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VorausDenken 2025-09-23

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VorausDenken Die nächste Generation

Heute smart, morgen sicher: Zukunftsorientiert für die ganze Familie

Umweltvorsorge Neues aus Österreichs „Green Tech Valley“ Rechtsschutz Alle unter einem Dach Gesundheit Plötzlich schwanger? Schön wär’s? Finanzvorsorge So funktioniert smartes Anlegen


btv.at/nachhaltigegeldanlage

Eine Welt, neuer Mut Investieren mit Geist und Haltung bedeutet: Ich will, dass mein Geld nachhaltig Gutes für die Umwelt tut. Mutig voran!


Vorwort Liebe Leserinnen, liebe Leser, es sind nicht immer die großen Lebensfragen, die uns nachts wachhalten – manchmal sind es auch die kleinen: Wie war noch gleich mein Pincode? Habe ich das Bügeleisen ausgesteckt? Und wo steckt eigentlich mein Impfpass? „Vorsorge“ klingt im ersten Moment nach Formularen, Versicherungen und trockenem Pflichtbewusstsein. In Wahrheit aber ist es ein zutiefst persönliches Thema. Denn wer vorsorgt, übernimmt Verantwortung – für sich selbst, für andere und für das Morgen. Diese Ausgabe zeigt, wie vielfältig und lebensnah Vorsorge sein kann: von der Eizellvorsorge und der künstlichen Befruchtung bis hin zur rechtlichen Absicherung im Mehrgenerationenhaus. Wir werfen einen Blick auf grüne Start-ups in Österreich, die den Klimawandel nicht nur verwalten, sondern aktiv gestalten. Und wir sprechen über Geld – nicht, um reich zu werden, sondern um selbstbestimmt und unabhängig zu leben. Mit einem optimistischen Mindset, alltagsnahen Beispielen und klugen Stimmen möchten wir dazu einladen, heute an übermorgen zu denken. Denn es ist nie zu früh, sich gut aufzustellen.

Herzlichst, Ihr Redaktionsteam

Inhalt 05 Finanzvorsorge

Finanzielle Freiheit durch Wissen

08 Rechtsschutz

Stichwort Generationenhäuser

12 Umweltvorsorge

Grüne Startups – made in Austria

17 Gesundheitsvorsorge Über IVF und Social Freezing

IMPRESSUM | Verleger (Medieninhaber) und Hersteller: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach • Redaktion: Johanna Walser, Allegra Zerz • Fotos: Shutterstock/ THICHA SATAPITANON, FOTOGRIN, aerogondo2; Beate Rhomberg; Shutterstock/Rose Marinelli, Davor Geber, BGStock72; Nina Bröll, Shutterstock/ Natalia Deriabina, Shutterstock/Ground Picture • Erscheinungsdatum: Dienstag, 23. September 2025

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Finanzielle Selbstbestimmung In einer emanzipierten Gesellschaft führt an finanzieller Unabhängigkeit kein Weg vorbei. Dennoch überlassen viele Frauen Geldfragen weiterhin dem Partner oder setzen auf vermeintlich sichere Sparformen. Frauen gelten laut Studien oft als risikoaverser und setzen eher auf Sparbücher oder Immobilien. Historisch gesehen ein

Ralph Braun Leiter des Private Banking der Volksbank Vorarlberg

Finanzbildung ist Macht. Sie ermöglicht Unabhängigkeit – nicht unbedingt Reichtum, aber unbezahlbare Freiheit.

Braun. „Es braucht nur Mut, anzufangen.“ Bitte beachten Sie: Veranlagungen in Investmentfonds können mit erheblichen Verlusten verbunden sein.

Daten & Fakten

„Finanzbildung ist Macht und ermöglicht Freiheit.“ Fotos: Volksbank Vorarlberg, Marcel Hagen Irrtum, warnt Braun: „Das Sparbuch mündet häufig im Kaufkraftverlust.“ Im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass gerade Anlageformen mit höherem Risiko große Renditechancen bieten. Zudem hätten Frauen oft mit Karenz, Teilzeit oder Gender-Pay-Gap zu kämpfen – und damit mit Pensionslücken. Bereits kleine Investitionsbeträge über einen längeren Zeitraum hinweg könnten Frauen helfen, Altersarmut oder Abhängigkeit in Krisensituationen zu minimieren. „Jede(r) kann lernen, klug zu investieren“, so

Die Volksbank Vorarlberg lädt zum Event Women Talk Finance Termin: 13. 11. 2025, 18 Uhr, Volksbank Vorarlberg, Private Banking, Marktplatz 5, 6850 Dornbirn Speakerin: Claudia Müller, Gründerin Female Finance Forum Anmeldung bis 3. 11. 2025

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Finanzvorsorge

> Es ist immer höchste Zeit, Finanzen zu verstehen. Die Devise lautet: je früher, desto besser.

Finanzwissen für mehr finanzielle Freiheit

Finanzbildung ist weit mehr als Zahlenverständnis – sie ist ein Schlüssel zur

Selbstbestimmung. Wer frühzeitig lernt, Geld richtig einzusetzen, schafft sich nicht nur Sicherheit, sondern gewinnt Freiheit und Unabhängigkeit fürs Leben. In Expertenkreisen gilt Finanzwissen als Schlüssel zur finanziellen Souveränität. Besonders Frauen holen hier auf – aus gutem Grund. Denn mangelnde Finanzbildung führt häufig zu Abhängigkeiten: Wer sich nicht um die eigenen Finanzen kümmert, überlässt anderen die Kontrolle und riskiert Einbußen im Alter (Stichwort: Gender Pay Gap, Karenz, Pensionslücke). Studien zeigen, dass Frauen tendenziell vorsichtiger investieren und stärker auf Sicherheit setzen. Diese Risikoaversion ist nachvollziehbar, kann aber langfristig Vermögen kosten. Mit klassischen Sparprodukten wie dem Sparbuch ist mit

einem Verlust der Kaufkraft durch Inflation zu rechnen. Dabei ist der Einstieg in den Kapitalmarkt einfacher als viele denken. Schon mit kleinen Beträgen – etwa 50 oder 100 Euro im Monat – lässt sich über Fonds oder ETFs eine solide Basis aufbauen. Langfristigkeit und Disziplin sind entscheidend: Wer früh beginnt, kann Kursschwankungen aussitzen und mit vergleichsweise geringem Einsatz ein beachtliches Vermögen aufbauen. Stichwort: Passives Einkommen. Wichtig ist, die eigene Risikobereitschaft zu kennen, breit zu streuen, Strategien regelmäßig zu überprüfen – und vor allem Geduld zu haben.

Wer über Einkommen, Ersparnisse oder Erbschaften informiert entscheidet, macht sich unabhängiger – sei es in einer Partnerschaft, nach einer Trennung oder im Alter. Immer mehr Initiativen, Podcasts und Informationsveranstaltungen schaffen hier Zugang, informieren und senken somit die Hemmschwelle. Am Ende geht es nicht zwingend darum, reich zu werden, sondern vielmehr um ein freies und selbstbestimmtes Leben. Finanzwissen ist keine exklusive Expertenmaterie, sondern eine Kompetenz, die jede und jeder erwerben kann – Schritt für Schritt, praxisnah und alltagstauglich. VorausDenken | 5


So funktioniert smartes Anlegen Vermögensaufbau gelingt selten mit schnellen Gewinnen, sondern durch Strategie. Warum die Balance aus Risiko, Sicherheit und Flexibilität entscheidend ist. Ob gutverdienend mit Bonusmodell, Familie im Aufbau oder Vermögenszuwachs durch Erbe: Eine erfolgreiche Vermögensstrategie beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Welche finanziellen Mittel sind vorhanden, welche Ziele sollen erreicht werden, wie hoch ist die persönliche Risikobereitschaft? Diese Fragen bilden das Fundament jeder Anlageentscheidung. Zentral ist die Diversifikation. Wer Vermögen ausschließlich in einen „Korb“ legt, etwa Immobilien oder Einzelaktien, setzt sich einem hohen Risiko aus. Fachleute empfehlen, verschiedene Bausteine zu kombinieren: liquide Rücklagen für kurzfristige Bedürfnisse, Anleihen oder Garantieprodukte für Stabilität, Aktienfonds oder ETFs für langfristigen Vermögensaufbau. Auch alternative Investments wie Rohstoffe, Gold oder Private Markets können sinnvoll sein – abhängig vom individuellen Profil. Familiengründung, Karrierewechsel, Erbschaften oder Pensionierung – Lebensumstände ändern sich und erfordern Anpassungen. Eine nachhaltige Anlagestrategie lässt Spielraum, ohne die

langfristige Linie aus den Augen zu verlieren. Wichtig ist zudem, Emotionen zu kontrollieren. Kurzfristige Schwankungen an den Märkten verunsichern viele Anleger(innen), führen aber oft zu überhasteten Entscheidungen. Ein Blick auf die Geschichte bestätigt: Krisen gab es immer. Wer daraus resultierende Kursrückgänge aussitzt, Ruhe bewahrt und Sparpläne konsequent weiterführt, profitiert in der Regel vom Aufschwung. Natürlich hängt das auch mit der individuellen Risikobereitschaft und dem Risikopotential zusammen. Hier kommt die Liquiditätsplanung ins Spiel. Neben langfristigen Investments braucht es stets eine Reserve – empfohlen werden etwa drei Monatsgehälter – um unvorhergesehene Ausgaben decken zu können, ohne Investments vorzeitig aufzulösen. Es gilt: Vermögensaufbau ist ein Marathon, kein Sprint. Wer früh beginnt, sich mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen, breit streut, diszipliniert bleibt und Geduld mitbringt, legt den Grundstein für finanzielle Souveränität und langfristigen Erfolg.

> Generationssache Wer Vermögen rechtzeitig strukturiert, schafft Klarheit für die nächste Generation – und beugt Konflikten, Überforderung sowie unklaren Verantwortlichkeiten vor. Generationenübergreifende Finanzplanung bedeutet, Verantwortung frühzeitig weiterzugeben. Familien, die ihr Vermögen bewusst ordnen, erleichtern nicht nur den Übergang, sondern bewahren Werte für die Zukunft. Typische Fehler entstehen, wenn Nachfolgeplanung hinausgezögert wird. Dann treffen Erben auf komplexe Strukturen, ohne vorbereitet zu sein. Empfohlen wird daher, bereits zu Lebzeiten klare Regelungen zu schaffen. Dazu gehören transparente Aufstellungen über Kapitalanlagen, Immobilien und Beteiligungen, ebenso wie Überlegungen zu steuerlichen Optimierungen. Schenkungen oder Stiftungsmodelle können Belas-tungen reduzieren und die Planungs-sicherheit erhöhen. Ebenso wichtig: die nächste Generation frühzeitig einbeziehen. Wer Kinder oder Enkelkinder in Finanzentscheidungen einbindet, vermittelt Wissen, stärkt Verantwortungsbewusstsein und sorgt für einen reibungsloseren Übergang. Eine nachhaltige Nachfolgeplanung verbindet Kapitalerhalt mit Flexibilität. So bleibt Vermögen nicht nur erhalten, sondern wird zur Sicherheit und Chance der kommenden Generationen.

Nie zu spät für Finanzwissen: Neue Lebensumstände erfordern neue Strategien – auch in Sachen Anlagen. 6 | VorausDenken


Sicher in die Zukunft Die private Pensionsvorsorge bietet Sicherheit und Flexibilität:

Erfreulicherweise steigt unsere Lebenserwartung jährlich. Die demografische Entwicklung führt dazu, dass der Bestand an Personen mit über 65 Lebensjahren deutlich zunimmt, die Geburtenzahlen sind hingegen stark rückläufig. Dies hat auch finanzielle Auswirkungen auf die Pensions- und Pflegeversorgung im Alter. Daher ist es der Vorarlberger LandesVersicherung V.a.G. (VLV) ein Anliegen, ihren Kund(inn)en bestmögliche Konditionen für die eigene Pensionsvorsorge bieten zu können - und das - dank hoher Gewinnbeteiligung. Private Pensionsvorsorge nach Maß Eine private Pensionsvorsorge (Rentenversicherung) ist das einzige Vorsorgeinstrument, welches Kund(inn)en eine lebenslange Rente garantieren kann. Dies ermöglicht die Schaffung eines persönlichen Mehrwerts durch eine private Altersvorsorge als Ergänzung zur staatli-

Frühzeitig vorsorgen In jungen Jahren beschäftigt man sich oft ungern mit diesen Themen. Man sollte sich aber frühzeitig Gedanken über die Altersvorsorge machen, um für später gerüstet zu sein: „Es ist wichtig, sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen“, betont Dir. KommR Sturn.

Der Vorstand der VLV. chen Pension. Dabei kann die Höhe der Rente schon heute fixiert werden, auch wenn die Rentenauszahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnt. Damit wird die bekannte „Pensionslücke“ individuell geschlossen oder verringert. „Wir als regionale Versicherung sind bemüht, unseren Kund(inn)en beste Konditionen für ihre maßgeschneiderte Altersvorsorge zu bieten“, so Dir. Mag. Klaus Himmelreich.

Bewusstsein schaffen Der Staat wird auch künftig eine wichtige Rolle in Bezug auf die Pension spielen. Die Ergänzung durch private Vorsorgebausteine ermöglicht individuelle Freiräume und finanzielle Unabhängigkeit. Denn selbst wenn der Pensionsantritt noch weit entfernt scheint: Je früher man mit der Altersvorsorge beginnt, desto weniger muss man monatlich zurücklegen. Das Sparziel kann bereits mit kleinen Beiträgen erreicht werden. Somit wird nicht nur finanzielle Sicherheit geschaffen, sondern auch die Freiheit, den Lebensabend nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. ANZEIGE

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rge Rechtliche Vorso

Mehrgenerationenhaus – Rechtssicherheit lohnt sich Was früher ganz normal war, wird heute wieder neu gedacht – das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach. Auch wenn die Familie und das Miteinander im Fokus stehen, zahlt sich eine rechtliche Absicherung mit soliden Verträgen jedenfalls aus. Aufgrund steigender Lebenserwartung und dank der fortschrittlichen Medizin leben Menschen immer länger – viele davon im Alter alleine in Häusern, die einst für Familien geplant wurden. Gleichzeitig ist es für jüngere Generationen eine Herausforderung, sich Wohneigentum leisten zu können. Während der Bodenverbrauch weiter zunimmt, liegt eine Lösung näher als man denkt: Warum das elterliche Haus nicht zu einem zukunftsfähigen Mehrgenerationenhaus umbauen oder gemeinsam neu denken? Wenn Jung und Alt zusammenleben, profitieren beide Seiten – von alltäglicher Gemeinschaft über gegenseitige Unterstützung bis hin zur Weitergabe von Erfahrung und ggf. der Möglichkeit zur Kinderbetreuung. Wenn solch ein Projekt in Angriff genommen wird, ist es von Vorteil, sich rechtzeitig auch mit den rechtlichen Rahmenbedingungen aus8 | VorausDenken

einanderzusetzen – etwa mit Unterstützung eines Notars bzw. einer Notarin. Denn Fragen zu Eigentumsverhältnissen, Nutzungsrechten oder Erbregelungen lassen sich im Idealfall im Vorfeld verbindlich regeln. Dabei sind Offenheit und Toleranz nicht nur bei der Planung und Umsetzug wertvolle Begleiter, sondern auch beim künftigen Zusammenleben unverzichtbar. Gerechte Anteilsaufteilungen. Grundsätzlich kann solch ein Mehrgenerationenhaus in verschiedenen Rechtsformen genutzt und bewohnt werden: einerseits als Wohnungseigentümergemeinschaft, bei der jede Partei Eigentümer(in) einer eigenen Wohneinheit ist. Andererseits besteht auch die Möglichkeit der Miteigentümergemeinschaft, wobei hier den Miteigentümer(inne)n das gesamte Haus zu unterschiedlichen

Anteilen gehört. „Die Eigentumsverhältnisse sollten unbedingt genau besprochen und geregelt werden. Dazu gehören dann vor allem auch die Kostenaufteilung für den Neu-, Umoder Anbau, die zukünftige Instandhaltung und für die laufenden Betriebskosten. Hinzu kommen Regelungen für das Benützen von Allgemeinräumen“, erklärt Lukas Tschapeller, Notar-Partner beim Notariat Dr. Nikolaus Ender & Partner in Dornbirn. Das Bauprojekt will also gut durchdacht sein. Während einige den täglichen Austausch schätzen, brauchen andere mehr Rückzug. Es gilt deshalb, individuelle Bedürfnisse zu respektieren – denn nur mit gegenseitigem Verständnis kann das Zusammenleben auf Dauer gelingen. Streitpotenzial vermeiden. Mehrgenerationenwohnen bedeutet nicht, dass jüngere Generationen die Älteren 24 Stunden pflegen


müssen. Oder, dass die Eltern die Kinderbetreuung ersetzen. Es ist ein ständiges Geben und Nehmen – ein aufeinander Achten. Gegebenenfalls ist es rechtlich aber möglich, Pflegeverpflichtungen bei der Grundstücksanteilsübertragung an die nächste Generation als Gegenleistung in verschiedenster Ausprägung vorzusehen. „In der Praxis werden Mehrgenerationenprojekte grundsätzlich zwischen nahen Angehörigen realisiert. Dabei spielen natürlich auch erbrechtliche Überlegungen eine Rolle. Deshalb ist es immer ratsam, Testamente und Erb- sowie Pflichtteilsverzichte vorab mit einem Notar zu besprechen“, sagt Lukas Tschapeller. So können Streitigkeiten im Vorfeld bereits vermieden werden. Wie der Notar erläutert, bestehe bei einem Mehrgenerationenhaus die Gefahr, dass beispielsweise ein Miteigentums- oder Wohnungseigentumsanteil der Kinder im Falle ihres Todes an Schwiegerkinder oder minderjährige Enkel übergehen würde – mit nicht zu unterschätzendem Streitpotenzial. „Genau aus solchen Gründen sollten

schon im ersten Vertrag Vorkehrungen getroffen werden. Ansonsten würde es bei einer Miteigentümer(innen)gemeinschaft schlimmstenfalls vor dem Richter bzw. der Richterin enden“, sagt Tschapeller. Verkauf und Eigentümerwechsel. Um sich vor ungewollten Veränderungen in den Eigentümer(innen)verhältnissen abzusichern – zum Beispiel, wenn eine beteiligte Person ihre Anteile verkaufen möchte oder zahlungsunfähig wird – können bestimmte vertragliche Regelungen getroffen werden. Dazu zählen sogenannte Belastungs- und Veräußerungsverbote, die verhindern, dass Anteile ohne Zustimmung der übrigen Beteiligten verkauft oder mit Schulden belastet werden dürfen. Auch Vorkaufsrechte sind üblich: Sie sichern den übrigen Parteien das Recht zu, in den Kaufvertrag einzusteigen und den Anteil zu den gleichen Bedingungen zu übernehmen, bevor ein(e) Dritte(r) zum Zug kommt. So lässt sich verhindern, dass Außenstehende plötzlich Miteigentümer(innen) werden.

Lukas Tschapeller, Notar-Partner beim Notariat Dr. Nikolaus Ender & Partner in Dornbirn. Gemeinsame Kreditaufnahme. Wenn gemeinsam ein Bau- oder Umbauprojekt in Form eines Mehrgenerationenhauses in Angriff genommen wird, stellt sich auch schnell die Frage nach einer gemeinsamen Finanzierung. Besonders bei der Aufnahme eines Kredits ist Vorsicht geboten. Ein sinnvoller Weg ist die Gründung einer Wohnungseigentümerschaft, denn sie bringt rechtliche Klarheit und Sicherheit. Zudem stellt sie einen enormen Vorteil dar, wenn unterschiedliche Lebensrealitäten aufeinandertreffen, denn: Jede(r) Miteigentümer(in) hat das Recht, eine bestimmte Wohnung exklusiv zu nutzen und alleine darüber zu verfügen. Daher können auch eigenständig Kredite aufgenommen werden. „Eine gemeinsame Kreditaufnahme heißt auch immer eine gemeinsame Haftung – für den gesamten Kreditbetrag, nicht nur für den eigenen Anteil. Das birgt viele Risiken, die die Eigentümer(innen) nur mit weiteren Urkunden und einer eventuellen Mithilfe der Banken wieder abfedern können“, warnt Lukas Tschapeller. Allgemein empfiehlt es sich also für zukünftige gemeinsame Bewohner(innen), ein Konzept auszuarbeiten und dieses mit einem Notar bzw. einer Notarin zu besprechen. „Schlussendlich können dann das weitere Vorgehen und die nächste Schritte definiert werden, damit alle Generationen langfristig ein Zuhause haben, in dem sie sich wohlfühlen“, sagt Lukas Tschapeller abschließend.

> Mehrgenerationenhäuser können mit optimaler Planung Orte der Begegnung und des Austauschs zwischen Jung und Alt sein, ohne die Privatsphäre zu beeinträchtigen. VorausDenken | 9


Notarinnen und Notare begleiten rechtlich Über die Jahre hinweg trifft man viele wichtige Entscheidungen, die den Lebensweg beeinflussen: Man kauft eine Immobilie; gründet mit der zündenden Idee ein Unternehmen; lernt die oder den Lebenspartner(in) kennen. Und während nicht jede(r) denselben Weg wählt, braucht doch jede(r) Unterstützung, wenn es ums Vorausdenken bei wichtigen Entscheidungen geht: Um das Leben, das man selbst gestaltet, auch wirklich sorgenfrei genießen zu können. Genau diese Unterstützung bieten Notarinnen und Notare durch fachliches Know-how und persönliche Beratung– in drei wesentlichen Lebensbereichen: der persönlichen Vorsorge, dem Kauf und

Verkauf von Immobilien sowie dem Unternehmertum. Gerade, wenn es um so persönliche Angelegenheiten geht, ist direkte und indivduelle Beratung Gold wert. Fast alle Dienstleistungen der Notarinnen und Notare können übrigens auch online in Anspruch

genommen werden. Aber egal ob in der Kanzlei oder via Videokonferenz: Persönliche Herzensangelegenheiten sind im Notariat gut aufgehoben. Damit man sich auf das wirklich Wichtige konzentrieren kann. Ein Notariat in der Nähe findet sich unter ihr-notariat.at/notarfinder

Foto: Shutterstock; Studio Romantic

Persönliche Vorsorge, Immobilienangelegenheiten und Unternehmertum: Bei diesen wichtigen Anliegen führt der Weg ins Notariat in der Nähe.

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Die 24 Notar:innen Vorarlbergs unterstützen Sie dabei, klare Lösungen zu finden. Egal, ob es sich um Partnerschaft, Gesundheit oder Erbe geht. Damit die Dinge möglichst so sind, wie Sie das möchten. Vorausdenken. Für Generationen.

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Heizen: erneuerbare Perspektive

Effizienz, Versorgungssicherheit und Innovationspotenzial – diese Vorteile sprechen alle für neue Flüssigbrennstoffe wie HVO (hydriertes Pflanzenöl).

In Vorarlberg heizen rund 29.000 Haushalte mit Heizöl – und das aus gutem Grund. Umfragen bestätigen regelmäßig die große Zufriedenheit von Ölheizungs-

Peter Aberer Energiehandel WK Vorarlberg

Wir fordern die politische Anerkennung von erneuerbaren Flüssigbrennstoffen beim Heizen. haushalten mit ihrem versorgungssicheren Heizsystem.

HVO ebnet der Ölheizung den Weg in eine Foto: EWO klimafreundliche Zukunft.

Erneuerbare Flüssigbrennstoffe „Wir setzen uns dafür ein, bestehende und funktionierende Heizungsanlagen zu erhalten. Sie können in Zukunft mit erneuerbaren Flüssigbrennstoffen betrieben werden. Und das ganz ohne aufwendige Umrüstungen“, argumentiert Peter Aberer (Energiehandel Wirtschaftskammer Vorarlberg) für die Wahlfreiheit beim Heizen. Dank Flüssigbrennstoffen

wie HVO – hydriertes Pflanzenöl und tierische Fette aus Rest- und Abfallstoffen – können Bestandsanlagen in Zukunft CO2-neutral betrieben werden und zur Nachhaltigkeit beitragen.

Effizienz steigern Weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sind etwa der Umstieg auf moderne Brennwerttechnik mit bis zu 40 % Einsparungen oder die Errichtung einer Hybridanlage, also die Integration von erneuerbaren Energiequellen wie etwa Solarthermie.

Daten & Fakten Ölheizung: Rechtslage in Vorarlberg

• Der Betrieb einer bestehenden Anlage ist uneingeschränkt möglich.

• Der Umstieg auf moderne Ölbrennwerttechnik ist jederzeit gestattet.

Mehr Informationen: www.ewo-austria.at ANZEIGE


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Umweltvorsorge

Start-ups gestalten die grüne Zukunft – made in Austria Green Tech steht für innovative Technologien, die darauf ausgerichtet sind, Umwelt und Klima zu schützen, Ressourcen zu schonen und nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen. Der hochinnovative Bereich gilt als einer der wichtigsten Wachstumsmärkte der Zukunft. Ähnlich wie das kalifornische Sillicon Valley, gibt es im Süden Österreichs ein „Green Tech Valley“. Also eine Region, die rund 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Startups vernetzt, die gemeinsam an nachhaltigen Lösungen für eine lebenswerte Zukunft arbeiten. Es zählt zu den führenden Innovationsräumen Europas für grüne Technologien, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz. Eine aktuelle Erhebung des Green Tech Valley in Zusammenarbeit mit neun weiteren Partnerorganisationen brachte erneut die dynamische Green-Tech-Szene in Österreich vor den Vorhang: Sie führen landesweit 215 grüne Start-ups auf – darunter waren 24 Neugründungen im Jahr 2025. Inhaltlich stehen dabei vor allem die Bereiche Energie, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft im Fokus. Besonders Regionen mit technischen Universitäten – etwa Wien oder Graz – erweisen sich als 12 | VorausDenken

fruchtbarer Boden für grüne Unternehmensgründungen. Gesamt gesehen zeigen diese jungen, innovativen Unternehmen eine beeindruckende thematische Vielfalt: Drei ausgewählte Best-Practice-Beispiele geben Einblick in die Bandbreite ihrer nachhaltigen Ansätze und grünen Technologien:

Bisher wird grüner Wasserstoff in herkömmlichen Hochdrucktanks gespeichert.

Hydrosolid. Das niederösterreichische Startup Hydrosolid im Bereich Energie wurde 2021 von den Brüdern Lukas und Michael Renz gemeinsam mit dem Juristen Clemens Regehr und dem Chemiker Merkur Smajlaj gegründet und speichert grünen Wasserstoff – sicher, recyclebar und ohne seltene Erden. Mithilfe einer von der Raumfahrt inspirierten Feststofftechnologie lässt sich Wasserstoff bei Niederdruck und zugleich hoher Energiedichte in deutlich kompakterer Form speichern als in herkömmlichen Drucktanks. Im Frühling


2025 konnte sich das Start-up nun auch ein Investment des Biotechnologieunternehmens SAN Group mit Hauptsitz in Österreich holen. Grüner Wasserstoff wird per Elektrolyse von Wasser durch erneuerbare Energiequellen wie Wind und Sonne gewonnen. Er wird bereits gespeichert und ist wichtig als nachhaltige Energiequelle. Jedoch werden dafür Hochdrucktanks mit einem Druck von 300 bis 700 Bar benötigt. Das ist nicht nur teuer, sondern mitunter auch gefährlich und so für die breite Anwendung oft unattraktiv. Hydrosolid schafft es, den grünen Wasserstoff mit nur 35 Bar Druck als Feststoff zu lagern: Stäbe, die in ihrer Form an einen überdimensionalen Silberbarren erinnern, bestehen aus wiederverwertbaren Materialien. Sie saugen den Wasserstoff bei Raumtemperatur auf und geben ihn bei leichter Erwärmung schonend wieder ab. GMD GmbH. Das Tiroler Start-up „Geomorphing Detection“ im Bereich Digitales wurde im Februar 2024 gegründet und spezialisierte sich darauf, Naturgefahren wie etwa Steinschlag, Erdrutsche oder Hochwasser mit maßgeschneiderten Sensoriklösungen vorhersehbar zu machen. Ergänzend erkennt eine leistungsstarke Machine-Learning-Plattform in Echtzeit Risiken. Die GMD GmbH berät Gemeinden, Skigebiete oder Infrastrukturbetreibende und stattet sie gleichzeitig mit den notwendigen Werkzeugen und Lösungen aus, um den Herausforderungen des Klimawandels proaktiv begegnen zu können. Das Ziel ist es, international dazu beizutragen, Lebensräume sicherer zu machen, Umweltkatastro-

ProtectLiB reagiert mit einem automatisierten und dezentralisierten System auf den wachsenden Bedarf, Lithium-Ionen-Batterien sicher zu recyclen. phen zu minimieren und nachhaltige Schutzmaßnahmen für kommende Generationen zu schaffen. Das digitale Herzstück der GMD GmbH ist die GeoSenseAI-Plattform, die relevante Umwelteinflüsse in Echtzeit erfasst, analysiert und visualisiert. Außerdem beinhaltet sie ein integriertes Alarmsystem, das kritische Schwellenwerte erkennt und automatisch Warnmeldungen per SMS, E-Mail oder PushNotification versendet. So werden Einsatzkräfte, Gemeinden oder Betreibende kritischer Infrastrukturen rechtzeitig informiert und verfügen über mehr Reaktionszeit. Im Frühjahr 2025 starteten GMD GmbH und der Deutsche Alpenverein ein Pilotprojekt zur Überwachung hochalpiner Wasserressourcen.

ProtectLiB. Das Grazer Start-up ProtectLiB aus dem Bereich Kreislaufwirtschaft wurde 2024 gegründet und setzt sich für das fachgerechte Recycling von Lithium-Ionen-Batterien ein. Diese finden sich in fast allen modernen, schnurlosen Geräten wie Smartphones, Laptops, Akkubohrern oder E-Bikes. Die drei Gründer Tobias Kopp, Jürgen Abraham und Chris Pichler entwickelten mit ProtectLiB ein vollautomatisches Schreddersystem, mit dem ausgediente Lithium-Ionen-Batterien ohne händische Vorarbeit sicher und direkt vor Ort zerkleinert werden können – auch wenn sie noch vollgeladen sind. Zudem besteht kein Risiko eines thermischen Durchgehens mehr, das zu Bränden oder giftigen Gasen führen kann. Dank der fortschrittlichen Technologie werden bei der Aufbereitung wichtige Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel auf umweltschonende Weise zurückgewonnen. Statt also Altbatterien zu entsorgen, werden sie so zu wertvollen Ressourcen für neue Produkte.

> Mehr Informationen • Green Tech Valley: www.greentech.at

• Hydrosolid: www. hydrosolid.com

• GMD GmbH: www.gmd.care/de

• ProtectLiB: Die radarbasierten, seismischen Sensoren von GMD GmbH erkennen kleinste Bewegungen in Felsformationen, um rechtzeitig Warnmeldungen vor z. B. Murenabgängen abzusetzen.

www.protectlib.at

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Kreislaufwirtschaft als Schlüssel zur Nachhaltigkeit Das Höchster Familienunternehmen nimmt die Verantwortung, den kommenden Generationen nicht nur ein erfolgreiches Unternehmen, sondern auch eine lebenswerte Umgebung zu hinterlassen, sehr ernst. Deswegen setzt Blum zahlreiche Maßnahmen in Sachen Nachhaltigkeit – und in diesem Zusammenhang vermehrt auf Kreislaufwirtschaft. Das Ziel: Möglichst wenig Rohstoffe und Energie zu verbrauchen und gleichzeitig möglichst viel davon wiederzuverwenden. Ressourcenschonung bei Stahl und Zink Für seinen Hauptrohstoff Stahl, aber auch für andere wichtige Metalle wie Zink hat Blum ein vollautomatisiertes Wertstoff-Logistik-System entwickelt, mit dem pro Jahr über 47.000 Tonnen Stahlschrott in den Kreislauf zurückgeführt werden. Das bedeutet ein Einsparpotenzial von rund 70.000 Tonnen CO2Äquivalent. Bei Zink geht das Unternehmen sogar noch einen Schritt weiter: Hier werden 85 % der Abfälle intern recycelt, entweder durch direktes Einschmelzen an der Produktionsanlage oder durch Wiederaufbereitung im hauseigenen Umschmelzofen. Ein Wasserkreislauf in Polen Der sparsame Umgang mit Ressourcen ist auch an den internationalen BlumStandorten ein wichtiges Thema. So wurde im polnischen Werk Jasin k/Swarzędza ein eigenes System zur Regenwasserrückhaltung installiert, mit dem sich der

Energieintensive Ressourcen wie Zink werden zu fast 90 % im eigenen Haus einund umgeschmolzen.

Durch sortenreine Trennung trägt das Unternehmen mit einem eigenen Stahlkreislauf Fotos: Blum zu wesentlichen CO2-Einsparungen bei. Hauswasserverbrauch pro Jahr um fast 1000 m3 verringert. Das in einem großen Tank in der Tiefgarage gesammelte Wasser dient außerdem zur Bewässerung der über 10.000 Pflanzen im Außenraum. Aus Speiseresten wird Ökostrom Bei Blum funktioniert Kreislaufwirtschaft nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen: zum Beispiel in der Mitarbeiter(innen)verpflegung für die über 6600 Mitarbeitenden in Vorarlberg. Küchenabfälle und Speisereste werden

Blum Polen setzt auf ein intelligentes Regenwassermanagement.

im Erdtank d er hauseigenen Biowertstoffanlage gesammelt. Dort entsteht ein biogenes Substrat, das drei bis vier Mal im Jahr zu einer Feldkircher Biogasanlage gebracht wird, die aus den Lebensmittelabfällen Ökostrom und Ökodünger produziert. Eine Werkstatt für Büromöbel Funktionierende Kreislaufwirtschaft kann auch bedeuten, „fertige“ Produkte länger in Gebrauch zu halten. Ein Beispiel: Für Bürostühle hat Blum eine eigene Werkstatt mit Ersatzteillager eingerichtet. Dort werden nicht weniger als 800 Stühle pro Jahr repariert, einem Service unterzogen und gereinigt. Dementsprechend beträgt die durchschnittliche Lebensdauer eines Bürostuhls bei Blum stolze 20 bis 30 Jahre. Das ist nicht nur wirtschaftlich, sondern erspart der Umwelt auch ca. eineinhalb Tonnen Müll pro Jahr. Initiativen für ein Mehr an Nachhaltigkeit Mit diesen und anderen Initiativen zeigt Blum, wie es gelingen kann, als Unternehmen nachhaltiger zu werden: Indem man Ressourcen schont, Abfall reduziert und seinen Energieverbrauch senkt. Dabei bietet die Kreislaufwirtschaft viele Möglichkeiten. Und je mehr davon man nutzt, desto besser. Mehr Informationen unter www.blum.com/sustainability ANZEIGE


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Rasche Hilfe im Akutfall Akute Schmerzen kennen keine Öffnungszeiten. Ob es sich um einen Hexenschuss, eine Blasenentzündung oder Ohrenschmerzen handelt, sie treten oft nachts oder am Wochenende auf, wenn öffentliche Ambulanzen oft überfüllt und Hausärztinnen und -ärzte nicht verfügbar sind. Mit dem Service AkutVersorgt kann die UNIQA den Bedarf an dringender medizinischer Versorgung decken und den Patient(inn)en die nötige Unterstützung bieten, wenn sie sie am dringendsten benötigen. Das Team von Ärztinnen und Ärzten im Medical Center Rheintal in Lustenau bietet das Service Akut-Versorgt von Montag bis Freitag von 18 bis 22 Uhr sowie an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 10 bis 20 Uhr an. Sie stehen bereit, um akute Beschwerden schnell

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Das Service Akut-Versorgt steht außerhalb der regulären Ordinationszeiten zur Verfügung, um schnell auf akute Erkrankungen oder kleine Verletzungen zu reagieren.

Schnelle Hilfe bei akuten Beschwerden: abends, am Wochenende und an Feiertagen. und effizient zu behandeln und den Patientinnen und Patienten beizustehen. Bei lebensbedrohlichen Situationen ist weiterhin die Rettung unter 144 zu rufen. Um das Service Akut-Versorgt in An-

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Wir freuen uns, dass wir mit dem Medical Center Rheintal in Lustenau einen zuverlässigen Partner haben und dadurch gemeinsam die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden fördern können. spruch zu nehmen, können Kund(inn)en sich zunächst unter der Telefonnummer +43 (0) 50677-670 (während den AkutVersorgt-Öffnungszeiten) an das UNIQAKundenservice wenden, das sie mit dem Akut-Versorgt-Partner verbindet. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen dem Medical Center Rheintal und UNIQA. ANZEIGE

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orge s r o v s it e h d n u s e G

Plötzlich schwanger? Schön wär’s? Über Social Freezing, IVF, Samen- und Eizellspenden: Nicht immer erfüllt sich der Kinderwunsch auf natürlichem Weg. Drei Realitäten – begleitet von moderner Medizin. Lichtdurchflutete Räume, weiße Fliesen. Durch die bodentiefen Fenster fällt der Blick auf den Bodensee. An den Wänden: Fotos von Babys, Kleinkindern, lachenden Gesichtern. Manche auf dem Arm, andere beim Krabbeln, wieder andere mit runden Bäckchen direkt in die Kamera blickend – als wollten sie „Hallo“ sagen. Wer im Wartezimmer der Klinik Next Fertility IVF Prof. Zech in Bregenz Platz nimmt, fühlt sich wie in einer anderen Sphäre. Fast schwerelos. Drei Stockwerke, mitten im Zentrum – und doch wirkt dieser Ort entrückt. Eine eigene Welt. „Wir vollbringen hier keine Wunder“, sagt Dr. Adriane Rima Damko, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und ärztliche Leiterin der Klinik. „Aber wir begleiten Menschen auf einem sehr persönlichen Weg – und machen vieles möglich, was lange unmöglich schien.“ Im Gespräch mit der Fachärztin werden drei

Kinderwunschszenarien besprochen, Namen wurden von der Redaktion geändert. Eizellvorsorge. Christina ist 33, Single, beruflich eingespannt. Kinder? Ja, irgendwann. Vielleicht. Noch ist da kein Partner – aber das leise, immer lauter werdende Gefühl, dass ihr Zeitfenster zur Familienplanung nicht endlos ist. In Österreich ist das sogenannte „Social Freezing“, also das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen ohne medizinischen Grund, gesetzlich nicht erlaubt. Eine Ausnahme besteht nur, wenn eine medizinische Indikation vorliegt – etwa ein nachweisbarer Rückgang der Eierstockreserve oder eine Erkrankung, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte. „Wenn wir eine reduzierte Fruchtbarkeit feststellen – und das ist bei vielen Frauen über 30 der Fall – dann dürfen wir helfen“, sagt Dr. Adriane Rima Damko. Bei Christina zeigt

der AMH-Wert eine verminderte ovarielle Reserve – ein medizinisch zulässiger Grund. Sie befindet sich noch im empfohlenen Alter: „Idealerweise findet die Eizellvorsorge im Alter zwischen 20 und 30 Jahren statt, aber unbedingt vor dem 35. Lebensjahr. Die Fruchtbarkeit ist dann noch höher und somit auch die Chancen auf eine spätere Schwangerschaft“, erklärt die Fachärztin. Denn eines muss klar sein: Die Entnahme und das Einfrieren von Eizellen allein sind kein Garant für ein Kind – aber sie schaffen eine Option. Eine Chance. Ein Backup. In ihrem Fall ist der bewusste Schritt zur Vorsorge mit Selbstzahlerkosten von rund 4000 Euro verbunden – die Rechnungen für Behandlung und Medikamente kann sie bei der ÖGK zur Prüfung einreichen. Es folgt ein gezielter Prozess: Bis zu vierzehn Tage lang wird ihr Zyklus hormonell stimuliert, um einen „Superzyklus“ VorausDenken | 17


zu er zeugen – also eine vermehrte Reifung der Follikel. „Um später genügend Optionen zu haben, werden pro Zyklus am besten so viele Eizellen wie möglich gewonnen – zehn sind gut, zwanzig wären noch besser“, sagt Damko. Die Eizellentnahme erfolgt transvaginal, unter Kurznarkose. Anschließend werden die unbefruchteten Eizellen mittels aseptischer Vitrifikation innerhalb eines geschlossenen Systems tiefgefroren und bei -196 Grad Celsius in einem Stickstofftank eingelagert. Die Eizellen stehen in der Klinik in Bregenz bereit – bis Christina es ist. Eine bewusste Alleinmutterschaft ist in Österreich derzeit nicht erlaubt. Soll die spätere Befruchtung hier stattfinden, braucht Christina einen Partner oder eine Partnerin. Gesetzlich vorgeschrieben ist dafür entweder der Nachweis einer Ehe oder eine notarielle Zustimmung beider künftigen Elternteile. „Auch nach dem Einfrieren ist es immer unser Ziel, eine Schwangerschaft so natürlich wie möglich zu ermöglichen“, sagt Damko. „Nach der Stimulation kehren die Eierstöcke wieder in ihren Normalzustand zurück. Aber wenn es später auf natürlichem Weg nicht gelingt, kann auf bewährte Methoden zurückgegriffen werden.“ So auch bei Mathias und Noemi: Künstliche Befruchtung. Er ist Anfang 40, sie Ende 30. Seit über einem Jahr versuchen die beiden, Eltern zu werden. Ihr Zyklus ist regelmäßig, der Wunsch groß – doch es klappt nicht. Jeder Monat ist eine emotionale Achterbahn. Ab zwölf Monaten ohne erfolgreiche Schwangerschaft trotz aktivem Kinderwunsch spricht man in der Medizin von einge-

schränkter Fruchtbarkeit. So beginnt für das Paar eine eher unromantische Reise durch Basisuntersuchungen: Hormonstatus, Zyklusmonitoring, Spermiogramm, Eileiterdurchlässigkeit – viele kleine Bausteine, die ein Gesamtbild ergeben. Die ärztliche Empfehlung: Eine künstliche Befruchtung mittels IVF mit ICSI, bei der im Labor ein einzelnes Spermium direkt in die entnommene Eizelle injiziert wird. Die Embryonen werden fünf Tage lang im Labor kultiviert. Anschließend erfolgt – je nach medizinischem Rat und Wunsch des Paares – der Transfer eines oder zweier Embryonen in die Gebärmutter. Ein sensibler Schlüsselmoment. Klinisch präzise, medizinisch optimiert – und für das Paar doch alles andere als Routine. „Die Beratung ist immer sehr individuell. Bei aus medizinischer Sicht spätgebärenden Frauen, also nach dem 35. Lebensjahr, wird je nach Embryonenqualität, Gesundheitszustand und Erfolgschancen entschieden“, so Damko. Finanziell unterstützt der IVF-Fonds vier Versuche und übernimmt bis zu 70 Prozent der Behandlungskosten. Die Kryokonservierung – das Tiefgefrieren befruchteter Eizellen oder Embryonen – erfolgt bei allen überzähligen, also momentan nicht transferierten Embryonen. Sie ist auch dann möglich, wenn vor dem Transfer eine Pause eingelegt werden muss, etwa aufgrund einer Erkrankung oder einer bevorstehenden Operation. Gemeinsame Mutterschaft. Einen ähnlichen Weg zum Wunschkind gehen Laura, 34, und Ina, 38. Sie haben die Wahl zwischen einer Insemination oder der ROPA-Methode, bei der eine Partnerin die Eizelle spendet und

die andere das Kind austrägt. „In Österreich ist das rechtlich möglich, weil beide Frauen in die Behandlung eingebunden sind – das gilt als Partnerspende. Eine Leihmutterschaft ist hingegen nicht erlaubt. Für Männerpaare birgt der Kinderwunsch weitere rechtliche Hürden“, erklärt Damko. Laura und Ina brauchen für beide medizinische Methoden eine Samenspende – entweder über eine zertifizierte Samenbank (z. B. Cryos oder European Sperm Bank aus Dänemark) oder durch einen privaten Spender. Gesundheitschecks sind in allen Fällen verpflichtend. Das Paar kann nach verschiedenen Kriterien von Herkunft, Bildungsniveau bis hin zu Handschriftproben selektieren. In Österreich muss außerdem jede Samenspende nicht-anonym erfolgen. Das bedeutet: Das Kind hat später ein Recht auf Auskunft über Namen und letzte Meldeadresse des Spenders – jedoch kein Kontaktrecht. Eine Kontaktaufnahme darf nur vom Kind selbst ausgehen. Zudem darf ein Spender maximal drei Familien in Österreich versorgen; darauf wird auch geachtet, um geografische Nähe zu vermeiden, erklärt die ärztliche Leiterin der Klinik Next Fertility IVF Prof. Zech in Bregenz. Zurück im hellen Wartezimmer, zwischen den Fotos jener Kinder, die einst Wunsch und Vorstellung waren. Es wird spürbar: Hinter jeder Behandlung steht eine Geschichte – von Warten, Hoffen, Zweifeln. Und vom Mut, es zu versuchen. Manchmal beginnt ein neues Leben genau dort, wo jemand sich dazu entschließt, vorausschauend zu denken und zu handeln. Sodass aus Wünschen Wirklichkeit werden kann.

> Eizellvorsorge und Eizellspende n Altersgrenze Eizellvorsorge: bis zum 35. Geburtstag optimal. n Lagerungskosten für tiefgefrorene Eizellen: ca. 232 Euro pro Jahr. Hochrelevant bei Kinderwunsch 40+: n Altersgrenze Spenderin: bis zum 30. Geburtstag Infoabende: n Online, anonym, kostenlos und unverbindlich z. B. über www.ivf.at/infoabend

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VorausDenken 2025-09-23 by Russmedia Digital GmbH - Issuu