Die Welt der Effektiven Mikroorganismen | Juni 2018
Nr. 29 |
VORBILD
Beispielgebend
Manche Menschen werden mit ihrem Lebenswerk zu einem Vorbild, oft auch ohne es selbst zu beabsichtigen. Ihr Mut, Neues zu probieren und ihre ungewöhnlichen Wege inspirieren. In diesem Multikosmos geht es um Menschen, die mit ihrem Denken und Handeln in naturnahen Kreisläufen vorbildhaft wirken.
Erstaunlich
Neueste Forschungen aus aller Welt zeigen mit dem Blick durchs Mikroskop, wie wichtig Mikroorganismen für uns Menschen sind. Ob Haut, Darm oder Mundhöhle – die Entdeckung des menschlichen Mikrobioms eröffnet für unser alltägliches Leben und unsere Ernährung, für Medizin und Gesundheit völlig neue Horizonte. Seite 8
Hervorragend
In der bioemsan Zahncreme ist die Wirkung von biologischen Kräutern mit Effektiven Mikroorganismen gebündelt. Sie ist basisch, hemmt Entzündungen, schont die Zähne und eignet sich hervorragend dafür, eine gesunde Mundflora zu schaffen. Ihre herausragenden Eigenschaften belegen wissenschaftliche Tests und Erfahrungen aus der zahnmedizinischen Praxis. Seite 28
MULTIKRAFT INTERN
Herzlich willkommen in der Welt der Effektiven Mikroorganismen
• • • • • • Mit einem Besuch im Familienunternehmen Multikraft geben wir Ihnen die Möglichkeit, die Welt der Effektiven Mikroorganismen zu entdecken. Für Exkursionen und Betriebsbesichtigungen öffnen wir unseren Gästen gerne Tür und Tor. Treten Sie ein und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen. Die ca. 1-stündige Präsentation im neu errichteten Multikraft Gartenpavillon bietet einen eindrucksvollen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Familienunternehmens und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweisen der Effektiven Mikroorganismen. Herzlich willkommen heißen wir Gruppen jeder Art. Ab einer Gruppengröße von 20 Personen führen wir Sie durch den mehr als 350 Jahre alten Hausruck-Hof im oberösterreichischen Zentralraum. WIR GEHEN NEUE WEGE Am Stumpflhof in Pichl bei Wels werden Fermentationsprodukte nach strengen Qualitätskriterien hergestellt, im hauseigenen Labor kontrolliert und im Logistikcenter für den weltweiten Versand vorbereitet. Im Multikraft Shop kann man über unsere Effektiven Mikroorganismen, Anwendungen und Tipps mehr erfahren sowie die Multikraft Produktvielfalt erwerben. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Mit köstlichen biologischen Mehlspeisen sowie auserlesenem Tee und Kaffee können Sie Ihren Besuch im Stumpflhofcafé oder auf der Gartenterrasse entspannt ausklingen lassen. PREISE PRO PERSON Erwachsene: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen, Unterlagen und € 10,00 Shopgutschein ab einem Einkaufswert von € 30,00) Studenten und Schüler: kostenfrei 2
VIELSEITIGES THEMENPROGRAMM Effektive Mikroorganismen: Kleine Helfer mit großer Wirkung im Garten Für klare Sicht im Teich mit Effektiven Mikroorganismen Effektive Mikroorganismen im Alltag: Vom selbstgemachten Bio-Dünger bis zur Kosmetik Ökologische Reinigung mit Effektiven Mikroorganismen Einsatz von Effektiven Mikroorganismen bei Pferden, Haustieren und Nutztieren Effektive Mikroorganismen im Ackerbau, Obstbau, Weinbau, Zierpflanzen- und Gemüsebau
WIR BITTEN UM VORANMELDUNG. Montag – Freitag: 9.00 – 16.00 Uhr Bitte planen Sie für Ihren Besuch ca. 2 Stunden ein.
Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme Diana Auzinger Gastgeberin im Multikraft Gartenpavillon Tel.: +43 (0) 7247 / 50250 – 198 diana.auzinger@multikraft.at
Unser Vortragsteam vermittelt spannendes Wissen rund um Effektive Mikroorganismen mit vielen praktischen Tipps.
Mag. Robert Rotter Ökologe, Biobauer und Teichspezialist
Mag. Dr. Erika Rokita Biologin, Kräuterpädagogin, Jin-Shin-Jyutsu Praktikerin
Sebastian Wachter, BSc. Umwelt- und Bioressourcen-Manager
VORWORT
Die Welt verändert sich durch dein Vorbild, nicht durch deine Meinung. – PAULO COELHO –
Es gibt Menschen, die mit ihrem Lebenswerk für andere als Vorbild wirken, oft auch ohne es selbst anzustreben oder zu beabsichtigen. Ihre Ideen und Visionen sind es, die andere inspirieren und ermutigen. Es sind ihre Haltung und ihr stetes Engagement für eine sinnvolle Sache, für Mensch, Natur und Umwelt, die anderen nachahmenswert erscheinen. Oft liegt dabei der Fokus nicht am materiellen Weiterkommen – vielleicht im Gegenteil – oft nehmen sie sogar Nachteile in Kauf. Die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach sagte: „Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei.“
Die EM-Technologie von Multikraft wird zunehmend als ökologisch und wirtschaftlich sinnvolles Vorbild gesehen. Der richtige Einsatz fördert einen stetigen Humusaufbau, verhindert Bodenerosionen und schont das Grundwasser durch Vermeidung von mineralischen Düngern, synthetischen Spritzmitteln oder Reinigungsmitteln. Gesunde Böden sind schlichtweg die Basis für gesunde Lebens- und Futtermittel. Sie bieten bessere Perspektiven für unsere Bauern, damit sie weiterhin mit Freude auf ihren Höfen bleiben können, um eine gute Lebensgrundlage für ihre Familien zu erwirtschaften.
In dieser Ausgabe des Multikosmos sind einige Menschen versammelt, die durch ihre Grundhaltung für andere beispielgebend sind und die durch ihr Tätigsein eine Reihe von Veränderungen bewirken. Mit ihrem Denken und Handeln sind sie richtungsweisend für ressourcenschonende Arbeitsweisen. Auch schon zu Zeiten, als dies noch nicht modern war und im Trend lag. Es sind diese Menschen, die Multikraft in vielfältiger Form verbunden sind.
Diese grundlegenden Kreisläufe sind von enormer Bedeutung. Bei ökologischer Bewirtschaftung bleiben die Futtergrundlagen für Insekten, Vögel und Wildtiere erhalten – und damit auch die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren. Multikraft lenkt den Blick immer wieder auf die Rolle von Mikroorganismen in natürlichen Ökosystemen. Dazu gehört das menschliche Mikrobiom genauso wie jenes von Tieren, Böden und Pflanzen. Lange Zeit wurden Mikroben nur mit Krankheiten gleichgesetzt und bekämpft. Diese Sicht ändert sich gerade enorm, wie neueste Forschungen zeigen. Die Entdeckung des menschlichen Mikrobioms eröffnet auch für die Medizin völlig neue Horizonte. Wie bei allen fortschrittlichen Methoden und Erkenntnissen kommt es jedoch ganz wesentlich darauf an, sie zum Wohl von Mensch und Natur einzusetzen und in diesem Sinne vorbildhaft tätig zu sein.
Fotos: Multikraft, Cover: Getty Images
Seit jeher nimmt sich Multikraft die Natur zum Vorbild. Die ökologische Ausrichtung und darauf basierende Qualitätsprodukte gehören zu den wichtigen Eckpfeilern des Familienunternehmens. Natürliche Kreisläufe dienen als Musterbeispiel für die Arbeit mit Böden, Pflanzen und Tieren. Das zeigen auch all die Porträts, die in diesem Magazin vorgestellt werden. Um den Gang der Natur nachzuahmen, braucht es manchmal etwas Geduld. In diesem Sinne lohnt sich die Arbeit mit der EM-Technologie für Betriebe im Gartenbau und in der Landwirtschaft. Wie viele Betriebe in der Praxis zeigen, werden mit der regelmäßigen Anwendung gesunde Böden gefördert und gleichmäßigere Ernten erzielt. Die Tiere stehen vital im Stall oder auf der Weide. Zugleich arbeiten die Betriebe wirtschaftlich rentabel.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!
Ulrike Hader, Herausgeberin
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Nr. 29
VORBILD
// 08
Mag. Dr. Erika Rokita im Gespräch – „Mikrobiom Mensch“
// 28
Gesundes Energiebündel – Wie eine Zahncreme unserer Mundflora und unseren Zähnen guttut
02__ MULTIKRAFT INTERN // Erlebniswelt Multikraft
18__ MONDKALENDER // Tipps und Tricks für den Sommer 2018
03__ VORWORT // Ulrike Hader: „Es gibt Menschen, die mit ihrem
20__ PFLANZENWELT // Anne Lorch und Susanne Schütz –
Lebenswerk für andere als Vorbild wirken, oft auch, ohne es selbst anzustreben oder zu beabsichtigen. “
05__ EM-GEMEINSCHAFT // Jahreshauptversammlung 2018 Vorbilder auf dem Weg des Herzens
06__ COVERSTORY VORBILD // Nach dem Vorbild der Natur – Die unbegrenzten Möglichkeiten der Biotechnologie
08__ IM GESPRÄCH // Mag. Dr. Erika Rokita – Mikrobiom Mensch 12__ HAUS UND GARTEN // Helga Wagner,
Geglücktes Gartenleben – mit der Kunst des Kompostierens
14__TIERHALTUNG // Alois Tragler,
Gelebte Berufung – Arbeit für eine starke ländliche Region
16__LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU // Gustav Harmer, Bierbrauer & Biobauer – Blick auf Böden, Ressourcen und Wirtschaftlichkeit
Natur ist unser wichtigstes Vorbild
22__LANDWIRTSCHAFT // Gianni Luigi Contardi,
Von Maschinen und Mikroben – Fruchtbare Zusammenarbeit in Italien
24__MANJU // Toichiro Nago, Gut kombiniert – Forschung und Praxis zum Wohl von Mensch und Natur
26__KLEINE HELFER // Mini-Hochbeet bauen 28__WOHLBEFINDEN BIOEMSAN // Gesundes Energiebündel – Wie eine Zahncreme unserer Mundflora und unseren Zähnen guttut 32__TIPPS & TRICKS // Fragen & Antworten rund um Effektive Mikroorganismen // Rezept zum Nachkochen
34__MEHR WISSEN // Literaturempfehlungen // Altes Wissen – Neues Wissen: Vorbild Natur
35__INFOS & TERMINE // Veranstaltungen
Impressum
HERAUSGEBER: Mag. Ulrike Hader, MEDIENINHABER: Multikraft Produktions- und HandelsgmbH, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels, Austria, Tel. +43 7247 50 250-100, info@multikraft.at, www.multikraft.com, KONTAKT & CHEFREDAKTION: Christina Waldenberger, BA REDAKTEURIN: Mag. Katja Haller LAYOUT: Michaela Schatzl, AUTOREN DIESER AUSGABE: Mag. Robert Rotter, Mag. Dr. Erika Rokita LEKTORAT: Mag. Ewald Schreiber, DRUCK: gugler print*, VERLAGSORT: Melk a. d. Donau
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Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens, UWZ-Nr. 609: www.gugler.at
Höchster Standard für Ökoeffektivität. Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Cradle to CradleTM zertifizierte Umweltzeichens. gugler*print, Melk, UWZ-Nr. 609, w Druckprodukte innovated by gugler*. Bindung ausgenommen
EM-GEMEINSCHAFT
Vorbilder auf dem Weg des Herzens „Vorbilder“ heißt das Motto des aktuellen Multikosmos, und automatisch kommen uns starke Persönlichkeiten, Rebellen, Menschen mit großen Worten und Taten in den Sinn. Warum sehnen wir uns nach Vorbildern, die starke Menschen und Persönlichkeiten darstellen und uns eine Richtung vorgeben? Zum einen sehnt sich jedes Kind nach starken Eltern, die es beschützen und einen lehren, wie man die Schritte ins eigene Leben wagen kann. Das gibt uns Sicherheit und auch Geborgenheit und hat wohl mit unseren ureigensten menschlichen Instinkten zu tun. Auch ist es ein Leichteres, sich an andere anzuhängen und im Schwarm mit dem Strom zu schwimmen, als sich dagegen aufzuwenden und einen anderen Weg einzuschlagen.
Fotos: Multikraft, Katja Haller, EM-Gemeinschaft, Anne Lorch, Familie Tragler, TPR
Was wir aber nicht vergessen dürfen, ist, dass wir alle immer Vorbild sind. Der folgende Spruch von Prof. Dr. Gottfried Hofmann-Wellenhof „Das Leben der Eltern ist wie ein Buch, in dem die Kinder lesen“ verdeutlicht uns, dass unsere Vorbildwirkung eine immerwährende ist. Kinder lernen auch von uns, wenn wir andere Menschen unfair behandeln, unbedacht mit natürlichen Ressourcen umgehen und uns selbst ausbeuten.
All jene, die tiefer in das Thema Effektive Mikroorganismen eintauchen möchten, um mehr über die außerordentliche Nützlichkeit dieser Kleinstlebewesen zu erfahren, können sich der EM-Gemeinschaft Österreich anschließen. Der Verein bietet zahlreiche Informa tionen und organisiert Veranstaltungen, Stamm tische und vieles mehr.
Und auch wenn unsere Kinder neben unseren Nachbarn, den ArbeitskollegInnen und anderen Mitmenschen nicht die Einzigen sind, für die wir Vorbild sind, sind es gerade sie, die uns hier auf diese große Verantwortung hinweisen. Es ist eine Verantwortung gegenüber der Menschheit und auch unserer Mutter Erde, die wir wahrnehmen dürfen und sollen. Die Jahreshauptversammlung der EM Gemeinschaft Österreich am 10. März 2018 unter dem Motto „Abseits ausgetretener Pfade – unterwegs auf dem Weg des Herzens“ hat uns gezeigt, was man bewegen kann, wenn man dem Weg seines Herzens folgt. Die Herzensenergie der Vortragenden war an diesem Tag sehr intensiv spürbar. Dieser Umstand hat diese Menschen nicht nur zu Sachvermittlern gemacht, sondern zu Vorbildern! Wenn es uns gelingt, Vorbild im Kleinen zu sein und dabei den Weg unseres Herzens nicht aus den Augen zu verlieren, wird es uns gelingen, gemeinsam etwas sehr Großes und Starkes zu formen. Wie auch bei EM schaffen wir es nur gemeinsam, stark zu sein und etwas zu bewegen. Also lasst uns nicht länger auf große Vorbilder warten, sondern nehmen wir die Verantwortung unseres Lebens wahr!
Nähere Infos erhalten Sie über den Vereinsobmann Martin Lassnig: office@em-gemeinschaft.at Die ordentliche Mitgliedschaft kostet 55,– Euro (30,– Euro für Senioren, Studenten/Lehrlinge, Fördermitglieder) pro Jahr. Zusätzlich zu den vielen Informationen erhalten Vereinsmitglieder das Multikosmos direkt ins Haus geliefert. Kontakt EM-Gemeinschaft: Tel. +43 676 401 16 41 www.em-gemeinschaft.at
Für neue Vereinsmitglieder Werden Sie jetzt Mitglied der EM-Gemeinschaft Österreich, Verein zur Förderung der Gesundung von Umwelt, Natur und Mensch durch regenerative Mikroorga nismen. Bei Neuanmeldung bis Ende September 2018 erhalten Sie eine bioemsan Sommerpflege sowie eine bioemsan Salzseife.
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COVERSTORY VORBILD
NACH DEM VORBILD DER NATUR DIE UNBEGRENZTEN MÖGLICHKEITEN DER BIOTECHNOLOGIE Was haben Werkzeuge des täglichen Gebrauches wie Klettverschlüsse, Zangen oder Salzstreuer gemeinsam? Wie viele andere Gebrauchsgegenstände auch wurden sie nach dem Vorbild der Natur entwickelt. So waren für die Entwicklung der Klettverschlüsse die Früchte der Großen Klette (Arctium lappa) verantwortlich. Zangen wurden nach dem Vorbild von Krebsscheren konstruiert und die Beobachtung, dass Mohnkapseln die Samen gleichmäßig verstreuen, wurde vom österreichisch-ungarischen Wissenschaftler Raul Heinrich Francé für das Patent des Salzstreuers genutzt. Die Bionik – eine Wortkreation aus Biologie und Technik – bezeichnet die Forschungsrichtung, die sich mit der technischen Umsetzung von in der Natur auftretenden Phänomenen auseinandersetzt. Bereits Leonardo daVinci hat sich, wie später viele Naturwissenschaftler, Techniker, Architekten, aber auch Designer, mit Lösungen aus der Natur beschäftigt.
Viel länger jedoch nutzen Menschen natürliche, mikrobiologische Prozesse zur Herstellung, Konservierung und Veredelung von Lebensmitteln. So wurden bereits vor Tausenden von Jahren – vor Entdeckung der Mikroorganismen – biotechnologische Verfahren wie z. B. die Fermentation durch Milchsäurebakterien eingesetzt. Weltweit wird Mikrobiologie zur Konservierung von Sauergemüse, zur Herstellung diverser Milchprodukte, als Treibmittel für Brotteige, zur Fermentation von Genussmitteln wie Tee oder Kaffee, zur Reifung von Rohwürsten u. v. m. genutzt. Ein weiteres Beispiel für diese Art der Nutzung ist die alkoholische Gärung. Bereits 5000 vor Christus brauten die Sumerer Bier. Alkohol wird wahrscheinlich schon wesentlich länger hergestellt, es fehlen lediglich historische Beweise. Die alkoholische Gärung ist jedoch kein Monopol der Menschheit, auch Tiere wie Elefanten oder Giraffen lassen bewusst zuckerreiche Früchte des Marulabaumes länger liegen, um danach die vergorenen Früchte zu fressen und sich zu berauschen. Auch die seit Jahrhunderten praktizierte Kompostierung nutzt – ebenso wie Kläranlagen zur Abwasserreinigung – natürliche mikrobiologische Prozesse. Diese u. a. als 6
Umwelttechnologie bezeichneten Verfahren kommen weltweit in der Abfallwirtschaft zum Einsatz. Die Fähigkeit der Mikrobiologie, durch ihren Stoffwechsel verschiedene Produkte wie z. B. Enzyme herzustellen, wird in der Lebensmitteltechnologie und in vielen anderen Bereichen industriell genutzt. Diese als weiße Biotechnologie bezeichneten Anwendungen wurden vor allem in der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts perfektioniert. Verfahren zur Synthese verschiedener organischer Säuren wie Essig- oder Milchsäure, Aminooder Fettsäuren, verschiedener Vitamine, aber auch Lösungsmittel wie Aceton u. v. m. konnten nun in großtechnischem Maßstab in Bioreaktoren (Fermentern) hergestellt werden. So werden mit biotechnologischen Methoden aus einer Bakterienart unterschiedliche Produkte erzeugt. Aus dem Heubazillus (Bacillus subtilis) wird z. B. das proteinspaltende Waschmittelenzym Subtilisin gewonnen, weiters aber auch Vitamin B2 (Riboflavin) und das Antibiotikum Bacitracin synthetisiert. Die Unterart Bacillus subtilis natto wird in Japan zur Fermentation von Nattō, einem traditionellen Lebensmittel aus Sojabohnen, genutzt.
COVERSTORY VORBILD
Durch Selektion, aber auch durch gentechnische Veränderungen konnten Stoffwechselprodukte von Bakterien und Pilzen zur Herstellung von Antibiotika wie Streptomycin oder Hormonen wie Insulin genutzt werden. Diese als rote Biotechnologie bezeichneten Verfahren ermöglichten erstmals eine weltweite Versorgung mit Antibiotika und anderen pharmazeutischen Produkten. Die industrielle Nutzung und das Bestreben, Mikrobiologie noch effizienter einzusetzen, förderten auch die Entwicklung der Gentechnik. Bereits 1972 wurde erstmalig ein Bakterium (Escherichia coli) durch Eingriffe in das Erbgut gentechnisch verändert. 1981 wurde der erste genetisch veränderte Organismus (GVO) patentiert. In weiterer Folge wurden nicht nur Mikroorganismen, sondern auch Pflanzen und Säugetiere (Krebsmaus 1988) zum Patent zugelassen. Vor allem die Nutzung im Bereich der Landwirtschaft – auch als grüne Biotechnologie bezeichnet – eröffnete einen Geschäftszweig mit Milliardenumsätzen. Im Gegensatz zur roten und weißen Biotechnologie, bei der lediglich die Stoffwechselprodukte genutzt werden, werden in der grünen Biotechnologie GVOs im Freiland eingesetzt. Unter dem Versprechen von resistenteren Pflanzen oder Mehrerträgen werden derzeit bereits ca. 12 % der weltweiten landwirtschaftlichen Flächen mit GVOs bewirtschaftet. Der rasante Aufschwung der Gentechnik kann mit der Entwicklung der Informationstechnologie verglichen werden und geht mit ihr auch Hand in Hand. Die Technik ermöglicht es nun, mittels Sequenzierungsgeräten der letzten Generation die gesamte Erbinformation (das Genom) von Organismen innerhalb kurzer Zeit zu analysieren. Unter dem Namen CRISPR/Cas9 revolutionierte 2012 ein neues Verfahren die Gentechnologie.
Mit dieser Technik werden nun präzise gentechnische Veränderungen an jeder Stelle der DNA durchgeführt. Womit sich der Gentechnik neue und ungeahnte Möglichkeiten erschließen. Nicht nur bei Mikroorganismen, auch bei Pflanzen oder Tieren bis hin zur Gentherapie bei Menschen kann nun diese einfache, preiswerte und weltweit allgemein verfügbare Technik eingesetzt werden. Nicht nur große, auch unzählige kleine Biotec-Unternehmen bieten ihre Dienste weltweit an.
Fotos: Multikraft, Shutterstock
Biotechnologie bietet viele Chancen, birgt aber auch Schattenseiten: Forschungen von Robert Koch über den Milzbranderreger bereiteten – von Koch sicher ungewollt – den Weg zur Herstellung von Biowaffen. Der heutige Stand der Bio- und Gentechnik stellt auch hier ein ungeahntes Potenzial für Kriegsführung und Terrorismus dar. Weitere Risiken gehen mit der Entwicklung und Anwendung der modernen Biotechnologie einher: Neben einem Verlust der genetischen Vielfalt, Auskreuzungen von gentechnisch veränderten Pflanzen oder Resistenzen von Schädlingen werden auch langfristige Umweltschäden, die bis dato nicht abschätzbar sind, befürchtet. Mit dem Argument, die Weltbevölkerung besser versorgen zu können, werden durch Patente auf Saatgut und Nutztierrassen eher wirtschaftliche Interessen von Großkonzernen verfolgt, als der Hunger in der Welt gestillt. Gesetze und Verfahren, aber auch eine Ethik, die Rahmenbedingungen für den Einsatz dieser modernen Technologien regeln, müssen geschaffen und laufend an neueste Entwicklungen angepasst werden. Biotechnologie ist ein hervorragendes Werkzeug, es liegt an uns, ob wir sie zum Wohl aller oder zur Bereicherung einiger weniger nutzen.
Mag. Robert Rotter Ökologe / Limnologe Als langjähriger EM-Anwender, Vortragender und EM-Berater von Multikraft folgt er dem Motto: „Ökologisches Denken und Handeln kann durch die EM-Technologie wunderbar unterstützt werden.“ 7
IM GESPRÄCH
Mikrobiom Mensch
Was unsere kleinsten Mitbewohner, Bauchhirn und Gesundheit miteinander zu tun haben Sie sind für das bloße Auge unsichtbar und doch gibt es sie überall. Bakterien wurden lange Zeit vor allem mit Krankheiten gleichgesetzt und bekämpft. Diese Sichtweise ändert sich gerade enorm. Aus aller Welt zeigen neueste Forschungen mit dem Blick durchs Mikroskop, welch große Rolle diese Kleinstlebewesen spielen. Sämtliche Tiere, Pflanzen und wir Menschen sind von Mikroorganismen besiedelt. Die Entdeckung des menschlichen Mikrobioms eröffnet völlig neue Horizonte. Zum Beispiel auch für die Medizin und die Behandlung von Krankheiten. Im Gespräch gibt Dr. Erika Rokita einen Überblick über aktuelle Erkenntnisse einer noch relativ jungen Forschung, die jetzt schon als Vorbild für verschiedene Lebensbereiche dienen kann.
Mikroorganismenbesiedlung der Darmzotten – Der Großteil der Mikroorganismen im Menschen befindet sich im Darm.
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IM GESPRÄCH
„90 % aller Zellen im Körper sind nicht menschlichen Ursprungs.“
Fotos: Shutterstock
Wer sind wir Menschen aus Sicht der Biowissenschaften, was ist das Mikrobiom des Menschen? Seitens der Mikrobiologie ist der Mensch ein wandelndes Ökosystem bzw. ein unglaublich artenreiches Biotop, auf dessen inneren und äußeren Oberflächen sich Tausende verschiedener Bakterienarten und auch Viren, Pilze, Geißeltierchen, Amöben, Milben, Spinnentierchen etc. tummeln – vorwiegend in friedlicher Übereinkunft mit uns Menschen. Ein großer Teil dieser biologischen Vielfalt ist wissenschaftlich noch gar nicht erfasst. Die Anzahl dieser Kleinstlebewesen ist gigantisch. Das Verhältnis der Körperzellen zu Mikroorganismen beträgt 1:10. Das bedeutet, dass rund 90 % aller Zellen im Körper nicht menschlichen Ursprungs sind. Aber der Mensch ist nur gemeinsam mit diesen Billionen von Mikroorganismen existenzfähig. Nach neuesten Erkenntnissen bilden alle Mikroben im Menschen zusammengefasst (Mikrobiota) eine Gemeinschaft, ja sogar ein gemeinsames „Superorgan“, das sogenannte Mikrobiom. Dieses Mikrobiom stellt die Gesamtheit aller mikrobiellen Gene im menschlichen Organismus dar. Es steht mit unseren Körperzellen und Organsystemen in Verbindung und hat als eine Art übergeordneter Bestandteil menschlichen Lebens einen unglaublich großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Wie funktioniert das Zusammenleben von Mikroorganismen und Mensch? Das Geheimnis hinter der erfolgreichen menschlichen Existenz ist die Symbiose – ein Zusammenleben zum gegenseitigen Nutzen, eine friedliche Lebensgemeinschaft zwischen Körperzellen und Mikroorganismen. Durch ein komplexes, reges Miteinander und eine intensive Allianz profitieren die diversen Partner voneinander. Denn Billionen von Mikroben könnten sich niemals in uns ansiedeln, hätten sie nicht selbst etwas davon. Wir nützen ihnen und sie nützen uns. Wir bieten ihnen z. B. Nahrung, Unterkunft und Fortpflanzungsmöglichkeiten. Sie sorgen beispielsweise für eine reibungslose Verdauung, einen gesunden Hautschutzmantel, ein stabiles Immunsystem, aber auch für das psychische Wohlbefinden, gute Gedächtnisleistungen und vieles mehr. Das heißt, der Großteil unserer Untermieter sind lebenswichtige Symbionten. Einige sind Kommensalen, also harmlose Tischgenossen, die uns weder schaden noch nutzen. Nur einige wenige sind Parasiten bzw. Krankheitserreger.
Mikroorganismen besiedeln beinahe sämtliche Bereiche des Körpers, die mit der Außenwelt in Kontakt stehen. Das sind rund 400 m² Häute und Schleimhäute. Ein Großteil der Mikroorganismen lebt aber im unteren Dünn- und im Dickdarm. Schauen wir uns den Darm näher an. Woraus besteht das Mikrobiom Darm? Unser Darm ist ein riesiges Ökosystem aus circa 100 Billionen Mikroorganismen. Das sind zu 99 % Bakterien mit einer Gesamtmasse von 1,5 bis 2 Kilogramm. Dieses Kollektiv arbeitet mit einer größeren biochemischen Aktivität als unsere Leber und das, obwohl 30–40 % dieser transienten Bakterien den Darm täglich wieder verlassen. Diese Abgänge müssen mittels rascher Vermehrung ständig ersetzt werden – vorausgesetzt, wir ernähren uns bakterienfreundlich und vernichten die Diversität nicht dauernd durch leichtfertige Antibiotika-Einnahmen. Unter den menschlichen Darm-Bakterien hat man bisher an die 1.000 Arten aus 5 Stämmen (Bacterioidetes, Firmicicutes, Actinobakteria, Proteobakteria und Verrucomicrobia) gefunden. Mit Hilfe von neuartigen genetischen Nachweismethoden vermutet man aber bereits 36.000 Arten aus 1.800 Gattungen. Auf alle Fälle soll der Dickdarm (1012 pro ml Flüssigkeit) wesentlich dichter besiedelt sein als der Dünndarm (109 pro ml). Im menschlichen Darm halten sich außer den Bakterien noch Einzeller (Geißel- und Wimpertierchen), Viren und Bakteriophagen, Pilze (vor allem Hefen), Egel, Milben und Madenwürmer etc. auf. Noch etwas ist interessant: Das Mikrobiom ist bei jedem Menschen anders. Nur circa 9 % der Darmbewohner kommen bei allen Menschen vor. Der Rest variiert je nach Geburtsmodus und Lebensstil (Ernährung, Hobbys, Umfeld, Freundeskreis, Stress, Medikamenteneinnahme). D. h., die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms verändert sich im Laufe des Lebens immer wieder und hat die Tendenz, im Alter an Artenvielfalt deutlich abzunehmen. Wir sehen, der Darm ist ein komplexes, dynamisch-bakterielles Ökosystem. Ein Wunderwerk und Zentrum unseres Wohlbefindens. Welche Rolle spielt das Mikrobiom Darm für uns Menschen? Unser Darm wurde als Organ lange Zeit unterschätzt. Er ist auf alle Fälle weit mehr als nur ein Verdauungsrohr. Tatsächlich baut er auch einen Großteil des Immunsystems auf und reguliert unzählige Stoffwechselprozesse. Als zentrale Energiequelle unseres Körpers hat er Einfluss auf alle anderen Organ- und Funktionssysteme (z. B. Skelett, Muskulatur, Haut, Psyche, Fruchtbarkeit, Abwehrkraft, Herzfunktion, Gedächtnis, Appetit etc.). Um all die vielen Aufgaben bewältigen zu können, ist der Darm bzw. der Körper unbedingt auf die Darm-Mikrobiota (ehemals Darmflora) angewiesen. Aber dieses Mikrobiom als Bakterienorgan ist mehr als nur die Summe der einzelnen Individuen. Es verhält sich mittels „Quorum sensing“ wie ein Mehrzeller, indem es über Signalbotenstoffe untereinander sowie mit unseren Körperzellen kommuniziert und damit all diese großartigen Leistungen ermöglicht und letztlich auch über Gesundheit und Krankheit entscheidet.
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IM GESPRÄCH
Vor lauter Lachen halten wir uns den Bauch. Wir treffen Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Wie beeinflusst unser Bauch unser Verhalten und Gefühl? Was ist diese Bauch-Hirn-Achse? Im Volksmund heißt es so schön „der Bauch denkt mit“. Tatsächlich existiert im Bauch ein riesengroßes Nervengeflecht, das sogenannte enterische Nervensystem oder „Bauchhirn“. Dieses zweite Gehirn des Menschen besitzt fünf Mal mehr Nervenzellen als das Rückenmark und mindestens genauso viele wie das Gehirn selbst. Studien aus dem Bereich der Neurogastroenterologie belegen, dass eine wechselseitige Kommunikation zwischen Magen-Darm-Trakt und Gehirn mittels Botenstoffen und Impulsübertragung via Vagusnerv existiert. Das ist die sogenannte Bauch-Hirn-Achse, wobei wesentlich mehr Informationen vom Darm zum Gehirn transportiert werden als umgekehrt (90:10). Die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms beeinflusst also nicht nur unsere körperliche Gesundheit, sondern auch unser Denken, Fühlen, Kommunizieren, Lernen und Verhalten. Man weiß heute, dass psychische Störungen durch Einflüsse vom Magen-Darm-Trakt mit bedingt sein können und umgekehrt, dass Medikamente für den Gehirnstoffwechsel zu Darmbeschwerden führen können. Es wird gerade erforscht, wie eine gute Mikrobiomversorgung auf diese Bauch-Hirn-Achse einwirken und Krankheiten wie Morbus Alzheimer, MS, Demenz, ALS oder Parkinson positiv beeinflussen kann. Blähungen, Reizdarmsyndrom, Stoffwechselstörungen wie Diabetes oder Adipositas schränken unser Wohlbefinden ein. Worin können die Ursachen liegen? Auch bei diesen Symptomen und Erkrankungen zeigen immer mehr Studien, dass Veränderungen im Mikrobiom wie z. B. eine Dysbiose oder Fehlbesiedlung des Darmes dafür ausschlaggebend sind. Ebenso spielt eine Störung des Miteinanders von Bakterien und Körperzellen eine große Rolle. Ursachen sind häufige Medikamenteneinnahmen (vor allem Antibiotika), aber auch unser Lebensstil (Stress, zu viele negative Emotionen, falsche Ernährung oder zu viel Alkohol etc.). Das alles und vieles mehr führt oft zum Leakey Gut Syndrom, das – über Jahre unbehandelt – letztlich ernstere Erkrankungen wie auch Krebs auslösen kann. Dabei kommt es z. B. durch eine veränderte Zusammensetzung der Bakterienflora zu einer Entzündung der Darmschleimhaut und damit zur Auflösung der Tight junctions (Kittleisten). Der Darm wird löchrig, Bakterien und Toxine treten durch die Darmwand hindurch und gelangen über Blut und Lymphe in den Körper. Diese Auswirkungen führen zu einem erhöhten Risiko von darmassoziierten Erkrankungen. Dabei werden auch andere Systeme im Körper in Mitleidenschaft gezogen, wie z. B. das Immunsystem (Allergien, Autoimmunerkrankungen), das Gehirn (Depressionen, Autismus, Lern- u. Gedächtnisschwäche, Migräne, Angst- und Zwangsstörungen) oder die Haut (Neurodermitis, Ekzeme, Psoriasis). • • •
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Bernhard Kegel: Herrscher der Welt – wie Mikroben unser Leben bestimmen. DuMont, Köln 2015, ISBN 978-3-8321-9773-5 Sebastian Jutzi: Der bewohnte Mensch – Darm, Haut, Psyche; besser leben mit Mikroben. Heyne, München 2014, ISBN 978-3-453-60307-3 Anne Katharina Zschocke: Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit – Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiomforschung. Knaur Verlag 2014, ISBN 978-3-426-65753-9
90 %
10 % Bauch-Hirn-Achse
Durch diese Erkenntnisse zeichnen sich in der Medizin neue Behandlungsmöglichkeiten ab. Was ist die Mikrobiomtherapie und wobei hilft sie? Ja, durch die neuen Forschungen ergeben sich völlig neue Therapieansätze und Behandlungschancen. Mit der Mikrobiomtherapie besteht die Chance, auch bisher ganz schwierig zu behandelnde Krankheiten zu heilen bzw. zumindest zu lindern. Es ist eine Art „probiotische Medizin“, die ursachenbezogen therapiert und ganzheitlich arbeitet. Bei Verdacht auf eine Fehlbesiedelung des Darmes sind eine ausführliche Anamnese, eine körperliche Untersuchung und eine Laboruntersuchung der Darmflora mittels Stuhlanalyse notwendig. Nach der Diagnose erfolgen die entsprechenden Therapien. Hier kann die EM-Technologie mit ihren unterschiedlichen Produkten einen wertvollen Beitrag zur Reorganisation des gestörten Milieus leisten. Sie kann natürlich keinen Arzt ersetzen! Unser Darm reagiert wie ein Seismograph auf unsere Lebensweise und auf Umwelteinflüsse. Wie können wir im Alltag unser Mikrobiom Darm gesund erhalten oder was baut das Mikrobiom auf ? Rund zwei Kilogramm Mikroorganismen tummeln sich bei uns im Bauch. Wir selbst können viel dazu beitragen, dass sie sich bei uns wohlfühlen und unsere Gesundheit positiv beeinflussen. Wir können unsere Darmbakterien unterstützen, indem wir uns vor allem darmgesund und mikrobiomfreundlich ernähren: ballaststoffreich, ausgewogen, aber vorwiegend pflanzlich, viel Fermentiertes, möglichst wenig Zucker und Weißmehlprodukte. Bei Bedarf ist es gut, gezielt Prä- und Probiotika zu uns zu nehmen, z. B. Manju und Multi Impuls. Wichtig ist außerdem eine ausgeglichene, möglichst naturverbundene Lebensweise. Stress mögen die Darm-Bakterien gar nicht – daher sollten wir mehr Entspannung und Entschleunigung zulassen, moderat Sport betreiben und negative Denk- und Verhaltensmuster loslassen. All das geht natürlich nicht von heute auf morgen: Heilung ist ein Prozess und braucht seine Zeit. Wichtig ist aber, irgendwo anzufangen. Das setzt immer Selbstreflexion voraus. Wir sollten unseren Lifestyle wieder mehr an den Kreisläufen der Natur orientieren, schlechte Gewohnheiten ablegen sowie giftige Stoffe meiden. Damit handeln und leben wir selbstverantwortlich und wertschätzend gegenüber dem Leben, der Umwelt und den Bakterien. „Unsere Mikroorganismen sind nicht alles, aber ohne sie wäre alles nichts!“ So beschreibt es Jörg Blech, ein deutscher Journalist, in seinem Buch „Das Leben auf dem Menschen“. Wie recht er doch hat! Ohne sie gibt es kein Leben und auch kein Überleben.
IM GESPRÄCH
„Unsere Mikroorganismen sind nicht alles, aber ohne sie wäre alles nichts!“ Jörg Blech
Fotos: Multikraft, Shutterstock
Milchsäurebakterien als wichtiger Bestandteil des Darm-Mikrobioms.
Mag. Dr. Erika Rokita Kräuterpädagogin, Kinesiologin und Jin-Shin-Jyutsu-Praktikerin Effektive Mikroorganismen fördern und unterstützen alles LEBEN! Ihr Einsatz bringt die Regulationsprozesse in den unterschiedlichsten Lebensbereichen wieder in Gang und trägt so zur Gesundung von Mutter Erde und allen Lebewesen bei. Ihr Nutzen ist für uns und die Natur von unschätzbarem Wert! 11
HAUS UND GARTEN
Geglücktes Gartenleben mit der Kunst des Kompostierens Die Sonne scheint in die Zirbenholzstube in Leonding bei Linz. Auf dem Arbeitstisch stapeln sich Schriftstücke und rund um den grünen Kachelofen liegen Gartenbücher. Das Herz von Helga Wagner schlägt für den biologischen Gartenbau, den sie als langjährige Leiterin für Grünflächen des Linzer Stadtgartenamtes voller Tatkraft umsetzte. Mit der beständigen Kompostierung von organischen Materialien aus Gärten und Parkanlagen legte sie Pflanzen gute Erde zu Füßen. Die heute 94-jährige Gärtnerin kommt ihr ganzes Gartenleben lang ohne chemische Düngemittel und Pestizide aus. Aufgewachsen ist Helga Wagner im Linzer Stadtteil Kleinmünchen. Neben der Kettenfabrik ihres Großvaters befand sich ein Gartenland, das ihre Mutter bewirtschaftete, und schon als Mädchen betreute sie Gemüsebeete, Obstbäume und Nutztiere. In Bayern besuchte Helga Wagner die Landfrauenschule. Ihre Lehrzeit verbrachte sie unter anderem beim landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betrieb Loheland bei Fulda in Hessen. 12
Biologisch-dynamisches Kompostieren
Hier fand Helga Wagner zu den Erkenntnissen, die sie ihr ganzes Leben lang prägen: „Ich lernte die Kompostierung, die Herstellung von pflanzlichen Kompostpräparaten und die Bearbeitung des Bodens auf biologischdynamische Weise kennen.“ Für die Herstellung von Komposterde werden den organischen Materialien Kompostpräparate aus Pflanzen wie Schafgarbe, Kamille, Brennnessel, Eichenrinde, Löwenzahn und Baldrian hinzugefügt. Mit ihren unterschiedlichen Inhaltsstoffen fördern sie die Verrottung im Kompost und den lebendigen Aufbau des Bodens. „Mit diesem Gartenwissen als einprägsames Vorbild gewann ich sehr früh die Erkenntnis, dass der Weg ohne Chemie der für mich Richtige ist.“ Nach dem Besuch der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Klosterneuburg in Niederösterreich fand sie eine Anstellung in der Schweiz. Südlich von Basel, am Goetheanum in Dornach, Kanton Solothurn, vertiefte sie ihr Wissen über biologischdynamisches Wirtschaften.
HAUS UND GARTEN
Linzer Stadtgärten
Mit diesem Rüstzeug im Gepäck kam die bodenständige Gärtnerin 1951 nach Linz zum Stadtgartenamt. „Schon in der ersten Viertelstunde habe ich mich mit meinem Chef darauf verständigt, dass ich die biologischdynamische Kompostierung probieren möchte. Er stand dieser aufgeschlossen gegenüber und so haben wir im Hummelhofwald mit Gabeln die ersten Komposthaufen gewendet. Kompostmaterial hatten wir von den Linzer Stadtgärten immer genug“, schildert Helga Wagner, die für 350 Hektar Grünflächen und 250 Mitarbeiter verantwortlich war und auch einen Teil des Botanischen Gartens plante. Zu ihren Tätigkeitsfeldern gehörte selbstverständlich die Pflege der Parkanlagen, Bäume und Sträucher. Blumen für sämtliche Linzer Parkanlagen wurden hauptsächlich selber gezogen und nur teilweise zugekauft. „Während meiner Dienstzeit haben wir nicht einen Liter Gift gespritzt, nicht ein Kilo Kunstdünger verstreut, nicht ein Kilo Erde zugekauft. Die Kreislaufwirtschaft machte es möglich und wir stellten Komposterde von höchster Qualität her.“ Helga Wagner hat in ihrer vierzig Jahre währenden Zeit als Leiterin der Linzer Grünflächen bewiesen, dass die biologische Kreislaufwirtschaft funktioniert und obendrein kostengünstig umzusetzen ist.
Wichtige Rolle der Mikroorganismen
„Bei jedem Kurs werde ich von Landwirten auch zur EM-Technologie von Multikraft befragt. Ich antworte immer: Probiert es aus. Mikroorganismen spielen für lebendige, gesunde Böden und Pflanzen eine bedeutende Rolle. Hans Peter Rusch hat in den 1950er Jahren schon erkannt, dass Bakterien und Symbionten für unsere Böden und für uns Menschen wichtig sind.“ Momentan arbeitet Helga Wagner daran, über hundert Fachartikel des deutschen Arztes und Mikrobiologen für ein Buch aufzubereiten. Die Schriftstücke auf ihrem Arbeitstisch zeugen davon. Darüber hinaus ist die hochbetagte Fachfrau schon seit den 1960er Jahren Mitglied der von ORBI initiierten Linzer Gartenrunde, die sich regelmäßig zu Vorträgen und Ausflügen trifft. „Besuchen Sie den Doblhoffpark in Baden bei Wien. Das ist ein auf acht Hektar angelegter, wunderschöner Rosenpark mit altem, gut gepflegtem Baumbestand“, gerät Helga Wagner abschließend ins Schwärmen und es zeigt: Ihr ganzes Leben und Wirken ist der gärtnerischen Arbeit gewidmet.
Erster Bioverband Österreichs
Fotos: Bio Austria, Katja Haller
Über den deutschen Gartenarchitekten Alwin Seifert fand Helga Wagner 1967 zur Arbeitsgruppe der organisch-biologisch wirtschaftenden Bauern, die in Österreich das erste biologische Gütesiegel ORBI einführte. ORBI, die Förderungsgemeinschaft für gesundes Bauerntum, ist der erste Bioverband Österreichs und Vorläufer von Bio Austria. Helga Wagner ist dem Verband nach wie vor tief verbunden. Mit ihrem Engagement schaffte sie es auch immer wieder, zwischen unterschiedlichen Haltungen zu Fragen der Kompostierung und biologischen Bewirtschaftung zu vermitteln. „Wie im Leben muss man auch hier Lernprozesse machen und die Erfahrungen auf die jeweilige betriebliche Situation der Landwirte und Gärtner abstimmen. Das unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer das Einfachste, aber es lohnt sich.“ Helga Wagner sitzt in der von der Sonne gewärmten Stube und lächelt. „Man muss für Verschiedenes offen sein“, fügt die 94-Jährige hinzu. Mit dieser verbindenden Haltung war Helga Wagner bei der Ausbildung von Bauern sehr geschätzt. Soweit es ihre Gesundheit heute erlaubt, ist sie nach wie vor aktiv. In ihren Vorträgen und Seminaren geht es ihr vor allem um das Denken und Wirtschaften in Kreisläufen, um die Bodengesundheit als Lebensgrundlage von Pflanzen, Tieren und Menschen.
„Zur gärtnerischen Weisheit gehört ein offener Blick für neue Erfahrungen.“ Baumbestand im Garten von Helga Wagner
13
LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU
Bierbrauer & Biobauer Blick auf Böden, Ressourcen und Wirtschaftlichkeit
„Mit den Fersen in die Erde gedrückt schaue ich, ob der Boden schön krümelig ist. So habe ich das von meinem Vater gelernt. Da ich als Bub viel am Hof und bei der Ernte herumgesaust bin, bekam ich sehr bald ein Verständnis für die Natur.“ Aus dem 1934 geborenen Buben, der im niederösterreichischen Spillern aufwuchs, wurde ein Bierbrauer, der 1962 von seinem Vater die Leitung der Ottakringer Brauerei im 16. Wiener Gemeindebezirk übernahm. Neben seiner Tätigkeit in der Brauereiindustrie engagierte sich Gustav Harmer für den Naturschutz und war von 1985 bis 2002 Präsident des WWF, World Wild Fund for Nature. Als Geschäftsführer der Harmer KG leitete er zudem die heute 250 Hektar große Biolandwirtschaft in Spillern. Der Hof ist nach wie vor Mittelpunkt der Firma und Wohnort seiner Familie. Hier ist er gut verwurzelt. Die Harmer KG, ein langjähriger Partner von Multikraft, produziert Agrarprodukte in hoher Qualität, die zum Beispiel zur Weiterverarbeitung für Babynahrung verwendet werden. „Ich kann die Wurzeln unseres landwirtschaftlichen Betriebes bis etwa 1800 zurückverfolgen. Von Generation zu Generation ist der Betrieb gewachsen und Joch für Joch hinzuerwirtschaftet worden. 1855 kam eine Spirituosenfabrik dazu. Damit begann die industrielle Tätigkeit meiner Familie“, erzählt Gustav Harmer, der im Laufe seines Lebens die tiefgreifenden Veränderungen am Agrarsektor mitbekommen hat und nach wie vor ein aufmerksamer Beobachter ist. 16
„Für die Zukunft ist es wichtig, den Boden vermehrt in den Blick zu nehmen. Der Boden zählt zu unseren Lebensgrundlagen.“ Agrarkultur von morgen
„Für die Zukunft ist es wichtig, den Boden vermehrt in den Blick zu nehmen. Der Boden zählt zu unseren Lebensgrundlagen. In der Lebensmittelproduktion müssen mineralische Dünger und Pestizide reduziert werden. Gefragt sind nachhaltiges Wirtschaften und regionale Produkte. Wozu brauchen wir Weintrauben aus Südafrika? Wir brauchen wieder mehr Bewusstsein für unsere Ressourcen und den Verbrauch“, schildert der rüstige 84-Jährige seine Sicht auf die Agrarkultur.
LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU
Biologisch gut wirtschaften
Der Erhalt der Natur und der schonende Umgang mit Ressourcen sind ihm Zeit seines Lebens ein großes Anliegen. Unter anderem bürgte er für den WWF mit seinem Privatvermögen beim Ankauf Ende der 1980er Jahre. Aus dieser Aktion entwickelte sich der Nationalpark Donau-Auen, eine der größten intakten Aulandschaften Mitteleuropas. „Den Bezug zur Natur habe ich einfach in mir und darum wollte ich auch in unserer Landwirtschaft schauen, wie wir biologisch gut wirtschaften können“, so Gustav Harmer. Nach einem mehrjährigen Umstellungsprozess wurde der Hof in Spillern 1998 zur Gänze biozertifiziert. Bereits im Februar 1990 kam Franz Reidinger als Betriebsleiter ins Spiel. „Ich bin auf einem Bauernhof im Nachbarort aufgewachsen und habe mehrere Jahre Bier ausgeliefert. Eines Tages stand ich mit dem Lkw in Spillern und hörte, dass für die Landwirtschaft der Familie Harmer ein Betriebsleiter gesucht wurde.“ Franz Reidinger, der bereits als Jugendlicher die Ausbildung zum landwirtschaftlichen Facharbeiter in der Tasche hatte, fragte kurzerhand bei Gustav Harmer an und rasch war die Anstellung als Betriebsleiter beschlossene Sache.
Hoher Humusgehalt
Unter anderem werden gesamtflächig alle Böden regelmäßig mit BB Boden und alle Kulturen – von Speise- und Stärkekartoffeln bis zu Getreide und Mais – mit BB Blatt, BB Multical und MK 5 bearbeitet. Der konsequente Einsatz lohnt sich. Bodenanalysen bringen eine stetige Zunahme an Humus. „Der durchschnittliche Humusgehalt beträgt in unserer Gegend 1,4 bis 1,9 Prozent. Bei unserer Bodenuntersuchung 2016 haben wir einen Humusgehalt von sage und schreibe 4 % festgestellt“, berichtet Franz Reidinger. „Von Kindheit an bin ich ein Beobachter des Bodens“, erzählt Gustav Harmer sichtlich zufrieden weiter: „Das Multikraft-System ist ein wirklich gutes Hilfsmittel. Es hält den Boden dauerhaft in Ordnung, die Erde ist schön krümelig und hält. Die Pflanzen sind gestärkt. Bei längerer Trockenheit haben wir immer noch sehr gute Erträge – ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für unseren Betrieb und unsere Angestellten. Für die Gesundheit von Böden und Pflanzen kann ich die EM-Anwendung jedem nur empfehlen. In der biologischen Arbeit braucht es anfangs seine Zeit für die Umstellung. Für uns hat sich diese Zeit unbedingt gelohnt.“
Kompost ohne Geruch
Fotos: Multikraft
„Wir hatten in den 1990er Jahren begonnen, Biomasse für unseren Biokompost zu verwenden. Das stellte uns sprichwörtlich vor einen Haufen Probleme,denn der Kompost hatte fürchterlich gestunken“,erzählt Gustav Harmer. Junior Johannes Harmer und Betriebsleiter Franz Reidinger hatten schon einiges ausprobiert, um die Geruchsbelästigung einzudämmen. Ohne Erfolg. Bis sie auf Multikraft aufmerksam werden und Ulrike Hader kontaktieren. „Wir haben uns im Juli 2000 für den Einsatz des Multikraft-Systems entschieden und auf der Biokompostieranlage erstmals Effektive Mikroorganismen eingearbeitet. Ich war nach der Ernte für drei Wochen auf Urlaub und als ich zurückkam, staunte ich nicht schlecht.Wir haben seither keinerlei Geruchsprobleme mehr, keine Fäulnis, keine Fliegen“, erzählt Franz Reidinger. Durch den Fermentationsprozess kommt es am Kompost weder zu Fäulnis noch zu Geruchsbelästigung und es können sich keine lästigen Fliegen entwickeln. Anfänglich war der Einsatz des Systems von Multikraft nur als Versuch gedacht. Nach dieser erfolgreichen Erfahrung wurden EM-Anwendungen zunehmend in die betriebliche Praxis integriert. „Die Harmer KG war der erste Großbetrieb in Österreich, der konsequent mit dem Multikraft-System arbeitet, heuer ist es bereits die 19. Saison“, freut sich Gustav Harmer.
Winterweizen 2018 – unkrautfrei durch bestes mechanisches Management und Einsatz des Multikraft-Systems.
Fermentierte Zwiebel im EM-Kompost auf der Kompostieranlage der Harmer KG in Spillern.
17
MULTIKRAFT MONDKALENDER
Mondkalender Sommer 2018 Juni
01 FR
Kompost an- und umsetzen, Wurzelgemüse setzen, Unkraut jäten
SA
Kompost an- und umsetzen, Wurzelgemüse setzen, Unkraut jäten
02
Juli
01
17
02
18
SO
MO
Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen
MI
Umtopfen und umsetzen, Broccoli und Blumen setzen
03
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen
04
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen
20
05
Pflanzen gießen
21
06 FR
Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt
22
SA
Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt
SO
Kompost an- und umsetzen, Pilze sammeln, Wurzelgemüse setzen
Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt
MO
Kompost an- und umsetzen, Pilze sammeln, Wurzelgemüse setzen
SO
Ernten, einkochen & lagern, Kompost an- und umsetzen
MO
Kompost an- und umsetzen, Wurzelgemüse setzen
03
DI
SO
04 05 06 MI
Pflanzen gießen, Salat säen oder setzen
DO
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen, Baumspitzen entfernen
FR
Ernten, einkochen & lagern, Baumspitzen entfernen
07 08 09 SA
10 11 12 13 MI
14
DO
Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
FR
Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
SA
Einkochen, umtopfen und umsetzen
SO
Einkochen, umtopfen und umsetzen
MO
Pilze sammeln, ernten, einkochen & lagern
15 16 17 18 19 DI
20
SA
Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
SO
Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
MO
Einkochen, umtopfen und umsetzen
DI
Einkochen, umtopfen und umsetzen
MI
Umtopfen und umsetzen, Pilze sammeln
DI
DO
Umtopfen und umsetzen, Pilze sammeln
MI
FR
Umtopfen und umsetzen, Pilze sammeln
07 08 09 10
11
Bäume und Sträucher pflanzen, umtopfen und umsetzen
13 FR
Pflanzen gießen, Umtopfen und umsetzen
29
SA
Einkochen, umtopfen und umsetzen, Fruchtpflanzen setzen
SO
Ernten, einkochen & lagern, umtopfen und umsetzen
MO
Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen
14 15 16
August
SO
Kompost an- und umsetzen, Wurzelgemüse setzen
26
04 05 06
MO
07 08
MO
Ernten, einkochen & lagern, Tomaten, Fruchtpflanzen setzen
20 21 DI
Ernten, einkochen & lagern, umtopfen und umsetzen
MI
Umtopfen & umsetzen, Pilze sammeln
22 DO
Umtopfen & umsetzen, Pilze sammeln
09
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen
25
Broccoli und Blumen säen, setzen
10 FR
Pflanzen gießen, Gehölze schneiden
26 SO
Pflanzen gießen
SA
Gehölze schneiden, umtopfen und umsetzen
MO
27
Düngen, Pflanzen gießen
SO
Ernten, einkochen & lagern, umtopfen, umsetzen
28 DI
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen
MO
Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen
29 MI
Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt
DI
Umtopfen und umsetzen, Bäume und Sträucher pflanzen
DO
Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt
MI
Bäume und Sträucher pflanzen, Blumen, Broccoli säen und setzen
FR
Kompost an- und umsetzen, Pilze sammeln, Wurzelgemüse setzen
DO
Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
Einkochen, umtopfen & umsetzen
DO
DO
Jäten und Unkraut zupfen
FR
Kompost an- und umsetzen, Unkraut jäten, düngen
SA
Jäten und Unkraut zupfen
30
Ernten, einkochen & lagern, Tomaten, Fruchtpflanzen setzen
24
MI
29
SO
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen
Einkochen, umtopfen und umsetzen, Fruchtpflanzen setzen
28
Pflanzen gießen, Rasen mähen
23
DI
DI
27
SA
19
Kompost an-, umsetzen, Wurzelgemüse setzen
Einkochen, Pflanzen gießen, Fruchtpflanzen setzen
Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
03 SA
25
FR
18
Umtopfen und umsetzen, Blumen säen, setzen
MO
Düngen, Pflanzen gießen, Salat säen, setzen
DI
Ernten, einkochen & lagern
FR
Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
31
02
Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt
SO
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen
MO
17
FR
24
SO
30
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen
MI
Umtopfen und umsetzen, Blumen säen, setzen
Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
SA
01
DO
SA
26
28
DO
23
25
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen
Bäume und Sträucher pflanzen, umtopfen
22
24
27
MI
21
23
12
DO
DI
Umtopfen und umsetzen Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
DO
DI
19
DO FR
MI
MO
MI
11 12 13 14 15
18
DI
16
FR SA
30 31
Broccoli und Blumen säen, setzen
MULTIKRAFT MONDKALENDER
September
01 SA
02
Kompost an- und umsetzen, Wurzelgemüse setzen, Pilze sammeln
SO
03
Tipps & Tricks für den Garten
MO
04 DI
05
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen
06
DO
Pflanzen gießen, Salat säen, setzen, Baumspitzen entfernen
FR
Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt
SA
Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt
MI
07 08 09 SO
10
MO
11
Bäume und Sträucher pflanzen, umtopfen Bäume und Sträucher pflanzen, umtopfen und umsetzen
DI
Blumen säen, setzen, umtopfen und umsetzen
MI
Blumen säen, setzen, umtopfen und umsetzen
DO
Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
FR
Pflanzen gießen, Rasen mähen, umtopfen und umsetzen
SA
Pflanzen gießen, umtopfen und umsetzen
SO
Ernten, einkochen & lagern, umtopfen und umsetzen
MO
Ernten, einkochen & lagern, umtopfen
12 13 14 15 16 17 18 DI
Umtopfen und umsetzen, Pilze sammeln
MI
Umtopfen und umsetzen, Pilze sammeln
19 20
DO
Umtopfen und umsetzen, Unkaut jäten, Blumen säen, setzen
FR
Unkaut jäten, Blumen säen, setzen
22 SA
Unkaut jäten, Blumen säen, setzen
23 SO
Pflanzen gießen, Rasen mähen, Blumenkohl säen, setzen
MO
Pflanzen gießen, Rasen mähen, Blumenkohl säen, setzen
21
24 25 DI
Pflanzen gießen
MI
Ernten, einkochen & lagern, Düngen, Obstbaumschnitt
26 27
DO
Kompost an- und umsetzen, Wurzelgemüse einwintern
FR
Kompost an- und umsetzen, Wurzelgemüse einwintern
SA
Kompost an- und umsetzen, Wurzelgemüse einwintern
28 29 30 SO
Pflanzenstärkung mit EM als Vorbeugung gegen Schädlingsbefall Stärken Sie bereits zu Beginn der Gartensaison Böden und Pflanzen mit Effektiven Mikroorganismen. Denn ein gesunder Boden sowie widerstandsfähige Pflanzen werden mit Schädlingen und Krankheiten dadurch ganz leicht selber fertig. Die Kombination EM Aktiv mit Terrafert Blatt, MK 5, Schachtelhalm und Brennnessel Extrakt steigert die Widerstandsfähigkeit Ihrer Pflanzen: 20 ml EM Aktiv, 5 ml Terrafert Blatt, 5 ml MK 5, 5 ml Brennnessel Extrakt Konzentrat und 5 ml Schachtelhalm Extrakt Konzentrat auf 1 L Wasser geben und die Pflanzen satt bis zum Tropfen einsprühen, am besten abends oder frühmorgends. Zur Stärkung sprühen Sie die Pflanzen einmal in der Woche ein, bei Schädlingsbefall oder Krankheiten täglich. Gartenpflege bei langanhaltender Trockenheit Wenn es längere Zeit nicht regnet, gießen Sie jede Kulturfläche wenigstens einmal in der Woche wurzeltief, am besten abends. Das bedeutet mindestens 10 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter. Es ist besser, einmal kräftig zu gießen statt jeden Tag ein wenig. Am besten regelmäßig mit einer Mischung aus 10 ml EM Aktiv und 5 ml Terrafert Boden auf 10 Liter Wasser, um die Widerstandfähigkeit der Pflanzen zu stärken. Tipp: Eine Mulchschicht hilft ebenso beim Wassersparen. Mulchen mit EM Mulchen ist optimal, um sich viel Arbeit und Wasser zu sparen! Gerade Gemüsearten wie Tomaten lieben es in einer dicken Mulchschicht eingebettet zu sein und zusätzlich mit EM Aktiv begossen und besprüht zu werden, denn: Das Wasser kommt den Pflanzen viel besser zugute, weil es nicht verdunstet und so die Erde länger feucht bleibt. Beikrautwuchs wird reduziert und Nützlinge können sich leichter ansiedeln. Die Bodentemperatur ist höher, Temperaturschwankungen werden besser abgefangen, Boden und Pflanzen werden mit EM auf ganz natürliche Weise gestärkt. Intensivpflege für die Haut – für Gartenverweiler Gerade im Sommer verbringt man viel Zeit im Garten zur Pflanzenpflege. Wenn die Haut von der Sonne strapaziert und ausgetrocknet ist: 1/2 EL bioemsan Balsamcreme, 3 TL Fruchtfleisch einer Avocado und etwas Zitronensaft vermischen und auf dem Gesicht verteilen. Etwa 20 Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser abspülen. Danach mit bioemsan Balsamcreme eincremen und die Haut erholen lassen.
Legende Mondkalender
EM-Ansetztag
Blütentag
Fruchttag
Blatttag
Vollmond
Neumond
abnehmender Halbmond
zunehmender Halbmond
Wurzeltag
19
PFLANZENWELT
Die Natur bietet unendlich viel. Hier ein paar ihrer Kunstwerke, als bunte Zutat für Kräutertee.
Die Natur ist unser wichtigstes Vorbild von Susanne Schütz und Anne Lorch
Es gibt Menschen, die uns mit ihrem selbstlosen Einsatz tief berühren, ein Vorbild sind und uns motivieren ihnen nachzueifern. Dazu fallen uns viele Geschichten ein. Ein naheliegendes Beispiel ist auch Mutter Natur, wenn nach langen, garstig kalten Wintermonaten neues Leben aus allen Erdporen hervorbricht und alles unverdrossen mit unerhörtem Elan sprießt.
Die Natur mobilisiert unentwegt Lebenskräfte – auch unter widrigsten Umständen – und schenkt Energie im Überfluss. Wir freuen uns an jedem neuen Keim, wenn er die Erdkruste anhebt und sich ans Tageslicht drängt. Plagen uns Gewissensbisse, dass wir der Erde zu viel abverlangen und Naturgesetze außer Acht lassen, hält sie zu unserer Beruhigung bereits die nächsten strammen Sämlinge in der Aussaatschale parat. Natur kann nicht anders, als dem Ganzen zu dienen. Dazu eine kleine Gedankenschlaufe: Ein Teil dieser Natur ist auch unsere körpereigene Leber. Als wichtigstes Verdauungsorgan präpariert sie unermüdlich das Speiseangebot für alle anderen Organe, ohne Freizeit, Urlaub oder Feierabend einzuplanen. Sie tut ihre Schwerarbeit einfach, ohne zu fragen, was sie dafür bekommt. Es wäre ja auch aus unserer Warte nicht akzeptabel, wenn sie eines Tages behaupten würde: Heute ist Sonntag, das Essen zu fett, heute ist Ruhetag. Punkt.
Natur führt uns unendlich geduldig vor, was sie leistet
Im Garten von Susanne Schütz wächst jetzt alles wie verrückt. Es ist eine Freude. War das schon immer so? In 45 Jahren intensiver Biogartenpraxis hat sie vieles ausprobiert und manches Desaster angerichtet, bis sie das Gesetzbuch der Natur immer besser verstehen konnte. Es kam immer wieder vor, dass sie eine vermeintlich tolle Idee mit Begeisterung aufgriff und in ihr Gartenprogramm eingliederte. Dann stellte sich ernüchternd heraus, dass der ursprünglich so einleuchtende Tipp dem Gesamtorganismus nur begrenzt guttut, weil im Räderwerk des Naturgeschehens ein Zahnrädchen übersehen wurde oder eine Fehlschaltung verursachte.
Etwas aus der Geschichte vom „richtigen Kompost“
Wie die Zersetzung des Gartenabfalls zur kostbaren Erde verläuft, hat im Laufe der Zeit zu neuen Erfahrungen geführt. In der Landwirtschaft war in der Viehhaltung auf Stroh bis vor 60 Jahren noch die Trennung von Kot und 20
Urin üblich. Die Einstreu wurde zum sauber aufgesetzten Stapelmist festgetreten. So konnte das Material ohne Sauerstoffzufuhr über Fermentation zu gehaltvollem Dünger heranreifen. Zur Arbeitserleichterung und besserer Hygiene wurde es modern, für das Vieh den Stallboden mit Schwemmkanälen auszustatten. Kot und Urin landeten fortan gemeinsam in der Güllegrube. Daraus entstand die stinkende, ätzende Gülle mit allen naturschädigenden Nachteilen. Der wunderbare Stapelmist geriet in Vergessenheit. Susanne war stets bereit neue Erkenntnisse über die Kompostierung in ihre Kursarbeit mit einzubringen. Die intensive Belüftung war lange „der Hit“. Es wurden Maschinen für die professionellen Wendearbeiten zur sauerstoffgeführten Umsetzung des organischen Materials entwickelt. Mit dieser Technik konnte innert kurzer Zeit die Komposterde hergestellt werden. Nach 30 Jahren dieser Art Kompostierung wissen wir aber auch, dass mit der Belüftung ein großer Teil der kostbaren Düngekraft verpufft. Die hitzige Rotte vernichtet außer pathogenen Keimen auch die Leben aufbauenden Mikroorganismen. Hinzu kommt, dass bei Zeitmangel nicht regelmäßig gewendet wird, vor allem im Privatgarten. Die Umwesung gerät in Fäulnis. Damit ist wiederum die Schneckenzucht vorprogrammiert und bereitete Susanne viel Kummer. Erst mit dem Einsatz von Effektiven Mikroorganismen änderte sich das, weil der Umsetzungsprozess über Fermentation ohne Belüftung (wie einst im Stapelmist) vor sich geht. So wurde wieder eins der noch fehlenden Zahnrädchen für den ganzheitlich Ablauf des Umwesungsprozeses eingesetzt. Mit EM ist die Fermentierung auch ohne Mist möglich. Die wertvollen Pflanzenstoffe bleiben erhalten oder erhöhen sich sogar. Die Umwandlung verläuft ohne Hitze und Fäulnis. Schnecken und andere Abbauarbeiter finden kein passendes Milieu mehr vor. Die laufenden, mühsamen Wendearbeiten entfallen. Susanne ist glücklich, dass in ihrem EM-Garten die ehemals fleißigen Abbauarbeiter wie Schnecken, Drahtwürmer usw. nach und nach arbeitslos wurden.
PFLANZENWELT
Aus Susannes
Erfahrungsschatz Natur ist mit allem, was ist, verbunden
Der Mensch meint mit seinem Intellekt allzu oft, die Natur zu beherrschen. Als Teil dieses Verbundes hat er sich damit unbedacht gewaltige Umweltprobleme eingehandelt. Eine Kehrtwende auf allen Ebenen herbeizuführen und im Einklang mit der Natur zu agieren, scheint ein äußerst schwieriger Prozess zu sein. Doch gibt es immer mehr Menschen, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen und mit ganzheitlichen Methoden Wege finden, die Mutter Natur wieder in ein funktionierendes Räderwerk zurückzuführen. Werden ganzheitlich durchdachte Maßnahmen ergriffen, zeigen sich recht schnell Erfolge. Auf dem erdverbundenen Gebiet „Boden“ geben uns EM eine beispielhafte Unterstützung. Hier wird uraltes Wissen mit neuen Erfahrungen und klug entwickelten Techniken verknüpft. Dr. Haiko Pieplow schreibt im Vorwort zum Buch „Mit EM durchs Gartenjahr“: „Ohne Humus gäbe es keine Humanitas (Menschheit). Ein humusreicher Boden wird auch Muttererde genannt. Diese Bodenschicht misst nur 5 bis 50 cm. Sie ist nur ein Fünfmillionstel so dick wie die Erde selbst. Auf dieser hauchzarten Haut wachsen Pflanzen, die Tiere und Menschen ernähren.“ Für Susanne ist es wichtig, dass die Besinnung auf eine respektvolle Humuspflege für den Wiederaufbau unserer Lebensvoraussetzung an erster Stelle bei der Arbeit mit der Natur steht.
Humusaufbau
Ein ausgemergelter Boden braucht viele Jahre Humuspflege. Durch EMPflege entstand bei Susanne schon nach 3 bis 5 Jahren eine humose und
Fotos: Anne Lorch
1
2
locker-krümelige Erde, die auch wieder viel mehr Wasser aufnehmen kann. Die Hacke kommt nur dann zum Einsatz, falls der Boden für kurze Zeit noch nicht ganz vom Blätterdach der Gemüse bedeckt ist und Beikräuter Jungpflanzen zu sehr bedrängen.
Susannes Kinderstube hält noch vieles bereit
Ab Juli/August sind die Jungpflanzen von Herbstsalaten und Herbstgemüse schon gut entwickelt und warten auf einen großzügigeren Wurzelraum im Garten.
Lücken in den Reihen füllen
Erste Salate, Erbsen und Radieschen sind gegessen. Damit keine Erntepausen entstehen und die Beete bis zum Herbst besetzt sind, decken Folgesaaten und Pflanzungen frei gewordene Flächen.
Nahrungsnachschub für Kartoffeln, Mais und Kürbisgewächse
Frisches Bokashi ist noch sehr sauer und würde Wurzeln und zarte Blätter verätzen. Deshalb 20 bis 30 cm von den Pflanzen entfernt ein Loch ausheben oder bei Reihen einen kleinen Graben ziehen und mit Küchenbokashi füllen. Das junge Gemüse wächst zielstrebig auf den Düngevorrat zu. Die Depots wieder gut mit Erde zudecken (Dachs, Fuchs und Hund buddeln Bokashi als Leckerbissen sonst wieder heraus). Durch die Arbeit der Bodenmikroben in der erdigen Umgebung wird das Bokashi sehr rasch neutralisiert.
3
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Hacken
Kinderstube
Lückenfüller
Bokashigabe
Wenn Jungpflanzen von zu rasch wachsenden Beikräutern bedrängt werden, kommt die Hacke zum Einsatz.
Herbstgemüse und -salate haben sich gut entwickelt und wollen hinaus in die Bodenfreiheit des Gartens.
Für die fortlaufende Ernte ohne Unterbruch sprießt junges Gemüse in abgeernteten Beetreihen.
Frisches Bokashi im Abstand zur Bepflanzung eingraben und gut mit Erde bedecken.
21
LANDWIRTSCHAFT ITALIEN
Von Maschinen und Mikroben Fruchtbare Zusammenarbeit in Italien Die Familien Contardi und Hader sind einander seit Langem eng verbunden. 2005 gründete Gianni Luigi Contardi in Piacenza die Firma BIONRG S.R.L., das italienische Partnerunternehmen von Multikraft. Sohn Ettore und Tochter Chiara Contardi lenken die Geschicke des Familienbetriebs, um – so wie ihr Vater – Wissen und Anwendung der EM-Technologie in Italien zu verbreiten. Gianni Luigi Contardi ging in seinem Leben mutige Wege. Seinen ersten Job suchte er sich als Vierzehnjähriger, da er seine Eltern finanziell unterstützen musste. Damals war er in verschiedenen Betrieben tätig, meistens im Maschinenbau. In den 1980er Jahren beschäftigte er sich intensiv mit der Verarbeitung von Grafit in der Industrie. Er machte sich selbstständig und zusammen mit seinen bisherigen beruflichen Erfahrungen entwickelte er eine Maschine zur Bearbeitung von Grafit. In einem Interview erzählte er: „Ich konnte mir weltweit einen Namen im Bereich der Herstellung von Grafitformen für die weitere Verwendung in der Industrie machen. Und das, obwohl ich gerade mal die Grundschule abgeschlossen habe.“ Heute ist diese Firma Weltmarktführer und bei den Söhnen in guten Händen. Ettore Contardi ist Geschäftsführer und Marco Contardi der technische Direktor. 22
EM-Technologie in Italien
Mit dieser Firma legte Vater Gianni Luigi den Grundstein als Familienbetrieb. Einen weiteren setzte er mit der Gründung von BIONRG als Partnerunternehmen von Multikraft und es entwickelte sich eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen. Es gibt viele Bereiche, in denen der Einsatz Effektiver Mikroorganismen sinnvoll ist, war Gianni Luigi Contardi aus eigener Erfahrung überzeugt. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Analysen bestätigen das. So hat BIONRG zum Beispiel auch eine dreijährige Studie in Zusammenarbeit mit der Universität von Piacenza in die Wege geleitet. Sie befasst sich mit dem Einsatz der EM-Technologie im Weinbau. Ein weiterer wichtiger Forschungs- und Tätigkeitsbereich ist die Viehzucht, etwa von Schweinen, Kühen und Hühnern. Von Anbeginn liegt der Fokus von BIONRG auf dem Einsatz der EM-Technologie im Bereich Landwirtschaft. Sowohl in der Fütterung als auch bei der Behandlung von Mist und Gülle sowie bei der Reinigung von Ställen gibt es viele positive Erfahrungen, wie die EM-Technologie in die landwirtschaftliche Praxis integriert wird.
LANDWIRTSCHAFT ITALIEN
Einsatz für die Landwirtschaft
Firmengebäude in Caselle Landi/Piacenza
„Tierhaltung und Ackerbau sind in Italien wichtige wirtschaftliche Bereiche, besonders auch im Norden des Landes. Viele der Betriebe sind von Großstrukturen und synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln geprägt. Mit Hilfe der EM-Technologie wollen wir in landwirtschaftlichen Betrieben die Qualität der Böden verbessern, die Gesundheit der Pflanzen und Tiere fördern. Schließlich erhalten wir dadurch gesündere Lebensmittel und eine bessere Zukunft. In der Arbeit mit Effektiven Mikroorganismen sehen wir eine sehr gute Lösung für landwirtschaftliche Betriebe und nachhaltiges Wirtschaften“, berichtet Chiara Contardi. Gute Ernten und gesunde Tiere sichern schlichtweg die Existenz landwirtschaftlicher Familienbetriebe. „Viele Beispiele heutzutage zeigen, dass es sehr gut funktioniert, Wirtschaftlichkeit mit Verantwortung für unsere Umwelt und für das Tierwohl zu kombinieren. Es ist wichtig, dass wir dafür Lösungen finden“, spricht Chiara Contardi aus ihrer langjährigen Erfahrung.
Die jüngsten EM-Anwender
Fotos: Familie Contardi, Multikraft
Für Chiara Contardi war ganz klar, dass sie nach ihrem Kommunikationswissenschafts- und Marketingstudium in den Familienbetrieb einsteigt. Seit über sechs Jahren ist sie für BIONRG tätig. Ganz besonders liegen ihr auch die Projekte in italienischen Kindergärten und Schulen am Herzen. Kinder und Jugendliche sammeln welke Salatblätter, Apfelschalen und altes Brot, mit denen sie selber Bokashi herstellen. Wenn der Deckel des Bokashi-Eimers gelüftet wird, staunen sie oft ganz schön, wie aus den Küchenabfällen guter Dünger für Pflanzen geworden ist. So lernen schon die Jüngsten die Kreislaufwirtschaft kennen und die Effektiven Mikroorganismen als kleine Helfer schätzen. Superheld Skitty und seine Freunde sind den Kindern ein Vorbild und nicht nur bei ihnen sehr beliebt. Auch so manche Eltern erhalten durch die quirlige Comicfigur einen guten Einblick in die Welt der Mikroorganismen.
„Ich schätze es wirklich sehr, mit unserer Arbeit nachhaltig etwas verändern zu können für unsere Umwelt und für unser alltägliches Leben.“
Ettore, Gianni Luigi und Chiara Contardi, Lukas und Ulrike Hader im November 2017
Blick auf Lösungen
„Ich schätze es wirklich sehr, mit unserer Arbeit nachhaltig etwas verändern zu können – für unsere Umwelt und für unser alltägliches Leben“, so Chiara Contardi. BIONRG arbeitet wie Multikraft daran, natürliche Kreisläufe von Grund auf zu respektieren und dabei die wirtschaftliche Rentabilität im Blick zu behalten. Ihr Interesse an naturnahen Kreisläufen und vieles, das ihr im Familienbetrieb wichtig ist, hat Chiara Contardi auch durch ihren Vater Gianni Luigi mit auf den Weg bekommen. „An besonders hektischen Tagen im Büro lernte ich durch ihn, mich auf eines nach dem anderen zu fokussieren. Ich schaffe dann wirklich alles! Wenn ein Problem auftauchte, blieb er ruhig und er begann daran zu arbeiten, eine Lösung zu finden. Mein Vater inspirierte mich immer dazu, nach Lösungen Ausschau zu halten und mir einen positiven Blick zu bewahren.“ Mit Firmengründer Gianni Luigi Contardi hat Familie Hader nicht nur einen beständigen Geschäftspartner, sondern auch einen guten Freund verloren. Nach längerer Erkrankung verstarb er im November 2017. Gianni Luigi Contardi bleibt uns in liebevoller und guter Erinnerung. 23 23
KLEINE HELFER
Mini-Hochbeet bauen
WAS DU BRAUCHST
Obstkisten (nicht zu klein) Wetterschutz- oder Acrylfarbe (Pool-)Folie/Vlies Holztacker Verschiedene Jungpflanzen und Samen (z. B. Erdbeeren, Radieschen, Cocktailtomate, Schnittlauch, Ruccola, Salat, Kapuzinerkresse etc.) Multikraft Original Schwarzerde für Hochbeete, Gemüse und Kräuter
Fotos: Multikraft, Shutterstock
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Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss ist der 30. September 2018. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, ausgenommen Mitarbeiter und Angehörige der Firma Multikraft. Nach dem Ende der Teilnahmefrist erfolgt eine Ermittlung der Gewinner durch Ziehung. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Die Preise können nicht in bar abgelöst werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Teilnehmer ist mit der elektronischen Erfassung und Verarbeitung seiner Daten einverstanden, die ausschließ lich für Betreuungszwecke der Firma Multikraft Produktions- und HandelsgmbH verwendet werden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und selbstverständlich können Sie jederzeit einer weiteren Verwendung Ihrer Daten zu Werbe- und Marketingzwecken – auch soweit dies rechtlich ohne Ihre Einwilligung zulässig ist – durch eine einfache Mitteilung an Multikraft Produktions- und HandelsgmbH widersprechen.
KLEINE HELFER
VOM GARTEN DIREKT IN DEN MUND: FRISCHE ERDBEEREN, RADIESCHEN ODER SALAT AUS DEM EIGENEN GARTENBEET SCHMECKEN AM BESTEN. WIR LIEBEN ES, IN DER ERDE ZU GRABEN UND DEM GEPFLANZTEN OBST UND GEMÜSE BEIM WACHSEN ZUZUSEHEN, DU AUCH? BAU DIR GANZ EINFACH DEIN EIGENES MINI-HOCHBEET. WIR ZEIGEN DIR, WIE ES GEHT.
SO GEHT’S
Kiste mit Wetterschutz- oder Acrylfarbe außen bemalen und über Nacht trocknen lassen. Anschließend die Folie/Vlies in die Kisten tackern. (Wenn du eine Folie verwendest, solltest du unbedingt Löcher hineinstechen, damit das Wasser abfließen kann.) Befülle die Kiste mit Schwarzerde und schon kannst du deine Pflanzen setzen und die Samen ausstreuen. Mit EM Aktiv und Terrafert Boden angießen nicht vergessen! Jetzt kannst du beobachten, wie die Pflanzen wachsen.
TIPP
Aus alten Tonscherben, Schieferplatten oder Steinen kannst du dir Schilder für dein MiniHochbeet basteln. So kannst du markieren, an welcher Stelle du welche Samen eingelegt hast. Die Pflanzen kannst du so auch nicht mehr verwechseln. Dazu brauchst du: Steine, Schieferplatten oder Tonscherben und alten Nagellack zum Beschriften.
BASTELN, FOTO MACHEN UND GEWINNEN! Baue dein eigenes Mini-Hochbeet, schicke uns ein Foto und gewinne diese Multikraft Produkte: Bokashi Haushaltseimer Organico, Bokashi getrocknet 600 g, Sprühflasche Foxy Plus und 1 L EM Aktiv Jede Einsendung gewinnt einen Anerkennungspreis. Einfach an info@multikosmos.at senden oder per Post an Multikraft, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels.
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WOHLBEFINDEN BIOEMSAN
Dr. med. dent. Gerhard Schneider in seiner Zahnarztpraxis in Ritterhude, Nähe Bremen
Gesundes Energiebündel Wie eine Zahncreme unserer Mundflora und unseren Zähnen guttut
Innovativer Zahnarzt
Starke Wurzeln und gesundes Zahnfleisch geben unseren Zähnen den nötigen Halt. Unsere Mundhöhle ist tagtäglich gefordert mit dem was wir essen und trinken. Gut, wenn es eine Zahncreme gibt die eine ausgewogene Mundflora schafft. 28
Mitentwickelt hat die bioemsan Zahncreme der Zahnmediziner Dr. med. dent. Gerhard Schneider. Aus einer katholischen Familie stammend, hätte er als erstgeborener Sohn ursprünglich Priester werden sollen. Ingenieur war eine weitere Option. „Ich wandte mich der Zahnmedizin zu, da ich dabei für Menschen auch hilfreich sein kann und mir das Handwerkliche sehr liegt“, erzählt Gerhard Schneider, der nach der Ausbildung zum Zahnmediziner an der Universität Kiel Assistenzarzt in der Prothetik war. 1986 gründete er seine eigene Zahnarztpraxis in Ritterhude, nördlich von Bremen. Seit über 30 Jahren bezieht der aufmerksame Arzt ganzheitliche Verfahren in seine Arbeit mit ein. Durch seine Arbeit lernte er auch die EM-Technologie und Ulrike Hader kennen und schätzen. „Bald schon stellte ich Emulsionen aus EM Keramikpulver und Manju her und bepinselte damit das Zahnfleisch. Überraschenderweise hatten Patienten keine Schmerzen mehr und Entzündungen gingen zurück.“ Aufgrund seiner zahnmedizinischen Erfahrung war Gerhard Schneider bei der Entwicklung der bioemsan Zahncreme involviert. Die Kombination ihrer natürlichen Inhaltsstoffe mit speziellen EM-Produkten machen sie zu einem außergewöhnlichen Produkt.
WOHLBEFINDEN BIOEMSAN
Natürliche Inhaltsstoffe
In der bioemsan Zahncreme werden Pflanzen kombiniert, die seit jeher für die Mundpflege geschätzt sind und deren Wirkung die moderne Zahnmedizin anerkennt. Die Bioauszüge aus Salbei, Ratanhiawurzel und Neemrinde sowie Harze von Myrrhe und Propolis pflegen Zähne und Zahnfleisch. Zusammen mit natürlichen Ölen von Nelke, Zimt und Kamille festigen sie das Zahnfleisch und wirken Entzündungen entgegen. Die Blätter der Steviapflanze bringen gesunde Süße. Eine geringe Beigabe von ätherischem Bergamotte- und Pfefferminzöl sorgen für einen guten und erfrischenden Geschmack. Effektive Mikroorganismen unterstützen regenerative Prozesse in unterschiedlichsten Milieus, so auch in der Mundhöhle. Der bioemsan Zahncreme wird kein Fluor zugesetzt und so ist sie ein durch und durch gesundes Produkt. Gerhard Schneider: „Der Neembaum ist für die Menschen in Indien wie eine Dorfapotheke. Er verfügt über mannigfaltige Wirkstoffe, die uns in der bioemsan Zahncreme zugute kommen. Die enthaltenen Pflanzen stammen aus verschiedenen Kulturkreisen und ihre Wirkstoffe funktionieren seit Jahrtausenden. Neu dabei ist, dass wir die Pflanzenextrakte mit moderner EM-Technologie verbinden. Die Fermentation der Kräuter mit Effektiven Mikroorganismen und die Zugabe von Manju garantieren ein Maximum an bioaktiven Stoffen.“
Regeneration und Vitalität
Die Erfahrungen aus langjähriger medizinischer Praxis sind auch wissenschaftlich vom Institut für zellbiologische Testsysteme aus Schongau in Deutschland nachgewiesen. Dort hat 2010 Prof. Dr. Peter C. Dartsch die bioemsan Zahncreme einem tierversuchsfreien Testverfahren unterzogen. Dieses belegt, dass die zellregenerative und zellvitalisierende Wirkung im Vordergrund steht und damit z. B. Wundheilungsprozesse unterstützt werden. Gerhard Schneider bestätigt: „Die Fibroblasten sind im Bindegewebe vorkommende Zellen. Die menschliche Haut altert, weil die Aktivität der Fibroblasten nachlässt, und deshalb bekommen wir Falten. Die bioemsan Zahncreme fördert das Wachstum und die Vermehrung der Fibroblasten im Mund. Sie regt das Zellwachstum an und leitet Reparaturvorgänge in die Wege.“
Fotos: Gerhard Schneider, Shutterstock
Antioxidativ & basisch
Die oben erwähnte Studie belegt die ausgeprägte Stimulation des Energiestoffwechsels der Bindegewebszellen innerhalb weniger Stunden nach Beginn der Einwirkung der bioemsan Zahncreme. Ist das Zellsystem aktiviert, produziert es neue Zellen, baut vorhandene Zellen auf und entfernt freie Radikale aus dem Zellstoffwechsel. In der Mundhöhle werden die freien Radikale dank der bioemsan Zahncreme um 40 % gesenkt. Der Stoffwechsel wird entlastet und entgiftet. Die freien Radikale aus Konservierungsstoffen oder Geschmacksverstärkern von Nahrungsmitteln werden neutralisiert. Man braucht nur an eine Fertigsuppe denken. Wenn sie im Körper verstoffwechselt wird, werden die freien Radikale verarbeitet und belasten die Zelle. Mit ihrer antioxidativen Wirkung fängt die bioemsan Zahncreme die freien Radikale ab. „Zudem ist die bioemsan Zahncreme basisch. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Sie neutralisiert Säuren, die mit Nahrungsmitteln aufgenommen werden, und so können Säuren die Zähne nicht mehr angreifen. Außerdem verwenden wir die kleinsten Abrasivmittel, die es auf dem Markt gibt“, betont Gerhard Schneider.
Neemrinde wird in der bioemsan Zahncreme als pflegender Inhaltsstoff verwendet.
Tipps zur Zahnpflege von Dr. med. dent. Gerhard Schneider
• Abendroutine vor dem Schlafengehen: Das Wichtigste ist die Zähne gründlich zu putzen. Danach sollten Schwachstellen im Mund mit der bioemsan Zahncreme eingerieben werden. Den Mund nicht mehr ausspülen, denn je länger die bioemsan Zahncreme im Munde verweilt, desto besser. • Reiben Sie die Zahnseide mit bioemsan Zahncreme ein und reinigen Sie so die Zahnzwischenräume. • Zur Zungenreinigung lässt sich die bioemsan Zahncreme gut auf die Zunge auftragen. Wichtig ist auch hier die Verweildauer der Creme auf der Zunge. Den Mund am besten nicht mehr ausspülen. Keine Angst, denn in der bioemsan Zahncreme sind ausschließlich natürliche Stoffe enthalten.
Vorbild Eltern
Nehmen Sie Ihre Kinder morgens und abends mit ins Bad. Kinder schauen sich Verhalten von ihren Eltern ab, kopieren es und lernen so die richtige Zahnpflege von klein auf. Das ist die beste Art Kindern das Zähneputzen nahezubringen. 29
WOHLBEFINDEN BIOEMSAN
Vorteile auf einen Blick Die bioemsan Zahncreme • • • • • • • •
neutralisiert mit ihrem basischem pH-Wert Säuren, die die Zähne nicht mehr angreifen können. bringt die bakterielle Belastung der Mundhöhle ins Gleichgewicht. stimuliert den Energiestoffwechsel von Bindegewebe und Fibroblasten. fördert die Zellregeneration in der Mundschleimhaut und die Revitalisierung. inaktiviert schädliche Stoffwechselprodukte in den Zellen der Mundschleimhaut. greift positiv in Entzündungsprozesse ein und neutralisiert im basischen Milieu. schützt vor freien Radikalen und stoppt Alterungsprozesse im Zahnfleisch. ist frei von zugesetzten Fluoriden.
Zahnschmelzschonend
Jede Zahncreme benötigt Putzkörper zur besseren Reinigung der Zähne. Feinst vermahlenes Calciumcarbonat verfügt ebenfalls über einen basischen pH-Wert. Es reinigt die Zähne aufgrund seiner geringen Abrasivität sehr schonend, ohne den Zahnschmelz anzugreifen. Als weiterer natürlicher Putzkörper agiert die ebenfalls basische, mineralstoffreiche gelbe Tonerde. So werden die Zähne mit der bioemsan Zahncreme gründlich, doch sehr sanft gereinigt. Für den Zahnschmelz eine besonders gute Sache. Der Zahnschmelz ist die äußerste Schicht unserer Zähne. Er schützt Zähne vor Reizen und Schädigungen. Zahnschmelz ist zwar extrem hart und vielen Belastungen gewachsen. Säuren und Bakterien gelingt es allerdings ihn aufzuweichen und damit für Karies anfällig zu machen. Wie Zahnarzt Gerhard Schneider belegt auch die erwähnte Studie: Die bioemsan Zahncreme ist bei gleichzeitig guter Reinigungswirkung also besonders zahnschmelzschonend.
Ausgewogene Mundflora
Gleichzeitig sorgt sie auf ganz natürliche Weise für eine gesunde Mundflora. Allein mit dem Mikrobiom Mundhöhle hat die Natur ein kleines Wunderwerk geschaffen. In einem Milliliter Speichel leben 600 bis 1.000 unterschiedliche Bakterienarten. Die meisten sorgen dafür, während des Kauens die Nahrung schon einmal vorzuverdauen, Entzündungen zu hemmen und die Immunabwehr zu unterstützen. Florieren diese guten Bakterien, haben wir eine gesunde Mundflora mit schönen Zähnen. Machen sich allerdings schädliche Bakterien breit, wandeln diese zum Beispiel Zucker in Säuren um, die Karies fördern und den Zahnschmelz angreifen. Umso wichtiger ist es, eine gute Zahncreme zur Hand zu haben, die basisch ist und die bakterielle Belastung ins Gleichgewicht bringt. Zum Beispiel ist Mundgeruch ein Ausdruck von Störungen des Bakteriengleichgewichtes der Mundflora. „Nach regelmäßiger mechanischer Reinigung der Zähne und besonders der Zunge wird Mundgeruch erfolgreich mit bioemsan therapiert“, so Gerhard Schneider.
Gesundes Zahnfleisch
„Jede Krankheit im Munde bedeutet ein Ungleichgewicht der Mikroorganismen. In Europa leidet jeder zweite Mensch über dreißig Jahren unter Zahnfleischbeschwerden. Wir müssen das Gleichgewicht der Mikroben wieder herstellen und das Mundmilieu in Ordnung halten, damit Zahnfleisch und Zähne gesund bleiben“, erklärt Gerhard Schneider weiter: „In unserer Praxis pinseln wir zum Beispiel Zahnfleisch und entzündete Stellen mit bioemsan Zahncreme ein und erreichen damit oft einen entzündungsfreien Zustand, ohne den Zahn reißen zu müssen. Das Zusammenspiel aller pflanzlichen Wirkstoffe mit Effektiven Mikroorganismen führt meiner Erfahrung nach zu diesem ausgezeichneten Ergebnis. Wichtig dabei ist auch, dass die bioemsan Zahncreme lange im Mund verweilt.“
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WOHLBEFINDEN BIOEMSAN
Fotos: Gerhard Schneider, Multikraft
Langzeiteffekt
Im Gegensatz zu konventionellen Zahncremen, welche nur während der direkten Anwendung ihre Wirkung entfalten, hat die bioemsan Zahncreme einen Langzeiteffekt. Dies belegt auch die wissenschaftliche Studie des Instituts für zellbiologische Testsysteme. Je länger die Creme im Mund-Rachenraum auch ohne Putzmechanik verweilt, desto intensiver ist die Wirkung. In seiner Praxis nutzt Gerhard Schneider diesen Effekt sehr gezielt: „Die Strahlentherapie bei Krebserkrankungen zerstört Zellen und hat somit oft auch eine starke Auswirkung auf das Zahnfleisch und die Zähne. Krebspatienten wird geraten alle risikoreichen Zähne vor der Strahlenbehandlung zu entfernen. Mit Einverständnis der Patienten lege ich Medikamentenschienen über die betroffenen Zähne und beschicke sie mit bioemsan Zahncreme. Sie wird damit an den richtigen Stellen appliziert und verweilt lange im Munde. Alle Patienten, die sich bisher für diesen Weg entschieden, haben noch keinen Zahn verloren und Beschwerden am Zahnfleisch während der Strahlentherapie sind ausgeblieben.“ Der Zahnmediziner Gerhard Schneider wendet die mikrobiologische Therapie mit der EM-Technologie sehr erfolgreich in allen Teilbereichen der Zahnmedizin an: in der Füllungstechnik, Parodontologie, Chirurgie und in der Prophylaxe. „Die Erhaltung und Wiederherstellung einer gesunden Mundflora hat in unserer Praxis einen besonders großen Stellenwert.“ Als gesundes Energiebündel leistet die bioemsan Zahncreme dabei einen herausragenden Beitrag.
bioemsan Zahncreme mit basischem pH-Wert Feinst vermahlenes Calciumcarbonat sorgt für eine gute Reinigungswirkung. Ein Auszug aus Salbei, der Wurzel der Ratanhiapflanze, die Rinde des indischen Neembaumes, Myrrhenharz und Propolis sind für ihre besondere Wirkung bekannt. Wichtig für frischen Geschmack und Wirkung sind reine ätherische Öle und die Pfefferminze.
bioemsan Zahncreme homöopathieverträglich mit basischem pH-Wert. Eine sorgfältig ausgewählte Mischung ätherischer Öle und natürliches Blattgrün dienen als Ersatz für die Pfefferminze, um die Homöopathieverträglichkeit zu gewährleisten.
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TIPPS & TRICKS
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TIPPS & TRICKS
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150 g Quinoa 200 ml Wasser oder Gemüsebrühe 1 TL Backpulver 2 EL Olivenöl 1 EL italienische Kräuter Salz, Pfeffer Den Quinoa mit Wasser oder der Brühe zum Kochen bringen, dann auf niedriger Stufe weiter köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Den überkühlten Quinoa in einen Mixer geben, mit 1 EL Backpulver und je nach Konsistenz des Teiges mit etwas Mehl (Kichererbsenmehl) mixen (oder pürieren, wenn man die Masse feiner möchte) bis eine feste Masse entsteht. 2 EL Olivenöl, italienische Kräuter, Salz und Pfeffer dazugeben. Ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech vorbereiten und darauf den Quinoa-Pizzateig verteilen. Den Quinoa-Teig mit angefeuchteten Händen gleichmäßig in die Form drücken und glattstreichen. Im vorgeheizten Ofen (200° C Ober-/Unterhitze) für ca. 10–15 Minuten vorbacken. Die Pizza aus dem Ofen nehmen, mit Tomatensauce bestreichen und mit fein geschnittenen Mozzarellawürfeln belegen. In den Ofen schieben und nochmals 10 Minuten weiterbacken. Das Wunderbare an diesem Rezept ist die vielseitige Belagsvariation. Man kann eigentlich jeden Geschmack treffen! Auch Kinder lieben dieses Rezept, denn sie können selber bestimmen, was heute auf ihre Pizza kommt. Bunte Kirschtomaten, Kalamata-Oliven, Prosciutto, Salami, Basilikum, Rucola usw.
Guten Appetit! 33
TIPPS & TRICKS
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INFOS & TERMINE
Infos & Termine EM-Café
Jeden 1. Freitag im Monat von 14:30 bis 16:30 Uhr im Stumpflhof (Sulzbach 17, 4632 Pichl bei Wels). Hier bietet Mag. Dr. Erika Rokita (Biologin, Jin-Shin-Jyutsu-Praktikerin, Kräuter- und Multikraft Fachberaterin) Austausch zu verschiedenen Schwerpunktthemen und Beratung für Einsteiger und Praktiker. (Anmeldung erforderlich auf www.multikraft.com, begrenzte Teilnehmerzahl)
Die nächsten Termine sind: Freitag, 6. Juli 2018 „Effektive Mikroorganismen im Alltag mit Mag. Robert Rotter“ Freitag, 7. September 2018 „Es herbstelt im Gemüsebeet“
Freitag, 5. Oktober 2018 „Erntezeit mit EM“ Freitag, 2. November 2018 „Natürlich schön mit bioemsan Biokosmetik“
Events
Fr., 31. Aug. – Di., 4. Sept. 2018
Für Anwender, Einsteiger & Interessierte zum Erfahrungsaustausch
WIEN Günter A. Gsöls Jeden 1. Dienstag im Monat, Beginn: 18:00 Uhr Das Schutzhaus, Gartenfreunde Ottakring, Steinlegasse 15 (Navi-Adresse: Flötzersteig 6), 1160 Wien, +43 664 320 65 77 Jeden 3. Donnerstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr Heuriger „Alter Bach-Hengl“, Sandgasse 7–9, 1190 Wien TRIBUSWINKEL Hildegard Baader Jeden letzten Dienstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr Mühlbachwirt, Kirchenplatz 8, 2512 Tribuswinkel +43 2252 497 48, +43 676 722 77 76 SOLLENAU Anita Schärf
Jeden 1. Mittwoch im Monat, Beginn: 18:00 Uhr „Bei mir daheim“, Feldgasse 1, 2601 Sollenau a.schaerf@aon.at, +43 664 516 55 75
EGGERSDORF | GRAZ Gartenparadies Peter Painer
Jeden Monat Gartenworkshops rund um die Pflege und Arbeit mit EM Informationen zu den Terminen und Programmen unter www.painer.com, Badstraße 48, 8063 Eggersdorf, +43 3117 24 42
ROHR | KREMSTAL Gärtnerei Schützenhofer
Erfahren Sie Neues über EM oder tauschen Sie Ihre Erfahrungen mit uns aus. Informationen zu Veranstaltungen rund um Effektive Mikroorganismen – Stammtische, Vorträge, Messen und vieles mehr – finden Sie auf www.multikraft.com Besuchen Sie uns auch bei folgenden Veranstaltungen:
Karpfhamer Fest & Rottalschau
EM-Stammtische
Jeden 3. Dienstag im Monat Kräuterstammtisch, Beginn: 19:00 Uhr, Linzerstraße 32, 4532 Rohr/Kremstal +43 7258 21 24
STRASSWALCHEN Johannes Lenzenweger
Do., 6. – So., 9. September 2018
Jeden 1. Donnerstag im Monat (von April bis Oktober), Beginn: 19:30 Uhr, 4. Oktober 2018: Vortrag mit Mag. Dr. Erika Rokita: Herbstzeit mit EM – Praktische Tipps und Anregungen zum Einlagern & Fermentieren, Beginn: 19:30 Uhr, Anmeldung erforderlich! Lenzenweger, Voglhub 8, 5204 Straßwalchen, em.lenzenweger@gmx.at, +43 664 2825 895
Bio Messe Wieselburg
ROTH Silvia Smetana
Herbstmesse Wels
So., 18. – Mo., 19. November 2018
Jeden letzten Freitag im Monat, Beginn: 18:00 Uhr Haus der Schönheit, Hauptstraße 43, 91154 Roth evs.smetana@gmail.com, +49 9179 964 68 64
SCHOPFHEIM Silke Schaubhut
Jeden Monat ist ein Stammtisch vorgesehen, Termin bitte immer auf Anfrage! Patches4life, Belchenstraße 7, 79650 Schopfheim beratung@silke-schaubhut.de, +49 7622 673 98 14
Fotos: Multikraft, Shutterstock
FINSTERWALDE Thomas Kühne
multikosmos Ausgabe 30 Unser nächstes Thema:
Vertrauen
Jeden 3. Donnerstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr An der Schraube 20, 03238 Finsterwalde, anfrage@naturgarten-planer.de, +49 3531 70 50 25 oder +49 3531 433 92 66
KÄMPFELBACH Sigrid Bellitto
Jeden letzten Mittwoch im Monat, Beginn: 19:30 Uhr Friedenstr. 44, 75236 Kämpfelbach, +49 7232 40 93 61 sigrid-bellitto@online.de, www.bellitto.de
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Effektive Mikroorganismen in der Pflanzenwelt Von Natur aus effektiv.
Biologische Pflanzenhilfsmittel fördern die Abwehrkräfte der Pflanzen. Schachtelhalm Extrakt und Brennnessel Extrakt mit Effektiven Mikroorganismen, dienen der Pflanzenstärkung und unterstützen auf natürliche Weise die pflanzeneigenen Abwehrkräfte. Durch die regelmäßige Anwendung von Schachtelhalm Extrakt entwickeln die Pflanzen robuste Blätter mit intensiver Ausfärbung. Deshalb sind die Pflanzen weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Brennnessel Extrakt hat sich besonders bewährt in der Vorbeugung gegen Läuse & Spinnmilben. Zur Vorbeugung die Sprühlösungen vom Frühling bis in den Herbst alle zwei bis drei Wochen auf die Pflanzen sprühen. Bei feuchter Witterung oder starkem Insektendruck, werden kürzere Sprühintervalle empfohlen.
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