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Vorarlberger Immobilienmarkt

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M채rz 2015/1. Ausgabe

DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

VORARLBERGER VORARLBERGER NACHRICHTEN NACHRICHTEN


DIENSTAG, 10. MÄRZ 2015

DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

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März 2015/1. Ausgabe

Der vorarlberger ImmobIlIen-markt

Wohnerlebnis mit unverbaubarer Aussicht. Wohnen beginnt hier: Bauen Sie mit uns auf Lebensqualität.

Neues Projekt: „Neue Landstraße Mäder“

VORARLBERGER VORARLBERGER NACHRICHTEN NACHRICHTEN

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in Investment in Immobilien ist ein stabiler Wert, dem die Vorarlberger vertrauen. Immer noch befindet sich die Anzahl der Immobilienverkäufe auf Rekordniveau. Diese hohe Nachfrage sowie das aktuell unglaublich tiefe Zinsniveau begünstigen das Thema Anlagewohnungen stark. Wer sich hingegen dem Hausbau verschrieben hat, sollte dies ausgeklügelt planen. Jeder einzelne Quadratmeter Raum kostet Geld – im Bau sowie in der Erhaltung. Gute Planer und Architekten helfen dabei, die Finanzen im Griff zu halten. Grundstücke sind in Vorarlberg nach wie vor rar – und in guten Lagen schwer erhältlich. Der aktuelle Preisspiegel der Hypo Immobilien & Leasing GmbH gibt einen Überblick über die Richtpreise von Baugrundstücken, gebrauchten Häusern und gebrauchten Eigentumswohnungen. Eine gute Möglichkeit, Neues entstehen zu lassen, ist die Nutzung von brachliegenden Gewerbegrundstücken oder Altbestand. Die Chance, ressourcenschonend und zukunftsgerecht zu bauen, ist bei einer klugen Verwertung gegeben. Dies hilft nicht nur der Umwelt, sondern jenen Bewohnern, die von geringen Energiekosten in energetisch optimierten Häusern profitieren. Zum Thema Nachhaltigkeit und Green Buildings hat Architekt Jürgen Matt aus Hohenems eine Master-Thesis geschrieben, die wir auszugsweise vorstellen. Auch ein vielbeachtetes Architektenhaus in Dalaas wird im vorliegenden Heft präsentiert. Wohnkonzepte, bei denen die Nutzer von Wohnanlagen ihr eigenes Gemüse ziehen können, sind ein erfreulicher Trend. Zwei solcher Projekte sowie die angesagte Designerin Hella Jongerius finden sich ebenfalls in dieser Ausgabe.

Wohnen bedeutet wohlfühlen

Die eigenen vier Wände bilden den Mittelpunkt unseres Lebens:

Unser Zuhause. Deshalb ist Wohnen mit Wohlfühlfaktor ein Schlüssel zu mehr Lebensqualität.

Lebensqualität ist facettenreich – und immer auch eine persönliche Entscheidung. Das Projekt „Neue Landstraße“ definiert Wohnqualität völlig neu …

Mitgestalten dürfen

Ausgeklügelte Technik

Wohnen auf der grünen Wiese

Mobilität

Platz zum Leben

Qualität

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr Redaktions-Team

Weitere Vorteile und Informationen zu freien Wohnungen erhalten Sie auf

unserer Website oder direkt bei Andreas Hofer unter Tel. 0676 968 39 11 oder wohnung@muellerwohnbau.at.

IMPRESSUM Verleger (Medieninhaber) und Hersteller: Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach Redaktion: Andrea Fritz-Pinggera Titelbild: Philip Steurer/VN Fotos: Andrea Fritz-Pinggera, ATRIUM, Gohm Hiessberger Architekten, Müller Wohnbau, www.stefanoboeriarchitetti.net, SHUTTERSTOCK Umsetzung: Susanne Hofer Anzeigenberatung: Russmedia GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Tel. 0676 88005-313, Fax 05572 501-97313 Erscheinungsdatum: 10. März 2015

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Preissteigerungen gestoppt Mehr Immobilienangebote und leicht fallende Preise. IMMOTREND. Eine Umfrage unter Vorarlbergs Maklern erzielt beinahe deckungsgleiche Aussagen: Wohneigentum steht im Ländle nach wie vor hoch im Kurs, kann aber nicht mehr von allen finanziert werden. Das erhöht die Nachfrage nach Mietwohnungen und hält auch dort die Preise auf stabilem, aber hohem Niveau. Das Land Vorarlberg stellte für 2015 167 Millionen Euro an Wohnbauförderungsgeldern in Aussicht. Die Errichtung günstiger Mietwohnungen im integrativen Wohnbau (früher gemeinnütziger Wohnbau) soll Entlastung am Mietmarkt bringen. Trends 2015 Die Nachfrage nach gebrauchtem Wohneigentum stagniert auf hohem Niveau. Für interessante Objekte, insbesondere für Grundstücke in guten Lagen, muss auch weiterhin tief in die Tasche gegriffen werden. Anlegerwohnungen steigen aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus wieder in der Gunst der Interessenten. Bei den Gewerbeimmobilien ist die Nachfrage hingegen verhalten. Zum Zug kommen Objekte in Ballungszentren mit guter Verkehrsanbindung. Ganz genaue Zahlen legt RE/MAX, Österreichs größtes Immobilien-ExpertenNetzwerk vor. Dessen Immobilienpreisspiegel repräsentiert flächendeckend für ganz Österreich die Kaufpreis-Daten über alle Immobilienkäufe und liefert daher exakte Zahlen. Die Grundlagen dazu liefert das Grundbuch mit seinen öffentlich zugänglichen Kaufverträgen, die komplett erfasst und von den Maklerprofis ausgewertet und analysiert werden. 2014 konnten demzufolge 18,1 Prozent mehr Immobilienverkäufe als im schwachen Jahr 2013 verzeichnet werden.

Österreichweit 19,5 Milliarden Der Blick zurück zeigt die derzeitigen Dimensionen: Der Immobilienmarkt hat 2013 aufgrund des eingeschränkten Angebots massiv geschwächelt. Das steigende Angebot, die weiterhin gute Nachfrage nach Immobilien und die deutlich abflachende Preiskurve waren 2014 die Hauptgründe für den rasanten Anstieg von 18,1 Prozent bei den Immobilienverkäufen im Vergleich zum Jahr 2013. Gesamt wurden 96.197 Immobilienverkäufe im Wert von 19,5 Mrd. Euro 2014 im amtlichen Grundbuch in ganz Österreich verbüchert. Dies sind um 3,4 Prozent mehr Immobilienkäufe als im starken Jahr 2012 und sogar 2,5 Prozent mehr als im Rekordjahr 2010. Immobilientransaktionen Vorarlberg Vorarlberg hatte zur Jahresmitte 2014 exakt dieselben Statistikwerte für Immobilientransaktionen wie ein Jahr zuvor. Mit Jahresende hat sich das Blatt allerdings gewendet: 15,2 Prozent mehr Immobilienverkäufe wurden verzeichnet. In absoluten Zahlen lautet das für Vorarlberg: 4749 Immobilienkaufverträge um 1,10 Mrd. Euro wurden unterfer-

tigt. Das ImmobilientransaktionsRanking im Ländle führt der Bezirk Bregenz mit 1638 Verkäufen und 404,8 Mill. Euro Wert an. Die Vorarlberger Top-Verkäufe nach dem Kaufpreis 2014 waren eine Liegenschaft in Lauterach um 10,6 Mill. Euro, gefolgt von einem Gebäude in Kennelbach um 9,4 Mill. Euro und einem in Mäder um 8,0 Mill. Euro. Gute Aussichten für Käufer 2015 wird ein gutes Jahr für Immobilienkäufer und Mieter werden, da das Immobilienangebot weiter steigt und Preissteigerungen – mit wenigen Ausnahmen – nicht zu erwarten sind. Das historisch niedrige Zinsniveau spreche für die Devise: „Kaufen statt mieten, lieber Darlehensrückzahlung als ewige Mietenzahlung“. Der Traum von den eigenen vier Wänden lässt sich in jeder Form – egal ob Eigentumswohnung oder Mietwohnung, Reihenhaus oder Einfamilienhaus – am günstigsten in Landgemeinden verwirklichen. Die Preis-Schere zwischen Stadt und Land geht auch 2015 weiter auf. Die Aussichten für 2015 sind auch für Käufer halbwegs beruhigend: Preissteigerungen wie in den vergangenen Jahren sind nicht mehr zu erwarten.


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Stabile Werte überzeugen nach wie vor Der Kauf einer Investorenwohnung kann viele Vorteile bringen ANLEGER. Waren es vorerst hauptsächlich Renditegründe, die für ein Investment in Immobilien sprachen, liegt aktuell die Bedeutung der Sicherheit wieder höher im Kurs: „Feste Werte“ sind wertbeständig. Ein zum Wertpapiermarkt alternatives Investment, die Investition in die eigene Altersvorsorge, der Wechsel vom Wohnhaus in eine Wohnung in reiferen Jahren, die gut geplante Vorsorge für die Nachkommenschaft, aber auch steuerliche Aspekte können für die Anschaffung einer Investorenwohnung sprechen.

Wer selbst Mieter ist und sich für den Kauf einer Wohnung entscheidet, hat ebenfalls eine klare Berechnungsgrundlage: Bei der Miete bleibt auf Lebzeiten ein monatlicher Aufwand für das Wohnen von rund 40 bis 45 Prozent des Einkommens bzw. der späteren

„Anleger, welche bei der Investorenwohnung auf Sicherheit setzen, liegen ganz im Trend.“ Bernhard König, Geschäftsführer Hinteregger Immobilien

Mieteinnahmen Seit der vielzitierten Finanzkrise sind viele Anleger in den sicheren Hafen Immobilien geflüchtet. Einige Monate flaute das Anlegerinteresse zuletzt ab, was allerdings mit einer gewissen Marktsättigung zu erklären ist. Die derzeitige Zinspolitik der Banken begünstigt die Anschaffung einer Investoren- oder Anlegerwohnung: Für Sparzinsen gibt es derzeit wenig Geld, die Kreditzinsen sind ebenfalls niedrig. Wer die strengen Kreditvergabekriterien der Banken mit entsprechenden Sicherheiten belegen kann – und dazu eignen sich Immobilien nach wie vor bestens – hat ideale Bedingungen für den Kauf einer Investorenwohnung. Neu errichtete Wohnungen sind wegen der steuerlichen Abschreibmöglichkeiten,

Die ideale Größe für eine Anlagewohnung bewegt sich zwischen 40 und 60 Quadratmetern.

den höheren Mietpreisen und der hohen Wiedervermietbarkeit interessant, Gebrauchtobjekte in guter Lage lassen sich vor allem langfristig vermieten und sind auf dem Markt bei einem etwaigen Verkauf nach wie vor gefragt. Nachfrage ungebrochen hoch Die Nachfrage nach Eigentumswie Mietwohnungen ist nach wie vor entsprechend intensiv. „Mit einem Fallen der Preise ist derzeit nicht zu rechnen“, ist aus dem Vorstand der österreichischen Immobilienwirtschaft (OVI) zu vernehmen. Der starke Zuzug nach Vorarlberg hält den Bedarf

„Geld in Immobilien zu investieren, steht seit jeher hoch im Kurs. Wir bieten hierfür umfassenden Service und einzigartige Sicherheit mit einem Vollkasko-Paket.“ Wilfried Hefel, Geschäftsführer Hefel Wohnbau

an Wohnraum sehr hoch. Da Eigentumswohnungen für viele Interessenten aktuell zu teuer sind, gibt es einen zusätzlichen Trend zur Miete. Wer eine Anlagewohnung ins Auge fasst, kann dabei mehrere Überlegungen anstellen: Eine klug und im Hinblick

auf Lage und Vermietbarkeit erworbene Anlegerwohnung lässt sich bestens vermieten. Indexgebundene oder frei vereinbarte Mietpreise garantieren monatlich fixe Zahlungen. Zu beachten ist allerdings: Der Erlös der Mieteinnahmen ist nicht gleich eine entsprechende Rendite. Die Mieterträge müssen nach Gegenrechnung mit den Kosten voll versteuert werden – was die Rendite natürlich schmälert. Angesichts von Sparbuchzinsen, die nur mehr knapp über 1 Prozent liegen, sind sowohl eine indexierte Miete – und vor allem die Wertsteigerung einer Immobilie – immer noch äußerst attraktiv.

Pension. Beim Kauf reduziert sich diese monatliche Belastung nach Tilgung der Kredite auf rund 5 bis 10 Prozent des Einkommens bzw. der späteren Rente. Wer seine ursprünglich langfristig vermietete Anlegerwohnung nach einem gewissen Zeitraum selbst bewohnen oder seinen Enkeln vermachen möchte, profitiert ebenfalls. Tipp: Die derzeitige Gesetzeslage sieht vor, dass bei Immobilien, die länger als zwei Jahre selbst bewohnt wurden, keine Immobilienertragssteuer zu zahlen ist. Wichtig ist bei jedem Kauf, dass Sicherheit und Kalkulierbarkeit in der Finanzierung gegeben sind. Daher sollte man beim Kauf einer Anlagewohnung nach wie vor Experten beiziehen. Der Zusammenschluss von Käufer, Bauträger, Steuerberater, Rechtsanwalt und Bank ermöglicht die beste Lösung.

Wir haben nachgedacht und vorgesorgt. Unser Leben ist selbstbestimmt. Um unsere Zukunft kümmern wir uns selbst. Mit wohn-iQ haben wir ein Konzept gefunden, das überzeugt: Wohnraum als Vorsorge und Investition. Und ein Dienstleistungsangebot, das auf unsere Bedürfnisse abgestimmt ist. Deshalb ist wohn-iQ vor allem eines: optimale Vorsorge und gute Wertanlage für heute und morgen. Mit Sicherheit. Derzeit realisieren wir Wohnbauprojekte mit wohn-iQ in Lochau, Lauterach Dornbirn, Hohenems und Bludenz. Kontakt: Manfred Eisbacher i+R Wohnbau GmbH, +43 5574 6888, www.wohn-iQ.at

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Beim Hausbau gut geplant ist viel gespart

„Beim Hausbau sollte man bei aller Rücksicht auf den Klimaschutz, auf eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung nicht vergessen.“ Albert Ellensohn, Leiter Bereich „schlüsselfertige EF-Häuser“ Wilhelm+Mayer Bau GmbH

Eine barrierefreie Ausführung des Hauses versteht sich von selbst. Eine flexible Nutzung von Wohngebäuden ist dann sinnvoll, wenn absehbar ist, dass Schlafzimmer ins Erdgeschoß übersiedelt werden müssen oder eine Wohneinheit in zwei teilbar sein sollte. Manche überlegen sich gar, wie ein Extrazimmer für eine Pflegerin integriert werden kann. Planer beauftragen Sparen Sie nicht bei den Kosten für den Planer oder Architekten. Ein guter Planer mit kreativen

Lösungen kann die Baukosten enorm verringern. Denn die eigenen Vorstellungen stoßen oft an die Grenzen der Machbarkeit oder Finanzierbarkeit. Jeder nutzlose Quadratmeter kostet laut Experten rund 1500 Euro. Und jeder nicht gebaute Quadratmeter Haus vermindert Investitionsund Folgekosten für den Betrieb wie Heizung, Wartung und Instandhaltung. Daher ist gut zu überlegen, ob man wirklich eine volle Unterkellerung benötigt. Hohe Räume sind schön, energetisch jedoch kritischer zu sehen. Höhere Türen oder größere Glasflächen sind in Anschaffung wie Erhaltung mit höheren Kosten anzusetzen. Muss es die begehbare Speis’ oder kann es auch ein cleveres Kastensystem sein? Nicht nur Grundstücke sind rar und wertvoll, auch jeder umbaute Kubikmeter schlägt sich im Baubudget nieder. Vorausschauen zahlt sich aus Die Geschoßdecken machen neben den Außenwänden des Hauses meist einen sehr großen Einzelposten aus. Frühzeitige Optimierungs-Überlegungen des Architekten und des Statikers

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Voraussetzung für überschaubare Kosten und hohe Wohnzufriedenheit ist die Bedarfserhebung für das neue Heim KOSTEN. Diese Bedarfserhebung orientiert sich an den nächsten 20 Jahren – ist die Kinderplanung erst im Gange, sind die Kinder bereits in der Pubertät oder bereits außer Haus?

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Wer rechtzeitig klärt, welche Kriterien die gewünschte Wohnsituation erfüllen muss, ist im Vorteil.

sind hier gefragt. Der Verbrauch an Beton und teurem Baustahl wird durch eine statikoptimierte Planung verringert: Denn durch die geschickte Wahl des richtigen Grundrisses können erforderliche freie Spannweiten der Geschoßdecken, das sind die Abstände zwischen zwei tragenden Wänden, und damit ihre Dicke minimiert

werden. Bei einem zweigeschoßigen Haus mit je 130 m2 Geschoßdecke kann der Unterschied zwischen einer „guten“ und einer „schlechten“ Planung mehrere Tausend Euro betragen. Wird eine Decke so gespannt, dass sie sich auf einer Fensterfront abstützt macht dies eine aufwendige und teure Sturzkonstruktion erfor-

derlich. Liebhaber großzügiger Wohnhallen können die Statik mit einem geschickt platzierten Betonpfeiler, vielleicht als Raumteiler ausgebildet, einfacher und damit erheblich kostengünstiger gestalten. Auch wer dem Thema Kältebrücken frühzeitig Augenmerk schenkt, kann hier Einsparpotenzial erzielen.

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Mit welchen Kosten Käufer rechnen müssen

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Der Preisspiegel 2015 gibt einen Überblick über die aktuellen Immobilienpreise PREISSPIEGEL. Die aktuelle Entwicklung am Vorarlberger Immobilienmarkt lässt sich laut Hypo Immobilien und Leasing GmbH ganz grob mit folgenden Schlagwörtern zusammenfassen: „Preisstabilisierung bei Wohnimmobilien“, „stetiger Preisanstieg der Grundstückspreise“ und „Teuerung der Mieten“. Während sich im letzten Jahr die Preise für Wohnimmobilien auf einem hohen Niveau eher stabilisiert haben, bewegen sich die Preise für Grundstücke im Land der Häuslebauer immer noch nach oben. Baugrundstücke sind gerade in Vorarlberg sehr begehrt, wodurch die Nachfrage in diesem Segment sehr hoch ist. Zuzug erhöht die Nachfrage nach mehr Wohnraum. Das geringe Angebot an derzeit verfügbaren Grundstücken und der Wettbewerb durch Bauträger und finanzkräftige Grundstückskäufer aus dem Unternehmerbereich machen Grundstücke zur Mangelware. Dies erklärt auch den stetigen Preisanstieg im Ländle, zumindest was das Rheintal betrifft. Trend: Mieten statt kaufen Hypo-Immobilien-Geschäftsführer Wolfgang Bösch: „Generell ist eine weitere Differenzierung festzustellen, Pauschalaussagen können immer weniger getätigt werden, die Lagekriterien sind vielfältigst.“ Bedingt durch das hohe Preisniveau bei Eigentumswohnungen und Häusern entstand ein neuer Trend: „Mieten statt kaufen“. Immer mehr

Vorarlberger sind auf der Suche nach Mietwohnungen, was auch in diesem Segment zur erhöhten Nachfrage führt, mit dem Resultat, dass eine Steigerung der Mietpreise zu verzeichnen war. Überblick verschaffen Wer sich einen detaillierten Überblick über den Vorarlberger Immobilienmarkt verschaffen will, wendet sich am besten an einen Experten aus dem Immobilienbereich. Das sind Makler, bankeigene Makler etc. Durch langfristige Beobachtung und wertvolle Erfahrungswerte kennen diese Experten die lokalen Gegebenheiten und können vor unangenehmen Überraschungen schützen. Wer den genauen Wert seiner Immobilie ermitteln lassen will, hat dadurch mehrere Möglichkeiten. Bewertungen werden vom Makler oder Bauträger, vom gerichtlich beeideten und zertifizierten Gutachter bis zum Immobilienvermittler vorgenommen. Seriosität sowie eine realistische und objektive Bewertung sind die Basis für eine gute Wertermittlung. Da es sich bei rechts angeführten Preisen der Hypo Immobilien um Durchschnittspreise handelt, kann die hier abgedruckte Richtpreisbroschüre nur als grobe Orientierung dienen und keine vollständige Bewertung durch einen Immobilienexperten ersetzen. Mehr zur Wertermittlung auf:

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PROJEKTE IN VORBEREITUNG

AKTUELLE WOHNPROJEKTE

Baugrundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser (400–800 m²)

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gute Lage

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11 Wohneinheiten, 2- und 3-Zimmerwohnungen ZENTRUMSVERBAUUNG, TOSTERS

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Kleinwohnanlage mit 4 Einheiten, noch frei: Penthousewohnung mit 190 m², bezugsfertig in 3 Monaten

Wohn- und Geschäftsanlage 2-, 3- und 4-Zimmerwohnungen BÖSCHENMAHD, FELDKIRCH

Wohnanlage mit 2-, 3- und 4-Zimmerwohnungen beim Naherholungsgebiet

Kontakt: sabine.kreutz-domes@hilti-jehle.at, T 0664 1368359 oder rene.wilner@hilti-jehle.at, T 0664 8146590, Adresse: Wohnbau: Küchlerstraße 2, 6800 Feldkirch-Altenstadt

Gebrauchte Eigentumswohnungen ohne Autoabstellplatz Bregenz

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einfache Lage

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WIR SUCHEN GRUNDSTÜCKE.

Angaben in Euro pro Quadratmeter. Quelle: Hypo Immobilien & Leasing GmbH

Wenn aus Altbestand Neues entsteht

Ihr Grundstück könnte der Boden für wertvolles Wohnen sein. Für nachhaltig gebaute, zukunftsweisende Wohnprojekte von Rhomberg. Bitte reden Sie mit Thomas Schöpf und profitieren Sie von unserer Seriosität und Fairness.

Der Zeitpunkt für die Verwertung von brachliegenden Immobilien ist aktuell sehr günstig SINNVOLL. Dem Verbauen grüner Wiesen wurden im Vorarlberger Rheintal bereits überwiegend natürliche Grenzen gesetzt. Bei raren Grundstücken kommt dem Altbestand erhöhte Bedeutung zu. In fast jeder Gemeinde finden sich zahlreiche brachliegende ehemalige kleine Gewerbeunternehmen, alte Werkstätten, veraltete, leerstehende Häuser. Wer sich als Besitzer über die Verwertung einer Altimmobilie nicht im Klaren ist, sollte angesichts der Marktlage zumindest einige Überlegungen anstellen.

„Die seriöse Bewertung, ein faires Angebot, aber auch die sensible Neuprojektierung unter Berücksichtigung des Umfelds stehen für uns beim Kauf und der Nachnutzung von Grundstücken im Vordergrund.“ Alexander Stuchly, Geschäftsführung i+R Wohnbau GmbH

Muss das von Tante Martha geerbte leer stehende alte Haus bereits seit Monaten frostfrei

gehalten und sogar etwas beheizt werden, um es nicht dem Schimmel und Verfall preiszugeben? Muss der Garten ständig gerodet, der Zaun erneuert werden, damit keine Nachbarskinder in den nicht mehr gewarteten kleinen Pool oder Gartenteich fallen? Sanieren oder neu bauen? Fühlt sich jemand schon beinahe als Hausmeister einer – beispielsweise geerbten – Immobilie, ohne dafür etwas zu bekommen, ist es Zeit zu handeln. Die

hohe, aber nicht mehr überhitzte Nachfrage nach Grundstücken ist ein idealer Zeitpunkt, um für ein Objekt eine gute Lösung – am besten mithilfe eines Projektentwicklers – zu erzielen. Ob als optimale Nachverdichtung in Ortszentren eine Kleinwohnanlage neuen hochwertigen Wohnraum schafft oder mit einer klugen Sanierung Wohnqualität entsteht, ist jeweils das Ergebnis exzellenter Planung. Die Ideen dazu liefern Profis, die als Generalunternehmer das gesamte Projekt übernehmen können. Informieren lohnt sich.

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DIENSTAG, 10. MÄRZ 2015

Neues zu Hause Neues zu Hause gesucht? gesucht?

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Bregenz, AM Stein Lauterach, Fellentorstrasse Bregenz, AM Stein Höchst, Frühlingstrasse Lauterach, Fellentorstrasse Fußach,Frühlingstrasse Gießenstrasse Höchst, Wolfurt,Gießenstrasse Schulstrasse Fußach, Dornbirn, Kehlerstrasse Wolfurt, Schulstrasse Dornbirn, Altweg Dornbirn, Kehlerstrasse Dornbirn, Eichbrunnen Dornbirn, Altweg Götzis, Eichbrunnen Blattur 21 Dornbirn, Feldkirch, Götzis, Sonnengasse Blattur 21 Feldkirch, Sonnengasse Informieren Sie sich jetzt! Tel. 05574/74302 www.hefel.at Informieren |Sie sich jetzt! Tel. 05574/74302 | www.hefel.at

Ressourcenschonend und zukunftsgerecht bauen Bauen und Wohnen sind Faktoren auf dem Weg zur Energieautonomie 2050 ENERGIE Bauen wird immer wertvoller. Nicht nur für Errichter, sondern auch im Hinblick auf die Nicht-Erneuerbarkeit von Grund und Boden: Wohnraum ist im wahrsten Sinne des Wortes wertvoll. Das Land Vorarlberg hat die Energieautonomie 2050 beschlossen. Dabei ist festgehalten, „In einer energieeffizient geplanten und gebauten Wohnung profitieren Sie nicht nur in Bezug auf Ihre Lebensqualität, sondern schonen auch Ihre Geldtasche.“ Thomas Schöpf, Leitung Immobilien Rhomberg Bau GmbH

dass gleicher Komfort bei weniger Energieverbrauch erzielt werden soll. Energieeffiziente Häuser und Wohnanlagen leisten daher einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu diesen Zielen. Das Bundes-Energieeffizienzgesetz sieht vor, bis zum Jahr 2020 die Energieeffizienz um 20 Prozent zu verbessern und gleichzeitig damit auch die Versorgungssicherheit zu verbessern, den Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix zu erhöhen und eine Reduktion von Treibhausgasemissionen zu erreichen. Durch unsere Bautätigkeit wird die Umwelt maßgeblich beeinflusst, sei es durch den Raubbau an den Ressourcen, den Energieverbrauch, den Abfall, die Luftverschmutzung, den Treibhauseffekt, den Ozonabbau oder die Bodenversauerung. Dementsprechend verursacht das Bauwesen in Österreich mehr als:

 50 % des Abfallaufkommens  30 % des stofflichen Verbrauchs 5 0 % des Energieverbrauchs.

Ressourcen und Geldbörse schonen Umso wichtiger wird ressourcenschonendes Bauen im Hinblick auf die Energieeffizienz. Bauen gehört zu den großen Segmenten auf dem Weg zu diesem ehrgeizigen Ziel. Nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen wird nicht nur angestrebt, sondern auch gefördert. Bauherren haben es mit entsprechender Planung in der Hand, ihr Heim ressourcenschonend zu errichten. Bauträger sorgen bei der Errichtung von Wohnanlagen für eine ausgewogene Umweltbilanz und geringere Betriebskosten für

die Bewohner. Faktoren sind die Grundstückswahl, die Größe des zu errichtenden Objektes, die Bauweise, die Energieauswahl und die täglichen Gewohnheiten der Bewohner. Der Energieverbrauch hat auf die Höhe der Betriebskosten maßgeblichen Einfluss. So wirkt sich Energieeffizienz auch in der Geldbörse der Bewohner spürbar positiv aus. Große Sparpotenziale im Bau Einfache kompakte Gebäudeformen benötigen einerseits weniger Grundfläche, sie senken auch entscheidend Bau-, Betriebsunterhaltskosten und schonen damit Ressourcen. Über 50 Prozent der Baukosten und 80 Prozent der Herstellungsenergie der Baustoffe stecken in

der Gebäudehülle und Tragkonstruktion. Je kleiner die Fläche der Gebäudehülle für eine bestimmte Nutzfläche ist, desto geringer sind die Gesamtkosten und der Energie- und Rohstoffbedarf. Die Kompaktheit wird bereits im Stadium der ersten Projektentwürfe entschieden. Hier beginnt bereits der größte Einfluss auf Kosten und Energie. Bereits vor mehreren Jahren trat in Vorarlberg eine Verordnung in Kraft, nach der der gesamte gemeinnützige Wohnbau des Landes von nun an ausschließlich in Passivhausstandard auszuführen ist! Diese gesetzliche Vorgabe führte zu neuen energetisch und formal innovativen Projekten. Energieeffizientes Bauen ist eine Investition in die Zukunft und hilft Energieverluste zu reduzieren, Energie effizient zu

nutzen und zu erzeugen. Kompakt errichtete Gebäude mit einer entsprechenden Gebäudehülle/Wärmedämmung, die mit innovativer Gebäudetechnik und Nutzung von Sonnenenergie für die Beheizung und Stromversorgung des Gebäudes ausgestattet sind, benötigen geringen Jahres-Heizenergie- und Heizleistungsbedarf. In energieffizienten Objekten wird die zur Verfügung stehende Energie optimal eingesetzt und genutzt. Der durch Photovoltaik erzielte Eigenstrom-Nutzungsanteil für die Haustechnik birgt weitere hohe Einsparpotenziale. So können mit dem selbsterzeugten Strom Wärmepumpe, Lüftungsanlage, Haushaltsgeräte, die Beleuchtung oder gar die Batterien für E-Mobile (Fahrrad, Auto) gespeist werden. Zukunftsgerechtes Wohnen Die Energiekosten schlagen sich monatlich zu Buche. Der Anteil der Energiekosten der Österreicher – Heizung, Warmwasser, Strom und Mobilität – liegt bei rund 8–9 Prozent der durchschnittlichen Haushaltsausgaben. Ein vernünftiger Umgang mit Energie macht sich in jedem Fall bezahlt und schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldbörse. Auch für private Häuslebauer machen sich die Energieförderungen des Landes Vorarlberg bezahlt. Für verschiedenste Maßnahmen können Förderungen lukriert werden – und neben der Energieeinsparung werden im Wohnalltag Kosten gespart.

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DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2015

Bauen für eine bessere Welt

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Green Buildings könnten Standard werden WEITBLICK. Nachhaltigkeit ist inzwischen in jedem Lebensbereich ein Thema. Wirtschaftliche und klimatische Veränderungen, Ressourcenverknappung und steigende Energiepreise fordern mehr Verantwortung von jedem Einzelnen, aber auch von Planungen, die weit in die Zukunft reichen. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit für den Immobilienbereich? Nachhaltige Gebäude haben erhebliche Vorteile gegenüber konventionellen Bauten. Ihr Energiebedarf ist in der Erhaltung über Jahre und Jahrzehnte hinweg wesentlich geringer, ebenso die Betriebs- und Instandhaltungskosten. Über die Gesamtlebensdauer eines Gebäudes gleichen diese Einsparungen die oft höheren Baukosten aus und führen zu niedrigen CO2-Vermeidungskosten. Der Hohenemser Architekt Jürgen Matt ist überzeugt: „Investoren setzen inzwischen vermehrt auf „Green Buildings“ und auch Regierungen haben das CO2-Einsparungspozential in Gebäuden entdeckt – dies schlägt sich in Zukunft in einer strengeren Gesetzgebung nieder, die dazu führen wird, dass nachhaltige Gebäude zum Standard werden – und nichtnachhaltig gebaute Immobilien zunehmend an Wert verlieren.“ Was ist nachhaltig? Seit Jahren beschäftigen sich Experten mit der Definition der nachhaltigen Immobilieneigenschaften. Daraus lassen sich folgende Strategien und Erkenntnisse ableiten: Jede Immobilie besteht aus und arbeitet mit natürlichen und künstlichen Ressourcen. Natürliche Ressourcen sind beispielsweise Wasser, land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, fossile Energien, Metalle und Erze. Zu den künstlichen Ressourcen zählen alle technisch und chemisch erzeugten Produkte. Die Summe beider und das Verhältnis, wie diese auf die Lebenszeit eines Gebäudes bezogen eingesetzt werden können, bezeichnet eine schwache oder starke Nachhaltigkeit. Weitere Untersuchungen klären, welche Nachhaltigkeitsziele bereits am Anfang der Gebäudeplanung fixiert werden sollen – und wel-

Umgekehrte Tradition. Geschickt nutzte die Architektin den Niveauunterschied von der höher liegenden Straße zum eigentlichen Grundstück. Damit drängte sich das Wohnen im ersten Obergeschoß auf.

Schlafen, Bad und Gästebereich wanderten in das Erdgeschoß. Mit einer Außenstiege ist der große Garten aber auch von der Wohnebene einfach zugänglich. Die überdachte Balkonfläche allerdings bietet den

Blick in die Weite. Ein harmonisches Miteinander der Materialien Sichtbeton, Glas und Verputz, mit einer optimal auf das Gelände abgestimmten Nutzung, überzeugt bis ins letzte Detail.

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Der „Bosco Verticale“ in Mailand soll als Hochhaus auf dem 20.000 Pflanzen und 800 Bäume wachsen die Zukunft von Städten zeigen.

che im weiteren Verlauf weiter entwickelt und angepasst werden müssen. Vom Sinn variabler Nutzungskonzepte Ein Gebäude soll ein Zusammenspiel aus Komfort für die Bewohner, optimiertem Energieverbrauch und einer maximalen Schonung der Umwelt sein. Die Weiterentwicklung vereint ökologische, ökonomische und soziokulturelle Dimensionen. Ein Gebäude wird in der Regel für eine klar definierte Nutzung geplant und errichtet.

„Nachhaltigkeit im Wohnbau ist der Garant für die Werterhaltung der Immobilie.“ Gerhard Müller, Geschäftsführer Müller Wohnbau

Durch veränderte Umstände kann beispielsweise ein Gebäude, das ursprünglich ausschließlich zur gewerblichen oder industriellen Nutzung errichtet wurde, später auch Wohnräume oder Räume für kulturelle Einrichtungen beherbergen. Dieses Prinzip kam in Vorarlberg in den letzten zwan-

zig Jahren bei vielen ehemaligen Textilarealen zum Tragen. Hier wurden aus diesen Flächen Büros, Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Kindergärten, Schulungsräume und Wohnungen geschaffen. Der neuen Nutzung gingen meist umfangreiche und kostenintensive Sanierungsarbeiten voraus. Werden variable Nutzungskonzepte schon von Anfang an berücksichtigt, hilft das Kosten und Ressourcen sparen. Weniger Verbrauch als Ziel Ziel all dieser Strategien ist es, in Zukunft weniger Ressourcen zu verbrauchen und weniger Abfall zu produzieren, die Flexibilität in der Nutzung zu steigern und den sich verändernden Bedürfnissen der Menschen Rechnung zu tragen. Nachhaltigkeit zeigt sich vor allem in größeren Zusammenhängen, die nicht nur auf ein einzelnes Gebäude oder einen Gebäudekomplex bezogen sind, sondern die ganze Stadt in das Denkmuster einbauen. Eine zukunftsweisende Idee entwarf der Architekt und Politiker Stefano Boeri. Er baute in einem ehemaligen Industrieviertel Mailands zwei Hochhäuser, das eine 119 und das andere 87 Meter hoch. Die Fassadenbegrünung der Gebäude wurde bereits in der

Planungsphase berücksichtigt. Vor jeder Wohnung hängt eine Auskragung in der Fassade, die als bepflanzbare Fläche die Vision der „Hängenden Gärten von Babylon“ heraufbeschwört. Grünes Gebäude in der Stadt Diese etwa 8900 m² schwebenden Gärten werden mit etwa 800 hohen Bäumen und 20.000 Pflanzen begrünt. Damit ist es möglich, den persönlichen Hausgarten im 20. Stock zu haben, abends unter Bäumen in der Sonne zu sitzen und die Kinder im Grünen spielen zu lassen, ohne die Stadt zu verlassen. Das Stadtzentrum selbst soll in Zukunft die Natur sein, die man früher außerhalb suchte, Häuser werden zu senkrechten Wäldern, so die Vision von Stefano Boeri, dem Initiator des „Bosco Verticale“. Die Fassadenbegrünungen haben nicht nur eine Verbesserung der Lebensqualität zur Folge, sie sind auch ein ausgeklügeltes System, das von vornherein darauf ausgelegt ist, dass die Pflanzen wärmedämmende und klimaregulierende Funktionen übernehmen. Selbst in der Stadt längst verschwundene Vogelarten sollen sich inzwischen in der entstehenden Pflanzenwelt des „Bosco Verticale“ einnisten. Die Nachhaltigkeit beeinflusst

FOTO: STEFANOBOERIARCHITETTI.NET

den Werterhalt einer Immobilie entscheidend. Dieser Wert bleibt nicht konstant, sondern verändert sich dynamisch. Nachhaltig gebaute und betriebene Gebäude werden zum Standard: „Man könnte dies vergleichen mit Autos, bei denen noch vor 20 Jahren ABS, Airbag, Klimaanlage und Katalysator die luxuriöse Ausnahme waren. Heute sind all diese Techniken Standard“, erklärt Architekt Jürgen Matt. Investoren und Projektentwickler folgen dem Trend zur gesamtheitlichen Nachhaltigkeit. Nicht mehr einzelne Gebäude oder Gebäudekomplexe stehen im Mittelpunkt des Interesses – es wird begonnen, in größeren Zusammenhängen, wie zum Beispiel Quartier oder Stadtteil zu denken. Nachhaltige Immobilien werden in Zukunft den Markt bestimmen. Von Experten ist ein Nachhaltigkeitsrating – ein umfassender Kriterienkatalog, mit Bewertungssystem entwickelt worden, der und auf heutige – sowie zukünftige Möglichkeiten der Immobilienplanung zugeschnitten ist. Dieses System bietet schon jetzt ein präzises und sich ständig weiterentwickelndes Werkzeug zukunftsorientierten Bauens.

„Nachhaltigkeit ist für uns wichtig. Wir planen und erstellen Wohngebäude, die mit wenig Energie und ressourcenschonend gebaut werden, entsprechend gestaltet und funktional organisiert sind, sodass die Bewohner ein Leben lang darin wohnen möchten.“ René Wilner, Verkaufsberater Wohnbau Hilti & Jehle GmbH

04.03.15 11:36

Mehr zum Mailänder Haus auf:

Die Prinzipien des nachhaltigen Bauens in der Theorie mehr. Eine bestmögliche Effizienz wird beispielsweise durch Leichtbauweise, intelligente Tragewerke, optimalen Materialeinsatz, ein sinnvolles Wasserund Abwassersystem, innovative Fassaden und eine bestmögliche Ausnutzung des Raumangebotes erreicht. Suffizienz bezeichnet die Flexibilität in der Nutzung der Immobilie, Anpassungen an veränderte Gesellschaftsmodelle und Lebensstile und die grundlegende Wahl des Standortes.

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Experten unterscheiden „integrative Nachhaltigkeitskonzepte“ FACHWISSEN. Diese bestehen aus drei wichtigen Faktoren: Konsistenz, Effizienz und Suffizienz. Konsistenz bezeichnet alle Bereiche, die sich positiv auf die gesamte Lebensdauer des Gebäudes auswirken, wie etwa Verwendung von Solarstrom, Langlebigkeit, Materialrecycling, eine optimale Nutzung der Bodenfläche und Ausrichtung des Gebäudes nach Sonnenstand, Verwendbarkeit und Nutzung über den ursprünglichen Zweck hinaus und einiges

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DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2015

DIENSTAG, 10. MÄRZ 2015

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Wohnkonzept mit Beet und Gartenhaus Zwei besondere Wohnprojekte bieten ein Mehr an Grünraum

Architektursolitär in den Bergen Glücklich kann sich schätzen, wer auf dem Gebrauchtimmobilienmarkt ein Architektenhaus erwerben kann. PLANUNG. Nähert man sich dem Hanggrundstück von unten, findet man nach einer Reihe konventionell gebauter Einfamilienhäuser plötzlich einen schwarzen Monolithen, der wie von einem Riesen in die Bergwiese über dem Steilhang in Dalaas gesetzt wirkt. Das Haus sieht aus, wie von Kinderhand gezeichnet: Vier gerade Wände, ein klassisches Satteldach, rechteckige und quadratische schlichte Fensteröffnungen. Nicht mehr und nicht weniger. Integration in die Landschaft Wenn alles tief verschneit ist, hebt sich das Haus als schwarze Grafik vor dem weißen Hintergrund der Landschaft ab. Weiter oben kann man zwei weitere schwarze Objekte ausmachen, Hütten aus dunklem, sonnen- wind- und wettergegerbtem Holz, wie man sie hier in der hochalpinen Gegend zu hunderten findet – als Heuschopf, Unterstand für Tiere, Lagerschuppen für Holz- und Waldarbeiter. Diese freistehenden traditionellen Gebäude zitierten die Architekten Gohm und Hiessberger bei der Planung des Einfamilienhauses. Das Haus wirkt von der Talseite aus, an der sich auch die Zufahrt, der Eingangsbereich und die integrierte Garage befinden, zugeknöpft. Die kunststoffbeschichteten schwarzen Fassadenplatten, die jegliche Lichtreflexion schlucken, verstärken diesen ersten Eindruck. Dennoch stellt sich kein Gefühl der Fremdheit ein, alles integriert sich perfekt in den umgebenden Raum – und trotz seiner geradlinigen, schnörkellosen Modernität hat dieses Gebäude etwas von urprünglicher Bodenständigkeit. Man möchte Bezüge herstellen zur Mentalität der Talbewohner, die in einer schroffen Berglandschaft teilweise bis zu 4

Monate im Jahr ohne direkte Sonneneinstrahlung im Schatten des Kristbergs leben. Nach außen hin abweisend, doch wenn man näheren Kontakt hat und sich einlässt, spürt man Wärme, Geborgenheit, Stabilität und Behaglichkeit. Unaufdringlich realisiert Im Klostertal, einer weitgehend ursprünglichen Region, wenige Kilometer vom Arlberg entfernt, stößt allzu futuristische Architektur auf nur mäßige Gegenliebe. Dieser Gedanke bewog im Jahr 2005 auch die Architekten Markus Gohm und Ulf Hiessberger, sich mit einer Gebäudeform auseinanderzusetzen, die Tradition und Moderne verbindet, ohne in der umgebenden Landschaft aufgesetzt oder gar aufdringlich zu wirken. Das Haus ist ein Solitär in der Wiese – ebenso wie die zitierten Holzhütten und selbst auf eine Gartengestaltung wurde verzichtet. Das Gebäude steht mit seiner angebauten Terrasse einfach im Gelände. Kein Zaun begrenzt den Raum und die Sicht, kein Ziergarten oder gar verspielte Rosenbeete verstellen den Blick auf seine schlichte Eleganz. Im Sommer finden sogar Kühe den Weg bis vors Wohnzimmerfenster. Ansonsten kümmert sich der Bauer, der auch die Bergwiese mäht, um die „Gartenpflege“ und mäht die paar Quadratmeter Grund einfach mit. Die angebaute Terrasse aus groben Holzbrettern, auf zwei Seiten Richtung Straße und Berghang mit Betonmauern begrenzt, bietet einen intimen Raum im kargen Grundstück. Nach hinten überdacht und begrenzt als Gegenpol greift es die Grundidee des „Lusthäuschens“ auf, die beispielsweise auch in historischen Gebäuden in Schönbrunn mit dem Belvedere oder in der Archi-

tektur des Tessiner Architekten Luigi Snozzi zu finden ist, wie der jetzige Eigentümer erwähnt. Autor Stefan Knittel, hat dieses Haus vor ein paar Jahren von den Erstbesitzern und Bauherren übernommen. Knittel verbindet Bezüge zu seiner alten Heimat Bayern mit dem Neustart in einer landschaftlich ebenso schönen ländlichen Umgebung. Lichtes Refugium Betritt man das Haus durch den kellerseitigen, hangabwärtsgewandten Zugang, fällt sofort auf, dass die dunkle Fassade nur Camouflage ist. Das Haus ist innen hell und lichtdurchflutet und schon im Eingangsbereich dringt gedämpftes Licht durch raumho-

he Milchglasscheiben. Eine Holztreppe führt nach oben und öffnet sich in einen großzügigen Wohnraum, der im vorderen Teil die Küchenzeile beherbergt. In dem hangaufwärts nach Süden ausgerichteten Raum, der sich über zwei Geschosse nach oben erstreckt, fallen als erstes die riesigen hochliegenden quadratischen Fenster auf, die wie moderne Bilderrahmen den dahinterliegenden Außenraum einfassen. Diese gezielten Öffnungen nach außen und Verbindungen im Innenraum schaffen lichtdurchflutete Räume, die je nach Tages- und Jahreszeit wechselnde Beziehungen zum umgebenden Naturraum aufbauen. Das Obergeschoss beherbergt mehrere Räume, die von dem Autor als Bibliotheks- und Arbeits-

Der lichte Innenraum ist geprägt von klaren Linien und großzügiger Offenheit.

platz sowie Gästezimmer genutzt werden – und von jedem dieser Räume öffnen sich, Bildern gleich, Ausblicke auf das Arlbergmassiv, talauswärts Richtung Bludenz oder den gegenüberliegenden Berghang mit dem Ortskern von Dalaas und der darüber liegenden Bahnlinie. Das Haus steht auf einem Betonsockel, der den unteren Keller- Garagen- und Eingangsbereich formt. Der darüber liegende zweigeschossige Aufbau wurde in Zusammenarbeit mit der Alberschwender Firma Berlinger erstellt, die mit dem System „oa.sys“ (offenes Architektur System) ein Holzbausystem entwickelt hat. Dieses flexible und wirtschaftliche System besteht aus klar definierten vorgefertigen Elementen, die industriell hergestellt werden. Dies bedingte zwar, nach gewissen Vorgaben zu arbeiten, dennoch bietet dieses System im Gegensatz zur bekannten Fertigbauweise die Möglichkeit, jedes Projekt nach individuellen Kundenbedürfnissen zu realisieren. Dies hat durch die gestalterische Arbeit von Gohm und Hiessberger zu einem überraschenden und individuellen Ergebnis geführt. Im Sommer integriert sich das Gebäude fast unsichtbar in die umgebende Landschaft – um sich im Winter mit seiner schwarzen Fassade umso markanter aus der verschneiten Landschaft hervor zu heben. Die Kombination aus HighTech, modernen Details und einer klassischen Formensprache machten das Gebäude in den letzten Jahren zu einem Aushängeschild für zeitgenössische Vorarlberger Architektur und wurde 2005 mit dem Vorarlberger Holzbaupreis ausgezeichnet – und 2007 für den Preis „Das beste Haus“ nominiert. Modern wohnen in einer von Traditionen geprägten ländlichen Umgebung ist somit kein Widerspruch.

WOHNQUALITÄT. Neue Wohnkonzepte bieten weit mehr als lediglich Wohnstätten und notwendige Nebenflächen. Sie sorgen dafür, dass Menschen ein Daheim haben, in dem sie an früher selbstverständliche Qualitäten anknüpfen. Im immer knapper werdenden Raum im Vorarlberger

„Die eigenständigen Kleinwohnanlagen werden in ruhiger Lage in einem verkehrsfreien Quartier errichtet. Die umweltfreundlichen Heizsysteme mit Wärmepumpen und Photovoltaik sorgen für niedrige Betriebskosten.“ Wolfgang Lang, Leiter Verkauf/Marketing ATRIUM®

Rheintal ist jeder Quadratmeter Boden wertvoll. Statt auf handtuchgroßen Grundstücken Einfamilienhäuser zu verwirklichen, sind qualitativ hochwertige Wohnanlagen ein Muss für die raumplanerische Entwicklung des Landes. In der qualitätsvollen Quartiersund Wohnanlagenplanung werden derzeit in Vorarlberg ganz besondere Projekte verwirklicht. Diese sehen Raum für einen Garten, Grünerholungsflächen, Spiel- und Begegnungszonen oder die Möglichkeit, eigene Kräuter und Salat in einem Beet zu ziehen vor. Was früher teilweise als übertriebener

Schnickschnack angesehen wurde, entspricht der heutigen Sehnsucht nach den alten Wurzeln und Landhausstil. Ein Hochbeet auf Wunsch, in dem Gemüse gezogen werden kann – und dies inmitten einer Wohnanlage. Ein Hobbygärtnerbewerb, bei dem man sich mit dem Nachbarn über die Ernteerfolge in seinem Beet austauscht – das ist eine neue Qualität des Wohnens und Lebens. Wo man so wohnen kann? In absehbarer Zeit in Bregenz und Mäder. Atrium verwirklicht im Stadtteil Weidach ein Projekt, das aus sieben Kleinwohnanlagen, welche jeweils auf einer eigenen Grundparzelle errichtet und unabhängig von den Nachbargebäuden verwaltet und betrieben werden, besteht. Bei den Kleinwohnanlagen „Weidach“ ist eine attraktive, aufeinander abgestimmte Bebauung der jeweiligen Nachbarliegenschaft sichergestellt. Hochbeete und viel Grün Die 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen sowie sonnige 5-ZimmerWohnungen verfügen über große Privatgärten und in den Ober- und Dachgeschoßen über große, überdachte Terrassen. Auf der Terrasse befinden sich praktische Abstellräume, die viel Platz bieten und für eine optimale Trennung zur Nachbarterrasse sorgen. Neben den Privatgärten verfügen die Kleinwohnanlagen über Spielplätze, Begegnungszonen und allge-

Im Weidach errichtet Atrium Wohnanlagen mit viel Grün, Hochbeeten und Nebenflächen.

meine Grünflächen für alle Generationen. Nicht zu vergessen, das eigene Gärtnern: So besitzt jedes Haus eigene Hochbeete für den Anbau von Gemüse und Kräutern. Verkehrsfreier Bereich Jede Kleinwohnanlage verfügt über eine eigene, umweltfreundliche Wärmepumpenheizung und eine Photovoltaikanlage am Dach. Damit erzeugt jedes Haus den eigenen Strom für das Betreiben des Heizsystems. Dies senkt die monatlichen Kosten und hilft bares Geld zu sparen. Die Erschließung der einzelnen Kleinwohnanlagen

erfolgt ebenerdig über eine autofreie Spiel- und Freizeitfläche. Der große verkehrsfreie Bereich sorgt für viel Wohn- und Lebensqualität. Mit dem Auto gelangen die Bewohner des Projektes „Weidach“ über die gemeinsame Tiefgarage bequem zu ihrem Haus. Neues Wohnerlebnis Auch Müller Wohnbau bietet aktuell ein völlige neues Wohnerlebnis. Auf der grünen Wiese in Mäder werden zwei Gebäude mit 13 und 11 Wohnungen so platziert, dass die Eigentümer eine unverbaubare Aussicht genießen. Der 800  m2 große, zusammenhängende Grünraum bietet den Bewohnern viele Möglichkeiten der Entfaltung. Gleichzeitig lässt sich hier Wohnen, Arbeiten und Freizeit dank bester Verkehrsanbindung und Haltestelle vor der Haustüre bestens kombinieren. Die „Wohnanlage am Kumma“ bietet Käufern die Vorteile eines Hauses, ohne dessen Nachteile zu haben. Frühbeete für Bewohner

Eine großzügige Gemeinschaftsfläche für die Freizeitgestaltung entsteht bei der Wohnanlage am Kumma.

Hier erhalten die Bewohner so viel Privatsphäre wie gewünscht, so viel Gemeinschaft wie gewollt. Gut geschnittene Wohnräume, großzügige Balkone und Terrassen

garantieren Privatheit, die komfortablen Gemeinschaftszonen erlauben Geselligkeit. Der großzügige Grünraum bietet mit Bodentrampolin und Slacklinespiel und Unterhaltung für Klein und Groß, ein Beerengarten als Naschgarten sowie ein überdachter Sitzplatz fördern das gesellige Miteinander. Zu den Besonderheiten zählen zudem ein volleingerichteter Werkzeugraum mit hochwertigen Werkzeugen und ein Gartenhaus mit Gartengeräten. Wer den Komfort einer Wohnung genießen möchte, muss nicht auf den eigenen Salat verzichten: Hier können Hobbygärtner auf Wunsch ein eigenes Frühbeet anlegen, um frisches Gemüse und knackigen Salat zu ziehen. Im Kellerbereich sind Kühlräume mit abschließbaren Kühlfächern (optional) vorgesehen. Auch Vorrichtungen für das Aufladen von E-Autos und E-Fahrrädern sind geplant. Die Pelletsheizung versorgt die Wohnungen über den Fußboden mit wohliger Wärme. Eine Solaranlage dient der Warmwasseraufbereitung. Und dank Komfortlüftung herrscht stets frische Luft in allen Räumen. Mehr Informationen

„Wohnprojekt Weidach“: www.atrium.at „Wohnen am Kumma“: www.muellerwohnbau.at


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Vorhandenes modern interpretieren Hella Jongerius – Design geht in die Luft

DESIGN. Das Schaffen der niederländischen Designerin Hella Jongerius ist von erstaunlicher Vielseitigkeit geprägt. Dazu gehört auch die Gestaltung von Flugzeuginterieur. Fliegen hat etwas von Magie. Doch gleichzeitig verbinden die meisten Menschen Flug-reisen mit ungemütlichen Wartezeiten, der erschöpfenden Distanzlosigkeit von Menschenmengen, den strengen Beschränkungen der Reise. 2013 ist es ihr gelungen, den Businessclasskabinen der KLM Royal Dutch Airlines trotz aller Vorgaben einen leicht verspielten – schwebenden Touch zu verleihen. „Ich wollte einen Raum schaffen, wo man träumen kann, sich wohlfühlen und etwas Privatsphäre genießen,“ begründet Jongerius ihre Entscheidung, handgezeichnete Punkte-Muster für Sitzbezüge und Kissen zu verwenden, sowie Teppichböden aus recycelten Uniformen. Innerhalb eines Farbschemas aus kühlen Blau- und warmen Brauntönen werden fünf verschiedene Sitzbezug-Farben verwendet, die dem beengten Raum eine ungewohnte Weite verleihen. Die Zusammenarbeit mit der Fluglinie war geprägt von recht engen technischen Vorgaben, aber die Designerin empfand gerade dies als spezielle Herausforderung für ihre Kreativität. Zwischen Tradition und Moderne Die 1963 in De Meern geborene Designerin ist bekannt geworden für ihre besondere Art, Handwerkliches und Industrielles, Lowtech mit Hightech, Tradition mit Moderne zu einer prickelnd-frischen und doch bodenständigen Designsprache zu verbinden. Ihre berufliche Laufbahn begann sie mit einer Tischlerlehre, bevor sie an der Design Academy in Eindhoven studierte und 1993 ihren Abschluss machte. Im selben Jahr wurde sie Mitglied des Designer-Kollektivs Droog Design in Amsterdam und eröffnete ihre eigene Firma „Jongeriuslab“. 1998 wurde sie als Dozentin an die Akademie in Eindhoven berufen, wo sie Industriedesign unterrichtete und war dort von 2004 bis 2008 Leiterin der Abteilung Living/Atelier. Jongerius

gelingt es mit ihren textilen und keramischen Arbeiten die Bedeutung von Farben und Oberflächen im zeitgenössischen Design immer wieder zu thematisieren. In ihrer Serie „300 colourad vases“ treffen jahrhundertealte Keramikglasuren aus Kupfer, Kobalt, Cadmium und Eisen zusammen mit modernen chemische Rezepturen auf minimalistische Farbflächen auf klassisch geformten Porzellanvasen.

„Hella Jongerius ist die Designerin, bei der Farben und Formen eine unglaublich große Rolle spielen und sich in jedem Möbel widerspiegeln.“ Harald F. Künzle, Geschäftsleitung Reiter Wohn & Objekteinrichtung GmbH

Oder eine traditionelle holländische Keramikkanne in Delfterblau wird respektlos mit Patches aus Kautschuk kombiniert, die an zerknautschte Kaugummis erinnern und dem historisch anmutenden Stück einen augenzwinkernden Touch von Unperfektem verleihen. In ihrer neuesten Kreation für den Möbelhersteller Vitra – den „East River Chair“ kombiniert sie Materialien wie Holz, Metall, Leder und Stoff. Die Farb- und Materialwahl hat nicht nur ästhetische, sondern vielmehr praktische Gründe: Der

Lederbezug schützt die Armlehnen vor Verschmutzung und mit dem Tragegriff an der Lehnenrückseite lässt sich der kompakte Sessel spielend transportieren. Dennoch strahlt dieses Möbelstück die gewachsene Ruhe eines wahren Design-Klassikers aus.

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Warum jedes Jahr Neues? Ihre Vorliebe für klassischen, Basisformen begründet die Designerin damit, dass es schon genügend Grundformen im Möbdeldesign gibt: „Warum jedes Jahr neues Zeug entwerfen? Ich bin glücklich, wenn ich an den Klassikern arbeiten kann. Diese müssen nicht neu erfunden, sondern lediglich auf einen neuen, zeitgemäßen Level gebracht werden.“ Jongerius ist der Meinung, dass Designer umsichtig bei der Wahl ihrer Auftraggeber sein sollten und betont, wie wichtig es ist, Langzeitarbeitsbeziehungen mit einer Firma zu entwickeln, anstelle immer wieder für neue Marken zu arbeiten. „Ich halte nichts davon, für jedermann zu arbeiten. Das ist reine Energieverschwendung.“ Hella Jongerius ist davon überzeugt, dass eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit weggeht vom reinen Geldverdienen hin zu wirklichen Neuentwicklungen. Jongerius genießt ihre Aufgabe als Farb-Creativ Direktor für Vitra, es ermöglicht ihr, ihre Designerfahrung nachhaltiger zur

Hella Jongerius ist bekannt dafür, dass sie die Vitra-Farbskala erweitert hat.

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Um PCs aus dem Blickfeld zu bannen, entwarf Jongerius eine „Bubble“.

Entfaltung zu bringen, statt immer wieder komplett neue Objekte zu entwerfen. Seit 2008 hat Jongerius ihr Studio in einer Remise in der Kastanienallee in Berlin. Ihr Designstudio in den Niederlanden löste sie in der Zwischenzeit wieder auf, um sich wieder mehr auf ihr eigenes Design konzentrieren zu können. Ihre Entwürfe sind bereits in vielen internationalen Museen und Galerien gezeigt worden, unter anderem im MoMa in New York, im Design Museum in London, der Galerie KREO in Paris und der Moss Gallery in New York. Industriedesign zwischen Masse und Individualität Hella Jongerius bezeichnet sich selbst immer als Industriedesignerin, obwohl viele ihrer Arbeiten sehr handwerklich wirken. Jongerius ist überzeugt, dass die Industrie genau diese Annäherung an das Handwerk braucht. „Die Leute haben die Nase voll von seelenlosen Massenprodukten, die bloß schön und billig sind. Sie wollen Dinge, die etwas zu erzählen haben, Dinge mit Bedeutung, an die sie sich auch binden können“ und ihre Eigendefinition als Industriedesignerin argumentiert sie weiter „Ich weiß, ich bin keine herkömmliche Industriedesignerin, die technische Computerzeichnungen an eine Firma schickt. Ich stelle Fragen und ich verändere gerne die Art, wie produziert wird. Und ich kann dies nur tun, indem ich mich innerhalb dieses Systems befinde, das ich verändern will.“

Gratwanderung zwischen Design und Kunst Auf ihrer Gratwanderung zwischen Design, Handwerk und Kunst begibt sich Jongerius immer wieder auf dünnes Eis. Mal leistet sie sich einen Flirt mit der Kunst, wie etwa bei bestickten, und damit nicht mehr wasserdichten Vasen. Mal droht sie in Kitsch abzugleiten, wie etwa bei dem überdimensionalen Frosch in „Frog table“, ein pompös, nahezu barock wirkendes Prunkstück aus Walnussholz und blauer Keramikglasur. Dieser, in limitierter Auflage hergestellte Tisch wurde 2009 in einer Pariser Galerie präsentiert und ziert heute die Sammlung des Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam und einigen Privatsammlungen. Auf die Frage, wie sie ihren Stil in wenigen Worten beschreiben würde, antwortet Hella Jongerius: „Ich bin eine Designerin, die eine Menge von Zutaten für ein Produkt verwendet. Nicht nur die Form, auch die Geschichte, Tradition und zeitgenössische Einflüsse. Und ich liebe es, Handwerk mit industrieller Herstellung zu kombinieren.“

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