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Wirtschaftsraum Dornbirn 2021

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JOURNAL WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN MAI 2021

Dornbirn weiter gestalten

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Dornbirn ruft den Bee-Deal aus

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Die Zukunft ist erneuerbar

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Rappelochschlucht weiter saniert SEITE 16

IM FOKUS


2  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

Bürgermeisterin Andrea Kaufmann ist zuversichtlich, dass dem Dämpfer durch die Corona-Krise neuer Aufschwung folgen wird.

Dornbirn weiter gestalten Mit mehr als 50.000 Einwohner(inn)en und Einwohner ist Dornbirn die größte Stadt Vorarlbergs und spielt auch in der Riege der Bodenseestädte eine bedeutende Rolle. Welche das ist, darüber spricht Bürgermeisterin Andrea Kaufmann im Interview. Als „Wirtschaftsstadt mit hoher Lebensqualität“ ist Dornbirn ein attraktiver Standort für zahlreiche Betriebe. Rund um die Fachhochschule hat sich in den vergangenen Jahren eine aktive und innovative Kreativszene entwickelt, aus der beachtliche „Start-ups“ entstanden sind. Wir haben Bürgermeisterin Andrea Kaufmann zum Gespräch gebeten. Hat das vergangene Jahr die rasante Entwicklung Dornbirns gebremst? Wie reagiert die Stadt auf die veränderte Situation?

Die Pandemie hat vieles verändert: unser Zusammenleben, aber auch uns selbst. Was ich vor allem bemerke, ist der Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft, aber auch ein neues Bewusstsein für die Region und die Angebote vor Ort. Die Menschen schätzen ihr Umfeld mehr als zuvor. Für unsere Unternehmen ist das eine Chance, die sie durch-

aus genutzt haben. Wir hoffen, dass dem aktuellen Dämpfer, den wir mit dieser Krise erfahren haben, eine Erholung und ein neuer Aufschwung folgen werden. Trotz Corona wurde in der Stadt sehr viel investiert. Ist das die Basis

für den erhofften Aufschwung?

Die Stadt hat ihre eigenen Projekte weiterbetrieben, dort wo es möglich war. Die Unterstützung des Landes und vor allem des Bundes werden uns helfen, bestehende Ausfälle zumindest teilweise zu kompensieren. Bei den

Dornbirner Unternehmen ist in dieser Zeit einiges vorangegangen und so weit ich höre, sind sie für die Zeit nach Corona gut gerüstet. Es heißt, dass Corona einen Schub bei der Digitalisierung bewirkt hat. Was bedeutet das für Dornbirn?

Hier sind wir tatsächlich auf einem guten Weg, weil gerade dieses Zukunftsfeld weiterentwickelt werden konnte. Der „Kreativstandort“ rund um die Fachhochschule an der Säge war davor schon ein landesweiter Leuchtturm. Die Stadt, das Land, aber auch Private haben hier gute Voraussetzungen geschaffen, die bereits Früchte tragen. In den digitalen Labors der Entwicklerszene wurden Ideen geschaffen, die von neuen Start-Up Unternehmen umgesetzt werden. Das Land baut die Fachhochschule weiter aus und im Areal gibt es neue Projekte, die derzeit vorbereitet werden.


WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN 3

In der Postgarage wird digitale Entwicklung vorangetrieben.

Der Marktplatz ist das pulsierende Herz der größten Stadt Vorarlbergs.

Die Stadt hat dafür ja einiges investiert ...

der Stadt benötigten Energie und die laufenden Investitionen zur Anpassung an den Klimawandel. Klimaschutz hat für uns einen außerordentlich hohen Stellenwert und begleitet uns bei allen Investitionen und Maßnahmen. Hier tragen wir eine hohe Verantwortung für die nachfolgenden Generationen.

... und das zurecht, wie man heute sieht. Wir konnten den Standort der Fachhochschule langfristig sichern, aber auch Flächen und Räume entwickeln, in denen ganz neue Modelle und Initiativen realisiert wurden. Die adaptierte Postgarage ist dafür ein gutes Beispiel. Wer hätte gedacht, dass hier rund um die alte Textilschule, ein Textilunternehmen und die alte Postgarage innerhalb von zwei Jahrzehnten ein neuer und vor allem so attraktiver Stadtteil entstehen kann. Der Stadt hat diese Entwicklung sehr gutgetan und wir werden weiter daran arbeiten, diese Entwicklung weiterzuführen. Dazu gehört unter anderem auch das Sichern von Grundflächen in unmittelbarer Nachbarschaft. Die Bedeutung dieser Entscheidung wird sich noch zeigen. Mit dem Standort- und Gründerzentrum verfügt Dornbirn über ein wichtiges Instrument für die wirtschaftliche Entwicklung: Wie wichtig ist diese Einrichtung für die Stadt?

Der Aufschwung Dornbirns und die wirtschaftliche Entwicklung sind eng mit dieser Einrichtung verknüpft. Als Think-Tank, aber auch als Servicestelle für unsere Unternehmen leistet das Standort- und Gründerzentrum einen wichtigen Beitrag; sowohl für die heimischen Unternehmen, die sich weiterentwickeln wollen, als auch für neue Betriebe, die sich hier ansiedeln wollen. Darüber hinaus erfolgt ein wesentlicher Teil des Flächenmanagements, insbesondere die strategische Ausrichtung der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt, in enger Abstimmung mit dem Standortzentrum. Das Thema Klimaschutz scheint im Corona-Jahr in den Hintergrund gerückt zu sein – ist das auch in Dornbirn so?

Keinesfalls. Viele Maßnahmen aus dem Umweltprogramm wurden im vergangenen Jahr umgesetzt und werden selbstverständlich weitergeführt. Der Ausbau der Fernwärme aus klimaneutraler Energie; die Erweiterung unserer Photovoltaikanlagen; die Reduktion der in

Wie sehen Sie die Zukunft – wohin soll sich Dornbirn entwickeln?

Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass wir auch in einer außergewöhnlichen Krise das städtische Zusammenleben gemeinsam gut gestalten können, den Mut nicht verlieren und immer den Blick nach vorne gerichtet haben. Das macht Mut und schafft Zuversicht für die Zukunft. Wir sehen, dass die Menschen gerne hier leben und dass sie ihr Umfeld mit uns gemeinsam gestalten wollen. Diese Entwicklung mit den Dornbirnerinnen und Dornbirnern gemeinsam fortzusetzen, die Lebensqualität für die Bürger weiter zu verbessern, das sind die wesentlichen Ziele. Ich bin überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen werden.

INHALT Dornbirn weiter gestalten Seite 2 Dornbirn ruft den Bee-Deal aus Seite 4 Die Zukunft ist erneuerbar Seite 8 Rappelochschlucht weiter saniert Seite 16 Dornbirn wird noch smarter Seite 18

IMPRESSUM Herausgeber, Medien­in­h aber und Hersteller: Russmedia GmbH Redaktion: Laurence Feider Texte und Fotos: Stadt Dornbirn, Laurence Feider, privat, Seventyfour, pixabay, Dornbirn Tourismus, Lukas Hämmerle Layout/Um­s etzung: Yvonne Fetz Anzeigen­b eratung: Sara Stiegelmair, Tel. 0676 88005268, ­ E-Mail: sara.stiegelmair@ russmedia.com


4  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

Gemeinsam in der Stadt Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere blütenbesuchende Insekten schaffen, das ist das Ziel.

Samenpakete für die Dornbirner Blumenwiese motivieren dazu, im Garten Blumen blühen zu lassen.

Dornbirn ruft den „Bee-Deal“ aus Bienen leisten unersetzliche Arbeit, sie bestäuben unsere Kultur- und Wildpflanzen und sorgen für intakte Ökosysteme. Mit dem Bee-Deal möchte die Stadt Dornbirn den Bienen etwas zurückgeben. Die intensive Nutzung von Naturräumen und die zunehmende Versiegelung in den Siedlungsgebieten machen den Bienen und anderen blütenbesuchenden Insekten zu schaffen. „Mit dem Bee-Deal wollen wir Bienen und anderen Insekten Lebensräume zur Verfügung stellen. Mit Blühflächen im öffentlichen Raum, aber auch einem Aufruf an die Bevölkerung, mit eigenen Projekten insektenfreundliche grüne Oasen zu schaffen“, sagt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. JEDER KANN WAS TUN Gemeinsam in der Stadt Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere blütenbesuchende Insekten schaffen, das ist das Ziel des Bee-Deals für Dornbirn. „Jede und jeder kann Nektarangebote oder Unterschlupfmöglichkeiten anbieten, im Garten, auf dem Balkon oder auf

Flachdächern. Mit dieser Initiative wollen wir die Biodiversität in Dornbirn stärken“, betont Umweltstadträtin Juliane Alton. Möglichkeiten dazu gibt es viele: beispielsweise im Garten mit einer wildbienenfreundlichen Staudenrabatte oder einer Ecke, in der ein wenig Wildwuchs zugelassen wird. Auf dem Balkon oder vor dem Geschäft ein Nektarangebot mit Sommerblumen. Im Schulgarten kann mit attraktiven Sträuchern und einer Wildblumenwiese das Freiluftklassenzimmer bereichert werden. Auf dem begrünten Dach können sich neben Duftpflanzen auch Insekten tummeln oder am Ackerrand können neben Blühstreifen auch Nisthilfen angeboten werden. In den kommenden Wochen wird die Stadt Beispiele von Projekten, aber auch Tipps für den Hausgarten oder Balkone vor den Vorhang holen und sichtbar machen.

INSEKTENFREUNDLICHE FLÄCHEN Auch im öffentlichen Raum hat die Stadt Dornbirn in den vergangenen Jahren mehrere insektenfreundliche Flächen geschaffen. Die Stadtgärtner begrünen Verkehrsinseln und sorgen für Blühflächen in den Parkanlagen. Mehrere Flachdächer auf öffentlichen Gebäuden wurden begrünt – beispielsweise beim Gemeinschaftsgarten Niederbahn oder auf dem Kulturhaus. Auf den Friedhöfen wurden Blühflächen und Plätze für Insekten geschaffen und mit der Ausgabe von Samenpaketen für die Dornbirner Blumenwiese auch die Dornbirner motiviert, im Garten Blumen blühen zu lassen. Mit dem BeeDeal werden auch andere Organisationen als „Blühbotschafter“ eingebunden: beispielsweise die inatura, der Obst- und Gartenbauverein, der Bienenzuchtverein oder die Initiative

Essbare Stadt. Wichtig sind auch die verschiedenen Bildungseinrichtungen. Das Interreg (EU) finanzierte Projekt „Bürger – Bienen – Biodiversität: Engagement mit Mehrwert“ wird von drei Projektpartnern im Bodenseeraum, Allgäu und Vorarlberg realisiert: der Bodenseestiftung, dem Bund Naturschutz Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ) und dem Land Vorarlberg. Als "Bee-Deal"-Städte beteiligen sich Singen und Moos, beide im Landkreis Konstanz, sowie Dornbirn an der Initiative. Weitere Informationen findet man unter: https://bluehbotschafter.eu NATURVIELFALT FÖRDERN Der Bee-Deal ist nur eine von vielen Maßnahmen, mit denen die Stadt Dornbirn für mehr Biodiversität sorgt. In einer der jüngsten Sitzungen des Stadtrats wurde das Arbeitsprogramm „Naturvielfalt“ vorgestellt.


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6  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

Projektziel ist die Entwicklung einer digitalen Erinnerungsbox für Menschen mit Demenzerkrankungen.

Die „Box of our Memories” soll das Gedächtnis stimulieren, die Stimmung verbessern, entspannen und beruhigen.

Digitales, persönliches Museum Das Dornbirner Stadtarchiv beteiligt sich am EU-Projekt „BooM – Box of our Memories“, einem erinnerungsbasierten, digitalen Erwachsenenbildungsprogramm für Senioren. „Entsperren Sie Ihre Erinnerungen“ – gemeinsam mit sechs Bildungseinrichtungen, Museen und NGOs aus ganz ­Europa soll eine digitale Erinnerungsbox für Menschen mit Gedächtnisverlust entstehen: Ein persönliches Museum, dessen Inhalte das Gedächtnis anregen und das Wohlbefinden fördern. Das Programm richtet sich an Personen, die mit Menschen, die an Gedächtnisverlust leiden, zu tun haben: Erwachsenenbildner, Pflegepersonal, Angehörige und Familienmitglieder, Ehrenamtliche und Bildungspersonal in Museen und Archiven. Projektziel ist die Entwicklung einer personalisierten, digitalen Erinnerungsbox, die Medien und digitale Objekte enthält, um Menschen mit Demenzerkrankungen anzusprechen. Die Box of our Memories wird ein digitaler Speicher, der direkt von Menschen mit Demenz genutzt werden

kann – unterstützt von Familienmitgliedern und Pflegekräften. Ein persönliches Museum, dessen Inhalte das Gedächtnis stimulieren, die Stimmung verbessern, entspannen und beruhigen. Familienmitglieder erfahren so gleichzeitig mehr über ihren geliebten Menschen. BEWÄHRTES KONZEPT Das Konzept der Gedächtnisbox wurde bereits mit Erfolg in Pflegeorganisationen, Museen und Familien eingesetzt. Gewöhnlich handelt es sich dabei um eine physische Box, die mit Gegenständen wie Familienfotos, Postkarten, Zeitungsausschnitten oder Souvenirs gefüllt ist und ein Bild der Vergangenheit einer Person zeichnet. Dieses „persönliche Archiv" wird meist von Familienmitgliedern in Verbindung mit der Person mit Demenz erstellt. Für Menschen, die mit Alzheimer, Demenz

oder anderen Formen von Gedächtnisverlust leben, kann eine Erinnerungsbox mehr als nur eine Verbindung zur Vergangenheit sein. Sie kann die Sinne anregen, Erinnerungen auslösen oder sogar helfen, neue Freunde zu finden. Ziel des Projekts „BooM – Box of our Memories“ ist die Entwicklung eines innovativen Erwachsenenbildungsprogramms für Fachleute und Familienmitglieder, die Menschen mit solchen Erkrankungen betreuen. Kernprodukt wird die „Box of our Memories”-App, mit der eigene Erinnerungsboxen zusam-

mengestellt und präsentiert werden können. Projektpartner sind Organisationen aus Polen, Italien, Großbritannien, Schweden und Griechenland. Geführt wird das Projekt vom Collegium Balticum in Stettin. Das Stadtarchiv Dornbirn bringt ­seine umfangreiche Sammlung von Geschichten und Erinnerungen aus Dokumenten, Tagebüchern, Fotos und Interviews ein. Partner sind das Pflegeheim Höchster Straße und die Abteilung Gesellschaft. Weitere Informationen findet man auf der Projektwebseite www.boxofourmemories.eu

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation leiden weltweit etwa 50 Millionen Menschen an Demenz, und jedes Jahr gibt es fast 10 Millionen neue Fälle. Die Krankheit ist eine der Hauptursachen für Einschränkung und Abhängigkeit bei älteren Menschen. Die physischen, psychologischen, sozialen und die wirtschaftlichen Auswirkungen betreffen nicht nur Erkrankte selbst, sondern auch ihre Betreuer, Familien und die Gesellschaft insgesamt.


8  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

Bis zum Jahr 2030 sollen zwischen 90 und 100 % des Energiebedarfs der städtischen Gebäude und Anlagen aus erneuerbaren Energiequellen bezogen werden.

Die Zukunft ist erneuerbar Dornbirn setzt verstärkt auf erneuerbare Energiequellen und verdreifacht die Energieleistung aus Photovoltaikanlagen. Im Zuge einer nachhaltigen Lebensweise ist die Nutzung erneuerbarer Energien ein wichtiger Faktor. Sie hilft, Ressourcen zu schonen und den Treibhausgasausstoß zu vermindern. Vor allem im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz ist der Wechsel von fossilen Energiequellen zu erneuerbaren Energieträgern der richtige Weg. Diesen Weg geht auch die Stadt Dornbirn. Bereits jetzt werden mehr als 85 % des Energiebedarfs der städtischen Gebäude und Anlagen aus erneuerbaren Energiequellen bezogen. Bis zum Jahr 2030 sollen es zwischen 90 und 100 % sein. Neben den städtischen Solaranlagen, eigenen Kleinkraftwerken sowie dem von der VKW gelieferten Ökostrom setzt die Stadt dabei auf Biogas und das laufend weiter ausgebaute Fernwärmenetz. Gleichzeitig werden im Bereich der Energieeffizienz wichtige Maßnahmen umgesetzt. Diese

zeigen Wirkung: Wies die städtische Energiebilanz im Jahr 2005 noch einen Anteil an erneuerbarer Energie von 50 % aus, konnte dieser in den vergangenen Jahren um 35 % gesteigert werden. Mit dem Beschluss des Stadtrats soll die Klimabilanz der Stadt Dornbirn langfristig noch verbessert und somit ein wichtiges Ziel im Dornbirner Energie- und Umweltprogramm erreicht werden. Die größten Verbesserungspotenziale liegen bei

Großverbrauchern wie dem Krankenhaus, der Kläranlage, aber auch beim Stadtbad oder bei der Straßenbeleuchtung. Hier werden derzeit umfassende Analysen erarbeitet, aus denen Maßnahmen abgeleitet werden können. Diese sollen in den kommenden Jahren entwickelt und umgesetzt werden. Auch die verstärkte und effiziente Nutzung der Abwärme wird zur Erreichung des Ziels, bis zum Jahr 2030 nahezu ausschließlich erneuerbare Energie einsetzen zu können, beitragen. AUSBAU PHOTOVOLTAIK Auch im Bereich Photovoltaik werden Akzente gesetzt. Schon jetzt sind 20 städtische Solaranlagen in Betrieb und leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimabilanz. Die Stadt Dornbirn möchte die Energieleistung aus Photovoltaikanlagen in den kommenden zehn Jahren ver-

dreifachen. Dieses Ziel aus dem Umweltund Energieprogramm soll durch zusätzliche Anlagen auf städtischen Gebäuden und die Optimierung der bereits vorhandenen Anlagen erreicht werden. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2030 1500kWp zur Verfügung stehen. Die Stadt Dornbirn hat früh damit begonnen, die Dachflächen der städtischen Gebäude sowohl für thermische Solaranlagen als auch Photovoltaikanlagen zu nutzen. Die 20 bestehenden Photovoltaikanlagen haben eine Kapazität von rund 483kWp und erzeugen jährlich rund 450.000 kWh Strom. Pro Jahr entspricht dies einem Erlös von rund 51.000,00 €. Die Potenziale von Solaranlagen wurden im Rahmen einer Untersuchung der städtischen Dachflächen erhoben. Diese Studie ist eine wichtige Grundlage für den Ausbau weiterer Anlagen. Die Umsetzung wird schrittweise erfolgen.


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10  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

Stadträtin Karin-Feurstein-Pichler und Margret Paulmichl (Stadtbibliothek Dornbirn) präsentieren die neue MINT-Toolbox.

Die Stadt Dornbirn hat gemeinsam mit der Stadt Hohenems einen Förderpreis für das Projekt „MINT4all“ erhalten.

Für Technik und Digitalisierung In der Stadtbibliothek kann eine „MINT-Toolbox“ ausgeliehen werden. Mit ihrer Hilfe soll Technik spielerisch an Kinder und Jugendliche vermittelt werden. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – in diesen Bereichen sollen Kinder und Jugendliche besonders gefördert und für Digitalisierung begeistert werden. Die MINTToolbox ist ein neues Angebot der Stadtbibliothek Dornbirn und ein weiterer Baustein zur Förderung der technischen Fähigkeiten für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Bildungsinitiative „MINT4all“ der Stadt Dornbirn. Die MINT-Toolbox kann privat als Familie oder als ganze Schulklasse in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden. Mit den Bausätzen soll Technik spielerisch vermittelt werden, spannende Projekte initiiert und der Informatikunterricht auf den neuesten Stand gebracht werden. Alle Bausteine können je nach Schwierigkeitsgrad, Altersstufe und bereits vorhandenem Wissen und Erfahrung zusammenge-

setzt werden. Weitere Informationen zu den MINT-Toolboxen findet man im Internet auf stadtbibliothek.dornbirn. at in der Rubrik „Kinder und Jugendliche“. NIEDERSCHWELLIGER TECHNISCHER EINSTIEG Weil Computer keine Sätze verstehen, sondern nur Zahlen, ist die Computersprache so wichtig. Das Programmieren oder „Coding“ übersetzt dem Computer, was er zu tun hat. Jeder Computer rund um die ganze Welt braucht also Menschen, die Coding beherrschen. Deshalb sollen auch Dornbirns Kinder und Jugendliche mit dieser Sprache der Zukunft vertraut gemacht werden. Zentraler Bestandteil der MINT-Toolbox ist der micro:bit, ein speziell für den Schulbereich entwickelter Microcomputer, der einen sehr niederschwelligen tech-

nischen Einstieg in das Coding und Computing darstellt. Die praktischen Einsatzbeispiele wurden von einer Gruppe österreichischer Pädagogen aufbereitet und decken alle MINT-Themen ab. Die Auswahl der Lehrmittel ­erfolgte durch den Verein Digitale Initiativen und die Offene Jugendarbeit Dornbirn. Die MINT-Toolboxen werden durch die Stadtbibliothek Dornbirn verwaltet, die Bestückung wird laufend erweitert und an die schulischen Anforderungen sowie technische Entwicklungen angepasst. Es werden auch Workshops und Einschulungen für neue Produkte angeboten und ein Tutorial für den problemlosen Einsatz in der Schule entwickelt. „MINT4ALL“ Die Stadt Dornbirn hat kürzlich gemeinsam mit der Stadt

Hohenems einen Förderpreis für das Projekt „MINT4all“ erhalten, mit dem über die nächsten drei Jahre zahlreiche neue Projekte und Angebote in diesem wichtigen Bereich unterstützt werden können. Das Team der Städte Dornbirn und Hohenems besteht aus den dortigen Vereinen der offenen Jugendarbeit, dem aha, der inatura, dem Energieinstitut, dem Verein Plattform für digitale Initiativen und der Stadtbibliothek Dornbirn. Für die nächsten drei Jahre sind neben den bereits etablierten Programmen wie der MINTToolbox und Basic Coding in der Region Workshops mit Geoinformationssystemen, ein hybrides Escape Game, Making Workshops, Vielfalter-Schulund Kindergartenprogramme, eine Energiewerkstatt, ein Erlebniswanderweg, Techniktage und eine digitale Lehrlingslernplattform geplant.


WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN 11

Die Ausweichschule wird am gleichen Standort wiederaufgebaut.

Abzüglich Versicherungsleistung und Förderungen wird die Stadt rund 1,3 Millionen in den Neubau investieren.

Ausweichschule ist auf Schiene Der Wiederaufbau der abgebrannten Ausweichschule Fischbach am selben Standort ist fix. Die Schule soll im Schuljahr 2022/23 in Betrieb gehen. In der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober 2020 erschütterte ein lauter Knall den Dornbirner Stadtteil Haselstauden – die Ausweichschule Fischbach ging infolge einer Gasexplosion in Flammen auf. Mittlerweile wurde die Brandruine abgetragen und der Blick geht nach vorne. Die Stadtvertretung Dornbirn hat Mitte April beschlossen, die Ausweichschule am alten Standort wiederaufzubauen. Als Erweiterung des alten Gebäudes wird ein „Sportgeschoß“ mit einer eigenen Turnhalle errichtet. Damit wird das Angebot für die Schulen und Kindergärten, die hier während der Zeit des Umoder Neubaus ihrer Stammschule untergebracht sind, verbessert. Die zusätzlichen Räume können aber auch von Vereinen genutzt werden. Derzeit erfolgen die Detailplanungen für die neue Schule. Mit dem Bau soll nach dem Sommer begonnen werden. Da die Schule wieder als Holzbau errichtet wird, rech-

nen die Stadtverantwortlichen mit der Fertigstellung im Herbst des kommenden Jahres. DORNBIRNER SCHULRAUMKONZEPT Die Ausweichschule im Fischbach war mehr als zehn Jahre lang eine wichtige Grundlage für die Umsetzung des Dornbirner Schulraumkonzepts. Hier wurden jene Schulkassen untergebracht, für die an anderer Stelle die Schulgebäude saniert oder neu errichtet wurden; zuletzt war dies die Volksschule Haselstauden. Dieses Ausweichquartier wird auch in den kommenden Jahren benötigt, da

nach dem Bau der neuen Volksschule Forach das Sanierungsprogramm der Pflichtschulen fortgesetzt wird. Ein möglichst rascher Wiederaufbau ist deshalb wichtig. SYSTEMBAUWEISE AUS HOLZ Der Wiederaufbau der Ausweichschule erfolgt auf der wiederverwendbaren Bodenplatte und Fundierung. Wie bereits das durch eine Gasexplosion und den anschließenden Brand zerstörte Gebäude davor wird die Schule in Holzbauweise ausgeführt. Die Stadt will damit lokalen Handwerksbetrieben eine Chance geben und setzt auf

regionale Rohstoffe. Da ein Großteil der Vorbereitung im Rathaus erfolgen kann, ist eine rasche Umsetzung gewährleistet. Die gewählte Systembauweise aus Holz erlaubt neben einer hohen Modularität der Bauteile auch die Möglichkeit, Bauteile vorzufertigen. Eine Dachbegrünung und Photovoltaikanlage verbessern die Klimabilanz der Stadt. Rund 30 kWp erneuerbare Energie können auf dem Dach der Schule erzeugt werden. Das Raumprogramm entspricht in weiten Teilen der alten Schule. Neu ist allerdings ein zusätzliches Stockwerk, in dem eine Kleinturnhalle mit Nebenräumen integriert werden kann. Die geschätzten Kosten werden sich auf rund 9 Millionen Euro belaufen. Abzüglich der Versicherungsleistung und verschiedener Fördermöglichkeiten wird die Stadt für die Neuerrichtung rund 1,3 Millionen Euro aufbringen müssen.


12  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

In der neuen Zentrale der Dornbirner Polizei wurden das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Dornbirn, die sich zuvor in der St. Martin-Straße befand, zusammengeführt.

Polizeizentrale wurde bezogen Das neue Polizeigebäude am Dornbirner Bahnhof wurde fristgerecht fertiggestellt – die Schlüsselübergabe erfolgte vor Kurzem in kleinem Rahmen. Die neue Polizeizentrale hat ihren Betrieb aufgenommen – davor wurde symbolisch der Schlüssel für das neue Gebäude am Bahnhof übergeben. „Die neue Polizeizentrale wertet das gesamte Bahnhofareal auf und verbessert die Sicherheit rund um diesen wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Dabei möchte ich mich bei allen Beteiligten und vor allem bei Chefinspektor Karl Raudnicky für die großartige Arbeit bedanken“, betonte Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Die Stadt Dornbirn investierte rund 7,2 Millionen Euro in den Neubau, der an die Bundespolizei vermietet wird. „Dass der Großteil der Aufträge an heimische Unternehmen vergeben werden konnte, stärkt die heimische Bauwirtschaft. Wir bedanken uns bei allen beteiligten Firmen für die professionelle Ausführung“, ergänzte Hochbaustadtrat Christoph Waibel. In der neuen Zentrale der Dornbirner Polizei wurden

das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Dornbirn, die sich zuvor in der St.Martin-Straße befand, zusammengeführt. Die Stadtpolizei ist nach wie vor beim Rathaus beheimatet. MODERNER ARBEITSPLATZ 1950 war es ein Novum, dass fünf Bundespolizisten bereits für Sicherheit sorgten und der Umzug nach rund 70 Jahren von der St.-Martinstraße in das neue Gebäude bietet nun beste Voraussetzungen für die weitere Arbeit der Polizeibeamten. Der Betrieb am neuen Standort läuft und so wurden bereits die ersten Einsätze absolviert. Das neue Polizeigebäude am Dornbirner Bahnhof wurde trotz Pandemie pünktlich und im Kostenrahmen fertiggestellt und mit der Schlüsselübergabe übergeben. „Das ist auf die gute Planung und auf die erfolgreiche Zusammenarbeit aller

am Bau beteiligten Firmen zurückzuführen. Wir freuen uns, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz bieten zu können“, sagt Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher. Bezirkspolizeikommandant Christian Ertl lobt die zügige und erfolgreiche Abwicklung und blickt erfreut in Richtung Zukunft: „Die Polizei benötigt für ihre Arbeit die besten Voraussetzungen und die sind hier geschaffen worden.“ Rund 100 Polizeibeamtinnen und -beamte freuen sich über die neuen Räumlichkeiten. Auch für Fortbildungsmaßnahmen sind geeignete Schulungsräume vorhanden. Im Untergeschoß befinden sich Umkleiden und Funktionsräume sowie eine Tiefgarage für die Einsatzfahrzeuge. Im Erdgeschoß sind der Journaldienstraum, die Vernehmungszimmer und ein Archiv untergebracht. Im ersten Stock hat dann die Polizeiinspektion

ihr Zuhause, im zweiten das Bezirkspolizeikommando. MEHR SICHERHEIT AM BAHNHOF Rund 26.500 Ein- und Aussteiger von Bus und Bahn gibt es an Wochentagen durchschnittlich am Bahnhof in Dornbirn. Pendler, Reisende, Passanten, aber auch Anrainer und Geschäftsleute der Umgebung sollen sich hier möglichst wohl und sicher fühlen. Zudem bietet die zentrale Lage eine optimale Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Die Stadt Dornbirn stellte für das Bauprojekt das Grundstück und das Gebäude zur Verfügung, das nun an den Bund weitervermietet wird. So kommt die Investition der Stadt nach und nach als Mieteinnahme zurück. Aufgrund der Lage in der Kernzone ist das Gebäude zukunftstragend ausgelegt. Das bedeutet, eine Aufstockung und damit Erweiterung ist möglich.


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14  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

Es stehen eine 200 Meter lange Laufstrecke mit Hügeln und belaufbaren Trainingselementen, acht Balancegeräte, zwei Trampoline sowie unterschiedliche Trimmfit Stationen zur Verfügung.

Training an der frischen Luft Auf der Birkenwiese wurde die vorarlbergweit erste Kombination aus Motorikpark, Crosslaufparcours und Workoutstation eröffnet. Sport im Freien erfreut sich nicht erst seit der Pandemie großer Beliebtheit. Die Bewegung in der Natur und an der frischen Luft unterstützt den Trainingseffekt und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. In dem neu gestalteten Areal auf der Birkenwiese stehen nun eine 200 Meter lange Laufstrecke mit Hügeln und belaufbaren Trainingselementen, acht Balancegeräte, zwei Trampoline sowie unterschiedliche Trimmfitstationen für Übungen mit dem eigenen Körpergewicht zur Verfügung, In einem nächsten Schritt wird der Fitnessparcours in den Achauen saniert, das Grundkonzept dazu liegt bereits vor. SPORTPROFI ODER EINSTEIGER Ein vielseitiges Training, das abwechselnd auf „Ausdauer“, „Balance“ und „Kraft“ abzielt, steigert die Kondition und ist ein wertvolles Mittel in der Gesund-

heitsvorsorge. Mit der Kombination aus Motorikpark, Crosslaufparcours und Workoutstationen können in der Sportanlage Birkenwiese nun alle diese Disziplinen gezielt trainiert werden. Eigene Wegweiser führen durch die neue Sportlandschaft, mittels Farbleitsystem wird zwischen den unterschiedlichen Bereichen „Ausdauer“, „Balance“ und „Kraft“ unterschieden. Konkrete Übungsbeispiele und Varianten helfen, das passende Training individuell auszuwählen. Dabei ist es gleichgültig ob als Sportprofi oder Einsteiger trainiert wird, hier können alle

Schwierigkeitsgrade selbst gewählt werden. Die neuen Geräte können jeden Tag bis Einbruch der Dunkelheit kostenlos und auf eigene Gefahr verwendet werden, um Fairplay und die Einhaltung der Nutzungsregeln wird gebeten. Das Angebot kann auch wunderbar als Aufwärmrunde genutzt werden: Von der neuen Sportanlage aus ist nämlich auch der Einstieg in das breite Dornbirner Laufstreckennetz möglich. Die Stadt Dornbirn bietet ein umfangreiches, vollständig ausgeschildertes und abwechslungsreiches Laufstreckennetz, das sich in die bestehende Infra-

struktur und das Wegenetz integriert. 140 KILOMETER AUSGESCHILDERTE LAUFSTRECKEN Zwölf ausgeschilderte Strecken, die verschieden kombiniert werden können, drei Sonderstrecken, 140 Laufkilometer, fünf verschiedene Startpunkte über das ganze Stadtgebiet, alle mit dem Stadtbus erreichbar, das alles kann das Laufstreckennetz Dornbirn. Ergänzend gibt es Tempolaufstrecken, Berglaufstrecken, Trailrunningabschnitte und die bestehende Infrastruktur wie die Finnenbahn sowie der Karren und seine traumhafte Trailrunningumgebung. Vor drei Jahren wurde das Laufstreckennetz offiziell eröffnet. Nun wurde die Laufkarte adaptiert; sie ist jetzt handlicher, übersichtlicher gestaltet und ist bei der Dornbirn Tourismus & Stadtmarketing GmbH sowie im Rathaus Dornbirn erhältlich.


WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN 15

Parken leicht gemacht

In Dornbirn werden derzeit die Parkscheinautomaten ausgetauscht – teilweise werden sie mit bargeldlosem ­Zahlungsverkehr ausgestattet. Noch bequemer ist das Parken mit der App ParkNow. Wer mit dem Auto in der Stadt unterwegs ist, muss erst mal einen Parkplatz finden. Ist dieser gefunden, stellt sich die Frage: Habe ich Kleingeld für den Parkscheinautomat? In Dornbirn wird Parken jetzt noch einfacher und praktischer. Rund 60 Parkscheinautomaten werden heuer und im kommenden Jahr ausgetauscht. Sie werden mit modernster Technik und teilweise bargeldlosem Zahlungsverkehr ausgestattet. Die Digitalisierung, die mit den neuen Automaten möglich ist, erleichtert die Verwaltung und bringt für die Kunden Verbesserungen. An den 20 meistfrequentierten Standorten kann die Parkgebühr auch mit der

Bankkarte bezahlt werden. Die ersten Geräte wurden bereits ausgetauscht. Das Parken wird dadurch nicht nur für die Autofahrer bequemer, sondern mit den neuen Parkscheinautomaten, die digital in das städtische Netz eingebunden sind, kann der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert werden.

ZAHLEN MIT EINEM KLICK Handy dabei – Parkschein dabei: Auch in Dornbirn kann die Parkgebühr über das Smartphone bezahlt werden. Die Vorarlberger Städte haben sich schon vor ein paar Jahren dem europaweit angewendeten System ParkNow

An den 20 meistfrequentierten Standorten in der Stadt kann die Parkgebühr jetzt auch mit der Bankkarte bezahlt werden.

angeschlossen. Mithilfe der ParkNow-App entfällt die Suche nach dem nächsten Parkscheinautomaten und dem passenden Kleingeld. Stattdessen wird der Parkvorgang ganz einfach per Klick auf der App gestartet und auch wieder beendet. Für die Nutzer bietet die App den Vorteil, dass sie die Parkzeit nicht mehr vorab einschätzen und ein eventuelles Überbezahlen für den Parkplatz in Kauf nehmen müssen, da bei den meisten Parkplätzen nur für die tatsächlich geparkte Zeit bezahlt wird. Die Vorarlberger Städte bieten eine noch kostengünstigere Registrierung unter www.v-parking.at an.

Arbeit und Gesundheit Einer Arbeit nachgehen zu können, ist sinnerfüllend und stärkt das Selbstbewusstsein. Im Rahmen der Werkstätten bietet pro mente Vorarlberg ein umfassendes berufliches Rehabilitationsprogramm für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

beruflichen wie auch persönlichen Rehabilitationsprozess. Wenn es aufgrund einer psychischen Krankheit nicht mehr möglich ist einer Berufstätigkeit nachzugehen, fällt ein wichtiger Lebensbereich weg. „Die Erfahrung, wieder realitätsnahe Leistung im Rahmen des Arbeitsprozesses erbringen zu können, wird von den Klient*innen sehr geschätzt und als selbstwertsteigernd erlebt.“ so der Werkstättenleiter der Werkstätte Feldkirch, Stefan Nesensohn.

Im Rahmen der Beschäftigungsprogramme können Betroffene nach einer durchgemachten Erkrankungsepisode in einem geschützten Rahmen erste Erfahrungen bezüglich eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess machen. In einem weiteren Schritt werden Betroffene im Zuge des sozialökonomischen Betriebs konkret auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. In einem realitätsnahen Arbeitsumfeld werden Lohnfertigungsarbeiten für Vorarlberger Industriebetriebe angeboten sowie hochwertige Produkte für Endverbraucher*innen hergestellt. Die Werkstätte Feldkirch beschäftigte letztes Jahr 44 Personen mit psychischen Erkrankungen. Für viele ist die Werkstätte Feldkirch ein wichtiger und notwendiger Schritt im

Daten & Fakten Die Werkstätte Feldkirch stellt unter Berücksichtigung ihrer sozialen Mission hochwertige Produkte her. Kontakt pro mente Vorarlberg Werkstätten GmbH Werkstätte Feldkirch Studa 5, 6800 Feldkirch 05522 440099 werkstaette.feldkirch@promente-v.at www.werkstaette-feldkirch.at

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16  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

Die Rappenlochschlucht ist teilweise wieder begehbar.

Aufgrund der laufenden Arbeiten wird es immer wieder zu Einschränkungen entlang der Wanderwege sowie an der Ebniterstraße kommen.

Rappenloch wird weiter saniert Die Sprengung eines überhängenden Felspfeilers vor wenigen Wochen war eine wichtige Voraussetzung für die Fortsetzung der Sanierung der Rappenlochschlucht und für den Neubau der Rappenlochbrücke. Wanderbegeisterte dürfen sich freuen: Die Rappenlochschlucht ist zwischen dem Gütle bis hinauf zur Rappenlochbrücke wieder begehbar. In den vergangenen Wochen wurden die jährlichen Felsräumungen und Sanierungen an der Steganlage durchgeführt. „Der erste Teil dieses beliebten Wanderweges kann damit freigegeben werden. In den kommenden Wochen erfolgen weitere Arbeiten, insbesondere im Bereich jener Stelle, an der kürzlich die Sprengung durchgeführt wurde“, berichtet Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Vom Rappenlochstadl geht es wie gewohnt weiter bis zur „Spiegelkurve“ (Standort ehemalige Rappenlochbrücke) und von dieser weiter über die neue Umfahrungsstraße in Richtung Staufensee. „Sobald die restlichen Arbeiten im Rappenloch abgeschlossen sind und die Steganlagen durch das Alploch saniert wurden, kann

auch dieser Abschnitt geöffnet werden“, ergänzt Vizebürgermeister Markus Fäßler. Die Sprengung eines überhängenden Felspfeilers war eine wichtige Voraussetzung für die Fortsetzung der Sanierung der Rappenlochschlucht und für den Neubau der Rappenlochbrücke. Derzeit erfolgen weitere Arbeiten entlang der Sprengstelle, die mit Bagger, aber auch kleineren Nachsprengungen durchgeführt werden. Zahlreiche Experten, Ingenieure und zwei Geologen begleiten das Projekt seit Beginn der Sanierung. Wichtig ist eine möglichst hohe Stabilität in diesem geologisch sensiblen Gebiet zu erreichen. Die Hochwassersicherheit für den Unterlauf der Dornbirner Ache und eine sichere und vor allem nachhaltige Verbindung nach Ebnit sind neben dem Erhalt dieses wichtigen Naherholungsgebiets die wesentlichen Ziele der Sanierung.

SICHERHEIT GEWÄHRLEISTEN Rund 17.000 Kubikmeter Felsmaterial wurden bei der zweiten Sprengung im Rappenloch abgetragen. Eine weitere Maßnahme, die aktuell durchgeführt wird, ist die Sicherung der gesprengten Stelle durch den Abtrag loser Felsbereiche. Aufgrund der laufenden Arbeiten wird es in den kommenden Wochen und wahrscheinlich auch über den Sommer hinaus immer wieder zu Einschränkungen entlang der Wanderwege sowie an der Ebniter Straße kommen. Mit der Sanierung im Rappenloch wird auch die für die Stadt äußerst wichtige Quellableitung aus dem Ebnitertal gesichert; immerhin bezieht die Stadt rund ein Drittel ihres Trinkwassers aus dieser Quelle. „Langfristig sicheren wir mit dieser Maßnahme auch den Staufensee und eines der beliebtesten Naherholungs-

gebiete Dornbirns“, ergänzt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Aufgrund der Barrierewirkung des Felssturzes konnte der Stausee seit Längerem nicht mehr gespült werden, was zu einer zunehmenden Verlandung geführt hat. BRÜCKENBAU IN VORBEREITUNG Parallel zu den Maßnahmen in der Schlucht und im Bachbett erfolgt seit dem Sommer des Vorjahres die Planung einer neuen Brücke über das Rappenloch. Im Jänner dieses Jahres entschied sich der Stadtrat für den Bau der Brücke am bisherigen Standort. Auch die Ausführung als Stahlbetonbau, der sich sowohl bei der Errichtung als auch im weiteren Betrieb als kostengünstigste Lösung erwiesen hat, wurde dabei beschlossen. Der Bau soll noch im Sommer starten.


WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN 17

Die Stadt Dornbirn übernimmt die an den Fußballplatz angrenzende Tennishalle in Haselstauden und kann damit den drei Dornbirner Tennisvereinen Spielflächen zur Verfügung stellen.

Stadt übernimmt Tennishalle Mit der Übernahme der bisher privat betriebenen Tennishalle Haselstauden erweitert die Stadt Dornbirn ihr Angebot an Sportstätten. Jede sportliche Betätigung benötigt die passende Infrastruktur – Dornbirn hat sie. Die Stadt Dornbirn stellt eine Vielzahl an Sport- und Freizeitplätzen für die öffentliche Nutzung, explizites Vereinstraining sowie für verschiedene Initiativen zur Verfügung. Diese werden durch die Stadt Dornbirn oder in Eigenverantwortung der Vereine mit Unterstützung der Stadt betrieben. Fitnessgeräte für Erwachsene, Street-WorkoutParks und natürlich Fußballund Tschutterplätze sowie ein Baseballplatz stehen für die Vielfalt des Infrastrukturangebotes in Dornbirn. Ergänzt wird das sportliche Angebot in Zukunft durch die Tennishalle Haselstauden, die von der Stadt Dornbirn übernommen wird. Die drei Dornbirner Tennisvereine haben somit verlässlich auch im Winter Spielflächen zur Verfügung. „Die vier überdachten Tennisplätze sind für die Sportlerinnen und Sportler,

die derzeit im Winter teilweise in Nachbargemeinden ausweichen müssen, wichtig. In den kommenden Wochen werden wir mit den Vereinen die Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung abstimmen“, berichtet Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Die bestehenden Tennishallen im Messequartier sind vorwiegend dem Spitzensport zugewiesen. „In der Halle in Haselstauden, die bisher privat betrieben wurde, erhalten die Tennisvereine zusätzliche Flächen für den Jugend- und

Breitensport; deshalb ist diese Investition für die Sportstadt Dornbirn wertvoll und wichtig“, ergänzt Sportstadtrat Julian Fässler. Die Übernahme und Ablöse des Gebäudes wurde jüngst in einer Sitzung der Dornbirner Stadtvertretung beschlossen. AKTIVER TENNISSPORT Der Tennissport ist in Dornbirn äußerst aktiv. Die drei Vereine TC Dornbirn an der Höchster Straße, UTC Dornbirn bei der

Furt und TC Haselstauden haben insgesamt rund 870 Mitglieder. 120 davon sind jünger als 14 Jahre und 125 zwischen 14 und 19 Jahre alt. Die Kinderund Jugendarbeit hat in den Vereinen einen hohen Stellenwert. Mit den vier zusätzlichen überdachten Plätzen werden sie zukünftig diese Arbeit weiter ausbauen können. Derzeit spielen die Vereine auf 26 Freiluftplätzen. Die Plätze im Messequartier werden vom Tennisverband, vorwiegend für den Spitzensport, betrieben. Mit der Übernahme der Halle erhält Dornbirn eine weitere Sportstätte und kann den Tennissport damit aktiv unterstützen. Die Hallen stehen genau zwischen den Fußballplätzen und der Tennisanlage, die sich im Eigentum der Stadt befinden. Mit dem Kauf eröffnen sich für die Stadt auch langfristige Entwicklungspotenziale für den Sport im Bezirk Haselstauden.


18  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

Die diesjährigen Preisträger wurden online im TV-Studio von Russmedia vorgestellt.

Mit ihrem City dashboard haben die Softwareentwickler von weavs den ersten Preis gewonnen.

Dornbirn wird noch „smarter“ Zum vierten Mal wurde der „Smart City Wettbewerb“ in Dornbirn durchgeführt – verliehen wurden drei Hauptpreise und zwei „Special Honor Preise“. Bereits zum vierten Mal wurden innovative Ideen und Projekte, mit denen Dornbirn noch „smarter“ wird, ausgezeichnet. 22 Beiträge wurden beim diesjährigen „Smart City Wettbewerb“ eingereicht. Neben drei Hauptpreisen wurden zusätzlich zwei „Special Honor Preise“ verliehen. Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Wie können wir durch technische Innovation zu einem besseren und nachhaltigeren Leben in unserer Stadt beitragen? Antworten zu diesen Fragen liefern nicht nur die Projekte der Preisträger; auch alle anderen insgesamt 22 Einreichungen beschäftigen sich mit Ideen, Dornbirn und die gesamte Region zu einem Leuchtturm der urbanen Lebensqualität zu machen. Die Zusammensetzung der Teams ist breit gestreut: Neben Schulklassen stellen sich Studenten und Start-ups im Rahmen des Wettbewerbs der Herausforde-

rung. Als zusätzlichen Anreiz bietet die Stadt Dornbirn Preisgelder in der Höhe von 3000 Euro, 2000 Euro und 1000 Euro für die ersten drei Plätze. FACHJURY MIT BREITEN KOMPETENZEN Das Thema Smart City ist so bunt wie die Gesellschaft unserer Region. Aus diesem Grund setzt sich die FachjJury mit Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen: Julia Grahammer, Geschäftsführung der Jungen Wirtschaft Vorarlberg und der Initiative StartupLand vertritt die Perspektive junger Unternehmen in der Region; Karin FeursteinPichler ist als Stadträtin in Dornbirn für die Themen Energieeffizienz und Energieautonomie, Digitalisierung und Smart City verantwortlich; Guido Kempter, Leiter des Forschungszentrums Nutzerzentrierte Technologien, hat den

Nutzerfokus im Blick; Klaus Frick ist Mathematiker und Experte für Signal- und Bildverarbeitung, Numerische Mathematik Data Analytics und Statistik an der FH OST Schweiz und Quido Salzmann leitet das Geschäftsfeld Versorgung und Dienstleistung bei illwerke vkw und engagiert sich dabei stark für Ökostrom und neue Energiedienstleistungen. DIE GEWINNER 2021 Mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde das Projekt „City dashboard“, das zehn Informationsquellen für Bürger auf einer zentralen Informationsplattform zusammenführt. Der Benutzer greift live auf Abfahrtszeiten von Bus und Bahn, Webcams, Wetterdaten, Abfalltermine und Notdienste zu. Zusätzlich können aktuelle News, Veranstaltungen und Informationen zu Gastronomie und Handel abgerufen werden. Der

zweite Preis ging an den virtuellen Stadtrundgang „Opensight Dornbirn“, ein Mixed-Reality-Service, mit dem durch eine MR-Brille virtuelle Inhalte beim Spaziergang durch die Stadt Dornbirn eingeblendet werden. Den dritten Platz sicherte sich das Fahrradparksystem „FourOwn“. Es ermöglicht dem Benutzer, sein Fahrrad ohne Mitführen eines eigenen Schlosses sicher zu parken und bietet ein maximales Level an Sicherheit und Komfort. Der Schließmechanismus wird durch RFID Technologie aktiviert. Neben den drei Hauptgewinnen wurden zwei „Special Honor Preise“ vergeben: „Move 2 Memorize“, ein fächerübergreifendes Projekt des zweiten Jahrgangs der HAK Bezau und „Secret Room – take away“ mit einem High-End-MultimediaSpielkonzept für zu Hause. Alle Einreichungen und Details zu den Gewinnern auf: www. smartcitydornbirn.com


Unterstützung für (Jung-)Unternehmen Bestehende und neue Unternehmen sind in Dornbirn äußerst willkommen und werden vom Standort- und Gründerzentrum jederzeit kompetent unterstützt. (Jung-)Unternehmer(innen), die sich in Dornbirn ansiedeln, dürfen mit professioneller Unterstützung rechnen und können sich beim Standort- und Gründerzentrum zu allen Fragen rund um die Betriebsgründung informieren. „Als Servicestelle begleiten wir Jungunternehmer(innen) kompetent und zielorientiert bei der Betriebsgrün-

Mag. Marco Fehr

dung, aber natürlich helfen wir auch bestehenden Unternehmen bei der Ansiedlung in Dornbirn. Zusätzlich knüpfen wir gerne die Kontakte zu weiteren Informationsquellen“, so Mag. Marco Fehr. Schließlich sind es gerade die jungen Unternehmen, die für ein vitales Wirtschaftsleben und Wachstum der Stadt unverzichtbar sind. Hilfe in vielen wichtigen Bereichen Unterstützt werden Wirtschaftstreibende bei: • der kostenlosen Beratung in der Vorphase von Unternehmensgründungen, • der Erstellung von Businessplänen, • Kosten-, Marketing oder Finanzierungsfragen, • der Koordination von Behörden, Ämter und Institutionen, • bei der Suche nach geeigneten Gewerbeflächen, Büroräumlichkeiten oder Grundstücken. Verbindung von Wirtschaft und Politik „Wer heute will, dass seine Wirtschaft floriert, der muss insbesondere für junge Unternehmen, aber auch für ansässige Betriebe und solche, die sich neu ansiedeln

möchten, ein günstiges Umfeld schaffen“, weiß Fehr aus Erfahrung. Und genau hier schafft das Team des Standort- und Gründerzentrums die Verbindung zwischen Wirtschaft und Politik. Das Zentrum empfiehlt sich sowohl als Servicestelle als auch als das „Ohr“ der Stadtpolitik in die Wirtschaft und hilft, wichtige wirtschaftspolitische Entscheidungen zu treffen. Daneben werden laufend Initiativen und Programme entwickelt, die attraktive wirtschaftliche Impulse in Dornbirn setzen. Zudem richtet das Wirtschaftsteam seinen Fokus nicht nur auf die Lösung der bisherigen Aufgaben, sondern wird als „Think Tank“ auch die Bereiche Wirtschaftsmonitoring, Veranstaltungsprojekte, Standortmarketing und Kommunikation mit erhöhter Aufmerksamkeit bearbeiten.

Standort- und Gründerzentrum Dornbirn Betriebsgründungsberatung und -betreuung der Stadt Dornbirn

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20  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

Bis Ende August 2021 können Gebietskörperschaften sowie gemeinnützige und kirchliche Einrichtungen ihre Ideen einreichen.

Impulsgeber für die Region Erstmals schreibt die Privatstiftung Dornbirner Sparkasse den „Innovationspreis für gemeinnützige Projekte“ mit einer Gesamtdotierung in der Höhe von 40.000 Euro aus. Die Privatstiftung Dornbirner Sparkasse, die 2019 ins Leben gerufen wurde, versteht sich als Impulsgeberin für die Entwicklung der regionalen und gesellschaftspolitischen Infrastruktur. In diesem Zusammenhang schreibt sie erstmals den „Innovationspreis für gemeinnützige Projekte“ mit einer Gesamtdotierung in der Höhe von 40.000 Euro aus. Bis Ende August 2021 können Gebietskörperschaften sowie gemeinnützige und kirchliche Einrichtungen aus Vorarlberg, die im Einzugsgebiet der Dornbirner Sparkasse aktiv sind, visionäre Vorhaben und neuartige Ideen einreichen. „Mit dem Innovationspreis wollen wir positive gesellschaftliche Veränderungen schneller auf den Weg bringen. Die Chance auf eine Förderung bis zu maximal 10.000 Euro pro Projekt haben Einreichungen, die einen nachweisbaren und hohen gesellschaftliche Nutzen für die Region und ihre Bevölkerung

haben“, erklärt Andrea Kaufmann, Vorsitzende des Stiftungsvorstands und Dornbirner Bürgermeisterin. GROSSE BANDBREITE Der Innovationspreis fördert Vorhaben aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft, Gesundheit, Kinder/Jugend/Familie, Sport, Denkmalpflege, Bildung, Katastrophenhilfe/-vorsorge, Fürsorge für ältere und kranke Menschen bzw. Menschen mit Behinderungen, sowie Umwelt- und Klimaschutz. Diese Projekte sollen bereits in Planung sein und in den kommenden zwölf Monaten zur Umsetzung gelangen. Aber auch neue Teilprojekte oder eine Neu-Fortführung bereits umgesetzter Programme haben eine Chance. „Wir möchten mit dem Innovationspreis eine möglichst große Bandbreite an Institutionen und Initiativen erreichen, damit unsere Region

optimal profitieren kann“, ergänzt Harald Giesinger, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstands und Vorstandsvorsitzender der Dornbirner Sparkasse. Die Richtlinien des Innovationspreises schließen Privatpersonen von der Einreichung aus. Über die Höhe und die Vergabe der Förderung entscheidet der Förderbeirat der Privatstiftung Dornbirn Sparkasse unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Verständigung über die Vergabe wird bis spätestens 15. Oktober 2021 erfolgen. Mehr Informationen zum Einreichprozedere stehen auf www.sparkasse.at/dornbirn/stiftung zur Verfügung. AUS DER GESCHICHTE Der Kern der Gemeinnützigkeit bei der Sparkasse reicht weit zurück und wurde bereits in der Gründungsurkunde festgehalten: „ … die den Zweck hat, dem Fabriksarbeiter, dem Handwer-

ker, dem Taglöhner, dem Dienstboten, dem Landmanne oder sonst einer gewerbsfleißigen und sparsamen Person die Mittel an die Hand zu geben, von ihrem mühsamen Gewerbe von Zeit zu Zeit ein kleines Kapital zurückzulegen, um solches in späteren Tagen zur Begründung einer besseren Versorgung, zur Aussteuer, zur Aushilfe in Krankheit, im Alter oder zur Erreichung irgendeines löblichen Zweckes zu erwerben.“ Aus dieser richtungweisenden Formulierung in der Gründungsurkunde der Ersten Österreichischen Spar-Casse hat sich für nunmehr beinahe 200 Jahren das Prinzip der Gemeinnützigkeit der Sparkassen abgeleitet. Im Sparkassenregulativ von 1844 war die Gemeinnützigkeit als Aufgabe der Sparkassen auch ausdrücklich festgeschrieben. Sie fand später im Sparkassengesetz 1979 in Form der dort vorgesehenen Widmungsrücklage einen neuen Ausdruck.


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22  WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN

Für Eltern bedeutet die neue Praxis erweiterte Öffnungszeiten, bessere Erreichbarkeit und gebündelte Kompetenz.

Dr. Harald Geiger leitet die neue Lehrpraxis.

Zentrum für Kinderheilkunde Am 26. April wurde das neue KinderÄrzteZentrum (KÄZ) Dornbirn in der Kreuzgasse 1 eröffnet. Das neue Zentrum für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist gleichzeitig Lehrpraxis. Seit Kurzem gibt es in Dornbirn eine neue Kinderarztpraxis. Gemeinsam mit der aks gesundheit GmbH und dem Kinderund Jugendfacharzt Dr. Harald Geiger hat die Stadt Dornbirn in Zusammenarbeit mit der ÖGK und dem Land Vorarlberg die neue Lehrpraxis entwickelt. So unterstützen Kinderärztinnen und -ärzte in Ausbildung aus dem städtischen Krankenhaus die Praxis in der Stadtmitte. Für die Eltern bedeutet das erweiterte Öffnungszeiten, bessere telefonische Erreichbarkeit und gebündelte Kompetenz. „Wir haben uns massiv dafür eingesetzt, die medizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche bestmöglich sicherzustellen. Wir freuen uns mit Dr. Harald Geiger einen Experten für die neue Praxis gewonnen zu haben und sind sicher, mit dieser Kooperation den Dornbirner Eltern und ihren Kindern eine sehr gute medizinische Versorgung an-

bieten zu können. Unter einem Dach widmet sich ein Ärzteteam – unter anderem auch aus dem städtischen Krankenhaus – der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“, betont Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Die Umsetzung der neuen Praxis war ein wichtiger und notwendiger Schritt. Trotz mehrfacher Ausschreibung blieb eine der drei Kinderarztstellen der Stadt unbesetzt. Die zweite wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2021 ihre Türen schließen. Dank einer Kooperation mit der Stadt Dornbirn, den Österreichischen Gesundheitskassen, dem Land Vorarlberg, der Ärztekammer und der aks gesundheit wurde die neue Praxis auf Schiene gebracht. Dr. Harald Geiger hat seinen Kassenvertrag erweitert und wird in der neuen Lehrarztpraxis in der Kreuzgasse 1 in Dornbirn von Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung unterstützt.

KINDERÄRZTE DES KRANKENHAUSES Insgesamt werden drei Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendheilkunde sowie Ärztinnen und Ärzte in Fachausbildung der Kinderabteilung des Krankenhauses Dornbirn in der modernen Ordination genug Platz finden. „In der Praxisgemeinschaft arbeiten die Ärztinnen und Ärzte wie in unserer Abteilung in einem Team. Dadurch entstehen mehr fachliche Qualität und ein ständiger Wissenstransfer“, betont Primaria Dr. Edda Haberlandt, Leiterin der Kinder- und Jugendheilkunde im städtischen Krankenhaus. Denn von der neuen Praxis profitieren auch die Ärztinnen und Ärzte selbst, da sie in einem Angestelltenverhältnis tätig sein und auf eine gute medizin-technische Ausstattung zurückgreifen können. Zudem erhalten junge, künf-

tige Fachärztinnen und Fachärzte während der Ausbildung bei einem Vertragsarzt einen Einblick in die freiberufliche Tätigkeit. GANZHEITLICHER ANSATZ Doch die neue Praxis hat sich noch mehr vorgenommen, betont Dr. Harald Geiger: „Diese innovative Praxis vereint vieles zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Wir sind zusätzlich mit weiteren Fachstellen in der Umgebung gut vernetzt. Wie zum Beispiel den Frühen Hilfen. Außerdem sollen künftig gemeinsam mit der aks gesundheit GmbH und der Stadt Dornbirn auch gesundheitsfördernde Ansätze gestärkt und entwickelt werden. Denn: Wir wollen in einem ganzheitlichen Ansatz für die Gesundheit der heranwachsenden Menschen da sein“, so der engagierte Kinderarzt.


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