Ausgabe 10 Juli 2012
Die Problemlöser
Ein großer Auftrag für den Bereich Wasserhaltung
Die Erfahrung zählt
Das Projektteam in Indien ist bis 2014 ausgelastet
Der Zehnte BAUREPORT: mit BLICK NACH VORNE Die zehnte Ausgabe des BAUREPORT ist für Ulf Michel, Geschäftsführer der Michel Bau, kein Anlass sich zurückzulehnen. Vielmehr richtet sich sein Blick nach vorne, denn die anstehenden Projekte in Deutschland und Südostasien beschäftigen das ganze Unter nehmen. Zahlreiche neue Kontakte, die auf einer Delegationsreise mit Bundesminister Peter Ramsauer und auf verschiedenen Messen geknüpft werden konnten, lassen das Netzwerk der Michel Bau weiter wachsen. Bundesminister Dr. Peter Ramsauer und Ulf Michel während der Delegationsreise durch Indien im April 2012. Liebe Leserinnen, liebe Leser! In Ihren Händen halten Sie gerade die zehnte Ausgabe des BAUREPORT. Seit fünf Jahren informieren wir Sie regelmäßig über interessante Projekte und Themen aus unserem Unter nehmen. Dass wir damit den richtigen Weg eingeschlagen haben, zeigen die positiven Rückmeldungen, für die ich Ihnen auch im Namen meines Teams Danke sage. Wir blicken weiterhin nach vorn und werden Sie auch künftig auf diesem Wege auf dem Laufenden halten! Das Jahr hat für uns sowohl in Deutschland als auch in Indien gut begonnen, über zwei größere Projekte in Hamburg berichten wir in dieser Ausgabe des BAUREPORT ausführlich. Auch in unserer Heimatstadt Neumünster sind wir bei der Erneue rung des Fernwärmenetzes weiterhin federführend beteiligt. Das macht deutlich: Regionale, nationale und auch internationale Aufträge in hoher Qualität abwickeln zu können, ist eine unserer Stärken. Die Erfolge, die unsere Teams bei diesen sehr unterschiedlichen Projekten sammeln, stärken kontinuierlich die Lösungskompetenz unseres Unternehmens. Neben unseren Projekten in Deutschland konnten wir auch in Indien neue Ausschreibungen für uns entscheiden, die uns derzeit eine Auslastung bis zum Sommer 2014 garantieren. In der Millionenmetropole Kolkata, zurzeit der Schwerpunkt unserer Arbeit auf dem Subkontinent, sanieren wir in den kommenden Monaten fast fünf Kanalkilometer im GFKEinzelrohr-Lining an zwei Hauptverkehrsstraßen in unterschiedlichen Profilen. Dass wir in Indien inzwischen ein gern gesehener Ansprech partner geworden sind, hat die Delegationsreise mit Dr. Peter Ramsauer, dem Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, gezeigt, zu der der Bundesminister einlud. Bei 2
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den Gesprächen vor Ort wurde immer wieder deutlich, wie wichtig die Geschäftsbeziehungen für beide Seiten sind. Vor Ort setzen die indischen Behörden und Unternehmen gern auf das Know-how aus Deutschland, wie das Beispiel der Michel Bau zeigt. Die inzwischen mehr als 15 abgeschlossenen Projekte und unser erweitertes Leistungsspektrum in Indien, über das wir auf der nächsten Seite berichten, zeigen, wie sehr man inzwischen auch auf dem Subkontinent auf unsere Zuverlässigkeit und Qualität vertraut. Auf verschiedenen Messen und Veranstaltungen haben wir in den letzten Monaten für unsere Leistungen geworben und unsere Arbeit einem breiten Fachpublikum vorgestellt. In Dortmund bei den DWA Sanierungstagen, aber vor allem international in Rumänien, Indien und der Türkei waren wir präsent, um die Leistungsfähigkeit der Michel Bau weiteren potentiellen Auftraggebern bekannt zu machen. Die ständige Erweiterung unseres Netzwerkes bei gleichbleibend hoher Qualität unserer Arbeit lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken. Wir freuen uns, Ihnen auch zukünftig von unseren aktuellen Projekten zu berichten. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!
Ulf Michel
ERFAHRUNG ZAHLT SICH AUS Mehr als 15 Sanierungsprojekte hat das Team der Michel Bau in den vergangenen Jahren in Indien erfolgreich abgeschlossen. Oft war die Reinigung der seit Jahrzehnten ungereinigten Kanäle eine besondere Herausforderung. Von den gesammelten Erfahrungen profitiert jetzt die Michel Bau und bekam den Zuschlag für zwei „reine“ Reinigungsaufträge.
Unter schwierigen Bedingungen musste im Regierungsviertel von Kolkata gearbeitet werden: Ausschließlich in Nachtarbeit wurden Kanäle wie im Bild rechts geräumt und saniert.
Die Erfahrungen, die das Team der Michel Bau in den letzten Jahren bei vorbereitenden Arbeiten für Sanierungsprojekte in Indien sammeln konnte, haben sich erneut ausgezahlt. Zum ersten Mal qualifizierte sich das Unternehmen für reine Kanalreinigungsarbeiten, konnte die ersten beiden Projekte gewinnen und inzwischen erfolgreich abschließen. Besonders ungünstig waren die Rahmenbedingungen bei zwei Projekten in der Hauptstadt Westbengalens, Kolkata. Der Baubeginn für eine Kanalreinigung im dicht besiedelten Regierungsviertel lag nicht wie vorgesehen im November, sondern erst im April. Dadurch blieben nur noch drei Monate bis zum Beginn des Monsuns. Hilfreich für das Team der Michel Bau waren die Erfahrungen aus dem Projekt „Lenin Sarani“, das einige Monate zuvor erfolgreich abgeschlossen wurde und nicht weit entfernt von dieser Baustelle liegt. An vier Straßenzügen, eine davon die Zufahrt zum Regierungssitz, wurden insgesamt drei Kilometer Kanal DN 700/1050 bis DN 1000/1500 gereinigt. Auch auf
Straßenbahnlinien musste Rücksicht genommen werden, deshalb konnten die Arbeiten nur in Nachtschicht ausgeführt werden. Trotz der Umstände wurde das Projekt in der kurzen Zeit fertiggestellt. Ebenfalls unter Zeitdruck stand eine weitere Kanalreinigung in unmittelbarer Nähe des Hafens. Hinzu kam der Zustand des Kanals, der vor Beginn der Arbeiten im Durchschnitt zu 80 Prozent versandet und an einigen Stellen bereits eingestürzt war. Nur mit Hilfe eines zweiten Saugfahrzeugs konnten die alten Kanäle in der Kürze der Zeit gereinigt werden – erstmals vollständig ohne manuellen Einsatz. Zwei Schächte waren in einem derart schlechten Zustand, dass sie sofort im Rahmen eines Zusatzauftrags erneuert werden mussten. Neben der grabenlosen Sanierung von Kanälen und dem Vortrieb von neuen Leitungen hat die Michel Bau mit der Fertigstellung der Reinigungsaufträge ihr drittes Standbein im indischen Markt etabliert. Weitere Projekte sollen folgen. Juli 2012 | BAUREPORT
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Das Team der Michel Bau in einer von drei Baugruben an der Emkendorfstraße in Hamburg-Othmarschen.
Die Problemlöser der michel Bau Flexibilität ist für die Abteilung Wasserhaltung der Michel Bau alltägliches Geschäft. Anders als die Kollegen aus dem Tiefbau arbeitet das Team häufiger an kleineren Projekten. Der aktuelle Auftrag in Hamburg-Othmarschen hat im Vergleich dazu eine ungewöhnliche Dimension.
Die Abteilung Wasserhaltung der Michel Bau arbeitet derzeit an einem ganz besonderen Auftrag. Sonst sind es häufig kleinere Projekte, die von dieser Abteilung bearbeitet werden, im Hamburger Stadtteil Othmarschen sind die Dimensionen allerdings etwas größer als gewöhnlich. Als Subunternehmer unterstützt das Team der Michel Bau um Bauleiter Olff Brettschneider einen Schlauchsanierer bei der Sanierung eines etwa 100 Jahre alten Mischwasser kanals in unmittelbarer Nähe des Elbtunnels. Der 61-jährige Kieler erklärt die Aufgaben seines Teams: „Zwar hat die Grundwasserhaltung bei diesem Projekt einen hohen Stellenwert, darüber hinaus kümmern wir uns aber auch um alle 4
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Tiefbauarbeiten, die entlang der Strecke notwendig sind“. In der Summe sind das mehr als 30 Vorflutbaugruben, um die Hausanschlüsse an der Emkendorfstraße auch während der Bauphase in Funktion zu halten, sowie drei bis zu fünf Meter tiefe Schachtbauwerke, die im Zuge der Sanierung abgerissen und erneuert werden. Die Zusammenarbeit mit diesem Auftraggeber aus NordrheinWestfalen ist für Olff Brettschneider nicht ungewöhnlich: „Unsere Abteilung Wasserhaltung hat schon häufiger mit dieser Firma zusammengearbeitet. Wir kennen uns und wissen, was jeder einzelne tun muss, damit alles reibungslos funktioniert.“
Der Auftraggeber der Michel Bau ist zuständig für die eigentliche Sanierung der Kanäle, die durch GFK-Schlauchliner erfolgt. Dieses Verfahren wurde in Othmarschen gewählt, weil entlang der Strecke fünf unterschiedliche Profile zum Einsatz kommen, Kreisprofile mit DN 300 und 500 sowie Eiprofile zwischen DN 600/1100 und DN 800/1400. Die zusammengelegten Schläuche werden durch die geöffneten Schächte im Kanal ausgelegt und dann mit 130 Grad heißem Wasser befüllt. Dadurch setzt der bis zu drei Tage dauernde Aushärtungsprozess ein.
DAS PROJEKT IM BILD
Olff Brettschneider und seine Mitarbeiter wurden außerdem noch vor eine zusätzliche Herausforderung gestellt: Der Kanal ist auch wichtig für die Entsorgung des Regenwassers in dieser Gegend, im Regenfall strömen über 1.000 Liter pro Sekunde durch den sanierungsbedürftigen Abschnitt. Um für diesen Fall gewappnet zu sein, wurde die Michel Bau beauftragt, eine zusätzliche Vorflut einzurichten. Dazu wurden drei Hochleistungspumpen mit einer Leistung von 280 l/s installiert, die ab einem definierten Wasserstand im Kanal das Regenwasser durch drei Leitungen DN 300 ins 120 Meter entfernte Entwässerungssystem des Hamburger Elbtunnels befördern. Bei trockener Wetterlage wird dieser Weg nicht genutzt, das Schmutzwasser wird stattdessen über eine Strecke von 340 Meter in den nächsten Schmutzwasserkanal gepumpt. Die Größe des Projekts zeigt sich nicht nur dadurch, dass Olff Brettschneider mit bis zu acht Mann vor Ort ist. Auch das Auftragsvolumen ist mit 400.000 Euro und weiteren 100.000 Euro für die zusätzliche Vorflut größer als in dieser Abteilung üblich. Während im Bereich Kanalbau solche Summen für die Michel Bau nicht ungewöhnlich sind, arbeitet die Abteilung Wasserhaltung häufiger an kleinen, zeitlich kompakteren Projekten, erläutert Olff Brettschneider: „Während der Bereich Kanalbau im Jahr auf etwa 15 großen Baustellen und über mehrere Wochen tätig ist, arbeiten wir an über 50 Projekten, die manchmal sogar nur einen oder zwei Tage Bauzeit benötigen.“ Das erfordert Flexibilität: „Es kann durchaus sein, dass wir an einem Tag in Hamburg und am nächsten Tag in Kiel oder Flensburg arbeiten und uns täglich auf neue Aufgaben einstellen müssen.“ Das funktioniert: In der Branche hat die Abteilung der Michel Bau einen guten Ruf als schneller und zuverlässiger Dienst leister. Selbst in dringenden Fällen kann das Team kurzfristig reagieren und vor Ort die eigenen Kollegen und Partnerunter nehmen unterstützen. Drei Kolonnen arbeiten in der Abteilung Wasserhaltung, die Anforderungen sind vielfältig: Kürzlich wurde in Norderstedt unter zwei Bahngleisen ein Stahlrohr DN 114 vorgepresst, in das später drei Glasfaserkabel eingezogen wurden. „Einen so kleinen Durchmesser hatten wir bis dahin noch nicht gepresst“, berichtet Olff Brettschneider. Eine weitere Kolonne hat eine Grundwasservakuumanlage einschließlich einer Wasseraufbereitungsanlage in Bad Bramstedt aufgebaut, um beim Ausbau von Kraftstofftanks einer nicht mehr in Betrieb befindlichen Tankstelle das kontaminierte Grundwasser zu reinigen. Gegen Ende Juli sind dann auch die Arbeiten in HamburgOthmarschen beendet. Olff Brettschneider ist gespannt: „Mal schauen, welches Projekt dann auf uns wartet!“
Oben: Eines der drei geöffneten Schachtbauwerke nach den Abbrucharbeiten. Mitte: Die Hochleistungspumpen für die RegenwasserVorflut. Unten: Das Team verlegt die drei Vorflutleitungen DN 300 zum Entwässerungssystem des Hamburger Elbtunnels.
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Wenn Wasser zu einer Herausforderung wird Dass Grundwasser bei einer Kanalsanierung immer mal wieder zu einem Problem wird, wissen die Teams der Michel Bau. Dass es aber trotz bester Vorbereitung und Planung zu derart großen Herausforderungen kommt, hätte vor dem Projekt in Hamburg-Harburg niemand vermutet.
Die Arbeitssituation in dem über 600 Meter langen Kanalabschnitt war sehr beengt.
Einen großen Teil der Freien und Hansestadt Hamburg kennen die Mitarbeiter der Michel Bau inzwischen fast wie ihre Westentasche, denn in den letzten Monaten gab es dort eine ganze Menge für sie zu tun. Nun ist auch der südliche Stadtteil Harburg hinzugekommen, denn in unmittelbarer Umgebung der Bundesstraße 73, einer vielbefahrenen Ost-West-Achse durch den Hamburger Süden, hatte das Versorgungsunternehmen Hamburg Wasser die Sanierung eines 662 Meter langen Kanalabschnittes ausgeschrieben. Michael Gruner, Bauleiter für das Projekt am Helmsweg, und sein achtköpfiges Team hatten alle Hände voll zu tun: „Ich kann mich an keine Baustelle erinnern, bei der sich 6
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wöchentlich so wesentliche Dinge geändert haben und wir so häufig vor neuen Herausforderungen standen“, berichtet der 52-jährige, der seit seiner Zeit als Polier bei der Michel Bau arbeitet. Begonnen hatte die Michel Bau das Projekt im August 2011. Die Probleme wurden schnell offensichtlich: Bereits beim Abtragen der alten Sohle des gemauerten Kanals mit einem Profil DN 750/1140 traten große Mengen Grundwasser in den Kanal ein, die eine Sanierung nach der bisherigen Planung unmöglich machten. Der Druck des anstehenden Wassers war so hoch, dass auch eine umfangreiche Grundwasserabsenkung nicht den gewünschten Erfolg
brachte. In Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber wurde daher das bisherige Sanierungskonzept komplett überarbeitet.
DAS PROJEKT IM BILD
Zunächst wurde in etwa der Hälfte des Kanals entlang des Helmsweg, einer kleinen und dicht bebauten Stichstraße zur B 73, ein Kreisprofil DN 500 eingefahren. Danach gab es die nächste Planänderung. Die Lagerung des Kreisprofils im vorhandenen Siel war mit 4 cm Wasserlauf zum alten Wasserlauf vorgegeben, in der Realität waren es aber bis zu 18 cm. Dadurch konnten die vorgefertigten Inliner nicht wie geplant in die Sohle gelegt werden. Im weiteren Verlauf wechselte das Team um Michael Gruner daher auf ein Eiprofil DN 600/900. Ein Wechsel, der nicht so einfach war, denn zuvor musste der elektrobetriebene Wagen, der die bis zu 2,35 Meter langen Elemente in den Kanal einfährt, umgebaut werden. Überhaupt waren die Arbeitsbedingungen extrem beengt, an ein Arbeiten im Stehen war gar nicht zu denken. „Das ist für uns zwar nicht ungewöhnlich, dennoch sind es immer wieder erschwerte Bedingungen für alle Männer“, fügt Michael Gruner hinzu. „Vorwärts rein und rückwärts wieder raus, Umdrehen im Kanal ist nicht drin!“ Nicht weniger herausfordernd waren die sieben Schächte, die fünf bis sieben Meter tief in die Erde gebaut werden mussten. Die Schwierigkeit dabei war die Präsenz des Grundwassers, das selbst mit schwerstem Gerät nur für kurze Zeit gebändigt werden konnte. Geplant waren „Hosenschächte“, die 60 cm unterhalb der alten Kanalsohle reichen. Sobald dieser Bereich ausgehoben wurde, drang Grundwasser in großen Mengen durch die marode Sohle hindurch. Auch die Anlieferung war kompliziert: Die 13 Tonnen schweren, drei Meter hohen und ebenso breiten Elemente wurden in der Nacht mit Schwer transportern an der B 73 angeliefert, dort mit einem Schwerlastkran abgeladen und mit einem 35 t-Bagger über den engen Zufahrtsweg an die Baugrube gebracht. Drei Absenkschächte wurden bis 60 cm unterhalb der alten Sielsohle gebaut und mit innenliegenden GFK-Topfschächten versehen, dann planten Auftraggeber und Michel Bau neu, um einen noch schnelleren Bauablauf zu gewährleisten. Tangentialschächte versprachen weniger Probleme zu verursachen, da sie direkt auf dem geöffneten Kanal aufgesetzt werden konnten und die Absenkschächte nur 10 cm unterhalb des alten Wasserlaufs abgesenkt werden mussten. Dafür mussten aber zunächst neue Pläne angefertigt und die Statik aktualisiert werden. Letzten Endes die richtige Entscheidung, sagt Michael Gruner: „Nur so konnten wir den ohnehin strapazierten Zeitplan im Griff behalten.“ Die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber war trotz aller widrigen Bedingungen sehr gut. „Wir waren immer auf dem gleichen Stand, die Herausforderungen waren für alle offensichtlich. Gemeinsam haben wir an Lösungen gearbeitet und sie gefunden, auch dank der vielseitigen Erfahrung auf beiden Seiten.“ In diesen Wochen wird das Projekt am Helmsweg abgeschlossen werden. Schlaflose Nächte hatte der Bauleiter zu keiner Zeit: „Natürlich war es ein schwieriges und forderndes Projekt. Aber mir war immer klar, dass wir es mit diesem erfahrenen Team packen werden.“
Oben: Der umgebaute Einzugswagen fährt ein GFKEiprofil in den Kanal ein. Mitte: Einbau des Hosenschachtes, Vorbereitung für das Einziehen der GFK-Eiprofile DN 600/900. Unten: Einbau des Eiprofils im vorhandenen gemauerten Kanal Klasse V neu.
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Praktische Übungen für Bauleiter und Poliere
SChulung und Werksbesuch bei Hobas in Neubrandenburg
An praktischen Erfahrungen mangelt es im Team der Michel Bau wirklich nicht. Neben vielen einzelnen Fort- und Weiter bildungen, die über das ganze Jahr verteilt von den Mitar beiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen werden, gibt es mit der alljährlichen In-House-Schulung einen Pflichttermin für alle Bauleiter und Poliere. Neben der umfangreichen Theorie, die jedes Frühjahr im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung vermittelt wird, wurde dieses Mal besonders viel Wert auf eine praktische Übung gelegt. Und diese war sozusagen direkt aus dem alltäglichen „Baustellenleben“ gegriffen.
Die HOBAS Rohre GmbH in Neubrandenburg ist seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner der Michel Bau. Das Unter nehmen produzierte an seinem Stammsitz in der Schweiz 1957 die ersten GFK-Rohre und gehört damit zu den erfahrensten Herstellern der Branche.
Das Thema „Beladung“ stand im Fokus der Veranstaltung: Mit einem Bagger sollten die Profis einen 4-Achser mit Kies beladen – und zwar bis die optimale Befüllung erreicht ist. Auf einer Baustelle geschieht das naturgemäß nach Augen maß, wodurch der LKW häufig nicht voll beladen wird. Da jedoch in vielen Fällen nach dem tatsächlich möglichen Ladevolumen des Fahrzeugs abgerechnet wird, sind hier durchaus Kosteneinsparungen möglich. Im Laufe der Übungen konnten alle Teilnehmer das richtige „Gefühl“ entwickeln und werden in Zukunft sicher mit dem richtigen Augenmaß an die Arbeit gehen. Auch Formalitäten rund um die Beladung von Fahrzeugen, beispielsweise die Kontrolle von Lieferscheinen, standen genauso auf dem Programm wie wichtige Sicherheitsaspekte. Mit Hilfe verschiedener Referenten wurde ein Blick in die Zukunft der Branche geworfen, um das Team über neue Techniken und Trends, die Einzug in die Arbeit der Tiefbauer halten, zu informieren. Für den technischen Leiter, Axel Hallerbach, ist dieser jährliche Termin ein sehr wichtiger Baustein in der Weiterentwicklung der Michel Bau und ihrer Mitarbeiter: „Selbstverständlich bringt die tägliche Arbeit auf der Baustelle die meiste Erfahrung. Aber auch in unserer Branche entwickelt sich die Technik ständig weiter. Wir müssen nicht nur auf dem Laufenden bleiben, wir wollen es vor allem. Umso besser, dass diese Schulung bei allen Beteiligten auch nach mehreren Jahren auf derart gute Resonanz stößt. Unsere Kunden haben schon häufig ganz unmittelbar von diesem zusätzlichen Know-how profitiert!“ 8
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Die deutsche Niederlassung in Mecklenburg-Vorpommern liefert für viele aktuelle Projekte die GFK-Rohrsysteme, die dann im Lining-Verfahren durch das Team der Michel Bau in die zu sanierenden Kanäle eingezogen werden. Dabei kommen oft maßgeschneiderte Profile zum Einsatz, bei denen es dann auf das kleinste Detail ankommt. Ein Grund, diesen guten Partner noch näher kennenzulernen: 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbrachten zwei Tage am Produktionsstandort Neubrandenburg. In mehreren Seminaren wurde das Fachwissen rund um die Herstellung der Rohrsysteme vertieft und die Fertigung der GFK-Rohre vor Ort besichtigt. „Dieser direkte Einblick hat noch einmal verdeutlicht, welche Möglichkeiten der Einsatz des Materials bietet“, berichtet Einkäuferin Ilona Sievers. „Diese zwei Tage helfen uns, künftige Projekte noch besser vorzubereiten, ein Dank dafür an die Mitarbeiter/innen der Firma Hobas!“
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