Ausgabe 14 Mai 2014
HÖCHSTE KUNST
Spektakuläre Vorflutleitung in Lübeck
NICHT ZU ERSCHÜTTERN Aufwändige Statik im Hamburger Hafen
GLÄNZENDER ERFOLG UND HOHE KUNST Vor 15 Jahren hat Michel Bau ihr erstes Projekt im Ausland realisiert. Aus diesem Schritt ist ein erfolgreiches Standbein des Unternehmens geworden. Nach zahlreichen erfolgreich realisierten Aufträgen bemüht sich die Michel Bau auch weiterhin um internationale Projekte. Eine preisgekrönte Kanalsanierung im indischen Kolkata wurde nun erneut gewürdigt: in der Sonderbroschüre „Deutsche Bauindustrie international“.
Auslandsbau
Deutsche Bauindustrie international
QUALITÄT INNOVATION NACHHALTIGKEIT
Liebe Leserinnen, liebe Leser! Die Deutschen spielen nicht nur meisterhaft Fußball, sondern gehören auch im Hoch- und Tiefbau zu den Besten der Welt. Mit 8,5 Prozent Anteil am internationalen Bauumsatz liegt Deutschland nach Spanien, USA und China auf Platz 4 der Weltrangliste. Dass auch Michel Bau für dieses positive Ergebnis verantwortlich ist, wurde uns kürzlich bunt auf weiß bestätigt: In der Publikation „Deutsche Bauindustrie international“, der Auslandsbroschüre des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, glänzt auf Seite 40 unser Mischwasserkanal in der Hazra Road. Das Projekt im indischen Kolkata, das im letzten Jahr bereits den GSTT Auslandssonderpreis 2013 erhielt, wählte die Redaktion als Beispiel für besonders nachhaltiges Bauen. Die Broschüre wurde am 18. Februar 2014 erstmals auf dem Außenwirtschaftstag in Berlin vorgestellt. In deutscher und englischer Version erreicht sie über die Außenhandelskammern alle relevanten politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger und Investoren. Neben dem Schwerpunkt „Wasser“, unter dem die Michel Bau-Maßnahme vorgestellt wird, präsentiert die Publikation wegweisende Projekte aus den Bereichen Infrastruktur und Energie, sowie spektakuläre Hochbau-Projekte wie den Burj Khalifa in Dubai und den Lakhta Tower in St. Petersburg.
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BAUREPORT | Mai 2014
Nicht ganz so hoch, aber trotzdem aufsehenerregend ist die Vorflut in Lübeck, die wir Ihnen auf Seite 6 vorstellen. Sogar die lokale Tagespresse berichtete über das ungewöhnliche Bauwerk. Völlig andere Dimensionen besitzt das Modell, das Andre Kuberg für seinen Schwiegervater unseren langjährigen Mitarbeiter Heinz Wriedt zum Ruhestand gestaltete: eine Michel Bau-Baustelle en miniature, aber gerade deshalb besonders großartig. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!
Ulf Michel
NAH AM GLEIS GEBAUT Hohe Sicherheitsvorkehrungen, Nachtarbeit und ein unerwarteter Wassereinbruch: Eine Gleisquerung in Kiel-Meimersdorf erforderte Improvisationstalent und viel Geduld.
Mit Zügen in Höchstgeschwindigkeit ist nicht zu spaßen. Vor allem nicht, wenn sie nur wenige Meter von einer Baugrube entfernt vorbeidonnern. Entsprechend hoch waren die Sicherheitsvorkehrungen in Kiel-Meimersdorf, wo Michel Bau eine Gleisquerung in Form einer 48 Meter langen Stahlbetonrohrpressung DN 1200 ausgeführt hat. Die Gleisquerung war Bestandteil eines neuen Regenwasserkanals entlang der Bahnstrecke Hamburg-Kiel. Ursprünglich hatte die Deutsche Bahn den Vortrieb mit einem Stahlrohr DN 1100 ausgeschrieben. „Wir haben den Zuschlag bekommen, weil wir mit unserem Nebenangebot rund 100.000 Euro günstiger waren“, berichtet Bauleiter Olff Brettschneider. So konnte sich Michel Bau das Projekt mit einer Auftragshöhe von 178.000 Euro sichern.
Wasser. „Um bei der Herstellung der Baugrube keinen Grundbruch zu erleiden, haben wir diese zunächst geflutet“, berichtet der Bauleiter. Anschließend ließ Michel Bau drei Brunnen mit einer Tiefe von etwa elf Metern bohren. Unterwasserpumpen leiteten das Wasser in einen bereits bestehenden Graben in 200 Meter Entfernung ein. An anderer Stelle halfen die technischen Fähigkeiten eines Mitarbeiters, unerwünschte Bewegungen zu vermeiden: Um den Auftrieb der sechs Meter langen GFK-Rohre DN 900 im Stahlbetonrohr DN 1200 während der Ringraumverfüllung zu verhindern, baute er die Abstandhalter direkt vor Ort.
Innerhalb des Stahlbetonrohres zog Michel Bau eine GFKLeitung DN 900 ein. Von September bis Dezember 2013 war ein vierköpfiges Team vor Ort, dem das Projekt eine Menge abverlangte. „Ausgehend von einer sechs Meter tiefen, mit Spundblechen verkleideten 10x3 m-Startbaugrube wurde ein bemannter Rohrvortrieb mit offener Ortsbrust aufgefahren“, erläutert der Bauleiter. Weil der Polier einen Wassereinbruch befürchtete, konnte für die Abbrucharbeiten keine Zughacke verwendet werden. „Stattdessen wurde der Boden von Hand gelöst. Teilweise war er so hart, dass wir einen KompressorHammer verwenden mussten.“ Sicherheit geht vor
Herstellung der 10x3 m-Startbaugrube mit Spundblechen
Die Deckung des Bahndamms betrug 6,50 Meter, deshalb merkten die Arbeiter unter der Erde von den Erschütterungen durch die schnellen ICE und die schweren Güterzüge nichts. Dafür hat der Zugverkehr die tägliche Arbeit umso stärker beeinflusst: „Es waren ständig acht Bahnmitarbeiter vor Ort, die prüften, wann wir die Gleise betreten dürfen. Außerdem wurden wir von einem Kampfmittelräumdienst begleitet.“ Noch stärker machte sich der Bahnbetrieb beim Bau der Zielbaugrube bemerkbar. Weil diese nur drei Meter von den Gleisen entfernt lag, musste sie komplett in Nachtarbeit erstellt werden. „Wir hatten nur das Zeitfenster von 23.00 bis 5.00 Uhr“, erzählt Olff Brettschneider. Während dieser Stunden war auf einem stillgelegten Gleis ein angemieteter Zweiwegebagger im Einsatz. Doch auch dieser hatte nicht uneingeschränkt freie Fahrt: „Vor jeder Drehung des Baggers mussten wir über den Fahrdienstleiter sicherstellen, dass kein Zug auf dem anderen Gleis kam.“ Schnell reagieren und improvisieren Neben Geduld erforderte das Meimersdorfer Bauprojekt auch eine gute Portion Flexibilität und technisches Know-how, denn die Mitarbeiter stießen unter dem Lehmboden auf gespanntes
Bemannter Rohrvortrieb mit offener Ortsbrust Mai 2014 | BAUREPORT
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Verbindung von Stahlbetonrohren DN 800
DURCH NICHTS ZU ERSCHÜTTERN Gut geplant ist halb gewonnen. Das beweist Michel Bau seit einigen Wochen im Hamburger Hafen. Nach langer Vorbereitungszeit läuft die Baumaßnahme wie am Schnürchen.
Sorgfältige statische Berechnungen gehören zu den Vorbereitungen jedes Bauprojektes. Als besonders aufwändig erwies sich die Statik einer Baumaßnahme im Hamburger Hafen. Auf dem Polder Wittern I stellt Michel Bau seit dem 22. Februar 2014 eine neue Regenwasserentwässerungsleitung von insgesamt 82 Metern Länge in offener Bauweise her. Der Auftraggeber Hamburg Port Authority (HPA) benötigt die Entwässerung für eine Lagerhalle auf einer 2 ha großen Mietfläche. Während der Bauphase wird die Regenwasser4
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vorflut der Lagerhalle durch eine von Michel Bau installierte Überpumpanlage gewährleistet. Zurzeit verlegt das fünfköpfige Michel Bau-Team als Querung der Straße Alter Schlachthof auf 18 Metern Länge ein Stahlbetonrohr DN 800, das eine vorhandene Regenwasserleitung DN 500 mittels eines Sonderbauwerkes kreuzt, sowie eine Verbindung aus Stahlbetonrohr DN 400 zu einem vorhandenen Regenrückhaltebecken am Reiherstieger Schleusen-
fleet. „Die Statik war aufwändig, weil sich die besonderen Stauwasserverhältnisse und die Nähe der Elbe auf den Baugrund ausgewirkt haben. Hierbei musste zusätzlich die Nähe der vorhandenen Bebauung zur Baugrube und ein erwartetes Setzungsverhalten berücksichtigt werden“, erklärt Bauleiter Stephan Remer. Stützkraft aus Stahl Mit den Bauabschnitten im Hochwasserschutzstreifen darf Michel Bau erst nach Ende der Sturmflutperiode Mitte April 2014 beginnen. Bis Ende April soll der Tiefbau vollständig abgeschlossen sein, dann folgt der Stahlbau: HWS-Schieber, E-Antriebe, eine Bedienbühne und Steigleitern an der Hochwassersschutzwand werden installiert. „Wir kommen zurzeit gut voran“, berichtet Stephan Remer. Bei den Besonderheiten der Baumaßnahme ist das keine Selbstverständlichkeit: Aufgrund der dicht angrenzenden Bebauung mit einer Werkstatt und einem Bürogebäude mussten die Erschütterungen durch den Erdaushub auf ein Minimum begrenzt werden. Der Verbau wurde vibrationsarm durch Einpressen lediglich bis auf Grabensohle hergestellt. Um die Anforderungen aus der Statik zu erfüllen, wurden zusätzliche Aussteifungen in den Verbau eingebracht. Stauwasser auf dem Tiefpunkt Auch dem Thema Stauwasser widmete sich das Michel Bau-Team ausführlich. Wegen der dichten Bebauung konnte Michel Bau keine herkömmliche Stauwasserabsenkung im Vorfeld zum Bodenaushub durchführen, sondern musste die Absenkung so gering wie möglich halten. Um den Stauwasserstand kontinuierlich zu überprüfen, hatte der Auftraggeber HPA im Vorfeld zwei Pegelbrunnen gebohrt. „Wir haben die Baugrube bis auf den Stauwasserspiegel ausgehoben und das Stauwasser so gering wie möglich abgesenkt“, erläutert der Bauleiter. „Nach dem Einbau der Rohre haben wir die Absenkung wieder außer Betrieb genommen, so dass der Stauwasserstand auf seinen alten Pegel zurückkehren konnte.“ Aufgrund des hohen Eisen II-Gehaltes des Stauwassers mussten die Arbeiter außerdem eine Filterstrecke einbauen, über die das Eisen II vor Einleitung in das nahe gelegene Schleusenfleet ausgefällt wurde.
Das Schachtbauwerk R1b hängt „am Haken“ des Teleskopkrans.
Freie Fahrt für Anlieger Eine andere Herausforderung erwies sich hingegen als überraschend unproblematisch – und verkürzte die Bauzeit des entsprechenden Abschnitts von drei auf zwei Wochen. Um die Befahrbarkeit des Geländes jederzeit zu gewährleisten, musste Michel Bau die Baugrube am Eingangstor bei Bedarf mit Stahlblechen abdecken. „Abends haben wir die Baugrube zwar verschlossen, doch tagsüber konnten wir zügig arbeiten, weil die Anlieger sehr kooperativ waren“, erklärt Polier Holger Müllenbach. Denn ein NutzfahrzeugBetrieb hielt eine ihrer Hallen dauerhaft als Ersatzdurchfahrt frei. „Wir haben zwar langsam angefangen, werden jetzt aber ganz schnell fertig“, fasst Bauleiter Stephan Remer die Stimmung auf der Baustelle zusammen. Sobald die Hochwassergefahr gebannt ist, dürfte auch das letzte Hindernis aus dem Weg geräumt sein.
Ein Michel Bau-Mitarbeiter schließt den vorgestreckten Kanal DN 800 an das Schachtbauwerk R1b an. Mai 2014 | BAUREPORT
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Ein Michel Bau-Mitarbeiter zieht die Vorflutleitungsrohre vom Hubwagen aus zusammen und verschraubt sie miteinander.
PREMIERE IN LUFTIGER HÖHE FÜR MICHEL BAU Eine wahre Höchstlei(s)tung haben die Mitarbeiter von Michel Bau in Lübeck vollbracht: Auf einer Länge von 560 Metern legten sie eine Vorflutleitung in die Luft.
So viel öffentliche Aufmerksamkeit hat ein Projekt der Michel Bau selten bekommen: „Technisches Kunstwerk in luftiger Höhe“ titelten die Lübecker Nachrichten im November 2013, auch ein Online-Stadtmagazin berichtete – und ein Anwohner verfasste sogar ein Gedicht („Mensch werde schlau – aus dem Oberleitungsbau“). Was ein vierköpfiges Team der Michel Bau innerhalb von wenigen Tagen entlang der Schönböckener Straße geschaffen hatte, ähnelte tatsächlich einem Kunstwerk: eine 560 Meter lange Vorflutleitung auf mehrere 6
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Meter hohen Ständern. Die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) hatten den Auftrag vergeben, einen Mischwasserkanal auf 450 Metern zu sanieren. Um die Entsorgung rund um die Uhr aufrecht zu erhalten, mussten 250 Liter pro Sekunde umgepumpt werden. Die Herausforderung: Der Kanal verlief durch ein dicht bebautes Wohngebiet mit vielen Grundstückseinfahrten, Zufahrtstraßen und Parkplätzen. Kein Problem für Michel
Bau: „Um den Parkraum für die Anwohner zu erhalten, haben wir auf dem Parkstreifen im Abstand von etwa 15 bis 20 Metern 30 Ständer aufgebaut“, erklärt Bauleiter Sebastian Florczak. „Auf einer Höhe von 4,50 Metern trugen diese die geflanschten Stahlrohre DN 300.“
DAS PROJEKT IM BILD
Vorflut in neuer Dimension Für alle Beteiligten war es ein aufregendes Projekt. Michel Bau besitzt zwar umfangreiche Erfahrungen mit aufgeständerten Leitungen, doch normalerweise überbrücken diese Straßen oder Bahngleise auf einer Länge bis etwa 20 Meter. „Diese Dimensionen waren selbst für uns etwas völlig Neues“, erzählt der Bauleiter. Die Höhe verursachte gleich zu Beginn eine kleine Zwangspause, denn der ungeplante Rückschnitt von behindernden Ästen dauerte zwei Tage. Trotzdem gelang der Aufbau innerhalb einer Woche; in Betrieb war die Vorflutleitung insgesamt sechs Wochen. Sonderanfertigung nach Maß Die 30 Ständer für die Vorflut hatte Michel Bau in der eigenen Werkstatt fertigen lassen. Jeder besteht aus einem Betonsockel, einem aufsteigenden Rohr mit Flanschen und einem Rohr-Gegenstück von drei Meter Länge. Zwei Monteure bauten die je drei Tonnen schweren Ständer zusammen, zwei weitere legten die Rohre mithilfe eines Hubwagens auf, zogen sie zusammen und verschraubten sie. Um dem Druckverlust des Wassers auf der langen Strecke vorzubeugen, hatte Michel Bau zwei Dieselpumpen mit einer Leistung von 250 Litern pro Sekunde installiert; beide wurden mit Schwimmern ausgerüstet, um automatisch auf vermehrtes Wasseraufkommen reagieren zu können. Baustelle auf der Insel „Wir sind schon sehr stolz, wie einwandfrei alles geklappt hat“, berichtet Sebastian Florczak. „Auch unser Auftraggeber war mit unserer Leistung hochzufrieden.“ Selbst die Verkehrsstörungen durch die Pumpenschläuche an der Ein- und Ausleitstelle waren kaum der Rede wert: „Da sich die Einleitstelle auf der mittleren Verkehrsspur von drei Spuren stadtauswärts befand, konnte der Verkehr links und rechts vorbeilaufen. Diese ‚Inselbaustelle’ hat super funktioniert, es gab nur einen geringen Rückstau.“ In der Nacht zum 6. Dezember wurde die Vorflutleitung übrigens auf eine besondere Probe gestellt: Das Orkantief Xaver blies mit voller Kraft durch Lübecks Straßen – die Konstruktion blieb standhaft. Für den Rückbau benötigte Michel Bau drei Tage. Kurz vor Weihnachten wurden die Rohre gründlich mit Frischwasser gereinigt und abgebaut. Seitdem stehen die neuen Ständer im Lager und warten auf ihren Einsatz bei zukünftigen Projekten. „Die Investition hat sich schon jetzt bezahlt gemacht“, freut sich Bauleiter Sebastian Florczak. Um flexibel auf die Anforderungen neuer Bauprojekte reagieren zu können, wurden die Ständer variabel gestaltet. Durch das aufgesteckte Rohr können sie in der Höhe und im Durchmesser nahezu beliebig variiert werden. Beste Voraussetzungen für Auftraggeber also, auch in Zukunft mit Michel Bau erfolgreich in die Luft zu gehen!
Oben: Anlieferung, abschnittsweise Montage der eigens angefertigten Ständer und Rohre für die Vorflutleitung. Mitte und unten: 30 Ständer mit je 3 t Gewicht tragen in 4,50 m Höhe die geflanschten Stahlrohre.
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DIE KLEINSTE BAUSTELLE DER WELT
ALLES AUF EINE(R) KARTE Seit Anfang 2013 hat sie in den Portemonnaies vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen festen Platz: die Michel Bau Card. Die Corporate Card von Visa, die vom Unternehmen monatlich mit bis zu 44 Euro aufgeladen wird, erhalten alle Mitarbeiter, die länger als drei Jahre im Unternehmen beschäftigt sind. Hier verraten einige, wo sie die Michel Bau Card besonders gerne einsetzen: Marco Timm (Facharbeiter im Spezial-Tiefbau) gibt die Michel Bau Card oft an seine Frau weiter, die damit ihre Tankfüllungen zahlt. Ilona Sievers (Einkauf) nutzt die Karte vor allem beim OnlineShopping, zum Beispiel für Downloads von Musik.
Wer in Rente geht, verlässt seine Firma meist mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Um seinem Schwiegervater Heinz Wriedt, der fast 35 Jahre als Baumaschinenführer bei Michel Bau gearbeitet hatte, den Abschied zu erleichtern, holte ihm Andre Kuberg „seine“ Baustelle einfach ins Wohnzimmer.
Die 17- und 19-jährigen Töchter von Olaf Götsch (Maschinenschlosser und Betriebsrat) lassen sich von der Michel Bau Card gerne beim Shoppen in Neumünster und Kiel begleiten. Auch Polier Dieter Witt verleiht die Michel Bau Card ab und zu an seine Frau; sie nutzt sie in einem Hamburger Einkaufszentrum.
„Mein Schwiegervater hat immer so viel von seiner Arbeit auf den Baustellen erzählt“, erklärt Andre Kuberg. „Deshalb wollte ich ihm mit diesem Diorama eine besondere Freude machen.“ Sechs Monate Arbeit stecken in dem erstaunlichen Kunstwerk, das der Pensionär gerührt entgegen nahm.
Geteilte Karte ist doppelte Freude: Marco Timm (l.) und Olaf Götsch (r.) freuen sich mit ihren Familien über die Möglichkeit der Michel Bau Card. Realitätstreue bis ins kleinste Detail: Selbst die Bodenschichten baute Andre Kuberg liebevoll im Diorama nach.
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