JOURNAL WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN
Den Dornbirner Weg weitergehen Seite 2 Dornbirn feiert 50.000 Bürger
Seite 4
Neues Umweltprogramm
Seite 16
Bauen für die Zukunft
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FOTO: LUKAS HÄMMERLE
MÄRZ 2020
IM FOKUS
2 WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN
„Stillstand ist Rückschritt”, sagt die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Ihr Bestreben ist es, die Stadt stetig weiterzuentwickeln.
Den Dornbirner Weg weitergehen Bürgermeisterin Andrea Kaufmann über Lebensqualität, zukünftige Entwicklungen, Wirtschaftsstandort, Digitalisierung und Pläne für die kommenden Jahre. Die Entwicklung in Dornbirn ist in den vergangenen Jahren von einer außergewöhnlichen Dynamik geprägt. Sowohl private Bauträger als auch die Stadt investieren enorm in verschiedene Projekte. Die Bevölkerung ist auf mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner angewachsen. Als Wirtschaftsstandort ist Dornbirn begehrter als je zuvor. Kaum eine andere Stadt oder Gemeinde im Rheintal kann da noch mithalten und auch im Bodenseeraum hat sich Dornbirn als ernsthafter Player behauptet. Große Veranstaltungen wie die Welt Gymnaestrada oder zuletzt die von Dornbirn angeschobene Bewerbung als „Kulturhauptstadt Europas“ unterstreichen diesen Anspruch. Was macht diese Entwicklung aus und welche Energie steckt hinter dieser Dynamik? Wir haben die Bürgermeisterin gefragt.
Die Entwicklung Dornbirns ist sowohl im Rheintal als auch in der Bodenseeregion beispielhaft. Wie machen Sie das?
Dornbirn hat in den vergangenen Jahrzehnten tatsächlich eine Größenordnung erreicht, die für uns manches leichter macht. Die Dynamik ist aber auch einer Dornbirner Eigenschaft geschuldet: Stetig mit Augenmaß und Hausverstand nach vorne zu schauen und vor allem die Stadt aktiv zu gestalten. Auch während Krisenjahren haben wir versucht, das Heft in der Hand zu behalten und konnten damit aus schwierigen Zeiten gestärkt und mit Vorsprung weitermachen. Jenen, die damals skeptisch waren, haben wir gesagt: „Stillstand ist Rückschritt“ und es hat sich gezeigt, dass wir richtig lagen. Vor wenigen Wochen hat die Stadt erstmals die Marke von 50.000 Einwohnern überschritten. Ist dieses Wachstum gewünscht?
Die Menschen ziehen dorthin, wo sie sich wohlfühlen und wo sie die besten Voraussetzungen vorfinden. Arbeitsplätze, Wohnraum, eine erstklassige Gesundheitsversorgung, familienfreundliche Angebote, Sicherheit, Bildungsmöglichkeiten bis zum Hochschulabschluss, ein breites Sport- und Freizeitangebot und schließlich, was besonders wichtig ist, eine intakte Natur vom Ried bis in alpine Lagen. Wir haben auf die 50.000 nicht bewusst hingearbeitet – die Menschen sind nach Dornbirn gekommen, weil es ihnen hier gefällt. Natürlich sind steigende Bevölkerungszahlen auch mit Herausforderungen, beispielsweise bei der Infrastruktur verbunden, aber es ist mir lieber, die Menschen leben gerne hier, als sie würden aus Dornbirn wegziehen wollen. Wir hören immer wieder, dass sich Dornbirn als „Wirtschaftsstadt mit
hoher Lebensqualität“ positioniert; was steckt da dahinter?
Dornbirn ist eine junge Stadt. Das urbane Umfeld und „Stadtgefühl“ haben sich erst in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt. Viele Jahre waren Industrie und Gewerbe die treibenden Kräfte und sie haben auch zum Wohlstand erheblich beigetragen. Wir sind nach wie vor eine Wirtschaftsstadt und stolz auf unsere Betriebe. Die von ihnen erwirtschaftete Wertschöpfung und die Arbeitsplätze, die sie damit schaffen, sind eine wichtige Grundlage für die Entwicklung des Standorts. In den vergangenen Jahren konnten die wirtschaftlichen Schwerpunkte weiterentwickelt werden. Heute gelten die sogenannten „Soft Skills“, das sind beispielsweise die gestalteten öffentlichen Räume oder eben jene Angebote, die für eine überdurchschnittliche Lebensqualität sorgen, als ebenso wichtig, um
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Als Meilenstein gilt die Fertigstellung der neuen Stadtbibliothek.
als Standort langfristig attraktiv zu sein. Hier liegt unser Augenmerk für die kommenden Jahre. Welche sind das konkret?
Es ist wichtig, das Ganze im Auge zu haben, um daraus funktionierende Maßnahmen zu entwickeln; übrigens auch eine Dornbirner Eigenschaft. Viel früher als andere Städte – auch in Österreich – haben wir auf Entwicklungen mit strategischen Überlegungen und Leitbildern reagiert: Umwelt, Familie, Zusammenleben, Verkehr, Stadtentwicklung, Grünräume, Schulen und Kinderbetreuung ... die Liste ließe sich fortsetzen. Aus diesen Überlegungen entwickeln wir jene Maßnahmen, die richtig, zukunftsorientiert und damit nachhaltig sind. Die neue Stadtbibliothek ist dafür ein gutes Beispiel: Es ist uns allen klar, dass die kommenden Generationen noch bessere und umfassendere Bildungschancen benötigen. Die niederschwelligen und vor allem gut verfügbaren Angebote in der neuen Stadtbibliothek tragen dazu bei und unterstützen die Möglichkeiten, die in unseren Schulen angeboten werden. Auch damit
machen wir unsere Stadt zukunftsfit. Viel wird derzeit von der Digitalisierung gesprochen und immer wieder kommt dabei Dornbirn ins Spiel. Ist die Stadt tatsächlich so engagiert in diesem Bereich?
Ja, absolut. Digitalisierung ist nicht etwas, das auf uns zukommt; sie ist schon lange da und wird sowohl in der Wirtschaft als auch im Privaten angewendet. Was wir mit den von uns gestarteten Projekten wollen, ist das Bewusstsein dafür zu stärken. Viele Anwendungen mit Handy, Tablet oder Computer, die heute selbstverständlich sind, waren vor zehn Jahren noch völlig unbekannt: Ein Bahnticket mit dem Telefon zu kaufen und damit auch die Fahrkarte auf dem Bildschirm mitzuführen beispielsweise. Die Entwicklung von Programmen und Ideen funktioniert anders als bei klassischen Produkten. Wir wollen den jungen Unternehmen Räume für diese Entwicklung geben; der Standort Dornbirn wird davon in Zukunft profitieren. Dass uns dieses Thema ganz besonders am Herzen liegt, zeigt auch die Tatsache, dass wir dafür ein eigenes poli-
Über 50.000 Bürger schätzen die Lebensqualität in Dornbirn.
tisches Ressort und eine eigene Abteilung innerhalb der Verwaltung geschaffen haben. Es ist mir aber auch wichtig, dass wir auf alle jene, die mit dieser rasanten Entwicklung nicht Schritt halten können, nicht vergessen. Was sind die Pläne der Stadt für die kommenden Jahre?
Wir wollen den erfolgreichen Dornbirner Weg auch zukünftig gemeinsam weitergehen. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Was mit Sicherheit einzigartig ist, ist die Stimmung in unserer Stadt; diese liegt dem Erfolg ebenso zugrunde, wie die Art und Weise, wie wir in Dornbirn zu politischen Entscheidungen kommen – nämlich vorwiegend auf dem Weg der konstruktiven Zusammenarbeit. Wenn der weitaus überwiegende Teil der Abstimmungen in den politischen Gremien einstimmig ausfällt, ist das ein gutes Zeichen. Als Bürgermeisterin ist es mir wichtig, diese Stimmung zum Wohle der Stadt auch weiterhin zu erhalten. Da bin ich voller Zuversicht, dass wir das auch in den kommenden Jahren schaffen.
INHALT Den Dornbirner Weg weitergehen Seite 2 Dornbirn feiert 50.000 Bürger Seite 4 Plastikfreier Wochenmarkt Seite 12 Neues Umweltprogramm Seite 16 Zufriedene Unternehmer Seite 18 Bauen für die Zukunft Seite 23
IMPRESSUM Herausgeber, Medieninh aber und Hersteller: Russmedia V erlag GmbH Redaktion: Laurence Feider Texte und Fotos: Stadt Dornbirn, Laurence Feider, FH Vorarlberg, ASFINAG, Udo Mittelberger, Messe Dornbirn, pixabay, Dornbirn Tourismus Layout/Ums etzung: Yvonne Fetz Anzeigenb eratung: Wolfgang Obermüller, Tel. 05572 501-115, E -Mail: wolfgang.obermueller@ russmedia.com
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Mit der Kampagne #wirsind50000 wird der Bevölkerungszuwachs gefeiert.
Mit dem Zuzug von Familie Schwarzmann/Brandl wurde die 50.000er-Marke geknackt.
Dornbirn feiert 50.000 Bürger Am 28. Jänner war es so weit: Dornbirn hat mit dem Zuzug und der Anmeldung der Familie Schwarzmann/Brandl erstmals 50.000 Einwohner(innen). Diesen stadtgeschichtlichen Meilenstein feiert Dornbirn gemeinsam mit der Bevölkerung. Wer dieser Tage aufmerksam durch die Stadt Dornbirn geht, dem ist es sicher schon aufgefallen: das Dornbirn-Bänkle. Dieses nach der Vorlage des spanischen Metalldesigners Marcel Rosello entworfene Designerbänkle wandert durch die Stadt und erzählt die Geschichten der Dornbirner Bevölkerung. Für eine bestimmte Zeit steht es jeweils auf einem Lieblingsplatz einer Person aus Dornbirn. Mit dieser Aktion feiert die Stadt Dornbirn ihre 50.000 Einwohner. „50.000 Bürgerinnen und Bürger sind 50.000 Gesichter, 50.000 Geschichten und 50.000 Lieblingsplätze. Jede und jeder dieser 50.000 trägt täglich dazu bei, dass sich die Menschen in unserer Stadt wohlfühlen. Mit der Kampagne #wirsind50000 wollen wir diese mit ihren Geschichten und Plätzen sichtbar machen. Frauen und Männer, alt und jung, hier geboren
oder zugewandert: Dornbirn ist bunt und vielfältig und vor allem lebenswert“, beschreibt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann die Aktion. Menschen, ihre persönlichen Geschichten und die Plätze in der Stadt, die für sie besonders wichtig sind, sollen sowohl vor Ort als auch mit einer Kommunikationskampagne sichtbar werden. Wer mitmachen will, kann sich unter der Internetadresse www.dornbirn.at/wirsind50000 oder in den sozialen Medien unter #wirsind50000 melden. GEFRAGTER WOHNORT Seit 1901, dem Jahr der Stadterhebung, hat sich die Bevölkerung Dornbirns fast vervierfacht. Die 50.000 vollgemacht hat Familie Schwarzmann/ Brandl. Laurin Schwarzmann, Theresa Brandl und die kleine Erna-Maria stammen aus Vorarlberg und Salzburg und
haben Ende Jänner ihren Wohnsitz von der Schweiz nach Dornbirn verlegt. Sie wurden von der Dornbirner Bürgermeisterin persönlich begrüßt und mit einem Blumenstrauß überrascht. „In den vergangenen Jahren ist die Stadt Dornbirn jährlich um rund 500 Personen angewachsen. Der laufende Anstieg war nicht vorrangig das Ziel der Stadtentwicklung – er hat sich aufgrund der Qualität der verschiedenen Angebote in unserer Stadt ergeben. Die Menschen ziehen dorthin, wo sie sich wohl fühlen und eine gute Infrastruktur und Angebote in allen Bereichen vorfinden“, freut sich Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Verantwortlich für das Bevölkerungswachstum ist unter anderem die florierende Wirtschaft, verbunden mit einem großen Angebot an Jobs in allen Wirtschaftsbereichen, von
der Industrie über den Handel bis zum Dienstleistungssektor. Aber auch das kulturelle Angebot, die ideale Lage, Kinderbetreuung, soziale Sicherheit, Pflege, Bildung und sportliche Angebote machen Dornbirn zum gefragten Wohnort. Das Überschreiten der Marke „50.000“ hat für die Stadt selbst keine direkten Auswirkungen. Erfreulich ist allerdings, dass die Stadt aus dem Finanzausgleich über die vom Bund ausgeschütteten Ertragsanteile mehr Geld erhalten wird. Große Sprünge werden dies allerdings nicht sein, da vor etwas mehr als zehn Jahren für Gemeinden und Städte mit Bevölkerungswachstum bereits eine „Einschleifregelung“ beschlossen wurde. Weitere Informationen zur Kampagne #wirsind50000 unter: www.dornbirn.at/wirsind50000
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So soll das Projekt nach der Fertigstellung aussehen.
Die Bauarbeiten für den Autobahnanschluss haben begonnen.
Dritter Autobahnanschluss Mit den Bauarbeiten für den Autobahnanschluss an der Schweizer Straße wurde Anfang des Jahres begonnen. Bis in zwei Jahren soll der neue Anschluss zur Verfügung stehen. Die Entlastung von Hunderten Anrainern im Bereich Hatlerdorf vom Schwerverkehr und eine bessere Anbindung des größten Dornbirner Betriebsgebiets (Wallenmahd) – diese Ziele verfolgen ASFINAG, Land Vorarlberg und die Stadt Dornbirn bei den Planungen der neuen Anschlussstelle „Dornbirn Süd“. Nach intensiven Vorarbeiten ist es jetzt so weit: Die Arbeiten für den neuen Autobahnanschluss an der Schweizer Straße haben begonnen. Seit Mitte Jänner erfolgen die Vorbereitungen der ASFINAG für die Vorlastschüttung auf der geplanten Lastenstraße zwischen dem neuen Autobahnanschluss und dem Messeareal. In den kommenden Wochen wird das bisher auf der neuen Bleichestraße aufgebrachte Material zur Lastenstraße transportiert. Diese Vorlastschüttung wird den Untergrund für die neue Straßenverbindung stabilisieren. „Noch im
Frühjahr können dann die Arbeiten für den Ausbau der Bleichestraße beginnen. Ich bin froh, dass wir gemeinsam mit der ASFINAG und dem Land dieses wichtige Entlastungsprojekt endlich beginnen können“, berichtet Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. MASSGESCHNEIDERTE MOBILITÄTSLÖSUNG Mit dem neuen Autobahnanschluss, der Lastenstraße und
dem Ausbau der Bleichestraße werden die Betriebsgebiete im Süden der Stadt besser an das hochrangige Straßennetz angebunden und damit die Wohngebiete in diesem Bereich, und vor allem auch entlang der Lustenauer Straße, erheblich entlastet. Entlang der Schweizer Straße wird ein eigener Radweg diese wichtige Fahrradroute aufwerten. Bis Anfang 2022 soll der neue Anschluss zur Verfügung stehen. Die ASFINAG, das Land
Vorarlberg und die Stadt investieren insgesamt rund 35 Millionen Euro (netto) in dieses für Dornbirn wichtige Verkehrsprojekt. „Die Investitionen an der Anschlussstelle sind wichtig für die Menschen und den Wirtschaftsstandort. Wir helfen, den gesamten Lebens- und Arbeitsbereich um Dornbirn fit für die Zukunft zu machen. Mit der neuen Anschlussstelle bieten wir eine maßgeschneiderte Mobilitätslösung, die für mehr Sicherheit und Kapazität und somit automatisch auch für weniger Zeitverluste und Staus sorgt“, ist ASFINAG-Geschäftsführer Alexander Walcher überzeugt. Nach den Arbeiten für die Vorlastschüttung wird das Land mit dem Ausbau der Bleichestraße sowie der äußeren Schweizer Straße beginnen. Die ASFINAG trifft ihrerseits bereits die Vorbereitungen für den Bau des zusätzlichen Autobahnanschlusses.
GRAF ELEKTRONIK High-Tech Fertiger etabliert sich auch in der Medizintechnik
Das Dornbirner Dienstleistungsunternehmen Graf Elektronik entwickelt und fertigt Elektronik-Produkte für internationale Kunden und ist Partner für viele erfolgreich tätige Industriebetriebe in der Region. Von der Entwicklung bis zur Fertigung von elektrisch geprüften Elektronikbaugruppen bietet Graf Elektronik seinen Kunden in verschiedensten Branchen, wie der Industriemesstechnik, Funktechnik, Medizintechnik, Solar-und Umwelttechnik, Leistungselektronik, LED-Technik, Vermessungstechnik, Seilbahntechnik, IoT und vielen anderen ein breites Angebot. Aufgrund topmoderner Fertigungsanlagen entstehen unterschiedlichste
High-Tech-Produkte. Seit mehr als 30 Jahren kann sich Graf Elektronik als erfolgreicher Partner etablieren und sich dem stetigen herausfordernden Wandel der Kundenbedürfnisse anpassen. Inzwischen werden neben den Elektronikbaugruppen, vermehrt Komplettbaugruppen/-geräte am Standort Dornbirn hergestellt. Das Unternehmen zählt mit knapp 160 MitarbeiterInnen zu den größten Elektronikdienstleistern Österreichs und wächst stetig. Besonders für die Medizintechnikbranche werden vermehrt technisch höchst anspruchsvolle Produkte, wie Beatmungsgeräte, Augenoperationssysteme oder Dentalgeräte entwickelt und gefertigt. Um sich langfristig technische Fach-
ELEKTRONIKENTWICKLUNG
ELEKTRONIKFERTIGUNG
kräfte zu sichern, ist Graf Elektronik seit Beginn an Partnerbetrieb beim Studienprogramm Elektrotechnik Dual an der FH Vorarlberg. Laufend wird zusätzliches Personal eingestellt. Insbesondere Elektronikfachkräfte finden interessante, abwechslungsreiche Aufgabengebiete in einem attraktiven Arbeitsumfeld. Das Know-How und die langjährige Erfahrung der Ingenieure bilden die Basis für ein weiteres Wachstum.
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Der Campus wird in drei Etappen erweitert.
Norbert Menke ist Studiengangsleiter des neuen berufsbegleitenden Masters „Nachhaltige Energiesysteme”.
Ausbau der FH Vorarlberg Die FH Vorarlberg wird nicht nur baulich erweitert, sondern erweitert auch ihr Studienangebot um den berufsbegleitenden Master „Nachhaltige Energiesysteme“. Die FH Vorarlberg wächst kontinuierlich. Dadurch entstand in den vergangenen Jahren ein dringender Platzbedarf für Studium und Forschung. 2018 erfolgte ein Regierungsbeschluss zum Ausbau der Hochschule. Im März 2020 werden nun die Bauarbeiten starten. Bis 2024 soll der Campus in drei Bauetappen erweitert werden. Zum einen durch Verdichtung bzw. Aufstockung, zum anderen durch Zubauten am Areal sowie Adaptierung bestehender Flächen. Der Ausbau wird den Studierenden und der Forschung ab 2024 mindestens 5300 Quadratmeter mehr an Nutzfläche bringen. Es werden insgesamt rund 41 Millionen Euro – das entspricht im Jahr 2024 mit Berücksichtigung der Indexanpassung 47,3 Millionen Euro – in das gesamte Sanierungs- und Ausbauprojekt investiert. Auch das Studienangebot wird weiter ausgebaut. Ab dem Studienjahr 2020/21 bietet die FH Vorarl-
berg den berufsbegleitenden Master „Nachhaltige Energiesysteme“* an. Digitalisierung, regenerative Energien und Dezentralisierung fördern den Wandel zum „Internet der Energie“ und bestimmen die Inhalte des überarbeiteten Studiengangs – vormals Energietechnik und Energiewirtschaft. NACHHALTIGE ENERGIEVERSORGUNG Absolventen erwerben Kernkompetenzen für die Gestaltung einer nachhaltigen Energieversorgung von Unternehmen und Gesellschaft. „Dieser Sektor entwickelt sich ausgesprochen dynamisch. Energie wird digitaler, smarter und erneuerbarer. Unser berufsbegleitendes Masterstudium bildet Fachkräfte aus, die diese Entwicklungen mitgestalten“, erläutert Norbert Menke, Studiengangsleiter „Nachhaltige Energiesysteme“ an der FH Vorarl-
berg. Das Studium richtet sich an Berufstätige, die zusätzliche Entwicklungschancen suchen. Das Programm qualifiziert Absolventen zur Bearbeitung und Lösung von technischen und techno-ökonomischen Problemstellungen auf akademischem Niveau. Sie übernehmen Fachund Führungsaufgaben in Unternehmen und leisten einen
Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen in Vorarlberg. Tätigkeitsfelder bieten die Bereiche Energiemanagement, Regenerative Energien, Digitalisierung, Produktengineering, Elektromobilität sowie in Forschung und Entwicklung. Anmeldungen zum Studium sind ab sofort möglich: www.fhv.at/ energie
MASTER „NACHHALTIGE ENERGIESYSTEME“* Abschluss Master of Science in Engineering (MSc) Berufsbegleitendes Studium, 4 Semester (120 ECTS) Unterrichtssprachen: Deutsch, einzelne Lehrveranstaltungen in Englisch Spezialisierungen in zwei von sechs Vertiefungen: Effiziente Systeme, Intelligente Gebäude, Energieprojekt, Betriebswirtschaft, Mechatronics oder Informatik Auslandssemester im 3. und 4. Semester möglich *vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria. Kontakt: FH Vorarlberg - Birgit Berger T +43 5572 792 5700 energie-master@fhv.at - www.fhv.at/energie
DAS IST ECHTE
Nahversorgung
SPAR-SUPERMARKT DORNBIRN-ROHRBACH Der SPAR-Supermarkt in Dornbirn-Rohrbach wird zurzeit neu errichtet und eröffnet im Juni 2020 in einem völlig neuen Ladendesign wieder. Auf rund 600 m² entsteht ein Frische- und Feinkostparadies der Extraklasse. Eine großzügige Bedienungsabteilung mit einer Vielzahl regionaler Produkte steht im Mittelpunkt des völlig neuen SPAR-Ladenkonzepts. Der topmoderne Supermarkt wird vom Architekturbüro heim+müller aus Dornbirn geplant und zeichnet sich durch eine Holz- sowie eine große und elegante Glasfassade aus. Im neuen Gebäude werden heimische Baustoffe und neueste energieeffiziente Technik zum Einsatz kommen. Neben hochwertiger LED-Technologie wird auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert und den Markt mit erneuerbarer Energie versorgen.
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DIE DORNBIR
SPAR-SUPERMARKT SABRINA MEUSBURGER, DORNBIRN-HASELSTAUDEN Anfang Februar eröffnete Sabrina Meusburger den Nahversorgungs-Markt in Dornbirn-Haselstauden als selbständige SPAR-Kauffrau. Die 25-jährige Schwarzenbergerin startete mit einer Lehre bei SPAR und sammelte neben zahlreichen Fachausbildungen bereits als Marktleiter-Stellvertreterin in Schwarzenberg und Egg-Großdorf Führungserfahrung. Frische Produkte - vorzugsweise aus der Region - sind für die frischgebackene SPAR-Kauffrau ein besonderes Anliegen und mit dem bewährten Mitarbeiterteam möchte sie den langjährigen Standort fortführen. Der SPAR-Supermarkt in Dornbirn-Haselstauden hat von Montag bis Freitag von 7.00 bis 18.30 Uhr und Samstag von 7.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
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SPAR-SUPERMARKT DIETMAR BRUNNER, DORNBIRN, MOOSMAHDSTRASSE „Wir bauen für Sie einen modernen, nach dem neuesten Konzept gestalteten Nahversorger und eröffnen unser Geschäft im Juni 2020 wieder. Es erwartet Sie eine Erweiterung der Verkaufsfläche sowie ein deutlich größeres Sortiment. Besonderen Wert wird auf die Gestaltung der Feinkostabteilungen und den Frischebereich gelegt, die das Herzstück des SPAR-Supermarkts bilden. Fleisch-, Wurst- und Käsespezialitäten werden von bestens ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern präsentiert. Statt einer durchgehenden Theke erwartet die Kundinnen und Kunden jetzt eine offene Marktplatz-Atmosphäre aus kleineren Einheiten. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Treue und freuen uns darauf, Sie im Juni in unserem neuen SPAR-Supermarkt wieder begrüßen zu dürfen.“
26.02.20 13:11
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Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier gab Einblicke in die Lebenswelt der Jugendlichen.
Der KMU-Treff wird vom Gründer- und Standortzentrum gemeinsam mit der Dornbirner Sparkasse veranstaltet – hier die Verantwortlichen mit dem Referenten.
Wie tickt unsere Jugend? Großes Interesse hatten die Dornbirner Klein- und Mittelbetriebe (KMU) am Thema des letzten KMU-Treffs im Rathaus: „Was will die Jugend?“. Der Referent Bernhard Heinzlmaier ging der Frage auf den Grund, was die junge Generation bewegt. Der KMU-Treff im Februar stand ganz im Zeichen der Zukunft: Der bekannte Jugendforscher und Sozialwissenschaftler Bernhard Heinzlmaier referierte über Werte, Einstellungen und Ängste der Mitarbeiter und Unternehmer von morgen. Junge und innovative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen gerade für Klein- und Mittelbetriebe einen beachtlichen Unternehmenswert dar. LEBENSWELT DER JUGENDLICHEN Die richtigen Arbeitskräfte an ein Unternehmen zu binden, ihre Potenziale im Team zu nutzen und auch langfristig aus ihren Ideen Wertschöpfung zu generieren, sind wichtige Voraussetzungen für den geschäftlichen Erfolg. Das Wissen darüber, was die junge Generation bewegt und welche Lebenskonzepte sie verfolgt,
kann der Schlüssel sein für die richtige Auswahl und Motivation zukünftiger Mitarbeiter. Mit dem Vortrag von Bernhard Heinzlmaier, der seit mehr als drei Jahrzehnten in der Jugendforschung tätig ist, bekamen Dornbirner KMU-Unternehmer einen Einblick in die Lebenswelt der Jugendlichen. Bernhard Heinzlmaier gilt als einer der wichtigsten Sozialwissenschaftler Österreichs. Gerade zu Fragen um Trends und Analysen der jüngeren Bevölkerungssegmente ist er häufig die erste Adresse. Heinzlmaier ist seit über drei Jahrzehnten in der Jugendforschung tätig. Er ist Mitbegründer des Instituts für Jugendkulturforschung und seit 2003 ehrenamtlicher Vorsitzender. Hauptberuflich leitet er das Marktforschungsunternehmen tfactory Trendagentur in Hamburg. Heinzlmaier ist auch verantwortlich für die Österreichische Jugendwerte-
studie 2019, die vom 5. bis 18. September 2019 durchgeführt wurde. Dabei wurden 1000 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 29 Jahren in Österreich interviewt. Laut Heinzlmaier sind die Jugendlichen unserer Tage pragmatisch und individualistisch. Sie stehen mit beiden Beinen fest am Boden und wissen genau, was sie wollen. Gleichzeitig suchen sie aber auch Halt und Sicherheit. Sie wenden sich dabei alten Traditionen zu und die Bindung an Region und Heimat wird immer wichtiger. Österreichische Betriebe und Produkte sind so beliebt wie nie zuvor. Und das Leben, Arbeiten und Einkaufen in der eigenen Region ist unter den Jungen von immer größer werdender Bedeutung. Das Dornbirner Standort- und Gründerzentrum veranstaltet gemeinsam mit der Dornbirner Sparkasse im Rathaus regelmä-
ßig den „KMU-Treff“ als Informations- und Vernetzungsplattform der Kleinund Mittelbetriebe in der Stadt. Dabei haben die Dornbirner Unternehmer die Möglichkeit, sich über aktuelle Trends zu informieren und können sich mit den Verantwortlichen der Stadt sowie anderen Unternehmen austauschen und vernetzen.
Unterstützung für Unternehmen Bestehende und neue Unternehmen sind in Dornbirn äußerst willkommen und werden vom Standort- und Gründerzentrum jederzeit kompetent unterstützt. (Jung-)Unternehmer, die sich in Dornbirn ansiedeln, dürfen mit professioneller Unterstützung rechnen und können sich beim Standort- und Gründerzentrum zu allen Fragen rund um die Betriebsgründung informieren. „Als Servicestelle begleiten wir Jungunternehmer kompetent
Mag. Marco Fehr
und zielorientiert bei der Betriebsgründung, aber natürlich helfen wir auch bestehenden Unternehmen bei der Ansiedlung in Dornbirn. Zusätzlich knüpfen wir gerne die Kontakte zu weiteren Informationsquellen“, so Mag. Marco Fehr. Schließlich sind es gerade die jungen Unternehmen, die für ein vitales Wirtschaftsleben und Wachstum der Stadt unverzichtbar sind. Hilfe in vielen wichtigen Bereichen Unterstützt werden Wirtschaftstreibende unter anderem durch die kostenlose Beratung in der Vorphase von Unternehmensgründungen, durch Unterstützung bei Businessplänen sowie Kosten-, Marketing oder Finanzierungsfragen, bei der Koordination von Behörden, Ämtern und Institutionen oder bei der Suche nach geeigneten Gewerbeflächen, Büroräumlichkeiten oder Grundstücken. Verbindung von Wirtschaft und Politik „Wer heute will, dass seine Wirtschaft floriert, der muss insbesondere für junge Unternehmen, aber auch für ansässige Betriebe und solche, die sich neu ansiedeln möchten, ein günstiges Umfeld
schaffen“, weiß Fehr aus Erfahrung. Und genau hier schafft des Team des Standortund Gründerzentrums die Verbindung zwischen Wirtschaft und Politik. Das Zentrum empfiehlt sich sowohl als Servicestelle als auch als das „Ohr“ der Stadtpolitik in die Wirtschaft und hilft, wichtige wirtschaftspolitische Entscheidungen zu treffen. Daneben werden laufend Initiativen und Programme entwickelt, die attraktive wirtschaftliche Impulse in Dornbirn setzen. Zudem richtet das Wirtschaftsteam seinen Fokus nicht nur auf die Lösung der bisherigen Aufgaben, sondern wird als „Think Tank“ auch die Bereiche Wirtschaftsmonitoring, Veranstaltungsprojekte, Standortmarketing und Kommunikation mit erhöhter Aufmerksamkeit bedenken.
Standort- und Gründerzentrum Dornbirn Betriebsgründungsberatung und -betreuung der Stadt Dornbirn
A-6850 Dornbirn • T 05572/55 377 • standort@dornbirn.at
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12 WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN
Stadtrat Alexander Juen verteilte die erste Charge der neuen, von der Stadt Dornbirn zur Verfügung gestellten Papierverpackungen auf dem Wochenmarkt.
Plastikfreier Wochenmarkt Der Dornbirner Wochenmarkt wird plastikfrei: Die Stadt Dornbirn stellt den Marktfahrern dafür nachhaltige Verpackungen in Form von Obst- und Gemüsebeuteln sowie Frischpackpapier zur Verfügung. Die süßesten Früchte und das knackigste Gemüse finden Besucher traditionell am Mittwoch- und Samstagvormittag auf Vorarlbergs bestfrequentiertem Wochenmarkt. Der Dornbirner Markt hat sich zum Hotspot mit vielen heimischen Produkten und beliebten Spezialitäten entwickelt. An über 50 Marktständen können Lebensmittel wie Fisch, Wildspezialitäten, Oliven, Marmeladen, Käse, Pilze, Teigwaren oder Blumen und Setzlinge gekauft werden. Frische, Qualität und Regionalität stehen im Vordergrund. Gleichzeitig ist der Dornbirner Wochenmarkt beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. NACHHALTIGE VERPACKUNGEN Schon jetzt verzichten viele Marktbesucher auf unnötiges Verpackungsmaterial und verwenden eigene Mehrwegtaschen, Körbe und umweltfreundliche Behältnisse für
ihren Markteinkauf. In Zukunft wird nachhaltiges Einkaufen noch einfacher, denn der Dornbirner Wochenmarkt soll plastikfrei werden. Die Stadt Dornbirn stellt den Marktfahrern dafür nachhaltige Verpackungen in Form von Obst- und Gemüsebeuteln sowie Frischpackpapier zur Verfügung. Stadtmarketingstadtrat Alexander Juen hat die ersten umweltfreundlichen Verpackungen bereits an die Marktfahrer übergeben. „Die vorwiegend regional erzeugten Lebensmittel auf dem Markt können damit ab sofort auch umweltfreundlich verpackt werden. Wir wollen damit einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz in Dornbirn leisten.“ Auch wenn für Plastikverpackungen bis Ende des Jahres Übergangsfristen gelten, will Dornbirn bereits jetzt aktiv werden. „Mit dem österreichweit ersten Umweltleitbild ist die Stadt Dornbirn Vorreiter beim Klimaschutz.
Der plastikfreie Wochenmarkt ist eine wichtige Maßnahme aus dem Umweltprogramm, das jährlich neu erarbeitet und auch beschlossen wird“, so Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Die Marktfahrer, die ihre vorwiegend regional erzeugten Waren jeweils am Mittwoch und Samstag auf dem Marktplatz anbieten, werden dabei von der Stadt unterstützt. In einem ersten Schritt erhalten sie von der Stadt eigens angefertigte, umweltfreundliche Verpackungen. In weiterer Folge können sie weitere beim Dornbirner Stadtmarketing beziehen. Angeboten werden auch Papiertragetaschen. „Das Umwelt- und Energieprogramm der Stadt beinhaltet zahlreiche Maßnahmen, um die Umweltbilanz Dornbirns zu verbessern. Der plastikfreie Wochenmarkt ist eine davon. Maßnahmen zum Klimaschutz sind in vielen Bereichen der Stadt möglich, weshalb die Umsetzung auch koordi-
niert und abteilungsübergreifend erfolgt“, berichtet Vizebürgermeister Martin Ruepp, der die Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten der Stadt koordiniert.
PLASTIKSACKERLVERBOT Am 2. Juli 2019 beschloss der Nationalrat mit großer Mehrheit die Rechtsbereinigungs-novelle 2019 des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG) 2002. Seit Jänner 2020 dürfen – bis auf wenige Ausnahmen – keine Kunststofftragetaschen mehr in Verkehr gebracht werden. Nach einer Übergangsfrist sind die gewohnten Plastiksackerl im österreichischen Handel dann spätestens mit Ende 2020 Geschichte.
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Zertifikatsübergabe – v. l. n. r. Elke Jäger, Chefarzt Walter Neunteufel, Vizebürgermeister Martin Ruepp, Cindy Wallner, Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, Wolfgang Mayrhauser, Ulrich Schwarzbauer, Sabine Häfele, Simone Barthelmes, Elisabeth Fink-Schneider, Verwaltungsdirektor Helmut Fornetran, Pflegedirektor Bertram Ladner
Krankenhaus erneut zertifiziert
Erstmals erfolgte die Qualitätskontrolle im Krankenhaus Dornbirn nach dem ISO-Standard, nachdem die Zertifizierung in den vergangenen Jahren nach dem System KTQ erfolgt war. Um den aktuellen gesetzlichen, gesellschaftlichen und technologischen Anforderungen Folge leisten zu können, müssen moderne Krankenhäuser über möglichst effiziente Prozesse und Leistungen verfügen sowie die Erfüllung von Qualitätsstandards nachweisen können. Jede Patientin und jeder Patient muss sich darauf verlassen können, medizinisch und pflegerisch in besten Händen zu sein. Diese Qualität ist nicht nur spürbar, sondern auch messbar. Das zeigen die Zertifikate ISO 9001:2015 und 15224:2017. Das
ist zum einen der etablierte und weltweit bekannte Standard für die Zertifizierung des Qualitätsmanagements. Zum anderen ist es die neue Norm für das Gesundheitswesen und die medizinischen Dienstleistungen. Mit dem Instrument ISO 9001:2015 kann das Qualitätsmanagement die Transparenz der Abläufe steigern, eine höhere Patientenzufriedenheit erzielen sowie gleichzeitig die Fehlerquote und somit die Kosten senken. Dreimal hat das städtische Krankenhaus das KTQ-Zertifikat erhalten und
geht jetzt mit der Zertifizierung nach ISO 9001:2015 und 15224:2017 neue Wege. Dabei wird der kontinuierliche Verbesserungsprozess des gesamten Hauses bewertet. Schlüsselbereiche im Management wie Krankenhausleitung, Qualitätsmanagement, Technik und Einkauf werden jährlich auditiert, die anderen Bereiche einmal innerhalb von drei Jahren. NEUE WEGE GEHEN Der DIN 15224:2017 ist ein zertifizierter ISO-Standard für das Gesundheitswesen. Dabei liegt der besondere Schwerpunkt auf den Themen Patientenversorgung, Risikomanagement und Personalentwicklung. Die ISO 9001 stützt sich auf acht Grundsätze, die wesentlich zur Verbesserung der Gesamtleistung beitragen. Ein Qualitätsmanagementsystem stellt sicher, dass die zahlreichen miteinander verknüpf-
ten Tätigkeiten erkannt, geleitet und gelenkt werden. WEITERE SCHWERPUNKTE Neben dem OP-Umbau, der Mitte 2021 abgeschlossen sein wird, laufen Planungen für die Erweiterung der Entbindung. Durch den Neubau und die Modernisierung der AEMP, die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, werden 150 Quadratmeter frei. Berechnungen zeigen, dass sich 2030 die Zahl der Geburten auf 1600 steigern wird. Weitere Optimierungen sind auch im Bereich der Ambulanz geplant. Schwerpunkt bleibt die Rekrutierung von neuem Personal, so werden für die neuen Operationssäle Arztwie Pflegepersonal gesucht. Derzeit stehen wegen des Umbaus bei laufendem Betrieb fünf Operationssäle zur Verfügung, nach Abschluss werden es sechs plus ein Notfall-Operationssaal sein.
14 WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN
Als „Denkfabrik” der Stadt Dornbirn in Sachen Ansiedlung ist das Standortzentrum ein wichtiger Teil der strategischen Ausrichtung der Wirtschaftsstadt.
„Think Tank“ der Stadt Dornbirn Das Standort- und Gründerzentrum der Stadt Dornbirn ist die Service- und Anlaufstelle für Dornbirner Unternehmen und Firmengründer. Gleichzeitig ist die Einrichtung ein wichtiger Partner der Stadt. Ursprünglich als Einrichtung konzipiert, die nach der Textilkrise neue Unternehmen nach Dornbirn locken sollte, hat sich das im Jahr 1997 eingerichtete Standort- und Gründerzentrum zu einer breit aufgestellten Servicestelle für die Dornbirner Wirtschaft entwickelt. Gerade in den vergangenen Jahrzehnten haben sich im Herzen des Rheintals viele neue Betriebe angesiedelt. Für
Der Geschäftsführer des Standortund Gründerzentrums Marco Fehr.
sie ist das Standort- und Gründerzentrum – eine ausgelagerte Servicestelle der Stadt Dornbirn – eine wichtige Anlaufstelle. Interessenten werden im Standortzentrum im Wirtschaftspark in der I.-G.-UlmerStraße in allen relevanten Fragen beraten und erhalten fachkundige Unterstützung von einem kompetenten Team. WICHTIGER SERVICEPARTNER Zum einen werden bestehende und in Dornbirn ansässige Betriebe beraten und betreut. Dabei geht es um Rahmenbedingungen, die es etablierten Unternehmen ermöglichen, sich weiter zu entwickeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Zum anderen stehen Jungunternehmer im Fokus, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen möchten. „Als Servicestelle helfen wir bei der Erstellung von Businessplänen, bei Kosten-, Marketing- und Finanzie-
rungsfragen sowie bei der Abwicklung bürokratischer Formalitäten. Wir bieten Unterstützung von der Idee bis zum Start und auf Wunsch auch darüber hinaus“, erklärt Geschäftsführer Marco Fehr. Die dritte Gruppe sind die Unternehmen, die sich in Dornbirn niederlassen wollen. Gleichzeitig ist das Standortund Gründerzentrum ein Partner, der die Stadt bei der Entwicklung von Betriebsgebieten und wirtschaftsfördernden Maßnahmen unterstützt. „Die Einrichtung unterstützt uns bei wichtigen wirtschaftspolitischen Entscheidungen. Gemeinsam konnten wir in den vergangenen Jahren viele zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und bestehende sichern“, betont Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Als „Denkfabrik“ der Stadt Dornbirn in Sachen Ansiedlung ist das Standortzentrum ein wichtiger Teil der strategischen
Ausrichtung der Wirtschaftsstadt. Regelmäßig führt das Standortzentrum Befragungen der rund 3840 Dornbirner Unternehmen durch. 2019 wurde wieder ein großes Wirtschaftsmonitoring durchgeführt. AKTIVES FLÄCHENMANAGEMENT Grund und Boden ist und bleibt die wichtigste Ressource. Um eine aktive Ansiedelung von neuen Betrieben betreiben zu können, benötigt die Stadt immer wieder geeignete Grundstücke, die später an die Unternehmen weiterverkauft oder im Rahmen eines Baurechtes zur Verfügung gestellt werden können. Aktives Flächenmanagement gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Standort- und Gründerzentrums. Darüber hinaus organisiert es regelmäßige Informations- oder Vernetzungstreffen für Unternehmer wie etwa das KMU-Treffen.
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der Top-Firmenstandort in zentraler Lage Das Kehlerpark Technologie- und Dienstleistungszentrum gehört seit vielen Jahren zu den besten Adressen in der Reihe der Vorarlberger Wirtschaftsparks.
Mehr als 50 Unternehmen, Ärzte und Physiotherapeuten sind in diesem städtischen Wirtschaftszentrum ansässig. Die zentrale Lage, die gute Erreichbarkeit sowie zahlreiche kostenfreie Parkplätze
sprechen für diesen hervorragenden Firmenstandort. Zudem bereichern ein Sutterlüty Einkaufsmarkt sowie das Restaurant „Frau Lai“ das breite Angebot am Standort Kehlerpark. Gerne informieren wir Sie über freie Geschäfts- und Büroflächen!
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16 WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN
Im Herbst wurde das Umweltleitbild überarbeitet.
Neu im Maßnahmenplan sind Projekte, mit denen die Stadt auf den Klimawandel reagiert.
Neues Umweltprogramm Die Dornbirner Stadtvertretung hat einstimmig den Maßnahmenkatalog aus dem Dornbirner Umwelt- und Energieprogramm verabschiedet. 69 Einzelmaßnahmen quer über alle Fachbereiche der Stadt hinweg werden heuer umgesetzt. Dornbirn engagiert sich seit mehr als 23 Jahren aktiv für den Umweltschutz. Neben dem damals österreichweiten ersten Umweltleitbild erfolgt die Umsetzung dieser Ziele im jährlich neu beschlossenen Maßnahmenplan. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde das Umweltleitbild überarbeitet und durch Klimaschutzziele ergänzt. Neu im Maßnahmenplan sind Projekte, mit denen die Stadt auf den Klimawandel reagiert. „Zukünftig werden wir nicht nur effizienter mit unseren Ressourcen umgehen müssen, wir werden auch Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel treffen; beispielsweise durch die Verbesserung der Grünausstattung unserer Stadt“, sagt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. EIN MEILENSTEIN Das Umweltprogramm enthält Richtlinien, nach denen die Stadtverwaltung künftig han-
deln soll. Eine qualitätsvolle urbane Entwicklung, die Rücksicht auf hochwertige Grün- und Freiräume nimmt, ist darin ebenso festgeschrieben wie ein sorgsamer Umgang mit Grund und Boden. Die Energieeffizienz zu steigern und den Verbrauch zu verringern steht genauso im Umweltprogramm wie das Ziel, Abgase, Abwärme, Abwasser und Abfall zu reduzieren. Trinkwasserpotenziale sollen geschützt, die natürlichen Wasserkreisläufe erhalten bleiben und die Vielfalt im Naturraum Dornbirn soll gesichert und vergrößert werden. „Das Umweltprogramm 2020 ist ein Meilenstein“, freut sich Umweltstadträtin Juliane Alton, „der Klimacheck, der im Juli 2019 noch abgelehnt wurde, ist jetzt festgeschrieben.“ Damit wird ein Werkzeug für die tägliche Praxis entwickelt, mit dem die Vorhaben der Stadt auf ihre Klimatauglichkeit hin überprüft werden. „Das heißt beispielsweise, es wird künftig
weniger Beton und mehr Holz verbaut, die Fahrzeuge der Stadt werden sukzessive auf klimafreundliche Antriebe umgestellt und die Gestaltung von Straßen und Plätzen orientiert sich künftig an den Notwendigkeiten des Klimaschutzes“, erläutert Juliane Alton. VERBESSERTER KLIMASCHUTZ Beim Klimaschutz ist die Stadt Dornbirn durch die Aktivitäten im Rahmen des e5- und des European Energy Award-Programmes gut unterwegs. In Verbindung mit dem jährlich neu beschlossenen Umwelt- und Energieprogramm, mit dem in den vergangenen Jahren mehr als 300 Einzelmaßnahmen realisiert wurden, ist eine konsequente Umsetzung garantiert. Um diese Vorreiterrolle im Bereich Klimaschutz zu sichern, wird die Stadt Dornbirn die Maßnahmen zur Klimawandelanpassung weiter ausbauen.
UMWELTLEITBILD (BESCHLUSS VOM 8. OKTOBER 2019) Die Stadt Dornbirn bekennt sich zur ökologischen Nachhaltigkeit in ihrer Stadtentwicklung, das heißt zu einer dauerhaft umweltgerechten Entwicklung sowie zum Schutz des Klimas unter Beachtung von sozialer Gerechtigkeit und ökonomischer Effizienz. Die lokal wirksamen Maßnahmen orientieren sich an der globalen Verantwortung. Wir wollen unsere Stadt und ihr Umland der nächsten Generation mit hoher Lebensqualität übergeben. Dafür haben und wollen wir auch in Zukunft Strukturen schaffen, die eine nachhaltige Entwicklung im Bereich Umwelt ermöglichen.
WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN 17
Speziell die Mohren-Halle 13 und die neuen Hallen 9 bis 12 bieten Veranstaltern und Unternehmen das ideale Umfeld für Anlässe jeglicher Art.
Funktionalität live erleben Zu Gast bei der Messe Dornbirn: Der größte Marktplatz Vorarlbergs ist neben den sieben Eigenmessen auch 2020 wieder Gastgeber für eine Vielzahl an Gastmessen und -veranstaltungen. Für die Entwicklung des Wirtschaftsraums ist es bedeutend, dass sich regionale Betriebe in einem modernen und zeitgemäßen Messe- und Veranstaltungszentrum präsentieren können. Flexibilität, Multifunktionalität und eine perfekte Infrastruktur sind Grundpfeiler einer guten Eventlocation und machen das Messequartier Dornbirn zum Austragungsort unvergesslicher Events und Erlebnisse. Speziell die Mohren Halle 13 und die neuen Hallen 9 bis 12 bieten Veranstaltern und Unternehmen das ideale Umfeld für Anlässe jeglicher Art wie Konzerte, Gastmessen sowie Firmenevents.
zeitsmesse „Ach du LIEBE Zeit“ laden das interessierte Publikum zum Genießen und Erleben ein. Die Herbstmesse, die größte Eigenmesse, bietet vieles für die ganze Familie, generationenübergreifend und Traditionen verbindend. Die Fachmesse VierLänder Lieferantenbörse (2014) bekommt eine neue Positionierung und einen neuen Namen, nämlich TECH.CON. Die Fachbesucher erwartet ein breites Angebot an technisch innovativen Unternehmen aus den Branchen Mechanik und Automatisierung aus der Region.
der Hallen 9 bis 12 eröffnet sich Veranstaltern und Besuchern eine vielseitige und einzigartige Location, die das Herzstück des Messequartiers bildet. Multifunktionale Räume, flexible Settings und die moderne Veranstaltungstechnik bilden die ideale Voraussetzung für innovative und einzigartige Events. Durch die optimale Größe und Wandelbarkeit ist speziell die Halle 12 Schauplatz zahlreicher Gastmessen sowie Firmenund Kulturveranstaltungen ab 100 Personen.
IMPOSANT UND WANDELBAR
PUBLIKUMSMESSEN
Bereits von Weitem besticht der schwarze Monolith mit seinen leuchtend roten Einschnitten durch seine simple und im gleichen Maß wirkungsvolle Metallhülle. Hinter der imposanten Fassade
Firmenevents sind ein wichtiges Aushängeschild für Unternehmen. Umso bedeutender sind neben der passenden Infrastruktur die professionelle Umsetzung und eine reibungslose Organisation vor Ort. Die zuverlässige Unterstützung durch das
Die Publikumsmesse SCHAU! eröffnet die Frühjahrs- und Gartensaison im Ländle, die Kunstmesse ART BODENSEE, die Gustav sowie die Hoch-
HAND IN HAND
engagierte Messeteam und die moderne Infrastruktur gehen im Messequartier Hand in Hand und bilden die Basis für eine erfolgreiche Veranstaltungsplanung.
FAKTEN • 34.000 m² Hallenfläche • 15 multifunktionale Hallen • 18.000 m² parkartiges Freigelände • Optimale Verkehrsanbindung • Praktische Infrastruktur & Logistik • Ausreichend Parkplätze • 4-Sterne-Hotel & Einkaufszentrum am Gelände www.messedornbirn.at/ veranstaltungen
18 WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN
Bei der Befragung ging es unter anderem um die Einschätzung der aktuellen Situation der Dornbirner Unternehmen, aber auch um eine Standortbewertung.
Zufriedene Unternehmer Die erste Auswertung der im Oktober des Vorjahres durchgeführten Befragung unter den Dornbirner Unternehmen zeichnet ein positives Bild. Mehr als 70 % der Betriebe sehen die wirtschaftliche Stimmung in Dornbirn optimistisch; 89,9 % beurteilen ihre Auftragslage mit sehr gut oder gut. „Erfreulich ist auch die Beurteilung der Standortfaktoren für Dornbirn. Hier sind 89,2 % der Unternehmen sehr oder eher zufrieden. Die Ergebnisse der Befragung sind durchwegs positiv und zeigen, dass sich die Dornbirner Wirtschaftspolitik auf dem richtigen Weg befindet“, berichtet Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Die Befragung wurde vom Standort- und Gründerzentrum durchgeführt und ist mit einer Rücklaufquote von 22 % der angeschriebenen 1170 Unternehmen repräsentativ. 256 Betriebe haben die detaillierten Fragebogen ausgefüllt. Das „Wirtschaftsmonitoring“ für die Stadt erfolgt regelmäßig und soll neben der Abfrage der allgemeinen Stimmung auch den Bedarf der Unternehmen für ihre zukünf-
tige Entwicklung am Standort Dornbirn feststellen. AKTIVE WIRTSCHAFTSPOLITIK Bei der Befragung ging es unter anderem um die Einschätzung der aktuellen Situation der Dornbirner Unternehmen, aber auch um eine Standortbewertung, die Bewertung der Servicestellen für die Wirtschaft und um allgemeine Unternehmensdaten. Erfreulich und für das Gesamtergebnis wichtig ist nicht nur die hohe Rücklaufquote, sondern auch, dass alle Branchen von der Industrie
über Gewerbe und Handwerk, Dienstleistungen bis hin zu Handel vertreten sind. Das macht die Ergebnisse aussagekräftig und erlaubt auch eine tiefere Analyse der Daten, die in den kommenden Monaten erfolgen soll. Die bereits ausgewerteten Ergebnisse sind jedenfalls positiv und zeigen die Stärke des Standorts, aber auch der Betreuung der Unternehmen durch die Servicestellen der Stadt. „Mit einer aktiven Wirtschaftspolitik und zahlreichen Maßnahmen, wie beispielsweise des Flächenmanagements und der verstärkten
Vernetzung der Dornbirner Betriebe, aber auch eigenen Investitionen hat sich die Stadt aktiv in die Entwicklung des Standorts eingebracht“, ergänzt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Dass es der Dornbirner Wirtschaft gut geht, zeigt sich an den zahlreichen Investitionen der Unternehmen in den Wirtschaftsstandort. Alleine in den beiden Betriebsgebieten Dornbirn-Nord und Wallenmahd wurden in den vergangenen drei Jahren rund 600 zusätzliche Jobs geschaffen. Die alle drei Jahre durchgeführte Befragung ist einerseits ein Stimmungsbarometer, gleichzeitig aber auch ein Kommunikationsinstrument für die verschiedenen Dienstleistungen der Stadt. „Wenn es der Wirtschaft gut geht, profitiert die ganze Stadt. Wir haben zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um den Dornbirner Betrieben optimale Rahmenbedingungen zu bieten“, so die Bürgermeisterin.
Showroom for rent Die gbd Gruppe übernahm mit Jahresbeginn den hypermodernen Showroom von Music-Kreil im Steinebach (Dornbirn). Der Showroom kann auch extern für Veranstaltungen angemietet werden. Die Ausstattung des Eventraums lässt keine Wünsche offen. Der Raum bietet für rund 60 Personen (bestuhlt) Platz. Er verfügt
neben einem 4K-Beamer mit perfektem Soundsystem auch über eine Bar in Vollausstattung. Die Parkplätze befinden sich direkt im Areal.
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20 WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN
Der Umzug aus der Ausweichschule im Fischbach erfolgte während den Semesterferien.
Für die neue Schule wurde gemeinsam mit den Nutzern ein pädagogisches Raumkonzept erarbeitet.
VS Haselstauden wurde eröffnet Pünktlich und wie geplant haben die Schülerinnen und Schüler in Haselstauden am Montag nach den Semesterferien das erste Mal ihren Unterricht in der neuen Volksschule begonnen. Die offizielle Eröffnung fand am 27. Februar statt.
Die neue Volksschule, die gemeinsam mit Vertretern der Schule anhand eines „Pädagogischen Raumkonzepts“ geplant wurde, ist ein Vorzeigeprojekt. „Die neue Volksschule in Haselstauden ist ein weiteres Projekt aus dem Dornbirner Schulraumkonzept. Die Schule wurde mit den Nutzerinnen und Nutzern gemeinsam geplant und entspricht den neuesten pädagogischen Entwicklungen“, erläutert Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Nach dem mit dem Staatspreis ausgezeichneten Neubau der Volksschule Edlach ist die neue Volksschule Haselstauden der zweite Schulneubau innerhalb weniger Jahre. Hochbaustadtrat Christoph Waibel: „Die Dornbirner Schulen werden schrittweise erneuert. Mit dem Cluster-Prinzip werden neues Lernen und neue pädagogische Entwicklungen ermöglicht. Damit ist gesichert,
raum für Einzelunterricht bzw. Besprechungen, ein Lehrerstützpunkt sowie Sanitäranlagen. Mit diesem neuartigen und großzügigen Raumangebot wurde den neuesten pädagogischen Entwicklungen entsprochen. CHANCEN FÜR HASELSTAUDEN
dass unsere neuen Schulen fit für die Zukunft sind.“ ZUR NEUEN VOLKSSCHULE Das Herzstück der neuen Volksschule Haselstauden bildet eine großzügige, zusammenhängende Lernlandschaft über zwei Ebenen. Hier sind Aula, Essbereich, Verwaltung, Nachmittagsbetreuung und ein Kreativbereich untergebracht. Die Schule wurde nach Angaben und unter Mitwirkung des pädagogischen Büros LernLandSchaft, Röckin-
gen, Deutschland konzipiert und entwickelt. Gemeinsam mit den Nutzern wurde das Pädagogische Raum- und Funktionsprogramm erarbeitet und durch das Architekturbüro Fasch & Fuchs, Wien, planlich umgesetzt. Die Schule beinhaltet unter anderem drei jahrgangsübergreifende Lernreviere, bestehend aus jeweils vier Klassen. In jedem Lernrevier gibt es einen gemeinsamen Marktplatz und eine Lehrterrasse. Außerdem gehören zu jedem Lernrevier ein sogenannter Differenzierungs-
Nach der Fertigstellung der neuen Volksschule beginnen die Planungen für das weitere Umfeld der Schule. Mit dem Pausenhof, der später auch die Funktion des Dorfplatzes erhalten wird, wurde ein neuer Treffpunkt und Ort der Kommunikation geschaffen. Der Architekturwettbewerb für eine neue Turnhalle gekoppelt mit einem Mehrzwecksaal, einer Tiefgarage und einem neuen achtgruppigen Kinderhaus konnte bereits gestartet werden. Das neue Zentrum in Haselstauden soll den Bezirk attraktiver machen und beleben.
WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN 21
Die größte Stadt Vorarlbergs erfreut sich bei Gästen aus nah und fern steigender Beliebtheit.
Nächtigungsrekord in Dornbirn Mit mehr als 350.000 Übernachtungen in den Dornbirner Hotels, Ferienwohnungen oder auf dem Campingplatz hat die Stadt im vergangenen Jahr, auch dank der Weltgymnaestrada, einen neuen Nächtigungsrekord erreicht. Statistiken werden im Tourismusbereich traditionell saisonal berechnet – die aktuelle Rekordzahl wurde zwischen November 2018 und Oktober 2019 erzielt. Der Großteil der Nächtigungen fiel auf die 3und 4-Stern-Kategorie – hier schlagen vor allem die neuen Betriebe zu Buche. Aufgrund der starken Nachfrage werden auch künftige Hotelprojekte mit einer guten Auslastung rechnen können. Erfolgreich war auch die erste Saison beim
neuen Campingplatz. Trotz baubedingt verkürzter Saison konnten hier alleine 6000 Übernachtungen verzeichnet werden. Die 350.000 Nächtigungen entsprechen einem Plus von zehn Prozent. „Wichtig für die weiterhin positive Entwicklung ist die optimale Einbindung des Angebotes in die digitalen Buchungskanäle. Gemeinsam mit der Destination Bodensee Vorarlberg Tourismus versuchen wir alle Zimmer, vom Hotel bis zum
Privatzimmer, buchbar zu machen“, erläutert der für die Bereiche Stadtmarketing und Tourismus zuständige Stadtrat Alexander Juen. Seit Jahren bewährt hat sich auch der Hotelshuttle zu den Festspielen: Im Schnitt buchen 1800 Gäste das Angebot von Dornbirn Tourismus & Stadtmarketing. FREIZEIT UND SPORT Die Attraktivität Dornbirns ist nicht zuletzt auch auf das breite Veranstaltungsangebot in Dornbirn zurückzuführen. Gut 70 Veranstaltungstage im öffentlichen Raum, die von Dornbirn Tourismus & Stadtmarketing organisiert wurden, bringen Bewegung und sorgen für eine gute Stimmung in der Stadt. Dieses umfangreiche Angebot, gepaart mit den zahlreichen Marktveranstaltungen, insbesondere dem Wochenmarkt, ist ein Teil der Lebensqualität in Dornbirn. Seit heuer ist die
Dornbirn Tourismus Stadtmarketing Gesellschaft für den Wochenmarkt zuständig. Die Dornbirner Sport- und Freizeitbetriebe verwalten die Dornbirner Bäder: das stadtbad und das Waldbad Enz. Jährlich besuchen rund 200.000 Badegäste das Stadtbad; 60.000 während der Sommersaison das Waldbad Enz. Beide Betriebe werden laufend an die aktuellen Bedürfnisse angepasst, beispielsweise durch ein kostenloses WLANAngebot, das mittlerweile in allen Freizeitbetrieben der Stadt Dornbirn verfügbar ist. Die Dornbirner Seilbahnen betreiben die Liftanlage auf dem Bödele, in Ebnit und äußerst erfolgreich die Karrenseilbahn. Die Karrenseilbahn verzeichnet jährlich rund 350.000 Beförderungen. Auch die Erneuerung des Campingplatzes in der Enz wurde von der Seilbahngesellschaft getragen. So lassen sich wichtige Synergien im Betrieb nutzen.
22 WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN
Dornbirn verzeichnet aktuell eine rege Bautätigkeit von privaten und gemeinnützigen Wohnbauträgern.
Leistbarer Wohnbau in Dornbirn Mehrere Projekte für leistbaren Wohnraum werden in Dornbirn derzeit umgesetzt. In den kommenden drei Jahren werden dabei rund 200 zusätzliche gemeinnützige Wohnungen errichtet. Aktuell gibt es 3181 Wohnungen, die von den drei gemeinnützigen Wohnbauträgern verwaltet werden. Auch im privaten Bereich werden laufend neue Wohnungen gebaut. Weiters wurden im Leitbild zur Siedlungsentwicklung mögliche weitere Flächen für gemeinnützigen Wohnbau ausgewiesen. Der Zuwachs der Bevölkerung in den vergangenen Jahren war konstant hoch. Entsprechend hoch ist auch die Bautätigkeit in der größten Stadt des Landes. Private Wohnbauträger bauen laufend neue Anlagen, aber auch die Gemeinnützigen sind hochaktiv. Aktuell gibt es in Dornbirn 3181 gemeinnützige Wohnungen, die von der VOGEWOSI (2560 Wohnungen), der Alpenländischen Heimstätte (284 Wohnungen), sowie der Wohnbauselbsthilfe (337 Wohnungen) betreut und betrieben werden. In den kommenden drei Jahren werden rund 200 zusätzliche Woh-
nungen entstehen, die teilweise bereits in Bau sind. Wie sich die Stadt Dornbirn bei leistbaren Wohnbauprojekten einbringen kann, zeigt das Beispiel Kastenlangen: Hier wurde vor drei Jahren ein 6644 m² großes Grundstück an den gemeinnützigen Wohnbauträger VOGEWOSI verkauft – das neue Wohnbauprojekt ist bereits in Betrieb. Das Grundstück wurde vor rund 18 Jahren von der Stadt im Rahmen der aktiven Bodenpolitik gesichert und konnte für das Projekt mit rund 65 leistbaren Wohnungen zur Verfügung gestellt werden. Um den gemeinnützigen Wohnbau in Dornbirn zu forcieren, wurde dieses Thema in das Modell des Flächenmanagements für Betriebsgrundstücke aufgenommen. Auch im Siedlungsplan wurde das Thema aktiv bearbeitet. Mögliche Standorte für leistbares Wohnen wurden anhand verschiedener Kriterien wie öffentlicher Verkehr, Grünflä-
chen in der Nachbarschaft, öffentliche Einrichtungen wie Kindergarten und Schulen, sowie vorhandene Nahversorgung definiert. Eine Prüfung von möglichen Standorten in Dornbirn hat ergeben, dass es Grundstücksreserven mit einer Gesamtfläche von mehr als 27.000 m² gibt, die diesen Kriterien entsprechen – teils in privater Hand. WOHNUNGSBEDARF In Dornbirn gibt es aktuell 924 Wohnungssuchende, die sich für die Zuteilung einer gemeinnützigen Wohnung angemeldet haben. Davon sind 175 Wohnungswerber Tauschwerber, die schon eine gemeinnützige Wohnung haben, diese aber gegen eine andere tauschen möchten. Rund 300 Personen, die bei der Stadt für die Zuteilung einer gemeinnützigen Wohnung gemeldet sind, gelten als dringende Fälle.
GEMEINNÜTZIGE WOHNBAUPROJEKTE IN BAU ODER GEPLANT BIS 2023 • VOGEWOSI Haselstauden – Kastenlangen III: 20 Wohnungen • Alpenländische Heimstätte Haselstauden – Stiglingen: 33 Wohnungen • Wohnbauselbsthilfe Hatlerdorf – Walchsmahd: 42 Wohnungen • Wohnbauselbsthilfe Haselstauden – Kastenlangen: 65 Wohnungen • Wohnbauselbsthilfe Haselstauden – Bachgasse: 15 Wohnungen
WIRTSCHAFTSRAUM DORNBIRN 23
In der neuen Zentrale der Dornbirner Polizei werden das Bezirkspolizeikommando Dornbirn und die Polizeiinspektion Dornbirn zusammengeführt.
Bauen für die Zukunft Die Bauarbeiten für die neue Polizeizentrale beim Bahnhof laufen auf Hochtouren. In den vergangenen Monaten wurden die Tiefgarage und die ersten beiden Stockwerke hochgezogen. Ein weiteres Stockwerk folgt in den kommenden Wochen. Ende März sollen die Baumeisterarbeiten abgeschlossen sein – anschließend erfolgt voraussichtlich im April die Firstfeier. Die Stadt Dornbirn investiert rund sechs Millionen Euro in das Projekt. Der Großteil der Aufträge konnte an heimische Unternehmen vergeben werden. Das Projekt befindet sich sowohl zeitlich als auch kostenmäßig im Zeitplan. Rund 26.500 Ein- und Aussteiger von Bus und Bahn gibt es an Wochentagen durchschnittlich am Bahnhof in Dornbirn. Pendler, Reisende, Passanten, aber auch Anrainer und Geschäftsleute der Umgebung sollen sich hier möglichst wohl und sicher fühlen. „Das neue Polizeigebäude trägt dazu bei, diese Sicherheit auszubauen, da sind wir als Stadt selbstverständlich als starker Partner dabei“, so Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Die Stadt Dornbirn
stellt für das Bauprojekt ein Grundstück und das Gebäude zur Verfügung, das anschließend an den Bund weitervermietet wird. So kommt die Investition der Stadt nach und nach als Mieteinnahme zurück. ZUKUNFTSTAUGLICH BAUEN In der neuen Zentrale der Dornbirner Polizei werden das Bezirkspolizeikommando Dornbirn und die Polizeiins-
pektion Dornbirn (derzeit an den Standorten St.-Martin-Straße 3 und 6) zusammengeführt. Sie wird südwestlich des Bahnhofs zwischen Poststraße und Bahnsteig 1 errichtet. Der Bau besteht aus drei Obergeschoßen und einem Untergeschoß. Im Erdgeschoß befinden sich Sicherheitsschleuse, Parteienraum, Journaldienstraum, Alarmzentrale, Vernehmungs- und Verwahrungsräume sowie Archiv und Lagerraum, die um einen zen-
tralen Erschließungs- und Versorgungskern gruppiert sind. Im ersten Obergeschoß sind die Büroräumlichkeiten der Polizeiinspektion und im zweiten Obergeschoß die Büroräumlichkeiten des Bezirkspolizeikommandos vorgesehen. Darüber hinaus befinden sich im zweiten Obergeschoß ein Schulungsraum und die dazugehörigen Nebenräume sowie die Bereithalteräume. Im Untergeschoß befinden sich die Umkleiden, das Waffen- und Munitionslager, die Technikräume sowie eine Tiefgarage für sieben Einsatzfahrzeuge und Stellplätze für Motorräder und Fahrräder. Die Rampe ist so ausgelegt, dass allenfalls auch eine Tiefgarage auf dem nordöstlich gelegenen Grundstück erschlossen werden könnte. Ein weiterer geschützter Bereich für vier Einsatzfahrzeuge befindet sich nordostseitig auf Geländeniveau.
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