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MEER & YACHTEN 2-26 / April

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Magazin für die schönsten Seiten des Yachting und das Leben am Wasser

Neue 38m Voyager by Marco Casali

IM RHYTHMUS DER NATUR

Mit COMO Journey in die Arktis

Tidal

Das Blue Hole von Dweijra auf Gozo

the hole wide world is just a doorstep away

Airstream Caravans sind dein Zuhause – überall in der Welt. Sie faszinieren all jene, die von Abenteuerlust getrieben und dem Reiz des selbstbestimmten Reisens erlegen sind. Du kannst kaum erwarten, was die Welt hinter der nächsten Kurve für dich bereit hält?

Finde es heraus!

airstream-germany.de

NICHT NUR FÜR WRACKTAUCHER

Timekeeper Diver von M&Y Design

Wer das 52 Meter lange Kudhimaa-Wrack, etwa 50 Minuten vom LUX Maldives entfernt, auf bis zu 30 Metern Wassertiefe erkunden will, ist auf eine zuverlässige Taucheruhr angewiesen. Die anlässlich des 35. Jubiläums von MEER & YACHTEN im Jahr 2025 exklusiv bei uns erhältliche Timekeeper Diver Date Automatic 35th Anniversary besitzt ein robustes 44 mm Edelstahlgehäuse (Gehäusedicke 14 mm), ein kratzfestes Saphirglas und eine einseitig drehbare Keramiklünette, unverzichtbar bei professionellen Taucheruhren. Die auf 100 Exemplare limitierte Uhr ist wasserdicht bis 50 atm (500 m / 1.640 ft.). Weitere Highlights dieses schicken und überaus praktischen Alltags-Begleiters ist eine verschraubte Krone sowie ein Helium-Ablassventil (Sicherheitsventil, das beim Sättigungstauchen und während der Dekompressionsphase Helium-Moleküle entweichen lässt). Das schwarze Ziffernblatt sowie der durch den Glasboden sichtbare Rotor tragen dezent das M&Y Design-Timekeeper-Logo.

Mechanisches Swiss Made Automatikwerk, 2 Jahre Garantie, Preis 1.450 € inklusive Versand innerhalb D (Versandkosten AT, CH und EU auf Anfrage). MEER & YACHTEN-Abonnenten sparen 100 € (1.350 €). Die Timekeeper Diver kommt wahlweise mit schwarzem Kautschukband oder Metall-Gliederarmband, Aufbewahrungsbox und Zertifikat. Weitere Infos: meerundyachten.de/timekeeper. Bestellung exklusiv über unseren MEER & YACHTEN-Shop: meerundyachten.de/shop

auf dem Wasser Luxus 3Jahre5

Leserinnen Leser, Liebe

Die europäische Yachting-Industrie hat es aktuell nicht leicht. Vor allem der Krieg in der Ukraine, die Spannungen im Nahen Osten und die Energiekrise treffen die Unternehmen, wenn auch zumeist indirekt. Vor allem höhere Kosten für Bau, Betrieb und Transport, unsichere Lieferketten, Veränderungen bei Nachfrage und Kaufverhalten und steigende Versicherungs- und Sicherheitskosten sind es, die ihnen das Leben zurzeit schwer machen. Die Luxusbranche zeigt sich dabei relativ krisenresistent; vermögende Kunden kaufen weiter große Yachten, teilweise sogar verstärkt, weil Sachwerte in Krisenzeiten attraktiver erscheinen. Im mittleren Segment – Segelyachten, kleinere Motoryachten und Motorboote – wird jedoch vorsichtiger gekauft. Inflation, hohe Zinsen und unsichere Wirtschaftsaussichten bremsen viele Käufer in Deutschland und Europa zusätzlich. Branchenvertreter sprechen seit 2024 von Unsicherheit als dominierendem Faktor. Viele Kunden verschieben daher ihre geplanten Neukäufe oder größere Umbauten. Stattdessen gewinnen in diesem Segment der Gebrauchtbootmarkt, Refit und Modernisierung und vor allem der Charterbereich an Bedeutung. Das bestätigt auch Peter Hürzeler, CEO von Ocean Independence, im MEER & YACHTEN-Gespräch: „Aktuell, wenn wir den Zeitraum 2024/25 anschauen, sehen wir – aus unserer Warte – eine klare Bewegung hin zum Charter“. Wenn er darüber nachdenke – auf Basis der Erfahrung, die er damit gemacht habe – sei das „nicht so sehr erstaunlich“, denn: „Wir leben in einer Zeit, die wirtschaftlich und geopolitisch eher unsicher ist, um es mal vorsichtig auszudrücken“. Da stelle man schon mal mögliche Kaufinteressen zurück, und man frage sich: Warum nicht mal chartern? Nebenbei übernahm das angesehene Schweizer Brokerage-Haus aktuell die Rolle des Central Agents für die DACH-Region für die neue Sirena Superyachts 42M (Beitrag ab Seite 70).

Die MEER & YACHTEN–Crew wünscht eine gute Saison – nächster Messe-Stop ist für uns der Salone Nautico Venezia Ende Mai, vielleicht sehen wir uns ja im Arsenale.

BECAUSE YOU CARE FOR THE OCEAN

Aktiver meeresschutz weltweit

Mit einer eigenen Flotte gehen wir gegen illegale Aktivitäten auf See vor und schreiten beherzt ein, wenn Meerestiere in Not sind.

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CAPRI STEHT FÜR DOLCE VITA

Die neue Riva 58 ′ Capri überzeugt mit einem sportlichen Herzen und gehobener Ausstattung. Sie ist gleichzeitig das erste Modell einer neuen Generation von „Open Yachts“. M&Y ging in Cannes an Bord.

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STARKES DOPPEL: GREENLINE 42 & GX 38

Mehr Solarenergie, mehr Geschwindigkeit und mehr Auswahl verspricht die neue Greenline 42, die auf der diesjährigen boot in Düsseldorf Premiere feierte. Da ging das kleine Bootsmodell der neuen Voyager 38 von GX Superyachts direkt hinter dem neuen Kat fast ein wenig unter.

42 DAS GEFÜHL, WENN DER WIND

ÜBERNIMMT: AQUILA SETZTE SEGEL

Mit der Premiere der Aquila 50 Sail auf der Miami Boat Show betritt Aquila Catamarans erstmals die Welt der Segelkatamarane. Für Viele ist dieser Schritt eine logische Entwicklung, denn das Führungsteam hat seine Wurzeln im Segelsport.

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TAUCHEN? MALTA!

Nach „beste Stadt Europas und weltweit“ hat der maltesische Inselstaat eine weitere bedeutende internationale Auszeichnung erhalten, diesmal für sein herausragendes Tauchangebot. M&Y besuchte das Blue Hole auf Gozo, einen der spektakulärsten Dive-Spots im Mittelmeer.

34 IM RYTHMUS DER NATUR: MIT COMO JOURNEY IN DIE ARKTIS

Zwei exklusive Kreuzfahrten auf der M/S POLARFRONT verbinden die Entdeckung der Arktis mit dem einzigartigen Konzept COMO Shambhala - Foto-Reportage. Und: Le Beauvallon kehrt als COMO zu seinen Hotel-Wurzeln an der französischen Riviera zurück.

Capri eine völlig neue

einläuten.

LÜRSSEN ÜBERGIBT DIE

78 M LANGE ODISEA

Mitte März 2026 verließ die 78,20 Meter lange ODISEA Deutschland, um ihre Jungfernfahrt anzutreten. Diese unter dem Projektnamen

ACE 21 gebaute Lürssen-Yacht soll „außergewöhnliche LifestyleAusstattungsmerkmale mit echter Allround-Tauglichkeit“ verbinden.

Seit der Jahrtausendwende hat Lürssen nach eigenen Angaben mehr als 20 Yachten unter 80 Metern ausgeliefert – etwa ein Drittel aller in diesem Zeitraum gebauten Lürssen-Yachten. Dies ist jedoch das erste Mal, dass die deutsche Werft sowohl beim Außen- als auch beim Innendesign mit dem britischen Studio RWD zusammengearbeitet hat.

Die Silhouette der ODISEA strahlt ruhige Stärke aus, mit einem vertikalen Bug und entschlossenen Linien, die

Klarheit und Raffinesse in Einklang bringen. Großzügige Verglasungen lassen traditionelle architektonische Grenzen verschwinden, durchfluten den Innenraum mit natürlichem Licht und erweitern den Blick ununterbrochen bis zum Horizont.

Die Innenräume sind hell, einladend und perfekt auf ein Zuhause auf See abgestimmt. Natürliche Farbtöne, weiches Holz und heller Marmor prägen eine zurückhaltende und dennoch warme Farbpalette. Organische Texturen

Wie bei allen modernen Lürssen-Yachten serienmäßig, wurde die ODISEA mit einem kompakten Abgassystem mit patentiertem SCR-System ausgestattet, um die NOxEmissionen deutlich zu reduzieren.

und subtile Übergänge ersetzen Verzierungen, während ausgewählte Kunstwerke und vielschichtige Oberflächen Tiefe und Lebendigkeit verleihen – ein direkter Ausdruck der Philosophie von RWD.

Wie bei allen modernen Lürssen-Yachten serienmäßig, wurde die ODISEA mit einem kompakten Abgassystem mit patentiertem SCR-System ausgestattet, um die NOx-Emissionen deutlich zu reduzieren. Zu den Annehmlichkeiten der Yacht gehören u.a. ein Sportplatz auf dem Vordeck, der für Basketball, Pickleball, Yoga oder Pilates genutzt werden kann, sowie ein Sonnendeck, das sich mühelos von einem Rückzugsort unter freiem Himmel in eine geschlossene Skylounge verwandeln lässt.

Weitere Infos: lurssen.com

Zu den Annehmlichkeiten der Yacht gehören u.a. ein Sportplatz auf dem Vordeck, sowie ein Sonnendeck, das sich mühelos von einem Rückzugsort unter freiem Himmel in eine geschlossene Skylounge verwandeln lässt.

Fotos: Ruben Griffioen

D SD90 Sanlorenzo mit europäischer Präsenz

Auf der weltweit renommiertesten Indoor-Bootsmesse boot in Düsseldorf begrüßte Sanlorenzo internationale Eigner und die europäische Bootsgemeinschaft. Stolz präsentierte das Unternehmen die SD90 – ein Modell aus seiner Halbgleiter-Reihe und nach eigenen Angaben „Maßstab für intelligentes Cruisen unter 28 Metern“.

ie Düsseldorfer Messe boot markierte den ersten großen Auftritt des Yachtbauers im Jahr 2026 und soll damit nach Werftangaben „Europas zentrale Rolle auf dem globalen Yachtmarkt“ unterstreichen; die „Kern-Zielgruppe der Sanlorenzo-Kenner“. „In diesem Jahr präsentieren wir die SD90, eines unserer Modelle, das die Grundprinzipien unseres Unternehmens verkörpert: das ständige Streben nach Innovation, raffiniertes und elegantes Design sowie Respekt vor der Umwelt“, sagte Massimo Perotti, Vorstandsvorsitzender von Sanlorenzo.

Die SD90 ist ein wichtiger Schritt auf Sanlorenzos Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Yachting. Als kompakteres Einstiegsmodell in die überarbeitete SDLinie markiert diese Halbgleiter-Yacht das dritte Kapitel einer Geschichte, die mit der SD96 und der SD118 begann.

Mit einer Rumpflänge von unter 24 Metern und einer Gesamtlänge von knapp 28 Metern verkörpere die SD90 nach eigenen Angaben einen „konsequenten Fokus auf Effizienz – Raumkonzept, Antrieb, Isolierung und Materialwahl wurden neu gedacht, um den Verbrauch zu senken und den Komfort zu steigern“.

Die von Zuccon International Project entworfenen Außenlinien gliedern die Yacht auf zweieinhalb Decks mit offener Flybridge, Unterdeck und Hauptdeck. Das Layout soll „maximale Wohnlichkeit“ bieten sowie „innovative Lösungen für ein völlig neues Raumgefühl im Vergleich zu anderen Yachten derselben Klasse“. Fortschrittliche Wärme- und Schalldämmung trage zusätzlich zu höherer Effizienz bei und soll so für „Komfort bei minimaler Umweltbelastung“ sorgen.

Info: sanlorenzoyacht.com

PB85 Vorstoß in den Markt für größere Yachten

Palm Beach Motor Yachts wurde 1995 von Mark Richards gegründet und hat seinen Hauptsitz sowie die Hauptproduktionsstätte in Berkeley Vale, NSW, Australien. Das Unternehmen ist auf moderne, klassische Motoryachten spezialisiert, mit weiteren Standorten in den USA (z.B. Stuart, Florida) und Australien. Die Werft, bekannt für ihre handgefertigten Yachten im Retro-Stil, ist Teil der Grand Banks Yachts Gruppe.

Das Konzept unkomplizierter Wohnräume und ein fließender Übergang zwischen Innen- und Außenbereich soll einen modernen Cruiser-Stil widerspiegeln.

Mit der Palm Beach 85 stellt die Werft nach eigenen Aussagen nun ihr neues Flaggschiff vor, das sie als einen „Meilenstein in der Geschichte von Palm Beach Motor Yachts“ bezeichnet. War die Marke bisher vor allem für Motoryachten zwischen 32 und 70 Fuß bekannt, erweitert die PB85 die Designphilosophie von Palm Beach nun in eine neue Kategorie.

Das Konzept unkomplizierter Wohnräume, individuell anpassbarer Raumaufteilungen und ein fließender Über-

War die Marke bisher vor allem für Motoryachten zwischen 32 und 70 Fuß bekannt, erweitert die PB85 die Designphilosophie von Palm Beach nun in eine neue Kategorie – mit spürbar mehr Platz an Bord.

digkeiten, hohe Reichweiteneffizienz und bemerkenswerten Fahrkomfort“ bieten können soll.

gang zwischen Innen- und Außenbereich soll einen modernen Cruiser-Stil widerspiegeln. Dank fortschrittlicher Verbundwerkstofftechnik bietet die PB85 die für die Marke typische Leistung und Treibstoffeffizienz. Die patentierte V-Warp-Technologie solle dafür sorgen, dass die PB85 selbst „in dieser Größe außergewöhnliche Geschwin-

Bei der V-Warp-Technologie handelt es sich um ein Konstruktionsverfahren, das Hochgeschwindigkeits-Rumpfformen, leichte Materialien (Carbon/EGlas) und präzise Harzinfusion miteinander verbindet. Entwickelt von Mark Richards, zielt es auf Treibstoffeffizienz, hohe Reisegeschwindigkeiten und Stabilität ab. Detaillierte Vorstellung in einer der kommenden Ausgaben von MEER & YACHTEN.

Info: grandbanks.com

Viel Platz an- und unter Deck; die Mastercabin befindet sich mittschiffs, vorn gibt es eine VIP-Kabine.

FROM TRUSTING YOUR TEAM TO TIMING YOUR TACKS

DER YACHT-ANWALT – DIE BEST-OF-EDITION

Prof. Dr. Christoph Ph. Schließmann, Fachanwalt für internationales Wirtschaftsrecht in Frankfurt am Main und seit vielen Jahren selbst Skipper von Motoryachten im Mittelmeer, gilt als einer der führenden Yachtrechts-Anwälte. Seit 2018 schreibt Schließmann exklusiv für MEER & YACHTEN die Rechts-Kolumne „Yachtrecht International“. Aus diesen Beiträgen entstanden nun zwei Bücher mit einer qualifizierten Auswahl an aktualisierten und neu bearbeiteten Artikeln zum Thema.

Kauf, Bau & Refit Taschenbuch

Dieses Buch ist ein Best-of-Kompendium aus publizierten Beiträgen zum internationalen Yachtkauf, Neubau und Refit. Es richtet sich an Eigner und Yachtmanager, die Entscheidungen strukturieren, Risiken früh erkennen und Projekte kontrolliert führen wollen.

Die Yachtwelt ist keine Standardmaterie. Drei Achsen kippen die meisten Fälle: privat oder kommerziell, bis 24 Meter oder

Betrieb & Charter Taschenbuch

Betrieb und Charter sind die Königsdisziplinen im Superyachting: Hier treffen Zoll- und Umsatzsteuerstatus, Vertragsmuster, Crew-Themen und Hafenstaat-Praxis im Tagesgeschäft aufeinander – unter Zeitdruck, mit Gästen an Bord und mit unmittelbaren finanziellen Folgen.

Dieser Band ist ein Praxisbuch für Eigner und Yachtmanager. Er zeigt, wie man einen Charterbetrieb als System führt: mit klaren Rollen, sauberen Abläufen, belastbarer Dokumentation und einer Führung, die Crew als entscheidenden Erfolgsfaktor versteht.

Sie erfahren, warum Temporary Admission kein „Etikett“, sondern ein Verfahren ist, warum Umsatzsteuer im Mittelmeer vor allem eine Beweisfrage ist und warum Streitpräven-

darüber, Civil Law oder Common Law. Wer diese Achsen sauber einordnet kann die Komplexität der Materie erfolgreich bewältigen. Wer sie ignoriert, unterschreibt häufig unbemerkt die Risikologik der Gegenseite.

Das Buch liefert Systemmechanik und Referenzwissen zu Recht, Steuern, Wirtschaft, zu Standards und unabdingbaren Individuallösungen rund um große Yachten – bewusst ohne Einzelfalloptimierung. Preis: 34,90 Euro (Amazon).

tion nicht im Gerichtssaal beginnt, sondern beim Übergabeprotokoll, im Bordbuch und in der Kommunikationskette.

Hier kollidieren Statusfragen (VAT/Zoll/Temporary Admission), Vertragsmuster, Crewpflichten und Compliance nicht auf dem Papier, sondern live – unter Zeitdruck, in Häfen, mit Gästen, Agenten, Dienstleistern und Behörden.

Band II bündelt die wichtigsten aktuellen Entwicklungen und ordnet sie entscheidungsorientiert: Governance statt Improvisation – damit Ihr Betrieb ruhig läuft, Ihre Charterleistung stabil bleibt und Ihr Vermögenswert geschützt ist.

Dieser Band ist kein Steuerratgeber und kein Vertragslehrbuch. Er ist ein Praxisbuch. Er übersetzt komplexe Sachverhalte und Regeln in Betriebslogik: Operating Model, Charter-Workflow, Streitprävention, VAT/Zoll/TA als Betriebssystem, Country Profiles, Crew- Compliance sowie Data/Cyber als Ops-Legal. Preis: 29,50 Euro (Amazon).

Band I:
Band II:

MALTA

SEGELN ZWISCHEN GESCHICHTE & NATUR

TÜRKISBLAUES WASSER, HISTORISCHE HÄFEN UND MEHR ALS 300 SONNEN TAGE IM JAHR: DIE MALTESISCHE INSELGRUPPE VERBINDET NAUTISCHEN KOMFORT MIT KULTURELLEM REICHTUM, ERSTKLASSIGER KULINARIK UND EINEM UNVERGLEICHLICHEN MEDITERRANEN LEBENSGEFÜHL – ALLES AUF KURZEN WEGEN, PERFEKT FÜR EINEN LUXURIÖSEN AUFENTHALT.

Beim Landgang entfaltet sich die barocke Pracht der UNESCO-Welterbestadt Valletta. Goldener Kalkstein, historische Paläste, ruhige Innenhöfe und die prachtvolle St. John’s Co-Cathedral erzählen von einer reichen Vergangenheit. Ein Spaziergang durch die Upper Barrakka Gardens belohnt mit einem atemberaubenden Panoramablick auf den „Grand Harbour“ – einen der schönsten Naturhäfen Europas.

Auch kulinarisch präsentiert sich Malta auf Sterneniveau. Gleich sieben Restaurants mit einem Michelin-Stern, fünf Restaurants mit einem Bib Gourmand sowie 31 weitere ausgewählte Adressen machen die Insel zu einem erstklassigen

Rolex Middle Sea Race: ein Event der Extraklasse | Natur in schönstem Blau: die Blue Lagoon, Comino | Die barocke Kuppel der Karmeliterkirche und der Turm der St. Paul’s Anglican Cathedral prägen das historische Stadtbild von Valletta

Genussziel für Feinschmecker. Wer nach dem Essen noch Lust auf stilvolles Flanieren hat, findet in den Einkaufsstraßen von Valletta und den Boutiquen in Sliema alles von internationalem Design bis zu lokalem Kunsthandwerk.

Ein weiterer Höhepunkt ist das renommierte Rolex Middle Sea Race, das zu den großen Klassikern des internationalen Regattakalenders zählt. Die 606 Seemeilen lange Strecke, gespickt mit nautischen Herausforderungen und spektakulären Panoramen, beginnt und endet im glanzvollen Hafen von Valletta – ein maritimes Spektakel, das Segelbegeisterte aus aller Welt in seinen Bann zieht.

NEUE E-YOT

VOM BALATON mit

2 x 40 kW

Außenbordern

Text: Matt. Müncheberg, Fotos: Catana, Power & Sail

Es ist noch nicht lange her, da lud die Catana Group zu einem Besuch ihrer neuen YOT-Motorkatamaran-Werft in Aveiro in Portugal ein. MEER & YACHTEN ging an Bord der neuen, mit 2 x 400 PS Mercury Verado befeuerten YOT 36 – der Test ist nachzulesen in Ausgabe 1-26. Nur ein paar Monate später machte die Catana Group – bekannt vor allem durch ihre Kat-Marke Bali –den nächsten logischen Schritt hin zu nachhaltigerem Bootfahren in Mitteleuropa und stellte eine vollelektrische Version der YOT 36 vor.

Angetrieben von zwei 40 kW-Motoren soll die YOT 36 Electric eine Höchstgeschwindigkeit von 17 km/h (9 kn) erreichen können. Bei 7 km/h (3,8 kn) Reisegeschwindigkeit sollen nach Herstellerangaben rund 140 km (75 sm) Reichweite drin sein.

Die Catana Group, bisher vor allem bekannt durch ihre Katamaranmarke Bali, stellte jüngst eine vollelektrische Version ihres Powerkats YOT 36 vor, die in Zusammenarbeit mit dem ungarischen Händler Power & Sail entwickelt wurde. Hintergrund: das Unternehmen Power & Sail ist am Balaton, dem größten See Mitteleuropas, ansässig – dort sind jedoch seit 1982 ausschließlich E-Motorboote und -yachten zugelassen, um die Wasserqualität des flachen Sees zu schützen, Lärm zu vermeiden und den Natur- und Erholungscharakters des Gewässers zu bewahren.

So machte der ungarische YOT-Händler aus der Not eine Tugend: dank seiner umfassenden Expertise in der Umrüstung von Schiffen auf Elektroantrieb entwickelte Power & Sail in enger Zusammenarbeit mit Catana einen YOT-Katamaran, der optimal auf diese Bedingungen zugeschnitten ist. Catana unterstützte das Projekt mit eigenen Ressourcen und gewährleistete so die nahtlose Integration modernster elektrischer Systeme, während Power & Sail Hungary die physische Installation und die Zertifizierung übernahm.

Gemeinsam wählten die Partner die Motoren der X-Serie von ePropulsion für den Antrieb der ersten YOT 36 Electric und schufen damit eine zuverlässige, effiziente und umweltfreundliche Lösung. Angetrieben von zwei 40 kW-Motoren soll die YOT 36 Electric eine Höchstgeschwindigkeit von 17 km/h (9 kn) erreichen können. Bei einer komfortablen Reisegeschwindigkeit von 9,5 km/h (5 kn) soll eine Reichweite von über 80 km (43 sm) möglich sein, und bei 7 km/h (3,8 kn) soll sich diese sogar auf rund 140 km (75 sm) steigern lassen können.

„Kundenfeedback und lokales Knowhow treiben unsere Innovationen voran“, sagte Boris Compagnon, Vertriebsund Marketingdirektor der Catana Group, die ihren Sitz in Canet-en-Roussillon in Südfrankreich hat und aktuell über fünf Produktionsstätten verfügt: drei in Frankreich, eine in Tunesien und eine in Portugal, dazu kommen eine Servicebasis und eine industrielle Tischlerei. Die YOT 36 Electric beweise, was möglich sei, „wenn wir zuhören, uns anpassen und mit Spezialisten wie Power & Sail zusammenarbeiten.“

Gemeinsam wählten die Partner die Motoren der X-Serie von ePropulsion für den Antrieb der ersten YOT 36 Electric und schufen damit eine zuverlässige, effiziente und umweltfreundliche Lösung.

Weitere Infos: yot-power-catamarans.com, powerandsail.hu

CAPRI STEHT FÜR DOLCE VITA

DIE NEUE RIVA 58′ CAPRI ÜBERZEUGT MIT EINEM SPORTLICHEN HERZEN UND GLAMOURÖSER AUSSTATTUNG.

SIE IST GLEICHZEITIG DAS ERSTE MODELL EINER NEUEN GENERATION VON „OPEN YACHTS“, DIE GENAU DIESE SPORTLICHKEIT MIT EINER ZEITLOSEN ELEGANZ VEREINEN SOLLEN. MEER & YACHTEN GING IN CANNES AN BORD.

DAS BEIBOOT FÜR EINE VILLA AM MEER

Text: Matt. Müncheberg, Fotos: Riva / Ferretti

Capri

– welch passender Name für den neuesten Wurf aus der Riva-Werft in Sarnico, steht doch die namensgebende italienische Insel im Golf von Neapel für all die schönen Dinge, die das Leben so angenehm machen: den italienischen Sommer, die Sonne, das Meer, und eine gewisse Leichtigkeit des Seins, die man auch kurz mit dem typisch mediterranen Lebensgefühl, der Dolce Vita, umschreiben kann.

Zwar wird das Wort Capri etymologisch entweder mit Ziegen (aus dem Lateinischen „capreae“) oder mit Wildschwein/ Eber aus dem Altgriechischen „kápros“ übersetzt, doch längst wird das Wort als Assoziationswort für das verstanden, wofür die hübsche Insel in der Popkultur und im Tourismus steht: für ein Urlaubsgefühl „to go“, für eine mediterrane Eleganz, die italienisch, kultiviert und chic daherkommt, für ein Jetset-Image und für einen zeitlosen Stil, die in puncto Design bewusst mit der Ikonik der 50er und 60er Jahre spielt.

Viele Produkte und Marken tragen deshalb „Capri“ im Namen; neben dem bekannten Fruchtsaftgetränk im Beutel und den Capri pants nutzte etwa Autobauer Ford den Namen für sein hübsches klassisches Coupé – und neuerdings auch für den vollelektrischen Capri (Vorstellung in diesem Heft, Rubrik MEER & STRASSE); es gibt einen Duft, der diesen Namen trägt, eine Zigarettenmarke, und sogar Unternehmen nutzen die „Capri“-Assoziationen für ihren Firmennamen.

Und – seit September des letzten Jahres nutzt nun auch Riva das so überaus positiv aufgeladene Wort für seinen neuesten

Wurf, die Riva 58′ Capri; im Markenkontext soll das – analog zur Bildwelt rund um den Namen „Capri“ – auch hier vor allem für italienischen Lifestyle und Glamour, für Prestige und Exklusivität stehen.

Das scheint passend, denn als Weiterentwicklung der 56′ Rivale, einer der bekanntesten offenen Motoryachten der Werft, und inspiriert vom großen Erfolg des Designs der 68′ Diable, soll das neue Modell eine völlig neue Generation von Sport yachten einläuten. Es richte sich an „Eigner, die die Kraft einer reinen, offenen Yacht mit dem Komfort einer größeren Yacht verbinden wollen“, heißt es aus der Werft.

Das ist kein leeres Versprechen: als wir die 17,27 m lange und maximal 4,74 m breite Beauty betreten, fällt sofort auf, dass die Innenausstattung nicht nur funktional und perfekt abgestimmt ist, sondern dass unter Deck überraschenderweise viel mehr Platz zur Verfügung steht, als man auf den ersten Blick von außen vermuten würde.

Neue Materialien und Farben sowie die Wahlmöglichkeit zwischen hellen, matten und dunklen, polierten Hölzern stehen zur Verfügung. Das charakteristische Holz der ersten Einheit ist hochglänzendes Chocolate-Wengè, das sich mit Spiegelflächen und Edelstahldetails abwechselt, und so dieses besondere Raumgefühl noch verstärkt.

Das Sunbed vorn eignet sich perfekt, um einen sonnigen Tag in einer ruhigen Ankerbucht zu verbringen.

Der Hauptbereich bildet eine elegante Lounge-Essecke mit einem komfortablen L-förmigen Sofa an der Steuerbord-Reling, ergänzt durch einen L-förmigen Hocker und einen Couchtisch mit aschfarbenen Lederdetails. Gegenüber, an Backbord, bietet der großzügige Stauraum mit verspiegelten Rauchglas-Flächen Platz für den Fernseher. Die weiter vorn liegende Pantry verfügt über eine Arbeitsfläche aus Corian. Das praktische und diskrete Gäste-WC befindet sich ebenfalls am Eingang zu diesem Bereich.

Der Schlafbereich besteht aus drei Kabinen, die das gleiche Farb- und Materialspiel wie der Salon aufgreifen. Die achtern gelegene Eignerkabine besitzt eine intime, elegante Atmosphäre, in der jedes Detail sorgfältig gestaltet wurde, um den verfügbaren Raum optimal zu nutzen. Das Bett ist quer angeordnet und wird von zwei seitlichen Kleiderschränken eingerahmt.

Das Badezimmer mit weißer Corian-Arbeitsplatte und -Waschbecken wirkt durch die Schiebetür aus Rauchglas heller und luftiger. Die geräumige, lichtdurchflutete VIP-Kabine im Bug verfügt über ein eigenes Bad.

Das Hauptbadezimmer ist mit einer Dusche ausgestattet, während die dritte Kabine in der Standardausführung für das einzige Crewmitglied vorgesehen ist und über ein eigenes Bad

DER RUMPF IST IN SHARK GREY LACKIERTMIT DETAILS IN BRIGHT BLACK.

In unserem Testboot trieben zwei MAN V8-1200-Motoren mit jeweils 1.200 PS das Boot auf 37 kn (68,5 km/h) an.

Das Cockpit empfängt die Gäste in einem großzügigen, vom Verdeck geschützten Raum. Backbord befinden sich ein L-förmiges Sofa mit einem ausziehbaren Tisch, an Steuerbord gibt es eine Bar mit Spüle, Eiswürfelbereiter und (optionalem) Kühlschrank.

sowie direkten Zugang zum Cockpit verfügt, was Privatsphäre und Funktionalität gewährleistet. Auf Wunsch kann diese Kabine in eine Gästekabine mit zwei Etagenbetten und direktem Zugang vom Flur auf dem Unterdeck umgewandelt werden.

Außen zieht die neue Riva 58′ Capri die Blicke durch ihre zeitlos-klassische und dennoch modern-elegant daherkommende Silhouette auf sich. Diese wird durch das markante, feststehende Verdeck definiert, das sich harmonisch in die schlanken, skulpturalen Linien des Rumpfes einfügt und so ein modernes Flair vermittelt. Gleichzeitig verleiht es der Yacht einen Hauch von Glamour und unterstreicht ihre Persönlichkeit.

Wie alle Riva-Kreationen der letzten 30 Jahre wurde auch das neue Boot von Mauro Micheli und Sergio Beretta, den Gründern von Officina Italiana Design, in Zusammenarbeit mit

dem Strategic Product Committee unter der Leitung von Piero Ferrari und der Entwicklungsabteilung der Ferretti Group entworfen.

Der in Shark Grey mit Details in Bright Black lackierte Rumpf verfügt über einen fast bis zum Bug reichenden Glasstreifen, der die Fenster und Bullaugen verdeckt und dem Boot Dynamik und eine starke Persönlichkeit verleiht. Die seitlichen Lufteinlässe sind in der gleichen Farbe wie der Rumpf gehalten und unterstreichen die elegante Linienführung.

Die Achtergarage bietet Platz für ein Williams 325 Turbo Jet Beiboot. Drei Stufen führen beidseitig der Hecktür aus Kohlefaser zum Cockpit. An Backbord sind diese Stufen teilweise unter Wasser, wenn die Badeplattform abgesenkt ist. Dadurch werden weitere Stufen sichtbar, die einen bequemen Ein- und Ausstieg ermöglichen.

Zwei MAN V8-1000-Motoren (Standard) mit jeweils 1.000 PS sollen einen High Speed von 33 kn (61 km/h) ermöglichen können.

Unten: Die achtern gelegene Eignerkabine besitzt eine intime, elegante Atmosphäre, in der jedes Detail sorgfältig gestaltet wurde, um den verfügbaren Raum optimal zu nutzen. Rechts daneben: Unten gibt es eine elegante Lounge-Essecke mit einem L-förmigen Sofa.

Links: Der Schlafbereich besteht aus drei Kabinen, die das gleiche Farb- und Materialspiel wie der Salon aufgreifen (Foto: Bugkabine). Oben: Sun-Area achtern.

Der Steuerstand mit digitalen Instrumenten und zwei Simrad-Touchscreen-Monitoren – einem 12-Zoll- und einem ultrabreiten 15-Zoll-Display – sowie optional einem dritten 12-Zoll-Bildschirm.

Das Cockpit bildet den Mittelpunkt des Bordlebens und empfängt die Gäste in einem großzügigen, vom Verdeck geschützten Raum. Die große, zentrale Sonnenliege achtern ist mit einem nach vorn ausgerichteten Sitz ausgestattet. Links davon befinden sich ein L-förmiges Sofa mit einem ausziehbaren Tisch und ein ebenfalls L-förmiges, erhöhtes Tagesbett. Eine Bar an Steuerbord mit Spüle, Eiswürfelbereiter und optionalem Kühlschrank vervollständigt den geselligen Bereich.

Daran schließt sich der Steuerstand mit digitalen Instrumenten und zwei Simrad-Touchscreen-Monitoren an – einem 12Zoll- und einem ultrabreiten 15-Zoll-Display – sowie optional einem dritten 12-Zoll-Bildschirm. Hier ist man Herr über die zwei MAN V8-1000-Motoren (Standard), die 735 kW (1.000 PS) bei 2.300 U/min leisten und eine Höchstgeschwindigkeit von 33 kn (61 km/h) sowie eine Reisegeschwindigkeit von 27 kn (50 km/h) ermöglichen können sollen.

In der optionalen Version (unser Testboot) sollen zwei MAN V8-1200-Motoren mit jeweils 882 kW (1.200 PS bei 2.300 U/ min) das CE-A-zertifizierte Boot (Hochsee) sogar auf eine

Höchstgeschwindigkeit von 37 kn (68,5 km/h) und eine Reisegeschwindigkeit von 31 kn (57,4 km/h) antreiben können, hieß es aus der Werft.

Und tatsächlich: bei unserem Sea-Trial vor Cannes knackten wir bei 2.330 U/min die versprochenen 37 kn, der Verbrauch lag jedoch bei High-Speed bei 450 l. Bei 30 kn (55,5 km/h, 1.995 U/min) verbrauchte das Boot immer noch 360 l, bei 25 kn (46,3 km/h) und 1.800 U/min sank der Verbrauch deutlich auf 272 l, und erst bei einem Speed von 20 kn (37 km/h, 1.600 U/min) näherte sich der Verbrauch der 200 l-Marke.

„Die Riva 58 Capri ist die ideale Yacht für entspannte Tagesausflüge“, sagen Mauro Micheli, Chefdesigner, und Sergio Beretta, CEO von Officina Italiana Design. „Wir stellen sie uns auch als perfektes Beiboot für eine Villa am Meer vor“; sie eigne sich „gleichermaßen für kurze Törns“ und biete „höchsten Komfort und Liebe zum Detail – die Markenzeichen der beständigen Raffinesse von Riva“.

Weitere Infos: riva.com

Großes Erwachen

Expeditionsschiff ARANOA sticht in See

AM 6. MÄRZ 2027 LÖST DIE ARANOA DIE FESTMACHER­

LEINEN UND STARTET IHRE EXPEDITIONEN DURCH

DIE NAHEZU UNENTDECKTE WELT DER AUSTRAL­

INSELN. DAMIT BEGINNT FÜR ARANUI CRUISES IN FRANZÖSISCH­POLYNESIEN EIN NEUES ABENTEUER.

Text: Elfie Hahn, Fotos: Aranui Cruises

Die ARANOA ist, wie ihre Schwester, die legendäre ARANUI 5, ein kombiniertes Fracht-/ Kreuzfahrtschiff, das den Archipel der Austral-Inseln anlaufen wird. Die Inselgruppe liegt im südlichen Pazifik und gehört zu Französisch-Polynesien. Sie besteht aus mehreren Inseln südlich von Tahiti, fünf davon sind bewohnt: Rimatara, Rurutu, Tubuai, Raivavae und Rapa. Dorthin steuert die ARANOA ab Papeete/Tahiti auf ihren 13-tägigen-Kreuzfahrten.

Die ARANOA (tahitisch: „großes Erwachen”) ist ein modernes, in China gebautes Schiff, konzipiert für komfortable Expeditions-Kreuzfahrten. Mit

einer vollständig polynesischen Besatzung bietet das bisher fünfte Schiff der Reederei Platz für 198 Passagiere. Neben den 91 Kabinen – 62 davon mit privatem Balkon – verfügt das Schiff auch über zwei Restaurants, zwei Bars, zwei Whirlpools, eine Boutique, ein Spa, ein Fitnesscenter und einen Tattoo-Salon.

Auf acht ausgewählten Fahrten ist an Tag 10 ganz neu ein besonderer Stopp eingeplant – auf vier Fahrten legt die ARANOA auf Maupiti und auf den anderen vier auf Huahine (Gesellschafts-Inseln) an. Zwei weitere Entdeckungs-Kreuzfahrten entführen zudem auf die geschichtsträchtige PitcairnInsel und zum Tuamotu-Archipel.

5, ein kombiniertes Fracht-/Kreuzfahrtschiff, das den Archipel der Austral-Inseln anlaufen wird. Längere Reportage folgt in 2027.

Dabei bekommt die ARANOA Konkurrenz: die NA HIRO E PAE, welche 2025 für die Reederei SNA Tuha’Pae von der ARMON-Gruppe in Vigo (Spanien) gebaut wurde – ebenfalls ein sogenannter „Cargo-mixte“ (Fracht + Passagiere) – soll bereits ab diesem Jahr ebenfalls ab Tahiti die Austral-Inseln ansteuern und Platz für 199 Gäste haben. Das Besondere an diesem Schiff, welches die Tuha’Pae IV ersetzt, ist, dass (neben einem diesel-elektrischen Antrieb – wie auf der neuen ARANOA) zusätzlich ein Wind-Assisted Propulsion System (WAPS) in Form eines 22 m hohen, starren Segels von bound4blue zur Kraftstoffreduktion beitragen soll.

Für alle Gäste, die bis zum 31. Mai 2026 einen Platz auf der ARANOA buchen, bietet die Reederei Aranui Cruises ein Pre Summer Special: dabei gibt es auf ARANOA-Kreuzfahrten 2027 (mit Ausnahme der Reisen nach Pitcairn und zum Festival des Marquises) eine Ermäßigung von 15 Prozent. Weitere Infos/Buchung: aranui.com

Die ARANOA ist, wie ihre Schwester, die legendäre ARANUI
91 Kabinen gibt es auf der neuen ARANOA, 62 davon mit privatem Balkon.

MIT 3 ODER 6 KABINEN

Neuer Leopard 52 Sail Hybrid

Text: Elfie Hahn, Fotos/Images: Leopard Catamarans

Leopard Catamarans stellte in Cannes seinen neuesten Segelkat, den Leopard 52, vor. Das neue Modell ersetzt ab sofort den erfolgreichen Leopard 50 und steht nach Werftangaben für eine „Weiterentwicklung in Sachen Design, Komfort und Leistung“, soll dabei aber der DNA der Marke treu bleiben, „robuste Katamarane für Hochseetörns“ zu bauen.

er Leopard 52 ist zweifellos der vielseitigste Katamaran seiner Klasse“, sagt Franck Bauguil, Senior-Vizepräsident des Departments Yacht Ownership & Product Development. Von privaten Eignern und Langzeitbewohnern bis hin zu Charterern und Familien – diese Yacht passe sich mit ihrer „unvergleichlichen Flexibilität jedem Lebensstil“ an.

Der Leopard 52 bietet mehrere Innenraum-Layouts, die von einer speziellen Konfiguration mit drei Kabinen und einer Ausstattung für das Leben an Bord bis hin zu einem Verchartern-Layout mit sechs Kabinen reichen, die jeweils über ein eigenes Bad mit Toilette und Dusche verfügen.

Der Leopard 52 soll außerdem nicht nur größer, sondern auch schneller und wendiger als sein Vorgänger sein. „Dank des verfeinerten Rumpfdesigns und jahrelanger fortschrittlicher CFD-Modellierung gelang es den Schiffsbauingenieuren von Simonis Voogd Design, die Nickbewegungen deutlich zu reduzieren, die Seetüchtigkeit zu verbessern und die Wendigkeit zu optimieren“, heißt es aus der Werft.

„Der neue Leopard 52 gehört zu einer neuen Generation von Katamaranen, die eine bessere Stabilität und mehr Komfort bieten und gleichzeitig über ein größeres Rigg und mehr Segelleistung verfügen“, so Alexander Simonis von Simonis Voogd Design. „Eigner können sich auf weniger Motorbetrieb und mehr puren Segelspaß freuen.“

Zusätzlich zum Erwerb für das reine private Eigentum wird das neue Modell über The Moorings als Moorings 5200 erhältlich sein, sowohl für das Chartern als auch über das Yacht-Eigentumsprogramm. Kontakt: Pierre-Yves Chanau, pierre-yves.chanau@thlmarine.com, Tel. +33 (0)6 31 64 58 65.

GENOA BOAT SHOW

Neuer Termin

Anfang Oktober

Die 66. Ausgabe der Internationalen Bootsmesse in Genua steht in den Startlöchern. Anders als in den Vorjahren, als die sympathische Inwater-Show in der dritten September-Woche lief, findet sie in 2026 erstmals in der ersten Oktoberwoche statt (1. bis 6. Oktober).

Text: Elfie Hahn, Foto: Messe

„DDer Besuch der Bootsmesse in Genua lohnt, die Rückkehr der 66. Ausgabe zu dem Termin 1. bis 6. Oktober ist eine Antwort auf die Bedürfnisse des Marktes.

ie Internationale Bootsmesse Genua zählt hinsichtlich ihrer industriellen Bedeutung und internationalen Positionierung zu den drei wichtigsten Bootsmessen weltweit“, erklärte Piero Formenti, Präsident von Confindustria Nautica, dem italienischen Verband der Schiffsbauindustrie stolz.

Was er damit meint: die Genoa Boat Show hat es in den letzten Jahren tatsächlich geschafft, sich hinter der boot Düsseldorf (ca. 200.000 Besucher / 1.500 Hersteller – keine Angaben zu Anzahl der ausgestellten Boote) und der Fort Lauderdale International Boat Show („nur“ ca. 100.000 Besucher, aber mehr als 1.300 ausgestellte Boote) sicher auf Platz 3 zu positionieren – vor dem Cannes Yachting Festival (ca. 55.000 – 60.000 Besucher / ca. 700 Boote) und den Int. Bootsschauen in Palm Beach und Dubai, wobei die (überaus wichtige) Monaco Yacht Show wegen des ausschließlichen Fokus auf Superyachten hier nicht vergleichbar ist.

Die Rückkehr der 66. Ausgabe zu dem Termin 1. bis 6. Oktober sei eine „Antwort auf die Bedürfnisse des Marktes“ und folge einem „Zeitrahmen, der besser zu seiner Dynamik“ pas-

se, wodurch die Rolle der Bootsmesse als „konkreter Motor der wirtschaftlichen Entwicklung für die gesamte Lieferkette der globalen Yachtindustrie bekräftigt“ werden solle.

Die Ergebnisse der Ausgabe 2025 bestätigen diese Führungsrolle: 124.248 Besucher, über 1.000 ausgestellte Boote, 45 vertretene Länder und 1.245 akkreditierte internationale Journalisten. Die Internationalisierung bleibe eine strategische Priorität, heißt es von Messeseite, der Design Innovation Award wird in 2026 bereits siebten Mal verliehen (siehe Artikel zum Design Award 2025 in MEER & YACHTEN 1-26), und es wird vom Veranstalter großer Wert auf Nachhaltigkeit, zum Beispiel durch das World Yachting Sustainability Forum, das in diesem Jahr bereits zum fünften Mal stattfindet, gelegt.

Info: salonenautico.com

TROCKEN, WARM, LUFTIG, LEICHT

DER WEG ZU HIGH PERFORMANCE BEI SEGELBEKLEIDUNG

Bei millionenschweren Segelprojekten wird jedes Detail bedacht, geprüft und entwickelt – auch die Kleidung. Damit der Mensch an Bord über Wochen hinweg Höchstleistungen liefern kann, muss er richtig verpackt sein.

Text: Hans-Harald Schack, Fotos: HH / Sodebo

ÜThomas Coville zu Gast bei Helly Hansen in Norwegen (oben). Seit über zwölf Jahren arbeiten der französische Skipper und das Unternehmen erfolgreich zusammen.

ber Weihnachten 2025 rast Thomas Coville mit sechs Mann Crew durch den Indischen Ozean. Das Schiff: Der Ultim-Tri „Sodebo 3“, ein 100-Fuß-Monster, das pro Tag 700,08 Meilen segelt. Im Schnitt. An guten Tagen sind das an die 900 Meilen, Flauten kommen dank Wetterrouting kaum vor. Das Schiff ist so schnell, dass es die wind armen Kerne der Hoch- und Tiefdruckgebiete umfahren kann.

Der Offshore-Segelsport hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. AC-Katamarane und Imocas heben sich auf Foils aus dem Wasser. Für die Crews bedeutet das: mehr Winddruck, mehr Gischt, höhere körperliche Belastung. Der Scheinbare Wind an Bord, mit dem das Schiff segelt und den die Crew fühlt, kommt immer von vorn, einfach weil die Fahrwindkomponente so groß ist.

Auch das fliegende Wasser prasselt immer von vorn auf Mensch und Material ein. Man vermeidet es, sich der Hochdruckdusche auszusetzen, im Prinzip lässt sich jede Leine vom geschützten Deckshaus aus bedienen. Trotzdem findet das Leben auf einem schnellen Schiff über lange Zeiträume hinweg in einer Wolke aus Gischt statt.

Seit über zwölf Jahren arbeitet Thomas Coville eng mit Helly Hansen zusammen – eine außergewöhnlich lange Partnerschaft im internationalen Spitzensport. In dieser Zeit wurden Weltrekordversuche und große Offshore-Regatten realisiert, zuletzt die neue Jules-Verne-Bestmarke von 40 Tage, 10 Stunden, 45 Minuten, 50 Sekunden. Das ist fast doppelt so schnell wie Bruno Peyrons Rekordfahrt von 1993/94, die 79 Tage und 6:15:56 Stunden dauerte.

Auf die Frage eines norwegischen Reporters, was das Besondere an dieser Zusammenarbeit ist, sagt Coville, jenseits der üblichen Höflichkeiten: „Sie hören genau zu, wenn es darum geht, was ich beim Extremsegeln brauche. Wir arbeiten ständig gemeinsam an Verbesserungen.“ Coville und sein Team liefern kontinuierlich Feedback aus unterschiedlichsten Projekten, und bei Helly Hansen gehen sie auf seine Vorstellungen ein. Was sich bewährt hat, setzten sie in Produkte für den Markt um. Coville: „Es ist ein Entwicklungsprozess auf Augenhöhe.“ So entsteht das, was Helly Hansen unter „Trusted by Professionals“ versteht – Ausrüstung, die unter realen Extrembedingungen getestet und gemeinsam mit Profis optimiert wird.

Entwicklungsprozess auf Augenhöhe: Coville und sein Team liefern kontinuierlich Feedback aus unterschiedlichsten Projekten, und Helly Hansen setzt in seinen Markt-Produkten um, was sich bewährt hat.

Bei der Entwicklung von Ölzeug kommt es auf das Material, die Verarbeitung und konstruktive Details an. Alle großen Marken entwickeln Ölzeug für Kundengruppen und Marktsegmente. Welcher Kunde will welches Ölzeug? Segler wissen, dass die Lagen darunter genauso wichtig sind wie die äußere Schicht.

Viele Kunden wollen inzwischen nachhaltige Produkte, und bei Helly Hansen setzen sie dabei auf verschiedene, zertifizierte Verfahren. Naturfasern wie Baumwolle und Merino-Wolle werden kommen dabei ebenso zum Einsatz wie recycelte Kunststoffe. „Oceanbound Plastic“ etwa ist Plastikmüll, der an Küsten und in Flüssen eingesammelt wird, bevor er ins Meer gelangen kann.

Bei Polypropylen-Fasern, die besonders leicht und wasserabweisend sind, wird auf umweltschonende und langlebige Verarbeitung geachtet, um die Lebensdauer des Materials zu erhöhen. Polyamidfasern (bekannter unter dem Namen „Nylon“) sind abriebfest, allerdings schwieriger und damit teurer zu recyceln. Sie werden trotzdem für Rucksäcke, Gurte, Sitzverstärkungen und stark beanspruchte Gewebe verwendet.

Der erste Segler, der ein Hightech-Ölzeug in Auftrag gab, war Conny van Rietschoten, der bei seiner Whitbread-Teilnahme 1977/78 „fast erfror“ (wie er später sagte) und für seinen zweiten Anlauf Ölzeug mit passenden Unterschichten entwickeln ließ.

Die Lagen zwischen der Haut und der äußersten Ölzeugschicht haben, damals wie heute, die Aufgabe, Schweiß von der Haut weg in äußere Schichten, zu transportieren, wo er als Dampf entweichen kann. Wer hat noch nicht den Moment erlebt, wo man nach harter Arbeit auf dem Vorschiff oder an der Winsch für einen Moment das Ölzeug öffnet, einen Schwall feuchten Dampf ins Freie schickt und ein bisschen „frische Luft“ hereinlässt? Unter harten Bedingungen leider nicht machbar, und deshalb muss das Ölzeug es können.

Atmungsaktiv ist nicht gleich atmungsaktiv. Modernes Ölzeug hat unter der äußersten strapazierfähigen Materialschicht eine „wasserdichte“ Membran, die allerdings nur für flüssiges Wasser undurchlässig ist, nicht für gasförmiges. Was wir als „Dampf“ in kalten Nächten über dem Fluss sehen können, ist im physikalischen Sinn gar kein Dampf, sondern ein Nebel aus schwebenden Wassertröpfchen, also flüssiges Wasser. Für dieses Wasser ist die atmungsaktive Membran unpassierbar. Für gasförmige Wassermoleküle, die 20.000-mal kleiner als die kleinsten Wassertröpfchen sind, gibt es in der Membran Löcher, durch die sie hinauskönnen. Und hier gibt es Leistungsunterschiede und verschiedene Wirkprinzipien.

ePTFE-Membranen (expandiertes Polytetrafluorethylen) kann man sich als ultrafeines Netz vorstellen, dessen Maschen für Wassertröpfchen zu eng, für verdampftes Wasser aber groß genug sind. Wenn man Ölzeug aus diesem Material trägt, merkt man im Wind, dass es „kühler“ ist als wasserund weitgehend luftdichtes Ölzeug.

Polyurethan-Membranen (PU) haben keine „Löcher“, Feuchtigkeit diffundiert durch den physikalischen Prozess der Brownschen Molekularbewegung. Diese Membranen finden oft in leichterem Ölzeug Verwendung, sie kommen eher an ihre Grenzen, wenn die Crew körperlich hart arbeitet und schwitzt. Polyester-Membranen sind völlig wind- und wasserdicht. Das Material ist nicht so robust wie Nylon, lässt sich aber gut recyceln (wenn es fachgerecht entsorgt wird).

Beim Kauf von Ölzeug lohnt es sich, vorab das technische Datenblatt zu studieren. Jeder Hersteller hat bei der Herstellung seines Ölzeugs unterschiedliche Marketing- und Anwender-Kriterien berücksichtigt.

Helly Hansen hat seine im Hause entwickelten HellyTech-Membranen in drei Leistungsklassen eingeteilt. HellyTech Professional hält einer „Wassersäule“ von mehr als 20.000 Millimeter stand, was massiven Duschen bei Starkwind entspricht. Gleichzeitig kann die Membran pro Quadratmeter im Lauf von 24 Stunden zwanzig Kilo verdunstetes Wasser nach außen abgeben. Das ist das Material, das Profisegler, Bohrinselarbeiter und Bergführer verwenden, und wenn man in solchem Ölzeug einmal nass wird, trocknet man darin auch wieder.

Die nächstleichtere Stufe ist HellyTech Performance (Wassersäule über 15.000 mm, Atmungsaktivität 15.000  g/24h/ qm), ebenfalls für den Einsatz an Bord geeignet. Helly Hansen Protection ist ebenfalls wasserdicht und kommt bei Wetterschutzkleidung zum Einsatz. Das Unternehmen, vor fast 150 Jahren vom norwegischen Kapitän Helly Juell Hansen als Hersteller von Schutzkleidung für Fischer und Seeleute gegründet, deckt inzwischen den gesamten Outdoorsport-Markt ab. Ölzeug, aus mehreren Lagen konstruiert, zählt zu den technisch anspruchsvollsten Produkten.

Ergonomischer Schnitt, Schutz stark beanspruchter Flächen, Handhabbarkeit, Nachhaltigkeitsaspekte, Gewicht, Design

und Preis – all das spielt bei der Wahl des Ölzeugs eine Rolle. Für Profis, die Bruch und Materialversagen mehr fürchten als alles andere, steht noch etwas anderes über allem: Verlässlichkeit. Diesen Maßstab legen sie auch beim Ölzeug an. Es ist Ausrüstung, und damit ein Faktor des Erfolgs. Ausrüstung wird damit zum stillen Partner an Bord. Das ist die Idee hinter Helly Hansen „High Performance“.

Weitere Infos: hellyhansen.com

Verlässlichkeit – Diesen Maßstab legt Helly Hansen auch beim Ölzeug an. Es ist Ausrüstung, und damit ein Faktor des Erfolgs.

Im Rhythmus der Natur

MIT COMO JOURNEY IN DIE ARKTIS

Text: Elfie Hahn, Fotos: COMO Hotels and Resorts

Zwei exklusive Kreuzfahrten auf der M/S POLARFRONT verbinden die Entdeckung der Arktis mit dem einzigartigen Konzept COMO Shambhala von COMO Hotels and Resorts.

Das Engagement von COMO Hotels and Resorts für bewusstes Reisen – geprägt von ganzheitlichem Wohlbefinden, inspirierender Gastronomie und intuitivem Service – macht sich im Rahmen einer spannenden Zusammenarbeit auf in die hohe Arktis. In Zusammenarbeit mit dem Expeditionsveranstalter Natural World Safaris hat die preisgekrönte Hotelgruppe zwei Mikro-Kreuzfahrten zum Svalbard-Archipel ins Leben gerufen: diese beiden von Experten geleiteten Expeditionen mit kleinen Gruppen wollen die Einzigartigkeit von Como Shambhala über ihre Hotels und Resorts nun hinaustragen in eine der abgelegensten Regionen der Welt.

Die Arktis bequem aus dem Fenster anschauen – oder mit dem Zodiac erkunden: die Gäste können selbst entscheiden. Dabei entwickelt sich jede Reise organisch, anstatt einem festen Zeitplan zu folgen.

Svalbard, besser bekannt als Spitzbergen, ist ein zu Norwegen gehörender Archipel im Nordpolarmeer, der nördlichste Landstrich Europas und das nördlichste permanent besiedelte Gebiet der Welt. Zwischen dem 76. und 81. Breitengrad gelegen, befinden sich die Inseln noch nördlicher als Alaska und auch nördlicher als die meisten kanadischen Nordpolarmeer-Inseln. Die Inselgruppe wurde im 12. Jahrhundert von den norwegischen Wikingern entdeckt und diente im 17. und 18. Jahrhundert als Walfangbasis. 1920 beanspruchte Norwegen das Territorium und übernahm es fünf Jahre später offiziell.

In Svalbard (wörtlich übersetzt „kalter Rand“) erscheint die Mitternachtssonne vom 20. April bis zum 23. August, umgekehrt verschwindet die Sonne während der Polarnacht vom 26. Oktober bis zum 15. Februar ganz hinter dem Horizont. Dabei bleibt sie von Mitte November bis Mitte Januar so weit unter dem Horizont, dass nicht einmal eine Dämmerung eintritt.

Daher kennt man in Svalbard auch fünf Jahreszeiten: 1. Frühling – Mitte April, Mai. Die Zugvögel kommen zurück, die Mitternachtssonne scheint. 2. Sommer – Juni, Juli, August, kurze, aber intensive Vegetationsperiode. Brutzeit in der Vogelwelt. Es ist hell und nicht zu kalt, die Hochsaison für Reisen nach Svalbard. 3. Herbst – September, Oktober, November. Die Temperaturen sinken auf 0 °C, der Boden gefriert wieder, es gibt den ersten Schnee. 4. Polarnacht –

Mitte November, Dezember, Januar, Mitte Februar: in der dunklen Periode leuchtet bei schönem Wetter nur der Mond und ein klarer Sternenhimmel, tanzende Nordlichter erhellen die Polarnacht. 5. Heller Winter – Mitte Februar, März, Mitte April: das Licht der Sonne ist zurückgekehrt und es gibt noch ausreichend Schnee, eine für Wintersportler zunehmend populär werdende Jahreszeit.

Die zehn- und elf-tägige Reisen der M/S POLARFRONT starten im Mai und im September 2026 und bieten einen seltenen Zugang zur hohen Arktis, gepaart mit dem luxuriösen Komfort und der Eleganz, für welche COMO Hotels and Resorts steht. Als erste Arktisexpedition, die von einer Luxushotelmarke konzipiert wurde, will COMO Arctic Journey neue Maßstäbe setzen und verbindet Polarforschung mit gehobenem Komfort und wohltuendem Wohlbefinden.

Die Kreuzfahrten wurden gemeinsam mit Natural World Safaris entwickelt, die für ihre Expertise für Reisen zu schwer erreichbaren Destinationen bekannt ist. An Bord der M/S POLARFRONT, einem ehemaligen norwegischen Wetterschiff, das zu einem komfortablen Expeditionsschiff umgebaut wurde, gibt es nur sieben Suiten für maximal 12 Gäste – so kann das Erleben der unberührten Natur auf eine sehr persönliche Weise stattfinden.

Dabei entwickelt sich jede Reise organisch, anstatt einem festen Zeitplan zu folgen. Das Tagesprogramm und die

MEER REISEN COMO JOURNEY ARCTIS

AN BORD DER M/S POLARFRONT, EINEM EHEMALIGEN NORWEGISCHEN WETTERSCHIFF, DAS ZU EINEM KOMFORTABLEN EXPEDITIONS SCHIFF UMGEBAUT WURDE, GIBT ES NUR SIEBEN SUITEN FÜR MAXIMAL 12 GÄSTE – SO KANN DAS ERLEBEN DER UNBERÜHRTEN NATUR AUF EINE SEHR PERSÖNLICHE WEISE STATTFINDEN.

MEER REISEN COMO JOURNEY ARCTIS

Neben geführten Erkundungen zu Land, Zodiac-Ausflügen durch die Gletscherfjorde und spannenden Ausführungen der Polarforscher können sich Gäste auf Begegnungen mit arktischen Wildtieren, spektakuläre Landschaften, hoch aufragende Gipfel und einsame Inseln freuen.

Reiseroute werden von den Wetterverhältnissen geleitet, Sichtungen der Tierwelt und anderen sich bietenden Gelegenheiten. Neben geführten Erkundungen zu Land, Zodiac-Ausflügen durch die Gletscherfjorde und spannenden Ausführungen der Polarforscher können sich Gäste auf Begegnungen mit arktischen Wildtieren, spektakuläre Landschaften, hoch aufragende Gipfel und einsame Inseln freuen. An Bord werden diese atemberaubenden Erlebnisse dann durch Vorträge, Fotosessions und informellen Austausch über Polarökologie, Nachhaltigkeit und der regionalen Kultur ergänzt.

Darüber hinaus spielt jedoch auch Wellness eine zentrale Rolle an Bord, da diese Arktis-Erkundung mit COMO Shambhala-Praktiken und -Treatments kombiniert wird, um eine Reise zu schaffen, die sowohl belebend als auch erholsam

ist. Die Gäste sind eingeladen, sich zu entspannen und sich durch individuell abgestimmte Behandlungen unter der Leitung des erfahrenen Körpertherapeuten Matteo Pasquali sowie durch ruhige Momente vor der Kulisse der Weite und Stille der polaren Umgebung zu regenerieren.

Auch die Verpflegung durch die Como Shambhala Cuisine ist wichtiger Bestandteil der Expedition und wird von Daniel Moran, dem Vizepräsidenten für Kulinarik bei COMO, zusammengestellt. Jedes Menü wird exklusiv für jeden Tag der Reise neu kreiert mit Gerichten, die Genuss und Nährwert in Einklang bringen und dabei sowohl östliche als auch westliche kulinarische Einflüsse berücksichtigen. Unter Verwendung von möglichst lokalen Zutaten und gepaart mit einer sorgfältig zusammengestellten Weinkarte macht das kulinarische Programm das Dining auf der Expedition zu

EXPEDITION 2

13.–24. SEPTEMBER 2026

IM FINAL GLOW DER ARKTIS

Auf dieser Reise ist bereits der Herbst über die Arktis hereingebrochen. Die Spätsaison zeigt eine sanftere, vielfältigere und lebendigere Seite des polaren Nordens. Das zurückweichende Meereis öffnet neue Routen für Erkundungen, Wale tauchen häufiger auf, und die Tundra leuchtet in den erdigen Farben des Herbstes. Rentiere und Polarfüchse zeigen sich an der Küste, während der dunkler werdende Himmel Nordlichter mit sich bringen kann – ideal für Reisende, die mildere Temperaturen, längere Landgänge und die Gelegenheit suchen, den lebhaften Jahreszeiten-Wechsel der Arktis mitzuerleben.

Das Tagesprogramm und die Reiseroute werden von den Wetterverhältnissen geleitet, von Sichtungen der Tierwelt und anderen sich bietenden Gelegenheiten.

EXPEDITION 1

13.–23. MAI 2026

DAS ERWACHEN DER ARKTIS

Diese Reise zu Beginn der Saison zeigt die Arktis in ihrer ursprünglichsten Form, wo riesige Eisflächen im Meer das Landschaftsbild prägen und die Tierwelt zu erwachen beginnt. Gäste können Eisbären beobachten, die über das Treibeis streifen, Walrosse, die sich auf Eisschollen ausruhen sowie Seevogel-Kolonien, die die Luft mit ihren Stimmen und Bewegung erfüllen. Diese Expedition, die im Schein der Mitternachtssonne stattfindet, ist ideal für diejenigen, die die Hocharktis in ihrer ursprünglichsten, elementarsten Form erleben möchten.

Atemberaubende Erlebnisse stehen im Vordergrund – diese werden dann durch Vorträge, Fotosessions und informellen Austausch über Polarökologie, Nachhaltigkeit und der regionalen Kultur an Bord ergänzt.

einem Erlebnis, das ebenso unvergesslich sein soll wie die umgebende Landschaft.

COMO Hotels and Resorts und Natural World Safaris präsentieren somit gemeinsam eine Arktisreise, die das Erleben einer extremen Destination durch Eleganz, Wohlbefinden und Authentizität neu erfindet und eine exklusive Möglichkeit bietet, eine der letzten großen, kaum entdeckten Regionen der Welt zu erkunden. Die beiden COMO Journeys 2026 bieten jeweils sehr unterschiedliche und kontrastreiche Perspektiven auf den polaren Norden.

COMO Journey Into the Arctic

Die COMO Journey Into the Arctic ist ab sofort buchbar. Die zehntägige Expedition im Mai 2026 kostet ab 25.590 Euro (Einzelbelegung) oder 41.650 Euro für zwei Personen, die sich eine Suite teilen, auf All-inclusive-Basis, einschließlich einer Übernachtung vor der Expedition in Longyearbyen. Beide Expeditionen können auf Wunsch übrigens auch privat gechartert werden.

Weitere Infos: www.comohotels.com/como-journey-into-the-arctic

SVALBARD-

ARCHIPEL ARKTIS

Eine zeitlose Ikone der Riviera kehrt zurück

Text: Elfie Hahn, Fotos: COMO Hotels and Resorts

COMO Le Beauvallon

1914 erbaut, 2008 für eine umfassende Restaurierung geschlossen und 2015 als exklusives Privatgrundstück wiedereröffnet –Le Beauvallon kehrt zu seinen Hotel-Wurzeln an der französischen Riviera zurück.

Am 24. April 2026 wird diese Grand Dame der Belle Époque, die schon Winston Churchill und Audrey Hepburn beherbergt hat, als COMO Le Beauvallon wiedereröffnet. Mit dieser Wiedergeburt bringt COMO Hotels & Resorts seine preisgekrönte Gastfreundschaft erstmals an die geschichtsträchtigen Ufer des Golfs von Saint-Tropez.

Die Lage des COMO Le Beauvallon ist einzigartig – mit einigen der reizvollsten Ausblicke und Zugängen zum Golf von Saint-Tropez entlang der Côte d’Azur. Das Hauptgebäude des Hotels thront auf einem Hügel inmitten eines vier Hektar großen Privatgrundstücks mit Palmen, Pinien und weitläufigen Rasenflächen.

Die weitläufigen Grünanlagen erstrecken sich bis zur Bucht, wo sich das Gelände von „Beauvallon Sur Mer“ befindet, welches einen 25-Meter-Pool, ein Restaurant und einen Beach Club umfasst. Tenderboote können von den Yachten aus direkt vor an dem privaten Steg des Anwesens anlegen, von wo das Zentrum von Saint Tropez mit dem kostenlosen

Speedboat-Shuttle in nur acht Minten zu erreichen ist – ein zusätzlicher Komfort, der für ständige Nachfrage nach Tischen in dem neuen Strandrestaurant „Beauvallon Sur Mer by Yannick Alléno“ sorgt.

INFO COMO GROUP

Die COMO Group mit Hauptsitz in Singapur verkörpert Christina Ongs einzigartige Vision vom modernen Leben. Zur Gruppe gehört die Hotelmarke COMO Hotels and Resorts, die durch maßgeschneiderten Service, ein ganzheitliches Wellnesskonzept und ihr preisgekröntes kulinarisches Angebot individuelle Luxusreiseerlebnisse bietet. Von Burgund bis Bhutan umfasst das Portfolio von COMO mittlerweile 19 Hotels, Resorts und Privatinseln weltweit. Im Jahr 2026 expandiert die Gruppe mit der Eröffnung von zwei neuen Häusern weiter: COMO Le Beauvallon am Golf von Saint-Tropez und COMO Cordellian-Bages in Bordeaux. Weitere Informationen: www.comohotels.com

DAS GEFÜHL, WENN DER WIND ÜBERNIMMT

AQUILA SETZT SEGEL

Text: Paul Berg, Fotos/Images: Aquila

Mit der Premiere der Aquila 50 Sail auf der Miami International Boat Show 2026 betritt Aquila Catamarans erstmals die Welt der Segelkatamarane. Für viele Branchenbeobachter ist dieser Schritt eine logische Entwicklung: Der Hersteller hat sich in den vergangenen Jahren mit innovativen Motorkatamaranen einen Namen gemacht – und verfügt gleichzeitig über ein Führungsteam, das seine Wurzeln im Segelsport hat. Mit der neuen 50-Fuß-Yacht beginnt nun ein neues Kapitel für die Marke – eines, das von Wind, Segeln und echtem Blauwassergefühl geprägt ist.

In Cannes präsentierte die innovative Katamaran-Yachtwerft Aquila („Adler“) gleich vier Premieren: neben der Weltpremiere Aquila 46 Yacht und der Aquila 50 Yacht gab es einen ersten europäischen Blick auf die beiden eleganten Coupés 42 und 46 – erstmals ausgestattet mit Volvo Penta Dual Propeller Inboard (DPI), Assisted Docking und Joystick Driving (Vorstellung in MEER & YACHTEN 1-26).

Nun startet Sino Eagle Yachts, bekannt für seine hochmodernen und umweltfreundlichen Produktionsanlagen für Verbundwerkstoffe in Hangzhou mit der neuen 50 Sail eine moderne Segel-Produktionslinie. Weltpremiere feierte der Fünfzigfüßer gerade erst in Miami; in La Grande Motte im April soll der Segelkat nun erstmals dem europäischen Publikum vorgestellt werden. MEER & YACHTEN sah sich auf der Yacht schon vorher um.

Ein Katamaran dieser Größe entfaltet seine besondere Faszination, sobald der Motor verstummt und die Segel den Antrieb übernehmen – auf Wunsch lautlos und Abgas-emissionsfrei unterstützt durch die optionalen E-Antriebe von Torqeedo.

Die Aquila 50 Sail ist genau für diesen Moment konzipiert: großzügige Decksflächen, klare Laufwege und viel Raum für das Leben an Bord. Das Layout wirkt offen und einladend. Besonders ins Auge fällt das fest integrierte Bugcockpit, das als zusätzlicher Lounge-Bereich dient. Während der Katamaran ruhig durch die Wellen gleitet, entsteht hier ein Ort, an dem Crew und Gäste das Segeln unmittelbar erleben können – mit freiem Blick über das Vorschiff und den Horizont.

Praktisch gelöst ist der direkte Zugang vom Brückendeck zum Bug über integrierte Treppen. So lassen sich Flybridge und Vorschiff schnell und sicher erreichen – ein Detail, das besonders beim Segelhandling oder Ankern spürbare Vorteile bietet. Generell fällt auf, dass die Aquila mit einer Breite von 7,86 Metern und einer Länge von knapp 15 Metern reichlich Platz bietet, ohne dabei ihre elegante Linienführung zu verlieren.

Auch unter Deck zeigt sich die Handschrift der Designer von J&J Design, die den Katamaran gemeinsam mit Aquila entwickelt haben. Der Salon ist großzügig verglast und verbindet Innen- und Außenbereich nahezu nahtlos. Große Panorama-

Unten: Die Eignerkabine (Vierkabinen-Version) nutzt die Breite eines Rumpfes komplett aus. Große Rumpffenster sorgen für viel Licht. Queensize-Bett, großzügiger Stauraum sowie integrierter Wasch- und Trockenbereich sind inklusive –perfekt für längere Törns. Links: Dine & Chill auf dem Achterdeck.

fenster lassen viel Tageslicht herein und schaffen eine helle, offene Atmosphäre. Die modern gestaltete Pantry fügt sich harmonisch in den Wohnbereich ein und ist so konzipiert, dass sie auch auf längeren Törns komfortabel genutzt werden kann.

Die Aquila 50 Sail ist als echter Fahrtenkatamaran gedacht –und entsprechend flexibel in der Aufteilung. Je nach Nutzung stehen vier, fünf oder sechs Kabinen zur Verfügung, jeweils mit eigenem Zugang und privatem Bad mit separater Dusche (siehe Deckspläne).

Die Eignerkabine (Vierkabinen-Version) nutzt die Breite eines Rumpfes vollständig aus. Große seitliche Rumpffenster sorgen für viel Licht und eine offene Atmosphäre. Ein Queensize-Bett, großzügiger Stauraum sowie ein integrierter Wasch- und Trockenbereich unterstreichen den Anspruch, auch auf langen Passagen komfortabel unterwegs zu sein. Insgesamt bietet der Katamaran Schlafplätze für bis zu 14 Personen und ist für bis zu 30 Passagiere zugelassen.

Die Aquila 50 Sail ist mit einem leistungsfähigen Segelplan ausgestattet, der sowohl effizientes Am-Wind-Segeln als auch entspanntes Cruisen ermöglicht. Das Großsegel misst in der Standardversion 90 Quadratmeter (Pin-Top) und kann optional als Square-Top-Version mit 96,4 Quadratmetern gewählt werden. Ergänzt wird es durch eine Rollgenua mit 66 Quadratmetern. Damit ergibt sich eine Am-Wind-Segelfläche von bis zu 162 Quadratmetern.

Für raume Kurse steht optional ein Code 0 oder Gennaker mit rund 103 Quadratmetern zur Verfügung – ideal, um das Potenzial des Katamarans bei leichtem bis mittlerem Wind voll auszunutzen. Der Masthöhe von 25,15 Metern über der Wasserlinie steht ein moderater Tiefgang von 1,45 Metern gegenüber – ein Vorteil für flachere Reviere und Ankerbuchten. Beim Antrieb bietet Aquila zwei unterschiedliche Konzepte an. Die klassische Variante setzt auf zwei Saildrive-Dieselmo -

Unter Deck zeigt sich die Handschrift der Designer von J&J Design, die den Katamaran gemeinsam mit Aquila entwickelt haben. Oben und links: Der Salon ist großzügig verglast

toren mit jeweils 50 PS, optional sind auch stärkere Versionen mit 60 oder 75 PS erhältlich. Alternativ steht der Hybrid Ocean Drive zur Verfügung. Hier arbeiten zwei 50-kW-Torqeedo-Elektromotoren, gespeist von einer leistungsstarken Antriebsbatterie. Dieses System ermöglicht nahezu lautloses Manövrieren und kurze Strecken unter Elektroantrieb – ein Vorteil etwa beim Einlaufen in Häfen oder beim Ankern in ruhigen Buchten.

Für längere Etappen sorgt ein Generator mit bis zu 40 kW Leistung für die nötige Energieversorgung. Mit 865 Litern Kraftstoff und 880 Litern Frischwasser ist der Katamaran zudem klar auf längere Reisen ausgelegt.

Dass Aquila nun Segelkatamarane baut, ist auch das Ergebnis persönlicher Leidenschaft im Führungsteam. Mitgründer Lex Raas begann bereits im Alter von vier Jahren mit dem Regattasegeln. Seine Söhne Jean Raas, heute Chief Product Officer und CEO von Aquila USA, sowie Alain Raas, Global Brand Director, setzen diese Tradition fort.

Jean Raas war mehrere Jahre Mitglied des US-Segelteams und nahm an den Olympiaausscheidungen für die Spiele 2000 teil. Alain Raas hat zahlreiche Langstreckentörns gesegelt, darunter auch Pazifiküberquerungen. Auch andere Mitglieder des Aquila-Teams – vom Designer bis zum Service-Manager – bringen umfangreiche Segelerfahrung mit.

„Die Einführung unserer Segelreihe war für Aquila eine natürliche Weiterentwicklung“, erklärt Jean Raas. „Unser Team verfügt über jahrzehntelange praktische Segelerfahrung. Dieses Wissen wollten wir nutzen, um ein Segelboot zu entwickeln, das sowohl technisch überzeugt als auch echtes Segelgefühl vermittelt.“

Dabei ist die Aquila 50 Sail erst der Anfang, glaubt man Raas. Bereits angekündigt sind zwei weitere Modelle: die etwas

kleinere Aquila 45 Sail, geplant für Herbst 2026 (Vorstellung in Cannes), und die Aquila 65 Sail, das künftige Flaggschiff der Baureihe, vorgesehen für 2027.

LAYOUTS

Mit dieser neuen Linie positioniert sich Aquila nun auch im wachsenden Markt moderner Fahrtenkatamarane – mit einem Konzept, das Komfort, Raumangebot und seglerische Erfahrung miteinander verbindet. Und wenn auf offener See die Segel gefüllt sind, der Katamaran leise beschleunigt und der Horizont sich weit öffnet, zeigt sich, worum es bei diesem Projekt letztlich geht: um das Gefühl, wenn der Wind übernimmt – praktischer Fahrtest folgt.

Standard Flybridge

Flybridge

Main Deck

Blick in die Zukunft: Die Aquila 65 Sail ist das künftige Flaggschiff der Baureihe, das 2027 vorgestellt werden soll.

Kontakt/Infos/Testfahrten: Nordic PowerCats – Germany, Tel. +49 (0) 173 3258752, Mail: lars@powercats.eu, powercats.eu, aquilaboats.com

Neustedt 9, 24939 Flensburg

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN AQUILA 50 SAIL

Länge über alles: 14,97 m

Breite: 7,86 m

Höhe über Wasserlinie: 5,55 m

Masthöhe: 25,15 m

Tiefgang: 1,45 m

Leergewicht: 19.270 kg

Verdrängung beladen: 24.000 kg

Kabinen: 4 / 5 / 6

Bäder: 4 / 5 / 6

Max. Passagiere: 30

Schlafplätze: bis zu 14

Großsegel: 90 m² (Standard) / 96,4 m² (Square Top optional)

Rollgenua: 66 m²

Am-Wind-Segelfläche: 156 – 162,4 m²

Code 0 / Gennaker (optional): 102,8 m²

Kraftstoff: 865 l

Frischwasser: 880 l

Fäkalientank: 340 l

Antrieb: 2 × 50 PS Saildrive (optional 60 oder 75 PS)

Hybridoption: 2 × 50 kW Torqeedo Deep Blue Elektromotoren

powercats.eu, aquilaboats.com

ISLA SA

Luxus-Refugium

auf Ibiza mit privatem Bootsanleger

FERRADURA

Das Anwesen wird seit 2017 vermietet und wird ständig modernisiert, um seinen makellosen Zustand zu erhalten. Die Hauptvilla liegt inmitten wunderschön angelegter Gärten. Sie bietet 1.200 Quadratmeter Wohnfläche und Platz für bis zu 20 Gäste in einer luxuriösen Master Suite und neun weiteren, luxuriös ausgestatteten Doppelzimmern mit eigenem Bad und möblierten privaten Terrassen, von denen die Gäste den herrlichen Meerblick genießen können.

Weitere Einrichtungen wie ein spektakuläres Spa im orientalischen Stil, ein Fitnessstudio, ein Dojo, ein Yoga-Deck, ein Teehaus, ein Lagunenpool und ein privater Bootsanleger befinden sich auf dem gesamten Anwesen.

Unsere wöchentlichen Mietpreise für die exklusive Nutzung der gesamten Insel mit allen Einrichtungen bleiben 2026 unverändert: Mai, Juni, Oktober: 250.000 Euro, Juli, August, September: 300.000 Euro, Aufpreis für Veranstal-

Sa Ferradura liegt in der Bucht von Puerto San Miguel vor der Nordküste Ibizas und ist eine 3,5 Hektar große Insel, die nur durch einen kleinen, zweiseitigen Strand mit der Haupt insel verbunden ist. Das Anwesen wird ständig modernisiert, um seinen makellosen Zustand stets zu erhalten.

tungen und Partys: +15 % (alles inkl. MwSt.). Die Preise verstehen sich ohne Bereitstellung und Fremdkosten (APA); ein Team aus 24 international erfahrenen Mitarbeitern stehen den Gästen rund um die Uhr in einem flexiblen Schichtdienst zur Verfügung.

Möglich ist eine flexible An- und Abreise (je nach Verfügbarkeit – keine Samstag-Samstag-Regelung; es gibt einen garantierten frühen Check-in und späten Check-out. Die Mindestmietdauer beträgt 7 Nächte; Mietpreise für ungerade Wochen werden anteilig berechnet.

Die Hauptvilla bietet 1.200 Quadratmeter Wohnfläche und Platz für bis zu 20 Gäste in einer luxuriösen Master Suite und neun weiteren, luxuriös ausgestatteten Doppelzimmern mit eigenem Bad und möblierten privaten Terrassen.

Weitere Infos: islaferradura.com Image-Video: vimeo.com/257180778/ 4865739780

STARKES DOPPEL:

Greenline 42

GX 38 Voyager

&

MEHR SOLARENERGIE, MEHR GESCHWINDIGKEIT

UND MEHR AUSWAHL VERSPRICHT DIE NEUE

GREENLINE 42, DIE AUF DER DIESJÄHRIGEN BOOT

IN DÜSSELDORF IHRE VIELBEACHTETE PREMIERE

FEIERTE. DA GING DAS KLEINE BOOTSMODELL DER

GX SUPERYACHTS DIREKT HINTER DEM NEUEN

KAT FAST EIN WENIG UNTER, DABEI HANDELTE

ES SICH HIERBEI UM DAS ERSTMALS AUF DER

MONACO YACHT SHOW IM LETZTEN SEPTEMBER

PRÄSENTIERTE ERSTE EXPEDITIONSBOOT DER

GREENLINE-MACHER: DIE HYBRIDBETRIEBENE

GX38 METER VOYAGER.

Text: Matt. Müncheberg, Fotos: muencheberg.media, SVP/Greenline, GX Superyachts

Schön & schnell: Die Werft verspricht für die neue, 13,50 Meter (44,29 Fuß) lange Greenline 42 „mehr Individualisierungs-Möglichkeiten als je zuvor, einen schnelleren Rumpf für eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 Knoten und ein neues Interieurund Exterieurdesign von Marco Casali“.

Greenline 42

Mehr Solar auf dem Dach, schneller und mit Salon-Heckwand aus Glas

Vier zusätzliche Solarpaneele auf dem Kajütdach erhöhen die Gesamtzahl auf nunmehr runde 10 mit einer Leistung von 4,1 kW (Mitte) Rechts: Beim Interieur war die größte Neuerung die komplett verglaste Heckpartie des Salons ( links: Blick nach vorn zum Steuerstand).

Doch eines nach dem anderen: Dank eines optimierten Rumpfs soll die neue Greenline 42 eine noch höhere Höchstgeschwindigkeit als ihre Vorgängerin erreichen können: 30 Knoten (55,5 km/h) bei gleichem, „unglaublich effizientem“ 2 x 250-PS-Antrieb, verspricht die Werft. Die von Micad überarbeitete, verfeinerte Schiffsarchitektur soll den Wasserwiderstand reduzieren helfen, während Greenlines patentierter H-Drive 6G das Laden der Batterie und den Kraftstoffverbrauch optimieren können und so geräuschloses elektrisches Manövrieren möglich machen soll. Vier zusätzliche Solarpaneele auf dem Kajütdach erhöhen die Gesamtzahl auf nunmehr runde 10. Ihre maximale Leistung von 4,1 kW versorgt alle Bordgeräte und soll die Batteriebank noch schneller aufladen als bisher.

Die Vorteile der Hybrid-Solaranlage liegen auf der Hand: „Mit einer Solaranlage können Sie alle Geräte Ihres Bootes – ob in Fahrt oder vor Anker – nutzen, ohne einen Generator starten oder Landstrom anschließen zu müssen. Das bedeutet: kein Lärm, keine Vibrationen, keine Emissionen und keine Störung Ihrer Nachbarn, wenn das Boot vor Anker liegt“, heißt es aus der Werft. Dank leistungsstarker LiPo-Akkus könnten selbst Geräte mit hohem Stromverbrauch wie die Klimaanlage geräuschlos betrieben werden.

Im Dieselmodus sollen bis zu 25 Knoten (46,3 km/h) Höchstgeschwindigkeit erreichbar sein, möglich machen sollen das zwei 250 PS Yanmar-Motoren. Außerdem an Bord befinden sich 2 x 14 kW Generatoren, die zusammen 28 kW liefern.

Im Hybridmodus sollen zwei 23 kW Elektromotoren für eine Reichweite von bis zu 20 Seemeilen sorgen können – bei 5 Knoten (9,3 km/h) Speed im reinen Elektromodus); die Höchstgeschwindigkeit wird hier mit 6,5 Knoten (12 km/h) im Elektromodus angegeben. An Bord befindet sich eine 4,3 kW leistende Solaranlage (Standard) und bis zu 6 kWh leistende Lithium-Batterien.

Marco Casali erweiterte seine Partnerschaft mit der Marke und entwarf nicht nur das Exterieur, sondern auch drei Interieur-Varianten für die neue Yacht. Von Anfang an sei es sein Ziel gewesen, den „zeitlosen Look und die luxuriöse Funktionalität von Greenline aufzufrischen, anstatt sie neu zu erfinden“, heißt es aus der Werft. Basierend auf einer natürlichen Farbpalette und nachwachsenden Rohstoffen stehen die Varianten „Honig-Teak“ und „Moderne Eiche“ zur Auswahl.

„Die Greenline 42 war eine spannende Herausforderung für uns. Wir wollten an den großen Erfolg der anderen Modelle anknüpfen und den Komfort an Bord weiter steigern sowie eine modernere Formgebung schaffen, die unsere zeitlosen Linien respektiert. Im Interieur war die größte Neuerung die komplett verglaste Heckpartie des Salons. Sie ermöglicht großzügige Öffnungen zur Pantry und schafft eine starke Verbindung zum Cockpit, das nun in zwei Varianten erhältlich ist. Im Exterieur haben wir versucht, die moderne Formgebung der neuen Greenline-Projekte, wie beispielsweise der 58, mit der klassischen Formgebung zu verbinden, die ein Boot dieser Art erfordert“, so Casali.

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN GREENLINE 42 (NEW)

LüA: 13,50 m

Breite: 4,30 m

Motorisierung: 2x 250 PS Yanmar

Hybrid-Drive: 2 Motoren, kombiniert mit E-Motoren, 2 x 250 PS

Höchstgeschwindigkeit: 25 kn, Electric cruising speed: 6,5 kn greenlinehybrid.com

und

Die Greenline 42 definiert die Aufenthaltsbereiche an Bord neu, so bietet etwa das Achtercockpit zwei unterschiedliche Layouts mit Ausstattungsmerkmalen wie einem absenkbaren Heckspiegel, einer absenkbaren Badeplattform und der Option auf komplett herausnehmbare Möbel. Es gibt außerdem einen neuen Loungebereich über den Ankerabdeckungen auf dem Vordeck, der dem Design der größeren Greenline 58 entspricht.

Außerdem lassen sich die Heckfenster neben der Pantry herunterschieben, um für bessere Belüftung sorgen zu können, der Eigner kann entscheiden, ob ein zweites Gästebad im Unterdeck oder lieber ein begehbarer Kleiderschrank oder ein eigener Schminktisch gewünscht wird, und erstmals bei einer Greenline gibt es am Steuerstand eine Klimaanlage im Armaturenbrett-Stil, mit der man die Temperatur nach Bedarf regulieren kann.

Verantwortungsvolles Yachting erstreckt sich bei Greenline jedoch nicht nur auf die Armaturen, die Antriebe oder die Möbel, sondern auf den gesamten Bauprozess. Der zur Rumpfverstärkung verwendete Hightech-Schaumkern besteht beispielsweise aus recyceltem PET-Kunststoff. Das Laminieren erfolgt im Vakuum-Infusionsverfahren, was eine präzise Materialverwendung gewährleistet. Aktuell wird ausschließlich Vinylesterharz verwendet, wodurch eine 5-jährige Garantie gegen Osmose ermöglicht wird. Darüber hinaus experimentieren die Techniker der Werft mit Naturfasern und umweltfreundlichen Harzen beim Laminieren der Yachten selbst.

greenlinehybrid.com

Marco Casali (rechts) zeichnete das Interieur- und Exterieur-Design der neuen Modelle von Greenline und GX Superyachts. Maurizio Magi (links) ist bei GX Superyachts für das operative Tagesgeschäft verantwortlich.
Übersichtlich
gut zu handeln: Steuerstand auf der neuen Greenline 42
Dank eines optimierten Rumpfs soll die neue Greenline 42 eine noch höhere Endgeschwindigkeit als ihre Vorgängerin erreichen können: Diese gibt die Werft mit 30 kn (55,5 km/h) an.

GX 38 Voyager von GX Superyachts

Alu-Rumpf mit Eisklasse und Hybrid-Antriebssystem

Bei der in Düsseldorf zunächst noch als Modell präsentierten GX 38 Voyager von GX Superyachts handelt es sich um eine klassische Expeditionsyacht. Nach dem Debüt der jungen Marke GX mit einer 42 m langen Yacht, die sich bereits im Bau befindet, und der Hybrid-Yacht GX34 soll das neue Modell nun einen Wendepunkt hin zum „Abenteuer-Yachting unter extremen Wetterbedingungen“ markieren und sei „auf ausdrücklichen Wunsch eines engagierten Kunden“ entwickelt worden, heißt es aus der Werft.

Ganz im Sinne der Philosophie von GX Superyachts für verantwortungsvolles Yachting strebe die GX38 Voyager „höchste Effizienz bei gleichzeitig gesteigertem Komfort an Bord“ an, so die GX-Werftvertreter um Greenline-Gründer Wladimir Zinchenko. Zu diesem Zweck nutze der Antriebsstrang das von GX entwickelte Hybridantriebssystem, das großflä-

chige Solarpaneele, Dieselgeneratoren und Elektromotoren kombiniert, um die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Dieselmotoren „um bis zu 30 Prozent reduzieren“ zu können.

Mit optionalen Azimut-Pod-Antrieben und einem klassenzertifizierten, eisverstärkten Rumpf sei die GX38 Voyager von Anfang an für „Fahrten abseits der ausgetretenen Pfade“ konzipiert worden. Bei Explorer-Yachten mit Eisklasse wird normalerweise Stahl bevorzugt, weil Stahl bei wiederholter Eisbelastung robuster und einfacher auszulegen ist. Aluminium ist leichter, aber schwieriger eisfest zu konstruieren, weshalb solche Lösungen eher selten sind.

Die neue GX38 soll bei Bedarf Geschwindigkeiten von bis zu 16 Knoten erreichen können (29,6 km/h), im Hybrid-Naviga-

tionsmodus soll die Reichweite bei 6 Knoten beeindruckende 10.000 Seemeilen erreichen können, was sie für „wahre Weltreisen“ geeignet erscheinen lassen soll.

Die Yacht verfügt in der aktuellen Version über eine großzügige Breite von 8,2 Metern, während eine „ultrabreite“ Variante mit 9 Metern (oder sogar noch mehr) aktuell in Entwicklung sei. Sie soll sowohl mit traditionellem Rumpf als auch in der ultrabreiten Konfiguration erhältlich sein und mehr Innenraum im Bugbereich sowie ein langes, offenes Achterdeck bieten.

Ähnlich wie ihr größeres Schwestermodell bietet die GX38 Voyager luxuriöse Unterkünfte mit eigenem Bad in 5-6 Kabinen, betreut von einer 6- bis 7-köpfigen Crew. Flexible Raumaufteilung steht im Vordergrund, sodass sich alles –von den Kabinen bis hin zu den Gemeinschaftsbereichen wie dem großzügigen Salon und dem Essbereich – individuell gestalten lässt. „Die GX38 Voyager von GX Superyachts ist das Ergebnis monatelanger Zusammenarbeit mit einem sehr engagierten Kunden“, so Gründer Vladimir Zinchenko. „Mit

ihr erweitern wir erstmals unser einzigartiges Engagement für verantwortungsvolles Yachting auf den Abenteuersektor. Die Yacht ist gleichermaßen für Fahrten in hohe Breitengrade oder abgelegene Gebiete geeignet – und das alles mit außergewöhnlichem Komfort.“

Marco Casali setzt auch hier seine Zusammenarbeit mit der Marke als Innen- und Außendesigner fort. Dies sorgt nicht nur für ein harmonisches Gesamtbild der drei bisher vorgestellten Modelle, sondern verleiht der neuen Yacht auch eine wunderbare Kontinuität vom Interieur bis zu den weitläufigen Außendecks. Weitere Details würden in Kürze veröffentlicht, heißt es aus der Werft.

Währenddessen erfolgt der Bau der ersten GX42 bei Baupartner SES Yachts in Istanbul, Türkei, und „verlaufe planmäßig“. Die Auslieferung des Bootes sei für Sommer 2026 geplant –ausführliche Vorstellung der neuen GX 42 + 38 in einer der kommenden Ausgaben von MEER & YACHTEN.

gx-superyachts.com

Krankenversicherung für Crewmitglieder

Gesundheitscheck

ABHÄNGIG VON DEN BESTIMMUNGEN DER ARBEITSVERTRÄGE DER CREWMITGLIEDER, DEN ANFORDERUNGEN DES FLAGGENSTAATS, DER LOKALEN GESETZGEBUNG UND DER ANWENDBARKEIT DES SEEHANDELSÜBEREINKOMMENS (MLC) IST ES FÜR REEDER WICHTIG SICHERZUSTELLEN, DASS IHRE CREWMITGLIEDER RUND UM DIE UHR GEGEN KRANKHEIT, UNFÄLLE, LOHNFORTZAHLUNG IM KRANKHEITSFALL UND RÜCKFÜHRUNGSKOSTEN AUSREICHEND VERSICHERT SIND. DIES KÖNNEN DIE KOMPLEXESTEN UND STRITTIGSTEN SCHADENSFÄLLE SEIN, DA DIE GESUNDHEIT VON MITARBEITERN

EIN EMOTIONALES THEMA IST. VOR EINER ENTSCHEIDUNG SOLLTEN DAHER ALLE OPTIONEN SORGFÄLTIG GEPRÜFT WERDEN.

enn es darum geht, den Versicherungsbedarf als Crewmitglied zu ermitteln, ist es wichtig, die verschiedenen verfügbaren Versicherungsarten und die jeweiligen Verantwortlichkeiten zu kennen. MEER & YACHTEN sprach mit Michelle van der Merwe von Pantaenius Monaco.

Worauf sollte ich bei meiner Crew-Versicherung achten? Diese Versicherungen gibt es in verschiedenen Formen und unter verschiedenen Bezeichnungen je nach Versicherer. Daher ist es wichtig, genau zu klären, was die Police abdeckt und wer versichert ist. Die meisten Crew-Versicherungen decken die medizinischen Kosten der Crew, die Rückführung oder medizinische Evakuierung sowie eine Einmalzahlung bei Tod oder dauerhafter Arbeitsunfähigkeit nach einem Unfall an Bord ab. Gegebenenfalls wird auch eine Entschädigung bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit aufgrund eines Unfalls

oder einer Krankheit (die zur Arbeitsunfähigkeit führt) gezahlt, üblicherweise in Form einer wöchentlichen Leistung, die sich nach dem Gehalt des Crewmitglieds richtet.

Was hat das See-Arbeitsübereinkommen (MLC) damit zu tun? Das MLC (See-Arbeitsübereinkommen 2006) gewährt Seeleuten umfassende Rechte und Schutz am Arbeitsplatz und zielt auf Mindestarbeitsbedingungen an Bord ab. Diese umfassen ein breites Spektrum an Themen, darunter Arbeitszeiten, Gesundheit und Sicherheit, Unterkunft der Crew, Wohlbefinden der Seeleute und vertragliche Regelungen.

Welche Auswirkungen hat der Wohnsitz? Wenn die angestellte Yachtcrew aus den USA oder Australien stammt, müssen die jeweiligen nationalen Gesetze beachtet werden. Auch französische Besatzungsmitglieder, die auf einer Yacht

arbeiten, die sich länger als sechs Monate in französischen Gewässern aufhält, müssen die medizinischen und sozialen Anforderungen der ENIM (Nationales Seefahrtsgesetz) beachten, die für französische Seeleute gelten. Generell ist es wichtig, dass Besatzungsmitglieder ihren rechtlichen Status während ihrer Arbeit an Bord von Yachten kennen. Dazu gehört auch, ob es lokale Gesetze zu Gesundheitsleistungen oder zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen gibt.

Wie sieht es mit Saisonkräften und Tagelöhnern aus? Die Yachtcrew-Versicherung bietet wahrscheinlich auch für Aushilfskräfte Versicherungsschutz. Prüfen Sie jedoch immer genau, was und in welchem Umfang der Versicherungsschutz gilt. Einige Flaggenstaaten haben neue Richtlinien zu Seemannsarbeitsverträgen (Seafarer Employment Agreements, SEAs) für temporäre Besatzungsmitglieder, Tagelöhner und Regatta-Crews herausgegeben. Klären Sie daher immer mit Ihrem Arbeitgeber ab, welcher Versicherungsschutz enthalten ist.

Wird die Prämie vom Fahrtgebiet beeinflusst? Ja. Reisen Sie beispielsweise in die USA, führt dies in der Regel zu einer höheren Prämie aufgrund der dortigen Kosten für medizinische Behandlungen.

Sind alle Sportaktivitäten abgedeckt? Prüfen Sie Ihre Versicherungsbedingungen – Aktivitäten wie Wintersport und Freizeittauchen sollten klar als ein- oder ausgeschlossen aufgeführt sein. Dies gilt nicht nur für Aktivitäten im Zusammenhang mit der Yacht, sondern auch für Ihre Urlaubs- oder Rotationszeiten.

Gibt es eine Wartezeit für bestimmte Erkrankungen oder einen Ausschluss von Vorerkrankungen? Sie können möglicherweise keine Leistungen für Erkrankungen in Anspruch nehmen, die Sie vor Beginn des Versicherungsschutzes bei einem neuen Versicherer hatten. Dies gilt in der Regel für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten. Die Crew-Krankenversicherung von Pantaenius schließt keine Vorerkrankungen aus.

Crew-Krankenversicherung und Crew-Unfallversicherung können einzeln abgeschlossen werden, ist es trotzdem empfehlenswert, beide abzuschließen? Ja. Abhängig von der Anzahl der Crewmitglieder kann dies einen erheblichen Teil der Prämie ausmachen und sollte daher nicht als unwichtiger Bestandteil des Versicherungspakets unterschätzt werden. Die Crew-Krankenversicherung von Pantaenius deckt die Behandlungskosten für bezahlte

Wenn es darum geht, den Versicherungsbedarf als Crewmitglied zu ermitteln, ist es wichtig, die verschiedenen verfügbaren Versicherungsarten und die jeweiligen Verantwortlichkeiten zu kennen. MEER & YACHTEN sprach mit Michelle van der Merwe von Pantaenius Monaco.

Crewmitglieder im Krankheits- oder Unfallfall. Sie können den Versicherungsschutz für Ihre bezahlten Crewmitglieder einfach abschließen und beenden, ohne lange Formulare ausfüllen zu müssen. Informationen zu chronischen oder bereits bestehenden Erkrankungen benötigen wir nicht, da diese automatisch mitversichert sind. Optional ist bei Bedarf auch eine Einkommensausfallversicherung erhältlich.

Was deckt die Pantaenius Yacht-Crew-Unfallversicherung ab? Diese Versicherung deckt die finanziellen Folgen von dauerhafter Arbeitsunfähigkeit oder Tod ab. Sie gilt für Unfälle im Dienst und in der Freizeit, an Bord und an Land. Wie die Crew-Krankenversicherung ist sie rund um die Uhr gültig. Kapitänen empfehlen wir aufgrund ihrer längeren Berufslaufbahn und ihres höheren finanziellen Risikos höhere Deckungssummen.

Weitere Info: superyacht.pantaenius.com, Michelle van der Merwe, Pantaenius Monaco, +377 97 70 12 02, mmerwe@pantaenius.com

NACHHALTIG CHILLEN IM SIRRU FEN FUSHI

Text: Matt. Müncheberg, Fotos: Sirru Fen Fushi, muencheberg.media

DER MALEDIVEN BIETET NICHT NUR EINE LUXURIÖSE

AUSZEIT, SONDERN AUCH DIE MÖGLICHKEIT, SELBST

TEIL EINES WICHTIGEN NATURSCHUTZPROJEKTS ZU

WERDEN. UND: AB 2026 WILL DAS RESORT

SEINEN KOMPLETTEN ENERGIEBEDARF AUS SOLARENERGIE GEWINNEN.

Wer als Tourist auf die Malediven kommt, will wohl vor allem eines: relaxen. Viele kommen wegen der artenreichen Unterwasserwelt, um diese als Taucher oder Schnorchler zu erkunden. Auf Sirru Fen Fushi, etwa 230 Kilometer nördlich von Malé gelegen und komfortabel mit dem Wasserflugzeug zu erreichen, kommen beide voll auf ihre Kosten. Doch es gibt noch so viel mehr zu entdecken im Shaviyani – Atoll (Miladhunmadulu Uthuruburi), das noch vergleichsweise wenig touristisch erschlossen- und für seine intakten Riffe und die reiche Meeresflora und -fauna bekannt ist.

Da wäre zum einen das Coralarium: 2018 eröffnete der internationale Künstler und Meeresbiologe Jason de Caires Taylor seine erste Installation im Indischen Ozean – direkt vor dem Sirru Fen Fushi-Resort auf den Malediven. Es ist das erste Unterwasser-Skulpturenmuseum der Malediven, ein Kunstwerk, zu der ein 100 Meter langer Unterwasser -

steg vom Strand des Resorts in den Ozean hinausführt, wo das „Museum“, wie die Installation von den Mitarbeitern auch gerne genannt wird, über dem Meeresspiegel bis weit in den Horizont hinausragt.

Taylors Kunstwerk passt sich dabei als eine Art künstliches Riff aus detailgetreuen Skulpturen, die aus einem ungiftigen, pH-neutralen und meerwasserbeständigen Material hergestellt sind, perfekt der Umgebung an. Mit einer rauhen Außentextur versehen, sollen die langlebigen Skulpturen vor allem Korallenlarven die Möglichkeit zum Ansiedeln und Gedeihen bieten, während Nischen, dunkle Mulden und Hohlräume neuen Lebensraum für Fische sowie Krustentiere schaffen sollen – so der Plan des Künstlers bei der Einweihung.

Acht Jahre danach ist die Vision Taylors Wirklichkeit geworden: bei einem geführten Schnorcheltrip erkunden

SIRRU FEN FUSHI IM SHAVIYANI ATOLL IM NORDEN

wir Ende 2025 das Coralarium. Die insgesamt sechs Meter hohe Installation ragt drei Meter aus dem Wasser heraus und greift dabei die Linie des Horizonts auf. Das Kunstwerk besteht aus drei Schichten: die Spitze bilden schwarze Skulpturen oberhalb des Edelstahlwürfels. Im Inneren des Unterwasser-Museums stehen Skulpturen, die auf Sockeln in verschiedenen Höhen platziert sind, um die Gezeiten zu symbolisieren, während abstrakte hybride Formen die Basis bilden. Umrankt von Efeu, sind sie auf Banyan Baum-Wurzeln verankert und mit modellierten Schwämmen, Pilzkorallen und Hirschhorn-Korallen bedeckt.

Die Außenwände des nach unten geöffneten, durchlässigen Edelstahl-Kunstwürfels bestehen aus ausgestanzten Platten, deren Maserung der Gorgonian-Fächerkoralle nach-

Dank der Ansiedelung verschiedener Meeresbewohner werden die auf dem Meeresgrund innerhalb des Würfels aufgestellten Skulpturen zum bunten, quirligen Leben erweckt und schaffen eine Symbiose zwischen Kunst und Natur.

empfunden ist. Unter Wasser stellt sich das Werk tatsächlich als lebendes Kunstwerk dar. Dank der Ansiedelung verschiedener Meeresbewohner werden die auf dem Meeresgrund innerhalb des Würfels aufgestellten Skulpturen zum bunten, quirligen Leben erweckt, helfen dem lokalen Ökosystem so ein wenig mehr ins Gleichgewicht zu kommen und schaffen eine Symbiose zwischen Kunst und Natur.

Vom Ufer bis hin zum Coralarium führt die Besucher als Verlängerung des 200 Meter langen Infinity-Pools im Herzen des Resorts (einer der längsten auf den Malediven, länger ist seit März 2025 nur der Pool auf Sun Siyam Olhuveli) ein Unterwasser-Korallenweg, gesäumt von einem Korallen-Garten. Gäste, lokale Schulen und Interessierte können hier nicht nur unter Wasser die sich immer wieder verändernden Skulpturen bewundern, sondern sich auch aktiv an der Korallenzucht beteiligen, die kontinuierlich entlang des Unterwasserweges angesiedelt wird.

„Das gemeinsame Projekt von Jason de Caires Taylor und der Resort-Leitung konzentriert sich auf die Wiederansiedlung von Korallen sowie das biologische Gleichgewicht“, sagt Sustainability-Resortmanager Izuan. Erklärtes Ziel sei es, Themen wie den Schutz der Meere, Klimawandel und die fragile Schönheit der Inselnation ins Bewusstsein zu rücken. Mehrmals täglich finden Führungen für kleine Gruppen statt, bei denen Meeresbiologe Izuan bei individuellen Schnorchel- oder Tauchgängen Details und Fakten vermittelt.

Doch auch die Insel selbst ist ein Zufluchtsort für natürliche Schönheit. „Die Insel beherbergt uralte Bäume, und sie ist ein Nistplatz für gleich zwei Arten von Meeresschildkröten“, sagt Izuan. Seit der Begründung einer Partnerschaft mit dem Olive Ridley Project (ORP) im März 2022 seien auf der Insel insgesamt 14 Nester dokumentiert worden, aus denen 1.363 Schildkrötenbabys sicher ins Meer gelangt seien, das sei ein „starkes Zeichen für den Erfolg der Naturschutzmaßnahmen“.

Für Taucher wichtig: Sirru Fen Fushi verfügt über ein beeindruckendes, neun Kilometer langes Hausriff, das nicht nur durch seine schiere Größe, sondern auch durch seine unglaubliche Artenvielfalt besticht. Gäste können weniger

2018 eröffnete der Künstler und Meeresbiologe Jason de Caires Taylor seine erste Installation, ein Unterwasser-Skulpturen-Museum, im Indischen Ozean – direkt vor dem Sirru Fen Fushi-Resort auf den Malediven.

als 100 Meter vom Ufer entfernt auf Meeresschildkröten, Haie, Napoleon-Lippfische, Adlerrochen und sogar Mantarochen treffen. „Das Hausriff dient als wichtige Futterund Ruhezone für Meeresschildkröten. Bisher wurden 86 einzelne Schildkröten identifiziert, darunter 50 ansässige Tiere, die regelmäßig gesichtet werden“, erklärt Meeresbiologe Izuan.

„Haie, die als „Ärzte des Meeres“ bekannt sind, spielen eine entscheidende Rolle für das Gleichgewicht der Meeresökosysteme“ sagt Sara Wong von Sub Oceanic. Am Hausriff von Sirru Fen Fushi seien regelmäßig Schwarzspitzen-, Weißspitzen- und Grauriffhaie zu sehen. Auch Rochen seien häufig anzutreffen, darunter Porcupine-Rochen, MangrovenPeitschenrochen und der seltene Ornate-Adlerrochen. Sogar der Riesen-Gitarrenrochen, der als vom Aussterben bedroht gilt, werde ebenfalls gelegentlich gesichtet, so die freundliche und professionelle Dive-Instruktorin des Resorts.

„Das Hausriff ist ein wichtiger Lebensraum für Mantarochen, die hier Futterplätze und Reinigungsstationen finden“, sagt die aus Taiwan stammende Sara Wong. Das Sustainability-Center des Resorts sammele Daten und arbeite eng mit der Manta Trust Organisation zusammen, um die Bewegungsmuster und Lebenszyklen der Mantarochen zu erforschen.

Gemeinsam mit Sara gehen wir auf Tauchstation und erkunden die nahegelegenen attraktiven Tauchgebiete Fahi Faru und Fahi Thila. Immer wieder beeindruckend ist das Schauspiel, wenn die majestätischen Mantas direkt über unseren Köpfen an einer Putzerstation dahin-„schweben“. Auch Grauriffhaie bekommen wir zu Gesicht, und Sara berichtet sogar von Sichtungen des seltenen Zebrahais.

Sirru Fen Fushi ist nicht nur ein Inselresort, sondern ein lebendiges marines Schutzgebiet, das eine unglaubliche Artenvielfalt unterstützt. Gäste können durch verantwortungsvolles Schnorcheln, Korallenadoption und Schildkrötenüberwachung zur Erhaltung dieses einzigartigen Lebensraums selbst beitragen. Tipp: Gäste sollten unbedingt das Sustainability-Center von Izuan besuchen. Hier gibt es spannende Einblicke in die marine Natur, und wie man diese am besten schützen kann.

Ein schönes Mitbringsel ist eine kleine Meeresschildkröte, die man im Center selbst aus aufgesammeltem, geschreddertem Plastikabfall herstellen kann, indem man die so gewonnenen Plastikkügelchen heiß in eine Metallform presst. Auch hübsche Ketten und Armbänder können hier hergestellt werden – aus ebenfalls eingesammelten alten Fischernetzen – Upcycling in seiner schönsten Form.

Dass Sirru Fen Fushi auf den Malediven nicht nur ein luxuriöses Hideaway ist, sondern dass es das Management um GM Gerhard Stutz ernst meint mit der Nachhaltigkeit, beweist nicht zuletzt die Solaranlage von Swimsol, die Stand 2025 bereits auf 11 Dächern mit insgesamt 3.307 Paneelen installiert wurde – auf eigene Kosten übrigens. Wenn nur drei dieser Paneele für eine Stunde Sonne haben, produzie -

Links und unten: SustainabilityManager Izuan demonstriert, wie aus angeschwemmtem Plastik-Müll hübsche Giveaways entstehen.

4.420.062) kWh wurden mit dem heutigen Tag seit Installation der Anlage durch diese produziert. Damit konnten – zumindest rechnerisch – bis heute knapp 1,3 Tausend Tonnen Diesel eingespart werden (konkret: 1.282).

Umgerechnet hätte das gesamte Resort so 223 Tage komplett durch Solar-Power betrieben werden können. „Mit Blick auf die Zukunft plant Sirru Fen Fushi, seine Solarkapazität durch die Installation zusätzlicher Paneele noch weiter auszubauen und damit seine langfristige Vision eines umweltbewussten Gastgewerbes zu bekräftigen“, sagt Sustainability-Resortmanager Izuan.

ren sie 1 kW – das entspricht ziemlich genau 290 ml Diesel, den die rund um die Uhr laufenden großen Dieselaggregate der Insel dadurch weniger verbrauchen, um – wie auf den luxuriösen Malediven-Eilanden üblich – per Generator Strom zu erzeugen. Ein kleiner, aber umso wichtigerer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Stolz werden die Erträge der Solaranlage auf einem eigens eingerichteten Kanal im Zimmer-Fernsehen präsentiert: heute, am 10. Oktober 2025, einem grauen und regnerischen Tag mit nur wenigen Stunden Sonne, wurden immerhin 2.318 kW produziert. An nur einem einzigen Tag konnten durch die Sonnenkollektoren so mehr als 672 Liter Diesel eingespart werden.

12.521 kW wurden diese Woche bereits produziert – entspricht mehr als 3.630 Litern Diesel (letzte Woche wurden 18.699 kW produziert, da schien die Sonne öfter). Fast 4,5 Mio. (konkret:

Unbedingt empfehlenswert auf Sirru Fen Fushi ist der Besuch des Sustainability-Labs (oben rechts) gleich zu Anfang des Urlaubs, wo das engagierte Team (ganz oben) Vorträge hält, Unterwasser-Führungen anbietet und Bastel-Sessions anbietet.

Darüber hinaus plane das Resort die Installation von 4.500 weiteren Paneelen – auf schwimmenden Pontons inmitten der Lagune. „Wir arbeiten derzeit aktiv an der Standortvermessung, um eine optimale Platzierung und maximale Effizienz zu gewährleisten“, so der engagierte Umweltschützer. „Unser Ziel ist es, bis 2026 unseren gesamten Energiebedarf mit Solarenergie zu decken“.

Das wäre eine echte Premiere auf den gesamten Malediven – und ein wegweisendes Signal in puncto Nachhaltigkeit für die übrigen ca. 200 existierenden und im Bau befindlichen Luxus-Resorts des Archipels. „Die Branche steht vor einem strategischen Umbruch. Wer heute mutig in Nachhaltigkeit investiert, wird morgen zu den Gewinnern gehören. Es geht nicht mehr um kosmetische Anpassungen, sondern um echte Transformation“, erklärt Oliver Büscher, Associate Director bei der Nigel Wright Group.

MEER REISEN SIRRU FEN FUSHI MALEDIVEN

SIRRU FEN FUSHI PRIVATE LAGOON RESORT

Das im nördlichen Shaviyani-Atoll der Malediven gelegene Sirru Fen Fushi – Private Lagoon Resort, Teil der renommierten Leading Hotels of the World, ist eingebettet in eine geschützte Lagune mit einem neun Kilometer langen Hausriff und bietet Zugang zu einer blühenden und artenreichen Unterwasserwelt. Die 120 Villen des Resorts, die entweder im dichten Palmengrün der Insel liegen oder elegant über dem Wasser thronen, verbinden Boho-Chic mit Barfuß-Luxus. Der mit 200 Metern zweitlängste Infinity-Pool der Malediven erstreckt sich von der einen Inselseite zur anderen, während das mehrfach ausgezeichnete Arufen Spa und Yoga-Sessions am Strand für Entspannung und Wohlbefinden sorgen. Für kulinarische Vielfalt sorgen drei Restaurants, darunter das Azure mit fangfrischem Fisch sowie das elegante Kata, das japanische Küche in stilvollem Ambiente serviert. Ein besonderes Highlight ist das Coralarium – die erste und einzige unter Wasser liegende „Kunstgalerie“ der Malediven. Auch das Sustainability Lab, eine Recycling-Werkstatt zur kreativen Verwertung von Meeresplastik, lädt Gäste ein, selbst Teil des Umweltschutzes zu werden.

Hinkommen: wir flogen komfortabel mit Emirates über Dubai nach Malé – mit gutem Service und freundlichem Personal.

Kontakt: Tel. +960 654 8888

Mail: reservations@sirrufenfushi.com sirrufenfushi.com

Sirru Fen Fushi

Text: Matt. Müncheberg, Fotos/Images: Watchit

Bei manchen Produkten fragt man sich, warum sie nicht viel eher auf den Markt gekommen sind. So auch bei der Watchit-Technologie, die 2025 erstmals vorgestellt wurde und nun auch auf der diesjährigen boot in Düsseldorf gezeigt wurde.

Watchit ist zunächst ein Produkt für die maritime Sicherheit, das, kurz gesagt, Marine-KI und Näherungssensorik kombiniert. Was bereits seit mehreren Jahren aus der automobilen Sicherheit bekannt ist, gibt es nun also endlich auch für Boote – und zwar soll sich das System für „alle Bootstypen eignen, von kleinen Beibooten bis hin zu luxuriösen Superyachten“, heißt es aus dem Unternehmen – wie z.B. einer Großyacht von Azimut, auf der Watchit im letzten Jahr erstmals verbaut und der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

„Watchit Eye wurde entwickelt, um eigenständig nahegelegene Gefahren zu erkennen, darunter Bojen, kleine Fischer -

Neuer KollisionsverhütungsAssistent für Boote

NACH SEINEM ERSTEN PRAXISEINSATZ AUF

AZIMUT-YACHTEN BEIM CANNES YACHTING

FESTIVAL 2025 UND DER BRANCHENPRÄSENTATION AUF DER METSTRADE IN AMSTERDAM IM SELBEN JAHR STELL-

TE WATCHIT IM JANUAR AUF DER BOOT

ERSTMALS AUCH IN DEUTSCHLAND SEIN

KI-GESTÜTZTES GRUNDBERÜHRUNGS- UND KOLLISIONSVERMEIDUNGS-SYSTEM FÜR

FREIZEITBOOTE VOR.

Ship-to-Ship Collision Prevention

boote, Jetskis und Risiken durch andere Wasserfahrzeuge“, sagt Yotam Levy, der uns das System in Düsseldorf demonstriert. So unterstütze das System Kapitäne dabei, „den Überblick zu behalten, schneller und klüger zu entscheiden und kostspielige Unfälle zu vermeiden – ganz ohne zusätzliche Komplexität oder Ablenkung“.

„Wir haben das Sicherheitskonzept moderner Fahrerassistenzsysteme (ADAS) aus der Automobilbranche aufgegriffen und für den Einsatz auf dem Wasser neu gedacht“, ergänzt Tal Duvdevany, der CEO des kleinen israelischen Startups. Mit Watchit Eye könnten Boote Risiken nun proaktiv erkennen und darauf reagieren – „und Kapitäne dabei unterstützen, Unfälle zu vermeiden, bevor sie passieren, selbst unter schwierigsten Bedingungen.“

Typische Installationsorte sind je nach Schiffstyp und -geometrie der Mast, der Radarbügel oder das Hardtop. Daten

Watchit Eye wurde entwickelt, um eigenständig nahegelegene

Gefahren zu erkennen, darunter Bojen, kleine Fischerboote, Jetskis und Risiken durch andere Wasserfahrzeuge.

und Strom werden per Kabel (kabelgebundene Verbindung) übertragen – es wird keine drahtlose oder WLAN-Datenübertragung verwendet.

Wie funktioniert das System? Watchit Eye ist nicht nur ein Sensor, sondern wird von seinen Erfindern als eine „umfassende Risikoanalyse-Engine“ umschrieben. Das System analysiert kontinuierlich Echtzeitdaten aus den bordeigenen Systemen des Bootes, AIS, GPS, Kartendaten sowie seinem 4D-Bildgebungsradar und bewertet potenzielle Gefahren eigenständig. Der Kapitän wird nur dann gewarnt, wenn es wirklich erforderlich ist.

Im Unterschied zu autonom- oder teilautonom fahrenden Cars-Systemen, die teilweise auch auf LiDAR-Systeme setzen (wie z.B. Waymo, Mercedes-Benz „Drive Pilot“ in bestimmten Märkten und Volvo bei seinen neueren High-End-Modellen), arbeitet Watchit mit einem 4D-Bildgebungs-Radar, welches seine Vorteile auf See vor allem beim physikalischen Messprinzip, der Umweltrobustheit und der Art der gelieferten Daten ausspielt.

Nach Hersteller-Angaben soll das neue, patentierte Watchit-System, welches aus Hardware („Eye“) und einer KI-basierten Software besteht, vor allem Kollisionen auf offener See und auch Binnengewässern gleichermaßen vermeiden helfen, es soll einen zuverlässigen Betrieb bei Dunkelheit, Nebel und schlechter Sicht gewährleisten, und es soll Echtzeitwarnungen bei Grundberührung, Hindernissen und anderen Gefahren im Nahbereich ausgeben können.

Vorteil: Watchit benötigt keinen eigenen Bildschirm, das System ist vielmehr für die Integration mit vorhandenen Borddisplays wie Garmin, Raymarine, B&G und anderen NMEA-2000-kompatiblen Kartenplottern konzipiert –Warnungen und Gefahrenhinweise können zusammen mit akustischen Signalen so direkt auf den vorhandenen Bildschirmen angezeigt werden. Angeschlossen an die vorhandenen Systeme des jeweiligen Bootes wird Watchit ganz einfach über Standard-Schiffsschnittstellen, hauptsächlich NMEA-2000.

Erstmals wurde das System 2025 auf einer Azimut-Yacht verbaut, doch auch auf kleineren Pleasure-Yachten und -booten mache das neue System durchaus Sinn, sagt Watchit-Manager Yotam Levy, der seine eigene Anwendung bereits seit einiger Zeit auch auf der familieneigenen Hallberg-Rassy erfolgreich einsetzt.

Das System arbeite unauffällig im Hintergrund; sei ein anderes Boot, eine Boje oder gar Land „im Weg“, melde sich Watchit mit einer freundlichen Frauenstimme: „Watchit! –Collision Alert!“, und sorge so einfach für mehr Sicherheit und damit ein gutes Gefühl auf dem Wasser.

Vessel Grounding Prevention
Obstacle Collision Prevention

D-Marin:

„Fühlt sich an, wie Yachting sich anfühlen sollte“

D ­MARIN, ANBIETER VON ERSTKLASSIGEN YACHTHÄFEN, STARTET MARKENKAMPAGNE

„FÜHLT SICH AN, WIE YACHTING SICH ANFÜHLEN SOLLTE“. MIT DIESER KAMPAGNE WILL

D ­MARIN SEINEM ENGAGEMENT, DAS YACHTING ­ERLEBNIS NEU ZU DEFINIEREN, EINEN GANZ NEUEN CHARAKTER GEBEN.

„Fühlt sich an, wie Yachting sich anfühlen sollte” soll die Philosophie von D-Marin widerspiegeln: „raffinierter, aufmerksamer und reibungsloser Service ohne großes Aufsehen“. Die Kampagne präsentiere eine „einzigartige Kombination aus erstklassiger Gastfreundschaft, Innovation und herausragenden Einrichtungen, durch die D-Marin zu einer führenden und unverwechselbaren Marke im Mittelmeerraum geworden“ sei.

Die Kampagne sei „für die exklusivsten Yachten weltweit konzipiert“ worden, sei aber für alle zugänglich. Sie soll für

„Erlebnisse“ (stehen), „bei denen jedes Detail durchdacht, jede Interaktion berücksichtigt und jedem Gast ein wahres Zugehörigkeitsgefühl vermittelt“ werde.

Inzwischen gehört D-Marin mit seinen 26 Yachthäfen in 9 Ländern und jährlich über 14.000 Kunden zu den am schnellsten wachsenden Yachthafenbetreibern weltweit. Der Net Promoter Score (NPS) von 54 (ein Anstieg von 38 Prozent in den letzten vier Jahren) verdeutliche nach eigenen Aussagen, dass das Unternehmen „stets die Erwartungen übertrifft“ und Fünf-Sterne-Erlebnisse biete.

D-Marin gehört inzwischen mit seinen 26 Yachthäfen in 9 Ländern und jährlich über 14.000 Kunden zu den am schnellsten wachsenden Yachthafenbetreibern weltweit.

Smart Sensors von D-Marin, basiert auf der Sense4Boat-Plattform und bietet eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung und sofortige Warnmeldungen bei Risiken wie Wassereintritt, Batterieüberhitzung, Feuer und unbefugter Bewegung.

D-Marin befindet sich tatsächlich weiterhin auf rasantem Wachstumskurs: Alle neuen Anlagen würden schnell integriert und zeigten deutliche Verbesserungen in den Bereichen Kundenzufriedenheit, Ausstattung und Betrieb, heißt es bei D-Marin. Zu den kürzlich getätigten Investitionen zählen die Neugestaltung der Gouvia Marina sowie die Erweiterung um sieben neue Yachthäfen, die das Angebot von Happy Berth Days ergänzen.

„Die Kampagne „Fühlt sich an, wie Yachting sich anfühlen sollte“ definiert, wofür D-Marin steht: exquisiter Service, durchdachte Details und Innovationen, die für mehr Sicherheit sorgen“, sagte Oliver Dörschuck, Geschäftsführer von D-Marin. Angesichts der Expansion seines Unternehmens in neue Regionen sei dies der „richtige Zeitpunkt, um unser Markenversprechen auf eine Weise zum Ausdruck zu bringen, die sowohl unsere Tradition als auch unsere Vision für die Zukunft des erstklassigen Yachtings widerspiegelt.“

Auf der boot in Düsseldorf hatten Besucher Gelegenheit, sich über das wachsende Portfolio von D-Marin zu informieren, das nun aktuell 25 Marinas in 8 Ländern in den Mittelmeerund Golfregionen umfasst, zudem gebe es „weitere spannende neue Projekte in der Entwicklung“.

„Im vergangenen Jahr hat D-Marin bedeutende Fortschritte bei der Erweiterung und Verbesserung unseres Marinanetzwerks gemacht“, sagte Dean Smith, Chief Commercial Officer bei D-Marin, beim MEER & YACHTEN – Gespräch auf der boot. „Mit neuen Marina-Entwicklungen, strategischen Übernahmen und innovativen Dienstleistungen setzen wir neue Maßstäbe für die Marina-Industrie“.

Seit Januar 2024 habe D-Marin seine Präsenz im Mittelmeerraum erweitert und einen „wertvollen Cluster von Marinas an der französischen und italienischen Riviera“ geschaffen, so Dean Smith. Wichtige Ergänzungen umfassten Camille

Rayon und Porto Mirabello sowie vier weitere erstklassige Standorte, die die Attraktivität des Netzwerks für Yachtbesitzer und Reisende weiter steigern sollen.

Bereits im Sommer des letzten Jahres gab der Marina-Betreiber bekannt, dass aktuell mehr als 10.000 Kunden in den Premium-Marinas von D-Marin bereits Smart Sensors „für mehr Sicherheit und ein beruhigendes Gefühl, wenn sie nicht an Bord sind“ nutzen würden. Die Smart Sensors von D-Marin, basierend auf der Sense4Boat-Plattform, bietet nach eigenen Angaben eine „Rund-um-die-Uhr-Überwachung und sofortige Warnmeldungen bei Risiken wie Wassereintritt, Batterieüberhitzung, Feuer und unbefugter Bewegung“.

Mit Smart Pedestals entwickelte D-Marin eine digitale Lösung, die Gästen die volle Kontrolle über ihren Energie- und Wasserverbrauch geben soll.

Die Technologie habe sich „schnell zu einem bewährten Werkzeug für die vorausschauende Bootspflege“ entwickelt. Die Warnmeldungen werden dabei direkt in die D-Marin-App integriert und gleichzeitig von den Marina-Teams empfangen, die rund um die Uhr in Bereitschaft sind. Durchschnittlich würden nach D-Marin-Angaben monatlich über 200 kritische Warnmeldungen bearbeitet oder untersucht. Ob sich ein Boot im Trockendock oder im Hafen befindet – so könne dafür gesorgt werden, dass kleine Probleme nicht zu größeren Zwischenfällen werden.

„Sicherheit hat für jeden Bootsbesitzer höchste Priorität, und wir bei D-Marin setzen uns dafür ein, neue Maßstäbe im Bereich des Schiffsschutzes zu setzen“, sagt Matthias

Die neue Kampagne soll eine Kombination aus erstklassiger Gastfreundschaft, Innovation und herausragenden Einrichtungen präsentieren.

Gehring, Chief Digital Officer bei D-Marin. „Unsere intelligenten Sensoren erkennen potenzielle Probleme in Echtzeit, und unsere Teams im Hafen sind Tag und Nacht bereit, sofort zu handeln“. Diese Kombination aus Technologie und Reaktionsschnelligkeit gebe den Kunden „die Gewissheit, dass ihr Schiff immer in sicheren Händen“ sei.

Außerdem stellte D-Marin jüngst mit Smart Pedestals eine digitale Lösung vor, die Gästen die volle Kontrolle über ihren Energie- und Wasserverbrauch geben soll. Die Smart Pedestals seien entwickelt worden, um „den Komfort zu erhöhen und die Nachhaltigkeit zu fördern“, heißt es bei D-Marin. Kunden könnten sich damit „jederzeit und überall verbinden, um ihren Verbrauch überwachen und bezahlen“ zu können. Das spare Ressourcen und Zeit, die sie besser mit Freunden und Familie verbringen könnten. Mit über 2.500 installierten Einheiten in der D-Marin-Gruppe seien die Smart Pedestals „heute ein Eckpfeiler des intelligenten Marina-Ökosystems des Unternehmens“. Die Aktivierung der Pedestals erfolgt per QR-Code oder direkt über die D-Marin-App.

Seit Januar 2024 hat D-Marin seine Präsenz im Mittelmeerraum erweitert und einen wertvollen Cluster von Marinas an der französischen und italienischen Riviera geschaffen, wichtige Ergänzungen umfassen Camille Rayon und Porto Mirabello sowie vier weitere erstklassige Standorte.

Über 85 % der Stromrechnungen werden nach Angaben des Marina-Betreibers mittlerweile digital beglichen, und Kunden im gesamten D-Marin-Netz würden danach ihre Stromund Wasseranschlüsse täglich mehr als 2.000mal über die D-Marin-App ein und ausschalten. Die speziell für maritime Umgebungen entwickelten Smart Pedestals von D-Marin bestehen aus UV-beständigem und korrosionsfestem HDPE-Gehäuse, das am Ende seiner Lebensdauer vollständig recycelbar ist.

„Unsere Smart Pedestals bieten Kunden mehr Autonomie bei gleichzeitig reduzierter Komplexität“, sagt Matthias Gering. Sie ermöglichten einen „schnelleren Service, mehr Transparenz und ein intelligenteres Ressourcenmanagement und unterstützen so unsere Nachhaltigkeitsziele“.

Weitere Informationen zu Smart Pedestals und anderen intelligenten Technologien: d-marin.com

Eriyadu Island Resort

Eri Maldives Aus wird

Das Eri Maldives, früher: Eriyadu Island Resort, mit Top ­Hausriff und vielen bekannten Tauchplätzen in kurzer Distanz öffnet nach Relaunch als „eco ­ chic island sanctuary“.

Malediven­Liebhaber und Taucher kommen auf dieser kleinen Barfuß ­Insel mit nur 76 Villen gleichermaßen voll auf ihre Kosten.

Nur 45–50 Minuten dauert es mit dem Speedboat von Malé bis zu der kleinen, charmanten Malediven-Insel Eri. Hier kann man noch echtes „Old-school Maldives“-Feeling erleben, es gibt viel Natur, keine Overwater-Massenarchitektur, stattdessen lediglich 76 Villen, die sich harmonisch in die tropische Vegetation einfügen. Auf Eri liegt der Fokus eindeutig auf Nachhaltigkeit & Ruhe.

In der Soul Kitchen treffen internationale Aromen auf Malediven-Feeling. Vom Frühstück bei Sonnenaufgang bis zum entspannten Abendessen wird alles frisch und mit viel Liebe zubereitet. Nur ein paar Schritte weiter liegt die Hauptbar Sip & Dip mit Blick auf die ruhige Lagune – perfekt für einen Cocktail, ein gutes Glas Wein und einen tollen Sonnenuntergang. Direkt am Strand befindet sich außerdem die angesagte Beach-Bar Shack.

Für einmalige Taucherlebnisse sorgt die Expertise von Dive Center-Betreiber EuroDivers (PADI 5 ★). Das Hausriff bietet auch fantastische Schnorchel-Möglichkeiten nur wenige Schritte vom Strand entfernt.

Gäste können aus verschiedenen Unterkünften wählen, insgesamt gibt es fünf Zimmerkategorien: Beach

Studio, Beach Villa, Sunset Beach Villa und Beach Pool Villa.

Ein Aufenthalt im Eri ist mehr als nur Urlaub – es ist ein Ort zum Abschalten, Auftanken und Wohlfühlen. Gäste können aus verschiedenen Unterkünften wählen, von Strandstudios bis hin zu Villen mitten in tropischer Vegetation mit Blick auf die Lagune. Insgesamt gibt es fünf Zimmerkategorien: Beach Studio, Sky Studio, Beach Villa, Sunset Beach Villa und Beach Pool Villa.

Für einmalige Taucherlebnisse sorgt die Expertise von Dive Center-Betreiber Euro-Divers (PADI 5). Das Hausriff bietet fantastische Schnorchelmöglichkeiten nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Bunte Fische, Schildkröten und eine lebendige Unterwasserwelt erwarten die Gäste dort.

Taucher können das Riff auch bei Buddy-Tauchgängen erkunden und ganz entspannt in ihrem eigenen Tempo tauchen. „Ein besonderes Erlebnis ist

das Hausriff bei Nacht“, sagt Jennifer Foo von Eurodivers Maldives. Beim Nachttauchen oder Nachtschnorcheln verwandele sich das Riff und zeige eine faszinierende Welt mit vielen nachtaktiven Meeresbewohnern.

Auch für Einsteiger sei Eri Maldives ein großartiger Ort, um das Meer zu entdecken, so die Profi-Taucherin; „die Tage lassen sich hier wunderbar mit Schnorcheln am Riff, Tauchen an nahegelegenen Tauchplätzen oder Wassersport in der ruhigen türkisfarbenen Lagune verbringen“. Detaillierter Bericht über das Eri Maldives in einer der kommenden Ausgaben von MEER & YACHTEN / Rubrik MEER & TAUCHEN.

Infos zum Resort: erimaldives.com Anfragen Tauchen auf Eri: Mail an eri@euro-divers.com, im Web: euro-divers.com

Studio, Sky

Alles aus einer Hand

OB ES SICH UM MAKLERDIENSTE, NEUBAUTEN UND YACHTMANAGEMENT HANDELT ODER UM DIE

BUCHUNG EINER CHARTER – DIE LANGJÄHRIGE ERFAHRUNG UND EIN TIEFES VERSTÄNDNIS DES YACHTMARKTES ERMÖGLICHEN ES OCEAN INDEPENDENCE, FÜR JEDEN KUNDEN DIE RICHTIGE

LÖSUNG IM BEREICH GROSSYACHTEN ZU FINDEN. MEHR ALS 500 VERKAUFTE YACHTEN UND EINE DER WELTWEIT GRÖSSTEN FLOTTEN VON LUXUS-CHARTERYACHTEN MIT CREW SPRECHEN EINE

DEUTLICHE SPRACHE. AKTUELL VERKAUFT DAS UNTERNEHMEN MIT SITZ IM SCHWEIZERISCHEN

KÜSNACHT EINE 42 METER SIRENA AN EINEN KÄUFER IN DER DACH-REGION. ÜBER DIE DERZEITIGE MARKTSITUATION UND WEITERE MITTELFRISTIGE PLÄNE SPRACHEN WIR IN DÜSSELDORF MIT FIRMENGRÜNDER UND CEO PETER HÜRZELER.

Interview: Matt. Müncheberg. Fotos: muencheberg.media, Sirena Yachts

Herr Hürzeler, in einem Interview sagten Sie einmal: „Wenn Sie als Unternehmen überleben und florieren wollen, müssen Sie sich weiterentwickeln und an die Veränderungen in der Branche und weltweit anpassen. Stillstand ist nie gut genug. Das bedeutet nicht unbedingt oder nur, dass man größer werden, mehr Yachten verkaufen und mehr Geld verdienen muss“. Wie entwickelt sich die Branche aktuell, und wie entwickelt sich Ocean Independence weiter? Nun, im Bereich der großen Yachten, also solchen über 24 Meter Länge, unterstützen wir die Kunden bei jeglichen Facetten – ganz gleich, welche Bedürfnisse sie haben. Im Laufe der Zeit wandeln sich selbstverständlich auch die Bedürfnisse. Das hängt auch ein bisschen mit der jeweiligen Wirtschaftslage zusammen. Aktuell, wenn wir den Zeitraum 2024/25 anschauen, sehen wir – aus unserer Warte – eine klare Bewegung hin zum Charter. Unser 2. Halbjahr 2025 war ein ungemein starkes Charter-Halbjahr. Wenn man darüber nachdenkt –

WIR LEBEN IN EINER ZEIT, DIE WIRTSCHAFTLICH UND GEOPOLITISCH EHER UNSICHER IST, UM ES EINMAL VORSICHTIG AUSZUDRÜCKEN.

auf Basis der Erfahrung, die wir damit gemacht haben – ist das nicht so sehr erstaunlich, denn wir leben in einer Zeit, die wirtschaftlich und geopolitisch eher unsicher ist, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Da stellt man schon mal mögliche Kaufinteressen zurück, und man fragt sich: Warum nicht einmal chartern? Oder: Lass’ uns einfach auch weiterhin das CharterErlebnis genießen. Wir beobachten, dass auch Newcomer erst einmal chartern, bevor sie sich zu einem Kauf entscheiden – und das ist auch genau der richtige Ansatz.

Gibt es auch Kunden, die eine Yacht kaufen, um dorthin zu fahren, wo es aktuell sicher ist? Ja, das gibt es auch, aber da sprechen wir von der absoluten Spitze der Pyramide. Wer in der Lage ist, sich eine Yacht zu kaufen auf Grundlage dieser Argumentation, befindet sich wirklich ganz oben. Da geht es dann zumeist auch um größere Yachten, wo auch ganze Familien disloziert werden können, aber das haben wir sehr selten, praktisch nie in der Kategorie 35–40 Meter, das ist eher in der Kategorie ab 60 Meter denkbar. Wir haben in der letzten Zeit einen Kunden gehabt, der in diese Kategorie fällt, das war aber kein Neubau. Glücklicherweise ist das nicht der Main driver fürs Yachting, hier geht es nach wie vor um die Klassiker wie Familie, das Familienerlebnis mit den Kindern, manchmal auch mit den großen Kindern gemeinsam etwas tun zu können, was allen gefällt, in einem sicheren Umfeld selbstverständlich, das ist einfach schön.

Haben Sie die Erfahrung gemacht, dass es einer neuen Generation von Yachtinteressenten mehr auf das Erlebnis (Yachtbesitz) als darauf ankommt, Eigentümer einer Yacht zu sein? Wenn man die Berichte kennt, in denen beschrieben wird, dass es eine

WIR BEOBACHTEN, DASS AUCH

NEWCOMER ERST

EINMAL CHAR -

TERN, BEVOR

SIE SICH ZU

EINEM KAUF ENTSCHEIDEN.

Zu den herausragenden Merkmalen der neuen Sirena Superyachts 42M zählen eine über die gesamte Schiffsbreite reichende Eignersuite (Foto) mit privatem Patio, großzügige Außenflächen sowie ein Beach Club mit ausklappbaren Bordwänden.

neue Generation gibt, die die YachtExperience über das Eigentum stellt, dann würde das sehr gut mit dem soben Geschilderten zusammenpassen. Man muss aber auch sagen, im Moment ist die Hauptgruppe, die bei uns Yachten chartert, etwa 45–55 Jahre aufwärts. Das heißt, das sind jetzt noch nicht die Kunden, die in diese Generationenentwicklung hineinfallen, über die wir jetzt sprechen. Aber diese Kunden haben Kinder, und die werden da hineinwachsen.

Was halten Sie in diesem Zusammenhang vom Sharing-Gedanken?

Ich glaube, dass es auch für Share-Konzepte einen Platz im Markt gibt. Ich glaube, dass das nicht den Markt ersetzen wird, aber ich glaube, dass das für eine gewisse Klientel, die gerne eine Yacht nutzen würden, ein gutes System sein kann, zu sharen. Was ich bei einem bestehenden System noch nicht optimal finde – soweit ich das System kenne – ist, dass es Standardyachten sind, die man einfach unter mehreren Leuten verteilt. Ich glaube, das System müsste noch ausgeklügelter sein, die Yachten müssten dafür gebaut sein, und ich glaube, man braucht mehr Yachten, damit man nicht nur den Effekt hat, das man kosteneffizienter eine Teilhabe an der Yacht hat, sondern dass man das möglicherweise auch an verschiedenen Orten tun kann. Ja, ich sehe einen Markt für Share-Konzepte, in einem beschränkten Umfang. Ich glaube aber nicht, dass solche Konzepte den traditionellen Chartermarkt oder den Reiz, eine Yacht nur für sich selbst zu besitzen, ersetzen werden.

Welche Schiffsgrößen würden Ihrer Meinung nach Sinn machen? Für uns macht es Sinn bei 500 GT, wo man viel Schiff bekommt, wo man jedenfalls ungleich mehr bekommt, als wenn man sich für das gleiche Geld eine Yacht kaufen würde, die man dann als (Allein-) Eigentümer besitzen möchte, also sagen

wir mal, mit 8 oder 9 Millionen könnte man hier eine 500 GT-Yacht als einer von insgesamt 5 Eigentümern mitbesitzen. (Anm. d. Red.: GT steht bei Schiffen und Yachten für Gross Tonnage, auf Deutsch: Bruttoraumzahl, kurz BRZ. GT ist keine Angabe über das Gewicht (Verdrängung) eines Schiffes, sondern ein Maß für das gesamte interne Volumen (Raumgehalt) aller geschlossenen Räume vom Kiel bis zum Schornstein. Eine Bruttoraumzahl entspricht dabei 100 englischen Kubikfuß – ca. 2,83 Kubikmeter. Die GT ist ein wesentlicher Indikator für den „Raum“ und damit den Komfort, den eine Yacht bietet. Zwei Yachten können die gleiche Länge (LOA), aber aufgrund unterschiedlicher Decksaufbauten oder Rumpfformen völlig unterschiedliche GT-Werte haben). Man hätte dann ja auch nur ein Fünftel der Betriebskosten zu tragen. Sonst, wenn man allein kauft und als Eigentümer besitzt, käme vielleicht eine Princess 94 oder ein ähnliches Format in Betracht, was ja auch schöne Boote sind (Anm. d. Red.: eine 94-Fuß-Princess-Yacht liegt typischerweise knapp unter 100 GT. Zum Vergleich: Eine 94-Fuß-Sunseeker 94 Yacht hat rund 89 GT, während eine Princess X95 bei etwa 104 GT liegt).

Welche weiteren Aspekte sollten beim erfolgreichen Yacht-Sharing eine Rolle spielen? Ich glaube, dass der Flottenaspekt ebenfalls eine große Rolle beim Sharing spielt, wenn man zum Beispiel sagen kann: O.k., dieses Jahr gehe ich auf mein Schiff im Mittelmeer, nächstes Jahr gehe ich auf ein anderes Schiff, das dann vielleicht in der Karibik liegt, das aber genauso aussieht und genauso eingerichtet ist. Ich muss mich wohlfühlen, muss mich zu Hause fühlen können auf jedem einzelnen Schiff. Es muss meine Yacht sein. Aber das steckt noch in den Kinderschuhen. Wir arbeiten zurzeit an einem entsprechenden Konzept. Generell bin ich der Meinung,

ICH SEHE EINEN MARKT FÜR SHAREKONZEPTE, IN EINEM BESCHRÄNKTEN

UMFANG (ABER) ICH GLAUBE NICHT,

DASS DAS DEN BESITZ (CHARTER)

BZW. DAS (ALLEIN-)EIGENTUM TOTAL

ERSETZEN WIRD.

dass der Sharing-Gedanke im Yachting seinen Markt findet, aber: Das wird nicht überhand nehmen im Vergleich zu allem anderen. Es wird weiterhin Charter geben, Volleigentum – und daneben eben auch Share-Konzepte.

Ist es nicht so, dass die entsprechende Klientel Wert darauf legt, sagen zu können: „Das ist meine Yacht“, was die Sharing-Idee konterkariert? Ich glaube schon, dass diese gesellschaftliche Entwicklung eine bestimmte Rolle bei einer bestimmten Gruppe von Menschen spielt, nicht bei allen, aber eben bei dieser Gruppe. Andere werden sagen: Es ist mir egal, ob ich sagen kann, „meine“ Yacht – was ich möchte, ist eine Yacht, die mir wirklich gefällt, wo ich mich zu Hause fühle, wo ich weiß, wann ich hingehen kann, und es ist viel kosteneffizienter, als wenn ich sie allein eignen würde, denn ich habe ja eh nicht mehr Zeit als 4-6 Wochen im Jahr, und alles wird gemacht für mich, und wenn ich will, kann ich nächstes Jahr einfach einmal die Bahamas besuchen. Auch der ökologische Aspekt spielt hier eine nicht unerhebliche Rolle – sofern man bei dieser Art von Yachten überhaupt

Für die Exterieur-Linien und das Raumkonzept der neuen Sirena Superyachts 42M zeichnet der italienische Designer Luca Vallebona verantwortlich, während das Interieur vom Designstudio Hot Lab gestaltet wurde (Foto: Salon).

von ökologisch sprechen kann – aber es wird dann beispielsweise eben nur eine statt 5 Yachten gebaut.

Welche Rolle spielt die CustomerExperience beim Sharing? Beim Sharing muss es absolut transparent sein, was man bekommt. Da spielt natürlich auch die Expierence eine nicht unerhebliche Rolle. Ob es jetzt um die Reiseplanung geht – wo geht man hin – oder ob eine der Yachten vielleicht eine Yacht ist, die mehr ein Explorer ist und mehr in exotischen Revieren unterwegs ist, das spielt eine Rolle. Wie ist es mit der Küche, will man spezielle Dinge, organisiert man bestimmte Sachen zusätzlich, um vielleicht auch in gewisser Weise eine Club-Expierence zu schaffen. Doch dabei muss man vorsichtig sein, denn es gibt auch Menschen, die wollen absolut für sich sein, und anderen Kunden gefällt dieser Club-Gedanke vielleicht, das muss man zumindest im Angebot klar definieren, was geschieht, wenn man Teil dieses Konzeptes ist. Denn man ist ja dann in einer Phase von vielleicht 20

Menschen mit 4 Yachten, da kann der Clubgedanke ein Element sein, aber man muss es nicht übertreiben, es darf da keinen Zwang geben. Die kulinarische Qualität ist ein wichtiger Punkt, ebenso die Skills und Kontinuität der Crew. Ebenso die Personalisierung des Interiors, wo man heutzutage ja schon sehr viel digital gestalten kann. Es spielt viel rein. Wir würden da im Vergleich mit anderen, schon bestehenden Konzepten noch einen Schritt weiter gehen. Wir haben von uns aus sehr sorgfältig geschaut, und es kann sein, dass wir kurz- bis mittelfristig etwas etwas in dieser Richtung zu berichten haben, im Moment sind wir in der Gestaltungsphase, auch was die Yacht betrifft, und was die Werft betrifft, aber es ist noch zu früh, um dazu schon etwas Konkretes zu sagen. Aber wir beschäftigen uns zurzeit intensiv damit, nicht zuletzt deshalb, weil wir sehen, dass sich ein Teil des Marktes dorthin bewegt.

Herr Hürzeler, wir bedanken uns für das Interview.

BEIM SHARING

MUSS ES ABSOLUT TRANSPARENT

SEIN, WAS MAN BEKOMMT. DA SPIELT NATÜRLICH

Das Schweizer Brokerage-Haus Ocean Independence übernimmt die Rolle des Central Agents für die DACH-Region für die neue Sirena Superyachts 42.

SIRENA SUPERYACHTS 42

OCEAN INDEPENDENCE

CENTRAL AGENT FÜR DEN

DACH-RAUM

Sirena Yachts treibt den Bau seiner bislang größten Yacht, der Sirena Superyachts 42M, planmäßig voran. Stapellauf und Seeerprobung sind für Mitte 2026 vorgesehen. Neben der türkischen Werft blickt auch Ocean Independence dieser Entwicklung mit großem Interesse entgegen: Das Schweizer Brokerage-Haus übernimmt die Rolle des Central Agents für die DACH-Region und stärkt damit die Präsenz von Sirena Yachts in einem der wichtigsten europäischen Superyachtmärkte.

Die Sirena Superyachts 42M ist das Ergebnis einer international angelegten Design-Kooperation: für die Exterieur-Linien und das Raumkonzept zeichnet der italienische Designer Luca Vallebona verantwortlich, während das Interieur vom Designstudio Hot Lab, Teil der Viken Group, gestaltet wurde. Die Schiffsarchitektur stammt vom renommierten niederländischen Büro Van Oossanen, das die Yacht mit seiner hocheffizienten Fast Displacement Hull Form (FDHF) ausstattet. Die Detailkonstruktion wurde von Eureka Yachts mit Standorten in Tuzla (Türkei) und Roermond (Niederlande) umgesetzt.

Das fortschrittliche Rumpfdesign soll für eine außergewöhnliche Effizienz und hohen Komfort über ein breites Geschwindigkeitsspektrum hinweg sorgen und ermöglicht zugleich ein Innenvolumen von 433 GT. Sirena Yachts beschreibt das Erlebnis an Bord der Sirena Superyachts 42M

Sirena Yachts treibt den Bau seiner bislang größten Yacht, der Sirena Superyachts 42M, planmäßig voran. Stapellauf und Seeerprobung sind für Mitte 2026 vorgesehen.

als eine „architektonische Reise“: Die Gestaltung folge dem Prinzip fließender Übergänge zwischen den Bereichen, geprägt von Lichtführung, Materialien und bewusst inszenierten Raumabfolgen. Jeder Bereich besitze seinen eigenen Rhythmus und schaffe eine ruhige, immersive Atmosphäre, die zu einem entschleunigten Lebensstil und einer intensiveren Verbindung zum Meer einlade.

Zu den herausragenden Merkmalen zählen eine über die gesamte Schiffsbreite reichende Eignersuite mit privatem Patio, großzügige Außenflächen sowie ein Beach Club mit ausklappbaren Bordwänden, der eine offene Lifestyle-Zone auf Wasserniveau schafft. Die Yacht bietet ein hohes Maß an Flexibilität in der Raumaufteilung und erlaubt eine individuelle Anpassung an die Wünsche des Eigners. So kann die Eignersuite wahlweise auf dem Haupt- oder Oberdeck positioniert werden, was alternative Layouts ermöglicht – etwa mit formellem Dining-Bereich im Hauptsalon oder zusätzlichen Gäste- bzw. Loungeflächen im Vorschiff für private Nutzung.

„Mit der Sirena Superyachts 42M hat die Werft ein überzeugendes Flaggschiff geschaffen, das Lifestyle, Effizienz und anspruchsvolles Design vereint“, sagt Peter Hürzeler, CEO von Ocean Independence. „Wir sind stolz darauf, als Central Agent für die DACH-Region zu agieren und unsere Kunden bei der Suche nach einer hochinnovativen und individuell konfigurierbaren Superyacht in diesem Segment zu begleiten.“

Weitere Info/Kontakt: oceanindependence.com

TAUCHEN? MALTA!

Text: Matt. Müncheberg, Fotos: MTA, muencheberg.media

Nach „beste Stadt Europas und weltweit“ hat der maltesische Inselstaat eine weitere bedeutende internationale Auszeichnung erhalten, diesmal für sein herausragendes Tauchangebot. Das Scuba Diving Magazine, die offizielle Publikation des PADI Diving Club in den USA, hat Malta in seinen 2026 Readers’ Choice Awards zum besten Tauchziel der Welt für Höhlen­, Kavernen­ und Grottentauchen gekürt. MEER & YACHTEN besuchte Gozo, die sympathische Nachbarinsel Maltas: dort gibt es mit dem Blue Hole einen der spektakulärsten Dive­ Spots im Mittelmeer.

KMalta ist ein Hot-Spot für Taucher aus der ganzen Welt. Besonders hoch im Kurs steht Cave-Diving / Höhlentauchen (Foto oben), ein Must-do ist das Blue Hole auf Gozo (großes Foto linke Seite)

avernen, Grotten, Tunnel, Spalten und Bögen

gepaart mit stabilen Wetterbedingungen und extrem günstigen Sichtweiten von bis zu 40 Metern: nur wenige Orte auf der Welt können Tauchern diese Vielfalt an betauchbaren Höhlenformationen bieten. Da sind sich Tausende Leser des amerikanischen Scuba Diving Magazines weltweit einig und wählten Malta im Rahmen der Readers’ Choice Awards zur Nummer Eins in der Kategorie Höhlentauchen.

Die abenteuerlichen Orte in fünf bis 35 Metern Tiefe mit beeindruckenden Licht- und Farbspielen sind sowohl vom Ufer als auch per Boot erreichbar. Das Wasser ist klar und die Temperaturen rund ums Jahr angenehm. Während Höhlentauchen im Allgemeinen vor allem etwas für fortgeschrittene Taucher ist, gibt es in Malta und auf der Schwesterinsel Gozo auch sichere Bedingungen für Einsteiger sowie entsprechende Tauchkurse.

Bekannte Spots sind unter anderem die Blaue Grotte, Cathedral Cave, der Xlendi-Tunnel oder Billinghurst Cave. Auch beim Thema Wracktauchen kann mit Platz Zwei nur die Chuuk Lagoon in Mikronesien mit den maltesischen Inseln mithalten.

San Lawrenz: Blick auf die schroffe Küste und den bekannten Fungus Rock. Großes Bild rechte Seite: Kavernen, Grotten, Tunnel, Spalten und Bögen gepaart mit stabilen Wetterbedingungen und extrem günstigen Sichtweiten von bis zu 40 Metern: nur wenige Orte auf der Welt können Tauchern diese Vielfalt an betauchbaren Höhlenformationen bieten.

Zu den zweifelsohne berühmtesten Tauchplätzen im Mittelmeer gehören das Blue Hole und die direkt daneben befindliche Inland Sea auf Gozo, der kleinen Nachbarinsel von Malta, die wir mit einer der großen Schnellfähren erreichen. Das Taxi bringt uns innerhalb weniger Minuten zum Kempinski Hotel in San Lawrenz ganz im Westen der Insel, wo wir für die nächsten Tage einchecken.

Von hier aus führt die Auto-Straße Triq Id-Dweira direkt zum Blue Hole-Aussichtspunkt; wir folgen jedoch von San Lawrenz aus lieber dem etwas nördlicher gelegenen, beschaulichen Fußweg Triq Wied Merill, der uns „oben herum“ mit einem großartigen Blick auf die Küste und den Fungus Rock schließlich zur Dwejra Inland Sea und dem berühmten Blue Hole führt.

Das Blue Hole von Gozo ist ein nahezu perfekt rundes, natürliches Felsloch mit einem Durchmesser von etwa zehn Metern, das über einen Tunnel mit dem offenen Meer verbunden ist. Die Gründe, warum das „Blaue Loch“ bei Tauchern weltweit so beliebt ist, sind mannigfaltig: neben einer spektakulären Unterwasser-Topografie mit Steilwänden, Bögen und Durchbrüchen und dem kristallklaren Wasser mit einer durchweg sehr guten Sicht gibt es hier eine vielfältige Unterwasserwelt mit Barrakudas, Zackenbarschen und Oktopussen.

Zwar ist der markante Azure Window-Arch im März 2017 während eines Sturms vollständig eingestürzt, das betrifft jedoch nicht das Blue Hole als Tauchplatz selbst – die Tauchgänge dort sind weiterhin möglich und beliebt. Unter Wasser findet der Taucher heute verschiedene andere Arch-For -

mationen, Swim-throughs, Höhlen – und Felstrümmer, die z. T. aus dem eingestürzten Azure Window bestehen.

Für einige Taucher sei die Unterwasserlandschaft nach dem Einsturz des fotogenen Bogens sogar „noch abwechslungsreicher“ geworden – mit mehr Felsblöcken, neuen Schwimmrouten und spektakulären neuen Sichtachsen unter Wasser.

Das Betauchen des Blue Hole ist zwar nicht per se gefährlich, aber es ist kein reiner Anfänger-Spot. Mögliche Risiken sind neben teilweise anzutreffendem starken Wellengang bei Wind (besonders bei Nordwestwind) und einer Strömung, die es außerhalb des Tunnels geben kann, der felsige Einstieg, der sich insbesondere bei Wellengang als anspruchsvoll erweisen kann, und die Tiefe von bis zu 40 Metern.

Bei ruhigem Wetter ist der Spot gut machbar, aber bei schlechter See kann der Einstieg schwierig oder gefährlich sein. Deshalb prüfen die Tauchbasen täglich die Bedingungen. Mit Guide und passenden Bedingungen gilt das Blue Hole jedoch als sicher für erfahrene Taucher.

Mindestens empfohlen wird der Advanced Open Water Diver (AOWD, Padi) oder ein entsprechendes Äquivalent wie zum Beispiel der irgendwo zwischen AOWD und dem Rescue Diver von Padi angesiedelte CMAS 2, der etwa über nationale Verbände wie dem VDST angeboten wird.

Gleich mehrere Tauchbasen auf Gozo bieten geführte Tauchgänge an, beispielhaft seien nur genannt Extra Divers Gozo,

das Atlantis Diving Centre, St. Andrew’s Divers Cove, Moby Dives oder – direkt an der Inland Sea gelegen – die Dwejra Divers (dwejradive.com), gegründet Anfang der 90er-Jahre vom inzwischen verstorbenen Michael Mizzi, heute geführt von seinem Sohn und Tauchleiter Jacob Mizzi.

„Das Binnenmeer, manchmal auch Qawra oder Dwejra genannt, ist eine Meerwasserlagune auf der Insel Gozo, die durch eine Öffnung, die durch einen schmalen natürlichen Bogen gebildet wird, höchstwahrscheinlich durch eine geologische Verwerfung im Kalkstein entstanden ist, mit dem Mittelmeer verbunden ist“, sagt Mizzi.

Der Grund der Lagune bestehe größtenteils aus Kieselsteinen und Felsen und sei „recht flach“. Beim Verlassen des Tunnels in Richtung offenes Meer falle der Meeresboden an der Außenseite stufenförmig bis zu 35 Meter ab.

„Die maltesischen Inseln ziehen jedes Jahr Zehntausende Taucher an, von denen die meisten behaupten, die besten Tauchgänge fänden sich vor Gozo“, sagt Mizzi; es gebe „fantastische Felsbögen, Tunnel, Wracks, Höhlen und Lagunen“ zu entdecken, und die Unterwasserlandschaft sei „so vielfältig wie die Topografie“.

Der „atemberaubendste Tauchgang überhaupt“ finde sich jedoch an der Stelle, wo einst das Azure Window in Dwejra gestanden habe: „ein tiefes, steil abfallendes Becken mit

klarem, blauem Wasser, umgeben von beeindruckenden Felsformationen, Höhlen und Steilwänden“ – eben das Blue Hole.

Das Wasser sei hier „ganzjährig tauchfreundlich“, da die Temperatur selten unter 16 °C sinken würde, und die Unterwasserwelt auch in den Wintermonaten „spannend“ sei. Das Wasser sei „klar und blau“, da es praktisch keine Gezeiten oder Vegetation und Düngemittel gebe, die andernorts die Sicht beeinträchtigen würden. An den meisten Tagen habe man „Sichtweiten zwischen 40 und 50 Metern“.

Oben v.l.n.r.: Dwejra Inland Sea mit dem berühmten Blue Hole, prähistorische Steinfigur aus der maltesischen Tempelkultur im Ġgantija-Tempel auf Gozo, traditioneller Türgriff, gesehen in St. Lawrenz auf Gozo.

Sonne rund ums Jahr, kristallklares Wasser, vibrierende Kultur und eine faszinierende Vergangenheit – es gibt viel zu erleben auf dem Archipel im Mittelmeer, das aus den drei Inseln Malta, Gozo und Comino besteht. Die Hauptstadt Valletta auf Malta ist das kulturelle Zentrum. Maltas kleinere Schwesterinsel Gozo ist ländlicher geprägt mit Fischfang, Landwirtschaft und Handwerk. Comino ist ein Naturschutzgebiet. Wassersportler schätzen die türkisfarbenen Buchten und historischen Unterwasserschätze. Weitere Infos: visitmalta.com/de, malta.reise.

Dwejra Bay
Fungus Rock
Blue Hole

JOEL MEYEROWITZ

FARBE, STRASSE, AMERIKA DIE POESIE DES AUGENBLICKS

DIE FOTOGRAFIEN VON JOEL MEYEROWITZ SPRECHEN NICHT LAUT.

SIE ERKLÄREN NICHTS, SIE DRAMATISIEREN NICHT, SIE WOLLEN NICHTS BEWEISEN.

SIE ZEIGEN EINFACH, WAS IST – UND GENAU DARIN LIEGT IHRE KRAFT.

Text: Tom F. Hagen / FAIG AG, Fotos: Joel Meyerowitz

New York City , 1963 © Joel Meyerowitz

Eine Gruppe junger Frauen steht vor einem Geschäft und beobachtet die Straße. Ein junger Mann lehnt aus dem Fenster seines Autos und blickt direkt in die Kamera. Eine Frau in einem leuchtend roten Outfit geht an einer Straßenecke vorbei, als wäre sie Teil einer Bühneninszenierung.

Mädchen bestellen Milchshakes in einer Bar. Ein Diner ist geschlossen, das Licht fällt still auf einen Tisch. Ein öffentliches Telefon steht vor Palmen und Blumen, als hätte jemand vergessen, dass die Zeit weitergegangen ist.

Joel Meyerowitz fotografiert keine Ereignisse. Er fotografiert Momente, in denen die Welt für einen Augenblick still genug wird, um gesehen zu werden.

VOM STRASSENFOTOGRAFEN ZUM

MALER MIT DER KAMERA

Joel Meyerowitz, 1938 in New York geboren, begann in den frühen 1960er-Jahren als Street Photographer. Mit einer Kleinbildkamera streifte er durch Manhattan, fotografierte

Menschen, Begegnungen, zufällige Situationen. Wie viele Fotografen seiner Zeit arbeitete er zunächst in Schwarzweiß – schnell, spontan, nah am Geschehen.

Doch Meyerowitz erkannte früh, dass Schwarzweiß zwar Formen beschreibt, nicht aber die Welt, wie wir sie erleben. Die Welt ist in Farbe. Asphalt hat Temperatur, Schatten sind blau, Schaufenster spiegeln Orange und Grün, Haut, Stoffe, Autos, Reklamen – alles existiert in Farbe. Für Meyerowitz war Farbe deshalb kein dekoratives Element, sondern eine Frage der Wahrnehmung.

In den 1970er-Jahren wurde er zu einer der zentralen Figuren der New Color Photography, zusammen mit u.a. William Eggleston und Stephen Shore. Doch während Eggleston das Banale in ikonische Farbflächen verwandelte und Shore Amerika fast kartografisch vermass, blieb Meyerowitz der Straße und dem flüchtigen Moment treu.

Seine Fotografie blieb Bewegung, Begegnung, Zufall.

New York City, 1963 © Joel Meyerowitz
New York City, 1975 © Joel Meyerowitz

DIE STRASSE ALS THEATER DES ALLTAGS

Viele seiner Bilder entstehen aus Begegnungen. Sie zeigen Menschen, die für einen kurzen Moment Teil eines Bildes werden – oft ohne zu posieren, manchmal aber auch in einem stillen Einverständnis mit dem Fotografen.

Die jungen Frauen vor dem Laden wirken wie Figuren eines Films: Frisuren, Kleider, Handtaschen, Blicke – alles erzählt von Mode, Selbstbewusstsein, Jugend, sozialem Raum. Sie stehen dort, schauen, warten, beobachten – und werden gleichzeitig selbst beobachtet. Meyerowitz’ Kamera ist dabei nie heimlich. Sie ist Teil der Situation. Seine Bilder entstehen nicht aus Distanz, sondern aus Präsenz.

Auch der junge Mann im Auto, der direkt in die Kamera blickt, ist kein zufälliges Detail. Sein Blick ist ruhig, fast herausfordernd. Die kleine amerikanische Flagge am Auto wird zu einem leisen Symbol für ein Land, das in Meyerowitz’ Bildern immer präsent ist – nicht als politische Idee, sondern als Alltag, als Oberfläche, als Lebensgefühl.

Diese Fotografien wirken wie kleine Kurzgeschichten. Man sieht nur einen Moment, aber man ahnt ein ganzes Leben außerhalb des Bildes.

FARBE ALS STRUKTUR DER WELT

In Meyerowitz’ Fotografie ist Farbe nie zufällig. Sie ordnet das Bild, sie schafft Beziehungen, sie lenkt den Blick.

Die Frau im roten Outfit an der Straßenecke ist dafür ein perfektes Beispiel. Das Rot ihres Anzugs wird zum Zentrum des Bildes, während die graue Stadt, Beton, Asphalt, Schilder und Zäune zur Bühne werden. Die Farbe erzählt hier mehr als die Person selbst – sie macht die Szene zu einer Komposition.

Meyerowitz fotografiert Farbe nicht, weil sie schön ist, sondern weil sie Struktur schafft.

Seine Bilder sind nicht nur Beobachtungen, sie sind Kompositionen aus Bewegung, Fläche, Licht und Farbe.

AMERIKA ALS ALLTAG, NICHT ALS MYTHOS

Ein wiederkehrendes Thema in Meyerowitz’ Werk ist Amerika – jedoch nicht das spektakuläre Amerika der Monumente, sondern das alltägliche Amerika der Diners, Parkplätze, Straßenecken, Geschäfte, Autos und Vororte.

Die Szene an der Milk Bar mit den Mädchen in identischen Kleidern wirkt fast wie ein Filmstill aus den 1960er-Jahren. Konsumkultur, Jugend, Mode, Coca-Cola-Schilder, Holzveranden – all das erzählt von einem Amerika, das gleichzeitig real und schon Erinnerung ist.

Meyerowitz fotografiert Amerika nicht als großes Narrativ, sondern als Summe kleiner Orte und Situationen. Seine Bilder zeigen, dass Kultur nicht nur in Geschichte oder Politik entsteht, sondern in Kleidung, Architektur, Werbung, Autos, Möbeln, Farben und Licht.

LICHT, RAUM UND DIE STILLE DER ORTE

Im Laufe der Jahre werden Meyerowitz’ Fotografien ruhiger. Menschen verschwinden teilweise aus den Bildern, während Räume, Licht und Atmosphäre wichtiger werden.

Florida, 1968 © Joel Meyerowitz

New York, 1968 ©

Das leere Diner mit dem „Closed“-Schild ist ein typisches Beispiel. Ein Tisch, blaues Kunstleder, ein Schild, Schatten, Licht – mehr passiert nicht. Und doch erzählt das Bild von Tageszeit, von Hitze draußen, von einem Ort zwischen zwei Momenten. Es ist ein Bild über Zeit.

Noch stiller wirkt das Telefon vor den Palmen und Blumen. Ein Objekt, das heute fast verschwunden ist, steht dort wie ein Relikt. Das Bild handelt von Landschaft, von Licht, von Erinnerung – und davon, dass jede Gegenwart irgendwann Vergangenheit wird.

Hier nähert sich Meyerowitz dem, was seine späteren Arbeiten berühmt gemacht hat, insbesondere die Serie „Cape Light“. In diesen Fotografien wird Licht selbst zum Motiv. Häuser, Zimmer, Fenster, Veranden – alles scheint vom Licht erzählt zu werden.

EIN BLICK, DER BLEIBT

Joel Meyerowitz hat die Farbfotografie nicht revolutioniert, indem er lauter war als andere, sondern indem er genauer hinsah. Seine Fotografien zeigen keine Sensationen. Sie zeigen, dass die Welt bereits interessant genug ist, wenn man aufmerksam genug ist.

Seine Arbeiten befinden sich heute in den bedeutendsten Museen der Welt, darunter das Museum of Modern Art in New York, das Whitney Museum und zahlreiche internationale

Sammlungen. Seine Fotobücher gelten als Meilensteine der Farbfotografie.

Doch seine eigentliche Bedeutung liegt nicht nur in der Kunstgeschichte, sondern in einer Haltung:

Meyerowitz fotografiert die Welt nicht, um sie zu verändern, sondern um sie zu verstehen.

Seine Bilder erinnern daran, dass Fotografie nicht nur darin besteht, etwas festzuhalten, sondern darin, zu lernen, wie man sieht.

Wie Licht auf Asphalt fällt.

Wie Menschen auf der Straße stehen.

Wie Farben einen Ort definieren.

Wie ein leerer Raum von Zeit erzählt.

Oder einfacher gesagt:

Joel Meyerowitz fotografiert nicht das Spektakuläre.

Er fotografiert den Moment, in dem das Gewöhnliche plötzlich Bedeutung bekommt.

Joel Meyerowitz
Joel Meyerowitz

DIE KUNST DER VERMÖGENSSICHERUNG

Angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen und regulatorischen Umbrüche, darunter das geplante EU-Vermögensregister, Währungsschwankungen und die Volatilität der Finanzmärkte, sehen sich Anleger mit der dringenden Notwendigkeit konfrontiert, ihr Vermögen zu sichern. Sachwerte gewinnen in diesem Kontext an zentraler Bedeutung, und Kunst erweist sich als eine der beständigsten und zugleich vielversprechendsten Optionen. Aufgrund ihrer stabilen und positiven Wertentwicklung über Jahrzehnte hinweg wird Kunst oft als „die Mutter aller Sachwerte“ bezeichnet und hat sich als verlässliches Mittel zur Vermögenssicherung etabliert.

DIE KUNST DER VERMÖGENSSICHERUNG

Kunst als Anlageform bietet eine Fülle von Vorteilen, die sie zu einem essenziellen Bestandteil einer diversifizierten

Anlagestrategie machen. Diese Vorteile sind besonders vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen und potenziellen staatlichen Eingriffe von Bedeutung.

ANONYM UND ERBSCHAFTSSTEUERFREI

Ein zentraler Aspekt, der für ein Investment in Kunst spricht, ist der Schutz vor externem Zugriff. Insbesondere im Kontext des drohenden EU-Vermögensregisters, das darauf abzielt, Vermögenswerte umfassend zu erfassen und zu überwachen, bietet Kunst eine diskrete Alternative. Klassische Vermögenswerte wie Bankguthaben, Aktien und Immobilien können leicht erfasst werden, während Kunst, die in spezialisierten Zollfreilagern gelagert wird, anonym und zugriffsgeschützt bleibt. Der Kauf und die Lagerung in einem Zollfreilager sind zudem steuerbefreit, was zusätzliche finanzielle Vorteile bietet.

WERTSTABILITÄT UND INFLATIONSSCHUTZ

Die Beständigkeit von Kunst als Anlageklasse ist insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit von unschätzbarem Wert. Während Währungen erheblichen Schwankungen unterworfen sind und Finanzmärkte oft von Volatilität geprägt werden, zeichnet sich Kunst durch ihre bemerkenswerte Wertstabilität aus. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Wertsteigerung von 10,95% im Bereich der Post War & Contemporary Art bietet Kunst nicht nur Stabilität, sondern auch Wachstumspotenzial. Darüber hinaus dient Kunst als wirksamer Inflationsschutz, da der Wert von Kunstwerken in der Regel steigt, wenn das Vertrauen in Fiat-Währungen schwindet.

GERINGE LAUFENDE KOSTEN

Ein weiterer Vorteil der Kunstinvestition sind die vergleichsweise niedrigen laufenden Kosten. Die jährlichen Ausgaben für Versicherung, Lagerung und Management belaufen sich auf lediglich 1,5% des aktuellen Wertes des

Kunstwerks. Diese Kosten sind im Verhältnis zu den potenziellen Wertsteigerungen und den Sicherheitsvorteilen, die Kunst bietet, äußerst gering. Zudem sind diese Kosten oft deutlich niedriger als bei anderen Sachwerten oder traditionellen Finanzanlagen.

HOHE LIQUIDITÄT UND FLEXIBILITÄT

Kunst als Vermögenswert bietet eine beeindruckende Liquidität und Flexibilität. Als Eigentümer eines Kunstwerks haben Sie jederzeit die Möglichkeit, über dieses frei zu verfügen, es zu veräußern oder in ein anderes Land zu verlagern. Diese Flexibilität, die bei vielen anderen Anlageklassen nicht gegeben ist, ermöglicht es dem Investor, rasch auf Marktveränderungen zu reagieren und sein Portfolio entsprechend anzupassen. Kunstwerke können, abhängig von den Marktbedingungen, schnell auf Auktionen, im Privatverkauf oder über spezialisierte Kunsthändler veräußert werden, was dem Investor eine erhebliche Handlungsfreiheit bietet.

FAZIT: KUNST ALS VERMÖGENSSCHUTZ

IN UNSICHEREN ZEITEN

In einer Zeit, in der traditionelle Anlageformen durch regulatorische Maßnahmen, geopolitische Unsicherheiten, Währungsschwankungen und volatile Finanzmärkte zunehmend unter Druck geraten, erweist sich Kunst als wertvolle Alternative zur Vermögenssicherung. Die Möglichkeit, Kunstwerke sicher und anonym in Zollfreilagern zu lagern, ihre nachgewiesene Wertstabilität, die vergleichsweise geringen laufenden Kosten und ihre hohe Liquidität machen Kunst zu einem unverzichtbaren Bestandteil einer gut diversifizierten Anlageallokation. Kunst schützt nicht nur vor staatlichem Zugriff, sondern bietet auch eine stabile und flexible Anlageoption, die langfristig zur Sicherung und potenziellen Steigerung des Vermögens beiträgt.

IHR PARTNER FÜR KUNSTINVESTITIONEN:

FINE ART INVEST GROUP AG

Für Anleger, die Kunst als Mittel zur Vermögenssicherung in Erwägung ziehen, bietet die Fine Art Invest Group AG

(FAIG) aus der Schweiz umfassende und maßgeschneiderte Dienstleistungen an. Mit über 20 Jahren Erfahrung im Bereich der Kunstinvestitionen hat sich die FAIG darauf spezialisiert, individuelle Strategien zur Sicherung von Vermögenswerten durch Kunst zu entwickeln. Ein hochkarätig besetzter Anlageausschuss mit renommierten Kunstexperten unterstützt Anleger bei der Auswahl der vielversprechendsten Künstler. Die FAIG bietet individuelle Kunstportfolios ab 30.000 Euro an, wobei der Anlagebetrag stets auf mehrere Kunstwerke gestreut wird und der Fokus ausschließlich auf international renommierten Künstlern liegt. Die FAIG gewährleistet eine sichere und diskrete Handhabung Ihrer Kunstinvestitionen, um Ihr Vermögen langfristig zu schützen und zu sichern.

Weitere Infos: info@faig.ch, im Netz: faig.ch Instagram, linkedin: fineartinvestgroup

„Es stellt sich nicht mehr die Frage ob, sondern wie man in Kunst investiert, um Vermögen zu sichern.“

DELOITTE, ART & FINANCE REPORT 2023

Long Island, New York , 1966 © Joel Meyerowitz

Eigentlich sollte der „Capri“ von Ford „Colt“ lauten – so jedenfalls der Projektname. Da dieser Name zwischenzeitlich jedoch schon von Mitsubishi belegt worden war, heißt das Sportcoupé auf der Basis der zweiten Generation des britischen Ford Cortina (ab November 1968 bis Dezember 1986 in Deutschland gebaut) eben „Capri“. Der neue Capri ist ein vollelektrisches SUV-Coupé und hat mit dem Ur-Capri nicht viel gemeinsam. Spaß macht er trotzdem.

Text: Paul Berg, Fotos: Ford

Mit dem Capri wollte Ford den Erfolg, den das Unternehmen ursprünglich mit dem Mustang in den USA erzielt hatte, in Europa wiederholen und eine Art europäisches „Pony-Car“ anbieten. Das konventionelle Fahrwerk wurde vom Cortina übernommen, die Motoren der auf dem Festland gebauten Wagen vom Taunus.

Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Verbrenner-betriebene Kraftprotze sind in Deutschland politisch nicht mehr gewollt, und der Autobauer hat hier seit der Vor-Coronazeit mehr als die Hälfte seines Marktvolumens verloren. Aktuell ist Ford dabei, seine industrielle Präsenz deutlich zu reduzieren; das Geschäft in Europa soll kleiner, elektrischer und profitabler gestaltet werden.

In diese Pläne passt der neue, komplett batterieelektrisch angetriebene SUV-Coupé Ford Capri, das auf dem MEB (Modularer E-Antriebs-Baukasten) der Volkswagen AG basiert und gemeinsam mit dem Ford Explorer im Kölner Werk gebaut wird.

Angeboten wird er mit zwei Motorversionen – die schwächere Variante besitzt nur einen Elektromotor auf der Hinterachse, unser Testfahrzeug besitzt Allradantrieb, angetrieben von zwei Motoren (Dual E-Motor mit Extended Range / 79 kWh), die 250 kW (340 PS) leisten – mehr als genug für die MEER & YACHTEN-Crew, um spontan unsere kleine Segeljolle aufs Dach zu schnallen, in den Kofferraum (1.510 Liter Fassungsvermögen bei umgeklappter Sitzbank) eine komplette Camping-Ausrüstung für ein

verlängertes Wochenende zu packen und sich auf den Weg ans Wasser zu machen.

Ford gibt den Energieverbrauch für unseren E-Capri Extended Range AWD (kombiniert; Testauto, WLTP) mit 16,5-15,3 kWh/100 km an, die Reichweite soll bis 592 km betragen, DC-Schnellladen mit 185 kW soll in rund 26 Minuten von zehn auf 80 % Batteriekapazität möglich sein. Soweit die Theorie.

Bei Übernahme unseres Testwagens in Berlin waren die Akkus 72 % voll – die Reichweite wurde entsprechend mit 302 km angezeigt. Wir fuhren vollgepackt und mit dem ca. 25 kg schweren Boot auf dem Dach etwa 100 km bis zum nächsten Baggersee im Lausitzer Seenland, angezeigt wurden uns bei Ankunft 40 % Kapazität – und eine Rest-Reichweite von 162 km. Das sollte auf jeden Fall ausreichen, um wieder zurück in die Bundeshauptstadt zu gelangen, so unsere Rechnung.

Diese ging auf, wenngleich der Verbrauch „hinten raus“ doch höher war als erwartet – und angezeigt: als wir den Wagen wieder in Köpenick im Südosten Berlins einparkten, hatten die Akkus nur noch 11 % drauf – genug für 50 weitere Kilometer.

Die

auffällige

Lackierung Vivid

Yellow spielt auf die „Pop-Farben“ der 1970er an und soll Erinnerungen an den legendären Ford Capri

RS wecken.

Wir schnallten das Boot vom Dach, räumten das Auto aus und fuhren zu einer nahegelegenen Schnellladesäule (Aral Pulse, Schöneweide). Hier stöpselten wir den Capri für 20 min. an, dann waren wieder 80 % erreicht (laut Anzeige luden wir 10 km pro Minute = 116 kW), nun sollten wir wieder 347 km weit kommen können.

Unsere nächste Station war das SailGP-Event in Saßnitz auf Rügen. Bis zur Ionity-Ladestation Demminer Land (A20 bei Völschow) waren es von Berlin aus ca. 210 km, bei Ankunft hatten wir noch 10 % in den Akkus, die noch für 42 weitere Kilometer hätten ausreichen sollen.

Nach 30 min Ladezeit zeigten die Akkus wieder 90 % (Ladung 16 km/min = 179 kW), damit sollten wir locker das nun nur noch ca. 114 km entfernte Saßnitz erreichen können, denn insgesamt zeigte uns das Display nun eine mögliche Reichweite von 386 km.

Auf der Rückfahrt machten wir, weil es so schön war, gleich noch einmal bei derselben Ladestation Halt – dieses Mal aber in entgegengesetzter Richtung: bei Ankunft – und weiteren 114 km zeigte das Display 32 % / 129 Rest-km an, jetzt betrug die Ladezeit 25 min, bis wir wieder die 90 % erreicht hatten

Der Ladevorgang – wie auch das gesamte Handling des Wagens – gestaltete sich als einfach und intuitiv. Sogar unsere kleine Redaktionsjolle konnten wir ganz unproblematisch aufs Dach packen (gegenüberliegende Seite, kl. Foto).

Treffen von Capri (gelb, links) und Mustang (blau, rechts) von Ford an einer Autobahn-Ladestation irgendwo in der Mark Brandenburg. Beide Autos haben eines gemeinsam: Ihre Vorbilder waren damals sportliche Legenden. Davon versuchen die modernen Varianten zu profitieren.

(12 km pro min / 146 kW); bei Abfahrt sollten nun wieder 372 km „drin“ sein – ohne weiteren Zwischenstopp ging es nun weiter ins knapp 210 km entfernte Berlin.

Die von Ford angegebene Reichweite des „kräftigen“ AWD –E-Capris von max. 592 km relativierte sich am Ende unseres Testzeitraumes in der Praxis somit auf ca. 430 km, was jedoch – zumindest auch – seine Gründe darin hat, dass wir mit aufmontierten Dachgepäckträgern unterwegs waren, teilweise vollbeladen – und zumeist auch etwas sportlicher fuhren.

Die auffällige Lackierung Vivid Yellow spielt auf die „Pop-Farben“ der 1970er an und soll Erinnerungen an den legendären Ford Capri RS wecken. Uns gefiel’s – nicht zuletzt, weil der Wagen zufälligerweise genau die Farbe unserer Segeljolle traf (alternativ können die Kunden den Ford Capri jedoch auch in Agate Black Metallic, Frozen White, Magnetic Grey Metallic, Blue My Mind Metallic und Lucid Red Metallic ordern).

Der Capri (1969–1986) galt als sportliches und gleichzeitig relativ günstiges Coupé – so etwas wie ein europäischer Mustang, das machte dieses Auto tatsächlich zu einer Legende.

Der ursprüngliche Ford Capri war ein sportliches Coupé von Ford, das 1969 auf den Markt kam. Im Grunde war er als „europäischer Mustang“ gedacht: lange Motorhaube, kurzes Heck, sportliche Linien – aber auf einer bezahlbaren und alltagstauglichen Basis.

Der neue E-Capri machte Spaß, das Sport-Crossover fuhr sich komfortabel, die Bedienung via Bildschirm war intuitiv und einfach, das Auto zog bei Bedarf sportlich an, und maximal 180 km/h waren auch drin, was will man mehr. Uns gefiel die einfache Handhabung, die Leichtigkeit des (auf Wunsch auch sportiven) Fahrens, und, dass auf überflüssigen Schnicknack weitestgehend verzichtet wurde.

Unsere Smartphones ließen sich im neuen Capri kabellos ganz einfach per Apple CarPlay mit dem Auto-Computer verbinden, auch die Ladung erfolgte kabellos induktiv. Ein weiteres Plus während der Fahrt war das B&O-Soundsystem mit zehn Lautsprechern inklusive Soundbar und Subwoofer. Auch bei den Assistenzsystemen kann der E-Capri punkten, diese reichen bis hin zum automatisierten Spurwechsel.

„Wir huldigen unserer Tradition und erfinden unsere Zukunft neu – mit einem Fahrzeug, das in dieser Form nur Ford bauen kann“, sagte Ford Europa Design-Direktor Amko Leenarts bei der Vorstellung – die Legende sei zurück.

Doch genau daran scheiden sich die Geister; der Name „Capri“ dürfte bei vielen Käufern für Enttäuschung sorgen. Denn: der ursprüngliche Capri (1969–1986) galt als sportliches und gleichzeitig relativ günstiges Coupé – so etwas wie ein europäischer Mustang, das machte dieses Auto tatsächlich zu einer Legende.

Der neue Capri ist dagegen (abgesehen auch davon, dass er auf der VW-MEB-Plattform beruht und damit wenig „eigene“ Technik bietet) ein elektrischer SUV mit vier Türen, der deutlich größer und schwerer ist. Das führt – besonders bei Fans klassischer Autos – teilweise zu deutlicher Kritik. Von „Legende“ also keine Spur.

Den neuen E-Capri von Ford empfanden wir durchaus als „gutes Auto“, jedoch: das Besondere fehlte. Der bloße Name „Capri“ reichte uns dafür nicht aus. Er war für uns ein angenehmer Allrounder – aber mehr eben nicht. Das ist eigentlich kein Problem – wenn da nur der hohe Preis nicht wäre.

Denn: wenn der Grundpreis des E-Capris mit 59.400 Euro angegeben wird (unser Testwagen mit einigem Zubehör kostete 62.650 Euro), und das Auto ähnlich „gut“ wie andere, vergleichbare Autos daherkommt, dann kann man als Käufer schon ins Überlegen kommen: sollte man dann… vielleicht –bei gleichem Preis – doch lieber zu einem Wagen mit einer

noch besseren Software greifen, zu einem Auto, das sich noch schneller laden lässt, das ein noch sportlicheres Fahrgefühl bietet, oder – wenn schon die gleiche Plattform verwendet wird – zu einer (in Deutschland) bekannteren Marke mit besserem Händlernetz gehört?

Weitere Infos: www.ford.de/energie

Boot, Zelt, Gepäck und Proviant ließen sich prima im E-Capri verstauen. Egal, ob in der Stadt oder am Strand – das Auto stets eine gute Figur. Schaulustige Strandbesucher informierten sich, ob es Car & Boat im „Package“ geben würde.

YACHTRECHT INTERNATIONAL

ICH PLANE DEN

KAUF EINER YACHT

WAS MUSS ICH BEACHTEN?

TEIL II

In unserer Internationalen Yachtrechts-Kolumne erläutert Prof. Dr. Christoph Ph. Schließmann, Fachanwalt für internationales Wirtschaftsrecht in Frankfurt am Main, exklusiv für die Leser von MEER & YACHTEN, was potentielle Käufer einer Superyacht (vor dem Kauf) beachten sollten – Strukturierte Orientierung und Checklisten für Entscheider – mit 4-Felder-Matrix (≤ 24 m / > 24 m × privat / kommerziell)

Der Kauf einer (Super-) Yacht ist kein Einzelkauf, sondern ein Projekt mit parallelen Arbeitspaketen: Recht und Steuern, Technik, Finanzierung, Versicherung, Crew, Liegeplatz und laufender Betrieb. Wer früh strukturiert, spart Geld, Zeit und Nerven.

Dieser Beitrag basiert auf meiner Beratungspraxis seit über 15 Jahren und liefert eine 4-Felder-Matrix (Größe × Nutzung), klare Schritt-für-SchrittLeitplanken und Checklisten, die sich in der Praxis bewährt haben.

Nachdem in Teil I (MEER & YACHTEN 1-26) Leitgedanken formuliert wurden,

dargelegt wurde, warum die 24-Meter-Grenze praktisch den Takt vorgibt, und ein Schema zu den Kaufüberlegungen entworfen wurde (CPS-4-Felder-Matrix: ≤ 24 m / > 24 m × privat / kommerziell), geht es heute um weitere Schritte, die einer Klärung bedürfen, bevor die Yacht gekauft wird.

SCHRITT 1

Owner’s Mission Statement – die Seite, die alles steuert

Wofür steht die Yacht?

Inhalte (klar und konkret):

• Nutzungsprofil: Privat/kommerziell? Saisonfenster (Mittelmeer/Karibik), Reviere, Reichweite.

• Gäste & Layout: Kabinen, Barrierefreiheit, Beach Club, Spa, Heli-/Sub-Ops (Helikopter/Untersee-Aktivitäten) – ja/nein.

• Komfort & Technik: Stabilisierung (auch Zero-Speed), Hybrid/„Silent Mode“, IT/Kommunikation (z. B. VSAT/5G), Cyber-Sicherheit.

• Nachhaltigkeit & Effizienz: Abgasnachbehandlung (SCR/DPF), Landstrom (OPS = Onshore Power Supply), Abfall/Abwasser-Konzept, Refit-Fähigkeit.

• Budgetrahmen: CAPEX (Capital Expenditures) = Anschaffung/Neubau/ größere Refits; OPEX (Operating Expenditures) = laufende Betriebskosten (Daumenregel 8–12 % des Yachtwertes p. a.).

• Zeitachse: „Wann will ich fahren?“ – rückwärts planen (Liegeplatz, Finanzierung, Bau/Refit).

SCHRITT 2

Das Team – wer wirklich gebraucht wird

Kernrollen & Aufgaben:

• Lead-Counsel (Yacht/Commercial/Tax): Struktur (SPV/Flagge), Verträge (MoA/Neubau), Umsatzsteuer/Zoll, Haftung, Closing-Regie.

• Technischer Sachverständiger/Klasse-Profi: PPS (Pre-Purchase Survey) inkl. Ultraschall/NDT (Non-Destructive Testing), Öl/Kühlmittel-Analytik, Sea Trials, Code/Compliance-Check.

• Broker (Kauf/Charter): Markt, Vergleichswerte, Off-Market; Provisionen fair deckeln.

• Flaggen-/Registrierungsagent: Flaggenwahl, MMSI (Maritime Mobile Service Identity)/Call Sign, Radio-Lizenzen, Bareboat/Dual Registry.

• Finanzierer/Leasing: Term Sheet, Covenants, Mortgage (Schiffs-Hypothek) & Assignments.

• Versicherungsmakler (Marine): H&M (Hull & Machinery), P&I (Protection & Indemnity), Kriegs-/Entführungsdeckungen (War/K&R), Cyber, Fine Art, Builders’ Risk (Neubau).

• Yachtmanager (optional Inhouse): ISM/ISPS/MLC, Crewing/Payroll, Budget/ Reporting, CMMS (Computerized Maintenance Management System), Port Agency, VAT/APA (Advance Provisioning Allowance)-Handling.

Außerdem: OMS-Checkliste (Order Management System):

• Ziele, Zwänge, „No-Gos“ klar formulieren

• Budget & Zeitrahmen mit Puffer

• 24-m-Einordnung verstanden (Regeln, Crew, Liegeplatz)

• Privat/kommerziell festgelegt (oder Pilotphase definiert)

• Stakeholder-Freigabe (Eignerfamilie/Family Office)

Team-Checkliste:

• NDAs/Mandate fixiert

• Rollen klar (keine Interessenkonflikte)

• Projektkalender/Jour-Fixe stehen

• Datenraum als „Single Source of Truth“ aktiv

SCHRITT 3

Struktur & Flagge – Architektur vor Ästhetik

Eine SPV (Ltd./LLC/SA/SAS) trennt Privatvermögen und Yachtbetrieb, erleichtert Bank/Versicherung und den späteren Verkauf. In komplexeren Vermögen: Trust/ Family-Office-Einbindung.

Flagge & Registrierung:

• Privat: Weniger Pflichten, keine EU-Charter; freiwillige Class/ISM „light“ erhöhen Sicherheit/Wiederverkauf.

• Kommerziell: „Coding“, Audits, qualifizierte Crew, MLC/ISM/ISPS (flaggenbezogen); ermöglicht legale Charterumsätze.

Struktur-Checkliste

• SPV gegründet; Bank/Escrow eingerichtet

• Flagge vorentschieden; Registrierungsagent mandatiert

• Matrix-Feld (A–D) verbindlich gewählt

• Vorab-Screening MLC/ISM/LY/ PYC-Anforderungen

SCHRITT 4

Steuern, Umsatzsteuer (VAT) & Zoll – Chancen nutzen, Fallen vermeiden

EU-Kontext kurz erklärt:

• Einfuhr (Importation) mit VAT: Yacht wird „Unionsware“, freie EU-Zirkulation (VAT-Satz je Land).

• Temporäre Verwendung (Temporary Admission) für Nicht-EU-Eigner: befristete EU-Nutzung, keine EU-Charter; strenge Fristen/Nachweise.

• Kommerzielle Nutzung: Vorsteuer/VAT-Erleichterungen nur bei echter unternehmerischer Tätigkeit und korrekter Abrechnung (Leistungsort, Belege).

Worauf die deutsche Rechtsprechung pocht (vereinfacht):

• Vermietung ≠ automatisch Gewerbe. „Gewerblich“ ist erst eine hotelartige Organisation mit ins Gewicht fallenden Zusatzleistungen; sonst bleibt es private Vermögensverwaltung.

• Gewinnerzielungsabsicht / Liebhaberei. Dauerhafte Verluste ohne tragfähiges Geschäftsmodell  Verluste steuerlich nicht anerkennbar; umsatzsteuerlich drohen Eigenverbrauch/Vorsteuerausschluss.

• Charter & Vorsteuer. Vorsteuerabzug setzt echte Unternehmereigenschaft, Trennung von Eigennutzung, belastbare Prozesse und Belege voraus.

Steuern-Checkliste

• Importation oder Temporary Admission früh festlegen

• Leistungsort & Abrechnung (B2B/B2C; kurzfristige Vermietung) definieren

• Belege/Bewegungsnachweise (AIS = Automatic Identification System, Log, Liegeplatz) konzipieren

• Eigennutzung strikt trennen (Kalender, Rechnungswege)

• Tax-Memo/Opinion vor LOI (auditfest)

SCHRITT 5

Neubau vs. gebraucht – welche Route passt?

Neubau

• Maximale Individualisierung, modernste Technik, Gewährleistung, ESGOptimierung, -lieferzeiten; Change-Order-Risiken; Zahlungen nur gegen Refund Guarantees (erstklassige Bank); Werft-/Zuliefererabhängigkeit

Gebraucht

• Sofortige Verfügbarkeit, Preishebel, „What you see is what you get“ - Verdeckte Mängel/Refitbedarf; ggf. alte Regelstände (Grandfathering vs. Upgrade); teils höhere Lifecycle-Kosten

• Zwischenwege: Spec-Build/Completed Hull oder Explorer-Konversionen.

Entscheidungs-Checkliste

• OMS-„Must-haves“ mit Markt/ Werften gespiegelt

• Zeitfenster realistisch (Saison)

• Refit-Puffer (10–15 %) einkalkuliert (bei Gebraucht)

• Werftbonität & Refund-Garantien geprüft (bei Neubau)

(Anm. d. Red.: Teil III dieses Beitrages erscheint in MEER & YACHTEN 3-26; Mini-Glossar / in diesem Text verwendete Abkürzungen: siehe Beitrag in MEER & YACHTEN I-26).

Prof. Dr. Christoph Ph.Schließmann

DER AUTOR

Prof. Dr. Christoph Ph. Schließmann ist Fachanwalt für internationales Wirtschaftsrecht in Frankfurt am Main und berät seit über 20 Jahren Unternehmen bei ihrer internationalen Geschäftsentwicklung an der Schnittstelle von Wirtschaft, Recht & Steuern. Selbst Skipper seit 1996, und vorwiegend auf Motoryachten im Mittelmeer unterwegs, überträgt er sein Wissen und seine Erfahrung auf die Yachtbranche. Er gilt als einer der führenden Yachtrechts-Anwälte und begleitet vor allem Eigner, Hersteller und Vercharterer großer Yachten mit einem Full-Service-Programm weltweit. Christoph Schließmann betreut seit 2018 exklusiv für MEER & YACHTEN die Rechts-Kolumne „Yachtrecht International“.

der-yacht-anwalt.de, superyachtforum.eu

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Teil der OCean DRive Publishing-Gruppe Postfach 840422, 12534 Berlin, Deutschland HRB Berlin 247708 Geschäftsführer Matt. Müncheberg

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HERAUSGEBER/ CHEFREDAKTEUR

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REDAKTION

Paul Berg, Tom F. Hagen, Elfie Hahn, Matt. Müncheberg, Hans-Harald Schack, Prof. Chr. Schließmann

ART DIREKTION

Katja Hansen

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Bezugspreis Inland für drei Ausgaben: 24 Euro (2 Printausgaben + 1 E-Magazin; inkl. 7% MwSt.), EU-Ausland: 30 Euro. Bei Nichtbelieferung ohne Verlagsverschulden oder wegen Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag.

Nachdruck in Wort und Bild, auch auszugsweise, nur mit Erlaubnis des Mari TeamVerlags, Berlin UGmbH. Gerichtsstand Berlin. Keine Gewähr für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bildsendungen. Zuschriften können ohne ausdrücklichen Vorbehalt im Wortlaut oder Auszug veröffentlicht werden.

Feine Dahme

JUBILÄUMS-ROSÉ VON MARIENLUST

DER „FEINE DAHME“-ROSÉ WURDE EXKLUSIV ANLÄSSLICH DES 35JÄHRIGEN JUBILÄUMS VON MEER & YACHTEN IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM RENOMMIERTEN WEINGUT ST. ANTONY IM JAHR 2025 AUFGELEGT. DER PERFEKTE BORD-BEGLEITER IST IN UNSEREM MEER & YACHTENONLINESHOP ERHÄLTLICH.

Der Name „Feine Dahme“ ist eine Reminiszenz an den Ort unseres Verlagssitzes in Wendenschloss im Südosten Berlins, der von der in Fontanes Wanderungen beschriebenen „Wendischen Spree“, dem Fluß Dahme, mit seinen wunderschönen Seen wie dem Langen- oder dem Seddinsee durchflossen wird. Direkt am Fuße des Müggelturmes lag (in südlicher Richtung, gegenüber der berüchtigten „Bammelecke“) direkt an der Dahme für etwa 100 Jahre das bei Berlinern äußerst beliebte Ausflugslokal „Marienlust“, dem unsere Genußmarke ihren Namen verdankt.

Unseren „Feine Dahme“-Rosé gibt es zum Flaschenpreis von 9,50 € ausschließlich im Sechserkarton – die Lieferung innerhalb Berlins erfolgt ab 1 Karton kostenfrei vor die Haustür (Brandenburg: ab 3 Kartons, sonstiges D – Versandmöglichkeiten und -kosten auf Anfrage). Bestellen: ocdr.de/shop/.

Eines der bedeutendsten Wein-Anbaugebiete ist der „Rote Hang“ in Nierstein, dem auch unsere „Feine Dahme“-Jubiläums-Edition ihren Ursprung verdankt.

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