben, folge ich gern. Nach vier Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Tore L. Hansson und mir ist es möglich, einen Überblick über das Erreichte zu geben.

TAG Münster ein Konzept für Teamwork von Caspar Lochmann

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Die Idee, eine permanente Zusammenarbeit zwischen uns zu starten, wurde 1990 geboren. Vorausgegangen waren viele Kurse in meiner Praxis, Hospitationen bei Tore Hansson und persönliche Treffen. Unvergessen ist ein Kurs auf Öland in Schweden Mittsommer 1989, an dem auch einige Freunde aus der NEUEGRVPPE teilgenommen haben. So war eine Verbindung aus Freundschaft und professioneller Neugierde entstanden, zumal die Anzahl der spezifischen Patienten aus eigener Praxis und Überweisungen von Kollegen ständig zunahmen. Es war inzwischen notwendig geworden, die Patienten durch Tore Hansson nicht mehr nur zu diagnostizieren und Ratschläge einzuholen, sondern es waren von ihm auch Behandlungen gefordert. Um eine rechtliche Grundlage zu schaffen, habe ich für Tore Hansson die deutsche Approbation beantragt. Dies war zunächst schwierig, doch haben sich der Regierungspräsident Münster, die Zahnärzteschaft in Münster, Direktoren der Universitäts Zahnklinik und vor allem der Kammerpräsident der Zahnärztekammer WestfalenLippe Dr. Weitkamp in besonderer Weise eingesetzt, indem in TAG Münster ein Pilotprojekt unterstützt wurde und dies auf einer rechtlichen Basis gegründet werden konnte. TAG wurde l 991 etabliert und seit dieser Zeit finden mindestens einmal im Monat zwei bis fünf Tage im Team statt. TAG steht für Team Approach of Craniomandibular Disorder. Seitdem bekannt ist, daß ca. 10% der Erwachsenenpopulation an Craniomandibulärer Dysfunktion leidet und e j ne Vielzahl von Patienten mit undiagnostiziertem Gesichtsschmerz lebt, sollte eine Institution geschaffen werden, in der auf regulärer Basis in systemangewandter Weise Patienten untersucht und behandelt werden können. Die Kombination eines Kauphysiologen mit dem Background aus Forschung und der Übersicht über 25.000 Patienten sowie eines Praktikers in vorwiegend restaurativer Tätigkeit mit konsequenter gnathologischer Schulung sollte einen Versuch wert sein, die klinische und instrumentelle Annäherung zu testen. Dabei wurde zum Prinzip gemacht, daß alle Patienten mit Störungen im stomatognathen System von uns im Team untersucht werden. Nach der vorläufigen Diagnose wird die Arbeitsdiagnose gestellt und daraufhin die Therapie festgelegt. Dieses Schema wird eingehalten und es hat sich gezeigt, daß ähnlich wie bei Tore Hanssons Untersuchung seiner Patienten in einer Studie mit dem Department of Psychology at Arizona State University (Temple, Arizona) 90% der Patienten 3,6 Visiten benötigen, um beschwerdefrei zu sein. Die Untersuchung der Patienten erfolgt nach einem standartisierten Protokoll, das Tore Hansson 1975 entwickelt hat. Dabei sind die Erkenntnisse der Muskelphysiologie mit einbezogen. Dieser "Funktionsstatus" bzw. "The extended functional examination of the stomatognathic system" ist die Grundlage der klinischen Untersuchung, die neben der Anamnese wichtige Informationen über den Zustand des stomatognathen Systems in immer wiederkehrender Weise ermöglicht und vor allem die Trennung in myogenen und arthrogenen Ursprung der Erkrankung ermöglicht und somit die Therapie, die unterschiedlich erfolgen muß, bestimmt. Weiterführende fachspezifische Zusammenarbeit ist multiprofessionell notwendig, wenn Physiotherapie, intensive Radiologie, Neurologie und ähnliches über das Gebiet des stomatognathen Systems hinausgeht. Hier hat sich ebenfalls im Laufe der Zeit eine fundierte Zusammenarbeit herausgebildet.

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Münster


Eigene Patienten werden dann nach der festgelegten Therapie in unserer Praxis behandelt. Bei überwiesenen Patienten wird Rücksprache mit dem Behandier genommen oder er erhält den Computerausdruck PAIN TAG und kann selbst weiterführen. Wir assistieren dann bei der Behandlung. Sehr oft stellen Kolleginnen und Kollegen Patienten persönlich vor, um sich noch einmal in ihrer Diagnostik und Therapie zu bestätigen oder zu korrigieren. Ist eine Vorbehandlung angezeigt, so wird grundsätzlich mit einer artifiziellen reversiblen Occlusion gearbeitet und niemals im Munde ad hoc eingeschliffen. Als Schiene werden lediglich Splints in RCP (retruded contact position), RMP (retruded mandibular position) und in einer temporären anterioren mandibulären Position eingesetzt (Repositionierung). Die Schienen werden nach Tore Hanssons Technik in unserem Praxislabor im Dentatus-Artikulator hergestellt und sind grundsätzlich aus heißpolymerisiertem Kunststoff angefertigt. Sie werden am Patienten nicht mehr verändert. Auch sind Adjustierungen beim Einsetzen praktisch nie notwendig. Anders ist es bei einer Repositionierung der Mandibula. Hier werden die Korrekturen, es sind in der Regel zwei bis drei, in Millimetern rechts und links im Behandlungsprotokoll und in der Techniker-Kartei vermerkt, so daß eine doppelte Kontrolle möglich ist. Das Praxislabor hat sich vor allem hier bewährt, weil die Veränderungen ohne Zeitverlust durchgeführt werden können. Kein anderer als der Dentatus-Artikulator hat sich hierfür als geeignet erwiesen, weil die Bewegungen der Condylen und ihre Position im Artikulator und Übertragung im stomatognathen System diagnostisch oder therapeutisch gewollt, so einfach zu erkennen oder zu handhaben sind. Sind die Craniomandibulären Dysfunktionen mit der reversiblen Okklusion einer Schiene nach einigen wenigen Sitzungen und einem Zeitraum von durchschnittlich 2-6 Monaten beseitigt, werden oft weitere und abschließende Maßnahmen notwendig. Okklusales Adjustment oder präprothetisches Einschleifen macht Tore Hansson im Munde des Patienten. Kleinere orthodontische Maßnahmen führe ich selbst aus. Umfangreiche temporäre Langzeitversorgungen sind ebenfalls mir überlassen, jedoch nimmt Tore Hansson hier in der Regel die Registrate, da beispielsweise bei veränderter mandibulärer Position nach Repositionierung oder facialer Asymmetrie (RMP) eine umfassende kauphysiologische Erfahrung notwendig ist. Die temporäre Langzeitversorgung ist jeweils "die zentrale Behandlungsphase". Sie erfolgt in der notwendig gefundenen Occlusion - Artikulation und gibt dem Patienten optimalen Komfort. Danach ist in der Regel der aufwendigste Teil getan und es muß nur noch das Laborprozedere für die endgültige Rehabilitation durchgeführt werden. Das Prinzip von TAC ist, Patienten mit einem harmonischen, dauerhaft funktionierenden stomatognathen System zu entlassen. Alle notwendigen einfließenden Maßnahmen wir Kariesbehandlung, Perio-, Endo- und Orthodontie sind selbstverständlich. Gelegentlich sind hierzu fachspezifische Überweisungen notwendig. Die retrudierte Position der Mandibula, die nicht immer mit der RCP übereinstimmen muß, wenn beispielsweise skelettale Degeneration, Unfallfolgen oder faciale Asymmetrie vorliegen, ein symmetrisch balanciertes Muskelsystem und «ine. organische Okkiusion sind unser Ziel. Aus die' . £ _ £ GRUPPE

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sem Grund werden auch mehr und mehr größere Rehabilitationen bei Patienten, die keine funktioneilen Symptome haben, im Team untersucht und die Okklusion mit der entsprechenden Position der Mandibula festgelegt.

Weitere Informationen: Dr. Caspar Lachmann Hamannplatz l 3 48157 Münster Tel: 0251-247055

Es hat sich herausgestellt, daß die Teamarbeit nicht zeitaufwendiger ist, sondern vor Fehlschlägen bewahrt. So ist die notwendige restaurative Arbeit, die immer noch in aufwendiger Weise getan werden muß und nicht durch Pharmaka oder bloßes Streßmanagement verdrängt werden kann, auf ein sicheres Minimum reduziert. Die Praxis hat entsprechend dem Sinn der NEUE GRUPPE Praxistage bekannt gegeben. Auch das Fortbildungsprogramm von TAG ist der NEUE GRUPPE bekannt.

Für die Kompositapplikation hat sich seit vielen Jahren weltweit die Adhäsivtechnik, welche auf BOUNOCORE zurückgeht, durchgesetzt. Diese wurde im klassischen Sinn als Schmelzätztechnik verstanden. Durch geeignete Präparationstechniken werden genügend mehr oder weniger quergeschnittene Schmelzprismen freigelegt. Nach Ätzung mit Phosphorsäure entstehen retentive Ätzmuster, in die Versieglervorstrich (Bonding) zur mikromechanischen Verankerung einließen kann. Das Kompositmaterial der Füllung wird anschließend an das Bonding anpolyrnerisierr. Durch komplizierte Schichttechniken wird die Polymerisationsschrumpfung des Komposits umgangen, bzw. sie wird mehr oder weniger aufgefangen. In diesem Weltbild war die Lehrmeinung, daß die Pulpa vor dem Säureangriff durch eine Unterfüliung zu schützen sei. Die Unterfüllung dient zudem dazu, die Pulpa vor den toxischen Wirkungen des Kompositmaterials zu bewahren. Diese Lehrmeinung ist in den letzten Jahren immer mehr ins Wanken geraten. Zwei wichtige Erkenntnisse konnten diese alten Dogmen ausräumen. Erstens konnte zum wiederholten Male gezeigt werden, daß es nicht die Materialien sind, die mit ihrer toxischen Wirkung die Pulpa schädigen, sondern die Mikroorganismen, die über undichte Restaurationen ins Dentin und somit durch ihre Toxine oder durch Einwanderung in die Pulpa zu Schäden führen (BRÄNNSTRÖM and NYBORG 1971, BRÄNNSTRÖM and VOJINOVIC 1976, COX et al. 1987). Zweitens hat sich aufgrund der Experimente von NAKABAYASHI, NAKAMURA and YASUDA (l 991) gezeigt, daß es möglich ist, Dentin unter Bildung einer Hybridschicht mit Kunststoffen zu versiegeln. Damit war der Weg zu bakteriendichten Füllungen geebnet. Eine Hybridschicht im Dentin wird erreicht, indem durch Säurebehandlung des Dentins der Smearlayer entfernt und durch die Ätzung eine wenige um dicke Schicht entkalkt wird (Conditioning). Dadurch wird das Kollagennetzwerk des Dentins freigelegt. Dieses Kollagennetzwerk muß nun durch geeignete Maßnahmen mit hydrophilen Kunststoffen durchtränkt werden (Priming), was schwierig ist, weil das Kollagen die Tendenz hat, zu kollabieren. Dadurch wird eine fast undurchdringbare Barriere geschaffen. Anschließend müssen an diese hydrophilen Kunststoffe hydrophobe Kunststoffe (BIS-GMA, UDMA u.s.w.) anpolymer/siort . '.f. f GRUPPE.

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Kompositapplikation im Wandel von Uwe Blunck Jean-Francois Roulet

Berlin


den (Bonding). Dadurch ist das Dentin versiegelt, und es ist vorbereitet, um daran eine Kompositrestauration anpolymerisieren zu lassen. Hierbei ist aber durch entsprechende Applikationstechnik (Schichttechnik) darauf zu achten, daß der Komposit-Dentin-Verbund nicht durch die Polymerisationsschrumpfung zerstört wird. Für den praktizierenden Zahnarzt ist die Situation zur Zeit verwirrend, da beliebige Kombinationen zwischen Conditioning, Priming und Bonding möglich sind. Gluma (Fa. Bayer) beinhaltet getrennte Arbeitsschritte für die Schme zund Dentinkonditionierung sowie für das Priming, während das Adhäsiv die Verbindung zum Komposit an Dentin und Schmelz übernimmt. Das Dentinhaftmittelsystem Syntac (Fa. Vivadent) faßt die Dentinkonditionierung und das Dentinpriming zusammen. Solche Primer werden selbstkonditionierend genannt, da dem Primer saure Komponenten beigemischt sind, die die Schmierschicht modifizieren und das Dentin demineralisieren. Die Gruppe von Dentinhaftmitteln A. R. T. Bond (Coltene), Denthesive II (Kulzer) und Probond (DeTrey) besitzt ebenfalls selbsfkonditionierende Primer, und zusätzlich ist das Dentinadhäsiv gleichzeitig als Schmelzadhäsiv zu verwenden. Die Dentinhaftmittel Gluma CPS (Fa. Bayer), Optibond FL (Fa. Kerr) und Scotchbond MP (Fa. 3M) gehören in die Gruppe von Dentinhaftmitteln, die eine gleichzeitige Konditionierung von Schmelz und Dentin durchführen. Diese Arbeitsweise wird Total-Atz-Technik genannt. Das bedeutet einen Vorteil bei der Vorbehandlung von Schmelz und Dentin, da die exakte Unterscheidung bei der getrennten Applikation der Konditionierungsmittel für Schmelz und Dentin in vielen klinischen Situationen äußerst schwierig ist. Eine ausführliche Darstellung der Probleme und der verschiedenen Applikationstechniken in Abhängigkeit der Produkte würde den Rahmen dieser kurzen Darstellung sprengen. Hierzu sei auf eine in den nächsten Monaten erscheinende Publikation von Uwe Blunck in der Quintessenz verwiesen. An dieser Stelle beschränken wir uns auf die Aussage, daß mit allen marktgängigen Produkten der Dentinhaftmittel der neusten Generation, die wirklich eine Hybridschicht ergeben, in vitro sehr gute Resultate erzielt worden sind. Als beispielhaftes Vorgehen ist im folgenden die Arbeitsanleitung für die Kompositanwendung, wie sie für die Studierenden der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin des Zentrums für Zahnmedizin der Charite in Berlin ausgegeben wird, abgedruckt.

Arbeitsanleitung für Komposirverarbeifung Komposiifüllungen im Frontzahnbereich (Klasse ill und IV) Indikationen: - Versorgung von Defekten im Frontzahnbereich - Ersatz verlorengegangener Ecken und/oder Schneidekanten im Frontzahnbereich - Kavitätenränder im Schmelz und Dentin Kontraindikation: - sichere Trockenlegung nicht möglich Vorzubereifende Materialien: Koffsrdamtray (Kofferdamgummi, Lochzange, Spannrahmen, . '.f-f GRUPPE.


Kofferdamklammern, Klammerzange, Zahnseide, Interdentalkeile, Kofferdamstreifen) fluoridfreie Polierpaste, Polierkelch oder Polierbürstchen, Farbring, Rosenbohrer, Präparierdiamant (Zylinder und Kugel), Composhape-Diamantfinierer (Flamme, Kugel), einseitig belegte Diamantstreifen, lichthärtendes GlZ-Unterfüllungsmaterial (Vitremer), Ätzgel, Optibond FL, Herculite XR, Acetat-Streifen, Lichtgerät, Artikulationspapier, Soflexscheiben, Soflexstreifen, Fluoridgel

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Technik: - Reinigung der Zahnoberfläche mit fluoridfreier Paste - Farbauswahl mit (individuellem) Farbring - Kofferdamapplikation - Darstellung der kariösen Läsion - Exkavation der Karies - Testat: " Exkavation" bei Indikation einer CP-Behandlung: - Applikation von Kerr Life und Unterfüllung aus lichthärtendem GIZ - Anschrägen der Kavitätenränder (l. und 2. Anschrägung) Composhape Hl5 - Testat: "Kavität" - Schutz des Nachbarzahnes mit Acetat-Streifen - Applikation des Ätzgels auf die angeschrägten Schmelz bereiche nach 30s Applikation auf Dentinbereiche für weitere 15s - Absprühen mit Wasserspray für l min - Trocknen im Luftstrom (exzessives Trocknen des Dentins vermeiden) >( - Testat: "Ätzung" (visuelle Kontrolle des Atzmusters) - Acetat - Streifen verkeilen - Applikation von Optibond FL Primer für 30 s auf Schmelz und Dentin in Dentin mit Applikator einreiben - Applikation von Optibond FL Adhesive auf Schmelz und Dentin - Lichthärtung für 30 s - Herculite XR schichtweise applizieren - Lichthärtung für 60 s pro Schicht - Testat:"Füllung" (Kontrolle des applizierten Kompositmaterials) - Okklusions- und Ärtikulationskontrolle - Überschußkontrolle mit Zahnseide und Doppelendsonde - Ausarbeitung (Composhape-Kugel und -Knospe, Soflexscheiben, Soflexstreifen) - Testat: "Politur" - Fluoridierung. Hinweis: Bei zwei nebeneinanderliegenden Kavitäten schafft das gleichzeitige Anätzen und anschließende gleichzeitige Versiegeln beider Kavitäten Probleme: - beim Ausarbeiten kann der Kontaktpunkt verlorengehen - die Approximalflächen sind anatomisch schwieriger zu formen - es besteht die Gefahr einer Verblockung - Verletzung des Ätzmusters und der Versieglerschicht während des Legens der Füllung am Nachbarzahn.

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K/0556 V

Indikationen: - Versorgung von Kavitäten im sichtbaren Bereich der Zahnreihen - Kavitätenränder im Schmelz und Dentin Kontraindikation: - sichere Trockenlegung nicht möglich Vorzubereitende Materialien: Kofferdamtray (Kofferdamgummi, Lochzange, Spannrahmen, Kofferdamklammern, Klammerzange, Zahnseide, interdentalkeile, Kofferdamstreifen) fluoridfreie Polierpaste, Polierkelch oder Polierbürstchen, Farbring, Präparierdiamant, Composhape-Diamantfinierer (Flamme, Kugel), lichthärtendes GiZ-Unterfüllungsmaterial (Vitremer), Ätzgel, Optibond FL, Herculite XR, Doppelendspatel, Lichtgerät, Artikulationspapier, Soflexscheiben, Soflexstreifen, Fluoridgel Technik: - Reinigung der Zahnoberfläche mit fluoridfreier Paste - Farbauswahl mit (individuellem) Farbring - Kofferdamapplikation oder Zervikalmatrizenband zur Trockenlegung - Darstellung der kariösen Läsion - Exkavation der Karies Literatur: BRÄNNSTRÖM, M. and NYBORG, H.: The presence of bacieria in cavities filling with silicate cement and composite resin materials. Swed Dent J 64: 149-155, 1971

BRÄNNSTRÖM, M. and VOJINOVIC, O.: Response of the dental pulp to invasion of bacteria around three filling materials. J DentChild43: 15-21, 1976 COX, C, KEALL, C, KEALL, H., OSTRO, E. and BERGENHOLTZ, G.: Biocomparibility of surface sealed dental materials against ixposes'd pulps. J Prosthet Dent 57: 1-8, 1987 NAKABAYASHI, N., NAKAMURA, M. and YASUDA, N.. Hybird layer äs a denrin-bonding mechanism. J Esthet Dent 3, 133-138, 1991

Adresse der Autoren: OA Dr. Uwe Blunk, Prof. Dr. Jean-Francoise Roulet Universitätsklinikum Charite Medizinische Fakultät der HumboldtUniversität Zentrum für Zahnmedizin Abt. für Zahnerhaltung und Prävenfivzahnmedizin Föhrer Str. 15

- Testat: "Exkavation" bei Indikation einer CP-ßehandlung: - Applikation von Kerr Life und Unterfüllung aus lichthärtendem GIZ -Anschrägen der Kavitätenränder (l. und 2. Anschrägung) Composhape Hl5

- Testat: "Kavität" - Zervikalmatrizenband verkeilen - Applikation des Ätzgels auf die angeschrägten Schmelz bereiche nach 30 s Applikation auf Dentinbereiche für weitere 15 s -Absprühen mit Wasserspray für 1 min - Trocknen im Luftstrom (exzessives Trockenen des Dentins vermeiden)

- Testat: "Ätzung" (visuelle Kontrolle des Ätzmusters} - Applikation von Optibond FL Primer für 30 s auf Schmelz und Dentin in Dentin mit Applikator einreiben - Applikation von Optibond FL Adhesive auf Schmelz und Dentin - Lichthärtung für 30 s - Herculite XR schichtweise applizieren - Lichthärtung für 60 s pro Schicht

- Testat: "Füllung" (Kontrolle des applizierten Kompositmatrials) - Überschußkontrolle mit Zahnseide und Doppeiendsonde - Ausarbeitung (Composhape-Kugel und -Knospe, Soflexscheiben, Soflexstreifen)

- Testat: "Politur" - Fluoridifinmg.

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Die Endodontie ist immer noch ein Stiefkind in der Tätigkeit vieler Zahnärzte. Eine einheitliche Behandlungstechnik, die wissenschaftlichen Erkenntnissen gehorcht, hat sich allgemein noch nicht durchgesetzt. Dafür gibt es viele Gründe: Eine korrekt durchgeführte Wurzelbehandlung benötigt viel Zeit, viele Instrumente und ein großes Geschick. Da die Honorare in der GKV gerade für diese Behandlungsart zu gering bemessen sind und sich selbst in den Vorschriften für eine vertragsgerechte Behandlung gravierende Fehler finden, werden viele Wurzelbehandlungen nur halbherzig vorgenommen. So wird eine Wurzelfüllung für die prothetische Versorgung als akzeptabel angesehen, wenn die Kanalfüllung das apikale Drittel erreicht, obwohl es gesicherte Erkenntnis ist, daß gerade die exakte Behandlung dieses Kanalabschnittes entscheidend für das Gelingen eines langfristigen Zahnerhaltes ist. 1993 wurden in Deutschland im Bereich der Primär- und Ersatzkassen 7,6 Millionen Wurzelkanäle gefüllt, gleichzeitig erfolgten aber auch rund 15 Millionen Extraktionen, von denen viele auf ungenügend endodontisch versorgte Zähne entfallen sein dürften. Eine grundsätzliche Forderung moderner Endodontie ist die Verwendung von Kofferdam. Dieses Gummituch ist als Sicherung vor Instrumentenaspiration und zur Separation des Zahnes von der infektiösen Mundhöhle unentbehrlich und läßt zu, daß der Behandler seine Gummihandschuhe ablegen kann.

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Die moderne Endodontologie verlangt eine gründliche Kanalpräparation, wobei der Grundsatz gilt, daß entscheidend ist, was aus dem Kanal entfernt wird und weniger wichtig ist, welches Füllmaterial verwendet wird. Die Desinfektion des Kanales mit medikamentösen Einlagen erscheint unnötig, wenn bei der Aufbereitung bestimmte Grundregeln befolgt wurden. Die überwiegende Mehrheit der Endodonten verfolgt bei der Präparation das Ziel, die apikale Konstriktion nicht zu verletzten. Das Auffinden dieser Engstelle bereitet jedoch mitunter Probleme, da taktiles Fingerspitzengefühl nicht immer zur exakten Festlegung führt, wenn anatomische Bedingungen bestehen, die von der Norm abweichen. Dies ist in der Regel bei ostitisch veränderten Zähnen der Fall, da hier durch die abgelaufenen Entzündungsprozesse das apikale Foramen erweitert wurde. Aber auch seitliche Kanalaustritte und andere Phänomene können die Lokalisation der apikalen Konstriktion erschweren. Die Hoffnung, daß elektronische Meßinstrumente hier hilfreich sein könnten, hat sich leider nicht erfüllt, da neueste Untersuchungen zeigen, daß die Mehrzahl der Messungen zu hoch ausfällt, was ein Durchdringen der Konstriktion bedeutet. Für den routinierten Praktiker sind diese Meßgeräte entbehrlich. Die Festlegung der Arbeitslänge für das erste Instrument sollte grundsätzlich nach einem Röntgenbild vorgenommen werden, das in RechtwinkelTechnik erstellt wurde. Die apikale Konstriktion liegt nach zahlreichen Untersuchungen 0,5 bis 1-mm vom röntgenologischen Apex entfernt. Man wird also sein erstes Instrument mit einem Stopper auf diese Arbeitslänge einstellen. Der Röntgentechnik kommt in der Endodontie eine besondere Rolle zu, sollten doch bereits vor Beginn der Behandlungsmaßnahmen Röntgenbilder vorliegen, möglichst auch in exzentrischer Projektion, um die • , r _ £ GRUPPE.

Endodontie Konzepte einer modernen Wurzelbehandlung von Klaus Haberkorn

Würzburg


Wurzelkonfiguration gut erkennen zu können. Eine Kontrolle des eingeführten Instrumentes mit einem weiteren Röntgenbild erlaubt die exakte Definition der Arbeitslänge. Als erste Instrumente eignen sich Reamer und Feilen der #10 bis #15. Obwohl manche Endodonten Reamer heute für überflüssig halten, so zeigen diese doch beim Vordringen in einen Kanal den geringsten Widerstand, da die Zahl ihrer Windungen klein ist. Auf keinen Fall sollten Hedström-Feilen als erste Instrumente Verwendung finden, da ihr Spitzwinkel zu klein ist, um einen definierten Kanalabschluß zu formen. Die Aufbereitung der Kanäle erfolgt unter Verwendung von Spüllösungen. Als effizientes Spülmedium ist Natriumhypochlorid (NaOH) zu nennen, das in 2%-iger Konzentration ebenso stark bakterizid wirkt, wie in der üblichen 5%-igen Lösung, die aber unangenehmen Geruch und Geschmack besitzt. NaOH löst Gewebe auf und dient der Reinigung des Kanallumens. Das Eindringen von Instrumenten wird durch zwei andere Chemikalien erleichtert: EDTA-Präparate (Calcinase, RC-Prep) und Gly-Oxide (Carbamidperoxid). Dabei ist zu beachten, daß EDTA die Kanalwand anlöst, wodurch seine Verwendung in Apexnähe problematisch ist. Gly-Oxide erhöht die Gleitfähigkeit von Instrumenten und ist stärker bakterizid als Von größerer Wichtigkeit für eine korrekte, endodontische Zahnbehandlung ist die Präparation der Zugangskavifät. Dabei sollte das Kavum vollständig eröffnet werden, Überhänge entfernt werden und bei gebogenen Kanälen die Präparation soweit ausgeführt werden, daß die einzuführenden, vorgebogenen Instrumente die Kanalöffnung gut erreichen können. Die Verwendung von Batt-Bohrern vermeidet dabei die Perforation am Kavumboden. Das Ziel der Aufbereitungsmaßnahmen muß sein, das Kanallumen seiner Form nach konisch zu gestalten und dabei die Anatomie der Kanalform zu berücksichtigen. Die wenigsten Kanäle sind von rundem Querschnitt, vielmehr überwiegen die ovalen Formen mit allen Variationen. Die Feilen sollten in circumferrenten Bewegungen der vorgegebenen Form folgen. Drehende Bewegungen mit Druck sind dabei zu vermeiden, vielmehr sollte die Feilenbewegung einen Drück-Zieh-Charakter haben, da sich bei abgebogenem Kanalverlauf durch unerlaubtes Drehen unerwünschte Formänderungen an der Kanalwand ergeben. Instrumente in gekrümmten Kanälen sollten vorgebogen werden. Hierzu eignet sich das Flexobend-Gerät von Maillefer. Wenn die Kanalform eine drucklose, leichte Drehung erlaubt, dann sollte die Bewegung so durchgeführt werden, wie sie die "Baianced-forced-Technik" beschreibt: Drucklose Drehung um 30° im Uhrzeigersinn, 60° Drehung gegen den Uhrzeiger und erneute Einwärtsdrehung von 30°, um ein Verbolzen von Dentinspänen zu vermeiden. Unter den vielen Techniken zur Kanalpräparation haben sich zwei Begriffe durchgesetzt: Step-Back-Technik und Step-Down-Technik. Bei der Step-Back-Technik wird im apikalen Drittel mit einer Folge von Instrumenten in steigender Größe und jeweils um 1-mm gekürzter Arbeitslänge der apikale Kanal gestaltet, wobei die als AMF (Apikaie MasterFeile) bezeichnete längste Feile immer wieder zur Rekapitulation verwendet wird, um eine konischen Verlauf sicherzustellen. Bei der Step-Down-Technik werden drehende Instrumente benutzt, um den koronalen Kanalanteil zu erweitern und damit einen besseren Zugang für die Instrumente zu erreichen, wobei gleichzeitig der größte Anteil an _ :,:±E GRUPPE

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Debris aus dem Kanal entfernt wird und ausreichend Lumen für die Spülflüssigkeit geschaffen wird. Für diese Maßnahme eignen sich Gates-Glidden-Bohrer der #2 und #3 am besten. In den letzten Jahren ist der Praktiker mit einer Vielzahl neuer Instrumente aus den unterschiedlichsten Materialien konfrontiert worden, was erheblich zur Konfusion beigetragen hat, da für viele Instrumente keine wissenschaftlichen Untersuchungen vorlagen. Nach dem neusten Stand der Untersuchungen läßt sich folgendes sagen: Das effizienteste Instrument zur Kanalaufbereitung ist die Hedström-Feile. Da sie herstellungsbedingt stark bruchgefährdet ist, sind ähnliche Erfolge mit der S-Feile zu erzielen, die einer doppelt gewundenen HedströmFeile entspricht. Instrumente mit verkürztem Arbeitsteil (Canal-Master-U, Flexogates, HeliApikal) bringen keine Vorteile, sondern sind wegen der hohen Bruchgefahr gefährlich. Flexible Instrumente mit Bart-Spitze sind allen anderen Instrumententypen in ihrer Wirkung überlegen. Nickel-Titanium-lnstrumente sind weniger effizient als herkömmliche Stahlinstrumente. Die immer höhere Flexibilität der Instrumente führt zum Verlust der sogenannten Memory. Diese ist aber unbedingt notwendig, um ein Vorbiegen des Instrumentes in gekrümmten Kanälen zu ermöglichen. Instrumente aus Kohlenstoff-Stahl unterliegen einer starken Korrosion. Dennoch ist der Pathfinder (Mailiefer) sehr hilfreich beim Auffinden engster Kanäle. Maschinengetriebene Verfahren zur Kanalaufbereitung konnten sich nicht durchsetzen. Untersuchungen zeigten, daß die erhofften und angegebenen Wirkungen nicht erfüllt wurden. Ultraschallaktivierte Sonden eignen sich nicht zur Kanalaufbereitung, sind aber hilfreich bei der Spülung der Kanäle. Die meisten Instrumente erfüllen die vorgegebenen ISO-Normen hinsichtlich einer Maßtreue. Aus technisch bedingten Gründen sollten aber nur Instrumente eines Herstellers Verwendung finden, da sich die Maßabweichungen nahezu linear über die Instrumentenfolgen verteilen. Medikamente sind bei guter Kanalpräparation weitestgehend überflüssig. In besonderen Fällen, bei noch nicht abgeschlossener Formgebung des Kanales, bei Notfallbehandlungen etc. ist Kalziumhydroxid als Kanaleinlage geeignet. Phenole und Jodoformpräparate sind entbehrlich, da schädlich. Kombinationspräparate aus Kortikoiden und Antibiotika haben in Sonderfällen ein Einsatzgebiet, sind jedoch in ihrer Wirkung immer noch umstritten. Als Wurzelfüllmaterial eignen sich Guttaperchastifte in Verbindung mit einem Sealer, Die wohl häufigste Technik ist die laterale Kondensation, bei Verwendung eines ISO-genormten Masterpoints und akzessorischer Guttastifte. Die thermoplastische Methode der vertikalen Kondensation ist zeitaufwendig, ergibt aber regelmäßig die besseren Resultate, insbesondere können damit laterale Kanäle abgefüllt werden. '.£_ 5 GRUPPE


Von den mechanischen, thermoplastischen Methoden gilt die MC- Spaddenmethode heute als überholt, da der Verlauf der Guttapercha nicht kontrollierbar ist und die Temperatur oft die zulässigen Grenzen überschreitet. Gleiches gilt auch für die Hochtemperatur-Methoden (Optura-System), wohingegen die Niedrigtemperatur-Systeme (Thermafil-System) keine Probleme mit den Temperaturen haben, aber in der Anwendung dennoch problematisch sind. An diesen Systemen wird gearbeitet, da der Ansatz geeignet erscheint, eine Wurzelfüllung mit guttapercha-ummantelten Stiften mit vorhersagbarem Erfolg zu erbringen. Für die vertikale Kondensationstechnik ist das Endotec-Gerät eine wesentliche Bereicherung, da hier der eingeführte Spreader mit einstellbarer Temperatur eine kontrollierte Erweichung der Guttapercha zuläßt. Der vorgelegte Beitrag sollte eine aktuelle Zusammenfassung heute gültiger Erkenntnisse sein und damit helfen, dem Praktiker die Auswahl von Instrumenten zu erleichtern. Zur weiteren Fortbildung sei das Buch: "Praktische Endodontie" von Behr/Baumann, sowie die ausgezeichnete Publikation im QuintessenzVerlag "Endodontie" empfohlen. Die Kofferdam-Technik wird von Reinhardt Winkier im Buch "Kofferdam" ausführlich dargestellt.

Achim Kiel Entwicklung eines Logos

Einführung in Grafik und Typographie unter besonderer Berücksichtigung eines Logos am 13.5. in Braunschweig

von Ulrich Klimberg

Zunächst einmal ein ungewöhnliches Thema für die NEUE GRUPPE, das aber durch die Diskussion auf der letzten Jahrestagung eine aktuelle Bedeutung erhielt.

Münster Nach einer sehr herzlichen Begrüßung durch Angela und Werner Fischer fuhren die 17 Teilnehmer in das Atelier von Achim Kiel, das wunderschön im Dachgeschoß eines ehemaligen Fabrikgebäudes untergebracht ist. Hier herrscht eine faszinierende Äthmosphäre durch das Nebeneinander von Sammelstücken, halbfertigen und vollendeten Kunstwerken. Achim Kiel, ein Künstler mit internationalem Renommee, zeigte in einem Diavortrag anhand von Beispielen, wie er seine Kunstwerke plant und dann schrittweise mit äußerster Akribie umsetzt. Beeindruckend mit welcher Kreativität und Besessenheit er dabei vorgeht, um selbst anscheinend unbedeutende Details perfekt darzustellen. Sein Arbeitsgebiet umfaßt Skulpturen, Objekte, Bilder, Graphiken etc. bis hin zu Buchillustrationen (z. B. Ken Follett). Anschließend zeigte er die Entwicklung eines Logos, das er für die Ausstellung "Die Hanse in Sachsen" entwickelt hat. Faszinierend wie er mit ganz einfachen Formen symbolkräftige Aussagen erreicht, und wie er durch kleine Änderungen am Grundlogo passende Hinweise für einzelne Abteilungen dieser Ausstellung erzielt. Bei Köstlichkeiten vom italienischen Büffet kam es schnell zu einer intensiven Diskussion, wobei Achim Kiel die Frage stellte, ob es überhaupt für . •.=„£ GRUPPE


die NEUE GRUPPE sinnvoll sei, ihr Logo zu ändern. Auch wenn nach einigen Jahren neue Themenbereiche in den Vordergrund getreten sind, die nicht unbedingt durch das alte Logo abgedeckt werden, so behielte es dennoch für Außenstehende seinen Symbolcharakter für eine fortschrittliche, engagierte Gruppe. Da Achim Kiel sich auch sehr stark mit alten Schrifttypen und ihrer Bedeutung befaßte, machte er abschließend noch den Vorschlag, ob nicht die NEUE GRUPPE alternativ lieber eine eigene Schrift entwickeln soll, die z.B. von allen Mitgliedern in ihr Textverarbeitungsprogramm übernommen werden könnte. Damit war für genügend Gesprächsstoff gesorgt, so daß mancher an diesem stimmungsvollen Abend erst spät den Weg ins Bett fand. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Werner Fischer für diese gelungene Veranstaltung.

Im letzten Dezennium sind die Kosten der Gesundheitspflege stark gestiegen. Obwohl die Kostensteigerung in der Zahnheilkunde verhältnismäßig niedrig war, wurde sie auch damit konfrontiert. In den Niederlanden versucht die Regierung schon jahraus, jahrein die Ausgaben zu beherrschen oder vielmehr zurück zu schrauben. Die drei Hauptmaßnahmen sind:

Zahnmedizinreform in den Niederlanden von Peter Wetseloar Heemstede

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U.P.T. der Uniforme Private Tarif. in 1986 war die Einführung des sogenannten U.P.T. Alle Zahnärzte wurden gezwungen, den gleichen Tarif zu berechnen für alle Leistungen ungeachtet des Schwierigkeitsgrades der Leistung oder besonderer Umstände der Patienten. - Man durfte nicht mehr oder weniger berechnen als nach dem U.P.T. Tarif bei einer Strafe von zwei Jahren Gefängnis oder DM 20.000 Geldstrafe. - Zuerst gab es eine Liste mit allen Leistungen; Leistungen, die nicht auf der U.P.T. Liste standen, konnte man zwar erbringen, aber nicht abrechnen. - Inflation oder Geldentwertung sollten korrigiert werden; aber eine solche Anpassung des Tarifs wurde nicht durchgeführt. - Steigende Kosten durch verpflichtete Amalgamabscheider, Latexhandschuhe, Sterilisierung der Winkelstücke u.s.w. wurden auch nicht im Tarif korrigiert. - Erweiterung der Liste mit neuen Behandlungsarten fand kaum oder langsam statt. Jetzt hat man die Absicht, die Liste zu verkleinern. - Zum Schluß wurde U.P.T. vom Einheitstarif zum Maximumtarif und ist nur noch nach unten flexibel. F.O.Z. Festschreibung der Ausgaben Für jeden Bereich innerhalb der Gesundheitspflege wurden Anfang der 90er jähre die gesamten jährlichen Ausgaben festgeschrieben. Dieser Betrag darf nicht überschritten werden. Passiert das dennoch, so folgt im nächsten Jahr dementsprechend eine Absenkung des Tarifes (auch bei Bevölkerungszuwachs oder Steigerung von Zahnarztbesuchen). , \ = ^E QRUPPE.

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C.

Anmerkung: :m Bundesrninisterium für Gesundheit, Bonn werden intensive Gedanken zu dieser Reform entwickelt. Mit demselben Titel erschien in der ZBW 8/1995 S. 368 ff ein Artikel von Ministerialrat Rüdiger Saekel

Dentalimaging und Prophylaxe von Eckbert Schulz

Hannover

Privatisierung der Zahnheilkunde. Seit dem ersten Januar dieses Jahres änderte man die Struktur der Tarife total: die klassische Zweiteilung zwei Drittel Krankenkassenversichert (Einkommen unter DM 55.000,-), ein Drittel Privatversichert, erachtet man jetzt nicht mehr als zeitgemäß, denn alle Menschen sind gleich und haben das Recht auf eine gleiche Behandlung.Für Krankenkassenpatienten gilt: - die Jugend bis achtzehn Jahre bekommt integrale Versorgung - die Erwachsenen erhalten als Leistung unbegrenzt oft Kontrollen, Zahnsteinentfernung, Instruktion und Mundhygiene für DM 45,-.

Die übrige Zahnheilkunde wurde privatisiert, aber trotzdem behält die Regierung die Verfügung über dieTarife. Die Zusammenschmelzung bedeutet, daß die privaten Tarife 13,5% niedriger wurden. Nach knapp eineinhalb Jahren kann man die Bilanz schon ziehen: F.O.Z. ist überschritten: nächstes Jahr erfolgt eine Tarifabsenkung von ungefähr sechs Prozent.

Hightech hält Einzug in die Praxis. Dabei Sinnvolles und Entbehrliches zu unterscheiden, fällt oft schwer. Neben dem digitalen Röntgen, sicherlich sinnvoll, und dem Laser, eventuell entbehrlich, kommt das dentale Imaging in vielfältiger Form auf den Markt. Viele Anwendungsmöglichkeiten dafür werden beschrieben wie Falldemonstrationen für marketinggerechte Prothetikberatungen und Dokumentationen eigener Arbeiten. Uns interessierte vor allem, ob dieses System in Bezug auf die Motivierung und Instruktion unserer Prophylaxepatienten wissenschaftlich gesichert sinnvoll einzusetzen ist. Wie in Erfurt bei der NEUE GRUPPE - Tagung im Herbst 94 erstmals berichtet und im Dental-Spiegel als Vorabinformation beschrieben, starteten wir eine Untersuchung mit der intraoralen Kamera als Motivationshilfe. Es sollten die Möglichkeiten der individualisierten, patientenbezogenen Information mittels oraler Kamera in einer Praxisstudie ausgenutzt werden, um Prophylaxepatienten zu einem verbesserten oralen Pflegebewußtsein und Verhalten zu führen. Viele individual- prophylaktischen Bemühungen unsererseits bleiben ohne großen Effekt, wenn der Patient nicht einsieht und versteht, wozu ein pflegerischer Mehraufwand nötig ist. (3,4). Zu Einstellungs- und Verhaltensänderungen anzuleiten (gezieltere und damit wirksamere Zahnpflege, bewußte Ernährung, Einsatz von Fluoriden, regelmäßige präventiv- zahnmedizinische Kontrollen) hat nur Zweck, wenn der Patient zuvor sein orales Problem voll bewußt erkannt hat und zu einer Änderung seiner bisherigen Verhaltensweisen bereit und fähig ist. (3). Um dieses Bewußtsein und die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit (Compliance) zu schaffen und deren Effekte auf die tatsächliche Mitarbeit zu prüfen, wurden in einer kontrollierten, prospektiven Praxisstudie 90 IPund PAR- Patienten im Alter von 12 bis 60 Jahren einem vierwöchigen präventiven Trainingsprogramm unterworfen. Dabei wurden die Forderungen und Anregungen von WEINSTFIN et al. (3) und HENDRIKS und

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-.5^.5 GRUPPE


SCHNELLER (4) konsequent umgesetzt, so z. B. die Elemente * Beachtung der individuellen Ausgangslage und Zielsetzungen des Patienten ' konkretes Aufzeigen und Bewußtmachen der individuellen oralen Situation * Geben von sachlich- notwendigen Informationen und Ansprechen der Gefühle ("Betroffenheit") des Patienten * Aufzeigen der Konsequenzen bei Beibehaltung der bisherigen Einstellung und bei Verbesserung der Zahngepflogenheiten ("persönlicher Gewinn") * schrittweises, nicht überforderndes Vorgehen nach dem Spiralen-Modell (5):

Bedürfnis wecken; Mundpflege zu

— l. Zwischenziei

Demonstrieren Er! a ufern Rückmeldung geben

___Einüben_.^-' i°sseri

Demonstrieren

Erläutern 3. Zwischenzier- Rückmeldung geben

Bewußtmachung des Problems = Erläuterung des ersten (nächsten) Präventionsschriftes == Demonstration === Einübung === häusliche Übung == Kontrolle und Erfolgsrückmeldung in der Praxis, vgl. Abb. l

Einüben __--'' fossen

Demonstrieren

Einüben— -— —

Jeweils 45 Patienten wurden nach Zufall der sog. Videogruppe und der Kontrollgruppe zugeordnet. Die Trainingsprogramme unterschieden sich lediglich dadurch,daß die Videogruppen in der zweiten Trainingssitzung neben der Aufklärung an Modellen eine genaue Darstellung der eigenen Mundsituation mit Erläuterung der individuellen Schwachstellen per Videokamera erhielt (Abb. 3), während die Kontrollgruppe dabei mit einem gewöhnlichen Handspiegel (Abb. 2) auskommen mußte.

Abb. l: Das Spiralmodei! des Verhaifenstrainings für wirksame Mundpflege (nach Schneller & Miftermeier, 1991, S.378)

Gezielter Einsatz der Videokamera zur Motivierung von Prophylaxepatienten heißt, sich bei den Demonstrationen auf ein oder zwei eindrucksvolle Bilder zu beschränken, aus denen der pathologische Zustand für den Patienten deutlich erleb- und erfahrbar gemacht wird. Der Umgang mit der Kamera sollte sicher sein und klare Bilder liefern. Eine wirre Vielfalt vieler Bilder würde die Patienten irritieren. Die Ergebnisse dieser Praxisstudie unterstützen die Hypothesen der Arbeitsgruppen um WEINSTEIN in Seattle und SCHNELLER in Hannover eindeutig: nur auf der Grundlage einer eindeutigen Bewußtseinsverbesserung findet auch eine eindeutige Veränderung des täglichen häuslichen Pflegeverhaltens (oral seif care) statt. Einstellungswerte, Verhaltensangaben sowie deren Objektivierung durch die zahnmedizinischen Indices (Hl, PBI) waren bei den Patienten der Videogruppe sowohl am Ende der Trainingsphase als auch im l. Recall vier Monate später der Kontrollgruppe signifikant überlegen. (Abb. 4) Die Video- Gruppe zeigte bei beiden Indizes einen doppelt so guten Wert wie die Kontrollgruppe. Beobachtungen weiterer Recallsitzungen in den folgenden Perioden zeigten, daß der Motivationsvorsprung der Video- Patienten gehalten werden konnte, und daß sich das Hygieneverhalten der Kontrollgruppe, die anschließend nun auch per Video instruiert wurde, deutlich besserte. Lediglich die Patienten, die aus irgendwelchen Gründen die Video- Demonstration ablehnten, verbesserten ihr Pflegeverhalten nicht weiter.

Abb.2; Geringe Effektivität wegen schiechfer Sicht bei der Motivierung mit dem Mundspiegel

Damit sind drei wichtige Faktoren von oral-präventiven Trainingsprogrammen deutlich geworden und konnten unter den Bedingungen unserer qualitätsorientierten Praxis nachgewiesen werden: l.) Ein großer Teil von jugendlichen und erwachsenen Patienten mit Mundpflegedefiziten und/oder gina,ivalen/parodontalen Entzündungen kann

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. •:£,.£ GRUPPE.

Abb.3: Vergrößerung eines Zahnes auf dem Monitor


für ein intensiveres Prohylaxeprogramm angesprochen und gewonnen werden. 2 ) Besonderen Gewinn erzielen Patienten, denen ihr eigener Schaden im eigenen Mund deutlich aufgezeigt werden kann, die somit emotional betroffen gemacht werden können und einsehen lernen, daß die Schaden bei Beibehaltung der bisherigen Pflegetechnik nur noch größer wer-

den.

Abb.4: Vergleich der Effektivität der Versuchsgruppen

3.) Bei dieser Bewußtmachung einer Problematik, von der die meisten Patienten gar nichts ahnten, hat sich der gezielte Einsatz einer intraoralen Kamera mit den Möglichkeiten der Bildvergrößerung vor den Augen des Patienten als sehr nützlich und anderen Demonstrationsmaterialien (Handspiegel, Modelle, Fotos, Bildatlanten) überlegen erwiesen (6). Das Bild demonstriert den Erfolg oder den Mißerfolg der intensiven Pflegeanstengungen des Patienten. Bilder von vorher und nachher, evtl. als Printbild mitgegeben, erzeugen Motivationsschub. Abb. 5) Literatur: l.Büning, K.: Computergsstützte Kommunikation.

Abb.5: Demonsfrationsbild für Patienten

Die Neue Gruppe in Swampscott 1988-1995 von Peter Fuchs

München

4.Hendriks, J. Schneller. Th.; ro'ienfenführung

Quintessenz Zahntechnik 16,929-937, 1990

Beratung und Motivierung in der Zahnarztpraxis. Quintessenz-Verlag, Berlin, 1992

2.Studer, St., Üppenberger, J. Schärer, P.: Das dentale

5.Schneller, Th., Mittermeier, D.: Kommunikative

tmaging. Schweiz. Monat. Zahnmedizin 102, 10/1992

Voraussetzungen für erfolgreiche

3.Weinstein, P., Getz, Milgrom, P.: Prävention durch

Zahnarztliche Prqaxis, 42 (10,!, 377-384, 1991

Verhaltensänderung.

6.Schneller, Th., Basting, G.: Wege der Motiva-

Strategien einer präventiven Zahnheilkunde.

tion, Videofilm der IP-Serie (IP3J, Quintssenz-Ver-

Deutsche Ärzte-Verlag, Köln, 1989

log, Berlin, 1994

prophylaktisches Vorgehen in der Praxis.

Inzwischen sitze ich wieder im Flieger auf Ostkurs; die abwechslungsreiche Küste von Neuengland verschwindet allmählich im abendlichen Dunst - war das eben nicht noch Marblehead oder Cape Ann... vorbei. Wer von uns kannte vor 1987 schon Swampscott - Massachusetts ? Boston - ja, aber Swampscott etwas nördlich davon sagte uns allen wohl wenig. Das erste Mal war ich 1985 dort, bei den Parodonfologen Dr. Krämer, Dr. Nevins, Dr. Wise und Dr. Reiser. Die Praxis - oder Klinik befand sich in einem alten Haus im viktorianischen Stil, durch dauernde Umbauten ziemlich verwinkelt mit steilen, engen Treppen, das damals schon aus allen Nähten zu platzen schien. Ich war bei meinem ersten Besuch sehr beeindruckt: alles war gekonnte PA Behandlung in allen Bereichen. Kramer war die "graue Eminenz", die alle Fäden in der Hand hielt. Dann tauchte der Name Kramer/Nevins-Swampscott in den Fortbildungsankündigungen der NEUE GRUPPE auf. Danach waren wir - war die NEUE GRUPPE - von 1987 bis 1995 fast jedes Jahr in Swampscott, insgesamt 9 mal. Alles und jedes wurde von unserem gruppeneigenen Chefparodontologen Ralf auf das beste organisiert. Wie die meisten von uns war ich alle 2 Jahre dort. Schließlich mußte das neu Erlernte auch verdaut werden, Meistens waren wir 1 5 - 2 0 Teilnehmer. Mehr hätten wohl auch nicht Platz gefunden.


--:angs gab es neben parodontologischem Update zum Lunch wunderctre Thunfisch- und Krabbensandwichs - die alle mit riesigem Appetit verzehrten. Später, viel später, als die Kurspreise immer höher kletterten, stellte man auf Lunchpakete um, die nicht ganz diesen Zuspruch fanden. Ader das war allen nicht so wichtig. Neben hervorragendem Wissenszjwachs hatten wir und unsere Frauen, sofern sie dabei sein konnten , eine wunderbare Zeit. Das Klima im Juni/Juli und auch im Oktober war herrlich und beständig. Nach Kursende ging es entweder zum Golf - oder zum gemeinsamen Abendessen oder ein bißchen Shopping im nicht zu fernen Boston. Dann auch dieses unmögliche Cap'n Jacks Inn, wo wir mit einer Hartnäckigkeit Quartier machten, als ob es dafür in ganz Neuengland keine Alternative gäbe! Eine Mischung aus Motel und Jugendherberge, wunderbar am Meer gelegen, dabei ein ordentliches Schwimmbad und Liegestühle, auf denen wir unsere Damen beim "suntanning" bewundern konnten. Dann die speziellen Ausflüge zur "sea-witch", wo die riesigen Hummer warteten - es war aufregend: finden wir das Lokal oder enden wir bei MC Donald? Wird der Heinz dort auch sein Hühnchen ordern können? Inzwischen haben andere Gruppen unser Fortbildungskonzept in Swampscott übernommen: aus verdienten Parodontologen wurden hochbezahlte Stars. Nun ist die Küste ganz verschwunden. War 1995 das letzte Mal? Haben uns andere verdrängt, haben sie die Preise verdorben oder können wir inzwischen soviel, daß wir weiterziehen? Wenn es so wäre: was bleibt, ist die fachliche Erfahrung und das Zusammensein mit den Freunden. Die NEUE GRUPPE in Swampscott: eine unverzichtbare Erfahrung für alle, die dabei waren.

Im Sinne der Tradition der NEUE GRUPPE, fachliches Wissen dort aufzunehmen, wo der aktuelle Stand präsentiert wird, bereiten wir nach unserer überaus erfolgreichen Kursserie in Swampscott für das nächste Jahr zwei Kurse an anderen Orten in den USA vor. Unser Weg führt uns dabei über Baltimore in Virginia bis nach Tucson in Arizona. Vom 05.05.-10.05.1996 haben wir einen Kurs beim GeraldM.-Bowers-Study-Club in Baltimore geplant. Gerry Bowers ist Hochschullehrer und Praktiker und hat das wissenschaftlich am besten belegte Material über Knochentransplantate in parodontalen Knochendefekten mit und ohne Membranen zur Regeneration. Er ist der Lehrer zahlreicher sehr bekannter amerikanischer Parodontologen. J. T. Mellonig aus St. Antonio war einer seiner ersten Schüler. Gerry Bowers hat im Frühjahr l 995 einen viel beachteten und wissenschaftlich sehr gut dokumentierten Kurs in Aachen abgehalten. Er war bei der North-Sea-Konferenz im Juni 1995 einer der Hauptreferenten über Knochentransplantate in parodontalen Defekten. In seinem StudyClub arbeiten hervorragende Pardontologen, die in der Lage sind, Live-

Neue Gruppe Fortbildung

1996 Zu neuen Ufern von Hans Henning Ohirogge Aachen Ulrich Englert Leonberg


Demonstrationen aller gewünschten operativen Eingriffe durchzuführen. Wir glauben mit dieser Veranstaltung mit maximal 10-15 Teilnehmern, unsere Tradition der klinischen Demonstration in kleinen Gruppen in den USA fortsetzen zu können. Im Herbst werden wir eine Woche vor der Tagung der AAP in New Orleans vom 30. September - 4. Oktober in Tucson/Arizona sein. Dort wird uns Bill Becker ebenfalls in kleinen Gruppen seine Operationskunst live vorführen zu den Themen Parodontologie und Implantologie. Dr. B. Becker hat zahlreiche Untersuchungen über die Knochenregeneration durchgeführt. Er ist ein hervorragender und humorvoller Vortragender mit profunder Sachkenntnis. Seine Liveoperationen sind ein wahrer Genuß für den Kenner. Wir sind der Überzeugung, daß wir mit diesen beiden Veranstaltungen unsere Kursserie in den USA exclusiv für unsere Mitglieder und Kandidaten erfolgreich fortsetzen werden.

PAINinTAC

"Ein klares Konzept als Basis einer sicheren (Initial-)Therapie bei orofacialen Schmerzen"

von Hans-Henning Ohlrogge

Tore Hansson demonstriert "PAINinTAC" for Windows.

Aachen

Computerprogramme zur Unterstützung der klinischen Funktionsanalyse sind nicht neu. So zeigte Hans Feilner vor einigen Jahren ein eigenes Programm basierend auf den Ideen Willy Krogh-Poulsen und durch eigene Erfahrungen vervollkommnet. Ebenso wurde vor einiger Zeit ein Programm zur Unterstützung der "Manuellen Funktionsdiagnostik" nach Bumann und Groot Landeweer präsentiert. PAINinTAC ist aus der Erfahrung im Umgang mit ca. 25.000 Patienten entstanden, die Tore Hansson mit seinen Teams in Amsterdam und speziell in Phoenix bei Diagnostik und Therapie sammeln konnte. Sinn der Entwicklung eines solchen Programmes war es zum einen den Untersuchungsgang durch Reduzierung auf diagnose- und therapierelevante Befunde zu vereinfachen und zu systematisieren. Desweiteren sollte durch die Vorgaben der Program m Struktur mehr Zeit für das Gespräch mit dem Patienten gewonnen und letztlich sich der Vorteil ergeben, aus den eingegebenen Befunden Primärdiagnosen und Therapievorschläge zu generieren. In der angenehmen Atmosphäre der Praxis von Jürgen Bretthauer hat Tore Hansson zunächst die Struktur des Programmes und die einzelner. Bildschirmoberflächen mit allen Eingabemöglichkeiten erläutert. Einen breiteren Raum des "Workshops" nahm die Untersuchung von Patienten ein. Hier zeigten sich deutlich die Stärken einer Programmunterstützung im Unfersuchungsablauf, wenn eine geschulte Praxismitarbeiterin Notizen und Befunde eingeben und sich der Behandler so voll auf den Patienten konzentrieren kann. Nach Eingabe der persönlichen Daten des jeweiligen Patienten wird eine detaillierte allgemeine und spezielle Anamnese

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e~ragf. Nach Speicherung der Daten erfolgt im Dialog die systematische < Mische Befunderhebung des Kopf-Schulterbereiches, einschließlich der E'fassung von Messwerten zur Unterkiefermobilität usw. Nach Abschluß 2er Befundung druckt das Programm auf Wunsch Untersuchungsproto<olle zu jedem Teilbereich sowie einen Bericht aus, der neben den allgemeinen Angaben Hinweise zur Primärdiagnose, eventueller Differen•"aldiagnosen und Therapievorschläge enthält. Diese Berichte sind als Grundlage eines Arztgespräches mit dem Patienten abgefaßt. Untersuchungen zu den jeweiligen Patienten lassen sich z.B. im Verlauf der Behandlung jederzeit wiederholen, sodaß Therapiefortschritte überprüfbar werden oder eventuelle Korrekturen im ßehandlungsablauf möglich sind.

Nähere Auskünfte zum Programm "PAINinTAC 1 for Windows" erteilen: DrJürgen Bretthauer Neckarstr.79 73728 Esslingen Tel.0711/9392100 Fax.0711/312239 Dr.Hans-H.Ohlrogge Suermondfp!.2 52062 Aachen Tel.0241739944 Fax.0241/404026

Eine Vielzahl unterschiedlicher Verknüpfungsmöglichkeiten innerhalb des Programmes läßt nach Vorlage von genügend Daten in der Arbeit mit PAINinTAC unterschiedlichste statistische Erhebungen zu. Bei weiterer Verbreitung des Programmes ergibt sich zudem die Möglichkeit des Datenaustausches und der Kommunikation mit vergleichbaren Daten. Die Gastfreundschaft von Dorothee und Jürgen Bretthauer haben das Wochenende in Esslingen über den beeindruckenden "Workshop" hinaus zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

Zu einem Ciosed Meeting hatte Frau Prof.Dr.Maria Nilner die Mitglieder der European Academy of Craniomandibular Disorders (EACD) nach Malmö eingeladen. Es soll nicht Sinn dieses Berichtes sein über die Inferno dieser Fachgesellschaft aufzuklären, vielmehr war die Vorbereitung dieser Tagung derart perfekt, das sie uns Vorbild sein könnte.

Orofaciai Pain EACD - Malmö

Zum Tagungsthema "Orofacial Pain" waren drei hochangesehene schwedische Referenten, Prof.Sigvard Kopp, Prof.Per Hansson und Prof.Thomas Lundeberg, alle Stockholm) zu den Themen Patho-Physiologie des nozizepfiven und neuritischen Schmerzes und deren Therapiemöglichkeiten eingeladen. Zur Vorbereitung auf die Tagung hatten alle Teilnehmer, es waren immerhin 54 der 61 EACD-Mitglieder anwesend, vorab Sonderdrucke von Arbeiten der Referenten erhalten, sodaß man sich spätestens während der Anreise in die Materie einlesen konnte. Während der Tagung selbst erhielten die Teilnehmer nochmals eine wohl vorbereitete Mappe mit zusätzlichen Informationen und Schaubildern, sodaß man dem faszinierenden aber doch recht trockenen Stoff sicher folgen konnte.

Aach en

Im Ablauf des Pogrammes wechselten Vorträge und Zeiten aktiver Arbeit der Teilnehmer einander ab. So war der Vormittag des Freitags zwei Referaten vorbehalten. Danach wurden kleine Arbeitsgruppen von jeweils 5 Kolleginnen und Kollegen international bunt zusammengewürfelt gebildet. So gehörten meiner Gruppe beispielsweise eine Italienerin, ein Finne, ein Kollege aus Irland und ein Franzose an. jeder Gruppe wurde ein Schmerzpatient aus der Abt. of Sfomatognathic Physiology der Universität Lund in Malmö zugewiesen. Zur Untersuchung der Patienten stand den Gruppen etwa l ,5 Stunden zur Verfügung. Am folgenden Tag waren nochmals etwa 1,5 Stunden Zeit eingeplant, um den eigenen Fall innerhalb der Gruppe zu diskutieren mit dem Ziel, Diagnose und einen Therapieplan zu erstellen. Ein vorgegebenes Diskussionsschema diente der

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'. = ~= GRUPPE.

von Hans-Henning Ohlrogge


Vorbereitung der allgemeinen Diskussionen, um zu einem formal vergleichbaren Ablauf zu gelangen. Jede Gruppe wählte einen Sprecher, der 5min Zeit hatte, den Patienten und den Bericht der Gruppe vorzutragen, um sie anschließend mit dem Auditorium zu diskutieren. Eine lebhafte Diskussion, unter Beteiligung auch der Referenten, brachte eine beeindruckende Vielzahl unterschiedlicher Betrachtungsweisen zutage. Erfreulich war, daß alle Diagnosen, die von den Arbeitsgruppen zu den einzelnen Patienten erstellt worden waren, exakt mit den Diagnosen übereinstimmten, die vorher in der Klinik erstellt waren. Von den Referenten hat mich persönlich am meisten Prof. Lundeberg beeindruckt. Er konnte sehr anschaulich sowohl die Biochemie der Schmerzentstehung erläutern, als auch zeigen in welchem Teil des Ablaufes und mit welcher Aussicht auf Erfolg die Schmerztherapie, z.B. auch Akupunktur einsetzt. (Ich habe Prof.Lundeberg zu einem Kurs mit der NEUE GRUPPE eingeladen und werde dazu zu gegebener Zeit berichten) Sonniges Wetter und ein interessantes Rahmenprogramm rundeten die bemerkenswerte Tagung ab. insgesamt eine höchst anregende Veranstaltung im Sinne eines gezielten "Blickes über den Zaun" in ein Gebiet, welches durchaus einen leii der Problematik zu erklären weiß, mit dem wir in der Praxis konfrontiert sein können und deren organisatorischer Ablauf auch uns Anregung sein könnte.

.r^5 GRUPPE


=eter Guldener ist plötzlich und für alle unerwartet am 10. Juli 1995 von uns gegangen. Es ist unfaßbar, daß ein so vitaler und von Energie sprühender Mensch nicht mehr in unserer Mitte ist. AIS ich re/er Güldener 1967 anläßlich einer Forfbi/cfungsveransfalfung Kennenlernte, hatte er seine Ausbildung zum Parodontologen in USA erfolgreich abgeschlossen und war erst kurze Zeit in seiner Privatpraxis niedergelassen. Diese gemeinsamen Vorträge waren der Anfang einer langen fachlichen Zusammenarbeit und der Beginn einer persönlichen Freundschaft zwischen uns und unseren Familien. Peter hat sich Anfang der 70iger Jahre mehr der Endodontologie zugewandt. Er hat mich in dieser Zeit zweimal nach USA mitgenommen zu den Kongressen der AAE, wo ich durch ihn nicht nur ein neues Fachgebiet, sondern auch viele bekannte amerikanische und europäische Endodonten kennenlernte. Peter hatte viele Freunde und so waren die Reisen mit ihm nicht nur interessant, sondern auch amüsant und kurzweilig. Auf den langen Autofahrten durch die USA ergänzten wir uns hervorragend als Fahrer und Copilot, der die Route anzugeben hatte. Peter Guldener hat sich in den folgenden Jahren immer mehr in der Endodontologie profiliert und wurde durch zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen in der Schweiz und in vielen anderen Ländern international bekannt. Auch in der APW war er ein geschätzter und immer ausgebuchter Lehrer. Seine profunden Kenntnisse hat er in einem Buch Endodontologie zusammen mit Langeland niedergelegt, das in der Taschenbuchreihe bei Thieme erschienen ist. Er war mit der 4. Auflage beschäftigt, die er leider nicht mehr vollenden konnte. Schon 1976 hat Peter für die NEUE GRUPPE einen viel beachteten Kurs über moderne Endodontologie gegeben. Es war daher fast selbstverständlich, daß er 1983 Mitglied der NEUEN GRUPPE wurde. In diesem Kreis hatte er nicht nur viele neue Freunde dazugewonnen, sondern er hat auch in internen und privaten Fortbildungsveranstaltungen seine Kenntnisse in der Endodontologie weitergegeben. Seine fachlich sehr anspruchsvollen Kurse fanden in einer gelösten Atmosphäre statt und wurden immer von einem hervorragendem Rahmenprogramm gekrönt. Peter war vielseitig interessiert und den schönen Künsten zugetan. Daher waren wir uns auf den Reisen immer einig, alle kulturellen Höhepunkte mitzunehmen. Peter war ein treusorgender Vater, der allen seinen Kindern viel gegeben hat. In Beatrice, der Mutter seiner beiden jüngsten Söhne, hat er die ideale Lebenspartnerin gefunden, die ihm persönlich und beruflich zur Seite stand. Beatrice wird ihren Peter, die Kinder ihren Daddy, die Enkel ihren Großpapa und wir unseren lieben Freund sehr vermissen. Betrachten wir die Jahre, die wir mit Peter verbringen durften, nach den Worten von Bonhoeffer auf der Todesanzeige"Schönste Jahre; nicht weinen, dass sie vergangen, sondern

Peter Guldner Nachruf von Ralf Mutschelknauß

Stuttgart


Am 4. Oktober verstarb unser Mitglied Anton Mommertz nach längerer Erkrankung im Alter von 81 Jahren. In Anton Mommertz haben sich außerordentlich hohes fachliches Können und Gewissenhaftigkeit mit menschlichen und kollegialen Qualitäten ganz im Sinne der NEUE GRUPPE überzeugend gepaart. Wir Aachener Kollegen und ich im besonderen denken gern an viele gemeinsame Stunden zurück, in denen Tom Mommertz immer bereitwillig sein umfassendes Wissen an uns "Jüngere" weiterzugeben bereit war. Als Freund Raoul Boitels und der Züricher Schule hat Anton Mommertz sich weit vor unserer Zeit intensiv mit den aktuellen Strömungen unseres Faches auseinandergesetzt und sein Können an seinen Patienten überzeugend umgesetzt. Er ist ein Jahr lang Wochenende für Wochenende mit seinem VW-Käfer von Aachen nach Zürich gefahren - damals gab es noch keine durchgehende Autobahn -, um alle wichtigen Vertreter unseres Faches zu treffen und von ihnen zu lernen. Es ist für mich eine außerordentliche Freude heute Patienten zu sehen, die Tom vor vielen Jahren gewissenhaft "für ihr Leben" versorgt hat. Ich danke Anton Mommertz für seine freundschaftliche Unterstützung und viele Anregungen. Wir werden ihn als Freund und Kollegen in bleibender Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt seiner lieben Frau Annita, die ihn in den letzten Jahren aufopfernd betreut hat.

Anton Mommertz Nachruf von Hans-Henning Ohlrogge Aachen

Adolf Schmilz Nachruf

in Memoriam Adolf Schmitz

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- geboren am 15.02.1916 in Camp Lintfort - Schulzeit in Moers und in Düsseldorf - vor dem Krieg 3-jähriges Praktikum - Arbeitsdienst, Wehrdienst und Kriegsjahre - 1948 Examen in Karlsruhe - 1949 Praxiseröffnung in Appeihüisen, 1956 Praxisverlegung nach Münster - verschieden am 21.07.1995

Auszug aus der Trauerrede: Adolf Schmitz wurde 1968 in unsere Gruppe aufgenommen, er gehörte praktisch zu den Gründungsmitgliedern. Er wurde aufgenommen, weil er seinen Beruf mit aller Hingabe ausübte und sehr viel Zeit und sehr viel Mühe für seine persönliche berufliche Fortbildung investierte und sich so den Mitgliedern bekanntmachte. Es war schon ein irgendwie beklemmendes Gefühl, als ich 1970 als frischer Hochschulassistent bei ihm für eine Assistentenstelle vorsprach. Ich erlebte einen Praktiker, der sich in vielen Sparten der Zahnheilkunde fortgebildet hatte, die damals noch nicht an allen Hochschulen gelehrt wurden. In den nächsten 8 Jahren sehr harmonischer Zusammenarbeit, die mich letztlich als Person und als Zahnarzt geprägt haben, lernte ich den Menschen Adolf Schmitz und seine Familie kennen. Ich erkannte, daß er kein \f-f GRUPPE

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BobJacoby Marburg


verbissener Zahnarzt war, sondern daß seine große Liebe seiner Frau Maria und seinen 3 Söhnen Burkhard, Hartmut und Alexander gehörte, Adolf gab mir trotzdem immer das Gefühl, daß ich und meine gerade gegründete kleine Familie dazugehörte. Lieber Adolf, wir begleiten Dich heute auf Deinem letzten Weg, um Dir für vieles zu danken, das Du uns gegeben hast. Wir schätzen an Dir Deine Uneigennützigkeit, Deine Aufrichtigkeit, auch in den fachlichen Belangen, Deine Offenheit, Deine Frohnatur, die Deine rheinische Herkunft bezeugte, obwohl es Dich aus Liebe zu Deiner Frau ins Westfälische verschlagen hatte. Lieber Adolf, Du wirst uns immer in Erinnerung bleiben.

Personalia

Dr. Günter R. Lomberg, Präsident 1982 -1983 und langjähriges Vorstandsmitglied der NE(JEGRUPPE, wurde am 2.8.1995 75 Jahre alt. Wir gratulieren herzlichst und wünschen alles Gute und beste Gesundheit. Ihren 60. Geburtstag feierten Dr. Axel Baueram 30.10.1995 und unser Gründungsmitglied Dr. Dr. Benno Singer am 24.9.1995. Zu diesen Festtagen die allerbesten Wünsche. Professor Dr. Wolfgang Krüger gratulieren wir zu seinem 50. Geburtstag am l l .7.95 Allen jubilaren herzlichen Glückwunsch.

Impressum

Copyright 1995 NEUE GRUPPE Nachrichten. Herausgeber: NEUE GRUPPE, wissenschaftliche Vereinigung von Zahnärzten. Redaktionelle Leitung: Dr. Jürgen Bretthauer, Dr. Klaus Haberkorn, Dr. Walter F. Schneider. Die NEUE GRUPPE Nachrichten umfaßt 2 Ausgaben pro Jahr. Die Zeitung und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Säte und Druck: Presentafionf«/;.' GmbH, Leonberg

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NEUE GRUPPE NEWS - Heft 07 - Herbst 1995 by NEUE GRUPPE - Issuu