Das Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der
05/2014
Fair-Trade-Produkte in Konserven – über die Pionierarbeit der Migros Unsere Ernährungsexperten verraten ihre goldenen Essregeln Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Körperpflege Körperpflege mit Öl
Wir haben etwas zu verschenken … … und zu feiern !
Eine reife Leistung der Natur.
Ein Teil von
Die Experten im Heft PD Dr. David Fäh
ist Ernährungsphysiologe. Der Forscher und Dozent am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich berät uns bei Ernährungsfragen. In dieser Ausgabe verrät er seine privaten Ernährungstipps. Christina Daeniker
ist Spezialistin Ernährung und Gesundheit beim Migros-Genossenschafts-Bund. Sie verfügt über ein breites Fachwissen und Erfahrung mit Kundenanfragen. Sie berät uns bei Ernährungstexten, die mit Migros-Produkten in Zusammenhang stehen.
Cover-Illustration: Hannah Rollings © Roland Tännler, Joschi Herczeg, Marion Nitsch, iStockphoto
Marianne Botta Diener
ist diplomierte Lebensmittelingenieurin und Fachlehrerin ETH. Sie erklärt dieses Mal, wie gesund Bitterstoffe sind und wie Sie sich selbst ernährt – samt Grossfamilie. Christoph Abegg
ist diplomierter Physiotherapeut und arbeitet für das Gesundheitszentrum Medbase in Zürich. Seine Meinung zum Thema Krafttraining mit freien Gewichten lesen Sie ab Seite 48.
Liebe Leserin,lieber Leser Die Einladung zum sechzigsten Geburtstag der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel soll so bescheiden formuliert gewesen sein, dass die Eingeladenen nicht verstanden, dass es sich hierbei um eine Feier handelte. Nun, Bescheidenheit mag eine Zier für deutsche Kanzlerinnen sein, für den fünften Geburtstag von Vivai schlagen wir die Pauken. Um diese Zahl einordnen zu können, muss man wissen, dass das (Über)-Leben eines neuen Magazins mit einem Hundeleben vergleichbar ist – heisst: Jedes Jahr mal sieben nehmen. Vivai ist heute also gefühlte 35 Jahre alt. Vital, mitten im Leben stehend, mit etwas Erfahrung und im Bewusstsein lebend, dass es dieses Magazin ohne Sie, liebe Leserinnen und Leser, nicht gäbe. Deshalb wollen wir Sie beschenken. Mit Preisen. Mit Inspirationen – und schönen Geschichten. Eine kleine Geschichte noch von mir. Vor etwa zwei Jahren lag ich an einem Strand in Indien. Zielstrebig steuerte ein Verkäufer auf mich zu. Der etwa fünfzehnjährige Bursche legte Tücher und Ketten vor mir aus. Beim Satz «Ich will nichts kaufen» bin ich mehrsprachig. Auch er bekam ihn zu hören. Er schüttelte den Kopf und erklärte, er wolle heute nichts verkaufen, sondern etwas schenken. «For you, Miss», sagte er und drückte mir eine Kette in die Hand. Ich wehrte ab, doch er zog bereits weiter. Was meinen Sie, was ich am folgenden Tag gemacht habe? Ich setzte mich an dieselbe Stelle und wartete auf ihn. Er kam, und ich kaufte gleich drei Ketten. Kundenbindung kann in einem Tag wachsen – oder in fünf Jahren. Viel Freude mit Vivai.
Chefredaktorin PS: Ehrlich gesagt, Schokolade bekomme ich auch leichter runter als Bitterstoffe. Doch seit ich weiss, wie gesund Letztere sind, esse ich Artischocken. Seite 34. Vivai 5/14
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Fischgenuss ohne Nachgeschmack.
Ein Teil von
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10 5 Jahre Vivai: Zum Jubiläum machen wir uns ein paar Gedanken zum Thema Schenken 14 Was schenkt einem das Leben? Diese und andere Fragen über Sinn und Unsinn des Schenkens 20 Wir sagen Danke! Das grosse Vivai-Gewinnspiel zum Jubiläum unseres Magazins 26 Geht leicht von der Hand statt schwer an die Hüfte: Unsere Jubiläumstorte! 30 Die Tipps der Experten: Marianne Botta Diener und David Fäh verraten, wie sie sich ernähren 34 Verziehen Sie ruhig den Mund – wir erklären trotzdem, warum Bitterstoffe gut sind
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42 Mangos für morgen: Wir haben uns in Peru zeigen lassen, wie die Frucht in die Dose kommt 48 Steigert Kraft, Stabilität und Koordination: Das Training mit Hanteln ist schwer im Kommen
© Martin Hemmi, Daniel Grieser, Corbis, Illustration: Hannah Rollings
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52 Das glänzende Wunder für Haut und Haar: Acht Fragen rund ums Öl als Pflegemittel
7 9 36 40 56 58 I MPRESSUM Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Verlagsleiter: Rolf Hauser Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktorin: Susanna Heim Stellvertreterin: Christine Kunovits Koordination: Dagmar Madelung Text/Produktion: Lukas Hadorn, Sylvie Castagné (F), Cora Gianolla (I) Art Direction: Dora Siegenthaler Bildredaktion: Cornelia Thalmann Bildbearbeitung: Reto Mainetti Korrektorat: Patrizia Villiger
Das freut uns Das gefällt uns Wer kauft hier ein? Kultprodukt Vivai-Wettbewerb Kolumne
Adresse Redaktion und Verlag: Vivai, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich vivai@migrosmedien.ch www.migros.ch/vivai Druck: Vogt-Schild Druck AG, CH-4552 Derendingen Papier: Holzfrei, FSC-Mix Zur CO ²-Kompensation wird ein FSC-Projekt in Brasilien unterstützt. ISSN: 1663-716X Gesamtauflage Vivai: 250 000 Exemplare D: 173 000, F: 60 000, I: 17 000
Bestellen Sie Vivai kostenlos: abo.vivai@migrosmedien.ch oder Tel. 0800 180 180 Vivai 5/14
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Die Natur macht uns den Hof.
Ein Teil von
Ein Philosoph ganz oben
Dass unser Kolumnist, der in Berlin lebende Philosoph Wilhelm Schmid, nicht nur ein brillanter Denker, sondern auch ein herausragender Schreiber ist, überrascht uns ehrlich gesagt nicht. Ansonsten hätten wir ihn ja nicht damit beauftragt, unsere letzte Heftseite mit seinen Gedanken zu füllen. Trotzdem freut es uns natürlich ausserordentlich, dass sein im März erschienenes Buch «Gelassenheit» zu einem der grossen Sachbuch-Bestseller des Jahres mutiert. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe steht es noch immer auf Platz eins der «Spiegel»Bestsellerliste, wo es vermutlich noch etwas älter wird. Das ist übrigens auch das Thema des Ratgebers: Älterwerden. Und die Gelassenheit, die man damit gewinnt. Wir sind überzeugt: Nicht nur das Alter macht gelassen, auch ein Bestseller hilft. Ganz herzlichen Glückwunsch, Herr Schmid!
Generationenübergreifend gut
Am 24. Oktober ist es wieder so weit: Die Migros-Kulturprozent-Classics starten in eine neue Saison. Ihren Auftakt macht die in der Schweiz einzigartige Konzertreihe mit Tourneen bedeutender internationaler Orchester in Zürich, wo das Tschaikowsky Sinfonieorchester Moskau in der Tonhalle auftritt. Bis Ende Mai 2015 gibt es sechs Tourneen und drei Extrakonzerte in etablierten Konzertsälen der Schweiz zu sehen, allesamt unter dem Thema «Jugend und Reife». Ziel der Veranstaltungen ist es denn auch, Jung und Alt gleichermassen für die klassische Musik zu begeistern. Die Ticketpreise sind moderat, das Publikum breit gefächert. In der vergangenen Saison erreichten die Migros-Kulturprozent-Classics eine überdurchschnittliche Auslastung von mehr als neunzig Prozent. Info und Ticketverkauf: www.migros-kulturprozent-classics.ch
© GettyImages
Noch mehr aha!-Erlebnisse
Rund zwei Millionen Personen leiden in der Schweiz an unterschiedlichen Formen von Allergien und Intoleranzen, insbesondere bei Lebensmitteln. Für die Betroffenen führt die Migros schon heute ein breites Allergikersortiment unter dem Gütesiegel aha!, das neben laktose- und glutenfreien Lebensmitteln auch hypoallergene Kosmetika umfasst. Diese Produkte werden von Allergikern, aber auch von geschmacksbewussten und genussorientierten Konsumenten vermehrt nachgefragt, weshalb die Migros im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsprogramms Generation M entschieden hat, das Sortiment bis Ende 2016 um nicht weniger als dreissig Prozent auszubauen. Weitere Infos: www.migros.ch/aha
Informiert einkaufen
Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Vertrauen. Unter dem Siegel dieser drei Begriffe arbeitet das Schweizer Unternehmen Product DNA. Sein Ziel: mehr Klarheit zu schaffen, was die sozialen und die Umweltaspekte in der Wertschöpfungskette eines Produkts betrifft. Bei einem T-Shirt erfährt man dank eines eingenähten Codes, wo die Baumwolle geerntet wurde, wie sie in die Fabrik kam, wer das Shirt nähte und ob (respektive: dass) die ethischen Standards erfüllt wurden. Seit 2006 wurden 32 Millionen solcher Respect-Codes vernäht. Gegründet wurde Product DNA von Robin Cornelius, der 1981 auch die Kleidermarke Switcher ins Leben rief. Switcher ist denn auch einer jener Brands, dessen Kleider mit einem Respect-Code ausgestattet sind, der lückenlos über die gesamte Herstellung informiert. Switcher-Kleidungsstücke gibt es in der Migros. Weitere Infos: www.respect-code.org
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Müde, müde, müde, müde, müde...
Eisenmangel Frauen aufgepasst! Lustlos, keine Energie? Die Mehrheit erschöpfter Frauen im Menstruationsalter leidet an einem Eisenmangel bei einem normalen Hämoglobin, sagt Dr. Beat Schaub, Facharzt für Innere Medizin. Das muss nicht sein! Leere Batterien Eine junge Frau (32) sagt: «Es ist mir alles zu viel, meine Batterien sind leer, ich könnte immer einschlafen.Oft fühle ich mich grundlos niedergeschlagen und mein Selbstwertgefühl ist im Keller. In letzter Zeit vertrage ich die Kinder nicht mehr, es herrscht eine Unruhe in der Familie, weil ich keine Nerven mehr habe. Es tut mir ja so leid, ich wünsche mir, es wäre anders. Mittlerweile kann ich nachts nicht mehr gut schlafen, sodass ich am Tag erst recht kaputt bin und sogar tageweise nicht mehr arbeiten kann. Ich hoffe, es gibt deswegen keine Kündigung. Mein Chef fragt mich, was ich habe. Was soll ich antworten?»
Eisenspeicher auffüllen Ein patientenorientiertes Forschungszentrum in Binningen bei Basel hat herausgefunden, dass die aufgezählten Symptome in den meisten Fällen durch einen Eisenmangel im Körper verursacht werden. Der Körper verliert Eisen, wenn er Blut verliert. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn hauptsächlich Frauen im Menstruationsalter an einem Eisenmangel leiden. Sie bluten in ihrem Leben zusammengezählt über fünf Jahre lang. Der Eisenspeicher des Körpers ist oft schon wenige Jahre nach der ersten Regelblutung leer. Das sogenannte Eisenmangelsyndrom bei Frauen im Menstruationsalter kann in wenigen
Wochen erfolgreich behandelt werden, indem der Eisenspeicher wieder aufgefüllt wird. Anschliessend empfiehlt sich das erneute Absinken des Ferritinspiegels durch ein gut verträgliches, flüssiges Eisen-Präparat aus der Apotheke, Drogerie oder Reformhaus zu verhindern. So gelingt es, Frauen, die schon immer dem «schwachen Geschlecht» zugeordnet wurden, «lebendig» zu machen. Am besten konsultieren Sie Ihren Arzt oder eines der spezialisierten ärztlichen Eisenzentren. www.eisenzentrum.net
WWW.FLORADIX.CH
Ich und mein Spa
Laufsportevents mit Tausenden Teilnehmern, Kardiotrainings in der Gruppe, Yoga mit Gleichgesinnten im Park – kollektive Wellness- und Fitnessaktivitäten liegen im Trend. Wer mit anderen schwitzt, bleibt motiviert und hat mehr Spass. Meistens. Denn auch Gruppensportler kennen die Momente, in denen man alleine am besten an- oder entspannt. Die Private Spas der Migros Fitness- und Aquaparks bieten genau das: gediegene Erholungszonen mit Sauna, Whirlpool, Erlebnisduschen und Ruheliegen zur privaten Nutzung von maximal vier Personen inklusive Getränke und Knabbereien. Gute Erholung! Private Spas gibt es im Bernaqua in Bern-Brünnen, im Freizeitzentrum Säntispark in Abtwil SG, im Migros Fitnesspark in Winterthur und ab dem 20. Oktober auch im neu eröffneten Migros Fitnesspark Glattpark in Opfikon ZH. Weitere Infos: www.fitnesspark.ch
Wir geben Tee
Ob es mit der altersschwachen Kaffeemaschine zu tun hat, die in regelmässigen Abständen fauchend den Geist aufgibt, sei dahingestellt. Fakt ist, dass auf der Vivai-Redaktion in den letzten Wochen deutlich mehr Tee getrunken wurde als sonst. Eine Vermutung: Es liegt an den neuen Tencha-Teesorten, die Stimmungen und Launen des menschlichen Alltags reflektieren sollen. Da gibt es etwa Inspire Me (Schwarztee mit Zitrone und Vanille) und Surprise Me (Kräutertee mit Pfefferminze und Ananas), beides Mischungen, die nicht nur wunderbar schmecken, sondern auch als wohlriechende Arbeitsaufforderung funktionieren, etwa zwischen leitenden Redaktoren und uninspirierten Befehlsempfängern. Sie ahnen es: Spice Me, Love Me oder Kiss Me werden auf der Redaktion seltener gereicht.
© Illustration: illumueller.ch, Fotos: GettyImages, Natalie Kramer, Carmen Siegrist-Scherrer
Tencha-Tee gibt es in der Migros.
Die Farben der Natur
Der Do-It-Yourself-Blog von Natalie Kramer, einer unglaublich kreativen und ideenreichen Zürcherin, gehört seit dem Vivai-Dossier zum Thema Upcycling im Januar zu unseren Lieblingsbookmarks. Ein zweiteiliger Eintrag im August hat es uns besonders angetan: In vielen Details und mit wunderschönen Bildern wird erklärt, wie man aus Blättern und Blüten, Schalen, Rinden und Früchten Naturfarben herstellt und damit Textilien färben kann. Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen. schaeresteipapier.blogspot.ch
Keiner zu klein, ein Gourmet zu sein
In der letzten Ausgabe haben wir über das Familienkochbuch «Green Gourmet Family» berichtet, ein Gemeinschaftsprojekt von Migros, «Saisonküche» und WWF, das zeigt, wie man ausgewogen und abwechslungsreich für – und mit – Kindern kocht und sich dabei erst noch umweltbewusst verhält. Ergänzend bietet die Klubschule Migros nun auch Green-Gourmet-Family-Kochkurse an, in denen sich die Informationen vertiefen und in die Praxis umsetzen lassen. Die Kurse dauern rund drei Stunden und werden für Erwachsene und Kinder gemeinsam, aber auch für Kids alleine (je nach Veranstaltungsort ab 6 oder 7 Jahren) angeboten. Kindgerecht, erlebnisorientiert und garantiert unterhaltsam! www.klubschule.ch (Suchbegriff «Green Gourmet»)
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Schenken macht Freude
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Das schenkt ganz schön ein Haben Sie schon mal überlegt, was Sie in Ihrem Leben alles geschenkt bekommen haben? Denken Sie jetzt nicht nur an die berühmten selbst gestrickten Socken oder die Uhr, sondern auch an dieses eine Lächeln oder die viele Zeit, die Ihnen jemand geschenkt hat. Zum 5. Geburtstag von Vivai schenken wir Ihnen ein paar Gedanken und Ideen. Und selbstverständlich finden Sie auch das eine oder andere Geschenk in diesem Dossier. Foto: Martin Hemmi Blumenstyling: Béatrice Häusler
Illustration: Hannah Rollings
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Schenken macht Freude
Kommt von Herzen Mit einem Gutschein liegt man immer richtig, stimmts, oder etwa nicht? Es gibt viele Arten des Schenkens, und doch ist es nicht einfach, die richtige zu finden. Der Autor Max Dohner begibt sich auf die Suche. Text: Max Dohner
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Illustrationen: Hannah Rollings
ieses Lächeln kennen Sie, lieber Leser, liebe Leserin – oh, und wie Sie es kennen! Diese stille Qual: Wenn Sie ein Geschenk auspacken, mit Fingern, an denen die Ungeduld beisst, bis das blöde Papier endlich reisst und Sie es hervorziehen. Und im gleichen Augenblick das Lächeln gefriert: «Oh, wie scheu … söön, so schön! Vielen Dank, mein Schatz.» Und der eilige Kuss dient als Letztes zur Vertuschung einer veritablen Gefühlsimplosion. Spätestens da wissen Sie: Schenken oder beschenkt werden – beides führt zu den innigsten und zu den schmerzlichsten Momenten bei Menschen, die sich nahestehen. Es ist reine Freude dort, wo man «es trifft» – nämlich unser Herz, nicht bloss unseren Geschmack. Es ist schiere Pein, wo uns jemand im Geschenk schlicht verfehlt. Und immer ist es eine hochdelikate Prüfung für den Anstand. Sich dankbar zeigen, selbst wo ein Geschenk uns bestürzt, ist keine Heuchelei, nein: Es ist notwendige Kunst, sofern der Mensch, der uns beschenkt, irgendeine Bedeutung hat. Dafür muss ein Lächeln her. Schön, wenn es ein wenig melancholisch ausfällt – und versöhnlich: Unglücklicher, du hast es gut gemeint. Heute ist Schenken indes auch darum ein Martyrium, weil jeder längst alles hat. Wo zum Teufel findet man für die Satten und die Verwöhnten dieser Welt noch das «ideale Geschenk»? Das Kopfzerbrechen darüber nutzt eine ganze
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Industrie, die Branche der Geschenkidee, am emsigsten im Internet. Gegen ihren Einfallsreichtum sei nichts gesagt. Gleichwohl stellt man fest: Zündend sind viele Ideen nicht, geschweige denn originell. Da wird das Schenken oft bizarr oder leer, zum Plundertausch. Rührend, wer sich darum wieder auf das Wesentliche besinnt: Was ist am Schenken eigentlich Qual und was Qualität? Genug – reden wir nicht länger von der Last des Schenkens, sondern von der Lust! Von seiner Komik. Und vom Spass … Hand aufs Herz: Haben Sie noch nie ein Geschenk, das Sie bekommen haben, – sagen wir es offen – wieder in Umlauf gesetzt? Diskret neu verpackt und dem Nächsten vermacht. Vielleicht sogar dabei empfunden, welch grossherziges Wesen Sie dabei noch immer geblieben sind? Denn wer mit Selbstbeobachtung schenkt, braucht keinen Termin beim Psychologen. Pikant sind Retouren, die auf Vergesslichkeit lieber Mitmenschen bauen. Aus den ewigen Wollsocken, die man jeweils zum Geburtstag von der Tante kriegt, schenkt man ihr bei Gelegenheit mal ein Paar zurück. Natürlich mit einer schicklichen Verjährungsfrist. Mal sehen, was dann passiert. Vielleicht wirkt das wie die Befreiung von einem Fluch – mindestens von den Socken. Befreiung ist das Stichwort: Sollten wir nicht ganz verzichten aufs bedeutungsvolle Geschenk, womit wir uns dauernd quälen und den Kopf zerbre-
chen? Stattdessen auf Spass setzen, wie es die Gesellschaft tut, nur noch Scherzartikel verschenken? Immerhin befeuert auch das eine ganze Industrie. Sie spüren die Antwort, liebe Leserin, lieber Leser. Man sagt es heute nicht mehr direkt: Ein Geschenk aber soll immer das Herz des Menschen suchen. Und es auch treffen wollen. Warum das so ist – und immer so bleibt –, zeigt ein Gang ins Zentrum des Herzens: in ein Spital. Die kleine Mühe beim Eintreten wird einem geschenkt: Die Tür öffnet sich von allein, obwohl gut lesbar «Ziehen» darauf steht. Kein Mensch zu sehen weit und breit. Es öffnet sich ein langer Gang. Unablässig auf Glanz poliert, fast wie der Tag draussen hell. Am Ende sind wir im Herzzentrum angelangt. Dort, wo Herzen weiterschlagen sollen, ihrer ganzen Schwäche zum Trotz. Die Herzen jener, die in unseren Herzen sind. Und darum gar nicht hier liegen dürften, im Spital. Da stehen wir endlich vor einer bestimmten Tür. Die wir jetzt öffnen müssen, mit Mühe und doch kinderleicht, Blumen in der Hand. Wir werden schon erwartet. Aber wir klopfen erst, horchen auf die Resonanz und hören leiser noch, wie das eigene Herz pocht … Und wissen hier, auf einen Schlag, woher alles Schenken kommt. Darauf greift jedes Herz zurück, das etwas zu verschenken hat, darauf deutet es hin: auf das Leben selbst, dieses Geschenk, das unbegreiflich ist. ●
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Schenken macht Freude
Die Schenkprofis Wer schenkt was? Und warum? Und macht es überhaupt Sinn? Vivai hat sich mit Menschen unterhalten, die einen ganz besonderen Bezug zum Thema Schenken haben. Protokolle: Lukas Hadorn Fotos: Christoph Köstlin llustrationen: Hannah Rollings
Schenken nur Verliebte rote Rosen, Herr Zuber? «Nein, das würde ich nicht behaupten. Natürlich sind rote Rosen ein klassischer Liebesbeweis, aber man kann sie auch aus einem Gefühl der Zuneigung oder Dankbarkeit schenken. Gelbe Rosen hingegen gelten als Symbol für Eifersucht, da wäre ich schon vorsichtiger. Wobei: Die Symbolik sollte nicht überschätzt werden, da ist man heutzutage recht unverkrampft. Die Calla zum Beispiel galt einst als «Todesblume» und wurde nur zu Beerdigungen mitgebracht, heute hat sie sich dank ihrer Ästhetik auch als Hochzeitsblume etabliert. Ich bin der Meinung, dass man nicht viel falsch machen kann, wenn man Blumen schenkt. Es gibt ein paar wenige Ausnahmen, etwa wenn man stark riechende Blumen ins Spital mitbringt. Aber darauf weisen wir unsere Kunden hin, sofern wir den Verwendungszweck der Blumen kennen. Meist versuchen wir, im Rahmen eines lockeren Gesprächs möglichst viel darüber zu erfahren, um so gut wie möglich beraten zu können. Am sichersten fährt man, wenn man herausfindet, welche Blumen und Farben die Kundin oder der Kunde selbst mag. Denn die meisten Leute schenken am liebsten das, was ihnen selbst gefällt. Karl Zuber, 56, ist Inhaber des Blumengeschäfts Flowerevents in Meggen LU. 1991 wurde er in Cannes zum Europameister der Floristen gekürt.
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Wer braucht eine professionelle Geschenkberatung, Herr Strumpf? «Es sind vor allem junge Leute, die sich bei uns beraten lassen. Interessanterweise oft dann, wenn sie ein Geschenk für eine ältere Person suchen, etwa für einen Vorgesetzten, für die Eltern oder Grosseltern. Oft geht es ihnen um Bestätigung, mit einem bereits ausgesuchten Geschenk nicht falsch zu liegen. Wenn jemand wirklich keine Ahnung hat, und auch auf unserer Website kein passendes Geschenk finden konnte, versuchen wir, uns die Person, die beschenkt werden soll, charakterisieren zu lassen. Meistens finden wir so eine Lösung. Die Leute wollen in der Regel etwas Einzigartiges schenken, aber ohne allzu viel Aufwand. Das mag paradox klingen, aber darin besteht unsere Dienstleis-
tung. Aus diesem Grund bieten wir mehr als 150 Produkte an, die sich mit Namen oder Initialen personalisieren lassen, von der Babyflasche bis zum Whisky-Set. Auch Geschenkgutscheine kommen immer gut an, ihre Beliebtheit nimmt in jüngster Zeit sogar noch zu. Vermutlich liegt das daran, dass viele Menschen, die wir beschenken, eigentlich schon alles haben. Oder wir das zumindest glauben.» Patrick Strumpf, 39, ist Geschäftsführer des Onlineportals geschenkidee.ch. Er setzt sich regelmässig zu seinen Mitarbeitern im Kundendienst und beantwortet als Geschenkberater die Fragen seiner Kunden.
Was kommt zurück, wenn man Zeit schenkt, Frau Hofstetter? «Es kommt sehr viel zurück, auf direktem Weg und auf Umwegen. Ich erinnere mich an eines der ersten Treffen mit meinem Patenkind, da blieb ich noch kurz bei der Familie, um ihr zu erzählen, was wir unternommen hatten, da steckte mir Meseret plötzlich ein handgeschriebenes Briefchen zu. Darin schrieb sie, dass ich sehr nett sei und sie sich freue, mich als Gotte zu haben. Das hat mich riesig gefreut. Ich wusste ja zu Beginn auch nicht, wie sie unsere gemeinsame Zeit wahrnehmen würde und was ihr gefällt. Meistens unternehmen wir nichts Grosses, sondern spielen oder lesen einfach gemeinsam. Wir haben auch schon Guetsli zusammen gebacken, einmal waren wir schlitteln in Sörenberg. Auch für mich ist unsere Beziehung ein Geschenk. Ich lerne viel über die Fähigkeiten und Bedürfnisse von Kindern, aber auch über die Traditionen und die Kultur Äthiopiens. Geld zu spenden, wäre nicht so meine Sache, das habe ich auch noch nie gemacht. Ich bin ein hilfsbereiter Mensch, da passt es besser zu mir, anderen Menschen etwas zu schenken, indem ich mir Zeit für sie nehme.» Gina Hofstetter, 22, schenkt im Rahmen des Caritas-Projekts «Mit mir» ein- bis zweimal pro Monat einem achtjährigen Patenkind aus Äthiopien ihre Zeit und Aufmerksamkeit. Vivai 5/14
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Schenken macht Freude
Stimmt es, dass einem das Leben nichts schenkt, Frau Barabas?
Macht Schenken ökonomisch Sinn, Herr Dietl? «Das ist keine einfache Frage, denn wirtschaftlich betrachtet ist das Schenken eine widersprüchliche Sache. Etwa ist nicht klar, ob beim Schenken Wert vernichtet oder geschöpft wird. Für Ersteres spricht die Studie eines US-Ökonomen, der Beschenkte nach dem subjektiven Wert des erhaltenen Präsents fragte. Er fand heraus, dass dieser zehn bis dreissig Prozent unter dem Preis liegt, der effektiv für das Geschenk bezahlt wurde. Da geht also Wert verloren. Würde man statt Dingen Geld schenken, könnte man diesen Wertverlust vermeiden. Geldgeschenke machen aber nur zehn bis fünfzehn Prozent aller Geschenke aus. Dies deshalb, weil man beim Schenken nicht nur gibt, sondern auch kommuniziert. Ein Sachgeschenk drückt Wertschätzung aus, weil man sich die Mühe gemacht hat, etwas auszusuchen. So kann beim Schenken gar zusätzlicher Wert entstehen. Besonders wichtig scheint mir aber die Erkenntnis, dass sich der Sinn des Schenkens nicht nur am Ökonomischen bemisst. Studien belegen, dass Geld, das wir für andere ausgeben, wesentlich glücklicher macht als Geld, das wir für uns selbst ausgeben. Das ist es doch, was zählt!» Helmut Dietl, 53, ist Professor am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Zürich. Er leitet den Lehrstuhl für Services & Operations Management.
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«Das stimmt keineswegs, nein. Mir hat das Leben jedenfalls viel geschenkt. Ich betrachte es als Geschenk, dass ich in meinem Alter noch so präsent bin und mich täglich in meinem Umfeld einbringen kann. So etwas lernt man natürlich erst richtig schätzen, wenn man älter wird. Mit achtzig hielt ich es noch für selbstverständlich, mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Heute empfinde ich eine grundsätzlichere Dankbarkeit dafür. Allerdings glaube ich auch, dass man die Geschenke des Lebens annehmen können muss. Das ist gar nicht so einfach. Wer immer nur daran denkt, was im Leben noch fehlt, wird diese Dankbarkeit vielleicht nie empfinden. Ich habe jene Momente meines Lebens als besonders wichtig in Erinnerung, in denen ich das Beste aus meinen Möglichkeiten gemacht habe. Die Buchhalterprüfung 1938 etwa, die ich zu einer Zeit ablegte, in der man Frauen in typischen Männerberufen noch mit offener Geringschätzung begegnete. Ein anderes Beispiel ist das Weben. Ich sehe zwar nicht mehr so gut, habe aber trotzdem im letzten Jahr noch gelernt, zu weben. Heute setze ich mich mehrmals pro Woche an den Webstuhl und freue mich darüber, mit meinen eigenen Händen etwas herstellen zu können. Und so etwas Schönes noch dazu!» Ida Barabas, 98, lebte mehr als sechzig Jahre lang in Zürich-Höngg. Seit vergangenem Jahr wohnt sie im Blindenwohnheim Mühlehalde am Zürichberg.
© Daniel Rihs (Porträt Ida Barabas)
Welches ist das schönste Geschenk, das du je bekommen hast, Cristina? «Mein Glitzerbär! Ich habe ihn als Belohnung beim Päckli-Fischen an der Chilbi geschenkt bekommen. Seither schläft er jede Nacht bei mir im Bett. An der Chilbi gibts sowieso immer viele tolle Geschenke, Ballone und Zuckerwatte und eine Runde auf dem Karussell. Manchmal schenke ich aber auch selbst etwas, zum Beispiel an den Kindergeburtstagen, zu denen ich eingeladen bin. Meiner Nachbarin, dem Anneli, habe ich einen Rössli-Anhänger mitgebracht,
der genau gleich aussieht wie mein eigener. Jetzt können wir immer zusammen damit spielen. Auch meinem Mami und meinem Papi schenke ich oft etwas, etwa eine Seife, die wir in der Kinderkrippe selber gemacht haben, oder eine schöne Kerze, die ich mit meinem Grossmueti verzieren durfte. Zu Weihnachten habe ich mal eine Kassette gekriegt, die ich schon hatte. Ich wollte sie mit meiner Cousine tauschen, die ebenfalls eine Kassette bekommen hatte,
aber diese weigerte sich. Da habe ich ihr halt meine Kassette auch noch geschenkt.» Cristina Hartmann, 5, besucht seit August den Kindergarten. Sie beschenkt andere gern mit Zeichnungen und Basteleien, erhält nach eigenem Bekunden aber auch selbst «sehr viele» Geschenke. Eine Aussage, die ihre Mutter amüsiert und – etwas erstaunt — die Augenbrauen hochziehen lässt.
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Schenken macht Freude
Herr Foletti, haben Sie in Ihrer Karriere manchen Sieg verschenkt?
Die Migros verkauft jährlich Waren und Dienstleistungen in Milliardenhöhe — aber verschenkt sie auch was, Herr Siber? «Natürlich! Sehr viel sogar. Das beginnt beim täglichen Einkauf, bei dem in der Migros fürs gleiche Geld zehn Prozent mehr im Wägeli liegt als bei der Konkurrenz. Dieses Geschenk machen wir eine Million Mal pro Tag. Auch schenken wir unseren Kundinnen und Kunden täglich Gehör; an der Fischtheke, am Kundendienst, auf Migipedia. Wir nehmen ihre Wünsche und Anregungen ernst und setzen sie nach Möglichkeit um. Dann ist unser gesellschaftliches Engagement zu erwähnen, von den Generation-M-Versprechen bis zum Kulturprozent, in dessen Rahmen wir seit 1957 rund vier Milliarden Franken in Kultur, Bildung und Freizeit investiert haben. Bis 2020 wird es eine weitere Milliarde sein. Das sind Geschenke im übertragenen Sinn. Ganz konkret wird es dort, wo wir karitative Einrichtungen unterstützen. So geben wir jährlich Hunderte Tonnen an nicht verkauften Lebensmitteln an gemeinnützige Organisationen ab. Aus diesen vielen kleinen und grossen Momenten der gegenseitigen Wertschätzung ist das Vertrauen gewachsen, das der Migros heute entgegengebracht wird. Das ist unser grösstes Geschenk.» Hansueli Siber, 48, leitet das MarketingDepartement des Migros-Genossenschafts-Bundes und ist Mitglied der Generaldirektion.
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«Das kam sicher vor, ja. Aber es ist nicht so, dass ich mich bei dieser Frage an bestimmte Spiele oder Momente erinnere. Als Torhüter lernt man, die Höhen und Tiefen, die das Leben zwischen den Pfosten mit sich bringt, auszublenden. Mal gewinnt man für die Mannschaft ein Spiel, dann verliert man eines. Das ist das Besondere an dieser Position. Man ist Einzelsportler in einem Team. Je schneller man lernt, damit umzugehen und sich nicht auf den Wellen davontragen zu lassen, desto besser. Für einen jungen Goalie können die Emotionen überwältigend sein. Denn Goalies wollen immer helfen, sie wollen sich fürs Team einsetzen, nehmen die Fehler der anderen auf sich. Das haben sie so gelernt, das kommt mit der besonderen Verantwortung dessen, der als Einziger auf dem Platz keine Tore schiessen, sondern sie verhindern soll. Deshalb braucht ein guter Goalie immer auch ein gesundes Mass an Egoismus. Man muss wissen, wann man sich in den Dienst des Kollektivs stellen und wann man nur an sich selbst denken muss. Oder um beim Thema zu bleiben: Wann man genug Geschenke verteilt hat.» Patrick Foletti, 40, ist Torhütertrainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft. Zuvor hütete er während siebzehn Jahren als Profi das Tor von Vereinen wie dem Derby County, den Grasshoppers Zürich und dem FC Luzern.
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Sechzig Ausgaben von Vivai haben wir für Sie, unsere geschätzten Leserinnen und Leser, seit 2009 produziert — und sind im Gegenzug mit unzähligen Briefen und E-Mails, mit lobenden und konstruktiven Worten und einer kontinuierlich grösser werdenden Leserschaft belohnt worden. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich! Dank Ihrer Treue und Zufriedenheit machen wir Vivai mit gleich viel Freude und Leidenschaft wie am ersten Tag. Natürlich bedanken wir uns nicht mit leeren Händen. Getreu dem Dossier-Thema dieser Jubiläumsausgabe möchten wir Ihnen etwas Jubiläums schenken. Wir haben fünf luxuriöse Sachpreise und fünf exklusive ”Machpreise„ für Sie ausgesucht. Und überlassen es Ihnen, ob Sie sich für ein E-Bike, eine Ferienreise oder ein Fitness-Jahresabo entscheiden *oder lieber in den Genuss einer persönlichen Ernährungsberatung kommen, für unsere Rubrik "Wer kauft hier ein?„ ein? ihren Einkauf analysieren lassen oder als Gast unsere Blattkritik bestreiten möchten. Hauptsache, Sie bleiben uns auch in den kommenden fünf Jahren treu — und hoffentlich noch weit darüber hinaus. Wir würden uns freuen! Illustrationen: Hannah Rollings
* Wie Sie an unserem Wettbewerb teilnehmen können, erfahren Sie auf Seite 24.
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Jubiläumswettbewerb
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2
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Mehr als sechzig Fitness-, Wellness- und Aquaparks unterhält die Migros als grösste Anbieterin der Schweiz in diesem Markt. Mit der Intercity-Card öffnen sich Ihnen die Türen sämtlicher Anlagen für ein ganzes Jahr. Inbegriffen sind neben den herkömmlichen Fitnessund Wellnessangeboten auch Besuche in den Bäderwelten, in Saunas und einzelnen Hamams der Migros Fitnessparks, dazu moderne und hocheffiziente KraftAusdauer-Zirkeltrainings mit den Milonoder eGym-Zirkeln. Die Intercity-Card: Ihr Generalabo für mehr Bewegung und Gesundheit! Weitere Infos: www.fitnesspark.ch, www.intercity-card.ch
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Das Sinus B-1 garantiert Fahrspass, Leichtigkeit und Beherrschbarkeit. Dies dank eines von Bosch entwickelten Elektromotors, der mit intelligenter Sensorik für einen angenehmen Anschub bis 25 km/h sorgt. Die Reichweite beträgt gemäss Hersteller je nach Fahrweise 60 bis 145 Kilometer. Offeriert wird das Bike von m-way, dem E-BikeSpezialisten der Migros, der in mittlerweile sechzehn Städten der Schweiz ein breites Spektrum an Elektrofahrzeugen, Infrastrukturlösungen und Mobilitätsservices anbietet. Das Bike muss in einem der Shops abgeholt werden. Weitere Infos: www.m-way.ch
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Preis
Fotografieren, bearbeiten, teilen! Gewinnen Sie ein Multimedia-Set, bestehend aus der Systemkamera Samsung NX mini, einem 7-ZollSamsung-Galaxy-Tab-3 und der Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop Lightroom 3 im Wert von 599 Franken.
Entspannen in der Tiroler Bergwelt! Gewinnen Sie ein Wellness-Weekend für zwei Personen im 4-Sterne-Hotel Bergland im Zentrum von Seefeld in Tirol im Wert von rund 1200 Franken.
Nahe dem malerischen Wildsee, umgeben von der einzigartigen Naturkulisse der Tiroler Bergwelt, liegt das 4-SterneWellnesshotel Bergland. Dank seines luxuriösen Nordic Spa, der köstlichen Energieküche und der allumfassenden Verwöhnkultur des Hauses hat sich das Hotel über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. So hebt es den All-Inclusive-Gedanken auf ein ganz neues Niveau; zur Übernachtung gehört ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, ein Mittagsbuffet, Süssspeisen am Nachmittag und ein 4-Gang-Wahlmenü am Abend – inklusive Getränke. Typisch Tirol eben! Weitere Infos: www.bergland-seefeld.at, www.austria.info Der Gutschein ist ein Jahr gültig und umfasst zwei Übernachtungen für zwei Personen im Doppelzimmer (Basis Verwöhnpension), eine Flasche Champagner im Zimmer und eine Wohlfühlmassage pro Person (30 Minuten).
Als weltweit dünnste und leichteste Kamera mit Wechselobjektiv ist die Samsung NX mini gemacht für Menschen, die gern unterwegs sind. Dank 20,5 Millionen Pixel Sensorauflösung sind gestochen scharfe Bilder garantiert, die mit der auf NFC-Technologie basierenden Photo-Beam-Funktion per Knopfdruck auf kompatible Smartphones und Tablets übertragen werden können. Aus diesem Grund liefert der Preissponsor m-electronics gleich ein 7-Zoll-Samsung-Galaxy-Tab-3 mit, ausserdem die einfach zu bedienende Bildbearbeitungssoftware Photoshop Lightroom 3 von Adobe. Nur die Bilder müssen Sie selbst machen! Weitere Infos: www.melectronics.ch
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Romantik pur in der Sonnenstube Gewinnen Sie ein romantisches Wochenende für zwei Personen im 4-Sterne-Bergspa-Hotel La Val in Brigels GR im Wert von rund 1000 Franken.
Wer im Bergspa-Hotel La Val in Brigels einkehrt, läuft Gefahr, eine der Hauptattraktionen der Region Surselva im Bündner Oberland zu verpassen: die Sonne. Sie scheint hier so oft wie fast nirgends in der Schweiz. Aber man braucht gute Gründe, das Hotel zu verlassen: Neben den 33 geschmackvollen Zimmern und Suiten gibt es eine gemütliche Smokerlounge mit Kamin und Bibliothek, eine Wellnessoase im Landhausstil und ein 500 Quadratmeter grosses Bergspa. Und in der Küche verbindet Chefkoch Rudolf Möller die mediterrane Küche derart virtuos mit dem kulinarischen Erbe der Bündner Bergwelt, dass er vom Gastro-Führer GaultMillau mit 13 Punkten geehrt wurde. Die Sonne gibts quasi gratis dazu. Der Preis beinhaltet zwei Übernachtungen im Wohlfühlzimmer, Frühstücksbuffet, Kaffee und Kuchen, ein Abendessen im Restaurant Miracla und ein Käsefondue in der Stiva Lavalino. Weitere Infos: www.laval.ch
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Jubiläumswettbewerb
Statt Sachen lieber was machen? Sind Sachpreise nicht so Ihr Ding? Dann interessieren Sie sich vielleicht für einen unserer fünf exklusiven «Machpreise». Hier ist Ihr Input gefragt – wir garantieren ein einzigartiges Erlebnis. Preis
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Lernen Sie uns kennen: Interessiert es Sie, wie
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Loben, kritisieren, anregen, verbessern, vergessen, diskutieren – das macht eine Redaktion bei der Blattkritik. Wir laden Sie dazu ein, uns als Blattkritiker die Meinung zu einer Vivai-Ausgabe zu sagen. Was hat Ihnen gefallen? Was nicht? Was können wir verbessern? Wir hören Ihnen gern zu! ein Magazin wie Vivai entsteht – von der Idee bis zum Druck? Und sind Sie neugierig, was für Leute hinter Vivai stehen? Dann statten sie uns einen Redaktionsbesuch ab, inklusive Mittagessen mit den Macherinnen und Machern von Vivai.
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Lassen Sie sich beraten: Möchten Sie wissen, ob Ihre Ernährung gesund und ausgewogen ist? Und erfahren, was Sie ändern oder verbessern könnten? Dann haben wir den richtigen Preis für Sie: Ein Ernährungscoaching bei der Lebensmittel-Ingenieurin und Vivai-Expertin Marianne Botta Diener.
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Nennen Sie uns Ihr Thema: Gibt es ein Thema, über das Sie in Vivai schon lange gern lesen wollten? Wünschen Sie es sich! Der Gewinner dieses Preises darf uns einen inhaltlichen Themenbereich nennen, den wir recherchieren und in Form eines Artikels in einer der folgenden Vivai-Ausgaben veröffentlichen (bei der Wettbewerbsteilnahme bitte Wunschthema angeben!).
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Lassen Sie sich erraten: Die Rubrik «Wer kauft
hier ein?» erfreut sich bei unserer Leserschaft besonderer Beliebtheit. Wenn Dr. Robert Sempach präzise beobachtet und scharfsinnig analysiert, steigt die Spannung. Glauben Sie, für den Experten eine harte Nuss zu sein? Dann bewerben Sie sich. Einkaufen dürfen Sie selbstverständlich gratis.
Und so machen Sie mit:
Beantworten Sie die Wettbewerbsfrage, und teilen Sie uns die Antwort gemeinsam mit Ihrem Wunschpreis (Nummer 1 bis 10 angeben) via Telefon, SMS oder per Post mit. Aber Achtung! Sie können sich pro Teilnahme nur für einen Preis entscheiden. Fehlt die entsprechende Angabe, nehmen Sie nach dem Zufallsprinzip an einer der zehn Preisverlosungen teil. Die Wettbewerbsfrage: Welches Schweizer Unternehmen gibt seit 5 Jahren das Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin Vivai heraus? Ihre Antwort per Telefon:
Wählen Sie die die Nummer 0901 591 986 (CHF 1.–/Anruf vom Festnetz), folgen Sie den Anweisungen und sprechen Sie das Lösungswort, Ihren Namen und Ihre Adresse aufs Band. Ihre Antwort per SMS:
Senden Sie das Wort «Jubiläum» an die Nummer 920 (CHF 1.–/ SMS), gefolgt vom Lösungswort, der Nummer Ihres Wunschpreises, Ihrem Namen und Ihrer Adresse. Ihre Antwort per Post:
Senden Sie uns eine Postkarte (A-Post) mit dem Lösungswort, der Nummer Ihres Wunschpreises, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an: Verlag Vivai, Jubiläum, Postfach, 8074 Zürich. Teilnahmeschluss: 19. Oktober 2014
(Teilnahmebedingungen siehe Seite 56)
Š 2014 The Coca-Cola Company. Coca-Cola, the Contour Bottle and the Dynamic Ribbon Device are registered trademarks of The Coca-Cola Company.
Teilen ist Freude. 1-Liter-Flasche
Rezept: Janine Neininger
Foto: Martin Hemmi Illustrationen: Hannah Rollings
Zu einem Geburtstag gehört die passende Torte. Wir finden, dass es für Vivai eine Bauch-Beine-Po-schonende leichte sein muss. Janine Neininger, Rezeptautorin des Kochmagazins «Saisonküche», hat ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und zugleich die Kalorien im Auge behalten. Herausgekommen ist die Brombeer-Kokos-Torte, die pro Stück nur 260 kcal hat und im doppelten Sinne eine leichte ist. Sie ist nämlich einfach nachzumachen. Probieren Sie es selbst!
Die U-300 -Torte
Schenken macht Freude
Backofen auf 180 °C vorheizen. Springformboden mit Backpapier auslegen. Rand mit Butter bestreichen und mit Mehl bestäuben. Eier und Zucker mit dem Handrührgerät aufschlagen, bis eine helle, feste Masse entsteht
Zutaten und Zubereitung (ca. 10 Stück) Für 1 Springfrom von 18 cm Durchmesser Butter und Mehl für die Form, 3 Eier, 90 g Rohrzucker, 70 g helles Ur-Dinkel-Mehl, 50 g Kokosraspel; Füllung: 300 g Brombeeren, 50 g Rohrzucker, 2 EL Limettensaft, 0,5 dl Wasser, 16 g Agar-Agar, 300 g Joghurt nature, 1 dl Halbrahm; Überzug und Dekoration: 240 g Kokosmilch aus der Dose, eiskalt, nur der feste Teil, 30 g Magerquark, 2 Beutel Rahmhalter, 1 Beutel Vanillezucker, ca. 25 g Kokosraspel, 60 g Brombeeren.
und sich das Volumen fast verdoppelt hat. Mehl und Kokosraspel portionenweise unter die Ei-Zucker-Masse mischen. Teig in die Form füllen und glatt streichen. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen. Herausnehmen. Springformrand lösen. Biskuit auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen. Für die Füllung Brombeeren mit Zucker, Saft und Wasser fein pürieren. Durch ein feines Sieb in eine Pfanne streichen. Mit Agar-Agar aufkochen. 2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Pfanne vom Herd nehmen. Brombeerpüree etwas abkühlen lassen. Mit Joghurt verrühren. Wenn die Masse beginnt, fest zu werden, Rahm steif schlagen und darunterheben. Biskuit waagrecht dritteln. Eine Lage Biskuit als Boden in die geschlossene Spring-
Zubereitung ca. 45 Minuten + ca. 30 Minuten backen + ca. 6 Stunden kühl stellen + auskühlen lassen. Pro Stück ca. 7 g Eiweiss, 15 g Fett, 25 g Kohlenhydrate, 1100 kJ / 260 kcal. ●
form legen. Die Hälfte der Füllung darauf verteilen. Zweite Biskuitlage darauflegen. Restliche Füllung daraufgeben. Letzte Biskuitlage darauflegen und gleichmässig festdrücken. Mindestens 6 Stunden kühl stellen. Für den Überzug Kokosmilch mit einem Handrührgerät steif schlagen. Quark, Rahmhalter und Vanillezucker beigeben und weiter schlagen, bis die Masse fest wird. Springformrand lösen und entfernen. Torte mithilfe eines Spachtels vollständig mit Überzug ummanteln. Torte mit Kokosraspeln bestreuen und mit den Brombeeren dekorieren.
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FERIEN IM ALLGäU
Das Allgäu in Bayern Eine Ferienregion voller Naturerlebnisse, bodenständiger Ursprünglichkeit und warmherziger Gastfreundschaft. Nordöstlich an den Bodensee grenzend, ist das Allgäu eine Ferienregion par excellence für Naturliebhaber, Familien, Wellnessgäste und Freizeitsportler – seien es Wanderer, Golfer oder Velofahrer. Ländliche Idylle, beschauliche Bergwelt, urige Dörfer, grasende Kühe, einsame Sennalpen und satte Wiesen vor einem faszinierenden Gebirgspanorama prägen das Allgäu-Bild. Verträumte Bergdörfer, wo die Zeit stillzustehen scheint. Mittel-
alterliche Städte zum Shoppen und Flanieren. Burgen, Schlösser und eine kulturelle Szene mit einem belebenden Mix aus Klassik, zeitgeistigen Events und bodenständigem Brauchtum. Die Seen, so klar, so blau, so rein, dass man dem Sprung hinein nicht widerstehen kann. Die Natur, so sanft, so hügelig, so grün, wie es gemalt nicht schöner sein kann. Die Hotels und Gaststätten so persönlich und herzlich, dass man sich
Mindelheim München Memmingen
Li nd au Friedrichshafen Bodensee
Rheineck
Kaufbeuren Kempten Marktoberdorf
Oberstaufen Lindau
Zürich
Bad Wörishofen
Bad Grönenbach
Isny
Scheidegg Ofterschwang Bregenz Bolsterlang Obermaiselstein
Immenstadt Sonthofen Fischen
Balderschwang Kleinwalsertal
Oberstdorf
spielplatz Natur: Hier steht die längste Sommerrodelbahn Deutschlands, der grösste Kletterwald Bayerns und der Naturpark «Nagelfluhkette» mit Bergen, Alpen und Badeseen zum Austoben. Herzlich Willkommen im Allgäu – Wir freuen uns auf Sie!
Anreiseinformationen
Ulm/Stuttgart
Bad Wurzach
rundum verwöhnt fühlt und wiederkommen will. Die Qualität der Betriebe geprüft und auf höchstem Niveau – jedoch zu fairen Preisen. Wellness gehörte hier schon zum Standard vieler Hotels, als es den Begriff noch gar nicht gab und Ihre Gesundheit fördern wir mit traditionsreichen Therapien, die in Verbindung mit neuesten Erkenntnissen Ihre ganze Wirkung entfalten. Das familienfreundliche Allgäu lockt mit dem Abenteuer-
Pfronten Bad Hindelang Tannheimer Tal
Füssen
Anreise mit der Bahn
Anreise mit dem Auto
Ab Zürich, Winterthur und St. Gallen fahren Sie viermal täglich direkt und bequem mit dem EuroCity ins Allgäu: dreimal nach Memmingen und einmal nach Kempten und Immenstadt. Dort haben Sie jeweils Anschlussverbindungen in die schönsten Allgäuer Ferienorte. Mit dem Halbtax und GA erhalten Sie 25% Rabatt auf den österreichischen und deutschen Strecken, Kinder unter 16 Jahren fahren mit einem Eltern- oder Grosselternteil kostenlos mit. Ihr Gepäck können Sie von jedem größeren Schweizer Bahnhof direkt in Ihr Allgäuer Hotel schicken lassen. Weitere Infos: www.sbb.ch/deutschland
Via St.Gallen oder Rheintalautobahn nach Bregenz und dann A96 nach Memmingen und A7 nach Füssen. Oder Via Dornbirn B200 nach Hittisau (A) über den Riedbergpass oder via Oberstaufen nach Immenstadt. Service-Hotline +49 (0) 8323 8025 930 www.allgaeu.de/ferien Allgäu GmbH | Allgäuer Straße 1 | D-87435 Kempten
Große Lust auf Wellness, Wandern und Genuss
Traumhaft schöner Urlaub im bayerischen Allgäu
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SCHÜLE’S
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Lindner Parkhotel & Spa
FeinGeist trifft ZeitGeist – in alpinen Höhen. Runterkommen. Auf 1.000 Meter. Ankommen. Den Körper beruhigen. Die Seele befreien. Hoch kommen. Bei AlpYURVEDA und AlpinerUrkraft. Weiter kommen. Oder ganz einfach: Heimkommen.
Vor herrlichem Alpenpanorama direkt am Staufenpark gelegen und nur wenige Spazierminuten vom Oberstaufener Ortskern entfernt erwartet Sie ein stilvolles modernes Design, Allgäuer Gemütlichkeit und Gastfreundschaft auf höchstem Niveau.
HerbstZeit. Zeit zum Ich sein. Zum ganz bei sich sein. In SCHÜLE’S Gesundheitsresort & SPA erwarten Sie Wellness-Träume im 2.600m² großen SPA, Wohlfühlräume wie die stilvollen Zimmer oder die Zeitlos Lounge und Naturgenuss in der Alpenlandschaft um Oberstdorf.
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Tannheimer Tal Es ist die beste Zeit für Wandertouren – im Herbst verwandelt sich das Tannheimer Tal in eine stimmungsvolle Landschaft voller warmer Farben. Rund 300 Kilometer Wanderwege auf drei Etagen bietet das auf 1.100 Metern gelegene Hochtal - insgesamt. Das Wanderparadies hält für jeden Gast, ob Genusswanderer oder erfahrener Alpinist, eine persönliche Traumtour bereit. Das ungewöhnlich vielseitige Tourismusverband Tannheimer Tal
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Vilsalpseestraße 1
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Angebot lässt sich am besten mit „Wandern auf drei Etagen“ beschreiben. In dieser Jahreszeit sind die Höhenwanderungen mit ihren herbstlichen Farbenspielen auf dem Füssener Jöchle oder dem Neunerköpfle besonders reizvoll. Oben warten herrliche Panoramawege, die dank des Seilbahnbetriebs bis Anfang November genutzt werden können. Unten gibt es die romantischen Strecken von Dorf zu Dorf und entlang
A-6675 Tannheim
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Fax +43 (0) 5675 6220-60
der malerischen Ufer vom Halden- und Vilsalpsee. Ganz oben warten außerdem noch grandiose Klettersteige und Gipfeltouren auf Alpinisten sowie Freizeitsportler. Für eine perfekte Vorbereitung sorgen der Online-Routenplaner und die Tannheimer Tal App.
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Sonnenalp Resort
So ernähren sich die Experten
Die fünf goldenen Essregeln Den Leuten Broccoli predigen und heimlich Donuts naschen? Nein, so inkonsequent sind unsere Ernährungsexperten nicht. Sie plädieren durchaus für den Genuss. Die beste Regel sei die, für die man eine Ausnahme macht. Und das Gute an ihren fünf Ernährungstipps: Sie lassen sich einfach im Alltag umsetzen. Text: Marianne Botta Diener und David Fäh Fotos: Marion Nitsch
Marianne Botta Diener: Isst bewusst abwechslungsreich
1. Nicht für zwei essen
Oft werde ich gefragt, warum ich als Mutter von acht Kindern nicht über gewichtig sei. Meine Antwort lautet: Ich habe nie für zwei gefuttert und bei keiner Schwangerschaft mehr als zwölf Kilo zu genommen. Der Mehrbedarf im letzten Drittel der Schwangerschaft beträgt nur 200 bis 300 kcal pro Tag, das entspricht zwei Bananen oder einem NatureJoghurt. Deshalb sind nach den Geburten nie vie le Kilos zurückgeblieben. Sie verschwan den dank Stillen (verbraucht täglich rund 600 Kalorien!) immer bis zum ersten Ge burtstag des Kindes. Ich habe mich dabei nicht unter Druck gesetzt, sofort wieder auszusehen wie vor der Schwangerschaft. Wer nicht stillt, sollte nach der Geburt wieder weniger essen als während der Schwangerschaft. Ich habe auch jede Mög lichkeit genutzt, mich kurz hinzulegen und zu entspannen, der Haushalt musste warten. Sowohl Schlafmangel als auch Stresshormone führen nämlich zu einem gesteigerten Appetit. 30
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2. Bei mir gehts bunt zu
Ich achte täglich darauf, Gemüse, Salate und Früchte in möglichst vielen verschie denen Farben zu kombinieren. Das sieht an einem Tag beispielsweise so aus: oran ge Karotten, gelbe Äpfel, grüner Salat, violette Brombeeren, weisser Fenchel. Die Buntheit auf dem Teller gilt auch fürs Würzen: Ich würze möglichst farbig mit Kräutern, Zwiebeln und Knoblauch, aber auch mit Kurkuma, Paprika, Curry. So nehme ich eine Vielzahl unterschied licher bioaktiver Substanzen wie Farb, Geschmacks und Duftstoffe auf. Sie schützen die Körperzellen und senken das Risiko von Krebs oder HerzKreis laufErkrankungen und Diabetes. Saiso nale, ausgereifte und regional verfügbare Gemüse und Früchte sind reicher an bioaktiven Substanzen als unreif geern tete oder künstlich nachgereifte. 3. Ich kaufe tierische Lebensmittel in Bioqualität
Auch wenn es teurer ist, entscheide ich mich bei den tierischen Lebensmitteln für bio. Wenn Rinder häufig draussen auf der Weide sein können und verschiedene Gräser fressen anstatt Kraftfutter und Maissilage, sind ihr Fleisch und ihre Milch gesünder. Sie enthalten mehr fett lösliche Vitamine (A und E), mehr lebens notwendige Omega3Fettsäuren und mehr
konjugierte Linolsäuren (CLA). Letztere wirken entzündungshemmend und schüt zen vor Krebs und Übergewicht. Am bes ten ist die Fettsäurezusammensetzung im Sommer, wenn die Tiere auf den Alpen wei den können. Auch Biogeflügel und -eier liefern qualitativ bessere Inhaltsstoffe. 4. Fette ja, aber die guten!
Um fettreduzierte Lebensmittel mache ich einen Bogen. Sie schmecken mir ein fach nicht. Wichtig zu wissen: Die rich tigen Fette machen nicht krank. So fand die Nurses’ Health Study beim Untersuch von rund 80 000 Krankenschwestern kei nerlei Zusammenhang zwischen Herz infarkt und Fettverzehr. Und die Dänen haben in Europa mit rund 42 Prozent Fett den höchsten Fettanteil in der Kost, gehö ren aber gleichzeitig zu den schlankesten Völkern. Fische wie Hering, Lachs, Ma krele sind herz und gefässschützend. Dies wird auf ihren Gehalt an hoch unge sättigten Omega3Fettsäuren zurückge führt. Vorstufen dieser Fettsäuren finden sich in Rapsöl, Leinöl, Hanföl und Nüs sen. Einfach ungesättigte Fettsäuren in Oliven, Raps oder Erdnussöl verbessern Fett und Zuckerwerte. Ich esse auch Bio butter und rahm. Milchfett ist Studien zufolge ebenfalls nicht ungesund. Zum Braten benutze ich Kokosöl, weil es leicht verdaulich ist und einen positiven Ein fluss auf den Cholesterinspiegel hat.
© Styling: Regula Wilson, Hair und Make-up: Nicola Fischer / Stylecouncil
Bei acht Kindern braucht es Disziplin und einen klaren Kopf bei der Ernährung. Marianne Botta hat beides.
Humor schadet auch beim Essen nicht. David Fäh ist fürs Regelnbrechen.
5. Ich verdiene mir den Kuchen durch Bewegung
David Fäh: Isst
Wenn ich den ganzen Tag an Sitzungen bin, esse ich viel Gemüse und Salat mit etwas Käse, Fleisch oder mit einem Ei. An diesen Tagen allerdings kein Brot, keine Pasta und keine Süssigkeiten. Die kohlenhydratbetonte Ernährung, die in Industrienationen üblich ist, war früher kein Problem, als die Menschen viel zu Fuss gingen und körperlich hart arbeiten mussten. Grössere Mengen an Kohlenhydraten (über 20 g pro Mahlzeit) benötigt mein Körper jedoch nur, wenn meine Muskeln etwas leisten. Brot, Kuchen, Spaghetti oder Pizza gönne ich mir deshalb nur an Tagen, an denen ich jogge oder mich sonst viel bewege.
den nichts
bewusst einige Stun-
1. Ich halte mich nicht (stur) an Regeln
Ratschläge erteilen und sich selber nicht daran halten? Ja, zumindest nicht an alle und vor allem: nicht andauernd. Ich verstehe Ernährungsempfehlungen als Inspiration. Macht eine für mich Sinn und kann ich sie in meinen Alltag integrieren, setze ich sie um – meistens jedenfalls. Regeln können nicht für alle gleichermassen gelten. Wir sind individuell, deshalb sollten wir Regeln nicht den Signalen unseres Körper überordnen. Schliesslich
verändern sich bei vielen auch die Verdauung und andere Funktionen mit der Zeit. Beruhigend ist, dass viele Ernährungsempfehlungen wissenschaftlich auf wackligen Füssen stehen und nicht selten revidiert werden. Was im Internet oder auf dem Papier steht, ist also nicht in Stein gemeisselt. Manchmal breche ich Regeln auch bewusst. Dann fröne ich dem Genuss. Damit lässt sich eine gesunde Disziplin besser aushalten. Wer sich zu sehr vom Gedanken antreiben lässt, immer gesund essen zu müssen, tut sich keinen Gefallen. Ein solches Verhalten hat Diätcharakter. Und das ist oft schädlicher, als sich an gar keine Regeln zu halten. 2. Jeden Tag Nüsse naschen
Ich geniesse fast jeden Tag eine Handvoll Nüsse. Meist im Rahmen einer Mahlzeit. Vivai 5/14
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So ernähren sich die Experten
reserven in Leber und Muskeln und sorgt dafür, dass der Spiegel wieder steigt. Und siehe da: Der Hunger ist weg – von allein. 4. Ich trinke keine Kalorien Bei Marianne Botta Diener gehts bunt zu: dank Kindern und Farben beim Essen.
David Fäh hat immer Nüsse zur Hand und schält sie gern selber.
3. Ich verzichte auf Zwischenmahlzeiten
Durch die kalorienfreien fünf Stunden kann ich Reserven, die mein Körper bei meiner letzten Mahlzeit aufgebaut hat, wieder abbauen. Das passiert langsam, weil ich mich bei meiner Arbeit nur wenig bewege. Bei meinen Urgrosseltern war das noch anders. Sie standen schon um fünf Uhr früh im Stall und verrichteten harte körperliche Arbeit. Der Hunger liess nicht lange auf sich warten, und bereits um neun war Nachschub fällig. Znüni und Zvieri waren damals sinnvoll und nötig. Sesselhockern wie mir können Mahlzeiten und zuckerhaltige Getränke, zwischendurch genossen, aber zusetzen. Sie erhöhen den Insulinspiegel, was den Abbau der Reserven blockiert. Damit ge-
langen mehr Kalorien in den Endspeicher, also die Speckpolster, und auch die Blutzucker-, Blutfett- und Blutdruckwerte können sich verschlechtern. Fünf Stunden können lange sein. Manchmal spüre ich, wie der Hunger kommt. Meist vergeht er aber von selbst wieder. Sensoren im Körper merken, wenn mein Blutzuckerspiegel sinkt, und bringen den Gegenspieler des Insulins aufs Parkett. Das Hormon Glukagon mobilisiert die Zucker-
Wenn ich Durst spüre, versuche ich, diesen zu stillen, ohne Kalorien zu mir zu nehmen. Wasser ist optimal, weil es in der Schweiz günstig und überall in Topqualität aus dem Hahnen kommt. Klar trinke ich auch mal Wein, Bier, einen Saft oder ein Süssgetränk. Ich tue dies aber aus Genuss und nicht, um den Durst zu löschen. Ich benutze dazu schmale hohe Gläser, die mehr Inhalt vorgaukeln. Für Wasser nehme ich solche mit grossem Durchmesser, die doppelt so viel fassen. Wenn mir danach ist, kühle ich das Wasser mit Eiswürfeln oder ich versetze es mit einigen Spritzern frischem Zitronen- oder Limettensaft oder mit Minzeblättern. 5. Ich esse langsam
Ich reserviere mir mindestens eine halbe Stunde für eine Mahlzeit. Am liebsten esse ich in Gemeinschaft. Langsam essen hilft, mit weniger Kalorien satt zu werden. Es braucht seine Zeit, bis die Sättigungssignale, die in Mund, Magen und Darm entstehen, im Gehirn ankommen und dort verarbeitet werden. Wer hastig isst, gibt diesen keine Möglichkeit, rechtzeitig «Stopp, ich bin satt» zu melden. ●
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gratuliert zum
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-jährigen Erfolg
© iStockphoto
Sie passen prima zu einem gemischten Salat oder ins Birchermüesli oder einfach so zum Znacht. Nüsse haben es faustdick hinter der Schale. Sie enthalten neben Eiweiss, Vitaminen und Mineralstoffen auch wertvolle Fettsäuren. Obwohl sie zur Hälfte aus Fett bestehen, gelten sie nicht als Dickmacher – im Gegenteil. Ich kaufe Nüsse am liebsten möglichst naturbelassen, also mit Schale. Durch das Schälen esse ich sie langsamer, und ich mag den Geschmack der Haut darunter. Dadurch komme ich erst noch zu einer Extraportion Nahrungsfasern.
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Bitterstoffe
Ein bisschen bitter … Jetzt nicht gleich den Mund verziehen: Was bitter schmeckt, kann positive Effekte auf den Organismus haben. So schützen bestimmte Bitterstoffe die Körperzellen oder helfen bei der Fettverbrennung. Noch mehr Gründe, öfter die bittere Variante zu wählen. Text: Marianne Botta Diener
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anz schön bitter diese Zahl: Es soll mehr als 550 bitter schmeckende Stoffe geben, zumindest wurden so viele bereits identifiziert, wahrscheinlich sind es aber Tausende. Die meisten Menschen verziehen erst mal den Mund, wenn es bitter schmeckt. «Genauso wie die Vorliebe für süss angeboren ist, besteht die Ablehnung für den bitteren Geschmack bereits bei der Geburt», erklärt Christine Brombach, Ernährungswissenschaftlerin am Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation in Wädenswil. Das ist auch gut so. Denn dieser Abwehrreflex ist vor allem eine Art Schutzmechanismus hinsichtlich Vergiftungen. Denn ein bitterer Geschmack kann auf unreife, verdorbene und gar giftige Lebensmittel hindeuten. Übermässig bitter schmeckende Kürbisse und Zucchetti etwa können uns schaden, und bitter schmeckende Fette und Öle deuten auf deren ranzig gewordene Fettsäuren hin. Eine sinnvolle Warnung also – aber eben nicht nur. Denn bitter kann auch gesund bedeuten. «Viele Bitterstoffe sind sogenannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe mit gesundheitsfördernder Wirkung», sagt der Ernährungswissenschaftler David Fäh von der Universität Zürich. Sie werden von der Pflanze unter anderem gebildet, damit sie den Tieren nicht schmecken und deshalb nicht gefressen werden. Was den Pflanzen nützt, tut auch der menschlichen Gesundheit gut. Bitter schmeckende Terpene und Carotinoide in 34
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Die Mütter haben eben doch recht: Spinat ist gesund.
Tomaten, Karotten, Süsskartoffeln und Spinat wirken antioxidativ und schützen die Körperzellen. Ebenfalls bitter schmeckende Polyphenole wie das Resveratrol in Rotwein oder Erdnüssen können Tumore am Wachstum hindern und beugen Entzündungen vor. Andere Bitterstoffe in Gemüse- und Salatsorten wie Chicorée, Endivie, Rucola, Löwenzahn oder Radicchio, aber auch in Grün- und Schwarztee, regen den Appetit an und beugen Übelkeit vor. Eine bekannte Bittere ist die Artischocke. Sie wirkt dank dem bitteren Cynarin wohltuend auf Magen, Galle und Leber. Der aus den Wurzeln und Stielen der Artischocke gewonnene Stoff stand übrigens Pate für den Bitteraperitif Cynar. Auch bei der Grapefruit zieht es so manchem die Gesichtsmuskulatur zusammen. Positiv jedoch, denn der Bitterstoff Naringin
in Grapefruits senkt den Cholesterinspiegel, schützt die Zellen und verbessert ihre Insulinempfindlichkeit. Allerdings kann Grapefruitsaft auch die Wirkung von Medikamenten verändern. «Wenn man Medikamente wie Beruhigungsmittel, Herzmedikamente oder Cholesterinsenker einnimmt, sollte man nicht grössere Mengen von Grapefruitsaft trinken», rät David Fäh. Spannend ist ein weiterer Effekt der Bitterstoffe. Sie könnten, so erste Resultate von neuen Studien, im Magen zur Ausschüttung des Sättigungshormons Ghrelin führen. Demzufolge verweilen bittere Speisen länger im Magen. Das heisst auch: Sie machen länger satt und leisten damit einen kleinen Beitrag zum Erhalt der schlanken Linie. Olivenöl sättigt ebenfalls länger, weil es bittere Polyphenole enthält. «Ein Olivenöl, das scharf und bitter schmeckt, kann die Wärmeproduktion beim Verdauen ankurbeln, was einen Teil der darin enthaltenen Kalorien wieder verbrennt», so Fäh. Allerdings nützen diese gesundheitlichen Vorteile nichts, wenn man Bitteres nicht mag. Meistens ändert sich das allerdings mit zunehmendem Alter. Die Geschmackszellen auf der Zunge werden immer weniger, dadurch werden leicht bittere Stoffe gar nicht mehr so stark als solche wahrgenommen und somit eher toleriert. Irgendwann im Laufe des Lebens verstehen wir also, dass auch Bitteres positive Effekte haben kann. l
Mit Chicorée lässt sich vieles zaubern. Auch ein gesunder Apéro-Dipp.
In Grapefruit steckt der Bitterstoff Naringin, er gilt als zellschützend.
© GettyImages, iStockphoto, Fotolia (Montage: Vivai)
Artischocken tun Leber und Galle gut.
Rucolasalat mit Parmesan ist ein Klassiker und gesund obendrein.
Löwenzahn kann man als Salat, aber auch als Suppe zubereiten. Greifen Sie nicht immer zum Kopfsalat, sondern auch mal zur Endivie.
Radicchio kann man vielen Salatgerichten beimischen.
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Die Spezialistin rätselt …
Alles andere als zufällig Warum wir die Laufbandanalyse für einmal unserer Ernährungsspezialistin Marianne Botta Diener aufgetragen haben, erfahren Sie auf der nächsten Seite. Hier lesen Sie, wer ihrer Meinung nach eingekauft hat. Fotos: Nik Hunger
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ein neunjähriger Sohn fragt: «Kannst du was gewinnen, wenn du richtig tippst?» Seine vierzehnjährige Schwester meint: «So würden Grossmami und Grosspapi einkaufen. Oder du, wenn du etwas mehr Geld und weniger Kinder hättest.» Ja, stimmt, meine Eltern und ich würden das alles auch gern essen. «Das ist sicher keine Studenten-WG», sagt der achtzehnjährige Sohn. Da wären die Mengen grösser 36
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und die eingekauften Lebensmittel billiger. Tatsächlich scheint die einkaufende Person nicht auf den Geldbeutel achten zu müssen. Fast alles Bioprodukte, die mit Schokolade umhüllten Macadamianüsse von Migros Sélection, Bündnerfleisch, Lachs, Pouletfilets, Baumnussöl – all diese Produkte kauft keine Familie, die ein Budget einhalten muss. Die einkaufende Person ist gesundheitsbewusst, und sie weiss Bescheid
über gesunde Ernährung. Ich schätze, sie ist gebildet. Auch das Thema Nachhaltigkeit ist ihr wichtig. Der Anteil an (Bio-) Gemüse, Obst und Salat ist hoch. Die gekauften Öle sind hochwertig und gesund. Die Milchprodukte sind regional und saisonal. Und das Laufband verrät noch mehr. Die meisten Mengen deuten auf einen Zweipersonenhaushalt hin. Vielleicht ein Ehepaar. Ob beide berufstätig sind? Zeit zum Kochen ist jedenfalls vor-
© Marion Nitsch
Eingekauft wurde in der Migros am Limmatplatz in Zürich.
handen. Also arbeiten wohl nicht beide Vollzeit. Meine neunzehnjährige Tochter meint, die Person müsse ihr Kochhandwerk verstehen. Sie selbst wäre kaum in der Lage, den Krautstiel und die Hirse richtig zuzubereiten. Was es wohl zu essen gibt? Vielleicht ein Safran-ChampignonHirsotto, einen Krautstiel-Käse-Gratin und ein Aprikosenkompott mit M-Dessert. Mein Blick wandert zu den Tortellini. Die passen nicht dazu, ebenso wenig der Beutel mit vorgewaschenem Salat. Vielleicht kocht die Person nur dann aufwendig, wenn weitere Leute am Tisch sitzen, und greift, wenn sie allein essen muss, auf Halbfertigprodukte zurück. Wohnen Kinder im Haushalt? Eher nein. Diese mögen meist weder Krautstiel noch Hirse besonders gern. Ingwer ist scharf, Safran speziell, der Ziegenkäse ebenfalls. Für Kinder würden Eltern eher Tilsiter oder Luzerner Rahmkäse kaufen. Auch die mit dunkler Schokolade überzo-
„Kinder? Eher
nein. Eltern würden Tilsiter statt Ziegenkäse kaufen.
„
Die Ernährungsspezialistin Marianne Botta Diener ist diplomierte Lebensmittelingenieurin und Fachlehrerin ETH. In dieser Ausgabe vertritt die achtfache Mutter unseren gewohnten Einkaufsanalysten Dr. Robert Sempach.
genen Macadamianüsse passen nicht zu Kindern. Sie liefern zellschützende Polyphenole und wertvolle Fettsäuren. So sieht gesundes, wohlüberlegtes Naschen aus. Vielleicht sind die Kinder auch bereits erwachsen und ausgeflogen und kommen gelegentlich heim, auch, um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen? Etwa mit den Pouletfilets, die für vier Personen reichen. Kommen wir zur entscheidenden Frage: Eine Frau oder ein Mann? Gemäss Studien essen Männer weniger Gemüse, Salat und Obst und würden eher ein Rindssteak oder Schweinefleisch kaufen als Pouletfilets. Und sie interessieren sich weniger für gesunde Ernährung. Also ich lege mich fest: eine Frau. Frauen schaffen es eben, gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und Genuss zu verbinden. Diese Frau weiss wohl einfach, was ihr guttut und was nicht – und kauft dementsprechend ein. Wer wars? Zur Auflösung umblättern. Vivai 5/14
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Die Auflösung Eingekauft hat unser treuer Laufbandanalyst höchstpersönlich: Dr. Robert Sempach. Der Ernährungspsychologe lebt mit seiner Frau und zwei Kindern am Stadtrand von Zürich.
ine Frau vermutet Frau Botta hinter meinem Einkauf? Das ehrt mich! Als emanzipierter Mann kann ich mir jedenfalls kein schmeichelhafteres Kompliment vorstellen! Das Lob gebe ich gern an meine Stellvertreterin zurück, sie ist mir in vielen Punkten gut auf die Schliche gekommen. Als Spezialist für Ernährung achte ich natürlich genau auf die Lebensmittel, die ich kaufe, und ich spare lieber in anderen Bereichen des Alltags. Auch vom Kochen verstehe ich einiges, obschon ich es erst gelernt und Freude daran gefunden habe, als die Kinder auf der Welt waren. A propos Kinder: Hier liegt Frau Botta Diener falsch. Wir sind eine Familie, unsere Söhne sind zwischen fünfzehn und zwanzig Jahren alt, zwei von ihnen wohnen noch zu Hause und essen mit. Nicht nur das: Bei uns sind die Familienmitglieder im Turnus für das gemeinsame Nachtessen zuständig, und zwar von Einkauf bis Abwasch. Vielleicht hat das zusätzlich verwirrt: Einige Dinge, etwa die Tortellini oder den Salat, habe ich als schnelle Mahlzeit für einzelne Familienmitglieder gekauft, anderes, etwa die Pouletfilets, waren fürs grosse Znacht. Gefreut habe ich mich über das Prädikat «gesundes, wohlüberlegtes Naschen». Genuss, das weiss auch Frau Botta Diener, hängt bekanntlich von der Qualität, nicht von der Menge ab. Aufgezeichnet von Lukas Hadorn.
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© Susan Hassmann
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Der macht Dampf Aus den Augen, aus dem Sinn. Bis die Mikrowelle bimmelt. Der Topline Duo Steamer ist das perfekte Küchengerät für junge Familienväter und andere unfreiwillige Multitasker. Text: Lukas Hadorn Foto: Yves Roth
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ür kleine Kinder zu kochen, gehört zu den undankbaren Dingen im Leben. Kaum stellt man sich an den Herd, um das physische Überleben der Knirpse zu sichern, beginnen diese in Steckdosen rumzustochern, Schränke zu verwüsten und Badezimmer zu fluten. All dies vorzugsweise im peripheren Sichtfeld des mit Tellern und Töpfen hantierenden Elternteils, im Bereich des theoretisch Vermeidbaren also, was die Situation nur noch nervenaufreibender macht. Bald pendelt man zwischen rauchenden Pfannen und überschwappenden Badewannen, löscht Brände und verhindert Brüche und ertappt sich schamvoll beim Gedanken, die Ernährungspflicht für die kleinen Amokläufer vollumfänglich an Ronald McDonald abzutreten. Macht man dann natürlich nicht. Im Gegenteil. Man liest in schlauen Elternmagazinen nach, wie Kinder in die Beschaffung und Zubereitung von stofflich, geschmacklich und optisch vielfältigen Menüs einzubeziehen sind, und schaut fortan aus zusammengekniffenen Augen dabei zu, wie sich die Jungköche ihre Fingerkuppen in den Sugo säbeln, während man selbst in sicherer Distanz im Spaghettiwasser rührt. Und man wird pragmatisch (um nicht zu sagen: faul). Bei mir zumindest war das so. Die Spätzli kaufte ich im Beutel, den Salat schon geschnitten, die Sauce 40
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Zack, zack! So funktionierts Unten Flüssigkeit, oben gewaschenes, geschnittenes Gemüse. So einfach funktioniert Dampfgaren mit dem Topline Duo Steamer. In acht Minuten sind die Zucchini gar, zehn Minuten brauchen die Blumenkohlröschen. Auch Kartoffeln, Reis oder Fisch lassen sich so in der Mikrowelle zubereiten. Dank der schonenden Garmethode bleiben Nährstoffe erhalten, auf die Zugabe von Fett kann verzichtet werden. Wenn es das Ding noch nicht gäbe – man müsste es erfinden!
fertig angerührt. Das ist eines modernen Mannes unwürdig, ich weiss, schliesslich zaubert manch ein Standesgenosse auch schon mal ein vollwertiges Hirsotto auf den Tisch, getoppt von einigen Okras und etwas Distelgemüse aus dem eigenen Gemeinschaftsgarten. Ich habe da meine Grenzen. Je mehr Arbeitsschritte sich
ohne fundamentale Leistungseinbusse einsparen lassen, desto besser. Der Topline Duo Steamer kam mir da gerade recht. Aus den schlauen Elternmagazinen wusste ich, dass Gemüse auf die Teller der Jungmannschaft gehört, und das nicht etwa in Form von Spinatküchlein und Frühlingsrollen. Sondern schonend zubereitet, im Wasserdampf, ohne Öl und Salz. Der Steamer kann genau das. Und zwar in der Mikrowelle. Womit der gestresste Jungvater eine Kochplatte, eine Pfanne, diverses Kochbesteck und unzählige Nerven spart. Das Gemüse muss nurmehr gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten werden, den Rest erledigt die moderne Technik. A propos: Vor dem Topline Duo Steamer fristete die Mikrowelle in unserem Haushalt ein tristes Dasein. Meist stand sie stumm und dunkel in der Ecke, ihr glockenhelles Bimmeln ertönte nur in den seltenen Fällen, in denen wir sie mit einem Popcorn-Beutel oder einem Kirschstein-Säckli fütterten. Eine unwürdige Existenz, wenn man sich den wissenschaftlichen Fortschritt vor Augen führt, der in ihre Entwicklung geflossen ist. Wie ein Auto, in das man sich nur reinsetzt, um im Radio die Nachrichten zu hören. Heute ist das anders. Die Mikrowelle ist Teil eines funktionierenden Haushalts. Sie sorgt für den Dampf, wir machen den Rest. ●
„Man wird
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pragmatisch, um nicht zu sagen: faul.„
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Konserven
Die faire Dosis Als erste Detailh채ndlerin weltweit bietet die Migros Konserven mit Fair-Trade-Produkten an. Besuch bei Bauern und Verarbeitern in Peru. Text: Monica Glisenti Fotos: Daniel Grieser
Fruchtbare Fl채che: die Oase Tanguche im Norden Perus.
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Bei VirĂş kommen Piquillos und anderes GemĂźse aus Tanguche in die Konserven. Vivai 5/14
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Konserven
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ilometer um Kilometer zieht sich die schnurgerade Schotterpiste durch die Mondlandschaft. Der blassblaue Himmel verschmilzt am Horizont mit den zarten Farben von Stein und Sand. Das Gefühl für Zeit und Grün geht verloren. Dann taucht plötzlich der Garten Eden auf: Tanguche, eine Oase im Norden von Peru. Hier gibt es Wasser. Und wo es Wasser gibt, gibt es Leben. Menschen, Kühe, Hunde, Palmen, Bananen, Mangobäume, Gemüsefelder, Moskitos. In Tanguche wohnen etwas mehr als 2000 Frauen und Männer, die sich zur Kooperative Apaet zusammengeschlossen haben. Auf dreissig Hektaren Land produzieren sie Artischocken und Piquillos, diese kleinen, leuchtend roten und grünen Peperoni. Die Ernte rollt auf Lastwagen das karge Tal zurück nach Trujillo in die moderne Betriebszentrale von Virú, Perus grösstem Gemüseverarbeiter. Dort werden die zarten Gewächse gewaschen, blanchiert und ohne Konservierungsstoffe in Gläser und Dosen abgefüllt, um dann per Schiff nach Europa und weiter im Zug in die Migros zu gelangen. Prämie für Gemeinschaftsprojekte
Tanguche ist nur einer der vielen Orte, wo die Migros gemeinsam mit Bauern und Verarbeitern die Gemüse- und Früchteproduktion auf Fair Trade umgestellt hat. Dieses Engagement ermöglicht es der Bevölkerung in Asien, Afrika und Lateinamerika, ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern. Demokratische Organisationsstrukturen, direkte Handelsbeziehungen, umweltschonender Anbau und soziale Arbeitsbedingungen gehören dazu. Die Produzenten bekommen für ihre Rohstoffe einen stabilen Mindestpreis und eine Fair-Trade-Prämie, um gemeinnützige Projekte zu finanzieren. Das zusätzliche Geld wird in Infrastruktur, Bildung, medizinische Versorgung oder in die Verbesserung von Qualität und Produktivität investiert. In Tanguche wurde mit den zusätzlichen 2000 Franken aus der ersten Ernte 44
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eine Anlage gekauft, mit der das Wasser aus dem heiligen Fluss, dem Río Santa, gefiltert und somit trinkbar gemacht wird. Die jüngste Anschaffung sind zwei Computer, die in der noch bücherlosen Bibliothek des Schulhauses stehen. «Nachdem wir vor ein paar Monaten endlich ans Mobilfunknetz angeschlossen wurden, sind jetzt auch wir mit der Welt verbunden. Das ist wichtig, damit die Jungen nicht abwandern», erklärt Juan Orlando Vasquez, Chef der Kooperative, und schüttelt die Hände von Migros-Mitarbeiter
Engagiert: Migros-Einkäufer Enrico Antonini mit Bauern.
Süsse Qualitätskontrolle auf der Mangoplantage in Piura.
Fair-Trade-zertifiziert Was bedeutet das? Mit dem Verkauf von Fair-Trade-zertifizierten Produkten bekennt sich die Migros zu fairem Handel und zur Armutsbekämpfung im Süden. Die internationalen Fair-Trade-Standards (FLO) basieren auf den drei Säulen Handel, Soziales, Umwelt. Zu den Kriterien des fairen Handels gehören: • Garantierte Mindestpreise • Fair-Trade-Prämien für Projekte • Langfristige Verträge • Kontrollierte Mindestlöhne • Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz • Umweltschonende Produktion • Verbot von gefährlichen Pestiziden Kontrolliert wird die Einhaltung dieser Richtlinien von der unabhängigen Organisation FLOCERT. Plantagen und Kleinbauernorganisationen im Süden sowie die gesamte Handelskette werden nach ISO 65 zertifiziert. Inspektorinnen und Inspektoren sind in regelmässigen Abständen vor Ort und kontrollieren, ob die Fair-TradeStandards eingehalten werden. Weitere Informationen gibt es unter: www.migros.ch/de/supermarkt/ max-havelaar/grundsaetze.html
Dank an die Migros: In Tanguche stehen neue Computer.
Nachhaltig produzierter Exportschlager: Palmherzen. Sicherheit am Arbeitsplatz: eines der Fair-Trade-Kriterien.
”Wir
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müssen uns
weniger Sorgen um die Zukunft machen.
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Spargelbauer Reyes Artega
Grüner Spargel in Trujillo: Auch die Spargelbauern waren zunächst skeptisch, was Fair Trade betrifft.
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Fair-Trade-Spargeln im Glas: Das gibt es weltweit nur bei der Migros. Vivai 5/14
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Konserven
” ”Persönlicher Kontakt schafft Vertrauen Enrico Antonini über die anspruchsvolle Aufgabe, die Konservenproduktion auf Fair-Trade-Standards umzustellen. Herr Antonini, die Migros verkauft neu Konserven mit verschiedenen Gemüsen und Früchten, die aus fairem Handel stammen. Woran erkennt man diese Produkte als Konsument? Enrico Antonini: Die Dosen und Gläser
sind mit dem «Fairtrade Max Havelaar»-Label gekennzeichnet. Die Umstellung auf Fair Trade ist ein wichtiger Schritt, um unser Versprechen im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms Generation M zu erfüllen: Die Migros hat versprochen, dieses Sortiment bis Ende 2015 um 75 Prozent auszubauen. Wie geschieht das?
Ich komme gerade aus Peru zurück, wo ich die Bauern besucht habe, die für uns in unterschiedlichen Regionen Mangos, Artischocken, Piquillos, Palmherzen und Spargeln produzieren. Vor drei Jahren haben wir mit den ersten Gesprächen begonnen. Wie muss man sich das vorstellen? Geht die Migros einfach zu den Bauern hin und sagt ihnen, auf welche Weise sie was anpflanzen sollen?
Genau. Wir suchen aber auch gleichgesinnte Verarbeiter und Leute vor Ort, die uns und den Bauern helfen, unsere Ziele
zu erreichen. Für uns ist es nicht nur wichtig, sondern Pflicht, ganz genau zu wissen, woher die Produkte kommen und wie sie hergestellt wurden. Denn die Migros nimmt ihre Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette wahr und sucht bei all ihren Tätigkeiten im In- und Ausland ökonomisch, sozial und ökologisch ausgewogene Lösungen. Deshalb haben wir vor drei Jahren entschieden, so weit möglich, den Fair-Trade-Standard auch auf alle Produkte in Gläsern und Konserven auszudehnen. Drei Jahre sind lang. Weshalb kommen sie erst jetzt ins Regal?
Zuerst muss man den richtigen Ort finden und dann Überzeugungsarbeit leisten. Die Bauern müssen neue Regeln einhalten und beispielsweise einsehen, dass es sinnvoll ist, weniger Dünger einzusetzen, dies aber gezielter zu tun. Sie müssen sich kontrollieren lassen und erkennen, dass es sich lohnt, sich für lange Zeit an einen einzigen Abnehmer zu binden. Neue Regeln, strengere Kontrollen – tönt nicht gerade verlockend. Wieso soll ein Bauer umsteigen?
Es gibt für sie natürlich erhebliche Vorteile.
Enrico Antonini, Migros-Einkäufer für Konserven
Zum Beispiel eine langfristige Abnahmegarantie der Ware zu einem fixen Preis und eine zusätzliche Prämie für ihr Fair-TradeEngagement. Wie finden Sie diese Bauern?
In Peru zum Beispiel haben wir seit vielen Jahren Kontakt mit dem Verarbeiter Virú. Dieser Betrieb hat einen sehr hohen Standard, was die Entlöhnung der Mitarbeitenden, Hygiene, Qualität oder Zuverlässigkeit betrifft. Er erfüllt in jeder Hinsicht unsere hohen Anforderungen, die wir an einen Partner stellen. Mit ihm zusammen haben wir Genossenschaften gesucht, die bereit sind, langfristig einen ökologischeren und sozialeren Weg zu gehen. Produzieren diese Genossenschaften dann nur noch für die Migros?
Ja, so lange, wie in den Verträgen mit den Bauern festgelegt. Das heisst, es könnte sein, dass die Migros mit ihnen das Fair-Trade-Projekt aufbaut und später die Produkte nicht mehr bekommt.
Das wäre durchaus möglich. Deshalb ist der persönliche Kontakt sehr wichtig. Das schafft Vertrauen.
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Der Weg zu uns lohnt sich. Auch weil wir in Ihrer Nähe sind. Wir sind für Sie da. Wir sind auch die Krankenversicherung der Schweiz, weil wir jederzeit mit Rat, Tat und Übersicht für Sie da sind. Vorausschauend, unkompliziert und mit Verständnis für Ihre persönliche Situation. Sie erreichen 46 Vivai 5/14 uns telefonisch, online und auch in Ihrer Nähe. 0844 80 81 82 oder www.helsana.ch/service-info
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Enrico Antonini – vor lauter Dankbarkeit gleich beide Hände aufs Mal. Strahlend zeigt Vasquez die Neuanschaffung. «¡Muchas gracias! Migros», leuchtet es auf den Bildschirmen. Als Einkäufer für Gemüse und Früchte in Dosen und Gläsern reist Antonini an die entlegensten Orte der Welt, um gemeinsam mit lokalen Verarbeitern die Bauern vom fairen Handel zu überzeugen. «Zuerst sind sie skeptisch. Sie wollen nichts Neues. Dann erklären wir ihnen die Vorteile und müssen beweisen, dass wir ein zuverlässiger Partner sind.» Die Migros leistet damit Pionierarbeit. «Da es bisher kaum zertifizierte Betriebe gab, die Produkte für Konserven herstellen, bauen wir den Bereich selber auf», bestätigt Antonini.
”Es ist
unsere Pflicht, genau zu wissen, woher ein Produkt kommt.
„
Migros-Konserven-Einkäufer Enrico Antonini
Die Chance zuerst erkennen
Auch die Bauern der Kooperative San Francisco, die in der Nähe der Stadt Piura auf 3,5 Hektaren Mangoplantagen pflegen, die pro Baum und Jahr bis zu 700 Kilo Früchte abwerfen, waren am Anfang kritisch. Die 900 Farmer, die bei Tarapoto im Amazonas Palmherzen ernten, und die Mitglieder der Genossenschaft Ceprovaje, die bei Trujillo weisse und grüne Spargeln anbauen, wollten zuerst von Fair Trade gar nichts wissen. «Vor zwei Jahren haben wir dann den Vertrag mit Virú und der Migros trotzdem unterschrieben und wissen jetzt, dass wir uns weniger Sorgen um die Zukunft machen müssen. Seither schlafen wir besser, und unsere Frauen sind im Betrieb ebenfalls integriert», freut sich der Spargelbauer Reyes Artega. Man habe gelernt: Fair Trade ist gut. Tatsächlich war es für sie wie eine Art Epochenbruch in ihrem Arbeitsalltag. «Mit ökologischerem Anbau und faireren Bedingungen mehr Geld erzielen, das mussten wir zuerst verstehen und als Chance erkennen.» ● Fair-Trade-Mangos von der Kooperative San Francisco bei Piura. Vivai 5/14
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Gezielt den Körper formen Weg mit den Kraftmaschinen – her mit den freien Gewichten! Jetzt wird nicht mehr Muskelgruppe um Muskelgruppe trainiert, sondern der Körper in Form gebracht. Text: Daniel Lüchinger
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Hanteltraining Viele Vorzüge •
Da weder die Gewichte noch die Bewegungen geführt sind, wird der ganze Körper trainiert. Das aktiviert die für die Körperstabilität wichtige Assistenzmuskulatur. • Rücken und Bauch halten ständig die Verbindung zwischen Ober- und Unterkörper, werden somit immer mitgestärkt. • Die Ausschüttung von Hormonen für den Muskelaufbau und die Fettverbrennung wird erhöht. • Die Bewegungen entsprechen normalen Bewegungsabläufen. Das fördert das Zusammenspiel der einzelnen Muskelgruppen.
© 727inc.com|folio.id-com, Corbis
as Leibchen spannt straff über der Brust. Darunter: Muskeln wie Berge. Pumpen, pumpen. Langsam bewegen sich die Arme auf und ab, in jeder Hand, fest umklammert, ein Gewicht. Keuchen. Stöhnen. Der Kopf rot, das Gesicht verzerrt. Training mit freien Gewichten ist nur was für Kraftprotze, die ihre Muskeln aufpumpen wollen – so weit das Klischee. Hanteltraining ist aber längst nicht mehr nur in muffigen Muckibuden an zutreffen. Immer mehr Fitnessstudios setzen darauf. Aus gutem Grund. «Bei Übungen mit freien Gewichten simulieren wir Bewegungsabläufe, die wir täglich unzählige Male ausführen: beim Einkaufen, Velofahren oder Treppensteigen, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit», sagt Boris Caminada, Leiter Fitness und stellvertretender Leiter im Bernaqua Erlebnisbad & Spa in Bern. Beim Training an Maschinen werden meist einzelne Muskelgruppen isoliert trainiert. Mit Hanteln kann man hervorragend ganze Muskelschlingen trainieren, insbesondere die rumpfstabilisierende Muskulatur, welche die Bewegungen der Beine und Arme miteinander verbindet. Das ist deshalb wichtig, weil diese für das reibungs-
Hanteltraining
lose Zusammenspiel des gesamten Bewe gungsapparates verantwortlich zeichnet. Nicht zu vergessen die Sturzprophylaxe. Caminada: «Ein mit Hanteln ganzheitlich trainierter Körper reagiert besser und trägt bei Stürzen bedeutend weniger Ver letzungen davon.» Positiv tönt es auch von medizini scher Seite, zum Beispiel aus der Physio therapie: «Durch das Training mit freien Gewichten wird eine bessere Stabilisa tion sowohl im Rumpf wie in den Extre mitäten erzielt; auch der Anspruch an die Koordination ist höher. Das macht dieses Training effektiver als jenes mit Fitness maschinen», erklärt Christoph Abegg, Physiotherapeut bei Medbase in Zürich. Neuerdings entdecken auch Frauen vermehrt die Vorteile des Hanteltrainings.
„Es wird eine grössere Stabili sation erreicht.„ «Frauen wollen je länger je mehr ein Trai ning, welches sie nicht nur gut aussehen lässt, sondern sie auch in ihrer Leistungs fähigkeit fördert», sagt Andrea Herrera, Gründerin und Mitbesitzerin von bSport CrossFit Leutschenbach in Zürich. Der Griff zu Hanteln liegt also nahe. Frauen und Männer profitieren dabei gleicher massen. Das Hanteltraining verbessert Kraft, Körperhaltung, Fitness und die Beweglichkeit. Und führt – gerade bei Frauen ein nicht unerheblicher Aspekt des Fitnesstrainings – zur Reduktion des Körperfettanteils. Angst vor zu vielen Muskeln müssten die Kundinnen dabei nicht haben, sagt Herrera: «Die Skepsis gegenüber Hanteln weicht schnell, wenn die Frauen beim Blick in den Spiegel nicht die befürchteten Muskelberge sehen, Vivai 5/14
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Hanteltypen Modelle für eine Hand Für das Training mit freien Gewich ten stehen unterschiedliche Hantel typen zur Verfügung. Die gängigsten Einhandhanteln: 1. Kurzhanteln werden in der Regel einhändig verwendet. Sie sind eher klein (niedriges Gewicht), handlich und gewähren den Sportlern gros sen Bewegungsspielraum. Damit sind sie ideal für die generelle Stär kung von Schultern und Armen. 2. Kugelhanteln erinnern in der
Form an Kuhglocken und heissen englisch deshalb Kettlebell. Sie kommen bereits im 19. Jahrhundert auf. Im Westen geraten sie zwi schenzeitlich etwas in Vergessen heit. Ganzheitliche Trainings systeme wie Crossfit bringen die Kugelhanteln in jüngster Zeit zu rück in unsere Trainingszentren. Sie werden ein und zweihändig verwendet und erreichen höhere Gewichte als Kurzhanteln. Im dynamischen Einsatz fördern sie effizient die Rumpfkräftigung.
Hanteln – ob Kurz- (l.) oder Kugelhanteln (r.) – sind vielseitig einsetzbar und wegen ihres kleinen Volumens auch für Trainingseinheiten daheim geeignet.
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Hanteltraining
sondern wohldefinierte Arme, Oberschenkel und Po». Denn das umfassende Training mit Hanteln auch im Ausdauerbereich stellt nicht den Aufbau von Muskelmasse in den Vordergrund. Es schliesst die Fettverbrennung mit ein. Ihre steigende Beliebtheit verdanken die Hanteln vor allem Trainingssystemen wie dem aus den USA stammenden Crossfit oder dem Functional Training. Crossfit verbindet Gewichtheben und Übungen mit Eigengewicht wie Liegestützen oder Klimmzüge mit Elementen aus dem klassischen Turnen. Das Ziel: die ausgewogene Förderung von Ausdauer, Muskelkraft, Koordination und Beweglichkeit. Beim Functional Training geht es vor allem darum, den Körper zu stabilisieren
„Frauen wollen ihre Leistungs fähigkeit testen.„ und den Muskelapparat sowie die Muskelansätze, Sehnen und Gelenke für den Alltag fit zu machen. Im Fokus steht dabei der Rumpf, der zentrale Stabilisator des menschlichen Bewegungsapparats. Um diesen nachhaltig zu stärken, kommen Hanteln zum Einsatz. Viele der Übungen
werden dabei in der Regel auf beiden Beinen stehend ausgeführt. Im Blickpunkt steht immer die korrekte Ausführung der Bewegungen. Denn eine der Hauptstärken des Hanteltrainings – der freie Bewegungsablauf – ist auch eine mögliche Verletzungsquelle. «Übungen mit freien Gewichten setzen koordinative Fähigkeiten und Stabilität im Rumpf voraus. Das unsachgemässe Training kann zu Überbelastungen bis hin zu Gelenkverletzungen führen», sagt Christoph Abegg. Auch Boris Caminada betont, wie wichtig eine professionelle Einführung und Begleitung beim Hanteltraining sind. Und da Hanteln überall Platz finden, sind Trainings auch zu Hause möglich – vorausgesetzt, die Technik sitzt! l
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Glatt und glänzend Öl ist eines der ältesten Schönheitsmittel der Menschheit. Heute wird es in der Kosmetikindustrie vielfältig verwendet und gilt als wirksame Pflege für Haut und Haar. Hier finden Sie Antworten auf ölige Fragen. Text: Gisela Femppel
Grundsätzlich können alle nativen Pflanzenöle, die aus Früchten, Kernen und Samen gewonnen werden, nicht nur zum Kochen, sondern auch für die Hautpflege verwendet werden. Kosmetische Öle haben meist noch zusätzliche Pflegestoffe. Pflanzenöle enthalten viele Vitamine sowie einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Da sich pflanzliche Öle in ihrem Aufbau und in ihren Eigenschaften unterscheiden, ist auch deren Wirkung verschieden. Das Avocadoöl beispielsweise ist eher für die trockene und die sensible Haut geeignet, das Arganöl vor allem für die fettige Haut.
2. Ist Olivenöl wirklich der gesunde Alleskönner? Olivenöl wurde bereits von den alten Griechen verwendet und gilt als Allheilmittel. Innerlich angewendet, hilft Olivenöl beispielsweise bei Sodbrennen, saurem Aufstossen oder bei Verstopfung. 52
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Vielfältig sind auch die äusserlichen Anwendungsmöglichkeiten: So mildert Olivenöl, mit etwas Zitronensaft gemischt, den Sonnenbrand oder weicht Hornhaut auf. Olivenöl lässt sich auch zu wirkungsvollen Gesichtsmasken verarbeiten. Und selbst die Perlenkette liebt es, wenn man sie alle zwei Jahre mit Olivenöl abreibt.
3. Aus der Natur stammen auch ätherische Öle. Wie werden sie verwendet? Ätherische Öle sind ölige, leicht verdampfende Extrakte aus Pflanzenteilen, die einen starken, für die Herkunftspflanze charakteristischen Duft haben. Sie sind zum einen Bestandteil der Aromatherapie, die der Behandlung von Beschwerden und Krankheiten dient oder der Steigerung des Wohlbefindens. Zum anderen werden ätherische Öle zur Parfümierung von Pflegeprodukten eingesetzt, und sie werden als Wirkstoffkomponenten in der Hautpflege verwendet. Dann allerdings nur in Kombination mit einem fetten Öl, sprich Pflanzenöl.
4. Worin liegen die Vorteile von Hautölen? Die Hersteller von Hauptpflegeprodukten setzen derzeit so stark auf Öle, weil diese im Gegensatz zu Cremes die Lipidschicht leicht durchdringen und die Wirkstoffe in tiefere Hautschichten tragen. Auch die Migros-Tochter Mibelle hat auf den Trend reagiert. Bei der Weiterentwicklung der Öle wird vor allem darauf geachtet, dass die Öle schnell und gut einziehen. Darüber hinaus wird die Pflegewirkung durch die Kombination unterschiedlicher Ölkomponenten ständig verbessert. Es gibt zwar Pflegeprodukte, die zu hundert Prozent aus einem natürlichen Öl bestehen, also keine Zusatzstoffe enthalten. Die meisten Produkte sind jedoch Mischungen aus verschiedenen Pflanzenölen oder Mixturen aus ätherischen Ölen, Duftstoffen und Kräuterextrakten.
5. Ist ein Gesichtsöl eine gute Alternative zu einer Creme? Gesichtsöle sind heute der Tagescreme ebenbürtig und wahre Allround-Talente. Sie sind entweder reinsortig oder bestehen aus einer Mischung von verschiedenen
© Corbis, iStockphoto (Montage: Vivai)
1. Olivenöl, Erdnussöl, Sonnenblumenöl oder Avocadoöl — eignen sich alle pflanzlichen Öle zur Haut- und Haarpflege?
テ僕e
Jojoba
Sonnenblume
Avocado
Olive
Erdnuss
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Ölen. Einige enthalten auch ätherische Öle, Blütenessenzen und Vitamine. Ein Gesichtsöl kann als Tages- oder Nachtpflege verwendet werden, denn es spendet Feuchtigkeit und stärkt den Schutzmechanismus der Haut. Ein Gesichtsöl sollte immer passend zum Hauttyp und zur Jahreszeit gewählt werden. Es kann auch mit einer Tagescreme kombiniert werden, vor allem, wenn es draussen wieder kälter wird. Gesichtsöle pflegen nicht nur, sie sind auch gut als glättende Make-up-Basis, können in die Foundation gemischt werden sowie als natürlicher Highlighter auf die Wangen oder als Glanzpunkt auf die Lider und die Lippen gesetzt werden.
6. Macht Haaröl das Haar schöner? Trockenes und stumpfes Haar profitiert am meisten von einem reichhaltigen Haaröl, das es wieder geschmeidig und glänzend macht. Gleichzeitig umhüllt das Öl das Haar und bildet einen Schutzschild gegen schädigende äussere Einflüsse wie Hitze und Kälte. Inzwischen gibt es auch leichtes Haaröl für feines Haar, damit dieses nicht zusammenfällt. Wenn Haaröl vor der Haarwäsche angewendet wird, dann reinigt und nährt es das Haar. Wird es in frisch gewaschenes, noch feuchtes Haar einmassiert, dann wirkt es wie eine nährende Kur. Haaröl kann aber auch ins trockene Haar einmassiert werden, in erster Linie in die Spitzen, um Spliss vorzubeugen.
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7. Wie wirken die synthetischen Inhaltsstoffe in Ölen?
8. Öle haben eine andere Textur als eine Creme. Worauf ist zu achten?
Neben pflanzlichen Ölen werden in der Kosmetik oft auch synthetische Öle, sogenannte Mineralöle, verwendet. Mineralöle legen sich wie ein Schutzfilm auf die Haut und verhindern somit das Austrocknen, allerdings kann die Haut gleichzeitig von aussen keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Mineralölen wird wenig Pflegewirkung zugeschrieben, weil sie nicht in die Haut eindringen können. Sie gelten zudem als ökologisch bedenklich. Vor allem Naturkosmetikhersteller setzen deshalb auf Körperöle, die nur aus natürlichen Pflanzenölen bestehen.
Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollten Körperöle nach dem Bad oder der Dusche in die noch leicht feuchte Haut einmassiert werden. Bei sehr trockener Haut wird eine Kombination mit einer Creme, die hautstabilisierende Eigenschaften aufweist, empfohlen. Besonders rasch zieht ein Trockenöl oder Dry Touch Oil ein. Dafür werden Öle wie Arganöl oder Nachtkerzenöl verwendet, die besonders viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten und von der Haut gut aufgenommen werden können. Auch vor dem Auftragen eines Gesichtsöls gilt es, das Gesicht zuerst etwas anzufeuchten. Wenige Tropfen Öl genügen. ● ANZEIGE
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So sind Sie dabei Telefon: Wählen Sie die Nummer 0901 560 001
(Fr. 1.– / Anruf ab Festnetz), und sprechen Sie das Lösungswort, Ihren Namen und Ihre Adresse aufs Band. SMS: Senden Sie Folgendes an die Nummer 920 (Fr. 1.– / SMS): VIVAI D, Ihr Lösungswort, Ihren Namen und Ihre Adresse.
Postkarte (A-Post): Verlag Vivai, Kreuz-
worträtsel 5/14, Postfach, 8074 Zürich
Teilnahmeschluss: 19. Oktober 2014 Lösungswort der letzten Ausgabe: Fitness Gewonnen hat: Myriam Szolansky, Erlenbach
Die Gewinnerin / der Gewinner wird unter sämtlichen korrekten Einsendungen aller Sprachausgaben von Vivai ausgelost und schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Gewinne, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos. Mitarbeitende des Migros-GenossenschaftsBundes sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Auflösung und den Namen des Gewinners finden Sie im Vivai 6/14.
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Mit Wilhelm Schmid
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Wilhelm Schmid lebt als freier Philosoph in Berlin. Er ist einer der bekanntesten Philosophen im deutschsprachigen Raum und Autor zahlreicher erfolgreicher Bücher. Jahrelang arbeitete er auch als «philo sophischer Seelsorger» im Spital Affoltern am Albis. Schmid verbindet die Philoso phie mit dem Alltag der Menschen. 2012 erhielt er den MeckatzerPhilosophiePreis für besondere Verdienste bei der Vermitt lung von Philosophie, 2013 den Wissen schaftspreis der EgnérStiftung in Zürich für sein bisheriges Werk zur Lebenskunst. www.lebenskunstphilosophie.de, Twitter: @lebenskunstphil
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as zeichnet einen Philosophen aus? Er sollte unbedingt eine Brille tragen. Sie macht einen intelligenten Eindruck. Sie bürgt für genaue Wahrnehmung, scharfen Blick, analytische Klarsichtigkeit. Ich trug den grössten Teil meines bisherigen Lebens keine Brille. Das sorgte für Missverständnisse, aber eines Tages war es damit vorbei. Bei einem Nachtessen mit einem Schweizer Augenarzt hielt ich die Menükarte armlang von mir fern, um eventuell einzelne Buchstaben zu erkennen. Da sagte er zu seiner Assistentin, sie solle mir am nächsten Morgen eine Brille mitbringen, die schenke er mir. Nie im Leben wollte ich eine Brille tragen, aber nun liess es sich nicht mehr vermeiden. Wie sollte ich mit ihr zurechtkommen? Tatsache war: Ohne sie könnte ich nicht mehr lesen, nicht mehr schreiben. Ich beschloss, mich an sie zu gewöhnen, und im Laufe der Zeit kamen auch noch Gefühle hinzu: Das ist die Mischung, aus der Liebe gemacht ist, auch die Liebe zu einer Brille. Es macht mir gar nichts aus, dass wichtige Teile aus Plastik sind. Ist die Liebe wechselseitig? Das ist ja immer die Frage: Liebt sie mich eben-
falls? Auffällig ist immerhin, dass immer dann, wenn ich die Brille verliere, sie mich wieder findet. Das lässt auf Anhänglichkeit schliessen, das ist bei Brillen nicht selbstverständlich. Anfangs war es mir fast egal, wenn ich sie irgendwo liegen liess oder sie mir unbemerkt aus der Jackentasche rutschte, in der ich sie allzu nachlässig platziert hatte. Mittlerweile gerate ich beinahe in Panik. Ich? Wegen einer Plastikbrille? Es muss Liebe sein. Ich will gar keine andere mehr, schon gar keine von diesen schreiend bunten Designerbrillen, die den anderen Leuten schon von Ferne zurufen: «Schau! Mich! An!» Meine Brille und ich, es lässt sich nicht mehr leugnen, wir sind ein Paar geworden. Aber es soll eine heimliche Liebschaft bleiben. Öffentlich würden wir uns nie gemeinsam zeigen wollen, die Leute würden sich ja das Maul zerreissen: Was will denn dieser grau melierte Herr mit diesem hässlichen Ding? Die tanzt ihm doch nur auf der Nase herum! Die Wahrheit ist, dass sie gerne auf mir sitzt, frivol gesagt, aber das ist jetzt eine Sache für intime Stunden in geschlossenen Räumen. Ganz für mich allein will ich mich darüber freuen, dass sie endlich einen Philosophen aus mir macht. l
© Foto: Gregor Hohenberg
Die Brille macht den Philosophen
Diese Geschenke gibts nicht bei uns im Regal. Alle anderen schĂśnen Dinge schon. Wir gratulieren Vivai zum 5. Geburtstag und bedanken uns fĂźr die gute Partnerschaft.
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1. Tag Schweiz–Rangun Flug via Bangkok. 2. Tag Rangun Nach Ankunft 1. Teil der Stadtrundfahrt. Einschiffung. Besuch der Shwedagon Pagode. 3. Tag Rangun–Irrawady-Delta 2. Teil der Stadtrundfahrt. Mittags «Leinen los!». 4. Tag Danupyu Rundfahrt mit Fahrrad-Rikschas. Besuch Mönchskloster, Zigarren-Manufaktur. Fahrt durch das Irrawaddy Delta. 5. Tag Myan Aung–A Kauk Taung Am Morgen Rundgang durch Myang Aung zum Stadtzentrum mit Markt. 6. Tag A Kauk Taung–Shwe Daung Passage der Klippen von A Kauk Taung. Nachmittags Busfahrt nach Shwe Daung. Stadtrundfahrt Pyay (Prome) und Besichtigung der Shwe San Daw Pagode. 7. Tag Thayet Myo Rundgang durch die ehemalige Grenzstadt zwischen dem Süden und Norden Burmas. 8. Tag Minhla–Magwe Besichtigung der Festung von Minhla. Busausflug in die Umgebung von Minhla. 9. Tag Magwe Rundfahrt mit Fahrrad-Rikschas, Besuch von Markt, Eisenschmiede, Myat Thalon Pagode. 10. Tag Sale–Tan Gyi Taung Spaziergang durch Sale. Fahrt auf den Tan-Gyi-Taung Berg. Abends Elefantentanz einer lokalen Theatergruppe.
11. Tag Bagan Besichtigung einiger der wichtigsten Tempel und Pagoden. Abends Puppentheater an Bord. 12. Tag Yandabo Rundgang durch das Dorf mit vielen familiär geführten Töpfereien. 13. Tag Amarapura Schifffahrt am Morgen. Busausflug nach Amarapura. Sonnenuntergang bei der U-Bein-Brücke, der längsten Teakholzbrücke der Welt. 14. Tag Sagaing–Ava–Mingun Busfahrt in die Sagainghügel und Fahrt mit Pferdekutschen zur Ruinenstadt Ava. Schifffahrt vorbei an Mandalay nach Mingun. Besuch des Mingun Tempels. Abends Tanzaufführung . 15. Tag Mandalay Stadtrundfahrt mit Mahamuni Pagode, Teakholzkloster und Handwerksbetrieben. Besichtigung von einer Stickerei und einer Holzschnitzerwerkstatt. Abschieds-Cocktail an Bord. 16. Tag Mandalay–Bangkok Ausschiffung und Transfer zum Flughafen. Flug nach Bangkok. 17. Tag Zürich Morgens Ankunft und ind. Heimreise. Programmänderungen vorbehalten.
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