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Vivai 2018 03 de

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Das Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der

03/2018

ENTSPANNEN Im Flow durch Schnorcheln: Warum Sightseeing unter Wasser beruhigend wirkt.

NACHHALTIG Nachhaltig grillieren: Damit der Funke auf weitere Generationen überspringen kann.

Über alle Grenzen Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer : Von der Lust, Neuland zu entdecken


EDITORIAL

Lust auf Neues

Titelbild: Arthur Belebeau / Trunk Archiv; © Roland Tännler, akg-images

Hosenrock

So viele Komplimente wie für meine neue, weite Hose habe ich schon lange nicht mehr bekommen – alle übrigens von Frauen! Es ist schon eine Weile her, seit Trendsetterinnen den Hosenrock, auch Culotte genannt, propagierten. Doch bis ein Trend sich durchsetzt und wir uns an eine neue Silhouette gewöhnt haben, dauert es. Die Culotte und die Palazzohose, die bodenlange Variante, sind gute Beispiele dafür. Noch im vergangenen Jahr wusste ich nicht so recht, welche Schuhe zu einer Culotte passen. Doch heute bin ich überzeugt, dass Sneaker sich genauso dazu tragen lassen wie Sandaletten. Dass ich mich an die neue Silhouette gewöhnt habe, verdanke ich auch meiner siebzehnjährigen Tochter. Sie trägt die weiten Hosen schon seit letztem Sommer. Am liebsten mögen wir beide die Culotte hoch geschnitten, mit einem sogenannten PaperBag-Bund (gefaltet, mit Gürtel). Doch während meine Tochter dazu bauchfreie Oberteile trägt, kombiniere ich die weite Hose mit einer weich fallenden Bluse, die ich einstecken kann. Wichtig: Die Taille muss gut sichtbar sein!

Liebe Leserin,lieber Leser Kürzlich hat ein Kollege beim Sport zu mir gesagt: «Du bewegst dich in deiner Komfortzone. Das ist zwar okay. Aber nur wenn du sie verlässt, kannst du entdecken, ob du darüber hinauswachsen kannst – und ob dir das Spass macht.» Er hatte recht. Jeder kann selber entscheiden, ob er es wagen will, seine Grenzen zu überschreiten und so herauszufinden, welche Möglichkeiten sich ihm dadurch eröffnen. Das gilt nicht nur für den Sport. In diesem Heft stellen wir Ihnen vier Menschen vor, die es gewagt haben, über sich selbst hinauszuwachsen. Da ist der Zen-Mönch Marcel Reding. Weil er in jungen Jahren keine Erfüllung im Leben fand, liess er sich in Japan zum ZenMönch ausbilden. Oder die junge Kranführerin Andrea Huber aus Wattwil. Sie hat den Schritt in einen sogenannten Männerberuf gewagt. Wenn sie jeweils am Morgen auf den Kran klettert, eröffnet sich ihr eine Weite, die ihr zeigt: Die Freiheit fängt nicht erst über den Wolken an. Und: Grenzen ziehen wir nur im Kopf. Dass Sie dieses Editorial lesen können, mein erstes für dieses Magazin, hat mit meinem Entschluss zu tun, etwas Neues zu wagen. Für mich hat sich dieser Schritt gelohnt. Ich liebe meine neue Aufgabe. Ich freue mich, dass Sie dieses Heft mit Interesse lesen, und ich freue mich schon jetzt darauf, mit meinem Team die nächste Nummer für Sie zu konzipieren. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass auch Sie den Mut haben, Veränderungen zuzulassen. Wagen Sie den Schritt, an ihre Grenzen zu gehen. Versuchen Sie, darüber hinauszuwachsen. Finden Sie heraus, was dahinter auf Sie wartet und welche Möglichkeiten sich Ihnen auftun.

Susanne Schmid Lopardo, Redaktionsleiterin Health & Beauty Vivai 2018

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ZERO ZUCKER, ZERO KALORIEN. © 2018 The Coca-Cola Company.

ERFRISCHEND NEU: COCA-COLA ZERO LEMON, GINGER UND VANILLA

Coca-Cola gibts in Ihrer Migros


INTERN

Impressum Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Konzept und Realisation: Migros-Medien Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Leiter Business: Rolf Hauser Leiter Redaktionen Migros-Medien: Franz Ermel Leiterin Redaktion Health & Beauty: Susanne Schmid Lopardo

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Auch Natsuki Camino liebt es, Grenzen zu überschreiten: Ursprünglich Produktdesignerin, arbeitet die Japanerin heute als Illustratorin mit einer einzigartigen Technik – Collagekunst aus zerrissenen Papieren.

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Redaktion/Produktion: Stephanie Riedi Art Direction: Dora Siegenthaler Bildredaktion: Cornelia Thalmann Workflow: Imelda Stalder (Leitung), Anna Francesca Steinmann, Mirjam Torres-Suter Bildbearbeitung: Reto Mainetti Produktion: Sylvie Castagné (F), Cora Gianolla, Claudia Wagner (I) Korrektorat: Patrizia Villiger

Die Fotografin Désirée Good hat keine Berührungsängste. Das zeigen die Porträts von Menschen, die teils Verrücktes wagen, um über sich selbst hinauszuwachsen.

Redaktion und Verlag: Vivai, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, vivai@migrosmedien.ch migros.ch/vivai Druck: Vogt-Schild Druck AG, CH-4552 Derendingen Papier: holzfrei, FSC-Mix Zur CO2-Kompensation wird ein FSCProjekt in Brasilien unterstützt. ISSN: 1663-716X Gesamtauflage Vivai: 250 060 Exemplare D: 173 127 Ex., F: 61 557 Ex., I: 15 376 Ex.

Reisen ist die populärste Art, über Grenzen hinauszugehen. Die Experten

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Bestellen Sie Vivai kostenlos: abo.vivai@migrosmedien.ch oder Telefon 0800 180 180

FCB-Trainerin Sissy Raith weiss, dass Fussball den Frauen nebst Fitness Selbstbewusstsein und Siegeswille bringen kann. S. 42

Sommergemüse und -früchte erfrischen. Wie sie das tun und was sie sonst noch zu bieten haben, erklärt Ernährungsberaterin Brigitta Gächter. S. 36

Prisca Huguenin-ditLenoir, Leiterin Unternehmenskommunikation von Hotelplan Suisse hat für uns die Reisetipps zusammengestellt. S. 20 Vivai 2018

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FREUT UNS

Sarina rennt Wie wird man zur Läuferin? Die 29-jährige Sarina Feldmann möchte es wissen und hat das Sofa gegen die Laufschuhe getauscht – mit Unterstützung des iMpuls-Coach-Programms «In 12 Wochen zur Läuferin werden». iMpuls begleitet sie mit der Kamera auf ihrem Weg zur Läuferin. migros-impuls.ch/rennen

Wenns summt und brummt

Moskitos, Zecken & Co. können lästig oder gar gesundheitsgefährdend sein. NosiLife-Kleidung der Marke Craghoppers bietet dank integrierter Insektenabwehr permanenten Schutz. Der Wirkstoff ist in die Fasern eingearbeitet und kommt darum nicht in Kontakt mit der Haut. Shirts und Hosen sind also auch für Schwangere und Kinder geeignet.

© Illustration: Anne Bentley, Fotos: Getty Images, iStock

sportxx.ch

Feuer gefangen

Freiwillige vor!

Mit Grillduft in der Nase und feinstem Röstgeschmack im Mund geniessen Grillitarier den Sommer. Ob Fleischesser, Vegetarier, Fischliebhaber oder Allesesser: Am Grill kommen Familie und Freunde zusammen. Alles rund um den Grill auf grillitarier.ch und alles über das nachhaltige Grillieren auf Seite 30.

Wer engagiert sich heute noch freiwillig, sprich ehrenamtlich? Das GDI ist im Auftrag des Migros-Kulturprozents dieser Frage nachgegangen und hat dabei Erfreuliches festgestellt: Durch die Digitalisierung haben sich ganz neue Möglichkeiten für das freiwillige Engagement eröffnet!

grillitarier.ch

gdi.ch/de/studien

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Photos : Fabian Biasio

Publireportage

Integration durch Ausbildung Derzeit haben Flüchtlinge nur geringe Chancen, auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Für die Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen, die aufgrund ihrer Flucht den Schulbesuch beziehungsweise ihre Ausbildung aufgeben mussten, ist die Situation besonders schwierig. Oft fehlt diesen Jugendlichen für eine Ausbildung das nötige Schulwissen.

Yohannes absolviert in einer Freiburger Garage seine Ausbildung zum AutomobilAssistenten. Sein nächstes Ziel: Der eidgenössische Automobil-Fachmann.

«Ich will unabhängig sein.»

Yohannes Berhane* ist 16, als er in die Schweiz kommt. Für den Flüchtling aus Eritrea ist es eine Begegnung mit einer vollkommen fremden Welt. Doch er ist hartnäckig, lernt Französisch und absolviert mehrere Praktika. Heute macht er eine Lehre als Automobil-Assistent. Die erste Zeit war schwierig. «Sprache und Kultur waren mir so fremd», erzählt der heute 22-jährige Yohannes Berhane. Nach der Flucht aus Eritrea erreicht er 2012 gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Schwester die Schweiz. In Freiburg besucht er einen einjährigen Kurs an der Gewerblichen und Industriellen Berufsfachschule und absolviert mehrere Praktika. «Schon als Kind wollte ich Mechaniker werden», erzählt Yohannes. Die Caritas, die ihn betreut, kontaktiert die Geschäftsführer einer Werkstatt in der

Region Freiburg. «Wir haben gleich gesehen, dass er motiviert ist», erinnern sich Corinne und Jean-François Lacilla, seine heutigen Chefs. Sie stellen Yohannes ein und er kann eine zweijährige Ausbildung zum Automobil-Assistenten machen. Der junge Mann arbeitet vier Tage die Woche und hat jeden Montag Unterricht. Beeindruckt von seiner Leistung machen seine Chefs ihm das Angebot, seine Lehre fortzusetzen und nach 3 Jahren mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis als Automobil-Fachmann abzuschliessen. Doch zunächst muss Yohannes sein Französisch verbessern. Die Caritas unterstützt ihn dabei und sucht nach einer Lösung: ein Intensivkurs im Sommer oder abends, vielleicht mit Hilfe eines Freiwilligen. Yohannes hat ein festes Ziel vor Augen: Er will seine Ausbildung erfolgreich abschliessen, um sich seinen grössten Wunsch zu erfüllen. «Ich will unabhängig sein.»

Mehr Informationen über Yohannes finden Sie unter: dasrichtigetun.caritas.ch

*Namen aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geändert

Doch es gibt Lösungen. Caritas Schweiz begleitet im Kanton Freiburg 1600 anerkannte Flüchtlinge, davon 342 zwischen 16 und 25 Jahren. Die Jugendlichen besuchen Intensivkurse und ihre Berufsintegrationsberater unterstützen sie bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen oder bei der Vermittlung von Praktika. Seit März 2018 betreibt Caritas Schweiz auch das Haus für Bildung und Integration in Matran. Die jungen Flüchtlinge, die hier wohnen, werden von Caritas Schweiz bei ihrer Berufsausbildung begleitet und betreut.

Spendenkonto: 60-7000-4 Für Online-Spenden: caritas.ch/integration


GEFÄLLT UNS

Alle gewinnen

«Maflü» ist eine Initiative der Micarna, die Geflüchteten eine berufliche und sprachliche Ausbildung ermöglicht. Die Migros-Tochter hilft dadurch einerseits den Azubis bei der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Integration und andererseits der Branche, neue Fachkräfte zu gewinnen.

© Illustrationen: Christopher Corr, Katarzyna Klein, Fotos: Nick Eichmann, Getty Images

Bequem shoppen Wer bei Migros online einkauft, kann sich die Bestellung via Amigos, einer Social-ShoppingPlattform, von anderen MigrosKunden bringen lassen. Die «Lieferanten» erhalten eine PushMeldung und können, sofern sie Zeit und Lust haben, die Einkäufe erledigen und ausliefern. Für die erste Einkaufstasche gibt es Fr. 7.90, für jede weitere Fr. 2.–.

Solar macht Schule Das Bildungsprojekt «Jede Zelle zählt – Solarenergie macht Schule!» (JZZ) ermöglicht den Bau von Solaranlagen auf Schulhäusern. Lanciert vom Verein Myblueplanet, unterstützt von der Migros, sensibilisiert es Jugendliche auf erlebnisorientierte Art für Klimaschutz und erneuerbare Energien. Eine witzige Kampagne bindet die ganze Gemeinde mit ein. jzz.ch

amigos.ch

Von Bauern lernen Fans von gepützeltem Rasen dürften bisweilen erstaunt sein, welcher «Wildwuchs» auf IP-Suisse-Bauernhöfen herrscht. Dass es sich dabei nicht um Unordnung, sondern um Umsicht gegenüber der Natur handelt, sprich um Massnahmen zur Förderung der Biodiversität, darüber informieren jetzt da und dort Schilder am Wegrand. ip-suisse.ch

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GRENZERFAHRUNGEN

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Vom Reiz, rüberzugehen Egal, wohin die Reise führt: Jenseits von Grenzen bietet sich die Chance, den eigenen Horizont zu erweitern und über sich selbst hinauszuwachsen. Text: Ruth Hoffmann

Illustrationen: Natsuki Camino

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GRENZERFAHRUNGEN

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ür die alten Griechen war die Welt im heutigen Afghanistan zu Ende. Dahinter, so glaubte man lange, käme nur noch der grosse Ozean, der alle Landmassen der Erde umgebe. Man wusste es nicht besser. Geografie steckte noch in den absoluten Anfängen und wurde überwiegend vom Schreibtisch aus betrieben. Erst als Alexander der Grosse im 4. Jh. v. Chr. bei seinen Feldzügen bis an die vermeintlichen Ränder der Welt vorstiess, wurde klar, dass nicht sie begrenzt war, sondern das Bild, das man sich von ihr gemacht hatte. Jede Horizonterweiterung hat mit dem Überschreiten von Grenzen zu tun. Jede Entdeckung, jeder Fortschritt in der Menschheitsgeschichte wurde erst dadurch möglich, dass mutige Frauen und Männer über das hinausgingen, was man bis dahin für das Ende der Fahnenstange gehalten hatte. Mal waren es physische Grenzen, mal politische, mal soziale, zuallererst aber immer die Grenzen des Denkens. «Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden», schrieb der Dichter Hermann Hesse. Wie recht er hatte! Denn viel zu oft sind es gerade unsere eigenen, selbst errichteten Schranken, die uns daran hindern, weiterzugehen – auf gesellschaftlicher genau wie auf individueller, persönlicher Ebene. Grenzzäune des Alltags

Grenzen können schützen, aber auch den Blick verstellen. Sie bieten Halt und Orientierung, verhindern unter Umständen aber auch, dass etwas Neues entsteht: Wer überzeugt davon ist, unmusikalisch zu sein, wird vermutlich nicht einmal probehalber in einem Laienchor singen; wer sich für schüchtern hält, niemals einen Theater-Workshop besuchen. Der Verzicht mag einem Enttäuschungen 12 Vivai 2018

ersparen oder die Angst, sich zu blamieren, bringt einen aber um die Chance, zu erfahren, dass man nicht zwangsläufig der ist, für den man sich hält. Im Alltag ist es schwierig, genug Abstand von den inneren Grenzzäunen zu nehmen, um sie überhaupt als solche erkennen zu können: Das Gewohnte hält uns fest, Verpflichtungen geben die Spur vor, in der wir laufen, und über allem schwebt der beruhigend einlullende Soundtrack, dass alles so sein muss, wie es ist, weil es schon immer so war – oder alle anderen es auch so machen. Ein anderer Mensch sein

In den Ferien aber leben wir für eine kleine Weile ein anderes Leben an einem anderen Ort, überschreiten die Grenze unserer vertrauten Umgebung und treten ein in eine neue Welt, in der andere Regeln gelten und andere Dinge wichtig sind. Auch für uns. Wir probieren Essen, von dem wir noch nie gehört haben, finden uns auf schwankenden Booten wieder, tanzen Tango auf einem Strassenfest oder kaufen Hüte, mit denen wir uns zu Hause verkleidet vorkämen. Alles ist neu, ungewohnt und voller Zauber – die Geschmäcke, die Düfte, das Licht. Und plötzlich scheint viel mehr möglich; die Grenzen des Selbst werden durchlässiger. Vielleicht sind wir, ganz gegen unsere Gewohnheit, mal konsequent offline oder zumindest nicht erreichbar, begeistern uns für Dinge, die wir immer für langweilig gehalten haben, oder gönnen uns, was wir uns sonst versagen. Es ist nicht allein die Abwesenheit von Arbeit, die uns in den Ferien jenes köstliche Gefühl von Freiheit schenkt: Es ist das Erlebnis, ein anderer Mensch zu sein. Landesgrenzen zu überschreiten und sich dem Unbekannten auszusetzen, kann allerdings auch anstrengend und verun-

sichernd sein: Wir verstehen die Sprache nicht oder nur teilweise, haben Schwierigkeiten, uns zurechtzufinden oder sehen uns irritierenden Gebräuchen und Verhaltensweisen gegenüber, die keinen Sinn zu ergeben scheinen. Wir sind gezwungen, genauer hinzusehen, erleben uns als unwissend – fast wie ein Kind, das sich die Welt der Erwachsenen nicht erklären kann. Unsere Wahrnehmung wird eine andere, fast zwangsläufig, denn was uns normalerweise Orientierung gibt, ist auf einmal eher hinderlich. Was wir für höflich halten, sorgt hier für Missverständnisse; was uns selbstverständlich vorkommt, ist hier höchstens Glückssache. Immer wieder werden wir so mit den Grenzen unserer Geduld, Toleranz und Belastbarkeit konfrontiert. Das ist alles andere als angenehm, und es wird Momente geben, in denen wir uns zurückwünschen in den behaglichen Rahmen des Gewohnten. Frischzellenkur für den Geist

Viele Leute fürchten solche Erfahrungen so sehr, dass sie die Sicherheit eines Pauschalurlaubs im Resort einer Entdeckungsreise vorziehen. Dabei kann es eine regelrechte Frischzellenkur für Seele und Geist sein, sich ohne festgezurrten Plan ins Unbekannte zu wagen und das eigene Koordinatensystem einmal gehörig durchschütteln zu lassen. Denn wenn es uns gelingt, uns auf die Fremde einzulassen, machen wir eine Erfahrung, die nachhaltiger ist als ein bisschen Erholung am Pool. Nämlich die, dass da, wo wir sie vermuten, in Wahrheit oft gar keine Grenzen sind, zumindest keine unüberwindbaren. Und dass alles auch ganz anders und trotzdem wunderbar sein kann: das Leben, das Denken, das Essen, wir selbst – was für eine Befreiung! l


”Was

für eine Befreiung, sich ohne Plan ins ” Unbekannte zu wagen !

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GRENZERFAHRUNGEN

Frei im Kopf Vier Menschen, ein Ziel: persönliche Begrenzungen zu überwinden und eine neue Sicht der Dinge zu erlangen — von der Kranführerin in 30 Meter Höhe, bis zum buddhistischen Mönch, der alles aufgab, um die Nichtigkeit davon zu erkennen. Aufgezeichnet von Roland Grüter

Fotos: Désirée Good

”Auf meinem Hochsitz wirkt alles peripher und klein„ Andrea Huber (23), Kranführerin, Wattwil SG

Klettere ich morgens die Kranleiter hoch und lasse meinen Blick über den Horizont schweifen, komme ich immer zur gleichen Einsicht: Die Freiheit fängt nicht erst über den Wolken an, sie lässt sich auch in meiner Kabine erreichen, rund dreissig Meter über Boden. Aus dieser Perspektive wirkt alles nichtig und klein. Ich arbeite seit 2014 als Kranführerin, bin mit der Welt nur durch Funk verbunden und versorge meine Kollegen mit tonnenschwerem Material. Lange stand offen, wie meine Zukunft aussehen sollte. Ich liebäugelte mit zwei Berufen: Maurerin oder Servicefachangestellte. Ich entschied mich für den Bau – und damit für einen Weg, der nicht zwingend vorgegeben war, denn bis zur Lehre war ich eher scheu und zurückhaltend. Das Baugewebe hat mich aber enorm stark gemacht. Anfangs musste ich mir zwar manchmal dumme Sprüche von Kollegen anhören, heute witzelt aber keiner mehr – ich bin fester Teil des Teams. Die Berufswahl hat auch mein Privatleben auf den Kopf gestellt. Statt mit Freundinnen über Mode und Instagram zu tratschen, fachsimple ich lieber mit Männern über schwere Maschinen und unseren Job. Was ist schon männlich, was weiblich? Grenzen ziehen wir doch nur im Kopf. Bei mir fliessen beide Welten ineinander. 14 Vivai 2018


”Es geht nicht um den Kick, sondern um Selbstkonfrontation„ Arvo Losinger (25), Parkour-Sportler, Bern

Kinder machen es uns vor: Sie anerkennen keine Hindernisse, sie erforschen Räume, als gäbe es darin keine Grenzen – und lernen dadurch ihre eigenen kennen. Genau darum geht es im Parkour-Sport: Die sogenannten Traceurinnen, Traceure halten sich nicht an ausgetretene Wege und gehen zwischen A und B schon mal die Wände hoch oder überspringen hohe Zäune, um ein anvisiertes Ziel zu erreichen. Ich mache das seit dreizehn Jahren. Als Mitglied der Interessengemeinschaft Parkour One setze ich mich dafür ein, dass der Sport breiter bekannt und professionalisiert wird. Für mich als Student der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ist Parkour vor allem eine Lebensschule. Es geht also nicht etwa um den Kick, um Adrenalin, sondern um Selbstkonfrontation. Jeder muss für sich selber entscheiden, welche Herausforderungen und Ängste er überwinden will, wo seine Grenzen liegen. Darum bin ich 2016 in Kooperation mit Caritas auch nach GazaStadt gereist, um dort Jungen und Mädchen zu unterrichten. Sie leben in äusserst schwierigen Umständen, ihre Möglichkeiten sind stark begrenzt. Für sie ist es besonders wichtig, zu erkennen, dass sich mit innerer Kraft viel erreichen lässt. Ziele, die man selber wählt – und nicht solche, die durch Religion oder Politik vorgegeben werden.

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”Was mich auszumachen schien, war plötzlich nichtig „ Marcel Reding (39), Zen-Mönch, Einsiedeln SZ

”Wer sich auf fremde Kulturen einlässt, sieht sein eigenes Leben anders„ Martina Bisaz (37), Reisefotografin und Bloggerin, Latsch GR

Mein umgebauter Stall in Latsch, in dem ich lebe, bleibt manchmal über Wochen leer. Dann bin ich unterwegs in der Ferne, am anderen Ende der Welt. Durchschnittlich drei Monate im Jahr reise ich durch Wüsten und andere gewaltige Gegenden. Jordanien, Iran, Malaysia: Touristisch unentdeckte Staaten interessieren mich besonders, denn sie bieten mir viel Platz für Abenteuer und Entdeckungen. Dafür habe ich sogar meine Festanstellung als wissenschaftliche Zeichnerin aufgegeben, konzentriere mich auf die Reiserei und die Fotografie. Seit 2017 betreibe ich auf Instagram auch einen eigenen Blog (@kitkat_ch) und poste dort jeweils meine Fotos. 244 000 Abonnenten folgen mir bereits, darüber freue ich mich sehr! Mich nennt man neudeutsch wohl eine Social-Media-Influencerin. Ich mag diese Bezeichnung zwar nicht sonderlich. Wenn ich dadurch aber andere dazu bringen kann, die Enge in ihren Köpfen zu sprengen, nehme ich sie gern in Kauf. Mein Ziel ist es, andere mit meinen Impressionen anzuregen, sich auf fremde Kulturen und fremde Menschen einzulassen. Denn dadurch öffnen sich die Augen und Herzen, die eigenen Sorgen werden plötzlich leichter. Ganz ohne Stall und die Bündner Berge mag ich trotzdem nicht sein. Dort ist meine Heimat, dort ist mein Zuhause. 16 Vivai 2018

Mein Leben wirkt auf andere wahrscheinlich wie ein gehöriges Durcheinander, für mich aber ist es stimmig. Ich will die Welt verstehen, wissen, wie sie funktioniert, woraus sie besteht. Dafür lernte ich erst Chemielaborant, führte das Leben eines normalen Jugendlichen. Freundin, Ausgang, Halligalli. Doch in all dem fand ich keine Erfüllung, mich interessierten innere Grenzen weit mehr. So kam ich zum ZenBuddhismus, denn hier fand ich auf alle wichtigen Fragen des Lebens und des Todes überzeugende Antworten. Um mich voll darauf konzentrieren zu können, reiste ich nach Japan, wurde Zen-Mönch, lebte danach zehn Jahre lang in Klöstern. Ich war Bettelmönch, musste dafür alles hergeben: Körper und Geist. Bildung, Eigenheiten, sozialer Status. Was mich vorher auszumachen schien, war plötzlich nichtig. Das bringt einen gehörig an die Grenzen, aber nur dadurch kann man sie überwinden. Vor drei Jahren bin ich in die Schweiz zurückgekommen, habe geheiratet, bin mittlerweile Vater geworden. Nun arbeite ich zwei Tage pro Woche als Restaurateur in der Werkstatt meines Cousins, lebe mit meiner Familie in einem Zen-Tempel in Einsiedeln und teile meine Gedanken mit Schülern und Schülerinnen.


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Taktwechsel für Tempotänzer Ferne Länder, fremde Sitten. Selbst Weltoffene stossen bisweilen an ihre Grenzen,wenn es um gewisse Gepflogenheiten geht. Friedemann Bartu, ehemals NZZ-Reiseredaktor und -Auslandskorrespondent und heute in Indien lebend, berichtet. Illustration: Natsuki Camino

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em Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt», heisst es in einer alten Volksweise. Man möchte anfügen: Und lässt ihn dort auf Menschen stossen, die ganz anders ticken. So anders, dass man leicht an die Grenzen der eigenen Geduld stösst. Meist fängt es schon im Kleinen an: etwa bei der Pünktlichkeit. Bei uns als Norm und Tugend angesehen, ist diese in weiten Teilen der Welt ein Fremdwort. «Rubber time», schmunzeln die Indonesier, wenn sie Stunden zu spät kommen. «Mañana» – wenn nicht heut, dann eben morgen, sagen die Mexikaner, und die Inder meinen stolz: «Ihr im Westen habt die Uhren, wir im Osten haben die Zeit!» In der Hindi-Sprache bedeutet das gleiche Wort «heute» und «morgen». Also was 18 Vivai 2018

solls. Wer als Ausländer in Indien lebt, hat sich anzupassen und stets mit Überraschungen zu rechnen. Als zwei unserer lokalen Angestellten in Goa sich vermählten, luden sie uns zum Hochzeitsfest ein: «Beginn 19.30 Uhr, sharp» stand auf der künstlerisch verzierten Karte. Doch was bitte bedeutet «sharp» (genau) in Goa? Weil wir nicht zu spät kommen wollten, trafen wir um 20.15 Uhr am Ort der Feierlichkeiten ein, eine riesige Hochzeitshalle für bis zu 700 Personen. Diese war allerdings gähnend leer. Wir waren die ersten Gäste. Nach einer geschlagenen Stunde (gefühlt waren es mehrere Stunden) trudelten dann die übrigen Geladenen ein und endlich auch Braut und Bräutigam. Zwei Französinnen, die uns besuchen wollten, ging es ähnlich. Gewarnt,

dass die Eisenbahn in Indien häufig mit Verspätung unterwegs sei, waren die beiden Damen höchst erfreut, dass ihr Zug nach Bangalore fast pünktlich in Südgoa eintraf. Allein, es war der Zug vom Vortag, der 24 Stunden Verspätung hatte; also mussten sie wieder aussteigen und sechs Stunden auf den richtigen, den Express Train, warten. Verwirrung bei Tisch

Wer in fremden Gefilden lebt, tritt auch immer wieder mal ins Fettnäpfchen. Solche lauern fast überall. Beispielsweise beim islamischen Neujahrsmahl Hari Raya, zu dem uns unser malaiischer Angestellter in Singapur zu sich nach Hause einlud. Der Familientisch krümmte sich unter der Last der Speisen, welche die herzliche Hausfrau zubereitet hatte. Ergo


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war sie erpicht, dass wir von allem probierten. Irgendwann war mein Magen voll. Dennoch zwang ich mich, den Teller leer zu essen, wie ich das als Kind gelernt hatte. Doch in Malaysia bedeutet ein leer gegessener Teller: «Ich habe noch Hunger, schöpf mir bitte nach.» Umgekehrt haben Asiaten oft Mühe mit der europäischen Küche. Besonders das kontinentale Frühstück enttäuscht sie, die gewohnt sind, eine warme Mahlzeit am Morgen zu sich zu nehmen. Also reisen sie oft mit Fertignudeln, Wassersieder, «echtem Reis» und Reiskocher im Gepäck. Apropos Frühstück: Als vor Jahren im Schweizerklub in Lima als Spezialität ein Birchermüesli serviert wurde, hagelte es Reklamationen: Es sei eine Zumutung, aufzutischen, was andere zuvor erbrochen hätten! Sprachliche Missverständisse

Gegenseitige Missverständnisse sprachlicher Natur gehören zum Alltag jeder Auslanderfahrung. «Falsch verstanden» ist eine probate Ausrede, wenn es darum geht, das eigene Gesicht zu wahren, was für viele Völker lebenswichtig ist. Wer in Asien einen Passanten nach der Richtung zum Bahnhof fragt, wird vom Befragten kaum zur Antwort bekommen, er wisse es nicht. Vielmehr wird er etwas sagen, von dem er glaubt, der Fragende wolle dies hören. «Ist das der Weg zum Bahnhof?» ist daher eine falsche Frage, weil sie zu einem spontanen Ja einlädt, auch wenn der Bahnhof ganz woanders liegt. Besser ist die Frage: «Wo ist der Bahnhof?» Wobei man auch dann nie ganz sicher sein kann, dass man zum Ziel gelangt. Dass auch Tafeln am Wegrand Verwirrung stiften können, musste ein deutscher Journalistenkollege erfahren. Bei einem Besuch Nordvietnams fielen ihm häufige Reklamen mit der Aufschrift «Cắt tóc» auf. Ausgesprochen klang das wie Hot Dog – und sei wohl ein Erbe der amerikanischen GI, schrieb der Mann später in die Zeitung. «Cắt tóc» heisst auf Vietnamesisch jedoch Coiffeur. l 20 Vivai 2018

Auf und davon Reisen ist die populärste Art, Grenzen zu überschreiten. Hotelplan Suisse hat für Vivai sieben Destinationen ausgewählt, die ganz unterschiedliche Grenzerfahrungen bieten.

Über Zeit und Raum Im Stil der alten Entdecker die Masai Mara in Kenia erforschen: Die Reise «Auf den Spuren der Massai» bietet die einmalige Gelegenheit, in die Kunst des Spurenlesens eingeführt zu werden und dabei eine neue Sicht der Dinge zu erfahren. Die Teilnehmenden bewegen sich dabei im eigenen Tempo, ohne störenden Motorenlärm. Die Wandersafari von Travelhouse führt durch die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt und offenbart das Ökosystem der Masai Mara aus ganz neuer Perspektive. Übernachtet wird auf der sechstägigen Privatrundreise in zu hundert Prozent nach Fair Trade Tourism (FTT) zertifizierten Unterkünften. Infos: travelhouse.ch/o-1901486

Aus der Vogelperspektive Hoch oben ist der Horizont schön weit! Per Luftseilbahn geht es ab Engelberg im Kanton Obwalden auf den Titlis. Nebst der Möglichkeit, auf dem Gipfel die Welt wie die Alpendohlen aus der

Vogelperspektive zu betrachten, bietet sich der Titlis Cliff Walk für puren Nervenkitzel an. Die Hängebrücke auf 3041 Meter über Meer ist die höchstgelegene Europas, nur wenige Meter breit und hundert Meter lang. Weiche Knie garantiert! Nach dieser Herausforderung locken ein feines Znacht und eine Übernachtung im 3,5-SterneHotel Terrace in Engelberg. Mehr Infos zum zweitägigen Aufenthalt mit einer Übernachtung im Doppelzimmer und Halbpension bei Migros Ferien: migros-ferien.ch/h-1900069

Richtung Nirwana Indien ist die Heimat des Yoga. Schon Buddha soll hier um 500 v. Chr. in diese Praxis eingeweiht worden sein. Fernab jeglicher Hektik, umgeben von üppiger Natur, bietet das sechstägige Holiday-Konkan-Package von Travelhouse somit die beste Voraussetzung, um das innere Gleichgewicht zu erlangen, geistige Begrenzungen zu überwinden und so dem viel gepriesenen Nirwana etwas näher zu kommen. Zu geniessen sind nebst täglicher Yogapraxis – privat und in der Gruppe – fünf Übernachtungen im Villa-Doppelzimmer des 4-Sterne-Hotels Swaswara


GRENZERFAHRUNGEN

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Der Titlis Cliff Walk (links) und die Masai Mara in Kenia laden zu ganz unterschiedlichen Grenzerlebnissen ein.

am Om Beach in Karnataka, ayurvedische Kost, eine ärztliche Konsultation, zwei Ganzkörper-Abhyanga-Massagen und eine «SwaSwara de-stress»-Therapie. Infos: travelhouse.ch/z-80124

Mal untertauchen

© iStock, Laif

Eintauchen in das bezaubernde Unterwasseruniversum des Great Barrier Reef in Nordosten Australiens, des grössten Korallenriffsystems der Welt: Mit einem Tauchboot ab Cairns lassen sich die Schätze des äusseren Great Barrier Reef erkunden. Wer noch keinen Tauchschein hat, kann das Padi-Zertifikat bei den Korallengärten des Reef erwerben – ein wahrlich magischer Ort. Zur fünftägigen Reise «Tauchkurs Great Barrier Reef» von Travelhouse (ab/bis Cairns) gehören zwei Übernachtungen an Bord eines Tauchschiffs mit Vollpension, der Padi-Open-Water-Tauchkurs mit Zertifikat und neun Tauchgänge samt Tauchausrüstung. Infos: travelhouse.ch/z-1900345 Tipp: Mehr über die entspannende Wirkung des Schnorchelns inklusive Tipps gibt es auf Seite 46.

Rock the Clock Abtanzen rund um die Uhr: Ayia Napa gilt unter Partyfans als der coolste Ferienort auf Zypern. Bars, Pubs und Klubs sind fast rund um die Uhr geöffnet. Durchschnittlich 340 Sonnentage laden zum regenerierenden Faulenzen an den goldgelben Sandstränden ein. Nimmermüde können bei einer der beliebten Beach-Partys den Tag zur Nacht machen – zum Beispiel am Nissi Beach. Auch Spezialitäten wie etwa die selbst gebrannten einheimischen Schnäpse sind eine Entdeckung wert. Migros Ferien bietet zum Beispiel einen sechstägigen Aufenthalt im 3,5-Sterne-Hotel New Famagusta in Ayia Napa auf Zypern an, mit fünf Übernachtungen im Doppelzimmer und Frühstück. Infos: migros-ferien.ch/h-412266

Den Sternen nah Der Galloway Forest Park auf der Halbinsel Rhins of Galloway im Südwesten Schottlands gilt als Hotspot für Sternenbeobachtungen. Hier lässt sich die schiere Unendlichkeit des Universums erahnen – die Himmels-

körper sind zum Greifen nah. Passend zu diesem mystischen Erlebnis bietet Travelhouse einen dreitägigen Aufenthalt an, bei dem in einem Leuchtturm übernachtet wird. Der über hundertjährige Turm und die Nebengebäude sind zu einem schmucken 3,5-SterneHotel mit erstklassigem Komfort umgebaut worden. «Corsewall Lighthouse» befindet sich ganz in der Nähe des Galloway Forest Park. Infos: travelhouse.ch/h-103355

Achtsamkeit üben Auf der elftägigen geführten «Wanderreise entlang der Bernsteinstrasse» können Lettland und Litauen auf gemächliche Art und dadurch mit Achtsamkeit entdeckt und erkundet werden. Die Reise von Travelhouse umfasst Wanderungen in Nationalparks, eine Kanufahrt auf dem malerischen Fluss Buka im Nationalpark Aukstaitija und eine Velotour auf der Kurischen Nehrung. Der rund fünfzig Kilometer lange Radweg zählt zu den schönsten im Baltikum. Übernachtet wird in landestypischen Unterkünften mit Frühstück und Abendessen. Infos: travelhouse.ch/o-1900788

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GRENZERFAHRUNGEN

Tierische Grenzgänger Auch Tiere überschreiten Grenzen. Gern sogar. Die einen als Globetrotter. Die andern als blinde Passagiere. Und wieder andere loten ihre Grenzen im Rausch aus. Text: Atlant Bieri Illustration: Natsuki Camino

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iere sind Grenzgänger in jeder Hinsicht. Das beste Beispiel dafür sind die vielen Arten, die jedes Jahr den Grenzübertritt in die Schweiz machen. Eine der berühmtesten unter ihnen ist der Braunbär. Er war einst in der Schweiz ausgestorben, doch seit 2005 wandert immer mal wieder einer von ihnen aus Italien ein. Ebenso tun es die Wölfe seit 1995. Nicht alle Tierarten kommen allerdings zu Fuss. Manche von ihnen fliegen einfach ein und lassen sich dort nieder, wo es ihnen gefällt. So machte es beispielsweise die Westliche Geisterlibelle. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Nördlich der Alpen war es ihr bis vor ein paar Jahren noch zu kalt. Doch das hat sich im Zuge der Klimaerwärmung geändert. Die Temperatur im Schweizer Mittelland gleicht sich der von Norditalien immer mehr an. Gut für die Geisterlibelle, denn sie hat sich inzwischen im Gebiet rund um den Vierwaldstättersee ausgebreitet. Manche Insekten lassen sich trotz ihrer Flügel lieber mit dem Auto oder gar dem Flugzeug kutschie22 Vivai 2018

ren. Die Asiatische Tigermücke ist so ein Fall. Sie stammt ursprünglich aus Asien, von wo sie als blinder Passagier in einer Boeing 747 nach Europa gereist ist. In den Neunzigerjahren hat sie sich schliesslich im Tessin ausgebreitet. Dann sollte es eigentlich nordwärts gehen, doch die Alpen bildeten eine unüberwindbare Grenze für das kleine Tier. Zum Glück gab es da den Personenverkehr. Die Mücke setzte sich einfach in die Autos von Ferientouristen und wartete darauf, bis die Gefährte durch den Gotthardtunnel hindurch waren und sich in Aarau oder Zug die Türen wieder öffneten. Berauscht Grenzen sprengen

Tiere wandern nicht nur ein, sondern auch aus. Dabei lassen sie unendlich viele Landesgrenzen, aber auch unüberwindbare Ozeane, Wüsten und Gebirge hinter sich. Eine der erfolgreichsten Auswanderinnen ist die Ratte. Sie verstand es wie kein anderes Tier vor ihr, sich der Hilfe des Menschen zu bedienen. Sie suchte seine Nähe, versteckte sich in Säcken

und Kisten, die mit Handelsgütern gefüllt waren, und reiste auf diese Weise um den ganzen Globus. Bereits vor 3500 Jahren kam sie auf diese Weise von ihrem Ursprungsgebiet in China nach Persien und von dort weiter nach Ägypten und Europa. Im Zeitalter der Entdeckungen vom 15. bis zum 18. Jahrhundert reisten die Tiere mit Seefahrern wie Christoph Kolumbus, Ferdinand Magellan und James Cook selbst auf die entferntesten Inseln der Welt. Grenzüberschreitungen gibt es aber nicht nur auf der Landkarte, sondern auch im Kopf. Manche Tiere verändern ihr Bewusstsein, indem sie Drogen zu sich nehmen. Forscher haben beispielsweise Delfine vor der Küste Australiens dabei beobachtet, wie sie an einem Kugelfisch knabberten. Dieser enthält das starke Nervengift Tetrodotoxin, das zu Lähmungserscheinungen führt und bei zu hohen Dosen zum Tod durch Herzstillstand. Jeder Delfin hat den Kugelfisch vorsichtig angeknabbert und ihn dann seinem Nachbarn weitergereicht. Dabei haben sie gerade so viel Gift auf-


genommen, dass ihr Körper zwar teilweise gelähmt war, das Herz jedoch weiterschlagen konnte. Die Delfine hingen danach etwas benommen im Wasser. Manche Tiere verstehen es, dem Tod noch näherzukommen und scheinbar die Grenze vom Diesseits ins Jenseits zu überschreiten. Die Lebewesen, die das

können, hausen in unseren Vorgärten. Es sind die sogenannten Bärtierchen. Sie sind nur wenige Zehntelsmillimeter gross und halten sich vorzugsweise im feuchten Moos auf. Bei Wassermangel trocknen sie aus. Ihr Körper mumifiziert und ihr Gehirn ist klinisch tot. Forscher wissen heute, dass ihre Zellen während des

Austrocknens in spezielle Proteine gepackt werden, die wie ein Schutzfilm wirken, und die Zellen so nicht zerreissen. In diesem Zustand können sie Jahrzehnte überdauern. Sobald sie wieder mit Wasser in Berührung kommen, strampeln sie wie eh und je über die Moosblätter, als sei nichts gewesen. l Vivai 2018

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DOSSIER

GRENZERFAHRUNGEN

Was geht ab? Ob Achterbahnfahrt oder Kopfsprung ins kalte Wasser: Was wir dabei als Losgelöstsein wahrnehmen können,wird von unterschiedlichen Kräften bewirkt. Drei Beispiele. Text: Atlant Bieri Illustration: Natsuki Camino

Im Rausch der Geschwindigkeit Hohe Geschwindigkeiten üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die Menschen aus. Als im 19. Jahrhundert die schnellen Dampflokomotiven aufkamen, die es auf achtzig Kilometer pro Stunde brachten, glaubten die Menschen, sie könnten bei dieser hohen Geschwindigkeit nicht mehr atmen. Bei Frauen vermutete man gar, dass sich bei ihnen die Gebärmutter lösen könnte und aus dem Körper fliegen würde. Aus heutiger Sicht ist das eine abstruse Vorstellung. 24 Vivai 2018

Heute weiss die Forschung, dass es keine Geschwindigkeit gibt, die der Mensch nicht aushält. «Die Geschwindigkeit allein führt zu keinen körperlichen oder psychischen Effekten», sagt Ralf Anken, Gravitationsbiologe am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln. «Grosse Effekte gibt es jedoch während der Beschleunigung aufgrund der auftretenden Kräfte.» Diese werden in g-Kraft gemessen. Dabei entspricht 1 g der Erdanziehung. 3 g ist entsprechend die dreifache Erdanziehung. Kampfjetpiloten oder Astronauten sind während Manövern oder Raketenstarts sehr hohen g-Kräf-

ten ausgesetzt. Dabei strömt das Blut von der oberen Körperhälfte in die Beine. Bei 5 bis 6 g ist dieser Effekt so stark, dass das Gehirn zu wenig Blut und damit zu wenig Sauerstoff bekommt. In der Folge tritt die Bewusstlosigkeit ein. Bei einer Beschleunigung nach unten strömt das Blut in den Kopf. Dadurch füllen sich die Blutgefässe der Augen und der Netzhaut, und es kann zu einer Rotfärbung des Gesichtsfeldes kommen. Dauert die Beschleunigung nach unten an, strömt noch mehr Blut ins Gehirn, was zum Platzen von Gefässen und zu tödlichen Hirnblutungen führen kann.


Einschlafen und aufwachen Wer schläft, hört nicht, sieht nicht und spürt nicht. Damit gleicht der Schlaf geistig und körperlich dem Tod. Um die Grenze zwischen wach und schlafend zu überschreiten, setzt das Gehirn mehrere Botenstoffe und Hormone frei. «Einer der wichtigsten Stoffe ist das Adenosin», sagt der Schlafforscher Jan Born vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen. «Adenosin häuft sich während der Wachphase im Gehirn an. Es dockt an bestimmte Nervenzellen des Gehirns an und leitet dadurch den Schlaf ein. Je länger der Tag, desto schläfriger werden wir.» Ein weiterer Mechanismus wird über das Licht gesteuert. Solange Sonnenlicht auf die Netzhaut im Auginnern fällt, sendet diese ein Signal durch den Sehnerv über mehrere Relais bis tief ins Gehirn. Dort, ziemlich genau in der Mitte, sitzt die etwa erbsengrosse Zirbeldrüse. Die ständig eintreffenden Signale verhindern, dass die Drüse aktiv wird. Doch wenn es dunkel wird, verstummt das Signal und die Zirbeldrüse nimmt ihre Arbeit auf. Nun überschwemmt sie

den Blutstrom mit dem körpereigenen Schlafhormon Melatonin. Zum Aufwachen verwendet der Körper einen anderen Cocktail von Stoffen. «Man weiss, dass sich etwa eine Stunde vor dem Aufwachen die Produktion des Stresshormons Kortisol deutlich verstärkt», sagt Born. Unmittelbar bevor wir die Augen aufschlagen, schüttet das Nebennierenmark die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin aus. «Das bringt einen sozusagen auf Touren», sagt Born. So aufgeputscht, werden wir nun durch ein leichtes Anstupsen, einen Sonnenstrahl oder einen Luftzug auf der Haut wach und befinden uns wieder «unter den Lebenden».

Vom Land ins Wasser Beim Eintauchen ins Wasser überschreitet der Körper eine Grenze des Wohlbefindens. Der Mensch hat sich über Jahrmillionen an ein Leben an Land angepasst. Wasser behagt ihm nicht, sofern es nicht eine Temperatur von dreissig Grad Cel-

sius hat. Je kälter es wird, desto massiver reagiert der Körper darauf. Ab fünfzehn Grad und weniger wird es gar lebensbedrohlich. Das Problem ist, dass Wasser die Wärme 25- bis 30-mal schneller vom Körper ableitet als Luft derselben Temperatur. Unmittelbar nach dem Eintauchen in sehr kaltes Wasser folgt der Kälteschock. Dabei dehnt das Zwerchfell die Lungenflügel reflexartig aus, damit sich diese mit Luft füllen. Ist der Kopf dabei unter Wasser, kann dies zum sofortigen Ertrinken führen. Zudem steigt die Pulsfrequenz an, und der Blutdruck steigt. In den nächsten fünf bis dreissig Minuten werden die Gliedmassen zusehends klamm. Die Muskeln versagen, und die Nerven übertragen keine Signale mehr an das Gehirn. In der Folge sind die Hände und Arme taub, was das Schwimmen zusehends verunmöglicht. Ebenso wird es schwierig, sich am Ufer zur Selbstrettung an etwas festzuhalten. In der dritten Phase kühlt der Körper zunehmend aus. In der Folge kommt es zu schweren Störungen des Kreislaufs und der Atmung. Sinkt die Körpertemperatur auf dreissig Grad Celsius ab, tritt die Bewusstlosigkeit ein, was zum Ertrinkungstod führen kann. l Vivai 2018

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Weisses Gold von der Wiese Die Migros will mit einer nachhaltigen Milchproduktion das Wohlbefinden der KĂźhe fĂśrdern und gleichzeitig die Umwelt schonen. Ein Besuch auf dem Bauernhof von Familie Perrin in Petit-Martel NE zeigt, wie das geht. Text: Nicolas Gattlen

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b er all seine 52 Kühe und die 40 Kälber mit Namen kennt? Loïc Perrin (31) blickt den Journalisten etwas irritiert an: «Aber natürlich! Von vielen weiss ich sogar den Geburtstag auswendig.» Die Beziehung zu Delia, Dolly, Popstar und den anderen Kühen sei so innig wie die zu Hofhund Molly. «Für mich sind die Kühe keine Milchmaschinen, sondern Haustiere. Sie sind bei uns aufgewachsen, also Teil der Familie.» Dazu zählt auch der mächtige Stier Fatal, der sich in einer Ecke des Stalls gerade einer lieblichen Melodie aus dem Radio hingibt. Man spürt und sieht: Die Tiere haben es gut hier. Und sie sollen es demnächst noch besser haben: Loïc Perrin plant mit seinem Vater und zwei Brüdern einen grossräumigen Freilaufstall; hinter dem bestehenden Stall ragen bereits Bauprofile in die Höhe. Bald sollen die Kühe hier nach Lust und Laune herumlaufen und sich, wann immer es ihnen beliebt, von einem Melkroboter die Milch entnehmen lassen. «Eine Investition ins Tierwohl», erklärt der Bauer.

© Sven Germann, Getty Images

Die Natur gibt den Takt vor

Nachhaltig produzierte Milch stammt von Kühen, deren Futter grösstenteils aus Gras besteht. Diese Nahrung entspricht dem Verdauungssystem der Wiederkäuer und wirkt sich darum positiv auf deren Gesundheit aus.

Der IP-Suisse-Betrieb der Familie Perrin auf der Alp Petit-Sommartel, 1300 Meter über Meer, ist einer von 37 Pilotbetrieben, der im letzten Jahr die Richtlinien für eine nachhaltige Milchproduktion getestet hat (siehe Box). Im Fokus stehen dabei insbesondere das Wohlbefinden der Kühe und die Schonung der Umwelt. Zwei Bereiche, die auch Loïc Perrin am Herzen liegen. «Die Natur gibt uns den Takt vor, nicht umgekehrt. Sie verlangt Vivai 2018

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einer Geburt. Falls nötig, gleicht Perrin mangelnde Mineralstoffe mit einem individuell abgestimmten Zusatzfutter aus. Niemals aber, so sagt er, würde er den Tieren Antibiotika verabreichen, um Krankheiten und Milchausfällen vorzubeugen. Auf dem Hof der Perrins gehören die Kühe zur Familie. Patron Loïc Perrin kennt alle mit Namen und von den meisten sogar das Geburtsdatum.

Respekt und Rücksichtnahme. Wer gegen sie arbeitet, zerstört seine eigene Lebensgrundlage.» Gleichzeitig hat sich Loïc Perrin an den Vorgaben des Handels auszurichten: Jeden Tag liefert sein Betrieb eine vertraglich festgelegte Menge an Frischmilch aus, 221 000 Kilogramm pro Jahr. Gemolken wird zweimal am Tag, abends und am frühen Morgen. Gegen zehn Uhr fährt einer der Brüder mit dem Kühltank zu einer Sammelstelle nach Cœudres, wo die Milch gewogen und analysiert wird. Menge, Fett- und Proteingehalt, alles muss stimmen. Seine Arbeit sei «ein Balanceakt», meint Loïc Perrin. «Die Milch ist ein Naturprodukt und Schwankungen unterworfen. Kühe geben nicht immer gleich viel Milch. Auch die Qualität kann variieren. Sie hängt unter anderem vom Futter ab und dieses wiederum vom Wetter. Der Markt aber fordert ein standardisiertes Produkt.» Und zwischen den Unwägbarkeiten der Natur und den Normen des Handels stehe der Bauer, bestrebt, beiden gerecht zu werden. Monatlich lässt Loïc Perrin die Milch jeder einzelnen Kuh auf deren Inhaltsstoffe überprüfen. Und kann so entsprechend reagieren, wenn eine Kuh auf ihrem Weidegang zu wenig frisst, wenn sie krank ist oder noch geschwächt von 28 Vivai 2018

Gras macht Kühe munter

Auch auf Kraftfutter aus Soja, Mais, Raps oder Getreide verzichtet der Bauer. «Zu teuer» sei das, «unökologisch» und «nicht artgerecht». Das Verdauungssystem der Kühe sei auf Gras ausgerichtet; Kraftfutter treibe die Tiere dazu, mehr Milch zu geben, als sie verkrafteten. Tatsächlich zeigen Studien, dass sich ein hoher Grasanteil im Futter positiv auswirkt auf die Gesundheit der Kühe – und auf das Einkommen der Bauern, die weniger Tierarztrechnungen bezahlen müssen. Aber auch die Konsumentinnen und Konsumenten profitieren: Milch aus graslandbasierter Produktion enthält weniger gesättigte, dafür mehr ungesättigte Fettsäuren. Die Kühe der Perrins verbringen das ganze Sommerhalbjahr auf den Weiden, die sich über rund 60 Hektar erstrecken (meist übernachten sie auch dort); im Winter bekommen sie Heu zu fressen, das auf dem Dachboden des Stalls gelagert wird. Und wenn der Schnee so lange liegen bleibt, wie es in diesem Frühjahr der Fall war, kann es dann knapp mit dem Futter werden? «Lange Winter sind hier üblich», erklärt Loïc Perrin, dessen Eltern im angrenzenden Restaurant regelmässig Schneesportler bewirten. Das Gras von den umliegenden Wiesen (40 Hektar) habe bis jetzt immer gereicht, selbst wenn die Sommer ausserordentlich trocken und die Ernten dünn waren. Beliebt für den Natursprung

Schnee und Kälte hinderten die Kühe auch nicht, ins Freie zu gehen, erklärt Perrin. «Sie mögen das und sind mit ihrem Fell ja auch gut geschützt.» Seit 2014 nimmt sein Betrieb am Tierwohl-

programm «Raus» des Bundes teil. Das Programm gewährleistet, dass die Kühe im Winter an mindestens 13 Tagen pro Monat und sommers an mindestens 26 Tagen im Monat Weidegang erhalten. Loïc Perrin führt uns in den Auslauf, wo sich ein Dutzend Kühe über einen Futterballen hermacht. Das sei im Übrigen auch ein beliebter Ort für den «Natursprung», erklärt der Bauer. Stier Pedro habe bereits 25 Nachkommen gezeugt. Und bei weiteren war er wohl indirekt beteiligt. Denn bei manchen Kühen löst erst die Anwesenheit eines Stiers die Brunst aus und ermöglicht so eine künstliche Besamung. Auch hier also gibt die Natur den Takt vor. l

Die nachhaltige Milch der Migros Mit einem neuen Programm stärkt die Migros die Schweizer Milchproduktion. Das Programm fördert das natürliche Verhalten der Milchkühe und trägt Sorge zur Umwelt. Während zwei Jahren hat die Detailhändlerin gemeinsam mit ihren Milchproduzenten Richtlinien für eine nachhaltigere Milchproduktion erarbeitet. Für ihre Leistungen erhalten die Bauern einen Nachhaltigkeitszuschlag. Neu wird etwa vorausgesetzt, dass mindestens die Hälfte der Futterration für die Milchkühe aus frischem Wiesen- und Weidefutter besteht. Das gesamte Futter soll nahezu vollständig aus der Schweiz stammen, um lange Transportwege zu vermeiden. Strenge Regeln gelten auch für den Einsatz von Antibiotika: «Kritische» Antibiotika, die in der Humanmedizin besonders wichtig sind, dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen eingesetzt werden. Im Bereich Tierwohl wird ein artgerechtes Haltungssystem vorausgesetzt, das den Tieren Ruhe-, Bewegungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Auch die Biodiversität gilt es zu fördern, zum Beispiel mit Hecken aus einheimischen Sträuchern, Steinhaufen oder Wildblumenflächen.

© Sven Germann

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GRILLIEREN

So funkts Sommerzeit, Grillzeit. Wer den Feuerzauber möglichst umweltfreundlich gestaltet, trägt dazu bei, dass der Funke auch auf kommende Generationen überspringen kann. Text: Stephanie Riedi

So schmeckts

Feuer frei Es geht nichts über den Duft und den Geschmack von Grilladen, die über der Glut gebrutzelt worden sind. Allein aus Respekt dieser jahrtausendealten Essenszubereitung gegenüber empfiehlt es sich, nur Holz und Holzkohle aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu verwenden. Solches Brennmaterial ist mit dem FSC-Label ausgezeichnet, dem Gütesiegel des internationalen Forest Stewardship Council. Auch bei der Wahl des Grillanzünders raten Umweltschutzorganisationen, auf chemische Brandbeschleuniger zu verzichten zugunsten von Öko-Anzündern. Diese basieren in der Regel auf nachwachsenden Rohstoffen, sprich aus mit Wachs getränkter Holzfaser. Willkommene Nebenwirkung: Die im Holz befindlichen ätherischen Öle verströmen einen Duft, der zwar uns, nicht aber ungeladenen Insekten gefällt. 30 Vivai 2018

Selbst Temporärvegetarier werden schwach, wenn es um Fleisch vom heissen Rost geht. Dennoch lohnt es sich, gerade beim Grillgut etwas näher hinzuschauen. «95 Prozent der klimarelevanten Emissionen, die während eines Grillabends entstehen, werden durch das Grillgut verursacht», lautet das Fazit einer Studie von TÜV Rheinland. Demnach führt ein Grillplausch mit je 400 Gramm Rinds- und Schweinefleisch, Wurst, Poulet, Käse und Mais zu 18 Kilogramm CO2-Äquivalenten, was einer Autofahrt von rund 120 Kilometern entspricht. Wer also nicht auf Fleisch und Geflügel verzichten will, tut gut daran, etwas weniger davon auf den heissen Rost zu legen. Und wenn, dann aus artgerechter Tierhaltung, zum Beispiel TerraSuisseoder regionale Bioprodukte. Im Sinne des Nose-to-Tail-Prinzips sollten zudem nicht nur Edelstücke wie Filets grilliert werden, sondern auch sogenannte Special Cuts, zu denen etwa Flanksteaks gehören. Bei Fisch garantieren Labels wie MSC, ASC und Bio den umweltverträglichen Fang oder die nachhaltige Zucht. Saisongemüse und -obst aus regionalem Bioanbau tragen ebenfalls zu einem ökofreundlichen Fussabdruck bei.


Service inklusive Dass Geschirr und Besteck aus Plastik nicht nachhaltig sind, ist klar. Bei grösseren Tischrunden kommen Kleinhaushalte jedoch schnell an ihre Grenzen, was genügend Porzellanteller, Metallbesteck und Gläser anbelangt. Wiederverwertbares Kunststoffgeschirr ist zwar eine Alternative. Aber wohin damit nach der Party? Also doch Einweggeschirr? Wie Ökobilanzen der Basler Carbotech AG für Umweltberatung und -analytik zeigen, ist Einweggeschirr aus Karton die ökofreundlichste Wahl. Erstens ist es sehr leicht, benötigt also weniger Rohstoff und Energie bei der Herstellung im Vergleich zu anderem Wegwerfgeschirr. Zweitens verursacht es bei der Verbrennung geringere Emissionen. Trotz Werbeversprechen wie «biologisch abbaubar» oder «kompostierbar» ist laut Carbotech Einweggeschirr aus Zuckerrohr- und Bambusfasern oder Palmblatt nicht umweltschonender als das aus Plastik.

Bekömmlich grillieren

© Getty Images

Ein paar Regeln im Umgang mit Lebensmitteln gilt es beim Grillieren zu beachten. Welche, zeigt iMpuls auf migros-impuls.ch/grill

Clever gebrutzelt Ob Gemüse oder Fisch: Der Griff zu Aluschalen und -folie ist beim Grillieren naheliegend. So kann verhindert werden, dass Saft und Fett in die Glut tropfen und dadurch giftige Substanzen entstehen. Obwohl Aluschalen mehrmals verwendbar sind, ist ihre Herstellung wenig ökofreundlich, weil energieintensiv. Zudem werden durch salzige und saure Lebensmittel wie etwa Zitrone in Fischpäckli kleinste Aluminiumteilchen aus der Folie gelöst, die wir dann mitessen. Der WWF rät, Fleisch, Fisch, Gemüse und Kartoffeln auf Metall-, Granit- oder Speckstein-Bratplatten zu grillieren. Zum Einwickeln und als Unterlage fürs Grillgut eignen sich beispielsweise grosse Kohl- oder Bananenblätter. Spiessli sollten entweder aus FSC-zertifiziertem Holz oder Edelstahl sein. Edelstahl ist bei der Herstellung zwar energie- und materialintensiv, doch halten die Produkte ein Leben lang.

Ende Feuer Nach der Party heisst vor der Party. Denn nur ein gepflegter Grill bleibt einsatztauglich. Fettresten werden am besten während des Grillierens mit einem weichen Holzoder Plastikspachtel entfernt, um der Verkrustung vorzubeugen. Für die Grillreinigung danach gibt es ein paar Tricks, mit denen sich chemische Keulen vermeiden lassen. Zum Beispiel, den abgekühlten Rost in nasses Zeitungspapier zu wickeln und über Nacht liegen zu lassen. Durch die Feuchtigkeit wird die Verkrustung aufgeweicht, Resten lassen sich mit Stahlwatte oder der Grillbürste abreiben. Eine andere Methode ist, den Rost mit einem feuchten Schwamm und der Asche der verbrannten Holzkohle zu reinigen. Asche wirkt so gut wie Seife, die früher übrigens aus Asche hergestellt worden ist. Deckel und Kessel des Kugelgrills müssen nach dem Ausglühen sorgfältig von Ascheresten befreit werden. Asche zieht Feuchtigkeit an und lässt den Grill rasch rosten. Wird der Rost länger nicht benutzt, vor dem Einlagern mit etwas pflanzlichem Fett einreiben und mit Küchenpapier abtrocknen. So bleibt er vor Rost geschützt. l Vivai 2018

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WER KAUFT HIER EIN ?

DER PSYCHOLOGE RÄTSELT . . .

Vorliebe für Snacks Snacks, Süsses und Produkte, aus denen sich schnell etwas zaubern lässt, das allen am Tisch gut schmeckt: Unser Ernährungspsychologe glaubt zu wissen, für wen dieser Einkauf bestimmt ist. Text: Robert Sempach

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Fotos: Nik Hunger

ast alles, was gekauft wurde, kann unkompliziert zubereitet und innert kurzer Zeit gegessen werden. So lässt sich der erste Eindruck unserer Familienrunde zusammenfassen, die sich nach dem Sonntagsfrühstück intensiv mit dem Laufbandfoto auseinandersetzt. Der Einkauf deute auf Personen hin, die häufig ein paar Blévitas, eine Frucht oder einen Farmerstängel essen und sich nur unregelmässig zu einem gemein32 Vivai 2018

samen Essen zusammenfinden, vermutet unser ältester Sohn. Seine Freundin ist sich ziemlich sicher, dass zwischen 20und 25-Jährige eingekauft haben. Diese Annahmen führen uns ziemlich direkt zur Hypothese Wohngemeinschaft! Da würde vieles passen. Obwohl uns bewusst ist, dass rasche Vermutungen dazu verleiten, widersprechende Fakten auszublenden, können wir uns dem Reiz kaum entziehen, die WG-Hypothese weiterzu-

verfolgen. Hinter den Artikeln können wir kein einheitliches Muster erkennen, wie es bei Familien oder Paaren häufig vorkommt. Wir stellen uns deshalb eine lockere Wohnform von drei Personen mit unterschiedlichen Geschmacksvorlieben und Essgewohnheiten vor. Unter der Woche sind sie bei der Arbeit oder beim Studium. Über Mittag und öfter auch am Abend essen sie auswärts, in der Mensa oder bei Kollegen und Freunden. Des-


Eingekauft wurde in der Migros Würzenbach, Luzern.

halb bieten sich relativ wenige Gelegenheiten, ein gemeinsames Essen zu kochen. Wenn gekocht wird, sind es fast immer Gerichte, die schnell zubereitet werden können, zum Beispiel Fertigpizza oder Reis mit Gemüse und Brätkügelchen. Ab und zu gibt es die bei allen beliebte Lasagne mit Weidehackfleisch, für die sich dann ein längerer Zeitaufwand lohnt. Welche Ernährungsgewohnheiten lassen sich den Mitgliedern der WG zuordnen? Da wohnt zum Beispiel eine Person, die am Morgen gern einen Actilife-Fruchtsaft oder einen Ingwertee trinkt und dazu Zwieback mit laktosefreiem Hüttenkäse oder eine Avocado isst. Für diese vermutlich weibliche Person könnten auch die Eisentabletten, die Trauben und die Kürbiskern-Blévitas bestimmt sein. Jemand anderes, mit einer Vorliebe für süssen Geschmack, mag Milky-Break, Choco-Dessert, Lupinen-

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Offenheit, Neues auszuprobieren und einen eigenen Ernährungsstil zu wagen.

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Der Ernährungspsychologe Dr. Robert Sempach ist Projektleiter Gesundheit beim Migros-Kulturprozent. Sein aktuelles Projekt: «Tavolata» – Tischrunden für ältere Menschen. Infos: tavolata.net

Choco und trinkt lieber ein Glas Ice-TeaSirup statt pures Wasser. Und es gibt einen weiteren – vermutlich männlichen – Bewohner, der Bündnerfleisch, Geflügelschinken und Skyr bevorzugt, eine Mischung aus Quark und Joghurt. In der Wohngemeinschaft wird generell preisbewusst eingekauft. Labels und Saisonprodukte sind von untergeordneter Bedeutung. Dafür besteht eine grosse Spontaneität und Offenheit, Neues auszuprobieren und einen eigenen Ernährungsstil zu wagen. Diese Merkmale bündeln wir schliesslich zu einem Gesamtbild. Es wurde für zwei Männer, die an der ETH Zürich studieren, und ziemlich sicher für eine Frau, ebenfalls Studentin, eingekauft. In der Diskussion, ob die Frau auch an der ETH studiert oder doch eher Geisteswissenschaften an der Uni, konnten wir uns nicht einigen. l Wer wars? Zur Auflösung umblättern. Vivai 2018

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WER KAUFT HIER EIN ?

Die Auflösung Eingekauft haben Riario Merlin (40) und seine beiden Töchter Blue (15) und Lee Summer (10). Die drei leben gemeinsam mit Riario Merlins Partnerin Loredana Boni (38) in Meggen.

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ch muss schmunzeln! Obwohl wir eine Familie sind, könnte man uns tatsächlich als eine moderne Wohngemeinschaft bezeichnen. Ich wohne mit meinen zwei Töchtern und meiner Lebenspartnerin als Patchworkfamilie zusammen. Unter der Woche haben alle ihren eigenen Rhythmus, sodass die WG-Hypothese gar nicht schlecht zutrifft. Morgens essen wir nicht gemeinsam. Meine Jüngste frühstückt oft im Hort, Loredana und ich bei der Arbeit. Nur Blue isst vor der Schule ein Müesli. Für sie sind auch die Eisentabletten, die sie gegen Müdigkeit nimmt. Am Mittag ergibt sich dasselbe Bild: Meine ältere Tochter bereitet sich ein schnelles Mittagessen zu – etwa Fertigpizza oder ein Müesli mit Actilife –, oder sie wärmt die Reste vom Vortag auf. Wir anderen essen am Mittagstisch und bei der Arbeit. Das Abendessen ist einfach. Oft machen wir Pasta oder Café complet, und es wird aufgetischt, worauf jeder Lust hat. Blue und Lee Summer dippen gern rohen Fenchel und Rüebli in Olivenöl und Pfeffer. Dazu gibt es gekochte Eier, Joghurt, Aufschnitt und Brot. Unter der Woche achte ich auf eine zuckerarme und proteinreiche Ernährung. Dreimal pro Woche mache ich Sport und esse danach Hüttenkäse und Quark oder eine Avocado. Das Skyr ist eine Kompromisslösung, um etwas Süsses mit dennoch wenig Zucker zu essen. Mit dem Ingwer koche ich Ingwerwasser mit Honig, das, in Flaschen abgefüllt, in den Kühlschrank kommt. Für meine Töchter gilt die strikte Ernährungsregel nicht. Sie trinken Sirup und naschen gern mal ein Milky-Break oder ein Choco-Dessert. Am Wochenende ist auch für uns Erwachsene Schlemmen angesagt. Dann kochen wir aufwendiger, und Loredana übernimmt das Zepter in der Küche. Für nächsten Samstag steht Lasagne auf dem Speiseplan. Wir alle lieben die italienische Küche. Trotz unseres WG-Lifestyles matchen unsere Geschmacksvorlieben perfekt. l Aufgezeichnet von Anna Meyer.


Durstlöscher mit Biss Flüssigkeitsspendend, kühlend und entwässernd. Jetzt ist Saisonstart für Sommergemüse und -obst. Text: Petra Koci

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Fotos: Roth und Schmid

ie Temperaturen steigen, wir sind durstiger und sehnen uns nach Abkühlung. Intuitiv greifen wir jetzt nach Wassermelone, Salat, Gurke und Co. Diese Früchte und Gemüse enthalten nur wenige Kalorien, dafür zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe – und Wasser. Die längere Sonnenscheindauer fördert das Wachstum der Sommersorten. Dafür ziehen sie auch besonders viel Wasser und Mineralien aus der Erde und speichern diese. Positiver Nebeneffekt: Wir nehmen damit Wasser zu uns, ohne viel trinken zu müssen. Schliesslich benötigt unser Organismus ausreichend 36 Vivai 2018

Flüssigkeit für alle lebensnotwendigen Funktionen. Wasser wirkt in unserem Körper, der im Schnitt zu 65 Prozent aus Wasser besteht, als Temperaturregler. Es dient auch als Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe im Blut und in den Zellen sowie für die Ausscheidung der Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel. Für die sommerliche Pflanzenkost spricht zudem die Kombination von hohem Wasservolumen und Nahrungsfasern. Das Wasser füllt den Magen, lösliche und unlösliche Nahrungsfasern sättigen und regen die Verdauung an. Bei den nährstoffreichen, energiearmen Durstlöschern darf man also zugreifen! l


SOMMERGENÜSSE

ERNÄHREN

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Das steckt in den Sommergenüssen Erdbeeren

Tomaten Die roten, orangen oder gelben Früchte bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser. Hinzu kommen Vitamin C, Betakarotin, Magnesium, Kalium sowie der Pflanzenfarbstoff Lykopin. Er wirkt als Antioxidans und soll die Haut unempfindlicher gegen schädliche UV-Strahlen machen und so besser vor Sonnenbrand und Hautalterung bewahren können. Unser Körper absorbiert das Lykopin besser aus gekochten Tomaten.

Gurken Mit 96 Prozent Wassergehalt nimmt die Salatgurke Platz eins ein. Daneben enthält sie Vitamin C, Betakarotin, Folsäure, Kalzium, Zink, Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor. Gurken sollte man waschen und mit Schale geniessen, dort stecken die meisten Inhaltsstoffe. Auch zur äusserlichen Anwendung sind sie geeignet: Gurkenscheiben oder Gurken-Quark-Masken wirken kühlend und abschwellend. 38 Vivai 2018

Die kleine rote Beere ist ideal für den leichten Genuss – vorausgesetzt, man lässt Zucker und Schlagrahm weg. Fast 90 Prozent Wasser und mehr Vitamin C als in Orangen stecken in der Frucht. Zudem sind Erdbeeren reich an Folsäure, Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenolen und Flavonoiden. Diesen wird ein positiver Einfluss auf die Gesundheit zugeschrieben. So sollen sie unter anderem blutdrucksenkend, entzündungshemmend und antibiotisch wirken.


SOMMERGENÜSSE

Wassermelone

Kopfsalat Der Kopfsalat hat jetzt Freilandsaison und mehr Geschmack. 95 Prozent Wasser stecken in den Blättern, aber auch Betakarotin, Vitamin C, Folsäure, Magnesium, Kalium sowie sekundäre Pflanzenstoffe. In den äusseren, dunkelgrünen Blättern finden sich mehr der wertvollen Inhaltsstoffe als im hellgrünen Kern. Und auch wenn uns Schnittsalat im Beutel Aufwand in der Küche spart – der Kopf, frisch vom Feld, ist nährstoffreicher.

Diese Melone besteht zu 92 Prozent aus Wasser. Gemeinsam mit der Tomate hat sie das Lykopin als Radikalfänger. Zudem verfügt sie über Vitamin C, Betakarotin sowie Eisen, Magnesium und Kalium. Kalium reguliert zusammen mit seinem Gegenspieler, dem Natrium, das im Kochsalz vorkommt, den Wasserhaushalt im Körper. Das weisse Fruchtfleisch unter der Schale darf man ruhig mitessen. Es enthält die Aminosäure Zitrullin, und die kann dem Blutkreislauf helfen.

ERNÄHREN

Wasserreiche Pflanzenkost wirkt erfrischend Brigitta Gächter ist dipl. Ernährungsberaterin HF und Dozentin im Lehrgang «Ernährungscoach» an der Klubschule Migros.

Ein Biss in eine erfrischende Wassermelone, und gleich spürt man eine Abkühlung …

Brigitta Gächter: Unser Körper muss Nahrung zuerst auf Körpertemperatur bringen, bevor er sie verarbeiten kann. Bei kühlen Speisen – dazu zählt die wasserreiche Pflanzenkost – wird die Körpertemperatur im Innern ein wenig reduziert. Man spricht deshalb in der traditionellen chinesischen Medizin oder auch im Ayurveda von kalten oder kühlen Lebensmitteln. Wie profitiert der Körper davon?

Sommerliche Hitze bedeutet Stress für unseren Körper, und der wirkt im Stoffwechsel säurebildend. Gemüse und Obst gelten dank ihrem vielen Wasser und dem oft tiefen Kohlehydratgehalt als neutrale bis basische Nahrungsmittel. Sie helfen mit, den Säure-Basen-Haushalt des Körpers in Balance zu halten. Können Gurke und Co. auch entwässernd wirken?

… und mehr Auch diese Sorten enthalten viel Wasser: Eisbergsalat, Lollosalat, Lattich, Zucchetti, Auberginen, Spargeln, Blumenkohl, Spinat, Peperoni, Champignons, Zitrusfrüchte, Rhabarber.

Hitze kann Wasserablagerungen im Gewebe, etwa in den Beinen, begünstigen. Die Gefässwände sind weich und haben Mühe, den Druck zu halten. Gerade wenn wir nicht viel trinken mögen, können wir mit Gemüse und Früchten als Flüssigkeitslieferanten den Stoffwechsel anregen. Eine Rolle spielt der Mineralstoff Kalium. Er hilft bei der Kontraktion der Muskulatur und der Gefässwände und unterstützt so womöglich indirekt den verbesserten Blutfluss in der Körperperipherie. Vivai 2018

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MIGROSKIND

”Ich probiere gern Neues aus„ Tonia von Gunten (45), Elterncoach aus der Region Bern, experimentiert am liebsten mit guten, gesunden Produkten aus der Migros. Text: Petra Koci Fotos: Michael Sieber (Montage: Vivai)

Seit wann sind Sie ein Migroskind, Frau von Gunten?

Schon von klein auf. Wenn wir Kinder jeweils bei der Grossmutter in den Ferien waren, gingen wir in die Migros. Das Highlight war der Besuch des Shoppyland Schönbühl. Wir rannten herum, versteckten uns und riefen nach unserem Mueti. Ich weiss noch, dass wir die erstaunten Blicke der Leute lustig fanden. Die dachten wohl, wir hätten eine sehr alte Mutter. Erinnern Sie sich denn auch, was Ihre Grossmutter gern eingekauft hat?

Da war sicher meist eine grosse Tafel Schokolade dabei. Unsere Grossmutter hat sie in ihrem Korb als Proviant mitgenommen, wenn wir im Wald Heidelbeeren pflücken gingen. Wir liebten das! Auf dem Waldboden sitzen und die frischen, kalten Heidelbeeren mit Brot und Nussschoggi geniessen! Heute liegt wohl mehr als Brot und Schoggi in Ihrem Einkaufskorb?

Wir ernähren uns gern gut und gesund. Schokolade gibt es für unsere beiden acht- und elfjährigen Kinder. Ich kaufe viel aus dem Alnatura-Sortiment, Hülsenfrüchte etwa, Mandelmus oder den Cashew-Drink als köstliche pflanzliche Proteinquellen. Mein aktuelles Lieblingsprodukt ist Skyr, nature. Diesen isländi-

schen Quark geniesse ich mit frischen Früchten zum Frühstück. Skyr ist noch nicht so lange im Migros-Regal. Wie sind Sie darauf gestossen?

Entdeckt habe ich es auf einer Reise durch Dänemark. Neues gelangt schnell in mein Blickfeld, sei dies im Laden oder etwa im Migros-Magazin. Zu Hause überlege mir dann gern ein Rezept dazu. Ich bin sehr experimentierfreudig und teste vieles aus.

Tonia von Guntens Entdeckung:

luftig-leichtes Skyr, nature. Ob als Zutat im KichererbsenCurry-Salat, mit frischen Früchten zum Zmorge oder gemischt mit Holunderblütenjoghurt fürs selbst gemachte Glacé.

Ihre Familie schätzt das?

Ja! Das heisst nicht, dass die Kinder alles mögen. Entweder sie haben etwas gern oder nicht. So einfach ist das – und wird akzeptiert. Es gilt einzig: Wenn es etwas gibt, was alle sehr gern haben, dann sollen auch alle davon essen können. Wir haben eine sehr entspannte Tischatmosphäre und lachen viel, dies ist uns wichtig. Gibt es nebst Rezepten noch andere Bereiche, in denen Sie gern experimentieren?

O ja! Ich entwickle immer neue Angebote für Eltern. Dabei habe ich festgestellt: Beim Thema Layout/Gestaltung ist ein Update meines Wissens nötig. Nun habe ich in der Migros-Klubschule einen Indesign-Kurs gebucht. Darauf freue ich mich sehr!

Sind auch Sie ein Migroskind? Melden Sie sich! vivai@migrosmedien.ch

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”Den isländischen Quark geniesse ich zum Frühstück.„

Facts

& Figures

Wer hat es erfunden? Die Isländer, und zwar vor über tausend Jahren. Skyr erinnert an Magerquark, ist angereichert mit Joghurtkulturen, praktisch fettfrei und mit elf Prozent reich an Proteinen. Im MigrosKühlregal gibt es You-Skyr in fünf, You-Skyr-Drinks in drei Geschmacksnoten – alles aus Schweizer Milch!


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BEWEGEN

FUSSBALL

Volltreffer Die Fussball-WM 2018 steht an und die halbe Welt kopf. Fussball begeistert. Doch was hat das Ballspiel als Sport und Fitnesstraining zu bieten? «Eine Menge», meinen Spitzenfussballerinnen. Text: Barbara Lukesch Illustration: Belicta Castelbarco

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rauen, die topfit sein möchten, sollten Fussball spielen. Sie können damit auf einen Schlag ihre Ausdauer, Schnelligkeit, Robustheit und Kraft verbessern, aber auch ihre Koordinationsfähigkeit und die Technik im Umgang mit einem Ball. «Fussball ist eine Mischsportart und deckt ganz viele Bedürfnisse ab, die man nicht befriedigen kann, wenn man sich aufs Joggen oder die Arbeit im Kraftraum beschränkt», sagt die 31-jährige Martina Moser. Die Mittelfeldspielerin des FC Zürich war zehn Jahre in der deutschen Bundesliga als Profi aktiv. Keine Frage: Wer neunzig Minuten rennt, sich gegen Angriffe wehrt, zu Boden geht und wieder aufsteht, dribbelt, Flanken schlägt und Tore schiesst, muss top in Form sein. Das klingt nach Arbeit, schweisstreibender Arbeit, bei der man immer wieder gegen seinen inneren Schweinehund ankämpfen muss. Martina Moser räumt ein, dass man als Spitzenspielerin «viel Leidensbereitschaft und Disziplin aufbringen muss», um athletisch auf der Höhe zu sein. Das halte sie aber für einen Gewinn, von dem sie auch in anderen Bereichen profitiere, etwa im Beruf. Grösser werde der Spass immer dann, wenn der Ball ins Spiel komme. Schon als Mädchen habe sie stundenlang 42 Vivai 2018

Bälle gegen das Garagentor geschossen oder Jonglieren geübt. Auch Melanie Huber, die 25-jährige Verteidigerin des FC Basel, geniesst es besonders, wenn ihre Trainerin Ballannahmen mit den Füssen, Oberschenkeln, mit Brust oder Kopf üben lässt. Nichts Schöneres als Flanken- oder Passtraining – dann fühle sie sich noch heute an Jess erinnert, das indische Mädchen aus dem Film «Bend It Like Beckham», der 2002 in die Kinos kam und lange ihr Lieblingsfilm war. Training für Körper und Kopf

Spitzenfussballerinnen absolvieren bis zu sechsmal pro Woche ein zweistündiges Training. Zur Steigerung der Ausdauer werden Hindernisparcours oder Intervallläufe angesetzt: zum Beispiel dreimal neun Minuten, die es in sich haben. Melanie Huber mutet sich diese hohe Belastung noch Monate nach einer Verletzung ihrer Kniescheibe nicht zu: «Davor habe ich nach wie vor Respekt.» Sie beschränkt sich zunächst auf ein halbstündiges Grundlagentraining auf dem Velo mit einem Puls nicht über 130. Das sei eher locker, erzählt sie, und fördere die Ausdauer. Um sich in Zweikämpfen behaupten zu können, ist eine gute Stabilität des Rumpfs erforderlich. Die lässt sich mit

besonders anspruchsvollen Übungen verbessern: beispielsweise Unterarmstützen, den sogenannten Planks. Die nötige Kraft holen sich die Spielerinnen einmal pro Woche an den Maschinen oder mithilfe schwerer Hanteln. Dem Thema Schnelligkeit widmet die FCB-Trainerin Sissy Raith, einst Nationalcoach von Aserbaidschan und knapp fünf Jahre für das Frauenteam des FC Bayern München verantwortlich, besondere Aufmerksamkeit. Zum einen lässt sie ihre Mädels, wie sie sie nennt, Sprints absolvieren, um ihre Grundgeschwindigkeit zu verbessern. Die sogenannte Bewegungsschnelligkeit, die Fähigkeit, rasch die Laufrichtung zu wechseln, schult sie unter anderem mit einer am Boden liegenden Leiter, über die die Frauen springen, ohne die Sprossen zu berühren, während sie mit den Händen einen Ball in die Luft werfen und wieder auffangen. Um ihre Widerstandskraft zu vergrössern, ziehen sie auch mal eine Art schweren Schlitten. Nun fördert Fussball aber nicht nur die Athletik und die Technik der Spielerinnen, sondern auch ihr Koordinationsund Konzentrationsvermögen. Dabei geht es um die Fähigkeit, im Spiel mehrere Sachen gleichzeitig machen zu können, und das sehr schnell: den Ball kommen


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BEWEGEN

FUSSBALL

” Fussball stärkt den Siegeswillen und das Selbstbewusstsein.„ sehen, sich in Stellung bringen, den Ball an- und mitnehmen, dribbeln oder eine Mitspielerin erspähen, der man den Ball weiterleiten kann. Sissy Raith: «Im Fussball muss man immer auch mit dem Kopf parat sein. Körperliche Fitness allein genügt nicht.» Lernen von den Männern

Spezielle Trainingseinheiten dienen der Verbesserung dieser Kompetenz: Da wird der Ball in Zweiergruppen hin- und hergepasst. Ruft Raith «blau», muss er mit dem linken Fuss angenommen werden, heisst es «rot», mit dem rechten; ertönt das Schlüsselwort «Banane», wird der Ball mit rechts gestoppt und mit links gespielt; «Apfel» bedeutet das Umgekehrte. All diese Qualitäten zeichnen

auch den Fussball der Männer aus, den Moser und Huber zwar als «körperbetonter, schneller und aggressiver» erleben, aber «nicht grundlegend anders als unseren». Sie sind gleichwohl überzeugt, dass Frauen einiges von ihren männlichen Kollegen lernen können: Siegeswillen, aber auch die Fähigkeit, mit Niederlagen sportlich umzugehen; sich gegenüber anderen durchzusetzen und eine gesunde Rivalität zu entwickeln; nicht alles persönlich zu nehmen, sondern vielmehr Gelassenheit zu entwickeln. Martina Moser lacht: «Fussball ist nichts für Prinzessinnen, sondern etwas für Frauen, die Verantwortung übernehmen und damit letztlich auch ihr Selbstbewusstsein stärken wollen.» Sissy Raith

nickt. Die 57-Jährige weiss aus jahrzehntelanger Erfahrung, dass man auf Führungspositionen in der Wirtschaft oft Frauen anftrifft, die Fussball gespielt haben. l

Übungen auf Video Auf der Onlineplattform der MigrosGesundheitsinitiative iMpuls zeigt ein Fussballer einfache Übungen für den Alltag im Video auf. migros-impuls.ch/fussball

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Der Welt den RĂźcken kehren und im Wasser schwebend zur Ruhe kommen.

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SCHNORCHELN

ENTSPANNEN

Schwebend im Flow Schwerelos im Wasser schweben und schauen: Warum Schnorcheln entspannend wirkt. Was es dabei zu beachten gilt. Und wo es sich am schönsten schnorcheln lässt. Text: Petra Koci

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Eintauchen und beim Betrachten der Unterwasserwelt zur Ruhe kommen.

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äuchlings auf der Wasseroberfläche liegen, Gesicht eintauchen, den Blick in die Tiefe fallen lassen – und staunen: Auf dem Meeresgrund lauert ein Eidechsenfisch im Sand. Weichkorallen wiegen sich in der Strömung. Ein Schwarm Fahnenbarsche zieht wie eine gelbe Wolke über den Korallengarten. Faszinierend ist es, die Welt unter Wasser zu beobachten. Faszinierend und beruhigend, wie Forscher an der medizinischen Fakultät der Universität Exeter herausgefunden haben: Allein beim Betrachten der Fische, der Bewegung, des gebrochenen Lichts – in einem öffentlichen Aquarium – konnten Blutdruck und Puls gesenkt werden. Wie meditativ muss also erst das Naturerlebnis mit dem 48 Vivai 2018

Schwimmen tut gut Schwimmen gilt als die technisch anspruchsvollste Ausdauersportart. Dank der minimalen Belastung ist sie auch eine der gesündesten. Denn im Wasser nehmen wir nur etwa einen Zehntel unseres Gewichts wahr, der Auftrieb sorgt für Leichtigkeit. Wir haben fast keine Belastungen. Was alles macht schwimmen gesund? Jetzt lesen unter: migros-impuls.ch/schwimmen

Schnorchel sein! Für die Entspannung in Bauchlage sorgt nicht nur das Element Wasser. Die Konzentration auf das Schauspiel unter der Oberfläche und die bewusste Atmung machen zudem frei von Alltagsgedanken. Das Atmen durch den Mund mag am Anfang etwas ungewohnt sein, lässt sich aber einfach antrainieren. Wichtig sind tiefe, gleichmässige Züge, damit auch mit dem Kopf im Wasser stets genügend Frischluft durch das Atemrohr gelangt. Tiefes Atmen hilft zudem, Anspannungen loszulassen und ruhig zu bleiben. So können wir Schweben und Schauen gelassen geniessen. Dazu trägt auch der Auftrieb des Wassers bei. Das gefühlte Körpergewicht reduziert sich stark. Im Wasser wähnen wir uns leicht und schwerelos.


SCHNORCHELN

ENTSPANNEN

Wo es sich schön schnorcheln lässt Malediven, Indischer Ozean

Weisser Sand, klares, türkisfarbes Meer mit tropischen Temperaturen: Willkommen auf den Malediven! Die meisten Inseln haben ein Hausriff mit buntem Unterwasserleben, das sich vom Strand aus anschwimmen lässt. Gota Abu Ramada, Ägypten

Das Rote Meer bietet viele faszinierende Schnorchelreviere. Das GotaAbu-Ramada-Riff, auch «Aquarium» genannt. verspricht, eine Bootsstunde von Hurghada entfernt, Korallentürme mit bunten Fischen, etwa Muränen und Rochen sowie Schildkröten.

Gut ausgerüstet eintauchen Klarsicht

© Stocksy, Alamy

Roatán, Honduras, Karibik

Der Bewegungsapparat wird entlastet, die Muskulatur, die Gelenke, der ganze Körper gelockert. Der Blutdruck sinkt, die Ausschüttung von Stresshormonen geht zurück. Vor allem im warmen Nass ist die Entspannung gross, das kennen wir aus der Badewanne. Salzwasser hat mehr Dichte als Süsswasser, die Auftriebskraft ist grösser, das befreiende Schweben fällt im Meer leichter. Dabei funktioniert das Schnorcheln praktisch in jedem Gewässer. Schon mit ein paar Schwimmzügen können wir uns vom Ufer entfernen und für uns sein. Auf dem Wasser dringen Geräusche nur gedämpft ans Ohr. Der Körper wird von den Wellen geschaukelt und massiert. Und die Taucherbrille wird zum Fenster in eine neue Welt. l

Die westkaribische Insel Roatán, fünfzig Kilometer von Honduras entfernt, ist von einem der weltgrössten Riffe umgeben. Hier wachsen farbenfrohe Korallen, tummeln sich viele Fische. Und je nach Saison ist die Chance gross, Delfinen oder Walhaien zu begegnen.

Damit die Maske nicht beschlägt, kann man die Gläser zu Hause mit Zahnpasta einreiben und danach mit Wasser gut ausspülen. Auch Spucke kann helfen, denn im Speichel sind Stoffe enthalten, die nur schwer wasserlöslich sind und das Wasser abperlen lassen. Am besten das Gesicht kurz im Wasser abkühlen, bevor man die Tauchmaske aufsetzt. Frischluft

Die Inselwelt Kroatiens ist umgeben von klarem Wasser. Viele Orte locken mit kleinen Buchten, in denen die Unterwasserlandschaften schnorchelnd erkundet werden können. Etwa die Insel Losinj, nahe beim Dorf Veli Losinj.

Beim Ausatmen soll die verbrauchte Luft vollständig aus dem Schnorchel entweichen können, sodass man bei jedem neuen Luftholen frischen Sauerstoff tanken kann. Mit einem klassischen Schnorchel geht das gut. Wichtig ist, dass dieser nicht zu lang oder zu breit ist.

Ghar Lapsi, Südküste Malta

Kraft sparen

Kroatien, Insel Losinj

Viel ruhiger als die bekannte Blaue Lagune in Comino ist die kleine Bucht Ghar Lapsi an der felsigen Südküste Maltas. In diesem natürlichen Swimmingpool mit blaugrünem Wasser sind mit etwas Glück Seepferdchen, Aale und Rochen zu entdecken.

Natürlich geht es auch ohne. Doch mit Flossen schwimmt es sich leichter. Und auch das Abtauchen ein paar Meter in die Tiefe gelingt mit den Paddelhilfen besser. Zudem geben Flossen zusätzlichen Auftrieb für das ruhige Liegen an der Oberfläche. Vivai 2018

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Von Natur aus abenteuerlich

Basel

In den Bergen, am See, im Wald: In freier Natur und nur mit der nötigsten

Bern

Infrastruktur wird Zelten zum Abenteuer. Wir haben die fünf schönsten Naturcampingplätze der Schweiz aufgespürt. Text: Regula Burkhardt Illustrationen: Chris Gilleard

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Genf


CAMPING

REISEN

Zürich

St. Moritz

Lugano

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Unter Indianern Eines vorweg: Strom gibt es keinen auf dem Campingplatz Saignelégier im Jura, dafür Natur satt mit blühenden Wiesen, knorrigen Bäumen und dazu die seltene Freiheit, zu tun und zu lassen, was man will. Es darf überall nach Herzenslust gebrätelt und grilliert werden – was abends voller Inbrunst getan wird. Der Zeltplatz bietet zudem ungewöhnliche Mietunterkünfte an, etwa ein Sioux-Tipi oder eine Jurte. Wer höher hinauswill, dem sei die Baumhütte mit Terrasse empfohlen, die in fünf Metern Höhe in den Baumkronen schwebt. Und was unternimmt man hier? Die Gegend kann zu Fuss, auf dem Pferd oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Sehenswert sind beispielsweise das Naturschutzgebiet und das Hochmoor Etang de la Gruère sowie der wilde, majestätische Grenzfluss Doubs. In der Nähe befindet sich das Puppenmuseum Temps de Rêves mit 500 Puppen. Für Abwechslung ist also auch bei Regenwetter gesorgt. Camping Saignelégier, 27. April bis 31. Oktober 2018, campingsaignelegier.ch

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CAMPING

REISEN

In der Blumenwiese Auf dem Camping Maloja am Silsersee im Oberengadin bieten sich die schönsten Flecken fürs Zelten an. Zwar gibt es auch für Wohnwagen schöne Plätzchen, so richtig wild- romantisch wird es aber erst jenseits der zwei kleinen Bäche, wo ausschliesslich Zelte erlaubt sind. Und ja, dort gibt es sie wirklich noch, die verwunschenen Rückzugsorte in blühenden Bergwiesen, die einem das Gefühl geben, mitten in der Wildnis zu campieren. Trotzdem ist die Zivilisation nicht weit: Ein Restaurant wartet mit Pizzas auf. Brot und Milch sind ebenfalls erhältlich. Tagsüber können lange Wanderungen gemacht werden. Auch Windsurfen und Fischen ist möglich. Abends trifft man sich beim grossen Indianerzelt am Feuer, und wer mag, stimmt ein Lied an. Einen Spielplatz gibt es nicht, denn hier machen Kinder, was sie sowieso am liebsten tun: Bäche stauen, den Wald erkunden und Käfer sammeln. Camping Maloja, 1. Juni bis 30. September 2018, camping-maloja.ch

Am See Der Campingplatz Seelisberg liegt an einem kristallklaren Bergsee am Fuss des Niederbauens und bietet naturnahe Ferien erster Güte. Es sind ausschliesslich Zelte erlaubt, Autos und Caravans bleiben draussen. Auch Stromanschluss gibt es keinen, für erholsame Ruhe ohne dröhnende Gettoblaster ist also gesorgt. Dies schätzen vor allem Städter, die ihre Zelte gern hier aufschlagen. Der Platz ist klein und persönlich; wer neu ist, macht schnell Bekanntschaft. Tagsüber lockt der recht warme See mit Wasserschaukel und Floss. Aber Vorsicht, in den Tiefen dieses Gewässers soll der Wassergeist Elbst sein Unwesen treiben! Ein Kiosk bietet Snacks und Getränke an und nimmt Brotbestellungen entgegen. Abends können sich die Kinder auf der Wiese austoben, derweil die Erwachsenen am Lagerfeuer verweilen. Bald aber wirds still, man geht früh zu Bett auf dem Campingplatz in Seelisberg. Naturcamping Seelisberg, Mitte Mai bis Mitte September 2018, seelisberg.com Vivai 2018

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REISEN

CAMPING

Am Fluss

Am Berg Durchatmen, erholen und spektakuläre Wanderungen unternehmen – damit verbringt man die Tage auf dem Camping des Glaciers in La Fouly, der am Fuss der imposanten Walliser Berglandschaft liegt. Die ruhige Lage und kühle Nächte auf 1600 Metern über Meer ziehen im Sommer hitzegeplagte Städter, Familien, Gruppen und Pensionäre an, die sich jeweils auf offener Wiese, im Wald oder direkt am rauschenden Gletscherbach niederlassen. Wer einkaufen oder auswärts essen möchte, spaziert ins Örtchen La Fouly. Die Kinder sind derweil auf dem Campingplatz bestens unterhalten. Ihnen stehen Spielplätze, eine Kletterwand und ein nahe gelegener Seilpark zur Verfügung. Der Grosse St. Bernhard und der Ort Champex-Lac sind übrigens ebenfalls nicht weit und einen Ausflug wert. Es lohnt sich aber auch, den Wald vor Ort zu erkunden, denn dort, so heisst es, sprudelt eine Quelle, die Dutzende kleine Bäche speist. Camping des Glaciers, 15. Mai bis 30. September 2018, camping-glaciers.ch

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Vom Zelt aus direkt ins kühle Nass der Maggia tauchen: Das ist auf dem TCS-Campingplatz Gordevio-Maggiatal möglich. Nun ja, fast jedenfalls. Ein paar Schritte über den Steinstrand muss man schon auf sich nehmen. Dafür weckt das Wasser garantiert die Lebensgeister. Hier kann auch campieren, wer keine eigene Ausrüstung mitbringt und stattdessen eine entsprechende Unterkunft mieten möchte, zum Beispiel einen Wohnwagen, ein Holzhäuschen oder ein romantisches Nomadenzelt wie aus «Tausendundeiner Nacht». Der Campingplatz ist der ideale Ort für Aktivferien und zieht darum Wanderer, Biker und Kanuten gleichermassen an. Für die Kinder gibt es einen beheizten Pool zum Planschen. Und die Müssiggänger? Auch sie kommen auf ihre Kosten, etwa in den subtropischen Gärten, beschaulichen Dörfchen oder unter dem Blättertach knorriger Bäume bei einem Glas Merlot. Das Restaurant Bellariva neben dem Zeltplatz bietet zudem feine italienische Gerichte an. TCS Camping Gordevio-Maggiatal, 29. März bis 14. Oktober 2018, tcs-camping.ch/gordevio


ANNA MARIA KUPPER

MEIN ORT

«In meinem Atelier lagert mein Leben in Form von Kunst.»

Anna Maria Kupper (71) ist Kunstschaffende, passionierte Köchin und Familienfrau. Zu ihren bekannten Werken zählen die «Tau-Fügungen» und die Kalkstein-Skulptur im Burgenland, Österreich. Sie zeichnet und arbeitet mit den unterschiedlichsten Materialien. Sie lebt mit ihrem Mann in Luzern.

Mein Atelier, Luzern

© Johanna Hullár

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n diesen vier Wänden lagert mein Leben in Form von Kunst. Es sind dreidimensionale Wandobjekte, Zeichnungen und Fotografien meiner Steinskulpturen. Ich komme täglich hierher, tauche ein in die Vergangenheit, ordne meine Werke und trage zusammen, was in vielen Jahren entstanden ist. Auch Skizzen und Zeichnungen, die ich bisher nie öffentlich gezeigt habe, scanne ich und erstelle daraus Journale. So ist etwa das Journal «Tagebuchzeichnungen» aus den Jahren 1980 und 1981 entstanden, mit Zeichnungen aus der Zeit, in der

meine beiden Kinder zur Welt kamen. Das Aufarbeiten ist emotional. Ich habe einen Prozess in Gang gesetzt, bei dem ich reflektiere, was ich eigentlich erschaffen habe. Früher fühlte ich mich als Künstlerin manchmal nicht ernst genommen und war sehr selbstkritisch. Aber wenn ich heute hier in meinem Atelier sitze und meine Werke betrachte, staune ich, was ich alles geschaffen habe. Und so brauche ich weniger Bestätigung von aussen, sondern gebe sie mir selber. Ich arbeitete schon immer im eigenen Atelier, in den vergangenen zehn Jahren

allerdings etwas weniger, da ich vorwiegend in unserem Familienunternehmen, einem Verlag, tätig war. Nun bin ich wieder Vollzeit hier. Momentan sprudelt die Kreativität allerdings nicht wie früher, als mir die Ideen einfach so zugeflogen sind. Gerade jetzt ist da nichts, was in mir brennt. Deshalb will ich das Atelier zuerst aufräumen. Ich will einordnen und im Raum sowie in mir selber Platz schaffen. Platz für Neues. Und wenn ich damit fertig bin, folgt vielleicht ein neuer Kreativitätsschub, wer weiss. l Aufgezeichnet von Regula Burkhardt. Vivai 2018

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ziehen sich an

Es gibt einen Ort, an dem Berg und Palme, Familie und Entspannung, Genuss und Action sich freundschaftlich die Hand reichen. Im Meraner Land in Südtirol wartet ein unbeschwerter Familienurlaub ohne Entweder-Oder.

Auf den Sonnenterrassen und Hochplateaus rund um die Kurstadt Meran zeigt sich das alpin-mediterrane Südtirol von seiner wohl persönlichsten und familiärsten Seite. Schenna, Hafling und Vöran haben sich nämlich ganz dem Urlaubsglück der Familie verschrieben und sich ein entsprechend vielfältiges Sommer-Freizeitprogramm für Klein und Gross einfallen lassen. Hier, zwischen Palmen und Almen, zwischen Weingärten und Bergpanoramen, dürfen sich Familien auf eine abenteuerreiche und völlig entschleunigte Gemeinsam-Zeit freuen. Auf dem sonnigen Tschögglberg oder in den Wandergebieten Meran 2000, Hirzer und Schennaberg sind Natur, Kultur und Genuss die unangefochtenen Hauptakteure. Grüne Opulenz, hoch aufragende Berggipfel, ein freundliches Klima und mindestens genauso liebenswerte Menschen. Zeit zum Plaudern, zum Haflinger-Pferde streicheln, zum Schmankerln verkosten.

Reschenpass

Meran Hafling

Münstertal Vöran

Bozen

ANREISE Mit dem Zug & Postauto über Zürich: Landquart – Zernez – mit dem Postauto durch den Nationalpark bis Mals – mit der Vinschgerbahn bis Meran Mit dem Südtirol Express (Reisebus): St. Gallen – Winterthur – Zürich – Meran – Schenna

Genusswanderer und Familien finden in der Naturarena rund um Schenna, Hafling und Vöran genauso ihr Bergglück, wie ambitionierte Gipfelstürmer, Mountainbiker, Kletterer oder Paragliding-Fans. Keine Frage, diese Welt will erobert werden! Und wer das beschauliche Dorfleben doch einmal gegen buntes Treiben austauschen möchte, dem bietet ein Stadtbummel durch die nahegelegene Kurstadt Meran mit ihrem charmanten Flair die perfekte Abwechslung.

Meran 2000_Florian Andergassen

Wer die Natur einmal dabei ertappen möchte, wie sie in geradezu verschwenderischer Grosszügigkeit Landschaften zaubert, in denen vermeintliche Gegensätze einfach so ineinander verschmelzen, der sollte sich ins Auto setzen und das Meraner Land in Südtirol besuchen. Einen erstklassigen Logenplatz für das Naturschauspiel bieten die Ortschaften SCHENNA, HAFLING und VÖRAN.

Schenna

TV Hafling_Frieder Blickle

Gegensätze

Taser Alm_Alex Filz

TV Schenna_Klaus Peterlin

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TV Schenna_Hannes Niederkofler

Der Natur auf der Spur - Schenna für Naturentdecker und eifrige Schatzsucher

Es ist längst kein Geheimnis mehr: die Natur schenkt Entspannung und Ruhe... und steckt voller Abenteuer. So werden in Schenna Wälder und Almen kurzerhand zum grünen Spielzimmer für Naturdetektive, Kräuterhexen und Tierspurenleser. In Begleitung einer erfahrenen Kräuterpädagogin erforschen Familien uraltes Naturund Heilwissen, zählen Eichhörnchen, lauschen spannenden Waldmärchen und erkunden geheimnisvolle Plätze. Naturerlebnis pur. Man munkelt sogar, ein geheimer Schatz liege hier

verborgen. Und so viel sei verraten: ausgefuchste Schatzsucher werden nicht enttäuscht! Hinter dieser Geschichte steckt nämlich eine besonders kreative Spielidee für Familien. „Unser grösster Schatz“ ist zugleich Kinderbuch und Freiluft-Abenteuer. Mit Mama, Papa und Großeltern im Schlepptau gilt es knifflige Rätsel zu lösen... und zwar in Wanderschuhen. Entlang der insgesamt 18 Erlebnisund Themenwanderwege in und rund um Schenna verstecken sich die gewinnbringenden Hinweise. Wer

ausreichend gewandert ist, darf den geheimen Schatz im Tourismusbüro Schenna heben. Und wenn man schon mal direkt an der Urlaubs-Informationsquelle ist, sollte man sich unbedingt nach einem Geheimtipp in Sachen Genuss erkundigen. Davon gibt es nämlich reichlich! Auf den Almen und Hütten im Wandergebiet Schenna findet man es noch, das ehrliche Almfeeling mit dem gewissen Etwas. Während sich die Eltern mit typischen Südtiroler Leckerbissen verwöhnen lassen und anschliessend einen Cappuccino in der Sonne geniessen, erleben die Kleinen grosse Abenteuer in allerschönster Natur. Bergzoo, Hirsch- und Wildgehege, Hochseilgarten, Indianer dorf und Streichelzoo lassen Kinderherzen vor Begeisterung hüpfen und bieten Familien eine unvergessliche Auszeit in den Bergen. Zurück im Tal sorgt ein beherzter Sprung ins kühle Nass des Hotelpools für Erfrischung. Und wie könnte man einen lauen Sommerabend stimmungsvoller ausklingen lassen, als beim Aperitif oder bei einer der vielen Kulturveranstaltungen im Dorfzentrum von Schenna?

Familienurlaub hoch zu Ross? Mit ordentlich Adrenalin oder einem Kinobesuch der ganz anderen Art? Hafling & Vöran wissen wie’s geht! Die wohl spannendste Art, die Bergwelt rund um Hafling zu erkunden, ist auf dem Rücken des gutmütigen Blondschopfs, der stolz den Namen seiner Heimat Hafling trägt und bis heute das Dorfbild zeichnet. Haflinger Pferde sind für ihr gutmütiges Wesen und ihre Stärke bekannt. Kein Wunder, haben sie sich doch im Laufe der Zeit vom geduldigen Lasttier zum treuen Freizeitpartner und Kinderliebling gemausert. Ab Sommer 2018 wartet hier ein neues Erlebnis auf alle Tierfans: Der Haflinger Pferdeweg – ein spielerisch-pferdiger Themenweg über Stock und Stein gemeinsam mit Maskottchen „Foly“. Ein Familienabenteuer, bei dem es vielleicht ein kleines bisschen weniger idyllisch, dafür umso rasanter und actionreicher zur Sache geht, ist die sommerliche Bob-Abfahrt vom bekannten Freizeitberg Meran 2000.

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Infos unte

enna.com www.sch ing.com www.hafl

Meran 2000_Frieder Blickle

Zwei Dörfer und ihre Steckenpferde Hafling und Vöran für Actionfans und Pferdeliebhaber

Gleich neben der Bergstation und dem Spielpark Outdoor Kids Camp befindet sich der Einstieg zur rasanten Talfahrt mit dem Alpin Bob. Auf Schienen, die zum Teil in schwindelerregenden Höhen verlaufen, geht es von hier aus auf der 1,1 km langen Strecke bergab. Und dann am besten gleich nochmal! Wer nach Pferdeidylle und Adrenalinrausch in 2.000 Metern Höhe noch ein kleines Souvenir in Form einer unvergesslichen Urlaubserinnerung sucht,

der sollte einen Besuch im legendären Knottnkino auf dem Rotsteinkogel in Vöran einplanen. Hier wartet nämlich eine gigantische Kinovorstellung. In der preisgekrönten Hauptrolle: die Natur. 3D & Full Emotion! 30 Kinosessel aus Kastanienholz laden dazu ein, Platz zu nehmen und sich vom einzigartigen Naturschauspiel berühren zu lassen. Popcorn gibt es nicht, dafür eine unvergessliche Panoramasicht. Einfach zurücklehnen, frische Bergluft atmen und den Ausblick geniessen.


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