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Ausgabe 20

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Ausgabe 20 Mai 2017

ERFOLG AUF GANZER LINIE Bau einer Fernwärmeleitung in Hamburg

ALLES AUSSER GEWÖHNLICH Rückblick auf die Baumaßnahme Isebek


DRUCKFRISCH VON DER BAUSTELLE Der Baureport feiert Jubiläum. In den letzten zehn Jahren haben wir rund 43.500 Wörter geschrieben, über 300 Fotos bearbeitet und 400.000 Seiten gedruckt. Viel Spaß mit der zwanzigsten Ausgabe!

Liebe Leserinnen, liebe Leser! Sie sehen es diesem Heft nicht gleich an, aber es ist etwas ganz Besonderes: Heute halten Sie die 20. Ausgabe unseres „neuen“ Baureports in den Händen. Vor zehn Jahren haben wir unsere historische Firmenzeitschrift von 1972 erfolgreich „wiederbelebt“ – mit einer reduzierten Seitenzahl und einem frischen Layout. Seither berichten wir zweimal im Jahr – jeweils im Frühjahr und im Herbst – über unsere spannendsten Projekte und die aktuellen Entwicklungen unseres Unternehmens. Dies fällt uns im hektischen Tagesgeschäft nicht immer leicht, doch der Aufwand lohnt sich jedes Mal aufs Neue. Häufig stoßen die Berichte über unsere Baumaßnahmen nämlich einen interessanten Austausch mit Kunden und Kollegen an. Sie geben uns außerdem eine gute Grundlage, um gezielt nach Lösungen für zukünftige Baumaßnahmen zu suchen. Zu guter Letzt schreiben wir mit dem Baureport eine

Ulf Michel

Chronik unseres Unternehmens fort, die mit den Jahren immer wertvoller wird. Was einige unserer Leserinnen und Leser besonders schätzen, ist die Authentizität der Berichte. Sie wird spürbar, weil wir nicht nur die einzelnen Baumaßnahmen, Maschinen und Techniken in den Vordergrund stellen, sondern immer auch das „Team vom Bau“: unsere Mitarbeiter. Ohne ihre gute Aus- und Weiterbildung und ihr großes Engagement könnten wir keines der vorgestellten Projekte realisieren. Ein Dankeschön möchte ich an dieser Stelle auch an Sie, unsere Kunden, Geschäftspartner und Freunde, aussprechen. Trotz der Informationsflut, die Sie täglich umgibt, nehmen Sie sich immer wieder die Zeit, den Baureport durchzublättern und sich über unsere Arbeit zu informieren – dies freut uns sehr. Falls Sie für unsere zukünftigen Ausgaben neue Anregungen oder Wünsche haben, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail oder rufen Sie uns an. Auch für diese Jubiläums-Ausgabe haben wir wieder einige beispielgebende Michel Bau-Projekte ausgewählt. Wir berichten Ihnen von den neuen Entwicklungen in unserer Straßenbau-Abteilung und schildern den „gradlinigen“ Bau einer Fernwärmeleitung in Hamburg-Eidelstedt. Mit einer „Best of“-Fotostrecke verabschieden wir uns schließlich von unserem langjährigen Großprojekt in Hamburg – der Sanierung des Isebek-Stammsiels im Rahmen des Innenstadt-Entlastungprogramms. Ihnen wünsche ich nun viel Vergnügen beim Lesen!

Die BAUREPORT-Ausgaben der letzten zehn Jahre 2

BAUREPORT | Mai 2017

Ulf Michel


Links: Einbau der Deckschicht Rechts: Vorbereitende Fräsarbeiten

KLEINE FLÄCHEN, GROSSE FLEXIBILITÄT Die Straßenbau-Abteilung der Michel Bau befindet sich auf der Erfolgsspur. Seit Ende 2015 ist sie auch für das Bezirksamt Hamburg-Altona im neuen Rahmenvertrag KLV-Bit tätig.

Das Geschäft brummt bei den Straßenbau-Kolonnen von Michel Bau. Zum 1. April 2014 hatte das Unternehmen seine eigene Abteilung für Straßenbau gegründet. Eineinhalb Jahre später beteiligte sich Michel Bau erfolgreich an der Ausschreibung KLV-Bit des Bezirksamtes Hamburg-Altona. „Vorher gab es einen Rahmenvertrag für die ganze Hansestadt, im Herbst 2015 wurden die Verträge für die einzelnen Bezirke neu ausgeschrieben“, berichtet Abteilungsleiter Stephan Remer.

gliedriger Baustellen“, erklärt Stephan Remer, der die Leitung der Abteilung Anfang 2016 übernommen hat. „Unsere Kolonnen sind personell und von der Ausstattung her perfekt darauf eingestellt, Aufträge innerhalb eines Tages oder weniger Stunden abzuwickeln – auch Notfallmaßnahmen, für die wir so gut wie keinen zeitlichen Vorlauf haben“.

1.300 Quadratmeter Asphalt

Um Aufträge noch flexibler bearbeiten zu können, erwarb Michel Bau im letzten Jahr weitere Fahrzeuge und Geräte: zwei Rüstwagen, eine Aufsitzwalze und einen Vergusskocher. Bereits im Jahr 2015 hatte das Unternehmen eine sechsstellige Summe in zwei neue LKWs investiert. „Durch den Vergusskocher sind wir vor allem im Bereich der Risssanierung noch besser aufgestellt“, so Stephan Remer. Auch personell möchte sich die Abteilung in naher Zukunft vergrößern: „Wir haben zurzeit zwei Bauleiter und acht gewerbliche Mitarbeiter; dieses Jahr möchten wir noch zwei gewerbliche Mitarbeiter zusätzlich einstellen“.

29 Aufträge erhielt Michel Bau vom Bezirksamt im vergangenen Jahr, 26 Maßnahmen hat das Team bereits erfolgreich abgeschlossen. „Mit dem Tiefbauamt in Hamburg-Altona pflegen wir eine partnerschaftliche Zusammenarbeit“, erklärt der Bauleiter. „Dies zeigt sich auch darin, dass unsere Einzelaufträge über die Monate immer anspruchsvoller und umfangreicher geworden sind.“ Insgesamt baute Michel Bau für das Bezirksamt Altona rund 1300 Quadratmeter neuen Asphalt ein. „Unsere Stärke liegt vor allem in der Abwicklung klein

Neue Fahrzeuge, mehr Personal

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ALLES AUSSER GEWÖHNLICH Der Bau des Transportsiels Isebek in Hamburg gehört zu den größten Aufträgen der Firmengeschichte. In wenigen Wochen beendet Michel Bau das spektakuläre Projekt.

In dieser Ausgabe verabschiedet sich Michel Bau von einem ganz besonderen Projekt: die Herstellung des zweiten Bauabschnittes des Transportsiels Isebek im Rahmen des Innenstadtentlastungsprogramms von Hamburg Wasser. Bereits zweimal hat der Baureport über Teilabschnitte der Baumaßnahme berichtet (Ausgabe 2/2014 und 2/2015), nun steht sie kurz vor der Fertigstellung. Die Michel Bau-Kolonnen und die Projekt- und Bauleitung blicken stolz auf die Gesamtleistung der Arge zurück: 1,4 Kilometer Rohre, bis zu 25 Meter tiefe sowie bis zu 40 Meter lange Baugruben und 6 Schachtbauwerke. Diese Fotostrecke bietet einige spannende Einblicke.

Oben: Fertiggestellte Baugrube 2.10, Öffnung der angrenzenden Bootskammer Links: Blick in den Schacht 2.3 Kampstraße mit DN 600 Stahlvorflut Rechts: Blick in den Schacht 2.1: Vorbereitungsarbeiten für das Schachtbauwerk 4

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A

Oben: Die Mannschaft um Polier Falko Thiele Mitte: Anlieferung der Tunnelbohrmaschine „Ulrike“ Unten: Ankunft der Tunnelbohrmaschine im Zielschacht 1 Beim Grünen Jäger

Oben: 3D-Zeichnung des fertigen umgebauten Bestandsschachts 2.3 Mitte: Verlegung der Rohre DN 2400 Drachenprofil Unten: Herstellung der Stahlbetonsohle in der Überlaufbaugrube 2.9, getrenntes Stammsiel mit Stahlvorflut DN 1200

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ERFOLG AUF GANZER LINIE Beim Bau einer Fernwärmeleitung in Hamburg meistert Michel Bau gleich mehrere Herausforderungen: viele Fremdleitungen, regen Lieferverkehr und unzählige Stadionbesucher.

Im Auftrag der HanseWerk Natur GmbH verlegt Michel Bau seit Oktober 2016 neue Fernwärmerohre im Bezirk Eidelstedt. Die rund 737 Meter lange Trasse verbindet zukünftig ein neues Blockheizkraftwerk auf dem Werksgelände eines großen Malzproduzenten mit dem bestehenden Wärmenetzverbund. Sie führt von der Reichsbahnstraße (nördlich des S-Bahnhofes Eidelstedt) bis zur Schnackenburgallee (südlich der Straße Binsbarg). Neben dem Tiefbau übernimmt Michel

Oben: Vorbereitungen zur Baugrubenverfüllung Rechts: Baugrubenverfüllung 6

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Bau die Koordination des beteiligten Arge-Partners sowie sämtliche Straßenbaumaßnahmen. Handarbeit im Fußweg Die Schnackenburgallee führt durch ein stark frequentiertes Industriegebiet. Deshalb muss Michel Bau die 1,60 Meter breite Trasse in den 3 Meter breiten Fußweg verlegen – selbst


für die erfahrene Kolonne eine besondere Herausforderung. „Aufgrund der zahlreichen Fremdleitungen legen wir den Baugraben größtenteils in Handschachtung frei“, berichtet Bauleiter Torsten Kohrts. „Der enge Baumbestand lässt uns nur begrenzte Flächen, um unser Verbaumaterial zwischenzulagern oder die Trasse anzufahren. Wir richten daher punktuell Zwischenlager ein, um den Boden mit einem größeren Bagger wegzufahren.“ Besonders sensible Bereiche, in denen die Fremdkabel mitten durch die Baumwurzeln führen, legt Michel Bau mit einem Saugbagger frei.

DAS PROJEKT IM BILD

Freie Zufahrten fürs Gewerbe Auch die Absicherung der Trasse erweist sich als aufwendig. „Der S-Bahnhof Eidelstedt befindet sich in direkter Nähe zu zwei großen Veranstaltungs-Arenen sowie dem Fußballstadion des HSV“, erklärt der Bauleiter. „Es sind zeitweilig extrem viele Fußgänger auf der Strecke unterwegs und enttäuschte Fußballfans haben ihre Wut schon an unseren Bauzäunen ausgelassen.“ Die Baustelle wird daher durch einen zwei Meter hohen Zaun gesichert. Ein gewerblicher Anlieger stellte dem Team eine Fläche für Fahrzeuge und Gerätschaften zur Verfügung. Generell zeigen sich die anliegenden Gewerbebetriebe sehr kooperativ – dank der zeitlichen Flexibilität der vierköpfigen Kolonne. „Die Betriebe werden von den LKWs von morgens 6 Uhr bis abends 18 Uhr angefahren“, berichtet Polier Michael Dümmel. „Deshalb arbeiten wir im Falle der Querung von Zufahrten erst ab 17 Uhr abends bis 2 Uhr nachts und treffen mit den Firmen individuelle Vereinbarungen.“ Durch die gute Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei kann Michel Bau einen Bauabschnitt von 300 Metern komplett geöffnet lassen, was ein wirtschaftliches Arbeiten ermöglicht. „Während wir vorweg unseren Rohrgraben erstellen, arbeitet der Rohrleitungsbau im vorherigen Teilstück. Der Straßenbau ist im selben Bauabschnitt schon damit beschäftigt, die Oberflächen wieder fertigzustellen. So können wir eine bestmögliche Koordinierung der verschiedenen Gewerke erreichen“, erklärt der Bauleiter. Optimierter Verbau Die Linienbaustelle bietet Michel Bau noch einen weiteren Vorteil: „Wir erstellen den Verbau der 1,60 bis 3 Meter tiefen Trasse mit unseren eigenen Verbauplanken“, erklärt Bauleiter Torsten Kohrts. Die selbstgefertigten, statisch nachgewiesenen Elemente bestehen aus vier übereinander gesetzten Bohlen, die mit einem Holzstück verbolzt werden. An aufgesetzten Laschen werden diese von einem Bagger angehoben und in den Baugraben gesetzt. Den anspruchsvollsten Abschnitt der Maßnahme bildet die Querung der vielbefahrenen Kreuzung Binsbarg/Schnackenburgallee. „Um wirtschaftlicher arbeiten zu können, hätten wir die Kreuzung gerne zweimal für je zehn Tage halbseitig gesperrt“, erzählt der Polier. Doch um wichtige Rettungswege frei zu halten, kann Michel Bau nur in kurzen Bauabschnitten von maximal 20 Metern Länge arbeiten. „Umso glücklicher sind wir über die gute Vorbereitung der HanseWerk Natur GmbH, mit der wir seit vielen Jahren sehr partnerschaftlich zusammenarbeiten“, betont Bauleiter Torsten Kohrts. Im Juni 2017 soll das Bauvorhaben erfolgreich abgeschlossen werden.

Oben: Rohrgrabenverfüllung in der Schackenburgallee Mitte: Straßenquerung in der Reichsbahnstraße Unten: Hauseintritt inklusive mitverlegter Gasleitung

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RIESN GAUDI IM SCHNEE

DANKE, HERR JAHNKE!

Auf die Piste: Michel Bau im SNOW DOME

Großzügiger Spender: Gerhard Jahnke ist seit dem 1. April 2014 Polier bei Michel Bau. Über einen Holz-Puppenwagen und viele neue Spiele freuten sich die Lütten vom Kindergarten Sonnenschein. Polier Gerhard Jahnke spendete seine Jahresprämie 2016 an die evangelische Einrichtung in Hutzfeld (bei Bosau am Plöner See). Geschäftsführer Ulf Michel zögerte nicht lange und verdoppelte die Spendensumme.

Der Betriebsausflug im November 2016 führte Michel Bau in den SNOW DOME nach Bispingen. Nach der Begrüßung mit leckerem Fingerfood wagten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Bretter, die den Spaß bedeuten. In der riesigen Skihalle übten sie im zweistündigen Anfänger-Skikurs; die erfahrenen Skihasen vergnügten sich bei flotten Abfahrten. Die anschließende Schnee-Olympiade weckte bei allen 28 Teilnehmern sowohl den Team- als auch den Kampfgeist. Nach der „Riesn Gaudi“ stärkten sich die Kollegen aus Kolonnen und Büros gemeinsam im Restaurant „Gletscherblick“. Serviert wurden deftige Leckereien wie Münchner Weißwürste, Brathendl und Kaiserschmarrn. Erschöpft, satt und glücklich ging es nachmittags zurück nach Neumünster.

IMPRESSUM Herausgeber: MICHEL BAU GmbH & Co. KG Friedrich-Wöhler-Straße 54 · 24536 Neumünster Telefon 04321 2005-700 · Telefax 04321 2005-777 www.michelbau.de · baureport@michelbau.de

Die Kita-Gruppe bedankte sich bei Michel Bau mit einem fröhlichen Foto und vielen bunten Käfern.

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Konzeption, Gestaltung und Textredaktion: INMEDIUM GmbH · Werbeagentur Goebenstraße 10 · 24534 Neumünster www.inmedium.net · info@inmedium.net Fotos: MICHEL BAU GmbH & Co. KG Druck: Druckzentrum Neumünster GmbH


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