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WalgauPorträt_2026_März

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Walgau-Porträt

Mit dem Rad unterwegs

Freerider David Meier gibt Tipps für eine gelungene Fahrradtour durch den Walgau.

Neues aus den Gemeinden

Aktuelle Projekte, große Jubiläen und spannende Initiativen im Walgau.

Das ist los im Walgau

Veranstaltungshöhepunkte für die kommenden Wochen und Monate.

Labortechnik

Betriebslogistik

Speditionswesen

Elektrotechnik

Metalltechnik

Industriekaufwesen

Textilchemie

Textiltechnologie

Inhalt

4

Der Walgau rollt anders!

Tour mit dem Fahrrad: Tipps von Freerider David Meier

8 Was ist los bei „Husky Toni“?

Das hat sich nach der Kino-Premiere getan

10 Der Lions Club stellt sich vor So leisten die Mitglieder Hilfe für die Gemeinschaft

12 Sydney Stark – Spiel, Satz und Sieg

Die Tennishoffnung aus Bürs über ihre Zeit in den USA

14 Vom Bubentraum zur Feuerwehrolympiade

Florian Mähr von der Dünser Feuerwehr über die Vorbereitung

16 Nahversorgung mit Herz und Verantwortung E-Werke Frastanz: Weit mehr als nur Infrastruktur

21 Reparieren statt wegwerfen

iReplaceIT: Fabian Schnetzer hat sein Hobby zum Beruf gemacht

24 „Der Nenzinger Himmel ist ein Sehnsuchtsort“

Clara Kessler in ihrem Buch über die magische Region

27 Junge Menschen, die gesehen werden sollen

Nenzing: Hier kümmert man sich um junge Pflegebedürftige

32 Was ist los im Walgau?

Veranstaltungshöhepunkte in der nächsten Zeit

36 Persönliche Gipfelmomente in Gold und Silber Christoph Graf verewigt Erinnerungsstücke als Schmuck

48 Vom Walgau in die Welt der Düfte In Satteins entstehen einzigartige ätherische Öle

50 300 Jahre Traditionsverein

Die große Geschichte der Handwerkerzunft Schlins-Röns

56 Vom Walgau an die Weltspitze

Freestyle-Trampolinweltmeister Evan Rocha im Porträt

Impressum | Herausgeber, Hersteller: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach Redaktion: Johanna Walser, Kathrin Hausberger, Mario Oberhauser, Michael Steinlechner, Stephanie Herweg (Russmedia) Umsetzung: Khrysstine Galias (Russmedia) Fotos: Belinda Bampi, PK Media, Hepha E-Bike, St. Jakob Apotheke, Rondo Ganahl, Husky Toni, Kathrin Hausberger, Fotoclub Feldkirch (Erhard Sprenger), Lions Club Bludenz, Foto Winder, Musikschule Walgau, Sydney Stark, Stiplovsek, Feuerwehr Düns, Michael Steinlechner, E-Werke Frastanz, Stephanie Herweg, Marktgemeinde Frastanz, Liebherr Nenzing, Clara Kessler, BayWa Technik, Agnieszka Roszuk, PUR Fotografie, Petra Senti, Senioren-Betreuung Nenzing, Marktgemeinde Nenzing, Villa Falkenhorst, Lins und Kräutler Land Vorarlberg (7PRO.TV), Peakmedia (Dominik Zwerger), BUERO LUDWINA, BERG.KETTE, Gemeinde Nüziders, Andreas Vaschauner, Melanie Fleisch, Wagner GmbH, Vonblon Maschinen GmbH, Magma, Klaus Hartinger, Handwerkerzunft Schlins-Röns, Wirtschaft im Walgau, Henning Heilmann, Evan Rocha, Gemeinde Schlins, Shutterstock Anzeigen: Brigitte Moser, Melanie Bertsch, Thomas Strele, Claudia Polz, Günter Rigo, Alina Geringer, Thorben Eichhorn, Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach Erscheinungsdatum: Freitag, 20. März 2026

HEIMVORTEIL DAVID MEIER

Wenn die Schwerkraft kurz Pause macht.

David Meier gehört zu jener Sorte Sportler, die aus einer Gondel springen, über 18 Meter weit einen Frontflip stehen und danach erklären, warum Vorbereitung alles ist. Er ist Teil der internationalen Freeride-Szene, hat Sponsoren im Rücken und Projekte mit großen Namen umgesetzt. Wenn er von Kanada spricht, klingt das nicht nach Träumerei, sondern nach dem nächsten FreerideKapitel. Und doch beginnt sein Jahr nicht in Whistler, sondern im Walgau.

„Wir leben hier im Paradies“, sagt er. Die Wege entlang der Ill, die Hänge, die hinter dem Haus beginnen. Hier ist er aufgewachsen. Hier hat er gelernt, was Tempo bedeutet. Erst auf Ski, später auf dem Mountainbike. Schon als Kind wollte er sich ständig

„Nicht jede Ausfahrt muss ein Highlight-Clip sein. Manchmal geht’s einfach ums Fahren.“

David Meier

Extremsportler und Freeride-Athlet

bewegen, ging ins Kunstturnen und trainiert heute regelmäßig im Fitnessstudio – denn Kraft und Körperbeherrschung sind für ihn die Grundlage jedes Sprungs.

Nach der Matura folgten zwei Lehren –Fahrradmechatroniker und Einzelhandels-

kaufmann im Sportfachhandel. Technik interessiert ihn nicht nur in der Luft, sondern im Detail. Einen Tag pro Woche steht er noch im Shop, schraubt, berät, fachsimpelt. Der Rest gehört Training, Planung, Projekten. Im Winter Freeride-Ski, im Sommer Freeride-Mountainbike. Extremsportler –ja. Aber mit Bodenhaftung. Und genau diese Bodenhaftung zeigt sich nicht nur bei große Sprüngen oder internationalen Produktionen, sondern manchmal auf Strecken im Walgau. Wenn David nicht an neuen Tricks feilt oder an Filmprojekten arbeitet, steigt er oft einfach hier aufs Rad.

Der Walgau rollt anders

Der Walgau-Radweg ist kein Ort für Showeinlagen. Er ist ein Ort für Strecke. Knapp 50 Kilometer zieht er sich entlang der Ill in Richtung Bludenz – über Frastanz, Satteins, Schlins, Thüringen, Ludesch. Zwei Varianten begleiten den Fluss: rechterhand durch Wiesen und Auwälder, linkerhand durch die Tschalenga-Au und den Galinawald vorbei an Baggerseen. Später laufen die Wege wieder zusammen, führen durch die Felsenauschlucht zurück in die Stadt. „Das ist perfekt, um den Kopf frei zu bekommen“, sagt er. Für jemanden, der sonst aus Gondeln springt, ist das fast schon Kontrastprogramm.

Rauf nach Dünserberg

Wer hier hochfährt, merkt schnell, wie der Winter in den Beinen steckt und ob das Material hält, was man sich vorgenommen hat.

Mit dem All Mountain 7 Carbon LTD von Hepha und seinem Carbonrahmen, dem 100 Nm Motor und dem Rock Shox Fahrwerk lässt sich jede noch so anspruchsvolle Tour bewältigen. Erhältlich ist das Kraftpaket bei Frigo Elektrodrive in Ludesch. Foto: Hepha E-Bike

Während sich das Tal unter ihm ausbreitet, ordnet er im Kopf Projekte, kalkuliert Abläufe, spielt Linien durch. Die großen Sprünge entstehen nicht erst am Absprung, sondern in Momenten wie diesen. Hier oben formt sich, was spä ter in Filmen zu sehen ist oder bei Produktionen mit internationalen Partnern umgesetzt wird. Wenn er für Kampagnen wie jene mit Hugo Boss vor der Kamera steht oder an Bike-Filmprojekten arbeitet, ist jeder Move vorbereitet, jede Bewe gung geplant. Die Ruhe am Berg ist der Gegenpol dazu und zugleich die Grundlage. Sie erinnert ihn daran, wo alles begonnen hat.

ist der Frühjahrscheck keine Option, sondern Voraussetzung. „Am besten macht man das im Winter“, sagt er. „Dann steht das Bike bereit, wenn die ersten warmen Tage kommen.“

Frühling beginnt in der Garage Bevor David aber diese Strecke fährt, beginnt für ihn etwas anderes: ein kritischer Blick aufs Material. Über Monate verliert ein Reifen Luft. Die Kette trocknet aus. Im Antrieb sammelt sich Schmutz. „Dreck wirkt

„Ein typischer Fehler ist, das Rad einfach aus dem Keller zu holen und loszufahren.“

wie Schleifpapier.“ Wer nicht reinigt und ölt, erhöht den Verschleiß. Bremsen reagieren anders, Schrauben arbeiten minimal. Für ihn

Den professionellen Frühjahrscheck gibt es im Walgau gleich bei zwei Anlaufstellen: bei Metzler Wheels in Schlins, wo David selbst mitarbeitet und neben Werkstattservice ein großes Sortiment an Mountainbikes, E-Bikes und Rennrädern geboten wird, sowie bei Frigo Elektrodrive in Ludesch, ebenfalls mit umfassendem Service und breiter Auswahl rund ums Fahrrad.

Respekt vor dem, was trägt

David lebt vom Extremen. Von Sprüngen, die andere nicht einmal andenken. Doch wenn er über seinen Sport spricht, fällt ein Wort besonders oft: Respekt. „Respekt muss immer da sein.“ Vor dem Gelände. Vor dem Material. Vor dem eigenen Limit. Und genauso spricht er über den Walgau. Trails sind kein Selbstläufer. Akzeptanz entsteht nicht von allein. Rücksicht auf Wandernde, kein Müll, kein Querfeldein. „Man sollte nicht gegen die Natur arbeiten, sondern mit ihr, ganz egal wo auf der Welt!“

David hat internationale Sets erlebt, mit Kamerateams gearbeitet und Strecken befahren, die als Benchmark gelten. Und trotzdem kehrt er immer wieder hierher zurück – dorthin, wo sein größter Heimvorteil beginnt.

Tipps für deine Walgau-Runde

Strecke

Walgau-Radweg entlang der Ill, rund 50 km (Varianten kombinierbar), moderate Höhenmeter. Ideal für Einsteiger:innen, Familien und Trainingsrunden.

Highlight-Anstieg

Abzweigung Richtung Düns und Dünserberg für sportliche Fahrer:innen – gleichmäßiger Anstieg, aussichtsreiche Abfahrt mit Trail-Charakter.

Bike-Check vor dem Start

• Rad gründlich reinigen

• Kette und Antrieb säubern, neu ölen

• Bremsen prüfen

• Reifendruck kontrollieren

• Verschleißteile checken

Planung

• Route an die Gruppe anpassen

• Wetterentwicklung beachten

• Ausreichend Flüssigkeit mitnehmen

• Abkürzungen und Rückwege kennen

Fair unterwegs

• Rücksicht auf Wandernde nehmen

• Auf offiziellen Wegen bleiben

• Müll wieder mitnehmen

• Natur respektieren

So wird aus einer Ausfahrt mehr als nur

Bewegung: ein Stück Heimat auf zwei Rädern.

Fotos: PK Media, Belinda Bampi

20 JAHRE ST. JAKOB APOTHEKE

Seit zwei Jahrzehnten ist die St. Jakob Apotheke in Bludesch eine verlässliche Anlaufstelle in allen Fragen rund um Gesundheit im Walgau. 2026 feiert sie das Jubiläum mit Aktionen und Veranstaltungen.

Als Fabiola Morscher im August 2021 die Apothekenleitung von Karlheinz Worsch übernahm, brachte sie nicht nur fachliche Expertise, sondern auch frischen Wind und eine klare Vision mit. „Die Apotheke spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheitsversorgung im Ort“, sagt die studierte Pharmazeutin. Ihr Ziel:

„Die Gesunden gesund zu erhalten und die Kranken in ihrem Heilungsprozess bestmöglich zu unterstützen.“ Die Apotheke bietet allen Menschen im Ort einen niederschwelligen Zugang zur Gesundheitsversorgung –ohne Termin, persönlich und kompetent.

Vielseitige Beratungen

„Ein wichtiger Bestandteil ist unsere Beratungsfunktion“, erklärt Fabiola Morscher. Neben der klassischen Arzneimittelversorgung setzt sie gemeinsam mit ihrem

12-köpfigen Team stark auf Beratung: Reise- und Impfberatung, Unterstützung bei Allergien, individuelle Rezepturen oder Naturmedizin gehören ebenso dazu wie Still- und Kosmetikberatung. Viele Menschen suchten zuerst das Gespräch in der Apotheke, bevor sie eine Arztpraxis aufsuchen. Was sie an ihrem Beruf besonders schätzt, ist der direkte Kontakt mit den Menschen. „Es ist ein sehr sinnvoller Beruf, wo man den Menschen helfen kann“, betont die 35-jährige Pharmazeutin. Der persönliche Austausch, das Vertrauen und die oft langjährigen Beziehungen zur Kundschaft bereichern den Arbeitsalltag in der Apotheke.

Treffpunkt für Gesundheit

Zum Jubiläum unterstreicht die St. Jakob Apotheke einmal mehr ihre Rolle als le-

bendiger Treffpunkt für Gesundheit im Ort. Gemeinsam mit der Gemeinde Bludesch und der Arbeitsgruppe Soziales organisiert sie zwischen März und Oktober kostenlose Veranstaltungsformate zu Gesundheitsthemen. Zudem findet vom 23. bis 28. März eine Aktionswoche mit besonderen Angeboten und einer Tombola statt.

St. Jakob Apotheke Bludesch

Jubiläumsveranstaltungen

Samstag, 21. März, 18 Uhr Vortrag „Gesundheit als geistige/ persönliche Aufgabe“

Samstag, 25. April, 14-17 Uhr Workshop „Skin Talk –Hautpflege ohne Stress“

Samstag, 30. Mai, 14 Uhr Kräuterwanderung mit Charly Worsch Donnerstag, 15. Oktober, 18.30 Uhr Vortrag „Nur noch kurze Zeit –Wie/Wo bestmöglich leben?“

www.st-jakob.at

Fotos: St. Jakob Apotheke

FIRSTFEIER BEI RONDO FRASTANZ

Ein Meilenstein ist erreicht: Die Rondo Ganahl AG feiert die Fertigstellung des Rohbaus zur Erweiterung des Faserguss-Werkes.

Um der steigenden Nachfrage an nachhaltigen Verpackungen gerecht zu werden, erweitert die Rondo Ganahl AG die Produktions- und Lagerkapazitäten des FasergussWerkes am Stammsitz in Frastanz. Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Halle auf dem bestehenden Firmengelände starteten Ende August 2025, Ende Jänner 2026 wurde der Rohbau erfolgreich fertiggestellt.

Der Neubau schließt direkt an den derzeitigen Produktionsbereich für Faserguss an und fügt sich in Höhe und Gestaltung harmonisch in den Werksbestand ein. Die Erweiterung schafft Platz für die geplante Kapazitätssteigerung des jüngsten Geschäftsbereichs von Rondo. Nach Abschluss des Rohbaus folgen nun der Innenausbau, die Installation der Photovoltaikanlagen sowie die Aufstellung der neuen Fasergussmaschine. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für August 2026 vorgesehen.

Sencer Kurtulus, Leiter des Geschäftsbereiches Faserguss bei Rondo in Frastanz, freut sich über die erfolgreiche Fertigstellung des Rohbaus.

Sencer Kurtulus, Leiter Geschäftsbereich Faserguss bei Rondo, betont: „Unser Unternehmen investiert in die Zukunft und in die Region Vorarlberg. Der Hallenzubau und damit die Kapazitätserweiterung schaffen neue Arbeitsplätze und unterstützen die lokale Wirtschaft.“ Die Erweiterung bietet ideale Voraussetzungen, um den Ge-

Nachhaltig verpacken. Wirhaben

denDrehr aus!

We ll pa pp e-Ve rp ack un ge nu nd Fa se rg us s- Fo rm te il e.

Eine papier basie rteKomplet tlösungf ür Auße nundInnenve rpackung:100 %recyclingfä hig, maßgeschne ider t, fe de rleicht, robust undmit optimale mProduktschutz

Rondo Ganahl AG. Papier

schäftsbereich Faserguss bei Rondo weiter zu stärken und Kunden auch künftig maßgeschneiderte Konzepte für Innen- und Außenverpackungen zu bieten, die zu 100% recycelbar sind.

Weitere Informationen unter www.rondo-ganahl.com

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Foto: Rondo Ganahl

„DER FILM HAT ETWAS BEWEGT“

Mehr als ein Jahr ist vergangen, seit der Film „Husky Toni – Go ahead“ Kinopremiere feierte. Die Geschichte von Anton Kuttner hat die Menschen berührt und auch etwas bewirkt.

„Die positive Resonanz nach dem Film war das Schönste“, erzählt Anton Kuttner, besser bekannt als Husky Toni. Am 13. November 2024 feierte der Film von Regisseur Ulrich Grimm im Wiener Gartenbaukino Premiere, bevor er in Vorarlberger Kinos anlief. Viele Menschen im Ländle sahen die Geschichte des Bludescher Schlittenhundeführers – ehrlich, nah und berührend erzählt – über die Leinwand flimmern. Besonders bewegt hat Toni das Feedback von kranken Menschen: „Viele Krebspatienten sind auf mich zugekommen und haben sich bedankt. Der Film hat vielen Kraft gegeben.“ Heute, rund eineinhalb Jahre später, ist er sich sicher: „Der Film hat wirklich etwas bewegt.“

Freude und Hoffnung schenken Seit 1998 ermöglicht „Husky Toni‘s Kindertraum“ krebskranken Kindern und ihren Familien unbeschwerte Stunden in der Natur. Im Huskycamp am Bürserberg erleben jedes Jahr über 500 Menschen

eine kleine Auszeit von der Krankheit. Im Winter auf Kufen, im Sommer auf Rollen – immer an seiner Seite: seine Huskys. „Wenn Kinder unbeschwerte Momente erleben und für ein paar Stunden nicht ans Spital denken müssen, dann weiß

„Ich hatte so viel Glück im Leben. Auf diese Weise möchte ich etwas zurückgeben.“

Anton Kuttner „Husky Toni”

ich, warum ich das mache“, sagt Toni. Mit sieben Jahren erkrankte er selbst an Leukämie und überlebte dank einer Knochenmarktransplantation – als eines der ersten Kinder weltweit. „Ich hatte riesiges Glück“, erzählt der 54-Jährige.

Foto: Kathrin Hausberger

Dieses Glück empfindet er bis heute als seinen Auftrag.

Gemeinsam mehr erreichen „Es war wichtig, dass der Film Hoffnung vermittelt und unsere Arbeit sichtbar macht“, sagt Toni. Nach dem Film haben sich viele Vereine und Organisationen bei ihm gemeldet. Neue Kooperationen sind entstanden. „Gemeinsam kann man mehr erreichen“, ist Toni überzeugt. In Kooperation mit der Propstei St. Gerold ermöglicht er seit vergangenem Jahr Familienauszeiten, finanziert über Spenden. Bei der tiergestützten Therapie sind es neben den Pferden der Propstei die Huskys, die den Kindern Vertrauen schenken. „Tiere beruhigen die Kinder und geben ihnen Kraft“, sagt der Bludescher, der für sein Engagement 2023 mit dem Dr.-Toni-und-Rosa-Russ-Preis ausgezeichnet wurde.

Auszeit in Schweden

Nicht nur die Tschengla am Bürserberg ist Tonis Homebase – seit 26 Jahren zieht es ihn regelmäßig in den Norden Schwedens. „Die Ruhe und die Weite dort sind einzigartig“, schwärmt er. 2013 kaufte er ein Häuschen und errichtete mitten im Wald sein zweites Husky-Camp. Auch dorthin lädt er jährlich im Rahmen des „Kindertraums“ Familien mit erkrankten Kindern ein, die sich keinen Urlaub leisten können. Sein Engagement ist eine Herzenssache, aber emotional fordernd. „Wenn Kinder sterben, die ich kenne, nimmt mich das sehr mit“, gibt er zu. Im hohen Norden findet er Ausgleich: Mit seinen Huskys ist er manchmal tagelang allein in der Wildnis unterwegs. „Das ist Abenteuer und gleichzeitig pure Erholung“, erzählt Toni. In der Stille sammelt er Kraft. „Diese Auszeiten brauche ich“, sagt Husky Toni.

Ein Film über das Geben

Dass Toni Kinderträume wahrwerden lassen kann, verdankt er nicht nur den Ein-

nahmen aus Spenden und dem Huskycamp, sondern auch seiner Familie. „Ohne meine Familie hätte auch der Film nicht geklappt“, sagt er offen. Seine Frau Verena, seine Kinder und Enkelkinder stehen hinter ihm und unterstützen seine Projekte. Stillstand ist für Toni keine Option. Demnächst erscheint ein neues Kinderbuch über ihn und seine Huskys – eine Geschichte, die wie der Film Mut und Hoffnung schenken soll. Und auch der Film selbst wirkt weiter: Weltweit kann „Husky Toni – Go ahead“ mittlerweile auf Amazon Prime online gestreamt werden.

Warum Husky Toni das alles macht? „Ich hatte so viel Glück im Leben. Auf diese Weise möchte ich etwas zurückgeben“, sagt er. Sein Film hat etwas bewegt. Doch was wirklich zählt, passiert nicht im Kino. Es geschieht draußen in der Natur, wenn Familien mit Kindern den Alltag hinter sich lassen – und mit Toni und seinen Huskys fröhliche Momente erleben können.

Weitere Informationen unter www.husky-toni-kindertraum.at

Bürs
Fotos: Husky Toni

LIONS: HELFEN AUS ÜBERZEUGUNG

Am Sonntag findet in Nenzing das jungPHIL-Konzert statt, bei dem Jungtalente der Musikschulen des Bezirks aufspielen. Hinter dem Konzert für den guten Zweck steht der Lions Club Bludenz.

Lions gibt es überall: im Walgau bzw. in Bludenz – in ganz Vorarlberg, ja weltweit. Sie alle eint das Motto „We Serve“, also „Wir dienen“. Das geht zurück auf die Lions Clubs International, die weltweit größte ServiceClub-Organisation, gegründet 1917 von Melvin Jones in Chicago (USA). Das Ziel, über berufliche Interessen hinaus zu wirken und der Gemeinschaft zu dienen, gilt seit nunmehr fast 40 Jahren für die Löwen, auch beim Bludenzer Lions Club: Die Mitglieder legen die internationale Idee auf regionale Bedürfnisse um – mit rascher und persönlicher Hilfe, ohne unnötige Bürokratie.

Weltweit im Dienst der Gemeinschaft Der Bludenzer Club nahm 1987 seinen Anfang: Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits Lions Clubs in allen Vorarlberger Bezirkshauptstädten, nur Bludenz war ein weißer Fleck auf der Landkarte. Veith Loacker, Versicherungsdirektor bei der Allianz und Mitglied des Bregenzer Lionsclubs, brachte die Lions-Idee in die Region und beauftragte die beiden gut vernetzten Bludenzer Harald Zraunig (leider 2022 verstorben) und Ludwig Meier, Gleichgesinnte zu suchen. Sie gewannen rund 20 Engagierte für die Sache, darunter Persönlichkeiten wie Gerd Dörflinger, Rudi Lins oder Ferdinand Boss, sodass der Club am 20. Mai 1987 gegründet werden konnte. Der Rest ist Geschichte. Der Lions Club Bludenz hat sich zu einem bedeutenden Akteur im Bezirk entwickelt. Rund 30 Mitglieder mit den un-

terschiedlichsten Hintergründen schmieden bei monatlichen Treffen Ideen für die Region. Es handelt sich dabei aber nicht um eine elitäre Runde, sondern um einen Zusammenschluss von Menschen, die mit ihrer Arbeit und ihren Netzwerken Gutes bewirken wollen. Interessierte sind willkommen, um mitzuwirken oder sich einzubringen.

„Der Lions Club Bludenz steht im Dienst der Menschen in der Region – wir setzen uns für das Gemeinwohl ein und helfen rasch, unbürokratisch und persönlich.“

Dr. Gernot Sackl Präsident 2025/26

Der diesjährige Präsident des Bludenzer Clubs, Dr. Gernot Sackl, der im Juli 2025 Gerhard Krump nachfolgte und selbst Gründungsmitglied ist, erklärt: „Wir sind eine Gemeinschaft, die sich aktiv für das Gemeinwohl einsetzt – jeder mit seinen individuellen Fähigkeiten und Verbindungen. Unser Engagement basiert auf persönlicher Verantwortung. Wir helfen dort, wo Unterstützung dringend gebraucht wird und sonst niemand zuständig ist.“

Übergabe des neuen Dienstfahrzeugs von den Sponsoren (Lions Club Bludenz, Hämmerle Kaffee, Vögel Transporte und Sozialabteilung des Landes Vorarlberg) an das Team Sozialsprengel Blumenegg in Thüringen.

Hilfe, die ankommt Typisch sind Aktionen, die direkt vor Ort wirken. So hat der Club beispielsweise rund 30 Fahrzeuge für Krankenpflegevereine wie den KPV Bludenz und Bergrettungen mitfinanziert. Wenden sich Hilfsbedürftige oder Notleidende an den Club, werden sie mit Rat und Tat unterstützt. In der Vergangenheit wurden beispielsweise Therapien für Menschen aus der Region gefördert, dringende Ausbildungen ermöglicht oder notwendige Anschaffungen finanziert.

Seit über 30 Jahren fördert der Lions Club Bludenz Jugendorchester, zunächst im Rahmen der Bludenzer Neujahrskonzerte und seit 2022 im Rahmen der jungPHIL-Konzerte, der jungen Philharmonie des Vorarlberger Südens. Diese Veranstaltungen sind eine Synthese aus Talentförderung und Sozialem, der Erlös ermöglicht das karitative Wirken des Clubs. Junge MusikerInnen erhalten eine Bühne, während die Einnahmen direkt in regionale Projekte fließen – ein Gewinn für alle.

Der Lions Club Bludenz steht für echtes Gemeinwohl – von der schnellen Hilfe für Einzelpersonen bis hin zu nachhaltigen Initiativen. In einer Zeit und einer Welt, in der Selbstsucht und eigene Interessen oft im Vordergrund stehen, zeigen die Lions, dass gemeinsames Engagement Berge versetzen kann. Wer mithelfen möchte, findet beim Lions Club Bludenz offene Ohren und Türen, denn Helfen aus Überzeugung verbindet.

Lions Club Bludenz

Gründung 20. Mai 1987 (Patenclub: Bregenz)

Mitglieder Rund 30

Schwerpunkte Soziale Hilfen (Fahrzeuge für Krankenpflegedienste, individuelle Unterstützungen), Jugend- & Kulturförderung (jungPhil), Bildung, Umwelt

www.bludenz.lions.at

Foto: Fotoclub Feldkirch (Erhard Sprenger)

MUSIK IM WALGAU

Die Musikschule Walgau bildet Kinder und Jugendliche musikalisch aus und sorgt so für eine solide Grundlage für das Kulturleben in der Region.

Die Musikschule Walgau ist in elf Gemeinden tätig: die 44 Lehrenden unterrichten aktuell rund 1600 Schülerinnen und Schüler in Bludesch, Düns, Dünserberg, Frastanz, Göfis, Nenzing, Nüziders, Röns, Satteins, Schlins und Schnifis. Neben dem Instrumentalunterricht gibt es an der Schule auch zahlreiche Angebote für das gemeinsame Musizieren in großen und kleinen Grup pen, Orchestern, Bands und Chören.

Musik von Anfang an Für den Einstieg in den Musikunterricht gibt es an der Musikschule Walgau ein ausgereiftes Konzept. Kinder können ab einem Alter von zwei Jahren in Begleitung eines Elternteils am Elementaren Musizieren teilnehmen und bis zur Schulreife und zum Einstieg in den Instrumentalunterricht dann verschiedenste Kurse besuchen. Die Musikschule kooperiert auch mit den Volksschulen in der Region – in fast allen Mitgliedsgemeinden gibt es MusikKooperationsklassen, in denen Pädagog:innen der Musikschule den Musikunterricht für die Kinder in der ersten und zweiten Klasse gestalten. Eine davon ist Sarah Härtenberger. Das Singen hat in ihrem Unterricht viel Raum, zu Anfang und zum Beginn der Stunden steht jeweils ein Lied. „In der Faschingszeit haben wir uns zum Beispiel mit dem Thema „Piraten“ beschäftigt: Wir lernen gemeinsam ein thematisch passendes Lied, gestalten dazu Bewegungsspiele und erarbeiten coole Rhythmen, die wir auf Eimern spielen“, so die Pädagogin für Querflöte und Elementares

Musizieren. Härtenberger möchte mit „Spielliedern, Bodypercussion und Tänzen vor allem Freude am gemeinsamen Musizieren fördern und eine Grundlage dafür schaffen, eventuell ein Instrument zu erlernen“. Auf die Frage danach, was ihr am Unterricht am meisten Freude macht, antwortet sie: „mich begeistert am Unterrichten nicht nur die Musik selbst, sondern die Entwicklung von Menschen durch Musik. Zu sehen, wie jemand wächst – musikalisch und persönlich – ist für mich das Schönste an diesem Beruf.“

Mit Freude musizieren Konzerte und Aufführungen stellen für die Musikschüler:innen immer eine große Motivation dar – mit Freude können sie auch im Frühjahr bei den vielen Klassenkonzerten ihr Können unter Beweis stellen. Es sind an der Musikschule aber auch eine Reihe von größeren Konzerten geplant, bei denen das Publikum besonders abwechslungsreiche Aufführungen mit vielen verschiedenen Instrumenten, Gesang und Tanz erwarten. So etwa die Frühjahrsmatinee des Jugendorchesters jungPHIL am 22. März und das Jahreskonzert der Musikschule am 29. Mai, die beide im Ramschwagsaal in Nenzing stattfinden, oder das Konzert der Lehrenden am 14. Juni im Sonnenbergsaal in Nüziders.

Musikunterricht kennenlernen Seit diesem Frühjahr gibt es an der Musikschule ein neues Schnupperangebot mit

dem Titel #amolschnuppra. Kinder und Erwachsene können dabei in einer 20 Minuten langen Kurzstunde ihr Wunschinstrument kennenlernen.

Beim Tag der offenen Tür am 25. April im BIZ Hofen, Frastanz können Kinder und Erwachsene alle Instrumente ausprobieren und sich bei den Lehrenden über den Unterricht und die vielfältigen Zusatzkurse wie Chor, Band, Theorie, Dirigieren und Komposition informieren. Die Anmeldung zum Unterricht ist ab April über die Homepage der Schule möglich.

Musikschule Walgau

Ausgewählte Termine

WERBUNG

Sonntag, 22. März, 11 Uhr Frühjahrsmatinée mit jungPHIL – Orchester der 7 Musikschulen des Vorarlberger Südens, Nenzing, Ramschwagsaal Sonntag, 19. April, 11 Uhr Chor Matinée, Schnifis, Laurentiussaal Samstag, 25. April, 14 bis 17 Uhr Tag der offenen Tür, Frastanz, BIZ Hofen Freitag, 29. Mai, 18 Uhr Jahreskonzert der Musikschule, Nenzing, Ramschwagsaal Sonntag, 14. Juni, 11 Uhr Konzert der Lehrenden mit Brunch, Nüziders, Sonnenbergsaal Mittwoch, 24. Juni, 17 Uhr „Kroko Tarrap” – Zirkuslieder von Uli Führe, Kinderchor, Orchester und Tanz, Nenzing, Ramschwagsaal

Bazulstraße 2, 6710 Nenzing T 05525 62160 office@ms-walgau.at

www.musikschule-walgau.at

Fotos: Musikschule Walgau

SPIEL, SATZ UND SIEG

In Hongkong geboren, im Walgau aufgewachsen und sportlich erfolgreich in Florida. Tennishoffnung Sydney Stark (18) aus Bürs geht ihren Weg, und sie geht ihn zielstrebig.

So ist die Studentin mit ihrem Tennisteam vom Hillsborough Community College amtierender Titelträger der nationalen JuniorCollege-Meisterschaft (NJCAA). Im Zuge dessen wurde Sydney sogar eine besondere Ehre zuteil: Sie wurde 2025 zum „Rookie of the Year“ (bester Neuling des Jahres) gewählt. Es war der Höhepunkt einer herausragenden Saison. „Diese Auszeichnung hat mich besonders gefreut. Sie zählt zu den größten Erfolgen meiner noch jungen Karriere“, so die 18-Jährige sichtlich stolz.

Talent bereits früh erkannt Sydney wurde in Hongkong geboren, da ihr Vater Tobias Stark aus beruflichen Gründen lange dort lebte. Bereits im Alter von vier Jahren begann sie mit dem Tennissport und wurde zunächst von Coach Steve Yang betreut. Im Alter von zehn Jahren wurde die Walgauerin dann sogar für das Nationalteam von Hongkong nominiert. Der erste größere Schritt in eine verheißungsvolle Karriere. 2018 zog die Familie nach Bürs, wo sie ihre sportliche Laufbahn fortsetzte. Das Tennistalent schloss sich dem TC Bludenz an und spielte bereits mit 13 Jahren in der Damen-Bundesliga. In diesem Alter eine beachtliche Leistung. Parallel dazu war Sydney auch im Kader des

„Die aktuelle Saison ist bereits sehr gut angelaufen. Unser Fokus liegt auf den ,Nationals‘. Wir wollen dort auch heuer wieder erfolgreich agieren.“

Sydney Stark Tennishoffnung

österreichischen U14-Nationalteams. 2024 ging es dann nach Florida, wo sich gleich die nächsten Erfolge einstellten. Derzeit bereitet sie sich mit ihrem Team auf die nächsten nationalen Meisterschaften vor, bei denen sie ihren bislang größten sportlichen Erfolg bestätigen will.

Spannende College-Zeit

Neben ihrem sportlichen Engagement genießt Sydney das College-Leben in vollen Zügen. „Das Leben im ,Sunshine State‘ ist natürlich aufregend. Ich genieße die

Sydney und Tenniskolleginnen mit dem Meisterschaftsring.

Zeit mit den vielen Freunden, die ich hier gewonnen habe.“ Dazu zählen unter anderem Besuche renommierter Tennisturniere wie der Miami Open sowie der Besuch eines Spiels der Tampa Bay Lightning, eines NHL-Teams aus der höchsten und weltweit führenden Eishockeyliga, oder vom Baseball-Team der Tampa Bay Rays.

Im Sommer nach Hause zur Familie

Die Zeit von Mitte Juni bis Mitte August wird Sydney in Vorarlberg verbringen. „Ich freue mich bereits auf meine Familie“, so Sydney, die ihre Zeit in heimischen Gefilden in vollen Zügen genießen will und sicherlich das eine oder andere Mal auf dem Tennisplatz in Bludenz zu sehen sein wird. Dann freut sie sich auch wieder auf den Walgau, mit dem sie viele großartige Erinnerungen verbindet. „Die Bergkulisse mit dem Blick auf die Alpen gehört dabei genauso dazu wie die Zeit mit den Freunden oder der Besuch der Sportmittelschule in Nenzing“, erzählt sie.

Nach ihrem Ländle-Besuch steht mit dem Wechsel an die University of North Florida die nächste Herausforderung an. Dort beginnt sie ein Studium im Sportmanagement und steigt im sportlichen Bereich in die nächsthöhere Leistungsstufe auf.

Bei den Damen Fuß fassen Nach ihrer Zeit im Ländle geht es dann wieder zurück in die Staaten, wo Sydney weiter an ihrer beruflichen und sportlichen Karriere feilen wird. Die gesteckten Ziele für die Zukunft sind klar definiert. „Ich möchte so viele Turniere wie möglich gewinnen und in Zukunft auch im Profitennis bei den Damen Fuß fassen“, gibt die selbstbewusste junge Frau die persönliche Marschroute vor.

Sydney steht dabei exemplarisch für eine junge Generation von Athletinnen, die Talent, Disziplin und internationale Erfahrung vereinen. Zwischen Vorarlberg und

Florida arbeitet sie konsequent an ihrer sportlichen und beruflichen Weiterentwicklung.

Sportliche Erfolge – Sydney Stark

2024 ITF World Tennis Tour Juniors –J60 Belfast, GBR

Doppel: Turniersieg (1. Platz – erster internationaler U18-Titel)

2024 Juniors – J60 Bludenz, AUT Doppel: Turniersieg (1. Platz – Titelgewinn beim Heimturnier)

2024 ITF World Tennis Tour Juniors –J30 Limassol, CYP

Einzel: Achtelfinale erreicht; Doppel: Halbfinale erreicht

2025 ITA Junio/Community College Championships (USA) College-Tennis: ITA Cup – 4. Platz im Einzel (landesweites JUCO-Finalturnier); Doppel auf Rang 1 der landesweiten Junior-College-Rangliste. Gewinn der NJCAA-TeamMeisterschaft mit HCC und Auszeichnung als „National Rookie of the Year”

Sydney feiert mit ihrem Team die Meisterschaft.
Zu Gast beim NHL-Klub Tampa Bay Lightning.
Als 12-jährige im Einsatz für den TC Bludenz. Zu Besuch bei den Miami Open.
Sydney beim Aufschlag.
Fotos: Sydney Stark
Foto: Stiplovsek

VOM BUBENTRAUM

ZUR FEUERWEHROLYMPIADE

Schon als Kind wollte Florian Mähr zur Feuerwehr und Wettkämpfe gewinnen. Nun bereitet er sich mit der Wettkampfgruppe Düns auf das internationale Kräftemessen in Eisenstadt vor.

Seit 27 Jahren ist Florian Mähr bei der Feuerwehr. Mit zwölf ist der heute 39-Jährige in die Feuerwehrjugend eingetreten und dann mit 16 in den Aktivstand gewechselt. „Ich wollte schon von klein auf zur Feuerwehr“, erinnert sich der Dünser. Entfacht wurde seine Begeisterung von zahlreichen Familienmitgliedern, die schon bei der Wehr waren.

Doch Florian hat als Kind nicht nur davon geträumt, Feuerwehrmann zu werden, sondern auch davon, Erfolge bei Wettkämpfen zu feiern und beim Vorarlberger Landesfeuerwehrleistungsbewerb das Finale um den „Goldenen Helm“ zu gewinnen. 2024 hat er sich diesen Traum gemeinsam mit seinen Kameraden von der Wettkampfgruppe Düns erfüllt. Zuvor waren 21 Jahre ohne Sieg vergangen. Umso größer war schließlich die Freude. Im Jahr darauf gelang sogar die Titelverteidigung.

1963 erstmals dabei

Gemeinsam mit Florian Mähr haben auch Mario Egger und Manuel Reiter den ganzen langen Weg zum „Goldenen Helm“ zurückgelegt. Die übrigen Mitglie -

der der neunköpfigen Gruppe stießen im Lauf der Jahre dazu. Mit ihren Leistungen bei den Landesbewerben haben sich die Feuerwehrmänner auch für die Internationalen Feuerwehrbewerbe – Feuerwehrolympiade genannt – qualifiziert. Bereits 1963 war eine Dünser Wettkampfgruppe bei dem Bewerb vertreten. Im Juli findet das internationale Kräftemessen

im burgenländischen Eisenstadt statt. Die Dünser stecken derzeit mitten in den Vorbereitungen dafür. Drei oder vier Mal pro Woche wird trainiert. Auf dem Programm steht einerseits ein Löschangriff. Andererseits muss auch ein Staffellauf mit Hindernissen bewältigt werden. Gefordert sind Geschick, Koordination und körperliche Fitness.

Düns

Training im Waldstadion Zu diesem Zweck arbeiten die Feuerwehrmänner mit Hans-Jürgen Steiner zusammen. Er ist nicht nur Obmann der Raiffeisen Turnerschaft Gisingen, sondern coacht auch zahlreiche Sportlerinnen und Sportler. Im Gisinger Waldstadion bereitet er die Dünser körperlich auf den Bewerb vor.

Der Coach ist begeistert von der Arbeit seiner Schützlinge. „Es gibt keinen Unterschied zum Training mit Sportlerinnen und Sportlern“, sagt er. Auch die Leichtathletinnen Verena Wiederin und Yaël Langer, die ebenfalls von Steiner trainiert werden, absolvieren einmal pro Woche gemeinsam mit der Wettkampfgruppe die Übungen. Yaël zeigt sich besonders vom Einsatz der Gruppe beeindruckt.

Auch Physiotherapeut Stefan Domig, fachlicher Leiter der Körperwerkstatt Physiotherapie in Sulz, betreut die Gruppe. Für die

AUSGELERNTE FRISÖRIN GESUCHT...

Teilnahme an den Internationalen Feuerwehrbewerben können die Dünser zudem auf die Unterstützung zahlreicher Sponsoren zählen.

Verständnisvolle Familien

Dankbar sind sie auch dem Landesfeuerwehrverband und der Firma Tschabrun in Rankweil. Beim Verband durften sie die Gerätschaften für den Staffellauf deponieren und dort auch üben. Bei Tschabrun durften die Feuerwehrmänner in der kalten Jahreszeit in einer Halle trainieren. Ebenso wichtig sind für die freiwillig Engagierten verständnisvolle Arbeitgeber und Familien. „Ohne sie wäre all das nicht möglich“, sagt Gruppenkommandant Mario Egger.

Als Ziel für den Bewerb im Juli haben sich Florian und seine Kollegen eine Top-Platzierung gesetzt. Vor allem wollen sie aber eines: „Vorarlberg gut auf der internationalen Bühne vertreten.“

Foto.
Feuerwehr
Düns
Fotos: Michael Steinlechner

NAHVERSORGUNG – VERBUNDEN

MIT HERZ UND VERANTWORTUNG

Sie sorgen für Strom, Wärme und digitale Verbindungen – und sind zugleich tief in ihrer Heimat verwurzelt. Bei den E-Werken Frastanz verbinden sich technische Kompetenz, regionale Verantwortung und persönliches Engagement zu einer Nahversorgung, die weit über Infrastruktur hinausgeht.

Seit über 115 Jahren versorgen die E-Werke Frastanz die Region mit Strom aus Wasserkraft. Auf diesem Fundament hat sich die Nahversorgung kontinuierlich weiterentwickelt: Heute stehen Biowärme inklusive Nahwärmenetz, Strom aus Wasserkraft mit eigenem Stromverteilnetz sowie digitale Nahversorgung mit Kabelfernsehen, Internet und Streaming über das eigene Glasfasernetz für eine moderne regionale Infrastruktur. Rund 80 Mitarbeitende sorgen täglich dafür, dass diese Versorgung zuverlässig funktioniert und stetig weiterentwickelt wird.

Zwei davon sind Andreas Gaßner (Leitung Stromverteilnetz & Energieerzeugung) und Martin Schmölzer (Leitung Technik Digitale Nahversorgung) bei den E-Werken Frastanz. Beide haben ihre Laufbahn mit einer Lehre im Unternehmen begonnen –und sind bis heute eng mit dem Ort und seinen Menschen verbunden. Die Lehre gilt als Fundament für Entwicklungsmöglichkeiten bis in Führungspositionen. Das Unternehmen setzt bewusst auf eigene

Fachkräfte und pflegt einen familiären, vertrauensvollen Umgang.

„Es macht mich stolz, die Verantwortung über die Energieversorgung meiner Heimatgemeinde und umliegende Regionen zu haben. Viele unserer Kundinnen und Kunden kenne ich persönlich“, erzählt Andreas Gaßner.

Für Martin Schmölzer zählt auch das Glasfasernetz zur Grundversorgung. „Wir sichern damit Lebensqualität, Arbeitsplätze und Zukunftsfähigkeit. Es ist die Basis, damit zentrale Einrichtungen und Aufgaben in den Gemeinden zuverlässig funktionieren“, ergänzt Martin. Der Schritt in Richtung Glasfaser war damals echte Pionierarbeit – und erweist sich heute als zukunftsweisende Entscheidung.

Einsatzbereitschaft und klare Kommunikation

Diese Nähe zur Region zeigt sich auch im ehrenamtlichen Engagement: Andreas Gaßner und Martin Schmölzer sind seit

Jahren bei der Feuerwehr aktiv, viele weitere Mitarbeitende der E-Werke ebenfalls. Einsatzbereitschaft und Teamgeist prägen auch ihre berufliche Haltung.

„Wir sichern damit Lebensqualität, Arbeitsplätze und Zukunftsfähigkeit. Es ist die Basis, damit zentrale Einrichtungen und Aufgaben in den Gemeinden zuverlässig funktionieren.“

Martin Schmölzer Leitung Technik Digitale Nahversorgung

„Gerade bei Einsätzen sieht man, wie entscheidend funktionierende Kommunikation und klare Abläufe sind“, sagt Martin. Die unmittelbare Rückmeldung aus Feuerwehr und Vereinsleben schärft den Blick

dafür, welche Lösungen im Alltag wirklich gebraucht werden. Nahversorgung wird so zur Gemeinschaftsaufgabe – getragen von Menschen, die hier leben und Verantwortung übernehmen.

„Eine zuverlässige Versorgung ist im Alltag selbstverständlich – bis etwas einmal nicht funktioniert. Wenn z. B. digitale Dienste ausfallen, trifft das oft sofort Privathaushalte, Betriebe und die Gemeinde. Wir überlassen dabei nichts dem Zufall: Mit klaren Abläufen und einem eingespielten Team können wir Probleme meist innerhalb weniger Minuten eingrenzen und beheben“, so Martin.

Stark in die Zukunft

Wie sich Energie- und digitale Nahversorgung weiterentwickeln? Die nachhaltige Energieerzeugung ist im Wandel: „Es wird heute schon viel Energie durch PV-Anlagen selbst produziert. Unsere Aufgabe ist es, diese sicher und nachhaltig ins Stromnetz zu integrieren“, sagt Andreas Gaßner. Gemeinsam mit seinem Team macht

„Es macht mich stolz, die Verantwortung über die Energieversorgung meiner Marktgemeinde und umliegende Regionen zu haben. Viele unserer Kundinnen und Kunden kenne ich persönlich.“

Andreas Gaßner

Leitung Stromverteilnetz und Energieerzeugung

er das Netz fit für die Zukunft und treibt auch den Ausbau der Biowärme im Ortskern voran – mit intelligenter Planung und Steuerung zur Sicherung der Versorgung.

„Mit einer durchgängigen Glasfaserverbindung bis ins Gebäude schaffen wir eine Plattform mit langfristigen Leistungsreserven und stabiler Qualität“, erklärt Martin Schmölzer. Seine Vision: eine Versorgung, die im Alltag kaum auffällt, weil sie

zuverlässig, flächendeckend und transparent funktioniert. So entsteht in Frastanz eine verlässliche Grundlage für Sicherheit und Entwicklung – getragen von Menschen, die Verantwortung für ihre Region übernehmen.

FELLENGATTER BAUT ZUKUNFT

Der Rohbau steht, die Fenster sitzen, und im Inneren wird bereits mit Hochdruck an den Details gefeilt: In Frastanz-Fellengatter nimmt das neue Bildungszentrum Form an.

Das architektonische Konzept vereint künftig Kleinkindbetreuung, Kindergarten und Volksschule unter einem gemeinsamen Dach. Terrassenartig schmiegt sich der Bau in den Hang – ein Zusammenspiel aus ineinandergreifenden Ebenen und Sichtachsen, die für natürliche Orientierung sorgen.

Herzstück des Entwurfs ist das „Schulplateau“. Dieser großzügige Vorplatz ist weit mehr als nur ein Pausenhof; er fungiert als Treffpunkt und Veranstaltungsraum für den ganzen Ortsteil. Statt eines abge schlossenen Komplexes entsteht hier ein offenes Zentrum, das durch Transparenz und Durchlässigkeit besticht. Dennoch kommen die Rückzugsorte nicht zu kurz: Unterschiedliche Zonen bieten den verschiedenen Altersstufen genau den geschützten Raum, den sie zum Lernen und Wachsen brauchen.

Ein Gemeinschaftswerk für Generationen

Die Marktgemeinde investiert rund 20,0 Millionen Euro in dieses Großprojekt, dessen Fertigstellung für Herbst 2026 geplant ist. Für Bauamtsleiter Ing. Robert Hartmann ist das Zentrum vor allem ein Symbol für gelungene Kooperation: „Hinter jedem Baufortschritt stecken viel Einsatz und gute Zusammenarbeit – darauf können wir stolz sein“, betont er. Es ist das Ergebnis eines präzisen Zusammenspiels aus vorausschauender Planung, solidem Handwerk und kommunaler Verantwortung.

Schnelle Turnschuhe Während drinnen die Profis messen und hämmern, wächst draußen die Vorfreude der künftigen Schüler:innen. Die sechsjährige Juli wird nächstes Jahr in Fellengatter die zweite Klasse besuchen. Für sie ist die Baustelle derzeit noch ein riesiges Rätselraten. „Ich freue mich am

meisten auf meinen Klassenraum – einfach, weil ich noch gar nicht weiß, wie der aussieht“, verrät sie. Jeder Raum ist für sie aktuell noch ein kleines architektonisches Geheimnis, das darauf wartet, gelüftet zu werden.

Besonders hoch im Kurs steht bei ihr die neue Turnhalle. Dort möchte sie „ganz schnell rennen und neue Spiele ausprobieren“. Auch der neue Schulweg wird deutlich kürzer ausfallen. „Dann kann ich mit meinen Freundinnen zusammen gehen“, erzählt sie.

Ein lebendiger Ort Zwischen Bauplänen und Beton mischt sich genau das, was ein solches Projekt am Ende ausmacht: Erwartung. Es ist die Vorstellung, dass diese Räume bald mehr sein werden als nur Wände und Decken. Wo heute noch Kabel hängen und Estrich trocknet, werden ab Herbst 2026 Kinderstimmen, eilige Schritte und neue Geschichten den Takt angeben. Was als Baustelle begann, wird so zum lebendigen Ort, an dem eine neue Generation ihre ersten großen Schritte macht.

©StephanieHerweg

FRASTANZ FEIERT DIE ERFOLGE UND

DAS ENGAGEMENT DER VEREINE

Am Donnerstag, dem 5. März 2026, versammelten sich die Frastanzer Vereine im Adalbert-Welte-Saal, um gemeinsam auf ein Jahr voller Einsatz, Leidenschaft und Erfolg zurückzublicken.

Die Gemeinde nutzte den Anlass, um sowohl Sportler(innen) und Funktionärinnen und Funktionäre zu ehren und den über 70 Vereinen in der Marktgemeinde ihren Dank auszusprechen. Bürgermeister Walter Gohm brachte es auf den Punkt: „Vereine bringen Menschen zusammen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Bildung. Dieses Miteinander macht Frastanz lebendig und stärkt unser gesellschaftliches Fundament.“

Herausragende Leistungen des Sportjahres 2025 Für Figl Fan Frastanz brillierten Maximilian Hämmerle, Jonathan Hämmerle sowie Benjamin Gstach mit Landesmeistertiteln im Firngleiten; Gstach ergänzte seine Erfolgsserie um einen dritten Platz bei der Österreichischen Meisterschaft sowie einen weiteren Landesmeistertitel im Shortcarving. Catalina Dohr vom Wintersportverein (WSV) Fellengatter feierte Spitzenplätze in Slalom und Riesentorlauf auf Landes- und Bundesebene. International erfolgreich war Nick Romeo Hechenberger, der für den Bogenschützenclub (BSC) Bludenz bei der IFAA World Bowhunter Archery Championship in Südafrika den Weltmeistertitel holte. Die Formation des Akrobatik und Showtanz Verein (ASTV) Walgau holte beim Dance World Cup in Spanien den Vize-Weltmeistertitel. Stellvertretend für das gesamte Team wurden die Tänzerinnen geehrt, die diesen Erfolg mittrugen: Lisa Köck, Emilia Niederbacher, Giovanna Niederbacher, Lina Pfeffer, Jana Kokot und Nora Kiemayer. Im

Tennis durfte Stefanie Salomon vom TCFrastanz-Satteins ihren Österreichischen Meistertitel im Mixed Doppel feiern.

Vizebürgermeisterin Michaela Gort würdigte diese Leistungen: „Beeindruckend, mit welcher Leidenschaft und Ausdauer unsere Sportlerinnen und Sportler ihre Ziele verfolgen.“

Ehrenamt als Fundament des Vereinslebens

Auch das Ehrenamt stand im Mittelpunkt: Der Trachtenverein Frastanz zeichnete Andrea Debortoli für zehn Jahre als Schriftführerin und Jutta Merz für ihre langjährige Tätigkeit als Obfrau aus. Beim Schiklub Frastanz wurde Heinz Menke für zehn Jahre als Kassier geehrt, während Maria Tonetti seit zwölf Jahren als Kassierin im Pensionistenverband Frastanz tätig ist. Der Sportverein Frastanz würdigte das Engagement von Markus Pedot als langjähriger Vereins-Ob-

mann. Die Schützengilde Frastanz hob Sabine Messner-Wachter für ihre Tätigkeit als Schriftführerin und Kassierin hervor. Zudem ehrte der UTTC Frastanz seine langjährigen Mitglieder: Helmut Ruppert, der dem Verein seit 1967 angehört, Hans Entner, der seit 1965 in unterschiedlichsten Funktionen Verantwortung trägt, sowie Rudi Hatzl, der seit 1968 zahlreiche leitende Aufgaben übernommen hat. Ein ehrwürdiger Gast des Abends war Josef Beck, der die Fraschtner Bühne seit 1979 als Gründungsmitglied und Spielleiter mitgestaltet.

Ausschussobmann Lukas Debortoli betonte ihre Bedeutung: „Ohne euch gäbe es kein Vereinsleben. Ihr seid die tragenden Säulen unseres Miteinanders.“

Das Engagement aller Vereine ist für die Vielfalt der Marktgemeinde Frastanz unverzichtbar und verdient Anerkennung.

Fotos: Marktgemeinde Frastanz

REPARIEREN STATT WEGWERFEN

Fabian Schnetzer hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Mit seinem Unternehmen iReplaceIT setzt der 36-Jährige in Nenzing auf Sofortreparaturen und nachhaltige Lösungen.

Fabian Schnetzer ist ein alter Hase in der Reparatur von Smartphones, Tablets oder Laptops. Obwohl er erst 36 Jahre alt ist, hat er langjährige Erfahrung darin, defekte Geräte wieder funktionsfähig zu machen. „Ich habe schon während meiner Schulzeit in der HTL damit angefangen, an Smartphones herumzuschrauben“, erzählt er. Bald fragten Freunde, ob er ihre Geräte reparieren könne. Damit war der Grundstein für seinen späteren Karriereweg gelegt.

Schritt in die Selbstständigkeit

Nach der Schule studierte Fabian erst einmal Wirtschaft und schloss den Master in Wirtschaftsinformatik ab. Nach einem Dreivierteljahr in einem IT-Unternehmen stand für ihn fest: „Das ist nichts für mich.“ 2016 folgte daher der Schritt in die Selbstständigkeit.

Ganz klein – von zu Hause aus – hat er damals angefangen. Das Risiko war überschaubar. „Ich brauche ja keine großen Maschinen. Ich brauche ein Werkzeugset und vielleicht Ersatzteile.“ Zudem hatte er sich bereits einen Kundenstamm aufgebaut.

Im umkämpften Markt der Handyreparaturen hebt sich der 36-Jährige mit iReplaceIT vor allem durch Sofortreparaturen ab. Während es bei anderen Anbietern oft dauert, bemüht sich Fabian, Defekte direkt zu beheben. Das braucht Erfahrung und zuverlässige europäische Lieferanten. Ersatzteile, die nicht lagernd sind, erhält er innerhalb von

zwölf Stunden. Seine Kundschaft kommt vor allem durch Mundpropaganda. Ein Großteil sind Privatpersonen, aber Fabian arbeitet auch mit Unternehmen zusammen.

Nachhaltigkeit im Fokus

In die Zukunft blickt der Unternehmer mit klaren Ideen: Besonders der Markt

für seriös generalüberholte Geräte bietet aus seiner Sicht Potenzial. Die meisten sogenannte „refurbished“-Anbieter tauschten komplette Gehäuse durch günstige Kopieteile aus, statt nur tatsächlich defekte Komponenten zu ersetzen. Das führe schneller zu Folgeschäden und widerspreche dem Nachhaltigkeitsgedanken.

Bei iReplaceIT bietet Fabian jetzt schon Geräte an, bei denen tatsächlich nur defekte Teile mit hochwertigen Komponenten ersetzt werden. Denkbar wäre aus seiner Sicht auch eine Ausweitung auf Unternehmen. Dafür wären jedoch zusätzliche Mitarbeitende und Investitionen notwendig. Noch ist das Zukunftsmusik, die Ideen liegen aber bereit.

iReplaceIT

Bahnhofstraße 33 6710 Nenzing T 0650 3143 111 office@ireplaceit.at www.ireplaceit.at

Fotos: Michael Steinlechner

50 JAHRE ZUKUNFT IM WALGAU

Seit 50 Jahren ist Liebherr im Walgau fest verwurzelt. Was 1976 mit einer Standortentscheidung begann, ist heute eine Erfolgsgeschichte aus Innovationskraft, Verantwortung und einem klaren Bekenntnis zu den Menschen und zur Region.

Seit fünf Jahrzehnten ist Liebherr in Nenzing mehr als ein Arbeitgeber. Das Unternehmen steht für technische Exzellenz, wirtschaftliche Stabilität und vor allem für die Menschen, die diese Entwicklung Tag für Tag möglich machen. Das Jubiläum markiert nicht nur ein beeindruckendes Kapitel der Unternehmensgeschichte, sondern auch ein klares Versprechen für die Zukunft. Als 1976 die Entscheidung für den Standort im Walgau fiel, war dies ein bewusstes Bekenntnis zur Region, zu ihren Menschen und zu ihrem Potenzial. Was mit dem Aufbau einer Produktionsstätte begann, entwickelte sich in den vergangenen 50 Jahren zu einer nachhaltigen Erfolgsgeschichte – getragen von Innovationsgeist, unternehmerischem Weitblick und dem Engagement tausender Mitarbeitender.

Von Anfang an standen nicht nur Maschinen und Technologien im Fokus, sondern vor allem der Mensch. Bereits in den ersten Jahren wurden Fachkräfte ausgebildet, Arbeitsplätze geschaffen und langfristige Perspektiven eröffnet. Heute zählt Liebherr zu den bedeutendsten und größten Arbeitgebern in der Region.

Menschen im Mittelpunkt

Der Standort hat sich im Laufe der Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Produktbereiche kamen hinzu, Strukturen wurden ausgebaut, internationale Märkte erschlossen. Gleichzeitig blieb die regionale Verankerung stets ein zentrales Element. Die Wertschöpfung erfolgt zu einem großen Teil vor Ort, Kooperationen mit regi-

onalen Betrieben stärken den Wirtschaftsraum, und die Ausbildung junger Menschen sichert Fachkräfte für die Zukunft.

Ein wesentlicher Pfeiler dieser Entwicklung ist die Lehrlingsausbildung. Seit Jahrzehnten bietet Liebherr jungen Menschen eine fundierte Ausbildung in technischen und kaufmännischen Berufen. Viele von ihnen bleiben dem Unternehmen verbunden – nicht selten führt der Weg vom Lehrling zum Spezialisten oder zur Führungskraft. Ergänzt wird dies durch gezielte Weiterbildungsangebote und ein Arbeitsumfeld, das Eigenverantwortung und Entwicklung fördert.

Stabilität und Perspektive

Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erwies sich Liebherr als verlässlicher Arbeitgeber. Investitionen in Infrastruktur, neue Technologien und sichere Arbeitsplätze

unterstreichen den langfristigen Anspruch. Die Kombination aus internationaler Ausrichtung und regionaler Bodenständigkeit bildet dabei das stabile Fundament des Erfolgs.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Das Jubiläum ist daher mehr als ein Rückblick. Es ist ein Dank an alle, die diesen Weg mitgestaltet haben, und zugleich eine Einladung an jene, die Teil dieser Geschichte werden möchten. Gefeiert wird das 50-jährige Bestehen beim Tag der offenen Tür am Samstag, den 27. Juni 2026 Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die Arbeitswelt, lernen beeindruckende Baumaschinen kennen, entdecken innovative Technologien sowie nachhaltige Lösungen und erleben hautnah, was Liebherr als Arbeitgeber auszeichnet. Alle Informationen finden sich unter www.liebherr. com/50jahre-nenzing

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Fotos: Liebherr Nenzing
1979: Der Standort Nenzing in den Anfangsjahren.
1999: Gemeinsam einen Meilenstein feiern – Mitarbeitende markieren die Auslieferung des 1.000sten Raupenkrans aus Nenzing.

„DER NENZINGER HIMMEL IST EIN SEHNSUCHTSORT“

Clara Kessler hat den magischen Ort im Walgau zum Thema ihrer Diplomarbeit gemacht. Daraus ist das Buch „Der Nenzinger Himmel. Geschichte, Gegenwart und Zukunft“ entstanden.

Warum hast du den „Nenzinger Himmel” als Thema für deine Diplomarbeit ausgesucht?

Clara Kessler: Die Themenwahl ist aus meinem persönlichen Bezug entstanden. In meiner Kindheit verbrachte unsere Familie mehrere Sommer dort. Die Idee dafür kam ursprünglich von meiner Oma, ihr ist daher auch das Buch gewidmet. Aus dieser Verbindung entwickelte sich dann mein Interesse, den Ort zu untersuchen.

Welche thematischen Kernbereiche behandelt das Buch, und wie lassen sie sich in wenigen Sätzen skizzieren?

Clara Kessler: Das Buch beschäftigt sich zunächst mit der geschichtlichen Entwicklung und geht der Frage nach, was das Tal bis heute ausmacht. Ein Schwerpunkt liegt auf jenen Strukturen, die das Orts- und Landschaftsbild bestimmen. Darauf aufbauend wird ein Blick in die Zukunft geworfen: Wie kann sich der Ort weiterentwickeln, ohne seinen Charakter zu verlieren? Das Zukunftsbild soll dabei Impuls für einen gemeinsamen Diskurs sein.

Was macht den „Nenzinger Himmel” so speziell?

Clara Kessler: Der Nenzinger Himmel zeigt: Ein Ort muss nicht immer wachsen, um zukunftsfähig zu sein. Während sich andere Regionen stark verändert haben, ist hier vieles geblieben, wie es früher einmal war. Gerade in ländlichen Regionen steckt oft viel zunächst unsichtbare Innovationskraft. Für viele Menschen in Vorarlberg ist er deshalb Sehnsuchtsort und ein besonderes Anliegen. Vor allem die abgeschiedene Lage, die bis heute starke

Alpwirtschaft und die gemeinschaftliche Verwaltung haben Ausweitungen begrenzt und prägen bis heute die Atmosphäre des Tals.

Etwas provokativ: Ist der „Nenzinger Himmel“ noch alpine Kulturlandschaft oder steht das Gebiet durch Tourismus und Nutzungsdruck vor einem Kipppunkt?

Clara Kessler: Der Nenzinger Himmel ist nach wie vor eine über Jahrhunderte gewachsene alpine Kulturlandschaft. Doch auch sie ist vom Transformationsdruck betroffen. Aktuell erleben wir einen sensiblen Moment: Der notwendige Infrastrukturausbau ist nachvollziehbar, kann aber auch neue Dynamiken auslösen. Entscheidend ist, ob es gelingt, Entwicklungen so zu gestalten, dass sie das Bestehende stärken.

An Frage vier anknüpfend: In welchem Spannungsfeld bewegen sich Naturschutz, Alpwirtschaft und sanfter Tourismus – und welche konkreten planerischen Eingriffe sind notwendig, um

diese Interessen auszubalancieren bzw. zu bewahren? Was wären diesbezüglich deine Visionen?

Clara Kessler: Hier besteht ein sensibles Gleichgewicht: Der Naturschutz sichert die ökologischen Grundlagen, die Alpwirtschaft erhält die Kulturlandschaft, der Tourismus bringt wirtschaftliche Ergänzung. Spannungen entstehen dort, wo die Nutzung intensiver wird. Deshalb braucht es klare planerische Leitplanken, wie etwa den Fokus auf die Sanierung bestehender Gebäude zu legen, statt neue Hütten zu bauen.

Was sind deine (Kindheits-)Erinnerungen an den „Nenzinger Himmel”?

Clara Kessler: Ich komme ursprünglich aus Feldkirch, also gar nicht so weit von Nenzing entfernt. Als Kind wirkte der Nenzinger Himmel durch die lange, kurvige Fahrt ins Tal jedoch unglaublich weit weg und dadurch umso magischer. Auch dass am Morgen plötzlich die Kühe direkt vor der Hütte auf der Wiese stehen. Das erlebt man nicht jeden Tag.

Wie oft bist du heute noch vor Ort?

Clara Kessler: Seit meinem Umzug nach Zürich bin ich dem Nenzinger Himmel wieder näher als während meines Studiums in Wien und kann öfter hinfahren. Im Mai werde ich dort ein paar Tage verbringen, worauf ich mich sehr freue.

Information

Das Buch ist beim Bürgerservice der Marktgemeinde Nenzing, bei der Agrargemeinschaft Nenzing und im Alpengasthof Gamperdona erhältlich.

Fotos: Clara Kessler
Clara Kessler hat den Nenzinger Himmel zum Thema ihrer Diplomarbeit gemacht.

TECHNIK HAUTNAH ERLEBEN

Am 21. und 22. März 2026 lädt die BayWa Technik zur Frühjahrsausstellung in Frastanz ein. Besucher/innen erwarten Innovationen, starke Marken und persönliche Beratung.

Wenn der Frühling beginnt, startet auch die neue Saison in der Landtechnik. Am 21. und 22. März 2026 öffnet die BayWa Technik ihre Tore zur großen Frühjahrsausstellung und präsentiert modernste Maschinen, digitale Lösungen und bewährte Technik für Landwirtschaft, Forst und Kommunalbereich. Neu mit dabei IVECO, professionelle Transportlösungen.

Besucherinnen und Besucher haben die Gelegenheit, aktuelle Traktoren, Erntetechnik sowie innovative Geräte für Grünland- und Bodenbearbeitung aus nächster Nähe zu erleben. Fachberater stehen für persönliche Gespräche bereit und informieren über effiziente Lösungen.

Innovation zum Anfassen

Im Fokus stehen praxisnahe Vorführungen, attraktive Frühjahrsangebote sowie individuelle Beratung rund um Service, Wartung und Ersatzteile. Die Ausstellung bietet damit nicht nur einen umfassenden Überblick

„Unsere Frühjahrsausstellung ist die perfekte Gelegenheit, Technik live zu erleben und sich persönlich beraten zu lassen.“

Heinrich Wild Vertriebsleiter BayWa Technik

über Produktneuheiten, sondern auch konkrete Mehrwerte für den Arbeitsalltag am Betrieb. Ob Familienbetrieb, Lohnunternehmen oder kommunaler Einsatz – die Frühjahrsausstellung ist der ideale Treffpunkt für alle, die Technik vergleichen, Innovationen entdecken und sich optimal auf die kommende Saison vorbereiten möchten. Neben Information und Beratung sorgt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für eine angenehme Atmosphäre.

Die BayWa Technik freut sich auf zahlreiche Gäste und zwei Tage voller Innovation, Austausch und Technik zum Anfassen. WERBUNG

WeitereInfos

Neu im Sortiment: IVECO professionelle Transportlösungen

Fotos: BayWa Technik

LEBEN IM RHYTHMUS DER NATUR

Achtsam und wertschätzend mit der Umwelt und mit sich selbst umgehen: Das leben und lehren Petra und Gerhard täglich. Ob Seife mit Lamawolle oder Liköre aus Gartenkräutern – im Werkstall in Nenzing entstehen natürliche Besonderheiten.

Petra Senti und Gerhard Latzer verwandelten mit viel Liebe zum Detail einen einstigen Pferdestall zu dem, was heute der Werkstall in Nenzing ist. Petra ist Kräuterpädagogin, Grüne-Kosmetik-Pädagogin sowie Expertin für rituelle Räucherkunde. „Die Kräuter aus unserem Garten sind ein wichtiger Teil in meiner Küche, für unsere Körperpflege, unser Wohlfühlen in Körper, Geist und Seele“, sagt sie. Gerhard ist Handwerker mit Leib und Seele, dem die Landschaftspflege sehr am Herzen liegt. „Meine Leidenschaft sind unsere Lamas. Diese ruhigen und wunderschönen Tiere sind für mich Ausgleich und Ruhepol“, fügt er hinzu.

Im Kreislauf der Natur

Der Werkstall ist das Herz ihres kleinen Hofes. Hier verarbeiten sie die Pflanzen und Kräuter aus ihrem Garten sowie die Wolle ihrer Lamas zu besonderen Produkten. Dazu zählen Kräutersalze, Teemischungen, Liköre, Essige, Sirupe, Marmelade, Nüsse, aber auch grüne Kosmetik – Balsam, Seife, Tinkturen. Hinzu kommen Räucherwerk und Kreatives sowie Praktisches aus Lama-Wolle und anderen Textilien. „Je nach dem, was die Natur hergibt, verarbeiten wir unsere Produkte im Rad der Jahreszeiten, deshalb kann sich unser Angebot laufend verändern“, erklärt Petra. Für das Paar spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle – dazu gehört auch, ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit weiteren Interessierten in Kursen und Workshops zu teilen.

Werkstall-Zeit

Ein Angebot ist beispielsweise die Werkstall-Zit – ein Herzensprojekt von Petra.

Getragen von der Kraft der Natur und der Sehnsucht nach bewusstem Innehalten geht es heuer in die zweite Runde. Aufgrund der großen Nachfrage erweiterte Petra die beliebte Kursreihe nun um eine zusätzliche Gruppe. Von Februar bis November lädt sie einmal im Monat in den Werkstall ein, um ganz bei sich anzukommen und sich dem zu widmen, was die jeweilige Jahreszeit gerade schenkt. Inmitten von Kräuterdüften, Naturmaterialien und achtsamer Handarbeit entstehen an jedem Abend mindestens drei stimmige Produkte – kleine Begleiter durch den kommenden Monat und zugleich wertvolle Erinnerungen an das gemeinsam Erlebte. „Es freut mich sehr, dass unsere Werkstall-Zit so gut angenommen wird, dass wir aktuell sogar ausgebucht sind. Ich möchte das Angebot auf jeden Fall weiterführen“, sagt Petra. Weitere Möglichkeiten, um Wissen und Erfahrungen mitzunehmen, gibt es z. B. bei Kursen zu grüner Kosmetik sowie Räucher- und Kräuterkunde. Au-

ßerdem laden Petra und Gerhard u. a. Ende März zur Frühlingsausstellung und zum Abschluss des Jahres zur Winter-Weihnachtsausstellung ein. „In der heutigen schnelllebigen Zeit erscheint es uns wichtig, Dingen wieder Wert zu geben und sich bewusst Zeit zu nehmen, um einfach oder einfacher zu leben und erleben“, sagt Petra abschließend.

Werkstall Nenzing

Frühlingsausstellung

29. März von 9 bis 17 Uhr Grüne Kosmetik – Kurs 8. Mai 2026 von 19 bis 22 Uhr Offener Werkstall Jeweils donnerstags, von 15 bis 19 Uhr, ist der Werkstall geöffnet Donnerstag, 26. März –ausnahmsweise geschlossen

www.werkstall.at

Fotos: Agnieszka Roszuk, PUR Fotografie, Petra Senti

HAUS 1 – JUNGE MENSCHEN, DIE GESEHEN WERDEN SOLLEN

Die Senioren-Betreuung Nenzing gGmbH besteht aus zwei Gebäuden. In einem leben ältere Menschen, wie man es von einem Pflegeheim erwartet. Haus 1 jedoch erzählt eine andere Geschichte.

Eine Geschichte von jungen Menschen, deren Leben viel zu früh aus der gewohnten Bahn geraten ist. Der jüngste Bewohner ist 23 Jahre alt. Ein Alter, in dem andere studieren, reisen, Pläne schmieden. Hier leben junge Frauen und Männer, deren Leben sich durch Unfall oder Krankheit innerhalb eines Augenblicks grundlegend verändert hat. Schädel-Hirn-Traumata, Multiple Sklerose, schwere neurologische Erkrankungen – Diagnosen, die niemand erwartet und die alles verändern. Niemand rechnet damit – und doch kann es jede und jeden treffen.

Gerade deshalb ist Haus 1 so wichtig. Denn junge Pflegebedürftige gehören nicht in klassische Seniorenstrukturen. Sie brauchen ein Umfeld, das ihrer Lebensphase entspricht – ein normales Setting, so normal wie möglich. Dass dieser besondere Schwerpunkt hier gelebt werden kann, ist der hohen Anstrengung unseres Personals, der guten Zusammenarbeit und Unterstützung der Gemeinde zu verdanken und letztlich möglich, weil er vom Land genehmigt wird.

In 1. Und 2. Obergeschoss leben junge Pflegebedürftige unter 65 Jahren in Wohneinheiten, die Selbstständigkeit fördern. Mitbestimmung, Eigenverantwortung und Gemeinschaft prägen den Alltag. Gemeinsame Aktivitäten, Ausflüge, Bewegung, Gespräche – kleine Dinge, die so viel bedeuten, wenn das Leben plötzlich anders verläuft. Timo kam mit 42 Jahren nach einer Gehirn-

hautentzündung hierher. Das erste Jahr fehlt ihm in der Erinnerung. Heute sagt er: „Mein Leben hier ist wie Urlaub.“ Er liest, malt, spielt E-Piano, fährt Rad – und hilft freiwillig im Haus mit. Aus Dankbarkeit. Aus Freude. Seine Leichtigkeit zeigt, dass Lebensfreude auch dort wachsen kann, wo man sie vielleicht nicht erwartet.

Die Pflegeoase –wenn Nähe alles ist Im obersten Stockwerk des Haus 1 liegt die Pflegeoase. Ein stiller Ort – und doch voller Leben. Hier leben schwerstpflegebedürftige Menschen, viele davon im Wachkoma. Sie kön nen nicht sprechen, nicht essen oder trinken, sich nicht selbst bewegen. Sie können nicht spontan entscheiden, ob sie aufstehen oder am sozialen Leben teilnehmen möchten. Karin ist eine von ihnen. Früher tanzte sie bei der Oper. Der Körper, der einst über die Bühne getragen hat, liegt heute im Bett. Gefesselt an eine Situation, die sich niemand vorstellen möchte. Und doch ist Karin da. Sie nimmt wahr. Sie reagiert. Sie fühlt.

Das Konzept der Pflegeoase verhindert, dass diese Menschen in Einsamkeit leben. Die Bewohner(innen) sind nicht isoliert in Einzelzimmern, sondern gemeinsam in einem

Raum. Stimmen, Musik, Berührungen – all das gehört hier zum Alltag. Es geht um Stimulation, um Würde, um Beziehung. Man beobachtet Pfleger(innen) wie Doris. Es ist ruhig. Sie singt. Kein großes Konzert, kein Plan –einfach ein Lied. Und dann geschieht etwas, das alle berührt: Karin lächelt. Ein echtes, warmes Lächeln. Ein Moment, der bleibt. Man steht daneben, mit feuchten Augen, weil sichtbar wird, wie viel Hingabe hier täglich gelebt wird.

Kleine Fluchten aus dem Alltag Die Mitarbeiter(innen) wissen: Auch Menschen, die sich nicht bewegen können, brauchen Abwechslung. Deshalb werden Feste gefeiert, Ausflüge möglich gemacht, besondere Momente geschaffen – etwa bei der Sternschnuppennacht, bei Feiern oder Veranstaltungen. Für viele Bewohner(innen) sind es Augenblicke, die den Raum öffnen, die Welt ein Stück näherbringen.

Ein Ort für das Wesentliche Haus 1 zeigt, wie schnell sich ein Leben verändern kann. Und wie entscheidend es ist, ob Menschen danach nur versorgt oder wirklich gesehen werden. Hier wird nicht gefragt, was verloren gegangen ist. Sondern: Wer ist dieser Mensch – und was braucht er jetzt?

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Fotos:

FRÜHZEITIG HILFE FÜR FAMILIEN

Mit dem Familien Case Management bietet die Marktgemeinde Nenzing Familien mit Kindern bis 18 Jahren Orientierung im Unterstützungsnetz.

Seit einem Jahr gibt es in Nenzing ein Angebot, das in dieser Form in Vorarlberg innovativ ist: das Familien Case Management Nenzing. Damit geht die Marktgemeinde einen neuen Weg, um Familien in herausfordernden Situationen schnell, unkompliziert und passgenau zu unterstützen. Das Angebot richtet sich an alle in Nenzing wohnhaften Familien – egal in welcher Konstellation – mit Kindern bis 18 Jahren. Themen können Erziehung, finanzielle Belastungen, Gesundheit oder schwierige Lebenslagen sein.

Frühzeitig unterstützen

Das Familien Case Management setzt frühzeitig an. Ziel ist es, Unterstützung zu ermöglichen, bevor Schwierigkeiten eskalieren. Viele Familien wissen zwar, dass es Hilfsangebote gibt, sind jedoch unsicher, welche Stelle zuständig ist. Genau hier unterstützt Familien Case Managerin Sabrina Beck. Sie klärt gemeinsam mit den Betroffenen den Bedarf, stellt Kontakte her und sorgt dafür, dass niemand von Einrichtung zu Einrichtung geschickt wird.

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist der niederschwellige Zugang. Sprachbarrie-

ren, fehlende Mobilität oder Scham dürfen keine Hürden sein. Sabrina Beck ist nicht nur im Gemeindeamt erreichbar, sondern auch bei Hausbesuchen, Eltern-Kind-Treffs oder anderen Veranstaltungen präsent. Transparenz und Verschwiegenheit bilden die Grundlage der Zusammenarbeit. Alle Schritte erfolgen in Abstimmung mit den Familien.

Zudem spielt Vernetzung eine große Rolle. Es besteht ein enger Austausch mit elementarpädagogischen Einrichtungen, Schulen

und Schulsozialarbeit sowie anderen Einrichtungen. Gleichzeitig steht das Familien Case Management auch im Austausch mit den Gemeindeverantwortlichen.

Wissenschaftliche Begleitung

Nach einem Jahr fällt die Bilanz positiv aus. 40 Familien mit insgesamt 88 Kindern wurden begleitet, rund 300 Beratungskontakte fanden statt. Das Familien Case Management Nenzing wird von der FHV wissenschaftlich begleitet, um Wirkung und Weiterentwicklung sicherzustellen. Immer mehr Familien melden sich inzwischen selbst. Für die Marktgemeinde ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass das Angebot angenommen wird und das bestehende Unterstützungsnetz ergänzt.

Familien Case Management Nenzing

Sabrina Beck

Marktgemeinde Nenzing

Landstraße 1, 6710 Nenzing T +43 664 843 7146 sabrina.beck@nenzing.at www.nenzing.at/fcm

Fotos: Michael Steinlechner

BEGEGNUNG MITTEN IN NENZING

Mit dem „mittadinna“ hat die Marktgemeinde Nenzing einen Treffpunkt geschaffen, der Austausch, Unterstützung und Gemeinschaft ermöglicht.

Räume schaffen Möglichkeiten. Davon ist Olivia Mair, Leiterin der Abteilung Familie und Soziales der Marktgemeinde Nenzing, überzeugt. Darum hat sie sich dafür eingesetzt, dass mitten im Zentrum ein solcher Raum entsteht. „mittadinna“ heißt der Ort, an dem sich Menschen begegnen können, unabhängig von Alter und Herkunft. Seit rund eineinhalb Jahren wird der Gemeinderaum für Gemeinschaftszwecke nun genutzt. Mit dem „mittadinna“ soll ehrenamtliches Engagement gezielt gefördert und sichtbar gemacht werden.

Frauenoase als Treffpunkt

An drei Nachmittagen pro Woche werden im „mittadinna“ Kinder und Jugendliche im Lerncafé der Caritas unterstützt. Jeden Montag wird der Gemeinderaum von 9 bis 11.30 Uhr zur Frauenoase. Der wöchentliche Treffpunkt richtet sich vor allem an Frauen ab 60 Jahren kurz vor oder nach der Pensionierung. Im Austausch lässt sich diese Veränderung oft besser bewältigen. Die Frauenoase wurde von Renate Greußing gemeinsam mit sieben Mitorganisatorinnen ins Leben gerufen. Sie hatten die Idee, die Gemeinde unterstützte sie bei der Umsetzung mit dem „mittadinna“, einem kleinen Budget und Begleitung durch die

Senior:innenarbeit. „Im November 2024 waren über 100 Frauen bei der Eröffnung mit dabei“, berichtet Olivia Mair. Zu den regelmäßigen Treffen kommen mittlerweile 15 bis 20 Frauen, bei den Vorträgen werden oft mehr als 40 Teilnehmerinnen gezählt.

Raum für Begegnungen

Genau dafür wurde das „mittadinna“ geschaffen. Es soll ein Raum der Begegnung sein, ohne Konsumzwang und mit niederschwelligem Zugang. Ideen und Initiativen aus der Bevölkerung werden aufgegriffen und mit Begleitung der Gemeinde umgesetzt. Alle Angebote werden von Ehrenamtlichen getragen. So gibt es einen regel-

mäßigen Sprachtreff. Im März startet ein Deutsch- und Orientierungskurs für Frauen. Bei diesem wird auch Kinderbetreuung angeboten, denn das „mittadinna“ verfügt über mehrere Räume. Auch ein Begegnungscafé für Personenbegleiter:innen hat einen fixen Platz im Veranstaltungskalender.

Offen für Neues „Wir sind offen für neue Ideen und Initiativen“, sagt Olivia Mair. Das gelte auch für Angebote, die nicht nur an Frauen gerichtet sind. Selbst eine Männeroase wäre möglich, aber bislang hat sich keine Männergruppe dafür gefunden. „Vielleicht ändert sich das noch“, ist sie zuversichtlich.

Das Team der Frauenoase.

MEHR LEBENSQUALITÄT

IM ALTER

Mit einem breit gefächerten Angebot schafft die Marktgemeinde Nenzing Räume für Begegnung und Unterstützung.

Mit einer breiten Palette an Angeboten richtet sich die Marktgemeinde Nenzing an Seniorinnen und Senioren. Unter dem Titel „Aktiv älter werden in Nenzing“ wird zwei Mal im Jahr in Zusammenarbeit mit den Nenzinger Senior:innenvereinen und lokalen Organisationen ein Programm zusammengestellt. Ziel ist es, dass ältere Menschen geistig, körperlich und auch ge-

sellschaftlich aktiv bleiben, erklärt Jutta Rom, die das Programm koordiniert.

Das Spektrum reicht von Treffpunkten wie der Frauenoase über Vorträge und Kreativkurse bis hin zu Gesundheitsangeboten wie der Sturzprävention. Auch generationenübergreifende Veranstaltungen für Großeltern mit ihren Enkeln stehen auf

dem Programm. Für möglichst viele Zielgruppen soll etwas dabei sein.

„Offenes Singen“ als Erlebnis Großer Beliebtheit erfreut sich das „Offene Singen“ an jedem ersten Donnerstag des Monats. „60 bis 80 Menschen treffen sich dabei im Haus Nenzing. Es ist schön zu sehen, wenn sie mit einem Lächeln nach Hause gehen“, erzählt Jutta Rom. Für die Gemeinde ist das Programm mehr als Freizeitgestaltung. Es schafft Begegnungen, fördert den Austausch und macht sichtbar, wo ältere Menschen Unterstützung brauchen.

EIN NETZWERK FÜR FAMILIEN

Mit vielfältigen Treffpunkten und einem breiten Veranstaltungsangebot stärken die Familienzentren Gemeinschaft und Zusammenhalt im Ort.

In der familieplus Gemeinde Nenzing unterstützen die Familienzentren Eltern, Kinder und Bezugspersonen von Beginn an. Als Treffpunkte für Begegnung, Information und Beratung bieten sie Raum für Austausch und Orientierung.

In den Nenzinger Parzellen sind die Familienzentren von besonderer Bedeutung. Sie stärken das Miteinander genau dort, wo die Familien leben. Die monatlichen Eltern-Kind-Treffs in Gurtis, Beschling und Motten bringen Menschen zusammen. Möglich wird das durch engagierte ehrenamtliche Teams, die dafür sorgen, dass sich alle willkommen fühlen.

Umfangreiches Programm

Was die Familienzentren auszeichnet: Die Angebote entstehen gemeinsam mit Eltern, Vereinen, Organisationen und den elementarpädagogischen Einrichtungen.

Das halbjährlich erscheinende Programm „Familie sein in Nenzing“ umfasst rund

50 Veranstaltungen und orientiert sich an aktuellen Themen.

Entsprechend wichtig ist es für die Familienzentren, das Ohr immer nahe an den Betroffenen zu haben, meint Heidi Butta-

zoni. Nur so kann auf die Bedürfnisse eingegangen werden. So entsteht in Nenzing ein starkes Netzwerk, das Familien nicht nur begleitet, sondern ihnen von Anfang an ein Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit gibt.

SAISONKARTEN ALS PERFEKTES OSTERGESCHENK

Saisonkarten für das Walgaubad und den Badesee Untere Au sowie der WFI Badepass für alle drei Freibäder sind das ideale Ostergeschenk für kleine und große Badefans. Der Vorverkauf im Walgaubad findet am 3. April von 12 bis 18 Uhr und am 4. April von 9 bis 12 Uhr statt. In der Unteren Au sind die Karten am 3. April von 14 bis 18 Uhr sowie am 4. April von 9 bis 12 Uhr erhältlich. Nach Ostern läuft der Kartenverkauf im Walgaubad von 7. April bis zum offiziellen Badestart am 19. April, jeweils Montag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr. Wer sich frühzeitig seine Saisonkarte sichert, startet entspannt und bestens vorbereitet in die kommende Badesaison.

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Veranstaltungshöhepunkte in den kommenden Wochen und Monaten.

März

29. März, 17 Uhr, Bludesch St. Jakob Kirche

56. Bludescher Orgelkonzerte

Auf dem Programm stehen Werke von Viviani, Frescobaldi, Fantini, Schnizer, L. v. Schnifis, Amann, Mozart, Guilan und Händel. Die stilistische Bandbreite reicht von frühbarocker Klangpracht bis zur klassischen Eleganz. Bernhard Bär und Bernhard Lampert gestalten die Trompetenpartien mit Virtuosität und Gespür für historische Aufführungspraxis. Begleitet werden sie von Bruno Oberhammer an der historischen SilbermannBergöntzle-Orgel, deren transparenter Klang dem Konzert eine authentische Atmosphäre verleiht.

April

17. April, 19 Uhr, Blumenegghalle Ludesch Kabarett „Feuerbienen“ Ein Abend, der in Erinnerung bleibt und die Lachmuskeln garantiert an ihre Grenzen bringt: Sabine Marte und Christine

Nachbauer präsentieren ein spritziges Musikkabarett voller Wortwitz, Charme und musikalischer Raffinesse. Unter dem Motto „Nur geteilte Wallungen sind halbe Wallungen – und doppelt so lustig!“ erwartet das Publikum beste Unterhaltung. Tickets sind um 26 Euro erhältlich und können online unter www.fraua-voludesch.at gebucht werden.

19. April, 11 Uhr, Villa Falkenhorst Thüringen

Goran Kovacevic Collective „No Limits 2.0 – Die Reise geht weiter“ verbindet Klassik, Jazz, Folklore und Improvisation zu einer mitreißenden

Klangwelt. Das Quartett begeistert mit Energie und Spielfreude und eröffnet neue musikalische Horizonte. Mit Raphael Brunner, Peter Lenzin, Juan Carlos Diaz und Goran Kovacevic. Weitere Infos auf www.falkenhorst.at

Mai

10. Mai, 18 Uhr, Adalbert-Welte Saal, Frastanz

Kabarett „Troma“ Im neuen Kabarettprogramm von Markus Lins und Manfred Kräutler dreht sich alles ums „Troma“ – Träumen auf Vorarlbergerisch. Zwischen Traumtänzer und Albtraum entfalten sie skurrile, pointierte und herrlich komische Träumereien voller Witz. Karten: karten.linskraeutler.at

31. Mai, 15 Uhr, Villa Falkenhorst Thüringen Kommissarin Flunke und die Schurken Familienkonzert in der Villa Falkenhorst: Vier musikalische „Schurken“ stehen vor dem Desaster, bis Musikkommissarin Flunke eingreift. In einer humorvollen und spannenden Musiktheater-Stunde

Foto: Villa Falkenhorst
Foto: Lins und Kräutler

entdecken sie mit Hilfe des Publikums, was echtes Zusammenspiel, Rhythmus und Zuhören wirklich bedeuten. Mehr Infos auf www.falkenhorst.at

Juni

20./21. Juni, 14. bzw. 10 Uhr, Blumenegghalle Ludesch

80 Jahre Pfadi Ludesch Fest für Brauchtum, Kultur und Regio im Walgau: Die Pfadfindergruppe Ludesch feiert am 20. und 21. Juni 2026 ihr Jubiläum mit spannendem Wettkampf, musikalischer Umrahmung durch das Bonnie & Clyde Trio sowie einem Frühschoppen für Groß und Klein mit der Harmoniemusik Ludesch. Mehr auf www.ludesch.at

unterhaltsames „Waschprogramm“ voller Spielfreude und Frauenpower. Infos: Kulturverein Göfis

10. bis 12. Juli, Satteins

13. Juni, 20 Uhr, Vereinshaus Göfis Charmonie Three Plus Vintage Vocal Trio & Piano

Die Combo präsentiert einen musikalischen Abend mit Witz, Charme und einer Prise Augenzwinkern. Von Chanson über Swing und Jazz bis Pop reicht die stilvolle Zeitreise des Vintage Vocal Trios. Mit Alfred Dünser am Piano sowie Manuela Lins-Schuber, Birgit Vogelsberger und Friederike Graf entsteht ein

145 Jahre Ortsfeuerwehr Satteins, Bezirksfeuerwehrfest 2026 Das Bezirksfeuerwehrfest 2026 der Bezirke Feldkirch und Dornbirn findet von 10. bis 12. Juli 2026 in Satteins statt. Höhepunkte sind Nassleistungsbewerbe mit Finale und Siegerehrung. Dazu erwartet die Besucher ein stimmungsvoller Festabend mit Musik (u. a. Krauthobel), Frühschoppen, Festumzug sowie ein geselliger Festbetrieb mit Bar und Weinlaube. Weitere Infos unter www.feuerwehr-satteins.at

Swingwerk ein innovatives Konzertprojekt. Im Mittelpunkt stehen Songs aus ihrem 2025 erschienenen Album „Things will fall into place“, neu interpretiert im außergewöhnlichen BigBand-Sound zwischen Pop und Soul. Ein emotionaler Abend voller musikalischer Höhepunkte. Ersatztermin bei Schlechtwetter: 20. August 2026, 19 Uhr. Infos: www.falkenhorst.at

September

5. September, 19 Uhr, Villa Falkenhorst Thüringen

Spotlight Konzert: Concertissimo

Die „Feldkircher Masterclasses“ vereinen im Sommer internationale Studierende und Professoren zu Instrumental- und Kammermusikkursen. Beim Abschlusskonzert im Douglass-Saal musizieren junge Talente gemeinsam mit renommierten Lehrenden. Das Concertissimo ist Teil der kostenlosen Spotlight-Reihe der Villa Falkenhorst zur Förderung junger Künstler. Mehr auf www. falkenhorst.at

15. August, 19 Uhr, Villa Falkenhorst Thüringen

Swingwerk Big Band feat. Julia Zischg Gemeinsam mit Sängerin und Songwriterin Julia Zischg präsentiert das

Foto: Land Vorarlberg (7PRO.TV) Foto: Villa Falkenhorst
© Villa Falkenhorst

GEDANKEN AM MITTWOCH

Ein Vormittag, ein Thema, ein Gespräch. Die Salonvorträge in der Villa Falkenhorst gehören seit Jahren zum festen Bestandteil des regionalen Kulturlebens.

Wer kommt, sucht keine schnellen Antworten, sondern fundierte Perspektiven und vor allem den Austausch darüber. Mittwoch, 9.30 Uhr. Während andernorts der Alltag läuft, beginnt in der Villa Falkenhorst ein konzentrierter Denkraum. Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft sprechen über Literatur, Technologie, Politik oder Geschichte. Im Frühjahr stand Ingeborg Bachmann im Zentrum – ihr Werk als Ausgangspunkt für Fragen nach Identität und Erinnerung. Kurz darauf rückt das Lernen in virtuellen Räumen in den Fokus: Extended Reality wird nicht als Zukunftsvision verhandelt, sondern als konkrete Bildungstechnologie.

Themen mit Tiefgang

Im Mai führt der Blick nach Straßburg. 70 Jahre Österreich im Europarat stehen für Engagement und europäische Verantwortung und werfen Fragen nach der Rolle kleiner Staaten in internationalen Institutionen auf. Der Herbst spannt den Bogen weiter:

Gemeinschaft aus anthropologischer Sicht, die Bedeutung von Bergbäuerinnen im Alpenraum als soziale Akteurinnen, schließlich die Auseinandersetzung mit Repression und Zwangsarbeit in der Stalin-Ära.

Was die Reihe auszeichnet, ist das Gespräch nach dem Vortrag. Nach einer Pause mit Kaffee und Gebäck wird diskutiert, vertieft, hinterfragt. Die Villa Falkenhorst wird so einmal im Monat zu einem Ort, an dem Argumente zählen – und Neugier erwünscht ist.

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Salonvorträge Villa Falkenhorst

Preis pro Vortrag € 17,– (inkl. Eintritt sowie Pausenverpflegung)

Tickets können unter www.falkenhorst.at (T 05550 20137) oder unter www.vhs-bludenz.at gebucht werden. Die Vorträge können einzeln oder für das ganze Jahr/Semester als Block gebucht werden.

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Foto: Villa Falkenhorst

INVESTITIONEN IN EINE ZUKUNFTSSICHERE PRODUKTION

Hydro Nenzing setzt weiterhin klare Zeichen für Innovation und Standortentwicklung. Damit zeigt der Standort, wie konsequent in moderne Technologien und nachhaltige Zukunftslösungen investiert wird.

Ein wesentliches Projekt war der Anfang 2026 fertiggestellte Bau einer neuen Verbindungshalle – eine wichtige infrastrukturelle Erweiterung, die künftig automatisierte, selbstfahrende Transportsysteme ermöglicht. Ein solches System ist bereits erfolgreich in der Weiterverarbeitung im OG des 2023 erbauten MEGA Gebäudes im Einsatz. Parallel dazu wurde die komplette Steuerung der P18 Presse – Hardware wie Software – modernisiert und von den eigenen Technikern erneuert. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie viel technisches Know-how und Kompetenz am Standort verankert ist. Diese Weiterentwicklungen stärken die Prozesssicherheit langfristig und unterstreichen das hohe technische Niveau des Standorts. „Die Verbindungshalle ist ein Meilenstein für unseren Weg in eine automatisierte Zukunft. Besonders freut mich, wie unser eigenes Technikteam die P18 modernisiert hat – mit Hingabe, Fachwissen und echtem Teamgeist. Solche

Projekte zeigen, wofür wir stehen und wohin wir uns entwickeln“, Helmut Gassner, Manufacturing Manager

EcoVadis Platin für Nenzing

Ein weiteres Highlight: Hydro Nenzing wurde Ende 2025 von EcoVadis – dem weltweit führenden Anbieter von Nachhaltigkeitsbewertungen – mit der Platin Medaille ausge-

zeichnet. Mit 85 Punkten zählt der Standort zu den Top 1 % aller weltweit bewerteten Unternehmen. Diese Auszeichnung belegt das starke Engagement in den Bereichen Umwelt, Arbeit & Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung sowie die Ausrichtung auf Transparenz und verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Damit unterstreicht Hydro Nenzing den Anspruch, technologisch wie nachhaltig zu den führenden Industrieadressen der Region zu gehören.

Hydro Extrusion Nenzing GmbH

• 400 Mitarbeitende inkl. 14 Lehrlinge

• 4 Strangpresslinien mit bis zu 60.000 Tonnen Kapazität

• eigene Weiterverarbeitung mit über 50 Anlagen

www.hydro.com/team-nenzing

Mit Weitsicht in dieZukunf t.

BeiHydro Nenzingsteht der Mensch im Mittelpunkt- genausowie der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen. MitmodernstenTechnologien, erneuerbarer EnergieimProduktionsprozessund zukunftsorientierten Investitionen gestaltenwir dieAluminiumindustrie vonmorgen. Gleichzeitig fördernwir die#nextgenerationund geben jungen Talenten dieChance, ihre berufliche Zukunftaktiv mitzugestalten. Ob alsMaschinenbautechniker/ in oder Industriekauffrau/-mann –bei uns erwarten dich eine moderne Ausbildung, starke Teamsund echte Entwicklungsmöglichkeiten.

Infosunter hydro.com/team-nenzing

Foto: Peakmedia (Dominik Zwerger)

„ICH VERKAUFE ERINNERUNGEN“

Berge als Sehnsuchtsorte, Schmuck als Erinnerungsstücke: Christopher Graf verewigt mit „BERG.KETTE“ persönliche Gipfelmomente.

Der Blick ins Tal, das gemeinsame Lachen am Grat, die Freude über das Erreichte – am Gipfel entstehen Momente, die man nicht vergisst. Christopher Graf macht daraus etwas Bleibendes. Unter dem Namen „BERG. KETTE“ verwandelt der Designer persönliche Bergmomente in Schmuckstücke aus Gold und Silber – und damit in tragbare Erinnerungen.

Schmuck mit Persönlichkeit

„Ich verkaufe keinen Schmuck – ich verkaufe Erinnerungen“, sagt Christopher Graf aus Nüziders. Menschen vertrauen ihm ihre persönlichen Geschichten an: den Ort der Verlobung, eine gemeinsame Bergtour oder jenen Gipfel, der nach einer schwierigen Zeit neue Kraft geschenkt hat. Aus diesen Momenten entstehen Ketten oder Armbänder – individuell gefertigt und präzise gearbeitet. Für viele Kunden sind sie ein besonderes Geschenk: zur goldenen Hochzeit, zum Geburtstag oder als persönliches Erinnerungsstück.

Vom Berg zum Schmuckstück

Ob Zimba, Omeshorn oder Drei Türme –Grundlage jedes Anhängers ist die Topografie eines Berges. Mithilfe von Geodaten erstellt Christopher Graf am Computer ein präzises 3-D-Modell des gewünschten Bergausschnitts. In einem aufwendigen Verfahren wird dieses Modell zunächst in Wachs, später in Gips und schließlich in Silber oder Gold gegossen. Vom Entwurf bis zum fertigen Schmuckstück dauert es bis zu fünf Wochen – ein Prozess zwischen digitaler Technik und traditionellem Handwerk.

Wie die Idee entstand Christopher Graf studierte Industriedesign und arbeitete mehrere Jahre in der Softwareentwicklung. Die Idee für „Berg.Kette“ entstand 2021 aus einem sehr persönlichen Moment. Gemeinsam mit seiner Partnerin Silvia – einer Vorarlbergerin – war er auf der Schesaplana unterwegs. Erst später wurde dem Paar bewusst: Sie waren damals schon zu dritt auf dem Gipfel. Mit der Geburt seiner Tochter war auch die Vision für das Schmucklabel geboren.

Luxus – fair produziert

Für Christopher Graf endet Verantwortung nicht beim Design. Die Herkunft der Edelmetalle spielt für ihn eine zentrale Rolle. Er verwendet ausschließlich Rohstoffe von fairmined-zertifizierten Produzenten. Das Sterling-Silber sowie das 14- und 18-karätige Gold stammen aus Minen in Peru und Kolumbien, in denen faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und Umweltstandards eingehalten werden. „Luxus ist menschlich. Aber der neue Luxus ist der, der kein Leid verursacht“, sagt der Designer. Schmuck solle Freude bereiten – und nicht auf Kosten anderer entstehen.

Rennfieber in Edelmetall

Für die legendären Skirennen am Arlberg „Der Weiße Ring“ in Lech und „Der Weiße Rausch“ in St. Anton entwarf der 36-Jährige heuer eine Sonderedition: Armbänder und Halsketten mit der Topografie der Rennstrecke – personalisiert mit Name und Streckenzeit der Teilnehmer. Auch die Siegermedaillen der Kombiwertung der beiden Rennen gestaltet Christopher Graf 2026 bereits zum wiederholten Mal.

Der Moment der Übergabe

Individuelle Wünsche der Kunden erweitern das kreative Spektrum des Desig-

ners: Anfragen zu Manschettenknöpfen oder Ringen bringen neue Geschichten mit sich. „Der Moment der Übergabe ist ein ganz besonderer“, sagt Christopher Graf. Wenn die Kunden beim Öffnen der Schachtel innehalten oder zu Tränen gerührt sind, ist aus einem Berg mehr geworden als ein Schmuckstück: eine Erinnerung, die bleibt.

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STARTSCHUSS FÜR NEUES FEUERWEHRHAUS IN NÜZIDERS

In der Sitzung der Gemeindevertretung am 18. Dezember 2025 hat die Gemeinde Nüziders einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft der Nüziger Feuerwehr gesetzt.

Nach einer ausführlichen und konstruktiven Diskussion wurde der Grundsatzbeschluss für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses einstimmig gefasst.

Das bestehende Feuerwehrgerätehaus der Ortsfeuerwehr Nüziders stammt aus den 1970er Jahren und entspricht den Anforderungen an eine moderne, leistungsfähige Feuerwehr seit längerer Zeit nicht mehr. Neben baulichen Mängeln bestehen erhebliche Platzdefizite. Für die mittlerweile über 100 aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sowie für Fahrzeuge, Gerätschaften und Einsatzmittel stehen nicht ausreichend Flächen zur Verfügung. Die Feuerwehr Nüziders zählt zu den größten und einsatzstärksten Feuerwehren im Bezirk und übernimmt mehrere wichtige Stützpunktaufgaben.

Siegerprojekt steht –Kostenrahmen definiert Nach längeren Vorarbeiten wurde 2024 ein Architekturwettbewerb ausgelobt, der Anfang 2025 abgeschlossen werden konnte. Als Siegerprojekt ging das Konzept der Ar-

Nüziders

chitekten Peter Muxel und Wolfgang Juen hervor. In mehreren Terminen wurden gemeinsam mit Feuerwehr und Bauausschuss zentrale Projektleitlinien erarbeitet. Besonders intensiv diskutiert wurden die Fragen der Unterkellerung des Neubaus sowie die Ausgestaltung des Schlauch- bzw. Übungsturms. Als tragfähige Lösung wurde die Errichtung eines freistehenden Übungsturms festgelegt, während die Schlauchtrocknung über eine alternative technische Lösung erfolgen soll.

Die aktuell geschätzten Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 10,5 Millionen Euro brutto. In diesem Betrag enthalten sind neben den Planungs- und Bauleistungen auch der Architekturwettbewerb sowie das erforderliche Ausweichquartier während der Bauphase. Von diesen Kosten sind noch die zu erwartenden Landesförderungen in Abzug zu bringen.

Investition in Sicherheit und Zukunft

Der Zeitplan sieht einen Baubeginn im Jahr 2027 und eine Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrgerätehauses im Jahr 2031 vor.

Bürgermeister Florian Themeßl-Huber betont: „Mit dem einstimmigen Grundsatzbeschluss haben wir ein starkes Signal gesetzt. Das neue Feuerwehrgerätehaus ist eine Investition in die Sicherheit unserer Bevölkerung und in die Zukunft unserer Feuerwehr. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf Kostenkontrolle und transparente Projektbegleitung.“

Feuerwehrkommandant Patrick Zimmermann ergänzt: „Dieser Beschluss ist für unsere Feuerwehr von großer Bedeutung. Die enge Einbindung der Mannschaft und die konstruktiven Diskussionen haben gezeigt, dass eine funktionale und zukunftsorientierte Lösung möglich ist.“

Nächste Schritte

Nach dem Grundsatzbeschluss muss nun der Generalplanervertrag fertig ausverhandelt werden. Im Jahr 2026 soll nach Möglichkeit noch die Bauverhandlung stattfinden, damit der avisierte Baubeginn in der 2. Jahreshälfte 2027 gehalten werden kann. Auch die weitere Planung für die Errichtung des Ausweichquartiers wird fortgesetzt.

Foto: Gemeinde Nüziders

FIT IN DEN FRÜHLING

Mit naturreinen Wohlfühlprodukten den Stoffwechsel aktivieren.

Der Frühling ist die ideale Zeit, um neue Energie zu tanken, den Körper zu entlasten und wieder in Bewegung zu kommen. Unter dem Begriff Entschlackung versteht man Maßnahmen, die den Organismus dabei unterstützen, Stoffwechselprodukte vermehrt auszuscheiden. Dies kann durch Anwendungen wie Heilfasten, Trink- oder Schwitzkuren, Bäder und Massagen erfolgen. Eine wohltuende Ergänzung bieten naturreine ätherische Öle. Sie werden unter anderem in aktivierenden Salz- und Basenbädern, belebenden Salz-Peelings, straffenden Körperölen oder nährender BioKörperbutter eingesetzt. Die Anwendungen regen den Stoffwechsel an, pflegen die Haut und fördern Entspannung sowie Stressabbau - ein wichtiger Beitrag zur Selbstfürsorge, der sich leicht in den Alltag integrieren lässt. Hochwertige Pflegeprodukte und persönliche Beratung erhalten Interessierte bei uns im Geschäft in Satteins.

Die Zeit vergessen. Durchatmen. Wohlfühlen.

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NÄCHSTE BAUETAPPE AM MÜHLBACH

Seit 2. Februar 2026 ist die Außerbachstraße wegen Hochwasserschutzarbeiten am Mühlbach bis Ende April gesperrt. Die Maßnahme dient der Sicherheit von Bevölkerung und Infrastruktur.

Im Rahmen der laufenden Hochwasserschutzmaßnahmen am Mühlbach setzt die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) seit dem 2. Februar 2026 den nächsten entscheidenden Schritt. Für den Neubau des Gerinnes muss die Straße Außerbach im Baustellenbereich bis voraussichtlich Ende April ein letztes Mal für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Die Sperre ist erforderlich, um die Bauarbeiten effizient, sicher und ohne Verzögerungen durchführen zu können.

Die kontinuierliche Verbesserung des Schutzes vor Naturgefahren hat für die Gemeinde Nüziders – insbesondere für die angrenzenden Anrainerinnen und Anrainer – höchste Priorität. In den vergangenen Bauetappen konnten bereits wesentliche Abschnitte des Mühlbachs erfolgreich saniert und ausgebaut werden. Nun konzentrieren sich die Arbeiten auf den Bereich ab dem Gemeindeamt in Richtung Lazerweg. Ziel ist es, den Hochwasserschutz nachhaltig zu stärken und die Sicherheit von Siedlungsraum und Infrastruktur langfristig zu gewährleisten.

Details zur Straßensperre und Umleitung

Um eine zügige und sichere Durchführung der Bauarbeiten zu gewährleisten, ist die Durchfahrt der Außerbachstraße im Bereich des Gemeindehauses nicht möglich.

• Zeitraum: Montag, 2. Februar 2026, bis voraussichtlich Ende April 2026. Ausnahme: Am Faschingsdienstag wird die Sperre aufgehoben.

• Umleitung: Wie bereits bei vorangegangenen Bauphasen erfolgt die großräumige

Umleitung über die Burggasse und den Mühleweg so wie im Umleitungsplan dargestellt.

Wichtiger Beitrag zum Hochwasserschutz

Der Neubau des Gerinnes stellt eine wesentliche Investition in die Sicherheit der Anrainerinnen und Anrainer sowie der örtlichen Infrastruktur dar. Mit der Umsetzung

dieser Maßnahmen wird ein weiterer bedeutender Schritt zur nachhaltigen Reduktion des Hochwasserrisikos gesetzt. Die Gemeinde Nüziders ersucht die Bevölkerung – insbesondere die direkt betroffenen Anrainerinnen und Anrainer – um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen und die damit verbundenen Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Foto:
Gemeinde Nüziders
Moesha Kurnik PKA
ElkeNiedermayer PKA Sarah Franzoi cand. pharm c
Christina Fessler PKA
Annette Rieger

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Zwischen Himmel und Tal wird jeder Schritt leichter. Die Weite macht den Kopf frei und zeigt, wie wenig es braucht, um glücklich zu sein. Ein Pfad, frische Bergluft, das Panorama der Berge: Hier oben zählt nicht das Tempo, sondern der Moment und der Mut, einfach loszulassen und die Freiheit zu genießen.

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BEITRITT ZUR FORSTBETRIEBSGEMEINSCHAFT

Mit 1. Jänner 2026 ist die Gemeinde Nüziders der Forstbetriebsgemeinschaft LudeschGroßwalsertal beigetreten.

Anlass für diesen Schritt ist der bevorstehende Ruhestand des langjährigen Forstbetriebsleiters der Gemeinde Nüziders, der nach über 40 Dienstjahren Anfang 2026 seine Tätigkeit beendet. Die Gemeinde Nüziders bewirtschaftet rund 800 Hektar Waldflächen und stellt damit hohe Anforderungen an Fachkompetenz, Organisation und Wirtschaftlichkeit. Mit dem Beitritt zur Forstbetriebsgemeinschaft wird die nachhaltige, fachlich qualifizierte und kosteneffiziente Bewirtschaftung der Gemeindewälder auch künftig sichergestellt.

Kooperation bündelt Ressourcen und sichert Förderungen

Die Zusammenarbeit bringt Vorteile für alle Beteiligten: Durch den Beitritt der Gemeinde Nüziders steht der Forstbetriebsgemeinschaft künftig auch ein Betriebsleiter-Stellvertreter zur Verfügung, der bei der Gemeinde Nüziders angestellt ist. Dadurch wird die fachliche Leistungsfähigkeit der Gemeinschaft weiter gestärkt. Gleichzeitig können forstliche Förderungen des Landes auch künftig gesichert und für alle Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft lukriert werden.

Ziel der Kooperation ist es, Ressourcen zu bündeln, Abläufe zu vereinfachen und Synergien zu nutzen. Die operative Leitung erfolgt durch einen gemeinsamen Betriebsleiter, unterstützt durch einen Stellvertreter. Damit bleibt die fachliche Betreuung der Nüziger Wälder eng an die Gemeinde angebunden, während gleichzeitig die Vorteile einer überregionalen Organisation genutzt werden.

Gemeinsam für starke Wälder

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Bewältigung zukünftiger Herausforderungen wie Klimawandel, Schadholzereignissen, steigenden Anforderungen im Schutzwald sowie dem zunehmenden Fachkräftemangel. Die Forstbetriebsgemeinschaft ermöglicht dabei eine langfristige, strategische und wirtschaftlich tragfähige Ausrichtung der Waldbewirtschaftung.

Die Gespräche im Vorfeld der Beschlussfassung verliefen sehr konstruktiv und partnerschaftlich. Mittlerweile haben alle Mitgliedsgemeinden der Forstbetriebsge-

meinschaft die Aufnahme der Gemeinde Nüziders beschlossen – die Gemeindevertretungen jeweils einstimmig, ebenso der Vorstand der Agrargemeinschaft Ludesch.

Bürgermeister Florian Themeßl-Huber betont: „Diese Zusammenarbeit ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Nüziders bringt Fachkompetenz ein, die Forstbetriebsgemeinschaft gewinnt an Stabilität, und gemeinsam sichern wir Förderungen sowie eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder. Die einstimmigen Beschlüsse zeigen, dass dieser Weg von allen Partnern mitgetragen wird.“

Beiuns

Foto: Melanie Fleisch

VEREINSTREFFEN DER NÜZIGER ORTSVEREINE

Am 26. Jänner 2026 fand im Gemeindehaus Nüziders das jährliche Treffen der Ortsvereine statt. Rund 30 Vereinsvertreterinnen und -vertreter folgten der Einladung von Bürgermeister Florian Themeßl-Huber.

Im Mittelpunkt standen zwei Fachvorträge: Jürgen Hartmann von der Kinder- und Jugendanwaltschaft informierte über die Bedeutung von Kinderschutzkonzepten in Vereinen. Klaus Stingl von der Firma Kufgem präsentierte die Möglichkeiten der Vereinsdarstellung auf der GemeindeHomepage und über die Plattform „Mein Verein“, auf der Termine und Informationen künftig von den Vereinen selbst eingetragen werden können.

Aktuelle Projekte und Dank an Vereine Der Bürgermeister berichtete darüber hinaus über laufende und geplante Gemeindeprojekte. Thematisiert wurden unter anderem der Fortschritt der Bauarbeiten am Beachvolleyballplatz, der aktuelle Stand der Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus, Entwicklungen im Bereich der Krone sowie die Hochwasserschutzmaßnahmen

im Ortszentrum. Abschließend bedankte sich der Bürgermeister ausdrücklich bei allen Vereinen für ihr großes Engagement. Sie leisten mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit

einen unverzichtbaren Beitrag zum sozialen, kulturellen und sportlichen Leben in der Gemeinde und stärken maßgeblich den Zusammenhalt in Nüziders.

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Foto: Gemeinde Nüziders

DIE ENERGIE-EXPERTEN IM WALGAU

Den CO2-Fußabdruck deutlich reduzieren bei gleichzeitig hohem Komfort, das ist das erklärte Ziel der Wagner-Techniker:innen.

Mit Standort in Nüziders und rund 100 Mitarbeiter:innen realisiert die Wagner GmbH anspruchsvolle Projekte im Bereich Anlagenbau und Gebäudetechnik, die auf Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Energietechnische Lösungen neu denken, Standards weiterentwickeln und Anlagen schaffen, die ökologisch und wirtschaftlich Wirkung zeigen – bei der Beratung, Planung und Ausführung von Projekten findet Wagner außergewöhnliche Lösungen, denkt quer und spart damit jährlich tausende Tonnen CO2.

Wachstum und Innovation

Die Wagner GmbH hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Ein wichtiger Wachstumstreiber ist die zunehmende Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen und nachhaltiger Gebäudetechnik vom Wohnhaus über Industriegebäude und Heizwerke bis hin zum Wasserkraftwerk. Zudem erweitert das Unternehmen sein Angebot auch im Anlagenbau laufend

durch neue, technisch hoch anspruchsvolle Produkte. Die seit vielen Jahren etablierte Vorfertigung von Edelstahlrohrleitungen und funktionsfertigen Modulen, die auch für Fremdfirmen produziert werden, bietet zusätzliche Wachstumschancen.

Alles aus einer Hand

Mit dem Know-how und der langjährigen Erfahrung der Techniker:innen begleitet Wagner die Kund:innen durch den gesamten Prozess – angefangen bei der Grobkonzeption, über die präzise Detailplanung und Fertigung, bis hin zur professionellen Projektleitung, Montage und erfolgreichen Inbetriebnahme.

3D-Konstruktion als Garant für perfekte Anlagen Jede Anlage wird bis ins kleinste Detail durchgeplant. Dies ermöglicht nicht nur die passgenaue Vorfertigung aller Rohr- und Anlagenteile, sondern auch eine reibungslose und schnelle Montage. Die Wagner

WerdenSie Teil

unseres Teamsals:

•Projektleiter:in

•Konstrukteur:in

•Monteur:inVorarlbergund/oderAusland

• GWH-Installateur:in m/w/d - vollzeit/teilzeit

Foto: Wagner GmbH

Konstrukteur:innen arbeiten eng mit der Projektleitung, den Kund:innen sowie den Produktions- und Montageteams zusammen und begleiten den kompletten Projektablauf. Dadurch wird garantiert, dass innovative Standards gesetzt und außergewöhnliche Anlagen geschaffen werden.

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KONTINUITÄT UND WEITERENTWICKLUNG

Die Vonblon Maschinen GmbH in Nüziders verbindet Erfahrung mit strukturiertem Wachstum. Im Familienbetrieb steht bereits die nächste Generation in den Startlöchern.

Was 1967 in einer Garage begann, ist heute ein hochspezialisiertes Unternehmen mit über 50 Mitarbeitenden und Standorten in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Niederösterreich. Die Vonblon Maschinen GmbH in Nüziders hat sich auf Forst- und Gartentechnik sowie Spezialfahrzeuge für Offroad-Einsätze im Alpenraum spezialisiert.

Neben klassischen Geräten vertreibt und wartet das Familienunternehmen seit 1995 auch Polaris-Fahrzeuge in Österreich. Motorschlitten, Quads und Ranger-Modelle kommen bei Bergbahnen, Gemeinden oder Veranstaltern zum Einsatz, vor allem dort, wo Gelände und Witterung besondere Anforderungen stellen. Über die Jahre hat sich daraus auch ein umfangreiches Miet- und Serviceangebot entwickelt.

Die nächste Generation Geführt wird der Familienbetrieb von den Brüdern Gerold, Thomas und Horst Vonblon. Die nächste Generation arbeitet bereits in verschiedenen Bereichen mit und übernimmt schrittweise Verantwortung im Unternehmen. Lukas leitet den neuen Standort in Wiener Neustadt, Hannes verantwortet den Vertrieb von Portable Winch, Christina koordiniert die PolarisOffice-Agenden und David tritt im Bereich

Nüziders

Forst- und Gartentechnik in die Fußstapfen seines Vaters.

Auch in der Ausbildung engagiert sich der Betrieb. Derzeit werden sieben Lehrlinge ausgebildet, unter anderem im Bereich KFZ-Technik und Lagerlogistik. Praktische Ausbildung und technische Spezialisierung spielen dabei eine zentrale Rolle.

Ein weiteres Standbein ist der Vertrieb von Husqvarna-Automowern. Über 6000 Geräte werden in ganz Vorarlberg betreut und

gewartet. Mit Nüziders und Lustenau gibt es dafür gleich zwei spezialisierte Standorte.

Investition in die Zukunft

Parallel dazu investiert Vonblon in die Infrastruktur, unter anderem in zusätzliche Lagerflächen und Ladepunkte für Elektrofahrzeuge am Standort in Nüziders. Für die Kunden entsteht zudem eine Test- und Demofläche für Husqvarna-Rasenroboter. Der Familienbetrieb setzt damit auf Kontinuität und strukturiertes Wachstum.

Die Firmenzentrale in Nüziders.
Fotos: Vonblon Maschinen GmbH
Der neue Standort in Niederösterreich.

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VOM WALGAU IN DIE WELT DER DÜFTE

Ein Tropfen Lavendel, ein Hauch Zitrus – Düfte prägen den Alltag. Doch wo sie wachsen und wie sie verarbeitet werden, bleibt meist im Hintergrund. In Satteins im Walgau rückt man genau das seit 35 Jahren ins Zentrum.

1991 gründeten Elmar Mähr und Franz Reichart den Betrieb, heute führt ihn die zweite Generation weiter. Der Grundsatz ist klar formuliert: Ätherische Öle gelten als kostbare Geschenke der Natur. Ihre Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten werden mit Sorgfalt, Verantwortung und Fachwissen weitergegeben. Das Sortiment umfasst ätherische Öle, Duftkompositionen, naturbelassene Hydrolate, fette Pflanzenöle, Naturkosmetik, ökologische Reinigungsprodukte sowie Aromapflege für Tiere.

Die Reise eines Öls beginnt nicht im Walgau, sondern dort, wo die Pflanzen ihre idealen Bedingungen finden – Lavendel in sonnigen Höhenlagen, Zitrusfrüchte im warmen Süden, Harze in trockenen Regionen. Dort werden Blüten, Schalen oder Hölzer destilliert oder gepresst. Erst die fertigen Essenzen treten den Weg nach Vorarlberg an. In Satteins werden die eingehenden Öle sorgfältig geprüft. Analysezertifikate und Laborbefunde der Produzenten werden kontrolliert, bei Bedarf, etwa für ein Fettsäurenprofil von Hanf- oder Leinsamenöl – beauftragt das Unternehmen externe Labore. Zusätzlich erfolgt eine sensorische Prüfung: Geruch, Farbe und Beschaffenheit werden genau

beurteilt. So bleibt jede Charge nachvollziehbar und transparent dokumentiert.

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Vielstoffgemische und werden in der Regel verdünnt angewendet. Drei bis vier Tropfen auf zehn Milliliter Mandelöl genügen beispielsweise für ein Körperöl. Mag. Tina Krupalija, Dipl. Aromapraktikerin AiDA, arbeitet seit vielen Jahren mit diesen natürlichen Rohstoffen. „Ätherische Öle sind keine Trendprodukte. Sie brauchen Fachkenntnis und einen verantwortungsvollen Umgang“, sagt sie. In ihrer täglichen Praxis erlebt sie, wie wichtig klare Information ist. Sicherheit entsteht durch Wissen – und durch einen bewussten Umgang mit dem, was die Natur zur Verfügung stellt.

Von Bienen und Böden Wer das Firmengebäude in Satteins betritt, ahnt nicht, dass über den Dächern gearbeitet wird. Auf dem Gründach stehen zwei Bienenstöcke. Ein Imker aus dem Walgau betreut sie. Rundherum wächst ein Aromagarten mit mehr als 60 Pflanzenarten. Dort sammeln die Tiere Nektar, dort entsteht der Honig, der im Haus bleibt. Es ist kein Produktionszweig, sondern ein bewusst gesetztes Zeichen für Artenvielfalt. Auch am Boden bleibt der Bezug zur Region sichtbar. Zwei Landwirte aus Satteins bau-

en Hanf und Lein an. Ein Teil der Ernte wird zu Ölen verarbeitet und als Sonderabfüllung angeboten. Die Mengen sind überschaubar, der Gedanke dahinter klar: Wertschöpfung beginnt vor der eigenen Haustür.

Zwischen Aromagarten, Bienenstöcken und Abfüllanlage entsteht so ein Produkt, das von globalen Anbaugebieten in den Walgau führt – und von hier aus weiter in viele Haushalte. Wer selbst ausprobieren möchte, wie sich naturreine Rohstoffe verarbeiten lassen, findet unten ein einfaches Rezept für einen Pflegebalsam für trockene Haut.

Pflegebalsam für trockene Haut

Zutaten

76 g Jojobaöl bio

5 g Wildrosenöl nativ bio

5 g Sheabutter bio

10 g Bienenwachs bio

1 g Vitamin E

30 Tropfen Mandarine rot

7 Tropfen Clementine

20 Tropfen Rosengeranie

10 Tropfen Atlas Zeder Zubereitung

Jojobaöl auf maximal 65 °C erwärmen. Sheabutter und Bienenwachs darin schmelzen. Wirkstofföle und Vitamin E beigeben. Mischung auf etwa 50 °C abkühlen lassen, ätherische Öle einrühren und abfüllen.

www.feeling.at

Fotos: Magma

VERTRAUEN ÖFFNET TÜREN

Immobilienmaklerin Marlies Vögel begleitet Menschen beim Kauf und Verkauf ihrer Immobilien –mit Klarheit, fachlicher Kompetenz und einem feinen Gespür für die persönlichen Geschichten.

Wenn eine Wohnung oder ein Haus verkauft werden soll, sind Vertrauen und eine klare, transparente Kommunikation entscheidend. Das betont Marlies Vögel, selbstständige Immobilienmaklerin aus Göfis, aus voller Überzeugung. Neben Einfühlungsvermögen zählen für sie vor allem Menschenkenntnis, Verhandlungssicherheit und fundiertes Fachwissen – etwa im Hinblick auf rechtliche Rahmenbedingungen. Auch Kreativität im Marketing spielt eine wesentliche Rolle. „Ohne Authentizität funktioniert es nicht“, sagt sie aus Erfahrung. Mit großer Begeisterung begleitet sie ihre Kundinnen und Kunden Schritt für Schritt bis zum erfolgreichen Abschluss.

Ehrliche Gespräche als Grundlage Jeder Immobilienverkauf beginnt bei Marlies Vögel mit einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch. Im Anschluss folgt die sorgfältige Besichtigung des Objekts. Dabei steht für sie im Mittelpunkt: Welche Besonderheiten gibt es? Wo lie-

gen die Stärken, wo mögliche Schwächen? Gemeinsam wird definiert, welche Käuferinnen und Käufer am besten zur Immobilie passen. In den anschließenden Verhandlungen versteht sie sich als vermittelnde Instanz zwischen unterschiedlichen Erwartungen und Interessen. „Mir ist wichtig, stets mit offenen Karten zu spielen“, betont sie. Besonders schätzt sie ihre Tätigkeit im Außendienst: Neue Immobilien kennenzu-

lernen sei immer wieder spannend – und jeder erfolgreiche Abschluss ein besonderes Highlight, so Marlies Vögel.

Marlies Vögel – V-Immobilien

T +43664 1189601 marlies.voegel@v-immobilien.at www.v-immobilien.at

Fotos: Klaus Hartinger

TRADITIONSVEREIN IN MODERNER ZEIT

Die Handwerkerzunft Schlins-Röns blickt auf eine über 300-jährige Geschichte zurück. Die über 220 Mitglieder verbinden Tradition mit moderner Vereinsstruktur.

Einem jungen und zugleich sehr alten Verein steht Bernd Hartmann aus Schlins vor. Der Tischler ist Zunftmeister der Handwerkerzunft Schlins-Röns. Diese wurde 1725 gegründet und überdauerte Jahrhunderte. 2022 wurde die traditionsreiche Institution mit der Gründung als Verein an moderne Strukturen angepasst.

„Das hat einfach Sinn gemacht“, erklärt Bernd Hartmann. Die Zunft hat sich seit ihrer Geburtsstunde vor über 300 Jahren ebenso stark gewandelt wie die Gesellschaft. Damals regelten Zünfte das Handwerk und vertraten dessen Interessen.

„Diese Aufgaben haben heute Institutionen wie die Wirtschaftskammer übernommen“, sagt der Tischlermeister. Die Zunft hat sich daher dem Erhalt des Handwerks verschrieben. Hinzu kommt die Vernetzung der Handwerker. Schließlich zählt die Zunft über 220 Mitglieder.

Kinder bauen Fackeln

Mehrere Veranstaltungen gehören jedes Jahr zum Programm. Ein Fixpunkt ist im Jänner der Zunfttag, die Vollversammlung. Am Funkenwochenende findet ein Fackelbaunachmittag für Kinder statt. „Heuer waren 50 Mädchen und Buben mit dabei“, berichtet der Zunftmeister.

Hinzu kommen gesellige Anlässe, Betriebsbesichtigungen und Zunftausflüge. Zudem ist die Vereinigung auf Veranstaltungen wie der Lehrlingsmesse vertreten oder unterstützt Initiativen wie „Lehre im Walgau“ mit Handwerks-Expertise aus den eigenen Reihen.

Mobiler Zunftraum

Zur Feier des 300-Jahr-Jubiläums im vergangenen Jahr wurde das von EU, Bund und Land geförderte Leader-Projekt „Handwerk bewahren“ initiiert. Dazu gehörte auch der Bau eines eigenen Zunftraums. Der mobile Kubus informiert über die Geschichte der Zunft. Sein Heimat-Standort ist beim Schlinser Feuerwehrhaus. Die Außenfassade besteht aus Holzlatten, die nach einer alten japanischen Technik angekohlt wur-

Schlins-Röns

den. Im Inneren stehen Besucher auf Fliesen, die von den Zunftmitgliedern bei Karak in der Bludenzer Fabrik Klarenbrunn selbst gefertigt wurden.

Lebendige Geschichte

Vollendet wird das Leader-Projekt heuer mit einem Stelenweg durch Schlins und Röns. An historisch bedeutsamen Plätzen informieren Stelen über die Geschichte des Handwerks im Ort. Mit dem Projekt zum Jubiläumsjahr lässt die Zunft das Handwerk hochleben und verbindet so Geschichte mit Zukunft.

Weitere Informationen unter www.handwerkerzunft.com

Foto: Michael Steinlechner
Bernd Hartmann im Zunftraum.
Fotos: Handwerkerzunft Schlins-Röns

AMMANNBAU NENZING –ERFOLGREICH NEU

AUFGESTELLT

Mit einer klaren Struktur und erweiterten Leistungen präsentiert sich Ammannbau nach der Neuorganisation zukunftsorientiert und breit aufgestellt. Das Vorarlberger Familienunternehmen bündelt seine Kompetenzen heute in mehreren starken Bereichen rund um Bau und Immobilien.

Als Generalunternehmen begleitet Ammannbau Bauprojekte von der Planung bis zur schlüsselfertigen Umsetzung. Parallel dazu entwickelt das Unternehmen eigene Wohnbauprojekte, bei denen Qualität, Funktionalität und nachhaltige Bauweise im Mittelpunkt stehen. Aktuelle Projekte wie die Wohnanlagen Wohnziel in Nenzing, Mühlbach in Nüziders sowie die Ferienhäuser auf Bazora zeigen die Vielfalt der Entwicklungen, vom modernen Wohnen bis zu besonderen Rückzugsorten in der Natur.

Mit Ammann IMMO wurde zudem eine eigene Immobilienabteilung aufgebaut. Sie betreut Verkauf, Vermietung und Mietverwaltung und bietet Eigentümern sowie Interessenten persönliche Beratung und fundierte regionale Marktkenntnis. Ergänzt wird das Angebot durch das unternehmenseigene Betonfertigteilwerk, das eine effiziente und präzise Produktion hochwertiger Bauelemente ermöglicht. Durch die erfolgreiche Umstrukturierung vereint Ammannbau Baukompetenz, Projektentwicklung und Immobilienservice unter einem Dach, zum Vorteil von Kunden und Partnern in der Region. WERBUNG

Weitere Informationen auf www.ammannbau.at

Manchmal genügt ein ruhiger Ort, um wieder bei sich selbst anzukommen.

Zwischen Holz, Wasser und weitem Blick über die Berge wird spürbar, was wirklich trägt. Stille und Verwurzelung wachsen aus der Landschaft und schenken Momente, die leise nachklingen.

Foto: Andreas Vaschauner

WALGAUER WERKBOXEN BRINGEN HANDWERK IN DIE SCHULEN

Die Walgauer Werkboxen bleiben auf Erfolgskurs.

Seit Jahren stehen die Walgauer Werkboxen für gelebte Begeisterung am Handwerk, und ihre Erfolgsgeschichte setzt sich eindrucksvoll fort: Bereits über 22 fixierte Einsätze im ersten Halbjahr 2026 zeigen, wie groß das Interesse der Schulen in der Region ist. Die Werkboxen sind aus dem Bildungsalltag im Walgau kaum mehr wegzudenken.

Initiiert von der Wirtschaft im Walgau (WIWA) verfolgen die Walgauer Werkboxen ein klares Ziel: Kindern und Jugendlichen wieder mehr Raum zum Entdecken, Ausprobieren und kreativen Schaffen zu geben. Die Werkboxen werden an Schulen in der Region kostenlos ausgeliehen – ein starkes Zeichen für die Förderung junger Talente und für die nachhaltige Stärkung unserer Region.

Eine Werkstatt auf Rädern

Die Walgauer Werkboxen sind eine voll ausgestattete Werkstatt auf Rädern. In einem Anhänger finden sich Materialien, Werkzeuge und Anschauungsobjekte aus fünf spannenden Bereichen: Bau, Holz, Metall, Strom und Wasser.

Hier wird gehämmert, geschraubt, gesteckt und getüftelt. Mit „echten“ Materialien wie Holz, Metall oder Zement entstehen kreative Werkstücke und vor allem wertvolle Erfahrungen. Im freien Tun entwickeln Kinder nicht nur handwerkliche Fertigkeiten, sondern auch Problemlösungskompetenz, Teamfähigkeit und Selbstvertrauen in die

eigenen Fähigkeiten. Und das Schönste daran: Die Begeisterung und der Spaß am gemeinsamen Werken stehen dabei stets im Mittelpunkt.

Lernen von den „Füchsen“

Ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor sind unsere „Füchse“. Das sind pensionierte, leidenschaftliche Handwerker:innen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung mit großer Freude an die junge Generation weitergeben. Mit Geduld, Einfühlungsvermögen und einer guten Portion Gelassenheit begleiten und beraten sie die Kinder bei ihren Projekten. Ohne dieses außergewöhnliche Engagement wäre das Projekt in dieser Form nicht möglich.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Die steigende Nachfrage der Schulen zeigt deutlich: Die Walgauer Werkboxen treffen den Nerv der Zeit. In einer Welt, in der praktische Erfahrungen immer seltener werden, schaffen sie wertvolle Räume für echtes Erleben und nachhaltiges Lernen. Die Wirtschaft im Walgau freut sich über neue „Füchse“, die ihre Leidenschaft fürs Handwerk mit Kindern teilen möchten. Wer Freude daran hat, junge Menschen beim Entdecken und Werken zu begleiten, ist herzlich eingeladen, sich bei der Wirtschaft im Walgau zu melden.

Weitere Informationen bei Ludwig Berger (T 0664 201 6464) oder auf www.wirtschaft-im-walgau.at

Fotos: Wirtschaft Im Walgau

SICHERE WASSERVERSORGUNG

Mit dem Spatenstich im September 2025 startet in Schnifis der Bau eines neuen Hochbehälters. Das Projekt sichert die Trinkwasserversorgung der Region langfristig bis 2060.

Mit dem Spatenstich im September 2025 setzt der Trinkwasserverband Mittlerer Walgau den Startschuss für die Zukunft der Trinkwasserversorgung: Um den Wasserbedarf an verbrauchsreichen Tagen bei steigendem Bedarf bis 2060 zu sichern, wird in Schnifis bis Ende 2026 ein neuer Hochbehälter errichtet und es werden neue Pumpstationen und Leitungen installiert. Die Kostenschätzung beträgt über 3 Millionen Euro.

Geringere Niederschläge

Der Trinkwasserverband Mittlerer Walgau wurde im Jahr 2022 zur Schaffung eines regionalen Notwasserverbundes von den sechs Mitgliedsgemeinden Bludesch, Düns, Dünserberg, Röns, Schlins und Schnifis gegründet. Ausschlaggebend dafür waren die geringen Niederschläge im Sommer und Herbst 2018, wodurch die Quellschüttungen in Düns, Dünserberg, Röns und Schnifis relativ stark zurückgegangen sind. Speziell an verbrauchsreichen Tagen wird der Wasserbedarf in den genannten Gemeinden mit den minimalen Schüttungsmengen der jeweiligen Quellen nicht ausreichend abgedeckt.

Für Düns, Dünserberg, Röns und Schnifis prüfte das Planungsbüro Adler+Partner in einer Studie zur Notwasserversorgung verschiedene Möglichkeiten eines Verbunds mit benachbarten Gemeinden. Da die höher gelegenen Nachbargemeinden in Perioden mit minimalen Quellschüttungen über keine oder nur sehr geringe Überwassermengen verfügen, ist ein regionaler Verbund mit der Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Schlins, welche bereits über einen Notverbund mit der Gemeinde Bludesch verfügt, zweckmäßig.

Der neue Hochbehälter Schnifis II soll über 460 Kubikmeter Inhalt verfügen, davon ca. 275 Kubikmeter Tagesausgleichsmenge, 85 Kubikmeter Betriebsreserve und 100 Kubikmeter Löschwasservorrat. Die Kosten zur Errichtung des Hochbehälters, die Installation mehrerer Pumpstationen und die Errichtung von Transportleitungen auf 3,1 Kilometern zwischen den Gemeinden werden auf 3,2 Millionen geschätzt. Baufirma vor Ort ist Tomaselli & Gabriel Bau.

Mit dem neuen Hochbehälter wird eine Verbesserung der Druckverhältnisse und

die Schaffung einer zeitgemäßen Löschwasserversorgung der Gemeinde Schnifis erzielt. Weiters dient das Bauwerk aber auch der Versorgung der Gemeinde Röns. Die Quellschutzgebiete der Gemeinde Röns sowie der Zustand des Hochbehälters Röns entsprechen nicht dem Stand der Technik. Eine Sanierung wäre mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden. Daher wird Röns künftig über den neuen Hochbehälter Schnifis mit Trinkund Löschwasser versorgt.

Investition in Zukunft

Durch die Leitungsverbünde zwischen den Gemeinden wird in Notsituationen die Möglichkeit zur Wasserförderung aus den Grundwasservorkommen an der Talsohle des Walgaus (Schlins-Bludesch) bis ins Gemeindegebiet Dünserberg geschaffen. Mit Verwirklichung des Projekts wird dem

Trockenstress der Bäche in heißen Sommern im Zuge des Klimawandels entgegengewirkt und die Wasserversorgung der Gemeinden Düns, Dünserberg, Röns und Schnifis für die Zukunft auch längerfristig gesichert.

„Dem gesamten Bauvorhaben wünsche ich einen guten und unfallfreien Verlauf”, erklärte Michael Ammann, Altbürgermeister der Gemeinde Röns und bis zuletzt Obmann des Trinkwasserverbands Mittlerer Walgau. Am Spatenstich nahmen auch die Bürgermeister Simon Lins (Schnifis), Wolfgang Lässer (Schlins), Walter Rauch (Dünserberg), Florian Schobesberger (Röns), Lukas Batlogg (Düns), Altbürgermeister Gerold Mähr (Düns) sowie Tomaselli–Gabriel-Bauleiter Rainer Burtscher, Lutz Feldmann von Adler+Partner ZT sowie Klaus Salzmann, ETS Planungsbüro für Elektrotechnik, teil.

V. l.: Gerold Mähr, Lukas Batlogg, Simon Lins, Klaus Salzmann, Walter Rauch, Florian Schobesberger, Wolfgang Lässer, Michael Ammann, Lutz Feldmann, Rainer Burtscher und Rene Lagger.
Fotos: Henning Heilmann

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VOM WALGAU AN DIE WELTSPITZE

Der amtierende Freestyle-Trampolinweltmeister Evan Rocha aus Nüziders verbindet Perfektion in der Luft mit tiefer Verwurzelung in seiner Heimatregion.

Quintuple Twisting Backflip. Triple Full in Double Back out. Quad Backflip. Schon beim Lesen dieser Zeilen wird so manchem schwindlig. Andere werden mit diesen Tricks Weltmeister im Freestyle-Trampolinsprin gen. Einer von ihnen ist Evan Rocha. Er ist amtierender Champion und will heuer seinen Titel verteidigen. Was er neben dem Sport allerdings genauso liebt, ist seine Heimat: der Walgau.

Geboren in Virginia (USA) wächst Evan in den ersten fünf Jahren seines Lebens als Kind einer Vorarlbergerin aus Schlins und eines US-Amerikaners in Washington D.C. auf. Nach der Zeit in den Staaten zieht es die Familie von der großen Stadt in das beschauliche Schnifis, wo der Walgauer aufwächst. Heute lebt der 21-Jährige mit

Freunden aus der Szene in einer FreestyleWG in Nüziders. Neben ihrer Leidenschaft für den Sport verbindet die Trampolinspringer noch etwas: Gemeinsam haben sie mit rund 1,5 Millionen Follower eine enorme Reichweite auf Social Media.

„Haben uns gegenseitig gepusht“ Evans Weg beginnt früh, denn bereits als Kind verbringt er jede freie Minute auf dem Trampolin. In der Sportmittelschule Satteins entdeckt er auf YouTube Videos von FreestyleAthleten. „Ich habe gesehen, was möglich ist und wollte es sofort selbst probieren.“ Die ersten Tricks bringt er sich mithilfe von Tutorials selbst bei. Mit 13 lernt er Jakob „Jake“ Müller in der Schule kennen. Sie trainieren täglich, teils bis zu sechs Stunden. „Wir haben uns gegenseitig gepusht. Ohne diese Zeit wäre

ich heute nicht hier.“ Müller ist heute Freerider.

2018 folgt der erste Wettkampf in Tirol, organisiert von der Freestyle Trampoline Association. Rocha gewinnt auf Anhieb. Der Einstieg in die internationale GRT-Crew folgt. Shows, Events, Content-Produktion und Community-Aufbau in mehreren Ländern prägen seither seinen Alltag.

Vier Weltmeisterschaften später steht er an der Spitze. Im vergangenen Jahr holt er in Barcelona Gold. „Das war der Moment, für den ich jahrelang gearbeitet habe.“ Die nächste Weltmeisterschaft steht im September 2026 an. Das Ziel formuliert er nüchtern: „Ich will den Titel verteidigen.“

„Es geht um Timing, Gefühl und Mut“ Trainiert wird strukturiert. In St. Anton am Arlberg stehen fünf Euro-Trampoline zur Verfügung. Ein- bis zweimal pro Woche Hallentraining, im Sommer zusätzlich Einheiten auf einem High-PerformanceTrampolin seines Hauptsponsors Berg im

Fotos: Evan Rocha

eigenen Garten. Dazu kommt einmal wöchentlich Krafttraining. Im Winter nutzt er Parkanlagen als Trainingsraum, im Sommer ergänzt Klettern das Programm. „Körperspannung ist alles. Ohne saubere Technik funktioniert kein Trick.“ Auch Klippenspringen in Italien oder der Schweiz gehört dazu. Bewegungsmuster vom Trampolin lassen sich übertragen. „Es geht um Timing, Gefühl und Mut.“

Der Reiz des Sports liegt für ihn in der Kreativität. „Freestyle-Trampolin lebt davon, dass man Neues ausprobiert.“ Evan versteht sich als Teil einer jungen, wachsenden Szene. „Wir entwickeln den Sport gerade aktiv mit.“ Früher stand für ihn vor allem das Austesten der eigenen Grenzen im Vordergrund, heute gehe es stärker um Präzision und Innovation. „Ich will Bewegungen verstehen, nicht nur ausführen.“

„Ich liebe den Walgau“

Die Wurzeln von Evan liegen im Walgau, Sehnsuchtsregion des 21-Jährigen. Wandern über das Dünser Älpele auf den Hochgerach, Schwimmen im Freibad oder mit Freunden abhängen. Das sind prägende Erinnerungen. „Ich liebe den Walgau. Die Mischung aus Natur und Bodenständigkeit passt zu mir.“

Spektakuläre Einlage – Evan überspringt via Trampolin einen Motorradfahrer.

Seit einem Jahr treibt er auch sein eigenes Herzensprojekt voran: „Freestyle-Akrobatik“. Der Start erfolgte im Walgau, nun soll auf ganz Vorarlberg ausgeweitet werden. Im Mittelpunkt stehen Parcours, Trampolin und Turnelemente. Mit Fokus auf Kinder und Jugendliche. „Bewegung muss Spaß machen. Leistung entsteht dann fast von selbst.“ Im Sommer organisiert er Camps. Ziel ist es, den Freestyle-Lifestyle

weiterzugeben. „Ich möchte zeigen, was alles möglich ist.“ Wichtig ist ihm dabei eines: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Genau das wollte ich immer.“

Evan Rocha

Freestyle-Trampolinweltmeister Alter 21 Jahre Instagram @evanjrocha

Evan mit dem Weltmeisterpokal bei der Weltmeisterschaft in Barcelona.

FREIZEITWERT STARK ERHÖHT

Die Akteure der Dreiklanggemeinden Schnifis, Düns und Dünserberg setzten im vergangenen Jahr wichtige Impulse, um ihre Rolle als attraktive und familienfreundliche Naherholungsregion weiter zu stärken.

Mit gezielten Investitionen in Infrastruktur, Freizeitangebote und Wegenetz wurde die Aufenthaltsqualität für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen deutlich verbessert.

Pfänderrunde generalsaniert Im vergangenen Jahr wurde die beliebte Pfänderrunde zwischen der Bushaltestelle Boden und dem Hensler umfassend saniert. Die Strecke wurde so aufbereitet, dass sie nun auch mit kleinen Kindern oder weniger geübten Wandernden problemlos begangen werden konnte. Mit nur 90 Höhenmetern auf rund 1.400 Metern Seehöhe eignet sich die Tour ideal für Spaziergänge von 45 bis 90 Minuten – je nach gewählter Variante. Die Route wurde insbesondere von Familien geschätzt, deren Kinder noch nicht so geländegängig sind.

Neuer Spielplatz bei der Seilbahn-Bergstation Ein wesentlicher Schritt in Richtung Familienfreundlichkeit gelang mit der Eröffnung

des neuen Spielplatzes bei der Bergstation der Seilbahn Schnifis. Der modern gestaltete Spielplatz, ausgestattet mit modernen Spielgeräten zum Klettern, Schaukeln, Rutschen und Entdecken, wurde in Zusammenarbeit zwischen der Seilbahn Schnifis und dem Henslerstüble realisiert und erfüllte einen lang gehegten Wunsch vieler Ausflugsgäste.

Mountainbikenetz um 8,6 Kilometer erweitert Auch für sportlich Aktive wurde das Angebot ausgebaut. In Kooperation zwischen der Agrargemeinschaft und der Gemeinde Schnifis konnte das Mountainbikenetz der Region wesentlich erweitert werden. Mit der Strecke Schnifis – Hochwald – Äußere Alpila sowie dem anschließenden Lückenschluss zum Hensler bzw. Dünser Älpele kamen insgesamt 8,6 Kilometer an neuer Mountainbike-Infrastruktur dazu. Damit wurde das Gebiet für Mountainbiker noch attraktiver und vielfältiger.

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STARTE DURCH: LEHRE IM WALGAU

Bereit für eine spannende Karriere? Werde Lehrling und entdecke die Welt voller Möglichkeiten!

Sei kein Zuschauer, sondern der Hauptdarsteller deiner Karriere – starte jetzt als Lehrling! Die Mitgliedsbetriebe der „Lehre im Walgau“ suchen nach jungen Talenten in den Bereichen Handwerk, Handel, Tourismus, Baugewerbe und Industrie – und sie haben viel zu bieten! Gemeinsam engagieren sich 73 Top-Ausbildungsbetriebe, die insgesamt über 370 Lehrlinge in über 80 verschiedenen Berufen ausbilden. Da ist für jeden etwas dabei.

Vielfältige Karrierechancen

Nach deiner Lehre stehen dir viele spannende Wege offen, um in deiner Karriere weiterzukommen. Dazu gehören unter anderem die Meisterprüfung, Aufbaulehrgänge, Berufsreifeprüfung, Studienberechtigungsprüfung, Matura oder ein berufsbegleitendes Studium. Die Welt steht dir offen!

Bei der „Lehre im Walgau“ werden Seminare und Kurse organisiert, an denen alle Lehrlinge der Mitgliedsbetriebe teilnehmen können. Zudem werden innovative Lehrlingsprojekte angeboten, die den Horizont der Teilnehmer erweitern und sie auf neue Herausforderungen vorbereiten. Mit über 40 Veranstaltungen pro Jahr direkt im Walgau wird Langeweile zum Fremdwort. Von Finanzführerschein bis hin zu Tipps für Selbstpräsentation - hier hast du die Möglichkeit, dich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln.

Auf www.lehre-im-walgau.at findest du alle Lehrberufe, die unsere Mitgliedsbetriebe anbieten, super detailliert beschrieben. Außerdem gibt's eine Übersicht aller Ausbildungsbetriebe, die coole Lehrstellen am Start haben. WERBUNG

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ERSTE PEFC-GEMEINDE: SCHNIFIS SETZT ZEICHEN

Die Gemeinde Schnifis übernimmt eine Vorreiterrolle im nachhaltigen Umgang mit Holz: Als erste Gemeinde in Vorarlberg hat sich Schnifis offiziell zur PEFC-Gemeinde erklärt und verpflichtet sich damit, bei der Beschaffung und Verwendung von Holzprodukten vorrangig auf das PEFC-Siegel zu setzen.

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie überreichte Dr. Kurt Ramskogler, Obmann von PEFC Austria, in Anwesenheit von LKPräsident Josef Moosbrugger und Landesrat Christian Gantner, die offizielle Urkunde an Bürgermeister Simon Lins. Mit dem offiziellen Status als PEFC-Gemeinde setzt Schnifis ein starkes Zeichen für regionale Wertschöpfung, Klimaschutz und eine lebenswerte Zukunft.

Holz aus der Region für die Region „Mit dem Schritt zur PEFC-Gemeinde bekennen wir uns klar zu nachhaltiger regionaler Waldbewirtschaftung und zur Einhaltung höchster Umweltstandards“, betonte Bürgermeister Simon Lins in seiner Dankesrede. „Unsere Gemeindewälder sind durch die Bewirtschaftung der FBG Jagdberg PEFC-zertifiziert. Mit dem eigenen Fernwärme-Heizwerk, das ausschließlich mit dem Holz aus der eigenen Gemeinde und Agrarwäldern betrieben wird, werden neben allen öffentlichen Gebäuden auch die Sennerei Schnifis und mehrere Privathaushalte versorgt. Zudem verwendet die Gemeinde Schnifis Papier mit dem PEFC-Gütesiegel.“

Nachhaltige Forstwirtschaft mit Vorbildcharakter Landesrat Christian Gantner würdigte das Engagement der Gemeinde Schnifis: „Die Gemeinde Schnifis geht mit gutem Beispiel voran und übernimmt Verantwor tung für unseren natürlichen Lebensraum, den Wald. Mit dem Schritt zur PEFC-Gemeinde bekennt sie sich zur nachhaltigen Nutzung des Waldes, zur regionalen Wertschöpfung und zum Klimaschutz. Holz als nachwachsender Rohstoff spielt dabei eine zentrale Rol le. Wer den Wald nutzt, pflegt und schützt, schafft Grundlagen für kommende Generationen – ganz im Sinne der Vorarlberger Waldstrategie 2030+. Denn der Wald wächst nicht von heute auf morgen – und er erholt sich auch nicht so schnell. Umso mehr

verdienen jene Anerkennung, die sich mit Fachwissen, Hausverstand und Herzblut für eine aktive und nachhaltige Forstwirtschaft einsetzen. Schnifis zeigt eindrucksvoll, was ‚schützen durch nützen‘ bedeutet und setzt damit ein starkes Zeichen, dem hoffentlich noch viele Gemeinden folgen werden.“

PEFC-Obmann Dr. Kurt Ramskogler zeigt sich sehr erfreut: „Wir freuen uns, Schnifis als erste PEFC-Gemeinde in Vorarlberg auszeichnen zu dürfen. Mit ihrem Bekenntnis zu unserem Siegel zeigt die Gemeinde sichtbar, welchen Stellenwert die Verwendung von Produkten aus einer aktiven und nachhaltigen Waldbewirtschaftung besitzt, und stärkt somit das Bewusstsein für den nachwachsenden Rohstoff Holz.“

Forstunternehmer, PEFCAward-Gewinner und PEFC-Botschafter Günter Dünser unterstrich, dass PEFC weit mehr bedeutet als ein Siegel: „Nachhaltige Waldbewirtschaftung heißt für uns: keine Kahlschläge, Förderung der Naturverjüngung, Artenvielfalt und gezielte

Waldpflege. So bleibt unser Wald auch für kommende Generationen ein wertvoller Lebensraum.“

Siegel für Biodiversität und Klimaschutz Josef Moosbrugger, Präsident der Österreichischen und Vorarlberger Landwirtschaftskammer und Obmann des Waldverbands Vorarlberg, sieht im PEFC-Siegel einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: „Der Vorarlberger Waldverband vermarktet jährlich rund 60.000 Festmeter PEFC-zertifiziertes Rundholz. Als größter Holzvermarkter im Ländle vertritt er rund 4.000 Mitglieder. Alle Waldverbands-Mitglieder sind über die Gruppenzertifizierung PEFC-zertifiziert. Dieses Siegel zeichnet die Klimafitness, die Biodiversitätsleistung und nachhaltige Waldbewirtschaftung aus. Somit liefern die Waldbewirtschafter nicht nur erneuerbare Rohstoffe für unsere holzverarbeitenden Betriebe und sorgen für eine regionale Wertschöpfungskette, sondern sind gleichzeitig auch Klimaschützer. Denn nach PEFC-Richtlinien bewirtschaftete Wälder sind stabiler gegen Wetterextreme und wichtige CO2Speicher. Wir freuen uns, wenn unser Vorarlberger PEFC-Holz gerade bei Gemeinden, öffentlichen Bauträgern und privaten Bauvorhaben noch mehr gefragt und als nachhaltiger Baustoff genutzt wird.“

Landesrat Christian Gantner, Forstarbeiter und Waldpädagoge Günter Dünser, PEFC-Austria-Obmann Kurt Ramskogler, Bürgermeister Simon Lins und LK-Präsident Josef Moosbrugger.
Fotos: Gemeinde Schnifis

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65 JAHRE SEILBAHN SCHNIFIS-SCHNIFISBERG

Kaum zu glauben, aber dennoch wahr: Die Seilbahn Schnifis-Schnifisberg startet heuer in ihr 65. Betriebsjahr.

Am 3. April 1961 wurde die Bahn feierlich eröffnet und hat seither als landwirtschaftliche Transportbahn mit „beschränkter“ Personenbeförderung einen festen Platz in der Region. Trotz oder gerade wegen ihres ursprünglichen Nutzungszwecks erfüllt die Seilbahn bis heute zuverlässig ihren Dienst und befördert jährlich rund 35.000 Gäste sicher zur Berg- und Talstation.

Start in die Sommersaison

Ab dem 15. April nimmt die Seilbahn erneut ihren Sommerbetrieb auf. Die Betriebszeiten bleiben unverändert: Mittwoch bis Sonntag von 9 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 18 Uhr. Damit bleibt die Bahn ein wichtiger und wohnortnaher Ausgangspunkt für Wanderer, Familien und Ausflugsgäste, die die Dreiklangregion erleben möchten.

Kulinarischer Donnerstag als Abend-Highlight

Auch in diesem Jahr dürfen sich Gäste wieder auf den beliebten kulinarischen Donnerstag freuen. An diesem Abend fährt die Seilbahn bis 21 Uhr und schafft damit ein besonderes Angebot: einen genussvollen Abend in Kombination mit dem Panoramablick vom Schnifnerberg. Die Mischung aus Gastronomie und Bergerlebnis hat sich längst zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische wie Besucher entwickelt.

Schnifis

Sommerkarten-Vorverkauf direkt an der Seilbahn

Darüber hinaus wird auch heuer wieder der Vorverkauf der Montafon-Sommerkarten direkt an der Seilbahn Schnifis angeboten. Wer seine Karte dort erwirbt, unterstützt den Betrieb unmittelbar und leistet einen wertvollen Beitrag zur regionalen Infrastruktur. Gleichzeitig profitieren die Gäste von der unkomplizierten Möglichkeit, die beliebten Sommerkarten direkt vor Ort zu beziehen.

Ein starkes Stück regionaler Identität Die Seilbahn Schnifis-Schnifisberg ist seit Jahrzehnten nicht nur ein praktisches Verkehrsmittel für die Naherholung, sondern auch ein Stück gelebte Regionalgeschichte. Ihr 65-jähriges Bestehen unterstreicht den hohen Stellenwert, den sie in der Dreiklangregion einnimmt – als technisches Kulturgut, touristisches Aushängeschild und als verlässlicher Partner für Freizeitund Alltagsmobilität.

Fotos: Gemeinde Schnifis

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