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Vorarlberger immobilienmarkt juni2016

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Juni 2016/2. Ausgabe

DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

VORARLBERGER NACHRICHTEN


DIENSTAG, 7. JUNI 2016

DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

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Juni 2016/2. Ausgabe

Der vorarlberger ImmobIlIen-markt

VORARLBERGER NACHRICHTEN

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m vorliegenden Heft werfen wir einen Blick auf vielfältige Themen: Die hohe Bauqualität in Vorarlberg trägt zu höheren Wohnungspreisen bei, andererseits macht sich Qualität langfristig bezahlt, wenn Dach und Fassade nicht nach wenigen Jahren zum Sanierungsfall werden. Das Investment in Immobilien erfreut sich dank niedriger Zinsen immer noch großer Beliebtheit. Aktuell sind Fixzinsangebote in aller Munde. Aber auch Bauspardarlehen und Hypothekarmodelle bieten sich zur Immobilienfinanzierung an. Ein weiteres Thema bietet erfreuliche Aussichten für das Architekturland Vorarlberg: Gute Architektur wirkt auf die Umgebung, dies ist das Ergebnis einer englischen Studie. Auch die neueste Wohnstudie zeigt Erfreuliches. Trotz hoher Wohnkosten sind die Österreicher mit ihrer Wohnsituation zufrieden. Wer sich den Kauf eines alten Hauses überlegt, sollte hingegen alle Bauteile sorgfältig prüfen, um Hinterholz8-Szenarien zu vermeiden. Die Entscheidung für eine barrierefreie Wohnsituation macht hingegen langfristig Sinn – niemand wird jünger, alle werden wir älter und in unserer Mobilität eingeschränkter. Worauf man beim Bauen schauen soll – vom ordnungsgemäß ausgeführten Fundament bis zu Zertifikaten, die eine Materialwahl erleichtern – haben wir ebenfalls thematisiert. Zudem gingen wir der Frage nach, wie man mit Prävention Langfinger abhalten kann. Zur aktuellen Terrassenzeit haben wir die Vorund Nachteile von Holz- und Steinböden verglichen. Und mit dem Schweizer Alfred Häberli berichten wir über einen der unverkennbarsten zeitgenössischen Designer mit einem enormen Portfolio: Design von der Tasse bis zu ganzen Hotelinterieurs. Gute Unterhaltung und Information wünscht

Ihr Redaktions-Team

IMPRESSUM Verleger (Medieninhaber) und Hersteller: Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach Redaktion: Andrea Fritz-Pinggera Titelbild: Frederick Sams/VN Fotos: ATRIUM, Hilti & Jehle, olina, Shutterstock Umsetzung: Susanne Hofer Anzeigenberatung: Russmedia GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Tel. 0676 88005-313, Fax 05572 501-97313 Erscheinungsdatum: 7. Juni 2016

Wohnraumschaffung hat Priorität Private Investoren entschärfen Wohnraumknappheit TREND. Die neuesten Zahlen der Statistik Austria waren eindeutig: Überdurchschnittlich stark gestiegen ist der Preis im Fünfjahreszeitraum für privat vermietete Wohnungen – mit einem Plus von 16,5 Prozent. Empfindlich verteuert haben sich aber auch Genossenschaftswohnungen (plus 12,9 Prozent) und Gemeindewohnungen (plus 12,7 Prozent). Vorarlberg liegt nach dem Spitzenreiter Salzburg an zweiter Stelle. Eine Stabilisierung des Preisniveaus ist weiterhin nicht absehbar. Nachfrage erneut gestiegen Die Nachfrage nach Wohnraum ist in Vorarlberg in den vergangenen Monaten weiter angestiegen. Gesucht wird in allen Kategorien, von der Altbauwohnung mit Sanierungsbedarf bis zum neu errichteten Penthaus. Von der Singlewohnung ohne Balkon bis zur Gartenwohnung für die Familie. Dem Thema leistbarer Wohnraum kommt dabei hohe Bedeutung zu, aber auch Barrierefreiheit und betreubare Wohnmodelle werden intensiv nachgefragt. Das Land Vorarlberg liegt – wie bereits mehrfach berichtet – mit seinem ambitionierten Programm innerhalb von fünf Jahren 2500 integrative Wohnungen zu fördern, im Plan. Heuer sollen über ein Sonder-Wohnbauprogramm zusätzlich 150 Wohnungen finanziert werden.

Eigentümer entschärfen Knappheit Die Vorarlberger Eigentümervereinigung verweist in diesem Zusammenhang auf die wichtige Rolle, die private Investoren und Vermieter spielen. Jene, die Wohnraum zur Verfügung stellen, sollen nicht durch neue Steuern oder durch in den Raum gestellte Forderungen nach Enteignungen demotiviert werden. So kann einer Wohnraumverknappung im Ländle nicht entgegengetreten werden, sind sich Experten sicher. Vorarlbergs Bauträger realisieren mit Hochdruck im ganzen Land Wohnbauprojekte, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. Pilotprojekt angelaufen Land Vorarlberg, Stadt Dornbirn, Vogewosi und Eigentümervereinigung haben das Modell „Sicher vermieten“ zur Mobilisierung leerstehender Wohnungen gestartet. Dabei wird privater Wohnraum ohne Mietausfallsrisiko vermietet. Das Land Vorarlberg garantiert den Eigentümern Beistand bei möglichen Mietausfällen. Die Vogewosi organisiert Kontakte zu den Eigentümern und zu den zukünftigen Mietern sowie die Mietverträge. Eigentümer verzichten auf 20 Prozent des aktuellen Richtwertmietzinses, der in Vorarlberg derzeit 8,28 Euro netto pro Quadratmeter beträgt.

Betriebskosten bei 27 Prozent Die Betriebskosten, die auch durch Gebührensteigerungen im Bereich Wasser, Kanal anzogen, sind in puncto Wohnen ebenfalls ein nicht zu vernachlässigender Verteuerungsfaktor. Die Kosten für Energie im Haushalt (Strom, Warmwasser, Heizung etc.) betragen lt. Statistik Austria für österreichische Privathaushalte im Durchschnitt monatlich 122 Euro (Mittelwert). Das sind rund 27 Prozent der gesamten Wohnkosten bzw. etwa 4 Prozent des Haushaltseinkommens. Neue Wohnanlagen mit effizienten Energiesystemen und niedrigen Betriebskosten sind daher beliebt. Den Markt an Gebrauchtimmobilien, insbesondere Häusern, bezeichnen Vorarlberger Immobilienexperten als trocken. „Sogar im privaten Umfeld machen sich Mieter oder Käufer Konkurrenz und überbieten Miet- und Verkaufspreise“, wundert sich ein Fachmann, und sieht „immer noch Luft nach oben“. Trotz sinkender Renditen investieren Anleger nach wie vor in Wohneigentum. „Wohnungen bieten Sicherheit und Wertbeständigkeit, die niedrigen Kreditzinsen begünstigen aktuell mit Sicherheit den Kauf von Eigentum“, erklärt ein führender Vorarlberger Makler, und ergänzt: „Dass solcherart Wohnungen für den Mietwohnungsmarkt geschaffen werden, ist klar. Der Immobilienmarkt bleibt spannend!“


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Hochwertige Bauqualität auch bei der Anlagewohnung Qualitätvolle Investorenwohnungen sind nach wie vor eine solide Veranlagungsmöglichkeit INVESTMENT. Mit dem Erwerb von Immobilien kann dank unvermindert hoher Nachfrage in Vorarlberg und immer noch steigender Preise Vermögen gebildet werden. Die Zinsen für Bankguthaben sind ebenso historisch niedrig wie jene für Kreditzinsen. Beim Kauf der Anlagewohnung spielt die Lage immer noch die größte Rolle. Neben den weiteren Voraussetzungen wie einer entsprechenden Ausstattung der Wohnung, guten Grundrissen, geräu-

„Jetzt ist ein idealer Zeitpunkt, in Immobilien zu investieren. Entweder in eine klassische Anlegerwohnung mit Rundum-Service oder – ganz neu – in ein Beton-Sparbuch, das 3,2 % Rendite pro Jahr garantiert.“ Wilfried Hefel, Geschäftsführer Hefel Wohnbau

migen Terrassen und Balkonen spielt auch die Umgebung eine Rolle: Mobilität durch öffentlichen Nahverkehr wie Bus- und Bahn in der Nähe, schlägt sich als positiver Aspekt sowohl in der Vermietbarkeit wie Rendite nieder. Wertbeständige Objekte sind rentabler – denn ein Immobilienkauf ist meist kein kurzfristiges Investment. Materialien prüfen Experten raten, die Bauqualität und Materialwahl bereits vor dem Kauf gut zu prüfen.

Wer die Wohnzukunft seiner Enkel mit einer Wohnung absichern möchte, hat mit einem Immobilieninvestment ideale Karten.

Eine Wohnanlage in solider Massivbauqualität mit verglastem Treppenhaus, Lift und beständigen Materialien bei Balkoneinfassung, Fassade oder Kellerstiegenabgang hat weniger Sanierungsbedarf als „sparsamer“ errichtete Gebäude. Wie lange hält die Fassade der Witterung stand? Ist das Flachdach so ausgeführt, dass es nach 10, 15 oder 20 Jahren ohne große Gesamtsanierung seinen Zweck erfüllt? Sind die Außenfliesen von einer Qualität, die auch in 10 Jahren noch keine Neuverlegung erfordert?

Gute Innenausstattung Man sollte man eine Anlagewohnung so wählen, als würde man selbst darin wohnen wollen. Ein No-Go sind Herde mit Platten statt Ceran- oder Induktionsfeld. Hier spart man am falschen Platz. Auch zu enge Badezimmer, lieblos ausgewählte Fliesen oder Fenster die sich nicht kippen lassen weil man sich die Kosten für Dreh-Kipp-Fenster ersparen wollte, wirken sich für die Vermietung und den späteren Verkauf nicht positiv aus. Wurden die Badezimmerfliesen mit

„Längst können die gemeinnützigen Baugesellschaften den Mietwohnungsmarkt alleine nicht versorgen, sodass private Mietwohnungen stark nachgefragt werden. Derzeit bietet eine solide Anlagewohnung eine sichere Verzinsung des eingesetzten Kapitals.“ Albert Ellensohn, Leiter Bereich „schlüsselfertige EF-Häuser“ Wilhelm+Mayer Bau GmbH

einem sauberen Randabschluss versehen oder wurden sie ohne

glasierte Kanten einfach verfugt? Viele kleine Details spielen bei der Werthaltigkeit einer Immobilie eine Rolle. Und wer sich bereits nach wenigen Jahren mit größeren Sanierungen auseinandersetzen muss, wird nicht erfreut sein, wenn die Mieteinnahmen durch den üppig aufzufettenden Reparaturfonds praktisch aufgefressen werden, ist Ärger vorprogrammiert. Vorarlbergs Bauträger bieten hochwertige Eigentumswohnungen sowohl für Selbstbewohner als auch für Investoren an. Gute Beratung zahlt sich aus.

Stabiler Anlegermarkt in Vorarlberg Sinkende Renditen versus Sicherheit der Anlage INVESTORENWOHNUNG. Hohe Nachfrage nach Wohnraum, niedrige Zinsen für Vermögen wie für Kredite führen dazu, dass das Investment in Immobilien attraktiv bleibt. Insbesondere, wenn man dank Rundum-Paketen möglichst wenig Arbeit, Zeit oder Nerven in die Betreuung investieren muss. Im weiteren Sinn ist

jede vermietete Eigentumswohnung eine Vorsorgewohnung. Ob die Wohnung für den Enkel das Ersparte bewahren soll oder ob ein Investor sich eine Rendite in Mindesthöhe errechnet, ist allerdings ein Unterschied. Echte Anleger bevorzugen speziell geschnürte Produkte einer Bank oder Immobiliengesellschaft, die

dabei selbstverständlich mitverdienen will. Dafür kümmern diese sich um die professionelle Vermarktung und ordnungsgemäße Verwaltung von Immobilien.

Zuge der Steuerreform immer noch steuerliche Vorteile, wenn auch etwas gemindert: So kann man etwa Anfangsverluste (Kreditzinsen und Abschreibungen) mit seinem Einkommen gegen-

Sicher und wertbeständig Vorsorgewohnungen bieten trotz der Verschlechterungen im

„Jetzt in Wohnungen zu investieren, ist das Gebot der Stunde. Das i+R-Dienstleistungspaket und das Zinsniveau rund um die Anlegerwohnungen bieten einerseits langfristige Werthaltigkeit und andererseits profitable Rendite.“ Alexander Stuchly, Geschäftsführer i+R Wohnbau

verrechnen und spart sich etwas an Zahlungen an den Fiskus ein. Infolge der Steuerreform und der gesunkenen Renditen haben Vorsorgewohnungen etwas an Attraktivität eingebüßt, sind jedoch immer noch sehr begehrt. Wie bekannt konnten die Mieten mit den Wohnungspreisen nicht Schritt halten und schmälern die Rendite. Steuer-

liche Vorteile gingen zurück. Werbungskosten, also Aufwendungen, die zur Erzielung der Mieteinnahmen aufgewendet werden, können nach wie vor abgezogen werden. Ebenso die Steuerberatungskosten oder die Kosten für Abnutzung. Allerdings wurde auch hier die Basis für die Abschreibung geschmälert. Immobilien bieten Wertbeständigkeit und Sicherheit. Hohe Nachfrage Die eingangs genannten Argumente wie Nachfrage und Niedrigzinsen sprechen dennoch für das „Betongold“ statt Sparbuch. Die Bevölkerungsentwicklung in Vorarlberg zeigt nach oben. Nicht nur Einheimische, Menschen mit Aufenthaltsstatus, sondern auch Facharbeiter aus Deutschlands Norden sind auf der Suche nach Wohnraum im Ländle. Wer eine Anlagewohnung erwirbt, kann sie mit großer Sicherheit vermieten – sofern Kriterien wie Lage, Ausstattung und Marktpreis stimmen. Die Nachfrage steigt und steigt ...


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Gute Ausgangslage zur Immobilienfinanzierung Fixe oder variable Zinsen, Bauspardarlehen oder Simultanhypothek? FINANZIERUNG. Historisch tiefe Kreditzinsen, darunter interessante Fixzinsangebote, ermöglichen eine Kreditfinanzierung von Immobilien zu günstigen Konditionen. Ob fix oder variabel finanziert wird, ist auf den jeweiligen Kunden, sein Projekt und die Ausgangssituation abzustimmen. Bei aktuellen Fixzinsangeboten gilt es, die verschiedenen Angebote genau zu vergleichen. Die Höhe und Dauer des Fixzinssatzes, die Einmalkosten, aber auch der Anschlusszinssatz nach Ablauf der gewählten Fixzinsperiode und die Kündigungsbedingungen während der Fixzinsdauer. Alexander Walterskirchen, der Leiter der Finanzierungsberatung der Hypobank Vorarlberg, stellte sich unseren Fragen:

„Das Um und Auf einer Finanzierung sind eine gute Planung sowie eine realistische und umfassende Einschätzung der Kosten.“ Alexander Walterskirchen, Finanzierungsberatung Hypo Landesbank

Herr Walterskirchen, was ist bei der Finanzierung einer Privatimmobilie unerlässlich? A. Walterskirchen: Eine gute Planung und realistische Einschätzung: Beim Kauf gilt es bereits den etwaigen Sanierungsbedarf zu berücksichtigen. Gerade etwas ältere Immobilien benötigen kurz- oder mittelfristig Sanierungs-/Renovierungsetappen. Bereits bei der Suche und dem Kauf sollte professionelle Unterstützung in Anspruch genommen werden, um vor bösen Überraschungen geschützt zu sein. Bei der Finanzierung sind wirklich alle Kosten in die Finanzierungsplanung einzubeziehen. Neben dem Kaufpreis sind dies die Kaufnebenkosten wie Steuer, Gebühren, Vertragsabwicklung, Makler etc. Auch die Kosten für Sonderwünsche, Zusatzausstattung, Einrichtung sowie die Nebenkosten der Finanzierung selbst sind zu berücksichtigen.

Was für Kreditformen werden noch nachgefragt – welche sind empfehlenswert? A. Walterskirchen: Klassiker haben immer noch Saison. Wer unter die Richtlinien fällt, nimmt gerne die Wohnbauförderung des Landes in Anspruch. Diese ist mit einer Laufzeit von 35 Jahren und einem Anfangszinssatz von 0,5 % festgelegt. Der Zinssatz steigt dann im 5-Jahres-Rhythmus um 0,5 % bis auf maximal 3,5 % in den letzten fünf Laufzeitjahren. Weiters sind die Bauspardarlehen der vier österreichischen Bausparkassen interessant. Bankkredite in Form von Annuitätenkrediten, das sind Abstattungskredite mit laufender Ratenzahlung, gehören ebenfalls zu den Klassikern. Lediglich endfällige Finanzierungsformen sind praktisch vom Markt verschwunden. Ausnahmen bilden „Generationenkreditmodelle“ wie z. B. der Hypo-Lebenszeit-Kredit oder der Hypo-Lebenswert-Kredit. Die wichtigste Frage derzeit ist das Thema Zinsabsicherung: variable Zinsen oder Fixzinsvereinbarung oder Zinscap-Produkte (= Zinsobergrenze). Eine generelle Empfehlung dazu gibt es allerdings nicht. Eine Entscheidung kann nur auf Basis einer individuellen Beratung getroffen werden. Sehr häufig wird von unseren Kunden ein Mix aus den unterschiedlichen Möglichkeiten abgeschlossen. Wie viel Eigenmittel sollten vorhanden sein – und in welcher Form werden diese anerkannt? A. Walterskirchen: Grundsätzlich gilt hier natürlich: Je mehr, umso besser! Zumindest die „weichen“ Kosten, das sind jene, die keinen Gegenwert generieren wie die anfallenden Nebenkosten, bzw. bei denen die Nutzungsdauer eher kurz ist (z. B. Einrichtungsgegenstände), sollten auf jeden Fall aus Eigenmitteln finanzierbar sein. Ideal wäre es, wenn auch von den „harten“ Immobilienkosten (Grundstückspreis, Baukosten, Wohnungskaufpreis) noch rund

Die anhaltend geringen Kreditzinsen begünstigen den Kauf von Immobilien. Ganz ohne Eigenmittel geht es allerdings nicht.

10 % aus Eigenmitteln finanziert werden können. Wenn vorhandene liquide Mittel eher gering sind, können selbstverständlich auch vorhandene Werte wie andere Immobilien, Spar-/Wertpapierguthaben, Rückkaufswerte von Lebensversicherungen o. Ä. als Sicherheit verwendet werden. Allerdings reduzieren diese Sicherheiten den erforderlichen Finanzierungsbedarf nicht und die Rückzahlungsrate muss natürlich für den Kreditnehmer tragbar sein. Eine Finanzierungsentscheidung darf auf keinen Fall ausschließlich auf Basis der Kreditsicherheiten getroffen werden. Spielen Simultanhypotheken in Vorarlberg eine Rolle? A. Walterskirchen: „Simultanhypotheken, bei denen die Liegenschaft der Eltern bis zu 80 % des Schätzwertes belastet werden kann, kommen auch in Vorarlberg vor, sind aber eher die Ausnahme. Wenn eine Unterstützung von den Eltern erfolgt, dann zumeist durch Zurverfügungstellung des Baugrundstückes oder durch Eigenmittelzuschuss. Die Übertragung von Bausparverträgen kommt derzeit nur noch ganz selten vor. Hintergrund dafür ist wohl, dass die Bausparkassen in Zeiten der Niedrigzinsen attraktive Sofortdarlehen anbieten, die

eine Übernahme bestehender Verträge eher unnötig macht.“ Sind Bausparfinanzierungen noch eine Option? A. Walterskirchen: „Bausparfinanzierungen sind nach wie vor Teil des Finanzierungsportfolios. Wie auch im Bereich der Bankkredite gibt es bei den Bauspardarlehen unterschiedliche Varianten (variable Zinsen, Fixzinsen). Relativ neu ist, dass die 6 %ige Zinsobergrenze nur noch für 20 Jahre ab Zuteilung gilt. Früher war dies für die gesamte Darlehenslaufzeit der Fall. Auch für Bauspardarlehen gilt es, die unterschiedlichen Angebote zu vergleichen und in den persönlichen Finanzierungsmix einzupassen. Gibt es „ideale“ Laufzeiten? A. Walterskirchen: Auch hier gilt: Je kürzer, umso besser! Der für den Kreditnehmer entstehende Zinsaufwand ist immer auch ein Produkt der Rückzahlungsdauer; die klassischen Laufzeiten bei Immobilienkrediten bewegen sich im Bereich von 20 bis 30 Jahren. In Ausnahmefällen auch länger wie zum Beispiel die Wohnbauförderung zeigt. Keine genau definierte Laufzeit haben die bereits oben angeführten Produkte Hypo-Lebenszeit-

Kredit und Hypo-Lebenswert-Kredit. Die ideale Laufzeit bzw. der ideale Laufzeitmix ist auch hier wieder Sache der individuellen Situation und somit Beratung. Welche Unterlagen sind für eine Immobilienfinanzierung vorzulegen, beizubringen? A. Walterskirchen: • Persönliche Daten (Kopie von Reisepass oder Personalausweis), Angaben zu Familienstand, Anzahl und Alter der Kinder, Ausbildung, Beruf • Einkommensunterlagen • Nachweis zu Fremdverbindlichkeiten und sonstigen Verpflichtungen (z. B. Unterhalt, Bürgschaften) • Eventuelles Geld-/Immobilienvermögen • Projektunterlagen • Beim Wohnungskauf: Grundbuchauszug, Vorvertrag/Kaufvertrag, Grundrissplan, Wohnungsexposé oder Verkaufsunterlagen des Bauträgers, bei gebrauchten Wohnungen, wenn vorhanden, Schätzgutachten und Parifizierungsgutachten • Beim Hausbau: Grundbuchauszug, Baubewilligung und bewilligter Bauplan, Baukostenaufstellung oder GU-Vertrag oder Werkvertrag Vielen Dank für das Gespräch!

Mit geeigneter Hypothek Wohnraum sichern Die „Simultanhypothek“ wird in Vorarlberg wenig in Anspruch genommen BELEHNUNG. Für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie werden 20 % Eigenkapitalanteil als sinnvolle Richtlinie genannt. Das können bei einem Haus rasch zwischen 70.000 bis 120.000 Euro sein, bei einer Wohnung mittlerer Größe nicht unwesentlich weniger. Während Menschen, die seit langem im Berufsleben stehen, oft Barreservern oder Bausparverträge angespart haben, sieht dies bei Studierenden anders aus. Die künftigen Akademiker benötigen meist alle Zuwendungen der Eltern und Verwandtschaft sowie aus eigener Nebentätigkeit, um ihr Studium zu finanzieren. Für

die Realisierung von Eigentum ist kurz nach dem Studium meist kein größeres Entgelt verfügbar. Sonderfälle sind Erbschaften, langfristige Fonds- oder Finanzprodukte, welche die Eltern bereits im Kindesalter der Sprößlinge angelegt haben.

„Unser Finanzberater „Ländle Finanz“ rechnet grundsätzlich mehrere Szenarien durch.“ Hubert Domig, Geschäftsführer Domig Immobilien

Simultanhypothek als Chance? Akademiker haben bereits mit dem Berufsstart gute Chancen, einen hohen Verdienst einzustreichen. Garantiert ist dies allerdings nicht. Lässt die Summe auf dem Gehaltszettel doch über eine Eigentumswohnung oder ein Haus nachdenken, ist eine de-

taillierte Finanzberatung gefragt. Vor allem, wenn weder Bausparguthaben noch Geldgeschenke von den Eltern zu erwarten sind. Ein junges Paar, das zwar zwei gute Verdienste, allerdings kaum Eigenmittel vorweisen kann, hat über eine Simultanhypothek eine Möglichkeit, seine Immobilie

abzusichern. Die Voraussetzung ist, dass Großeltern oder Eltern, die über eine eigene Immobilie verfügen, diese als Sicherstellung belehnen lassen. Die Liegenschaft wird mit bis zu 80 Prozent des Schätzwertes belastet und ins Grundbuch eingetragen. Dies dient der Bank lediglich als Sicherheit für den Kauf der zusätzlichen Immobilie. Solange die jungen Kreditnehmer ihren Zahlungsverpflichtungen gut nachkommen, bleibt die Immobilie der Eltern unangetastet. Ein gutes Einvernehmen zwischen den Verwandten ist – wie bei jeder Form der Bürgschaft – unabdingbare Voraussetzung.

In Vorarlberg ist die Simultanhypothek noch eher selten anzutreffen. Risiko Familienplanung Gute Finanzberater rechnen grundsätzlich mehrere Szenarien durch. Auch wenn beide Käufer Gutverdiener sind, muss berücksichtigt werden, dass ein Gehalt durch die Geburt eines Kindes wegfallen kann. Steigende Kreditsummen und monatliche Rückzahlungen können dabei ein erhebliches Risiko darstellen. Leistbares Wohnen ist daher bei allen – auch bei Akademikern – ein Thema.


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DIENSTAG, 7. JUNI 2016

DIENSTAG, 7. JUNI 2016

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Lohnendes Wohninvestment für junge Menschen

Neuer Stammsitz für Höfle Bautruck

Schon früh in die eigene Wohnung zu investieren ist eine sinnvolle Entscheidung für das ganze Leben

Anfang des Jahres fusionierten Höfle Transporte und das i+R Unternehmen Bautruck

EIGENTUM. Der Traum von den eigenen vier Wänden kann schnell zum Albtraum werden, wenn Einkommen und Wohnungspreise einfach nicht zusammenpassen.

ren Eltern in eine Anlegerwohnung, die sie dann ihren Kindern für die ersten Jahre als Mietwohnung zur Verfügung stellen. Werden die Kinder größer und gründen ihre eigene Familie, können die Eltern die Wohnung auch für sich als ideales Domizil für den Ruhestand nutzen. Auch das ist eine Möglichkeit, für Eltern und Kinder in einem neuen Miteinander gemeinsam zu den eigenen vier Wänden zu kommen.

„Leistbares Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Wir bieten daher bewusst Wohnungen zu Preisen an, die sich junge Singles und Familien als Startwohnungen leisten können.“

Startwohnung muss leistbar sein

Bernhard Bertsch, Leiter Wohnbau Hilti & Jehle GmbH

Es gibt jedoch interessante Überlegungen, wie Singles und junge Familien zu ihrer eigenen ersten Wohnung kommen, die sie sich auch leisten können. Für Daniel, Annika und Sina Hauser war die Entscheidung für die eigene Wohnung ein wohlüberlegtes Abwägen. Als das passende Angebot entdeckt wurde, lief plötzlich alles wie von selbst. Die ideale Wohnung wurde in Bürs gefunden, die Familie wartet schon sehnsüchtig, bis sie endlich in ihr eigenes Reich in einer neu errichteten Wohnanlage einziehen kann. Die junge Familie ist begeistert von ihrer Entscheidung, hier zu wohnen: „Bürs ist ein nettes Dorf mit toller Infrastruktur, bester Verkehrsanbindung und gleichzeitig in einer angenehmen ruhigen Lage. Wir freuen uns jetzt schon auf sonnige Wintertage, wenn im Unterland Nebel herrscht.“

Daniel, Annika und Sina Hauser freuen sich auf ihre Wohnung mit Bergblick in Bürs.

Für die weitere Familienplanung ... Die Wohnung selbst überzeugt mit hochwertiger Architektur und einem perfekten Grundriss für eine Familie, die eventuell noch größer werden möchte. Gewählt wurde eine helle und freundliche VierZimmer-Wohnung mit mehr als 80 Quadratmeter Wohnfläche, in der die gesamte Ausstattung wie Bodenbeläge, Wände und Sanitäreinrichtungen selbst ausgewählt werden konnte. Ein besonderes Highlight ist der große eigene Garten mit viel Platz zum Entspannen und Spielen. Die Berge zum Wandern und Skifahren liegen vor der Haustüre, Skier und Fahrräder werden im Keller sicher abgestellt und die besten

Einkaufsmöglichkeiten sowie das Ortszentrum von Bürs sind zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar.

werden. Denn eine eigene Wohnung bringt uns auch in späteren Jahren zahlreiche Vorteile.“

Rückzahlungen günstiger als Miete

Modelle innerhalb der Familie

Für Daniel und Annika Hauser war es eine klare Rechnung, die für den Kauf der Wohnung gesprochen hat. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Wohnung auch wirklich leistbar ist. Mit dem aktuell niedrigen Zinssatz ist die Rückzahlungsrate für die eigene Wohnung günstiger als die Miete für eine Wohnung in vergleichbarer Qualität. „Diese Chance wollten wir einfach nützen und uns damit Wohnungseigentum schaffen, von dem wir ein Leben lang profitieren

In Vorarlberg hat Wohnen einen besonders hohen Stellenwert: Von der Architektur bis zur Energieeffizienz, vom Wohnkomfort bis zur Barrierefreiheit und hochwertigen Materialien. Dieser Anspruch kostet Geld. Immer mehr junge Menschen stellen sich schon früh auf diese Herausforderungen ein und beginnen rechtzeitig auf eine Wohnung zu sparen, um dann das eigene Heim statt einer Miete langfristig zurückzahlen zu können. Es gibt aber auch flexible Modelle innerhalb der Familie: Oft investie-

Die Menschen in Vorarlberg werden immer mobiler. Die Zeiten, als man in jungen Jahren seinen Wohnsitz gefunden hat, um dort sein Leben zu verbringen, sind vorbei. Junge Menschen sind flexibel, legen Wert auf Qualität und einen guten Preis. Leistbare Startwohnungen, die diese Voraussetzungen erfüllen, sind immer stärker gefragt. Man erwirbt eine erste Wohnung, spart sich die Miete und zahlt stattdessen mit der Rückzahlung des Wohnkredits in die eigene Tasche. Nach ein paar Jahren – meist, wenn die Familie größer wird oder eine berufliche Veränderung ansteht – sind die Voraussetzungen geschaffen, die Startwohnung gegen eine neue Wohnung zu tauschen. Verantwortungsvolle Bauträger sind gerne bereit, für diese „WohnungsUpgradings“ interessante Tauschangebote zu machen. Zumal inzwischen so viel angespart wurde, dass die Finanzierung der nächsten Wohnung schon leichter fällt. Vor allem weiß man nach den ersten Wohnerfahrungen, wie es sich gut leben lässt und welche Art von Wohnung die nächste sein soll.

Über den Wert guter Architektur Qualitätsvolle Architektur hat Strahlkraft auf die Umgebung WERTERHALT. Die London School of Economics hat in einer Untersuchung den finanziellen Wert guter Architektur zu bestimmen versucht. Die Ergebnisse der Studie lassen für Vorarlberg, das als Region mit einer hohen Dichte an erstklassiger Architektur gilt, gute Schlüsse zu. Gerade die Region zwischen Bregenz und Feldkirch gilt schließlich als „das“ Zentrum zeitgenössischer Architektur in Europa. „Bei einem Vorarlberger Architekten ein Praktikum zu

machen ist so begehrt, wie bei einem Starkoch eine Lehre zu absolvieren“, schrieb das Magazin der Österreich-Werbung. Neue Baukunst ist in Vorarlberg omnipräsent, die Architektur hier gilt als anspruchsvoll, natürlich und nachhaltig, einesteils traditionell und gleichzeitig weltoffen. Mehrwert schaffen Aus der Analyse von rund 8000 Eingaben und über 500 geführten

Die Planungsqualität vom Fachmann macht sich nachhaltig bezalhlt.

„In der Bregenzer St.-Gebhard-Straße werden wir erstmals eine Wohnanlage mit integriertem Carsharing-Angebot realisieren. Ein Vorreiterprojekt für nachhaltige Mobilität. Und ein echter Mehrwert für die Bewohner.“ Tobias Vonach, Leitung Immobilien Rhomberg Bau GmbH

Interviews haben die Mitglieder der London School of Economics (LSE) objektive Kriterien für die wirtschaftliche Bemessung guter Architektur herausgearbeitet. Dabei wurden Aspekte wie die Verbesserung und Entwicklung öffentlicher Dienste und Infrastrukturen als selbstständige Faktoren betrachtet und absichtlich nicht berücksichtigt. Die Untersuchung kommt zum Schluss, dass der Zusatznutzen guter Architektur als „architektonische Externalität“, also positive Nebeneffekte, angesehen werden muss. Dies ist ein Wert, der nicht durch Marktkräfte erzeugt wird, und folglich von Architektinnen und Architekten geschaffen wird.

Der Mehrwert wirkt sich nicht nur auf das Gebäude selbst, sondern auch auf die unmittelbare Umgebung aus, woraus ein Argument für gemeinsame Interessen von Entwicklern und Eigentümerinnen benachbarter Gebäude abgeleitet wird. Öffentliche Schönheit Zu guter Letzt wird architektonische Schönheit als ein öffentliches Gut bezeichnet, kann sich doch niemand dem Anblick eines Gebäudes entziehen oder ausgeschlossen werden. Gute Argumente, um den nächsten Bauherren für gute Gestaltung zu begeistern. Neben Bauherren sind auch die Kommunen gefragt. Die Grundstücksknappheit in Vorarlberg forciert den Zwang zur verdichteter Bauweise. Gut gestaltete und attraktive Quartiere, die von den Nutzern gerne angenommen werden, sind ein Gebot der Stunde. Und sie sind durch gute Planung und hochwertige Architektur realisierbar. Und wie sieht es im Wohnbau aus? Gute Architektur ist dabei nicht automatisch hochpreisig und präsentiert auch nicht zwin-

gend ein Endergebnis, das von coolem Design geprägt ist.

GEWERBEBAU. Der Betrieb mit 120 Mitarbeitern hat seinen Sitz in Lauterach. Dort entsteht nun eine neue Zentrale. „Mit der Erfahrung unserer gesamten Baugruppe sind wir in der Lage, individuelle Lösungen anzubieten.“ Peter Mostögl Geschäftsführer, i+R Industrie& Gewerbebau GmbH

In nur zehn Monaten errichtet die i+R Industrie- & Gewerbebau das Firmengebäude in Stahlbetonbauweise. Der Neubau der Höfle Bautruck GmbH & Co KG ist eine Erweiterung des bestehenden Betriebsgebäudes in Lauterach. Fertiggestellt werden soll er im Juli. Im Erdgeschoß entstehen Büros, in den beiden Obergeschoßen sind Wohnungen für die geschäftsführenden Familien vorgesehen. Ökologisch und funktional Ökologisch und funktional sowie optisch erfüllt der Baukomplex höchste Ansprüche: Den Strom für über fünfhundert Quadratmeter Nutzfläche liefert eine Photovoltaikanlage. Mit einer Luftwärmepumpe wird geheizt beziehungsweise gekühlt. Für die stimmige Planung sorgte das Ar-

chitekturbüro Juniwind. Neben der i+R Industrie- & Gewerbebau als Generalunternehmer sind auch i+R Bau, Fensterbau und Holzbau an der Ausführung beteiligt. Leistungen Die Leistungen der neuen Höfle Bautruck GmbH & Co KG reichen von Erdarbeiten über Abbruch und Recycling bis hin zu Schüttguttransport, Deponie und Kieswerk. „Durch den Zusammenschluss haben wir unsere Kompetenzen gebündelt und stärken so unsere Marktposition“, ist Geschäftsführer Franz Höfle überzeugt. Spezialisten fürs Bauen und Sanieren Breit aufgestellt ist auch die i+R Industrie- & Gewerbebau. Das Unternehmen erweiterte in den letzten Jahren laufend das Portfolio und ist mit Niederlassungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz vertreten. Der Bauspezialist bietet klassischen Industrie- und Betriebsanlagenbau, Gewerbeund Bürobau, modularen multi-line-Systemhallenbau sowie Hotelbau an. Als Partner für Investoren, Projektentwickler oder Bauträger wickelt es Hotelbauten komplett von der Standortermittlung und Umsetzung bis zur Schlüsselübergabe ab.

Das Gebäude der Firma Höfle Bautruck ist bereits in der Fertigstellung.

Mit der Sparte i+R sanieren & bauen bietet das Unternehmen auch den Bau und die Renovierung von Einfamilienhäusern sowie die Sanierung von Gewerbebauten an. „Getreu dem Motto ‚Aus Alt mach Neu‘ werten wir in die Jahre gekommene Gebäude nach neuesten Standards auf“, fasst Peter Mostögl, Geschäftsführer der i+R Industrie& Gewerbebau, zusammen. Für besondere Wünsche ist er jederzeit offen: „Mit der Erfahrung unserer gesamten Baugruppe

sind wir in der Lage, individuelle Lösungen anzubieten.“ Spezielle Anforderungen Auf spezielle Anforderungen zugeschnitten werden auch die Energielösungen. Mit den Sparten i+R geotech und i+R energie ist die Baufirma auf Photovoltaikanlagenbau und Sondenbohrungen bis zu 450 Meter Tiefe spezialisiert. Die Nutzung von Sonnenenergie und Erdwärme macht damit alle Gebäude-

formen in Sachen Energie fit für die Zukunft. Die Umwelt- und Kostenbilanz von bestehenden Häusern nimmt der Geschäftsbereich i+R Energie- & Gebäudetechnik unter die Lupe. Individuelle Beratung, Planung und Ausführung sowie die Abklärung von Fördermöglichkeiten helfen dabei, Einsparungspotenziale für einen Betrieb oder das eigene Heim zu erkennen und zu nützen. Mehr Information auf:

www.ir-industrie-gewerbebau.at

! n e rg o m n o v n e lt e w s it e rb Wir schaffen A werbebau Ihr Partner im Industrie- & Ge

Guter Wiederverkaufswert Eine qualitätsvolle Architektur kann unabhängig vom Budget umgesetzt werden – wenn sich Bauherren und Planer entsprechend vereinbaren. Die Arbeit von Architekten endet keinesfalls bei der Bauplaneinreichung. Beginnend von der Situierung des Gebäudes auf dem Grundstück über kluge Grundrisse, den Entwurf der Materialisierung und vereinbarten Bauweise u. v. m., kümmern sich Architekten auf Wunsch von der Planung bis zur Bauleitung um Projekte. Die Planungskosten macht der Architekt oder die Architektin meist durch die effiziente Ausschreibung von Gewerken wieder gut. Auch die durchdachte und flexible Flächennutzung ist Ergebnis einer guten Planung. Gute Architekten schaffen auf weniger Quadratmetern eine höhere Qualität als Laien, die meist mehr tote Fläche einplanen. Und selbstverständlich werden durch gute Architektur Werthaltigkeit und Wiederverkaufswert eines Objektes gesteigert

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kreativ, funktionell, energieeffizient  zum „Fixpreis“ sowie „Fixtermin“  als Totalunternehmer  g) (inkl. Planung und Projektentwicklun und Generalunternehmer 

i+R Industrie- & Gewerbebau GmbH | Johann-Schertler-Str. 1 | 6923 Lauterach | T +43 (0) 5574 6888-2900 | ir-industrie-gewerbebau.at


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DIENSTAG, 7. JUNI 2016

Hohe Zufriedenheit mit Wohnsituation Steigende Immobilien- und Mietpreise machen Österreichern dennoch zu schaffen WOHNSTUDIE 2016. Wie wohnen Österreicher und welche Wohnträume haben sie? Wie möchten sie ihre Wünsche von einem eigenen Heim finanzieren? Erste Bank und s Bausparkasse haben sich diesen Fragen gewidmet und im Mai eine repräsentative Integral Studie vorgestellt. Zwischen Mitte März bis 7. April 2016 wurde in einer online durchgeführten Befragung die Wohnsituation der österreichischen Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren und deren Wünsche und Bedürfnisse zur Veränderung erhoben. Dabei wurden die Befragten aufgrund der demografischen Daten fünf Lebensphasen zugeordnet, um typisches Wohnverhalten zu charakterisieren: Studenten (18–29 Jahre), junge Erwachsene ohne Kinder (20–39 Jahre), etablierte Erwachsene ohne Kinder (40–59 Jahre), Familien (20–59 Jahre mit Kindern im eigenen Haushalt) und Senioren (60–69 Jahre). Insgesamt wurden 1749 Personen befragt. Es liegt damit eine fundierte Untersuchung der Wohnverhältnisse vor, die sich auf Aussagen individueller Personen stützt und die Mikrozensuserhebungen der Statistik Austria um diese persönliche Sicht ergänzt. Lust auf Eigentum Das Wohnen im Eigenheim bleibt in Österreich die beliebteste Wohnform: 56 % geben an, in den eigenen vier Wänden zu leben. Ein Hauseigentum besitzen davon 41 % der Österreicher, 14 % eine Eigentumswohnung. 4 von 10 Befragten (44 %) geben an in einem Mietverhältnis zu wohnen, wobei hier die Bundeshauptstadt Wien mit 82  % heraussticht. Der Anteil der Einund Zweifamilienhäuser ist dagegen mit 71 % in Niederösterreich auffällig hoch. Auch die durchschnittliche Wohnfläche der Österreicher ist im Vergleich zum Jahr 2010 gestiegen. Herr und Frau Österreicher wohnen derzeit durchschnittlich auf 116 m² Wohnfläche (+ 4 m²). Allerdings

gibt es auch hier enorme regionale Unterschiede: In Niederösterreich lebt man aufgrund der hohen Einfamilienhausdichte durchschnittlich auf 141 m², in Wien hingegen auf 81 m². Mehr als die Hälfte der Studierenden wohnt bei den Eltern. Hohe Zufriedenheit Mit der derzeitigen Wohnsituation sind aktuell 83 % zufrieden. Jeder dritte Österreicher wohnt mit der Familie unter einem Dach, etwas mehr, nämlich 35 %, nur mit dem Partner und 21 % leben alleine. Besonders stark hat sich die Zahl der jungen Erwachsenen entwickelt, die bei den Eltern leben. 59 % der Studenten können sich kein eigenes Zuhause leisten; das sind über die Hälfte mehr als 2010. Bei den jungen Erwachsenen sind es 23 %. Diese Altersgruppe plant einen baldigen Umzug: 77 % der Studierenden möchten in den nächsten 5 Jahren umziehen, bei den jungen Erwachsenen (18 bis 39 Jahre) sind es 52 %. Wohnungen bei Jungen begehrt Und wohin möchten die jungen Österreicher ziehen? Mietwohnungen sind mit 42 % die beliebteste Wohnform bei den Studierenden, eine Eigentumswohnung kommt für 18 % in Frage. Während das Hauseigentum nur für 17 % der Studierenden interessant ist, ziehen 3 von 10 jungen Erwachsenen diese Wohnform in Erwägung (34 %), fast ein Viertel möchte künftig in einer Mietwohnung leben (21 %). Die österreichische Bevölkerung misst dem Wohnen einen hohen Stellenwert bei. Vor allem junge Menschen möchten ihre Wohnsituation individuell gestalten und an ihre Bedürfnisse anpassen. Finanzierung des Wohntraumes Um den Wohntraum zu finanzieren, können 35  % der Be-

fragten auf eigene Ersparnisse zurückgreifen, weiteren 8 % wird durch Ersparnisse der Familie geholfen. Da diese Eigenmittel aber selten ausreichend sind, wird oftmals zusätzliches Kapital benötigt. 36 % der Österreicher möchten eine Fremdfinanzierung in Anspruch nehmen. Das Bauspardarlehen ist dabei mit 61 % die beliebteste Form, um die Anschaffungskosten für neuen Wohnraum zu decken, 57 % interessieren sich für einen Wohnkredit (Mehrfachnennungen möglich). Viele setzen ganz stark auf Fixzinsfinanzierungen mit langen Laufzeiten damit die monatliche Rate vorweg kalkulierbar ist und man so über Jahre ruhig schlafen kann, heißt es aus der Erste Bank. Wunsch nach Sicherheit Welche Anforderungen stellen die Österreicher beim Thema Wohnen an ihre Bank? Neben günstigen Konditionen (89  %) und einem guten Preis-LeistungsVerhältnis (88  %) werden vor allem Sicherheit bei der Finanzierung (87 %) und kompetente Beratung durch den persönlichen Betreuer (77 %) erwartet. Tendenziell wissen Kunden heute sehr gut Bescheid, wenn sie in eine Bankfiliale kommen. So nutzen 64 % im Vorfeld OnlinePlattformen, um sich über Finanzierungen zu informieren.

EIGENTUM

56 %

44 %

der ÖsterreicherInnen wohnen im Eigenheim

der ÖsterreicherInnen Wohnen in Miete

HAUS

41 % EIGENTUMSWOHNUNG

14 %

8 % der ÖsterreicherInnen leben auf unter 50 m2 Wohnfläche Unter 50 m2

8%

51–70 m2

15 % 23 %

71–90 m2 91–120 m2

20 %

121–150 m

2

151–200 m

2

16 % 10 %

über 200 m2

8%

Wunsch nach Eigentum

60 %

Grundbuch statt Sparbuch 92 % der Befragten sehen Immobilien als wertbeständige Anlage und gerade bei niedrigen Zinsen als gute Investitionsmöglichkeit (88 %). 8 von 10 geben außerdem an, lieber Kreditraten als Miete zahlen zu wollen. Eigentum ist die beste Vorsorge. Eigentum senkt die Wohnkosten und gibt daher mehr Spielraum beim frei verfügbaren Einkommen in späteren Jahren. Bei langfristigen Finanzierungen sollte man daran denken, dass die Zinsen und damit auch wieder die monatlichen Raten steigen können.

MIETE

wünschen sich Eigentum (Haus oder Wohnung) 41 %

HAUSEIGENTUM

19 %

EIGENTUMSWOHNUNG

12 %

MIETWOHNUNG GENOSSENSCHAFTSWOHNUNG

10 %

4 von 10 ÖsterreicherInnen möchten Kredit zum Wohnen AUS ERSPARNISSEN TOTAL

21 %

SONSTIGE

43 %

STUDIERENDE

43 %

JUNGE ERWACHSENE

66 % 44 %

KREDIT/DARLEHEN TOTAL

36 %

36 %

STUDIERENDE

28 %

JUNGE ERWACHSENE

41 %

Unterschiede bei der Wohnbauförderung TOTAL WIEN

32 % 14 %

NIEDERÖSTERREICH

47 %

BURGENLAND STEIERMARK

61 % 24 %

KÄRNTEN

33 %

OBERÖSTERREICH SALZBURG TIROL VORARLBERG

Die Wohnzufriedenheit der Österreicher ist überraschend hoch.

38 % 22 % 33 % 43 %

Quelle: Erste Bank und Sparkassen / s Bausparkasse


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Der Traum vom alten Haus ... und wie man ein„Hinterholz 8“-Szenario vermeidet SANIERUNG. Wer kennt sie nicht, die österreichische Filmkomödie mit Roland Düringer, wo ein anfangs idyllisches Bauernhaus vom Traumhaus zum schieren Albtraum mutiert. Damit so was in der Realität nicht passiert, sind einige Dinge zu beachten.

mal sollte das Haus innen optimal funktionieren. Die Entscheidung, eine Fassade zu dämmen oder einen neuen Farbanstrich oder Putz aufzubringen, hängt meist vom optischen Zustand ab. Eine hässliche Fassade wird eher zu einem geeigneten Zeitpunkt komplett saniert. Eine rein äußerlich ansprechende Optik garantiert hingegen keine optimalen Dämmwerte.

Schöne Lage alleine oft nicht ausreichend Alte Häuser haben meist den Vorteil, in einer besonders schönen Lage zu stehen. Vor dreißig, fünfzig oder gar hundert Jahren war Baugrund noch nicht so teuer und rar wie heute – und die Menschen bauten dort, wo ideale Bedingungen vorherrschten – meist auch verbunden mit großzügig Platz und einer attraktiven Aussicht. Zudem waren Häuser in vergangenen Jahrzehnten oft großzügiger geplant – und der Charme eines Altbaus hat seine ganz besonderen Reize. Doch von diesen rein oberflächlichen Vorzügen sollte man sich nicht zu schnell verführen lassen. Altsubstanz braucht Pflege Wer durch eigene Suche oder über Vermittlung ein älteres Haus gefunden hat, das von Lage, Größe, Optik und Preis den eigenen Vorstellungen entspricht, sollte sich vor dem Kaufabschluss über einige Dinge klar werden. Ein altes Haus braucht mehr Pflege und Zuwendung als ein neu errichtetes. Oft sind auch kleinere oder größere Sanierungsmaßnahmen nötig, Elektro- und Sanitärinstallationen sind nicht mehr auf aktuellem Stand und müssen gegebenenfalls erneuert werden – und auch die Außenhaut – Putz, Dach, Fenster – bedarf einiger Zuwendung. Wer sich darüber

Kosten- und Zeitplan erstellen

Gebrauchtimmobilien sind rar, dennoch sollte man vor einem Kauf die Substanz gut prüfen.

im Klaren werden will, ob diese Investition in ein gebrauchtes Objekt lohnt – trotz aller nachfolgenden Kosten, oder doch besser in einen Neubau investiert wird, sollte am besten einen Bausachverständigen zur Beurteilung hinzu ziehen. Darum prüfe… Bausachverständige wissen um die typischen Bauweisen der unterschiedlichen Bauepochen und deren Schwachstellen. Und auf Basis dieses Wissens – und einer Vor-Ort-Besichtigung können der Erhaltungszustand und Maßnahmen für eine notwendige Sofortsanierung oder zukünftige Sanierungsmaßnahmen eingeschätzt und finanziell bewertet werden. Grobe Mängel können – abseits der normalen ZeitwertAbwertung eines Gebäudes – einige tausend Euro an Preisreduktion nach sich ziehen. Wichtig ist, diese

in der Kaufverhandlung exakt aufzulisten. So wurde beispielsweise für abgesunkene Steinplatten einer Terrasse bei einem Einfamilienhaus ein Wert von 20.000 Euro in Abzug gebracht – in etwa der Betrag, der für eine Sanierung der Terrasse veranschlagt werden müsste. Aber auch die Überprüfung und Instandsetzung der elektrischen Anlage oder der Sanitäreinrichtungen inklusive Zu- und Ableitungen übersteigen schnell einmal fünfstellige Euro-Beträge. Die Grundinstallationen sollten zumindest so weit funktionieren, dass ein normaler Gebrauch ohne Probleme gewährleistet ist. ElektrischeAnlagen älterer Häuser weisen oft recht unterschiedliche Spannungsfrequenzen auf, die dazu führen können, dass alle paar Monate die Leuchtelemente ersetzt werden müssen. Zudem sind, zumeist für heutige Begriffe, zu wenig Steckdosen vorhanden und der exzessive Gebrauch von Mehrfach-

steckern und Verlängerungskabeln kann Leitungen überlasten und nervt auf Dauer. Auch Abflussrohre bei Sanitäranlagen sollten überprüft werden. Heute ist das recht einfach möglich, mit Minikameras, die in die Rohre eingeschoben werden und jeden Zentimeter „scannen“. Dach, Keller und Fassade Vom Keller bis zum Dach: Ein altes Haus bietet viel an Verbesserungspotenzial. Zuallererst sollte überprüft werden, ob Keller und Dach dicht sind. Feuchte Stellen an Wänden oder Decken können bereits erste Hinweise darauf geben. Das Trockenlegen von Kellern gehört mit zu den aufwendigsten Arbeiten an einem Haus, da unter Umständen der ganze Keller außen freigelegt und neu abgedichtet werden muss. Fassaden sind meist der Teil, den man sich für ganz zum Schluss aufspart. Erst

Hat man erst mal mit Hilfe eines Bausachverständigen oder Architekten einen groben Überblick über den Zustand des begehrten Objekts erhalten, kann ein Zeit- und Kostenplan erstellt werden, der unbedingt in die Gesamtfinanzierung mit einfließen sollte. Darin sollten enthalten sein, was das Objekt im Ist-Zustand kostet bzw. welche unter Umständen abweichende Schätzung vom verlangten Kaufpreis durch das Gutachten eines Sachverständigen zustande gekommen ist. Zu diesem Wert kommen die Kosten für sofort auszuführende Sanierungs- und Umbaumaßnahmen und ein Zeitund Kostenplan für alle zu einem späteren Zeitpunkt gewünschten Maßnahmen. Mit einem umfassenden Finanzplan für die Bank und einem Wertgutachten, das mögliche Abschläge zur Kaufpreisminderung berücksichtigt, kann dann in eine konkrete Verhandlungs- und Entscheidungsphase gegangen werden. Wer so vorbereitet ein Althaus kauft, ist gut gewappnet – eine Reserve für unliebsame und unplanbare Überraschungen sollte auf jeden Fall einkalkuliert werden. So steht dem Traum vom Althaus nichts mehr im Wege und „Hinterholz 8“ bleibt ein amüsanter Film und wird nicht zum persönlichen Albtraum.

Verdichteter Wohnbau in Hanglage In Bildstein-Farnach entsteht das erste Wohnbauprojekt in Geschoßbauweise PLATZBEDARF. Die Zeichen der Zeit stehen im Vorarlberger Rheintal ganz klar auf verdichtete Bauweise. In Talschaften und kleineren Ortschaften beginnt die Planung von Kleinwohnanlagen erst nach und nach. Die herrliche Ruhelage mit Blick in die umliegende Bergwelt ist nicht nur mehr für Einfamilienhäuser reserviert. Aktuell entsteht in Bildstein-Farnach das erste Wohnbauprojekt in Geschoßbauweise.

„Das schicke Penthaus in Farnach bietet eine neue Form von Freiheit mit Blick ins Rheintal.“ Bernhard König, Geschäftsführer ImmoBlickpunkt König GmbH

Das Grundstück der Wohnanlage Farnach liegt in einer leichten Hanglage mit wunderbarem Blick nach Winsau bis ins Rheintal. Wo einst ein Gasthaus gestanden hat,

entstehen nun drei Häuser mit je sechs Wohnungen. Im vergangenen Jahr wurde mit dem Bau begonnen, die Fertigstellung erfolgt im Frühjahr 2017. Es handelt sich dabei um die derzeit erste und einzige Wohnanlage in Farnach. Durch die optimale Ausrichtung genießen die zukünftigen Bewohner von morgens bis abends Sonne. Ein Abstecher nach Alberschwende im Bregenzerwald ist in fünf Autominuten oder nach Schwarzach und zur Autobahn in sieben Autominuten möglich. Rundungen in Hanglage Die Wohnanlage besteht aus drei abgerundet angelegten Häusern. Das renommierte Architekturbüro Walser & Werle aus Feldkirch sorgte für die klare Architektursprache. Mit einer Schindelfassade demonstriert das Gebäude Eigenständigkeit und fügt sich gleichzeitig in die Umgebung der Parzelle ein. Viel Helligkeit bieten die mit 2,50 Metern extra hohen Räume. Großzügige Fensterflä-

sorgen für entspanntes Wohnen. Die Nebenflächen wie Tiefgarageneinstellplätze, Kellerräume, Fahrradraum und Abstellplätze für Mopeds sind die Referenz an moderne Ansprüche und geändertes Mobiliätsverhalten. Gartenwohnung und Penthaus

Das erste Wohnanlagenprojekt in Bildstein-Farnach erregt bereits viel Aufmerksamkeit.

chen mit Dreifachverglasungen sorgen für lichtdurchflutete Räume und besten Ausblick. Loungegefühl vermitteln großzügige funktionelle Sonnenterrassen von 2,80 bis 7,0 Meter Terrassentiefe. Ein Lift erschließt die Treppenhäuser. Langlebiger Wohnkomfort Die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und überschaubare Energiekosten werden immer stärker zum Kriterium beim Wohnen. Die im Niedrigenergie-

standard errichteten Häuser der Wohnanlage Farnach haben einen geringen Heizwärmebedarf und somit niedrigen Verbrauch. Die Fußbodenheizung der Wohnanlage wird mit sauberer Erdwärme beheizt. Dank Photovoltaikanlage erfolgt eine Teilabdeckung des Strombedarfs für die Erdwärmepumpe. Die hinterlüftete Schindelfassade ist widerstandsfähig gegen Wind und Wetter, langlebig und nachhaltig. Wertbeständigkeit, niedrige Betriebskosten und geringe laufende Kosten

Individuelle Grundrisse mit großzügiger Raumaufteilung werden in den Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen sowie Penthäusern in Größen von 48 bis 127 Quadratmetern angeboten. Die Erdgeschoßwohnungen verfügen über angrenzende Privatgärten, die Terrassenwohnungen über Freiflächen. Die Penthäuser sorgen mit weitläufigen, bis zu 148 Quadratmeter großen Dachterrassen für Wohnen mit Weitblick. Die überwiegend schwellenfreien Wohnungen weisen praktische außenliegende Abstellräume auf. Aufgrund der großen Nachfrage ist ein weiteres Haus geplant. Aktuell ist noch ein Penthaus frei, erklärt Bernhard König.


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Die Zukunft des Wohnens ist barrierefrei Barrierefreies Wohnen geht alle an, die frei und uneingeschränkt wohnen und leben möchten WOHNKONZEPT. Barrierefreies Wohnen hat für manche noch den Beigeschmack von „behindertengerecht“. Doch die Vorteile für Menschen aller Altersklassen und Lebensumstände liegen auf der Hand. Leitlinien des Bundesministeriums Wer ein Haus baut, saniert oder einen Leitfaden für einen Hausoder Wohnungskauf benötigt, findet in der Broschüre des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz einen wertvollen Leitfaden zur Barrierefreiheit. Barrierefreie Wohnräume machen es möglich, sich in jeder Phase des

Lebens und auch nach geänderten Lebensumständen gut aufgehoben und wohlzufühlen. Stufenlose Ein- und Zugänge zu allen Wohnbereichen, Mindestdurchgangsbreiten von 80 cm, Bewegungsflächen mit einem Durchmesser von mindestens 1,50 Metern und Türgriffe und Bedienelemente in erreichbarer Höhe von 80 bis 110 cm zählen zu einem barrierefreien Heim. Keine Chance für Stolperfallen Wer dies schon in der Planung mit berücksichtigt, erspart sich später hohe Kosten. Für Kaufinteressenten eines Althauses oder einer Gebrauchtwohnung sind dies wesentliche Kriterien.

„ATRIUM-Kleinwohnanlagen bieten viel Komfort für Senioren und Familien sowie barrierefreie Wohnungen in zentralen Lagen, kombiniert mit ausgesuchten Dienstleistungen für ein gemütliches Daheim für alle Generationen.“ Wolfgang Lang, Leitung Verkauf und Marketing ATRIUM

Schwellen können nicht nur im Alter oder bei körperlichen Beeinträchtigungen ein Hindernis sein, sie erschweren auch das Arbeiten, beispielsweise wenn Staubsauger, Servierwagen oder andere Gerätschaften über die unliebsamen Hinder-

nisse gehievt werden müssen. Für spielende Kleinkinder bedeuten Schwellen oft nicht zu unterschätzende Stolperfallen und Verletzungsrisiken. Kranke, ältere oder bewegungseingeschränkte Personen benötigen ohnehin einen möglichst barrierefreien Bewegungsraum. Wohnräume und Zugänge sollten für Kinderwagen, Kinder mit Fahrrädern, Menschen im Rollstuhl, ältere Menschen mit Rollator sowie für den Zugang für Pflegekräfte und Rettungspersonal ausreichend dimensioniert und barrierefrei gestaltet sein. Das Maß aller Dinge Rollstuhlfahrer benötigen einen Wendekreis von mindestens 150 cm. Wer diesen Platz in Bereichen vorsieht, in denen man sich umdrehen und manövrieren können muss – beispielsweise in Bad, Küche, Vorräumen, vor Schränken, neben dem Bett, im WC ist auf der sicheren Seite. Handläufe, Griffe und Schalter sollten zwischen 80 und 110 cm Höhe montiert sein – Steckdosen mindestens 40 cm vom Boden erhöht. Richtwert für Barrierefreiheit

Barrierefreier Terrassenzugang mit leicht öffenbarer Schiebetüre.

Wer sein Haus oder seine Wohnung plant, umbaut oder eine Immobilie kaufen möchte, kann sich nach diesem Kreis orientieren. 150 cm ist das Maß für die Barrierefreiheit. Eine Kreis, aus Packpapier ausgeschnitten, kann für eine Planung in den eigenen vier Wänden und zur Überprü-

fung der tatsächlichen Gegebenheiten hilfreich sein. In der Broschüre des Bundesministeriums finden sich auch maßstabsgerechte Kreise für die Planung auf dem Papier. Boden und Licht Barrierefreiheit beginnt beim Platz und bei schwellenlosen Zuund Übergängen, hört jedoch bei Bodenbelägen und guter Sicht noch lange nicht auf. Rutschsichere Bodenbeläge, besonders im Bad, in Küche sowie Vorraum, im Eingangsbereich und auf dem Balkon oder der Terrasse, können beispielsweise durch rutschhemmende Oberflächen und kleinteilige Fliesen erreicht werden. Hochflorige Teppiche oder Teppichböden sind für Rollstuhl und Rollator ungeeignet und auch Bettvorleger oder Läufer bilden Stolperfallen, die zu vermeiden sind. Farbliche Kontraste und beruhigte, einfarbige Flächen erleichtern die Orientierung und das Auffinden von Gegenständen. Ausreichende Beleuchtung bei Treppen, Eingängen und auf dem Weg von Bett zu WC und Bad kann helfen, Unfälle und Stürze zu vermeiden. Eine individuell angepasste Beleuchtung erleichtert alle Arbeits- und Lebensbereiche. Vorausschauend entscheiden Wer sich schon jetzt für ein barrierefreies Wohnen entscheidet oder ein barrierefreies Haus plant, investiert in die Zukunft und leistet einen wertvollen Beitrag zur Erleichterung des täglichen Lebens.


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Bauteil von tragender Bedeutung Stahlbetonbodenplatte oder Streifenfundament stabilisieren Gebäude STABILITÄT. Jemand hat auf Sand gebaut – diese Redewendung steht dafür, dass eine Sache auf unsicherem Boden steht – und somit nicht von Dauer sein kann. Damit dies bei einem Hausbau nicht passiert, benötigt es ein gutes Fundament. Als Fundamente werden im Bauwesen allgemein Teile der Gründung eines Bauwerkes verstanden. Durch sie werden die Lasten des Gebäudes auf den tragfähigen Baugrund übertragen. Je nach Art der Lastübertragung wird zwischen einer Flach- oder Tiefengründung unterschieden. Steht ein Gebäude unmittelbar auf einem tragfähigen Baugrund, kommt eine Flachgründung zur Anwendung. Zu den Flach-

„Welche Fundierungsart richtig für das geplante Bauwerk ist, wird bei uns im Vorfeld berechnet und auf Nutzen und Kosten geprüft. So entstehen keine finanziellen Überraschungen.“ Helmut Haberl, Geschäftsführer Haberl Bau

gründungen zählen Streifenfundamente, welche meist unter Wänden verwendet werden, Einzelfundamente und Plattenfundamente. Letztere werden auch als Bodenplatte bezeichnet. Erreicht man einen tragfähigen Baugrund erst in größeren Tiefen, so müssen die Lasten des Gebäudes mittels Tiefgründungen auf den tragfähigen Grund ab-

zielt werden. Eingesetzt werden Streifenfundamente meist bei Einzelhäusern für Wohnzwecke. Plattenfundamente

Jede Bauwerksgründung sollte vor dem Baustart in Abstimmung mit einem Fachmann beurteilt werden.

getragen werden. Je nach Tiefe, Bodenbeschaffenheit und Höhe der Belastung stehen dem Fachmann die verschiedensten Arten von Pfählen, Schlitzwänden und Bodenverbesserungsmaßnahmen zur Verfügung. Saubere Flachgründung Mit Ausnahme von Fels ist die Belastbarkeit des Baugrundes meist geringer als die der Wände und Stützen eines Bauwerks. Deshalb wird die abzutragende Gebäudelast durch Verbreiterungen unter Wänden und Stützen flach auf den Baugrund abgetragen und die Last großflächig verteilt. Als Fundamentmaterial werden bei Einzel- und Streifenfundamenten je nach Beanspruchung Stampfbeton oder armierter Beton verwendet. Natursteine, Klinker und

Hartbrandsteine sind schon lange aus den heutigen Baugruben verschwunden. Plattenfundamente werden in Stahlbeton hergestellt. Die Fundamentsohle Die Ausbildung der Fundamentsohle muss unterhalb der Frosttiefe sein. Je nach geografischer Lage beträgt diese zwischen 80 cm bis 150 cm unter dem Gelände. Sie ist im Normalfall waagrecht und kann je nach Gelände, Gebäudeform und Bodenbeschaffenheit auch abgetreppt angelegt werden. Als Sicherheit gegen Verschmutzung und zur Gewährleistung des Querschnitts wird unterhalb der eigentlichen Fundamentsohle eine Sauberkeitsschicht aus Magerbeton oder verdichteter Sand- und Kiesschüttung angebracht.

Streifen- und Einzelfundamente Zur Gründung von Mauern werden Streifenfundamente verwendet. Die Höhe und Breite ist abhängig von der Beschaffenheit des Baugrundes, des verwendeten Baumaterials und der abzutragenden Last. Einzelfundamente finden ihre Anwendung bei punktuellen Lasten wie der von Stützen. Im Bedarfsfall können diese materialsparend eingesetzt werden und weisen optimale Entwässerungseigenschaften auf. Streifenfundamente werden, dem jeweiligen Grundriss entsprechend, in den Boden betoniert. Sie setzen sich aus einer Bewehrung aus Stahl sowie dem Beton zusammen. Damit kann eine höchstmögliche Stabilität gegen den sogenannten Grundbruch er-

Dieser Fundamenttyp wird auch als Bodenplatte bezeichnet und kommt im Wohnbau sehr häufig zur Anwendung. Plattenfundamente werden bei wasserdichten Kellern, aber auch bei Gebäuden ohne Keller verwendet. In diesem Fall wird zur Sicherung der Frostbeständigkeit eine um das Gebäude laufende Frostschürze angebracht. Aus statischen Gründen wird die Fundamentplatte im Falle einer möglichen Tiefensetzung, bei schlechtem Baugrund in Verbindung mit Pfählen oder bei unregelmäßig geschichtetem Baugrund verwendet. Bei dieser Gründungsart wird die gesamte Gebäudelast über eine Stahlbetonplatte auf den Baugrund verteilt, wodurch starke und ungleiche Setzungen verringert werden. Rat vom Fachmann notwendig Die Wahl der Fundierung bzw. Gründung hängt von vielen Faktoren ab, wie Bodenbeschaffenheit, Gebäudetyp, Gebäudeform, Raumbedarf, Grundwasserstand, Hanglage etc. Eine ordnungsgemäße Arbeitsweise ist unerlässlich. Falsche Baumaterialien begünstigen feuchte Wände. Welche Gründung für das jeweilige Bauwerk die richtige ist, sollte stets in Abstimmung mit einem Fachmann beurteilt werden.

Worauf beim Bauen schauen? Gütesiegel, die gesundheitliche und ökologische Aspekte berücksichtigen KENNZEICHNUNG. Die ÖNORM ist das Standardsiegel für Materialien und Baustoffe, die gewissen Qualitätskriterien der Materialien entsprechen. Zu diesen Standards rücken zunehmend auch ökologische und gesundheitliche Mindeststandards in den Vordergrund. Ein kleiner Leitfaden durch den Punkteund Gütesiegeldschungel. Das Österreichische Umweltzeichen ist leicht erkennbar am kreisförmigen Logo mit Bäumen, das vom österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltet wurde, hilft dies bei der Orientierung, ob es sich um

gesundheitsverträgliche, umweltfreundliche und nachhaltige Materialien handelt (Infos www.umweltzeichen.at). Emicode®–EC1Plus ... garantiert eine langfristig saubere und sichere Raumluft für ein gesundes Wohnklima. Dies wird in erster Linie durch lösemittelfreie und emissionsarme Bauprodukte erreicht (Infos www.emicode.com). Blauer Engel Dieses Siegel zeichnet gesundheits- und umweltschonende

„Die Zusammenarbeit mit Fachplanern im Bereich der Bauphysik, (Energieausweis), Statik usw. ist für uns sehr wichtig, wird doch dadurch die hohe bauliche und technische Qualität unserer Projekte garantiert.“ Christoph Lenz, Geschäftsführer Lenz Wohnbau

Materialien aus wie beispielsweise Bodenbeläge und Holzpaneele. Ebenso sind damit emissionsarme Wärmedämmstoffe und Unterdecken gekennzeichnet, die gesetzliche Grenzwerte unterschreiten und schadstoffarm und gesundheitlich unbedenklich sind (Infos: www.blauerengel.de). natureplus®

Da kann sich der Laie zurücklehnen: Prüfzertifikate nehmen Entscheidungen ab.

... listet online alle Produkte, die von natureplus® zertifiziert wurden. Diese Datenbank enthält Prüfergebnisse für die Produktbewertung und können von Planern, Handwerkern und Verbrauchern zum Vergleich von gesunden und nachhaltigen Bauprodukten

kostenfrei genutzt werden (Infos: www.baubook.at/natureplus). eco-INSTITUT zeichnet Baumaterialen, Bodenbeläge, Möbel und Bettwaren aus, die strengsten Emissionsanforderungen genügen. Sicherheit und gesundheitliche Unbedenklichkeit werden durch umfassende Emissions- und Schadstoffprüfungen gewährleistet (Infos: www.eco-institut.de). Weißer Schwan Nordic Ecolabel oder auch „Miljömärkt – der weiße Schwan“ ist das offizielle Ecolabel der nordischen Staaten Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und Island und kennzeichnet Produkte mit gehobenem ökologischen Standard aus über 60 Produktgruppen (Infos: www. nordic-ecolabel.org). ÖGNI Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft ist eine Nichtregierungs- und NonProfit-Organisation zur Förderung des nachhaltigen Planens, Bauens

Seit über 25 Jahren gibt es das Österreichische Umweltzeichen.

und Nutzens von Bauwerken in Österreich. Dadurch soll ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Zertifizierten Gebäuden werden Gütesiegel in Bezug auf Nachhaltigkeit in den Stufen Gold, Silber und Bronze verliehen (Infos: www.ogni.at). EU-Ecolabel ... ist das in allen Mitgliedstaaten der EU sowie von Norwegen, Liechtenstein und Island anerkannte EU-Umweltzeichen. Dieses freiwillige Gütesiegel hat sich seit 1992 zu einer Referenz für Verbraucher entwickelt, die mit dem Kauf von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen zu einer Verringerung der Umweltverschmutzung beitragen wollen. Das Spektrum der Produkte reicht von Reinigungsprodukten über Elektrogeräte, Textilien, Schmierstoffe bis zu Farben und Lacken (Infos: www.eu-ecolabel.de).


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Keine Chance für Langfinger Mit den richtigen präventiven Maßnahmen können viele Einbrüche erfolgreich verhindert werden SICHERHEIT. Ein Einbruch in die eigenen vier Wände stellt für die Bewohner eine große Belastung dar. Nicht nur, dass wertvoller Besitz entwendet oder zerstört worden ist – auch das Eindringen in die Privatsphäre – die Vorstellung, dass wildfremde Menschen das Zuhause betreten und darin herum gestöbert haben, gehört zum Unangenehmsten, was man sich als Haus- oder Wohnungsbesitzer vorstellen kann. Maßnahmen ergreifen Das verloren gegangene Sicherheitsgefühl kann Auslöser für schwerwiegende traumatische Belastungen sein, die oft Jahre nachwirken. Sicherheitstechnische Maßnahmen leisten einen großen Beitrag zu Verhinderung dieser Szenarien – und sind in Kombination mit vorbeugendem Verhalten ein Schutz vor unliebsamen Eindringlingen. Dabei ist es nicht einmal notwendig, das Eigenheim zu einem Hochsicherheitstrakt umzubauen – überschaubare und finanziell erschwingliche Maßnahmen – bis hin zu perfekter Rundumsicherung bieten eine Bandbreite von Möglichkeiten. Einbruchsicherheit bei Neubauten Für Neubauten oder Sanierungen empfiehlt sich, Fenster und Türen mindestens in der Widerstandsklasse 2 (WK2 bzw. RC2) einbauen zu lassen. Dies hält zumindest einen Großteil der Gelegenheitstäter mit einfachem Werkzeug davon ab, Türen oder Fenster aufzubrechen. Die Widerstandsklassen reichen

bis zu WK6 bzw. RC6 - laut Chefinspektor Herbert Humpeler vom Landeskriminalamt in Bregenz ist diese hohe Klasse im Normalfall nicht erforderlich, da es sich hierbei schon um extrem hohe Sicherheitsstufen zum Schutz vor Terroristen handle. Bauherren sollten jedoch beachten, dass Baufirmen und Fensteranbieter nicht in jedem Fall automatisch Sicherheitsfenster und -türen anbieten. In der Regel muss speziell danach gefragt werden. Dennoch: Der finanzielle Aufwand lohnt sich. Die Mehrkosten im Vergleich zu ungesicherten Fenstern, die selbst für unerfahrene Einbrecher kaum ein Hindernis darstellen, sind vergleichsweise gering. Dafür gibt es einen enormen Zugewinn an Sicherheit. Sinnvolles Nachrüsten bei Altbestand Bei Altbauten ab den Siebzigerjahren können einbruchssichere Beschläge nachgerüstet werden. Sogenannte Pilzkopfverriegelungen verhindern das Aufhebeln von Fenstern, die nur mit einfachen Zapfenbeschlägen ausgestattet sind. Sicherheitsbeschläge haben gleich an mehreren Stellen des Fensters einen Pilzkopfzapfen und sorgen damit für eine feste Einheit zwischen Fensterflügel und Rahmen, die sich mit einfachem Werkzeug nicht mehr überwinden lässt. Wo ein Nachrüsten technisch nicht möglich – oder zu kostenintensiv ist, empfehlen sich Alarmanlagen. Eine Möglichkeit sind Alarmanlagen auf Bewegungsmelderbasis. Hier werden primär diejenigen Räume gesichert,

durch die ein potenzieller Täter zwingend muss, um in die für ihn interessanten Räume zu gelangen. Dies sind in erster Linie Eingangsbereich und Treppenhäuser, aber auch Wohnräume, wenn diese über ebenerdige Fenster verfügen. Kellerräume zu sichern kann man sich in diesem Fall sparen, wenn der Täter in jedem Fall in die darüber liegenden Räume gelangen muss, um zu seiner vermuteten Beute zu gelangen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Täter in ein Haus eindringen und nur die Kellerräume ausräumen und die oberen Stockwerke unbeachtet lassen, ist relativ gering. Akustische Warnung Eine Alarmanlage verfügt in jedem Fall über laut hörbare akustische Warnsignale – die in vielen Fällen die meisten Täter schon in die Flucht schlagen – und zusätzlich ein Wählmodul, das – ans Telefonnetz gekoppelt – wahlweise die Besitzer, Vertrauenspersonen und/oder die nächste Polizeidienststelle verständigt. Hierbei ist zu beachten, dass ein Fehlalarm, der lediglich aus technischen Gründen ausgelöst wurde mit Kosten verbunden ist. Die Polizei stellt einen Betrag von aktuell rund 140 Euro in Rechnung, wenn sie unbegründet ausrücken muss. Die meisten Anlagen verfügen darum über einen sogenannten Voralarm, wenn ein Hausbewohner die Räume betritt, ohne vorher die Alarmanlage ausgeschaltet zu haben – und diesen so unabsichtlich auslöst. Dann besteht immer noch die Möglichkeit, innerhalb einer kurzen Frist den Alarm durch die Ein-

gabe eines Codes zu stoppen, bevor dieser an externe Stellen weitergeleitet wird. Effektive Außenhautsicherung Eine aufwendigere Methode ist die Sicherung sämtlicher Gebäudeöffnungen durch eine Außenhautsicherung. Dies ist eine sensorgesteuerte Sicherung, die an Fenstern und Türen angebracht wird – und beim unbefugten Öffnen oder Erschütterungen durch mechanische Einwirkung – mittels eines Glasbruchmelders den Alarm auslösen. Solche Sicherungen sind aufwendiger zu installieren – und somit in der Regel auch teurer als Bewegungsmelder innerhalb der Räume. Diese Sicherungsmethode empfiehlt sich beispielsweise, wenn sich während der Abwesenheit der Bewohner frei laufende Tiere im Haus aufhalten, die einen Bewegungsmelder auslösen könnten. Fachbetriebe beauftragen Chefinspektor Herbert Humpeler betont, dass Alarmanlagen und sonstige mechanische und elektronische Sicherheitseinrichtungen nur von ausgewiesenen Spezialisten eingebaut werden sollten, um eine sichere Funktion und individuelle Abstimmung auf die Bedürfnisse der Bewohner zu gewährleisten. Billigprodukte können meist die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen und sind eher Anlass für Unsicherheit und Ärger bei Fehlfunktionen. Landläufige Tipps wie beispielsweise für ausreichend Lichtquellen rund ums Haus zu sorgen, um mögliche Einbrecher abzuschre-

cken – oder Nachbarn zu bitten, „ein Auge aufs Haus zu haben“ nützen ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen meist wenig. Täter beobachten meist ganz genau, ob und wann ein Haus bewohnt ist, mögliche Nachbarn Einblicke haben oder auch Bewegungsmeldeanlagen relativ einfach außer Gefecht gesetzt werden können. Dennoch können solche Maßnahmen zusätzlich zur Sicherheit beitragen. Ebenso sollte vermieden werden, bei Abwesenheit der Bewohner Leitern oder ähnliche Aufstiegshilfen frei zugänglich herumliegen zu lassen. Ersatzschlüssel für Tier- oder Pflanzenbetreuer gehören nicht unter die Fußmatte und auch nicht in Blumentöpfe neben der Tür. Die Täter sind nicht dumm und suchen genau an diesen Stellen. Besser ist, einer Vertrauensperson den Schlüssel zu übergeben, die während der Abwesenheit auch den Briefkasten leert. Ein gutes Verhältnis zu Nachbarn macht sich hier bezahlt. Prävention spart Versicherung Wer Maßnahmen zur Einbruchsicherung erfolgreich umgesetzt hat – oder sich gerade in der Planungsphase befindet, sollte auch ein Gespräch mit der Versicherung suchen. Oft lassen sich Prämien auf Anfrage drastisch reduzieren – da durch geeignete Maßnahmen eine Risikominderung erfolgt. Nicht selten lassen sich so innerhalb weniger Jahre die Investitionen durch Einsparungen bei den Prämien praktisch „von selbst“ bezahlen. Mehr auf:

www.bmi.gv.at


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Warmes Holz oder kühler Stein? Terrassen bilden den attraktiven Übergang vom Haus zum Garten BAU. Wer eine Terrasse anlegt, steht vor der Entscheidung, diese in Holz, Stein oder eventuell Terrakotta oder steinähnlichen Belägen auszuführen. Jeder dieser Werkstoffe hat seine Vor- und Nachteile. Wer die Wahl hat, hat die berühmte Qual. Die Besonderheiten der jeweiligen Materialien können – neben der Optik – eine Entscheidungshilfe sein. Warmes, naturnahes Ambiente Eine Terrasse, die einen direkten und möglichst schwellenlosen Übergang vom Wohnraum in den Außenraum herstellen soll, wird am einfachsten mit Holz errichtet. Hier können Niveauunterschiede am einfachsten ausgeglichen werden. Auch unebenes oder abfallendes Gelände wird einfach überständert und mit einer ebenen oder stufenförmig angelegten Bauweise den jeweiligen Gegebenheiten optimal angepasst. Besonders, wenn ein Haus am Hang liegt, bietet sich die relativ leicht zu konstruierende Holzterrasse geradezu an. Eine Holzterrasse bekommt durch die Unterkonstruktion automatisch auch genügend Lüftung, die eine optimale Wasserableitung und Austrocknung gewährleistet. Werden Terrassendielen nicht genügend belüftet, könnten sich schnell Moos oder Algen bilden – oder Teile so stark verwittern, dass sie zu faulen beginnen. Eine Alternative für schlecht belüftete Untergründe – oder Schattenseiten des Hauses sind Dielen aus WPC, einem haltbaren Holzersatzmaterial, das beispielsweise auch für Bootsstege verwendet wird. Verwitterung berücksichtigen Holzterrassen können – im Gegensatz zu Steinterrassen – völlig

Skin out of my soul Alfredo Häberli – spielerisch die Welt gestalten

Steinplatten ertragen viel Nässe und können auch unkompliziert geschrubbt werden.

eben gebaut werden, da sie kein Gefälle für eine Entwässerung benötigen. Eine Terrasse aus Holz ist zwar optisch „wärmer“, jedoch muss beachtet werden, dass sich das Holz mit der Zeit verfärbt. Sonne und Witterungseinflüsse lassen jedes Holz mit der Zeit grau werden. Dies ist ein natürlicher Prozess, der das Holz sozusagen „biologisch“ versiegelt. Eine spezielle Pflege oder Versiegelung wäre eigentlich nicht notwendig. Wer jedoch einen natürlich wirkenden Holzton erhalten will, muss regelmäßig einen Anstrich mit Ölen oder mit Holzversiegelung vornehmen. Diese Versiegelungen enthalten Farb-

stoffe bzw. Pigmente, die einen natürlichen Holzfarbton wieder herstellen. Holzterrassen haben zudem den Nachteil, bei Nässe eher rutschig zu werden. Gebaut für Jahrzehnte Steinterrassen oder Terrassen aus einem ähnlichen Belag sind, wenn sie fachgerecht verlegt werden, nahezu unzerstörbar. Jedenfalls halten sie einige Jahrzehnte ohne Probleme. Der Untergrund muss jedoch deutlich besser vorbereitet werden. Das Gelände muss gut verdichtet werden und eine Schüttung aus Kies und Sand so aufgebracht

werden, dass sich die Steine auch nach Jahren nicht oder nur minimal setzen können. Dies erfordert viel Erfahrung und sollte am besten von ausgewiesenen Fachleuten durchgeführt werden. Idealerweise wird vor der Verlegung der Steine auch ein unkrauthemmendes Vlies verlegt, das späteres Jäten unnötig macht. Platten sollten möglichst fugenfrei verlegt werden: Zement- oder Betonfugen bekommen mit der Zeit Risse, in denen sich Unkrautsamen festsetzen können. Der Vorteil von Stein ist die Vielfalt der Materialien und Farben, die auch nach jahrelangen Witterungseinflüs-

sen ihre Farbe nicht verlieren. Stein lässt sich bestens auf die Farbgestaltung des Hauses abstimmen, so kann man beispielsweise mit Naturstein ein eher rustikales bis mediterranes Ambiente schaffen, mit glatten Kunststein-, Keramik- oder Betonplatten eine moderne, eher kühl wirkende Optik. Unterschiedliches Klima Wer über mehrere Stunden am Tag eine direkte Sonneneinstrahlung auf die Terrasse hat, sollte beachten, dass sich Steinplatten wesentlich stärker aufheizen als Holzplanken. Die abstrahlende Hitze kann dann schnell einmal unangenehm werden, besonders dann, wenn man auf den Flächen auch barfuß gehen möchte. Holz reguliert, wirkt im Sommer kühler und im Winter wärmer als Stein oder Beton. Spielende Kinder fühlen sich auf Holz ohnehin wohler – und auch ein kleiner Sturz hat dann nicht so dramatische Folgen. Wer beide Vorteile verbinden will und über genügend Fläche verfügt, kann auch einfach beide Möglichkeiten miteinander kombinieren. Das eröffnet auch gestalterisch einige Möglichkeiten. Geschmäcker verschieden

Holz heizt sich als Belag nicht so rasch auf und erfreut mit heimeligem Flair.

Egal wie man sich entscheidet – schlussendlich ist es eine persönliche Wahl, in der Ästhetik, Materialempfinden und Stil eine große Rolle spielen. Auf jeden Fall sollten eher hochwertigere Materialien verwendet und ein solider Unterbau gewährleistet werden, um nicht nur ein paar Jahre, sondern möglichst einige Jahrzehnte Freude an der Terrasse zu haben.

DESIGN. Vor schwarzem Hintergrund steht ein Mann in einem weißen Kostüm, das mit seltsamen bunten Flecken bedruckt ist, die sich bei näherer Betrachtung als Möbelstücke und Wohnaccessoires entpuppen. Der Mann in dem eigenwilligen Kostüm ist nicht etwa ein Model – es ist der Designer himself, Alfredo Häberli, Schweizer Gestalter von Weltrang. Was als futuristisches Bekleidungs-experiment anmutet, war 2001 Teil eines Design-Klamotten-Projekts mit dem Titel „Skin out of my soul“ im finnischen Jyväskylä. Farbflecken – bzw. Farben sind ein wichtiger Bestandteil in Häberlis Arbeit, der als Argentinier 1964 in Buenos Aires geboren, 1977 in die Schweiz kam und dort an der Höheren Schule für Gestaltung in Zürich eine Ausbildung als Industriedesigner absolvierte. Schon im Jahr 2000 entstand eines seiner erfolgreichsten Produkte, die Geschirrserie „Origo“ mit ihren bunten Horizontalstreifen. Die Streifen waren dabei nicht nur bunte Dekoration, sondern „Die Antwort auf eine Frage“, wie Häberli es nennt. Der Auftraggeber Iattala wollte Dekorationen. Da aber Alfredo Häberli so gar nicht der Blümchenmustertyp ist, tat er sich anfangs schwer mit diesem Anspruch. Die Farben des Regenbogens brachten dann die entscheidende Inspiration. „Der beinhaltet alle Farben und müsste eigentlich auf fast jeden Tisch passen“ – so die Erkenntnis des Designers. Dass die Tassen und Schalen nicht nur schön aussehen, sondern zudem auch praktisch sind, zeigt die Aussparung im Boden, die sie auf dem Unterteller festhält.

noch schwer tut. Seine bevorzugte Sprache ist der Cartoon, die Form, sein Werkzeug der Zeichenstift. Ideen, Konzepte oder einfach nur Kritzeleien, in denen er selbst als „Fredeli“ die Hauptrolle spielt, füllen unzählige Skizzenbücher, die er sorg-

„Alfredo Häberli hat einen unverkennbaren Designstil und arbeitet vom Produkt bis zum kompletten Hotel Interior Design.“ Harald F. Künzle, Geschäftsleitung Reiter Wohn & Objekteinrichtung GmbH

sam hütet. Sein „Heiliger Gral“ der Gedanken. Alfredo Häberli, heute 52-jährig, hat schon viel erreicht. Er gilt als einer der führenden Designer weltweit und als Designexportartikel Nummer eins der Schweiz. 2002 erschien die Monografie „Sketching my own landscape“, 2004 war er „Designer of the Year“ bei der Pariser Interieur-Messe „Maison & Objet“, 2005 der Design Preis der Schweiz, 2006 war Häberli als „Guest of Honour“ zur Designbiennale in Kortrijk, Belgien, eingeladen. Mit seiner eigenen Re-

trospektive-Ausstellung 2008 im Museum für Gestaltung in Zürich wurde ein persönlicher Traum wahr – doch die Serie der öffentlichen Anerkennungen und Ehrungen nimmt kein Ende: 2009 der Preis von A&W (Architektur & Wohnen) als „Designer des Jahres“ und 2014 die prestigeträchtige Auszeichnung „Swiss Grand Prix of Design“ des Schweizer Bundesamts für Kultur. Der Stoff, aus dem Geschichten sind Alfredo Häberli wird nicht nur geachtet, sondern auch beargwöhnt. Was um Himmels Willen macht diesen so untypischen Schweizer Designer so besonders: Vermutlich ist es sein spielerischer und unverkrampft wirkender Umgang mit Farben und Formen. Und dass er nicht seine höchstpersönliche Formensprache allem überstülpen will, sondern sensibel und feinfühlig – und dennoch mit Feuer und Enthusiasmus die Wünsche seiner Auftraggeber erfüllt. So bietet beispielsweise der 2003 für Moroso entworfene Stuhl „Take a line for a walk“ mit seinen riesigen Kopfteilen Schutz und Geborgenheit und lädt gleichzeitig zum Spielen ein

– die Form ist flexibel und lässt sich wippend bewegen. Die Neuauflage des Stuhls bietet mit einer mittels Reißverschluss verbundenen Polsterauflage noch mehr Komfort und Möglichkeiten. Zeit und Leidenschaft – das sind zwei der wichtigsten Faktoren, die das herausragende Design Häberlis ausmachen. Fünf Jahre träumte er davon, für die dänische Firma Kvadrat zu arbeiten – die Stoffkollektion, die daraus entstanden ist, hat etwas verspielt-leichtes, ein Highlight ist ein mit Häberlis typischen Cartoons bekritzelter Stoff auf dem sich Häuser, Menschen und Tiere tummeln und durch die Verwendung fluoreszierender Druckfarben einzelne Motive im Dunkeln leuchten – Stoffe, die Geschichten erzählen. Visionen für die Zukunft Der Höhepunkt des Jahres 2015 ist die Zusammenarbeit mit der BMW-Group. BMW trat an den Designer heran, mit der Bitte, einen komplett freien Entwurf zu kreieren, der die Philosophie von BMW mit den Begriffen „Präzision und Poesie“ verbindet. Mit diesen zwei Schlüsselbegriffen machte sich Häberli an die Arbeit. Schnell war klar, dass damit kei-

ne herkömmliche Fahrzeugstudie entwickelt werden sollte – sondern etwas komplett freies, gestalterisch ungebundenes – ein Konzept, das möglicherweise zukunftsweisende Impulse für eine komplett neue Form der Fortbewegung sein könnte. „The Sphere“ ist die grafische Vision der Wege und Möglichkeiten, die uns in der Zukunft verbinden. Nicht länger die ausgetretenen Pfade, wie wir sie kennen, nicht linear von A nach B – sondern in alle Richtungen offen – wie ein dreidimensionales „Facebook“, eine Art Endlosschleife, in sich selbst beweglich. Inhaltlich ergänzt wird diese Vision der Mobilität durch Visionen für zukünftiges Wohnen – „The Dwell“ – ein beschützendes Zuhause – ein Rückzugsort, der einen auf die höchstpersönlichen Lebenspfade zurückführt – ein wärmender, beruhigender und sicherer Ort. Den kleinsten Teil darin bildet „The Couch“, die Seele eines Zuhauses – ein emotional aufgeladener Ort, um uns mit den Menschen, die uns am nächsten sind auszutauschen – weit mehr als ein Möbelstück. All diese Elemente vereinen sich in „The Vessel“ – die Vision eines „Schiffs“, weder Auto, noch Motorrad, Boot oder Flugzeug – es beschreibt eine dynamische Form des Zuhauses. Visionäre Elemente, in noch nie da gewesener Form und Kombination – eine Idee, die nicht erklärbar ist – und auch nicht sein soll. Alfredo Häberli schafft es immer wieder, sich in seiner Arbeit von Vorbildern und Althergebrachtem zu befreien und Neues zu denken. Spielerisch die Welt entdecken wie ein Kind.

„Fredeli“ beantwortet Fragen

Reiter Wohn & Objekteinrichtung GmbH

Design muss Fragen beantworten, Probleme lösen – aber auch Emotionen vermitteln – und das schafft Alfredo Häberli, der bis zu seinem 13. Lebensjahr in Argentinien aufwuchs, mit seinen Formen und Farben spielend, wobei er sich mit Worten manchmal

Bundesstraße 102, 6830 Rankweil office@reiterrankweil.at www.reiterrankweil.at Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr Merkmale guten Designs: Leichtigkeit, Eleganz und Funktionalität.


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DIENSTAG, 7. JUNI 2016

Butlers Pantry – oder die Arbeitsküche hinter der Küche Wer Raum genug hat und Wert darauf legt, installiert zwei Küchen in seiner Immobilie RAUMPLANUNG. Wer wünscht sich das nicht manchmal? Alles, was in der Küche Schmutz, Geruch und Lärm verursacht oder unnötig im Weg steht, nach hinten in einen den Gästen nicht einsehbaren Raum zu verbannen? Und dort womöglich auch Vorräte zu lagern und den geräumigen Weinschrank mit Idealtemperatur oder den sperrigen Tiefkühlschrank aufzustellen? Die im englischsprachigen Sprachraum auch als „Butlers Pantry“ bezeichnete Arbeitsküche war historisch ein kleiner Raum, um das Porzellan und Familiensilber zu lagern. Er fungierte als Speisekammer oder zum Anrichten von Speisen bevor sie ins noble Speisezimmer getragen wurden. In eleganten US-Haushalten ist die Arbeitsküche hinter der repräsentablen Wohnküche bereits wieder auf dem Vormarsch. Aber nicht nur dort. Auch in Vorarlberg und der benachbarten Schweiz realisieren Küchenbauer und Tischler auf Wunsch der Hausherrin oder

des Hausherren die praktische Küche hinter der Küche.

„Dass wir neben einer stilvollen Wohnküche eine zweite Küche als reine Arbeitsküche realisieren, kommt immer öfter vor.“ Erwin Dobler, Geschäftsführer olina Küchen

liegende Terrasse ergänzt, auf der der fahrbare Wok bei guter Witterung als Outdoorküche fungiert. Bei schlechtem Wetter wird er in der Arbeitsküche in Betrieb genommen – in der Wohnküche wäre die Geruchsentwicklung vielleicht doch etwas intensiv. „Auch für Kunden realisieren wir immer wieder Arbeitsküchen“, erklärt der olina-Geschäftsführer.

chen ausgeführt und teilweise offenen Kästen, die den raschen Zugriff auf Töpfe und Pfannen wie in Profiküchen ermöglichen. Auch wer einen Mietkoch engagiert, kann diesen während des Dinners im eigenen Heim in der Arbeitsküche werken lassen.

Vorne glänzend, hinten praktisch

Der Hauptzweck solcher Arbeitsküchen ist die Zubereitung von Mahlzeiten – vor allem wenn es ums Braten, Backen oder Frittieren geht – und die Lagerung von Lebensmitteln. Der Vorteil einer solchen Küche ist, dass keine störenden Kochgerüche, Küchendämpfe und Geräusche der Küchenarbeit in die anderen Wohnräume dringen. Hier kann Küchenarbeit ungestört verrichtet werden. Optik und Design stehen hier nicht im Vordergrund. Durch die Konzentration auf das Wesentliche – die Zubereitung von Speisen – lassen sich die Küchenzonen arbeitsökonomisch anordnen. Arbeitsabläufe können reibungslos gestaltet werden. Die fertig angerichteten Speisen werden dann in der Wohnküche präsentiert.

Raum für große Küchengeräte Küchenexperte Erwin Dobler hat bei sich zu Hause aus praktischen Gründen eine Arbeitsküche neben der „normalen“ Küche eingebaut. „Dort hinten drin stört überhaupt nichts. Vor allem sperrige Küchengeräte und -utensilien wie Brotschneide- oder Fleischschneidemaschine, Tiefkühlgerät, Toaster, Mikrowelle oder unser hochwertiges Vakuumgerät stehen dort.“ Zusätzlich werden die beiden Küchen bei der Familie durch die auf gleichem Niveau

Im offenen Wohnbereich fungiert die Traum-Wohnküche mit glänzenden Fronten, attraktiven Steinarbeitsplatten und Designerwasserhähnen als edler Blickfang und Anrichte für perfekt kreierte Kulinarien. Arbeitsküchen liegen meist dahinter oder daneben – oft durch eine Schiebetür getrennt oder hinter den Hochschränken optisch verborgen. Die Arbeitsküchen sind schlichter oder rustikaler eingerichtet, vielfach mit Resopalplatten oder Chromstahlarbeitsflä-

Küchenarbeit ungestört verrichten

Kochbegeisterte Menschen Auftraggeber, die eine Arbeitsküche einbauen lassen, sind also keineswegs ausschließlich Gastgeber, die Bedienstete im Hintergrund kochen lassen und die eigene Küche nur zu „Showzwecken“ führen. Im Gegenteil: Vielfach sind es kochbegeisterte Menschen, die mit einem einzigen Herd nicht das Auslangen finden, sondern noch weitere Arbeitsflächen benötigen. Menschen, die den kreativen Prozess

des perfekten Anbratens, des Anschwitzens oder Abschäumens, des Blanchierens und Frittierens, des Flambierens und Löschens – kurz aller intensiven Kochvorgänge – in einem eigenen Raum ohne Rücksicht auf Geruchs- oder Lärmentwicklung, Spritzer oder schmutziges Geschirr durchführen möchten. Der Nachteil einer reinen Arbeitsküche ist, dass die Person am Herd von der Kommunikation mit Gästen ausgeschlossen ist. Da leidenschaftliche Gastgeber ihre Speisen meist perfekt vorbereiten, werden die letzten Handgriffe meist ohnedies vor den Gästen in der Wohnküche erledigt. Arbeits- und Waschküche auf einer Ebene Manche Kunden von Erwin Dobler erweitern die Arbeitsküche zu einem ganzen Hausarbeitsareal. Dies hat ergonomische und praktische Gründe. Insbesondere, da sich damit alle hauswirtschaftlichen Tätigkeiten auf einer Wohnebene verrichten lassen. So wird die Arbeitsküche unter Umständen auch mit Waschmaschine, Trockner, Bügelstation und Wäscheabwurf bestückt. Sogar über einen PC und Internetanschluss verfügen solche Arbeitsbereiche teilweise. Zum Massenphänomen wird die Arbeitsküche hierzulande wohl nie werden. Grundvoraussetzung für eine doppelte Küchenausführung á la „Butlers Pantry“ ist das Vorhandensein von ausreichend Platz und Budget. Da jeder Quadratmeter Boden wie umbauter Raum entsprechend kostet, will in Neubauten jede Küche perfekt geplant sein. Die Vorarlberger Küchenplaner und Tischler stehen dafür gerne zur Verfügung.


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