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Waldzeitung kw25

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Wald Zeitung

Ausgabe 04 Frühjahr 2018

www.waldverein.at

Naturschutz­ leistung Waldwirtschaft

Vier Fragen an ...

Bau gesünder und heimisch

Zwei waldreiche Geschichten

Holznutzung und Naturschutz im Einklang

lebensraumverantwortliche Landesräte

Gute Beispiele von hier

Skurrile Erzählungen von Franz Hohler


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Lebensraum Wald Wald bedeutet Heimat. Einen Platz, an dem man sich daheim fühlt. Und das gilt nicht nur für eine Vielzahl an Pfl flanzen und Tieren, sondern auch für uns Menschen. Der Wald bietet aber nicht nur einen der erholsamsten Aufenthaltsräume, die wir ffiinden können, sondern ist auch gleichzeitig Produktionsstätte des wertvollen Rohstof­ fes Holz, Schutzraum im Fall von Extremereignissen und Lieferant von sauberer Luft und Trinkwasser. Ziel des Vorarlberger Waldvereins ist es, den Wald in seiner Vielfältigkeit zu pfl flegen, zu nutzen und zu erhalten. Damit auch unsere Enkel diesen wunderbaren Lebens­ raum vollumfänglich genießen und erleben können. Wenn Sie das Thema Wald interessiert, würden wir uns freuen, Sie als Mitglied des Vorarlberger Waldvereins begrüßen zu dürfen. Weitere Informationen unter: w ww ww.waldverein.at info@waldverein.at

Vorwort

Wald – Lebensraum für alle? Die Ansprüche der Gesellschaft an den Wald werden immer vielfältiger und intensiver. Fast jede gesellschaftliche Gruppe fokussiert sich aufgrund wachsender Konkurrenz zunehmend allein auf ihr Ziel: Naturschutz, Erholung, Holzeinschlag, Trinkwasserversorgung, Jagd – um nur einige zu nennen. Das fliktpotenzial in der Gesellschaft steigt, Konfl weil jede Gruppe für maximales Erreichen ihrer Ziele kämpft und dafür durchaus auch politische Entscheidungsträger zu mobilisieren versteht. Der Kampf um einzelne Segmente aller Waldfunktionen tut dem Ökosystem Wald nicht gut, denn beim Streben nach dem Maximum gibt es logischerweise auch Verlierer. Wer nur noch Naturschutz sieht, stellt die Waldbewirtschaftung und die Versorgung der Holzwirtschaft und der Gesellschaft mit dem ökologischen,

nachwachsenden Rohstoff Holz ein und opfert viele tausend Arbeitsplätze. Wer nur noch die Jagd mit viel Wild und starken Trophäenträgern sieht, lässt eine wirtschaftliche, artenreiche und nachhaltige Waldbewirtschaftung nicht mehr zu. Eine der größten Herausforderungen für zukunftsfähigen Wald für Waldeigentümer, Förster und in der Politik Verantwortliche ist es, die gesellschaftlichen Gruppen davon zu überzeugen, dass sie von ihren maximalen Ansprüchen Abstand nehmen müssen. Toleranz gegenüber berechtigten Ansprüchen anderer Gruppen ist angesagt.

Naturgemäß bewirtschafteter, strukturreicher Wald, wie ihn Pro Silva propagiert, bietet grundsätzlich beste Voraussetzung dafür, dem Ökosystem Wald und den vielen ökonomischen, ökologischen und sozialen Ansprüchen der Gesellschaft optimal und nachhaltig gerecht zu werden. Ihre engagierten Förster gehen gerne mit Ihnen in den Wald und erklären Ihnen, was ich meine.

Nachhaltigkeit in Bezug auf den Wald ist nach meinem Verständnis die optimale Erfüllung gesellschaftlicher Bedürfnisse über Generationen. Optimal bedeutet: Abstriche machen von eigenen Maximalzielen und Raum lassen für andere.

Impressum Medieninhaber und Herausgeber: Vorarlberger Waldverein, Geschäftsstelle Rathaus Dornbirn, Rathausplatz 2, 6850 Dornbirn, Tel. 05572/306­5500 · Konzeption und Gestaltung: Baschnegger Ammann und Partner, Zollgasse 7, 6850 Dornbirn · Beratung: Kristina Dinser Art­Direction: Laura Micka · Grafi fik: Tatjana Hofmann · Redaktion: Walter Amann, Andreas Amann, Thomas Ölz, Monika Moosbrugger · Redaktionsadresse: Baschnegger Ammann und Partner, „Wald Zeitung“, Zollgasse 7, 6850 Dornbirn · Korrektur: Merle Rüdisser · Bildbear­ beitung: www.profi filer.cc · Druck: Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach · Bildnachweis: Thomas Ölz, Landwirtschaftskam­ mer Vorarlberg, Andreas Amann, Monika Moosbrugger, Landespressestelle Reinhard Faching, Alexandra Serra, L. Mathis, Bernhard Maier, Marcel Burkhardt / Schweizerische Vogelwarte, Cramers Gallery ry of Nature, Shutterstock, Conrad Amber, Walter Amann, Michael Lanz · Mit fi finanzieller Unterstützung aus dem „Holzwerbecent der Vorarlberger Waldbesitzer“, Papier aus nachhaltigen Quellen. Titelbild: Ein Weißrückenspecht im Buchengeäst Seite –2–

HANS VON DER GOLTZ Bundesvorsitzender von Pro Silva Deutschland (ANW)

Gratis-Abo: Wald Zeitung Wer keine VN bezieht, kann diese Zeitung kostenlos bestellen. Einfach anmelden und zwei Mal jährlich interessante Inhalte zu den Themen Wald, Lebensraum und regionale Wertschöpfung erhalten.

info@waldverein.at


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Seite 5

Inhalt Seite 4

Naturschutzleistung Waldwirtschaft

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· · · ·· · Seite 5

Artenvielfalt aus der Waldbewirtschaftung · · · ·· ·

Seite 6

Regeln im Wald · · · ·· ·

Naturwaldreservate

Seite 6

Naturwaldreservate Dürrwald & Rohrach · · · ·· · Seite 7

Seite 10

flanzen 20 Waldbodenpfl · · · ·· ·

Seite 8

Naturdenkmal Die Weide vom Bodensee · · · ·· ·

Seite 10

Vier Fragen an lebensraumverantwortliche Landesräte · · · ·· ·

Seite 11

Bau gesünder und heimisch Und klimaschonend mit Holz von hier · · · ·· ·

Seite 12

Der Lebensraum wird enger!

Der Lebensraum Wald und die darin lebenden Wildtiere stehen vor einer großen Herausforderung · · · ·· · Seite 13

Geschichten

Zwei Geschichten von Franz Hohler · · · ·· · Seite 14

Zahlen, Daten, Fakten · · · ·· ·

Wussten Sie, dass ... · · · ·· · Seite 15

Erstes Vorarlberger Schutzwaldbier · · · ·· · Buchtipp · · · ·· · Webtipp

Seite 12

Seite –3–


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Naturschutzleistung Waldwirtschaft flege des Waldes hat vielfältig positive Eine naturnahe, nachhaltige Bewirtschaftung und Pfl Wirkungen auf Mensch, Klima und Lebensraum.

Die heimischen Waldbesitzer können gerade im internationalen Vergleich sehr stolz auf ihre ökologische Bewirtschaftungsweise sein.

Der Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume und mehr als ein reiner Rohstoffl flieferant: Er ist ein vielfältiger Lebensraum. Neben den Bäumen sind Sträucher, krautige Pfl flanzen, Pilze und Flechten typische Waldbewohner. Diese stehen in komplexer Wechselwirkung mit der Umwelt und mit unzähligen einfachen Organismen wie mikroskopischen Bakterien, Spinnentieren, Insekten bis hin zu Wirbeltieren. Somit stellt der Wald eines der artenreichsten und komplexesten Ökosysteme unserer Erde dar. Ein Anteil von 37 Prozent der Landesfl fläche Vorarlbergs ist von Wald geprägt. Neben den vier im Jahr 1975 forstgesetzlich festgeschriebenen Funktionen Schutz-, Nutz-, Wohlfahrts- und Erholungsraum wurde 2002 auch die Lebensraumfunktion gesetzlich verankert. Damit berücksichtigt das österreichische Forstgesetz den Wald auch als unverzichtbaren Lebensraum für wildlebende Tiere und Pfl flanzen.

Dieser auch gesetzliche gültige Grundsatz wird in den heimischen Wäldern beispiellos verfolgt, und die heimische Forstwirtschaft kann stolz auf ihre ökologische Bewirtschaftungsweisen sein. Durch kleinfl flächige Nutzungs- und Pfl flegeeingriffe werden unterschiedlichste Lichtund Temperatursituationen geschaffen, was dazu führt, dass eine Vielzahl an ökologischen Nischen entstehen kann. Das hat zur Folge, dass es durch diese extensive Nutzung zu einer Zunahme der biologischen Vielfalt kommt. Das Zusammenspiel und die Wechselwirkungen der verschiedenen Elemente im Ökosystem Wald zusammen mit einer nachhaltigen und naturnahen Bewirtschaftung geben somit den Rahmen für die optimale Erfüllung aller Waldfunktionen vor. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass artenreiche Ökosystem nicht nur produktiver sind, sie können auch wesentlich besser widrigen Bedingungen wie Klimaextremen, Krankheiten

Gerade im Vergleich mit anderen Ländern in Europa, aber auch weltweit bieten wir mit unserer naturnahen Waldbewirtschaftung eine absolute Spitzenleistung in puncto Naturschutz.

und Schädlingen widerstehen als artenärmere Systeme. Deshalb ist es auch für die Forstwirtschaft in Vorarlberg gerade in Zeiten des Klimawandels von höchster Wichtigkeit, diesen Zusammenhang bei Bewirtschaftungsentscheidungen zu berücksichtigen. Die Forstwirtschaft in Vorarlberg steht für Integration. Darunter versteht man, dass auf derselben Fläche Holzproduktion und Naturschutz passieren soll. Seit Generationen beweisen die

Es gab im Masoner Schutzwald bei Dalaas keine Beeinträchtigungen durch Holznutzungen; einige EU-geschützte Vogelarten haben sogar profitiert.

Waldbewirtschafter, dass dies möglich ist. Seite –4–


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Artenvielfalt aus der Waldbewirtschaftung Die Interessen des Naturschutzes werden bei der naturnahen Waldbewirtschaftung in Vorarlberg nicht geschmälert. Teilweise profitieren sogar geschützte Vogelarten von den durchgeführten Holznutzungen.

Vorarlberg hat einen sehr naturnah aufgebauten Wald. Die Vorarlberger Waldbesitzer

„Gerade geschützte Spechte und Eulen profitierten von naturnahen Holznutzungen im Masoner Schutzwald in Dalaas.“

zeigen gerade im internationalen Vergleich klar auf, dass sie den Wald sehr verantwortungsbewusst bewirtschaften. Damit werden „Naturschutzleistungen“ produziert, Schutzwaldleistungen erhalten und die

Hermann Loretz Stolzer Obmann der Agrargemeinschaft rwald Masonerw

nachwachsende Ressource Holz mit einer hohen Wertschöpfung und Arbeitsplätzen in der Region bereitgestellt.

flächige WaldbewirtDie bei uns übliche kleinfl schaftung bringt auf vielen Flächen die nötige Struktur, von der viele Pfl flanzen- und Tierarten abhängig sind. Gleichzeitig werden viele Flächen über Jahrzehnte nicht bewirtschaftet. Damit werden auf der einen Seite „Licht-“ und auf der anderen Seite „Schattenarten“ begünstigt, und dies ergibt insgesamt eine ausgesprochen hohe Artenvielfalt. Viele Pfl flanzen- und Tierarten profitieren von dieser Bewirtschaftung, auch jene Vögel, die von der EU-Vogelschutzrichtlinie geschützt sind.

Sehr erfreulich: Waldbewirtschaftung und Naturschutz im Einklang Als Vorzeigebeispiel für die positiven Wirkungen unserer Waldbewirtschaftung kann das vogelkundlich evaluierte Holznutzungsprojekt im Masoner Schutzwald in Dalaas im K Kllostertal angeführt werden. Hier wurden die Auswirkungen der Holznutzung auf die im Natura-2000-Gebiet vorkommenden geschützten Spechte und Eulen im Jahr 2014 kontrolliert. Es konnte festgestellt werden, dass die erhobenen Vögel von den forstlichen Maßnahmen profitiert haben. Die „Naturschutzseite“ spricht oft von Beeinträchtigungen durch Holznutzung. Davon kann aber bei der hier durchgeführten Holznutzung keine Rede sein. Die Lebens- und Nahrungsräume des Grau- und Schwarzspechtes sowie des Sperlingskauzes haben sich durch die Schaffung von inneren Randlinien und kleinen offenen Flächen verbessert. Mit der Berücksichtigung von wenigen Rahmenfaktoren

können Holznutzungen und Naturschutz im Einklang abgewickelt werden. Das Ergebnis ist sehr erfreulich und bestätigt die in Vorarlberg durchgeführte naturnahe Waldbewirtschaftung voll. Es werden langfristig stabile, artenreiche, aber auch leistungsfähige Mischwälder erreicht. Die für unser Gebirgsland essenziell wichtige Schutzwaldbewirtschaftung, aber auch die „normale“ Waldbewirtschaftung mit der Nutzung der regionalen, nachwachsenden Ressource Holz steht nicht im Wiederspruch zu den Interessen des Naturschutzes.

Der Weißrückenspecht – Ein Habitatspezialist im Wirtschaftswald

Der Weißrückenspecht besiedelt in Vorarlberg Wälder zwischen 600 und 1.400 m Seehöhe in allen Regionen. Der Bestand in Vorarlberg wird auf 80 bis 120 Brutpaare geschätzt.

Es gibt in Vorarlberg acht verschiedene Spechtarten. Der Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos) gilt unter den heimischen Spechten als die Art mit den höchsten Ansprüchen in Bezug auf die Waldstruktur. Als Lebensraum bevorzugt er nicht oder wenig bewirtschaftete alte Laubund Mischwälder mit sehr hohem Totholzanteil, er wird daher als typische „Urwaldart“ gesehen. Vor Beginn der teils intensiven Waldnutzung in Mitteleuropa war der Weißrückenspecht vermutlich weit verbreitet; heute gilt er als die seltenste und am meisten gefährdete Spechtart in Europa. Schwer zu bewirtschaftende Wälder in steilen Lagen, ein relativ hoher Anteil an extensiv genutztem Privatwald und das steigende Bewusstsein für die hohe ökologische Bedeutung

Das Weißrückenspecht­ projekt der Schweize­ rischen Vogelwarte

Je besser der Überblick über das Gebiet, umso eher empfängt man das Signal des am Specht befestigten Senders.

von Totholz haben ermöglicht, dass der Weißrückenspecht in Vorarlberg seit einigen Jahrzehnten auch in unseren bewirtschafteten Wäldern wieder relativ häufig zu finden ist. Die Spechte ernähren sich hauptsächlich von in totem Holz lebenden Insektenlarven. Deshalb sind große, alte und abgestorbene Bäume oder Äste in der Krone sowie Baumstümpfe, sogenanntes Totholz, waldökologisch besonders wertvoll.

Wie sich das Vorkommen des Weißrückenspechts mit der forstlichen Nutzung der Wälder vereinbaren lässt, wird seit 2015 im Rahmen eines Forschungsprojekts der Schweizerischen Vogelwarte untersucht. Erste Ergebnisse zeigen, dass k klleinere totholzreiche Bereiche mit alten Bäumen und hohem Laubholzanteil in ansonsten intensiver bewirtschaftetem Wald für das Vorkommen der Seite –5–

Auszeichnung für die Vorarlberger Waldbewirtschaftung: Als typische „Urwaldart“ ist der Weißrückenspecht relativ häufig in unseren bewirtschafteten Wäldern zu finden.

Art ausreichen. In welchem Ausmaß auch intensiv bewirtschaftete Wälder als Lebensraum genutzt werden und wie viel Fläche naturnahen Waldes die Spechte überhaupt brauchen, wird seit April 2016 untersucht. Dazu werden einzelne Weißrückenspechte gefangen, mit Radiotelemetriesendern ausgestattet und anschließend über mehrere Monate hinweg regelmäßig geortet. In Kombination mit Daten zur Waldstruktur kann so gezeigt werden, welche Waldbestände und Strukturen vom Weißrückenspecht genutzt werden und daher für den Schutz der Art erhalten und gefördert werden sollten.


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Regeln im Wald Sie wissen es sicher von Ihrem engsten Lebensraum – der eigenen Wohnung: Das Befolgen einiger Regeln ist notwendig für ein angenehmes Zusammenleben und persönliches Wohlbefinden. Im Lebensraum Wald ist es genauso. Daher möchten wir Sie auf ein paar Regeln aufmerksam machen, deren Einhaltung für Waldbesucher und Waldbewohner wichtig ist:

Neoph hytenverb breii­ tung durch Grünmüll Hat sich nicht jeder schon einmal gedacht, das bisschen Grünmüll kann ich durchaus im Wald ausbringen und entsorgen? Leider wird dabei vergessen, dass mit dem Grünmüll oft Pfl flanzen, Insekten oder Mikroorganismen ausgebracht werden, die intakte Ökosysteme schädigen können. Manche dieser Neophyten breiten sich in der Folge massiv aus und müssen aufwändig bekämpft werden. Bei der Regulierung dieser Bestände muss das anfallende Pfl flanzenmaterial fachgerecht entsorgt werden. Besonders problematisch sind Samen von Riesenbärenklau und Ambrosie sowie Sprossteile des Japanknöterichs.

Respekt vor dem Waldeigentum Nachtruhe im Wald Jeder von uns braucht Erholung und Schlaf und schätzt dabei die Einhaltung der Nachtruhe. Auch die meisten Tiere des Waldes benötigen diese Ruhe und das dazugehörige Sicherheitsgefühl. Bitte gönnen Sie den Tieren diese Ruhe und vermeiden Sie unnötige Störungen, indem Sie sich in der Nacht strikt an die Wege halten. Bitte vermeiden Sie auch jede unnötige Lichtund Lärmemission, da dies zu Verunsicherung und Stress der Tiere beiträgt.

Der Wald ist nicht nur Lebensraum für Pfl flanzen und Tiere, sondern auch Wirtschaftsraum für die Eigentümer. Diese führen die notwendigen Waldpfl flegearbeiten durch und ernten die „reifen“ oder beschädigten Bäume. Oft steckt viel Herzblut und Arbeit in den von uns zur Erholung genutzten Wäldern. Bitte vermeiden Sie daher jede Beschädigung von Bäumen und die Verunreinigung fremden Eigentums mit Abfällen. Bitte beachten Sie auch zu Ihrer eigenen Sicherheit entsprechende Absperrungen bei der gefährlichen Holzernte.

Naturwaldreservate Das Land Vorarlberg beteiligt sich am Naturwaldreservateprogramm des Bundesamts für Wald. Dabei wurden neun exemplarische Waldfl flächen aus der Nutzung genommen, deren natürliche Entwicklung wird laufend wissenschaftlich dokumentiert. Wir stellen Ihnen zwei dieser Naturwaldreservate vor.

Naturwaldreservat Dürrwald

Naturwaldreservat Rohrach An der Grenze zu Bayern hat der Rickenbach im Rohrach eine tiefe Waldschlucht geschaffen. Obwohl nicht weit vom besiedelten Gebiet entfernt, zählen die urwaldähnlichen Wälder im schwer zugänglichen Gelände zu Recht zu den wildesten und natürlichsten Winkeln Vorarlbergs. Daher wurden beidseits der Staatsgrenze Schutzgebiete ausgewiesen. Bis zu 180 Meter tief hat sich der Rickenbach in die Süßwassermolasse des Pfänderstocks eingegraben. Das nur schwer zugängliche Gelände konnte seit je her nur wenig genutzt werden. Seit 1992 ist das sehr ursprüngliche Waldgebiet ein Naturwaldreservat, in dem sämtliche Nutzungen unterbleiben – ausgenommen die Jagd. Abgestorbene Bäume und Teile davon, sogenanntes Totholz, verbleiben damit im Wald. Mit dem erhöhten liegenden und stehenden Totholzanteil kann die Artenvielfalt gesteigert werden und führt damit das Gebiet an einen besonders natürlichen Zustand heran.

Das Naturwaldreservat Dürrwald im hinteren Silbertal beherbergt im oberen Bereich den größten geschlossenen Lärchen-Zirbenwald in Vorarlberg, der die mittelalterlichen Rodungsperioden zur Schaffung von Weidefl flächen überdauert hat. Es ist nicht nur der hohe biologische Wert des Naturwaldreservates, sondern auch der landschaftliche Aspekt von besonderer Bedeutung. Das Naturwaldreservat Dürrwald liegt auf den nordexponierten, mäßig steilen bis sehr steilen Hanglagen des hinteren Silbertales in einer Seehöhe von 1.530 m bis 1.910 m. Aufgrund der unwirtlichen kl klimatischen Bedingungen an der Waldgrenze fallen viele Bäume als eindrucksvolle, schräg stehende und krumm wachsende mehrwipfelige Baumgestalten auf.

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Wald Zeitung Frühjahr 2018

20 Waldbodenpflanzen Gräser und Kräuter sagen viel über Bodenbeschaffenheit und Nährstoffversorgung. Wer die Pfl flanzen und ihre speziellen Bodenansprüche kennt, kann in der Natur lesen wie in einem Buch. Hier sind 20 häufige Bodenpfl flanzen und ihre Aussage über Klima und Untergrund.

Aronstab DER ANSPRUCHSVOLLE

Bärlauch DER LAUBHOLZFREUND

Einbeere DIE GLEICHMÄSSIGE

Goldnessel DIE AMEISENFREUNDIN

Großes Springkraut DIE SAMENSCHLEUDER

Warmer, feuchter und sehr nährstoffreicher Boden. Feuchte, gutwüchsige Laubwälder.

Mäßig feuchter und sehr gut nährstoffversorgter Boden. Feuchte, gutwüchsige Laubwälder.

Mäßig feuchter, nährstoffreicher Boden. Gutwüchsige Laub- und Mischwälder.

Frischer, gut nährstoffversorgter Boden. Wüchsige Auwälder und Buchenwälder. Eiweißhaltige Samen als Ameisennahrung.

Feuchter, gut nährstoffversorgter Boden. Feuchte, gutwüchsige Laub- und Mischwälder.

Herzblatt DIE FEINGLIEDRIGE

Huflattich H fl i h DER SCHUTTBESIEDLER

Kleine Goldrute DIE VIELSEITIGE

Knoten-Braunwurz DIE STINKENDE

Leberblümchen DER D ER F FRÜHLINGSBOTE RÜ H L I N G S B

Sehr feuchter, kühler und nährstoffarmer Boden. Feuchte Laub- und Nadelwälder.

Mäßig feuchter und kalkreicher Boden. Mittelwüchsige Misch- und Nadelwälder. Heilkraut gegen Husten.

Frischer und eher nährstoffarmer Boden. Mittelwüchsige Laub- und Nadelwälder von der Ebene bis ins Gebirge.

Mäßig feuchter und nährstoffreicher Boden. Gutwüchsige Mischwälder mit guter Wasserversorgung.

Mäßig trockener, gut nährstoffversorgter Boden. Warmer Standort. Besserwüchsige Laubmischwälder.

Maiglöckchen DIE GEFÄHRLICHE SCHÖNHEIT

Natternkopf DER WEGBEGLEITER

Sonnentau DIE INSEKTENFALLE

Tüpfel-Johanniskraut DIE STIMMUNGSMACHERIN

Wald-Sanikel DER TANNENFREUND

Mäßig trocken, eher nährstoffarm. Mittelwüchsige Laubmischwälder. Giftig – Achtung vor Verwechslung mit dem essbaren Bärlauch.

Warmer, trockener und kalkreicher Boden. Trockene Laubmischwälder und Schotterrasen.

Nasser, extrem saurer und extrem nährstoffarmer Boden. Sehr schwachwüchsige Moore und Moorrandwälder.

Wald-Weidenröschen DER KAHLSCHLAGFREUND

Waldmeister DER WOHLRIECHENDE

Wollgras DIE SUMPFSCHÖNHEIT

Frischer, mäßig saurer und stickstoffreicher Boden. Gutwüchsige Laub- und Nadelwälder, gerne auf Kahlschlägen.

Frischer, gut nährstoffversorgter Boden. Wüchsige Buchenwälder und Laubmischwälder. Wohlriechende Blüten für Maibowle.

Nasser, saurer und nährstoffarmer Boden. Sehr schwachwüchsige Moorrandwälder.

Mäßig trockener, kalkhaltiger und nährstoffarmer Boden, warmer Standort. Mittelwüchsige Laubmischwälder. Heilkraut.

Frischer, kalkh khaltiger und nährstoffreicher Boden. Gutwüchsige Nadelmischwälder. Heilkraut zur Wundheilung.

Zypressen-Wolfsmilch DIE BITTERE

Zwiebeltragende Zahnwurz DIE BUCHENFREUNDIN

Trockener, nährstoffarmer Boden. Schwachwüchsige Föhrenwälder und Magerwiesen.

Wir schenken Ihnen einen Viertelquadratmeter Wald. Die ersten 100 Einsendungen an info@waldverein.at erhalten ein Gratisposter „20 Waldbodenpfl flanzen Vorarlberrgs“ (420 x 594 mm).

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Frischer, gut nährstoffversorgter und kalkhaltiger Boden. Gutwüchsige Laubmischwälder.


Die Weide vom Bodensee

Weiden zählen zu den Pionierbaumarten. Sie schaffen es, extrem nährstoffarme Standorte zu besiedeln. Lediglich entsprechend Wasser sollte zur Verfügung stehen. Mit einem Umfang von drei Metern und einem Alter von ca. 150 Jahren zählt diese Weide Seite –8–

zu den mächtigsten am Bodensee. Sie muss ihre Wurzeln sehr tief im Ufersand vergraben haben, denn fast jährlich wird sie wochenlang „überschwemmt“ und steht bis zu einem Meter tief im Wasser. Was für ein beeindruckendes Exemplar!


Naturdenkmal

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DIE WEIDE vom Bodensee

47.50733 N 9.70041 E GEHEN SIE AUF SPURENSUCHE! Mit den hier angegebenen GPS-Daten und Ihrem Smartphone finden Sie unser Naturdenkmal bestimmt. Bildautor: Conrad Amber, www.conradamber.at Seite –9–

info@waldverein.at www.waldverein.at


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Vier Fragen an lebensraumverantwortliche Landesräte Wald nimmt mit 37 Prozent der Landesfl fläche einen bedeutenden Teil unseres Lebensraums ein. Auch die Landesregierung beschäftigt sich mit den vielfältigen Interessen am Wald und versucht einen vernünftigen Ausgleich dieser Interessen zum Wohl der Bevölkerung. Wir fragen die dafür verantwortlichen Landesräte um ihren ganz persönlichen Zugang zum Wald.

Christian Gantner

Landesrat für Land- und Forstwirtschaft

Mag. Karlheinz Rüdisser Landesrat für Raumplanung

Welche besonderen Kindheitserlebnisse verbinden Sie mit dem Lebensraum Wald? Da der Wald direkt hinterm Elternhaus begonnen hat, verbrachten wir Kinder viel Zeit im Wald – er war unsere zweite Kinderstube, die Arena der wirklich großen Mutproben, der Platz des ersten eigenen (Baum-)Hauses und auch das Klassenzimmer, in dem wir viel über die Natur gelernt haben.

Welche besonderen Kindheitserlebnisse verbinden Sie mit dem Lebensraum Wald? Der Wald war für mich als Kind der perfekte Abenteuerspielplatz, der nicht nur unbeschwerte Stunden vermittelt hat, sondern auch die nahezu grenzenlose Kreativität beim Hüttenbau, Klettern und bei der Beobachtung der Tierwelt im Wald gefördert und meine Kindheitserinnerungen geprägt hat.

Welches sind Ihr Lieblingsbaum und Ihr Lieblingstier im Wald? Warum? Mein Lieblingsbaum ist die Zirbe. Sie kommt in sehr hohen Lagen vor, gilt als sehr widerstandsfähig und trotzt Lawinen und Steinschlag. So rau ihr Dasein zeitlebens ist, wird ihrem Holz eine beruhigende und gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Mein Lieblingstier im Wald ist das Eichhörnchen. Es ist intelligent, aktiv, ffllink und mit seinem Mut, sich auf die dünnsten Zweige zu wagen, jedem Feind überlegen. Manche behaupten sogar, es kann fl fliegen ...

Welches sind Ihr Lieblingsbaum und Ihr Lieblingstier im Wald? Warum? Mein Lieblingsbaum ist die Eiche, für mich ein Symbol der Mächtigkeit, der Kraft und Stärke, der Widerstandsfähigkeit. Das Lieblingstier ist der Specht, der mit seinem Trommeln die ‚Klangwolke‘ des Waldes prägt, irgendwie auch der Herzschlag des Waldes ist, und der – wenn man dem Volksglauben traut – auch das Wetter vorhersagen kann. Welche Bedeutung hat der Wald heute in Ihrem persönlichen Lebensalltag? Der Wald ist für mich eine Kraftquelle, die ich als Ort der Entspannung und der Ruhe aufsuche, so oft es mir die Zeit erlaubt.

Landesrat für Umwelt- und Klimaschutz Welche besonderen Kindheitserlebnisse verbinden Sie mit dem Lebensraum Wald? Meine Eltern sind mit uns sechs Kindern fast jeden Sonntag „in den Wald gegangen“. Zu sechst ging sich „Räuber und Gendarm“ immer super aus, nur wenn es angefangen hat zu regnen und zu winden, wurde es uns ein wenig unheimlich.

Welches sind Ihr Lieblingsbaum und Ihr Lieblingstier im Wald? Warum? Nichts geht über eine stolze, mächtige Buche, und von allen Tieren des Waldes beeindruckt mich der Buntspecht am meisten. Welche Bedeutung hat der Wald heute in Ihrem persönlichen Lebensalltag? Bis vor ein paar Jahren habe ich den Holzbedarf für die Stückgutheizung selber „gerüstet“, jetzt ist der Wald für mich Erholungsoase, Luftkurort und Stressabbau-Zentrum.

Welche Bedeutung hat der Wald heute in Ihrem persönlichen Lebensalltag? Für mich hat der Wald neben der wirtschaftlichen Dimension – die allzu gerne vergessen wird – vor allem in seiner Schutzfunktion eine essenzielle Bedeutung. Ohne den Schutzwald wären viele Siedlungsräume unseres Landes nicht bewohnbar. Persönlich bedeutet für mich der Wald auch Ruhepol, Kraftquelle, und er ist nach wie vor ein großer Lehrmeister für mich. Was wünschen Sie sich für die Zukunft unserer Wälder im Hinblick auf die Erhaltung des „Lebensraumes Wald“? Ziel muss es sein, in einer Zeit, in der immer mehr Interessengruppen den „Lebensraum Wald“ für sich zu beanspruchen versuchen, und in einer Zeit, wo der Platz und die Luft für unseren Wald immer mehr abnehmen, eine enkeltaugliche Kinderstube Wald in unserem Land zu erhalten. Durch die wichtige Arbeit des Landesforstdienstes und den täglichen Einsatz der Waldaufseher vor Ort wird uns das auch gelingen.

Johannes Rauch

Was wünschen Sie sich für die Zukunft unserer Wälder im Hinblick auf die Erhaltung des „Lebensraumes Wald“? Eine gute Durchmischung, Anpassungsfähigkeit in Sachen Klimawandel und Durchsetzungsfähigkeit gegenüber überschießenden einseitigen Jagdinteressen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft unserer Wälder im Hinblick auf die Erhaltung des „Lebensraumes Wald“? Der Wald ist nicht nur ein stark gestaltendes Landschaftselement, mit seinen verschiedenen Funktionen trägt der Wald auch ganz entscheidend zu einem gesunden Lebensraum bei. Dieser Wirkung sollten wir uns viel stärker bewusst sein. Seite –10–


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Bau gesünder und heimisch Bauen mit Holz ist gesund und modern. Nebenbei wird das Klima geschont. Eine besondere Gebirgsholzqualität mit einem zusätzlichen Einsparungseffekt bekommen Sie mit „Holz von hier“.

Bauen mit Holz von hier! – gute Beispiele aus Vorarlberg Wenn Sie mit Holz von hier bauen, schonen Sie das Klima mehrfach und Ihre Ausgaben bleiben in der regionalen Holzwertschöpfungskette. Es gibt nicht alle Holzprodukte in der Region, aber vieles ist möglich. Als besonderen Kundenvorteil bekommen Sie beste Vorarlberger Gebirgsholzqualität. Einfach genial! Klimawirksames CO2 wird in unserer „Fabrik Wald“ gebunden. Bei der Photosynthese wird mithilfe von Licht Kohlendioxid in organisches Material und lebenswichtigen Sauerstoff umgewandelt. Wälder sind damit wertvolle Kohlenstoffspeicher, die wesentlich dazu beitragen, den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu vermindern: Allein im österreichischen Wald sind ca. 800 Millionen Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Das entspricht rund drei Milliarden Tonnen CO2 und damit der 35-fachen Menge, die jährlich an Treibhausgasen in Österreich ausgestoßen wird.

Die „Kür“ für Ihr Holzprodukt Wird ein Baum zur Holzproduktion genutzt, so bleibt der Kohlenstoff über die Lebensdauer des Produkts darin gebunden. Weil nachhaltig wesentlich mehr nachwächst, als genutzt wird, könnten wir diesen Speicher noch deutlich mehr nutzen. Mit dem Effekt durch die Substitution anderer energieintensiver Baustoffe wird der Klimaschutzeffekt zusätzlich um ein Vielfaches gesteigert! Bei der Verwendung von „Holz von hier“ werden die sehr positiven K Kllimaeffekte nicht durch mehr Transportkilometer verschlechtert – sozu-

Gesunde und moderne Holzatmosphäre. Nebenbei gibt es einen riesigen Substitutionseffekt und Speicherung von CO2. (Wertvollholzhaus Stadler, eingereicht beim Vorarlberger Holzbaupreis 2015)

sagen die „Kür“ im Holzbau. Und wir haben bei uns den Wald, die Sägewerke und die Holzbauer in der Region. Sie als Bauherr/in unterstützen die wichtige regionale Holzwertschöpfungskette vom Wald bis zu Ihrem Holzprodukt. Aus der Vielzahl der Holzbauten in Vorarlberg werden jetzt auf einer eigenen Homepage und in einer Broschüre einige ausgewählte, gelungene Beispiele von öffentlichen und privaten Bauherren und Bauherrinnen vorgestellt, die regionales Holz besonders berücksichtigt haben. Die Beispiele wurden im Rahmen des internationalen EU-Projektes CaSCo in Zusammenarbeit mit „vorarlberger holzbaukunst“ zusammengestellt.

Gebirgsholz als „kleiner“ Kundenvorteil Als „kleinen“ Kundenvorteil bekommt der Kunde, die Kundin besondere Vorarlberger Gebirgsholzqualität geliefert. Die Vorarlberger Waldstandorte liegen zu einem großen Teil in Berglagen über 1.000 m Seehöhe. Hier w ach sen die B ä u m e l a ng s am e r u n d d am it e n gr in g i ge r , was sich positiv auf die Haltbarkeit, d i e Hol zei g ens ch a f ten u nd i n d en entsprechenden Sorti erungen auch auf d i e O p tik a us wir kt. N i ch t zu v er g ess en sind die ed len und modernen Weißtannenholzqualitäten bei uns. Gute Holzbeispiele aus Vorarlberg http://holzvonhier.regio-v.at/

Bauen mit Holz von hier. Pfarrhaus Krumbach bei der Eröffnung, prämiert beim Vorarlberger Holzbaupreis 2015. Seite –11–


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Der Lebensraum wird enger! Der Lebensraum Wald und die darin lebenden Wildtiere stehen vor einer großen Herausforderung. Durch diverse Störungen und Einengungen wird es immer schwieriger, das Waldökosystem im Gleichgewicht zu halten.

Muss Wild gefüttert werden? Heuer haben zwei verhungerte Hirsche im Kleinwalsertal und einzelne schlecht konditionierte Rehe im Klostertal zu emotional geführten Diskussionen in den Medien geführt. Vielfach fragt man sich, weshalb Wildtiere überhaupt gefüttert werden müssen. Es handelt sich ja hier nicht um Haus- oder Nutztiere. Eine natürliche Selektion führt zu gesunden Populationen und wirkt sich regulierend auf die Bestände aus.

Wir müssen unsere Wildtierlebensräume schützen. Gleichzeitig brauchen wir aber die Reduktion der jagdbaren Wildbestände auf ein natürliches Niveau.

Der Lebensraum für unsere Wildtiere wird durch eine immer stärkere Freizeitnutzung und die Zerschneidung der Landschaft kleiner. Gleichzeitig kam es in einigen Gebieten Vorarlbergs zur Entwicklung unnatürlich hoher Schalenwildbestände. (siehe Grafik) Dadurch wird eine standortgerechte und klimaangepasste Walderneuerung mit Mischwaldbaumarten verhindert. Eine Entwicklung mit zunehmenden Wildbeständen und gleichzeitig kleiner werdenden Lebensräumen kann nicht funktionieren. Es ist daher notwendig, dass sich die Wildtierbestände auf einem natürlichen und biotopangepassten Niveau bewegen und gleichzeitig ein effektiver Schutz der Lebensräume gewährleistet wird. Die Grundeigentümer können durch eine kontinuierliche Pfl flege und gezielte Nutzungen steuern, in welche Richtung sich ihr Wald entwickelt. Die Jäger sollen Sorge tragen, dass die jungen Bäume aufwachsen können und es zu keiner Entmischung kommt. Dies geschieht, wenn beispielsweise die jungen Tannen und Bergahorne gefressen werden und nur Fichten übrigbleiben. Dies erfordert von den Jägern einen großen Einsatz und viel Fachwissen. Und es funktioniert besonders gut, wenn Grundeigentümer und Jäger als Partner zusammenarbeiten. Dafür gibt es einige positive Beispiele in Vorarlberg. Ein schwieriges Thema in diesem Zusammenhang stellt die Wildtierfütterung dar. Eine Notfütterungskonzeption bei Rotwild ist sinnvoll, wenn diese als Ersatz für einen verloren gegangenen Winterlebensraum ausgerichtet ist. Wird aber zu viel oder falsches Futter ausge-

bracht, kann es dem Wild sogar schaden, und es werden Bestände über die Tragfähigkeit der Lebensräume aufgebaut. Dann zerstört das Wild unfreiwillig seine eigene Lebensgrundlage und gefährdet zudem die vielfachen Aufgaben, die der Wald zu erfüllen hat, allen voran die Schutzwirkung. Nachdem es insgesamt um ein sehr emotionales Thema geht, ist im Umgang aller Lebensraumpartner miteinander Sachlichkeit gefragt, negative Emotionen und Schuldzuweisungen lösen keine Probleme. Mischwälder sind stabiler im Klimawandel, bieten einen vielfältigen Lebens und Erholungsraum, schützen uns vor Naturgefahren und liefern den nachwachsenden Rohstoff Holz. Sie zu erhalten ist unser Ziel. Durch eine enge Zusammenarbeit der Raumnutzer und entsprechende Rücksichtnahme der Erholungssuchenden kann dies erreicht werden. Die Voraussetzungen dafür sind in Vorarlberg sehr gut, da wir die natürlichsten Wälder Österreichs haben.

Wildtiere haben verschiedene Überlebensstrategien entwickelt und sind für den Nahrungsengpass und tiefe Temperaturen im Winter vorbereitet. Die Fortbewegung und Raumnutzung im Winter wird massiv reduziert, ebenso der Stoffwechsel, die Körpertemperatur, der Puls und die Verdauung. Damit verringert sich der Energieund Nahrungsbedarf um ein Vielfaches, sofern übermäßige Störungen ausbleiben und die Tiere ihren „Energiesparmodus“ umsetzen können. Trotz dieser Energiesparmaßnahmen fordert der Winter je nach Härte und Kondition der Wildtiere alljährlich Opfer. Je schwächer die Kondition der Tiere ist, umso höher wird die Fallwildrate in strengen Wintern ausfallen. Die natürliche Auslese fördert den Gesundheitszustand eines Wildbestandes. Auch der soziale Stress und die Seuchengefahr für Mensch und Tier sind bei ausbleibenden Wildtierkonzentrationen ohne Fütterungen viel geringer. Ziel einer Fütterung kann es daher nicht sein, jedes Tier durch den Winter zu bringen, große Bestände aufzubauen oder gar kapitale Trophäen zu produzieren, sondern gesunde Populationen, die der Tragfähigkeit des Lebensraumes entsprechen, zu erhalten und Waldschäden zu verhindern. Bei Rotwild ist wegen der verloren gegangenen Winterlebensräume in einigen Gebieten eine Notfütterungskonzeption notwendig. Bei Reh- und Gamswild besteht aus wildbiologischer, aus ökologischer und auch aus Sicht des Schutzes der Waldverjüngung aber keine Fütterungsnotwendigkeit.

5.790

Entwicklung Rotwildbestand in Vorarlberg offizielle Zählbestände seit 1990

Zählbestand

2.504

Jagdjahr

90 / 91

(Stk.)

4.306 2.740

95 / 96

2.877

00 / 01

05 / 06

10 / 11

Die Wildbestände von Rotwild haben trotz des kleiner werdenden Lebensraumes stark zugenommen.

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5.314

16 / 17


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Das Land in der Stadt Der Schweizer Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher Franz Hohler fragt uns mit dieserr skurrilen Geschichte, ob wir die Natur mit Bürokratie wirklich beherrschen können.

Ein Stück Land wollte einmal in die Stadt gehen. Es hatte schon viel von den Autos gehört, den Motorrädern und den Tramzügen, die dort in unendlicher Anzahl zwischen unendlich vielen Häusern herumfahren sollten. Das wollte es sehen. Es machte sich also auf den Weg. Von der Waldlichtung, in der es bis jetzt tagein, tagaus gelegen hatte, ging es über einen Holzweg bis zur nächsten Straße. Dort machte es Autostopp und wurde bald von einem Eierlastwagen mitgenommen, der in die Stadt fuhr. Als es dort ausstieg, machte es große Augen. Das waren ja noch viel mehr Motorräder und noch viel mehr Trams und vor allem noch viel mehr Autos, und das Lustigste war, alle Autos hupten dauernd vor sich her. Das Landstück musste unheimlich lachen. „Warum hupen denn alle Autos?“, fragte es einen Autofahrer, der neben ihm stillstand und seinen Arm müde zum Fenster hinaushängen ließ. „Wegen dir“, sagte der, „du verstopfst hier alles.“ Das Stück Land machte vor Schreck einen großen Sprung, direkt auf ein Trottoircafé, wo viele Tischchen

und Stühle umfielen, Gläsern klirrten, Eis au us großen Bechern auslief und sich die Leute Erde und Graswurzeln aus den Gesichtern wischtten. „Was ist denn das für eine elende Sauerei?“,, riefen sie, und beim Versuch, sich aufzurapp peln, stolperten sie über das Land und fielen gleicch nochmals hin. In solchen Fällen kommt in der Stadt sehr ra asch die Polizei. Sie verhafteten das Stück Land, nahmen es mit auf den Posten, und es musstte ganz genau angeben, woher es kam und wass es in der Stadt gemacht hatte. Die Nacht über sperrte man es in eine Gefän ngniszelle, am Morgen legte es die Wolldecken n wieder zusammen, und dann brachte man es dorthin zurück, wo es hergekommen war. „Wie war es in der Stadt?“, fragte eine alte Buche. „Nicht schön“, sagte das Land. Der Wind strich durch die Buchenblätter, und sie rausschten leise.

Eine waldreiche Geschichte Früher waren 90 Prozent der Landfl fläche in Europa von Wald bedeckt. Franz Hohler lässt in seiner Fiktion den Film einfach rückwärts laufen.

In der besten aller möglichen Welten, meine Lieben, in der besten aller möglichen Welten gibt es fast nur Bäume. Ein Baum reiht sich an den andern, nichts als Bäume, Bäume und Bäume, so weit das Auge blickt. Ihr müsst euch vorstellen, dass dort, wo sonst eine Autobahn durchgeht, Bäume stehen, auch dort, wo sonst eine Turnhalle ist, wachsen einfach Bäume, und dort, wo gewöhnlich eine Münzpräganstalt steht, steht in der besten aller möglichen Welten keine Münzpräganstalt, sondern ein kleiner Wald.

Ist das eine Luft, sag ich euch! Ihr kennt die Frische eines Waldes, in den die Sonne schräg hineinscheint, durch das Grün des Laubes vielfach gebrochen, und wenn dazu die Vögel zwitschern ... genau so muss es in der besten aller möglichen Welten sein. Vielleicht ist’s nicht ganz so lichtvoll wie in einem gewöhnlichen Wald, denn dieser Wald wächst natürlich sehr stark, und an seiner Oberfl fläche spielt sich ein steter Kampf um die sonnigen Plätze ab. Die Blätter und Äste der verschiedenen Bäume verschränken sich dermaßen, dass kaum mehr Licht oder Regen durchdringt, und unten, in der Geborgenheit, rankt sich ein Stamm um den andern, da kommt es zu Querwüchsen und Verkeilungen, man sieht sogar Bäume, die ihre Wurzeln ins oberste Astwerk eines andern Baumes schlagen und abwärts wachsen. In die Wurzeln dieser kopfstehenden Bäume aber nisten sich neue Wurzeln von gewöhnlich wachsenden Bäumen ein, und so entsteht langsam über dem eigentlichen Wald ein zweiter Wald, und nichts spricht dagegen, dass mit der Zeit nicht noch weitere Wälder darüberwachsen. Von den bei uns üblichen Tieren sind in der besten aller möglichen Welten viele ausgestorben, der Wolf konnte nicht schnell genug laufen, wie er sich dauernd im Wurzelgefl flecht verfing, die Seite –13–

Hirsche blieben mit ihren Geweihen zwischen den Stämmen einklemmt, und die Elefanten sind richtiggehend zugewachsen, es erinnert nur noch hie und da eine rundliche Baumgruppe mit riesigen grauen Blättern an sie – es ist die Welt für wenige Tiere, die schlüpfen oder hüpfen können, der Waldrapp ist sehr verbreitet, auch die Baumeule und die Wurzelmaus sowie der lichtscheue Moosfrosch. Menschen, das vergaß ich fast zu sagen, Menschen gibt es nur wenige in dieser Welt. Sie haben Mühe, sich zu finden, und sind in der Form eher den Bäumen angeglichen, schlank und schmal, ihre Arme nehmen deutlich die Gestalt von Lianen an, und wenn sich einmal zwei gefunden haben, was selten vorkommt, weil sie meistens vereinzelt zwischen den Stämmen herumschleichen, wenn sich also zwei gefunden haben, schlingen sie ihre lianenartigen Arme umeinander und bleiben so stehen, ohne sich je wieder loszulassen. Bereits sind einige von ihnen fähig, Nahrung durch die Zehen aufzunehmen, und ihre Haare gleichen immer mehr kleinen Baumkronen. Irgendwo aber, da bin ich sicher, irgendwo in dieser besten aller möglichen Welten sitzt ein Mann am Boden, ritzt mit einem Stein verworrene Pläne in eine Baumrinde und denkt Tag und Nacht über nichts anderes nach als über eine große Erfindung, die er Säge nennen wird.


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Zahlen, Daten Fakten

1Erde

Es gibt weltweit ca.

Teelöffel

100 Millionen Bakterienzellen 60 km Pilzfäden 30.000 Einzeller 1.000 Fadenwürmer

Veranstaltungen

500 Weidenarten.

1m =120 2

Waldboden

Mit fast

Regenwürmer

stellen den größten Teil der Tierarten die Insekten dar.

2018 280.000 Die Pappel wurde zum Baum des Jahres

gewählt.

Praktische Waldpfl flege für K Klleinwaldbesitzer In einem dreistündigen Kurs werden die wesentlichen Schritte der Jungbestandspfl flege für Kleinwaldbesitzer praktisch vorgeführt und geübt. Sa, 07.07.2018, 09.00–13.00 U Uh hr Dornbirn, Parkplatz Gütle Mitzubringen: Kleinmotorsäge, Schutzausrüstung, gutes Schuhwerk, eventuell Baumschere und Klappsäge Anmeldung: forstwesen@vorarlberg.at, 05574/511­25305 Spuren der Vergangenheit im Wald ... Auf dieser Führung können Sie eintauchen in die Vergangenheit mit Holztriften, Waldweiden, Mühlen, Sägen, Wehren und Flurnamen. Die Führung w wu urde im Rahmen des österreichischen Lehrgangs „Forst & Kultur“ entwickelt. Fr, 12.10.2018, 14.00–17.00 U Uh hr Führung durch Mag. Karin Müller-Vögel, Waldschule Bodensee Anmeldung: LFI Vorarlberg, 05574/400-191, lfi@lk-vbg.at, ww www.lfi.at/vbg Motorsägenführerschein Sie möchten mit der Motorsäge gut umgehen können? In drei Modulen werden die verschiedenen Lehrinhalte vermittelt. Modul 1: Mo, 17.09.2018, 19.00– 0–22.00 Uh Uhr im bäuerlichen Bil ildungszentrum in Hohenems Anmeldung: LFI Vorarlberg, 05574/400-191, lfi@lk-vbg.at, w ww ww.lfi.at/vbg Weitere Veranstaltungen unter www.waldverein.at

Österreicherinnen und Österreicher beziehen ein Einkommen aus der Nutzung und Verarbeitung von Holz.

PEFC

Label für Nachhaltigkeit

Wussten Sie, dass ... ... bewirtschaftete Wälder eine ähnlich hohe, teil­ weise sogar eine höhere Biodiversität aufw fweisen, als nicht bewirtschaftete Wälder? So wurden in einem bewirtschafteten Mischwald 24 Spinnen­ arten, 170 Käferarten, 34 Netzfl flüglerarten und 31 Wanzenarten festgestellt.

... ein Kubikmeter verbautes Holz bis zu zwei Tonnen CO2 spart (rund eine Tonne CO2 im Holz selbst, eine weitere Tonne durch den Ersatz von in der Herstellung energie­ und CO2­intensiven Rohstoffen wie Stahl und Beton)? (Broschüre der Österr. Landjugend 2011)

... Waldökosysteme zu den produktivsten Landökosystemen der Erde gehören?

... der höchste Baum Vorarlbergs vermutlich der Riesenmammutbaum in Dornbirn Gütle ist? Er misst eine Höhe von 58 Metern. Er ist gleichzeitig auch der größte Mammutbaum in Österreich.

... Waldökosysteme neben den Meeren den größ­ ten Einfl fluss auf das globale Klima haben? ... Wälder zu den naturnahesten Elementen unserer Landschaft gehören? ... die Hemerobiestudie von Prof. Grabherr ergeben hat, dass Vorarlberg die natürlichsten Wälder Österreichs beheimatet? ... zwei Drittel aller Tier­ und Pfl flanzenarten auf unserer Erde ihren Lebensraum im Wald ffiinden? (Broschüre der Österr. Landjugend 2011)

Die umfassende Nachhaltigkeit des Vorarlberger Waldes wird mit der international anerkannten PEFC-Zertifizierung bestätigt. Viele Pflanzen- und Tierarten profitieren von unserer kle leinflächigen Waldbewirtschaftung. Die Vorarlberger Waldbesitzer bieten damit eine herausragende Leistung für den Naturschutz auf der Fläche. Im Vorarlberger Wald wächst jedes Jahr wesentlich mehr Holz nach, als genutzt wird. Die regionale Baustoff- und Energieträgernutzung könnten wir damit nachhaltig weiter ausbauen. Die im Gebirgsland Vorarlberg sehr wichtigen Waldfunktionen werden in den bewirtschafteten Wäldern sozusagen „beiläufig“ miterfüllt.

... Fichte und Tanne mit 4.500 kWh den höchsten Heizwert je Tonne haben? ... Europa der einzige Kontinent ist, auf dem die Waldfl fläche zunimmt? ... Baumharz für die Bäume einen Schutzstoff zum Wundverschluss darstellt, welcher das Ein­ dringen von Bakterien und Pilzen verhindert?

Seite –14–

Verwenden Sie Holz und Papier aus Vorarlberg bzw. Österreich mit dem PEFC-Zeichen.


Wald Zeitung Frühjahr 2018

Erstes Vorarlberger Schutzwaldbier Die Vogelbeere kommt jetzt in einer ganz neuen Form zu Ehren. Sie hat eine weit unterschätzte, wichtige Funktion im Schutzwald.

Anlässlich des heurigen Schutzwaldpreises wurde das erste Vorarlberger Waldbier von Johann Kessler aus Nenzing gebraut. Hergestellt wurde das „Starkbier“ mit Früchten des Vogelbeerbaumes aus dem Gamperdonatal mit einer Stammwürze von 16,3 % und einem Alkoholgehalt von 7,2 %. Die Vogelbeere gibt dem Bier den „waldigen“, ganz leicht bitteren bis fruchtigen Genuss. Gratulation an den Hobby-Braumeister, der hauptberuflich Forstingenieur bei der Wildbach- und Lawinenverbauung ist.

Zur Vogelbeere im Waldbier

vielfach reinen Nadelholzbeständen in den Hochlagen. Sie wurzelt außerdem sehr tief und macht so in die Tiefe verlagerte Nährstoffe wieder pfl flanzenverfügbar. Damit bekommt sie eine wichtige Bedeutung im Schutzwald und kann keineswegs nur als „Verbissgehölz“ für Hirsch, Reh und Gams abklassifiziert werden. Neben der Verwendung im ersten Vorarlberger Waldbier werden die Vogelbeerefrüchte bekannterweise auch zu besten Destillaten gebrannt. Das Waldbier ist derzeit nur begrenzt verfügbar. Zur Neuaufl flage müssen zuerst noch neue Vogelbeeren im Herbst geerntet werden. Bei der Panüler Brauerei können aber andere Bierspezialitäten in den unterschiedlichsten Chargengrößen bestellt werden.

Die Vogelbeere oder Eberesche ist ein weit verbreiteter Baum in Europa und Westasien mit Pioniercharakter. Die Mischbaumart Vogelbeere ist ein wichtiger Stickstoffspender in den

Johann Kessler, Panüler Bräu jk@kessler-ing.com, 0664/8145449

Der Bierbrauer Johann Kessler mit einer Sudschöpfk fkelle und dem ersten dunklen Vorarlberger Schutzwaldbier.

Buchtip pp

Zur heurigen Vorarlberger Schutzwaldpreisverleihung im März wurde das erste Vorarlberger Waldbier präsentiert. „Zum Wohl“ auf stabile Schutzwälder in unseren Gebirgslagen!

Webtipp

Das große Buch – Geschichten für Kiinder

Der Verein Pro Silva ist europaweit das Sprachrohr für naturnahe Waldbewirtschaftung. Auf der Website von Pro Silva Austria finden Sie viel Wissenswertes zur Waldbewirtschaftung, Veranstaltungstipps und Hinweise auf vorbildliche Forstbetriebe.

Nikolaus Heidelbach, Franz Hoh hler ISBN 978-3-446-23312-6

Was tut ein Granitblock im Kino? Warum gibt es in der Schweiz so viele Berge? Was geschah an Weihnachten wirklich? Ist ein Zwerg von 1,89 m noch ein Zwerg? Und wo genau liegt eigentlich das Paradies? – Die Welt ist voller Rätsel, und aus jeder noch so seltsamen Frage lässt sich eine Geschichte spinnen. Wie das geht, zeigt Franz Hohler, einer der großen Autoren der Schweiz, in seinen Kindergeschichten voller Humor und Fantasie. Sie eignen sich zum Lesen und Vorlesen und sind hier in einem prächtig illustrierten Hausbuch für die ganze Familie versammelt.

Dazu viele nützliche Fachartikel unter w ww ww.prosilvaaustria.at Seite it –15–


Der Vorarlberger Waldverein wünscht eine schöne Sommerzeit im Lebensraum Wald.

Auf der Alpe Guess im hinteren Silbertal zieht sich ein Fichtenwald schattenseitig auf bis zu 1.800 Meter hinauf. Darüber reicht ein lichter Lärchenwald bis zur Baumgrenze.

Wald Zeitung info@waldverein.at www.waldverein.at

Ausgabe A usgab bee 0 04 4 Frühjahr 2018

Seite –16–

47.04900 N 10.02506 E


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