Lebensraum Vorarlberg. Wohnen für Selbstbewusste.
Wohnbauförderung Vorarlberg Wohnbaufibel 2005
Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Wohnbauförderung, Landhaus, A-6901 Bregenz, Telefon 0 55 74/511-8080
Hinweis: Entscheidend für die Vergabe von Fördergeldern sind die von der Regierung beschlossenen Wohnbauförderungs-Richtlinien. In der vorliegenden Fibel finden Sie wichtige grundlegende Informationen zu den Maßnahmen der Wohnbauförderung sowie der Wohnbeihilfe. Sie finden hier auch alle wesentlichen Förderungsmaßnahmen mit praxisbezogenen Beispielen illustriert. Weiterführende Informationen erhalten Sie von der Abteilung Wohnbauförderung im Amt der Vorarlberger Landesregierung.
Impressum: Herausgeber: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Wohnbauförderung, Landhaus, A-6901 Bregenz Konzept: ikp, Dr. Gerhard Hofer, A-6850 Dornbirn; Fotos: Ignacio Martinez, A-6890 Lustenau; Druck: Hecht Druck, A-6971 Hard
INHALT
VORWORT Wohnbauförderung. Wohnen für Selbstbewusste.
2 ÖKOLOGISCHER WOHNBAU
Ökologischer Wohnbau. Trendsetter in Vorarlberg.
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NEUBAU UND KAUF Neubau und Kauf. Die große Entscheidung.
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SANIERUNG Sanierung. Ökologisch und ökonomisch.
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SOLARANLAGEN Solaranlagen. Mit der Sonne heizen.
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WOHNBEIHILFE Wohnbeihilfe. Lebensqualität für alle.
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WEGE ZUM GLÜCK Wege zum Glück. Einfach zum Nachdenken.
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Wohnbauförderung. Wichtig für die Menschen, die Umwelt und die Wirtschaft.
LH Dr. Herbert Sausgruber
Die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger haben zum „Wohnen“ seit jeher einen starken Bezug. Diese Tatsache wirkt sich sehr positiv auf unsere Lebensqualität aus: Die hohe, sozial ausgewogene Vorarlberger Wohnqualität ist dadurch längst zu einem wichtigen Standortfaktor für unsere Region geworden.
Neben dem Hauptziel, den Menschen zu erschwinglichen Bedingungen entsprechenden Wohnraum zu bieten, spielen bei der Landes-Wohnbauförderung die Themen Energiesparen und moderne Architektur eine immer größere Rolle. Die ökologische Ausrichtung unserer LandesWohnbauförderung – sowohl beim Neubau als auch bei der Wohnhaussanierung – ist österreichweit beispielhaft. Durch die Förderungs-Schwerpunkte beim ökologischen Bauen setzen wir kräftige, nachhaltige Impulse für unsere Umwelt.
Im Landesbudget sind für die Wohnbauförderung über 130 Millionen Euro vorgesehen. Mit den dadurch bewirkten Investitionen von über 540 Millionen Euro werden wichtige Impulse für die heimische Bauwirtschaft, für unser Gewerbe und vor allem für den Vorarlberger Arbeitsmarkt gesetzt.
2 WOHNBAUFIBEL
VORWOR T
Wohnen für Selbstbewusste.
LR Manfred Rein
Dies ist eine Einladung an alle Leserinnen und Leser, die Augen zu schließen und Tag zu träumen. Träumen Sie von Ihrem Traumpartner, Ihrer Traumfamilie. Träumen Sie vom unabhängigen Leben als Single oder von der Gründung Ihrer Senioren Wohngemeinschaft. Entwickeln Sie Ihre ganz persönlichen Ideen zum Thema Wohnen.
Ich persönlich lege vorrangig Wert auf ökologische Baumaterialien, weil ich spüre, dass sich das Raumklima wesentlich auf mein Befinden auswirkt. Nach vielen Erfahrungen im Bereich Wohnen, nehme ich dieses Wohn-Bedürfnis ernst – und fühle mich wohl! Kompromisse mache ich gerne in anderen Bereichen.
Mit der Wohnbaufibel laden wir Sie ein, herauszufinden, welcher Wohntyp Sie sind. Stellen Sie Altes in Frage und entdecken Sie Ihre tatsächlichen Wohnbedürfnisse. Wir begleiten Sie gerne bei diesem Prozess und geben Ihnen Informationen, die mehr sind als Daten und Fakten. Es gibt viele Wege zum Wohn-Glück. In der Abteilung Wohnbauförderung erhalten Sie Unterstützung für Ihren Traum vom Wohnen. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen für Ihr Vorhaben.
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WOHNBAUFIBEL
ÖKOLOGISCHER WOHNBAU
ÖKOLOGISCHER WOHNBAU
Ökologischer Wohnbau. Trendsetter in Vorarlberg. Neubauten und Sanierungen bieten die große Chance, bei den verwendeten Materialen, der Wahl der technischen Ausstattung und vor allem beim Energiehaushalt ökologische Überlegungen einfließen zu lassen. Durch den verantwortungsbewussten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen und der Verwendung energetisch sinnvoller Materialien steigt die Wohnqualität und sinken die Erhaltungs- und Betriebskosten - speziell bei den Aufwendungen für Heizung und Warmwasser.
Das Land Vorarlberg fördert ökologische Maßnahmen sowohl bei Sanierungen als auch bei Neubauten. Die Höhe der Förderung wird mit Hilfe eines Punktesystems ermittelt. Je nach erreichter Punkteanzahl wird Ihr Bauvorhaben der Ökostufe 1 oder Ökostufe 2 zugesprochen. Leben im Einklang mit der Natur ist für viele Vorarlberger ein bedeutender Wert. 85 Prozent aller eingereichten Bauvorhaben entsprechen den Richtlinien der Ökostufe 1.
WOHNBAUFIBEL
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ÖKOLOGISCHER WOHNBAU
Öko-Punkte bringen bares Geld. Sammeln lohnt sich.
Öko 1, Öko 2 und die Fördersätze für Passiv- und Niedrigenergiehäuser Für ökologischen Wohnbau gibt es neben der Regelförderung noch die Fördersätze Ökologie 1 (Öko 1) und Ökologie 2 (Öko 2) sowie die Förderungen für Passiv- und Niedrigenergiehäuser.
Was wird bewertet? Bewertet werden die Bereiche • • •
Standort und Planung Energiebedarf Haustechnik
• •
Materialwahl Innenraum
Ein einfaches Punktesystem dient der Bewertung. In jedem der genannten Bereiche können Öko-Punkte gesammelt werden. Eine vorgegebene Mindestpunktezahl ist Voraussetzung für die Ökologieförderung. Bitte beachten Sie: Die Einhaltung der Muss-Kriterien für den Ökologischen Wohnbau ist Voraussetzung für den Erhalt der Öko-Förderung. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, verlieren Sie den Anspruch auf mehr Landgeld, mitunter die gesamte Förderung. Moderne Heizungs- und Warmwassersysteme zeichnen sich durch hohe Effizienz und geringe Verbrauchswerte aus. Nur für die hier angeführten Heizungen oder Heizungskombinationen werden Öko-Punkte vergeben. Reine Elektro- und Kohleheizungen verhindern die Öko-Förderung. Als Grundbedingung für die ökologische Neubauförderung gelten folgende Grenzwerte (Muss-Kriterien): ) 60 kWh/m2/Jahr bei Eigenheimen ) 55 kWh/m2/Jahr bei Reihen- und Mehrwohnungshäusern Eine Verbesserung des Heizwärmebedarfs erhöht das Öko-Punkte-Konto. Bauteilsanierung und U-Wert Wie gut ein Bauteil die Wärme halten kann, hängt von seiner Dicke und den verwendeten Baustoffen ab. Die Kennzahl für dieses Wärmedämm-Vermögen ist der sogenannte U-Wert, der früher k-Wert hieß. Bauteilsanierungen im Hüllbereich werden mit der Regelförderung gefördert, wenn folgende U-Werte erreicht werden: Fensterbauteil (Glas und Rahmen) <= 1,3 W /(m2 K) Fensterverglasung <= 1,0 W /(m2 K) Außenwand <= 0,3 W /(m2 K) OG-Decke, Dach: <= 0,2 W /(m2 K) Kellerdecke, Boden gegen Erdreich: <= 0,35 W /(m2 K)
Unser Tipp: Naturnahe Materialien tragen wesentlich zu einer guten Wohnatmosphäre bei. Legen Sie im Planungsstadium fest, welchen ökologischen Standard Ihr zukünftiges Heim haben soll.
Angelika Pfanner 6
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Andreas Colle
Margit Sigg
ÖKOLOGISCHER WOHNBAU
Bis zu 300 Öko-Punkte für ökologische Maßnahmen. Erhöhen Sie mit ökologischen Maßnahmen Ihr Öko-Punkte-Konto. Entnehmen Sie dem Maßnahmenkatalog die Punkte-Kriterien für Ihre persönliche Wahl. (Muss-Kriterium) Maßnahmenkatalog Kategorie Punkte
Standort und Planung 22
Energiebedarf 100
Materialwahl 82
Haustechnik 86
Innenraum 10
Gesamt 300
Der Beratungsscheck für Althaussanierung: Nützen Sie die Energieberatung. Gerne unterstützen wir Sie bei bewilligtem Förderungsantrag mit einem Beratungsscheck im Wert von 300,– Euro. Die darüber hinausgehenden Kosten können Sie als Sanierungsmaßnahmen geltend machen. Bei der Energieberatung informieren Sie Fachleute über die Berechnung Ihres Heizenergiebedarfs und führen eine ökologische Betrachtung durch. Weitere Fachinformationen erhalten Sie von den regionalen Energieberatungsstellen bei den Gemeinden und den Experten des Vorarlberger Energieinstituts.
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WOHNBAUFIBEL
ÖKOLOGISCHER WOHNBAU
ÖKOLOGISCHER WOHNBAU
Der Typenschein für ökologisches Bauen Der Gebäudeausweis gibt – ähnlich wie der Typenschein beim Auto – die Kennzahlen für ökologisches und energetisches Wohnen an. Er erleichtert in der Planungsphase das optimale Zusammenwirken aller ökologischen Maßnahmen. Die fünf Themenbereiche geben Auskunft über die Qualität des Standortes, der Gebäudehülle, des Energieträgers, der Materialien und des Innenraumes. Eine genaue Analyse des Bauvorhabens in der Planungsphase steigert vor allem die spätere Wohnqualität und -zufriedenheit. Der Gebäudeausweis fördert den achtsamen und klugen Umgang mit Ressourcen. Damit sind durchaus auch die finanziellen Aufwendungen gemeint. Denn eine effiziente Planung sichert die Qualität des Gebäudes und verringert die Folgekosten.
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NEUBAU UND KAUF 10 WOHNBAUFIBEL
NEUBAU UND KAUF
Neubau und Kauf. Die große Entscheidung. Der Neubau oder Kauf einer Wohnung oder eines Eigenheims steht auf der Wunschliste vieler Menschen ganz oben. Der persönliche und finanzielle Einsatz dafür ist zumeist enorm. Eine konkrete und selbstbewusste Planung ist für das Lebensglück und die Lebensqualität von entscheidender Bedeutung.
Den Bau oder Kauf von Eigenheimen, Reihenhäusern und Eigentumswohnungen unterstützt das Land Vorarlberg mit einem langfristigen Darlehen, dem sogenannten Landgeld. Diese Förderung steht auch bei Wohnungserweiterungen und Zubauten zur Verfügung.
Das Land fördert Mietwohnungen, die von gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften errichtet werden. Gemeinden erhalten für die Errichtung von Mietwohnungen und Betriebe für Dienstnehmerwohnungen Förderungsmittel.
Das Team der Abteilung Wohnbauförderung hat die häufigsten Fragen zusammengestellt und aufbereitet. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Bauvorhaben!
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NEUBAU UND KAUF
Wer wird gefördert? Neubauförderungsdarlehen erhalten • Privatpersonen für Eigenheime, Doppel- und Reihenhäuser, Eigentumswohnungen, Dienstnehmerwohnungen, Zu-, Ein- und Umbauten, Wohnungserweiterungen • Gemeinden für Mietwohnungen und Wohnheime • Gemeinnützige Bauvereinigungen für Mietwohnungen, Wohnheime und Kaufanwartschaftswohnungen • Juristische Personen und Personengesellschaften für Dienstnehmerwohnungen • Körperschaften, Anstalten und Stiftungen für Wohnheime Grundvoraussetzungen für Privatpersonen, damit sie die Wohnbauförderung erhalten: • Österreichische Staatsbürger oder gleichgestellte EU-Bürger bzw. EWR-Bürger • Einhaltung der Einkommensgrenze • Wohnungsbedarf • Wohnort in den letzten drei Jahren war Vorarlberg • Versteuerung des Einkommens in Österreich Bitte beachten Sie! Die gewerbliche Berechtigung des Bauträgers nach österreichischem Recht ist Voraussetzung für die Wohnbauförderung. Wenn Sie Zweifel hinsichtlich der Förderbarkeit des Bauvorhabens oder Fragen zum Wohnungskauf haben rufen Sie Tel. Nr. 0 55 74 / 511- 80 80.
Gibt es eine Einkommensobergrenze für Förderungswerber? Die Wohnbauförderung ist an Einkommensobergrenzen gebunden. Wir haben hier für Sie die Eckdaten für die persönliche Einkommensberechnung zusammengestellt. Einkommensberechnung für Arbeitnehmer: Vom Jahresbruttobezug einschließlich aller Sonderzahlungen und Zuschüsse wird die Familienbeihilfe, gesetzliche Versicherungsbeiträge, der Wohnbauförderungsbeitrag, Kammerumlagen sowie die Lohnsteuer abgezogen. Dieser Betrag wird durch 12 Monate dividiert. Einkommensberechnung für Selbständige: Vorzeitige Abschreibungen und Investitionsrücklagen, Sonderausgaben werden dem Einkommen hinzugerechnet. Negative Einkünfte und Verlustvorträge können nicht berücksichtigt werden. Abgezogen wird die Einkommenssteuer sowie die genannten Beiträge bei den Unselbständigen. Als Einkommensnachweis gilt der Steuerbescheid bzw. der Jahreslohnzettel. Einkommensgrenzen pro Haushalt:
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WOHNBAUFIBEL
1 Person 2 Personen 3 Personen 4 Personen mehr als 4 Personen
€ € € € €
2.100,– 3.500,– 3.650,– 3.800,– 4.000,–
NEUBAU UND KAUF
Beispiel: Einkommensberechnung für Arbeitnehmer Berechnung des monatlichen Nettoeinkommens: Bruttobezüge Sozialversicherungsbeiträge, Kammerumlage und Wohnbauförderung Einbehaltene Lohnsteuer 50 % der steuerfreien Bezüge gem. § 26 € 288,00 : 2 = € 144,00
€ 36.492,00 – –
€ €
6.390,00 6.008,70
+
€
144,00
Jahres-Nettoeinkommen
€ 24.237,30
Monatliches Nettoeinkommen
€ 24.237,30 : 12 = € 2.019,78
Bitte beachten Sie! Diese Berechnung des Haushaltseinkommens gilt – wenn im Einzelfall nicht anders angegeben – für alle Förderungsmaßnahmen rund ums Bauen und Wohnen.
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NEUBAU UND KAUF
Wann ist dringender Wohnungsbedarf gegeben? Eine Grundvoraussetzung für den Bezug des Neubau-Darlehens ist der Nachweis des Wohnungsbedarfs. Er wird für alle Personen angenommen, die kein Wohnobjekt im Eigentum besitzen oder über kein Wohnrecht verfügen. Wer bereits eine Wohnung besitzt, die für seine gegenwärtigen Verhältnisse zu klein ist, kann das volle NeubauDarlehen erhalten, wenn er seine Wohnung an eine förderbare Person verkauft. Besitzer von zwei Wohnungen sind von der Förderung ausgeschlossen. Bleibt das Objekt im Eigentum (auch bei Vermietung) reduziert sich die Förderung auf die Differenz der Wohnnutzflächen zwischen Alt- und Neuobjekt. Das neue Wohnobjekt muss um mindestens 15 m2 größer sein als das vorherige Objekt.
Wie groß und wie klein darf eine geförderte Wohnung sein? Die Mindestgröße einer geförderten Wohnung beträgt 30 m2 Nutzfläche (Zimmer, Küche, Nasszelle). Kleinere Wohnungen werden nicht gefördert. Die maximale Wohnungsgröße hängt von der Anzahl der Bewohner ab: Bis zu einem Fünf-Personen-Haushalt darf die Nutzfläche 150 m2 betragen. Ab einem Sechs-Personen-Haushalt bzw. einem vorliegenden Wohnrecht für die Eltern oder nahe Angehörige ist die Wohnnutzfläche mit 170 m2 begrenzt.
Wie wird das Neubau-Darlehen berechnet? Die Förderung richtet sich nach der Nutzflächenzahl und nach dem Ökologiestandard. Die Nutzflächenzahl errechnet sich aus dem Verhältnis von Nutzfläche zu Nettogrundfläche. Zur Nutzfläche zählen neben Zimmer, Küche und Nasszellen auch geschlossene Glasveranden und Wintergärten. Nicht zur Nutzfläche zählen alle Flächen mit einer geringeren Raumhöhe als 1,80 m, Treppen, Zwischenwände, offene Balkone, Terrassen sowie Kellerräume und Dachbodenräume, die nicht beheizt werden und deren Fenstergröße nicht mehr als 6 % der Bodenfläche ausmacht. Bei Wohnobjekten ohne Unterkellerung und Dachboden können – ohne Auswirkungen auf die Nutzflächen-Obergrenze – außerhalb der Wohnung für Lagerzwecke oder technische Nutzung zusätzlich Flächen von weniger als 30 m2 gebaut werden. Gewerbliche Flächen, die den Charakter einer Wohnungsfläche haben, zählen bei der Ermittlung der Nutzflächenzahl mit.
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NEUBAU UND KAUF
Wie viel Ökopunkte sind erforderlich? Folgende Mindestanzahl muss erreicht werden: Regelförderung Eigenheime und Reihenhäuser Mehrwohnungshäuser Öko 1
Öko 2
40 Punkte 50 Punkte
Eigenheime und Reihenhäuser Mehrwohnungshäuser
90 Punkte 100 Punkte
Eigenheime und Reihenhäuser Mehrwohnungshäuser
140 Punkte + Barrierefreies Bauen 150 Punkte + Barrierefreies Bauen
Barrierefreies Bauen bedeutet: Der Zugang zum Wohnungsobjekt muss stufenlos und schwellenfrei sein. Türen und Durchgänge müssen eine lichte Durchgangsbreite von 80 cm aufweisen. Auf der ersten Ebene des Wohnens muss eine kombinierte Nasszelle (WC und Dusche oder Bad) mit einem Wendekreis für Rollstuhlfahrer von 1,5 m vorhanden sein.
Wie viel Quadratmeter werden gefördert? Folgende Nutzflächen können entsprechend der Personenanzahl berücksichtigt werden: 1 Person 80 m2 2 Personen 100 m2 3 Personen 120 m2 4 und 5 Personen 130 m2 ab 6 Personen 150 m2 Das Darlehen richtet sich nach der Wohnnutzflächenzahl und dem Ökologiestandard: Regelförderung Ökologie1 Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl Nutzflächenzahl
bis 32,4 ab 32,5 ab 33 ab 34 ab 35 ab 36 ab 37 ab 38 ab 39 ab 40 ab 41 ab 42 ab 43 ab 44 ab 45 ab 46 ab 47 ab 48 ab 49 ab 50 ab 51 ab 52 ab 53 ab 54 ab 55
€ € € € € € € € € € € € € € € € € € € € € € € € €
306,– 355,– 360,– 365,– 370,– 375,– 380,– 385,– 390,– 400,– 410,– 420,– 430,– 440,– 450,– 460,– 470,– 480,– 490,– 500,– 510,– 520,– 530,– 540,– 550,–
€ € € € € € € € € € € € € € € € € € € € € € € € €
350,– 430,– 440,– 450,– 460,– 470,– 480,– 490,– 500,– 520,– 540,– 560,– 580,– 600,– 620,– 640,– 660,– 680,– 700,– 730,– 760,– 790,– 820,– 850,– 880,–
Ökologie 2 € 420,– € 520,– € 530,– € 540,– € 550,– € 560,– € 570,– € 580,– € 590,– € 615,– € 640,– € 665,– € 690,– € 715,– € 740,– € 765,– € 790,– € 815,– € 840,– € 870,– € 900,– € 930,– € 960,– € 990,– € 1.020,–
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NEUBAU UND KAUF
Die Auszahlung des Neubauförderungsdarlehens richtet sich nach der Baufertigstellung: Rohbau und Dacheindeckung 60 % Bauvollendung/Bezug 40 %
Neubau-Darlehen und mögliche Förderungen Zum Beispiel: Haushaltsgröße 3 Personen Gesamteinkommen € 3.124,– Tatsächliche Wohnnutzfläche 87 m2 Förderbare Wohnnutzfläche 87 m2 Grundstücksgröße (Bauland) 1.250 m2 Gesamt-Wohnnutzflächen der Wohnanlage 630 m2 Nutzflächenzahl: Formel: 100 x Gesamt-Wohnnutzfläche: Netto-Grundfläche 100 x 630 : 1.250 = 50,4 Die Nutzflächenzahl ist 50,4. Regelförderung Wird die Anlage auf ökologischer Sparflamme mit 50 Punkten ausgeführt, ergibt dies eine Regelförderung von € 500,– pro m2 Förderfläche. Neubaudarlehen: € 500,– x 87 m2 = € 43.500,– Ökologie 1 Die Anlage hat einen Heizwärmebedarf von 33 kWh/(m2,a). Dies gibt 28 Öko-Punkte. Die Holzzentralheizung mit Niedertemperatur und die solare Warmwasserbereitung mit Heizungseinbindung bringen nochmals 45 Punkte. Bei den ökologischen Baumaßnahmen werden 31 Punkte erfüllt. Gesamt-Öko-Punkte: 104 Nutzflächenzahl: 50,4 Mindestanforderung für den Ökologiesatz 1 sind 100 Punkte. Fördersatz Ökologie 1: € 730,– Neubaudarlehen: € 730,– x 87 m2 = gerundet € 63.500,– Ökologie 2 Der Heizwärmebedarf beträgt 24 kWh/(m2 a,). Dies ergibt 55 Öko-Punkte. Zusätzlich zur obigen Ausführung wird eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung eingebaut, was 16 ÖkoPunkte ergibt. Ferner wird die Anlage voll barrierefrei ausgeführt. Insgesamt werden 155 Öko-Punkte erreicht. Gesamt-Öko-Punkte: 155 Nutzflächenzahl: 50,4 Mindestanforderung für den Ökolgiesatz 2 sind 150 Punkte und barrierefreie Ausführung. Fördersatz Ökologie 2: € 870,– Neubaudarlehen: € 870,– x 87 m2 = gerundet € 75.700,–
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NEUBAU UND KAUF
Wie hoch ist die Verzinsung des Darlehens und wie erfolgt die Rückzahlung? Mit Ausnahme der Mietwohnungen ist das Förderungsdarlehen wie folgt zu verzinsen und zu tilgen: 1. bis 5. 6. bis 10. 11. bis 15. 16. bis 20. ab dem 21.
Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr
Verzinsung Verzinsung Verzinsung Verzinsung Verzinsung
1,0 1,5 2,0 3,0 4,0
% % % % %
Tilgung Tilgung Tilgung Tilgung Tilgung
0,5 1,0 2,5 4,0 5,0
% % % % %
Die Verzinsung beginnt mit der Auszahlung der ersten Rate. Das Darlehen ist durchschnittlich in 27 Jahren getilgt. Im Monat, der auf den Bezug des Wohnobjektes folgt, beginnt die Rückzahlung des Darlehens. Zur Festsetzung dieses Datums ist die Vorlage der Baufertigstellung oder der Meldezettel notwendig.
Wo erhalten Sie Ihren Förderungsantrag? Antragsformulare erhalten sie bei der Wohnbauförderung in der Landesregierung, bei den Gemeindeämtern, bei Banken und Bauträgern. Dem Antrag sind Einkommens- und Staatsbürgerschaftsnachweis, Erklärung der derzeitigen Wohnsituation, Baubewilligungsbescheid, Bauplan, Kostenaufstellung, Finanzierungsplan und Grundbuchauszug beizulegen. Der Wohnungsbedarf ist vom Gemeindeamt zu bestätigen. Unser Tipp: Für den Erhalt der Wohnbauförderung gibt es grundlegende Muss-Bestimmungen. Dazu gehören der Nachweis des Wohnungsbedarfs und, dass Sie das Objekt dauerhaft selbst bewohnen. Klären Sie Unklarheiten bereits im Vorfeld ab. Wir sind gerne für Sie da: Telefon 05574/511-8080. Dietmar Brunner
Angelika Laschanzky
Dr. Wilfried Leimser
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SANIERUNG 18
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SANIERUNG
Sanierung. Ökologisch und ökonomisch. Haussanierungen sind ökologisch und ökonomisch wertvolle Beiträge zur Vorarlberger Wohnkultur. Architektur und Landschaftsgestaltung spiegeln die Sozial-Geschichte der Regionen, Talschaften und Orte wider und geben interessante Hinweise auf die Lebensführung unserer Vorfahren. Das Rheintalhaus um die Jahrhundertwende, Fachwerkhäuser als Ausdruck eines aufkeimenden Mittelstandes oder die ersten Versuche mit neuen Materialien und Formen zu Anfang der sechziger Jahre vermitteln uns Einblicke in das Lebensgefühl unserer Vorfahren. Die Pflege, Erhaltung und Nutzung von Häusern stiftet Identität für nachfolgende Generationen.
Das Land Vorarlberg unterstützt Sanierungsmaßnahmen mit Zuschüssen für Darlehen oder wahlweise mit einem einmaligen Bargeldbetrag. Sie finden hier einen Überblick über die wichtigsten Fragen zum Thema Haussanierung. Für detaillierte Auskünfte steht Ihnen das Team der Wohnbauförderung gerne zur Verfügung.
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SANIERUNG
Vorteil. Im täglichen Leben. Mehr Landgeld und geringere Heizkosten sind gute Argumente für ökologisches Sanieren. Im täglichen Leben zählen aber Kriterien wie gesundes Raumklima und Wohnqualität zu den wahren Vorteilen ökologisch orientierter Althaus-Sanierungen. Dank moderner Heizungssysteme, naturnaher Baumaterialien und hohem Umweltbewusstsein sind die Voraussetzungen für verantwortungsvolles Sanieren in Vorarlberg besonders gut. Das Land Vorarlberg fördert umweltgerechte Bauprojekte mit stark erhöhten Fördersätzen.
Wer wird gefördert? Gefördert werden Privatpersonen, die ein mindestens 20 Jahre altes Gebäude sanieren, unabhängig davon, ob sie Eigentümer oder Mieter des Gebäudes sind. Voraussetzungen für die Förderung: • Österreichische Staatsbürger, EU- oder EWR-Staatsbürger • Aufenthalt während der letzten drei Jahre in Vorarlberg • Andere Staatsangehörige: Seit 10 Jahren in Österreich wohnhaft, davon die letzten drei Jahre in Vorarlberg • Versteuerung des Einkommens in Österreich Einkommensgrenze (netto) pro Haushalt: 1 Person € 2.100,– 2 Personen € 3.500,– 3 Personen € 3.650,– 4 Personen € 3.800,– 5 Personen und mehr € 4.000,– Das Einkommen der Kinder wird zu 50 % berücksichtigt. Zur Berechnung des Netto-Einkommens siehe Kapitel „Neubau und Kauf“, Seite13.
Was wird gefördert? Gefördert werden Energiesparmaßnahmen, Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen, Holz- und Kunststofffenster, die schwermetall- und chlorfrei hergestellt werden. Weiters gibt es Fördergelder für Maler- und Tapezierarbeiten, welche durch die Sanierungsarbeiten ausgelöst werden sowie den Einbau von Kachelöfen als Primärheizung. Gebäude, die in der typischen Bauform der Errichterzeit erhalten sind (in der Regel vor 1900 erbaut), oder nach Sanierung den ursprünglichen Zustand der Epoche dokumentieren, gelten als „erhaltenswerte Wohnhäuser“. Die Bewertung des Gebäudes erfolgt durch den Wohnbauförderungsbeirat des Landes Vorarlberg. Bitte beachten Sie: Eigenleistungen, Kanalisierung sowie der Kauf von Haushaltsgeräten und Möbel können nicht als Sanierungsmaßnahmen anerkannt werden Neue Schwerpunktförderung: Ökologische Sanierung Altbauten verfügen über ein großes Energiesparpotential. Die Gebäudehülle von alten Häusern ist – bildlich gesprochen – oft so löchrig wie Schweizer Käse. Im Winter schleicht die Kälte durch undichte Fenster und schlecht gedämmte Decken in das Haus und macht das Wohnen ungemütlich. An schönen Tagen bleibt die Kraft der Sonne ungenützt. Solche Energieverschwendung muss nicht sein. Mit der neuen Schwerpunktförderung des Landes wird Energiesparen leicht gemacht. Zusätzlich erhalten umweltbewusste Bauleute einen Bargeldbetrag von € 300,– für die Energieberatung und die Erstellung eines Gebäudeausweises.
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SANIERUNG
Wie wird gefördert? Bei Althaussanierungen können Sie zwischen Zuschüssen zu Sanierungsdarlehen und einem einmaligen Bargeldbetrag wählen. Variante 1: Darlehen Für anerkannte Sanierungsdarlehen werden pro € 10.000,– jährliche Zuschüsse über die Dauer von 10 Jahren gewährt: Eigenbedarf und Vermietung 1. Regelförderung 2. Öko 1 Mit 90 Ökopunkten bei einem Einfamilienhaus, oder 100 Ökopunkte bei einem Mehrwohnungshaus 3. Öko 2 a) Mit 140 Ökopunkten bei einem Einfamilienhaus, oder 150 Ökopunkte bei einem Mehrwohnungshaus b) Erhaltenswerte Gebäude: 40 Ökopunkte bei einem Einfamilienhaus und 50 Ökopunkte bei einem Mehrwohnungshaus und einen Sanierungsaufwand außen von € 14.500,– 4. Niedrigenergiehaus mit 175 Ökopunkten Heizwärmebedarf max. 25 kWh (m2/a)
€
200,–
€
400,–
€
500,–
€
500,–
€
600,–
Gebäude, die in der typischen Bauform der Errichterzeit erhalten sind (in der Regel vor 1900 erbaut), oder nach Sanierung den ursprünglichen Zustand der Epoche dokumentieren, gelten als „erhaltenswerte Wohnhäuser“. Die Bewertung des Gebäudes erfolgt durch den Wohnbauförderungsbeirat des Landes Vorarlberg.
Variante 2: Bargeld Einmalige Bargeldbeträge für Althaussanierungen. Diese Zuschüsse verstehen sich pro € 10.000,– anerkannter Sanierungskosten. Eigenbedarf und Vermietung: 1. Regelförderung 2. Öko 1 Mit 90 Ökopunkten bei einem Einfamilienhaus, oder 100 Ökopunkte bei einem Mehrwohnungshaus 3. Öko 2 a) Mit 140 Ökopunkten bei einem Einfamilienhaus, oder 150 Ökopunkte bei einem Mehrwohnungshaus b) Erhaltenswerte Gebäude: 40 Ökopunkte bei einem Einfamilienhaus und 50 Ökopunkte bei einem Mehrwohnungshaus und einen Sanierungsaufwand außen von € 14.500,– 4. Niedrigenergiehaus mit 175 Ökopunkten Heizwärmebedarf max. 25 kWh (m2/a)
€ 1.000,– € 2.000,– € 2.500,–
€ 2.500,– € 3.000,–
Wie hoch ist die Obergrenze der anerkannten Sanierungskosten? Die Obergrenze der anerkannten Sanierungskosten beträgt € 800,– pro m2 tatsächlicher Nutzfläche. Bei Gebäuden und Wohnungen werden höchstens 130 m2 Nutzfläche und bei Haushalten mit mindestens 6 Personen 150 m2 Nutzfläche angerechnet.
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SANIERUNG
Wie erfolgen die Abrechnung und die Auszahlung? Bitte senden Sie nach Abschluss der Sanierungsarbeiten die Rechnungen und Zahlungsbelege an die Wohnbauförderung, wo die Abrechnung erfolgt. Eigenleistungen können leider nicht berücksichtigt werden. Wir überweisen die Zuschüsse halbjährlich an jenes Geldinstitut, bei dem Sie das Darlehen aufgenommen haben.
Zum Beispiel. Eigenheim mit 130 m2 Nutzfläche, Sanierungskosten € 110.000,– Anerkannte Baukosten € 104.000,– (€ 800,– pro m2 Nutzfläche) Berechnung für Darlehens-Zuschüsse Regelförderung bei Einhaltung der U-Werte
€ 200,– pro € 10.000,–/Jahr € 200,–- x 10,4 = € 2.080,– insgesamt in 10 Jahren € 20.800,–
oder einmaliger Zuschuss
€ 1.000,– pro € 10.000,– € 1.000,– x 10,4 = € 10.400,–-
Öko 1 Pro m2 Nutzfläche und Jahr bei mindestens 90 Öko-Punkten
€ 400,– pro € 10.000,–/Jahr € 400,– x 10,4 = € 4.160,– insgesamt in 10 Jahren € 41.600,–
oder einmaliger Zuschuss
€ 2.000,– pro € 10.000,– € 2.000,– x 10,4 = € 20.800,–
Öko 2 Bei mindestens 140 Öko-Punkten oder bei „erhaltenswerten“ Wohnobjekten mit mindestens 40 Öko-Punkten oder einmaliger Zuschuss
€ 500,– pro € 10.000,–/Jahr
€ 500,– x 10,4 = € 5.200,– insgesamt in 10 Jahren € 52.000,– € 2.500,– pro € 10.000,– € 2.500,– x 10,4 = € 26.000,–
Wie lange werden Zuschüsse ausbezahlt? Die Darlehenslaufzeit muss mindestens 10 Jahre betragen. Der Zuschuss wird über den Zeitraum gleichbleibend halbjährlich ausbezahlt. Vorausgesetzt, die Zahlungsverpflichtungen werden erfüllt.
Unser Tipp: Der Gebäudeausweis gibt Auskunft über die ökologische Qualität des Gebäudes. Nutzen Sie den Beratungsscheck im Wert von € 300 zur Analyse der Bausubstanz. Informieren Sie sich bei den regionalen Energieberatungsstellen oder im Internet unter: www.energieinstitut.at Günter Dalpiaz
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WOHNBAUFIBEL
Cornelia Gantner
Elmar Rauch
SANIERUNG
Wo erhalten Sie Ihre Antragsformulare? Antragsformulare sind an folgenden Stellen erhältlich: • Wohnbauförderung • Gemeindeämter • Geldinstitute • Internet: www.vorarlberg.at Bei Darlehen müssen Sie den Antrag vor Baubeginn stellen. Bei Einmalzuschüssen dürfen die Rechnungen zwei Jahre alt sein. Es zählt das Rechnungsdatum. Bitte geben Sie die Antragsformulare im Gemeindeamt jener Gemeinde ab, in der sich das Gebäude befindet. Folgeanträge sind nach Ablauf einer Frist von drei Jahren möglich, sofern die Sanierungskostengrenze nicht schon erreicht wurde (Frist zwischen Endabrechnung und Neuansuchen). Für weitere Fragen steht Ihnen das Team der Wohnbauförderung gerne zur Verfügung Tel. 05574/511-8080
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SOLARANLAGEN
Solaranlagen. Mit der Sonne heizen. Vorarlberg verfügt mittlerweile über eine große Erfahrung und langjährige Praxis auf dem Gebiet erneuerbarer Energien. Solaranlagen gehören bei der Energiegewinnung für Warmwasser und Heizung zu den technisch modernsten und nachhaltigsten Lösungen - umweltfreundlich und unabhängig von den Ressourcen und Schwankungen des Energiemarktes. Sie sind ein wichtiger Beitrag für unsere Lebensqualität.
Das Land Vorarlberg fördert Solaranlagen, die zur Warmwasseraufbereitung und Heizung für ganzjährig benutzte Wohnanlagen (Einfamilienhäuser, Mehrwohnungshäuser, Wohnanlagen) gebaut werden. Dieser Zuschuss steht Ihnen auch für im Selbstbau errichtete Anlagen zur Verfügung. Mit einer Solaranlage sammeln Sie wichtige Punkte für die Öko-Förderung.
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SOLARANLAGEN
Wer wird gefördert? Die Förderung steht allen Personen zur Verfügung und ist an keine Einkommensgrenze gebunden. Der Eigentümer oder Mieter muss das Wohnobjekt ganzjährig bewohnen.
Wie wird gefördert? Solaranlagen werden mit einem einmaligen Direktzuschuss gefördert, der nicht zurückbezahlt werden muss. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Bruttokollektorfläche und dem Grad der Heizungseinbindung. So viel kann gefördert werden: 1. Anlagen zur Warmwasserbereitung für Eigenheime (max. 2 Wohnungen) und Reihenhäuser (dezentrale Anlage): • Sockelförderung € 1.091,– plus € 73,– • Bruttokollektorfläche in m2 • Maximal € 1.817,– • Mehrwohnungshäuser 25 % der Investitionskosten 2. Anlagen mit Raumheizung mit einer Jahresabdeckung zwischen 15 % und 20 % für Eigenheime (max. 2 Wohnungen) und Reihenhäuser (dezentrale Anlage): • Sockelförderung € 1.454,– plus € 73,– • Bruttokollektorfläche in m2 • Maximal € 2.907,– • Mehrwohnungshäuser 30 % der Investitionskosten 3. Anlagen mit Raumheizung mit einer Jahresabdeckung über 20 % für Eigenheime (max. 2 Wohnungen) und Reihenhäuser (dezentrale Anlage): • Sockelförderung € 2.181,– plus € 73,– • Bruttokollektorfläche in m2 • Maximal € 3.634,– • Mehrwohnungshäuser 30 % der Investitionskosten
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SOLARANLAGEN
Mit der Förderungszusage erhalten Sie einen Servicescheck als finanziellen Wartungsbeitrag für die neue Solaranlage. Bis 20 m2 Bruttokollektorfläche erhalten Sie einen Scheck über € 110,–. Bei einer Bruttokollektorfläche von mehr als 20 m2 wird Ihnen ein Servicescheck in Höhe von € 146,– ausgestellt. Den Service muss ein Fachbetrieb innerhalb von zwei Jahren nach Inbetriebnahme der Anlage durchführen.
Welche Voraussetzungen bestehen für eine Förderung? Eine wesentliche Voraussetzung für die Förderung ist die Beratung vor der Errichtung der Solaranlage. Für Beratungen stehen folgende Ansprechpartner gerne zur Verfügung: • Energiesparberater des Energieinstituts Vorarlberg in Dornbirn • Vorarlberger Kraftwerke AG • Illwerke • Stadtwerke • gewerblich befugte Unternehmer • autorisierte Büros für Installationstechnik Weitere Voraussetzungen: • Inbetriebnahmeprotokoll eines gewerblich befugten Unternehmens oder eines autorisierten Büros über die fachgerechte Ausführung der Solaranlage. • Die Anlage muss mindestens zehn Jahre ab der Auszahlung des Direktzuschusses widmungsgemäß verwendet werden.
Wo erhalten Sie Antragsformulare? Antragsformulare erhalten Sie im Gemeindeamt und im Landhaus bei der Wohnbauförderung. Abzugeben sind die Formulare im Gemeindeamt.
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Wohnbeihilfe. Lebensqualität für alle. Die Wohnbeihilfe unterstützt Sie bei der Zahlung von Darlehen oder Mieten.
Mehrere Faktoren sind für den Erhalt der Wohnbeihilfe entscheidend: Berücksichtigt werden die Höhe Ihres Einkommens, die Höhe Ihrer Miete, bzw. Ihrer monatlichen Wohnungsrückzahlungen, die Größe Ihrer Familie und die Größe Ihrer Wohnung.
Sie können anhand der angeführten Richtlinien und der Tabelle konkret überprüfen, ob Sie Anspruch auf Wohnbeihilfe haben. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an das Team der Wohnbauförderung: 05574/511-8080. Wir sind gerne für Sie da.
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WOHNBEIHILFE
Wer bekommt Wohnbeihilfe? Grundvoraussetzungen: • Österreichische Staatsbürger oder gleichgestellte EU-Bürger bzw. EWR-Bürger • Einhaltung der Einkommensgrenze • Wohnungsbedarf • In den letzten drei Jahren in Vorarlberg wohnhaft Wohnbeihilfe wird nicht gewährt, wenn die Rückzahlungen für ein Wohnbauförderungsdarlehn nicht vereinbarungsgemäß erfolgen.
Wie wird die Wohnbeihilfe berechnet? Grundsätzlich errechnet sich die Wohnbeihilfe aus dem tatsächlichen Aufwand durch Miete oder Darlehensrückzahlungen abzüglich der zumutbaren Zahlungen für das Wohnobjekt. Mehrere Faktoren werden berücksichtigt: Nettoeinkommen Nettoeinkommen = Bruttogehalt inklusive Sonderzahlungen (Weihnachts- und Urlaubsgelder) abzüglich der Familienbeihilfe, Kinderabsetzbeträge, Sozialversicherung und Lohnsteuer. Das Jahreseinkommen wird durch zwölf (Monate) geteilt. Basis für die Berechnung der Wohnbeihilfe ist das Nettoeinkommen aller im Haushalt lebenden Personen. Der Einkommensnachweis erfolgt mittels Jahreslohnzettel, Arbeitnehmerveranlagung bzw. letztem Steuerbescheid. Kranken-, Arbeitslosen- und Notstandshilfe, Unfallrenten sowie Kindergelder berücksichtigen wir ebenfalls als Einkommen. Lehrlingsentschädigungen von Minderjährigen zählen nur zur Hälfte zum Haushaltseinkommen. Pflegegelder werden nicht als Einkommen gerechnet. Leben mehrere Einkommensbezieher im selben Haushalt, müssen alle Einkommen offen gelegt werden. Anrechenbare Größe der Wohnung Zur Ermittlung der Wohnbeihilfe sind bei einer Person 50 m2, bei zwei Personen 70 m2, und für jede weitere Person zusätzlich 10 m2 Wohnnutzfläche anrechenbar. Miete und Darlehens-Rückzahlungen bei Wohnungseigentum Die Berechnung der Wohnbeihilfe erfolgt auf Basis der Nettomiete inkl. MwSt. (ohne Betriebskosten). Bei gemeinnützigen Wohnbauten berücksichtigen wir die Miete inkl. MwSt., Zins und Tilgung der Hypothekardarlehen und der Eigenmittel des Vermieters, Kosten zur Wohnungserhaltung, die Ausfallsrücklage und die Verwaltungskosten. Berechnung der Wohnbeihilfe bei Wohnungseigentum: Alle Rückzahlungen, die der Finanzierung des Wohnobjektes dienen (einschließlich der Wohnbauförderung), werden zur Berechnung herangezogen. Ausgenommen sind die Betriebskosten.
Unser Tipp: Wohnträume sind nicht immer finanzierbar, Wohnbedürfnisse aber schon. Die Antragsformulare für die Wohnbeihilfe erhalten Sie in den zuständigen Gemeindeämtern und bei der Wohnbauförderung in der Landesregierung. Für weitere Fragen sind wir gerne für Sie da: Telefon 05574/511-8080. Günter Allgäuer
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Peter Hinterauer
Gudrun Gasser
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Generell werden maximal € 5,82 pro m2 Nutzfläche anerkannt.
Beispiel 1
Beispiel 2
1 Person Einkommen € 900,– Mietwohnung 60 m2 Miete € 291,– Miete auf 50 m2 (1 Person) umgerechnet: € 242,50
4-köpfige Familie Einkommen € 1.400,– Eigentumswohnung: 100 m2 Rückzahlungen: € 654,–
9 % des Einkommens sind für Miet- und Rückzahlungen anrechenbar (siehe Tabelle Seite 33): € 81,– Die Differenz zum tatsächlichen Aufwand = die Wohnbeihilfe: € 161,50
Rückzahlungen auf Obergrenze (90 m2 x € 5,82) umgerechnet: € 523,80 17% des Familieneinkommens sind für Miet- und Rückzahlungen anrechenbar (siehe Tabelle Seite 33): € 238,– Die Differenz zum tatsächlichen Aufwand = die Wohnbeihilfe: € 285,80
Wo erhalten Sie die Antragsformulare? Antragsformulare erhalten Sie bei der Wohnbauförderung in der Landesregierung und bei den Gemeindeämtern. Bitte legen Sie Ihrem Antrag die Mietbestätigung und den Mietvertrag, Rückzahlungsnachweis, Einkommensnachweis und den Staatsbürgerschaftsnachweis bei. Die Antragsformulare müssen im Gemeindeamt des Wohnsitzes abgegeben werden.
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Zumutbarer Wohnungsaufwand in Prozent des Familieneinkommens
Prozent des Familieneinkommens
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Haben Sie noch Fragen? LEITUNG SEKRETERIAT
ALTHAUSSANIERUNG
NEUBAU
INFORMATION
WOHNBEIHILFE
Dr. Wilfried Bertsch
Günter Dalpiaz
Angelika Laschanzky
Anna Kresser
Gerhard Sulzbacher
Konrad Fessler
Cornelia Gantner
Dietmar Brunner
Herma Matt
Gudrun Gasser
Iris Malang
Rene Reiter
Dr. Wilfried Leimser
Eveline Schwärzler
Günter Allgäuer
Elmar Rauch
Ing. Dieter Amann
Helga Kühr
Sabrina Schertler
Angelika Pfanner
Mag. Karl Ladenhauf
Silvia Gugele
Andreas Colle
Margit Sigg
Peter Hinterauer
Wir geben Ihnen gerne Auskunft. Telefon 0 55 74/511-8080 www.vorarlberg.at
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WOHNBAUFIBEL
Beratung und Adressen Energieberatungsstellen des Energieinstitutes Vorarlberg Energieberatung Hinterwald Gemeindeamt Bezau, Telefon 05514/2213-16, Sprechstunden jeden 1. und 3. Mittwoch, 18.30 bis 20.00 Uhr Energieberatung Vorder-/Mittelwald Gemeindeamt Lingenau, Telefon 05513/6464-14, Sprechstunden jeden Dienstag, 18.00 bis 20.00 Uhr Energieberatung Kleinwalsertal Telefonische Beratung 05513/646-14, jeden Dienstag 18.00 bis 20.00 Uhr Energieberatung Leiblachtal Wirtschaftshof der Gemeinde Lochau, Hoferstr. 5, Telefon 05574/53115, Sprechstunden jeden Dienstag, 18.00 bis 19.00 Uhr Energieberatung Bregenz Umweltamt, Belruptstraße 1, Telefon 05574/410-1380, Sprechstunden gegen Voranmeldung Energieberatung Hard Rathaus, Marktstraße 18, Telefon 05574/697-61, Sprechstunden jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, 18.00 bis 20.00 Uhr Energieberatung Hofsteig Ökowerkstatt Wolfurt, Unterlinden 12, Telefon 05574/76580, Sprechstunden jeden Mittwoch, 18.00 bis 20.00 Uhr Energieberatung Rheindelta Lustenau: Rathaus/Bauamt, Rathausstr. 1, UG, Zimmer II Telefon 05577/8181-529, Sprechstunden jeden Dienstag im Monat, 17.30 bis 19.00 Uhr Energieberatung Dornbirn Altes Rathaus, Rathausplatz 3, 2. OG, Zi. 229, Telefon 05572/306-5330, Sprechstunden jeden Dienstag und Donnerstag, 17.00 bis 19.00 Uhr
Energieberatung Vorderland Vereinshaus Rankweil, Untere Bahnhofstraße 10, Telefon 05522/47243, Sprechstunden jeden Dienstag, 16.45 bis 18.45 Uhr, Telefonische Voranmeldung möglich, Bürgerservice Marktgemeinde Rankweil, Telefon 05522/405-105 Energieberatung Feldkirch Rathaus, Bürgerservice, Schmiedgasse 1-3, Telefon 05522/304-1234, Sprechstunden jeden Dienstag, 18.00 bis 19.00 Uhr Energieberatung Walgau Wolfhaus Bazulstr. 2, Nenzing, Postfach 47, Telefon 05525/ 62215-150, Sprechstunden jeden Mittwoch, 18.00 bis 20.00 Uhr Energieberatung Bludenz Alte Musikschule, Rathausgasse 12, 3. Stock, Bludenz, Telefon 05552/68334, Sprechstunden jeden Dienstag, 18.00 bis 20.00 Uhr Energieberatung Montafon Stand Montafon, Montafonerstraße 21, Schruns, Telefon 05556/72132-25, Sprechstunden jeden 1. und 3. Montag im Monat, 18.30 bis 20.00 Uhr Großes Walsertal Biosphärenparkbüro, Thüringerberg, Telefon 05550/20360, jeden 1. und 3. Dienstag, 18.30 bis 19.30 Uhr Fachgruppe Technische Büros Wirtschaftskammer Vorarlberg, Wichnergasse 9, 6800 Feldkirch, Telefon 05522/305-235, E-Mail: grabherr.angelika@wkv.at Energieinstitut Vorarlberg Competencecenter CCD, Stadtstraße 33, 6850 Dornbirn, Telefon 05572/31202-60
Energieberatung Hohenems Amt der Stadt Hohenems, Bürgerservicestelle-Rathaus, EG, Kaiser-Franz-Joseph-Str. 6, Telefon 05576/7101-1228, Sprechstunden jeden 1. und 3. Montag im Monat, 17.00 bis 19.00 Uhr
Energieberatung Kummenberg Gemeindeamt Götzis, Telefon 05523/5986-60, Sprechstunden jeden Dienstag, 17.00 bis 19.00 Uhr
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EINFACH ZUM NACHDENKEN
Wege zum Glück. Der Traum vom Wohnen ist immer auch der Traum vom Leben. Allgemeine Vorstellungen darüber wie etwas sein muss geben eigenen Ideen und Lebensentwürfen wenig Raum. Wir laden Sie ein, Ihren Standpunkt zu überprüfen und das Thema Wohnen mit neuen Augen zu sehen.
Der Kauf oder Neubau des eigenen Heims ist für beinahe alle die größte Investition, die sie im Laufe ihres Lebens tätigen. Sie investieren Geld, Arbeitskraft, Wissen, Phantasie und Kreativität. Sie gehen Verpflichtungen ein und binden sich für viele Jahre. Welche Wohnform Sie wählen, beeinflusst in weitreichendem Ausmaß Ihre Lebensform und Ihr Lebensglück.
Bürden Sie sich keine Lasten auf für etwas, das Ihren Wohnbedürfnissen vielleicht gar nicht entspricht. Schaffen Sie sich den Wohnraum, in dem Sie sich wohlfühlen.
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