Wald Zeitung
Ausgabe 02 Juni 2017
www.waldverein.at www .waldverein.at
Die grüne Lebensversicherung
Fünf Fragen an …
Das Match des Jahrhunderts!
Jorinde und Joringel
Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia
Schutzwaldverantwortliche unseres Landes
Wir gegen den Klimawandel
Eine Märcheninterpretation von Michael Köhlmeier
Wald Zeitung Juni 2017
Waldverein Vorarlberg Der Vorarlberger Waldverein sieht sich als Anwalt für den Wald, er setzt sich für das Wohl des Waldes und für dessen Besitzer ein.
Nur durch entsprechende Pflege und Verjüngung, rjüngung,, welche durch kleinflächige rjüngung inflächige inflächige und naturnahe Nutzung passiert, schaffen wir es, den Schutz, den uns der Wald bietet, für nachfolgende Generationen sicherzustellen.
Denn ein gesunder Wald bedeutet gerade in einem Gebirgsland wie Vorarlberg Schutz für unseren Lebensraum und unsere Behausungen und Infrastruktureinrichtungen vor Lawinen, Muren und Überschwemmungen.
Wenn Sie das Thema Wald interessiert, würden wir uns freuen, Sie als Mitglied des Vorarlberger Waldvereins begrüßen zu dürfen. Weitere Informationen unter: www.waldverein.at info@waldverein.at
Vorwort
Geschätzte Leserinnen und Leser, trotz Klimawandel ist es um den Wald im Allgemeinen und den Schutzwald im Speziellen stiller geworden. Dabei engagieren sich neben privaten und öffentlichen Grundeigentümern, Hilfsorganisationen und Stiftungen heute auch Unternehmen für den Erhalt von Schutzwald. Für den Schutzwald waren traditionell die Waldbesitzer und die Forstleute zuständig. Heute ist der Schutzwald auch Einflüssen ausgesetzt, die sich der Kontrolle der Forstwirtschaft entziehen. Der Waldrand verläuft quasi quer durch unsere Gesellschaft. Der Schutzwald ist, wie wir Wirtschaftsleute es ausdrücken würden, ein öffentliches Gut, an dem alle teilhaben. Er wirkt als Bollwerk gegen Lawinen, Steinschlag und Erdrutschungen für uns alle, auch wenn wir keinen Beitrag für ihn geleistet haben. Unternehmen können in Sachen Umweltschutz und Schonung natürlicher Ressourcen noch viel von der Forstwirtschaft lernen. Das Prinzip, nicht mehr zu ernten, als nachwächst, ist nicht nur universell gültig und logisch. Es ist auch für Unternehmen folgenreich und erfolgreich, wie Reaktionen auf die zunehmende Klimaerwärmung zeigen. Angefangen bei der Globalisierung über die Verschärfung der Umweltgesetzgebung bis hin zu einem veränderten Konsum- und Nachfrageverhalten: Keine Firma möchte in der Öffentlichkeit als Umweltzerstörer gelten.
Unternehmerisches Nachhaltigkeitsmanagement kennt als Schnittstellenaufgabe die gleichen Ansprüche und Abgrenzungsprobleme wie der Schutzwald. Unternehmen müssen definieren, was ihr konkreter Beitrag sein soll und wohin sie die nachhaltige Entwicklung führen wird. Wir haben uns für den Schutzwald entschieden. Das Engagement für die Gebirgswaldpflege eröffnet uns neue Perspektiven. Es bietet gleichzeitig aber auch Bezüge zu uns vertrauten Fachgebieten. Aus dem Versicherungsge Versicherungsgeschäft kennen wir das Phänomen des Handelns in Unsicherheit und das behutsame Vorgehen unter Berücksichtigung der natürlichen Dynamik. Wie Schutzwaldförster im Wald beobachten und Entwicklungstendenzen abschätzen, verfolgen auch wir eine Zug-um-Zug-Strategie. Wir wissen, dass wirksame Hilfe nur von allen Beteiligten gemeinsam geleistet werden kann – egal ob es um die Prävention im Vorfeld geht oder um konkrete Maßnahmen im Schadenfall. Es freut mich daher sehr, dass sich die neue Ausgabe der Wald Zeitung dem Schutzwald als Schwerpunktthema widmet.
Ich wünsche eine spannende Lektüre, KRISTINE SCHULZE Leiterin Nachhaltigkeit, Helvetia Versicherungen
Impressum Medieninhaber und Herausgeber: Vorarlberger Waldverein, Geschäftsstelle Rathaus Dornbirn, Rathausplatz 2, 6850 Dornbirn, Tel. 05572/306-5500 · K Konzeption onzeption und Gestaltung: Baschnegger Ammann und Partner, Zollgasse 7, 6850 Dornbirn · Beratung: Kristina Dinser · Art Director: Philipp Kleber · Grafik: rafik: ra fik: Werner Kuzel · Redaktion: Obmann Walter Amann, Walter Fitz, Andreas Amann, Thomas Ölz, Zeitung“,, Zollgasse 7, 6850 Dornbirn · K Korrektur: orrektur: Monika Moosbrugger · Redaktionsadresse: Baschnegger Ammann und Partner, „Wald Zeitung“ Merle Rüdisser · Bildbearbeitung: www.profiler.cc · Druck: Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach · Bildnachweis: Walter Fitz, Walter Amann, Andreas Amann, Thomas Ölz,, M Mon onika Moosbrugger, Kristine Schulze, Integra aV Vorarlberg, orarlberg, Dietmar Mathis, Waldschule Silbertal, Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Cramers Gallery of Nature, Shutterstock, Messe Dornbirn, Markus Tecklenburg, Alexander Stoiser, Stefan Bischof, Conrad Amber · Mit finanzieller Unterstützung aus dem „Holzwerbecent der Vorarlberger Waldbesitzer“, Papier aus nachhaltigen Quellen.
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Gratis-Abo Wald Zeitung Wer keine VN bezieht, kann diese Zeitung kostenlos bestellen. Einfach anmelden und zweimal jährlich interessante Inhalte zu den Themen Wald, Lebensraum und regionale Wertschöpfung erhalten.
info@waldverein.at
Wald Zeitung Juni 2017
Seite S eite 7
Inhalt Seite 4
Die grüne Lebensversicherung
Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia · · · ·· · Seite 6
Regeln im m Wald Wald · · · ·· ·
Waldlehrpfad Hohenems-Gsohl / Marul-Raggal · · · ·· · Seite 7
20 Waldtiere Vorarlbergs · · · ·· ·
Seite 8
Seite 4
Schutzwald Schutzfunktion für unsere Lebensräume · · · ·· ·
Seite 10
Fragen an Schutzwaldverantwortliche des Landes · · · ·· ·
Seite 11
Freiblick
mit Atmosphäre, Gesundheit und Langlebigkeit · · · ·· ·
Jenseits des Betons
Neue Messehallen in Dornbirn: Holzkonzept anstatt Stahl-Beton-Konstruktion
· · · ·· · Seite 12
Das Match des Jahrhunderts! · · · ·· ·
Seite 13
Jorinde und Joringel
Eine Märcheninterpretation von Michael Köhlmeier
Seite 10
· · · ·· · Seite 14
Zahlen, Daten, Fakten · · · ·· · Veranstaltungen · · · ·· · Wussten Sie, dass … · · · · ·· Landesforstgarten · · · ·· ·
Seite 15
PEFC-Holz aus unseren Wäldern
Seite 11
· · · ·· · Buchtipp · · · ·· · Webtipp
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Wald Zeitung Juni 2017
Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia
Die grüne Lebensversicherung! Bei der elften internationalen Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia Helvetia gab es elf Auszeichnungen, darunter vier für Projekte aus Vorarlberg.. Außerdem wurde der langjährige „Kämpfer“ Georg Fritz aus Möggers zum Schutzwaldpaten für das Jahr 2017 gekürt.
Mit der Auszeichnung von beispielhaften ÖffentfentProjekten im Alpenraum wird die Öf lichkeit für das Thema der Schutzwaldleistungen sensibilisiert. Die Erhaltung und Verbesserung des Schutzwaldes hat eine immens wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung. Nur dank der Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt wohnen und wirtschaften.
Schutzwald ist eine grüne Lebensversicherung für Mensch und Infrastruktur Intakte Bergwälder schützen vor Naturgefahren. Sie verhindern das Anbrechen von Lawinen, bremsen herabstürzende Steine und beugen der Erosion vor. Straßen, Eisenbahngleise und Skianlagen werden geschützt, und damit die Infrastruktur, die für den Tourismus und den Gütertransport zentral ist. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Schutzwäldern ist enorm. Die Schutzleistungen des Waldes sind kostengünstiger, ökologischer und langfristiger als technische Verbauungen. Landeshauptmann Mag. Markus Wallner und Landesrat Ing. Erich Schwärzler unterstrichen mit ihrer Teilnahme an der Preisverleihung die Bedeutung, die ein gesunder Schutzwald hat. Als prominente Schutzwald-Botschafterin war die österreichische Ski-Legende Alexandra Meissnitzer in Vandans mit dabei. Seit 2014 ist die Versicherungsgruppe Helvetia Hauptsponsor des Schutzwaldpreises. Das Unternehmen engagiert sich seit einigen Jahren für die Pflege und den Erhalt alpiner Schutzwälder.
Die Kinder der Volksschule Schröcken freuen sich sehr über die Auszeichnung beim Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia.
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Ein Highlight im Angebot der Silbertaler Waldschule ist die „Junior Förster“-Ausbildung für Acht- bis Dreizehnjährige.
Wald Zeitung Juni 2017
Schutzwaldpate 2017 Georg Fritz aus Möggers: Gesunder Wald und gesundes Wild!
Augenscheinliche Schutzwirkung des „Kirchwaldes“ hinter dem Siedlungsgebiet von Raggal. Eine aktive Waldbewirtschaftung und lebensraumangepasste Wildbestände von Rot-, Reh- und Gamswild sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren.
Stabiler Schutzwald in Raggal im Großen Walsertal Über Jahrzehnte setzte sich Hannes Küng, der Obmann der Agrargemeinschaft Frassenwald, in Zusammenarbeit mit Jägern, Waldaufsicht und Wildbach- und Lawinenverbauung für eine verantwortungsbewusste Schutzwaldbewirtschaftung ein. Mit Holznutzungen wird Licht auf den Waldboden gebracht und damit eine natürliche Mischwaldverjüngung mit angepassten Baumarten gefördert. Der Verbiss von Trieben und ganzen Pflanzen bereitet dabei in vielen Gebieten große Probleme. In Raggal konnten die Wilddichten, die aus jagdlichen Interessen oft aufgehegt wurden, auf lebensraumangepasste Dichten reduziert werden. Das kommt dem Wald, aber auch der Tiergesundheit zugute. Dieses beispielhafte lebensraumangepasste Jagdmanagement in Kombination mit der aktiven Waldbewirtschaftung überzeugte die Jury Jury.. Das Projekt in Raggal wurde mit dem Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia in der Kategorie „Erfolgsprojekte“ ausgezeichnet.
Für Körper, Seele und Schutzwald Wer sich im Wald aufhält, tut seinem Körper und seiner Seele etwas Gutes. Diese Gesundheitswirkung, oder in Neudeutsch „Green Care“-Wirkung, des Waldes, die viele von uns bei einem Waldspaziergang selber schon gespürt und erlebt haben, wird auch durch internationale Studienergebnisse bestätigt. Das Integrationsunternehmen „Integra aV Vorarlberg“ orarlberg“ nutzt diese Effekte mit großem Erfolg für die Wiederintegration von Langzeitarbeitslosen. Es werden verschiedenste Waldarbeiten von der Aufforstung und Pflege bis zur Anlage von Begehungsteigen ausgeführt. Das Projekt wurde auf Jugendliche und jetzt ganz neu auch auf Flüchtlinge ausgeweitet. Was will man mehr: sehr gute Erfolge in einem aktuell gesellschaftspolitisch sehr wichtigen Thema, und gleichzeitig profitiert auch noch der Schutzwald davon! Die Jury des Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia zeigte sich begeistert von der gezielten Nutzung der Positivwirkung des Waldes auf die Psyche und Gesundheit des Menschen in einem so vernetzten und innovativen Sozialprojekt.
Der Wald tutt K Körper örper und Seele gut. Diese „Green Care“-Faktoren des Waldes sorgen für gute Erfolge bei der (Wieder-)integration von Langzeitarbeitslosen, Jugendlichen und neu auch Flüchtlingen.
Das Thema Schutzwald wird im heurigen Jahr durch den von der ARGE Alpenländische Forstvereine gekürten „Schutzwaldpaten“ Georg Fritz aus Möggers verkörpert. Neben einer aktiven Waldbewirtschaftung und der Förderung der Walderlebnispädagogik sind für Georg Fritz die aus jagdlichen Interessen aufgehegten Wildbestände von Rot-, Reh- und Gamswild ein zentraler Punkt in der Schutzwaldverjüngung. Die Ausrichtung der Jagd muss sich hier komplett ändern: Für Georg Fritz ist es Tierquälerei, wenn Hirsch und Reh die natürliche Lebensweise verwehrt wird. Da wird tonnenweise Kraftfutter zu den „Mastanlagen“ ins Berg ggebiet transportiert. Das Rotwild wirrd zum m „Rottvieh“. Der eiinzige ziellführende Weg auss dem m „Rotvieh-TBC-Scchlamasse el“ ist derr Weg zurück zurr Na atur! Wie es gehe en kann, ha at Georg Fritz mitt seiinen Mittstre eiterrn im „JJagdm modell Mögge ers“ in n der Re ehwildbewirtschafftung g gezeigt. Heute lebt gesunde es und sttarkes Reh hwild von ein nem Üb berangebot an forsstlichem Jungwucchs. Gesun nderr Wald und gesundes Wild! Exkursionen aus dem In- und Ausland pilgern seither nach Möggers, um die positiven Waldbilder zu sehen. Mit der frühen Umsetzung eines Walderlebnispfades wirkte Georg Fritz auch als Pionier der Waldpädagogik.
Sp Spielerisch hk ken ennenlernen und verstehen Das spielerische Kennenlernen und Verstehen der Zusammenhänge steht bei vielen Projekten im Kindergarten-, Volks- und Mittelschulbereich im Zentrum. Besondere Erlebnis- und Kursangebote werden von den Vorarlberger Waldschulen gemacht. Das eingereichte dreijährige Schulprojekt „Bürger erforschen die heimischen Bergwälder“ in Schröcken und die „Silbertaler Waldschule“ wurden bei der Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia mit einer Auszeichnung belohnt.
Gut gelaunter neu gekürter Schutzwaldpate Georg Fritz (Mitte) mit Alexandra Meissnitzer, Landeshauptmann Markus Wallner und Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger.
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Regeln im Wald Der Wa Wald ld bietet für Abenteuersuchende und Naturliebende viel Ve Verlockendes rlockendes und Spannendes. Um einen schonenden Umgang mit unserem Wa Wald ld zu gewährleisten, müssen Regeln befolgt werden. Nur so ist es möglich, die Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten – ffür ür uns un und d unsere unsere Nachkommen.
Campieren und Zelten
Spannung, Abenteuer, Spaß – abe aberr darf darf man im Wa Wald ld überhaupt sein Lager errichten? Ganz klar gilt, dass nur mit Zustimmung des Waldeigentümers Wa ldeigentümers oder Fo Forststraßenerhalters rststraßenerhalters im Wa Wald ld über Nacht gezeltet oder campiert werden darf. Dabei ist zu beachten, dass Zelten in bestimmten Naturschutzgebieten generell untersagt ist und dass der Bürgermeister bzw. die Gemeindevertretung aus Gründen der Sicherheit, des Ortsbildes, der Landwirtschaft, des Fremdenverkehrs oder aus Naturschutzinteressen an bestimmten Stellen per Bescheid oder Ve Verordnung rordnung das Campieren untersagen kann. Dort allerdings, wo campiert werden darf, steht einem tollen Erlebnis im Wa Wald ld und in der Natur nichts im We Wege. ge.
Beeren und Pilze Pilze sammeln sammeln Pilze und Pilze und Beeren aus dem dem W Wal ald sin sind d willk willkomommene Nahrungsmittel für für Naturliebhaber. Naturliebhaber. Das Sammeln dieser Kö Köstlichkeiten stlichkeiten ist gleichzeitig gleichzeitig mitt Erhol mi Erholun ung g und und Naturerlebni Naturerlebniss ver verbunden. bunden. Grunds Gr undsätzlich ätzlich stehen Pilze, Pilze, Beeren Beeren un und d sonstiges sonstiges Wildobst im Eigentu Eigentum m des des Wa Waldbesitzers. ldbesitzers. We Wenn nn dieserr abe diese aberr das das Sammeln von Pilzen Pilzen ode oderr W Waldaldfrüchten nicht nicht ausd ausdrücklich rücklich (z. (z. B. B. mit mit HinweisHinweistafeln)) untersagt, tafeln untersagt, ist es zivilrechtlic zivilrechtlich h zulässig. zulässig. Dabeii ist Dabe ist jedoch jedoch zu beacht beachten en,, dass dass gemäß Naturschutzverordnung Pil Pilze ze nur in de derr Zei Zeitt von von 8 bis bis 17 Uhr und nur in einer Meng Menge e von von höchstens zwei Kilogramm Frischgewicht Frischgewicht je Per Perso son n und und Tag Ta g gesa gesammelt mmelt we werden rden dürf dürfen en. Es dürfen dürfen nur solche solch e Pilze Pilze gesammelt gesammelt werd werden, en, die der Sa Sammler mmler vorher als essbare Art Art erkann erkanntt hat. hat. Damit ist derr lan de langfristige gfristige Be Bestand stand de derr ffür ür das Öko Ökosystem system wichtigen wichtige n Pilze Pilze sichergestellt. sichergestellt.
Feuer Fe uer im Wa Wald ld Darf im Wa Wald ld ein Lagerfeuer gemacht werden? In Zeiten erhöhter Wa Waldbrandgefahr ldbrandgefahr ist jegliches Fe Feuer uer im Wa Wald ld untersagt. Ebenso ist es in den meisten Naturschutzgebieten untersagt, ein Fe Feuer uer zu entzünden. Das We Wegwerfen gwerfen von brennenden Gegenständen ist ebenfalls verboten. Zum Entzünden eines Fe Feuers uers im Wa Wald ld sind der Wa Waldeigentümer, ldeigentümer, seine Fo Forst-, rst-, Fo Forstschutzrstschutzund Jagdschutzorgane und Fo Forstarbeiter rstarbeiter sowie sonstige Personen, die im Besitz einer schriftlichen Erlaubnis des Wa Waldeigentümers ldeigentümers sind, berechtigt. Dies gilt auch im Fa Falle lle des allgemeinen Benützungsrechtes zu Erholungszwecken. Ein Abbrennen von Pflanzenresten im Rahmen der Wa Waldbewirtldbewirtschaftung ist nur zulässig, wenn damit nicht der Wa Wald ld gefährdet, die Bodengüte beeinträchtigt oder die Gefahr eines Waldbrandes Wa ldbrandes herbeigeführt wird.
Waldlehrpfad Ein Fa Familienausflug milienausflug in den Wa Wald ld ist ein Erlebnis für Jung un und d Alt. Alt. In Vo Vora rarlberg rlberg gibt es zahlreiche attraktive Wa Walderlebnispfade, lderlebnispfade, zwei davon stellen wir hier vor.
Hohenems-Gsohl
Marul-Raggal
Der Lehrpfad Der Lehrpfad ist ist vie vierr K Kilomete ilometer lang lang und umfasst insgesamt zwölf Stationen.. Im Mittelpunkt onen Mittelpunkt stehen di die e Funktione Funktionen n des des Wa Waldes ldes als Lebensraum einer vielfältigen vielfältigen Tie Tierr- und Pf Pflanzenwelt lanzenwelt. Der Der We Weg g fführt ührt von Götzis-Berg Götzis-Berg zurr Alp zu Alpe e Gsohl Gsohl,, die die namensgebend namensgebend ist ist,, man man überwindet eine Höhendifferenz von von 250 250 Metern. Metern. Für Für Schulklassen, Urlaubsgäste und und Familien Familien bietet si sich ch der der W Waldlehrpfad aldlehrpfad al alss A Ausflugsziel usflugsziel an, um eine eine Wa Wanderung nderung zu einem le lehrreiche hrreichen nA Ausflug usflug zu machen. Der We Weg g ist ist auch mit dem Kinderwagen wage n benutzbar, benutzbar, un und d es gibt gibt Informationen Informat ionen und Fa Fakte kten n zu Wildbachverbauungen Wildbachverbauunge n oder oder zu Abrutsch Abru tschgebieten, gebieten, wie sie im Wald Wa ld vorko vorkomme mmen n können. können.
Entlang des Marulbaches, im Marultal, fi finden nden Kinder und und Familien Familien den Walderlebnispfad Wa lderlebnispfad Ma Marul. rul. Hier Hier haben haben El Eltern tern un und d Kinde Kinderr die die Möglichkeit, den de nW Wald ald un und d seine seine viel vielfältige fältigen n Funktionen Funktionen mi mitt allen allen Sinnen ke kennenzulernnenzulernen,, hier nen hier wandeln Fa Familie milien n durch durchss Labyrinth, Labyrinth, musizieren in de derr K Klanghütte langhütte oder kneippen bei de den n Trittsteinen Trittsteinen.. Am W Wal alderlebnispfa derlebnispfad d Marul Marul haben Freizeit Freize itarchitekten architekten di die e Chance, Chance, selber ei eine ne Blo Blockhütte ckhütte zu bauen bauen – eine spannende nend e Herausforderung Herausforderung für für Kinder Kinder und und Eltern. Eltern. Au Auff Informationstafeln Informationstafeln erfahren Fa Fami milien lien viel über Wildöko Wildökologie logie,, Geologie, Geologie, Wa Wald ld-- und und Ho Holzwirtschaft lzwirtschaft und übe überr K Kult ultur- und Zeitgeschichte. Während Wä hrend der der Erkundung Erkundung des Wa Walderleblderlebnispfadess Marul nispfade Marul laden bunte bunte HängematHängematten te n beim beim Wa Wasserfal sserfalll Eltern Eltern und Ki Kinder nder zum Relaxen ein.
Ausgangspunkt: Au sgangspunkt: Götzis-Berg
Ausgangspunkt: Au sgangspunkt: unmittelbar in der Nähe der Maruler Kirche
Waldverein Waldverein Ortsgruppe Hohenems Tel. Te l. 05576/78498
Verein Wa Verein Walderlebnispfad lderlebnispfad Tel. Te l. 05553/687
Wald Zeitung Juni 2017
20 Waldtiere Vorarlbergs Was ist da los in Vorarlbergs Wäldern? Hier stellen wir Ihnen 20 heimische Waldtiere vor – bitte leise lesen, manche sind sehr scheu!
Langohrfledermaus DIE BEDROHTE
Eichhörnchen DER KLETTERKÜNSTLER
Waldmaus DIE ANPASSUNGSFÄHIGE ASSUNGSFÄHIGE ASSUNGSF ÄHIGE
Rotfuchs DER KUL KULTURFOLGER TURFOLGER
Luchs DER HEIMLICHE
Insektenfresser, vorwiegend Raupen und Nachtfalter. Bewohner von lichten Wäldern und Parkanlagen von Europa bis Ostasien. Präziser Flugkünstler, der in Baumhöhlen oder auch Gebäuden siedelt.
Allesfresser, vorwiegend Samen und Nüsse. Baumbewohner in Höhlen und selbstgebauten Nestern. Legt Wintervorräte an. Waldbewohner bis an die Baumgrenze. Gefahr der Verdrängung durch nordamerikanische Grauhörnchen.
Allesfresser, vorwiegend Samen und Nüsse, aber auch Insekten. Legt Nahrungsdepots für den Winter an. Vorkommen an Waldrändern und Hecken von Europa bis Nordafrika. Bis zu 20 Junge pro Jahr in ca. drei Würfen.
Allesfresser, vorwiegend Mäuse, auch Aas, Früchte oder Hausgeflügel. Waldrandbewohner auch in Siedlungsnähe. Vorkommen von Nordamerika bis Ostasien. Gefährdet duch Räude, Staupe oder Tollwut.
Dämmerungs- und Nachtjäger auf Säugetiere und Vögel. Verbreitung von Skandinavien bis Sibirien sowie von den Alpen bis zum Himalaya. Reviergröße über 100 km². Größte mitteleuropäische Katzenart – inzwischen auch in nV Vor orarlberg wieder heimisch.
Rothirsch DER GESELLIGE
Reh DER FEINSCHMECKER
Tannenhäher DER BAUMPFLANZER
Kleiber DER LEHMBAUER
Tannenmeise DIE WEL WELTBÜR TBÜRGERIN
Pflanzenfresser, vorwiegend Gras, Kräuter, Knospen und auch Baumrinde. Wiederkäuer. Bevorzugt ruhige, strukturreiche Wälder mit entsprechendem Nahrungsund Wasserangebot sowie mit Suhlen.
Pflanzenfresser, vorwiegend energiereiche Kräuter und Knospen. Wiederkäuer. Bevorzugt Waldränder und strukturreiche Landschaften. Verbirgt sich bei Gefahr geschickt im Dickicht. Gefährdet durch verschiedene Parasiten.
Nadelwaldbewohner bis ins Hochgebirge. Versteckt Baumsamen für den Winter. Ernährt sich von Nadelholzsamen, Insekten, Haselnüssen. Monogame Lebensweise.
Baumhöhlenbewohner. Verkleinert Höhleneingänge mit Lehm. Nahrung: Insekten und Samen, Vorkommen: Laubmischwälder von Europa und Nordwestafrika bis Asien.
Ernährt sich von Insekten und Samen. Nadelwaldbewohner von Europa bis Asien bis an die Baumgrenze. Baut ihr Nest in Baum-, Erd- und Felshöhlen. Weit verbreiteter und häufiger Brutvogel.
Schwarzspecht DER HOLZ-SCANNER
Uhu DER SCHARFBLICK
Auerhuhn DER HORMONGESTEUERTE
Holzwespe DER HOLZZERSETZER
Rote Waldameise DIE GESUNDHEITSPOLIZEI
Insektenfresser, vorwiegend große Ameisenarten. Höhlenbewohner in Laubmischwäldern mit Nadelholzanteil. Größte heimische Spechtart. Langschläfer, der zielsicher Faulstellen und Ameisennester von außen an Bäumen erkennt.
Dämmerungs- und Nachtjäger auf Säugetiere und Vögel. Verbreitung von Spanien bis Skandinavien, vom Nahen Osten bis Korea. Größte lebende Eulenart, in kühleren Gebieter schwerer als in wärmeren.
Ernährt sich von Heidelbeeren, Triebknospen, Nadeln und Ameisenlarven. Bewohner von lichten, strukturreichen Nadelwäldern. Vielfältiges, interessantes Balzritual.
Großer Hautflügler, der mit seinem Legestachel Eier in geschwächtes Holz legt, bevorzugt in Fichte, Tanne und Kiefer. Symbiose mit holzzersetzendem Tannen-Schichtpilz. Kreisrunde Ausbohrlöcher der fertigen Insekten.
Ernährt sich von Insekten und Baumsäften. Bildet große Staaten mit strikter Arbeitsteilung zwischen Königin, Arbeiterinnen und Männchen. Ernährt sich von vielen schädlichen Insekten und trägt so zur Waldhygiene bei.
Alpenbock DER SCHÖNLING
Rüsselkäfer DER KUL KULTURSCHRECK TURSCHRECK
Buchdrucker DER BORKENKÄFER
Hirschkäfer DER SEL SELTENE TENE
Kiefernspinner DER VIELFRASS
Brütet bevorzugt in Buchentotholz bzw. Brennholzklaftern. Sehr schöner, eleganter Bockkäfer, der europaweit geschützt ist.
Brütet in Stöcken von Schlagflächen und befällt dann frisch gesetzte Nadelholzpflanzen. Dort frisst er die Rinde am Stammfuß ab und bringt Jungpflanzen häufig zum Absterben. Vorbeugung: „Schlagruhe“ zwischen Holzernte und Wiederaufforstung.
Befällt geschwächte lebende Fichten und legt seine Eier in das Bastgewebe der Rinde. Durch den Fraß der Larven wird das Kambium zerstört und der Baum zum Absterben gebracht. Findet geschwächte Bäume mit dem Geruchssinn.
Größter europäischer Käfer. Brütet in morschem Totholz bevozugt an Eichenstöcken. Ernährt sich von Baumsäften. Weibchen deutlich seltener als Männchen, daher erbitterte Kämpfe unter den Männchen.
Wir schenken Ihnen einen Viertelquadratmeter Wald Die ersten 100 Einsendungen an info@waldverein.at erhalten ein Gratisposter „20 Waldtiere Vorarlbergs“ (420 x 59 594 4 mm). mm).
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Nachtfalter, dessen Raupen sich vorzugsweise von Kiefernnadeln ernähren. Vorkommen insbesondere in trockeneren Kiefern-Monokulturen, wobei eine Raupe bis zu 800 Nadeln zerstört.
Wald Zeitung Juni 2017
Schutzwald
Schutzfunktion für unsere Lebensräume Durc Du urc rch ch d die ie e gebirg irgig gig ige ge La Lag age Vo Vora ora rarlb arlb rlbe berg rgs gs sind d 50 % der Wa Waldf ldflläche als Schutzwälder ausgewiesen. Sie ldf schützen Menschen, Siedlungen, Infrastruktureinrichtungen und landwirtschaftliche Flächen vor Naturgefahren wie Lawinen, Muren und Steinschlag. Au Auch ch die steilen Schutzwälder unbesiedelter Seitentäler
erffü üllen wichtige Funk kttionen in unserer K Ku ulturlandschaft. Sie schützen den Boden vor Erosion, speichern das Niederschlagswasser und geben es langsam wieder ab. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bereitstellung von Trinkwasser und zur Dämpfung von Hochwasserspitzen an den großen Flüssen wie
Schutz vor Lawinen, Hochwasser, Muren und Steinschlag
Erholungsraum
Bregenzerach, Ill und R Rh hein. Dabei sind tieffw wurzelnde Baumarten wie We Weißtanne, ißtanne, Buche, Be Bergahorn rgahorn und Eberesche von besonderer besonderer Bedeutung: Bedeutung: Das Wa Wasser sser gelangt entlang der Wurzeln ra rasch sch in tiefere Bodenschichten, und die Hohlräume abgestorbener Wurzeln erhöhen das Wa Wasserspeichervermögen sserspeichervermögen des Bodens.
Rohstoff Holz
Speicherung und Reinigung des Wassers Lärmschutz
Lebensraum
Sauerstofferzeugung
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Wald Zeitung Juni 2017
Wir schenken Ihnen einen Viertelquadratmeter Wald Die ersten 100 Einsendungen an info@waldverein.at erhalten ein Gratisposter „Schutzfunktion für unsere Lebensrä äume“ (594 x 420 420 mm). mm).
Eis & Schnee Schnee
Fels & Geröll
Krummhölzer & Einzelbäume
Erste Phase des natürlichen Lawinen- und Wasserrückhaltevermögens durch Vegetation und Boden. Typische Baumarten: Latsche, Grünerle, Zirbe, Lärche
Nadelwald
Strukturierter und ungleichartiger Wald bietet die maximale Leistung im Bereich Lawinenschutz, Erosion (Muren und Steinschlag) und Wasserrückhaltevermögen. Typische Baumarten: Fichte, Tanne, Vogelbeere, Bergahorn
Mischwald
Bietet Wasserrückhaltevermögen, Schutz vor Steinschlag und Muren. Typische Baumarten: Buche, Tanne, Esche, Ulme, Fichte, Bergahorn, Vogelkirsche
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Wald Zeitung Juni 2017
Fragen an Schutzwaldverantwortliche unseres Landes Für die Bewohner des Gebirgslandes Vorarlberg ist der Schutzwald von existenzieller Bedeutung. Rund 50 % des Waldes in Vorarlberg sind Schutzwald. Dieser schützt den Boden vor Erosion und Verkarstung sowie unseren Lebensraum vor Lawinen, Hochwasser, Muren, Hangrutschungen und Steinschlag. Wir richten fünf Fragen an Schutzwaldverantwortliche im Ländle.
Stefan Bischof
Bürgermeister, Damüls Welches sind für Sie wichtige Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzwaldes? Bei meinem Amtsantritt 2010 war mir das Thema Schutzwald neu. Es hat sich mir aber gezeigt, dass es sich lohnt, den Wald zu durchforsten, eine Verjüngung hineinzubringen und von der Monokultur wegzukommen. Maßgeblich ist dafür auch die Bejagung. Worin besteht Ihre eT Tätigk ätigkeit ätigk eit im Hinblick auf den Schutzwald? Wir haben flächenwirtschaftliche Projekte umzusetzen sowie Schutz- und Bannwälder zu erhalten. Dabei müssen auch die Interessen der Grundbesitzer eingebunden werden. Als Obmann der Genossenschaftsjagd ist dies für mich von besonderer Bedeutung. Gibt es aktuell ein Schutzwaldprojekt in Ihrer Gemeinde? Neben dem bereits bestehenden FWP Mühlewald ist das FWP Damüls im Entstehen. Darin sind vielfältige Maßnahmen der Wildbachund Lawinenverbauung im Bereich Damüls Sonnseite enthalten, welcher eine wichtige Schutzwaldfunktion für Gebäude und die Landesstraße L 193 erfüllt. Die Waldbestände sind meist überaltert und bedürfen notwendig einer Pflege. Das bereits kollaudierte Projekt „Schneedruckabwehr Dreihäuser“ bildete zur Wegerschließung schon einmal den ersten Schritt.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft ukunftt ukunf unserer Wälder? Die Grundbesitzer sollen sich ihrer Verantwortung für die Wälder mehr bewusst werden. Bei der Jagd sollen nicht nur die Trophäe bzw. der Pachtvertrag im Vordergrund stehen, sondern es soll auch dem Waldzustand Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Welche Bedeutung hat der Wald für Sie persönlich? In Damüls erfüllt der Wald die Funktion des Objektschutzes. Ich habe den Wald auch als Lebensraum für das Wild kennengelernt. Man muss sich aber bewusst werden, dass es Zonen geben muss, wo der Wald im Vordergrund steht, nicht das Wild.
DI Markus Tecklenburg
Jagdpächter und Jäger, Bludenz Welches sind für Sie wichtige Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzwaldes? Für mich sind das eine nachhaltige Waldbewirtschaftung mit ungleichaltrigen Mischwäldern sowie eine gesetzeskonforme Jagdausübung, welche großflächig eine standortgemäße Naturverjüngung ermöglicht. Dazu benötigt es auch die Einrichtung von Wildruhezonen sowie das aufeinander abgestimmte Handeln der unterschiedlichen Interessengruppen.
Ing. Alexander Stoiser
Förster, Wildbach- und Lawinenverbauung, Bludenz Welches sind für Sie wichtige Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzwaldes? Wertschätzung von Holz aus der eigenen Region. Kleinflächige Bewirtschaftungskonzepte, die ungleichaltrige, stabile Wälder produzieren. Gute Jagdaufseher mit forstlichem Verständnis. Nur mit tragbarem, lebensraumangepasstem Schalenwildbestand können Forstleute im Schutzwaldbereich erfolgreich sein. Worin besteht Ihre Tätigkeit tigkeit tigk eit im Hinblick auf den Schutzwald? Verbesserung sowie Neubegründung von Wäldern, wo diese aufgrund eines Gefahrenpotenzials wie z. B. Lawinen, Steinschlag und Bodenerosion dringend notwendig sind. Die statistische Zunahme der Waldfläche passiert schutztechnisch gesehen leider an den falschen Stellen.
tigkeit tigk eit im Hinblick auf Worin besteht Ihre Tätigkeit den Schutzwald? Alle jagdlichen Tätigkeiten zur Wildbestandsregulierung sowie Errichtung und Erhaltung jagdlicher Einrichtungen zählen zu meinen Aufgaben. Auch die Sensibilisierung meines Umfeldes im Hinblick auf Rücksichtnahme auf Pflanzen und Tiere im Wald ist sehr wichtig Gibt es aktuell ein Schutzwaldprojekt in Ihrem Zuständigk Zuständigkeitsbereich? eitsbereich? Kürzlich wurde das Projekt „Züglewald“ in Schnifis erfolgreich abgeschlossen. Diesem Bereich wird bis zur Sicherung der gepflanzten Bäume sowohl jagdlich als auch forstlich große Beachtung geschenkt. Was wünschen Sie sich für den Schutz unserer Wälder? Ich wünsche mir eine Sensibilisierung der Waldbesucher für den Wert des Waldes, damit uns bewusst wird, was uns der Wald mit seinen Bewohnern alles schenkt, aber auch, wie verletzlich er ist. Gegenseitige Rücksichtnahme und gemeinsames Handeln im Sinne eines gesunden Ökosystems sind unbedingt erforderlich. Der Wald ist kein grenzenloser Freizeitpark oder Spielplatz für Haustiere. Welche Bedeutun Bedeutung g hat der Wald für Sie persönlich? Der Wald ist in erster Linie Lebensraum für Pflanzen und Wildtiere. Der gesunde Wald hat Schutzfunktion, liefer efer ef ert Sauerstoff tofff und Holz. Er tof ist auch Grundlage für einen gesunden Wildbestand. Er ist elementarer Bestandteil unseres Lebens, wohltuend für Seele und Körper. Besonders für Kinder ist er ein Abenteuerspielplatz zum Erkunden der heimischen Pflanzen und Tierwelt. Ein kranker Wald liefert nichts davon.
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Gibt es aktuell ein Schutzwaldprojekt in Ihrer Gemeinde? Es gibt einige und es werden noch mehr. In Alpentälern wie dem Montafon ist siedlungstaugliche Fläche sehr begrenzt. Dadurch werden stabile Waldbestände noch wichtiger werden. Was wünschen Sie sich h ffür ür den zukünftigen Schutz unserer Wälder? Politische Entscheidungsträger und Grundbesitzer mit mehr forstlichem Problembewusstsein. Bürgernahes Forstpersonal, das den Grundbesitzern mit Rat und Tat zur Verfügung steht. Reduzierung von überhöhten Schalenwildbeständen sowie Beendigung der derzeit vielerorts praktizierten, weder für die Waldentwicklung noch für die Wildgesundheit zuträglichen Futtervorlage in Art und Menge. Was s ffür ür eine Bedeutung hat der rW Wald ald für Sie persönlich? Wald ist ein vielseitiges Ökosystem, das den günstigsten, besten und nachhaltigsten Schutz vor Naturgefahren darstellt. Ich schätze zudem den Erholungswert und kostenlos bereitgestellte Dienste wie Wasser- und Luftfilterung so hoch ein, dass sie mit Geld nicht zu bezahlen wären. Der Wald liefert zudem einen der wenigen nachwachsenden Rohstoffe, die uns zur Verfü rfü rf ügung stehen.
Wald Zeitung Juni 2017
Freiblick Viele KundInnen wünschen sich eine gesunde und moderne Wohnatmosphäre. Holz kann diese bieten. Fast nebenbei ist Holz nachhaltig regional verfügbar, klimaschonend, energieextensiv in der Bearbeitungskette, ressourcenschonend und kosteneffizient. Ein freier Blick auf den Gipfel des Nebelhorns war eine architektonische Prämisse bei der Gestaltung des neuen gleichnamigen Gipfelrestaurants bei Oberstdorf. Verpackt wurde das Ganze in eine unglaublich atmosphärische Eschenholzanwendung. Der Bergpanoramablick im Gipfelrestaurant ist sensationell. Die Holzanwendung mit der Baumart Esche ist auch sensationell und unter-
stützt diese einmalige Bergrestaurantsituation bestmöglich. Geplant wurde das neue Bergrestaurant vom Architekturbüro „Hermann Kaufmann ZT GmbH“ aus Schwarzach. Besonders erfreulich ist, dass hier in der Nachbarschaft sehr viel Eschenholz aus V Vorarlberg orarlberg verbaut wurde. Dafür verantwortlich war die Tischlerei „Frick/Burtscher – Holz mit Technik GmbH“ aus Dornbirn. Es wurde überwiegend unbehandeltes Eschenholz mit der speziellen Jahrringlage rift/halbrift und einem feinen Bandsägeschnitt als Oberfläche verwendet. Die eigens entworfenen Eschenholzstühle stammen vom Vorarlberger Stuhlhersteller Längle und Hagspiel aus Höchst.
Viel Atmosphäre und Green Care Wohlfühlatmosphäre mit Vorarlberger Eschenholz. Viele BauherrInnen wünschen sich diese positive Wohnbiologie für ihre Räume.
Dieses neue Gipfelrestaurant zeigt beispielhaft die atmosphärische und gleichzeitig moderne Holzanwendungsmöglichkeit mit regionalem
Beispielhafte Holzanwendung mit sensationeller Bergkulisse.
Holz auf. Wie im Wald gibt es auch in einer Holzumgebung besondere „Green Care“Effekte, die sich entstressend und positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Diese positive Wohnbiologie ist für viele BauherrInnen ein entscheidendes Argument für einen Holzbau und für Holzinnenausbau. Im gezeigten Beispielprojekt ist die hohe technische Ausführungsqualität hervorzuheben, die bei uns viele Holzhandwerker anbieten können.
„Jenseits des Betons“ Auf dem Dornbirner Messegelände stehen jetzt die neuen Messehallen in Holz, geplant vom Büro Marte.Marte Architekten aus Feldkirch, zur Verfügung. Nachdem der erste Entwurf eine Stahl-Beton-Konstruktion vorsah, wurde jetzt ein Holzkonzept umgesetzt. lenmitte benötigt werden. Das wird durch eine spezielle Leimholz-Fachwerkträgerkonstruktion erreicht.
Jetzt eindrucksvoll bei einem Großprojekt bestätigt: Holzbau ist nicht nur ökologischer, sondern auch günstiger. Ein Bild aus der Bauphase, bei dem die Holz-Fachwerkträgerkonstruktion sehr gut zu sehen ist.
Im ersten Moment überraschen die Gründe dafür fast, im zweiten Moment ergibt sich ein absolut erfreuliches Bild für die Leistungsfähigkeit des Holzbaus. Die erste Vorstellung der neuen Hallen stand unter dem passenden emotionalen Titel „Jenseits des Betons“. In den letzten Jahren wurde bei größeren Projekten der Holzbau meist schon in einer frühen Planungsphase mit dem Argument „zu teuer“ nicht weiter verfolgt. Es gab keine wirkliche Prüfung.
Holzbau günstiger als Stahl und Beton Zu Unrecht, wie sich jetzt eindrücklich beim Neubau der Messehallen in Dornbirn herausstellt. Holz ist nicht nur nachhaltig regional ver-
Bei den Holzbau- und Baumeisterarbeiten haben sich die Anbieter aus Vorarlberg sowohl preislich als auch vom Leistungsumfang her durchgesetzt. Die Holzbauarbeiten hat die Bietergemeinschaft (ARGE) bestehend aus Kaufmann Bausysteme, Kaufmann Zimmerei und Tischlerei (beide Reuthe), Kaspar Greber Holzbau (Bezau) und Sutter Holzbau (Ludesch) erhalten. Die Wand-Innenverkleidung macht die Firma Lenz-Nenning (Dornbirn). Die rund 29 Millionen Euro Investitionskosten werden im Verhältnis 40:60 von der Stadt Dornbirn und dem Land Vorarlberg getragen.
fügbar, klimaschonend (CO2 neutral/CO2-Speicherung), wohnbiologisch ideal, energieextensiv in der Bearbeitungskette und ressourcenschonend, sondern – jetzt intensiv geprüft in einem Großprojekt – auch noch kostengünstiger.
Modernes Messe- und Eventzentrum Vom Architekturbüro Marte.Marte Architekten wurden optisch ansprechende und zeitgemäße Hallen konzipiert, die eine flexible Bespielbarkeit für ein modernes Messe- und Eventzentrum ermöglichen. Die neue Halle 11 wird mit einer Fläche von 4.800 m2 und einer Raumhöhe von elf Metern, die größte Veranstaltungshalle Vorarlbergs (Konzerte können bis zu 9.000 Personen n ffassen). assen). Die Spannweite des Tragwerks beträgt 66 Meter, ohne dass Stützen in der Hal-
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Messehallen aus Holz mit einer eindrücklichen architektonischen Strahlkraft, flexibel einsetzbar als normale Messehalle, aber auch als extravagante Eventkulisse.
Wald Zeitung Juni 2017
Das Match des Jahrhunderts! Wir gegen de den n Kli Klim ma andel. ei eid de Teams sind gut gut aufg aufge estellt – das Spielfeld ist uns unsere ere Erde un und d auch auch unser Wa Wald. ld. Die Trainer verraten schon mal die Ma Mannschaftsaufstellungen.
Unser Team für den Wald
1 Energiesparen. Für Energiesparmaßnahmen besteht großes Potenzial, zu dem jeder persönlich einen Klimabeitrag leisten kann, der zudem Geld spart.
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Erneuerbare Energie. Der Umstieg auf erneuerbare Energie aus Wasser, Sonnenlicht, Wind und Biomasse ist ein Hoffnungsgebiet für Wirtschaft und Forschung.
Erhöhung des Selbstversorgungsgrades. Die bessere regionale Selbstversorgung mit Lebensmitteln und anderen Verbrauchsgütern reduziert Verkehr und schafft Wertschöpfung in der Region.
Langlebige Qualitätsprodukte. Die Erzeugung langlebiger Qualitätsprodukte spart Rohstoffe und Energie und vermindert Abfallprobleme.
Rohstoffeinsatz nach tatsächlichen Bedürfnissen. Viele Rohstoffe und Energie werden für Produkte eingesetzt, die nicht wirklich benötigt werden, wie z. B. importierte Wegwerf-Souvenirs.
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Mischwald. Ein Mischwald ist besser auf Klimaänderungen vorbereitet, weil sich ein Ökosystem mit verschiedenen Baumarten besser an extreme Bedingungen anpassen kann.
Dauerwald. Beim Dauerwald ist der Boden ständig durchwurzelt. Erosion wird dadurch verhindert.
Naturverjüngung. Bäume aus natürlichem Samenflug sind meist besser im Boden verwurzelt und haben sich am Standort schon bewährt.
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Genetik und Resistenzzüchtungen. Mit Züchtungsmethoden kann man z. B. besonders trockenheitsangepasste Pflanzen einer Baumart vermehren.
Gastbaumarten. Wenn sich das Klima stark ändert, sind Baumarten aus ähnlichen Klimazonen eine Möglichkeit der Klimaanpassung.
11 Waldpflege. Durch Waldpflege werden die Bestände stabiler und seltene Baumarten können gefördert werden.
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Neue Insekten / Neozoen. Die weltweite Vernetzung der Handelsströme bringt immer wieder neue Pflanzen und Tiere ins Land. Diese können sich mangels natürlicher Gegenspieler rasant ausbreiten.
Schadpilze. Mit steigender Temperatur herrschen meist auch bessere Lebensbedingungen für viele Schadorganismen – insbesondere, wenn sie auf gestresste Pflanzen und Bäume treffen.
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Monokulturen. Monokulturen haben geringere Widerstandskraft gegen verschiedene Naturereignisse. Sie versprechen kurzfristig größeren Ertrag, aber auch höheres Risiko.
Erosion. Es dauert oft Jahrtausende, bis sich ein fruchtbarer Boden entwickelt. Durch gehäufte Starkregen und Stürme steigt der Bodenverlust.
Hochwasser. Warme Luft kann mehr Wasserdampf transportieren. Gehäufte Starkregenereignisse erhöhen die Hochwassergefahr.
Stürme. Je mehr Energie in der Atmosphäre ist, desto heftiger fallen die Sturmereignisse aus. Die extremen Stürme überforden die Stabilität vieler Wälder.
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Gewinnmaximierung. Aus Gründen der Gewinnmaximierung wird oft verantwortungslos mit Natur, Rohstoffen und Energie und auch Menschen umgegangen.
Verkehr. Der steigende Verkehr ist für Bodenverbrauch, Verbrennung fossiler Energie und Rohstoffverbrauch verantwortlich
Wegwerfmentalität. Kurzlebige, minderwertige Produkte belasten die Umwelt und sind für hohen Energieund Rohstoffverbrauch verantwortlich.
Klimaanlagen, Dauerbeleuchtung, Beschneiung. Diese Anwendungen sind große Energieverbraucher mit oft negativen Auswirkungen auf Natur und Gesundheit.
D ie Ge g n e r des Waldes
1 Bequemlichkeit. Meist scheitert ein sorgsamer Umgang mit der Natur an der Bequemlichkeit der Bürger und dem Verharren in (schlechten) Gewohnheiten.
Wir schenken Ihnen einen Viertelquadratmeter Wald Die ersten 100 Einsendungen an in nfo@waldverein.at erhalten ein Gratisposter „Match des Jahrhunderts“ (420 x 594 mm).
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Wald Zeitung Juni 2017
Jorinde und Joringel Eine Märcheninterpretation von Michael K Köhlm öhlmeier.
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s waren einmal Jorinde und ihr Liebster Joringel, und Jorinde war eine Jungfrau, und sie konnte vor Entzücken jauchzen, und sie war schön. Die beiden wohnten jeder eng bei sich zu Hause, Jorinde bei Vater und Mutter, Joringel bei Mutter und Vater, sie konnten zu Hause nicht miteinander reden, nicht bei Jorinde zu Hause, nicht bei Joringel zu Hause, und konnten nicht miteinander schmusen, weder bei ihm noch bei ihr, aber sie schmusten doch so gern. Darum gingen sie in den Wald und taten es dort und hielten sich fest umschlungen, denn sie liebten sich. Jeden Tag gingen sie ein Stück weiter in den Wald hinein, und eines Tages lehnte sich Joringel beim Küssen mit dem Rücken an eine Mauer. „Was ist das für eine Mauer?“, fragte er. „Was ist das für eine Mauer?“, fragte Jorinde. Da sahen sie, dass es die Mauer eines Hauses war. Efeu wucherte über das Haus hinauf, darum hatten sie es erst nicht bemerkt. „Ich will anklopfen“, sagte Joringel. „Ja, klopf an“, sagte Jorinde und war entzückt, „vielleicht wohnt hier niemand, dann wollen wir einziehen und haben ein eigenes Haus. Klopf an, Joringel!“ Joringel hob die Hand und machte eine Faust und holte aus und … Aber er klopfte nicht an. „Warum klopfst du denn nicht an?“, fragte Jorinde. Und Joringel antwortete ihr nicht. Er stand nur da. Einfach nur da. Und neben ihm saß ein Hase im Moos. Einfach im Moos saß der Hase. Und Joringel stand nur da und rührte sich nicht, die Hand zur Faust geballt, mit der er an die Tür klopfen wollte. Der Hase aber war die Zauberin. Sie hatte den Joringel starr gemacht, als wär er aus Stein. Und nun brach aus dem Fellkleid des Hasen ein Falke, und aus dem Federkleid des Falken brach ein Schwarm Mücken, und die Mücken ballten sich zusammen zur Silhouette eines Menschen, und dieser Mensch war die Zauberin. Jorinde, die Jungfrau, schrie: „Nicht kenne ich die Welt, wenn sie so ist! Nicht will ich sie kennen, wenn sie so ist! Ich habe Angst! Joringel, sprich mit mir! Joringel, halt mich fest!“ Das schrie Jorinde, die Jungfrau, und ihre Stimme flog in die Höhe und fuhr aus ihr heraus, wie der Wille aus der Zauberin herausgefahren war. Und am Ende war Jorindes Stimme nur noch ein Zwitschern: „Zicküth! Zicküth! Zicküth!“ Die Zauberin verzauberte Jorinde in eine Nachtigall. Und sie fing die Nachtigall ein und trug sie in ihr Haus und steckte sie in einen Käfig. Dieser Käfig aber war einer von siebentausend Käfigen, in die lauter Vögel gesperrt waren, das waren allesamt verzauberte Jungfrauen. Zu Joringel, dem Mann, der zu Stein geworden
dem gestiefelten Kater und Felix Krull, lauerte zusammen mit dem Großen Bösen Wolf den Schweinchen auf, und über den Dächern von Gotham City lachte er schallend mit dem Joker. Und eines Nachts träumte er. Er träumte, er fände einen Kelch, und in der Mitte des Kelches wäre eine Perle, und mit dem Kelch und der Perle, so träumte er, ginge er zu dem Felsen, in dem Jorinde begraben war, und er träumte, er berühre mit dem Kelch den Felsstein, und alles werde gut. Von da an irrte er auf der Welt umher und suchte diesen Kelch und diese Perle. Aber er fand keinen Kelch und fand keine Perle, eine rote Blume fand er, und in der roten Blume war ein Tautropfen. „Das wird gelten“, sagte sich Joringel, und es galt.
war, aber sagte die Zauberin: „Grüß dich, Joringelchen! Hab keine Sorge! Wenn das Möndlein durchs Zweiglein scheint, dann wirst wieder Fleisch und kannst hüpfen!“ Und als der Mond durch die Zweige schien, konnte sich Joringel wieder bewegen, und er klopfte an die Tür des Hauses, wie er es sich vorgenommen hatte, aber mit jedem Schlag wurde die Tür härter, bis sie am Schluss ein Fels war, und die Mauer war nicht mehr die Mauer eines Hauses, sondern ein Berg, und Jorinde, die Geliebte, war darin begraben. Da zog Joringel in die Welt hinaus und tat Unfug, und vor lauter Gram bereitete er anderen Menschen Unheil und wurde ein Grausamer und Gefährlicher, ein Schwindler und ein Schinder, wurde ein Räuber, Stadträuber, Landräuber, Seeräuber, die pure Unbarmherzigkeit im Kopf, das Herz bar aller Freude, so ritt er auf einem gezähmten Mustang über die Prärien, so raste er in einem rosaroten Cadillac durch Straßenschluchten, so fuhr er über die Meere, schlitzte Schiffe auf, hielt Postkutschen auf, knackte Safes, unterschrieb ungedeckte Schecks und nahm sich heraus, was Gold war und glänzte. Er kaperte und enterte im Auftrag der englischen Königin, schüttete unter dem General Octavio Piccolomini kochendes Blei in schwedische Hälse, brandschatzte mit Fra Diavolo, Billy One-Hand Condon und dem schaurigen Jean Laffite, lieferte sich Duelle mit Billy the Kid, Sundance Kid, Doc Holliday und John Wesley Hardin, spielte Poker mit Bugsy Siegel, lud Munition nach für John Dillinger und Pretty Boy Floyd, verkaufte zusammen mit Victor Lustig den Eiffelturm, marschierte an der Seite von Wilhelm Voigt in Hauptmannsuniform in das Rathaus der Stadt Cöpenick, war per Du mit
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Er pflückte die Blume und trug sie vor sich her, er schützte sie mit einer Hand und hauchte auf den Tautropfen, damit er nicht austrockne, und er machte sich auf den Weg zurück, und er betrat den Wald, und er fand das Haus der Zauberin, und er berührte mit der Blume den Fels, und der tat sich auf, und er berührte mit der Blume die siebentausend Käfige, und die taten sich auf, und siebentausend Jungfrauen waren um Joringel, und eine unter ihnen war Jorinde. Joringel und Jorinde liefen aus dem Wald, Hand in Hand, und wahrscheinlich war ihre Sache gerettet, nichts anderes wurde mir jedenfalls jemals berichtet. Und die Zauberin? Joringel hatte auf ihren schwarzen Haarschopf den Tautropfen fallen lassen, und der war in dem dichten Haar versickert, und da ward der Frau ihr Wille zurückgegeben.
Der traurige Blick Blicck in die Weite Michael Köhlmei lmeie er Geschichten von Heimatlos Heimatlo osen Zsolnay y Verla erlag erla ag ISBN 978-3-216 978-3-21 163-0 -04 0485-8 8 Michael Köhlmeier erzählt Geschichten von seiner Mutter und seiner Großmutter, von Joringel und Jorinde, von einem Mann, der nicht mehr leben wollte, er erzählt von Jack Buttermilch, vom Fernfahren und vom Herz des Riesen. Er erzählt Geschichten aus Belgien, England, Irland und Litauen, aus Griechenland, Österreich und Deutschland. Er erzählt Geschichten von gestern und heute. Sie sind verbunden durch eine Sehnsucht, die ihren Figuren gemeinsam ist, eine Sehnsucht nach etwas, das nicht so genau zu beschreiben ist, einer Heimat vielleicht.
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Zahlen, Daten Fakten
3.500.000.000
Bäume stehen in Österreichs Wäldern
51% 65 25% Vorarlberg:
Österreich:
Veranstaltungen Waldbegehung Mellau Kaniserwald 7.7.2017, 18 Uhr Treffpunkt: Skihütte Mellau Der Waldzustand und die mangelnde Naturverjüngung werden besichtigt und besprochen und die bereits gesetzten und beabsichtigten Maßnahmen erläutert. Info: Vorarlberger Waldverein, Ortsgruppe Hinterer Bregenzerwald, Tel. 0664/4237851
Montafoner Juniorförster 2017 17.–21.7.2017 Ausbildung zum Juniorförster der Silbertaler Waldschule für waldinteressierte Kinder. Information und Anmeldung http://stand-montafon.at/waldschule/ unser-angebot/ferienprogramm
der Waldfläche ist Schutzwald
verschiedene Baumarten gibt es in Österreichs Wäldern
der Waldfläche ist Schutzwald
300.000
Vorarlberger Motorsägenführerschein Sicheren Umgang mit der Motorsäge in drei Modulen erlernen Kursbeginn Bäuerliches Bildungszentrum Hohenems, 13.10.2017, 18 Uhr Egg/Bregenzerwald 14.11.2017, 18 Uhr Information und Anmeldung erg, er g, 05574/400-191, LFI Vorarlberg, lfi@lk-vbg.at, www.lfi.at/vbg
Personen beschäftigt die Forst- und Holzwirtschaft in Österreich
48% Waldfläche Österreichs heute:
der Landesfläche
Waldfläche Österreichs zu Zeiten Maria Theresias:
35% der Landesfläche
Weitere Veranstaltungen unter www.waldverein.at
Landesforstgarten Rankweil Aufforsten mit heimischer Genetik
Wussten Sie, dass … … sich auch der Rechnungshof mit den Ausgaben für die Schutzwälder befasst hat? … zwischen 50 % und 62 % der Schutzwaldfläche Österreichs als „stabil“ betrachtet werden können und im Rest Pflege- und Sanierungsmaßnahmen zur Erhaltung der Schutzfunktion erforderlich sind? … bundesweit auf drei Vierteln der Schutzwaldfläche die notwendige Verjüngung fehlt? … gemäß dem österreichweiten Wildeinflussmonitoring des Bundesamtes für Wald der Anteil der Verjüngungsflächen mit starkem Wildverbiss in Salzburg zuletzt bei 47,8 %, in Tirol bei 44,1 % und in Vorarlberg bei 58,8 % lag? … der Einsatz von 1.000 € für die Erhaltung eines Schutzwalds 146.000 € an technischen Maßnahmen ersetzen kann?
nV Ver erglei er gleich der Kosten für Erhaltungsmaß… ein nahmen des Schutzwalds mit jenen n ffür ür Sanierungsmaßnahmen (V (Ver errrjü jüngung) ung)) und mit jenen ung für technischen Maßnahmen ein Verhältnis von 1:15:146 ergab? … die Kosten für notwendige Verbesserungsmaßnahmen 1,3 Mrd. € für ganz Österreich betragen? … sich die heimischen Baumarten nur über eine natürliche Verjüngung an den Klimawandel anpassen können? … unter Laubbäumen höherwertiges Trinkwasser produziert wird als unter Nadelbäumen? … die tiefwurzelnden Baumarten wie Tanne, Bergahorn, Buche und Eberesche das Wasserhaltevermögen der Waldböden stark erhöhen und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Dämpfung von Hochwasserspitzen leisten?
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Forstpflanzenkauf ist Vertrauenssache, denn bei der Aufforstung wird der Grundstein für Qualität und Stabilität der künftigen Wälder gelegt. Dabei ist es entscheidend, Pflanzen mit der richtigen standortangepassten Genetik zu verwenden. Im Landesforstgarten kommt das Saatgut für die Forstpflanzenproduktion aus anerkan nnten Saatgutbeständen. Diese zeichnen sich durch besondere Wuchsleistung, Holzqualität und Klimaanpassung aus. Lassen Sie sich im Landesforstgarten beraten, was für Ihren Waldort das am besten geeignete Pflanzgut ist. Sie finden dort alle gängigen Baumarten für verschiedene Höhen- und Klimastufen, aber auch Waldsträucher und ökologisch wertvolle Baumarten. Künftig werden mit einem Kooperationspartner auch Topfpfla lanzen erzeugt. Diese zeichnen sich durch leichtere Aufforstung und besseren Anwuchserfolg aus. 6830 Rankweil, Sulzerweg 2 Tel. 05522/73232
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PEFC-Holz aus unseren Wäldern Wenn Sie als Kunde Holz aus Österreich wollen, müssen Sie nach Holzprodukten mit PEFC-Zertifizierung fragen! Die Produzenten und der Handel sind aufgerufen, Holzprodukte mit PEFC-Zertifikat anzubieten!
Entscheiden Sie sich als Kunde bewusst für nachhaltige PEFC-Holzprodukte aus dem österreichischen Wald.
Holzprodukte wie Holzstiele, Gartenmöbel, Papier, Windeln oder Tetrapacks werden vielfach mit einer FSC-Nachhaltigkeitszertifizierung angeboten. Diese Holzprodukte stammen sicher nicht aus Österreich, sondern großteils von Großkonzernen irgendwo aus Europa oder sogar aus Übersee.
sich auch kleine Waldbesitzer in einer ganzen Region zusammen zertifizieren lassen. Bei der FSC-Zertifizierung wäre dies – wenn überhaupt – nur mit einem riesigen Kostenaufwand möglich. Damit sind in der FSC-Zertifizierung hauptsächlich große Grundbesitzer und Industrien in Europa, Russland und Übersee organisiert.
Die traditionelle Waldbewirtschaftung wird in Vorarlberg im weltweiten Vergleich auf einem sehr hohen Level durchgeführt. Dafür sorgt bei uns schon die strenge Forstgesetzgebung. In Vorarlberg bzw. in ganz Österreich wird zusätzlich die Nachhaltigkeitszertifizierung nach dem PEFC-System der europäischen Familienforstwirtschaft durchgeführt. Hier können
PEFC oder Plantagenholz? In Österreich sind mittlerweile rund drei Millionen Hektar Wald bzw. 70 Prozent der Gesamtwaldfläche nach PEFC zertifiziert. In Deutschland sind es 7,4 Millionen bzw. 65 Prozent der
Buchtipp
Waldfläche. FSC-zertifizierte Waldfläche gibt es in Österreich faktisch nicht (575 Hektar), und im benachbarten Deutschland sind es nur acht Prozent. Damit kommen FSC-Produkte sicher nicht aus Österreich, wahrscheinlich auch nicht aus Deutschland, sondern von Großkonzernen vielleicht aus Russland, Polen, Skandinavien oder aus Übersee. Bei der FSC-Zertifizierung ist eine hochproduktive Plantagennutzung mit Kahlschlag im Kurzumtrieb möglich, wenn es eine Außernutzungsstellung auf zehn Prozent der Betriebsfläche gibt. Damit muss unser Holz aus der kleinflächigen naturnahen Waldbewirtschaftung im „Nachhaltigkeitswettbewerb“ mit Plantagenholz großer Industriekonzerne konkurrieren.
p Webtipp
Bäume auf die Dächer – Wälder in die Stadt
Auf waldwissen.net finden sich gut aufbereitete, vielfältige Informationen für die Waldpraxis. Die Plattform wird von vier Forschungsanstalten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz betrieben und mit fundierten, gut lesbaren Beiträgen gespeist.
Conrad Amber 2017, 272 Seiten, Kosmos Verlag ISBN 978-3-440-15403-8 Wie können die Menschen näher mit der Natur zusammenleben? Mit dieser Frage im Gepäck bereiste Conrad Amber zwei Jahre lang Europa. Zurückgekommen ist er mit einem reich bebilderten Buch und dem Beweis, dass sogar in Großstädten Platz für Natur ist.
Waldwissen www.waldwissen.net
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Besuch bei den Ahnen: Diese seltene Fichte im Laternsertal bei der Alpe Saluver bringt es auf einen Umfang von 4,5 Metern – und sagenhafte 250 Jahre!
Wald Zeitung info@waldverein.at www.waldverein.at
Ausgabe Ausgabe Au sg gabe abe 02 02 Juni 2017
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47.28479 N 47.2 7734 77 345 E 9.7734 Gehen Sie auf Spurensuche! Finden Sie unser Naturdenkmal mit den angegebenen GPS-Daten und Ihrem Smartphone.