Das Wohlfühl- und Nachhaltigkeitsmagazin der
02/2014
Familie 2014: Wie sie lebt und was sie bewegt Für die Zukunft bauen: Ökologie und Lebensqualität Von den Vögeln abgeschaut: Inspirationsquelle Natur
Grün hat es in sich Warum die Farbe der Saison so gesund ist
Die Natur macht uns den Hof.
Ein Teil von
Die Experten im Heft PD Dr. David Fäh
ist Ernährungsphysiologe. Der Forscher und Dozent am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich berät uns regelmässig bei Ernährungsfragen. Christina Daeniker Roth
ist Spezialistin Ernährung und Gesundheit beim Migros-Genossenschafts-Bund. Sie verfügt über ein breites Fachwissen und Erfahrung mit Kundenanfragen. Sie berät uns bei Ernährungstexten, die mit Migros-Produkten in Zusammenhang stehen.
Titelfoto: Christine Benz © Roland Tännler, Joschi Herczeg, Keiko Saile, Christoph Köstlin, iStockphoto
Marianne Botta Diener
ist diplomierte Lebensmittelingenieurin und Fachlehrerin ETH. Die Mutter von acht Kindern hat sich für diese Ausgabe mit dem «Grün-Trend» in der Ernährung beschäftigt.
Laurent Sédano ist soziokultureller Berater bei der Stiftung Pro Juventute und dort verantwortlich für das Thema Medienkompetenz. Er erklärt in dieser Ausgabe, worauf Eltern beim Umgang ihrer Kinder mit digitalen Medien achten sollten.a
Liebe Leserin,lieber Leser Kürzlich habe ich sie mal wieder gesehen: die perfekte Familie. Es war in der Dekoabteilung von Globus. Sie schien direkt aus dem hauseigenen Werbekatalog gefallen zu sein: Vater, Mutter, zwei Töchter, allesamt adrett anzusehen und so aufmerksam zueinander. Da ein nettes Lächeln, dort eine geduldige Erklärung. Und höflich waren sie auch noch. Die etwa achtjährige Tochter entschuldigte sich allen Ernstes, als sie meinen Weg kurz versperrte! Jetzt bitte nicht ausrufen: «Das ist doch nicht die Realität!» Das weiss ich, bin ja auch ein Familienmitglied. Doch Sehnsuchtsbilder von Familie tragen wir ja alle irgendwie in uns. Sie sind geprägt von eigenen Erfahrungen und manchmal etwas verzerrt von zu viel Werbe- und TV-Konsum. Für Letzteres waren bei mir die «Waltons» verantwortlich. Eine amerikanische Familienserie der Siebzigerjahre. Dreimal am Tag gruppierte sich der Clan um den langen Holztisch. Von den Tischenden aus überwachten Vater und Mutter ihre sechsköpfige Kinderschar. So viel Spass, solch wärmende Rituale, so eine schöne Idylle war nimmer im TV und wohl auch nicht bei mir. Das brachte uns auf die Idee, zu schauen, ob der Tisch noch «the place to be» für die Familie 2014 ist. Die Antworten darauf gibt es im Dossier. «Waltons» haben wir keine gefunden. Aber Familie ist eben das, was gelebt wird, wenn nicht für die Kamera oder vor allein einkaufenden Frauen in der Dekoabteilung posiert wird. Viel Freude mit dieser Vivai-Ausgabe!
Chefredaktorin
Unsere Grosseltern wussten natürlich, dass Grünzeug gesund ist. Aber es braucht wieder die Amerikaner, um daraus einen Gesundheitstrend zu machen. Seite 30. Vivai 2/14
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Eine reife Leistung der Natur.
Ein Teil von
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10 Der Familientisch: Wo sich die Familie einst dreimal täglich traf – und sich immer noch trifft? 16 Pro-Juventute-Experte Laurent Sédano über den richtigen Umgang mit digitalen Medien 22 Das tut die Migros für Kinder und Jugendliche 24 Heutzutage wird nachhaltig gebaut – aber was bedeutet das eigentlich genau? 30 Es grünt so grün: Warum die Farbe der Saison auch ein Ernährungstrend ist
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42 Spüren Sie den Frühling? Über die Natur als Inspirationsquelle individuellen Wohlbefindens 46 Macht jung, macht schön, macht zufrieden: Die vielfältige Kraft eines schönen Lächelns 52 Sport in der Masse ist in – Laufsport-Events, Yoga-Festivals und Zumba-Partys zeugen davon
© Christoph Köstlin, Christine Benz, Illustration: Hannah Rollings
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7 9 36 38 50 56 58 I MPRESSUM
Das freut uns Das gefällt uns Leicht & gesund Wer kauft hier ein? Kultprodukt Vivai-Wettbewerb Zu guter Letzt
ISSN: 1663-716X Gesamtauflage Vivai: 250 000 D: 173 000, F: 60 000, I: 17 000 Exemplare
Chefredaktorin: Susanna Heim Stellvertreterin: Christine Kunovits Koordination: Dagmar Madelung Text/Produktion: Lukas Hadorn, Sylvie Castagné (F), Alda Viviani (I) Art Direction: Dora Siegenthaler Bildredaktion: Cornelia Thalmann Bildbearbeitung: Reto Mainetti Korrektorat: Patrizia Villiger
Adresse Redaktion und Verlag: Vivai, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich vivai@migrosmedien.ch www.migros.ch/vivai
Druck: Vogt-Schild Druck AG, CH-4552 Derendingen Papier: Holzfrei, FSC-Mix Zur CO ²-Kompensation wird ein FSC-Projekt in Brasilien unterstützt.
Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Publizistische Leitung: Monica Glisenti Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Verlagsleiter: Rolf Hauser
Bestellen Sie Vivai kostenlos: abo.vivai@migrosmedien.ch oder Tel. 0800 180 180 Vivai 2/14
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Man kann es allen recht machen. Auch dem Gaumen.
Ein Teil von
Do you speak Zumba?
Kommunizieren, Bewegen und Kochen, das sind die essenziellen Dinge im Leben, für die wir in der Freizeit am liebsten Zeit und Geld aufwenden. Ein Blick auf die bestbesuchten Kurse der Klubschule Migros 2013 zeigt: Ganz vorne liegen Deutsch und Englisch, dahinter folgt Zumba, dann Kochen. Auch Pilates (6.) und Bodytoning (7.) schaffen es übrigens in die Top Ten.
Danke für Ihr Feedback!
Global denken, regional handeln
© Katharina Lütscher, GettyImages
Fünfzehn Jahre alt wird dieses Jahr das Migros-Label «Aus der Region. Für die Region.» Was 1999 als Idee in der Genossenschaft Migros Luzern begann, ist heute ein nationales Programm. Und ein sehr erfolgreiches dazu: Rund 8000 Qualitätsprodukte tragen heute das Label mit den blauen Bergen und der gelben Sonne. Eine Garantie für regionale Vielfalt und hohe Qualität.
Die erste Ausgabe von Vivai in diesem Jahr haben wir dem Thema Upcycling gewidmet. Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, aufgefordert, uns von Ihren Upcycling-Projekten und -Ideen zu berichten. Das Echo war riesig. Unter anderem haben wir Post von Petra Moor bekommen, deren Kollegin Susanne Kneidl Dosensterne aus Bierbüchsen herstellt (dosensterne.de). Auch Pascale Treichler hat sich gemeldet, sie faltet alte Taschenbücher zu tollen «Memomäusen» (gartenkraut.blogspot.ch). Schon seit Jahren beschäftigt sich nach eigenen Angaben Helena Matzinger mit dem Thema Upcycling, sie fertigt modernen Schmuck, unter anderem aus den Kugeln gebrauchter Deo-Roller und aus OhropaxSchwämmchen – Letztere ungebraucht, wie sie liebenswürdigerweise anfügt (unicata.ch). Ursula Gysin hat uns mitgeteilt, dass sie Tragtaschen aus aller Welt – auch die PET-Recycling-Tragtaschen der Migros – in verschiedene modische Tragtaschen umfunktioniert, von Bikini-Bags bis zu Kosmetik-Täschchen (facebook.com/bagtobag.petrecycling.bags). Und auch Gabriella Widmer hat uns ihre Ideen geschickt, wie man Säcke aus der Migros – die dünnen weissen von der Kasse – aufwerten statt wegwerfen kann: Sie verwendet sie als Güselsäckli im Badezimmer, als Tropfschutz beim Haarefärben, als Auslaufschutz für Flüssiges im Necessaire, und ab und zu packt sie sie um die eingecremten Füsse, zieht ein dickes Paar Socken darüber und freut sich am nächsten Tag über samtweiche Füsse. So geht das! Haben auch Sie Feedback für uns? Gute Ideen oder ein spannendes Thema? Schreiben Sie uns einfach ein Mail an vivai@migrosmedien.ch. Wir freuen uns darauf!
Hafer-Beta-Glucan neu auch im Brot
Die Migros hat das Angebot an Produkten, die einen erhöhten Anteil an Hafer-Beta-Glucan enthalten, aufs Brotsortiment ausgeweitet. Seit Kurzem gibt es neben Müesli, Joghurt und Crackern auch Kastenbrot und Herzbrötli, die Hafer-Beta-Glucan enthalten. Wer täglich drei Gramm dieser von Natur aus in der Haferkleie enthaltenen Ballaststoffe einnimmt, kann den Cholesterinspiegel im Blut positiv beeinflussen. Vivai 2/14
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Müde, müde, müde, müde, müde...
Eisenmangel Frauen aufgepasst! Lustlos, keine Energie? Die Mehrheit erschöpfter Frauen im Menstruationsalter leidet an einem Eisenmangel bei einem normalen Hämoglobin, sagt Dr. Beat Schaub, Facharzt für Innere Medizin. Das muss nicht sein! Leere Batterien Eine junge Frau (32) sagt: «Es ist mir alles zu viel, meine Batterien sind leer, ich könnte immer einschlafen.Oft fühle ich mich grundlos niedergeschlagen und mein Selbstwertgefühl ist im Keller. In letzter Zeit vertrage ich die Kinder nicht mehr, es herrscht eine Unruhe in der Familie, weil ich keine Nerven mehr habe. Es tut mir ja so leid, ich wünsche mir, es wäre anders. Mittlerweile kann ich nachts nicht mehr gut schlafen, sodass ich am Tag erst recht kaputt bin und sogar tageweise nicht mehr arbeiten kann. Ich hoffe, es gibt deswegen keine Kündigung. Mein Chef fragt mich, was ich habe. Was soll ich antworten?»
Eisenspeicher auffüllen Ein patientenorientiertes Forschungszentrum in Binningen bei Basel hat herausgefunden, dass die aufgezählten Symptome in den meisten Fällen durch einen Eisenmangel im Körper verursacht werden. Der Körper verliert Eisen, wenn er Blut verliert. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn hauptsächlich Frauen im Menstruationsalter an einem Eisenmangel leiden. Sie bluten in ihrem Leben zusammengezählt über fünf Jahre lang. Der Eisenspeicher des Körpers ist oft schon wenige Jahre nach der ersten Regelblutung leer. Das sogenannte Eisenmangelsyndrom bei Frauen im Menstruationsalter kann in wenigen
Wochen erfolgreich behandelt werden, indem der Eisenspeicher wieder aufgefüllt wird. Anschliessend empfiehlt sich das erneute Absinken des Ferritinspiegels durch ein gut verträgliches, flüssiges Eisen-Präparat aus der Apotheke, Drogerie oder Reformhaus zu verhindern. So gelingt es, Frauen, die schon immer dem «schwachen Geschlecht» zugeordnet wurden, «lebendig» zu machen. Am besten konsultieren Sie Ihren Arzt oder eines der spezialisierten ärztlichen Eisenzentren. www.eisenzentrum.net
WWW.FLORADIX.CH
Gesund mit Migros
Wie viele Liter Flüssigkeit nehmen Sie täglich zu sich? Haben Sie in den letzten drei Tagen Wienerli gegessen? Benutzen Sie Olivenöl oder Distelöl zum Kochen? Diese und einige andere Fragen gehören zum Ernährungstest, den die Migros im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsprogramms «Generation M» online anbietet und der aufzeigt, worauf es bei einer ausgewogenen Ernährung ankommt. Auch einen Kalorienbedarfstest gibt es, dazu viele hilfreiche Tipps rund ums Thema Ernährung. Informationen auf www.migros.ch/ generation-m in der Kategorie «Essen & Kochen» unter «Gesunde Ernährung».
© GettyImages, iStockphoto, Shutterstock, Photo courtesy of Bob Ross Inc. All rights are expressly reserved by Bob Ross Inc.
Poet am Pinsel
Mieten statt kaufen
Es gibt Momente im Leben, da braucht man einen Hochdruckreiniger. Oder einen Anhänger fürs Velo. Vielleicht auch bloss ein Tennisracket. Dafür gibt es sharely.ch, eine Website fürs Mieten und Vermieten von Alltagsgegenständen. Wir surfen am liebsten quer durch die Angebote und überlegen uns, was wir für einen Tag mieten könnten. Einen Velogrill vielleicht?
Falsche Internet-Adresse
In der Ausgabe 01/2014 gaben wir die Adresse, die zur Website der Lotos Akademie in Basel führt, falsch an. Die korrekte URL lautet www.lotos-akademie.ch.
Gestresst? Dann gönnen Sie sich zwanzig Minuten mit Bob Ross. Die Videos des 1995 verstorbenen Malers sind Kult – und das völlig zu Recht. Denn die Art, wie Ross in seligem Ton über seine Maltechnik, über dunkle Tannen und schneebedeckte Gipfel spricht, entspannt schneller als jede Massage. In seinen Worten: «You want bad stuff? Watch the news.»
Beweisen Sie Algenhumor!
Auf der Vivai-Redaktion knistert es bisweilen gewaltig. Schuld daran ist der Saitaku Nori Snack, der bei uns hoch im Kurs steht. Die hauchdünnen, gesalzenen und vor dem Trocknen mit Olivenöl beträufelten Algenblättchen helfen gegen Denkblockade und Schreibstau, einzig für Sitzungen sind sie ungeeignet. Das Knistern hört man sogar zuhinterst im Raum. Gibts in der Migros. Vivai 2/14
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Familie 2014
Flavia Sutter
Markus Merk
Tafeln im Team Der Familientisch, so stellen Experten fest, ist in der Schweiz nach wie vor hoch im Kurs. Obwohl es schwieriger wird, sich als Familie Zeit fĂźreinander zu nehmen. Oder gerade deshalb? Text: Lukas Hadorn Fotos: Christoph KĂśstlin Illustrationen: Kathrin Frank
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Valeria
Matteo
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lle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre Weise unglücklich. Dieser Satz, der erste aus Tolstois Jahrhundertroman «Anna Karenina», gilt als Grundlage für ein Prinzip, wonach viele Faktoren erfüllt sein müssen, damit eine Familie glücklich ist, aber nur ein einziger Faktor fehlen muss, um die Familie ins Unglück zu stürzen. Tolstoi dachte an Religion, Sex, Geld und die Schwiegereltern. Wir denken an den Familientisch. Denn auch die Fähigkeit einer Familie, sich regelmässig zu sehen und auszutauschen, wirkt sich auf ihr subjektives Zufriedenheitsgefühl aus. Und dieser Austausch findet meist morgens, mittags und abends statt. Am Esstisch. Zumindest war es bis vor nicht allzu langer Zeit so. «In meiner Kindheit gab es gar keinen anderen Ort, an dem man sich hätte ernähren können, als den Familientisch», sagt etwa Pro-Juventute-Familienpsychologe Urs Kiener. Heute ist das anders. Nicht nur, weil es Take-away und Fast Food gibt. Auch weil wir oft nicht mehr dort wohnen, wo wir arbeiten. Weil beide Elternteile berufstätig sind. Weil Kinder fremdbetreut werden. Weil wir in einer individualisierten, liberalen Welt leben. Welchen Stellenwert hat der Familientisch da noch? Laut dem jüngsten Familienbericht des Bundesamts für Statistik nach wie vor einen erstaunlich hohen. Nur in Italien, Frankreich und Holland ist er grösser. Wir wollten es von den Familien selbst wissen. Und waren nicht überrascht, als wir den Familientisch in leicht ramponiertem, aber durchaus intaktem Zustand vorfanden. Vivai 2/14
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Familie 2014
Iven
Familie Sutter-Merk: Flavia Sutter (44), Hausfrau und Journalistin, Markus Merk (52), IT-Spezialist, mit Matteo (13) und Valeria (9) Bei Sutter-Merks gilt: Wer zu Hause ist, isst gemeinsam. Das kommt ziemlich häufig vor, wenn auch unregelmässig. Matteo steht am Morgen besonders früh in den Startlöchern, beim Sekundarschüler läuten viermal pro Woche schon um sieben Uhr die Schulglocken. Mittags kommen er und Schwester Valeria zum Essen nach Hause, meist zu Mami Flavia, die ihre Arbeit als Journalistin grösstenteils von zu Hause aus erledigen kann, manchmal kocht aber auch die Nachbarin für alle Kinder des Hauses. Ab und zu trifft sich am Mittag sogar die ganze Familie, wenn Markus Home-Office machen kann. Zweimal in der Woche kommt der Grossvater vorbei, und zum Znacht sind sowieso häufig alle zu Hause. «Das gemeinsame Essen hat bei uns einen hohen Stellenwert», sagt Flavia Sutter. «Es gibt keinen besseren Moment, um gemeinsame Termine zu besprechen, wichtige Themen zu diskutieren oder einfach miteinander zu reden.» Natürlich gibt es auch Tischregeln, etwa dass man nicht ständig aufsteht und wegläuft, dass man das Handy weglegt, nicht miteinander streitet und nicht rumzappelt. «Aber Regeln sind bei uns nicht sakrosankt, es kann ja auch mal wirklich gute Gründe geben, eine Regel zu brechen», sagt Flavia Sutter. «Ohnehin setzen wir in unserer Familie auf Selbstverantwortung statt auf Regelwerke. Das klappt ganz gut.»
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Martina von Känel
Maria von Känel
© Tapetenmuster von Sandberg, über Hurter Tapeten AG, Montage: Christoph Köstlin
Sina
Familie von Känel: Maria von Känel (42), Geschäftsführerin, Martina von Känel (43), Sozialarbeiterin, mit Iven (6) und Sina (4) Am Sonntag gibts bei von Känels Pancakes. Und am Mittwochabend ist Schmatzabend. «Da darf es am Tisch auch mal laut und unmanierlich zugehen», sagt Mutter Maria von Känel vergnügt. Das Ritual des gemeinsamen Essens sei ihnen im Alltag sehr wichtig, sagt sie. «Wir verschieben schon mal einen Termin, um das gemeinsame Abendessen nicht ausfallen lassen zu müssen.» Mittagessen mit allen Familienmitgliedern gebe es leider unter der Woche kaum, die zweite Mutter Martina von Känel ist zu achtzig Prozent berufstätig und verlässt frühmorgens das Haus. Iven und Sina besuchen selbständig den Kindergarten und kommen mittags heim, dann essen sie gemeinsam mit Maria von Känel. Sie ist als Geschäftsführerin des Dachverbands Regenbogenfamilien tätig und arbeitet einen Tag pro Woche im Gastgewerbe – dann bleibt Martina zu Hause. Die Aufteilung funktioniere sehr gut, ab und zu essen die Kinder auch spontan bei Nachbarsfamilien. «Wir haben das Glück, in einer Genossenschaftssiedlung zu wohnen, hier sind Zusammenhalt und Austausch zwischen den Familien sehr stark.» Noch habe die verbale Kommunikation während des Essens einen untergeordneten Stellenwert, sagt Maria von Känel, dafür seien die Kinder noch etwas klein. Trotzdem sollen sie schon jetzt lernen, dass es am schönsten ist, wenn man gemeinsam isst.
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Tarek Brigitte Giezendanner
Familie Giezendanner: Brigitte Giezendanner (38), Kleinkinderzieherin und Deutschlehrerin, mit Tarek (7) «Ich persönlich geniesse es, lange am Tisch zu sitzen und eine Mahlzeit richtig zu zelebrieren», sagt Brigitte Giezendanner. Ihr Sohn Tarek, ein siebenjähriges Energiebündel, mag es lieber schnell und unkompliziert. «Er hat in seinem Alter ganz andere Bedürfnisse», sagt die Mutter lachend. Der Austausch finde bei ihnen anderswo statt, beim Spielen etwa. Sie sei in der komfortablen Lage, dass ihr neben einem Sechzig-ProzentPensum als Lehrerin viel Zeit für sich bleibe, sodass sie die Zeit mit ihrem Sohn geniessen und sich voll auf ihn konzentrieren könne. Gemeinsam mit Tareks Vater teilt sich Brigitte Giezendanner das Sorgerecht, was organisatorisch manchmal herausfordernd ist: «Am Montag, Mittwoch und Samstag ist er bei mir, am Dienstag, Donnerstag und Sonntag beim Vater, am Freitag bei meiner Mutter. Von dort, wo er übernachtet, geht er auch zur Schule, was zum Glück problemlos ist, da wir alle ziemlich nahe voneinander wohnen.» Am Morgen sitzt der Primarschüler im Unterricht, an drei Nachmittagen pro Woche besucht er den Kinderhort, dann isst er auch dort Zmittag. «Ich bin froh, dass unser Sohn auch die Erfahrung machen kann, in einer grossen Gruppe, mit vielen anderen Menschen zusammen zu essen. So lernt er den rituellen Wert des gemeinsamen Essens kennen, obwohl wir daheim keine grosse Sache daraus machen.»
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Familie 2014 Magdalena
Max
Marc Thum
Sophie
Julia Bechtle
Familie Bechtle-Thum: Julia Bechtle (40), Hausfrau, Marc Thum (40), Produktionsingenieur, mit Max (11), Sophie (8) und Magdalena (3) Bei Bechtle-Thums herrscht tagsüber ein ständiges Kommen und Gehen. «Oder noch besser: ein grosses Gehen und ein tröpfchenweises Zurückkommen», sagt Mutter Julia Bechtle. Vater Marc und Max, Julias Sohn aus erster Ehe, der in der Stadt Zürich die Schule besucht, verlassen das Haus zuerst, danach die Primarschülerin Sophie. Und selbst Nesthäkchen Magdalena, die gemeinsame Tochter, besucht zwei Tage pro Woche eine Spielgruppe auf dem Bauernhof, wo sie auch Zmittag isst. «Mittags sind nie alle zu Hause», sagt Julia Bechtle. «Darum ist es uns umso wichtiger, dass wir am Abend gemeinsam essen. Um 18 Uhr sitzen alle am Tisch, das ist ein Fixpunkt. Wenn wir das nicht hätten, wären wir ja fast keine Familie mehr!» Zu Tisch sei es manchmal ruhig, manchmal chaotisch, wie in jeder Familie halt. «Es findet ein fliessender Übergang vom Essen ins Hausaufgabenmachen statt», sagt Vater Marc Thum, der oft noch sitzen bleibt, während die Kinder schon über die Hefte gebeugt sind. «Der Tisch ist der Mittelpunkt unseres Wohnzimmers, und er ist auch der Mittelpunkt unseres Familienlebens, wenigstens einmal pro Tag.» Die einzige Tischregel laute: «Sitzen bleiben, bis alle gegessen haben.» Das klappe gut, sagt die Mutter lachend: «Auch wenn alle mindestens einmal pro Mahlzeit aus unerfindlichen Gründen aufs WC müssen.»
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Familie 2014
”Es geht nicht darum, besser Bescheid zu wissen als die Kinder” Das Thema, das vielen Eltern derzeit besonders schwer auf dem Magen liegt, ist der Umgang ihrer Kinder mit digitalen Medien. Pro-Juventute-Experte Laurent Sédano warnt vor übertriebenen Ängsten und vor echten Gefahren und rät dazu, wohlwollendes Interesse zu zeigen. Interview: Lukas Hadorn Fotos: Christoph Köstlin Illustrationen: Kathrin Frank
Herr Sédano, in welchem Alter treten Kinder in die digitale Welt ein?
Laurent Sédano: Heutzutage direkt nach der Geburt. Mobile Geräte sind überall, und die flimmernden Bildschirme üben schon auf Babys eine grosse Faszination aus. Smartphones für Säuglinge? Ist das empfehlenswert?
Nein, eher nicht. Aber ich bin kein Fan von Empfehlungen. Warum nicht?
Weil es keine allgemein gültigen Rezepte gibt, was den Umgang unserer Kinder mit digitalen Medien betrifft. Jedes Kind ist anders. Und die Eltern sind es erst recht. Was für die einen streng ist, empfinden andere als zu lasch. Es gibt Eltern, die ihre Kinder konsequent von Bildschirmen fernhalten, während andere 16
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kein Problem damit haben, die Gutenachtgeschichte auf dem iPad durchzublättern. Gibt es trotzdem so etwas wie Richtlinien?
Ja, es gibt beispielsweise die 3-6-9-12Regel des französischen Psychologen Serge Tisseron: Kein Bildschirm unter drei Jahren, keine eigene Spielkonsole unter sechs, kein Internet vor neun und kein unbeaufsichtigtes Internet vor zwölf Jahren. Tisseron orientiert sich dabei an den geistigen Entwicklungsstufen und den kognitiven Fähigkeiten des Kindes, was ich für ziemlich sinnvoll halte. Warum herrscht bei vielen Eltern derart grosse Ratlosigkeit, wenn es um digitale Medien geht?
Weil es kaum Erfahrungswerte gibt, schon gar keine langfristigen. Bei den meisten
Themen, die im Kindes- und Jugendalter auftauchen, vom Sackgeld über den Ausgang bis hin zur Liebe, können wir unsere Eltern fragen, wie sie das mit uns gemacht haben. Beim Umgang mit Smartphones und dem Internet geht das nicht, hier verändern sich die Dinge derart rasant, dass schon Erfahrungen, die wir vor fünf Jahren gemacht haben, heute nicht mehr gelten. Wir erleben die digitale Revolution in Echtzeit und müssen laufend neue Umgangsformen finden. Das bedeutet, dass sich auch die Eltern mit digitalen Medien auseinandersetzen müssen, wenn sie Schritt halten wollen.
Das ist bestimmt hilfreich. Gerade Väter tun sich gern schwer damit, mit den Kindern ein Thema zu besprechen, von dem sie möglicherweise weniger verstehen als das Kind selbst.
Der Medienexperte Laurent Sédano (37) ist soziokultureller Animator und bei der Stiftung Pro Juventute verantwortlich für das Thema Medienkompetenz. Er hat langjährige Erfahrung in der aufsuchenden Jugendarbeit sowie in der Beratung und Weiterbildung von Eltern und Jugendlichen. Sédano lebt mit seiner Partnerin und deren beiden Kindern (4 und 7) zusammen.
Das ist verständlich.
” Ich habe ein Handy mit Internetverbindung. Das brauche ich vor allem, um mit meinen Kollegen via WhatsApp verbunden zu sein. Wir haben auch einen WhatsApp-Chat für die ganze Klasse, damit wir uns gegenseitig über wichtige Dinge informieren können. Mein Mami sagt, vielleicht wäre ein Familien-Chat auch mal eine gute Idee. Max, 11
”
Schon, ja. Aber es geht nicht darum, besser Bescheid zu wissen als die Kinder. Viel wichtiger ist es, wohlwollendes Interesse zu zeigen. Wir raten den Eltern, sich mit dem Kind an den Computer zu setzen, eine Weile beim Gamen zuzuschauen und sich darüber zu unterhalten: Wie genau funktioniert das Spiel? Worum geht es? Warum ist das Kind so fasziniert davon? Oft ergibt sich in solchen Situationen auch plötzlich die Möglichkeit, kritische Aspekte zu diskutieren. Die Grenze zwischen Spiel und Sucht zum Beispiel.
Zum Beispiel, ja. Obwohl ich ja der Meinung bin, dass in dieser Hinsicht oft etwas gar schwarzgemalt wird, gerade in den Medien. Man darf diese Themen auf keinen Fall verharmlosen, aber man sollte auch nicht jeden Jugendlichen, der in Vivai 2/14
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seiner Freizeit am liebsten auf dem Handy herumdrückt, als internetsüchtig bezeichnen. Sondern?
Es lohnt sich, über das Medium hinaus zu schauen. Viele Jugendliche sind nicht süchtig nach dem jeweiligen Gerät, sondern nach den Kontakten, die das Gerät für sie herstellt. Sie sind süchtig nach ihren Freunden, nach dem Austausch mit ihnen, nach Bestätigung und Anerkennung. So betrachtet, wird aus dem vermeintlichen Medienthema plötzlich ein klassisches Erziehungsthema. Die Angst, der übermässige Medienkonsum stumpfe unsere Kinder ab, ist also nicht berechtigt?
Berechtigt vielleicht schon, aber meiner Meinung nach übertrieben. Die reelle Gefahr ist nicht die Abstumpfung, sondern die Überforderung. Denn die heutigen Kinder und Jugendlichen müssen eine zusätzliche Dimension erlernen, die es noch
vor zwanzig Jahren nicht gab. Sie müssen lernen, digital zu streiten, digital zu flirten, digital zu kommunizieren. Dabei sollten wir sie begleiten und unterstützen. Denn wir Erwachsenen lernen ja ebenfalls laufend dazu, und dieses Wissen – etwa dass man bei einem eskalierenden SMS-Dialog besser auf das persönliche Gespräch wechselt – sollten wir mit unseren Kindern teilen. Vorleben statt vorschreiben.
Genau. Medienerziehung ist kein Thema, das mit ein paar Regeln und Vorschriften abgehandelt ist. Abmachungen müssen immer wieder neu ausgehandelt, neu definiert und neuen Verhältnissen angepasst werden. Man muss miteinander reden und darf Konflikte nicht scheuen, dann bekommt man auch die schwierigen Aspekte dieser Thematik in den Griff. Und wenn sich Eltern Zeit nehmen, gemeinsam mit ihren Kindern die Onlinewelt zu erforschen, ist das für alle eine Bereicherung. ●
” Beim Grossmami darf ich etwas öfter fernsehen, beim Papi darf ich gamen. Mein Mami ist da etwas strenger, da darf ich nur ab und zu etwas auf dem Handy spielen. Einer aus meiner Klasse hat aber schon zwei Gameboys! Tarek, 7
”
” Ich schaue praktisch nie fern. Das langweilt mich, weil man da selber gar nichts machen kann. Da game ich lieber auf meinem Laptop im Zimmer. Regeln haben wir keine, meistens höre ich nach einiger Zeit selbst auf. Ich bin aber auch schon erschrocken, als ich realisiert habe, wie lange ich gespielt hatte, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht. Matteo, 13
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”
” Ich habe mein Sackgeld gespart, um mir damit ein iPad Mini kaufen zu können. Am liebsten spiele ich Schmink- und Babysitter-Games. Sophie, 8
”
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Familie 2014 Gut betreut
Die Hälfte der Familien mit einem Kind bis zu vier Jahren nimmt regelmässig familienergänzende Betreuung in Anspruch – bei Verwandten, aber auch in Kitas und Tagesfamilien.
Frauensache
Rund drei Viertel aller Mütter in der Schweiz sind erwerbstätig. 6 von 10 Müttern arbeiten Teilzeit, knapp 2 von 10 sind vollzeiterwerbstätig.
Weniger Kinder
Die Geburtenrate in der Schweiz ist seit 1970 von über 2 auf unter 1,5 Kinder gesunken. Umfragen zufolge wünschen sich heute viele Frauen mehr Kinder, als sie in Realität bekommen.
Mehr Kinderlose
So siehts aus
In der Schweiz gibt es aktuell rund 1,9 Millionen Eltern und 1,6 Millionen Kinder und Jugendliche. 20
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Noch 1970 hielten sich Familien- und Nichtfamilienhaushalte in etwa die Waage. Heute sind zwei Drittel aller Haushalte kinderlos. Paare mit Kindern machen rund ein Viertel aus, der Rest entfällt auf Einelternfamilien.
Quellen Eidgenössisches Departement des Innern, Bundesamt für Statistik (BFS), Pro Juventute, Schweizerischer Nationalfonds
Bindet und bildet
Keinem Faktor wird grössere Bedeutung für den Schulerfolg und die Bildungschancen eines Kindes beigemessen als der Familie.
Das tut gut
Alles andere als ein Kinderspiel
Als wichtigste Faktoren für das Wohlbefinden und die Gesundheit eines Kindes gelten der Erziehungsstil und die Beziehungsqualität zwischen Eltern und Kindern.
Was ist das überhaupt, eine Schweizer Familie? Und lässt sich der Wandel, dem sie in jüngster Zeit ausgesetzt ist, objektivieren und messen? Vivai hat einige Zahlen und Fakten zusammengetragen. Text: Lukas Hadorn Illustration: Kathrin Frank
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Lieb und teuer
In einem Einelternhaushalt verursacht ein Einzelkind Konsumausgaben von durchschnittlich 1092 Franken im Monat. Hinzu kommen 40 bis 64 Stunden kinderbedingte Haus- und Familienarbeit.
Regelmässig übermässig
Zwei Drittel der Schweizer Eltern fühlen sich regelmässig überfordert. Als problematisch werden vor allem die Bereiche Erziehung, Medienkonsum und Kinderbetreuung empfunden. Vivai 2/14
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Familie 2014
Bunt und vielfältig: Generation M
Leidenschaftlich langfristig Kinder und Jugendliche spielen für einen grossen Detailhandelskonzern wie die Migros eine wichtige Rolle. Das Engagement für die Generationen von morgen ist vielfältig – und es hat Tradition.
Nachhaltigkeit bedeutet für die Migros Lebensqualität. Lebensqualität auch für die Generationen von morgen. Mit diesem Blickwinkel ist Generation M entstanden, das Nachhaltigkeitsengagement der Migros. Es umfasst mehr als fünfzig konkrete Versprechen, die jeweils einem Kind oder Jugendlichen abgegeben werden, mit dem Ziel, die Umwelt zu schützen, den nachhaltigen Konsum zu fördern, gegenüber Gesellschaft und Mitarbeitenden sozial und vorbildlich zu handeln und einen gesunden Lebensstil zu fördern.
Text: Lukas Hadorn Illustrationen: Kathrin Frank
b
ist Du ein Migros-Kind? Die meisten Schweizerinnen und Schweizer wissen auf diese Frage eine Antwort. Was impliziert, dass man dem Laden seines Vertrauens in unserem Land gerne ein Leben lang treu bleibt. Einmal Migros, immer Migros. Für die Migros selbst bedeutet dies natürlich auch, dass die Migros-Kinder von heute die Migros-Kunden von morgen sind. Trotzdem setzt sich die grösste Detailhändlerin der Schweiz Grenzen, was den Umgang mit Kindern und Jugendlichen betrifft. So werden beispielsweise keine direkten Appelle oder Kaufaufforderungen an Minderjährige gerichtet, und in der Werbung werden keine Kinder in direkten Konsumsituationen gezeigt, wenn das Produkt für sie ungeeignet ist. Die Migros fühlt sich verpflichtet, der nächsten Generation eine lebenswerte 22
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Ausgangslage zu verschaffen. So interpretiert sie das Thema Nachhaltigkeit: Der Mensch steht im Mittelpunkt, seine Lebensqualität und sein Wohlbefinden. Dass diese Philosophie konsequent zukunftsgerichtet in die Realität umgesetzt wird, hat in der Migros schon seit Zeiten Gottlieb Duttweilers Tradition. Was vor rund siebzig Jahren mit Meilensteinen wie der Eröffnung des Parks im Grüene in Rüschlikon begann, ist heute ein vielfältiges, umfassendes Engagement für Kinder und Jugendliche, aber auch für Familien als Ganzes. Es beinhaltet Bewegungs- und Sportinitiativen, kulturelle Aktivitäten, Freizeit- und Unterhaltungsangebote sowie Projekte zur Umweltbildung und -sensibilisierung. Damit soll der Grundstein für die Lebensqualität der nächsten Generation gelegt werden. Der nächsten Generation von Migros-Kindern. ●
Bildung und Schule Auch an Schulen und in der Kinderund Jugendbildung engagiert sich die Migros direkt. Unter anderem mit Muuvit, einem spielerischen Unterrichtsmittel zur Förderung von Gesundheit, Bewegung, Kultur und Umweltbildung bei Primarschulkindern, sowie via den vom Migros-Kulturprozent getragenen Schulwettbewerb x-hoch-herz, bei dem Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert werden, sich für andere Menschen einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Über ihr Sponsoring-Engagement unterstützt die Migros ausserdem exklusiv die Kinder- und Jugendbildungsprojekte des WWF.
Das Engagement der Migros Sport und Freizeit
Ernährung Ein wichtiges Thema an der Schnittstelle zwischen der Migros und den Schweizer Jugendlichen ist die Ernährung. Im vom Migros-Kulturprozent konzipierten und realisierten Club Minu wird übergewichtigen Kindern und deren Eltern ein umfassendes Verhaltens- und Selbstwerttraining geboten und überdies aufgezeigt, wie sie ihre Ernährung und ihr Bewegungs- und Freizeitverhalten so anpassen können, dass sie ein Normalgewicht erlangen. Im ebenfalls vom Kulturprozent konzipierten Projekt Kebab+ werden Jugendarbeitsstellen dazu angeregt, Projekte rund ums Thema Ernährung und Bewegung gemeinsam mit den Jugendlichen umzusetzen.
Besonders vielfältig sind die Angebote der Migros im Bereich Sport und Freizeit. Das beginnt bei der Volkssportitiative I’M fit und umfasst das Engagement als Hauptsponsorin des grössten J+S-Wintersportlagers genauso wie die Kinder-Skirennen-Serie Grand Prix Migros. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang auch die vier Parks im Grüene, in denen den Kindern unter anderem Kasperlitheater, Bähnlifahrten oder Eselreiten geboten wird, sowie das Kinderparadies im Migros Sport- und Erlebnispark Milandia, wo seit 1987 die beliebten Kinder-Feriencamps durchgeführt werden.
Unterhaltung und Festivals Kinder wollen natürlich auch unterhalten werden, deshalb hat die Migros zum Beispiel die Lilibiggs-Comicfiguren ins Leben gerufen, die sich den Kindern in einem eigenen Magazin und auf der Website www.lilibiggs.ch präsentieren. Sie animieren die Kinder zum Spielen, zum Lesen und Hören von Geschichten, zum Malen, Basteln und Lernen. Beliebt sind auch die Lilibiggs-Kinderfestivals, die während des Sommerhalbjahrs in der ganzen Schweiz stattfinden und als Open-Air-Veranstaltungen Musik mit Spiel und Spass verbinden.
Generationen und Familie Im Familienclub Famigros schliesslich steht die Familie als Ganzes im Zentrum, dabei profitieren die Mitglieder von Clubvorteilen, Tipps und Expertenwissen rund um die Familie. Auch das MigrosKulturprozent setzt auf den Austausch zwischen den Generationen, etwa mit dem Projekt Generationen im Museum oder mit conTAKT-kind.ch, einem Projekt, das sich speziell an Familien mit Migrationshintergrund richtet und für das Thema Frühförderung und Erziehungsfragen sensibilisieren soll.
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XXXXxxxxxxx Insekten essen
Auf die Zukunft bauen Wer heute baut, den beschäftigt neben dem Standard des Küchenausbaus und der Ästhetik der Bodenbeläge auch die Nachhaltigkeit. Zu nachhaltigem Bauen gehört ein ganzheitliches Konzept. Es reicht von der Energieeffizienz über die Materialwahl bis hin zur Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Auf Komfort wird dabei übrigens nicht verzichtet. Text: Bernhard Raos
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tädtisch, klimafreundlich, autoarm, dies die Kurzformel für die Siedlung Sihlbogen in Zürich-Leimbach. Sie manifestiert sich unter anderem darin, dass alle Mieter sich verpflichten, auf ein eigenes Auto zu verzichten. «Dennoch sind über neunzig Prozent der Familienwohnungen bereits vermietet», sagt Rolf Hefti, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Zurlinden, der die Siedlung gehört. Im Sihlbogen legt sich die Bauträgerschaft die Latte in Sachen Nachhaltigkeit hoch: Verglichen mit dem Durchschnitt soll ein Mieter seinen Ressourcenverbrauch um zwei Drittel reduzieren. Der Verzicht aufs eigene Auto fällt leicht: Bus
Bauen
Migros Länderpark, Stans NW Das 1980 eröffnete Einkaufszentrum Länderpark der Genossenschaft Migros Luzern in Stans wurde nach den Grundsätzen des Minergie-Standards erneuert und 2010 wieder eröffnet. Der MinergieStandard setzt auf rationellen Energieeinsatz und breite Nutzung erneuerbarer Energien. Ziele sind die Verbesserung der Lebensqualität, die Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und die Senkung von Umweltbelastung und Energieverbrauch. Obwohl der Länderpark nun doppelt so gross ist, sank der Stromverbrauch um zehn Prozent. Auf dem Dach wurde eine 4200 Quadratmeter grosse Solarstromanlage installiert. Auf fossile Brennstoffe wird verzichtet, ebenso auf heikle Kältemittel. Statt konventionell wird mit einer Grundwasser-Wärmepumpe und mit Abwärme geheizt. Mittlerweile erfüllen landesweit über dreissig Migros-Märkte und weitere fünfzig Gebäude der Genossenschaften den Minergie-Standard.
und S-Bahn halten vor der Siedlung, das Abo ist im Mietpreis inbegriffen. Die Mobilität ist jedoch nur ein ökologischer Baustein. Für die beiden siebenstöckigen Gebäude wurde viel Holz verwendet. Ihre Hüllen sind dick isoliert; Holzpellet-Heizung, Wärmepumpe und Solarzellen halten die Nebenkosten tief und schonen die Umwelt.
© Marc Latzel
Das Haus 2050
Die Schweiz hat sich in ihrer Energiestrategie 2050 den Ausstieg aus der Kernenergie und eine Senkung des Energieverbrauchs um 54 Prozent zum Ziel gesetzt. Dazu braucht es mehr Siedlungen wie die
am Sihlbogen. Konkret: Jeder und jede von uns beansprucht pro Jahr rund 6000 Watt. Etwa die Hälfte entfällt auf Bau und Betrieb von Gebäuden. Rund 1,5 Millionen Gebäude verbrauchen im Durchschnitt zwanzig Liter Erdöl pro Quadratmeter und Jahr. Energetisch betrachtet, sind das Sanierungsfälle. Doch die Sanierungsrate liegt bei unter einem Prozent pro Jahr. Das Haus 2050 ist heute schon möglich. «Wir müssen es nur wollen», sagt Markus Portmann, Vorstandsmitglied von Swissolar. Er wollte. Mit seiner Frau und einem spezialisierten Architekturbüro hat er in Kriens ein fünfstöckiges, in mehrfacher Hinsicht nachhaltiges Haus
erstellt: Tiefer Energiebedarf, weder Wohngifte wie Formaldehyd noch problematische Baustoffe, etwa eine Dämmung aus Polystyrol. Die Raumgestaltung lässt sich mit geringem Aufwand an veränderte Bedürfnisse anpassen. Es wurde viel Weisstannen-Holz verbaut, das im Umkreis von dreissig Kilometern geschlagen und bearbeitet wurde. «Aus der Region, für die Region», zitiert Portmann ein Migros-Label. Das Haus ist stark wärmegedämmt, was den Heizenergiebedarf senkt. Gedeckt wird dieser mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, die tagsüber läuft und den Strom von der Fotovoltaikanlage auf dem Dach bezieht. Vivai 2/14
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Die energieeffizienten Haushaltmaschinen laufen nur dann, wenn die Solaranlage den Strom produziert. Eine intelligente Steuerung erledigt dies automatisch, wenn es der Nutzer zulässt. Portmann ist überzeugt, dass eine richtig justierte Haustechnik bis zu zwanzig Prozent der Betriebsenergie für Gebäude einspart. Das Mehrfamilienhaus in Kriens trägt das Label Minergie-A-Eco für besonders hohe Anforderungen bezüglich Energiebilanz und Ökologie. Doch ein Label-Salat erschwert den Durchblick. Eine allgemeingültige Definition für nachhaltiges Bauen existiert nicht. So wird am Minergie-Standard kritisiert, dass je nach Level etwa der Dämmstoff Polystyrol zugelassen ist. Dessen Herstellung bedarf dreissigmal mehr Energie als eine Zellulose-Dämmmung. Mit dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS), breit abgestützt durch Vertreter der öffentlichen Hand, private Firmen, durch Branchenverbände und Institutionen, wurde ein ganzheitliches Gütesiegel geschaffen. Entwickelt im Auftrag des Bundesamtes für Energie, berücksichtigt der Standard die drei Dimensionen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. l
Effiziente Herbergen Die Jugis machen es vor Die Schweizer Jugendherbergen sind unter den Beherbergungsbetrieben Pioniere im nachhaltigen Bauen. Bereits sind ihre Unterkünfte in Scuol, Valbella und Zermatt im MinergieStandard erstellt, die in Interlaken sogar im noch strengeren MinergieP-Eco-Standard. In Gstaad-Saanenland und in Saas-Fee werden noch dieses Jahr zwei weitere ökologische Vorzeigeprojekte fertiggestellt. Dank der Optimierungsstrategie aus dem Jahr 1994 wurde der Wasserverbrauch pro Logiernacht seit 1996 um 23 Prozent auf 129 Liter gesenkt, der CO2-Ausstoss von 2000 bis 2012 um über 41 Prozent. 26
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Schulanlage Büttenen, Luzern Mit dem Neubau des Schulhauses Büttenen setzte die Stadt Luzern 2009 ästhetisch und energetisch ein Zeichen: Das Gebäude wurde mit seiner filigranen, ornamental strukturierten Holzfassade und den ab gerundeten Ecken ein Hingucker. Die innere Struktur erlaubt eine flexible Nutzung; die beiden Obergeschosse wurden in Holzelementbauweise errichtet. Runde Oberlichter lassen Tageslicht in die Gruppenräume. Be heizt wird die Anlage mit einer ErdsondenWärmepumpe. Das Gebäude ist das erste Schulhaus der Stadt Luzern, das mit dem MinergieEcoLabel ausgezeichnet wurde.
Bauen
Um-/Anbau Haus im Baumgarten, Oltingen BL Das 2007 vom Hausbesitzer und Architekten umgebaute Bauernhaus ist Teil des denkmalgeschützten Ortskerns von Oltingen. Das Gebäude musste in seiner Substanz erhalten werden. Die Strassen- und die Südfassade wurden nicht verändert, Fuss- und Dachboden sowie die Wand zum Stall aber bis zu dreissig Zentimeter gedämmt. Die Fenster mit Holzrahmen sind generell dreifachverglast. Der ehemalige Holzschopf dient heute als Küche und Wohnraum. Ein grosses Oberlicht bringt mehr Helligkeit. Vor dem Umbau musste das Gebäude bis zu elf Monate im Jahr beheizt werden, heute sind es noch sieben. Das Haus im Baumgarten entspricht dem Minergie-Standard. Es erhielt 2012 den Schweizer Denkmalpreis.
Mehrfamilienhaus Kirchrainweg, Kriens LU
© Roger Frei, Zürich, Rohrer Sigrist Architekten GmbH, Luzern, Architekturbüro Christoph Ecker GmbH, Daniel Sutter, Gabriel Ammon / AURA
Das ehemalige Fabrikareal im Zentrum von Kriens wurde innerstädtisch zu einem Wohngebiet für alle verdichtet. Das Mehrfamilienhaus Kirchrainweg ist ein Teil davon. Es entspricht den Anforderungen an die 2000-Watt-Gesellschaft und erhielt den Schweizer Energiepreis Watt d’Or 2014. Strom wird von der eigenen Fotovoltaikanlage bezogen und über eine ausgeklügelte Steuerung möglichst direkt verbraucht. Achtzig Prozent des verbauten Holzes stammen aus der Region. Die Materialien in den Innenräumen wurden weitgehend natürlich belassen. Es wurde konsequent auf lösemittelhaltige Werkstoffe, Klebestoffe und Anstriche verzichtet. Eingangs- und Loftgeschoss bestehen aus Recycling-Beton.
Wohnsiedlung und Gewerbezentrum Sihlbogen, Zürich Die Baugenossenschaft Zurlinden errichtet bis Anfang 2015 auf dem 21 000 Quadratmeter grossen Areal in einer Flussschlaufe der Sihl eine Siedlung mit 220 Mietwohnungen, einem Gewerbezentrum und öffentlichen Freiflächen. Die Wohnungen verfügen über verschiedene Grundrisstypen; ein Drittel sind Alterswohnungen. Die Bauten visieren die 2000-Watt-Gesellschaft an. Berücksichtigt wurden die Bereiche graue Energie (Herstellungsenergie), Heizung/Lüftung/ Kühlung, Warmwasser, Elektrizität und Mobilität. Der Sihlbogen ist zurzeit die grösste autoarme Siedlung der Schweiz. Vivai 2/14
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FERIEN IM ALLGÄU
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Das Tannheimer Tal - ein Tal voller wunderbarer Augenblicke. Mit 14 Vier-Sterne- und einem FünfSterne-Haus bietet das Tannheimer Tal eine der größten Hotelsterne-Dichten Tirols. Viele DreiSterne-Häuser, Privatzimmer und Appartements bietet das Tannheimer Tal zur Verfügung.
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Hotel Allgäu Sonne
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Gr端nes auf den Teller
Gr端ner wirds nicht Die Farbe der Saison ist auch ein Trend unter den Gesundheitsbewussten. Zu Recht. Denn gr端nes Gem端se hat es in sich. Text: Marianne Botta Diener Fotos: Christine Benz
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Grünes auf den Teller
Die "Grünen„ sind Kraft-
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rün leben, grün essen, grün trinken? In den USA, und nicht nur dort, ist Going Green das Schlagwort der Gesundheitsbewussten. Wie bei vielen Trends, trägt auch dieser einen gesunden Kern Wahrheit in sich. Während sich unsere Vorfahren in der Steinzeit noch weitgehend von grünen Pflanzen ernährt haben, ist der Grünanteil auf unseren Tellern geschrumpft. Meist liegt dort nur das obligate Büschelchen Petersilie als Garnitur. Dabei sollte täglich unter den fünf Portionen Gemüse und Früchte eine in Grün dabei sein. Am besten in verschiedenen Grüntönen. «Grüne Blattsalate und Blattgemüse wie Spinat oder Krautstiele, Lauch, Brokkoli und andere Kohlsorten, Erbsen und Bohnen bringen Abwechslung und Genuss in die Ernährung», sagt Christina Daeniker Roth, Fachspezialistin Ernährung und Gesundheit beim Migros-Genossenschafts-Bund. Übertrifft sogar das Fleisch Die «Grünen» sind Kraftpakete, die mit reichlich Vitaminen und Mineralstoffen und nützlichen Ballaststoffen gefüllt sind. Der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen. Bisher geht man davon aus, dass diese vor Krebs schützen können. Sekundäre Pflanzenstoffe senken auch den Blutdruck und den Cholesterinspiegel, wirken gegen Entzündungen oder hemmen Bakterien im Wachstum. Und noch ein Top-Argument trägt grünes Blattgemüse mit sich: Es ist ein guter Eisenlieferant, auch wenn Spinat nicht so eisenreich ist, wie man früher annahm. Dennoch sind die rund 3,5 mg Eisen pro 100 g Spinat beachtlich im Vergleich zu 1 bis 2,5 mg in 100 g Fleisch. Zudem fördert Vitamin C die Eisenaufnahme im Darm – es ist in grünem Blattgemüse reichlich, in Fleisch aber kaum, vorhanden. 32
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pakete, die mit Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen gefüllt sind.
Lediglich Vitamin B12 fehlt im grünen Gemüse. Isst man zusätzlich noch grüne Algen, kann sogar der Bedarf an Jod und Omega-3-Fettsäuren gedeckt werden, was für Menschen wichtig ist, die Fische nicht essen mögen. Allerdings gehören die mineralstoff- und vitaminreichen Algen nicht zu den eigentlichen Pflanzen. Gut kauen ist wichtig Doch nicht alle Menschen vertragen Grünes. Manch einer klagt über unangenehme Blähungen. Das hat vor allem einen Grund: «Sie kauen zu wenig und essen zu schnell», sagt Christine Brombach, Dozentin für Ernährung an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Leiterin der Fachstelle Ernährung am Institut für Lebens-
mittel- und Getränkeinnovation. Die Idee, dem Menschen das Kauen des grünen Gemüses abzunehmen und es quasi vorzuverdauen, war deshalb naheliegend. Das Mixgetränk Smoothie war die praktische Lösung. 2004 wurden in den USA die ersten grünen Smoothies gemixt. Längst sind sie die gesunden Begleiter von schönheits- und figurbewussten Models und Schauspielerinnen. Für die Zubereitung der grünen Smoothies werden neben Früchten grüne Salate, Kohl, Kräuter und sogar Wildpflanzen wie Brennnessel und Löwenzahn püriert. «Grüne Smoothies sind von der Farbe und vom Geschmack her ungewohnt und neuartig. Sie enthalten keine Zusatzstoffe und gelten schon deshalb vielen als gesund», sagt Brombach. In der vegetarischen Szene sind Smoothies längst etabliert und stehen, so Brombach, für Jugendlichkeit und leichtes Leben, weil sie obendrein nur wenig Kalorien haben. Das macht sie zum Lieblingsdrink der Gesundheitsbewussten. Farbe sollte trotzdem her Going Green hat also viele Vorzüge. Aber nicht nur: So kann etwa Spinat mit seinem hohen Oxalsäuregehalt, im Übermass genossen, den Kalziumhaushalt des Körpers beeinträchtigen. Auch enthalten die Blätter verschiedener Grünpflanzen geringe Mengen an Alkaloiden. Sie schützen die Pflanzen vor Tierfrass und wirken in kleinen Mengen positiv aufs Immunsystem, in grossen Dosen hingegen giftig. Solche Mengen verzehrt in der Regel allerdings niemand. «Wir empfehlen, zwischen verschiedenen grünen Gemüsen abzuwechseln. Sie mal roh, mal gekocht zu essen», sagt Brombach. Das Kochen macht die Farbstoffe in den Zellen verfügbarer und das Gemüse für jene mit empfindlicher Verdauung verträglicher. l
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Grünes auf den Teller
system. Verdauungsfördernd. Kann viel Nitrat speichern. Deshalb frisch verwen den und dicke Stiele entfernen. Tipp: Ein bis zwei Stunden in lauwarmes, leicht gezuckertes Wasser legen, abtrop fen, in Schüssel aufbewahren (mit feuch tem Tuch zugedeckt). So bleibt er län ger frisch. Kopfsalat Inhaltsstoffe: Liefert Vitamin C, Folsäure,
Kalzium, Kalium, Kupfer, Jod, Mangan, Selen, etwas Zink und Lactucerol. Wirkung: Lactucerol hilft beim Ein und Durchschlafen. Beruhigt die Nerven und senkt den Blutdruck. Kopfsalat aus dem Treibhaus weist weniger zellschützende Inhaltsstoffe auf als während der Saison geernteter Salat. Tipp: Die Wirkung von Lactucerol ent faltet sich zusammen mit Fett. Deshalb mit ölhaltigem Dressing servieren.
Wie immer gilt: Abwechslung ist gesund. Also nicht nur auf Grün setzen, sondern mit Farbtupfern kombinieren.
Brokkoli Inhaltsstoffe: Hoher Gehalt an Kalium,
Grünes im Kurzcheck Das steckt drin Zu den grünen Pflanzen gehören Wild pflanzen, Kräuter, Sprossen und grüne Kulturgemüse. Doch auch die Blätter ver schiedener Knollengemüse wie Karotten oder Kohlrabi und Randenblätter dürfen gegessen werden. Sie haben meistens einen viel höheren Mikronährstoffgehalt als die eigentlichen Knollen. Spinat Inhaltsstoffe: Reich an Vitamin C und
Folsäure, Jod und Schwefel, Eisen, Bitter stoffen und der hormonähnlichen Sub stanz Sekretin. Wirkung: Sekretin aktiviert die Bauch speicheldrüse, Bitterstoffe unterstützen die Verdauung. Fördert Blutbildung und Immunsystem. Tipp: Spinat mit kalziumreichen Milchpro dukten und viel Flüssigkeit konsumieren, damit die im Spinat enthaltene Oxalsäure gut ausgeschieden werden kann. Grünkohl Inhaltsstoffe: Ist das Gemüse mit den
meisten Vitaminen und Mineralstoffen! Eine Portion deckt den Tagesbedarf an Vitamin C. Enthält alle Vitamine der BGruppe und viel Vitamin A und E. 34
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Ausserdem entspricht eine Portion davon der Kalziummenge von 2 dl Milch. Wirkung: Deckt Kalziumbedarf, wirkt zell schützend, stärkt das Immunsystem, beugt Verstopfung vor. Kann Blähungen verursachen. Besser gekocht als roh geniessen. Tipp: Dem Kochwasser etwas Kümmel beigeben, beugt Blähungen vor. Avocado Inhaltsstoffe: Besteht zu einem Drittel
aus hochwertigen Fettsäuren, liefert viel Vitamin A, C und E, Kalium, Eisen, Bitter stoffe. Reich an BVitaminen. Wirkung: Beeinflusst Blutwerte positiv. Das Enzym Glutathion soll verschiedene krebserregende Stoffe unschädlich machen. Bei Patienten mit einer Allergie auf Naturlatex können Kreuzreaktionen mit Avocados auftreten. Tipp: Roh essen, werden beim Erhitzen bitter. Rucola Inhaltsstoffe: Enthält viel Vitamin C,
Mineralstoffe und organische Säuren. Wirkung: Senföle und Bitterstoffe wirken bakterientötend und stärken das Immun
Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Viel BetaCarotin, Niacin und Vitamin C. Wirkung: Im Vergleich zu anderen Kohl arten leicht verdaulich. Guter Kalzium lieferant. Wirkt dank Senfölglycosiden und Sulforaphan krebshemmend. Je satter das Grün, umso besser die Versorgung mit Nährstoffen. Gelb verfärbter Brokkoli hat die Reife überschritten. Tipp: Beim Brokkoli sind alle Teile essbar: Röschen, Stiele und Blätter. Dämpfen (im Steamer) statt in Salzwasser sieden schützt die wertvollen Inhaltsstoffe. Randenblätter Inhaltsstoffe: Wesentlich höherer Nähr
stoffgehalt als der Randen selbst! Reich an Kalzium, Eisen, Magnesium und den Vitaminen Folsäure, C und A. Liefert rund 2000mal mehr Vitamin K als die Knolle. Wirkung: Appetitanregend. Fördern die Ausschüttung von Gallensaft. Das Kauen der Blätter hilft gegen KnoblauchAtem. Wirken leicht stimmungsaufhellend. Randenblätter enthalten – wie Spinat – Oxalsäure, welche zur Bildung von Nieren steinen beitragen könnte. Deshalb nicht im Übermass geniessen. Tipp: Junge Blätter als Salat, ältere wie Spinat zubereiten. Auch schön zum Dekorieren. l
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Leicht & gesund
Ei – alles andere als einerlei
Eier sind gute Sattmacher und liefern lebenswichtige Aminosäuren. Leichter Engländer
Den Hüttenkäse verdanken wir den Engländern. Er besteht aus Magermilch. Kleine Kräuterkunde
Mehr als nur Deko. Mit Kräutern wie Basilikum oder Petersilie gibt man einem Gericht Gesundes bei.
In Bestform präsentieren Sein Name ist nicht der Hit, aber das, was drinsteckt, umso mehr: Hüttenkäse. Er ist der kalorienarme Luftikus, der die Omelette aufwertet. Text: Susanna Heim Rezept: Lina Projer Foto: Christine Benz
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inmal in einem Diätplan aufgetaucht, und schon kriegt man das lustfeindliche Etikett nicht mehr los. Zumindest dem Hüttenkäse erging es so. Auch sein Name ist ja alles andere als eine Versprechung. Mit dem Englischen «cottage cheese» lässt er sich immerhin verbal etwas adeln. Dabei hat dieses proteinreiche Magermilchprodukt das Zeug, als Ingredienz eines amüsanten – oder sogar amourösen – Frühstücks in der Rolle des leichten Luftikus aufzutreten. Stellen wir uns einen Morgen danach vor: ein Tisch, zwei Menschen. Fettige Croissants würden als Kalorien-Klotz nicht nur dem Szenario die Leichtigkeit nehmen. Die frische Omelette mit Hüttenkäse hingegen ist eine Versprechung für einen Tag weiteren Tatendrangs. Hier 36
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gehen Wach-, Schlank- und Schönmacher eine ideale Verbindung ein. Das Ei versorgt uns mit den wichtigen Aminosäuren. Der fettarme Hüttenkäse liefert reichlich Kalzium, was Haare und Haut zu schätzen wissen. Die Beigaben in Form von Kräutern erweisen sich als dezente Helferchen. Petersilie wirkt gegen Mundgeruch und ist obendrein reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Der duftende Basilikum beugt unangenehmen Blähungen vor. Und wenn Sie kein Paar sind: Auch figurbewusste Singles laufen so zu Bestform auf. Die Zutaten (für 2 Personen)
4 Eier, Salz, 1 Bund Schnittlauch, ½ Bund Petersilie oder Basilikum, 1 TL Mehl, 2 EL Rahm, 1 EL HOLL-Rapsöl (da reich
an Omega-3-Fettsäuren und – wichtig: hoch erhitzbar), 200 g Hüttenkäse, Pfeffer. Die Anleitung
Eier trennen, Eiweiss mit einer Prise Salz steif schlagen. Kräuter fein hacken, mit dem Eigelb, Mehl und Rahm verquirlen. Das Eiweiss unterheben. Etwas Öl erhitzen, die Hälfte der Mischung dazugiessen. Durch Schwenken der Pfanne auslaufen lassen. Die Hälfte Hüttenkäse darauf verteilen, salzen und pfeffern. Omelette bei mittlerer Hitze stocken lassen. Falten und anrichten. Restliche Eimasse mit Hüttenkäse zu einer zweiten Omelette backen. Tipp: Je nach Saison mit frischem Gemüse ergänzen! Zubereitung: 20 Minuten. Pro Person ca. 26 g Eiweiss, 24 g Fett, 9 g Kohlenhydrate, 1500 kJ / 360 kcal. ●
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Der Psychologe rätselt …
Dieser Einkauf wurde in der Migros Egg ZH getätigt.
Fast alles ist möglich Stammen diese Einkäufe von einem berufstätigen Paar? Oder waren die Lebensmittel für eine Familie bestimmt? Unser Experte ist unsicher. Doch dann vermutet er, dass eine pensionierte Person eingekauft hat. Fotos: Nik Hunger
i
n meiner letzten Analyse habe ich wegen einer grösseren Milchmenge auf eine Familie mit Knaben geschlossen. An Milchbubis habe ich jedoch nicht im Entferntesten gedacht. Es war vielmehr ein Rückschluss aus Beobachtungen und der eigenen Erfahrung, wie gross der Milchkonsum in Familien mit Söhnen sein kann. Der Griff zu den zahlreichen Milchtüten sei purer Zufall gewesen und es hätte genauso gut Orangensaft sein 38
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können, habe ich schliesslich in der Auflösung erfahren. Diesen Hinweis behalte ich für meine weiteren Band-Analysen im Hinterkopf. Er erinnert mich aber auch an ein Buch von Alfred Schütz über den «sinnhaften Aufbau der sozialen Welt». Darin zeigt der Sozialphilosoph, dass auch zufällige Entscheidungen in einem Sinnzusammenhang stehen und wie dieser Sinn annäherungsweise erschlossen werden kann. Das motiviert mich, im
äusserst anspruchsvollen neuen Laufbandfoto nach Sinnstrukturen zu suchen. Bei der ersten Grobanalyse fällt mir Folgendes auf: Label-Vielfalt (Bio, Terra Suisse und M-Classic), massvoller Umgang mit Genussmitteln (Walkers, Zucker), Gesundheitsorientierung (Früchte, Salat, Actilife-Breakfast-Saft), Zeitoptimierung beim Kochen (10-Minuten-Reis) und Preisbewusstsein (Aktionsschinken). Die gekauften Mengen, besonders die
rund 350 Gramm Frischfleisch und der Nüsslisalat, sprechen am ehesten für einen Zweipersonenhaushalt. Wegen dieser Fakten gelange ich zu meiner ersten Arbeitshypothese: Ein berufstätiges Paar zwischen vierzig und fünfzig Jahren. Das Gesamtbild des Einkaufs zeigt aber kein eindeutiges Muster. Einige Hinweise widersprechen der Paar-Hypothese. So die Clementinen mit LilibiggsFiguren. Diese Produkte sind auf Kinder zugeschnitten. Hat vielleicht eine berufstätige Mutter für ihren Sohn oder ein Vater für seine Tochter eingekauft? Es stellt sich auch die Frage, ob nicht auch Erwachsene solche Clementinen kaufen, wenn sie frisch aussehen. Ich bin mir fast sicher, dass in dem Haushalt eine männliche und eine weibliche Person leben. Dafür sprechen Lebensmittelkombinationen wie Bauernspeck und Nature-Joghurt. Aber welche zwei Personen leben da zusammen? Viel-
„Die eingekauften
Mengen sprechen am ehesten für einen Haushalt mit zwei Personen.„ Der Ernährungspsychologe Dr. Robert Sempach ist Projektleiter Gesundheit beim Migros-Kulturprozent. Sein aktuelles Projekt: «Tavolata» – Tischrunden für ältere Menschen. Infos: www.tavolata.net
leicht hilft die Frage nach möglichen Ernährungsgewohnheiten weiter. BreakfastSaft, Butter und Toast deuten darauf hin, dass regelmässig gefrühstückt wird. Es wird sicher gekocht, aber nur gelegentlich kommen aufwendigere Menüs auf den Tisch. Öfter wird eine einfache Mahlzeit wie Schinken-Käse-Toast oder Nüsslisalat mit Ei verzehrt. Frisches Gemüse scheint nicht sehr beliebt zu sein. Könnte dies nicht auch für eine ältere Person sprechen, die öfter Besuch bekommt oder auf Vorrat kocht? Jetzt müsste ich noch wissen, weshalb nebst Rapsund Distelöl nicht Olivenöl gekauft wurde. Das Distelöl bringt mich dazu, meine Hypothese zu revidieren. Hier hat eine Person, die sehr selbstbestimmt mit gesellschaftlichen Konventionen umgeht und schon pensioniert ist, für sich und ihren Partner eingekauft. Wer wars? Zur Auflösung umblättern. Vivai 2/14
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Die Auflösung Eingekauft hat John Gysin. Der 79-jährige frühere britische Vizekonsul wohnt mit seiner Frau Elisabeth (64) in Egg ZH. Er kauft gern Produkte für ein englisches Frühstück.
eist gehen meine Frau und ich gemeinsam einkaufen. An den Tagen, an denen sie in der Buchhandlung arbeitet, erledige ich dies aber auch alleine. Sie schlägt in etwa vor, was ich mitbringen soll. Die Lilibiggs-Clementinen sind zufällig in meinem Einkaufswagen gelandet. Ich sollte einfach welche kaufen und habe nicht darauf geachtet, was auf dem Netz stand. Clemetinen sind halt Clementinen. Auch kümmere ich mich nicht speziell darum, zu welchem Label die Produkte gehören. Mal kaufe ich BioEier, mal Eier aus Freilandhaltung. Ich gucke aber, ob gewisse Produkte, die wir häufig essen, in Aktion sind, und greife dann zu. In der Regel kocht meine Frau Elisabeth. Ich bereite höchstens mal einen Salat oder Sandwichs zu. Sachen, die schnell gehen. Sie schaut, dass ich ausgeglichen und genügend Obst sowie Gemüse esse. Unter der Woche kommen darum zum Frühstück Cornflakes, Zitrusfrüchte oder Beeren auf den Tisch. Am Sonntag, wenn uns unsere drei erwachsenen Kinder besuchen, mache ich ein echt britisches Frühstück. Dafür brauchen wir Eier, Speck, Frühstückswürstchen, Tomaten, Baked Beans und Toastbrot. Die Walkers-Guetsli sind ebenfalls eine schöne Erinnerung an meine britische Heimat. ● Aufgezeichnet von Anette Thielert
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Wir danken dem Verlag für die freundliche Unterstützung dieses Inserates.
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Dr. Dünners Gesundheitswelt
Echte Frühlingsgefühle!
Jede fünfte Person in der Schweiz leidet unter Heuschnupfen. Der klinisch getestete Dr. Dünner HeuschnupfenSTOP bietet gezielten Schutz. Allzu viele Menschen in der Schweiz verstehen unter Frühlingsgefühlen auch eine juckende und brennende Nase, empfindliche und tränende Augen oder einen kratzenden Hals. Die Diagnose: Heuschnupfen. Sobald die Flora im Frühjahr ihren Blütenstaub durch die Welt schickt, treten bei Betroffenen Kopfschmerzen und Müdigkeit,
bisweilen sogar Atemnot, Husten oder Hautekzeme auf. In jedem Fall trübt die Erkrankung die Freude über das gute Wetter und die höheren Temperaturen. Neben Pollen können auch Hausstaub oder Tierhaare ähnliche Reaktionen auslösen. Dr. Dünner HeuschnupfenSTOP bildet einen hauchdünnen Film auf der Nasenschleimhaut, der als Schutzschild gegen Stoffe wirkt, die Allergien auslösen können. So bekämpft der klinisch getestete Spray nicht die Symptome von Heuschnupfen, sondern deren Ursache. Dr. Dünner HeuschnupfenSTOP verursacht weder Nebenwirkungen noch Gewöhnungseffekte und kann auch von Kindern und schwangeren Frauen bedenkenlos angewendet werden. Für echte Frühlingsgefühle! Getestet! 9 von 10 Personen spürten nach der Anwendung eine deutliche Besserung.
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Weitere Informationen finden Sie unter: HeuschnupfenSTOP.ch
Natur inspiriert
Zur Nachahmung empfohlen Der Duft der Saion? Ein Lied, das durch den Tag trägt? Und welche Farbe schenkt jetzt Energie? Die Antworten dazu gibts nun draussen. Denn die Natur ist die grösste Inspirationsquelle. Text: Atlant Bieri Illustrationen: Hannah Rollings
1. Der guten Ausstattung vertrauen Jetzt tanzt er uns wieder vor der Nase herum: Der Schwalbenschwanz ist einer der farbenprächtigsten Frühlingsboten und überdies ein grosser Verwandlungskünstler. Den Winter hat er im Freien als Puppe verbracht. Diese übersteht Schnee und Eis, ohne Schaden zu nehmen, weil sie ihr eigenes Frostschutzmittel produziert. Verschiedene Zuckerverbindungen verhindern, dass sich in ihrem Innern Eiskristalle bilden und die Schwalbenschwanzpuppe zerstören. Während das Jahr sich aus der Winterstarre löst, vollendet der Schwalbenschwanz seine Metamorphose zum Schmetterling und schlüpft im April. Was heutzutage die Ratgeberliteratur predigt, nämlich: «Erfinden Sie sich neu!», macht der Schwalbenschwanz jedes Jahr. Und alles ohne grosses Aufsehen und trotzdem bezaubernd. 42
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Der Schwalbenschwanz ist auch ein Rekordhalter, denn er besitzt von allen europäischen Schmetterlingsarten den langsamsten Flügelschlag. Bloss dreimal pro Sekunde bewegen sich seine Schwingen auf und ab. Und trotzdem ist er effizient! «Der Grund dafür ist, dass seine Flügel im Vergleich zum Körper sehr gross sind», sagt der Biologe Adrian Thomas von der Universität Oxford. Sie verleihen ihm auch bei tiefer Taktfrequenz einen akzeptablen Vortrieb von rund einem Meter pro Sekunde – so schnell wie wir beim Wandern unterwegs sind. Doch auch wenn er es beim Flattern eher gemütlich nimmt, ist er kein Faulenzer. Er vollzieht seinen Lebenszyklus vom Ei bis hin zum Schmetterling so effizient, dass pro Saison bis zu drei Generationen das Licht der Welt erblicken. Der Schwalbenschwanz zeigt: Man sollte der eigenen Ausstattung vertrauen, dann ist die Effizienz ein schöner Nebeneffekt.
2. Werbung in eigener Sache machen Im Frühling erhebt sich eine fantastische Geräuschkulisse. Wir vernehmen sie jeden Morgen, noch vor Sonnenaufgang. Die Amsel-Männchen läuten mit ihrem Gesang den Tag ein. Sie verfolgen handfeste Ziele. Einerseits wollen sie damit ihr Revier verteidigen, sagt der Biologe Michael Schaad von der Schweizerischen Vogelwarte in Sempach. Möchte man ihren Gesang in unsere Worte übersetzen, dann heisst es so viel wie: «Das ist mein Hoheitsgebiet.» Andererseits machen sie mit dem Gesang auch aktive Brautwerbung. Sie wollen den Weibchen imponieren, um so eine Partnerin für die Gründung einer Familie zu finden. Schaad würde das etwa so umschreiben: «Ich bin ein super Männchen. Ich kann es mir leisten, viel Zeit und Energie fürs Singen aufzuwenden.» Die Amseln trällern vor allem in den frühen Morgenstunden und am späteren Abend, weil es dann am wenigsten Nebengeräusche gibt. Zudem trägt die kühle Morgenluft den Schall besser. Sie singen mit einer erstaunlichen Gewissenhaftigkeit, als wäre jeder Tag eine einmalige Chance für sie, etwas zu bewirken. Und ihr Gesang ist ein täglicher Ruf, konzentriert für die eigene Sache zu werben. Denken Sie nächsten Morgen daran … Vivai 2/14
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4. Ab und zu eine eigene Duftmarke setzen
3. Energie ist ein Umwandlungsprozess Eines der sichersten Anzeichen für die Rückkehr des Frühlings ist die Farbe Grün. Zu keiner anderen Jahreszeit leuchtet sie so intensiv. Der Grund dafür sind die Pflanzen, die nun wieder neue Blätter bilden. Auf den Wiesen ist das besonders gut sichtbar. Gräser versinken im Winter in eine Art Starre. Viele Halme sterben in den kalten Monaten ab und werden gräulich – wie so manches Gesicht! Im Frühling schieben sich dann neue, zarte Halme aus dem Boden, was die gesamte Landschaft langsam erstrahlen lässt, als würde jemand einen stufenlosen Regler für grüne Farbe aufdrehen. Grün ist nicht nur gut für die Stimmung, sondern es ist Zeugnis des wichtigsten Prozesses in der Natur: der Fotosynthese. Das Pflanzen-Grün wird in der Biologie Chlorophyll genannt. Es ist ein Molekül, das die Fähigkeit hat, die Lichtteilchen der Sonne einzufangen und sie der Pflanze als nutzbare Energie weiterzugeben. Dieser Prozess ist Leben. Denn alles, was wir essen, stammt letztlich von Pflanzen. Mit der Ergrünung der Landschaft erinnert die Natur daran, dass die belebte Welt aus purem Licht geschaffen wurde. Zum Nachmachen: Licht tanken und in positive Energie umwandeln! Auch mal in Form eines Lächelns.
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Unter den Frühlingsdüften ist der des Löwenzahns wohl der allgegenwärtigste. Landauf, landab riecht es, als hätte sich die Schweiz mit einer Mischung aus zerstäubtem Honig parfümiert. Löwenzahn wächst nicht nur auf gut gedüngten Wiesen, sondern auch am Strassenrand, zwischen Pflastersteinen, auf brachliegenden Äckern und kargen Bergböden. Seine Samen hängt er an Fallschirmchen und schickt sie so bis in die letzten Winkel der Schweiz. Er ist ein üppiger Parfümproduzent. Forscher haben 25 verschiedene Duftstoffe des Löwenzahns nachgewiesen. Seine gelben Blütenblätter schwitzen diese aus und schwängern so die vorbeistreichende Luft. Dabei muss der Duft über eine möglichst grosse Oberfläche abgegeben werden. Der Löwenzahn bewerkstelligt das, indem er seinen Blütenblättern eine schmale und längliche Form gibt. Dadurch kann er Dutzende von ihnen auf engem Raum unterbringen und erreicht so, dass die Duftabgabe auf einer sehr grossen Oberfläche stattfindet. Der Duft ist ein Signal für bestäubende Insekten wie Bienen oder Hummeln. Sie lesen darin die Botschaft: «Kommt her, bei mir gibt es jede Menge Nektar zu holen.» Doch eigentlich ist sein Aufwand etwas übertrieben. Denn: «Löwenzahn ist grösstenteils selbstbestäubt und benötigt nicht zwingend Insekten dazu», erklärt es der Biologe Heiko Hentrich. Sehen wir es menschlich: Der Löwenzahn scheint mit seinem Parfüm etwas von seinem Erfolg an die Allgemeinheit zurückgeben. Nicht weil es ihm nützt, sondern weil es uns guttut. Also: Verströmen Sie Frühling für die anderen!
5. Manchmal ist es gut, wenn man schneller als die anderen ist Der Bärlauch ist ein Frühaufsteher. Bereits im Februar beginnt er unterirdisch zu wachsen. Seine Zehe, die etwa eine Handbreit tief im Boden steckt, bildet einen Spross, der sich langsam durch die gefrorene Erde einen Weg zur Oberfläche bahnt. Noch während die letzten Schneereste abtauen, erhebt er sich über die Erde und entfaltet einem Strauss Blätter. Weil der Bärlauch so früh dran ist, hat er für kurze Zeit den ganzen Wald oder Garten für sich allein. Während andere Pflanzen erst im April so richtig erwachen, steht der Bärlauch dann bereits in voller Blüte. Das kann man doch direkt von ihm abschauen: Nicht immer auf die anderen warten! Damit das klappt, braucht man wie der Bärlauch einen «inneren» Energievorrat. Beim Bärlauch liegt er in der Zehe verborgen. Sie ist vollgetankt mit Zucker und Stärke. Dank diesem Energievorrat kann er auch ohne Sonnenlicht im Winter zu wachsen beginnen. Allerdings muss der Bärläuch im April seine Zehe wieder auftanken. Dazu produziert er in seinen Blättern mithilfe der Sonnenstrahlen neuen Zucker und lagert ihn als haltbar gemachte Sonnenenergie ein. Auf diese Weise hat er im nächsten Jahr erneut die Nase vorn. Die Botschaft, die er jetzt ziemlich intensiv verströmt, geht in Richtung: Wer die Sonne im Herzen trägt, kann auch in schwierigen Zeiten sein Potenzial voll entfalten und ist erst noch schneller als die anderen. ● Vivai 2/14
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ächeln Sie, wenn gar nichts mehr funktioniert! Das raten Kommunikationsprofis gern. Und die Zahnpasta-Werbung verspricht Schönheit und Ansehen. Das schlagendste Argument kommt aber aus einem Land, in dem das Lächeln ein Teil der Höflichkeit ist: Wer lächelt, wird jünger geschätzt. Das hat eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2012 belegt. Dabei wurden Personen, einmal lächelnd und einmal mit neutralem Gesichtsausdruck, einer Testgruppe gezeigt. Das Ergebnis: Dieselben Menschen wurden lächelnd jünger geschätzt. Das Gute beim Lächeln ist ja, es liegt in unserer Hand. Tatsächlich kann man einiges dafür tun. Von aussen und natürlich von innen.
Bewährtes Schönheitsmittel Fangen wir mit dem Aussen an. Lächeln ist das älteste Schönheitsmittel der Welt. Als Weichzeichner zaubert es alles, was uneben und nicht ganz perfekt ist, weg. Und da Schönheit im Auge des Betrachters liegt, kann der durch Lächeln erzeugte Sympathieeffekt nur schöner machen. Ausser man lächelt zögerlich, sauer oder bitter. Auch Grinsen verzaubert nicht. Den Grundstein für das schöne Komplettbild legen die tägliche Hygiene und regelmässige Zahnarztbesuche. Heutzutage muss alles leuchten und strahlen, auch dafür gibt es das eine oder andere Hilfsmittelchen. Mit Zahnkorrekturen beim Zahnarzt und mit dem Aufhellen der Zähne kann man sein Lächeln optisch deutlich verbessern. Das Erste, was wahr46
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genommen wird, ist nämlich die Farbe der Zähne. Was noch vor ein paar Jahren als übertrieben, sogar schädlich galt, ist mittlerweile gang und gäbe: das Bleichen der Zähne. Dies hat damit zu tun, dass die Methoden zur Aufhellung der Zähne viel sanfter geworden sind. Gerade bei den sogenannten Whitening-Produkten hat man Fortschritte gemacht. «Die heutigen aufhellenden Zahnpasten zum Beispiel sind sehr viel sanfter und schonender geworden», erklärt Nicole Thaler, Sprecherin der Mibelle Group, der Herstellerin der Candida-Zahnpflegeprodukte. Die Abrasionswerte, die RDA-Werte – die Abkürzung RDA steht für «relative dentin abrasion» –, sind stark gesunken. Früher waren die Werte um die 100. Das konnte beim Putzen an die Zahnhartsubstanz gehen. Dabei wurde die Oberfläche derart aufgeraut, dass die Zahnempfindlichkeit zunahm und sich die Zähne auch schnell wieder verfärbten. Heute haben Whitening-Zahnpasten einen RDA-Wert um die 50, die ganz milden sogar nur einen von 30. «Mit ihnen werden die Zähne sanft poliert und aufgehellt; sie sind unbedenklich in der Anwendung», sagt Nicole Thaler. Relativ neu sind aufhellend wirkende Zahnspülungen (beispielsweise von Candida), die auch schlecht zugängliche Orte mit ihren Wirkstoffen erreichen. Ein anderer Grund, weshalb das Whitening grössere Akzeptanz gefunden hat, ist der Trend zurück zur Natürlichkeit. Das Ultraweiss der ersten Bleaching-Jahre, mit dem die Hollywood-Stars
© Hair & Make-up: Peter Schell, Model: Dominika / Metro Models, Hintergrund: bpk / Charles Wilp, Montage: Vivai
Schönes Lächeln
Die Zauberformel Lächeln macht schön. Lächeln macht glücklich. Lächeln macht gesund. Warum tun wir es dann nicht öfter? Zumindest an schönen Zähnen und gepflegten Lippen soll es nicht liegen. Hier die Tipps für ein bezauberndes Lächeln. Text: Simone Ott Fotos: Christian Ammann
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blendeten, wirkte dann doch zu künstlich und ist mittlerweile einem zwar strahlenden, aber viel natürlicheren Weiss gewichen. Zu dieser neuen Natürlichkeit gehört auch, dass die Zähne nicht zwingend wie ein perfekter Gartenzaun stehen müssen. Das Unperfekte in der Zahnstellung kann je nachdem auch seinen Reiz haben, man muss es nur selbstbewusst darstellen. Dass weisse Zähne einen guten Eindruck machen, ist längst auch wissenschaftlich belegt: Leute mit helleren Zähnen wirken attraktiver und man traut ihnen grösseren Erfolg zu. Das jedenfalls behauptet eine Studie von Tim Newton, Professor für Psychologie in der Zahnheilkunde am King’s College in London. Als Faustregel für den richtigen Ton gilt: Das Weiss der Zähne soll mit dem Weiss
des Augapfels harmonieren. Sind die Zähne viel weisser als das Augenweiss, wirken sie zu dominant und schmälern die Ausstrahlungskraft der Augen. Gepflegte Lippen runden das Bild ab Wie ein schlecht gerahmtes Bild sind schöne Zähne nur wenig wert, wenn die Lippen rundherum trocken und spröde sind. Die Lippenpflege gehört deshalb zur täglichen Routine. Der erste Schritt dabei ist das Lippenpeeling. Es befreit von abgestorbenen Hautschüppchen, sorgt für bessere Durchblutung und lässt die Lippen voller und gesünder aussehen. Anschliessend zum Geschmeidigmachen Pflegestift auftragen. Aber Vorsicht: Pflegestifte, die synthetische Öle enthalten, trocknen die Lippen auf Dauer noch mehr aus. Empfehlenswert sind daher Pflege-
stifte mit Sheabutter, Bienenwachs und Jojoba oder Panthenol. Tagsüber kann man Lipgloss verwenden, der durch seinen Glanz die Lippen voluminöser wirken lässt. Das dürfen auch Männer. Doch bitte nur in der Mitte der Lippen einen Mini-Klacks auftragen und mit den Fingern leicht verwischen. Der wunderbarste Effekt des Lächelns ist aber, dass man sich mit positiven Energien auflädt. Ein schöner Kreislauf von Ursache und Wirkung: Wer lächelt, fühlt sich glücklicher, und wer glücklicher ist, lächelt mehr. Das wusste bereits der britische Evolutionstheoretiker Charles Darwin im neunzehnten Jahrhundert. Er sagte, dass ein Gesichtsausdruck nicht nur Emotionen reflektiere, sondern sie auch auslöse. Öfter lächeln, bitte! l
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Tipps und Tricks Zähne zeigen auf die schöne Art Gepflegte Lippen
Zahnhygiene
Zähne morgens und abends mindestens zwei Minuten reinigen. Elektronische Zahnbürsten gelten punkto Reinigung als effizienter als das Putzen von Hand. Beispielsweise die TriZone Black 7000 von Oral B (2), eine elektronische Zahnbürste mit sechs Reinigungsmodi und einer Andruckkontrollfunktion – denn zu viel Druck kann sich negativ auswirken. Regelmässig gilt es, die Zahnzwischenräume mit Zahnseide (7) und/oder einer kleinen Bürste (3) zu reinigen (beides von Candida). Tagsüber zur kurzen Pflege auch mal einen zuckerfreien Kaugummi benutzen. Ausserdem sollte man zweimal jährlich für eine professionelle Zahnreinigung zur Dentalhygiene. Tee, Kaffee, Früchte, Rotwein können Zähne verfärben. Als erste Hilfe die Zähne mit Wasser spülen und dann beim Zähneputzen eine milde aufhellende Zahnpasta mit einem geringen Abrasivwert (RBA-Wert) benutzen, die den Zahnschmelz schont. Wenn bleichen, dann beim Zahnarzt. Produkte
© iStockphoto
Die Zahnpasta Candida White MicroCrystals (5), mittlere Abrasivität, reinigt mit Micro-Kristallen und bekämpft die Neubildung von Zahnstein und Plaque (K-Tipp-Test: «sehr gut»); die Zahnpasta White Sensitive mit einem mittleren RDA-Wert von 55 ist die einzige dieser
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Ab und zu ein Peeling macht Lippen aufnahmefähig für Pflegeprodukte. Die einfachste Methode ist es, mit der trockenen Zahnbürste die Lippen zu peelen. Oder man mischt einen halben Teelöffel Zucker mit ein paar Tropfen Olivenöl und vermengt das Ganze zu einer Paste. Damit rubbelt man die Lippen ab. Danach mit Lippenpflegestift nähren. Beispielsweise mit dem LipCare-Stift von «I am face» mit Hydrokomplex, Provitamin B5 und UV-Schutz (6). Der pflegende Lipgloss «Burt’s Bees Lipshine Smooch» (4) mit Aprikosenwachs sorgt für glänzende, volle Lippen. In verschiedenen Farbtönen. Positive Lebenseinstellung fördern
Art von Zahnpasta, die gleichzeitig die Empfindlichkeit der Zähne reduziert. Mit echten Diamant-Partikeln poliert die Diamond-Zahnpaste die Zahnoberfläche mit einem niedrigen RDA-Wert von 30 auf schonende Weise. Mit der Mundspülung White Dental Fluid (1) kommt man an schwer erreichbare Stellen und beugt Zahnverfärbungen vor. Alle Produkte von Candida.
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Bewegung macht gute Laune. Es muss nicht immer Joggen sein, auch ein Spaziergang an frischer Luft hat einen positiven Effekt. Genauso wirksam: Einfach mal nichts tun. Auch hilfreich: Sich mit positiv denkenden Menschen umgeben und negative Gedanken durch positive ersetzen, indem man zum Beispiel ein inneres Bild schafft, etwa von einem schönen Erlebnis, das man jederzeit abrufen kann. Und manchem hilft es auch, einen motivierenden Leitspruch gut sichtbar in seiner Umgebung anzubringen, den man immer wieder liest oder über den man lachen muss.
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Baby-Body aus Biobaumwolle
Voller guter Wünsche Kann man über einen Body aus Biobaumwolle, in dem eine Windel Platz haben muss, ins Schwärmen geraten? Ja! Ohne Schnörkel im Schnitt und nachhaltig im Material, überzeugt er auch kritische Eltern. Text: Susanna Heim Fotos: Yves Roth Illustration: Christopher Corr
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den heilen Babyzimmern entfernt sind, tauchen vor unserem Gewissen schon mal die Gesichter von indischen Baumwollpflückern oder verseuchten Gewässern auf. Wer eine Ahnung davon hat, wie vieler Handgriffe und Prozesse es bedarf, um aus der watteknäuelähnlichen Baumwollpflanze ein rosa T-Shirt zu machen, streift das Kleidungsstück nicht mehr so locker über das zarte Köpfchen. Tatsächlich ist die Baumwolle eine schädlingsanfällige Faser, auf die fast zehn Prozent des weltweiten Pestizideinsatzes entfällt. Bei der Herstellung von Biobaumwolle hingegen darf nur mit natürlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln gearbeitet werden. Doch der Anbau ist ja nur das eine. Das andere ist die Produktion, und die ist bei Textilien stark vertikalisiert. Das heisst, viele Hände beziehungsweise Produzenten wirken mit. Vom Pflücken über das Spinnen bis zum Färben und Nähen durchläuft ein simples Shirt eine komplizierte Herstellungskette. Und das alles weit weg von unseren strengen Kontrollbehörden. Als Käuferin kann man wegschauen, verzichten, auswählen oder vertrauen. Unter anderem auch einem Label wie eben Migros Bio Cotton, das die Einhaltung definierter Kriterien garantiert. Dazu gehört beispielsweise, dass der komplette Herstellungsprozess nach Biostandard erfolgt
(also auch das Färben und Veredlen der Stoffe). Ausserdem müssen auch soziale Auflagen (Lohn, Arbeitszeit, Schutz) eingehalten werden. Ökologisch hergestellte Kleidung mag bei Erwachsenen noch ein ästhetisches Manko haben. Die Kinderkleidung aus der Biobaumwolle-Linie hingegen ist puristisch-modern, ohne Kitsch, fast schon klassisch im Schnitt, wenn man das von einem Höschen sagen kann, in dem eine Windel Platz haben muss. Einmal schenkte ich einer deutschen Freundin für ihre Tochter Body und Shirt. Als sie das Migros-Kleiderschild sah, sagte sie: «Oh, die Marke kenne ich gar nicht.» Weil sie Migros mit scharfem s am Ende aussprach, klang es ein wenig wie der Name eines amerikanischen Hightech-Konzerns. «Schweizer Marke», sagte ich beiläufig, was ihr als Qualitätsbeweis vollauf genügte. Ich überlege gerade, ob ich nicht ein Paket Biobaumwolle-Shirts an den spanischen Königshof schicken soll. Der König trägt eine IWC-Uhr, warum seine Enkelkinder also keine Migros-Shirts? l
© Montage: Vivai
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n einem Fachblatt für Tratsch las ich, dass die spanische Kronprinzessin für ihre kleinen Töchter in einem Billigkaufhaus Kinderkleidung von eher minderwertiger Qualität gekauft hat. Eine Art Wink mit dem Portemonnaie in Richtung Volk. «Seht her, für uns muss es nicht immer das Beste sein.» Falsches Signal, finde ich, die weder Prinzessin noch Mutter ist. Dafür bin ich eine Tante, Gotte und Freundin, die öfter Kinderkleidung verschenkt. Die Botschaft, die bei meinem Geschenk mitschwingt, geht in Richtung «Weil dein Kind es mir wert ist». Ich verschenke nahezu immer dasselbe. Es ist mein Beitrag zur Grundausstattung: der Body mit dem Label «Migros Bio Cotton», wahlweise auch ein Bio-Cotton-T-Shirt oder die Leggins. Und weil es schon eines der hehren Ziele von Gottlieb Duttweiler war, dass auch weniger Begüterte gute Produkte zu fairen Preisen kaufen können, ist die Biobaumwolle-Linie nicht mal teuer. Aber das ist mir in dem Fall eher peinlich, weshalb ich auch schon «Zusatzgeschenke» gekauft habe. Die Babylinie aus Biobaumwolle ist das beste Geschenk, das man modernen, durch diverse Textilskandalgeschichten aufgeschreckten Eltern machen kann. Seit die Welt und ihre mitunter unschönen Realitäten nur einen Mausklick von
”Ein simples Shirt durchläuft komplizierte Prozesse.„
Messen mit der Masse Joggen in der Gruppe, tanzen mit Hunderten, skaten auf der Autobahn – Massenveranstaltungen halten Einzug in Sport und Freizeit. Sie verbinden Fitness mit Fun – und häufig mit Familie.
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ir leben im Zeitalter des Individualismus. Das Ich ist die Richtgrösse. Und dann das: Auf den Strassen schliessen sich viele Ichs zu einem Wir zusammen. Laufsport-Events, Yoga en masse im Park oder Veranstaltungen wie «slowUp» zeigen: Bewegung macht zusammen anscheinend noch mehr Spass. Jana Müller hat das MassensportGefühl zum ersten Mal am vergangenen Silvesterlauf in Zürich erlebt. «Es herrschte eine sehr lockere, fast magische Atmosphäre», schwärmt die zweifache Mutter und Freizeitjoggerin: «Die Zuschauer sehen deinen Namen auf der Startnummer und spornen dich lauthals an. Es ist unglaublich, was für eine Energie durch den Körper fliesst und dich durch den ganzen Lauf trägt.» Es muss etwas Besonderes sein, Schulter an Schulter, im Rhythmus mit Tausenden zu laufen und den Atem des Nachbarn zu hören. Knapp 20 000 Läuferinnen und Läufer zählte der letztjährige Silvesterlauf in Zürich. Die grosse Teilnehmerzahl hat die Organisatoren dazu bewogen, die Strecke 2013 erstmals zu vergrössern. Während einige Leistungssport-Events wie Marathons aufgrund des mittlerweile grossen Angebots stagnieren, boomen sportliche Anlässe mit Erlebnischarakter für jedermann. Beispielsweise der slowUp-Event: Vor zwölf Jahren als Einzelveranstaltung organisiert, treffen sich Biker, Skater und Fuss52
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„Zugespitzt gesagt,
sind diese Events eine Art Kirche für Aktive.„
gänger mittlerweile an neunzehn jährlichen Anlässen in der ganzen Schweiz. Oder das: Seit drei Jahren gibt es ZumbaMegapartys im Kanton Zürich. Dort tanzen sich jeweils Hunderte stundenlang zu lateinamerikanischen Rhythmen fit. Und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich auch in unserem Land die YogaBegeisterten massenweise zu einem Freiluftfestival wie am New Yorker Times Square oder im Berliner Kladow-Park versammeln. «Fitness und aktiver Lebensstil liegen im Trend. Die sportliche Betätigung ist heute eine Philosophie, für manche gar ein Religionsersatz. Und wie bei der
Religion auch braucht es die Gemeinschaftserfahrung», erklärt die Forschungsleiterin am Gottlieb Duttweiler Institut, Karin Frick. «Etwas zugespitzt gesagt, sind die Mitmach-Sportevents eine Art Kirche für Aktive.» Frick selbst läuft Marathon und weiss: «Auch Individualsportler haben einen Hang zur Zusammengehörigkeit, lieben zwischendurch das Gruppenerlebnis. Solche Grossevents stillen unser aller Bedürfnis nach Sozialem.» Seeüberquerungen, Laufsportanlässe, Zumba-Partys oder autofreie Sonntage wie die slowUp-Events sprechen zudem den Eliteläufer wie die Erstklässlerin an. Den Familienvater und die Grossmutter. Den Bankdirektor, den Lehrling und die Hausfrau. Natürlich sind die Anforderungsprofile der Anlässe ganz unterschiedlich. So haben Lauf- oder Walking-Events durchaus einen Leistungsaspekt. In der Regel braucht es für die meisten Veranstaltungen jedoch keine oder nur eine moderate Trainingsvorbereitung. Zu einer regelmässigen Beteiligung wie im Sportverein ist niemand verpflichtet. Das mobilisiert sicher manch einen Teilnehmer zusätzlich. Nicht, dass sportliche Herausforderungen an Erlebnissportanlässen keine Rolle spielen würden. Die Ziele der Teilnehmer sind nur sehr individuell. Es geht mehr ums Starten als ums Siegen. Fitness – aber bitte mit Fun. Und gerne auch mit der ganzen Familie. Ueli Sandmeier war schon vor zehn Jahren am ersten Zürcher slowUp mit da-
© Keystone, Corbis
Text: Petra Koci
Massensport
Die Leistung kommt bei vielen Massensport-Events erst an zweiter Stelle. Hauptsache, man kommt gemeinsam raus und erlebt was.
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bei: «Ich fand die Idee cool und nutzte die abgesperrte Strecke damals für mein Training», erinnert sich der Triathlet. «Heute lässt der grosse Andrang ein Training nicht mehr zu. Der slowUp ist für uns nun ein Familien-Event mit Bewegung draussen: Velofahren und InlineSkaten auf schönen Strecken mit einem guten Belag. Wir mögen die losgelöste Stimmung mit vielen anderen zusammen und tun dabei etwas für die Muskelkraft», sagt Sandmeier, der in einem Informationstechnologieunternehmen tätig ist. Jana Müller hat etwas sportlichere Ambitionen: «Ich will fit sein und Spass dabei haben. Als persönliches Ziel hatte ich mir vorgenommen, am Zürcher Silvesterlauf die Strecke von 6,6 Kilometern zu erreichen.»
Läuft es sich in der Menge anders? Kann die Gruppe die Leistung des Einzelnen generell beeinflussen? «Die Gruppe kann einen anspornen, länger dabei zu bleiben. Man ist motivierter, auch weil der zeitliche und örtliche Rahmen schon abgesteckt ist. Alleine im Wald sagt einem ja niemand, dass man durchhalten soll, anstatt bei der nächsten Weggabelung zurück nach Hause zu rennen. An grossen Events sehen die anderen, wenn jemand nachlässt. Das ist sicher ein Faktor, der einen pusht, mitzuhalten», sagt Sportpsychologin Romana Feldmann. Interessant ist nicht nur der Vorteil des längeren Dranbleibens. Bei gewissen Aktivitäten ohne Wettkampfcharakter, konkret beim Yoga, weiss man, dass ein Gruppentraining tatsächlich effektiver
ist. «Beim Mantrasingen wirken die Klänge der Menge stärker, der Konzentrations- und Entspannungseffekt steigt», erklärt Feldmann, die Athleten aus dem Breiten- und dem Spitzensport betreut. Yoga praktiziert auch Silvesterläuferin Jana Müller, aber alleine zu Hause. Daneben verfolgt sie ihr Lauftraining. Das gute Resultat am Zürcher Lauf hat sie beflügelt: «Die unglaubliche Ambiance hat sicher dazu beigetragen, dass ich mehr gegeben habe. Meine normale Joggingzeit für die 6,6 Streckenkilometer habe ich jedenfalls um zehn Minuten unterboten.» l Die Migros engagiert sich für den Breitensport. Sie ist unter anderem Hauptsponsorin von wichtigen Laufsportanlässen und den slowUp-Events in der ganzen Schweiz sowie vom Grand-Prix Migros. Infos: www.migros.ch/sponsoring
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Gemeinsam sportlich SlowUp und mehr Wenn Strassen in den schönsten Regionen der Schweiz für den motorisierten Verkehr gesperrt werden, bieten sie Platz für Velo- und Scooterfahrer, Skater oder Fussgänger. Am slowUp ist nur die eigene Muskelkraft gefragt, Strecke oder Zeit spielen keine Rolle. Migros und SportXX sind Hauptsponsoren der autofreien Erlebnistage. 19 Events finden von April bis September 2014 in allen Landesteilen statt. www.slowUp.ch Weitere sportliche Grossanlässe
Zum Yogafestival treffen sich Yogafreunde vom 3. bis 6. Juli 2014 im Kulturpark Kladow in Berlin (yogafestival.de) oder vom 2. bis 10. August 2014 südlich von Paris (3ho-kundalini-yoga.eu). l Informationen rund um die nächste Zumba-Megaparty in der Schweiz gibts auf www.zumbamegaparty.ch. l Am 7. Juni 2014 findet in Engelberg der Strongmanrun Switzerland statt. Auf diesem spektakulären 20-km-Hindernisparcours wird über Baumstämme
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geklettert und durch Schlamm gerobbt. Informationen: www.strongmanrun.ch l Daten von Laufsportveranstaltungen finden sich auf www.swiss-running.ch, Infos zu Schwimmanlässen gibt es unter www.swimsports.ch.
l Auch im Schnee kann man es gemeinsam sportlich nehmen, etwa am Kinderskirennen Grand Prix Migros (www.gp-migros.ch) oder am Snow Walk & Run in Arosa. Informationen unter www.snowwalkrun.ch
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Teilen ist Freude. 1-Liter-Flasche
Die Philosophin
Auf Du und Du
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© Ornella Cacace
Katja Gentinetta ist Politikphilosophin und -beraterin. Nach Führungspositionen in Kultur, Verwaltung und Wirtschaft ist sie heute Gesprächsleiterin der «Sternstunde Philosophie» am Schweizer Fernsehen, Lehrbeauftragte an der Universität St. Gallen und Mitbegründerin und Partnerin von Gentinetta*Scholten Wirtschaft Politik Gesellschaft. Sie hält Vorträge und ist Autorin mehrerer Publikationen.
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uf der Bühne duzt man sich. Vielleicht ist das die Erklärung für das immer häufigere Phänomen, dass einen junge Leute völlig unabhängig von Situation und Kontext einfach duzen, weil dies, wie sie jeweils umgehend nachschieben, doch einfacher sei. Ich frage mich dann jeweils: Was am Du ist einfacher? Was am Sie soll komplizierter sein? Klar: Wenn man die Welt als Bühne begreift, tritt man auf, spielt seine Rolle und inszeniert sich selbst. Und weil alle auf der Bühne sind, gibt es auch keine Unterschiede mehr. Alle sind Stars. Und Stars unter sich – die duzen sich. Die Welt ist also einfach. Genau hierin aber liegt vermutlich der Trugschluss – und auch eine Portion Selbstbetrug. Immerhin sind wir Menschen verschieden. Und wir legen ja auch Wert darauf. Wir wollen Individuen sein, Persönlichkeiten, und als solche ernst genommen werden. Nicht zufällig unterscheidet die Philosophie zwischen Mensch und Person, dem Gattungswesen und dem Individuum. Von Letzterem wird erwartet, dass es nicht einfach nach einem simplen Reiz-Reaktions-Schema funktioniert, sondern sich zu anderen Personen entlang gewisser Regeln und Normen verhält – weil es selbst auch so behandelt werden will. Eine dieser Regeln ist – zumindest im Deutschen – die nicht zufällig so genannte Höflichkeitsform, nach der wir mit Sie ansprechen, wen wir nicht
kennen. Das Sie steht für Distanz und Respekt. Das Du hingegen für Nähe und Vertrautheit. Es ist entweder gegeben, wie in der Familie, oder es ist ein Angebot, eine Abmachung. Nun kann es gut sein, dass man genau diese Konvention brechen will, weil man Unterschiede tatsächlich für kompliziert, Distanz für eine Zumutung und Abmachungen für überflüssig hält. Und es ist sogar wahrscheinlich, dass ich – ausgerechnet mit Jahrgang 1968! – völlig hinüber bin, wenn ich so altertümliche Dinge wie Umgangsformen noch hochhalte. Ich aber halte mich in diesem Fall gern an den französischen Philosophen André Comte-Sponville. Er bezeichnet die Höflichkeit als die «erste Tugend». Sie macht den Anfang, sie ist der erste Schritt im respektvollen Umgang miteinander, der überhaupt die Voraussetzung für ein tugendhaftes Verhalten ist. Die Höflichkeit ist gleichsam «das Zeremoniell des Unwesentlichen», ohne dass es die Tugend, das «Zeremoniell des Wesentlichen», gar nicht geben kann. Wenn wir die Welt also nicht als Bühne betrachten und kein Star sein wollen und wenn wir auch andere als das nehmen, was sie zunächst einmal sind, nämlich eigenständige Personen, dann ist die Höflichkeitsform die einfachste Form, miteinander umzugehen. Weil sie nur den Anfang macht – und alles andere, vielleicht auch eine wahre Begegnung, noch offenlässt. l
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