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Wirtschaft finanzjahr druck

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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017 Die Tourismusstrategie als Erfolgsfaktor – Bürokratie muss zurückgefahren werden Die Exportchancen Vorarlbergs auf den internationalen Märkten sind intakt Eine Reihe von günstigen Voraussetzungen spricht für ein positives Aktienjahr 2017


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Optimismus in Vorarlberg

Liebe Leserinnen und Leser,

Wirtschafts- und Finanzjahr 2017

Inhalt

die Key Performance Indikatoren stehen im Plus. Die Konjunkturprognosen für 2017 sind nicht über­ mütig, aber recht positiv. Chefökonomen, zuletzt jener der Bank Austria, konstatieren eine Stim­ mungsbelegung in der Industrie und sehen positive Effekte der Steuerreform. Dank niedriger Inflation steigt auch die Kaufkraft der Konsumenten.

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Vorarlberg braucht die besten Kräfte

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Den Vorarlberger Weg gehen Es kommt eine digitale Strategie

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Das Wachstum wird anziehen Vorarlberg wird immer urbaner

Die österreichische Wirtschaft erholt sich nicht nur, der Erholungsprozess gewinnt an Fahrt – und die Konjunkturindikatoren zeigen sich auf bestem Niveau seit 2011.

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Vorarlberg in Zahlen

11 Der Ölmarkt kommt ins Gleichgewicht 14 Intakte Exportchancen

Dabei können wir die Wachstumsphase nutzen, un­ sere Strukturen zu hinterfragen: sind wir für Wachs­ tum richtig aufgestellt – oder sind wir eigentlich organisiert, um das Erreichte zu verwalten? Wie kön­ nen wir uns ändern, um unsere Ziele zu erreichen? Und, für den Standort Vorarlberg und die Landes­ politik gesprochen, kennen alle die Ziele? Wissen wir gemeinschaftlich, was wir erreichen wollen? Nun liegt es an uns, das frische Jahr und den zwar nur leicht spürbaren, aber jedenfalls spürbaren Rückenwind zu nutzen.

Gerold Riedmann, Chefredakteur der Vorarlberger Nachrichten

16 Frankenschock wirkt noch nach 18 Börsenaussichten 2017 20 Vorarlberg bleibt auch 2017 eines der wachstumsstärksten Länder 21 Enge Standortpartnerschaft für Vorarlberg knüpfen 22 Optimismus im Gewerbe und Handwerk 24

Zunehmend herausfordernde Bedingungen

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Situation für die Betriebe verbessern

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„Handel bedeutet Veränderung“

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Gelebte Nähe und Regionalität

Impressum | Verleger (Medieninhaber) und Hersteller: Russmedia Verlag GmbH, Guten­bergstr. 1, 6858 Schwarzach. Redaktion: Ernest Enzelsberger. Texte: Ernest Enzelsberger, Pressestelle Vorarlberger Landesregierung, Wirtschaftskammer Vorarlberg, Industriellenvereinigung Vorarlberg, Wirtschaftsministerium Wien. Grafik: Johanna Zaremba. Fotos: Markus Gmeiner, Bernd Hofmeister, Roland Paulitsch, Phillip Steurer, Land Vorarlberg, Bernd Hofmeister, Patric Martel, Volker Weihbold, Eva Rauch, Wirtschaftskammer Österreich, Shutterstock, Ludwig Berchtold, Dietmar Mathis, SFH Bildkom­munikation, Marcel Hagen/ studio22.at, Sepp Mallaun, Thomas Schrott, Matthias Weissengruber, Serra, Arlberger Bergbahnen, AdolfBereuter/IRR Werbeagentur, miromedia.net, Klaus Hartinger, Russmedia, VN-Archiv. Anzeigen­beratung: Russmedia Verlag GmbH, Guten­berg­­str. 1, 6858 Schwarz­ach, Telefon 05572 501-0, Fax 05572 501-145. Erscheinungstag: Dienstag, 10. 1. 2017

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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017 Optimismus in Vorarlberg

LH Markus Wallner: „Das Land will bei Lehre und Fachhochschule ansetzen, um Fachkräfte in Vorarlberg auszubilden.“

Vorarlberg braucht die besten Kräfte Wird Vorarlberg seine führende Rolle als Wachstumslokomotive ein weiteres Jahr behaupten können? An welchen Hebeln zieht die Landesregierung? Mit diesen Fragen haben wir Landeshauptmann Markus Wallner konfrontiert. Wie beurteilen Sie die wirtschaftlichen Entwicklungschancen Vorarlbergs in 2017? Es gibt sehr viele Anzeichen, die da­ rauf hindeuten, dass Vorarl­bergs Wirtschaft an die gute Entwick­ lung der Vorjahre anschließen kann. Insofern bin ich optimistisch – Vorarlberg ist gut aufgestellt. Das verdanken wir vor allem unseren innovativen Unternehmen und den hochmotivierten Mitarbei­ terinnen und Mitarbeitern. Aus Landessicht geht es vor allem darum, die Wettbewerbsfähig­ keit der vielen KMUs und der in­ dustriellen Leitbetriebe weiter zu stärken: durch Investitionen in die Beschäftigung, in die Infrastruktur

sowie in Bildung und Forschung und natürlich auch durch Büro­ kratieabbau. Welche beschäftigungspolitischen Impulse sind von Landesseite geplant? Auch wenn sich in Vorarlberg die Situation im Vergleich mit den anderen Bun­ desländern jetzt schon deutlich besser darstellt – seit einem Jahr verzeichnen wir in Vorarlberg einen Rückgang bei den Arbeits­ losenzahlen – verstärken Land und AMS die eingesetzten Mit­ tel für beschäftigungspolitische Maßnahmen: 51,3 Millionen Euro stehen 2017 zur Verfügung. Wir konzentrieren uns noch stärker

auf all jene, die sich auf dem Ar­ beitsmarkt am schwersten tun – Junge, Ältere und Migranten. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Trend­ umkehr auf dem Arbeits­ markt fortsetzen können. Deswe­ gen setzen wir in erster Linie auf Qualifikation. Was unternimmt das Land, damit Vorarlberg mit der digitalen Entwicklung Schritt hält? Von Landesseite gehen wir das Zukunftsthema Digitalisierung offensiv an. Das ist hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Stand­ ortattraktivität auch unerlässlich. Der Prozess ist nicht neu, aller­ dings hat sich die Geschwindigkeit

spürbar erhöht. Waren es früher zunehmend industrielle Prozesse, die automatisiert wurden, umfasst die Digitalisierung heute zuneh­ mend Prozesse des täglichen Le­ bens. Zentrale Aufgabe des Landes ist es, die Bevölkerung und Unter­ nehmen zu befähigen, den digi­ talen Wandel gut zu bewältigen. Dem Bildungsbereich kommt hier eine ganz entscheidende Rolle zu. Wir müssen die Lerninhalte in den Schulen, aber auch die Berufs­ bilder in der Lehrlingsausbildung an die digitalen Anforderungen anpassen. Wir müssen aber auch gute Rahmenbedingungen für junge Start-ups im digitalen Be­ reich schaffen.


Optimismus in Vorarlberg

Wirtschafts- und Finanzjahr 2017

Den Vorarlberger Weg gehen Der neue WKV-Präsident Hans Peter Metzler will neue Wege in Sachen Bildung, Digitalisierung und Beschäftigungsimpulse beschreiten, damit der heimische Standort wieder nachhaltig an Attraktivität gewinnt.

Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler

fekte durch die Steuerreform, die den Konsum antreiben, scheinen auch zu greifen. Auch die Arbeits­ marktdaten gehen in die richtige Richtung. Wir sehen uns aktuell einer steigenden Beschäftigung und sinkenden Arbeits­losigkeit, zumindest in Vorarlberg, gegen­ über. Die Lage bleibt aber spezi­ ell in diesem Bereich auch 2017 noch sehr angespannt.

gegen den Fachkräftemangel bereits vollzogen. Wenn die Si­ tuation es erfordert, müssen wir in Vorarl­ berg eigene Wege be­ schreiten können. Aus unserer Sicht sind dazu vor allem ein investitionsfreundliches Klima und ebensolche Rahmenbedin­ gungen unumgänglich, damit Unternehmen die so wichtigen Arbeitsplätze schaffen können.

Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Entwicklung in Vorarlberg im Jahre 2017? Wichtige Indikatoren liegen der­ zeit im positiven Bereich. Die Wertschöpfungs- und Exportzah­ len zeigen dies eindeutig. Die Ef­

Welche beschäftigungspolitischen Impulse sind von Ihrer Seite geplant? Wir werden in Vorarlberg neue Wege der Zusammenarbeit gehen. Mit der Arbeiterkammer haben wir die­ sen Schulterschluss im Kampf

Was unternehmen Sie, damit Vorarlberg mit der digitalen Entwicklung Schritt halten kann? Eine digitale Strategie für dieses Land wäre ein erster wichtiger Schritt. Wir als Wirt­ schaftskammer Vorarlberg gehen

dieses Thema in vier konkreten Schritten an. Mit den digitalen Perspektiven schaffen wir kon­ kretes Rüstzeug, herunterge­ brochen auf alle Ebenen. Dieses vermittelte Wissen kann dann sofort im eigenen Unternehmen umgesetzt werden. Mit dem WIFI positionieren wir uns im Bereich der Qualifizierung. Zu­ dem werden wir in Zukunft hier auch im Forschungsbereich kon­ krete Unterstützungsmöglich­ keiten am Standort Vorarlberg anbieten. 2017 steht ebenfalls die Vernetzung der Digitalisierungs­ unternehmen mit der Wirtschaft in Vorarlberg im Zentrum unserer Überlegungen.

Es kommt eine digitale Strategie Das Wirtschaftswachstum wird weiter über dem Bundesdurchschnitt liegen. „Zur Jahresmitte wollen wir eine digitale Strategie vorlegen“, sagt Landesstatthalter Karl-Heinz Rüdisser. Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Entwicklung in Vorarlberg 2017? Für 2017 ist in Europa und in Österreich mit einem robusteren Wirtschafts­ wachstum zu rechnen, als dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Das WIFO geht von einem jährlichen Wachstum von etwa 1,5 Prozent bis ins Jahr 2021 aus. Im Jahr 2017 rechnen wir für Vorarlberg mit einem Wirtschaftswachstum, das wie in den vergangenen Jahren über dem Bundesdurchschnitt liegt. Welche beschäftigungspolitischen Impulse sind von Ihrer Seite geplant? Die zentrale

Herausforderung ist, die arbeits­ losen Menschen so zu qualifizie­ ren, dass sie die Anforderungen an den Job erfüllen können. Eine besonders wichtige Zielgruppe sind dabei die Jugendlichen. Unser Ziel ist es, keinen Jugend­ lichen zurückzulassen und die Potenziale zu nützen. Die Aus­ bildungsgarantie des Landes gilt. AMS und Land Vorarlberg haben auch für 2017 vereinbart, dass für alle jungen Menschen, die nicht innerhalb von drei Monaten am Arbeitsmarkt unterkommen, in­ nerhalb weiterer drei Monate ein Qualifizierungs- oder gefördertes Beschäftigungsangebot bereitge­ stellt werden kann.

Was unternehmen Sie, damit Vorarlberg mit der digitalen Entwicklung Schritt hält? Die Digitalisierung schreitet rasch voran, nicht nur in der Wirtschaft. Sie umfasst alle Lebensbereiche und alle Altersgruppen, sie ist quasi Teil unseres Lebens gewor­ den. Die Unternehmen automa­ tisieren ihre Prozesse, organisie­ ren ihre Wertschöpfungs- und Vertriebsketten neu, bieten neue Services und Geschäftsmodelle auf Basis des Internets und der Analyse von Daten an. Das sind Entwicklungen, die schon länger stattfinden. Es ist die Geschwin­ digkeit der Entwicklungen, die sich erhöht hat. Wir sind derzeit

Landesstatthalter Karl-Heinz Rüdisser

daran, eine digitale Strategie zu erarbeiten, die wir bis Mitte des Jahres vorlegen wollen. Vieles geschieht schon und geht in die richtige Richtung. Eine wichtige Aufgabe wird es sein, diese Maß­ nahmen zu koordinieren und zu bündeln.

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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017 Optimismus in Vorarlberg

Das Wachstum wird anziehen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner: „Der Standort ist ins­ gesamt gut aufgestellt, hat aber noch mehr Potenzial. Das müssen wir heben. Wir setzen auf Mut, Vertrauen und Zuversicht.“ Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich 2017? Ich bin opti­ mistisch. Das Wachstum wird laut den Wirtschaftsforschern anziehen. Die Unternehmen werden mehr investieren und Arbeitsplätze schaffen. Insge­ samt ist der Standort gut aufge­ stellt, hat aber noch viel mehr Potenzial, das wir heben müs­ sen. Weder Krankjammern noch Selbstzufriedenheit helfen uns dabei weiter. Wir setzen auf Mut, Vertrauen und Zuversicht.

Vizekanzler und Wirtschafts­ minister Reinhold Mitterlehner

Welche beschäftigungspolitischen Impulse sind von Ihrer Seite geplant? Wir senken

die Lohnnebenkosten der Wirt­ schaft 2017 um mehr als 500 Mil­ lionen Euro. Für Klein- und Mit­ telbetriebe bieten wir eine neue Prämie für zusätzliche Investiti­ onen. Weiters gibt es eine Finan­ zierungsmilliarde mit zinsgüns­ tigen Krediten, Garantien und Zuschüssen. Zudem fördern wir Start-ups stärker denn je. Damit unterstützen wir neue Ideen und schaffen Arbeitsplät­ ze. Parallel dazu setzt sich die ÖVP für eine Abschaffung der Kalten Progression ein. Damit kommt es zu einer automa­ tischen Entlastung, wenn die Inflation einen bestimmten Wert überschreitet. Davon

würde jeder Arbeitnehmer di­ rekt profitieren. Aktuell wirkt noch die jüngste Steuerreform. Was unternehmen Sie, damit Österreich mit der digitalen Entwicklung Schritt hält? Ich sehe die Digitalisierung als große Chance. Daher in­ vestieren wir mehr denn je in Forschung und Entwicklung und sind im EU-Vergleich ganz vorne dabei. Zusätzlich benö­ tigen wir ein modernes und flexibles Arbeitsrecht. Auch in der Lehre müssen wir die Be­ rufsbilder schrittweise weiter­ entwickeln, um auf den digi­ talen Wandel einzugehen.

Vorarlberg wird immer urbaner IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg sieht optimistisch in die Zukunft. Die Prioritäten auf Bundesebene bleiben dieselben wie 2016. Auf Landesebene gilt es, die Industriestrategie umzusetzen. Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Entwicklung in Vorarlberg im Jahre 2017? Für das Jahr 2017 zeichnet sich ein po­ sitiver Konjunkturausblick für die Industrie ab. In Europa sollte sich die graduelle Verbesserung der konjunkturellen Lage fortsetzen. In den USA scheint die zu Beginn letzten Jahres beobachtete Flaute überwunden. Die konjunkturelle Lage in wichtigen Schwellenlän­ dern wie Brasilien und Russland stabilisiert sich, auch China ent­ wickelt sich wieder besser. Gleich­ zeitig sind wir allerdings mit er­ heblichen Risiken konfrontiert. Dazu gehören auch politische Risiken wie die Entwicklungen

in Großbritannien, Frankreich, Italien oder in den USA. Welche beschäftigungspolitischen Impulse sind von Ihrer Seite geplant? Aufgabe der In­ dustriellenvereinigung ist es, für die notwendigen Rahmenbedin­ gungen einzutreten, unter denen sich eine dynamische Wirtschaft entwickeln kann und Arbeitsplät­ ze geschaffen werden können. Auf Bundesebene tritt die IV des­ halb weiter unter anderem für ein modernes Arbeitsrecht, die Sen­ kung von Steuern, Abgaben und Lohnnebenkosten und eine Ent­ bürokratisierung ein. Auf Landes­ ebene – wo wir die Dinge selber

regeln können – haben wir letztes Jahr eine Industriestrategie vor­ gelegt, an deren Umsetzung wir seither konsequent arbeiten und die wir heuer mit einer darauf aufbauenden Weiterentwicklung zu „Vorarlbergs urbanem Weg“ vertiefen und umsetzen. Was unternehmen Sie, damit Vorarlberg mit der digitalen Entwicklung Schritt halten kann? Wichtig ist die positive Sensibilisierung für die Digita­ lisierung in der breiten Bevöl­ kerung. Gleichzeitig gilt es aber auch, Sorgen ernst zu nehmen und mittels sachlicher Infor­ mation unbegründete Ängste abzubauen, damit alle an einem

IV-Vorarlberg-Präsident Martin Ohneberg

Strang ziehen. Höchste Priorität hat es auch, im Zusammenspiel mit der Politik die notwendige Infrastruktur und Vernetzung zu schaffen, denn Vorarlberg wird urbaner, damit steigen auch die Anforderungen etwa im Bereich der Breitbandinfrastruktur.


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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017 Optimismus in Vorarlberg

Vorarlberg in Zahlen Vorarlbergs Wirtschaftswachstum liegt seit Jahren über dem Bundesdurchschnitt. Das geht auch aus den bisher vorliegenden statistischen Daten hervor.

Lehrlinge Mit 8118 Lehrlingen haben die Lehrlingszahlen 2011 ihren Hö­ hepunkt erreicht. 2005 hatten sich im Vergleich nur 7480 Ju­ gendliche für einen Berufsweg mit Lehre entschieden, danach stieg die Nachfrage fast kontinu­ ierlich an. Seit dem Hoch 2011 sank die Lehrlingsanzahl um 13 Prozent auf nur mehr 7111 Lehr­ linge im Jahr 2015. Quelle Daten: Wirtschafts­ kammer Vorarlberg


Die Vorarlberger Tourismus­ unternehmen konnten 2016 einen Gästerekord verzeichnen. Das Ergebnis von 2015 wurde bei den Ankünften um 4,7 Prozent und bei den Nächtigungen um 6,5 Prozent übertroffen.

Landwirtschaft Von 1995 bis 2013 verringerte sich die Anzahl der landwirt­ schaftlichen Betriebe von ursprünglich 5906 auf 4388. Die landwirtschaftliche Fläche nahm im gleichen Zeitraum im Verhältnis nur geringfügig ab: Aus 213.061 Hektar wurden nach den aktuell vorliegenden Zahlen 205.382 Hektar Land.

Die Baukonjunktur wird auch von den Gewerbebetrieben stark getragen.

Quelle: Statistik Austria/ Statistik der Landwirt­ schaft 2014


Markus Stadelmann, UNIQA Landesdirektor

UNIQA als Maßstab im Gewerbebereich Betreuung weiter ausbauen

Im vergangenen Geschäftsjahr 2016 ist die Anzahl an UNIQAKunden in Vorarlberg weiter gestiegen - auf diese Entwicklung hofft man auch 2017. Ein Garant für die sehr positive Entwicklung ist der gute Kundenservice. Merkbar wird dies vor allem in der geringen Stornoquote. „Zurückzuführen ist dieser Erfolg auf die ausgezeichnete Arbeit unserer Mitarbeiter und Partner. Die stetigen Investitionen in Aus- und Weiterbildung, vor allem im Vertrieb, machen sich belohnt.“ resümiert Landesdirektor Stadelmann und ergänzt: „Wir werden unseren Vertrieb in Vorarlberg weiter ausbauen - dafür suchen wir engagierte und motivierte Fachleute sowie Quer-

einsteiger, die mit dem TeamUNIQA Erfolg haben wollen!“ UNIQA als Gewerbespezialist 5-fach ausgezeichnet

Vor allem dem unternehmerischen Mittelstand kommt in der Österreichischen Wirtschaft eine besondere Bedeutung zu. Dieser bildet das Rückgrat und stellt einen Großteil der Arbeitsplätze. Mit „Betrieb & Planen“ bietet UNIQA die passende Versicherungslösung. In der Kategorie Gewerbe holte UNIQA fünf von fünf möglichen ersten Plätzen bei den ASS-Compact-Awards 2016 - dem Fachmagazin für Risiko- und Kapitalmanagement. Österreichweit ist die Zufriedenheit bei UNIQA Privat- sowie Geschäftskunden gewachsen. Diese erfreuliche Ent-

wicklung spiegelt sich dann auch in den Auszeichnungen wider, über die man sich im abgelaufenen Erfolgsjahr 2016 freuen durfte. Im Ländle die Nummer 1

Im Rahmen der Wirtschaftsveranstaltung „TOP 100 - Vorarlbergs größte Unternehmen“, organisiert von Russmedia, wurde UNIQA Vorarlberg auf den ersten Platz in der Sparte Versicherungen gewählt. Landesdirektor Markus Stadelmann: „Für uns eine große Ehre! Diese Auszeichnung unterstreicht unsere Stellung als Marktführer. Ich sehe diese Auszeichnung als direktes Feedback für unsere großartigen Leistungen im Ländle. Deshalb werden wir auch weiterhin motiviert diesen erfolgreichen Weg gehen!“ ASS-Compact Awards Gewinner 2016: Mag. Andreas Kössl, Vorstand UNIQA Sachversicherung, und Franz Lehner, Leiter Maklervertrieb, freuen sich über 6x Platz 1 und 1x Platz 2 bei den ASS-Compact- Awards 2016 (v.l.n.r.)


Optimismus in Vorarlberg

Wirtschafts- und Finanzjahr 2017

Der Ölmarkt kommt ins Gleichgewicht Analysten erwarten für 2017 einen durch­schnitt­lichen Ölpreis von 55 US-Dollar pro Fass Brent.

Die globale Nachfrage nach Öl wird nach Expertenschätzungen heuer um 1,3 Prozent steigen.

„Die OPEC-Mitgliedsstaaten konnten sich zuletzt nach lan­ gen Verhandlungen auf eine För­ derkürzung einigen. Die erste Förderkürzung seit Dezember 2008 sieht demnach vor, dass die OPEC ihre Förderung um 1,2 Mill. Fass pro Tag auf 32,5 Mill. Fass pro Tag zurückfährt. Die Vereinbarung gilt seit dem 1. Jän­ ner 2017 und ist vorerst für sechs Monate gültig. Die Produktions­ kürzung ist vom Ausmaß her deutlich höher, als die meisten Analysten erwartet hatten“, so Jürgen Rupp, Teamleiter Wert­ papier Consulting bei der Raiff­ eisen Landesbank Vorarlberg, gegenüber den VN. Der nun beschlossene Deal wird die Angleichung von Angebot und Nachfrage beschleunigen.

Wie schnell und wie stark das geschehen wird, hängt dann letztendlich von der Umsetzung des Abkommens der einzelnen Förderländer ab. Und Rupp wei­ ter: „Geht man nun davon aus, dass die OPEC-Länder zumin­ dest die Hälfte der angekün­ digten Förderkürzung durch­ führen, dann wird der Ölmarkt im ersten Halbjahr zumindest ins Gleichgewicht kommen. So sollten sich 2017 Angebot und Nachfrage weiter annähern.“ Wie hoch steigt der Preis? Die Voraussetzungen, dass der Ölpreis somit nächstes Jahr überwiegend über mehr als 50 US-Dollar pro Fass Brent notie­ ren wird, sind für den Finanzex­ perten somit gestiegen. Um auch die 60 US-Dollar-Marke über­

winden zu können, bedarf es für ihn jedoch einer sehr konse­ quenten Umsetzung der OPECLänderquoten. Zusätzlich einer Förderkürzung Russlands und auch keiner Wiedererstarkung der US-Schieferölförderung. Der Konsens der Analysten erwar­ tet für 2017 einen durchschnitt­ lichen Ölpreis von 55 US-Dollar pro Fass Brent. Die globale Ölnachfrage sollte 2017 um 1,3 Prozent steigen. Trotzdem rechnet die Internati­ onale Energieagentur (IEA) auch 2017 mit sinkenden Investiti­ onen in neue Ölförderprojekte. Das wäre das dritte Jahr in Folge. Eine so lange Phase der Zurück­ haltung hat es noch nie gegeben. Dieser Umstand wird sich in eini­ gen Jahren erst richtig bemerkbar

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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017 Optimismus in Vorarlberg

Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet auch 2017 mit sinkenden Investitionen in neue Ölförderprojekte.

machen. Die Prognosen der IEA besagen, dass ein Preis von 80 Dollar je Barrel frühestens Ende 2020 wieder erreicht wird. Gold notiert seitwärts „Der Wahlsieg von Donald Trump hat dazu geführt, dass mit einem höheren US-Dollar und steigenden Leitzinsen gerechnet wird. Dies wiederum spricht eher für eine verhaltene Entwicklung des Goldpreises. Die Unsicher­ heit bezüglich der Goldnachfrage in China und Indien ist ein wei­ terer potenzieller Belastungsfak­ tor“, fährt Rupp fort. Gold gilt weltweit als Krisen­ währung. Entsprechend steigt der Goldpreis in Krisenzeiten in der Regel stark an. Üblicher­ weise sinkt er wieder, wenn

eine Krise abflaut. Die US-Wahl ist vorbei und die europäische Staatsschuldenkrise hat an Bri­ sanz und damit an Bedeutung für den Goldpreis verloren. So dürfte der Goldpreis im kom­ menden Jahr eher seitwärts bis leicht schwächer notieren. „Silber dürfte sich etwas besser als Gold entwickeln und einen Teil der Unterbewertung wett­ machen. Gegen eine deutlich bessere Entwicklung als Gold spricht vor allem die weiterhin nur verhaltene Industrienach­ frage“, meint Rupp. Lithium auf hohem Niveau Eine hohe Industrienachfra­ ge kann derzeit hingegen der Rohstoff Lithiumcarbonat vor­ weisen. Lithiumcarbonat ist

der Rohstoff für die LithiumIonen-Batterien, die nicht nur in Computern und Smartphones, sondern auch in Elektroautos verbaut werden. Und diese Märk­ te boomen. Der Treiber dahinter ist das Streben nach einer Redu­ zierung fossiler Brennstoffe und der Senkung des CO2-Ausstoßes, um der Luftverschmutzung ent­ gegenzuwirken. „In absehbarer Zeit wird es keine Alternative zu den Lithium-Ionen-Batterien ge­ ben. Seit Mitte 2014 hat sich der Preis für Lithiumcarbonat mehr als vervierfacht, die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren immer wieder gestiegen. Daher wird der Preis für Lithiumcarbo­ nat in der näheren Zukunft auf einem hohen Niveau bleiben“, gibt sich Jürgen Rupp abschlie­ ßend überzeugt.


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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017 Optimismus in Vorarlberg

Intakte Exportchancen Wir haben die österreichischen Wirtschaftsdelegierten in den wichtigsten Exportländern befragt. Sie sehen durchwegs gute Chancen für unsere Güterausfuhren.

Dr. Heinz Walter in Berlin Deutschland war auch 2016 wieder mit Abstand der wichtigste Markt für die österreichische Ex­ portwirtschaft. Besonders interessant für die nahe Zukunft: Automotive, Bau & Infrastruktur, erneuer­ bare Energien, Gesund­ heit & Medizintechnik, IKT, Konsumgüter & Life­ style (Silver Economy), Maschinen & Anlagenbau, Metalle & Metallverarbei­ tung, neue Materialien, Nahrungs- & Genussmit­ tel sowie Sicherheit. Al­ leine 57 Prozent unserer Deutschland-Exporte gehen nach Bayern und B a d e n -Wü r tte m b e rg . Die deutsche Wirtschaft zeigt sich robust und sollte 2017 ein Wachs­ tum von 1,0 bis 1,7 Pro­ zent erreichen. Dabei wird Süddeutschland schnel­ ler wachsen als Gesamt­ deutschland.

Mag. Manfred Schmid in Zürich Anfang 2015 wertete der Schweizer Franken mas­ siv auf. Die Schmerzen dieser veritablen Effizi­ enz- und Innovatitions­ peitsche sind verdaut. Die Wirtschaft gewinnt an Momentum. Der Ein­ kaufsmangerindex (PMIs) der Industrieunterneh­ men kletterte im Novem­ ber 2016 auf 56,6 Punkte – ein Wert, der sonst nur in Boomphasen erzielt wurde. Im 4. Quartal 2016 dürfte die Wirtschaft um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewach­ sen sein und für 2017 wird ein robustes Wachs­ tum von 2 Prozent pro­ gnostiziert. Getragen wird der Aufschwung vom Ex­ port und einer stärkeren Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Auch 2017 wird der Leitzinssatz noch im Negativbereich verharren.

Mag. Gudrun Hager in Mailand Italiens Wirtschaft wuchs im 3. Quartal 2016 um 0,3 Prozent. Die Export­ zahlen stimmen positiv – im September konn­ ten die österreichischen Lieferungen nach Italien ein Plus von 1,9 Prozent verbuchen. Auch die ös­ terreichischen Nieder­las­sungen sind optimis­ tisch und erwarten sich mehr Aufträge. Wie sich das „Nein“ zum Verfas­ sungsreferendum auf die Wirtschaft auswirkt, wird davon abhängen, ob wich­ tige Reformen der letzten Jahre von einer neuen Regierung weitergeführt werden. Für unsere hei­ mischen Exporteure zählt Italien unabhängig davon zu den Top-3-Auslands­ märkten – besonders in innovativen Branchen wie Biotechnologie, De­ sign und Automotive be­ steht großes Potenzial.


Mag. Christian H. Schierer in Paris Vieles deutet darauf hin, dass sich das Wachstum in Frankreich auch 2017 weiter beschleunigen und um mindestens 1,5 Prozent steigen wird. 2016 wurde die SechsMrd.-Euro-Schwelle bei den österreichischen Ex­ porten nach Frankreich, unserem drittgrößten EUExportmarkt, überschrit­ ten. Frankreich kommt immer besser in Fahrt: Aufträge und Beschäfti­ gung wuchsen so kräftig wie seit fast eineinhalb Jahren nicht mehr. Da­ von profitieren schon jetzt Vorarlberger Firmen. Wa c h s t u m s b ra n c h e n sind in den kommenden Jahren v. a. Smart Factory, Automotive, Aerospace, Verbundstoffe, Urban Technologies oder Silver Generation. Das zweit­ größte EU-Land ist ein höchst innovativer Markt.

Optimismus in Vorarlberg

Mag. Michael Friedl in New York Die US-Präsidentschafts­ wahl liegt hinter uns und entgegen den meisten Er­ wartungen haben der Dow Jones und der S&P500 Höchststände markiert – inwieweit diese Entwick­ lungen realwirt­schaftlich nachhaltig be­­gründet sind, ist strittig. Auch die Federal Reserve Bank hat mit der Leitzinserhö­ hung am 14. Dez­ ember ihr langfristiges Vertrauen in den US-Arbeitsmarkt zum Aus­druck gebracht und den Dollar gestärkt. Mittlerweile gehen füh­ rende Investmentbanken davon aus, dass 2017 die Parität zum Euro erreicht wird. Das Wirtschafts­ wachstum könnte auf über 3,0 Prozent steigen. Davon können auch ös­ terreichische Firmen mit Niederlassungen in den USA oder österreichische Exporteure profitieren.

Dr. Christian Kesberg in London Es besteht wenig Zweifel daran, dass die Unsicher­ heit über das zukünftige Verhältnis des König­ reichs zur EU und die damit verbundenen vola­ tilen Kursschwankungen mittelfristig für eine merk­bare Abkühlung der konjunkturellen Dyna­ mik sorgen werden. Nach 2,0 Prozent Wirtschafts­ wachstum 2016 erwartet das Vereinigte Königreich 2017 ein „Rendezvous“ mit der Wirklichkeit. Abgeschwächte Konsum­ nachfrage (-0,8 Prozent) und ein Rückgang bei den Unternehmensinvestiti­ onen (-2,8 Prozent) sor­ gen für Abwärtsdrall, der durch „deficit spending“ und positive Beiträge des vom abgespeckten Pfund begünstigten, externen Sektors abgefedert wird: 2017 daher nur schwa­ ches Plus von 0,6 Prozent.

Wirtschafts- und Finanzjahr 2017

DI Dr. Karl Schmidt in Warschau Die seit 2015 regierende nationalkonservative Par­ tei ist angetreten, Polen zu „reparieren“, obwohl das Land schon vorher Musterschüler der EU war und die Kriterien für ei­ nen Beitritt zur Eurozone erfüllt hätte. Höheres Kin­ dergeld und Lohnsteige­ rungen kurbeln den Kon­ sum an, der sogenannte Moraw iecki-Entw ick­ lungsplan und eine neue „Unternehmensverfas­ sung“ sollen im Verbund mit den kräftig spru­ delnden EU-Förderungen mehr Innovationen und Exporte auslösen. Über­ raschend wird das BIPWachstum 2016 nur 2,5 Prozent ergeben, für 2017 sind aber gut mehr als 3,0 Prozent angepeilt. Die Chancen für Österreichs Firmen und Investoren am lukrativen polnischen Markt bleiben bestehen.

Dr. Martin Glatz in Peking Chinas Wirtschaft hat 2016 das Wachstumsziel von 6,5 bis 7,0 Prozent erreicht. Die Entwicklung der Konjunktur stützt sich dabei zum einen auf den Binnenkonsum und den Dienstleistungs­ sektor, zum anderen auf Investitionen, auch im Baubereich. Das Volu­ men des Außenhandels zwischen Österreich und China nähert sich der Zwölf-Mrd.-Euro-Schwel­ le. Österreichische Unter­ nehmen berichten von zunehmendem Konkur­ renzdruck auf dem chine­ sischen Markt und passen ihre Geschäftsmodelle den neuen Herausforde­ rungen an. Gleichzeitig steigt das Engagement chinesischer Firmen im Ausland, was zusätzliche Möglichkeiten der Ko­ operation auf Drittmärk­ ten eröffnet.

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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017 Optimismus in Vorarlberg

Frankenschock wirkt noch nach Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte am 6. September 2011 einen Mindestwechselkurs von 1,20 EURCHF eingeführt. Am 15. Jänner 2015 hob sie diesen Mindestwechselkurs überraschend auf. Damit die Aufhebung des Mindestkurses nicht zu einer „unangemes­ senen Straffung der monetären Rahmenbedingungen“ führt, senkte die SNB das Zielband für den 3M-CHF-Libor von –0,75 Prozent bis 0,25 Prozent auf –1,25 Prozent bis –0,25 Prozent. Franken weiterhin stark gegenüber dem Euro „Den Zinssatz für Guthaben der Geschäftsbanken bei der SNB, die den Freibetrag überschreiten, reduzierte die SNB auf –0,75 Prozent. Seither beließ die SNB das Zielband und den Einlagesatz unverän­ dert. Auch wenn der Franken seit der schlagartigen Aufwertung zum Euro direkt nach der Aufgabe des Mindestkurses wieder schritt­ weise abwertete, zeigt die Schweizer Währung nach wie vor Stär­ ke gegenüber dem Euro. Nicht aber gegenüber dem US-Dollar.“ So Roland Rupprechter MBA, Leiter Asset und Portfoliomanagement bei der Hypo Landesbank Vorarlberg im Gespräch mit den VN. Und der Experte weiter: „Hier verlor die eidgenössische Valuta im selben Zeitraum an Wert. Aktuell notiert der Franken zum Greenback so­ gar über der Parität (1,03 USDCHF). Hier spiegelt sich die allgemeine US-Dollarstärke wider, die nach der Wahl von Donald Trump an Fahrt aufnahm. Die eidgenössische Wirtschaft hat den Schock durch die massive Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro bislang rela­ tiv gut verkraftet.“ Für 2016 dürften die „Nachwehen“ aber nach wie vor deutlich zu spüren sein, so dass das Wirtschaftswachstum mit von den Hypo-Experten erwarteten 1,2 Prozent abermals niedriger als im Euroraum (ihre Prognose: 1,5 Prozent) ausfallen dürfte. Für das Wachstum 2017 zeigt sich SNB-Präsident Jordan „verhalten posi­

tiv“. Aufgrund der internationalen Risiken sei auch die Prognose für die Schweiz weiterhin von „bedeutenden Unsicherheiten“ gekenn­ zeichnet. Rupprechter: „Wir gehen davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank an ihrer extrem expansiven Geldpolitik zur Schwächung des Franken vorerst festhalten wird. Es steht zu erwarten, dass die Wäh­ rungshüter bei Bedarf weiter zu Devisenmarktinterventionen greifen werden. Dabei dürfte sich die SNB vor dem Hintergrund der diver­ gierenden Geldpolitik der EZB Für das Wachstum und der Federal Reserve nicht nur 2017 zeigt sich am Euro, sondern eher an einem Währungskorb orientieren.“ Er­ die SNB verhalten neute Senkungen des Einlage­ positiv. satzes zur Schwächung des Fran­ Roland Rupp­rechter, ken sind möglich, gelangen aber Hypo Vorarlberg nach Meinung Rupprechters erst bei einer deutlichen Zunahme des Aufwertungsdrucks auf den Franken zur Anwendung. Ein weiteres Instrument könnte dann auch eine Kürzung der Freibeträ­ ge für den Einlagesatz darstellen. Unsere Prognose beträgt zum Jahresende 2017 1,12 EURCHF „Für den Franken sprechen die sehr soliden Schweizer Staats­ finanzen, die hohen Überschüsse in der Leistungsbilanz sowie die hohe Produktivität der Schweizer Wirtschaft. Zudem belastet die derzeitige Politik der EZB den Euro. Dennoch sehen wir den Franken insgesamt u. a. mit Blick auf Kaufkraftparität (zuletzt bei 1,25 EURCHF) nach wie vor als überbewertet an. Wir erwarten eine leichte Abwertung der Schweizer Valuta zum Euro. Unsere Prognose beträgt zum 30. Juni 2017 1,10 EURCHF und zum Jahresende 2017 1,12 EURCHF. Aktuell notiert der Schweizer Franken zum Euro bei 1,07 EURCHF“, so der Hypo-Finanzexperte abschließend.


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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017 Optimismus in Vorarlberg

Börsenaussichten 2017 Vor allem hohe Dividendenrenditen, eine günstige Bewertung und der Mangel an attraktiven Anlage­­alternativen sprechen für ein positives Aktienjahr.

Im Jahre 2017 dürfte das Thema Politik ein stän­ diger Begleiter an den Kapitalmärkten sein. Doch nach dem Brexit-Votum und dem Wahlsieg Trumps haben die Anleger gelernt, dass sich ein Festhalten der Engagements am Aktienmarkt auszahlt. So sollten Anleger auch heuer trotz der zu erwartenden Unsicherheiten und Schwan­ kungen am Aktienmarkt einen kühlen Kopf bewahren. In den USA muss Donald Trump 2017 zeigen, welche im Wahlkampf angekündig­ ten Maß­nahmen er tatsächlich umsetzen wird. Im Mittelpunkt seiner Ankündigungen stehen Steuersenkungen sowie ein riesiges Investitions­

programm. Die geldpolitischen Maßnahmen im Euro-Raum und den USA werden weiter aus­ einanderdriften. Die Fed wird ihren Leitzins 2017 in weiteren Schritten anheben. Die EZB hingegen wird ihren Leitzins unverändert bei 0,0 Prozent belassen. Die Aussichten für die globale und die europäische Wirtschaft bleiben robust und die Gewinnzuwächse der Unternehmen werden 2017, nach einem stagnierenden Jahr 2016, wieder im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwartet. So dürfte es in Summe speziell für die etablierten Aktienmärkte ein positives Jahr werden. Toni Trojer, Raiffeisenlandesbank Vorarlberg

Grundsätzlich blicken wir dem Börsenjahr 2017 po­ sitiv entgegen. Das anziehende Wirtschaftswachs­ tum, verstärkte Fiskalausgaben sowie steigende Unternehmensgewinne in den entwickelten Län­ dern sollten speziell an den Aktienmärkten positiv vernommen werden. Allerdings dürften politischen Risiken wie die Wahlen in Frankreich, den Nie­ derlanden und Deutschland sowie der Beginn der Brexit-Verhandlungen die Schwankungsbreite im kommenden Jahr weiterhin hochhalten. Aktionäre brauchen folglich gute Nerven, sollten unterm Strich dafür aber auch mit ansehnlichen Renditen im mitt­ leren einstelligen Prozentbereich belohnt werden.

Eher vorsichtig sind wir im Segment der Rentenpa­ piere. Da könnte der jahrzehntelange Aufschwung auf Grund höherer Inflationserwartungen im kom­ menden Jahr ein vorzeitiges Ende finden. Für An­ leger bedeutet dies unter anderem starke Kurstur­ bulenzen in einem vermeintlich sicheren Segment – folglich empfiehlt es sich, frühzeitig das Depot zu analysieren und entsprechende Maßnahmen zu treffen. An der Währungsfront sollte der US-Dollar weiter zulegen können, wenn auch der Großteil der Aufwärtsbewegung bereits hinter uns liegen dürfte. Gerhard Hamel, Vorstandsvorsitzender Volksbank Vorarlberg e. Gen.

Für heuer wird erwartet, dass sich die Weltwirt­ schaft weiterhin moderat entwickelt und auch die Dynamik leicht zunimmt. Getragen wird der Aufschwung vor allem von den USA, der Eurozone und China. Unterstützend wirken die Geldpolitik der wichtigen Notenbanken sowie expansive fis­ kalpolitische Maßnahmen. Für die internationalen Börsen ist das Umfeld somit positiv, weshalb wir für 2017 von steigenden Aktienindizes ausgehen. Das Niedrigzinsumfeld rechtfertigt weiterhin die überdurchschnittliche Bewertung der globalen Aktienmärkte und spricht dafür, dass sich die Anla­ geklasse Aktien auch weiterhin großer Beliebtheit

unter den Investoren erfreut. Das „Nein“ zum Ver­ fassungsreferendum Italiens lässt jedoch befürch­ ten, dass sich die politischen Herausforderungen für Europa verstärken. Diese höhere Unsicherheit wird zu Phasen stärkerer Schwankungsintensität führen. Die EZB dürfte durch expansive geldpo­ litische Maßnahmen die Zinsen in der Eurozone weiterhin tief halten, während die Fed die Leit­ zinsen im kommenden Jahr schrittweise erhöht. Die positive Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die leicht anziehende Inflation dürften auch in der Eurozone für leicht steigende Zinsen sprechen. Gerhard Burtscher, BTV Vorstandsvorsitzender


Optimismus in Vorarlberg

Wirtschafts- und Finanzjahr 2017

Das Aktienjahr 2016 lief recht gut, vor allem der Wahlsieg von Donald Trump sorgte noch einmal für einen erheblichen Schub. Gleichzeitig sind aber auch die Renditen der Anleihen gestiegen. Es wird eine der zentralen Fragen für 2017 sein, wie lange die US-Aktienmärkte diese steigenden Renditen noch vertragen können. Wir sind der Meinung, dass wir den kritischen Punkt noch nicht erreicht haben. Für 2017 erwarten wir, dass die positive Stimmung an den Börsen noch eine Weile anhält, wenngleich die Bewertungen gerade in den USA schon ambiti­ oniert sind. Deshalb bevorzugen wir auch andere Weltregionen, wie Europa, Japan oder die Schwel­

lenmärkte. Die jüngste Zinsanhebung in den USA und die Aussicht auf weitere Anhebungen 2017 haben den Dollar nochmals steigen lassen. Der et­ was schwächere Euro ist ein Vorteil für den europä­ ischen Export, das sollte sich in den kommenden Gewinnausweisen der europäischen Unternehmen und damit in deren Aktienkursen auch niederschla­ gen. An den Anleihemärkten sehen wir nur be­ grenzte Phantasie. Da wir dort weiterhin mit einem Rendite-Anstieg rechnen, bevorzugen wir 2017 im direkten Vergleich Aktien gegenüber Anleihen. Johannes Böhler, Bank Austria Landesdirektor Private Banking

Donald Trumps Sieg katapultierte die Renditen von Staatsanleihen einiger führender Industrie­ staaten direkt nach oben. Und ein Ende des An­ stiegs ist noch nicht in Sicht. Dass die Ökonomen der OECD die zu erwartenden Auswirkungen der Trumponomics als Kraftkur für die US-Wirtschaft einstufen, kann als positives Signal für den Ak­ tienmarkt gewertet werden. Ein höheres Inve­ stitionsvolumen, mehr Jobs, höhere Löhne und steigende Kauflaune könnten nämlich die Formel für Anlegeroptimismus und einen starken Dollar sein. Die kräftigere Endnachfrage würde gleich­ zeitig das Importwachstum ankurbeln. Und davon

könnten jene profitieren, die in die USA exportie­ ren, allen voran die westlichen Industriestaaten. Zieht dann auch noch, wie von einigen erwartet, das US-Leitzinsniveau an, könnte Kapital aus den Schwellenländern zurück in die USA fließen. Auch in Bezug auf den Euro könnte der Dollar weiter an Wert gewinnen. Nicht zuletzt durch die Misere, in die Italien durch Staatsverschuldung, Reformstau und Banken am Rande der Pleite geschlittert ist, kann eine stärkere Abwertung des Euro zum Dollar nicht ausgeschlossen werden. Ein Absinken unter die Paritätsgrenze ist aber eher unwahrscheinlich. Ines Frei, Dornbirner Sparkasse

Aktien stufen wir strategisch und unter länger­ fristigen Aspekten als interessant ein. Vor allem hohe Dividendenrenditen, eine günstige Bewer­ tung und der Mangel an attraktiven Anlagealterna­ tiven sollten sich als stützend erweisen. Seit Ende September steigen die Zinsen. Das Zinsniveau der zehnjährigen deutschen Bundesanleihen erhöhte sich seither um rund ein halbes Prozent. Ist damit die Trendwende am Zinsmarkt eingeläutet? Ver­ antwortlich für diesen Anstieg waren Spekulati­ onen auf einen nahenden Ausstieg der EZB von ihrer unkonventionellen Geldpolitik. Der in der Sitzung vom 8. Dezember gefällte Entscheid, ab

April des kommenden Jahres das Kaufvolumen von 80 auf 60 Milliarden Euro monatlich zu redu­ zieren, bestätigte diese Haltung. Wenngleich sich effektiv an dem zu erwartenden Anleihekauf­ volumen erst einmal nicht viel ändern wird. Die Zentralbank will im Gegenzug, entgegen ihrer bis­ herigen Gewohnheit, die Fälligkeiten der bereits erworbenen Anleihen wieder anlegen. Die Lücke von 20 Mrd. Euro aus dem alten Programm wird damit so gut wie geschlossen. Zudem wollen die Vertreter der Notenbank das Kaufvolumen erhö­ hen, falls es die Finanzmärkte erfordern. Mario Fink, Hypo Vorarlberg

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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017 Optimismus in Vorarlberg

Die Industrie in Vorarlberg soll im kommenden Jahr nach Ansicht der Experten weiter an Schwung gewinnen.

Vorarlberg bleibt auch 2017 eines der wachstumsstärksten Länder Die solide Erholung wird sich 2017 in Österreich fortsetzen. Vorarlberg wird mit einem Plus um über 2,5 Prozent eines der wachstumsstärksten Bundesländer bleiben. Laut Walter Pudschedl, Ökonom bei der Bank Austria in Wien, wird die österreichische Wirtschaft gut ins Jahr 2017 starten. Nach einem Anstieg des BIP um 1,5 Prozent 2016 sollte das Wirtschaftswachs­ tum 2017 sogar 1,6 Prozent errei­ chen können. Die Inlandsnachfra­ ge bleibt die bestimmende Kraft. Kein Kaufkraftausgleich Die Teuerung wird, ausgelöst durch höhere Preise für Roh­ stoffe, von 0,9 auf 1,8 Prozent im Jahresdurchschnitt klettern. Die Lohnabschlüsse bringen keinen vollständigen Kauf­ kraftausgleich. Zudem dürften die Investitionen, beeinflusst von Unsicherheiten wie dem Brexit, nicht mehr ganz so dy­ namisch ausfallen wie 2016. Die Aussichten für Bauinvestitionen bleiben jedoch günstig.

Moderate Impulse Während die Geldpolitik der EZB für niedrige Kreditzinsen sor­ gen wird, lässt der Rückenwind durch die Steuerreform, die nied­ rigen Rohstoffpreise und der Ab­ schwächung des Euro nach oder kehrt sich 2017 teilweise um. Damit wird die Stabilisierung des Wachstums von einer Belebung des globalen Wachstums und des Außenhandels abhängen. In diesem Umfeld sollte es der Vorarlberger Wirtschaft gelingen, das eingeschlagene Wachstum­ stempo zu halten. Nach einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um geschätzte 2,1 Prozent 2016 ist 2017 sogar ein Plus um 2,6 Pro­ zent in Sicht. Die Konjunktur in Vor­arlberg läuft somit weiterhin günstiger als in Österreich. Die In­ dustrie wird 2017 mit den besse­ ren Aussichten für den globalen

Handel noch an Schwung gewin­ nen können. Allerdings könnte durch den Brexit der Handel mit dem Vereinigten Königreich et­ was beeinträchtigt werden. Dem steht die Stärke des Franken ge­ genüber, die weiterhin Vorteile im Export in die Schweiz bietet. Baunahe und Konsumbranchen werden von einer Verbesserung

der Lage am Vorarlberger Bau so­ wie dem soliden, relativ wachs­ tumsstarken Dienstleistungsjahr 2017 profitieren. Der Tourismus und der Einzelhandel werden unterstützt durch die Franken­ stärke auch 2017 Impulse geben. Die Arbeitslosenquote könnte in Vorarlberg 2017 von 5,9 Prozent auf 5,8 Prozent sinken.


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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017

Enge Standortpartnerschaft für Vorarlberg knüpfen Was sind Vorarlbergs wirtschaftliche Schwerpunkte im Jahr 2017? Wo liegen die Heraus­ forderungen? Und wo die größten Potentiale? Dazu nimmt Landeshauptmann Markus Wallner zu Jahresbeginn Stellung. Im Vergleich zu der nach wie vor moderaten wirtschaftlichen Ent­ wicklung in vielen Teilen Europas, laufen in Vorarlberg die Uhren anders: robustes Wirtschaftswachstum, Aufwärtstrend auf dem Ar­ beitsmarkt, steigende Umsätze im Einzelhandel, eine zufriedene Baubranche, Exportsteigerungen und Rekordzahlen im Tourismus. Vorarlbergs Wirtschaft befindet sich stabil auf hohem Niveau Markus Wallner durch eine Standortpartnerschaft festigen. Gemeinsam stärker Ausbildung von Fachkräften, Abbau von bürokratischen Hürden, noch mehr Innovation, Ausbau der Infrastruktur und leistbares Woh­ nen – das sind die zentralen Herausforderungen, die sich in Vorarlberg 2017 und darüber hinaus stellen. „Die wirtschaftliche Zukunft Vorar­ lbergs hängt sehr stark von einer guten Zusammenarbeit statt. Wenn das Land, die Sozialpartner und andere wichtige Partner zusammen­ arbeiten, erhöhen wir die Schlagkraft und unsere Chancen“, skizziert Wallner die Idee hinter der „Standortpartnerschaft“. „Wir haben alle dieselben Herausforderungen. Da lohnt es sich, auf Augenhöhe zu­ sammen zu arbeiten und die Kräfte zu bündeln.“ Fachkräfte und Bürokratieabbau Vorarlberg hat 2016 die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt geschafft. Dennoch fehlt es in vielen Branchen an Fachkräften. Lehre und Fachhochschule – hier möchte das Land ansetzen, um Fachkräfte in Vorarlberg auszubilden. Knapp 40 Millionen Euro fließen in die duale Ausbildung. Vor allem für qualifiziertes Personal an den Berufsschu­ len und für bauliche Verbesserungen. Man müsse den vielen KMUs bei der Lehrlingsausbildung unter die Arme greifen, da eine fundierte Lehrlingsausbildung oft nur mit großer Mühe zu erfüllen ist. FH als Fachkräfteschmiede Die Fachhochschule Vorarlberg ist eine der wichtigsten Bildungsund Forschungseinrichtungen des Landes. Insgesamt rund 1300 Stu­ dierende sind inskribiert – so viele wie noch nie zuvor. Der größte Teil der Absolventen bleibt dem Wirtschaftsstandort Vorarlberg als topqualifizierte Fachkräfte erhalten: Drei von vier Absolventen arbei­ ten nach dem Studienabschluss auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Durch einen kontinuierlichen Ausbau auf 1500 Studierende sollen mehr Fachkräfte ausgebildet werden. Mehr Geld für Qualifizierung Je höher die Qualifikation, desto sicherer der Arbeitsplatz. Um die Beschäftigungsperspektiven für junge Menschen zu verbessern und

„Heuer wird ein Vorarlberger Deregulierungsgesetz verabschiedet.“

um die Hilfe zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt besonders für ältere Arbeitnehmer zu steigern, werden Land und AMS Qualifizie­ rungsmaßnahmen zielgerichtet ausbauen. 51,3 Millionen Euro inve­ stieren die beiden Partner 2017, um arbeitsmarktpolitische Impulse zu setzen. Ziel ist es, von Arbeitslosigkeit Betroffene möglichst rasch wieder in den Arbeitsmarkt zurückzuführen. Bürokratiebremse Vorarlberg hat eine sehr sparsame Verwaltung. Mit 2,6 Vollzeitbe­ schäftigten pro 1000 Einwohner weist Vorarlberg den geringsten Personalstand aller Bundesländer auf. Trotzdem arbeitet die Landes­ verwaltung effizient: 80 Prozent der Betriebsanlageverfahren etwa werden innerhalb von drei Monaten erledigt. Mit einer neuen Heim­ bauverordnung, einer Schulbauverordnung und einer neuen Bau­ technikverordnung sind 2016 einige Deregulierungsmaßnahmen ge­ setzt worden. Weniger Regeln führe zu Kostenersparnis und zu mehr Spielraum in der Ausführung. „2017 wird ein Vorarlberger Deregulie­ rungsgesetz verabschiedet“, erklärt der Landeshauptmann.

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Optimismus im Gewerbe und Handwerk Das Vorarlberger Gewerbe und Handwerk schätzt die Auftragslage fßr 2017 positiv ein. Die Betriebe rechnen mit einer guten Auslastung.


Optimismus in Vorarlberg

Wirtschafts- und Finanzjahr 2017

wir auf Qualität und Qualifikation“, sagt Spartenobman Ing. Bernhard Das heimische Gewerbe und Handwerk bietet rund 12.000 Men­ Feigl. „Junge Menschen, die sich für eine solche Ausbildung entschei­ schen dauerhafte und kontinuierliche Beschäftigung. Wenn man den, haben tolle Berufsaussichten.“ Der Freigabe von Gewerben will diese Zahl auf Familien hochrechnet, dann leben ungefähr 36.000 er einen Riegel vorschieben. „Wenn Befähigungsnachweise für Fach­ Menschen in Vorarlberg vom Gewerbe und Handwerk – direkt oder arbeiter fallen, stehen uns innerhalb weniger Jahre deutlich weniger indirekt. Die Vorarlberger freuen sich über den hohen Lebensstan­ Facharbeiter zur Verfügung, wie wir benötigen.“ dard, den sie sich erarbeitet haben und somit mit gutem Gewissen ge­ nießen können. Davon profitieren natürlich auch Das Thema „Digitalisierung“ wird für die Betriebe und ganz besonders die Betriebe im Gewerbe und im Gewerbe und Handwerk zunehmend wichtiger Handwerk – speziell im Dienstleistungsbereich. Bei der Ausbildung – beispielsweise im Zusammenhang mit Onlinemar­ Der erlebt eine besonders große Nachfrage, wenn unseres Nach­ keting und Verkauf. Das Vorarlberger Gewerbe und der Lebensstandard hoch ist. Handwerk wird sich deshalb in naher Zukunft in­ wuchses setzen tensiv damit auseinandersetzen. In den Bereich der Optimismus für den Wohnbau wir auf Qualität Digitalisierung fällt außerdem das sogenannte Buil­ In der Bauwirtschaft rechnet man im ersten Halb­ ding Information Modeling (BIM) – die digitale Auf­ jahr 2017 mit einem Anhalten der guten Konjunk­ und Qualifikation. bereitung von Bauprojekten durch die Baumeister. tur und einem Auftragsplus im Vergleich zum sel­ Bernhard Feigl, ben Zeitraum des Vorjahrs. Unterschiedlich fällt die Spartenobmann Deregulierung und Verwaltungsvereinfachung Einschätzung der Entwicklung 2017 in den einzel­ Gewerbe und „Was die Rahmenbedingungen betrifft, werden wir nen Sparten aus. Optimismus bestimmt den Wohn­ Handwerk, WKV uns 2017 weiterhin konsequent für Deregulierung bau und den Sanierungsbereich. Wie 2016 wird die und Verwaltungsvereinfachungen einsetzen“, kündi­ Konjunktur stark getragen auch von den Gewerbe­ gt Spartenobmann Bernhard Feigl an. „Unsere eigent­ betrieben. Stabil sind die Erwartungen an den öf­ liche Aufgabe ist es, innovative Handwerks­lösungen fentlichen Hochbau, der Tiefbau bleibt mit einem zu entwickeln. Die unzähligen Verordnungen und prognostizierten Rückgang von fünf Prozent im ers­ Normen hindern uns freilich an dieser Aufgabe.“ Die ten Halbjahr 2017 das Sorgenkind der heimischen Politik sei gefordert, jede neue Verordnung bzw. je­ Bauwirtschaft. Hier sieht die Bauwirtschaft Hand­ des neue Gesetz vor Beschluss auf Sinnhaftigkeit, Auswirkungen auf die lungsbedarf der öffentlichen Hand, damit die künftige Infrastruktur Kosten und auf den Verwaltungsaufwand zu prüfen, fordert der Spar­ im Land der eines modernen Wirtschaftsstandorts entspricht. Um tenobmann und betont: „Verwaltungsvereinfachungen sind Vorausset­ die Bedürfnisse der Kunden erfüllen zu können, benötigt das Gewerbe zung, um im Gewerbe und Handwerk auch 2017 erfolgreich zu sein.“ und Handwerk erstklassige Facharbeiter. „Bei deren Ausbildung setzen

Ungefähr 36.000 Menschen leben in Vorarlberg direkt oder indirekt von Gewerbe und Handwerk.

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Zunehmend herausfordernde Bedingungen Industrie 4.0, Globalisierung, Demografie und die hohe Abgabenbelastung stellen Betriebe und Mitarbeiter vor große Aufgaben. Alle Konjunkturumfragen der letzten Jahre machten deut­ lich, wie sehr die Vorarlberger Industrie von internationalen Entwicklungen geprägt ist. „Wir müssen uns stärker an diesen internationalen Gegebenheiten orientieren und darauf Antwor­ ten geben“, betont DI Georg Comploj, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschafts­ kammer Vorarlberg. Globale Hochs und Tiefs der Konjunktur sind kaum zu beeinflussen, „wir können uns aber mit hoher Fle­ xibilität auf die Auftragsschwan­ kungen sehr wohl einstellen. Eine flexible Haltung auf allen Ebenen ist daher das Gebot der Stunde“, unterstreicht Spar­ tenobmann Comploj die Not­ wendigkeit für flexible Arbeits­ zeitmodelle. Wettbewerbsfähigkeit stärken Aufgrund ständiger Innovation und leistungsorientierter Mit­ arbeiterinnen und Mitarbeiter ist Vorarlbergs Industrie in der Lage, international weiterhin erfolgreich zu sein. Schädlich ist jedoch das zunehmend be­ lastende Umfeld. „Immer noch kompliziertere Vorschriften und steigende Gebühren belasten den Standort enorm“, erklärt Comploj. Maßnahmen zur Stär­ kung der Wettbewerbsfähigkeit sind somit mehr als überfällig. Comploj fordert daher: „Eine KöSt-Senkung für nicht entnom­ mene Gewinne stärkt die Wett­ bewerbsfähigkeit österreichi­

scher Unternehmen, erleichtert die Eigenkapitalbildung und die Investitionen und wäre so ein wertvoller Wachstumsstimulus.“ Die Beurteilung der aktuellen Situation in den Betrieben der Vorarlberger Industrie fällt groß­ teils zufriedenstellend aus. Das gilt weitgehend auch für den Ausblick auf 2017. Allerdings entwickeln sich die Märkte un­ terschiedlich. Politische Unsi­

Eine flexible Haltung auf allen Ebenen ist das Gebot der Stunde. Georg Comploj, Obmann Sparte Industrie, WKV

cherheiten im In- und Ausland bergen unvorhersehbare Risiken, die Rohstoffverfügbarkeit sowie die Rohstoffpreise gestalten sich teilweise als schwierig. Der auch 2017 zu erwartende harte Preis­ kampf offenbart einmal mehr die Notwendigkeit, am Standort Vorarlberg noch produktiver zu werden, um mit Billiglohnlän­ dern auch weiterhin konkurrie­ ren zu können. Es brauche einen positiven gesamtgesellschaft­

lichen Zugang zu Leistung ganz allgemein, zur zunehmenden Automatisierung und Digitalisie­ rung. Ein hohes Bildungsniveau bei allen sozialen Schichten wird für den Standort ein noch bedeu­ tenderer Faktor werden. Wichtige HTL-Absolventen „Dem bestehenden Druck, vor allem auf die Verkaufspreise, kann nur mit Innovationen und Produktivitätssteigerungen begegnet werden. Und dazu braucht es nicht zuletzt auch gut qualifizierte Mitarbeiter“, sagt Christoph Hinteregger, Spartenobmann-Stellvertreter und Bildungssprecher der In­ dustrie. Daher setzt die Vorarl­ berger Industrie neben der bedeutenden und bewährten Schiene der dualen Ausbildung weiter auf das „Erfolgsmodell HTL“. „HTL-Absolventen sind in unseren Betrieben heiß begehrt und erfüllen wichtige Schlüssel­ funktionen. Sie sind wesentlich für den Erfolg unserer Unter­ nehmen mitverantwortlich“, betont Hinteregger und erklärt weiter: „Wir wollen die Schul­ form HTL auch weiterhin aktiv mitgestalten und an die neuen wirtschaftlichen und techno­ logischen Herausforderungen sowie infrastrukturellen und pädagogischen Gegebenheiten anpassen. Deshalb haben wir den Strategieprozess ,HTL 2025’ bewusst initiiert und werden diesen auch 2017 konsequent fortsetzen.“


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Die Bregenzer Festspiele (im Bild: Turandot) sind alljährlich ein Höhepunkt im kulturellen Angebot Vorarlbergs. Heuer steht die Premiere von „Carmen“ von

Situation für die Betriebe verbessern Trotz Gästerekord 2016 verlieren die Vor­arl­berger Tourismusunternehmen wegen steigender Steuerbelastung, Bürokratie und Vorschriftenlawinen mehr und mehr die Motivation. Die Sommersaison 2016 endete für den Vorarlberger Tourismus mit einem Gästerekord. Insgesamt haben von Mai bis Oktober rund 1,2 Mill. Urlauber mehr als 3,9 Mill. Übernachtungen in Vorarlberg gebucht. Das Ergebnis von 2015 wurde bei den Ankünften um 4,7 Prozent und bei den Nächtigungen um 6,5 Prozent übertroffen. Ein ähnlich hohes Nächtigungsergebnis verzeichnete man zuletzt im Sommer 1993. Tourismusstrategie als wichtiger Erfolgsfaktor „Die Betriebe im Land sind gut aufgestellt, sodass der heimische Tourismus auch 2017 in der Erfolgsspur bleiben wird“, sagt Elmar Herburger, Nachfolger von Hans-Peter Metzler als Spartenobmann Tourismus in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Die Tourismuss­ trategie 2020 und die Zusammenarbeit mit Vorarlberg Tourismus sowie dem Land Vorarlberg seien entscheidende Erfolgsfaktoren. Doch obwohl die Statistiken beinahe Jahr für Jahr noch bessere Zah­ len ausweisen, wächst der Druck auf die Unternehmer ständig. „Hier

muss eine Verbesserung eintreten“, fordert Herburger und meint weiter: „Dazu gelte es, die Rahmenbedingungen für die Betriebe zu erleichtern. „Die Bürokratie muss zurückgefahren werden, wir brau­ chen Verwaltungsvereinfachungen und eine deutliche Korrektur der Abgabenquote nach unten.“ Sonst drohe die Gefahr, dass viele enga­ gierte Touristiker den Spaß, die Ausdauer und das Engagement an ihrem Beruf verlieren. Hier habe die öffentliche Hand wichtige Haus­ aufgaben dringend zu erledigen. Weitere Intensivierung der Kooperation mit der Landwirtschaft Der heimische Tourismus plant für die nahe Zukunft, die Zusammen­ arbeit und Verbindung mit der Vorarlberger Landwirtschaft weiter zu intensivieren. „Und wir werden künftig ganz stark auf die touristische Software setzen“, kündigt der Spartenobmann an. Denn nicht nur die Hardware, also die Infrastruktur, bilde die Voraussetzung für ei­ nen florierenden Wirtschaftszweig. Es gelte die Software und die in Gastronomie und Hotellerie arbeitenden Menschen verstärkt in den Vordergrund zu rücken. Herburger: „In unserer Tourismusstrategie ist daher die Ausbildung von Facharbeitern und Quereinsteigern das Thema für die Zukunft. Ebenso ein modernes Mitarbeitermarketing, ähnlich wie wir es bei den Gästen machen.“ „2017 starten wir die neue touristische Ausbildung“, kündigt Herburger an. Zentraler Punkt wird die neue GASCHT (Gastgeberschule für Tou­ rismus) sein, getragen vom Bildungsverein „Mensch im Tourismus“.


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Georges Bizet auf dem Programm. Der Arlberg ist eine der international bekanntesten Skiregionen.

Die Schule ist auf die Standorte Bludenz, Bezau und Hohenems aufge­ teilt. Der heimische Tourismus will ein Alleinstellungsmerkmal für Mit­ arbeiter schaffen. Es soll sich rasch herumsprechen, dass es in Vorarl­ berg eine zukunftsorientierte Ausbildung gibt. Saisonmitarbeiter aus anderen Länder sollen erkennen: Arbeiten im Ferienland Vorarlberg hat nicht nur für Gäste, sondern auch für Mitarbeiter einen Mehrwert.

Wir brauchen Verwaltungsverein­ fachungen und eine deutliche Korrektur der Abgabenquote nach unten. Elmar Herburger, Spartenobmann Tourismus WKV

Das Land, die Regionen und Betriebe müssen zusammen­ wirken, dass das Augenmerk im Vorarlberger Tourismus auf die Dienstleistung gelegt wird. Das setzt zwangsläufig eine hohe Wertschätzung den Mit­arbeitern gegenüber voraus. Eine ganz konkrete Forderung spricht der Spartenobmann an das Land aus. Waren Förderungen bisher vorwiegend auf Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur ausgelegt, so sei hier eine Ver­ änderung notwendig. „Künftig hat die Software – und damit die Dienstleistung – Priorität in der Förderlandschaft zu genießen.“

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„Handel bedeutet Veränderung“ Der Vorarlberger Handel hofft auch für 2017 auf eine positive Dynamik. Digitalisierung und Lehrlingsausbildung bilden die Schwerpunktthemen. Handel setzt auf Kreativität und Individualität. Der Vorarlberger Handel ist dy­ namisch ins abgelaufene Jahr ge­ startet, die Konjunkturbeobach­ tung der KMU Forschung Austria bescheinigte dem stationären Einzelhandel in Vorarlberg für das erste Halbjahr 2016 ein Um­ satzwachstum von 2,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2015. „Absolut lag der stationäre Einzelhandelsumsatz in Vorarl­ berg damit bei rund zwei Milli­ arden Euro“, berichtet Theresia Fröwis, Obfrau der Sparte Han­ del in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, über die Ausgangsla­ ge für das neue Jahr. Auch in der zweiten Jahreshälfte 2016 setzte sich diese positive Entwicklung mit einem realen Wachstum von 1,5 Prozent für den Vorarl­ berger Handel fort. „Vor dem Hintergrund dieser positiven Dynamik über das gesamte Jahr 2016 und dem starken Weih­ nachtsgeschäft hoffen wir, dass

sich dieser positive Trend auch in diesem Jahr weiter fortsetzt“, informiert Fröwis. Ein beliebter Arbeitgeber Der heimische Handel ist ein beliebter und wichtiger Arbeit­ geber: Die über 5800 Handelsbe­ triebe in Vorarlberg beschäftigen 19.500 Arbeitnehmer und bilden rund 1200 Lehrlinge aus. Mit einem Anteil von 18,9 Prozent al­ ler Lehrlinge ist der Handel damit der drittwichtigste Ausbildner in Vorarlberg. „Deshalb legen wir den Fokus auch in diesem Jahr verstärkt auf die Themen Lehre und Bildung“, betont Spartenob­ frau Fröwis und nennt die Orga­ nisation der Berufsinformations­ tage für die Vorarlberger Schüler sowie den Verkaufstechnik-Wett­ bewerb „Junior Sales Champion“ und den Dekorationswettbewerb „Junior Sales Art Deco“ für die Lehrlinge als Beispiele für die

Der Vorarlberger Handel beschäftigt 19.500 Arbeitnehmer.

Der stationäre Handel wird nicht an Bedeutung verlieren.

vielfältigen Veranstaltungen und Initiativen für den Nachwuchs. Digitale Märkte bieten Chancen Neben der Lehrlingsthematik gehört auch die Digitalisierung zu den Schwerpunkten für 2017. „Unsere Mitgliedsbetriebe wer­ den in Form von Beratungen, In­ formationsveranstaltungen und verschiedenen Schulungen auf das Thema aufmerksam gemacht und bekommen hier wertvolle und hilfreiche Tipps und Informa­ tionen“, berichtet Theresia Frö­ wis, die das Onlinegeschäft nicht als Bedrohung für den klassischen stationären Handel sieht: „Ja, der Onlinehandel wächst, aber die Menschen brauchen immer noch Menschen als Ansprechpartner. Handel bedeutet Veränderung, wir sehen die digitalen Märkte nicht als Schreckgespenst, son­ dern als Chance.“ Immer mehr Lieferanten und Markenhersteller stellen ihr Warenlager ins Netz und die Händler können per Mausklick rasch und unkompli­ ziert nachordern und damit spe­ zielle Kundenwünsche erfüllen. Das sind Vorteile, die auch sehr kleine Händler jetzt schon nut­ zen können. Die Spartenobfrau ist deshalb überzeugt, dass der stationäre Handel nicht an Bedeu­

tung verlieren wird: „Der Handel lebt von Erlebnissen, Produkten zum Anfassen und echten Begeg­ nungsstätten – wir Händler setzen also auf Individualität und Kreati­ vität. Je mehr sich Unternehmer mit Herzblut, ihrer ganzen Persön­ lichkeit und mit guten Mitarbei­ tern ins eigene Geschäft einbrin­ gen, desto zufriedener und treuer werden die Kunden sein.“

Um den heimischen Handel fit für die Zukunft zu machen, gilt es, das Augen­ merk auf gute Qualität und Aus­ wahl zu legen und auf neue Einkaufs­ erlebnisse und Services zu setzen. Theresia Fröwis, Spartenobfrau Handel, WKV

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Wirtschafts- und Finanzjahr 2017 Optimismus in Vorarlberg

Gelebte Nähe und Regionalität Die zunehmende Globalisierung und die sich massiv beschleunigende Digitalisierung sind 2017 die Herausforderungen der Vor­arlberger Banken. Kundennähe bleibt weiterhin wichtig. Den Trend der Internationalisierung und Globalisierung nutzend gilt es, nicht zuletzt über das Bankstellennetz nahe beim Kunden zu sein, die regionalen Erfordernisse und Bedürfnisse zu kennen und passgenaue Lösungen anzubieten. „Die Digitalisierung und das sich daraus verändernde Kundenverhalten erfordern ein Investment in diese digitale Welt, um diese auch nutzen und den Kunden zur Verfü­ gung stellen zu können. Das veränderte Kundenverhalten lässt sich an verschiedenen Erfahrungen festmachen: Zum einen führt es dazu, dass die Kunden viel informierter sind, zum anderen, dass die Bedeu­ tung der Nähe der Bankstelle nicht mehr die Bedeutung hat wie frü­ her“, betont Wilfried Hopfner, Obmann der Sparte Banken und Versi­ cherung in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Persönliche Beratung vor Ort bleibt wichtig Kunden erwarten künftig ein wesentlich größeres Spektrum an Zu­ gangswegen zu ihrer Bank – vom praktischen Onlineangebot über

Mobile-Banking bis zum Kern­ stück des Betreuungsangebots, und das ist auch uns weiterhin wichtig, der persönlichen Be­ ratung vor Ort. Die Sicherstel­ lung der Nahversorgung mit Finanzdienstleistungen ist eine Herausforderung mit Blick auf die internen Kosten und gleich­ zeitig auch eine große Chance mit Blick auf die Erfüllung der Kundenbedürfnisse. „Unsere Aufgabe ist es, in verantwor­ tungsvoller Art und Weise dafür zu sorgen, dass die regionalen Dienstleistungen der Banken und Versicherungen auch im Umfeld veränderter „Kaufge­ wohnheiten“ den Menschen dabei helfen, sich eine solide Existenzgrundlage zu schaffen“, gibt Spartenobmann Hopfner die Strategie für die kommen­ den Jahre und Jahrzehnte vor.

War es vor wenigen Jahren noch „die Rendite“, so ant­ worten die meisten Menschen heute auf die Frage nach ihrem finanziellen Hauptanliegen mit einem einzigen Wort: „Sicherheit“. Wilfried Hopfner, Spartenobmann Banken und Versicherung, WKV

Regionale Verankerung Die Herausforderungen für die regionalen Banken und Versiche­ rungen bestehen unter anderem also darin, mit einem qualitativ hochwertigen, sich an den Kundenwünschen orientierenden Dienst­ leistungsangebot regional verankert zu agieren und auf der anderen Seite die Möglichkeiten der digitalen Welt optimal zu nutzen. 

 Das veränderte Kundenverhalten lässt sich unter anderem auch daran festhalten, dass bis vor wenigen Jahren noch „die Rendite“ im Mittelpunkt gestanden hat und die meisten Menschen heute auf die Frage nach ihrem finanziellen Hauptanliegen mit einem einzigen Wort antworten: „Sicherheit“. „In Zukunft gilt es, beiden Aspekten Rechnung zu tragen. Geldanlage soll sich lohnen und sie soll an­gepasst an das Wohlfühlgefühl des Kunden eine gute Balance zwischen Ertrag und Risiko sicherstellen. 
Es gilt daher, als ver­ lässlicher regionaler Partner den Aspekt der Sicherheit und der dazu passenden Rendite-Erwartung zu berücksichtigen, und es gilt insbesondere, über die Beziehungsebene Vertrauen zu schaffen“, sagt Hopfner.

Die Nahversorgung mit Finanzdienstleistungen ist eine große Chance.

Die Vorarlberger Banken und Versicherungen stehen für eine solide Geschäftspolitik, die es gilt, auch im neu begonnenen Geschäftsjahr weiterhin bestmöglich fortzusetzen. Der auch im internationalen Ver­ gleich hervorragend positionierte Wirtschaftsraum Vorarlberg profi­ tiert von den regionalen Banken und Versicherungen, und umgekehrt ist dieser die Grundlage für eine positive Entwicklung der Branche.


Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg

Trendwende auf dem Arbeitsmarkt fortsetzen

Beschäftigungsperspektiven für junge Menschen schaffen, Hilfe zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt verbessern und bestehende Qualifizierungsmaßnahmen zielgerichtet ausbauen: Diese Schwerpunkte stehen 2017 im Zentrum der gemeinsamen Anstrengungen des Landes Vorarlberg und des Arbeitsmarktservice. Gemeinsam investieren die beiden Partner insgesamt 51,3 Millionen Euro, um arbeitsmarktpolitische Impulse zu setzen. Wesentliche Zielgruppen sind Jugendliche (15 bis 25 Jahre), arbeitsmarktferne Personen sowie Arbeitslose über 45 Jahre. www.vorarlberg.at/wirtschaft

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