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2026_Juni_Juli_display

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display Superstar Gütesiegel für starke POS Promotions

Fokus Fußball WM 2026 Markeno ensive am POS

POS Check Baumarkt: Zwischen Erlebnis und Funktion

Knappe + Lehbrink/Durst Displaydruck neu gedacht

Verkaufsförderung mit

Produktionsleiter Druck (m/w/d)

 Lenting, Nürnberg, Vechta  unbefristet  Vollzeit Große Formate, brillante Farben, beeindruckende Geschwindigkeit. Unsere prozessoptimierte Produktion und unser engagiertes Team setzen Maßstäbe – für regionale Unternehmen ebenso wie für internationale Konzerne. Von der Idee über Produktionsinnovation bis zur pünktlichen Lieferung zeigen wir Dynamik. Gestalten Sie die Zukunft des XXL-Printings mit uns!

Ihre Aufgaben

Für die Leitung unserer Großformartdruckproduktion in 85101 Lenting, Nürnberg und auch in Vechta suchen wir einen Produktionsleiter (m/w/d) mit technischem Know-how und Erfahrung im Bereich Digitaldruck. Eine strukturierte Arbeitsweise, Kompetenz in Mitarbeiterführung und die Fähigkeit, hohen Output reibungslos zu koordinieren, sind die wichtigsten Koordinaten für Bewerber. Interesse an Workflowautomatisierung, Prozessoptimierung und modernster Druckmaschinentechnik sind optimal.

Ihr Profil

Abgeschlossene technische Ausbildung oder Studium im Bereich Drucktechnik, Medientechnologie, Produktionstechnik oder vergleichbar

Mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Digitaldruck, idealerweise im Großformatdruck

Fundiertes technisches Know-how im Umgang mit modernen Druckmaschinen und Produktionssystemen Erfahrung in der Führung von Mitarbeitern sowie ausgeprägte soziale und kommunikative Kompetenz Fähigkeit, Produktionsprozesse effizient zu planen, zu steuern und zu überwachen Strukturierte, selbstständige und lösungsorientierte Arbeitsweise

Sicherer Umgang mit Workflow-Systemen sowie Interesse an Automatisierung und Digitalisierung von Produktionsabläufen Kenntnisse in Prozessoptimierung und Lean-Management-Methoden von Vorteil Hohes Qualitätsbewusstsein sowie ausgeprägtes Verantwortungsgefühl Belastbarkeit und die Fähigkeit, auch bei hohem Produktionsvolumen den Überblick zu behalten Gute organisatorische Fähigkeiten und Durchsetzungsstärke Sicherer Umgang mit gängiger Software (z. B. ERP-, MIS- oder RIP-Systeme) Teamfähigkeit sowie die Fähigkeit, Mitarbeiter zu motivieren und weiterzuentwickeln

Was wir Ihnen bieten

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• Eine vielseitige und verantwortungsvolle Position mit abwechslungsreichen Tätigkeiten

• Arbeit in einem engagierten und freundlichen Team

• Flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege

• Individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven

Wenn Sie sich in der Beschreibung wiederfinden, ein Teil eines aufstrebenden Teams werden möchten und Spaß daran haben, mit Ihrer Leistung zu begeistern, dann bewerben Sie sich jetzt. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Ansprechpartnerin:

Nadine Vogel

Im Jahr 2008 gegründet und seit 2016 Teil des Onlinedruck-Weltmarkführers Cimpress (NASDAQ: IE00BKYC3F77) gehören wir zu den europaweit führenden Unternehmen für hochwertige Printlösungen, Drucksachen und Werbemittel. So betreut WIRmachenDRUCK mittlerweile über 500.000 Geschäfts- und Privatkundinnen und -Kunden aus 17 europäischen Ländern. Als Preismarktführer mit einem extrem großen Produktsortiment wachsen wir rasant. Der wichtigste Grund für unseren stetigen Erfolg sind jedoch unsere über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem täglichen Engagement, Elan, Eigeninitiative und Leidenschaft.

Hier jubeln Marken mit

Wenn der Ball rollt, entscheidet sich das Spiel längst nicht nur auf dem Rasen, sondern am Regal. Fußball-Events wie EM und WM sind keine netten Deko-Anlässe, sondern befristete Ausnahmezustände für den Handel: maximale Aufmerksamkeit, hohe Frequenz, klare Anlässe für Kaufentscheidungen – wer da ohne starke POS-Promotion antritt, verzichtet freiwillig auf Zusatzumsatz.

Entsprechend neugierig stimmt der Blick nach vorn auf 2026: die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko. Nordamerika ist in Sachen Sportkultur bekanntlich leidenschaftlich, um nicht zu sagen: ein bisschen verrückt. Wird es eine Art „Super-Bowl-WM“ mit BBQ, Nachos, Bier und XXL-Inszenierungen? Ein Touch „Stanley Cup“ mit Eishockey-Pathos und Poutine? Oder doch eher „Día de los Muertos“ mit Tacos, Farbenmeer und lateinamerikanischer Lebensfreude? Wahrscheinlich wird es genau diese Mischung sein – und damit ein kreativer Baukasten an Bildern, Motiven und Stories, den Marken für Promotions nutzen können.

Zur Erinnerung: Während der Fußball-EM 2024 überzeugten Check24 mit seiner Trikotprämie – sage und schreibe 5 Millionen Trikots – sowie die Cashback-Promotions der TK-Pizza-Marke Gustavo Gusto. Beide Marken waren dank smarter Mechanik omnipräsent: sichtbare Aktivierung, messbarer Abverkauf und ein Effekt, der weit über das Turnier hinaus „top of mind“ bleibt. Kein Event-Strohfeuer, sondern Markenarbeit im Hochdruckmodus.

Ich bin gespannt, was sich im Sommer 2026 in LEH, Drogerie, Elektronikmarkt, Tankstelle oder Sportfachhandel abspielt – und wer seine Marke erfolgreich am POS aktiviert. Es geht um klug inszenierte Zweitplatzierungen, Sammelmechaniken, Bundles und einfache, sofort verständliche Promotions – ideal für impulsgetriebene Kategorien wie Snacks, Getränke, Süßwaren oder TK-Produkte. Ferrero zeigt seit Jahrzehnten mit den PaniniSammelalben, wie eine konsequent durchgezogene Mechanik ganze Generationen zum Zugreifen bringt – vom Kind bis zum Nostalgiker – und gleichzeitig der Marke Premiumplätze auf der Fläche sichert.

Die nächste WM liefert eine XXL-Bühne für genau solche Konzepte – und erweitert den kreativen Spielraum weit über das klassische Fußballklischee hinaus.

In diesem Sinne

Simon

Fragen und Anregungen: dietzen@display.de

Ausgabe 3 – display

Juni/Juli 2026

EDITORIAL 3

NEWS

Topmeldungen der Branche 6

FOKUS

Retail Media

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort 8

● Fußball WM 2026

Markenoffensive am POS 10

● display Superstar 2026

Gütesiegel für starke POS Promotions 14

SPEZIAL

● On-Pack-Promotions

Darf’s ein bisschen mehr sein? 16

MARKEN & KAMPAGNEN

Aktuelle Kampagnen und Zweitplatzierungen 22

POS CHECK

● Warenpräsentation im Baumarkt Zwischen Erlebnis und Funktion 26

modulconcept: Erfolgreiche Warenpräsentation im Baumarkt 28

Pe Ta: Digitale Lösungen bei Bauhaus 29

Miss Pompadour

Vom Online-Shop ins Regal 30

Warenpräsentation Baumarkt 32

POS-TECHNIK

Aktuelle Meldungen von Displayzulieferern und der Displaybranche 36

● Knappe + Lehbrink und Durst Displaydruck neu gedacht 37

STI Group und F Service Automation Mehr Effizienz und Flexibilität 40

GP German Printers

Kompetenzen intelligent verbinden 42

DISPLAYSZENE

Aktuelle Meldungen aus der Displaybranche 44

Digital trifft Präsenz

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DIGITAL POS

Aktuelle Meldungen aus der Welt des Digital POS 45 Digitale Werbung am Frankfurter Flughafen: Platz für Brands –nicht für Brände 46

LADENB AU

Aktuelle Meldungen aus dem Bereich Ladenbau 48

PERSONEN

Personalwechsel in der Markenartikelindustrie und in der Displaybranche 52

WO GIBT’S WAS Lieferanten Guide für Display und Zubehör 54

TERMINE Die wichtigsten Termine für Displayer und Markenartikler 61

IMPRESSUM & VORSCHAU Themen der nächsten Ausgabe 62

Die verschiedenen Standorte von Thimm in Deutschland und Osteuropa sollen auch nach der Übernahme erhalten bleiben. Foto: Thimm Gruppe

Übernahme

Thimm geht an Saica Gruppe

Die spanische Saica Gruppe übernimmt die Thimm-Gruppe. Die Saica Gruppe mit Hauptsitz in Saragossa, Spanien, zählt mit 12.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 3,962 Milliarden Euro im Jahr 2025 zu den größten europäischen Papier- und Verpackungsherstellern. Beide Familienunternehmen verbindet eine langjährige Partnerschaft und ein gemeinsames Joint Venture in Polen. Die Standorte von Thimm in Deutschland und Osteuropa sollen in ihrer bestehenden Struktur fortgeführt werden. Die Inhaberfamilie Thimm zieht sich im Zuge der Übernahme aus dem Unternehmen zurück. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung. „Nach zwei Jahren der erfolgreichen Konsolidierung unseres Geschäftes haben wir uns in den letzten Monaten intensiv damit beschäftigt, wie wir unser Unternehmen langfristig sicher für die Zukunft aufstellen können. Wir sind überzeugt, dass in einem hart umkämpften Markt künftig nur wenige große Player Marktanteile gewinnen werden. Wir haben uns zum Verkauf an das größte Familienunternehmen der Branche in Europa entschlossen, um unter einem starken Dach die Wachstumsperspektive und damit die Zukunft für Thimm zu sichern. Für die Mitarbeitenden ist es die beste und vor allem stabilste Option. Die Standorte beider Unternehmen ergänzen sich perfekt, gemeinsam decken wir ganz Europa ab“, betont Mathias Schliep, Verwaltungsratsvorsitzender der Thimm-Gruppe.

Kundenbindung

Aus für Deutschlandcard

Rückkauf

Ankerkraut wieder in Gründerhand

Ankerkraut wieder in Gründerhand: (v.l.n.r.:)

Stefan Lemcke, Anne Lemcke, Timo Haas und Alexander Schwoch. Foto: Ankerkraut/Nela König

Nestlé und die Gründer von Ankerkraut haben sich auf einen Rückkauf geeinigt. Somit gehört das Gewürzunternehmen wieder Anne und Stefan Lemcke. Nestlé hatte 2022 die Mehrheit an Ankerkraut erworben. Aufgrund der veränderten Marktlage sind jedoch beide Seiten darin übereingekommen, dass eine Rückkehr der Marke zu den Gründern dieser mehr unternehmerischen Spielraum verschaffen würde. Ziel sei es, an die ursprüngliche Identität der Marke anzuknüpfen: Leidenschaft für Gewürze, Hands-on -Mentalität und eine enge Verbindung zur Community. Ankerkraut wurde 2013 in Hamburg gegründet und entwickelte sich in wenigen Jahren zu einer beliebten Premium-Marke. Künftig wird Ankerkraut ohne externe Gesellschafter geführt: Neben den Gründern werden auch die langjährigen Geschäftsführer Timo Haas und Alexander Schwoch Anteile am Unternehmen halten und Ankerkraut weiterhin von Hamburg aus operativ führen.

In dem Jahres- und Wirkungsbericht veröffentlicht Fairtrade Deutschland aktuelle Zahlen zum Handel mit FairtradeProdukten. Foto: sparked/Fairtrade Deutschland e.V.

Spätestens Ende November dieses Jahres wird die Deutschlandcard Geschichte sein. Der Grund dafür ist, dass Anfang 2025 mit Edeka der mit Abstand größte Programmpartner wegfiel und das Loyaltyprogramm somit massiv an Reichweite und Frequenz verlor. Anschließend versuchte das verantwortliche Management, das Geschäftsmodell neu auszurichten und die Deutschlandcard einerseits als skalierbare Commerce-Media-Plattform für Partner und Werbetreibende sowie andererseits als smarten Shoppingbegleiter mit digitalen Features und Services zu etablieren. Diese Strategie ging jedoch nicht auf, sodass das zu Bertelsmann gehörende Unternehmen Verluste machte. Weil das Management keine realistische Möglichkeit sieht, wieder Gewinne zu machen, hat man sich nun zur Einstellung des operativen Geschäfts entschlossen. Von der Entscheidung sind 90 Mitarbeiter betroffen, für die zeitnah sozialverträgliche Lösungen gefunden werden sollen.

Der Fairtrade-Markt in Deutschland erreichte 2025 mit 3,14 Milliarden Euro Umsatz ein neues Rekordhoch – ein Plus von knapp neun Prozent. Dies teilte der Verein Fairtrade Deutschland e.V. mit. So gaben Verbraucher pro Kopf rund 38 Euro für fair gehandelte Produkte aus. „Das ist ein tolles Ergebnis und wichtiges Signal für den Markt. Vor allem angesichts der aktuellen Situation mit steigenden Preisen und schwacher Konsumneigung“, sagt Benjamin Drösel, Vorstand für Marketing bei Fairtrade Deutschland. Besonders gefragt waren Fairtrade-Bananen: hier stieg der Absatz von um sieben Prozent auf 130.550 Tonnen, was einem Marktanteil von etwa 17 Prozent entspricht. Besonders hoch ist der Anteil bei Fairtrade-Bio-Bananen mit 80 Prozent. Trotz eines insgesamt rückläufigen Marktes stieg der Absatz von Fairtrade-Kakaobohnen um rund 3,5 Prozent auf 92.100 Tonnen; der Marktanteil liegt hier bei 21 Prozent. Fairtrade-Kaffee erzielte aufgrund gestiegener Preise einen Umsatz von 1,04 Milliarden Euro, während der Absatz leicht auf 24.000 Tonnen zurückging. Der Marktanteil bleibt laut Fairtrade Deutschland jedoch konstant bei fünf Prozent. Bei Fairtrade-Blumen sank der Absatz um acht Prozent auf 472 Millionen Stiele – der stärkste Rückgang seit der Corona-Pandemie. Dennoch sind Fairtrade-Rosen mit einem Marktanteil von 37 Prozent weiterhin das erfolgreichste Fairtrade-Produkt. Rund 42 Millionen Euro Prämiengelder kamen laut Fairtrade Deutschland den Produzenten zugute.

Markenfestival

Von Marken für Marken

Unter dem Leitthema „Mensch. Marke. Emotion.“ bietet das Markenfestival am 30. Juni 2026 in den Rheinterrassen Düsseldorf eine Plattform für spannende Themen aus dem Bereich Markenarbeit. Mehr als 500 Teilnehmende und über 80 Referierende diskutieren, wie Markenführung im Spannungsfeld zwischen technologischer Innovation und menschlicher Nähe gelingt. Unternehmen wie Volkswagen, Bugatti, Sixt, Deichmann, Ferrero und die Telekom zeigen in Düsseldorf wie sich Technologie und emotionale Markenführung verbinden lassen. Auch Städte und Destinationen rücken als Marken in den Fokus: Verschiedene Städte zeigen, wie sich urbane Räume im Wettbewerb behaupten.

Auch im vergangenen Jahr trafen sich Entscheider aus der Branche beim Markenfestival. Foto: ESB Marketing Netzwerk

Bonduelle 360-Grad-Kampagne

Mit großflächigen Platzierungen und Rezeptideen rückt Bonduelle Gemüse stärker in den Fokus. Foto: Bonduelle

Bonduelle startet unter dem Motto „Damit das Gute gewinnt“ eine umfassende Aktivierungskampagne rund um ausgewählte Produkte aus dem Gemüse-Konservenportfolio. Im Mittelpunkt stehen Goldmais und Kichererbsen, die als vielseitige Zutaten für eine moderne und pflanzenbasierte Alltagsküche positioniert werden. Gleichzeitig knüpft die Kampagne an den europaweiten Design-Relaunch der Marke an. Die Aktivierung verbindet digitale Kommunikation, POS-Maßnahmen und Live-Erlebnisse. Ab Mai wird ein neuer Spot im sommerlichen BBQ-Umfeld über Plattformen wie YouTube, TikTok und Streamingdienste ausgespielt. Laut Unternehmen soll die Kampagne in Deutschland rund 28 Millionen Kontakte erreichen. Im Handel setzt Bonduelle auf großflächige Platzierungen mit Rezeptkarten sowie auf händlerindividuelle Gewinnspiele und digitale Verlängerungen über Webseiten und Social Media. Ein weiterer Bestandteil der Kampagne ist ein Live-Kochevent Ende Mai im Berliner Tempelhofer Hafen. Gemeinsam mit den Food-Creatorn Crispy Rob und Jasmin Mhethawi veranstaltet Bonduelle dort mehrere Koch-Challenges mit Gemüseprodukten der Marke.

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Werben, wo Entscheidungen fallen

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Mit Instore und Retail Media werden Kunden mit Werbebot schaften genau dort erreicht, wo sie ihre Kaufentscheidung in die Tat umsetzen: am POS. In Zukunft werden vor allem perso nalisierte Inhalte entscheidend sein.

Einegute Produktpräsentation ist nicht alles – aber ohne eine gute Produktpräsentation ist alles nichts. Um Verkaufsflächen in aufmerksamkeitsstarke Bühnen zu verwandeln, sind digitale Instore-Medien ein Mittel. „Gutes Instore Media macht Produkte sichtbar und beeinflusst aktiv das Kaufverhalten“, erläutert Mike Hommel, Marketing Director bei Commtec. Belegt wird Letzteres durch eine Studie des auf Instore-Media-Lösungen spezialisierten Startups Cyreen. Demnach erhöht digitale Instore-Werbung die Kaufwahrscheinlichkeit von beworbenen Produkten um 8,1 Prozent. Besonders wirksam ist Instore-Werbung laut der Studie bei emotional gekauften Produkten wie Snacks oder Kosmetik, bei neuen oder preisgünstigen Artikeln sowie bei bekannten Marken, denen Konsumenten vertrauen. Eine weitere Rolle spielte der Zeitpunkt des Kaufs: So zeigten sich besonders starke Effekte am Wochenende, nachmittags oder abends, wenn sowohl die Aufmerksamkeit als auch die

Kaufbereitschaft größer sind. Weitere Erfolgsfaktoren für Instore-Werbung waren gutes Wetter und volle Märkte sowie emotional gestaltete Kampagnen. Für die Studie wurden in sechs Jahren 237 realisierte Werbekampagnen und rund 30 Millionen Customer Journeys im Lebensmitteleinzelhandel ausgewertet.

Ein wesentliches Element von Instore und Retail Media ist Digital Signage, das laut Zahlen des US-amerikanischen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Grand View Research deutliche Umsatzsteigerungen in den kommenden Jahren erfahren wird. So soll der deutsche Markt für diese Technologie im Jahr 2033 mit etwa vier Milliarden US-Dollar (etwa 3,4 Milliarden Euro) doppelt so viel umsetzen wie 2025. Auch wenn Digital Signage in vielen Bereichen außerhalb des Einzelhandels zum Einsatz kommt, verdeutlichen diese Zahlen, welche Bedeutung dieser Technologie in den nächsten Jahren zukommen wird. Eine große

Digitale Werbung amPOS

„Der Vorteil von Digital Signage gegenüber klassi‑ schen Werbemaßnahmen liegt in seiner Dynamik und Steuerbarkeit.“

Christian Beyer, Head of Trade Marketing & Campaign Management EMSU Foto:

Rolle spielt dabei die Flexibilität, die diese Technologie bietet. „Der Vorteil von Digital Signage gegenüber klassischen Werbemaßnahmen liegt in seiner Dynamik und Steuerbarkeit. Inhalte können schnell angepasst, zielgerichtet ausgespielt und mit weiteren RetailMedia-Flächen verknüpft werden. So entsteht ein modernes, aufmerksamkeitsstarkes Kommunikationsmedium, das Markeninszenierung und Abverkauf effektiv miteinander verbindet“, erklärt Christian Beyer, Head of Trade Marketing & Campaign Management bei EMSU.

Perfekte Abstimmung entscheidend Damit Instore-Media-Lösungen ihre Wirkung entfalten, sind laut Beyer drei wesentliche Faktoren entscheidend: „Relevanter Content, eine zielgruppengerechte Ansprache und die saubere Integration in die Customer Journey. Entscheidend ist, dass Inhalte visuell überzeugen

Retail Media lässt sich
vielen Touchpoints im Einzelhandel einsetzen. Foto: Generative AI – stock.adobe.com
EMSU
„Gutes Instore Media macht Produkte sichtbar und beeinflusst aktiv das Kaufverhalten.“

und klar auf die jeweilige Shopper-Zielgruppe abgestimmt sind – nur so entsteht echte Relevanz am POS.“ Für Sascha Mazewitsch, Business Development Manager bei LG Information Display, ist dabei ein Content-Mix entscheidend, der nicht wie klassische Werbung wirkt, sondern personalisiert, aktuell und kontextbezogen ist. Zudem sei es wichtig, dass Shopper die Inhalte schnell und einfach erfassen können. „Kurze, prägnante Botschaften von unter zehn Sekunden helfen, die Aufmerksamkeit zu halten – besonders dann, wenn Look & Feel aus anderen Touchpoints der Customer Journey wie Apps oder Online - Shops wiedererkennbar sind“, so Mazewitsch weiter, dem zufolge für den Erfolg von Retail und Instore Media das Zusammenspiel von Platzierung, Content und Technologie von entscheidender Bedeutung ist: „Displays müssen dort eingesetzt werden, wo Kaufentscheidungen fallen – im Eingangsbereich, an der Kasse oder an Aktionsflächen – und vor allem in betrachterfreundlichen Höhen und Abständen.“

Bezüglich der Platzierung der Medien in bereits länger bestehenden Geschäften sind häufig Hürden zu überwinden: „Eine zentrale Herausforderung liegt in der Integration in bestehende Ladenkonzepte. Flächen sind begrenzt, Strukturen gewachsen und digitale Lösungen müssen sich nahtlos in Architektur, Prozesse und Markenbild einfügen“, erläutert Beyer, demzufolge es dabei keine allgemein gültige Lösung gibt: „Hier sind flexible, skalier-

bare Ansätze gefragt, die sich pragmatisch implementieren lassen.“

Personalisierung wird wichtiger

Parallel zu den Herausforderungen bei der Integration verändern sich auch die Anforderungen an Instore-Media-Lösungen und damit die Nachfrage am Markt. Bei Kunden von LG sind Sascha Mazewitsch zufolge derzeit verschiedene Arten von Instore-Media-Lösungen hoch im Kurs: „Aktuell verzeichnen wir eine hohe Nachfrage nach Standard-Signage-Displays für unterschiedlichste Retail-Szenarien – vom großen Filial-Rollout bis zum Einzelprojekt. Außerdem gewinnen Lösungen zur zentralen Steuerung sowie Kombinationen aus klassischer Signage und aufmerksamkeitsstarken Formaten, wie transparenten OLED- oder LED-Lösungen, zunehmend an Bedeutung.“ Gerade letzteres dürfte sich in den kommenden Jahren noch weiter verstärken: „Der Übergang von LCD- zu LED-Technologien wird auf jeden Fall weiter voranschreiten. Sinkende Preise für Fine-Pitch-LED und die zunehmende Relevanz von MicroLED gehen einher mit stärker personalisiertem, programmatischem Content und neuen Interaktionsmöglichkeiten“, prognostiziert Mazewitsch. Auch Mike Hommel sieht stärker auf den einzelnen Shopper zugeschnittenen Content als wichtigen Zukunftstrend bei Instore und Retail Media. „Personalisierte Inhalte und cloudbasierte Steuerung werden zum Standard – entscheidend ist, wie intelligent sie genutzt werden.“ <<

„Erfolgreiche Instore‑Media‑ Konzepte basieren auf dem Zusammenspiel aus Platzierung, Content und Technologie.“

Sascha Mazewitsch, Business Development Manager LG Information Display Foto: LG

Großflächige Digital-Signage-Lösungen gewinnen leicht die Aufmerksamkeit der

Der Markt für Digital Signage in Deutschland wächst rasant. Quelle: Grand View Research
Shopper. Foto: LG
Das digitale Display Spotlight one lässt sich in vielen Bereichen im Markt einsetzen. Foto: EMSU
Mike Hommel, Marketing Director Commtec Foto: Commtec

Die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika bietet Markenartiklern vielfältige Möglichkeiten. Foto: Julija AI – stock.adobe.com

Promotions zur Fußball-WM

Markenoffensive am POS

Alle zwei Jahre regiert im Sommer König Fußball. Am POS bieten sich damit auch kurzfristig viele Möglichkeiten für Occasion Based Shopping. Markenartikler können bei der anstehenden Weltmeisterschaft auch auf einige Besonder heiten eingehen.

vor dem Anpfiff ist klar, dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Rekorde brechen wird: Zum ersten Mal findet das Turnier in drei Ländern statt, nämlich Kanada, den USA und Mexiko. Zudem nehmen erstmals 48 Mannschaften teil, was die Zahl der Spiele auf 104 erhöht, 40 mehr als noch bei den vergangenen Turnieren. Für Markenartikler und Händler ergeben sich somit noch mehr Möglichkeiten für entsprechende Promotions. Wäh-

rend für die USA BBQ, Buffalo Wings, Sparerribs und Apple Pie typisch sind, bieten sich beispielsweise Tacos, Burritos und Chilli-Varianten an, um mexikanisches Flair zu vermitteln. Das Thema der drei Gastgeberländer greift unter anderem Lorenz auf. So bringt der Snackhersteller limitierte Crunchips Fan-Editions in den Handel, bei denen sich die Aktionssorten an den drei Austragungsländern orientieren: Canadian Maple Syrup und Paprika, American

Burger Style und Mexican Salsa Style. Auch sonst bieten die drei Ausrichterländer vielfältige Möglichkeiten für Promotions. Daneben können sich Markenartikler aber auch allgemein das Thema Fußball zunutze machen. Beispielsweise ermöglicht Dr. Oetker bei seinen Marken La Mia Grande und La Mia Familia Shoppern, durch das Sammeln von Codes Socken beziehungsweise Trikots der deutschen Nationalmannschaft zu erhalten.

Eine weitere Möglichkeit für Shopperaktivierung bietet die Tatsache, dass viele Spiele aufgrund der Zeitverschiebung in den späten Abendstunden oder sogar nachts stattfinden. So können Promotions beispielsweise mit Be-

Shopper noch lohnenswerter zu gestalten. „Auch vor dem Hintergrund der zurückliegenden Preiserhöhungen – etwa bei Schokolade – lassen sich über die WM-Promotions gezielt Kaufanreize setzen“, so Häntze weiter.

Vorsicht vor rechtlichen Stolperfallen

Egal ob bei Verkaufsförderungen oder Zugaben: Markenartikler müssen bei WM-Aktionen darauf achten, dass ohne Lizenz keine geschützten Bezeichnungen, Logos oder Embleme der FIFA oder von nationalen Fußballverbänden genutzt werden dürfen. Sicher bewegten sich Kampagnen, die mit generischen Fußballmotiven, Länderfarben, Stadt-Silhouetten oder Formulierungen wie „Som-

griffen wie „Late Night Snacking“, „Game Night“ oder ähnlichem beworben und somit ganz neue Kaufanreize geschaffen werden. „Snack- und Erfrischungsmarken setzen auch 2026 wieder auf das Event WM. Besonders bei Süßwaren sehen wir eine starke Nachfrage“, berichtet Boris Häntze, Director Global Key Accounts der STI Group, dem zufolge auch andere klassische Snackingprodukte sehr prominent am POS platziert werden. „Daneben sind salzige Snacks und Softdrinks die klassischen Treiber bei den POS- und Dekomaterialien rund um die Fußballweltmeisterschaft.“ Gerade in Zeiten, in denen viele Produkte preislich gestiegen sind, bieten WM-Promotions eine attraktive Möglichkeit, den Einkauf für die >>

„Snack und Erfrischungs‑ marken setzen

auch 2026 wieder auf das

Event WM.“

Boris Häntze, Director Global Key Accounts STI Group Foto: STI Group

PoS Promotions mit Displays

Displays sind zur WM 2026 der zentrale Hebel, um anlassbezogene Brandaktivierung direkt im Blickfeld der Shopper zu verankern. Kurzfris tig erfolgversprechend sind Lösungen, die auf bestehenden Systemen aufbauen und über austauschbare Dekoelemente „auf WM gedreht“ werden. Viertel und Halbpaletten Displays lassen sich mit zusätzlichen Top Schildern, 3D Fußballelementen oder Länderflaggen ergänzen und so klar als Event Aufbau codieren. Entscheidend ist eine klare Botschaft: Welche Gelegenheit wird inszeniert – Grillabend, Sofa Snacks, „Late Night Games“? Hinzu kommt die Platzierung: Gondelköpfe, Eingangs bereiche und Schnittstellen zwischen Snacks, Getränken und Grillartikeln bieten hohe Sichtbarkeit. In Kombination mit einfachen Mechaniken –etwa Sammel oder Gewinnaktionen – schaffen Displays Orientierung, Emotion und unmittelbare Kaufanreize.

Crunchips bringt drei limitierte Fan-Editions auf den Markt. Fotos: Lorenz

mer des Fußballs“, „Fußballsommer 2026“ oder „Zur Fußball-WM in Nordamerika“ arbeiten. Auch auf Give-aways und On-PackIncentives empfiehlt sich ein klarer Fokus auf eigenständiges Markenbranding statt vermeintlich „offizieller“ WM-Anmutung.

Schnelles Handeln erforderlich

Bei allen Maßnahmen stellt sich die Frage nach Machbarkeit im engen Zeitfenster. Gourmandisierende Großinszenierungen, komplexe Stadionbauten oder völlig neue Permanentdisplays benötigen Monate an Vorlauf und sind für 2026 weitgehend gesetzt. Chancen liegen dagegen dort, wo modulare Systeme, Print-onDemand und standardisierte Deko-Bausteine zum Einsatz kommen. Deckenhänger, Banner, Wobbler, Bodenkleber und einfache Aktionsdisplays aus Wellpappe lassen sich in vielen Fällen noch rechtzeitig produzieren, konfektionieren und in schon bestehende Promotions integrieren. Der Fokus verschiebt sich damit von der Neuentwicklung zur Optimierung bereits vorhandener Auftritte.

Finanziell ist selektives Vorgehen angezeigt. Budgets, die für eine umfangreiche Neukonzeption nicht mehr reichen, können in fokussierte Touchpoints umgelenkt werden: auffällige Gondelkopfplatzierungen mit WM-Deko in reichweitenstarken Märkten, gezielte Zweitplatzierungen in Nähe relevanter Warengruppen (zum Beispiel Chips bei Bier, Saucen bei Fleisch, Dips bei Gemüsesticks) oder crossmediale Gewinnspiele, die on-pack, im Markt und digital gespielt werden. Gerade vor dem Hintergrund steigender Kosten ist es sinnvoll, die Investition in POS Promotions klar an erwartete Anlässe, Shopper-Frequenz und Listungsbreite zu koppeln.

Das Finale muss noch nicht das Ende sein Parallel lohnt der Blick über die Turnierphase hinaus. Die Post-WM-Monate bieten Raum, Erfahrungen auszuwerten und dauerhafte Shopper-Marketing-Bausteine zu entwickeln. Wer jetzt modulare Displays, wiederverwendbare Deko-Elemente und standardisierte Mechaniken testet, kann diese später für andere Anlässe – vom Grill- über den „Game Night“- bis zum Herbst-Snack-Schwerpunkt – adaptieren. Die Fußball-WM 2026 wird damit zum Testfeld für anlassbezogene Brandaktivierungen, deren Lerneffekte weit über den Sommer hinaus wiken werden. <<

Zugabeprodukte, Give-aways, Incentives/ on-Pack

Zugaben und On Pack Promotions entfalten zur WM 2026 vor allem dann Wirkung, wenn der Gebrauchs wert hoch ist. Produkte, die tatsächlich beim Spiela bend, am Grill oder unterwegs genutzt werden, bleiben im Alltag präsent und verlängern die Kampagne und erzielen damit eine deutlich höhere Werbewirkung als rein dekorative Wegwerfartikel.

Geeignet sind etwa robuste Mehrwegbecher, Snack Schalen, Kühltaschen, Flaschenöffner oder kleine Fan Tools für zu Hause statt für das Stadion. Auch fußball fremde Produkte wie beispielsweise Kugelschreiber mit entsprechendem Look sind als Zugabe geeignet. On Pack Mechaniken können mit einfachen Codes, Sam melpunkten oder QR Verlinkungen arbeiten, um Ge winnspiele, Rezepte oder Tippspiele zu aktivieren. Wichtig ist die Balance aus Attraktivität der Incentives und logistischem Aufwand: Je einfacher Konfektionie rung und Handling im Markt, desto eher lassen sich Promotions kurzfristig einsteuern und breit ausrollen.

Die Whiskey-Marke Jameson bringt ein WM-Quiz als On-Pack-Promotion.

Foto: Pernod Ricard Deutschland

Kugelschreiber sind eine mögliche Zugabe für WMArtikel. Foto: uma

Der Serveball von Elasto passt ideal für Snacks und Getränke beim Fußball. Foto: Elasto

Wobbler, schnelle PoS- und Deko-Materialien

Für Marken, die „kurz vor Anpfiff“ noch Präsenz zeigen wollen, sind leichte POS Materialien der schnellste Weg auf die Fläche. Regalwobbler, Deckenhänger, Schienenstopper, Wimpelketten und Bodenkleber lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand produzieren und über den Handel verteilen. Sie markieren Regalsegmente, rahmen bestehende Displays ein oder schaffen Sichtachsen zu relevanten Kategorien wie Snacks, Getränke und BBQ. Inhaltlich empfiehlt sich eine klare visuelle Klammer: Fußballmotive kombiniert mit US , Kanada und Mexiko Anspielungen, die sich einfach adaptieren lassen und ohne geschützte Turnierzeichen auskommen. Wich tig ist eine einfache Montage – je schneller Personal oder Außendienst die Materialien platzieren kann, desto eher werden sie flächendeckend eingesetzt.

stilvolle Präsentation von Produkten oder Informationen vielseitig einsetzbar in Verkaufs- oder Ausstellungsräumen

stylisches Design

individuelle Anfertigungen möglich

Weitere Infos zur Produktserie:

Dr. oetker startet eine umfangreiche On-Pack-Promotion für die Marken La Mia Grande und La Mia Familia.

Fotos: Dr. August Oetker Nahrungsmittel

Shopper-Aktivierungen: Gewinnspiele, Cashback,

Verkostung

Viele klassische Shopper Marketing Maßnahmen erfordern beträchtliche Vor läufe. Für die WM 2026 bleibt daher vor allem Raum für Formate, die auf bestehenden Strukturen aufsetzen. Realistisch sind zum Beispiel einfache Ge‑ winnspiele über QR Codes oder Webformulare, die per On Pack, Display oder Wobbler kommuniziert werden. Couponing kann über bereits etablierte Apps oder Print Coupons am Regal laufen. Cross Selling Aufbauten – etwa Snacks mit Dips, Bier mit Grillartikeln – lassen sich mit überschaubarem Aufwand realisieren. Personalintensive Formate wie Verkostungen, Samplings oder Eventmarketing am POS sind nur noch dort sinnvoll, wo Dienstleister, Geneh migungen und Flächen bereits vorgeplant sind. Für die Post WM Phase bietet es sich an, diese Mechaniken mit mehr Zeitansatz zu konzipieren und dauerhaft ins Shopper Marketing Portfolio zu integrieren.

Jetzt anmelden

Der display Superstar Award 2026 ist das Gütesiegel für erfolgreiche POS Promotions und Shopperaktivierungen. Anmeldungen können ab sofort eingereicht werden.

Seitüber drei Jahrzehnten steht der display Superstar Award für Orientierung, Qualität und Innovationskraft im POS-Marketing. Was 1993 als Wettbewerb für herausragende Warenpräsentationen begann, hat sich zu einem zentralen Branchentreff entwickelt, der Marken, Agenturen und Displayhersteller zusammenführt. Am 27. Oktober 2026 kehrt der Award gemeinsam mit dem display Summit in die vertraute Kulisse von Rheingoldhalle und Landtag Mainz zurück – als Heimat der POSBranche und als Gütesiegel für POS-Promotions, die Shopper nachweislich aktivieren.

Tradition trifft Zukunft am PoS Herzstück des Events bleibt der Showroom in der Rheingoldhalle Mainz. Hier stehen sämt-

liche eingereichten Exponate des display Superstar Awards im Fokus und machen aktuelle POS-Kampagnen physisch erlebbar. Im direkten Vergleich der Lösungen wird sichtbar, welche Konzepte Frequenz in Abverkauf verwandeln, wie Storytelling am POS funktioniert und welche Rolle Materialien, Formate und digitale Elemente dabei spielen. Der Showroom fungiert als Ideenlabor.

Impulsgeber display Summit

Parallel zum Showroom liefert der display Summit in der Rheingoldhalle inhaltliche Tiefe. Vorträge, Cases und Diskussionen beleuchten Trends im Trade Marketing, Shopper-Marketing und in der Warenpräsentation. Für Exponateinreicher entsteht so ein doppelter

Mehrwert: Live-Feedback durch das Fachpublikum im Showroom und strategische Impulse aus dem Summit-Programm.

Die Verbindung von Ausstellung, Fachkongress und Award schafft einen Rahmen, in dem sich kreative Ideen und betriebswirtschaftliche Kennzahlen treffen. Wer hier einreicht, positioniert sich als Lösungsanbieter für Markenführung am POS – über Branchen- und Ländergrenzen hinweg.

Abendgala im Landtag Mainz Krönender Abschluss des Tages ist die Preisverleihungsgala. In einem festlichen Rahmen werden die Gewinner mit einem goldenen, silbernen oder bronzenen Superstar Award ausge-

FAQs

Wie kann ich teilnehmen?

f Einfach auf www.display.de/superstar gehen und das Anmeldeformular ausfül len. Exponat auswählen, Angaben ergänzen, Unterlagen hochladen – fertig.

Welche Aktion oder Promotion kann ich anmelden?

f Ob Wellpapp Display, Permanent Display, Shop in Shop System, On Pack Promotion oder eine Kampagne mit Cashback oder Prämien Mechanik: All das ist beim display Superstar Award anwendbar. Wichtig: Die Promotion, Aktion bzw. Kampagne muss vor Ort präsentiert werden.

Wer kann einreichen?

f Agenturen, Markenartikler, Display und Verpackungshersteller sowie Dienstleis ter rund um den POS können Exponate einreichen – einzeln oder gemeinsam als Projektteam.

Wie läuft die Bewertung ab?

f Eine interdisziplinäre Jury bewertet die Exponate vor Ort nach klaren Kriterien wie Konzeptidee, Markenführung, Shopper Führung , Materialeinsatz, Nachhal tigkeit, Verarbeitungsqualität und Umsetzbarkeit am POS.

zeichnet. Die Gala bietet eine Bühne für Exzellenz: Nominiert zu sein signalisiert bereits, dass eine Lösung im Marktvergleich überzeugt. Wer einen display Superstar Award mit nach Hause nimmt, erhält ein starkes Verkaufsargument gegenüber Handelspartnern, Markenverantwortlichen und Einkaufsabteilungen. Gleichzeitig wird der Abend zum Treffpunkt für intensives Networking mit Entscheiderinnen und Entscheidern der gesamten Wertschöpfungskette rund um den POS.

Interdisziplinäre Jury und klare Kriterien

Die Bewertung der Exponate erfolgt weiterhin vor Ort durch eine interdisziplinär besetzte Fachjury. Markenartikler, Händler, Kreative, Material- und Logistikspezialisten bringen ihre

unterschiedlichen Perspektiven ein und sorgen für eine ausgewogene Beurteilung. Entscheidende Faktoren sind unter anderem Konzeptidee, Markenführung, Shopper-Führung, Materialeinsatz, Nachhaltigkeitsaspekte, Verarbeitungsqualität und Umsetzbarkeit am POS.

„Der display Superstar Award zeigt, was am POS wirklich funktioniert – jenseits von Renderings, Power-Point-Folien oder Social-MediaSelbstbeweihräucherung“, so Simon Dietzen, geschäftsführender Chefredakteur des display Verlags. „Die Jury erlebt die Exponate im direkten Umfeld, prüft Verarbeitungsqualität, Stabilität und Wirkung im Raum. Nur was in der Realität überzeugt, hat eine Chance auf einen display Superstar.“ Damit bleibt der

Award ein praxisnahes Gütesiegel, das sich an den Anforderungen des Handels orientiert.

Sichtbarkeit und Vertriebshebel

Die Teilnahme am display Superstar Award 2026 bringt Sichtbarkeit in der Branche, stärkt Referenzen und liefert Siegerinnen und Siegern ein umfassendes Pressepaket mit Texten, Bildern und Auftritten in Newsletter, Magazin, Social Media und auf der Website. Der Award wirkt als glaubwürdiges Gütesiegel für exzellente Projektarbeit und erfolgreiche ShopperAktivierung am POS – ein starkes Argument in Vertrieb, Budgetrunden und Pitches. <<

Zugabeam POS

Verkaufsförderung mit On-Pack-Promotions

Darf’s ein bisschen mehr

On-Pack-Promotions sind eine echte Win-win-win-

Situation: Shopper profitieren von kostenlosen Zusatzprodukten, Markenartikler und Händler von effektiven

Maßnahmen zur Verkaufsförderung. Aktuelle Ereignisse bieten dabei hervorragende Möglichkeiten.

Zwischen Mitte Juni und Mitte Juli gibt es in Deutschland wieder Millionen von Bundestrainern und sonstigen Fußball-Experten. Diese Tatsache greift Pernod Ricard auf ironische Art und Weise auf: Unter dem Motto „WM ist, wenn alle zu Experten werden“ bringt der französische Spirituosenkonzern für seine Whiskey-Marke Jameson eine On-Pack-Promotion mit einem gratis WM-Quiz auf den Markt. Neben aktuellen Anlässen sind auch Trends ein wichtiger Anlass für On-Pack-Promotions, sofern sie authentisch zur Marke passen, erläutert Clémence Kurtz, Head of Brand Management Pernod Ricard Deutschland. Auch bei Jägermeister spielen aktuelle Anlässe eine wichtige Rolle bei der Auswahl der passenden Produktzugabe. So berichtet Jacqueline Heldt, Customer Marketing Off-Trade, Mast-Jägermeister Deutschland GmbH, dass der Kräuterlikörhersteller für die aktuelle Festival- und Outdoorsaison eine hochwertige RucksackZugabe bietet, die sichtbar Anklang finde. „Parallel dazu beschäftigen wir uns mit neuen Vermarktungsansätzen und testen aktuell erste Mechaniken, um zusätzliche Aktivierungsmöglichkeiten zu erschließen und zu prüfen, wie sich diese künftig sinnvoll in bestehende POS-Konzepte integrieren lassen“, so Heldt.

Kein One-fits-all

Damit Artikel mit Zugabe ihre Wirkung richtig entfalten, ist laut Kurtz eine individuelle Anpassung an das jeweilige Produkt nötig. „Bei der Auswahl unserer On-Pack-Promotions ist für uns entscheidend, dass sie Konsumenten einen echten Mehrwert bieten. Gleichzeitig müssen sie zur jeweiligen Marke, ihrer Markenwelt und den passenden Signature >>

„Bei der Auswahl unserer On Pack Promotions ist für uns entscheidend, dass sie Konsumenten einen echten Mehrwert bieten.“

Clémence Kurtz, Head of Brand Management Pernod Ricard Deutschland

Foto: Pernod Ricard Deutschland

Gissler & Pass hat für das Gratis-Glas bei

die Verpackung entwickelt.

Havana Club
Foto: Gissler & Pass
Bei Havana Club gibt es als Zugabe Glasstrohhalme. Foto: Pernod Ricard Deutschland

Erfolgsfaktoren für On-Pack-Promotions „Ein echtes Massenmedium

im Handel“

On Pack Promotions erreichen Millionen von Shoppern. Wo sie beson ders effektiv sind und wie Digitalisierung neue Chancen schafft, erklärt

Matthias Wirges, Brand Activation Experte, Buchautor und Host des Podcasts „Evolution der Marken“.

DISPLAY: Welche Vorteile bieten On-Pack-Promotions für die Markenbindung und Kaufentscheidung am POS?

MATTHIAS WIRGES: On-Pack-Promotions sind deshalb so wirkungsvoll, weil sie genau im entscheidenden Moment stattfinden: am Regal, in einer Situation, in der Shopper unter Zeitdruck stehen und Entscheidungen innerhalb weniger Sekunden treffen. Die Verpackung ist dabei kein „Nebenkanal“, sondern oft der zentrale Kontaktpunkt – und damit ein echtes Massenmedium im Handel.

Wenn man das einmal sauber durchrechnet, wird die Dimension deutlich: Bei 10.000 Märkten und rund 1.500 Shoppern pro Markt und Tag entstehen etwa 15 Millionen Store-Kontakte täglich. Hochgerechnet auf einen Monat sind das rund 450 Millionen Kontakte. Selbst bei konservativer Betrachtung – etwa, wenn nur 50 Prozent der Shopper die Kategorie betreten und davon wiederum nur 20 Prozent die Marke wahrnehmen – bleiben rund 45 Millionen Sichtkontakte pro Monat. Über eine typische Aktionslaufzeit von drei Monaten ergibt sich so ein Potenzial von über 100 Millionen Kontakten – ohne einen einzigen Euro Media-Budget.

Matthias Wirges, Brand-Activation-Experte, Buchautor und Host des Podcasts Evolution der Marken Foto: brand on fire

Genau das ist der strategische Kern: Die Packung ist bereits produziert, distribuiert und dauerhaft sichtbar. On-Pack-Promotions nutzen diesen bestehenden Kanal und verwandeln ihn in aktivierende Kommunikation. Sie wirken damit nicht nur kurzfristig auf den Abverkauf, sondern zahlen auch auf Markenpräsenz, Wiedererkennung und Entscheidungspräferenz ein. Der entscheidende Erfolgsfaktor liegt in der Einfachheit: Die Botschaft muss sofort verstanden werden, der Vorteil klar sein und die Aktivierung intuitiv funktionieren. Denn im Regal gewinnt nicht die kreativste Idee, sondern die am schnellsten erfassbare.

DISPLAY: Für welche Arten von Produkten bieten On-Pack-Promotions besonders großes Potenzial und bei welchen Produkten sind sie weniger wirkungsvoll?

MATTHIAS WIRGES: Ihr größtes Potenzial entfalten On-Pack-Promotions bei breit distribuierten FMCG-Produkten mit hoher Reichweite und regelmäßiger Kaufhäufigkeit. Gerade in Routinekategorien, in denen viele Entscheidungen erst am Regal getroffen werden und Produkte funktional austauschbar sind, kann die aktivierte Packung zum entscheidenden Differenzierungsfaktor werden.

Besonders stark sind sie auch für Marken, die keinen massiven MediaDruck aufbauen können. Für diese Marken wird die Verpackung selbst zum wichtigsten Kommunikationskanal – und damit zum Hebel, um Aufmerksamkeit, Mehrwert und Aktivierung direkt im Kaufmoment zu verbinden.

Grenzen zeigen sich immer dort, wo die operative Realität gegen die Idee arbeitet. Ein zentraler Faktor sind die Produktionskosten: Jede zusätzliche Mechanik auf der Packung – sei es durch Codes, Sonderetiketten oder Zugaben –erzeugt Aufwand entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das kann bei hohen Stückzahlen schnell wirtschaftlich kritisch werden.

Hinzu kommt die Komplexität der Supply Chain. Viele Marken – gerade im internationalen FMCG-Umfeld – werden aus mehreren Werken und Ländern beliefert. Je fragmentierter diese Struktur ist, desto schwieriger wird es, eine einheitliche On-Pack-Mechanik sauber umzusetzen. Unterschiedliche Produktionslinien, Timing, Logistik und Verpackungsvarianten erhöhen die Komplexität erheblich.

Und schließlich gibt es auch eine inhaltliche Grenze: On-Pack wirkt naturgemäß stark auf bestehende Sichtkontakte. Das macht es sehr effizient in der Aktivierung vorhandener Shopper, aber weniger geeignet, wenn gezielt neue Zielgruppen außerhalb der bestehenden Kategorie- oder Markenreichweite adressiert werden sollen.

DISPLAY: Welche Innovationen oder Trends beobachten Sie aktuell im Bereich On-Pack-Promotions?

MATTHIAS WIRGES: Der zentrale Trend ist die Entwicklung von der statischen Verpackung hin zu einem vernetzten, dynamischen Touchpoint –häufig unter dem Begriff „Connected Packaging“ diskutiert. Die Kombination aus QR-Codes, individuellen Codes oder digitalen Produktpässen eröffnet völlig neue Möglichkeiten: Die Packung wird zum Einstieg in digitale Erlebnisräume, zu einem direkten Kanal für CRM, Loyalty und Content. Statt einer einmaligen Botschaft entsteht ein fortlaufender Dialog mit dem Shopper.

Spannend ist dabei vor allem die Perspektive, dass Verpackungen nicht mehr nur „senden“, sondern auch Daten zurückspielen. Marken können besser verstehen, wer wann wie interagiert, und darauf aufbauend relevantere Inhalte und Angebote entwickeln. Das verschiebt die Rolle der Packung vom statischen Träger hin zu einem lernenden System.

Parallel dazu sehen wir einen klaren inhaltlichen Wandel: Weg von rein preisgetriebenen Mechaniken hin zu aktivierenden, emotionalen und beziehungsorientierten Konzepten. Der Markt zeigt deutlich, dass immer mehr Rabatt nicht automatisch zu mehr Markenerfolg führt. Entsprechend gewinnen Mechaniken an Bedeutung, die Mehrwert schaffen, Unterhaltung bieten oder eine längerfristige Interaktion ermöglichen. Connected Packaging wird in diesem Kontext zum Enabler: Es erlaubt, einfache Einstiege mit skalierbaren, digitalen Mechaniken zu verbinden – von Gewinnspielen über Gamification bis hin zu personalisierten Erlebnissen.

Die Herausforderung bleibt dabei dieselbe wie am POS insgesamt: Die Mechanik muss sofort verständlich sein, technisch sauber funktionieren und einen echten Mehrwert bieten. Nur dann wird aus der Verpackung nicht nur ein Kontaktpunkt, sondern ein wirksamer Hebel für Markenwachstum.

DISPLAY: Vielen Dank für das Gespräch.

Drinks passen. Entsprechend unterscheiden sich die On-Packs je nach Produkt in unserem Portfolio deutlich.“ Kurtz zufolge bieten trendige Accessoires wie beispielsweise Socken oder Gläser für angesagte Drinks als Produktzugaben auch die Möglichkeit, die Shopper niedrigschwellig mit neuen Produktvarianten bekannt zu machen. So erläutert sie, dass man mit On-Packs wie beigefügten Minis oder RTDs die neuen Varianten direkt erlebbar mache und so neue Produktkontakte schaffen wolle.

Markenerlebnisse im Mittelpunkt

Mit On-Pack-Promotions versuchen Marken nicht nur Shoppern einen Mehrwert zu bieten. „Erfolgreiche OnPackPromotions haben für uns ein klares Ziel: die Marke am POS erlebbar zu machen. Für Jägermeister bedeutet das, Konzepte so zu denken, dass sie sich aus Sicht der Konsumenten stimmig anfühlen und zur Marke passen“, so Heldt über die auf Unternehmensseite zugrunde liegende Idee. Zudem kommt auch dem Wert der Beigabe eine ent scheidende Rolle zu: „Hochwertige On-Packs haben sich hier wiederholt bewährt, weil ihr Mehrwert unmittelbar erfassbar ist und genau die Impulse setzt, die Nachfrage und Rotation fördern“, so Heldt weiter. Ihr zufolge muss da bei auch bedacht werden, dass es viele Orte gibt, bei denen ein Produkt die Aufmerksam keit des Kunden wecken könne, weshalb eine der zentralen Herausforderungen darin liege, die Shopper-Zentrierung über unterschiedliche Touchpoints beizubehalten und dabei konsistent zu bleiben. Das Timing sei hier ein entscheidender Faktor: „Gerade am POS zeigt sich, wie entscheidend es ist, den Moment zu treffen, in dem Aufmerksamkeit entsteht und Kaufentscheidungen fallen.“

„Erfolgreiche On Pack Promotions haben für uns ein klares Ziel: die Marke am POS erlebbar zu machen.“

Jacqueline Heldt, Customer Marketing Off-Trade, Mast-Jägermeister Deutschland GmbH

Foto: Mast-Jägermeister

das Regal hinausgehen und auch auf Zweit

Veränderte Rolle von Displays

Um die Shopper im richtigen Moment zu erreichen, müssen On-Pack-Promotions gut sichtbar am POS platziert werden. „Dabei wirken Konzepte besonders dann, wenn sie über

Shopper-Aktivierung. Während klassische Displays vor allem auf Sichtbarkeit ausgerichtet sind, fungieren diese Lösungen als Erweiterung der Verpackung selbst“, berichtet Thomas Gohr, Account Manager bei Holbox. Entsprechend hoch sind die Anforderungen, die an solche Displays gestellt werden: „Das Display soll die Promotion nicht nur sichtbar machen, sondern ihr am Entscheidungszeitpunkt auch Kontext verleihen und sie verstärken. Dies erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Struktur, Kommunikation und Produkt zusammenwirken, um maximale Wirkung auf der Verkaufsfläche zu erzielen“, so Gohr.

Passend zur Festival- und outdoorsaison bietet Jägermeister einen Rucksack als On-Pack-Promition.

Foto: Mast-Jägermeister

„Displays mit On Pack Promo‑ tions markieren einen Wandel von reiner Produktpräsen tation hin zu integrierter Shopper Aktivierung.“

Thomas Gohr, Account Manager Holbox Foto: Holbox

Anforderungen an Verpackungen Für den Erfolg von Produktzugaben ist nicht nur die Präsentation am POS wichtig, sondern auch die Präsentation des Produkts selbst, nämlich mittels der Verpackung. „On-PackPromotions müssen Hingucker-Effekte am POS auslösen, ohne die Schutzfunktion der Verpackung zu beeinträchtigen. Die Herausforderung für die Verpackungsentwicklung besteht darin, einen guten Dreiklang zu finden zwischen Stabilität, fester Verbindung mit dem Trägerprodukt und optisch ansprechender Platzierung mit guter Sichtbarkeit auf die Produktzugabe“,

Die Verpackung für das GratisGlas auf der Ramazotti-Flasche stammt von Gissler & Pass.

Foto: Gissler & Pass

„Monomaterial Lösungen aus Wellpappe ermöglichen eine sortenreine Recycling fähigkeit und ersetzen Plastik Konstruktionen.“

Käufer von Flaschen der Whiskey-Marke Jameson erhalten ein WM-Quiz als On-Pack-Promotion. Foto: Pernod Ricard Deutschland

erläutert Sebastian Weber, Key Account Manager bei Gissler & Pass. Ihm zufolge ist dabei eine enge Verzahnung von kreativen und technischen Aspekten wichtig: „Das gelingt durch frühzeitige Abstimmung von Konstruktion und Design, cleveren Stanz- und Haltestrukturen sowie hochwertige Drucktechnologien.“

Langfristiger Nutzen in mehrfacher Hinsicht Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Verpackungen von Produktzugaben ist die Umweltverträglichkeit. „Monomaterial-.Lösungen aus

Beim Kokoslikör Malibu gibt

Sebastian Weber, Key Account Manager Gissler & Pass Foto: Gissler & Pass

Wellpappe ermöglichen eine sortenreine Recyclingfähigkeit und ersetzen Plastik-Konstruktionen. So entstehen aufmerksamkeitsstarke, stabile und vollständig kreislauffähige OnPack-Promotion-Verpackungen“, so Sebastian Weber. Wie Clémence Kurtz berichtet, sind Umweltaspekte bei Pernod Ricard nicht nur für die Verpackung und Befestigung an der Flasche relevant, sondern auch beim On-Pack-Item selbst. „Wir setzen auf nachhaltige und wiederverwendbare Lösungen, wie etwa Glasstrohhalme.“ Der Nutzen bei solchen Zugaben geht sogar noch weit über den Umweltaspekt hinaus: Indem sie immer wieder genutzt werden können, bleiben sie über einen längeren Zeitraum im Gedächtnis.

Damit unterscheiden sich Produktzugaben außerdem von anderen Verkaufsförderungsmaßnahmen wie beispielsweise Preisaktionen oder Rabattcoupons, die keinen mit Händen greifbaren Gewinn für den Shopper bieten. „Mit attraktiven On-Packs können Händler ihren Kunden beim Kauf ihrer Lieblingsprodukte etwas Zusätzliches bieten und sich so sichtbar vom Wettbewerb abheben“, erläutert Kurtz, warum Produktzugaben auch für Einzelhändler einen klaren Mehrwert bieten. „Im Vergleich zu anderen Verkaufsförderungsmaßnahmen werden On-Packs deshalb als besonders wirkungsvoll wahrgenommen, sowohl in der Aufmerksamkeit am Regal als auch in der direkten Kaufaktivierung“, so Kurtz. <<

es zusätzlich zur Flasche noch eine kleine Dose gratis dazu.
Foto: Pernod Ricard Deutschland

Erfolg am POS hat einen Namen

Die Medien-Plattform für Verkaufsförderung am POS

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Almdudler setzt urlaubspromo fort

Almdudler setzt seine Urlaubspromotion „Pause vom Alltag“ im deutschen Handel fort. Die Kampagne läuft bis Ende September und entsteht erneut in Kooperation mit der Tourismusregion Zillertal. Bereits im vergangenen Jahr erzielte die Aktion laut Unternehmen rund 61 Millionen Kontakte und wurde durch aufmerksamkeitsstarke Zweitplatzierungen am POS begleitet. Kern der Promotion ist ein Gewinnspiel, bei dem Shopper ihren Einkaufsbeleg auf der Aktionswebsite hochladen können. Verlost werden Familienurlaube im Zillertal für jeweils zwei Erwachsene und bis zu zwei Kinder. Im Handel setzt Almdudler auf eine breite POS-Präsenz mit Zweitplatzierungen und verschiedenen Gebindeformaten. Zum Einsatz kommen unter anderem Almdudler Original und Almdudler Zero in der 0,35-Liter-Mehrweg-Glasflasche sowie in PET-Gebinden. Ergänzt wird die Kampagne durch Social-Media-Maßnahmen. Mit der Neuauflage rückt die Marke das Thema Auszeit und bewusste Unterbrechung des Alltags stärker in den Mittelpunkt.

Almdudler begleitet  die Urlaubspromotion mit auffälligen Zweitplatzierungen im Handel. Fotos: Almdudler

Andros Be Nuts dreht am PoS auf

Seit April erobert Andros Be Nuts den deutschen POS. Mit den Erdnusscremes, hergestellt in Frankreich, setzt das fruchtverarbeitende Unternehmen neue Impulse im Brotaufstrichregal. Die vier Sorten Creamy, Crunchy, Kakao und Erdnussmus 100 % sind vegan, laktosefrei, enthalten wertvolle Proteine und Ballaststoffe, verzichten auf Palmöl und gehärtete Fette. Mit einem auffällig-lauten Verpackungsdesign, intensiven Farben und klarer Typografie richtet sich Andros Be Nuts nach eigenen Angaben primär an Food- und Ernährungsbegeisterte im Alter von 15 bis 39 Jahren mit besonderem Fokus auf die Generation Z. Vor allem die Suche dieser stark social-media-orientierten Zielgruppe nach Marken mit Haltung, starken Geschmacksprofilen und hoher visueller Wiedererkennbarkeit bediene das Unternehmen mit der Marke Andros Be Nuts konsequent.

Be-Kind ergänzt sein Sortiment  um einen neuen Nussriegel. Foto: Mars Wrigley

unter dem Motto „Dreh auf, dreh durch“  setzt Be Nuts neue Impulse am POS. Foto: Andros GmbH

Be-Kind sorgt für Crunch

Mars Wrigley ergänzt das Sortiment der Marke Be-Kind um den neuen Milk & White Chocolate Nut Riegel. Die neue Sorte kam Ende Mai in den Handel und kombiniert ganze Nüsse mit Milch- und weißer Schokolade. Am POS wird das Produkt in modernen Displays präsentiert. Die darauf abgebildeten Nüsse stellen den Inhalt des Riegels dar. Laut Unternehmen handelt es sich dabei um den ersten Riegel mit Milchschokolade im Hauptportfolio der Marke. Er enthält Mandeln, Erdnüsse und Cashews und besteht zu 60 Prozent aus Nüssen. Zudem ist die Neuheit glutenfrei und reich an Ballaststoffen. Mit der Kombination aus cremiger Schokolade und nussbasierten Zutaten greift Be-Kind aktuelle Entwicklungen im Snacksegment auf. Mit der Sortimentserweiterung baut Be-Kind seine Präsenz im Segment süßer Snacks weiter aus und ergänzt das bestehende Angebot um eine schokoladenorientierte Variante.

„Radl-Spaß“ mit Manner

Im Rahmen der diesjährigen Sommerpromotion verlost Manner gemeinsam mit dem Premium-E-BikeHersteller Geero hochwertige E-Bikes. An der Verlosung kann jeder teilnehmen, der zwei Manner-Produkte kauft und den Kassenbeleg dafür hochlädt. Am POS wird die Promotion durch großflächige, individuelle Zweitplatzierungen, aufmerksamkeitsstarke Displays sowie einem attraktiven POS-Crowner begleitet, der das Gewinnspiel klar und emotional kommuniziert. Die POS-Aufbauten werden zusätzlich mit einer integrierten Gewinnspielkommunikation für On -Top-Zugriffe ergänzt und steigern Absatz und Umsatz nachhaltig.

Jack Daniel’s mit neuer Cocktail-Linie

Im Rahmen der aktuellen Sommerpromotion verlost Manner E-Bikes. Foto: Manner

Brown-Forman Deutschland erweitert sein Ready-to-Drink-Portfolio und hat mit Jack Daniel’s Southern Cocktails eine neue Produktlinie in den deutschen Handel gebracht. Die Einführung erfolgt vor dem Hintergrund eines weiterhin wachsenden RTD-Segments, das in den vergangenen Jahren kontinuierliche Umsatzzuwächse verzeichnet hat. Die neue Range umfasst zwei Varianten auf Basis von Jack Daniel’s Tennessee Whiskey, kombiniert mit Limonade. Zum Marktstart stehen die Geschmacksrichtungen Pfirsich und Zitrone zur Verfügung. Die Produkte sind auf unkomplizierten Konsum ausgelegt und richten sich an Shopper, die trinkfertige Mischgetränke bevorzugen. Seit Mai 2026 sind die Southern Cocktails bundesweit erhältlich. Angeboten werden sie im 330 Milliliter Slim-Dosenformat mit einem Alkoholgehalt von zehn Prozent. Ergänzend stehen Displays zur Verfügung, die beide Sorten präsentieren und für zusätzliche Sichtbarkeit am POS sorgen.

Die Sorten Pfirsich und Zitrone  der neuen Cocktail-Range werden elegant am POS präsentiert. Foto: Brown-Forman Deutschland

Espresso Martini in der Dose

Dallmayr erweitert sein Sortiment um einen servierfertigen Espresso Martini und steigt damit in das an Bedeutung gewinnende Ready-to-Drink-Segment ein. Das Produkt wurde in Kooperation mit einem Start-up entwickelt und verbindet Kaffee mit einem klassischen Cocktailformat. Der Marktstart erfolgte im April, zuvor wurde die Neuheit auf der Internorga vorgestellt. Die Kombination aus Espresso, Vodka und einer leichten Süße wird in ein trinkfertiges Format übertragen, das ohne Zubereitung auskommt und direkt konsumiert werden kann. Eine Besonderheit ist ein integriertes Nitro-Kapsel-System, das beim Öffnen der Dose eine cremige Textur mit Schaumkrone erzeugt. Am POS wird die Dose stilvoll im schwarzen Dallmayr-Display präsentiert, das an ein Tablett erinnert.

Das schlanke Display setzt den Dallmayr Espresso Martini wirkungsvoll in Szene und sorgt für eine klare Präsenz im Markt.

Foto: Alois Dallmayr Kaffee

Medientechnologen/Drucker(m/w/d)

Lenting, Nürnberg, Vechta unbefristetVollzeit

Jährlich produzieren wir über mehrere Millionen Quadratmeter Digitaldruck – mit steigender Tendenz. Ob große Formate, brillante Farben oder beeindruckende Produktionsgeschwindigkeit: Unsere prozessoptimierte

Fertigung und unser engagiertes Team setzen Maßstäbe. Wir arbeiten für regionale Unternehmen ebenso wie für internationale Konzerne und begleiten Projekte von der ersten Idee über innovative Produktionslösungen bis hin zur termingerechten Lieferung.

Ihre Aufgaben

Bedienung und Steuerung moderner Digitaldruckmaschinen im Großformatbereich (Rolle, Platte, Textil) Produktion von Einzelanfertigungen bis hin zu hohen Auflagen Sicherstellung gleichbleibend hoher Druckqualität durch regelmäßige Qualitätskontrollen

Farbmanagement und Feinabstimmung für anspruchsvolle Printprodukte (z. B. FineArt Prints) Wartung und Pflege der Drucksysteme Aktive Mitwirkung bei der Optimierung von Produktionsprozessen Enge Zusammenarbeit im Team zur Sicherstellung effizienter Abläufe

Ihr Profil

Abgeschlossene Ausbildung als Medientechnologe Druck / Drucker oder vergleichbare Qualifikation Technisches Verständnis und Interesse an modernen Drucktechnologien Strukturierte, sorgfältige und qualitätsbewusste Arbeitsweise Selbstständigkeit sowie ausgeprägte Teamfähigkeit Hohes Engagement für Farbqualität und Produktionsprozesse Offenheit für neue Technologien und kontinuierliche Weiterentwicklung Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und aktiv mitzudenken

Was wir Ihnen bieten

Arbeit an modernsten Digitaldrucksystemen im XXL-Format

Ein motiviertes, erfahrenes Team mit hoher Fachkompetenz Spannende Projekte für unterschiedliche Branchen und Kunden Raum für Eigeninitiative und persönliche Weiterentwicklung

Einen sicheren Arbeitsplatz in einem wachsenden Unternehmen

Bringen Sie Ihre Leidenschaft für Technik, Farbe und Qualität ein und heben Sie gemeinsam mit uns den

Digitaldruck auf das nächste Level!

Wenn Sie sich in

Promotions, die im Baumarkt wirken

Zwischen Erlebnis und Funktion

Baumärkte bieten mehr als nur Produkte – sie sind Orte, an denen Projekte beginnen und Marken um Aufmerksamkeit werben. Doch wie unterscheiden sich Promotions im Baumarkt von anderen Verkaufsorten? Im POS Check beleuchtet display, welche Konzepte und Maßnahmen wirklich funktionieren.

DerBaumarkt ist mehr als ein Ort des Einkaufs – er ist Bühne für große wie für kleine Projekte, ein Ort wo sich Selbermacher treffen und Experimentierfeld für Marken, die um Aufmerksamkeit ringen. Im Jahr 2025 lag der Gesamtumsatz der deutschen Baumärkte laut des Handelsverbands Heimwerken, Bauen, Garten, BHB, bei 24,67 Milliarden Euro. Umsatzstärkste Produktgruppen sind nach wie vor Baustoffe, Sanitärzubehör, Gartenbedarf sowie Werkzeuge. Doch was unterscheidet die Verkaufsförderung im Baumarkt von anderen POS-Welten? Während in Supermärkten und Drogerien Aktionsdisplays meist auf Impulskäufe und schnelle Mitnahmeprodukte setzen, verlangt der Baumarkt nach anderen Ideen.

24,67

Quelle: BHB

Hier sind Shopper nicht nur Konsumenten, sondern Planer und Tüftler – und die Verkaufsförderung muss diesen Geist einfangen und ihm gerecht werden.

92 Prozent der befragten Shopper haben laut BHB in den vergangenen zwölf Monaten Produkte aus den Bereichen Bauen, Heimwerken oder Garten im Baumarkt oder Onlineshop erworben, bei Hauseigentümern sind es sogar 95 Prozent (Stand: März 2026). Besonders auffällig: 83 Prozent der Shopper empfinden Freude beim Einkauf im Baumarkt, wobei Frauen mit 46 Prozent einen geringeren Anteil an der Gesamtkundschaft stellen, aber über einen überdurchschnittlichen Spaßfaktor beim Filialbesuch berichten.

Die Motive für den DIY-Einkauf sind vielfältig. Preis- und Kostenentwicklungen, Veränderungen der Lebenssituation, aber auch der Wunsch, mit eigenen Händen zu gestalten, spielen laut BHB eine wichtige Rolle. Jüngere Generationen – insbesondere die Gen Z –schätzen den Erlebnischarakter und die Anerkennung, die mit dem Selbermachen einhergeht. Multichannel-User, die sowohl Filiale als auch Online nutzen, zeigen das höchste In -

volvement und die größte Bereitschaft, künftig mehr Zeit in handwerkliche Tätigkeiten zu investieren. Reine Onlinekunden hingegen bleiben emotional distanzierter. Sie nutzen häufig Onlineplattformen als Bezugsquelle für ihre DIY-Projekte, ohne den Erlebniswert des Baumarkts zu erfahren.

Den Shopper abholen

Die zentrale Herausforderung ist laut einer Untersuchung der IFH Köln, dass der finale Kauf oftmals stationär erfolgt, die Customer Journey jedoch meist online beginnt. Bau -

92

Prozent der Shopper haben in den vergangenen 12 Monaten Produkte aus den Bereichen Bauen, Heimwerken oder Garten erworben.

Stand: März 2026

Quelle: BHB

märkte müssen daher Brücken schlagen – etwa durch digitale Beratungstools, Click-&-CollectAngebote oder QR-Codes am Display, die weiterführende Informationen bieten. Der POS wird hier zum hybriden Erlebnisraum, in dem Inspiration, Information und sofortige Verfügbarkeit zusammenfinden.

Im Baumarkt verschmelzen Inspiration und Funktionalität. Verkaufsförderung ist hier weit mehr als das bloße Platzieren von Aktionsware. Sie ist Inszenierung und Beratung zugleich. Promotions – ob als großflächige Zweitplatzierungen, interaktive Displays oder saisonale Themenwelten – müssen die Fantasie beflügeln und konkrete Lösungen bieten. So werden Werkzeuge nicht nur mit aufmerksamkeitsstarken Displays inszeniert, sondern in Testzonen erlebbar, besondere Farben und Lacke werden häufig über Promotions wie „2+1“-Aktionen oder exklusive Farbmuster in Szene gesetzt,

während Gartenartikel oft in saisonalen Erlebniswelten präsentiert werden. Die Grenze zwischen Produkt und Anwendung verschwimmt, der POS wird zur Werkstatt.

Promotions, die im Baumarkt wirken Besonders gefragt sind laut BHB Promotions, die den Shopper aktivieren und Orientierung bieten. Etwa Themeninseln und saisonale Kampagnen: Ob Frühjahrsputz, Gartenzeit oder Renovierungswochen – Themenwelten bündeln Sortimente und schaffen Relevanz. Sie werden häufig von Herstellern in Zusammenarbeit mit dem Handel inszeniert und durch Gewinnspiele, Aktionspreise oder Workshops ergänzt. Im Baumarkt biete es sich an auf langlebigere, teils digitale Lösungen, Touchscreens, QR-Codes und Produktdemonstrationen zu setzen, da diese Mehrwert bieten und die Customer Journey ins Digitale verlängern.

Der Baumarkt bleibt damit weit mehr als nur eine Verkaufsfläche – er ist die Bühne, auf der Marken und Shopper gemeinsam Projekte und Träume Wirklichkeit werden lassen. Um Promotions im Baumarkt zum Selbstläufer zu machen, braucht es mehr als schnelle Impulse: Gefragt sind ein feines Gespür für die Wünsche der Selbermacher, ein erlebnisorientiertes Um-

83

Prozent der Shopper empfinden Freude beim Einkauf im Baumarkt.

Quelle: BHB

feld und die Fähigkeit, komplexe Sortimente emotional aufzuladen. Wer als Marke hier überzeugt und die Sehnsucht der Kunden nach Inspiration und Umsetzungskraft bedient, gewinnt nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch nachhaltige Loyalität und Umsatz. <<

Evergreens: Neben Baustoffen und Sanitärzubehör gehört Gartenbedarf zu den umsatzstärksten Produkten im Baumarkt. Foto: display Verlags GmbH, KI generiert

Erfolgreiche Warenpräsentation im Baumarkt

Produktkampagnen in Baumärkten erscheinen auf den ersten Blick wie reine Routinearbeit, dahinter steckt jedoch ein komplexes Zusammen‑ spiel aus Logistik, Planung und individueller Anpassung. André Lagois, Geschäftführer modulconcept, berichtet im Interview, warum die Umsetzung vor Ort häufig unterschätzt wird, welche speziellen

Anforderungen Baumärkte an Produktpräsentationen stellen und wie Qualität sowie Nachhaltigkeit gewährleistet werden können.

André Lagois, Geschäftsführer modulconcept

modulconcept

DISPLAY: Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen bei Projekten für Warenpräsentationen in Baumärkten?

ANDRÉ LAGOIS: Rollout-Projekte für Warenpräsentationen in Baumärkten klingen oft nach „reiner Umsetzung“ in einer hohen Anzahl an Standorten, sind aber in der Praxis erstaunlich komplex. Dies wird von vielen Lieferanten immer wieder unterschätzt. Die größten Herausforderungen liegen meist weniger im Konzept, als in der flächendeckenden, konsistenten Umsetzung unter realen Bedingungen. Für uns als Dienstleister ist es oft sinnvoll und auch sehr motivierend, wenn uns die Kunden bereits in der Planungsphase mit einbeziehen. So können unsere langjährigen Erfahrungen mit in die Projektplanung einfließen und Herausforderungen und Probleme anderer Projekte aufgegriffen werden, damit diese gegebenenfalls bereits vorab besser gelöst werden. In der Sicherstellung der pünktlichen Lieferungen von Ware, Warenträgern und POS-Mitteln liegt das Hauptproblem, aber auch das Wiederauffinden in den Märkten ist immer wieder ein Thema. Häufig erleben wir, dass die Ware, die Warenträger oder die POS-Mittel zwar abgeliefert wurden und der Nachweis auch vorliegt, aber die Paletten oder Pakete im Markt nicht

auffindbar sind. Wir lösen das Thema über unseren Anruf-Check, das heißt jeder Standort wird ein paar Tage vor dem Einrichtungstermin von uns telefonisch kontaktiert, um die Umsetzungsbereitschaft sicher zu stellen. Das Protokoll dazu stellen wir unseren Einrichtern digital in unserer eigenen Cloud bereit. Somit weiß das Einrichtungsteam sofort, was besprochen wurde und wer der Ansprechpartner vor Ort ist. Zusätzlich bieten wir eine POS-MittelLogistik an, so dass unsere Einrichtungsteams Material mit in die Märkte nehmen, welches ohne Umweg und Suchen direkt am EinbauOrt ankommt. Zudem ist diese Lösung nachhaltiger, als der Einzelversand von kleinteiligem Material an jeden Standort.

DISPLAY: Welche Besonderheiten müssen bei der Präsentation von Produkten im Baumarkt gegenüber anderen Handelsformaten beachtet werden?

ANDRÉ LAGOIS: Der Baumarkt hält eine sehr starke Verrasterung der Präsentation vor, beim dem jeder Artikel und jedes Muster sowie POSMittel einen festgelegten Platz hat. Das macht es einfacher für uns im Aufbau, lässt aber auch wenig Spielraum für Individuallösungen. Baumärkte haben oft zu wenig Personal auf der Fläche, Kunden haben aber dennoch Fragen. Daher versuchen die Hersteller möglichst viele Informationen in die Präsentation zu integrieren. Das erfolgt über visuelle Kennzeichnungen der Artikelgruppen, Produktbeschreibungen, Anwendungshinweise und seit einigen Jahren auch unter Verwendung von QR-Codes, die dann auf die Produktseiten des Herstellers verlinken. Die Präsentation der Sortimente und der Verkauf soll für den Kunden möglichst selbsterklärend und ohne großen personellen Beratungsbedarf erfolgen. Für den typischen Baumarkt-Kunden steht die Funktionalität im Vordergrund, daher finden wir meist eine projektorientierte Präsentation, also die Gruppierung der Sortimente nach Anwendungsbereichen vor.

DISPLAY: Welche Displaylösungen eignen sich besonders gut im Baumarkt-Umfeld?

ANDRÉ LAGOIS: Für Baumärkte ebenso wie für andere Großverkaufsflächen eignen sich vor allem robuste, informative und projektorien -

tierte Displaylösungen. Diese bündeln meist verschiedene Produkte für ein Heimwerkerprojekt, wie zum Beispiel das Thema „Wände streichen“. Wenn zusätzlich Monitore zum Einsatz kommen sollen, muss darauf geachtet werden, dass in der Nähe eine Stromzufuhr vorhanden ist. Bei der Verwendung von Speichermedien zum Abspielen der Videos sind diese diebstahlsicher zu installieren, etwa durch die Anbringung von abschließbaren Blenden oder ähnlichem. Der Einsatz von Karton-Displays hat sich im Baumarkt nur für kurzfristige Kampagnen bewährt, zum Beispiel für Werbe-Aktionen oder zeitlich begrenzte Zweitplatzierungen.

DISPLAY: Wie stellen Sie sicher, dass Qualität und Nachhaltigkeit auch bei groß angelegten Rollouts in Baumärkten gewährleistet werden?

ANDRÉ LAGOIS: Bei großen Baumarkt-Rollouts lassen sich Qualität und Nachhaltigkeit nur sichern, wenn sie systematisch in alle Phasen der Umsetzung integriert sind. Wir erreichen das durch einen sehr hohen Standardisierungsgrad, so gibt es für jedes Projekt klare Abläufe und eine ausführliche Prozessbeschreibung, die alle relevanten Ausführungsschritte sowie projektspezifische Besonderheiten enthält. Diese und ein sorgfältiges Controlling gewährleisten, dass jeder Standort auf demselben Qualitätsniveau umgesetzt wird. Das Thema Nachhaltigkeit können wir als Dienstleister nicht so stark beeinflussen, wie das produzierende Gewerbe, ein wesentlicher Beitrag sind jedoch effektive Tourenplanungen und ein hoher Grad an Digitalisierung. So haben wir bereits vor über 20 Jahren damit begonnen, zum papierlosen Büro überzugehen. Seit rund zwei Jahren nutzen wir unsere eigene CloudLösung gemeinsam mit unseren Kunden und dem Außendienstteam. Letzteres arbeitet seit mehreren Jahren papierlos mit unserer eigenen MCOR-App zur Dokumentation der Einzelaufträge. Über die vielen Jahre, wir feiern dieses Jahr unser 35. Jubiläum, haben wir ein System mit einer hohen Spezialisierung geschaffen, das nicht nur einmal funktioniert, sonder n auch bei hoher Skalierung stabil bleibt.

DISPLAY: Vielen Dank für das Gespräch. <<

Foto:

Digitale Lösungen bei Bauhaus

Die Pe Ta GmbH gilt als Experte für Präsentations und Konferenztech‑ nologien und hat kürzlich die Baumarktkette Bauhaus mit maßgeschnei‑ derten Stelen und Displays ausgestattet. Im Interview schildert Geschäftsführer Andreas Taupp, wie individuell zugeschnittene Lösungen bei Bauhaus realisiert wurden, welche Vorteile die innovative Technik bietet und mit welchen Herausforderungen Planung und Integration verbunden sind.

DISPLAY: Sie statten aktuell die Bauhaus Baumärkte mit Stelen inklusive Displays aus – was waren die wichtigsten Anforderungen von Bauhaus an dieses Projekt?

ANDREAS TAUPP: Unsere Stelen werden grundsätzlich individuell gefertigt und exakt an die Anforderungen des jeweiligen Kunden angepasst. Auch bei diesem Projekt standen daher maßgeschneiderte Lösungen im Fokus – sowohl im Hinblick auf Design als auch auf technische Vorgaben und Sicherheitsrichtlinien. Besonders relevant sind in diesem Zusammenhang Aspekte wie die Einhaltung von Fluchtwegen, Standsicherheit, Brandschutz sowie Vandalismusschutz. Gleichzeitig spielt die optimale Informationsvermittlung eine zentrale Rolle: Die Inhalte müssen klar, intuitiv und zielgerichtet beim Kunden ankommen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Funktionalität im Markt: Die Stelen unterstützen als Produktund Wegweiser die Orientierung der Kunden und helfen dabei, Artikel effizient zu finden –gerade auch in Märkten mit reduziertem Personaleinsatz. Pe Ta bringt hier seine langjährige Erfahrung im europäischen Markt ein und arbeitet eng mit Systemhäusern, Integratoren sowie Ladenbauern und Planern zusammen.

Das Unternehmen wurde 1930 gegründet und wird heute in vierter Generation geführt.

DISPLAY: Welche Vorteile bieten die DisplayStelen für die Warenpräsentation und die Kundenansprache im Baumarkt?

ANDREAS TAUPP: Digitale Stelen ermöglichen eine moderne, aufmerksamkeitsstarke Präsentation von Produkten und Informationen direkt am Point of Sale. Sie kombinieren visuelle Ansprache mit funktionalem Nutzen, indem sie Kunden gezielt durch den Markt führen und relevante Inhalte kontextbezogen anzeigen. Dadurch verbessern sie nicht nur die Orientierung, sondern erhöhen auch die Aufenthaltsqualität und unterstützen aktiv den Verkaufsprozess – beispielsweise durch gezielte Produktinformationen, Aktionen oder Standorthinweise.

DISPLAY: Wie läuft der Prozess von der Planung bis zur Installation solcher Stelen in einer Baumarkt-Filiale ab?

ANDREAS TAUPP: Der Prozess beginnt mit einer strategischen Abstimmung mit dem Kunden, in der Anforderungen, Ziele und Einsatzberei-

che definiert werden. Anschließend erfolgt die technische Ausarbeitung durch unsere Konstruktion, inklusive 3D-Visualisierung. Darauf folgt der Musterbau, in dem Prototypen entwickelt und getestet werden. Parallel arbeiten wir eng mit Partnern wie Werbedesignern, Content-Entwicklern und Integratoren zusammen, um sowohl die visuelle als auch die technische Umsetzung optimal abzustimmen. Beim anschließenden Rollout greifen wir auf deutschlandweit agierende Partnerunternehmen zurück, um eine effiziente und einheitliche Installation sicherzustellen. Zudem kümmern wir uns bei Bedarf um Schutzrechte wie Gebrauchs- und Geschmacksmuster. Die gesamte Produktion erfolgt zentral an unserem Standort in Kleinostheim – von der Entwicklung bis zur Fertigung aus einer Hand. >>

Andreas Taupp, Geschäftsführer Pe Ta GmbH Foto: Pe Ta GmbH
eine innovative Partnerschaft

DISPLAY: Gab es besondere Herausforderungen bei der Umsetzung für Bauhaus – etwa hinsichtlich Design, Technik oder Integration in bestehende Flächen?

ANDREAS TAUPP: Die Integration in bestehende Marktstrukturen stellt grundsätzlich eine besondere Herausforderung dar. Hier gilt es, Design, Funktionalität und technische Anforderungen optimal mit den vorhandenen Flächen und Kundenströmen in Einklang zu bringen. Insbesondere die Einhaltung von Sicherheitsvorgaben sowie die Positionierung der Stelen in stark frequentierten Bereichen erfordern eine präzise Planung. Gleichzeitig müssen die Systeme robust, langlebig und wartungs-

arm sein, um den Anforderungen im Baumarktumfeld gerecht zu werden.

DISPLAY: Wie flexibel sind die Stelen in Bezug auf wechselnde Inhalte, Aktionen oder Sortimentsänderungen?

ANDREAS TAUPP: Die Stelen sind vollständig digital gesteuert und nutzen ein cloudbasiertes Content-Management-System. Die integrierten Player beziehen ihre Inhalte über LAN oder WLAN, sodass alle Inhalte zentral verwaltet und in Echtzeit aktualisiert werden können. Dadurch lassen sich Aktionen, Sortimentsänderungen oder saisonale Kampagnen jederzeit flexibel und schnell auf allen Geräten ausspielen.

Vom online-Shop ins Regal

Miss Pompadour, bekannt als Online Pionier für DIY Farben, wagt den Schritt in den stationären Handel – und das gleich europaweit in Kooperation mit Hornbach. Was steckt hinter der Entscheidung, nach Jahren des Online Erfolgs nun auch im Baumarkt präsent zu sein? Im Interview erklärt Erik Reintjes, wie das Unternehmen seine Beratungs kompetenz und Markenidentität am POS erlebbar macht, welche Rolle digitale Beratungs Terminals dabei spielen und wie die Shopper von der neuen Partnerschaft profitieren.

DISPLAY: Was hat Sie dazu bewogen, als ehemals reiner Online-Shop nun auch im stationären Handel, speziell bei Hornbach, präsent zu sein?

ERIK REINTJES: Wir wollen dort sein, wo unsere Kundinnen und Kunden zu Hause sind – und das ist nicht nur online. Wer am Wochenende spontan Lust bekommt, die Wohnung zu streichen, ein Möbelstück zu restaurieren, der Küche oder den Badezimmerfliesen einen neuen Look zu verpassen, soll unsere Produkte direkt vor Ort kaufen können – ohne auf den Versand warten zu müssen. Mit Hornbach und seinem europaweiten Filialnetz haben wir dafür den idealen Partner gefunden.

DISPLAY: Welche Ziele verfolgen Sie mit der Partnerschaft mit Hornbach und wie profitieren die Shopper davon?

ERIK REINTJES: Mit der exklusiven Partnerschaft mit Hornbach möchten wir unsere Reichweite ausbauen und unsere Beratung dorthin bringen, wo viele DIY-Projekte starten: im Baumarkt. Heute sind wir in rund 150 HornbachMärkten in Europa vertreten und erreichen dort gezielt neue Kundinnen und Kunden. Aber auch bestehende Kundinnen und Kunden schätzen die Möglichkeit, unsere Produkte einfach schnell vor Ort kaufen zu können. Aber es war uns wichtig, dass wir nicht nur eine weitere Marke im Regal sind, sondern unser

Beratungsprinzip auch stationär erlebbar zu machen. Deshalb haben wir ein interaktives POS-Konzept entwickelt: Digitale POS-Terminals führen Schritt für Schritt durch Farbwahl, Projektplanung und Produktauswahl – ähnlich wie bei unserem Online-Shop und unserer App. Kunden und Kundinnen können sich so direkt im Markt informieren und inspirieren lassen und sicher entscheiden, welche Produkte sie für ihr Projekt brauchen.

DISPLAY: Wie unterscheidet sich die Präsentation Ihrer Produkte im Baumarkt von Ihrem bisherigen Online-Auftritt?

ERIK REINTJES: Unser Auftritt im Baumarkt ergänzt den Online-Shop um einen entscheidenden Vorteil: Kundinnen und Kunden können Produkte direkt sehen, anfassen und sofort mitnehmen. Insgesamt sind über 120 Miss Pompadour Farbtöne für Farben und Lacke bei Hornbach erhältlich. In 70 Märkten können die Farben direkt vor Ort angemischt werden; dort liegen auch die Miss Pompadour-Farbkarten an den Mischtheken aus. Neun vorgemischte Lacke in 1Liter-Dosen sowie sieben Wandfarben in 2,5-Liter-Gebinden stehen zur sofortigen Mitnahme bereit. Ergänzend ist auch das spezielle MissPompadour Zubehör wie die Farbkarten, Farbwanne, Pinsel sowie Reiniger und Versiegelung erhältlich.

DISPLAY: Wie tragen die digitalen Displays dazu bei, die Aufmerksamkeit der Shopper zu gewinnen und die Orientierung im Markt zu erleichtern?

ANDREAS TAUPP: Die Displays werden gezielt in stark frequentierten Bereichen platziert, insbesondere in Eingangs- und Hauptverkehrszonen mit direktem Sichtkontakt zum Kunden. Durch ihre prominente Positionierung und die dynamischen Inhalte ziehen sie die Aufmerksamkeit der Shopper auf sich und bieten gleichzeitig eine klare, visuelle Orientierungshilfe im Markt.

DISPLAY: Vielen Dank für das Gespräch! <<

Erik Reintjes, Geschäftsführer Miss Pompadour Foto: Miss Pompadour GmbH

DISPLAY: Was macht das neue POS-BeratungsTerminal besonders und welche Funktionen bietet es den Shoppern?

ERIK REINTJES: Das Besondere an unserem POSBeratungs-Terminal ist, dass es unseren Markenkern in den stationären Handel übersetzt: Wir verkaufen nicht nur Farbe, wir befähigen Menschen, ihre Projekte wirklich erfolgreich umzusetzen. Genau dieses Beratungsprinzip, das unsere Kundinnen und Kunden aus dem Online-Shop, unserer App und unserem Service kennen, bringen wir in den Markt. Über die Terminals können sich Shopper Schritt für Schritt durch ihr Renovierungsprojekt führen lassen – von der Ideenfindung über die Farbwahl bis hin zu konkreten Anleitungen und Produktempfehlungen. So nehmen wir Unsicherheiten und geben gerade Einsteiger:innen das nötige Vertrauen, ein Projekt einfach anzugehen. Schließlich braucht es immer auch eine gewisse Portion Mut, wenn man sich entschließt, zum Beispiel die eigene Küche neu zu streichen. Und Menschen, die das noch nie

Mit Beratungsterminals bei Hornbach wagt Miss Pompadour den Schritt vom Online-Handel in die Regale. Foto: Miss Pompadour GmbH

gemacht haben, brauchen fachliche Unterstützung, damit sie dieses Wagnis eingehen. Auch visuell ist das Konzept ein echter Hingucker: Unsere frei stehenden Displays, beispielsweise, im Format einer Euro-Palette, präsentieren Produkte und Inhalte auf allen Seiten und machen die Marke im Markt erlebbar.

DISPLAY: Wie gelingt es Ihrem Beratungs-Terminal, eine persönliche und umfassende Beratung am POS zu gewährleisten?

ERIK REINTJES: Wir haben viel Zeit und Knowhow in das Konzept gesteckt, um unsere Bera tung möglichst nah an das stationäre Erlebnis zu bringen. Über das Touch-Display wählen

Kundinnen und Kunden ihr konkretes Projekt aus und werden Schritt für Schritt durch den Prozess geführt – von Inspiration über Anwendung bis zur Produktauswahl. Ein wichtiger Bestandteil sind dabei echte Vorher-NachherBilder aus unserer Community, die direkt am Terminal abrufbar sind und Orientierung geben. So entsteht auch im Markt eine fundierte, praxisnahe Beratung. Gleichzeitig greifen Online- und Offline-Erlebnis ineinander: Viele Kundinnen und Kunden informieren sich zuhause und kaufen dann gezielt im Baumarkt – oder umgekehrt.

DISPLAY: Welche Herausforderungen gab es bei der Entwicklung und Einführung der Beratungs-Terminals?

ERIK REINTJES: Die größte Herausforderung war, dass es für das Terminal keine echten Vorbilder gab – wir mussten das Konzept komplett neu denken. Ziel war es, auf kleinem Raum möglichst Markenidentität darzustellen, viel Information, Beratung und Produkte abzubilden, ohne die Nutzerinnen und Nutzer zu überfordern. Gleichzeitig musste das Terminal im großen Baumarktumfeld sichtbar und intuitiv nutzbar sein. Hinzu kam der enge Zeitrahmen: Zwischen Vertragsabschluss im August 2025 und dem Rollout im Februar 2026 lagen nur wenige Monate. Parallel dazu mussten wir unsere internen Prozesse schnell skalieren, um das zusätzliche Volumen zu bewältigen – unter anderem mit der Inbetriebnahme unseres neuen Logistikzentrums bei Straubing mit 2.900 Quadratmetern Fläche.

DISPLAY: Wie reagieren die Shopper auf das neue Terminal und die Möglichkeit zur auto

Kunden sowie dem Marktpersonal ist durchweg positiv. Das digitale Terminal wird gut angenommen, weil es einfach zu bedienen ist und strukturiert durch Projekte führt. Mitarbeitende können es gezielt in der Beratung einsetzen und Kundinnen und Kunden direkt Informationen, Anleitungen und Vorher-Nachher-Inspiration aus der Community zeigen. Gleichzeitig können sich Kundinnen und Kunden aber auch selbstständig sehr gut informieren. Musterplatten, gedruckte Anleitungen und Farbkarten unterstützen die Beratung und die Kaufentscheidung. Insgesamt wird der Projektgedanke von den Nutzern sehr gut verstanden – sie erkennen schnell, was sie für ihr Vorhaben benötigen und kaufen entsprechend. Auch die Gestaltung des POS-Terminals kommt gut an, es ist übersichtlich und intuitiv aufgebaut.

DISPLAY: Sehen Sie in digitalen Beratungs-Terminals einen Zukunftstrend für den stationären Handel? Wie möchten Sie das Konzept weiterentwickeln?

ERIK REINTJES: Ein digitaler Beratungs-Terminal kann ein wichtiger Baustein für die Zukunft des stationären Handels sein – vor allem dort, wo Produkte erklärungsbedürftig sind. Für uns ist das Terminal aber kein statisches Tool, sondern wird kontinuierlich weiterentwickelt. Perspektivisch wollen wir die Beratung noch stärker personalisieren, mehr Community-Inhalte integrieren und die Verbindung zwischen Onlineund Offline-Erlebnis weiter ausbauen. Ziel ist es, Kundinnen und Kunden noch einfacher und sicherer durch ihr DIY-Projekt zu führen – egal, ob sie online starten oder im Markt.

DISPLAY: Vielen Dank für das Gespräch! <<

Maximale Sichtbarkeit dort, wo Shopper entscheiden.

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> Warenpräsentation im Baumarkt

Sehen Sie auf den nächsten Seiten eine Übersicht über gelungene POSAktionen für den Bereich Baumarkt. Die dargestellten Lösungen wurden in den vergangenen Monaten vom display-Team recherchiert. In jeder Ausgabe legt display den Fokus auf eine bestimmte Produktgruppe oder einen bestimmten POS. In der nächsten Ausgabe befasst sich display mit dem Thema Schaufenster. Hinweise und Fotomaterial von außergewöhnlichen Zweitplatzierungen und Displays können Sie gerne an redaktion@display.de senden.

Insektenschutz

BESONDERHEITEN: Großflächige Informationsmodule und echte Produktmuster prägen den Aufbau dieses Displays. Präsentiert werden Insektenschutzlösungen für Fenster und Türen. Weiße Flächen mit grünen Akzenten sorgen für eine helle Optik. Meh‑ rere Rahmensysteme werden vertikal gezeigt, sodass Größen und Materialien direkt sichtbar sind. Ergänzt wird das Sortiment durch Zubehör und Montagesets in kleineren Verpackungen. Grafiken und Anwendungshinweise unterstützen die Pro‑ duktauswahl und erklären unterschiedliche Befestigungs und Öffnungssysteme.

MATERIAL: Materialmix

Fenstersauger

BESONDERHEITEN: Das Display lädt Shopper dazu ein, Produkte direkt vor Ort auszuprobie‑ ren und Berührungsängste abzubauen. Ein Produktvideo zeigt Anwendungsbeispiele und Einsatzmöglichkeiten. Für ein echtes Produkterlebnis kann der Fenstersauger an einer inte‑ grierten Testscheibe sofort ausprobiert werden – inklusive Sprühmittel. Das stabile, leichte Metallgestell mit Rollen ermöglicht eine flexible Platzierung am POS. Bedruckte Hart‑ schaumplatten an den Seiten sorgen für eine hochwertige Optik. Alle Produkte der Serie sind übersichtlich integriert und dank Blisterleisten, Regalböden, variablen Ablagen und Stielhalterungen einfach nachzubestücken.

MATERIAL: Materialmix

HERSTELLER: VKF Renzel

Fahrradbeleuchtung

BESONDERHEITEN: Das schmale Bodendisplay setzt die Fahrradbe‑ leuchtung von Fischer aufmerksamkeitsstark in Szene. Die Zweit‑ platzierung ist in hellen Blau und Weißtönen gehalten. Der Topper hebt Testergebnisse und Produktauszeichnungen hervor. Die Ware ist übersichtlich angeordnet und ermöglicht einen schnellen Zugriff. Präsentiert werden verschiedene LED Akkuleuchten für Front und Rückbeleuchtung. Durch die kompakte Bauweise eignet sich das Display besonders für Platzierungen in schmalen Gangbereichen.

MATERIAL: Materalmix

Leuchtmittel

BESONDERHEITEN: Das Display präsentiert das Philips Hue Sortiment auf kompakter Fläche mit hoher Sichtbarkeit. Die schwarze Grundfarbe und farbige Lichtakzente sorgen für eine modernes Erschei‑ nungsbild. Im oberen Bereich des Displays werden die Einsatzmöglichkeiten sowie die Funktion der verschiedenen Leuchtmittel demonstriert. Die Pro‑ dukte sind hinter Glastüren im unteren Teil des Dis‑ plays verstaut.

MATERIAL: Materialmix

Montagekleber

BESONDERHEITEN: Die hohe Turmpräsenta‑ tion lenkt den Blick schon von Weitem auf die Montage und Sofortkleber von Bostik. Dunkle Blau und Orangetöne sowie das großflächige Mammutmotiv sorgen für eine markanten und kraftvol‑ len Markenauftritt. Das Display ist von drei Seiten zugänglich und bietet auf mehreren Trays Platz für die Produkte. Präsentiert werden verschiedene Varian‑ ten des Mamut Glue Montageklebers sowie passende Kartuschenpressen. Hängende Zusatzmodule erweitern die Warenpräsentation um Aktionsprodukte und Werkzeuge.

MATERIAL: Materialmix

Technische Sprays

BESONDERHEITEN: Das Display von Soudal präsentiert technische Sprays in einer klar gegliederten Regalstruktur. Die farbliche Ge‑ staltung der Zweitplatzierung greift die Produktfarben auf und sorgt somit für hohen Wiedererkennungswert. Die Eigenschaf‑ ten der Sprays werden farblich hervorgehoben. Mehrere Regal‑ böden bieten Platz für unterschiedliche Spraydosen in verschie‑ denen Größen. Der aufgedruckte QR Code verweist auf weiterführende Produktinformationen.

MATERIAL: Materialmix

Farbgestaltung

Insektenschutz

BESONDERHEITEN: Die auffällige Inselplatzierung von Tesa rückt das Thema Insektenschutz di‑ rekt in den Fokus der Shopper. Das Display ist in den Markenfarben Blau, Weiß und Rot gestaltet und von mehreren Seiten zugänglich. Der Topper sorgt für eine hohe Fernwir‑ kung im Markt. Präsentiert werden verschiedene Insektenschutzlösungen. Ein Fenstergit‑ ter System ist direkt am Display angebracht. Die Produkte werden teilweise hängend sowie in Regalfächern präsentiert. Informationsflächen unterstützen die Produktauswahl.

MATERIAL: Materialmix

BESONDERHEITEN: Kunden stehen im Fach oder Baumarkt oft vor einer großen Pro‑ duktauswahl. Baumit unterstützt die Entscheidungsfindung mit modernen The‑ mensäulen. Die 4 seitigen, drehbaren Displays präsentieren Informationen auf‑ merksamkeitsstark und flexibel. Die Säule „World of Life“ zeigt über 1.000 Farbtöne für Fassaden und Innenraumgestaltung. Digitaldrucke, Prospektspen‑ der und individuell gefertigte Acrylglashalter mit Produktmustern bieten Kunden umfassende Informationen sowie die Möglichkeit, Materialien direkt zu erleben. Das Branding an Ober und Unterseite sorgt für einen hochwertigen Markenauf‑ tritt. Durch seine Höhe ist das Display im Verkaufsraum gut sichtbar.  Dank flexi‑ bel bestückbarer Lamellenwandprofile können Inhalte jederzeit angepasst oder erweitert werden – für eine langlebige und nachhaltige Nutzung.

MATERIAL: Materialmix

HERSTELLER: VKF Renzel

Gasgrills

BESONDERHEITEN: Auf einer großen Präsentationsfläche werden Gasgrills der Marke Weber ausgestellt. Auffällig ist die durchgängige Markenerscheinung, die für hohen Wiedererkennungswert sorgt. die auf ein durchgängiges Markenbild ausgelegt ist. Der Aufbau ist in den Weber Farben Schwarz und Rot gehalten Die Gasgrills sind auf einer leicht erhöhten Holzplattform platziert. In kleinen Displays aus Wellpappe wird auf zwei Ebenen Zubehör präsentiert.Das Weber Logo ist mehrfach sichtbar integriert. Die Gestaltung kombiniert dunkle Flächen mit hellen Akzenten und schafft damit einen strukturierten und hochwertigen Gesamteindruck.

MATERIAL: Materialmix

Gartenschläuche

BESONDERHEITEN: Das Display präsentiert in mehreren Schütten Gartenschlauchzubehör. Die Schütten sind in verschiedenen Größen aufeinandergestapelt, so dass viele unterschiedliche Produkte Platz finden. Bestehend aus Acrylglas bieten die Schütten direkte Einsicht und dem Shopper somit einen guten Überblick über die Zubehörteile. Dank der platzsparenden Anordnung ist die Zweitplatzierung überall im Markt einsetzbar.

MATERIAL: Materialmix

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Smurfit Westrock

Mehr Effektivität dank Eyec

Die gesetzlichen Anforderungen bei der Produktion mehrsprachiger Beipackzettel stellten Smurfit Westrock in einer Full-Service-Verpackungsanlage für Pharmamarken vor zunehmende Probleme. Abhilfe schafften dabei zwei Maschinen von Eyec: Der Eyec Proofiler 15050 RS sorgt für eine zuverlässige Qualitätskontrolle in der Druckqualitätssicherung, während der Eyec Proofrunner Web 760 eine Echtzeit-Inline-Prüfung an der Druckmaschine ermöglicht. Auf diese Weise wird eine konsistente Fehlererkennung ermöglicht und die strengen pharmazeutischen und mehrsprachigen Qualitätsanforderungen werden damit erfüllt. Die Software ist so konzipiert, dass sie sich nahtlos in bestehende Qualitätsworkflows integrieren lässt, und bei Smurfit Westrock war das nicht anders. Die Installation und Systemkonfiguration wurden umfassend und schnell gestaltet, um Störungen während dieses Prozesses zu begrenzen und es den Kunden zu ermöglichen, in kürzester Zeit einsatzbereit zu sein.

PRSE-Awards

Gewinner stehen fest

Anfang Mai wurden in Amsterdam die Plastic Recycling Awards 2026 verliehen. Die Gewinner zeigen, wie die europäische Wertschöpfungskette im Kunststoffrecycling die Kreislaufwirtschaft weiter vorantreibt. Alle Gewinner erhielten eine Trophäe mit einem 3D-gedruckten Sockel aus 100 Prozent recycelten ABS-Kunststoff-Armaturenbrettern sowie einem mehrfarbigen Oberteil, das aus komprimierten Flaschenverschlüssen aus Strandreinigungen lasergeschnitten wurde.

Beständigkeit für Verderbliches

Seit 50 Jahren präsentiert der italienische Fresh-Cut-Spezialist Almeda leicht verderbliche Ware wie Salate, Obst und Gemüse in beständigen Mehrwegverpackungen von Tosca. Gemeinsam haben sie eine zuverlässige, effiziente Lieferkette im Sinne der Kreislaufwirtschaft aufgebaut. Auf die bevorstehende EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ist Almeda daher schon lange vorbereitet. Aussschlaggebend für die strategische Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Unternehmen war damals jedoch vielmehr die hohe Servicequalität von Tosca, so der weltweite Anbieter von wiederverwendbaren Kunststoffverpackungen und leistungsstarken Pooling-Lösungen. Heute setzt Almeda Toscas faltbare 6419-Mehrwegkunststoffkisten im Rahmen eines Pooling-Modells über den gesamten Logistikzyklus ein – von der Produktion und Lagerung bis hin zur Distribution und Belieferung des Einzelhandels. Sie vereinen Langlebigkeit mit hygienischem Design sowie präziser Maßhaltigkeit und reduzieren so verpackungsbedingte Beschädigungen, Lieferverzögerungen und Produktverluste sowie Entsorgungskosten für Verpackungsmüll.

Beständige Mehrwegverpackungen für frische, hochverderbliche Convenience-Produkte bieten nicht nur ökologischen, sondern auch betrieblichen Nutzen. Foto: Tosca

Juni/Juli 2026

Tosca
Maschinen von Eyec kommen in einem Werk von Smurfit Westrock zum Einsatz. Foto: Eyec
Große Freude bei den Gewinnern der PRSE-Awards 2026. Foto: PRSE

Präzision und Effizienz zeichnen die neue Bogendigitaldruckmaschine mit integrierter Robotik aus. Foto: Hanna Reetz/Knappe + Lehbrink

Knappe +

Lehbrink

setzt auf neue Maschinen von Durst

Displaydruck neu gedacht

Mit Investitionen und modernster Technik von Durst Deutschland gestaltet Knappe + Lehbrink den Wandel in der Displayproduktion. Automatisierte Prozesse, nachhal tige Lösungen und höchste Präzision stellen dabei die Weichen für die Zukunft.

Innovationskraft und Investitionsbereitschaft prägen das Unternehmen Knappe + Lehbrink seit nunmehr 30 Jahren. Mit der Inbetriebnahme der hochmodernen Bogendigitaldruckmaschine P5 250 WT und dem Textildrucker P5 350 Tex iSUB von Durst setzt das Unternehmen im Jubiläumsjahr Maßstäbe in Automatisierung, Qualität und Nachhaltigkeit. Im Interview geben Oliver Lehbrink, Geschäftsführer Knappe + Lehbrink, und Marcel Dietrich, Managing Director & Sales Durst Deutschland, Einblicke in die vielschichtigen Prozesse und Impulse einer weitreichenden Modernisierung – von der Suche nach zukunftsfähigen Lösun -

gen über den Einsatz modernster Robotik bis hin zu nachhaltigen Drucktechnologien. Ein spannender Blick hinter die Kulissen einer Branche im Wandel.

DISPLAY: Neben einem neuen Textildrucker setzt Knappe + Lehbrink seit Ende vergangenen Jahres auf die Bogendigitaldruckmaschine P5 250 WT. Was gab den Ausschlag für die Anschaffung dieser neuen Maschine?

OLIVER LEHBRINK: Angesichts des Fachkräftemangels und dem Ziel, unsere Produktivität zu steigern, haben wir uns 2024 intensiv nach Maschinen umgesehen, die es ermöglichen, auch nachts ohne Personal zu produzieren. Die Suche war durchaus anspruchsvoll, da die Geräte eine entsprechend hohe Qualität aufweisen mussten, um im Dauerbetrieb ohne Aufsicht zu laufen, und zudem über automatische Abschaltmechanismen verfügen sollten, um sich im Notfall selbstständig abzuschalten. Ich habe europaweit verschiedene Maschi-

nen und Hersteller in Augenschein genommen. Im Vordergrund stand für uns weniger die maximale Leistung, sondern vielmehr die Qualität – das ist bei uns oberstes Gebot. Auf der drupa 2024 kamen wir schließlich mit Herrn Dietrich und Herrn Harder von Durst ins Gespräch.

DISPLAY: Zwischen der Entscheidung und der Installation der Maschine lag mehr als ein Jahr. Was waren die Gründe dafür?

OLIVER LEHBRINK: Ein zentrales Thema war die Materialzufuhr. Durst hatte zwar bereits eine Lösung im Portfolio, doch diese entsprach nicht unseren Anforderungen, da die maximale Materialstapelhöhe bei 80 bis 90 Zentimetern lag. Für unsere Prozesse benötigen wir jedoch eine Stapelhöhe von 1,80 Metern, damit die Produktion nicht nach wenigen Stunden aufgrund von Materialmangel unterbrochen wird. Im Austausch mit Durst erfuhren wir dann von einer Beta-Version einer neuen Maschine, deren Entwicklung noch nicht vollständig abgeschlossen war. Gerade darin sahen wir jedoch das Potenzial, alle unsere Anforderungen zu erfüllen. Ab diesem Punkt verlief alles sehr zügig.

MARCEL DIETRICH: Bei dieser Beta-Version handelt es sich um eine integrierte Robotiklösung – also Roboterarme, die in der Lage sind, größere Materialstapel zu verarbeiten. Ein Roboterarm entnimmt das Material und führt es dem Drucker zu, der das Material bedruckt. Auf der gegenüberliegenden Seite nimmt ein zweiter Roboterarm die bedruckten Bögen entgegen und stapelt sie wieder auf. So ist eine Stapelhöhe von bis zu zwei Metern möglich.

OLIVER LEHBRINK: Entscheidend ist hierbei vor allem die Präzision. Nachdem der Roboterarm den bedruckten Bogen entgegennimmt, legt er ihn zunächst in eine spezielle Aufnahmeeinrichtung, um den Nullpunkt exakt zu bestimmen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Bögen millimetergenau auf der Palette abgelegt werden und nachfolgende Anlagen – etwa beim Stanzen oder Plotten – die Bögen präzise weiterverarbeiten können.

DISPLAY: Mit welcher Geschwindigkeit arbeitet die Maschine?

OLIVER LEHBRINK: Die Maschine erreicht eine Geschwindigkeit von etwa 100 bis 120 Bögen pro Stunde. Das ist sicherlich nicht außergewöhnlich schnell, aber da sie nachts im Dauerbetrieb läuft, rechnet sich das für uns.

DISPLAY: Lief die Produktion von Anfang an reibungslos?

„Bei der Installation der neuen Maschinen stand für uns weniger die maximale Leistung im Vordergrund, sondern vielmehr die Qualität – das ist bei uns oberstes Gebot.“

Oliver Lehbrink, Geschäftsführer Knappe + Lehbrink

Foto: Knappe + Lehbrink

Durchgängige Produktion: Die integrierten Roboterarme erlauben eine Stapelhöhe von bis zu zwei Metern.

Foto: Hanna Reetz/ Knappe + Lehbrink

OLIVER LEHBRINK: Nein, das war uns und auch Durst im Vorfeld bewusst, und wir haben dies entsprechend einkalkuliert. Wir sind davon ausgegangen, dass es drei bis sechs Monate dauern würde, bis alles optimal läuft. Da wir bei Knappe + Lehbrink bereits mehrfach mit Beta-Versionen gearbeitet haben, verfügen wir in diesem Bereich über entsprechende Erfahrung. Seit Februar dieses Jahres läuft die Produktion nun kontinuierlich.

MARCEL DIETRICH: Es handelt sich hierbei um die erste Installation dieser Art in Deutschland und die zweite in Europa. Die anfänglichen Schwierigkeiten lagen vor allem im Bereich der Software, insbesondere bei der Programmierung der Roboterarme.

OLIVER LEHBRINK: Wir haben mit Durst vereinbart, die Beta-Version zu übernehmen und sie gemeinsam zur Serienreife weiterzuentwickeln. Die Maschine wird also unter realen Produktionsbedingungen getestet und kontinuierlich optimiert.

DISPLAY: Wie gestaltet sich diese Zusammenarbeit konkret?

OLIVER LEHBRINK: Über der Maschine sind Kameras installiert, auf die Durst bei Bedarf zugrei-

Der Textildrucker P5 350 Tex iSuB von Durst verfügt über eine integrierte Inline-Fixierung. Dank der vielen Funktionen des Mehrrollen- und Doppelrollendrucks ist der Drucker vielseitig einsetzbar und geeignet für verschiedenste Soft Signage- und Textilanwendungen. Foto: Durst Deutschland

fen kann. Treten Fehler auf, können wir so zeitnah reagieren. In der Regel lassen sich Probleme innerhalb weniger Stunden beheben, ohne dass ein Techniker von Durst vor Ort sein muss.

DISPLAY: Wann und wie kommt die Maschine zum Einsatz?

OLIVER LEHBRINK: Tagsüber ist ein Mitarbeiter anwesend, um vor allem komplexere Aufträge und kleinere Stückzahlen zu fertigen. In der Nacht werden größere Mengen produziert –dann läuft die Anlage vollautomatisch und ohne Personal. Aktuell arbeiten wir in zwei Schichten, die Anlagen sind 16 Stunden am Tag personell betreut. Um dies zu ermöglichen, haben wir in der Region eine zusätzliche 3.500 Quadratmeter große Gewerbeimmobilie erworben, kernsaniert und auf den neuesten Stand gebracht. Dort befindet sich nun unser Lager, wodurch wir die alte Halle für die neuen Maschinen freimachen konnten. Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr rund sieben Millionen Euro in drei Standorte investiert – das ist die bislang größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte.

DISPLAY: Welche Materialien werden auf der Maschine verarbeitet?

OLIVER LEHBRINK: Wir bedrucken kaschierte Wellpappe sowie gestrichene Kraftliner mit einer Bogengröße von bis zu knapp vier Quadratmetern. Darüber hinaus ist es möglich, bis zu 20 Millimeter dicke Wabenwellpappe zu bedrucken – das war für uns ein wichtiges Kriterium,

„Der Drucker arbeitet mit umweltfreundlichen, wasserbasierten Tinten, die vollkommen geruchlos sind. Die Qualität der Tinten ist exzellent.“

Marcel Dietrich, Managing Director & Sales Durst Image Technology Deutschland Foto: Durst Deutschland

da dies häufiger gefragt ist. Für die Maschine haben wir zudem bestimmte Materialien in großen Mengen eigens von einem Wellpappenhersteller anfertigen lassen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

DISPLAY: Wofür steht das „WT“ im Namen der Maschine?

MARCEL DIETRICH: „WT“ steht für Water Technology. Der Drucker arbeitet mit umweltfreundlichen, wasserbasierten Tinten, die vollkom-

men geruchlos sind. Die Qualität der Tinten ist exzellent, was insbesondere im Display- und Verpackungsdruck für die Pharma- und Kosmetikbranche von großer Bedeutung ist.

OLIVER LEHBRINK: Die Farbintensität ist tatsächlich deutlich höher als im Offsetdruck. Auch in puncto Nachhaltigkeit konnten die Tinten unsere Kunden überzeugen, da sie sich sogar für Verpackungen im Lebensmittelbereich eignen. Das ist für unsere Kunden aus der Pharmaund Naturkosmetikbranche ein entscheidender Vorteil.

DISPLAY: Wo kommt der neue Textildrucker zum Einsatz und was zeichnet ihn aus?

OLIVER LEHBRINK: Wir haben vor vielen Jahren mit der Produktion von Fahnen begonnen. Inzwischen verfügen wir über einen breiten Kundenstamm – von Hörgeräteherstellern über Optiker bis hin zu Autohäusern, für die wir Banner, Fahnen und Schaufensterdekorationen fertigen. Das ergänzt unser Portfolio ideal. Der Textildrucker P5 350 Tex iSUB von Durst entspricht mit seiner Rollenbreite von 3,50 Metern exakt unseren Anforderungen. Wir arbeiten mit breiteren Rollen und – je nach Stoffart und -dicke – mit Rollenlängen von bis zu 200 Metern, wobei der Standard zwischen 50 und 100 Metern liegt. Jeder Rollenwechsel verursacht Zeit- und Kostenaufwand, den wir durch Sonderanfertigungen minimieren.

MARCEL DIETRICH: Der Textildrucker überzeugt vor allem dadurch, dass er den Sublimationsdruck und die Fixierung in einem Gerät vereint. Ein separater Kalander ist nicht notwendig, wodurch sich die Produktionszeit um bis zu 40 Prozent verkürzen lässt.

DISPLAY: Vielen Dank für das Gespräch! <<

Neuzugang

Klebeplotter Phoenix

Mehr Effizienz und Flexibilität

Der Einsatz des Klebeplotters Phoenix von F Service Automa tion verbessert den Produktionsprozess bei der STI Group spürbar. In Zukunft ist sogar noch mehr möglich, denn das Potenzial des Neuzugangs wurde noch nicht voll ausgereizt.

Inihrem Werk in Neutraubling südöstlich von Regensburg produziert die STI Group flexible Display- und Verpackungslösungen. Seit Februar kommt dort auch der von F Service Automation entwickelte Klebeplotter Phoenix zum Einsatz, der zuvor drei Monate lang getestet wurde. Seit dessen Einführung verfügt die STI Group über deutlich mehr Variabilität im Produktionsprozess, was sich gerade bei unvorhergesehenen Ereignissen auszahlt. „Weil der Phoenix mit einer unterschiedlichen Anzahl von Personen betrieben werden kann, sind wir wesentlich flexibler bezüglich der Personaleinteilung. Deshalb können wir auch viel besser auf kurzfristige Veränderungen re-

agieren“, berichtet Markus Weißgerber, Leiter des STI Group-Standorts in Neutraubling. Zudem kann der Phoenix mit vielen unterschiedlichen Werkstoffen arbeiten. „Mit dem Plotter sind so gut wie alle Materialien verarbeitbar. Ein riesiger Vorteil ist, dass man unterschiedliche Stärken innerhalb eines Auftrags verwenden oder auch mehrere Aufträge untereinander kombinieren kann“, so Weißgerber weiter.

Schnellere Produktion möglich Der neue Klebeplotter ermöglicht nicht nur mehr Flexibilität, sondern auch eine wesentlich höhere Produktionsgeschwindigkeit. „Mit dem Phoenix können wir jetzt mehrere Arbeits-

„Wir sind der einzige Lieferant, der das Bedienen per Tablet ermöglicht.“

Marcel Tigchelaar, Inhaber Valleos Foto: Valleos

schritte parallel ausführen, die wir vorher nur nacheinander machen konnten. Außerdem können wir jetzt auch unterschiedliche Materialstärken fahren und die Anlauf- und Auslaufzeiten haben sich verkürzt“, berichtet Maximilian Zeus, Prozessleiter Kleben-Display und Packaging bei der STI Group. Der verbesserte Produktionsprozess kommt auch bei den Mitarbeitern gut an. „Das Feedback ist durchweg positiv, weil auch die Bedienung sehr ein -

Seit Februar ist der Klebeplotter Phoenix von F Service Automation bei der STI Group im Einsatz. Foto: STI Group
„Der Phoenix ist keine besonders schwierige Maschine. Die Kunden können die Wartung selbst übernehmen.“
Francesco Sorbera, CEO und Co-Founder von F Service Automation Foto: F Service Automation

fach ist. Dadurch, dass die Personen die Taktzeit an der Maschine selbst beeinflussen können, ist es ein Vorteil für die Mitarbeiter, dass sie sich dem Tempo anpassen können beziehungsweise im Einklang mit der Maschine sein können“, ergänzt Weißgerber.

Bereits vor dem Beginn der eigentlichen Produktion sorgt der neue Klebeplotter für Entlastung. So ist bei diesem eine manuelle Programmierung über ein Handheld-Tablet möglich. Auf diese Weise werden eine sehr schnel-

„Das Feedback ist durchweg positiv, weil auch die Bedienung sehr einfach ist.“

Markus Weißgerber, Standortleiter STI Group Neutraubling Foto: STI Group

le Programmerstellung, einfache Anpassungen sowie Arbeiten direkt am Produkt auf beiden Seiten der Maschine ermöglicht, ohne dass zwischen Klebepositionen und Computerbildschirm gewechselt werden muss. „Wir sind der einzige Lieferant, der das Bedienen per Tablet ermöglicht. Der große Vorteil ist, dass die Mitarbeiter an der Maschine die Spuren per Hand programmieren können, sodass man innerhalb von zwei oder drei Minuten ein komplettes Display programmiert hat“, berichtet Marcel Tigchelaar, Inhaber der Firma Valleos, die F Service Automation in Deutschland vertritt.

Lange Lebensdauer und einfache Wartung Weil sowohl der Maschinenrahmen als auch die Hubtische vollständig aus Stahl bestehen, handelt es sich um eine vollständig verwindungssteife Konstruktion, die eine deutlich längere Lebensdauer der Maschine ermöglicht. Dies hängt auch damit zusammen, dass der Schlauch nicht frei hängt, wodurch Materialermüdung und langfristige Beschädigungen vermieden werden. Sollte es doch zu technischen Problemen kommen, können diese meist auf einfache Art und Weise gelöst werden. „Der Phoenix ist keine besonders schwierige Maschine. Die Kunden können die Wartung selbst übernehmen, wenn sie einen eigenen Elektriker oder Mechaniker haben. Wir können per Teleassistenz ermitteln, wo das Problem liegt und dann die entsprechenden Ersatzteile liefern. Diese kann der Kunde dann ohne unsere Hilfe einbauen und spart somit sowohl Zeit als auch Geld, weil es nicht notwendig ist, dass ein Techniker von uns vor Ort ist“, erläutert Francesco Sorbera, CEO und Co-Founder von F Service Automation.

Potenzial für mehr Erfahrung mit dem technischen Support von F Service Automation hat die STI Group bereits während der rund dreimonatigen Testphase gemacht. „Bei der Sensorik hatten wir gewisse

„Wir

lernen an der Maschine immer noch etwas Neues kennen und testen sie noch mal aus, damit wir einen optimalen Nutzen aus ihr ziehen können.“

Maximilian Zeus, Prozessleiter Kleben-Display und Packaging STI Group Neutraubling Foto: STI Group Group

Herausforderungen. Die konnten aber mit Hilfe von F Service Automation schnell abgestellt werden“, berichtet Maximilian Zeus, demzufole das volle Potenzial des Klebeplotters Phoenix derzeit noch nicht ausgechöpft wird. „Wir sind immer noch in einer gewissen Testphase für uns selbst. Wir lernen an der Maschine immer noch etwas Neues kennen und testen sie noch mal aus, um einen optimalen Nutzen daraus zu ziehen.“ <<

Der Klebeplotter Phoenix verfügt über herausnehmbare Hubwagen. Foto: F Service Automation

Mehrals Druck

GP German Printers

Kompetenzen intelligent verbunden

GP German Printers verbindet innovative Drucktechnik mit smarter Projektlogistik. Vom klassischen Druckdienstleister zum europaweit agierenden Partner für Markeninszenierung gewachsen, steht das Unternehmen heute für Flexibilität, Qualität und nachhaltige Lösungen.

Einstals klassischer Druckdienstleister gestartet, hat sich GP German Printers im Laufe der Zeit zu einem Produktions-, Projektund Logistikpartner für visuelle Kommunikation am POS entwickelt. Die Bandbreite reicht von der ersten Beratung bis zum europaweiten Roll-out – mit einem Anspruch, der weit über reine Druckleistung hinausgeht. Der Digitaldruck bildet das Fundament des umfangreichen Portfolios: mit Großformatdruck, Werbetechnik, Systemlösungen, Konfektion, Veredelung und Montage bietet GP German Printers ein Gesamtpaket, das Marken am POS einmal mehr erlebbar macht.

Wachstum mit Weitblick

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2007 mit Daniel Josef als geschäftsführendem Gesellschafter. Der Hauptsitz befindet sich in Nürnberg, doch seit kurzem gibt es einen weiteren Standort in Vechta und mit der Übernahme des Druckdienstleisters Stiefel Digitalprint

auch in Lenting. „Damit sind wir regional breiter aufgestellt und können Produktionslasten besser verteilen – ein entscheidender Vorteil in einer Branche, in der Schnelligkeit und Zuverlässigkeit zählen“, betont Josef.

120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für das Druckunternehmen tätig. Dabei setzt Josef vor allem auf vielfältiges Knowhow in den Bereichen Produktion und Projektmanagement gepaart mit technischer Expertise und Hands-on-Mentalität. Es sei

umfangreiches Portfolio –auch individuelle Displaylösungen bietet GP German Printers seinen Kunden. Foto: GP German Printers

das Zusammenspiel dieser Kompetenzen, das GP German Printers auszeichne und den Weg für Innovationen ebne.

Dies und das breit aufgestellte Portfolio tragen zum Erfolg des Unternehmens bei. „Wir produzieren alles, was Marken am POS, im Schaufenster, auf Messen, im Ladenbau oder in der Außenwerbung sichtbar macht: Banner, Planen, Stoffdrucke, Klebefolien, Aufsteller, Roll-ups, Rahmensysteme, Fassadensysteme, Schilder, Plattendrucke und individuelle Displaylösungen“, so Josef. Dazu kommen Beratung, Projektplanung, Datenhandling, Konfektion, Verpackung, Versand und Just-in-Time-Logistik.

Der Hauptsitz von GP German Printers befindet sich in Nürnberg.
Weitere Standorte gibt es in Vechta und Lenting (siehe Bild). Foto: GP German Printers

Auch die Materialvielfalt ist beeindruckend. Je nach Anwendung kommen Plattenmaterialien, Folien, Textilien, Bannermaterialien, Papiere, Kartonagen, Alu- und Rahmensysteme sowie weitere Substrate zum Einsatz – für den Innenwie den Außenbereich. „Im Druck setzen wir vor allem auf Digitaldruck und Großformatdruck, ergänzt durch Offset-, Sieb- und Tampondruck über unser Netzwerk“, erklärt der Geschäftsführer. In der Weiterverarbeitung gehören Schneiden, Nähen, Schweißen, Ösen, Bohren, Kleben, Fräsen, Falzen, Rillen und Stanzen zum Repertoire.

Mehr als nur Druck

Was GP German Printers von anderen Unternehmen aus der Branche unterscheidet, ist die Verbindung aus industrieller Druckproduktion, hoher Flexibilität und ausgefeilter Projektlogistik. „Viele können drucken – doch nur wenige schaffen es, komplexe Projekte präzise umzusetzen – schnell zu produzieren, sinnvoll zu konfektionieren und zuverlässig an viele Standorte zu liefern. Genau dort fühlen wir

uns wohl. Wir denken nicht nur in Quadratmetern, sondern in Wirkung, Prozess und Timing“, unterstreicht Josef.

Zu den Kunden der Nürnberger Druckprofis gehören namhafte Baumarkt- und Möbelketten, Unternehmen aus Mode, Automotive und Elektronik, Filialisten, Agenturen, Messe- und Werbetechnikunternehmen. Viele Projekte werden in Deutschland und der DACH-Region umgesetzt, doch GP German Printers ist auch europaweit aktiv. Was die Kunden schätzen, sind Tempo, Verlässlichkeit, saubere Qualität und möglichst wenig Reibung. „Am Ende zählt, dass Kampagnen pünktlich stehen, die Farben stimmen, die Ware vollständig ankommt – und der Prozess intern keine Energie frisst. Unsere Kunden suchen weniger reine Lieferanten als vielmehr Partner, die mitdenken“, bestätigt der Geschäftsführer.

Trends, die die Branche bewegen Als die drei großen Themen, die die Entwicklungen in der Branche prägen, benennt Josef

„Viele können drucken –doch nur wenige schaffen es, komplexe Projekte präzise umzusetzen. Wir denken nicht nur in Quadratmetern, sondern in Wirkung, Prozess und Timing.“

Daniel Josef, Geschäftsführer

GP German Printers Foto: GP German Printers

Nachhaltigkeit, Modularität und Digitalisierung. So wünschen sich Kunden Materialien, die bewusster eingesetzt werden sowie Displays, die länger nutzbar und besser recycelbar sind. Gleichzeitig müssen laut Josef POS-Lösungen flexibler werden, weil Kampagnenzyklen immer kürzer ausfallen. Die Verbindung von Print, Digital Signage, interaktiven Elementen und datengetriebener Handelskommunikation werde immer wichtiger. Der stationäre Handel bleibe relevant – aber er werde erlebnisorientierter.

Daher stehen für GP German Printers in Zukunft auch Investitionen in Technologie, Automatisierung und Energieeffizienz im Fokus. Um aktuellen Herausforderungen wie kürzere Kampagnenzyklen, steigende Material- und Energiekosten, Nachhaltigkeitsanforderungen, Fachkräftemangel und hohe Erwartungen an Liefergeschwindigkeit adäquat begegnen zu können. Und um sich einmal mehr als Partner für seine Kunden zu etablieren. „Unser Ziel ist es, Kunden noch schneller und flexibler zu bedienen – mit regionaler Nähe, einem breiteren Portfolio und klarer Prozessqualität. Wachstum bleibt ein Ziel, aber nicht um jeden Preis: Es geht darum, besser zu werden, nicht nur größer. Denn „cool ist nicht laut – cool ist, wenn es funktioniert“, so Josef abschließend. <<

Sichtbarkeit für Marken schaffen – GP German Printers stellt Großformatdrucke für den Innen- und Außenbereich her. Foto: GP German Printers

Übernahme

Antalis stärkt Deutschlandgeschäft

Das französische Papier- und Verpackungsunternehmen Antalis erweitert seine Präsenz auf dem europäischen Verpackungsmarkt und übernimmt Hein Verpackungen. Das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Lauterhofen wurde 1928 gegründet und beliefert Unternehmen in ganz Deutschland und anderen europäischen Märkten mit kundenspezifischen Verpackungen aus Wellpappe und POS-Display-Lösungen. Diese haben eine Rec yclingquote von nahezu 100 Prozent, wodurch Hein Verpackungen einer der führenden Anbieter nachhaltiger Verpackungen ist. Mit der Übernahme stärkt Antalis das Engagement im Bereich der industriellen und konstruktiven Verpackungen, die zu den wichtigsten Wachstumstreibern der Gruppe gehören. Zudem erweitert das Unternehmen durch die Design- und Fertigungskompetenz von Hein Verpackungen sein Dienstleistungsangebot in Deutschland, dem größten europäischen Verpackungsmarkt.

Stüwer und Gustavo Gusto Amore aus dem

Automaten

Der Tiefkühlpizzenhersteller Gustavo Gusto und der Anbieter von Automatenlösungen Stüwer gehen eine Kooperation ein, die allen Pizzafans rund um die Uhr vollen Genuss garantiert: Ab sofort gibt es die beliebten Tiefkühlpizzen Amore aus dem Automaten – in etwa fünf Minuten von tiefgefroren zu servierfertig. Die Automaten sind für Tankstellen, Hotels, Campingplätze oder alle Orte gedacht, an denen Menschen jederzeit genießen möchten. Der vollautomatische Pizzaofen bereitet die bei konstant minus 23 Grad Celsius gekühlten Pizzen innerhalb weniger Minuten zu. Gustavo Gusto wurde vor mehr als zehn Jahren gegründet. Mittlerweile produziert das Unternehmen laut eigenen Angaben bis zu 220.000 Pizzen pro Tag an zwei Standorten. Die Stüwer GmbH wurde 1977 ins Leben gerufen. Seitdem hat sich das Familienunternehmen zu einem der führenden Anbieter von Automatenlösungen für Verkauf und Versorgung rund um die Uhr entwickelt.

Dank der Kooperation von Gustavo Gusto und Stüwer gibt es Pizza rund um die Uhr.

Foto: Stüwer GmbH

Packaging Competence Center

Henkel Adhesive Technologies hat sein umfassend modernisiertes Packaging Competence Center in Düsseldorf eingeweiht und setzt damit ein deutliches Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der Verpackungsindustrie. Angesichts verschärfter Nachhaltigkeitsvorschriften, wachsender Nachfrage nach kreislauffähigen Lösungen und der fortschreitenden Digitalisierung der Fertigung schafft das neue Zentrum einen innovativen Hub, in dem praxisnahe Zusammenarbeit und gezielte Innovationen im Fokus stehen. Die Modernisierung des Packaging Competence Center basiert auf der strategischen Partnerschaft mit dem Hersteller von Maschinen für flexible Verpackungen, Nordmeccanica, die im Mai 2025 bekannt gegeben wurde. Im Zentrum stehen zwei neue, hochmoderne Maschinen – die Super Combi 5000 und die Super Simplex SL e800. Diese Anlagen bilden sämtliche branchenüblichen Laminier- und Beschichtungsprozesse ab und sind vollständig digitalisiert. Das Packaging Competence Center erfüllt damit modernste Industriestandards und bietet Kunden die Möglichkeit, Klebstoff- und Beschichtungslösungen unter realistischen Bedingungen zu testen. Das Packaging Competence Center ist eng mit dem benachbarten Inspiration Center Düsseldorf verbunden und bildet alle Schritte des Produktlebenszyklus ab – von der Entwicklung über Anwendungstests und industrielle Validierung bis zum Recycling im eigenen Testlabor. Ergänzende Angebote wie die Converter’s Academy und weitere Kundenschulungen unterstützen Unternehmen dabei, aktuelle Anwendungstechnologien sicher zu beherrschen und effizient in die Produktion zu übertragen.

Hein Verpackungen gehört künftig zu Antalis. Foto: Hein Verpackungen
Das Packaging Competence Center wurde von Vertretern von Henkel und Nordmeccanica eröffnet. Foto: Henkel

Philips Professional Display Solutions Große Bühne ausgestattet

Philips Professional Display Solutions (PPDS) hat die historische Fassade des Saarländischen Staatstheaters mit einem 6 x 2 Meter großen Display der Philips Urban LED 7000 Serie ausgestattet. Die neue zentral verwaltete LEDLösung wurde vom exklusiven Distributor der Philips Displays zusammen mit den lokalen Spezialisten für AV/IT-Integration und Veranstaltungstechnik, DOOH Concept und LE-Eventtechnik realisiert – unterstützt durch Metallbau Patric Schmidt. Mit einem Pixelabstand von 3,9 Millimetern und hoher Helligkeit bietet das Display ein starkes Kontrastverhältnis und eine flüssige Wiedergabe sowie feine Farbnuancen, Schattierungen und Sättigung. Die IPP66-zertifizierte Philips Urban LED 7000 Serie wurde für alle Wetterbedingungen entwickelt und ist auf Leistung und Langlebigkeit ausgelegt. Durch die Installation des digitalen Displays müssen die Werbebanner und Plakate nicht mehr täglich von den Mitarbeitern erstellt, gedruckt und manuell ausgetauscht werden.

Moderne LED-Lösung an denkmalgeschützter Fassade: Mit hochauflösender, digitaler Kommunikation kann das Saarländische Staatstheater die Aufmerksamkeit der Passanten deutlich steigern und das Publikum direkt ansprechen. Foto: PPDS

umdasch The Store Makers

Neues Digital Signage für Decathlon

Seit Anfang 2026 begleitet das Digital-Retail-Team von umdasch Decathlon beim Rollout modernster Digital-Signage-Anwendungen in Deutschland. Dabei werden in den kommenden zwei bis drei Jahren Digital-Signage-Anwendungen in etwa 100 Stores des Sportartikelhändlers angebracht. umdasch liefert und installiert die Hardware, darunter Displays, Halterungen und Stelen sowie die Möbel aus eigener Produktion. Zudem übernimmt das Digital-Retail-Team Support und Service. Auf diese Weise kommen die zentralen Komponenten des Projekts aus einer Hand. Ziel der Partnerschaft ist es, digitale Touchpoints im stationären Handel konsequent weiterzuentwickeln und eine effiziente Übertragung auf weitere Standorte und Märkte zu ermöglichen.

IDooH Public & Private Screens 3.0

Hier wirkt DooH am stärksten DOOH ist besonders bei der jungen und mobilen Zielgruppe effektiv. Das geht aus dem Frühjahrs-Update der IDOOH Public & Private Screens 3.0 des Institute for Digital out Home Media hervor. Demnach werden mit DOOHWerbung innerhalb einer Woche 80,3 Prozent der 14- bis 29-jährigen erreicht. In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern liegt die Reichweite sogar bei 95,5 Prozent. Die höchste Reichweite erreichen diese Werbemaßnahmen in Berlin wo 97,4 Prozent der über 14-Jährigen erreicht werden. Dahinter folgen München mit einer Reichweite von 96,8 Prozent und Hamburg mit 94,7 Prozent.

Eine Studie zeigt, wo DOOH-Maßnahmen am besten wirken. Foto: Generative AI – stock.adobe.

Markenartikler können auf beiden Seiten des Eingangsbereichs im neuen

Terminal in Frankfurt Werbeflächen buchen. Foto: Media Frankfurt

Digitale Werbung am Frankfurter Flughafen

Platz für Brands –nicht für Brände

Neue LED Werbeflächen am Frankfurter Flughafen zeigen, wie digitale Werbung und Brandschutz erfolgreich miteinander kombiniert werden können. Gerade einer kleinen Komponente kommt dabei eine große Bedeutung zu.

Seit 23. April 2026 gilt auch Deutschlands größtem Airport: Aller guten Dinge sind drei. An diesem Tag wurde am Flughafen Frankfurt Terminal 3 eröffnet und erhöht damit dessen Kapazitäten um etwa 19 Millionen Passagiere jährlich. Das neue Terminal ist nicht nur ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für die Region Rhein-Main, sondern erweitert auch für Marken die Möglichkeiten, Menschen aus aller Welt zu erreichen. Einen wichtigen Beitrag dazu hat LG Electronics mit einer großflächigen LED-Installation im Duty-Free-Bereich des zentralen Marketplace geleistet. Die

beiden LED-Walls verfügen jeweils über eine Auflösung von 6.240 x 1.485 Pixeln.

Hohe Anforderungen

Für die LED-Walls wurde das Modell LHCB025YN verwendet, das speziell für den dauerhaften Einsatz in stark frequentierten Bereichen konzipiert ist und auch bei herausfordernden Lichtverhältnissen eine kontrastreiche, homogene Darstellung gewährleistet. In Auftrag gegeben wurde das Projekt von der Media Frankfurt, die das Medienkonzept sowie die Vermarktung sämtlicher Werbeflächen am Flug-

Sicher sichtbar

„Digitale Großflächen in einem internationalen Flughafenumfeld müssen höchste Anforderungen erfüllen.“

Robert Bergner, Head of Solution Sales Information Display LG Electronics Deutschland Foto: LG

hafen Frankfurt verantwortet. Ein weiterer wichtiger Partner war der Systemintegrator Ben Hur, der die Verantwortung für die technische Umssetzung und Integration der LED-Systeme verantwortete. „Digitale Großflächen in einem internationalen Flughafenumfeld müssen höchste Anforderungen an Bildqualität, Betriebssicherheit und regulatorische Konformität erfüllen“, erläutert Robert Bergner, Head of Solution Sales Information Display bei LG Electronics Deutschland.

Zu den wesentlichen Anforderungen bezüglich der Betriebssicherheit gehört auch Brandschutz. Gerade ein Ereignis fast auf den Tag genau 30 Jahre vor der Eröffnung des dritten Terminals am Frankfurter Flughafen macht deutlich, welche dramatischen Folgen eine Vernachlässigung von diesem haben kann: Im April 1996 verloren bei einer Brandkatastrophe am Düsseldorfer Flughafen 17 Menschen ihr Leben und 88 wurden verletzt. Die seitdem immer stärker verbreitete Nutzung von elektronischen Geräten in vielen Bereichen hat die Brandrisiken noch weiter erhöht, schließlich ist laut Institut für Schadensstatistik etwa ein Drittel aller Brände auf Elektronik zurückzuführen. Jedoch sahen sich Baubehörden und Ausschreiber im Genehmigungsprozess für sensible Gebäudebereiche wie Flughäfen, Bahnhöfe Einkaufszentren lange mit vielen offenen Fragen konfrontiert. Erst seit September 2023 liegt mit der vom Verband Schadensverhütung (VdS) herausgegebenen Richtlinie VdS 6024 ein bundeseinheitlicher Standard zur Anbringung von Medientechnik in sensiblen Bereichen vor. Zu diesen „sensiblen Bereichen“ zählen neben Treppenräumen und Fluren auch Räume, an die eine große Menschenanzahl aufnehmen können wie Flughafenterminals.

„Kleinster Feuerlöscher der Welt“ verbaut Das Brandschutzkonzept der LED-Displays im neuen Terminal umfasst sowohl eine äußere als auch eine innere Komponente. Zur äußeren gehört die gezielte Auswahl schwer entflammbarer Materialien, die der europäischen Brandschutznorm zur Klassifizierung des Brandverhaltens von Bauprodukten und Werkstoffen (EN 13501-1) entsprechen und somit nicht brennbar sind. Ein wesentliches Element des inneren Brandschutzes ist die bereits werksseitig in den LED-Modulen verbautet E-Bulb-Technologie von

JOB, vom Hersteller auch als „kleinster Feuerlöscher der Welt“ bezeichnet. Diese Thermosicherung besteht aus einer mit rückstandsfreiem Löschmittel gefüllten, beschichteten Glasampulle, die in der kleinsten Version gerade einmal die Größe einer typischen Feinsicherung oder einer 1-Euro-Münze hat.

Sollte es innerhalb des elektrischen Geräts brennen, detektiert die E-Bulb das Feuer und löscht es automatisch. Um eine Wiederentzündung zu verhindern, wird zudem der Strom

dauerhaft unterbrochen. Auf diese Weise werden Brandfolgen verhindert und das Risiko von Betriebsunterbrechungen reduziert. Da der Brandschutz bereits ab Werk vollständig integriert ist, stammen sämtliche relevanten Zertifizierungen wie CE, EMV und weitere gerätespezifische Nachweise direkt vom Hersteller und besitzen volle Gültigkeit. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass jährlich Millionen Menschen vom neuen Terminal in die weite Welt fliegen können. <<

Die LED-Installationen sind prominent im Duty-Free-Bereich des neuen Terminals auf dem Frankfurter Flughafen platiziert. Foto: LG
Die von der JoB Gruppe entwickelte E-Bulb schützt im Fall der Fälle die Displays. Foto: JOB

Nachhaltig gestalteter Ecoalf Store in San Sebastián: Reduziertes Design lässt viel Raum für die Warenpräsentation. Foto: Smurfit Westrock/Copyright: Pablo Bordass

16 Wochen für acht unterschiedliche Welten

Smurfit Westrock und Ecoalf

Boutique aus Papier und Pappe

Wände, Umkleideräume, Regale und Tische – alles aus Wellpappe und Papier. Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Spanien ihr erstes Geschäft eröffnet, dessen Einrichtung komplett aus recycelbaren Materialien besteht. Entworfen und gefertigt wurden die Möbel im portugiesischen Werk von Smurfit Westrock. Das Papier wurde in Frankreich in der eigenen Papierfabrik produziert. Das Holz stammt aus den französischen Wäldern des Herstellers von papierbasierten Verpackungen. Laut Smurfit Westrock bieten sich Wellpappe und Papier nicht nur wegen ihrer Kreislauffähigkeit für den Ladenbau an, sondern auch wegen ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung. „Die Kooperation mit Ecoalf unterstreicht den Anspruch von Smurfit Westrock, nachhaltige und innovative Lösungen für Kunden anzubieten, die konsequent auf ein verantwortungsvolles und umweltfreundliches Produktionsmodell ausgerichtet sind“, erklärt Ignacio Sevillano, CEO von Smurfit Westrock für Spanien, Portugal und Marokko.

Mit dem Engelhorn Fashion Universe im Gridx Luxemburg hat Kraiss ein Multi-Experience-Retail-Universum erschaffen. Das Premium-Retail-Konzept verbindet auf mehr als 5.000 Quadratmetern Fashion, Luxury, Accessoires, Hospitality und digitale Inszenierung zu einem Gesamtbild, das klassische Storelogiken bewusst aufbricht. Aus Sicht des Ladenbaus entstand dabei nicht nur ein einzelner Store, sondern ein Ensemble aus acht unterschiedlich gestalteten Welten mit jeweils eigener Materialität, Formensprache und Atmosphäre. In nahezu allen Bereichen ist der digitale Charakter des Stores präsent. So sind Displays im Verkaufsraum, zusätzliche Bildschirme im Zugangsbereich, Videowalls, LED-Flächen und Content-Inszenierungen integraler Bestandteil der räumlichen Wirkung. Hinzu kommt ein Lichtkonzept mit unterschiedlichen Lichtfarben. Dieses wurde auch in den Umkleiden umgesetzt, wo Lichtstimmungen über Spiegel bewusst gewählt werden können.

Ende März hat Intersport in Halle an der Saale die erste Filiale mit einem neuen Storekonzept eröffnet. Foto: Intersport

Intersport Erster Superstore eröffnet

Vom 26. bis 28. März hat Intersport die Eröffnung des neuen Superstores in der Innenstadt von Halle (Saale) gefeiert. Der neue Standort in der zweitgrößten Stadt Sachsen-Anhalts ist der erste, bei dem das neue Storekonzept des Sportartikelhändlers umgesetzt wurde. Bei diesem wird die klare Ausrichtung der Marke Intersport, die sich über Kompetenz, Kundennähe und ein breites, zugängliches Sportangebot definiert, um niedrigschwellige Angebote ergänzt. Das Visual Merchandising-Konzept verleiht dem Store eine eigenständige Identität, ohne sich vom vertrauten Markenbild zu lösen. Klare Strukturen, offene Flächengestaltung und gezielte Wareninszenierung sorgen für Orientierung und machen gleichzeitig die Vielfalt des Sortiments erlebbar. Funktionshinweise oder erläuternde Kennzeichnungen helfen Kunden dabei, das passende Produkt selbstständig zu finden und erleichtern so die Kaufentscheidung. Im fest integrierten Super-SaleBereich sind ganzjährig wechselnde Angebote zu finden. Großzügige Flächen schaffen im Store Raum, um Produkte direkt auszuprobieren und Sport aktiv zu erleben. Ergänzt wird das klassische Einkaufserlebnis durch offene Bereiche, Erlebniszonen und einen impulsgestalteten Kassenbereich mit vielfältigen Mitnahmeartikeln.

Kraiss
Eine der Erlebniswelten des Engelhorn Fashion Universe ist Saturn gewidmet. Foto: Kraiss GmbH

Frankfurter Flughafen International Retail Forum

Storekonzepte der Zukunft, Transformation und Prozesse, Daten und KI, Omnichannel und Core Merchandising sowie Sicherheit, Architektur und Cloud-Anwendungen – das sind die Themen des International Retail Forum 2026. Namhafte Experten und Retailer wie adidas, Schwarz Digits, toom Baumarkt oder Coop stellen auf dem englischsprachigen Forum der retailsolutions AG, einem der führenden Retail-Beratungshäuser für SAP-Solutions Europas, Praxisbeispiele vor. Die Vorträge und Diskussionsrunden auf dem im Juni in Frankfurt stattfindenden Branchen-Event bieten die Möglichkeit, innovative Lösungen kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Teilnehmern wird aufgezeigt, wie sie Herausforderungen meistern sowie eigene Strategien und Projekte weiterentwickeln können. Darüber hinaus erhalten sie praxisnahe Impulse und Insights zum aktuellen SAP-Portfolio für den Handel. So erläutert unter anderem Florian Röder von SAP die Rolle der SAP Business Data Cloud für den Einzelhandel und zeigt konkret auf, wie datengetriebene Entscheidungen Wettbewerbsvorteile schaffen können.

swissqprint in Hannover

Am 24. Juni 2026 lädt swissqprint zur Roadshow nach Hannover ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Druckdienstleister in Zeiten steigender Kosten und unsicherer Märkte sinnvoll investieren. Gemeinsam mit Experten werden Faktoren wie Langlebigkeit, niedrige Betriebskosten und vielseitige Anwendungen diskutiert. Vor Ort demonstriert swissqprint die neueste Flachbett-Generation anhand des High-End-Modells Kudu. Besucher erleben Live-Produktionen und sehen, wie sich anspruchsvolle Anwendungen wie Lackeffekte, haptische Strukturen oder Neon-Druck effizient und reproduzierbar umsetzen lassen. Die Teilnahme ist kostenlos, inklusive Mittagessen. Aufgrund der begrenzten Anzahl von Plätzen, wird um Anmeldung bis zum 19. Juni 2026 gebeten.

Während des Events wird die neueste Flachbett-Generation anhand des High-EndModells Kudu vorgestellt. Foto: swissqprint

Treffpunkt für die Branche: Im Mittelpunkt des Symposiums stehen die vielfältigen Anwendungsbereiche des UV-Drucks. Foto: Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologie

14. Fogra Symposium uV-Druck Branchentreffpunkt im oktober

Das Fogra Symposium UV-Druck ist seit beinahe drei Jahrzehnten ein fester Termin für die Druckbranche. Am 28. und 29. Oktober 2026 findet die renommierte Veranstaltung bereits zum 14. Mal statt und lädt UV-Profis wie auch Einsteigerinnen und Einsteiger zum fachlichen Austausch und zur Wissensvermittlung ein. Im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums stehen die vielfältigen Anwendungsbereiche des UV-Drucks. Besonders im Fokus: die Herausforderungen der Technologie und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Ergänzt wird das Programm durch praxisnahe Einblicke und aktuelle Entwicklungen bei Verbrauchsmitteln. Ein besonderes Highlight ist die Keynote von Dr. Michael Has, Monopertus, zum Thema „Drucken in Zeiten des ökologischen Wandels“. Damit greift er das zentrale Umweltthema des Symposiums auf und beleuchtet die Rolle des UV-Drucks im Kontext nachhaltiger Entwicklungen.

Roadshow
Das International Retail Forum findet am 23. und 24. Juni 2026 im b’mine Hotel am Frankfurter Flughafen statt. Bildquelle: retailsolutions International Retail Forum 2025

Werbetechnik und visuelle Kommunikation

European SignExpo

Innovation und Wirkung

Werbetechnik und visuelle Kommunikation unterliegen einer steten Dynamik, die von Technologie, Umweltvorschriften und Nutzererfahrung geprägt ist. Michael Ryan, Leiter Fespa, erläu tert die neuesten Entwicklungen anlässlich der European Sign Expo, die vom 19. bis 22. Mai 2026 unter dem Dach der Fespa Global Print Expo in Barcelona ihre Tore öffnete.

Der

Bereich Signage (Außenwerbung, Poster, Plakate) entwickelt sich kontinuierlich weiter – im Gleichschritt mit stetigem Marktwachstum, digitaler Integration und einem verstärkten Fokus auf Umweltverträglichkeit. Laut dem Marktforschungsunternehmen Grand View Research wurde der globale Markt für Digital Signage im Jahr 2023 auf rund 26,8 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2030 auf über 45 Milliarden US-Dollar anwachsen. Vor diesem Hintergrund bleibt die Print-Außenwerbung ein zentrales und widerstandsfähiges Kommunikationsmittel – doch ihre Rolle wandelt sich. Sie agiert nicht mehr isoliert, sondern wird zunehmend Teil umfassender, erleb-

nisorientierter Kommunikation. Die veränderte Dynamik von Signage und visueller Kommunikation stand auf der European Sign Expo im Mittelpunkt. Experten aus der gesamten Branche teilten dort Ideen und geben Einblicke, wie sich Signage-Produkte weiterhin an wirtschaftliche und gesellschaftliche Erwartungen anpassen lassen kann.

Nachhaltigkeitskennzahlen

Nachhaltigkeit wird heute nicht mehr allein durch Markenversprechen definiert, sondern durch Regulierungen, Beschaffungskriterien und messbare Zielvorgaben. In Europa beeinflussen Gesetzgebungen zu Verpackungen und

Materialien sowie umfassendere ESG-Verpflichtungen, die Unternehmen dazu anhalten, ökologische, soziale und ethische Standards einzuhalten, maßgeblich die Entwicklung und Herstellung von Signage-Produkten. Branchenschätzungen zufolge berücksichtigen mittlerweile mehr als 60 Prozent der großen Unternehmen Nachhaltigkeitskriterien bei der Auswahl ihrer Lieferanten. Dies führt zu einer steigenden Nachfrage nach recycelbaren Aluminiumkonstruktionen, PVC-freien Folien sowie wasserbasierten oder UV-härtenden Tinten mit geringeren Emissionen. Ebenso zeichnet sich ein Trend zu zirkulären Designprinzipien ab. So gewinnen beispielsweise modulare Beschilderungssysteme an Bedeutung, die es ermöglichen, Grafiken oder Komponenten auszutauschen, ohne die gesamte Installation zu ersetzen – Unternehmen können so Lebenszykluskosten und Abfall reduzieren. Dies spiegelt eine umfassendere Entwicklung wider –weg von einfachen „Low-Impact“-Versprechen hin zu nachweisbarer Umweltleistung.

Die European Sign Expo ist die Plattform für Produkte und Lösungen aus den Bereichen Signage und Digital Signage. Foto: Fespa Global Print Expo

Digital und analog vereint Während Printprodukte für Sichtbarkeit und Beständigkeit sorgen, wird ihr Wert zunehmend durch digitale Konnektivität gesteigert. Fortschritte bei LED- und Displaytechnologien beschleunigen dieses Zusammenwachsen. Da Displays immer dünner, energieeffizienter und anpassungsfähiger werden, steigt der Bedarf an hybriden Kommunikationslösungen, die gedruckte und digitale Elemente vereinen. Gerade für Organisationen mit mehreren Standorten ermöglicht dieser hybride Ansatz eine zentrale Steuerung der Inhalte bei gleichzeitiger Wahrung einer einheitlichen Präsenz – zur Optimierung von Prozessen und Stärkung der Markenbotschaft.

Investitionen in Urbanisierung und Infrastruktur führen dazu, dass kommerzielle Umgebungen und öffentliche Räume immer komplexer werden – was höhere Anforderungen an Beschilderungen stellt. So sind beispielsweise Leitsysteme eine anspruchsvolle Form der Signage, die in belebten, urbanen Bereichen mittlerweile unerlässlich und alltäglich geworden sind. Die richtige Beschilderung kann das Nutzererlebnis und die Zufriedenheit positiv beeinflussen und unterstreicht die Bedeutung klarer, anpassungsfähiger Lösungen. Im Zuge dieses Trends wird Signage heute verstärkt unter Berücksichtigung des Nutzerverhaltens und der Zugänglichkeit gestaltet – sie bezieht unterschiedliche Besucherströme, Bedürfnisse und räumliche Gegebenheiten mit ein.

Print anders denken

In wettbewerbsintensiven Branchen, insbesondere im Einzelhandel und in der Gastronomie, werden Large-Format-Produkte zunehmend genutzt, um die Markenpositionierung zu stärken und sich zu differenzieren. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage nach hochwertigen Oberflächen und Materialien, darunter plastische Buchstaben, mehrschichtige Konstruktionen sowie Kombinationen aus Holz, Metall und Acryl. Solche Elemente lassen sich mit

Gastautor: Michael Ryan

Head of Fespa Global Print Expo an European Sign Expo Foto: Fespa Global Print Expo

European Sign Expo

Besucher der European Sign Expo 2026 erhielten die Gelegenheit, diese Trends im Detail zu erkunden. Die Veranstaltung brachte Experten aus der gesamten Branche zusammen, um zu zeigen, wie Materialien, Technologi en und Markterwartungen die Bereiche Beschilderung und visuelle Kom munikation prägen. Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://europe.fespa.com/european-sign-expo Fotos: Fespa Global Print Expo

digitalem Druck und Beleuchtungstechnologien verbinden, wodurch Präzision und haptische Wirkung kombiniert werden. Das Ergebnis sind dynamische Plakate, die Atmosphäre und Markenerlebnis bereichern, statt lediglich Fakten oder Informationen zu vermitteln.

Fortschritte in der digitalen Drucktechnologie und der Automatisierung von Arbeitsabläufen ermöglichen heute ein nie dagewesenes Maß an Individualisierung bei Large-Format-Werbung und anderen Druckanwendungen. So

erlauben etwa variabler Datendruck und optimierte Produktionsprozesse, Signage exakt auf bestimmte Standorte, Zielgruppen oder Umgebungen zuzuschneiden – bei gleichbleibender Markenkonsistenz. Dies ist besonders relevant für Einzelhandelsketten, FranchiseNetzwerke und internationale Marken, die in unterschiedlichen Märkten agieren. Aus wirtschaftlicher Sicht unterstützen die Individualisierungsmöglichkeiten zielgerichtete Kommunikation und verbessert die Kapitalrendite von Unternehmen.

Leiter Vertrieb & Marketing

ekiosk, einer der führenden Anbieter digitaler Kiosk- und Displaylösungen, hat Peter Biendarra zum neuen Leiter Vertrieb und Marketing ernannt. Biendarra, der bereits als Head of Business Development umfangreiche Erfahrung im internationalen Projektgeschäft renommierter Technologieunternehmen gesammelt hat, übernimmt die Gesamtverantwortung für die Neustrukturierung und Integration dieser zentralen Bereiche. Mit dem Ziel, marktspezifische Prozesse noch gezielter in die Geschäftsstrategie einzubinden, setzt ekiosk auf die enge Verzahnung von strategischer Marktentwicklung und operativem Vertrieb.

EGGERS & FRANKE

Teams neu aufgestellt

EYEC

Neuer Vertriebsexperte

Ioannis Georgiadis

Eyec, weltweiter Anbieter von Qualitätssicherungslösungen für die Druck- und Verpackungsindustrie, hat einen neuen Business Development Manager: Ioannis Georgiadis. Seit März treibt der erfahrene Vertriebsexperte in dieser Position den Ausbau globaler Distributor- und Händlernetzwerke sowie das internationale Wachstum des Hamburger Unternehmens voran. Zuvor war Georgiadis vor allem in der Medtech-Industrie tätig, wo er den Vertrieb in Europa, Afrika und anderen Märkten verantwortete. Eyec bietet pharmazeutischen Unternehmen, Druckereien und Markenartikelherstellern Artworkprüfungs- und Druckbildinspektionssysteme an, etwa für Etiketten, Faltschachteln, Beipackzettel oder flexible Verpackungen.

Die zur Rotkäppchen-Mumm Gruppe gehörende Eggers & Franke Gruppe hat zwei neue Teams geschaffen, um die Markenpartner und die Markenarbeit des Distributionsunternehmens für Spirituosen, Weine und Schaumweine zu unterstützen. Die Verantwortung für das Strategic Brand Partner-Team, der neuen, zentralen Schnittstelle für die Zusammenarbeit mit den Markenpartnern, trägt Marko Rippe. Seit 2020 ist er in verschiedenen Leadership-Funktionen für Eggers & Franke tätig. In den letzten Jahren verantwortete er das Marketing rund um das Wein- und Spirituosenportfolio. Die Führung des zweiten neuen Teams – Market Strategy & Activation – hat Henning Reinke übernommen. Es bündelt die Kompetenzen in (Trade) Marketing, Revenue Growth und Category Management sowie Messen & Events. Reinke war zuvor in leitenden Funktionen bei AB InBev sowie Henkel tätig und zuletzt als Global Sales Director bei Brandt Backwaren.

Führungswechsel

Seit dem vergangenen Sommer hat Mars Snacking eine neue General Managerin für die Märkte Österreich und Schweiz: Melanie E. Bednar. Die Betriebswirtin ist bereits seit 2013 im Unternehmen und bringt langjährige Auslandserfahrung in verschiedenen regionalen und globalen Positionen mit. Die Spezialistin für Leadership, Talentförderung und übergreifende Zusammenarbeit fungierte seit 2023 als Regional Channel & Customer Strategy Director Mars Wrigley für Europa und Zentraleurasien. In dieser Rolle arbeitete sie mit leitenden Stakeholdern in lokalen Märkten sowie in regionalen und globalen Teams zusammen, um die strategische Kundenagenda zu entwickeln und implementieren. Zu den Marken von Mars Snacking gehören unter anderem M&M’S, Snickers und Twix.

Neue Führung

PERN o D

Neuer Deutschland-Chef

Pierre-Aymeric du Cray ist neuer Geschäftsführer von Pernod Ricard Deutschland. In seine Position bringt er mehr als 20 Jahre internationale Erfahrung in der Champagner- und Spirituosenindustrie mit und ist auch bestens mit dem französischen Spirituosenkonzern vertraut. Nach Positionen im Markenmanagement für Champagner-Marken in Paris und München und leitenden Positionen bei G.H. Mumm und Perrier Jouët in Reims wechselte er zu Pernod Ricard. Nachdem er zunächst in Mexiko als Vice President des „House of Tequila“ für die Entwicklung einer der strategisch wichtigen Kategorien des Konzerns verantwortlich war, übernahm er später die Position des Managing Directors in Peru.

Rapunzel Naturkost komplettiert sein neues Führungsteam. Der langjährige Mitarbeiter Stefan Schmaus ergänzt die Geschäftsleitung. Zu dieser gehört neben Leonhard und Seraphine Wilhelm, der zweiten Generation der Unternehmerfamilie, seit über einem Jahr auch Werner Berlage. Seraphine Wilhelm verantwortet unter anderem das Marketing. Schmaus leitet bereits die Bereiche Logistik, IT, IT-Governance, Digitalisierung. Er übernimmt nun zudem die Verantwortung für das Gebäude- sowie Umwelt- und Energiemanagement. Die neue Unternehmensspitze steht für Kontinuität in den Werten Nachhaltigkeit, Bio-Qualität und gesellschaftliche Verantwortung sowie dem Mut zur Weiterentwicklung, lässt der Naturkost-Vorreiter verlauten.

Peter Biendarra
MARS SNACKING
Melanie E. Bednar
RAP u NZEL
Henning Reinke (l.), Marko Rippe
Leonhard Wilhelm, Seraphine Wilhelm, Werner Berlage, Stefan Schmaus (v.l.n.r.)
Pierre-Aymeric du Cray
©Foto: Pernod Ricard
©Foto:

HÄNDLMAIER

Neues Geschäftsführerduo

Die Luise Händlmaier GmbH, einer der führenden Hersteller von Senf- und Saucenspezialitäten in Deutschland, hat seine Geschäftsführung erweitert: Seit Mitte März ergänzt Andreas Adam als zweiter Geschäftsführer die Unternehmensleitung neben dem geschäftsführenden Gesellschafter Franz Wunderlich. Adam ist bereits seit Oktober 2022 als kaufmännischer Leiter und Prokurist für das Unternehmen tätig und übernimmt nun zusätzlich Verantwortung auf Geschäftsführungsebene. Mit diesem Schritt möchte Händlmaier die Weichen für eine zukunftssichere Unternehmensausrichtung stellen und begegnet gezielt den wachsenden Anforderungen eines dynamischen Marktes. Adam bringt umfassende Erfahrung aus leitenden Positionen in der Industrie mit, insbesondere im Bereich Controlling.

Neuer Vertriebsleiter

KR o MB ACHER

Wechsel im Leitungsteam

Ab 1. Juli wird Hendrik Kuhn neuer Geschäftsführer von Krombacher. Dort wird er von Bernhard Schadenberg die Verantwortung für die Vertriebsbereiche im Markengeschäft übernehmen und zudem für die Kundenfinanzierung zuständig sein. Hendrik Kuhn ist bereits während seiner gesamten beruflichen Laufbahn in der Getränkeindustrie tätig: Er startete als Trainee bei Anheuser-Busch InBev in Bremen und sammelte erste umfassende Erfahrung im Marken- und Absatzmanagement. Im Jahr 2010 folgte der Wechsel zur Krombacher Gruppe, wo Kuhn zunächst als Geschäftsführer Vertrieb Gastronomie die nationale Ausrichtung und Steuerung der Vertriebsgesellschaft Zorbau verantwortete. Anschließend fungierte er als Verkaufsleiter Handel für Krombacher und war später als Nationaler Group Account Manager für die strategische Betreuung und Weiterentwicklung der wichtigsten nationalen Handelskunden verantwortlich. Seit 2020 ist Hendrik Kuhn nationaler Vertriebsdirektor Handel.

Pierre Bühler hat die Leitung der Vertriebsregion Mitte/Süd bei der Futterhaus Unternehmensgruppe übernommen. In seiner neuen Funktion trägt Bühler die Verantwortung für die operative Weiterentwicklung des gesamten Franchisesystems sowie der Vertriebsorganisation in dieser Region. Pierre Bühler bringt umfassende Erfahrung aus dem Einzelhandel und Franchisevertrieb mit. Nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei Lidl übernahm er leitende Vertriebspositionen bei Unternehmen wie Tedi, Takko und Woolworth. Zuletzt war Bühler rund acht Jahre für Fressnapf tätig, wo er zuletzt als National Sales Manager agierte. Bereits dort bekleidete er eine vergleichbare Position wie nun bei Das Futterhaus.

KARWENDEL

Führungswechsel

Nils Hemmerle wird am 17. August neuer Vorsitzender der Geschäftsführung von Gerolsteiner. Der 48-Jährige kommt von Henkel Consumer Brands, wo er aktuell als Geschäftsführer für Zentral- und Osteuropa das europäische Vertriebsgeschäft verantwortet. Er ist bereits seit 2004 beim Düsseldorfer Konzern tätig. Nachdem er zunächst verschiedene Sales- und Marketingfunktionen in Deutschland inne hatte, war er später in leitenden Marketing-, Vertriebs- und Geschäftsführerpositionen in der Region Benelux tätig.

Nils Hemmerle

Generationswechsel

Die Molkerei Karwendel gibt einen Generationswechsel bekannt: Der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Wilfried Huber hat sich aus der operativen Führung des Unternehmens zurückgezogen, bleibt jedoch als Gesellschafter weiterhin eng verbunden. Mit seinem Nachfolger Viktor Lindner übernimmt nun die vierte Generation das Familienunternehmen. Lindner verantwortet seit 2023 als Mitglied der Geschäftsführung die Bereiche Qualitätsmanagement, Produktentwicklung sowie Verpackung und ist seit 2024 zudem Sprecher des Gremiums. Mit Isabel Bartels, Tochter von Dr. Wilfried Huber, ist ein weiteres Familienmitglied bei der Molkerei aus Buchloe tätig. Die 32-Jährige lernt aktuell als Referentin der Geschäftsleitung das Unternehmen kennen.

PICARD

Neuer CSo

Nach der Neuausrichtung der Geschäftsführung zu Jahresbeginn setzt die Lederwarenmarke Picard ihren eingeschlagenen Modernisierungskurs konsequent fort und verstärkt ihr Führungsteam: Mitte Mai hat Andreas Heep die Position des Chief Sales Officer (CSO) übernommen und trägt damit die Gesamtverantwortung für die Vertriebsstrategie des Lederwarenherstellers. Heep verantwortet die Bereiche Wholesale im In- und Ausland, Retail sowie Private Label und wird maßgeblich die weitere Entwicklung der Marke mitgestalten. Heep bringt langjährige Erfahrung aus internationalen Marken- und Vertriebsstrukturen mit.

SÜDPACK

Dritte Generation übernimmt

Carlo Remmele übernimmt die Leitung der Business Unit Food der Südpack Gruppe. Somit wird das Familienunternehmen nun schon in der dritten Generation geführt. Remmele stieg nach einer Ausbildung zum Milchtechnologen bei Zott und einem anschließenden Studium der Wirtschaftswissenschaften als Trainee bei Südpack ein. Nach verschiedenen leitenden Positionen im Unternehmen verantwortet er seit Ende April mit der Leitung der Business Unit Food laut Unternehmensangaben den wichtigsten Geschäftsbereich des Verpackungsherstellers. Remmele soll zukünftig die Weiterentwicklung der Business Unit vorantreiben und die Marktposition von Südpack im internationalen Umfeld weiter stärken.

Andreas Adam
Carlo Remmele
Hendrik Kuhn
Dr. Wilfried Huber, Isabel Bartels und Viktor Lindner (v. l. n. r.).
F u TTERHA u S
Pierre Bühler
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Fax: 06058/1001

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Lichtspezialist für individuelle Regalausleuchtung und dazugehörigen INWI® Stromversorgungssystemen. Eigene Entwicklung von LED Lichtsystemen.

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REGALORDNUNG

PoS TuNING GmbH

Am Zubringer 8, 32107 Bad Salzuflen Tel. 05222-36965-0, Fax. -20, www.postuning.de/ info@postuning.de Entwicklung, Produktion u. Vertrieb Warenvorschub-, Fachteiler-, Lift-, Gleitsysteme, Diebstahlvermeidung, Regalbeleuchtung, indiv. Systeme zur Optimierung d. Warenpräsentation am Point of Sale. Für Handel, Industrie u. Ladenbau, weltweit

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SHOP-IN-SHOP

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Wir stellen intelligente LadenbauSysteme und individuelle Displays für viele Anwendungsbereiche her.

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RUBRIKEINTRAG

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• Die Rubriken sind frei wählbar (oder eine passende Kategorie aus den vorhandenen Rubriken).

• Mehrfachbuchungen sind möglich.

• Rubrikeinträge werden kostenlos auf www.display.de veröffentlicht.

Kontakt

Sabrina Benvenuti Rosenbach Tel. +49 4531 89786-0 benvenuti@display.de

WO GIBT‘S WAS? Ihr erfolgreicher Kontakt zum Markt

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Regionale Fachmesse für Innovationen in der Verpackungstechnologie

D – Hamburg

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10. - 11.

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Zulieferindustrie

D – München

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VERPACKUNGEN

Leipziger Messe GmbH

Tel: +49 (0)341 6780 info@cosmetic business.com

Besucherhotline

WERT/ SICHERHEITSDRUCK

Tel.: +49 (0)341 6788 654 visitor@cosmetic business.com www.cosmetic business.com

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Regionale Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss

23. – 24.

K5 Future Retail Conference Fachveranstaltung für den digitalen Handel und moderne Retail Strategien D – Berlin

Kontakt: K5 GmbH Carolin Fest customerhappiness@k5 gmbh.com https://k5.de

23. – 24. International Retail Forum Fachkonferenz für den internationalen Einzelhandel D – Berlin

Kontakt: retailsolutions Deutschland GmbH

Europark Fichtenhain A6 – 47807 Krefeld

D – Hamburg

Telefon: +49 (0) 21 51 / 78 12 99 – 0

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VERPACKUNGEN/ COPACKING

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Screen Printing Innovation (SPI) Internationale Fachmesse für Sieb und Tampondruck

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Steuermarken, Echtheits-Zertifikate Qualitätssiegel Sicherheitsetiketten Eventtickets, Genehmigungen/Urkunden Gutscheine, Plastikkarten, Schecks Integrierte Karten, Hologrammierung

Tel. +49 (0)89 127165133 intralogistik.de@registrations.easyfairs.com www.intralogistik messen.de

09. – 11.

Layout und Druckdesign, Drucksachen

Packservice PS Marketing GmbH info@packservice.com www.packservice.com

Industriestr. 2, 83734 Hausham Tel.: 08026-397-0, Fax.: -58 www.Schwarz-Druck.de info@schwarz-druck.de

KPA – Kunststoff Produkte Aktuell

Fachmessen für Design, Entwicklung und Beschaffung von Kunststoffprodukten

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Co-Packing und Value Added Services 40 Jahre Partner internationaler Markenhersteller mit 30 Standorten im Raum D-A-CH Konfektionierung und Kommissionierung von POS-Displays, Adventskalendern und Coffrets Entwicklung innovativer Verpackungslösungen und Einsatz nachhaltiger Packmittel aller Art

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ESMA vzw Tel: + 32 (0)16 894 353 info@esma.com www. spi europe.com

Europark Fichtenhain A6 – 47807 Krefeld

Telefon: +49 (0) 21 51 / 78 12 99 – 0

Telefax: +49 (0) 21 51 / 78 12 99 – 26

16. – 17.

eMail: service@club-crawatte.de

WERT/ SICHERHEITSDRUCK

Tel.: +49 (0)6894 9668787 kontakt@retailsolutions.de www.retailsolutions.de

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Easyfairs Deutschland GmbH

Suthor Papierverarbeitung

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Van-der-Upwich-Str. 26-28 41334 Nettetal

WARENPRÄSENTATION

Tel.: +49 (0)711 217 267 40 kpa messe@easyfairs.com www.kpa messe.de

Bunsenstr. 15 64293 Darmstadt Tel: 0 61 51/87 04 37-0

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PRINT DIGITAL CoNVENTIoN

Fachmesse mit Kongress rund um moderne Medienproduktion und Marketing

D – Düsseldorf

Kontakt:

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Steuermarken, Echtheits-Zertifikate Qualitätssiegel Sicherheitsetiketten Eventtickets, Genehmigungen/Urkunden Gutscheine, Plastikkarten, Schecks Integrierte Karten, Hologrammierung Layout und Druckdesign, Drucksachen Industriestr. 2, 83734 Hausham Tel.: 08026-397-0, Fax.: -58 www.Schwarz-Druck.de info@schwarz-druck.de

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Fachverband Medienproduktion e.V. (FMP)

11. – 13. TrendSet München Internationale Fachmesse für Wohnambiente, Tischkultur und Lebenskultur D München

Kontakt: TrendSet GmbH

Tel: +49 (0)89 46224650 info@trendset.de  trendset.de

packaging

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Tel. +49 (0) 2153/9147-0

Tel.: +49 (0)65 425452 info@f mp.de www.printdigitalconvention.de

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47-48 • 18528 Bergen

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03838/250311 · www.gp-p.com

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Design, Druck und individueller Verpackungen

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Steigen · Faltschachteln

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• Flaschenträger

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Hülsen · Banderolen · Label

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Klimaneutral zertifizierte POSund Raumdekorationen, Fahnenketten, Wimpelketten, Deckenhänger, Tröten, Girlanden, Masken, Papierfahnen, Servietten, Kostprobenpicker usw. www.suthor.de

Am Zubringer 8, 32107 Bad Salzuflen Tel. 05222-36965-0, Fax. -20, www.postuning.com/info@postuning.com

Fachmesse für die kunststoffverarbeitende Industrie

E-Mail: post@harnisch-display.de Internet: www.harnisch-display.de Beratung, Entwicklung, Design und Produktion von individuellen Displays, aus Acryl. Moderne Laserschneideanlage, Diamantfräsen für die Acrylbearbeitung.

Suthor Papierverarbeitung

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Van-der-Upwich-Str. 26-28 41334 Nettetal

Bunsenstr. 15 64293 Darmstadt

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Heißfolienprägen • 4D-Lack

Heißfolienprägen · 4D-Lack

D – Bad Salzuflen

Kontakt:

Easyfairs Deutschland GmbH

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Fach und Netzwerktreffen für Druckunternehmen, Partner und Interessenten rund um digitale Lösungen, Automatisierung und KI in der Druckbranche. In diesem Jahr lautet das Motto: ‚Voneinander lernen, miteinander profitieren‘ D – Höhr Grenzhausen

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Ein Magazin der Edit Line Verlagsgruppe Mainz · www.edit-line.de

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Herausgeber

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Herausgeber

Stefan Dreizehnter

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Simon Dietzen · Mainz

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Direktor Vertrieb /Mitgesellschafter

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Sabrina Benvenuti Rosenbach · Bad Oldesloe

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Titelmotiv und redaktionelle Beiträge teilweise unter Verwendung von Fotos von Adobe Stock.

Bezugspreis 59 Euro im Jahr zuzüglich Versand und Mehrwertsteuer (7 Prozent). Zurzeit ist die Anzeigenpreisliste 2026 (Nummer 32) gültig.

ISSN-Nummer: 0946-2430

Erscheinungsweise

display erscheint alle zwei Monate jeweils zum Monatsanfang. Höhere Gewalt entbindet den Verlag von der Lieferpflicht. Ersatzansprüche können nicht anerkannt werden. Alle Rechte vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Bestellungen und Anschriftenänderungen bitte an den Leserservice (Büro Bad Oldesloe).

VORSCHAU

Themen Ausgabe August/September 2026

Erscheinungstermin: 3. August 2026

Spezial: Regalplatzierungen perfektionieren

Regalplatzierungen sind das Herzstück eines erfolgreichen POS Konzepts. Mit Warenpu shern, Wobblern, Licht und Sensoren inszenieren Marken ihre Produkte sichtbar und aktivieren den Shopper. Lesen Sie in Ausgabe 4, wie Category Manage ment und innovative Hilfsmittel die Waren präsentation im Regal optimieren.

Fokus: Technologische Innovation und Veredelung von PoS-Materialien

Im Mittelpunkt stehen die neuesten tech nologischen Entwicklungen rund um die Veredelung von POS Materialien. Moder ne Drucktechnologien wie UV LED Druck, Textildruck, 3D Druck oder Digitaldruck eröffnen völlig neue Möglichkeiten für aufmerksamkeitsstarke Präsentationen am POS. Wie verändern Robotik und KI die Workflows in der Druckproduktion? dis play schaut genauer hin.

PoS-Check: Schaufenster als Point of Interest

Das Schaufenster ist weit mehr als nur die Visi tenkarte eines Geschäfts – es ist ein echter Point of Interest! Im POS Check der Ausgabe 4 von display geht es um inspirierende Best Practices, mit denen das Schaufenster zum echten Um satztreiber wird.

Fotos

STOREDESIGNS & -LÖSUNGEN IM ÜBERBLICK

ORIENTIERUNG BEGINNT IM REGAL.

Starke Präsentation, klare Strukturen und effiziente Kühlung im Markt Konsum Leipzig. Mit ganzheitlichen Lösungen von HAUSER.

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