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Vivai 2014 3 de

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Das Wohlf체hl- und Nachhaltigkeitsmagazin der

03/2014

Die Wiese: eine Wohngemeinschaft von gut vernetzten Individualisten Jeden Tag einen Apfel essen und andere Ern채hrungsweisheiten Im Fluss bleiben: mit Muskelkraft durch Brandenburg

100 Tr채ume


Dieser Salat hat nur Natur im Kopf.

Ein Teil von


Liebe Leserin,lieber Leser Die Experten im Heft PD Dr. David Fäh

ist Ernährungsphysiologe. Der Forscher und Dozent am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich berät uns bei Ernährungsfragen. In dieser Ausgabe hat er für die Themen Glutamat und Ernährungsweisheiten seinen fachlichen Rat beigesteuert.

Christina Daeniker

ist Spezialistin Ernährung und Gesundheit beim Migros-Genossenschafts-Bund. Sie verfügt über ein breites Fachwissen und Erfahrung mit Kundenanfragen. Sie berät uns bei Ernährungstexten, die mit Migros-Produkten in Zusammenhang stehen.

© Roland Tännler, Joschi Herczeg, Keiko Saile, Shutterstock

Marianne Botta Diener

ist diplomierte Lebensmittelingenieurin und Fachlehrerin ETH. Die Mutter von acht Kindern hat sich in dieser Ausgabe mit dem Geschmacksverstärker Glutamat beschäftigt. Ein Thema, auf das uns eine Leserin aufmerksam gemacht hat. Ihr Wunsch war uns Befehl.

Soll der Kuchen gelingen, mag es ratsam sein, der vorgegebenen Zutatenliste zu folgen. Dass es eine Erfolgsliste fürs Leben gibt, bezweifle ich. Deshalb habe ich den Trend ignoriert, alles Mögliche auf To-do-Listen zu setzen (von den Orten, die man besucht, bis zu den Gerichten, die man gegessen haben muss). Ich glaube, man sollte das Leben nicht abhaken, sondern abschreiten. Das ist im wahrsten Wortsinn beschaulicher. Man sieht mehr vom Weg. Trotzdem war ausgerechnet eine Liste die Inspirationsquelle für diese Vivai-Ausgabe. «100 Dinge, die man diesen Sommer getan haben sollte» ist ein Buch, das jetzt in der Migros erhältlich ist und Ideen liefert für Sommererlebnisse. Wir haben das Ganze umgedreht und hundert Menschen nach dem einen Wunsch oder Traum gefragt, den sie sich gern erfüllen würden. Entstanden ist eine hundertprozentig individuelle Wunschliste. Und was soll ich sagen? Auch ich habe Freude am Listenmachen bekommen. Hier meine Liste mit Inspirationen für Sie. 1. Träumen Sie mit offenen Augen, sieht ja keiner! Unser Philosoph Wilhelm Schmid sagt, Träume können dazu da sein, einem die Möglichkeiten des Lebens aufzuzeigen (auf Seite 18 mehr davon). 2. Laufen Sie morgens über eine taufrische Wiese. Die Käfer werden in Aufregung geraten (Seite 20). Ihr Kreislauf und Ihre Seele auch (siehe Seite 53). 3. Backen Sie einen Kuchen nach den Rezepten der «Saisonküche» (www.saison.ch). Und dann wagen Sie es mal, die Zutatenliste zu variieren, und lassen sich vom Ergebnis überraschen. Ist übrigens auch ein Rezept fürs Leben. Viel Freude mit Vivai!

Chefredaktorin PS: Die Welt ist während der Fussball-WM noch ein wenig runder. Damit diese Rund-Tendenz keine Auswirkungen auf die Figur hat, das Ball-Workout auf Seite 42. Vivai 3/14

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Die Natur macht uns den Hof.

Ein Teil von


10 Das will ich unbedingt noch erlebt haben! Hundert Menschen verraten ihre Lebensträume 18 Der Philosoph Wilhelm Schmid träumt von einer Weltreise, die ihn womöglich enttäuscht

10

20 Die Wiese – ein komplexes Lebens- und Ökosystem, das gern übersehen wird 24 Einblick ins Käse-Königreich Schweiz 30 Glutamat – eine Frage des Geschmacks 32 Ist Lachen wirklich die beste Medizin? Aussagen des Volksmunds auf dem Prüfstand

30

42 Es gibt nicht nur Fussball in diesem Sommer – wie man sich mit anderem Ballsport fit hält 46 Wasser ist Leben: Wer durch Brandenburg reist, wird sich dieser Tatsache bewusst

46

52 Ob direkt am See oder hoch oben in den Bergen – wir lassen die Sommerfrische neu aufleben

© bab.ch, iStockphoto (Montage: Vivai), Malte Jaeger

7 9 26 38 40 56 I MPRESSUM

Das freut uns Das gefällt uns Wer kauft hier ein? Leicht & gesund Kultprodukt Vivai-Wettbewerb

ISSN: 1663-716X Gesamtauflage Vivai: 250 000 D: 173 000, F: 60 000, I: 17 000 Exemplare

Chefredaktorin: Susanna Heim Stellvertreterin: Christine Kunovits Koordination: Dagmar Madelung Text/Produktion: Lukas Hadorn, Sylvie Castagné (F), Alda Viviani (I) Art Direction: Dora Siegenthaler Bildredaktion: Cornelia Thalmann Bildbearbeitung: Reto Mainetti Korrektorat: Patrizia Villiger

Adresse Redaktion und Verlag: Vivai, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich vivai@migrosmedien.ch www.migros.ch/vivai

Druck: Vogt-Schild Druck AG, CH-4552 Derendingen Papier: Holzfrei, FSC-Mix Zur CO ²-Kompensation wird ein FSC-Projekt in Brasilien unterstützt.

Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Publizistische Leitung: Monica Glisenti Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Verlagsleiter: Rolf Hauser

Bestellen Sie Vivai kostenlos: abo.vivai@migrosmedien.ch oder Tel. 0800 180 180 Vivai 3/14

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Fischgenuss ohne Nachgeschmack.

Ein Teil von


Auf dem richtigen Weg

Zweimal jährlich überprüft die Migros die Fortschritte der Versprechen, die sie im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsprogramms Generation M an Kinder und Jugendliche abgibt. Das erfreuliche Fazit der letzten Standortbestimmung: 40 von 45 Versprechen sind auf Kurs oder wurden bereits eingelöst, zum Beispiel die Rücknahme und Rezyklierung sämtlicher Plastikflaschen oder die Umstellung auf nachhaltigen, UTZ-zertifizierten Kakao und Tee. www.migros.ch/generation-m

Beim Reisen an morgen denken

Nachhaltiges Engagement kennt keine Ferien. Sie hingegen hoffentlich schon! Wer auch auf Reisen ins Ausland seine ethische und ökologische Verantwortung wahrnehmen möchte, findet beim Reiseveranstalter Hotelplan Suisse passende Angebote. So kann man beispielsweise klimaneutral fliegen oder in zertifizierten, nachhaltigen Hotels übernachten, die entsprechende Umweltund Sozialstandards einhalten. Sämtliche Informationen unter www.hotelplan-suisse.ch/nachhaltigkeit

© Markus Bertschi, GettyImages

So geht das

Atlant Bieri, Wissenschaftsjournalist und Vivai-Autor, schaut sich die Dinge gern im Detail an. In dieser Ausgabe etwa widmet er sich dem Lebensraum Wiese (ab Seite 20). Bieri schweift aber auch gern in die Ferne, kürzlich war er in Thailand unterwegs – und nutzte die Gelegenheit, um hundert Primarschülern an einer öffentlichen Schule zu zeigen, wie man in einer Plastikflasche ein Ökosystem einrichtet. Als Dank gabs einen Essenskorb vom Schuldirektor – und Applaus für sein Engagement von uns.

Seit 2006 wird jährlich der vom Migros-Kulturprozent getragene Schulwettbewerb x-hoch-herz ausgeschrieben, der Schülerinnen und Schüler in der Schweiz dafür sensibilisieren soll, sich für andere Menschen zu engagieren. In der jüngsten Auflage ging es darum, Menschen in der unmittelbaren Umgebung zu fragen, was man verbessern könnte, und konkrete Wünsche auf einer Riesen-Postkarte festzuhalten. Mehr als 500 Schülerinnen und Schüler machten mit.

www.atlantbieri.ch

Weitere Infos: www.xhochherz.ch

Gutes tun

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Müde, müde, müde, müde, müde...

Eisenmangel Frauen aufgepasst! Lustlos, keine Energie? Die Mehrheit erschöpfter Frauen im Menstruationsalter leidet an einem Eisenmangel bei einem normalen Hämoglobin, sagt Dr. Beat Schaub, Facharzt für Innere Medizin. Das muss nicht sein! Leere Batterien Eine junge Frau (32) sagt: «Es ist mir alles zu viel, meine Batterien sind leer, ich könnte immer einschlafen.Oft fühle ich mich grundlos niedergeschlagen und mein Selbstwertgefühl ist im Keller. In letzter Zeit vertrage ich die Kinder nicht mehr, es herrscht eine Unruhe in der Familie, weil ich keine Nerven mehr habe. Es tut mir ja so leid, ich wünsche mir, es wäre anders. Mittlerweile kann ich nachts nicht mehr gut schlafen, sodass ich am Tag erst recht kaputt bin und sogar tageweise nicht mehr arbeiten kann. Ich hoffe, es gibt deswegen keine Kündigung. Mein Chef fragt mich, was ich habe. Was soll ich antworten?»

Eisenspeicher auffüllen Ein patientenorientiertes Forschungszentrum in Binningen bei Basel hat herausgefunden, dass die aufgezählten Symptome in den meisten Fällen durch einen Eisenmangel im Körper verursacht werden. Der Körper verliert Eisen, wenn er Blut verliert. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn hauptsächlich Frauen im Menstruationsalter an einem Eisenmangel leiden. Sie bluten in ihrem Leben zusammengezählt über fünf Jahre lang. Der Eisenspeicher des Körpers ist oft schon wenige Jahre nach der ersten Regelblutung leer. Das sogenannte Eisenmangelsyndrom bei Frauen im Menstruationsalter kann in wenigen

Wochen erfolgreich behandelt werden, indem der Eisenspeicher wieder aufgefüllt wird. Anschliessend empfiehlt sich das erneute Absinken des Ferritinspiegels durch ein gut verträgliches, flüssiges Eisen-Präparat aus der Apotheke, Drogerie oder Reformhaus zu verhindern. So gelingt es, Frauen, die schon immer dem «schwachen Geschlecht» zugeordnet wurden, «lebendig» zu machen. Am besten konsultieren Sie Ihren Arzt oder eines der spezialisierten ärztlichen Eisenzentren. www.eisenzentrum.net

WWW.FLORADIX.CH


Maximal anstrengend

Noch bleibt etwas Zeit, um für die anstehende Badi-Saison in Form zu kommen. Auf der Vivai-Redaktion versuchen es einige mit M.A.X., einem einfachen, aber äusserst nahrhaften Konditionstraining, das die Klubschule Migros anbietet. Es geht so: 45 Sekunden belasten, 15 Sekunden erholen, Ausdauer- und Kraftübungen im Wechsel, dazu coole Musik und einfache Schrittfolgen. Klingt locker, oder? Dachten wir zuerst auch.

Hoch damit!

Die Ausrede, man habe für einen eigenen Garten keinen Platz, zählt ab sofort nicht mehr. «Vertical gardening» heisst das Zauberwort. Neuerdings spriessen Kraut und Rüben auch an Wänden und Türen. Etwa bei VivaiLeserin Desirée Ganarin zu Hause. Sie fand für ihre Orchideen am Fenster keinen Platz mehr, weshalb sie die Pflanzen kurzerhand in die Vertikale verlagerte. Dass sie dazu M-Budget-Milchpackungen verwendete und das Ganze so mit Upcycling, einem anderen, kürzlich ausführlich im Vivai beschriebenen Trend kombinierte, freut uns natürlich doppelt.

www.klubschule.ch

Aus Ice Tea wird Tea Ice

Er ist das Kultprodukt der Migros schlechthin und so etwas wie das Flagschiff der Produkte, welche die M-Industrie selbst produziert: Der Migros Ice Tea. Aus frisch aufgebrühtem Tee in der Schweiz hergestellt, ist er als Durstlöscher bei Jung und Alt beliebt. Neuerdings taugt er auch als Hitzeschutz: Ab sofort ist der Ice Tea mit Zitronengeschmack als Wasserglace erhältlich. Ein cooler Sommer ist garantiert.

© Illustration: Hannah Rollings

Blühende Fantasie

Blumen sagen angeblich mehr als tausend Worte. Wir finden: Warum soll man sich für das eine oder das andere entscheiden? Schliesslich gibt es blühendes Briefpapier. Das von Hand geschöpfte, biologisch abbaubare RecyclingPapier lässt sich normal beschriften und vom Empfänger – hoffentlich erst nach dem Lesen – eintopfen. Aus den ins Papier eingearbeiteten Samen spriessen schon bald Wildblumen, je nach Wunsch auch Kräuter oder Gemüse. www.wunder-werk.ch

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Lebenstr채ume

100 1Lebenstr채ume

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Und wovon träumen Sie?

1

Karin Büchel, Altstätten

«Als Vogel über die Alpen fliegen.»

4

Fred Bühler, Genf

«Mit dem ÖV um die Welt reisen.»

7

Michael Gohlke, Zürich

«In einer MiG-29 fliegen. Oder wenigstens in einer MiG-21.»

Fast jeder Mensch hat Träume im Leben. Gross und luftig die einen, klein und alltäglich die anderen. Vivai hat hundert Perso-

2

Philippe Dunant, Genf

«Mit einem Minibus kreuz und quer durch Neuseeland fahren.»

5 Catharina de Groot, Langnau

«Auch nach meinem Tod noch in irgendeiner Form auf der Welt präsent sein.»

8

Nathan Satkunathan, Zürich

«Die Gletscher in den Schweizer Alpen sehen.»

nen auf der Strasse gefragt, was sie in

6

ihrem Leben mal

Luce Tardent, Zürich

noch erleben, ausprobieren oder erfahren möchten.

3

Christa Sommer, Tafers

«Einen Bauernbetrieb in Kanada besichtigen.»

«Ich verwirkliche meine Träume fortlaufend. Ich habe begonnen, Tanztheater zu machen, und kürzlich habe ich mir ein Trottinett gekauft.»

9

Stefano Diaz, St. Gallen

«Jedes Land auf der Welt besuchen.»

Umfrage und Fotos: Lukas Hadorn, Christine Lépine und Alda Viviani

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Lebensträume

10 Ziadin Sylar, Zürich

«Eine Weltreise durch die USA, Argentinien und Südafrika machen.»

11

Behcet Güngör, Luzern

«Auf abenteuerliche Weise um die Welt reisen, mit einem Wohnwagen oder auf einem Schiff zum Beispiel, und darüber ein Buch schreiben.»

16

«Den Ayers Rock in Australien sehen.»

«Mal für drei Monate eine Frau sein.»

Irene Pace, Obernau

14

Martin Schwarzer, Berlin

«Drachenfliegen im Zillertal.»

19

22

25 Karin Baumann, Mont-sur-Lausanne

Roland Linder, Zürich

Arlette Fiechter, Basel

Hans Schiess, Meggen

«Spanisch lernen.»

«Mit einem Walhai schwimmen.»

17

20

23

26

Doris Scale, Basel

«Auch im Alter sicher sein und alles haben, was man braucht. Schön in der Mitte der Maslow’schen Pyramide.»

«Eine Kreuzfahrt.»

Otto Müller, Zürich,

«Mit 78 hat man nicht mehr so viele Träume. Aber China, Hong Kong und Japan würde ich gern noch sehen.»

Yvonna Schindler, Aubonne

«Hinter der Kamera arbeiten, am liebsten für eine ComedyProduktion im Fernsehen.»

Ursula Holzer, Ostermundigen

«In die USA reisen, am liebsten nach Hawaii!»

15 18 21 24 27

12

Urs Egli, Bad Säckingen

Annelies Küng, Basel

«Nach Jerusalem reisen.»

12

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«Lebensträume? Das ist eine Worthülse, die ich nicht füllen kann. Ich habe den Dingen nie nachgeträumt.»

Angel Gonzalo, Luzern

«Drei Monate lang in Patagonien Schafe hüten.»

Lilian Gröflin, Binningen

«In die Köpfe der Menschen schauen können.»

Nicolas Rüttimann, Zürich

«Einen ganz hohen Berg erklimmen oder ganz tief ins Meer hinabtauchen. Eines von beidem.»

Otto Keiser, Hünenberg-See

«Am Nordkap das Nordlicht bewundern.»


28

Daniela Schwartz, Brünisried

«So viel wie möglich von der Welt sehen.»

29 Sandro Pfammatter, Kloten

«Ich träume davon, noch auf dem Sterbebett die Lebensfreude zu haben, um Witze und Geschichten zu erzählen, umgeben von Freunden und meiner Familie.»

30

Madlaina Clavuot, Luzern

«Mit der ganzen Familie quer durch Asien reisen.»

31

Adrian Krebs, Glattpark

«Alles loslassen, alle Verpflichtungen künden und einfach dorthin gehen, wo es mich hintreibt.»

32

Mark Grieder, Füllinsdorf

34 Pascal Waser, Ennetmoos

«Ein Austauschsemester in Asien machen.»

35 Stéphanie Sierro, Lausanne

«Lateinamerika bereisen und vor Ort einen Sozialeinsatz machen.»

37 40

Ramona Geiger, Luzern

«Mal eine richtig ausführliche, lange Fotostrecke machen.»

38

Martin Junghans, Zürich

Günther Löchnigg, Graz

Elisabeth Brüllhardt, St. Gallen

41

44

«Eine Reise um die Welt machen.»

Jörg Klaus, Speicher

«Glück suchen und finden.»

«Die Landschaft der Bretagne erleben.»

39

42

«Jeden Kontinenten mindestens einmal besucht haben.»

33 Cédric Voruz, Genf

«Mit dem Kajak den Geirangerfjord hinauf paddeln.»

36 Juliette Brull, Lausanne

«Einen Intensivtanzkurs machen.»

Lisa Monn, Bellinzona

«Dass es mir gelingt, im Leben nicht nur nach physischen Dingen zu streben, und dass ich den Tod mit einem Lied auf den Lippen begrüsse.»

43

Eduardo De Castro, Versoix

«Nach meiner Pensionierung häufiger nach Portugal fahren, um mit meiner Mutter im Garten zu arbeiten.»

«Mit einem Heissluftballon fliegen.»

Cédric Borgeal, Hermance

«In einer Welt leben, in der man Natur, Tiere und Menschen respektiert.»

45 Rosa Rigitano, Carasso

«Ein Jahr lang, anstatt zu arbeiten, die Leichtigkeit des Lebens in Südamerika geniessen.»

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Lebensträume

46

49

Denis Locher, Zug

Daniel Beck, Bern

«Mit wenig zufrieden sein.»

«Mein Versprechen an eine japanische Nonne einhalten, sie beim Bewachen einer historischen Flamme im Takamori-Soan-Kloster abzulösen.»

52 55

Denise Baur, Gossau

«Wieder einmal drei Monate auf Reisen gehen.»

Debora Haueter, Langnau

«Zusammen mit den Wiener Philharmonikern ein Klavierkonzert vor grossem Publikum geben.»

61

Larissa Stalder, Sursee

58

«Möglichst viele Sprachen lernen.»

Raffael Steger, Luzern

«Niemals aufhören, immer im Moment zu leben.»

62 Nik Campiche, Bischofszell

47

Flo Verdugo, Zürich

«Glücklich sein!»

53

50

Eveline Reumer, Frenkendorf

«Ein Jahr lang um die Welt reisen.»

Stefano Berna­ sconi, Bellinzona

«Jeden Abend den Kopf aufs Kissen legen können, in der Gelassenheit und Zufriedenheit, mein Bestes getan zu haben.»

56 Gabriela Grimm, Zug

«Die ganze Welt bereisen. Tahiti zum Beispiel würde ich gern mal sehen.»

59

«Zu Fuss auf den Mont Blanc gehen.»

Nico Rast, Luzern

«So viele Länder wie möglich bereisen.»

63

Jonas Götzinger, Zürich

«Kinder haben.»

48

Christopher Gustavsson, Thalwil

«Dass meine Maturaarbeit, das Modell eines nachhaltigen Atomreaktors, prämiert wird.»

14

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51 Kaspar Helfrich, Zürich

«Ein Zeppelin, in dem man wohnen kann.»

54 Jonathan Schmid, Hagendorn

«Eine Weltreise machen, unter anderem durch die USA, Brasilien und Australien.»

57

Reto Wigger, Zürich

«Sprachen aller unserer Nachbarländer und eine Orchideensprache wie Hindi lernen.»

60

Viviana Bonacina, Camorino

«Fernab der Zivilisation einen Ort schaffen, an dem die Menschen zu sich selbst finden und ihr inneres Gleichgewicht wiedererlangen können.»

64

Meinrad Schnü­ riger, Goldau

«Nach Südafrika reisen.»


65

68

Corinne Mabillard, Zürich

Ramon Aemmisegger, Dübendorf

«Einen Sommer lang ein grosses Haus in der Toskana bewohnen, mit Olivenbäumen im Garten.»

66 Ruedi Bachmann, Basel

«Dass alle Atomkraftwerke in der Schweiz per sofort abgeschaltet werden.»

67

Nadine Klett, Zürich

«Endlich wieder normal gehen können. Ich laufe seit Januar an Krücken.»

«Eine Weltreise. Ich würde gern die USA sehen, aber auch Südamerika und Australien.»

69

Fabian Steger, Zollikerberg

«Auf dem Mond stehen! Bis in fünfzig Jahren ist das ja vielleicht ganz normal.»

70 Delfina Kelmendi, Bern

«Eine Woche im Dschungel leben, um zu merken, wie selbstverständlich viele Dinge für uns hier sind.»

71

Stefan Schober, Hünenberg

«Irgendwann nur noch das machen zu müssen, was man auch tun will.»

72

Stefan Stadler, Fürigen

«Das Matterhorn besteigen.»

73

Gabriella Tomio, Worb

«Apulien sehen.»

74

77 80

«In einem schönen Haus im Lavaux leben, wo ich Bienen züchten und meine Familie geniessen kann.»

«Dorthin gelangen, wo sich die Qualität des Physischen mit dem Spirituellen, das uns innewohnt, vereint.»

Basile Salmon, Genf

75

Jana Ahlgrimm, Nyon

«Autofreie Tage in allen Schweizer Städten.»

76

Gina Affolter, Langenthal

«Jeden Kontinent mindestens einmal besucht haben.»

Deborah Zavaglia, Giubiasco

78

Tuncay Cicek, Luzern

«Die ganze Welt bereisen.»

79

Violetta Csiba, Basel

«Eine Weltreise machen, mindestens ein Jahr lang.»

Martin Walther, Zürich

«Fotografieren im Irak.»

81

Leonie Lydorf, Berlin

«Auf dem Landweg nach Vietnam reisen.»

82

Olivia Felber, Grosshöchstetten

«Meine Familie ist mein Lebenstraum.»

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83 Simone Mattli, Zürich

«Eine Bergtour in Neuseeland machen.»

84 Gabi Berli, Bauma

86

Sven Christen, Steinhausen

«In die USA, nach Australien und um die ganze Welt reisen.»

87

Bruno Affentranger, Luzern

«Leben am Meer mit Wind.»

«Schlagzeug spielen!»

85

Franz Otth, Basel

«Wieder so gesund sein, wie ich es einst war.»

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89 Lena Gampp, Zürich

«Einen Schweizer Viertausender besteigen.»

90 Hans Schären, Münsingen

«Mindestens ein Jahr lang reisen, mindestens bis nach Indien.»

Bernardita Gonzalez, Genf

«Eine eigene Hundezucht besitzen.»

93

Ayako Sugaya, Zürich

«Skydiving!»

«Mal noch jemanden treffen, der rundum glücklich ist, und mich mit ihr oder ihm unterhalten.»

Rita Zimmermann, Luzern

91

Marianne Hofer, Gisikon

«Eine Weltreise, mindestens bis nach Hawaii!»

95

Kamel Berkouk, Grenzach-Wyhlen

«Es gibt immer Dinge, von denen man träumen könnte, aber eigentlich habe ich alles, was ich mir wünsche.»

96

Maik Walter, Berlin

«Eine Australienreise machen.»

94

88

Denise Veraguth, Winterthur

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«Den Sonnenuntergang in den Bergen des Oman erleben. Ich war zwar schon dreimal dort, aber es bleibt ein Traum.»

97

Claudio Scaramella, Bellinzona

«Als Bergbauer auf einem kleinen Hof mit vielen Ziegen im Onsernonetal leben.»

98 Valérie Keller, Jonen

«Im Hotel Four Seasons auf meiner Trauminsel Bora Bora übernachten.»

99

Ueli Bischof, Luzern

«Auf einer Rutschbahn fahren, die vom Himmel auf die Erde runtergeht.»

100 Norina Frey, Zürich

«In Damaskus leben.»


Lebensträume

So wird der Sommer noch schöner Mit seinen Lebensträumen darf man sich ruhig etwas Zeit lassen im Leben. Gleichzeitig spricht nichts dagegen, die Schönheit des Moments zu geniessen und das Glück im Kleinen zu suchen. Die Migros hat hundert Ideen gesammelt, die den anstehenden Sommer spannender machen und für einzigartige Momente im Alltag sorgen. Text: Lukas Hadorn

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m Meer leben, neue Sprachen lernen, schneebedeckte Berge erklimmen – die Lebensträume der hundert Befragten auf den vorangegangenen Seiten sind bunt und vielseitig. Viele lassen sich realisieren, einige bleiben wohl für immer schöne Träume. Das ist gut so, schliesslich geht es bei Lebensträumen nicht nur darum, sie in die Realität umzusetzen. Träume haben auch die Aufgabe, uns «das Leben zu öffnen», wie der Philosoph Wilhelm Schmid auf den nachfolgenden Seiten erklärt. Schmid erinnert uns aber auch daran, das Glück nicht in die ferne Zukunft verschieben zu wollen, sondern es tagtäglich im Kleinen, Alltäglichen zu suchen. Den «Tag zu nutzen», wie es der römische Dichter Horaz formulierte. Wir finden: Nutze den Sommer! Denn wenn nicht dieser Sommer zum besten Sommer aller Zeiten wird – welcher dann?

© GettyImages

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as kompakte Büchlein «100 Dinge, die man diesen Sommer gemacht haben sollte» fasst hundert Ideen zusammen, die sich in den kommenden Wochen und Monaten verwirklichen lassen. Das beginnt beim Selber-GlaceMachen, zieht sich weiter zum Barfusstag und Sommerregen-Spaziergang und endet je nach persönlichem Gusto beim InselHopping, Streichel-Trekking oder GuerillaGardening. Hauptsache, man tut es. ●

Ausprobieren, erleben, entdecken

Das Sommerbuch «100 Dinge, die man diesen Sommer getan haben sollte» ist für 7.70 Franken in der Migros erhältlich. Vivai 3/14

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Lebensträume

”Wir tun gut daran, Glück und Zufriedenheit nicht in die ferne Zukunft zu verlegen „ Der Mensch braucht Träume, um die Möglichkeiten des Lebens auszuloten, sagt der Philosoph Wilhelm Schmid. Ob man sie realisiere oder nicht, sei zweitrangig. Er selbst träumt von Ecuador und einer Tasse Kaffee unter Greisen. Interview: Lukas Hadorn Foto: Gregor Hohenberg

Haben Sie auch Träume, Herr Schmid?

Diese Frage hat mich vor rund einem Jahr sehr stark beschäftigt, als ich sechzig Jahre alt geworden bin. Das hat mich getroffen wie der Blitz, und ich habe mich gefragt, was ich in meinem Leben bisher gemacht habe und welche Träume ich noch realisieren möchte. Und?

Ich habe immer von einer Reise um die Welt geträumt. Und jetzt ist die Zeit gekommen, diesen Traum in die Realität umzusetzen. Sobald ich pensioniert bin, werden meine Frau und ich damit beginnen, die Welt zu bereisen. Mit der Organisation haben wir bereits begonnen. Wo soll es denn hingehen?

Rundherum. Ein erster Schwerpunkt ist Ecuador. Dieses Land fasziniert mich. Vielleicht, weil der Äquator mittendurch führt. Oder weil unsere Bananen von dort kommen. Im Tal der Hundertjährigen soll es auch einen sehr guten Kaffee geben. Ich erhoffe mir einiges davon, dort eine Tasse zu trinken (lacht). Wie wichtig ist es, Träume auch wirklich zu realisieren, so wie Sie das tun?

Das ist keineswegs zwingend. Träume haben für den Menschen in erster Linie 18

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Philosoph Schmid Denken und schreiben Wilhelm Schmid (61) lebt als freier Philosoph in Berlin. Er ist einer der bekanntesten Philosophen im deutschsprachigen Raum und Autor zahlreicher Bücher. Sein jüngstes Werk, «Gelassenheit – Was wir gewinnen, wenn wir älter werden», Verlag Insel, schaffte es nur eine Woche nach der Veröffentlichung in die Top zwanzig der Spiegel-Bestsellerliste. 2012 erhielt Schmid den deutschen Meckatzer-PhilosophiePreis für besondere Verdienste bei der Vermittlung von Philosophie, 2013 wurde er von der Dr. Margrit Egnér-Stiftung für sein Werk zur Lebenskunst ausgezeichnet. Wilhelm Schmid ist im Wechsel mit der Schweizer Philosophin Katja Gentinetta als Kolumnist für Vivai tätig. www.lebenskunstphilosophie.de

eine transzendente Funktion. Das bedeutet, dass sie uns helfen, das Leben zu öffnen und den Horizont zu erweitern. Sie machen es möglich, dass wir auch in der Enge des Alltags unseren Gedanken und Gefühlen freien Lauf lassen. Dann können Träume also komplett unrealistisch sein?

Grundsätzlich schon, ja. Wobei es für viele Menschen wichtig ist, dass die Träume wenigstens realisierbar sind. Ob man sie dann realisiert, ist zweitrangig. Aber es sollte zumindest theoretisch möglich sein. Das ist der geistige, gedankliche Sinn von Träumen in unserem Leben: Sie geben uns Ziele und einen Zweck, für den wir leben. Brauchen wir solche Ziele?

Das scheint eine Besonderheit des Menschen zu sein, ja. Soweit wir es heute wissen, unterscheiden wir uns in diesem Punkt auch von den Tieren, die keine Projekte in ferner Zukunft konzipieren, um sie dann schrittweise umzusetzen. Der Mensch hingegen braucht etwas in der Ferne, worauf sich über die Zeit hinweg Spannung aufbauen lässt. Eine Weltreise zum Beispiel. So lautete Ihre Antwort, und es war auch die mit


XXXXxxxxxxx

Abstand häufigste Antwort in unserer Umfrage.

Ja, in unseren Wohlstandsgesellschaften scheint sich dieses Bedürfnis oft aufs Reisen zu verlegen. Daran lassen sich gut ein konkretes Ziel formulieren und konkrete Schritte, die man zur Erreichung des Ziels absolvieren muss. Was erwartet uns, wenn wir einen Traum realisieren und ein solches Ziel erreichen?

Vielleicht eine grosse Enttäuschung. Das muss natürlich nicht sein, oft ist es aber so. Gerade beim Reisen stellt man fest, dass die Welt immer eng ist, egal wo man sie erlebt. Darum sollte man nicht glauben, dass mit dem Erreichen eines Ziels alle Probleme gelöst sind. Schade.

Keineswegs! Das ist die Polarität des Lebens, dazu gehören die negativen und die positiven Aspekte. Die einen gibt es ohne die anderen nicht. Wer glücklich werden will, sollte also nach der alten Weisheit leben, dass der Weg das Ziel ist?

Unbedingt. Wir Menschen tun gut daran, Glück und Zufriedenheit nicht in die ferne Zukunft zu verlegen, zumal das ja

ohnehin keine ultimativen Lebensziele sind, sondern lediglich Etappen für unterwegs. Man kann zwischenzeitlich mal zufrieden sein oder sich eine Weile lang glücklich fühlen, aber wenn dieser Zustand zu lange andauert, wirds problematisch. Grosse Leistungen von uns Menschen sind jedenfalls nie aus einem Zustand des Glücks und der Zufriedenheit hervorgegangen.

Was sagen Sie jemandem, der keine Lebensträume hat?

Dass das gut so ist. Nicht alle Menschen brauchen Träume. Wer sie braucht, dem offenbaren sie sich. Dann aber lohnt es sich, gut hinzuhören und herauszufinden, ob mein Traum nur dazu da ist, mir die Möglichkeiten des Lebens aufzuzeigen, oder ob es an der Zeit ist, mein Leben in eine neue Richtung zu lenken. l Vivai 3/14

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Lebensraum Wiese

Die Wiesen-WG Wenn Sie diesen Text gelesen haben, werden Sie ihren Fuss nicht mehr achtlos auf eine Wiese setzen. Grüne Wiesen sind ein komplexes Lebensund Ökosystem mit vielen Bewohnern.

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Text: Atlant Bieri Fotos: Natalie Boo

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uf den ersten oberflächlichen Blick ist die Wiese nichts anderes als eine grüne Fläche, eine Art farbliches Hintergrundrauschen zwischen Baum, Haus und Strasse. Doch wer sich an den Rand einer Wiese begibt, hinunterkniet und seinen Kopf zwischen den Grashalmen versinken lässt, der entdeckt ein komplexes Ökosystem, vergleichbar mit dem eines tropischen Regenwaldes. Wiesen bestehen zwar zum grössten Teil aus Gras, doch das sind bei Weitem nicht die einzigen Pflanzen. Ein Quadratmeter kann bis zu hundert verschiedene Arten von Kräutern beherbergen. Unter ihnen finden sich Spitzwegerich, Margerite, Kuckucksnelke, Kriechender Günsel, Flockenblume, Veilchen und manchmal sogar Orchideen. Dieser enorme Reichtum ist nur möglich, weil es die Wiesenpflanzen geschafft haben, sich permanent einen Platz an der Sonne zu sichern. Dazu haben sie grössere Konkurrenten wie Sträucher oder Bäume aus ihrer Nähe verbannt. Um das zu erreichen, ziehen sie regelmässig die Aufmerksamkeit von sehr gefrässigen Freunden auf sich. Kühe, Pferde, Esel, Ziegen, Schafe, aber auch Wildtiere wie Rehe und Gemsen fallen über Wiesen her und fressen sie kahl. Diese «Naturkatastrophe» zerstört aufstrebende Sträucher und Bäume, doch Gräser und Kräuter überleben sie, ohne Schaden zu nehmen. 20

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Das liegt daran, dass sie eine Art Jungbrunnen besitzen. Biologen nennen ihn Wachstumszone, denn dort befinden sich Stammzellen, von denen sie sich immer wieder selbst erneuern können. Diese Wachstumszone schmiegt sich am Boden an und ist dadurch gegen zupfende Lippen und rupfende Zungen geschützt. Zwischen Stille und Lärm Wiesenpflanzen verbringen ihr Leben in ewigem Schweigen. Doch es gibt Bewohner zwischen den Halmen und Blättern, die der Stille für immer abgeschworen haben. 110 Arten von Heuschrecken veranstalten auf unseren Weiden und Heiden ein riesiges Freiluft-Zirpkonzert. Das eigentümliche Geräusch entsteht, wenn sie ihre Flügel aneinanderreiben. Auf ihnen befinden sich kleine Zähne, die die Flügel in Schwingung versetzen und sie damit zum Instrument werden lassen. Jede Heuschreckenart singt in einer anderen Tonlage und in einem anderen Rhythmus. Geübte Biologen können beim Gang durch eine Wiese die Arten allein anhand des Zirpgeräusches bestimmen. Einer der dominantesten Musikanten ist die Feldgrille. Die Männchen zirpen pedantisch genau. Denn wer hier pfuscht, bleibt ewig Junggeselle. «Die genaue Frequenz spielt eine wichtige Rolle. Männchen, die deutlich danebenliegen, haben schlechte Chancen bei den Weibchen»,

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erklärt Andrea Strässle von Pro Natura. Die Weibchen sind wie auch die Männchen flugunfähig. Sie können den Gesang eines potenziellen Partners bis auf zehn Meter Entfernung orten und krabbeln dem besten Sänger entgegen. Beim ersten Zusammentreffen verlässt sich das Weibchen jedoch nicht mehr auf sein Gehör, sondern auf seinen Tastsinn. Mit den Fühlern betastet es den Zukünftigen, und der macht dasselbe mit seiner Angebeteten. «Vermutlich machen sie das, um zu prüfen, ob es sich beim Gegenüber tatsächlich um einen Artgenossen und um das andere Geschlecht handelt», sagt Strässle. Über den Köpfen der Grillen vibriert die Luft von Millionen von Flügeln. Bienen, Libellen, Mücken, Schwebefliegen und Blattläuse füllen den Luftraum über

der Wiese. Teil dieser fliegenden Armada sind die Wildbienen. Pro Wiese tummeln sich bis zu fünfzig verschiedene Arten. Die grössten sind die Hummeln. Sie bauen ihre Nester in Mäuselöcher. Die Königinnen gehen sehr energisch vor bei der Wohnungssuche. In der Tat ist die HummelKönigin eine so imposante Erscheinung, dass sie mit etwas Nachdruck selbst eine ausgewachsene Feldmaus aus ihrem Bau schmeissen kann. Hummeln und andere Wildbienenarten sind langfristig überlebenswichtig für Wiesen. Denn die Insekten transportieren Pollen von einer Blüte zur anderen und verhelfen den Pflanzen so zur sexuellen Vermehrung. Nur durch diesen Prozess können sich Wiesenpflanzen an Umweltveränderungen wie etwa die derzeitige Klimaerwärmung anpassen.

Den Wildbienen lauern jedoch mächtige Feinde auf. In jedem Quadratmeter sind mehrere hundert Spinnen auf der Lauer. Zu den gefährlichsten zählen die Krabbenspinnen. Mit weit geöffneten Beinen warten sie auf dem Blütenrand, bis eine Wildbiene landet. Dann schnappen die Beine zu, und die Spinne saugt ihr Opfer gemütlich aus. Krabbenspinnen können ihre eigene Farbe wie ein Chamäleon der Farbe der Blüte anpassen. Dazu häuten sie sich und erscheinen mal in einem gelben, mal in einem weissen Kleid. Aber es gibt auch Jäger von einer ganz anderen Grössenordnung. Katzen, Füchse oder Hermeline tummeln sich gern im Gras. Sie jagen eine Beute, die sich in Tunnel unter der Erde verschanzt hat: die Schermaus. Pro Hektar können

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Die hier gezeigten Fotos sind folgendem Buch entnommen: »Wunderwelt Schweizer Wiesen», von Natalie Boo (Fotos) und Andrea Mueller (Texte). Aura Fotobuchverlag, ISBN: 978-3-906105-06-2, Ladenpreis: 78 Franken.

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Pilze als Friedensstifter Hier unten bei den Wurzeln liegt auch das Geheimnis des Zusammenlebens verborgen. Ein Ökosystem, das so dicht mit Leben bepackt ist, kommt nicht ohne Friedensstifter aus. Diese Aufgabe übernehmen die Pilze. Jedes Kilogramm Erde unter der Wiese enthält zehn Kilometer hauchdünne Pilzfäden. Sie bilden ein riesiges unterirdisches Netzwerk, an dem die meisten Pflanzen der Wiese mit ihren Wurzeln angeschlossen sind. «Diese Pilze sind für Wiesen extrem wichtig», sagt Marcel van der Heijden, Biologe bei der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope. «Sie fördern die Vielfalt der Pflanzen und ermöglichen vielen Kräutern mit Gräsern, zusammenzuleben», sagt er. Gräser sind gierig und würden am liebsten alle Nährstoffe im Boden für sich beanspruchen. Auf diese Weise würden andere Pflanzen darben. Doch die Pilze verhindern das, indem sie Nährstoffe aus dem Boden sammeln und an die Schwachen abliefern. Zu den Profiteuren gehören etwa der Rotklee, der Gewöhnliche Hornklee oder die Kleine Braunelle – Blütenpflanzen, die wiederum den Wildbienen als Nahrung dienen. Auf diese Weise schaffen die Pilze im Geheimen einen der vielfältigsten Lebensräume der Schweiz: die Wiese. ●

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bis zu tausend Mäuse leben. Die Schermaus ist eine Art unterirdisch lebende Minikuh, welche die Wiese von unten her abweidet. Statt Halme und Blätter frisst sie Wurzeln. Der Boden ist in dieser Hinsicht ein wahres Schlaraffenland.

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Im Königreich des Käses Die für das Käsesortiment der Migros verantwortliche Mifroma SA feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Ein guter Grund, den Käsekonsum in der Schweiz einmal etwas genauer zu betrachten. Recherche: Roland Linder und Lukas Hadorn Illustration: Martin Burgdorff

Schmelzkäse und Fertigfondue

Weichkäse (z. B. Camembert, Brie, Tomme)

7%

Das sind die liebsten Käse der Schweizer

Konsum nach Kategorien in Prozent

34 %

9%

Frischkäse (z. B. Mozzarella, Quark)

4% Hartkäse (z. B. Greyerzer, Emmentaler, Sbrinz)

Andere (z. B. Schafkäse)

16 % 30 %

Fonduegraben

Frisch muss die Käsemischung im Welschen sein, fixfertig aus dem Beutel bevorzugt man sie in der Deutschschweiz.

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Halbhartkäse (z. B. Appenzeller, Tilsiter, Vacherin)

21 kg Käse konsumieren Herr und Frau Schweizer pro Jahr im Schnitt.

Fondue oder Raclette?

Das fragte die «Saisonküche» ihre Leserschaft. 62 Prozent stehen auf Käse aus dem Pfännchen.


Käse in der Schweiz

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Jährlich werden in der Schweiz rund 3,5 Mio. Tonnen Milch zu Käse verarbeitet. Nur 0,4 Mio. Tonnen kommen als Frischmilch in den Handel.

8%

Übersee

18 % Italien

17 % Frankreich

Quellen: Mifroma SA, Switzerland Cheese Marketing AG, Swissmilk, Landwirtschaftlicher Informationsdienst

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Die wichtigsten Abnehmer

Ein Grossteil des Schweizer Käses wird in die Nachbarländer exportiert.

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Die zur M-Industrie gehörende Mifroma ist spezialisiert auf die Verarbeitung von Käse aus dem In- und Ausland. Gegründet 1964, ist das Unternehmen seit 2003 für das Käsesortiment der Migros zuständig.

Milch werden benötigt, um ein Kilo Käse zu produzieren.

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Der Psychologe rätselt …

Ein Dreiecks-Essmuster Eigentlich ist dem Ernährungspsychologen Robert Sempach alles klar, wenn nur die Couverts nicht wären. Ob er diese Knacknuss mit der Hilfe seines Arbeitskollegen Claudio löst? Fotos: Claudio Bader

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ind auf dem Laufbandfoto ein­ deutige Hinweise auf eine oder mehrere Personen zu erkennen? Mit dieser Frage eröffnen mein Arbeits­ kollege Claudio und ich ein interessantes Gespräch, das uns auf die Fährte führen soll, wer diesen Einkauf getätigt hat. Es fällt uns leicht, die Einstiegsfrage klar mit Ja zu beantworten. Mit der Zahnpasta werden Milchzähne geputzt. Das können all jene auf Anhieb erkennen, die das 26

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Wort Kids auf der Plastiktube in der Bild­ mitte entziffern können. Ich habe mir diese Artikelinfo auf einem Gang durch eine Migros­Filiale beschafft. Es gibt nämlich Kinderzahnpasten Kids und Junior. Erstere wird für die Lebensphase von null bis sechs Jahre empfohlen. Damit lässt sich eine Person ziemlich klar be­ stimmen. In dem gesuchten Haushalt lebt ein Kind, das bereits am Familientisch mitisst. Da keine Artikel für Kleinkinder

eingekauft wurden, besucht es vermutlich schon den Kindergarten. Holunderblüten­ sirup, Schoko­Reiswaffeln und Lilibiggs­ Joghurts bestätigen unsere Vermutung. Wir sind von unseren ersten Schluss­ folgerungen restlos überzeugt, und sie beflügeln uns, mehr über den Haushalt beziehungsweise die Familie des Kindes herauszufinden. Claudio weist darauf hin, dass in der Familie schmackhaftes und abwechslungs­


Dieser Einkauf wurde in der Migros S. Antonino TI getätigt.

reiches Essen besonders geschätzt wird. Grüne Spargeln, Passionsfrüchte, Avocado, Erdbeeren und Cherrytomaten zeugen von einer ausgeprägten Vorliebe für Geschmacksnuancen. Sicher wird auch gern gekocht und gebacken. Schnell haben wir drei bis vier Menüs ausgemacht, die mit den gekauften Nahrungsmitteln zubereitet werden können. Dabei fällt uns ein Essmuster auf, das sich innerhalb des Dreiecks pragmatisch–flexibel–genussvoll bewegt. Das Pouletfleisch etwa wird mit der Würzmischung von Pancho Villa gewürzt. Bei knappem Zeitbudget kommen die Gnocchi mit Spiegeleiern und zum Beispiel der bereits zubereitete Randensalat zum Einsatz. Wir sind uns einig: Dies spricht ziemlich eindeutig für eine junge Familie mit berufstätigen Eltern und ihrem bereits beschriebenen Kind im Vorschulalter. Sie dürften rund 35 Jahre alt sein und eher in einer Tessiner Stadt als auf

„Die Palette der

Artikel weist auf berufstätige Eltern mit einem Kind im Vorschulalter hin.„ Der Ernährungspsychologe Dr. Robert Sempach ist Projektleiter Gesundheit beim Migros-Kulturprozent. Sein aktuelles Projekt: «Tavolata» – Tischrunden für ältere Menschen. Infos: www.tavolata.net

dem Land leben. Die Region lässt sich aus der speziellen Milchpackung und den Bandschiebern ableiten. Zum Schluss dreht sich unsere Diskussion um die Frage, welche Informationen wir den Briefumschlägen und den Delizio-Espresso-Kapseln Brasil entlocken könnten. Letztere passen gut zu dem Familienbild, das wir aus dem Einkauf herausgelesen haben. Die seltene Kaffeesorte Yellow Bourbon aus Brasilien ist erst seit Kurzem im Angebot der Migros. Sie steht für Qualität und Geschmack. Die C6-Briefumschläge können wir hingegen nicht so richtig einordnen, und wir lassen sie als symbolischen Mahnfinger dafür stehen, dass man sich auch zu zweit irren kann, selbst wenn man sich seiner Sache noch so sicher ist.

Wer wars? Zur Auflösung umblättern. Vivai 3/14

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Die Auflösung Eingekauft hat die 38-jährige Patrizia Lanzillo Demarchi. Die Vollzeit-Mama lebt mit ihrem Mann Jason Demarchi (39) und den Kindern Giada (5) und Oliver (2) in Magadino TI. Bei ihnen wird jeden Tag frisch gekocht.

ie Analyse ist richtig: Wir sind eine junge Familie. Ich dachte mir, dass die Lilibiggs-Zahnpasta Dr. Sempach auf die richtig Fährte führen würde. Doch wir haben nicht ein Kind, sondern zwei. Bei uns gibt es neben den Haupt- für die Kinder zwei Zwischenmahlzeiten, etwa Schoko-Reiswaffeln oder LilibiggsJoghurts mit Erdbeeren oder Gemüse zum Knabbern. Cherrytomaten und Karottensticks finde ich sehr praktisch. Auch der Sirup war für die Kinder. Die Eier brauchte ich für einen Apfelkuchen. Mittags isst mein Mann auswärts, Giada im Kindergarten. Für Oliver und mich koche ich schnelle Gerichte wie Gnocchi mit Rahm und Schinken. Abends steht mein Mann oder ich am Herd, und wir essen alle zusammen. Wenn wir Zeit haben, kochen wir etwas Aufwändigeres wie Lasagne. Auch Risotto mögen wir gern. Ab und zu probieren wir neue Rezepte aus. So kamen die Tex-Mex-PouletFajitas auf den Speiseplan. Das gegarte Fleisch kommt mit den warmen Tortillas und den Zutaten für die Füllung auf den Tisch. Dann kann jeder seine Tortilla nach Belieben belegen. Briefumschläge haben uns schon seit Längerem gefehlt. Und den brasilianischen Espresso habe ich gekauft, weil wir Kaffee brauchten und ich diese neue Sorte probieren wollte. ● Aufgezeichnet von Alda Viviani

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Die Geschmacksfrage Viele essen fast täglich Glutamat als Bestandteil von Saucen, Würze, aber auch ganz natürlich in Käse oder Tomaten. Der Geschmacksverstärker ist in letzter Zeit in Verruf geraten. Das sollte man darüber wissen. Text: Marianne Botta Diener

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er Zusatz «enthält Glutamat» in Menükarten oder Fertiggerichten verdirbt so manchem die Lust aufs Essen. Der Ruf des Geschmacksverstärkers ist seit einigen Jahren angeschlagen. Dabei galt Glutamat als eine der Genuss-Entdeckungen des 20.Jahrhunderts. Höchste Zeit also, das Thema eingehender zu betrachten. Das gleich vorweg: In vielen Lebensmitteln wie Eiern, Tomaten, Käse und Hefe kommen diese sogenannten Glutamate als natürliche Bestandteile vor. Es handelt sich dabei um Verbindungen des Proteinbaustoffs Glutaminsäure. Da Glutamat den Eigengeschmack von Speisen unterstützt, wird es seit mehr als hundert Jahren industriell verarbeiteten Lebensmitteln zugegeben. Ein Grossteil der Schweizer isst so täglich Glutamat in Suppen, Saucen oder Streuwürzen und Bouillons. Glutamate kommen in zwei Formen vor. Sie können in Proteine eingebunden oder frei sein. Freie Glutamate entstehen erst beim Reifen oder bei der Gärung von Lebensmitteln oder während der Verdauung im menschlichen Körper. Nur freies Glutamat ist aber verantwortlich für den charakteristischen Geschmack, der neben süss, bitter, sauer und salzig die fünfte Geschmacksrichtung bildet: umami, sprich bouillonartig und herzhaft. Werden Glutamate einem Lebensmittel als Zusatzstoff zugegeben, müssen sie namentlich oder als E620 bis E625 in der Zutatenliste aufgeführt werden. Das zuge30

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”Natürliches Glutamat gelangt nur langsam ins Blut. „

setzte Glutamat ist meistens eine Verbindung aus Glutaminsäure und Natrium. Natrium bildet zusammen mit Chlor auch das gewöhnliche Kochsalz. Natriumglutamat (E621) wird unter anderem für Aromat oder Mirador verwendet. Glutamate können auch in Zutaten wie Milcheiweisskonzentrat, Hefeextrakt oder Tomatenpulver enthalten sein. Dieselbe Menge Glutamat wie in einem Löffel Mirador steckt auch in zwei Tomaten. Der Leiter des Kantonalen Laboratoriums Bern, Otmar Deflorin, betont: «Zusatzstoffe werden vom Bund nur zugelassen, wenn sie toxikologisch unbedenklich sind.» Unterschiedliche Wirkung im Körper Was passiert mit den Glutamaten, wenn wir sie zu uns genommen haben? Freies Glutamat wird im Darm für die Energieproduktion benutzt und erfüllt im Gehirn die Funktion eines Neurotransmitters, überträgt also Nervenimpulse. Der Körper kann es allerdings selber produzieren. Mit einer normalen Mischkost nehmen wir täglich etwa 8 bis 12 Gramm Glutamat über Eier, Tomaten, Milch und ähnliche Lebensmittel auf. Diese natürlichen Glutamate gelangen in geringen Mengen nur langsam ins Blut. Reines Glutamat als Zusatzsstoff wirkt anders: es kann, zum Beispiel nach dem Genuss einer Fertigsuppe auf nüchternen Magen, den Glutamatspiegel im Blut rasch vervielfachen. Natürliches Glutamat zeigt dem Körper eiweissreiche Nahrung an. Aber davon ist


Glutamat

Enthält Glutamat

In Tomaten ist Glutamat als natürlicher Bestandteil enthalten.

© bab.ch, iStockphoto, Shutterstock (Montage: Vivai)

Vor allem in der asiatischen Küche wird oft mit GlutamatZusatz gekocht.

Für den herzhaften Geschmack von Käse ist unter anderem natürliches Glutamat verantwortlich.

in manchen industriell hergestellten Lebensmitteln nichts oder wenig vorhanden. Beim Genuss von Glutamat werden Speichelfluss und damit der Appetit angeregt. Eine mögliche Folge ist mehr Hunger, und das kann heissen: drohendes Übergewicht. David Fäh, Arzt und Ernährungsexperte, bemerkt dazu: «Ob und wie Glutamat den Appetit und die Sättigung beeinflusst, ist nicht restlos geklärt. Denkbar ist auch, dass man mehr glutamathaltige Lebensmittel isst, aber damit länger satt bleibt, je nachdem, was genau man gegessen hat.» Mögliche Unverträglichkeit Besonders sensible Menschen reagieren auf durch Glutamat verstärkte Nahrungsmittel mit Unverträglichkeiten; auch bekannt unter dem «Chinarestaurant-Syndrom». Mehrere Studien konnten aber keinen eindeutigen Zusammenhang finden. Auch für eine Verbindung mit Alzheimer, Parkinson oder Krebs gibt es noch keinerlei Beweise. Über neunzig Prozent der Bevölkerung scheinen Glutamat problemlos zu vertragen. David Fäh schätzt die Risiken als gering ein. «Es scheint darauf anzukommen, was man damit würzt. Wenn man etwas Gesundes wie Salat oder Gemüse damit würzt, dann gewöhnt man sich daran und mag das Nahrungsmittel lieber, selbst wenn man es später nicht mehr damit würzt. Umgekehrt sollte man darum Ungesundes eher nicht mit Glutamat würzen.» Es gibt bisher also kaum stichhaltige Beweise für die Schädlichkeit des Zusatzstoffes Glutamat. Trotzdem steigt die Nachfrage nach Lebensmitteln ohne zugesetztes Glutamat. Annina Erb, die Leiterin für Ernährung und Gesundheit beim Migros-Genossenschafts-Bund, sagt: «Es werden tendenziell immer weniger Geschmacksverstärker eingesetzt.» In den Sortimenten Suppen/Bouillons und Fertiggerichte wird, wo möglich, auf Glutamat verzichtet. Wer mit frischen Kräutern, mit Salz und natürlichen Gewürzen kocht, hat ausserdem eine gute Alternative zum Geschmacksverstärker. ● Vivai 3/14

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Stimmts?

Sprichwörtlich gesund Kann man dem Volksmund in Gesundheitsfragen vertrauen? Ja, zumindest teilweise. Wir haben Experten nach dem wahren Kern der Sprichwörter gefragt. Text: Ruth Hoffmann Illustrationen: Martin Haake

”Ein Apfel am Tag ersetzt den Arzt „ Die Engländer sagen: «An Apple a day keeps the doctor away.» Doch selbst die gesündeste Ernährung garantiert nicht, dass man keinen Arzt braucht. Wer täglich einen Apfel isst, kommt diesem Ziel aber ein ganzes Stück näher: Zahlreiche wissenschaftliche Studien bescheinigen dem Lieblingsobst der Schweizer das Zeug zum Allroundtalent. Regelmässig genossen, reduzieren Äpfel das Risiko, Asthma oder Lungenund Dickdarmkrebs zu bekommen. Dafür sorgen neben den reich32

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lich enthaltenen Ballaststoffen verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide. Sie hemmen im Körper entzündliche Prozesse, verbessern die Fliesseigenschaften des Blutes und wirken antioxidativ, also zellschützend. «Britische Wissenschaftler konnten zudem kürzlich nachweisen, dass der tägliche Apfel das Risiko, an einer Herz-KreislaufErkrankung zu sterben, genauso stark vermindern könne wie die Einnahme eines cholesterinsenkenden Medikaments», sagt David Fäh, Arzt und Wissenschaftler am Institut für Sozialund Präventivmedizin der Universität Zürich. «Nur dass Äpfel im Gegensatz zu Tabletten keine Nebenwirkungen haben. Höchstens positive, indem sie sich zum Beispiel regulierend auf das Körpergewicht auswirken.


”Lachen ist die beste Medizin „

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Gelotologie nennt sich die Wissenschaft von den Auswirkungen des Lachens. Und in den knapp fünfzig Jahren ihres Bestehens hat sie einen ganzen Berg von Belegen dafür zusammengetragen, wie segensreich sich das Lachen auf Psyche und (!) Körper auswirkt. «Vor allen Dingen trainiert es das Herz-Kreislaufsystem», sagt Michael Titze, Gelotologe und Dozent an der Akademie für Individualpsychologie in Kloten. Stresshormone würden abgebaut, sämtliche Körperzellen bekämen mehr Sauerstoff, die Muskulatur entspanne sich, der Herzschlag normalisiere sich und der Blutdruck sinke. «Schliesslich kommt es zur Ausschüttung von sogenannten Endorphinen.» Das sind schmerzlindernde Hormone, die auch den Beinamen Glückshormone tragen und im Blut sonst nur nach längerer sportlicher Betätigung nachweisbar sind. «Wer viel lacht, lebt erwiesenermassen gesünder – und länger.»

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Stimmts?

”Wer rastet, der rostet „ «Ein wunderbarer Satz, der die Dinge perfekt auf den Punkt bringt», sagt Susi Kriemler, Professorin für Sportmedizin an der Universität Zürich. «Für unsere körperliche und geistige Gesundheit ist regelmässige Bewegung unverzichtbar, und das Bild vom Rosten ist da sehr passend. Es impliziert ja, dass man vor­ her gelaufen ist und nun durch Stillstand Rost ansetzt, also zum Beispiel Kalk­ ablagerungen in den Gefässen. Am schlimmsten ist die Kombination aus fehlender Bewegung und Übergewicht.» Wer die Maschine aber im wahrsten Sinne des Wortes am Laufen hält, wird

reich belohnt: Regelmässige Bewegung reduziert das Risiko von Herzkrank­ heiten oder Brustkrebs um 40 Prozent, das eines Hüftbruchs um 55 Prozent. Sie mildert die Symptome von Diabetes Typ 2 um 58 Prozent und schützt nach überstandener Depression besser vor einem Rückfall als Psychopharmaka. Überhaupt schneiden Medikamente im Vergleich zum Teil erheblich schlechter ab. Sich regen, bringt also tatsächlich Segen, und es muss bei Weitem nicht der Marathon sein: Schon dreissig Minu­ ten täglich genügen, um das Rosten zu verhindern, und die sind schnell bei­ sammen, wenn Sie, wann immer es geht, Wege zu Fuss oder mit dem Velo zurücklegen und konsequent auf Lift oder Rolltreppe verzichten.

”Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste „ «So pauschal kann man das nicht sagen», erklärt Micheline Maire, Doktorandin am Zentrum für Chrono­ biologie der Universitätskliniken Basel. «Am wichtigsten für die Er­ holung sind die Tiefschlafphasen, die sich mit anderen Phasen abwech­ seln und in den ersten Stunden nach dem Einschlafen häufiger vorkom­ men als am Ende der Nacht. Die Uhrzeit spielt dabei aber keine Rolle. Wer zu den Abendtypen, den soge­ nannten Eulen, gehört und darum lieber später ins Bett geht, bekommt seinen erholsamen Tiefschlaf also genauso wie die Lerchen, die ihn sich schon vor Mitternacht holen.» Vivai 3/14

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Gourmet-Flussfahrten

NEU 2014

Exklusives Leistungspaket ■ Mittelthurgau-Reiseleitung ■ Busbegleitung ab der Schweiz ■ Vollpension an Bord

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Thomas Dorfer – Innovativer Spitzenkoch Österreichs Gault Millau zeichnete ihn als Koch des Jahres aus. Er gilt als «Österreichs Antwort auf Andreas Caminada». Thomas Dorfer kocht im Landhaus Bacher. Seit genau 20 Jahren hält man im Landhaus Bacher drei Hauben – 18 Gault-Millau-Punkte. Kulinarisch grenzte sich Lisl Bachers kongenialer Spitzenkoch und Schwiegersohn nie von der Meisterköchin ab. Und doch hat Dorfer mit vielen Gerichten längst seinen eigenen Weg eingeschlagen. Kritiker und Geniesser bezeichnen seinen Stil als «unverwechselbar genial».

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Gilles Tournadre – Frische und Liebe zu den Produkten Mit 16 Jahren kam er in die harte Schule in der «Couronne» in Rouen, einer Institution auf der Place du Vieux Marché. Seine Lehrjahre als Koch in ganz Frankreich schloss er im «Château d’Audrieu» im Calvados ab. Mit seiner Frau führt er in seiner Heimatstadt Rouen das «Restaurant Gill», am Ufer der Seine. Der Maître ist von Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnet und wird auf der «Excellence Royal» für die Mittelthurgau-Gäste seine Kunst zelebrieren.

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Irma Dütsch – Grande Dame de la Haute Cuisine Ihre Karriere ist so legendär wie ihre Kochkunst. Sie arbeitete erfolgreich im Ausland, bevor sie gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Jörg Dütsch während mehr als 30 Jahren das Restaurant Fletschhorn in Saas Fee betrieb, das sie zu grossem Ruhm führte. Für ihre Kochkunst wurde sie unter anderem mit einem Michelin Stern, dem Clé d’Or und von Gault Millau mit 18 Punkten ausgezeichnet. 1994 wurde sie, als erste Frau der Schweiz, zur «Cuisinière de l’année» gewählt.

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Rabatt Reisedatum 2014 05.10.–12.10.14 Preise pro Person Fr. Kabinentyp Katalogpreis Sofortpreis 2-Bett-Kabine Hauptdeck 2495.– 1995.– 2-Bett-Kab., frz. Balkon, Mitteldeck 3065.– 2395.– 2-Bett-Kab., frz. Balkon, Oberdeck 3245.– 2595.– Unsere Leistungen Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord, Gebühren, Hafentaxen Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung Ausflüge und Gourmet-Progamm inklusive Abfahrtsorte 06:30 Burgdorf ; 06:45 Basel SBB; 07:20 Aarau SBB; 08:00 Baden-Rütihof ; 08:30 Zürich-Flughafen, Reisebusterminal ; 08:50 Winterthur, Rosenberg, 09:15 Wil Internet eppas2_ku Buchungscode

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Exquisite Weindegustationen bei Spitzenweinkellereien Flussfahrt mit Excellence Princess auf der Donau Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. 2. Tag: Melk–Wien. Besichtigung Benediktinerstift Melk (*). Thomas Dorfer lädt zu einem exklusiven Menü ein (*). 3. Tag: Wien. Stadtrundgang (*) Wien. Zum Abendessen werden wir kulinarisch mit einem exklusiven Gourmet-Menü von Irma Dütsch verwöhnt. 4. Tag: Budapest. Stadtrundfahrt (*) mit Besuch der Budapester Markthallen. Beim Chefkoch József Révész werden wir in seinem Lokal ein feuriges Gulasch verkosten. 5. Tag: Budapest–Esztergom. Im historischen Schloss Château Béla tafeln wir ein mehrgängiges Abendessen (*). 6. Tag: Bratislava. Fak. Führung Bratislava (CHF 25.–). Zum Abendessen werden wir von Irma Dütsch verwöhnt 7. Tag: Dürnstein. Besuch (*) des renommierten Weingutes «Domäne Wachau». 8. Tag: Passau–Schweiz. Ausschiffung und Busrückreise. ■

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Gourmet Seine

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Reisedatum 2014 20.09.–27.09.14 Preise pro Person

Fahrt auf der Route du Cidre und Route du Calvados ■ Flussfahrt mit Excellence Royal auf der Seine Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Paris. Busanreise nach Paris. 2. Tag: Vernon (Giverny)–Caudebec-en-Caux. Wir besichtigen Haus und Garten des berühmten Impressionisten Claude Monet. Zum Abendessen werden wir von Irma Dütsch verwöhnt. 3. Tag: Caudebec-en-Caux–(Honfleur). Wir besuchen den Fischmarkt von Trouville. Zum Mittagessen besuchen wir ein Spezialitäten-Restaurant der Normandie. Anschliessend Fahrt auf der Route du Cidre und Route du Calvados. Calvados-Degustation. 4. Tag: (Etretat)–Rouen. Ausflug zur Alabasterküste mit ihren hoch aufragenden Kreideklippen in Etretat. 5. Tag: Rouen. Stadtrundgang Rouen. Gilles Tournadre lädt zu einem exklusiven Menu ein. 6. Tag: Paris. Stadtrundfahrt Paris und Mittagessen in einer typischen Brasserie. 7. Tag: Paris. Fak. Besuch des Pariser Grossmarktes inkl. Frühstück in Rungis (CHF 85.–). Abends Menü von Irma Dütsch. 8. Tag: Paris–Schweiz. Ausschiffung und Busrückreise. ■

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Kabinentyp Katalogpreis 2-Bett-Kabine Hauptdeck 2600.– 2-Bett-Kab., frz. Balkon, Mitteldeck 3060.– Unsere Leistungen Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord, Gebühren, Hafentaxen Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung Ausflüge und Gourmet-Progamm inklusive Abfahrtsorte

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Stimmts?

”Was man abends isst, setzt sich auf die Hüften „ Also das Znacht weglassen und schon wird man schlank? Ganz so einfach geht es leider nicht. «Wenn Leute aufs Abendessen verzichten, aber sonst immer wieder zwischendurch etwas essen, klappt es mit dem Abnehmen nicht. Denn entscheidend ist die gesamte Kalorienbilanz», erklärt der Mediziner David Fäh. «Erhält der Körper mehr Kalorien, als er braucht, nimmt man zu.» Das Znacht sei eine prima Möglichkeit, Kalorien zu sparen, denn es müsse nicht so lange satt machen wie Zmorge oder Zmittag. «Wer abnehmen will, sollte abends nur so viel essen, dass er bis zum Einschlafen keinen Hunger bekommt. Auch für den Hormonstoffwechsel ist es besser, abends auf üppige Mahlzeiten zu verzichten, weil dann während der Nacht der Insulinspiegel sinken kann.»

”Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr „ Noch bis vor fünfzehn Jahren ging man davon aus, dass der Mensch mit einem fertig entwickelten Gehirn auf die Welt kommt, das sich ab einem bestimmten Alter nur noch zurückentwickelt. «So entstand die unselige Idee der Frühförderung im Kleinstkind- und Vorschulalter, mit der Kinder heute leider noch immer geplagt werden», sagt Martin Meyer, Leiter der Arbeitsgruppe für Plastizitäts- und Lernforschung des gesunden Alterns an der Universität Zürich. «Dabei wissen wir mittlerweile, dass sich Hänschen auch ohne Klavier- und Chinesischunterricht bestens entwickeln würde.» Allein die Ausbildung der Wahrnehmungssinne müsse tatsächlich in frühester Kindheit

stattfinden. Würde man etwa einem Neugeborenen vier Wochen lang die Augen verbinden, hätte es einen Entwicklungsrückstand, der nicht mehr aufzuholen wäre. «Ansonsten aber gibt es keine Zeitfenster, die sich irgendwann schliessen und darum zwanghaft genutzt werden müssen – das Gehirn verändert seine neuronalen Strukturen ununterbrochen, ein Leben lang», erklärt Meyer. Durch diese sogenannte Neuroplastizität sei der Mensch bis ins hohe Alter in der Lage, sich neue Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen – wenn er denn wolle. Zwar baue das Hirn in einem Alter von etwa 65 Jahren allmählich ab, seine kognitive Leistungsfähigkeit liesse dabei jedoch nur kaum merklich nach. «Offenbar kommt es auch mit weniger Substanz zurecht», sagt Martin Meyer. Das ältere Hirn lerne anders als das junge, aber nicht schlechter. Es greife auf vorhandenes Wissen und Erfahrungen zurück. «Wir sind immer noch am Anfang der Forschung und erleben täglich mit grossem Staunen, was alternde Gehirne zu leisten vermögen.» l Vivai 3/14

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Leicht & gesund

Makrele

Ein relativ fettiger Fisch, aber Fettsäuren von der guten, ungesättigten Sorte. Rapsöl

Dank Omega-6- und Omega3-Fettsäuren eines der gesündesten Speiseöle. Grünes Gemüse

Unterstützt dank Chlorophyll, einem sekundären Pflanzenstoff, das menschliche Immunsystem.

Nahrung fürs Gehirn Wer sich ausgewogen ernähren möchte, sollte eine ausreichende Menge Fett nicht vergessen. Darum empfehlen wir ein Gericht, das auch die grauen Zellen freut. Text: Lukas Hadorn Rezept: Lina Projer Foto: Pia Grimbühler

© iStockphoto (Montage: Vivai)

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s kann ja schon mal vorkommen, dass man im Laden steht mit einem leeren Einkaufswagen und einem ebensolchen Gehirn. Eben hatte man sich noch das raffinierte Gericht ausgemalt, mit dem man den wohlverdienten Feierabend stilgerecht begehen würde, und – zack! – nichts als Flimmern vor dem inneren Auge. Na gut, dann gibts halt wieder Spaghetti al pesto. Die gute Nachricht ist ja die, dass Leute, die immer wieder die gleichen Rezepte kochen, einer Studie zufolge deutlich weniger Lebensmittel wegschmeissen als jene, die täglich mit Rezeptschnipseln durch den Supermarkt tigern und die Angestellten mit Forderungen nach Kurkuma, Belper Knollen oder Pfälzer Karotten in die Enge treiben.

Die schlechte Nachricht: Sie sind vergesslich. Diesem Problem wirkt unser Gericht entgegen. Denn Fisch, das haben Forscher in Norwegen herausgefunden, ist gut fürs Gehirn. Das liegt an den Omega-3-Fettsäuren, die zu den als gesund geltenden, ungesättigten Fettsäuren zählen. Den Fisch unterlegen wir mit knackigem Gemüse in Grün – der Farbe der Kreativität. Kleiner Wink mit der Rettichsprosse. Zutaten und Zubereitung (2 Pers.) 300 g Makrelenfilets, Salz, Pfeffer, 1 TL hoch erhitzbares HOLL-Rapsöl, 250 g grünes, roh essbares Gemüse (zum Beispiel Lattich, Kefen, Frühlingszwiebeln, Kohlrabi oder Spargel), ein halber grüner Peperoncino, eine halbe Limette, 1 Prise Rohzucker, wenig Wasabipaste, 3 EL Rapsöl,

1 EL Sojasauce, Salz und ein paar Rettichsprossen. Makrele mit Salz und Pfeffer würzen, Rapsöl in einer Bratpfanne erhitzen, Fisch darin bei mittlerer Hitze beidseitig circa zwei Minuten braten. Unterdessen Gemüse in feine Streifen hobeln oder schneiden. Den Peperoncino in Ringe schneiden. Limette auspressen, mit dem Zucker, der Wasabipaste, dem Öl und der Sojasauce zu einem Dressing verrühren. Sauce mit dem Gemüse mischen, das Ganze mit Salz abschmecken. Zuletzt die Makrele auf dem Salat anrichten und die Rettichsprossen darüberstreuen. Zubereitung: circa 15 Minuten. Pro Person enthält das Gericht 32 g Eiweiss, 36 g Fett und 4 g Kohlenhydrate (470 kcal). ●


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M-Classic Joghurt

Die Mischung machts Was der schöne Kevin aus der Grundschule und die schöne Helena aus der griechischen Mythologie gemeinsam haben, liegt nicht unbedingt auf der Hand. Es hat auch nur entfernt mit Joghurt zu tun. Text: Lukas Hadorn Fotos: Yves Roth

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evin und Chantal haben ein gemeinsames Problem. Sie gelten als leistungsschwach und verhaltensauffällig. Um welchen Kevin und um welche Chantal es sich konkret handelt, spielt keine Rolle. Der Name ist Programm. So jedenfalls das Ergebnis einer Studie der Universität Oldenburg aus dem Jahr 2009. Wer mit einem trendigen Vornamen in der Primarschule aufkreuzt, hat bei den Lehrern verloren, bevor die erste Prüfung geschrieben ist. Du bist, wie du heisst. Seither bezeichnet man das Phänomen gern auch als Kevinismus respektive Chantalismus. Gemein, oder? Aber so sind wir Menschen nun mal. Wir assoziieren, was das Zeug hält, tagtäglich, tausendfach. Wer 20 Minuten sagt, fühlt Druckerschwärze an den Fingern, der Anblick griechischer Oliven ruft uns die Eurokrise ins Gedächtnis, und hören wir die Stimme von alt Bundesrat Merz, denken wir an Bündnerfleisch. Ergibt alles keinen Sinn, aber eben irgendwie doch. Auch mir geht es so. Als kürzlich in einer Fernseh-Quizsendung nach der schönen Helena aus der griechischen Mythologie gefragt wurde, dachte ich spontan an Joghurt. Zunächst war mir gar nicht klar, warum. Bis ich mich daran erinnerte, dass ich einst eine Phase durchlebte, in der ich so ziemlich jede Mahlzeit des Tages mit dem Verzehr eines Joghurts namens Belle Hélène beschloss. Schokolade mit Birnenstückchen. Sie kennen es 40

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wahrscheinlich. Ich suchte die nächstbeste Migros auf, und – siehe da! – es steht auch heute noch im Kühlregal. Wie ich so dastand und meinen Blick zwischen Bio und Bifidus, Classic und Excellence schweifen liess, fiel mir auf, welch sonderbares Segment das der Joghurts doch ist. Es scheint geschmackliche

Online User forderten Her mit der Hélène! Der Aufschrei war laut, als die Migros im Jahr 2012 die saisonal erhältliche Joghurt-Geschmacksrichtung Belle Hélène aus ihrem Sortiment entfernte. Insbesondere in der Deutschschweiz forderten die Kundinnen und Kunden das Produkt zurück – und stiessen auf offene Ohren. Im Herbst nahm die Migros Belle Hélène wieder ins Sortiment auf, und zwar ganzjährig. «Drama mit Happy End», titelte der Migipedia-Blog. «Ein schönes und starkes Zeichen dafür, dass die hier artikulierten Anliegen auch ankommen und etwas bewirken», kommentierte eine dankbare Migipedia-Userin.

Kombinationen zu geben, die einzig in diesem Universum existieren – und das schon seit gefühlten Jahrzehnten. Birne/ Schokolade gehört genauso dazu wie Apfel/Mango oder Rhabarber/Vanille. Oder das gute alte Pêche Melba. Mein persönlicher Favorit: Schokolade/Kokos. Oder einfacher ausgedrückt: Schokosnuss. Erfrischendes, leicht säuerliches Kokosnuss-Joghurt mit zarten Schokolade-Flocken drin. Himmlisch. Eine bessere Kombination gibt es nicht, finde ich. Herr und Frau Schweizer sehen das fast genauso. Hinter Apfel/Mango (5,5 Millionen Stück) ist Schokosnuss mit jährlich 3,8 Millionen verkauften Bechern die zweitbeliebteste Geschmackscombo. Besonders beliebt ist es laut Marktforschung bei der jüngeren Kundschaft im Alter zwischen 19 und 45 Jahren. Ich nehme an, dass dies an den vielen Kevins liegt, die mit Schokosnuss-Joghurts ihren schulischen Frust kompensieren. Bei der älteren Kundschaft liegt Rhabarber/Vanille vorne, was mich keineswegs überrascht, assoziiere ich Rhabarber doch spontan mit meiner Grossmutter. Sie heisst zum Glück nicht Chantal. Bei Belle Hélène denke ich übrigens neuerdings nicht mehr an Joghurt, sondern an Primarlehrer. Denn diese hätten vermutlich auch nicht gewusst, mit wem die schöne Helena laut griechischer Mythologie ein aussereheliches Techtelmechtel hatte. Es war Paris. Klingt verhaltensauffällig, finden Sie nicht? ●


”Leicht säuerlich, erfrischend, mit SchokoFlocken drin. Himmlisch. „


Jetzt gehts rund Der Ball ist nicht nur zum Kicken da. Lassen wir die Fussballer in Brasilien spielen. Wir zeigen, wie man auch daheim beim Workout am Ball bleibt. Text: Petra Koci

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Ballsport

© GettyImages

Der Gymnastikball kräftigt die Muskeln Wer den Sitzball nutzt, stärkt seine Rückenmuskulatur und hält die Wirbelsäule gerader als auf dem Stuhl, hiess es früher. Heute empfehlen Mediziner, nicht länger als eine halbe Stunde am Stück darauf zu sitzen. Sonst könnten die Muskeln überstrapaziert werden und der gegenteilige Effekt tritt ein. Der weichere, grössere Bruder des Medizinballs ist aber auch ein vielseitiger Gehilfe, wenn man seine Muskeln kräftigen und die koordinativen Fähigkeiten verbessern möchte. Wer auf dem Ball kniet und versucht, das Gleichgewicht zu halten, stärkt die Tiefenmuskeln und den Beckenboden. Für ein effizientes Rumpftraining legt man sich zum Beispiel ausgestreckt mit dem Rücken auf den Ball, stellt die Beine auf dem Boden auseinander und hebt und senkt den Oberkörper.

Boule und Boccia fördern die Konzentration Boule duftet nach Pinien und Mittelmeer. Denn es gibt wohl kein südfranzösisches Dorf ohne diesen schattigen Platz, auf dem meist Herren die Kugeln werfen und plaudern. Boule oder in Italien Boccia werden umgangssprachlich als Oberbegriffe für Kugelsport verwendet. Die verbreitetste Boule-Variante heisst Pétanque. Sie wird aus dem Stand mit geschlossenen Füssen –

auf französisch: «Pieds tanqués» – gespielt. Grundsätzlich geht es bei allen Kugelsportarten um Geschicklichkeit, Konzentration und Taktik. Boulekugeln sind aus Metall, Bocciakugeln hingegen aus Kunststoff. Die FreestyleAbwandlung Crossboccia wird mit weichen Bällen gespielt. Auch wenn eine Runde an der südfranzösischen Sonne noch so reizvoll ist, spielen kann man Boule oder Boccia überall. Vivai 3/14

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Speedminton schult das Reaktionsvermögen Es wirkt wie ein dynamisches Badmintonspiel ohne Netz. Ausgeführt mit einem straff gespannten Squashschläger-ähnlichem Racketkopf. Der Speeder ist kleiner und schwerer als ein Federball und fliegt schneller. Sowohl hohe als auch tiefe Zuspiele sind möglich. Gespielt wird meist zu zweit. Die Gegner stehen jeweils in einem Quadrat von 5,5 x 5,5 Metern, die Felder sind 12,8 Meter voneinander entfernt. Trifft ein Ball ins gegnerische Quadrat, gibt es einen Punkt. Schlagfrequenz und Tempo sind höher als bei Badminton und Tennis. Wer Kondition, Beweglichkeit und Reaktionsvermögen mit Speedminton trainiert, kommt schnell ins Schwitzen.

Der Medizinball steigert die Effektivität So manchen erinnert er an altes Leder und muffelige Turnhallen. An seinem Gewicht hatten die Kinder früher schwer zu tragen. Heute sind Medizinbälle häufig aus Gummi und werden als Allround-Fitnesspartner in Übungen integriert. Liegestützen auf dem Ball oder Rumpfbeugen mit dem Ball zwischen den zusammengepressten Knien steigern die Effektivität, da man den Körper mehr

stabilisieren muss. Zusätzlich kräftigt es die Muskulatur. Wer ein schweisstreibendes Ausdauertraining mit dem Medizinball sucht, wird Speedball, die neue Trendsportart, mögen. Dabei werden bei PowerMusic klassische Elemente des Medizinballtrainings mit Übungen aus Kickboxen und Step-Aerobic kombiniert. Da man den gewichtigen Medizinball dabei nicht aus der Hand gibt, arbeiten auch die Armmuskeln ganz schön kräftig mit.

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© Corbis, GettyImages, Jumpfoto, Masterfile, iStockphoto (Montage: Vivai)

Ballsport

Beachvolleyball verbessert die Schnelligkeit Zugegeben, das Tenue – Spielerinnen im Bikini und Spieler mit nacktem Oberkörper – ist etwas fürs Auge. Auch wenn die Barfussvariante des Volleyballs mit Armen gespielt wird, sind starke schnelle Beine unentbehrlich im weichen Sand. Zum Angreifen oder Blocken des Balls muss der Spieler teilweise blitzschnell hochspringen und bei der Landung ein Mehrfaches seines Körpergewichts mit der Bein- und Rumpfmuskulatur abfangen. Durch Kurzsprints mit schnellen Richtungswechseln trainiert man beim Beachvolleyball Schnelligkeit und Reaktionsfähigkeit. Hinzu kommen Technik und Taktik. Das Spieler-Doppel kommuniziert mit Handzeichen hinter dem Rücken seine Strategie von Abnahme und Zuspiel des Balls. Nebst viel Vergnügen fördert Beachvolleyball Kraft und Ausdauer, sorgt für feste Arme, Schultern und Beine, für einen stabilen Rumpf – und ja, für die Bikinifigur.

Golf wirkt positiv auf Geist und Körper Es sieht so entspannend aus. Dabei kommt man beim Golfspiel ganz schön in Bewegung: Die Spieler legen auf einer vollen Runde etwa acht Kilometer in zügigem Schritt zurück. Und der komplexe Golfschwung, eine Rotationsbewegung, fördert Körperstabilität, Kraft, Beweglichkeit sowie Koordinationsvermögen. Auch Konzentration und die Beherrschung der verschiedenen Schlagtechniken sind unentbehrlich. Abgesehen von kürzeren Trainings auf der Driving-Range ist Golf nichts für Eilige – fürs Spiel nimmt man

sich in der Regel mehrere Stunden Zeit. Man kann sich mit anderen Spielern auf dem Platz messen oder gegen sich selbst antreten – etwas vom Fazinierendsten an diesem Sport. Golf spielt sich im Kopf ab und wirkt positiv auf Geist und Körper. Ebenso auf die Gesundheit, wie man an der Poliklinik für Sportmedizin in München herausgefunden hat: Eine Runde Golf löst Stress, die Sauerstoffaufnahme ist viermal so hoch, der Blutdruck sinkt. Zudem werden auf einer vierstündigen Runde mehr Kalorien verbrannt als in einer Stunde Jogging. ●

Geräte und Kurse Die Migros hats Speedminton, Gym-Ball, Medizinball und Boule sind erhältlich bei SportXX, www.sportxx.ch. Die Golfparks und Golfcampus der Migros bieten Kurse an und stehen Anfängern wie auch Profis offen. Golfausrüstung verkaufen die zugehörigen Golfshops: www.golfparks.ch.

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Mit dem Kahn auf den Kan채len im Spreewald schippern.

Im Fluss bleiben Bewegen und dabei entschleunigen: In Brandenburg ist das kein Widerspruch. Am besten erkundet man die gr체nen Oasen des ostdeutschen Bundeslandes mit Paddeln und Pedalen. Text: Petra Koci Fotos: Malte Jaeger

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Nur eine knappe Autostunde von Berlin entfernt liegt der Gross Behnitzer See.

�Das Wasser ist so klar. Man kann die Hechte von blossem Auge sehen.

„


Brandenburg FlaemingSkate ist der grösste Skaterrundkurs Europas.

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piegelglatt und algengrün schmiegt sich der Gross Behnitzer See in die Landschaft. Nur die Ruderschläge eines Fischers werfen Wellen. «Man kann die Hechte von blossem Auge sehen – das Wasser ist so klar wie im Aquarium», ruft er uns zu. Wenn bloss die Kinder, die gleich ins Wasser springen, die Fische nicht in die Flucht planschen. Die Berliner Familie gönnt sich ein Wochenende lang Landleben. Weniger als eine Autostunde ist die Hauptstadt entfernt vom ruhigen See. Dieser liegt dem Landgut A. Borsig zu Füssen. Über Jahre hatte das prächtige Gemäuer aus rotem Backstein vor sich hin gebröckelt, bevor im Jahr 2000 die Sanierung nach nachhaltigen Kriterien begann. Energie generieren die Photovoltaikanlage und die Holzschnitzelheizung. Das Restau­ rant serviert Bioküche. Auf den Grund­ mauern der Scheune erhebt sich das erste Biohotel in Brandenburg. Ein Veloverleih gehört selbstverständlich zum Service. Schliesslich will der von Wald eingefasste Gross Behnitzer See – mehr ein Seelein – umradelt werden. Zwischen Bäumen spähen wir auf den grünen Spiegel, folgen dem Pfad aus dem Wald heraus. Und plötzlich ist sie da: Die Weite von Brandenburg. 180 Grad Land, 180 Grad Himmel. Ein Land, so flach wie ein Pfannkuchen – oder wie ein Plins, so heissen die Crêpes hier. «Alles, was wir hier haben, sind Wiesen und Mais», lacht der Einheimische auf dem Velo vor uns. Wie wahr: Linker Hand er­ streckt sich ein Maisfeld bis zum Hori­ zont. Rechter Hand berühren sich in der Ferne Gras und Himmel. Nur ein paar Windräder unterbrechen den Panorama­ weitblick. Mais links, Wiese rechts

Das topfebene Gelände ist ideal für ge­ mütliche Velofahrer, Familien oder Rad­ wanderer, genauso wie für Inlineskater. An schönen Tagen trifft sich Jung und Alt auf dem asphaltierten Streckennetz der Flaeming­Skate: Ein Vater stösst den Kinderwagen in rollendem Spurt vor sich 48

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her. Die Windschnittigen im Sportoutfit legen die Arme an den Rücken, ihre Bei­ ne übersetzen in den Kurven. Unterwegs sind die Trainierten, die mit Stöcken an­ stossen. Und ebenso die weniger Sportli­ chen wie das Dreiergespann von Kol­ legen, das sich zum Bremsen ins Gras purzeln lässt. Schliesslich ist das Ab­ bremsen per Stopper gar nicht so einfach. Und schon Anfänger kommen schnell in Fahrt. Zuerst schlottern die Beine noch, doch schon nach halber Strecke machen sie ihre Arbeit wie von selbst. Das Schlot­ tern wird zum geschmeidigen Gleiten. Mais links, Wiese rechts. Mit Windan­ trieb durch ein grünes Mosaik. Die Brise rauscht durch die Eichenwäldchen, luftet den Alltag weit fort. Der gleichmässige Rhythmus der Rollen wird zum Mantra: Das Wruuuum­Wruuuum begleitet die­ sen Höhenflug mit Bodenhaftung. Wie in einer Parade stehen die hohen roten Baumstämme der Kiefern auf dem letz­ ten Rundendrittel, als würden sie stumm salutieren.

Der Gross Behnitzer See gleicht eher einem Seelein. Lübbenau gilt wegen seiner Kanäle als das Venedig von Brandenburg.

Vorbei an Pferden und Rindern

Zwei ältere Pärchen sind auf derselben Strecke mit einem Stepperbike unter­ wegs. «Wir machen es zum ersten Mal, das macht Spass», rufen sie. Das Gerät sieht aus wie ein Crosstrainer auf Rädern, in Stehhaltung wird durch die Natur ge­ steppt. Oder wie Verleiher «Schrammi» sagt: «Musste immer Druck uf de Pedale machen, wa!» Und der Vorteil dieses Ge­ fährts? Eine Entlastung der Wirbelsäule und ein neuartiges Erlebnis. Stehend, sitzend, liegend – das flache Brandenburg lässt sich gut mit eigener Muskelkraft erfahren. Vorbei an den Wiesen mit Pferden oder Angusrindern. Durch Dörfer mit bunt verputzten Fassa­ den. Hinein in Orte wie etwa Lübbenau mit seinen Fachwerkhäusern und Kopf­ steinpflasterstrassen. Es ist das Venedig von Brandenburg. Auf unzähligen Kanä­ len stossen Fährmänner ihre Holzkähne wie Gondolieri vorwärts. Sogar einen Pa­ lazzo hat der Ort: das imposante Schloss Lübbenau, heute ein Viersternehotel.

Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild von Lübbenau.


Unter Anleitung von Paddelguide Henning Petrick lässt sich der Spreewald entspannt vom Wasser aus entdecken.

”Das Flüsschenlabyrinth schlängelt sich in unzähligen Windungen und Biegungen. „


Brandenburg

der grösste Skaterrundkurs Europas. Lokale Gaststätten verleihen Ausrüstungen. www.flaeming-skate.de ● Kanufahren oder Wasserwandern: In Lübbenau gibt es Bootsverleiher und Guides. Zum Beispiel: www.bootsverleihpetrick.de ● Velofahren auf der Seelandroute oder auf einer der anderen 27 Velofern- und Regionalrouten: Verleihstationen für Velos, Trikes etc. finden sich in Brandenburg. www.radeln-in-brandenburg.de Übernachten

Anreise

Das Bundesland Brandenburg liegt vor den Toren Berlins. ● Ein Fernbus fährt mehrmals täglich von Zürich nach Berlin und zurück, Preis im Juni ab 66 Euro. www.meinfernbus.de. ● Mit dem Nachtzug im Liegewagen Zürich–Berlin, retour mit Halbtax-Abo im 4-er-Abteil, 2. Klasse, Sparpreis im Juni ab Fr. 168.– pro Person. www.sbb.ch. ● Täglich fliegen verschiedene Anbieter von Zürich aus Berlin an. ● Das Land Brandenburg ist gut mit Bahn, S-Bahn und Bussen erschlossen. Der Verkehrsverbund BerlinBrandenburg bietet die VBB-Tageskarte für beliebig viele Fahrten in Berlin und Brandenburg für 21 Euro an. www.vbb.de Aktivitäten

In Brandenburg gibt es 3000 Seen, 30 000 Kilometer Wasserstrassen sowie 7000 Kilometer Velowege. ● Flaeming-Skate ist mit 230 Kilometern

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● Landgut A. Borsig, Behnitzer Dorfstrasse 29–31, Nauen OT Gross Behnitz, Region Havelland. DZ im biozertifizierten Hotel ab 109 Euro. www.landgut-aborsig.de ● Schloss Lübbenau, Schlossbezirk 6, Lübbenau, Region Spreewald. DZ ab 120 Euro. www.schloss-luebbenau.de ● Floss-Übernachtung auf dem Senftenberger See: In der Kajüte können zwei bis drei Personen schlafen; Schlafsack und Matte müssen mitgebracht werden. Flosscharter für einen Tag und eine Nacht (15 bis 9 Uhr) in der Hauptsaison: 105 bis 120 Euro. www.lausitzfloss.de ● Die komfortablere Variante der Seeübernachtung bieten die Ferienhäuser auf dem Geierswalder See, Übernachtung im Haus für ein bis zwei Personen: 190 bis 285 Euro. www.lausitzer-seenland-resort.de

Informationen

www.reiseland-brandenburg.de www.havelland-tourismus.de www.spreewald.de www.lausitzerseenland.de

Wer auf stillere und sportlichere Weise in die Kanäle und Wasserarme des Biosphärenreservats Spreewald eintauchen möchte, steigt in ein Kanu. Mit Paddelguide Henning Petrick gleiten wir vorbei an Häuschen mit Reetdächern, an Heuschobern und manikürten Gärten. Wir rudern zu einem Imbissstand vor einer Sommerlaube. Denn was wäre ein Besuch im Spreewald ohne Verkostung der Spezialität: Saure Gurken und Gewürzgurken. «Gut schmecken sie mit einem Schmalzbrot», rät die Gurkeneinmacherin. Das Flüsschenlabyrinth schlängelt sich in unzähligen Windungen und Biegungen, meist überdeckt von einem grünen Erlenblätterdach. Paddel links, Paddel rechts, wiegend im Gleichtakt fliessen wir in den Nachmittag. Auf dem Floss schlafen

Dabei erwartet uns ein Stück weiter Südsee, so heisst der Sandstrand am Senftenberger See, einem gefluteten Tagebaugebiet. Im Lausitzer Seenland wird der Braunkohlebergbau renaturiert. Die Tagebaurestlöcher wurden und werden mit Wasser gefüllt, mit Kanälen verbunden, Schleusen errichtet und Strände aufgeschüttet. Das ebene Land ist durchzogen von Wasser und Aufbruchstimmung, Seen auf der einen Seite, Birken- und Kiefernwäldchen auf der anderen. Der Senftenberger See war die erste geflutete Kohlebrache, die Aufschüttungen bilden eine bewaldete Naturschutzinsel. Heute ist er ein attraktives Wassersportrevier – sogar ein Floss zum Übernachten lässt sich chartern. Auf dem Holzkahn mit 5 PS tuckern wir in die Dämmerung. Der Grill am Bug verströmt Lagerfeuerromantik. Glatt wie ein silbernes Laken streckt sich der See aus. 180 Grad Wasser, 180 Grad Sternenhimmel. Noch bevor das Wasser uns in den Schlaf schaukelt, hören wir es vergnüglich glucksen und plätschern. Am nächsten Morgen gleisst die Sonne über die leisen Wellen, sie glitzern wie Millionen Spiegelscherben. In der Südsee steigen schon in aller Frühe die ersten Badenden ins Wasser. ●

© Illustration: Orlando Hoetzel

Brandenburg auf einen Blick


Der Senftenberger See ist ein attraktives Wassersportrevier.

”Glatt wie ein silbernes Laken streckt sich der See aus. „ Schloss Lübbenau beherbgt heute ein Viersternehotel.

An den Ufern verkaufen Frauen Schmalzbrot und Gurken.

Spreewälder Gurken sollte man unbedingt probieren.


Schön abkühlen

Zeit zum Auffrischen Im 19. Jahrhundert erholten sich die Städter auf dem Land oder in den Seebädern. Sommerfrische nannten sie das Vergnügen. Nach Erfrischung steht auch uns der Sinn, nur so viel Zeit wie damals haben wir nicht. Ideen für die Sommerfrische 2014 auf die Schnelle. Text: Gisela Femppel

Karibik in den Bergen: der Caumasee.

Das Bad im See

Der Flimser Caumasee, auf 997 Metern Höhe gelegen, gehört zu den schönsten Schweizer Bergseen – mit Farben, so schillernd wie in der Karibik. Das ganze Spektrum an Blau- und Grüntönen leuchtet hier, und das Wasser ist so klar, dass der Grund zu sehen ist. Der von unterirdischen Quellen gespeiste See kann bis zu 24 Grad warm werden. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden (!) ist ein Bad im See eine pure Wohltat. Doch auch anderswo in der Schweiz lockt das Badeerlebnis: Fast alle der rund zwei Dutzend grossen Seen und der Hunderten von Bergseen, Gletscherseen, Bächen und Weihern bieten sich allerorts und jederzeit zum Bade an. In die Höhe

Den schweisstreibenden Aufstieg in luftige Höhen kann man sich an heissen Tagen auch mal ersparen. Mit den Bahnen gehts bergauf. Bei einem Spaziergang oder bei 52

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einer Wanderung auf einem Höhenweg weht ein kühlender Wind. Besonders luftig gehts auf Hängebrücken zu und her, die längste sowie die am höchsten gelegene Fussgänger-Hängebrücke Europas befinden sich beide im Gebiet EngelbergTitlis. Besonders kühl ist es aber auch auf dem Gletscherplateau von Les Diablerets, wo man selbst im Sommer über den ewigen Schnee spazieren kann. Weitere Tipps: Muottas Muragl mit dem einzigartigen Blick auf die Oberengadiner Seenwelt, der Unesco-Welterbe Höhenweg und Klettersteig in der Aletsch Arena, der Panorama-Rundweg Thunersee (mit zwei Hängebrücken), der Weg der Schweiz (Vierwaldstättersee).

tag entspannt ausklingen. Beispielsweise in der «Villa Honegg Ennetbürgen», im Restaurant Marée im Parkhotel Sonnenhof, Vaduz, im «Vitznauerhof» in Vitznau. Oder in der Romandie, am Genfersee: Hotel Le Baron Tavernier in PuidouxChexbres (mitten in den Weinbergen), Hotel Château d’Ouchy in Lausanne (direkt

Schöne Aussichten vom Vitznauer Hof.

am See), «Watergate» in Lausanne (direkt am See), «L’Ermitage» in Montreux-Clarens (romantisch, ebenfalls direkt am See). Erholung à la Kneipp

Luftig: Klettersteig am Eggishorn.

Terrasse mit Aussicht Jetzt gibt es kaum einen angenehmeren Ort, um einen heissen Tag zu beschliessen, als eine luftige Terrasse, umweht von einer sanften Brise. So kann ein Sommer-

Sebastian Kneipp war lungenkrank und entschied sich, nachts in die eiskalte Donau zu steigen. Er wurde gesund. Weder muss man lungenkrank sein noch in die kalte Donau steigen, um in den Genuss der kneippschen Wassertherapien zu kommen. Am einfachsten funktioniert ein kaltes Armbad. Man füllt ein Becken mit kaltem Wasser und taucht die Arme bis über die Ellenbogen ein. Etwa dreissig bis


© Gallery Stock, Keystone, Plainpicture, swiss-image.ch, Christof Sonderegger

„

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.

vierzig Sekunden verweilen, dann das Wasser abstreifen. Auch ein kaltes Fussoder Wadenbad erfrischt. Und die Badewanne lässt sich zum Wassertreten verwenden: dreissig bis vierzig Zentimeter

„

aus "Sommerfrische" von Joachim Ringelnatz

hoch mit kaltem Wasser füllen und auf der Stelle schreiten. Dabei die Füsse mit jedem Schritt ganz aus dem Wasser heben. Sobald die Kälte schmerzhaft wird, das Wassertreten beenden. Und eine schöne Alternative: über eine vom Tau bedeckte Wiese laufen. Schönheitsguss fürs Gesicht

Erfrischende Abkühlung.

Ein kühler Wasserguss fürs Gesicht (am besten aus einem Krug). Man beginnt an der rechten Schläfe, der Wasserstrahl wird über die Stirn zur linken Schläfe geführt und wieder zurück. Dann werden beide Gesichtshälften in drei senkrechten Linien begossen und das Gesicht dreimal mit dem Wasserstrahl umkreist. Danach das Gesicht sanft abtrocknen.

Wasserguss in freier Natur.

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tigkeit und fühlt sich leicht auf der Haut an: Tagesgel-Creme von Zoé Hydra Protect.

2. Da steckt Grapefruit

und Pfirsich drin: Die Body Lotion First Love von esthetic.

2. Sorgt für einen

3. Riecht nach Süden: Seifenschaum Amour Provence mit Zitrone und Thymian von esthetic.

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Bewegt Menschen.


Schön abkühlen

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etwas kochendem Wasser übergossen, das nach einer Minute wieder abgegossen wird. Dann lässt man die aufgequollenen Teeblätter zusammen mit Zucker und Minzblättern in einem Viertelliter heissem Wasser leicht kochen. Nach zehn Minuten ist der Minztee fertig. Zitronenverbene. Die Blättchen werden zusammen mit dem Zitronensaft in eine Karaffe gegeben und mit frischem Wasser aufgefüllt; dann für zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Experten empfehlen aber auch heisse Getränke, wie es in heissen Ländern üblich ist. Trinken Sie doch mal einen marokkanischen Minztee. Zutaten: 3 TL Gunpowder (zu Kugeln gerollter Grüntee), 4 EL Zucker, frische Minzeblätter. Der Gunpowder wird mit

und Produkte mit Aloe vera. Neben speziellen Feuchtigkeitsseren helfen kühlende Masken. Einen guten Effekt nach einem langen Sommertag erzielt man mit einer Gel-Maske, die im Kühlschrank gelagert werden muss. l

Feuchtigkeit ins Gesicht

Sommerhaut braucht Feuchtigkeit. Harnstoff (Urea pura) ist ein viel verwendeter Bestandteil in Pflegeprodukten. Er wirkt juckreizstillend und speichert Feuchtigkeit auf der Haut. Auch Glycerin wirkt feuchthaltend und unterstützt die Rückfettung der Haut. Olivenöl, Jojobaöl, Mandelöl und Weizenkeimöl sind ebenfalls sehr hautverträglich. Feuchtigkeitsspendend sind auch reines Kokosnussöl

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worträtsel 3/14, Postfach, 8074 Zürich Teilnahmeschluss: 15. Juli 2014 Lösungswort der letzten Ausgabe: Harmonie Gewonnen hat: Frau Madlen Huwiler aus Pfeffingen

Die Gewinnerin / der Gewinner wird unter sämtlichen korrekten Einsendungen aller Sprachausgaben von Vivai ausgelost und schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Gewinne, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos. Mitarbeitende des Migros-GenossenschaftsBundes sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Auflösung und den Namen des Gewinners finden Sie im Vivai 4/14.

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Wandern auf den Azoren Alle reden vom Wetter – hier wird es gemacht! Die neun Inseln vulkanischen Ursprungs, die wie Perlen mitten im Atlantik liegen, sind ein Geheimtipp für Naturliebhaber und Wanderer! Hier erleben Sie ruhige und entspannte Tage in einer verträumten, ländlichen Gegend – weitab vom Massentourismus – ein Hoch auf die Azoren!

Reiseprogramm 1. Tag: Hinflug Zürich–Lissabon Linienflug nach Lissabon. Am Nachmittag Stadt-Spaziergang. 2. Tag: Horta– lebhafte Hauptstadt Faials Weiterflug nach Faial. Sie wohnen im hübschen Städtchen Horta – Treffpunkt aller Weltumsegler – und geniessen eine erste kurze Wanderung. 3. Tag: Die Vulkane Faials Wanderung auf den Spuren des jüngsten Vulkanausbruchs von 1957 und Besuch des geologischen Informationszentrums. 4. Tag: Pico – Wein, Wale und Höhlen Wanderung auf der Insel der Walfänger und interessante Führung durch die längste Lava-Höhle Europas. 5. Tag: Imposante Caldeira Hortensien-Wanderung und die Möglichkeit, an einer Delfin- und Walbeobachtungstour teilzunehmen (fakultativ). 6. Tag: Barockstadt Angra do Heroismo Flug nach Terceira. Sie wohnen am Rande der Altstadt und erkunden dieses Kleinod einer Barockstadt. 7. Tag: Im Westen von Terceira Der Monte Brasil sowie eine Wanderung durch Bauerngärten bieten Überraschendes. Badegelegenheit in einem LavaSchwimmbecken. 8. Tag: Terceira Tag zur freien Verfügung 9. Tag: Insellandschaften Wanderung vorbei an mystischen Lava-Kuppeln. Eine vielfältige Vegetation säumt den heutigen Weg. 10. Tag: Willkommen auf São Miguel Das Hotel liegt direkt am Jachthafen der Hauptstadt Ponta Delgada. Stadtspaziergang.

11. Tag: Kraterseen von Sete Cidades Ausflug ins «Tal der sieben Städte». Auf dem Kraterrand bietet sich ein Blick auf die blau und grün leuchtenden! Besuch einer Ananas-Plantage. 12. Tag: Nordküste und «Feuersee» Wanderung zu einer einsamen Bucht mit Badegelegenheit. Auf der Rückfahrt sehen Sie einen der schönsten Kraterseen der Azoren. 13. Tag: Thermalquellen und Cozido-Eintopf Küstenwanderung inmitten üppiger Vegetation. Zum Mittagessen geniessen wir eine azoreanische Spezialität. Badegelegenheit in einem Thermalbekken und Besuch einer Teeplantage. 14. Tag: Rückflug Ponta Delgada-Lissaon–Zürich

Reisedaten und Preise Samstag–Freitag 21.06. bis 04.07.14 26.07. bis 08.08.14 23.08. bis 05.09.14

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Erfahren Sie mehr über den gesunden Lifestyle Seit fünf Jahren bietet Vivai Inspirationen für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil. Das wollen wir mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, feiern. Melden Sie sich an zu unserem Brunch «Vital mit Vivai» im Hotel Blume in Baden am 13. September. Unsere Experten geben Ihnen Tipps, wie man mit Ernährung und Entspannung das Wohlgefühl steigert. Die Veranstaltung

Marianne Botta Diener Die Ernährungsfachfrau erklärt, was man mit Ernährung fürs Aussehen und fürs Wohlgefühl tun kann. Sie verrät auch, wie man mit wenig Aufwand gesund kocht.

Vital mit Vivai

PD Dr. David Fäh Der Ernährungsphysiologe der Universität Zürich nimmt die Ernährungstrends unter die Lupe und gibt Ihnen einen Einblick in seine Ernährungsregeln. Petra Orzech

Die Yogalehrerin und Ernährungsfachfrau ist Gründerin von SlimYoga. Eines ihrer Spezialgebiete ist Stressmanagement. Sie erklärt, wie man durch richtiges Atmen Energie schöpft.

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Sie sind eingeladen zum Brunch inklusive Vorträge der Experten. Beschränkte Teilnehmerzahl, Eintritt gratis. Vergabe der Plätze nach Eingang der Anmeldung. Wann und wo

Am Samstag, 13. September, von 10 bis 13 Uhr, im Atrium-Hotel Blume in Baden. Zehn Gehminuten vom Bahnhof Baden entfernt.

So sind Sie dabei

Die Teilnahme ist nur gegen verbindliche Voranmeldung möglich. Schreiben Sie ein E-Mail an 5jahrevivai@migrosmedien.ch. Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung nach erfolgreicher Anmeldung. Weitere Infos: Tel. 058 577 12 84.

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Tag Destination

Programm / Ausflüge Busfahrt ab Zürich Sihlquai oder St. Margrethen nach Prag. Einschiffung. Am frühen Morgen «Leinen los!». Fahrt auf der Moldau. Ausflug Nelahozeves* mit Geburtshaus von A. Dvorak und Schlossbesichtigung. Abends Rundgang durch Leitmeritz.* 3 Sächsische Schweiz– Ganztagesausflug* per Bus inkl. Mittagessen auf einem Elbe-Schaufelraddampfer Dresden in die Säschsische Schweiz (UNESCO-Weltkulturerbe) und die Kulturstadt Dresden. 4 Leitmeritz–Melnik Panoramafahrt durch die landschaftlich einmalige «Böhmische Pforte» in Richtung Usti-nad-Labem. Ausflug nach Melnik* mit Schlossbesichtigung und Weinkostprobe. 5 Melnik–Podebrady Fahrt auf der Kleinen Elbe nach Nymburk. Ausflug zur Silberstadt Kutna Hora.* 6 Podebrady–Horin Besichtigung der Crystal Bohemia Glasfabrik und einer Bierbrauerei in Nymburk.* Freie Zeit in der Bäderstadt Podebrady. Kapitänsdinner mit Dixieland Kapelle. 7 Horin–Prag Rundgang* durch die Prager Altstadt. Abendausflug zur Krizik Fontäne mit Lichtspiel (fak.). 8 Prag Fahrt auf der Oberen Moldau. Panoramaausflug* mit einem Ausflugsschiff nach Trebenice. Nachmittags Besichtigung* der Prager Burg. Abschiedscocktail und Abendessen. 1 Schweiz–Prag 2 Prag–Leitmeritz

9 Prag–Schweiz Ausschiffung. Busrückfahrt via München nach St. Margrethen/Zürich. * im Ausflugspaket enthalten, vorab buchbar | Fakultativer Ausflug nur an Bord buchbar Programmänderungen vorbehalten Prag

Bastei

18.06.–26.06.* 30.07.–07.08. 10.09.–18.09.* 02.07.–10.07.* 13.08.–21.08.* 24.09.–02.10.* 16.07.–24.07. 27.08.–04.09.* * nur noch Hauptdeck verfügbar

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Kreuzfahrt mit Vollpension an Bord Bustransfer ab/bis Zürich oder St. Margrethen Alle Schleusen- und Hafengebühren 3 x Abendunterhaltung an Bord (Böhmische Folklore, Dixieland) Deutschsprachige Bord- und örtliche Reiseleitung

Nicht inbegriffen: Versicherungen, Getränke, Trinkgelder, Ausflüge, Treibstoffzuschläge vorbehalten, Auftragspauschale Fr. 35.– pro Auftrag (entfällt bei Buchung über www.thurgautravel.ch)

In St. Margrethen besteht die Möglichkeit, Ihr Auto für Fr. 5.–/Tag in einem unbewachten Parkhaus direkt am Bahnhof zu parken. Preise p.P. in Fr. (vor Rabattabzug) 2-Bettkabine Hauptdeck hinten / vorn 1690 2-Bettkabine Hauptdeck 1790 2-Bettkabine Oberdeck mit franz. Balkon 2090 Zuschlag zur Alleinben. Hauptdeck 590 Zuschlag zur Alleinben. Oberdeck 740 Ausflugspaket (9 Ausflüge) 340 Annullations-/Extrarückreisevers. 54 Zuschlag Flug* auf Anfrage * ohne Taxitransfer in Prag: Flughafen–Schiff–Flughafen

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