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Vorarlberger Immobilienmark

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September 2011/3. Ausgabe

Der vorarlberger Immobilien-Markt

VORARLBERGER NACHRICHTEN


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Dienstag, 27. September 2011

Der Vorarlberger immobilien-markt

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September 2011/3. Ausgabe

Der vorarlberger ImmobIlIen-markt

VORARLBERGER NACHRICHTEN

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er derzeit in Vorarlberg ein gebrauchtes Haus oder eine gebrauchte Wohnung sucht, stellt rasch fest: die Auswahl ist im Moment nicht sehr groß. Da heißt es die Augen offen halten oder einen Makler mit der Suche nach dem Zielobjekt zu beauftragen. Denn Gebrauchtwohnungen sind derzeit als finanzfreundliche Variante auf dem Weg zum eigenen Haus von vielen begehrt. Ob als Anlagewohnung, die wieder veräußert wird, oder als Objekt, das so lange fremdvermietet wird bis man selbst in der Pension mietkostenfrei und günstig leben kann. Wer es sich leisten kann, investiert daher in Eigentum. Das Ausnutzen von Steuervorteilen erleichtert diesen Schritt ebenso wie die zu erwartenden Renditen. In unserer aktuellen Ausgabe des „Vorarlberger Immobilien-Markt“ kommen daher Experten zu Wort, die das Thema Anlage erläutern. Apropos Finanzen: Ob bei einem Haus ein Keller gebaut wird oder nicht, ist neben dem finanziellen Aspekt zunehmend eine Frage des Raumbedarfes und der Energie. Das Land Vorarlberg hat heuer wieder rund 85 Millionen Euro für die Wohnbauförderung ausgeschüttet. Ein großer Teil davon betrifft energetische Sanierungen, die unser Land näher zur „Energiezukunft 2050“ bringen. Breiten Raum im vorliegenden Journal nimmt auch der Holzwohnbau ein. Die Vorarlberger Holzbaukunst verfügt über eine hohe Strahlkraft über das Land hinaus und der Anteil von Holzobjekten am Gesamtwohnbau nimmt stetig zu. Ein Thema der Materialien betrifft auch den wichtigsten Raum des Hauses: die Küche. Welche Arbeitsflächen hier gewählt werden, wie neue Techniken die Ergonomie unterstützen und ob offenes Wohnen ein praktikables Konzept darstellt, lesen Sie auf den kommenden Seiten.

Ihr Redaktions-Team

Impressum Verleger (Medieninhaber) und Hersteller: Vorarlberger Graphische Anstalt Eugen Russ & Co., Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach. Redaktion: Andrea Fritz-Pinggera. Titelbild: Philipp Steurer/ VN. Fotos: Shutterstock, Philipp Steurer, Marcel Hagen, Prisma, Olina Küchen, Fussenegger Wohnbau, Markus Gmeiner, Hermann Kaufmann. Umsetzung: Patricia Leitner. Anzeigenberatung: Vorarlberger Medienhaus, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Tel. 05572 501-4, Fax 05572 501-245. Erscheinungsdatum: 27. September 2011

Immer noch ein Traumziel Vorarlberger Immobiliennachfrage bleibt ungebrochen hoch Immobilien-trend. Die Wirtschaft im Ländle hat sich dieses Jahr erfreulich positiv entwickelt, auch die Nachfrage nach Immobilien bleibt daher sehr hoch. Wer kann, investiert derzeit aufgrund der Vorgänge an den Finanzmärkten statt in Aktien lieber in Gold, Grund und Boden. Gold wirft keine Erträge ab, Immobilien hingegen schon. Aus der Maklerbranche ist zu hören: Die Preissteigerung bei Immobilien liegt derzeit noch im Schnitt mit Ausnahme von besten Lagen, die sehr begehrt sind und somit höhere Steigerungen verzeichnen. Beim ebenfalls stark nachgefragten Mietmarkt geht die Schere in der Qualität und somit auch bei den Kosten weiter auseinander. Ausgezeichnete Qualität zu einem entsprechenden Preis ist verfügbar, gute Qualität zu vernünftigen Preisen ist im Moment Mangelware. Aktuell boomt auch der LändleMietwohnungsmarkt enorm, einerseits da durch erschwerte Kreditvergaben der Traum vom Eigentum zu einem späteren Zeitpunkt zurückgestellt werden muss, andererseits weil die Nachfrage in Vorarlberg durch den Arbeitskräftezuzug aus dem EU-Raum nach wie vor stark gegeben ist. Die Kosten für das Wohnen steigen, das geben alle Experten unumwunden zu. Thomas Peter von der WKV führt dies auch auf aktuelle Auflagen und Richtlinien (Brandschutz, Energieeffizienz, Barrierefreiheit), die insgesamt gesehen ihre Berechtigung haben, zurück. Der Wunsch nach Eigentum und einer mietzahlungsunabhängigen Pensionszeit ist daher nur allzu verständlich. Wem eine neue Immobilie zu teuer ist, der greift auch gerne auf eine Gebrauchtimmobilie zurück, die bis

zur eigenen Nutzung fremdvermietet wird. Dies zeigt sich derzeit in Vorarlberg deutlich: „Der Gebrauchtimmobilienmarkt wie der Mietmarkt sind trocken, und Gebrauchthäuser gehen weg wie warme Semmeln, auch gebrauchte Wohnungen in der Bodenseeregion sind kaum zu finden“, wie es ein Fachmann im Bezirk Bregenz auf den Punkt bringt. Allerdings ist der Herbst auch eine wahre Immobiliensaison. Im

viele Leute ihr Geld in Immobilien an. Hier entscheidet hauptsächlich die Lage über den Preis.“

Bezirk Dornbirn ist dasselbe zu hören: „Der Grundstücksmarkt ist fast komplett trocken, da hier in der Vergangenheit hohe Preissteigerungen erzielt werden konnten und heute fast niemand ein Grundstück verkauft ohne für den Ertrag sofort eine Verwendung zu haben.“

gewaltigen Vorzieheffekt. Jeder wollte noch die alte Richtlinie und stellte – wenn möglich – einen Antrag.

Makler-Fachgruppenobmann Elmar Hagen will statt trocken eher ein anderes Wort gebrauchen. „Der Immobilienmarkt ist träge, aber immer noch gut, konkrete Preisangaben wage ich im Moment nicht abzugeben. Die Preisentwicklung sehe ich nach oben gehend, der Markt differenziert stark. Da die Finanzmarktkrise noch nicht ausgestanden ist, legen

Lothar Hinteregger von der Wohnbauförderungsabteilung des Landes berichtet aktuell: Die Zahl der neuen Anträge ist nach der Antragsflut vom Dezember 2010 zurückgegangen und liegt etwas über den Zahlen früherer Jahre. Im letzten Dezember kam es unter anderem auch zu einem

Die Sanierungsdarlehen und Einmalzuschüsse werden nach wie vor sehr stark beansprucht, weil die Sanierungsförderung im Rahmen der Energiezukunft 2050 sehr attraktiv ist. Die zugesagten Förderungen werden trotz der bereits erfolgten Erschöpfung des Sanierungstopfes durch zusätzlich freigegebene Mittel in Höhe von 15 Mio. Euro ausbezahlt werden. Weitere Informationennunter: www.vorarlberg.at www.mustersanierung.at www.klimafonds.gv.at


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Der Vorarlberger immobilien-markt

Dienstag, 27. September 2011

Immobilien: Sicherheit oder Rendite? Weg vom Geld– und hinein in den Immobilienmarkt ist eine Frage der persönlichen Motive Geldanlage. Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten begünstigen den Vorarlberger Immobilienmarkt. Anlegerwohnungen gelten nach wie vor als stabiler Wert und werden noch intensiver nachgefragt. Jede Anlageform hat ihre Vorteile und auch Risiken. Ob Gold, Diamanten oder Wohnungen, die Risiken sind unterschiedlich verteilt. Eine seriöse Beratung schützt vor Überraschungen. „Eine Anlegerwohnung ist traditionell eine sichere und wertbeständige Investitionsform. Mit dem Rhomberg Investorenpaket erhalten Anleger umfangreiche und professionelle Unterstützung beim Kauf ihrer Vorsorgewohnung.“ Katharina Böhler, Geschäftsfeldleiterin Wohnbau Rhomberg Bau GmbH

Alexander Walterskirchen (Finanzierungsexperte der Hypo Landesbank): „Einem reinen Investor geht es um etwas anderes als dem Endverbraucher. Der Investor will sowohl Rendite wie Steuerersparnis mit einer Immobilie erzielen, der Endver-

braucher evtl. eine Altersvorsorge schaffen oder schuldenfrei sein.“ Auch Kosten-Nutzen-Überlegungen spielen hier eine Rolle: Anlegerwohnungen werden später evtl. wieder verkauft, eigene Immobilien langfristig, meist lebenslang bewohnt und nicht veräußert. Jedenfalls sind Banken in den vergangenen Monaten verstärkt mit dem Wunsch nach sicheren Anlagen sowie Fragen zum Immobilienkauf konfrontiert worden. Bei entsprechend großem Portfolio wird die Streuung als oberstes Gebot gesehen. Der Durchschnittskonsument hingegen fragt sich: „Was sind meine 100.000 Euro auf dem Sparbuch später noch wert?

hen. Der Immobilienmarkt ist in Bewegung und entsprechend veränderbar. Fallen die Immobilienpreise jedoch, was bei Zinssteigerungen immer wieder der Fall ist, werden für Investoren andere Anlageformen attraktiver. Alexander Walterskirchen: „Die Wohnung als Veranlagungsform heißt: ich kann von 25 % Eigenkapital bis zu 100 % Eigenkapital einbringen. Manche Kunden

legt, oder, der oben erwähnte Durchschnittskonsument ist. Und was sind die drei wichtigsten Punkte bei einer Investorenimmobilie? Lage, Lage, Lage. Um mit einer Immobilie nicht auf die Nase zu fallen, muss man darauf achten, an Standorten zu investieren, an denen die Rahmenbedingungen stimmen – von der Verkehrsanbindung über Infrastruktur bis hin zum Freizeitangebot. Das ist

Zinssteigerungspotenzial

Bieten Immobilien Schutz vor Inflation? Bei Immobilien als Investment (nicht als Eigenbesitz) muss die Rendite beachtet werden. Liegt diese wie derzeit bei ca. drei Prozent während man für Anleihen und am Sparbuch ebenfalls nicht mehr bekommt, ist das Immobilieninvestment positiv zu beurteilen. Allerdings sind hier keine Garantien über einen längeren Zeitraum zu se-

Mietfrei wohnen ist ein Hauptargument beim Immobilienkauf.

wünschen einen Kapitalschutz. Beim Gold hingegen ist kein laufender Ertrag vorhanden, bei der Wohnung wird durch Vermietung die Rendite erzielt. Erhoffte Renditen bewegen sich momentan zwischen 2,5 und 5 Prozent.“ Expertenrat unbedingt einholen

Egal ob die Immobilie als Investment oder Vorsorge gekauft wird, gute Beratung ist unerlässlich.

cken erworbene Wohnungen, die über einen Kredit finanziert werden, dessen Rückzahlungsraten bei Weitervermietung durch monatliche Mieteinnahmen gedeckt werden, erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Klassische Tilgungskredite, die im Anlegerbereich mit einer Maximallaufzeit von 20 Jahren abgeschlossen werden, bilden den Löwenanteil. Laufzeiten bei eigengenutzten Immobilien sind länger, im Anlegerbereich sind diese durch den steuerlichen Durchrechnungszeitraum von 20 Jahren auf diese Laufzeit begrenzt.

Denn trotz Inflationsanpassung könnten Mietrenditen wegen hoher Anleihezinsen weniger interessant werden. Die komplexe Materie des Wechsels vom Geldin den Immobilienmarkt wissen daher am besten Experten zu beurteilen. Zu unterscheiden ist hierbei der Anlegertyp – ob man ein risikofreudiger Anleger, der großen Wert auf die Rendite

vor allem in wirtschaftsstarken Ballungsräumen wie Dornbirn und Bregenz der Fall.

Alexander Walterskirchen: „Das Zinsniveau ist derzeit nach wie vor tief. Zwar ist es dieses Jahr leicht gestiegen, aber immer noch günstig. Die Eurogeldmarktzinsen stiegen um ein knappes Prozent. Im Moment stagnieren sie durch die aktuellen Vorkommnisse. Prognosen sind jedenfalls eher schwer zu treffen und daher fraglich. Auf ein Jahr hinaus ist ein Zinssteigerungspotenzial zwischen 0,5 und 1 Prozent möglich.“

Kreditformen für Anlegerwohnungen

Risiko minimieren

Die bis vor wenigen Jahren noch sehr beliebten endfälligen Kredite sind aufgrund der Geschehnisse der letzten drei Jahre kein großes Thema mehr. Im selbst genutzten Wohnraum werden diese kaum mehr eingesetzt, bis auf kleinere Anteile, die man im Hinblick auf Generationenüberlegungen finanziert. 20 % der aufgenommenen Summe können „stehenbleiben“, wenn Kinder das Haus übernehmen. Bei Anlegerwohnungen sind noch geringe Anteile in Höhe von ca 20 % endfällig. Zu Anlagezwe-

Für einen Teil der Finanzierung kann der Anleger einen Zinsschutz durch eine Zinsobergrenze erhalten. Bauspardarlehen werden mit 6 % Obergrenze, die auf die ganze Kreditlaufzeit gültig sind, vergeben. Auch hier gibt es jährliche Zinsanpassungen – es gibt auch eine Untergrenze, die bei rund 3 % (teils 2,9 %) liegt. Hier sinken die Bausparzinsen nicht so wie bei Bankzinsen. Verschiedenste Bankinstitute vergeben derzeit Kredite mit einer Zinsobergrenze. Informieren lohnt sich in jedem Fall.


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Der Vorarlberger immobilien-markt

Dienstag, 27. September 2011

Steuervorteile gut nutzen

Umsatzsteuerrückvergütung, allgemeine Abnutzungs- und Investitionskostenabschreibung versüßen Immobilienkauf Steuer. Immobilien sind Anlagen, die nach derzeitiger Betrachtungsweise als langfristig bezeichnet werden können, jedoch nur bedingt der Vermögensbildung dienen. Hier gäbe es am Finanzmarkt andere Möglichkeiten. Anders sieht es hingegen aus, wenn mithilfe von Immobilien Steuervorteile ausgenutzt werden sollen. Durch die Vermietung einer Anlegerwohnung wird der Eigentümer zum Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Da„Investieren Sie jetzt in Immobilien, in Zeiten der EuroAbschwächung. Wertbeständige Sachwerte als ideale Vermögensanlage. Wir übernehmen für Sie die kostenlose Vermietung.“ Manfred Eisbacher, Verkaufsleiter, Schertler-Alge GmbH

durch erhält man die im Kaufpreis der Wohnung enthaltene Umsatzsteuer zurück und zahlt für die Anlegerwohnung um 20 Prozent weniger – oder kurz gesagt, man erwirbt die Wohnung brutto für netto. Dies ist bereits für viele ein Anreiz, ihr Geld in Wohnungen statt andere Anlageformen zu investieren.

Immobilien sind Sachwerte, die – eine gute Lage vorausgesetzt – über viele Jahre einen entsprechenden Gegenwert darstellen und durch Mietzahlungen konstant für Einnahmen sorgen. Grundvoraussetzung ist von Anbeginn an eine solide Beratung. Steuerprofis berechnen bereits vor dem Kauf den Eigenkapitaleinsatz. Der eigene Einkommenssteuersatz ist ebenso ein Faktor wie die Laufzeit, ob man ein neues oder gebrauchtes Objekt erwirbt, welche Sanierungen anstehen etc. Bei Anlegerwohnungen kann die Eigenkapitalquote von 15 % aufwärts bis zu 50 % betragen, bei einer höheren Quote ist die Auswirkung auf die steuerliche Abschreibung im Vorfeld genau zu betrachten. Bei Kleinstwohnungen mit geringem Mietertrag ist durchzurechnen, ob eine Kreditfinanzierung überhaupt sinnvoll ist. Diese Fragen kann am besten ein Wirtschaftstreuhänder oder Steuerberater beantworten. Verluste und Investitionen Da sich durch die höheren Zinsbelastungen in den Anfangsjahren im Verhältnis zu den Mieteinnahmen Verluste er-

Viele überlegen sich auf dem Weg zum eigenen Haus vorher den Kauf einer Anlegerwohnung.

geben, können diese jährlichen Anfangs-Verluste mit anderen Einkünften in jedem veranlagten Jahr gegenverrechnet werden. Wohnungen bedürfen – im Gegensatz zu Kapitalsparbüchern und Co – der Pflege. Investitionen in Form von Reparaturen und Sanierungen sind zu tätigen, um den Werterhalt zu garantieren. 1,5 % jährlich Absetzung für Abnutzung Die Abwohnung ist bei jedem Objekt ein zu beachtender Faktor – ein Teil der Miete muss immer reinvestiert werden. Die Rendite wird zwar kleiner weil man die Immobilie in Schuss halten muss – aber dies kann auch steuerlich vorteilhaft sein.

Von den Mieteinahmen können verschiedene Beträge, wie die Abnutzung der Wohnung, abgezogen werden. Allein der Gebäudeanteil wird auf 67,5 Jahre abgeschrieAuch wenn Steuervorteile locken, ist eine gute Steuerberatung auf dem Weg zur eigenen ben, was 1,5 Prozent sogenannter Immobilie das Um und Auf. Afa jährlich ausmacht.

Mietausfälle miteinberechnen Voraussetzung für die steuerlichen Vorteile ist, dass alleine aus der Vermietung der Vorsorgewohnung innerhalb von 20 Jahren insgesamt ein „Totalüberschuss“ (Summe aller NettoMieteinnahmen abzüglich Zinsbelastungen und 1,5 % Abschreibung vom Netto-Kaufpreis samt Nebenkosten in 20 Jahren nach dem Anschaffungszeitpunkt) erzielt wird. Sollte dies nicht der Fall sein, wird „Liebhabe„Mit unseren exklusiven Anlegerwohnungen vergolden Sie nicht nur Ihr Geld, sondern kommen auch noch in den Genuss der Umsatzsteuer-Rückerstattung und sonstigen steuerlichen Vorteilen.“ Martin Kohler, Geschäftsführer Karrenblick Immobilien GmbH

rei“ unterstellt und die steuerlichen Vorteile müssen wieder zurückbezahlt werden bzw. werden von vornherein nicht aner-

kannt. Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater bewahren vor solchem Unbill: Dem Finanzamt ist eine plausible Prognoserechnung vorzulegen. Mietausfälle oder Leerstände durch Mieterwechsel sind in dieser ebenfalls zu berücksichtigen. Vorsicht Spekulationssteuer Wer eine Vorsorgewohnung erwirbt, muss sich über die Langfristigkeit dieser Anlage im Klaren sein. Die Immobilie kann durchaus später wieder verkauft werden – allerdings nicht vor 10 Jahren. Wird die Vorsorgewohnung innerhalb von 10 Jahren nach Anschaffung, die Berechnung erfolgt von „Tag zu Tag“, verkauft, so muss die vom Finanzamt ursprünglich refundierte Vorsteuer aliquot (pro Jahr ein Zehntel) wieder an das Finanzamt abgeführt werden. Zudem ist ein eventueller Veräußerungsgewinn (Verkaufspreis abzüglich Nettokaufpreis inkl. Nebenkosten und sonstiger Kos-ten) mit dem vollen Steuersatz zu versteuern.

Kann ich mir Eigentum leisten?

Immobilienkredite laufen mindestens 20 Jahre und müssen gut geplant sein Finanzierung. Wer seinen Wohntraum verwirklichen will, kommt um eine professionelle Beratung kaum herum. Ob Wohnung, Reihen- oder Doppelhaus, mit der Finanzierungsplanung beginnt die Konkretisierung privater Wohnträume. Was ist an Eigenkapital vorhanden, wie wird die Immobilie finanziert? Wird ein Bauspardarlehen als sichere Form, Wohnraum langfristig solide zu finanzieren, gewählt? Die Vorteile sind die Unabhängigkeit von Kursund Währungsschwankungen und kalkulierbare Rückzahlungsraten für den Kreditnehmer während der gesamten Laufzeit. Wird klassisches Baugeld in Anspruch genommen – mit fixer oder variabler Verzinsung? In jedem Fall beeinflussen die Eigenmittel, die

Rückzahlungsdauer und allfällige Förderungen die Finanzierung. Mit einer exakten Kostenplanung ist der Grundstein für ein erfolgreiches Projekt „Eigentum schaffen“ gelegt. Sämtliche anfallenden „Unsere Kunden profitieren von hohen Förderungen, speziellen Finanzierungsmöglichkeiten und aufgrund der hohen Bauqualität von niedrigen Betriebskosten. Man könnte sagen: ‚Besser bauen, heißt günstiger wohnen‘.“ Wolfgang Lang, Leitung Verkauf und Marketing Atrium – Raum für Ideen

Kosten – von der Vermittlungsgebühr, Grundstücks- und Erschließungskosten, Gebühren, Steuern, Bau- und Einrichtungs-

kosten müssen berücksichtigt werden. Die manchmal wenig beachteten Nebenkosten für Makler, Grundsteuer und Notar können in Summe ca. 10 % des Immobilienwertes ausmachen. Eigenkapitalanteil Ob geerbt, gespart, als Bauspardarlehen, Sparguthaben oder Bargeld vorhanden – ideal sind zwischen 20 bis 40 % Eigenmittelanteil für die Immobilienfinanzierung. Realistische Überlegungen und eine seriöse Finanzierungsberatung bringen zutage, was an Belastungen für die Dauer der gesamten Laufzeit auf Bauherren und -käufer zukommen. Einnahmen und Ausgaben der Familie gehören dazu ebenso wie ein Ausfall eines Einkommens durch Karenzierung,

Jobverlust, Jobwechsel oder zusätzliche Ausgaben durch eine Familienvergrößerung, Neuanschaffungen wie Auto oder aufwendige Hobbys. Die Gegenüberstellung der monatlichen Einnahmen und Ausgaben ergibt, so sie offen und ehrlich vorgenommen worden ist, auch ein Abbild der Leistbarkeit. Wer nur mit Urlaubsverzicht und

ohne Zahnspangenzahlungen oder Autoreparatur monatlich knapp über die Runden kommt, sollte von einer Verschuldung über die Dauer einer Laufzeit von 25 Jahren Abstand nehmen. Klarheit bringt hier das Durchrechnen und Gespräch mit dem Bank- oder Finanzierungsberater.

Ein klarer Überblick über monatliche Ein- und Ausgaben ist vor jedem Kauf notwendig.


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Der Vorarlberger immobilien-markt

Dienstag, 27. September 2011

Das Gesamte betrachten

Quartiersbetrachtungen für eine nachhaltige Zentrumsentwicklung und qualitativ hochwertigere Wohnsituationen Wohnen. Der Zusammenhalt zwischen Bürgern wandelt sich, Naherholungsangebote und Versorgungsstrukturen schwinden, es mangelt zunehmend an Grünflächen und Kommunikationsräumen, bauliche und gestalterische Schwächen werden sichtbar. Städten, Gemeinden und Bauträgern kommt beim Thema Quartiersentwicklung eine große Bedeutung zu. Heute, wo die Zahl der alten Menschen rasch ansteigen wird, suchen Soziologen, Planer und Architekten nach Lösungen, um den Menschen mehr Beziehungen im Quartier und älteren Menschen ein längeres Verweilen zu Hause zu ermöglichen. Wo man geliebt, gelebt und gearbeitet hat, von dort stammen die Lebensbezüge und auch die Ressourcen und die

weile einzelne Bauträger diese Thematik aufgreifen. Bei der im Frühjahr bis Frühsommer durchgeführten Veranstaltungsreihe „Das Quartier der Zukunft“ ging es darum, Inputs aus dem reichen Erfahrungsschatz der Nachbarregionen und Städte einzubringen und gleichzeitig den Vorarlberger Initiativen der Quartiersentwicklung ein Diskussionsforum zu bieten. In einer Zusammenführung der vielfältigen Perspektiven sollten Impulse für die Entwicklung von Quartieren entstehen, die auch für unsere Enkel noch lebenswert sind. Die Bauträgersicht „Wir finden, dass eine geregelte Quartiersentwicklung eine Grundvoraussetzung bei allen Projeken ist, die wir durchführen

Gute Beziehungen zeichnen das Wohnen im Quartier aus.

Probleme, die man mit sich trägt. Für eine Gemeinde lohnen sich Investitionen in den Aufbau eines Quartiers. Dieser Aufbau braucht Zeit. Gut geplant, wird das Quartier auch eine lange Zeit bestehen. Vorarlberger Initiative Die „Vision Rheintal“ hat sich mit der Quartiersentwicklung ebenso auseinandergesetzt, wie mittler-

– in allen Städten und Gemeinden, noch mehr sogar am Stadtrand. Diese Thematik bildet die Grundlage für Nachhaltigkeit“, erläutert Bernhard Ölz von der Prisma-Gruppe. „Diese besteht bereits zu Beginn in einer umfassenden Quartiersbetrachtung. Ein einzelnes Grundstück hat keine Berechtigung, dass man es isoliert betrachtet und es einfach aus dieser Sichtweise bebaut. Langfristig

Die größte Baustelle Vorarlbergs in Götzis „Am Garnmarkt“ dient der neuen Zentrumsgestaltung der Kummenberggemeinde.

funktioniert es nur optimal, wenn man die umliegenden Grundstücke auch betrachtet und mit Stadt und Land auch koordiniert und kooperiert. Was funktioniert, was sind Grenzen? Potenziale, Infrastrukturen und Dienstleistungen sind zu berücksichtigen. Eine Gesamtbetrachtung ist für uns daher unumgänglich, um langfristig und nachhaltig zu arbeiten. Das Ergebnis muss man spüren und sich wohlfühlen.“ Durchmischung von Wohnen, Arbeiten und Einkaufen In Götzis Am Garnmarkt besteht und entsteht auch weiterhin ein solches Quartier. Eine Zentrumsgestaltung von zugleich dörflicher wie urbaner Natur vollzieht sich in dem 40.000 m² umfassenden Areal. Viel Wohnraum in von unterschiedlichen Architekten errichteten Wohngebäuden vom Niedrigenergiehaus bis zum Passivhaus, eine Flanierzone, Polizei, Bibliothek, Bäckerei, Friseur,

Modegeschäfte, Kinderbetreuung, Blumenladen, Personalberatung und Co wurden bereits realisiert. Bernhard Ölz: „Durchmischungen sind sinnvoll. Auch bei den Wohnmöglichkeiten – ob Eigentum, Miete, frei finanzierter Wohnbau, sozialer Wohnbau und betreutes Wohnen. Einzige Nutzerkonflikte können mit der Gastronomie entstehen. Auch hier hat

Am Garnmarkt den Vorteil, dass durch die Tiefgarage weitestgehend autotürenschlagende Gäste im Untergeschoss nicht mehr zu hören sind. Ölz dazu: „Urbanität setzt Toleranz voraus. Toleranz brauchte es beim Dorf und auch beim modernen Quartier.“ Mehr Informationen unter: www.vision-rheintal.at www.garnmarkt.at

Quartiersbetrachtung in der Wohnbauförderung Ausgangspunkt ist die Betrachtung eines Bauvorhabens in Bezug auf das gesamte umliegende Quartier. Erst die Berücksichtigung der dort lebensrelevanten Parameter ermöglicht bei neuen baulichen Aufgaben eine Qualitätssteigerung im Wohnbau herbeizuführen. Die Quartiersbetrachtung ist ein wichtiges Instrument für die Gemeindeentwicklung bei größeren Wohnanlagen (ab 25 Wohnungen). Bereits bei der Baugrundlagenbestimmung sollen die Anforderungen durch die Gemeinde definiert werden. Eine Qualitätssicherung ist gegebenenfalls mit Unterstützung der Abteilung „Raumplanung und Baurecht“ des Landes durch die Gemeinde durchzuführen. Der Nachweis über die Quartiersbetrachtung erfolgt in Form einer schriftlichen Stellungnahme des Bürgermeisters zum Bauvorhaben. Diese Stellungnahme geht auf die im Leitfaden zur Quartiersbetrachtung angeführten Parameter ein.

Eine außergewöhnliche Wohnform der Zukunft? Ein spezielles Konzept des gemeinschaftlichen Bauens ist an der Zürcher Wohngenossenschaft KraftWerk ersichtlich Wohnen. Hier herrscht eine intensive Durchmischung der Siedlung mit verschiedensten Wohnformen: von der Singlewohnung bis zur Familie, von der Wohngemeinschaft bis zum betreuten Wohnen. Vielfältige Wohnformen, ein aktives Gemeinschaftsleben und

ökologisches Bewusstsein prägen den Spirit dieser Siedlung. 

 1995 wurde die Bau- und Wohngenossenschaft KraftWerk1 gegründet, um die gleichnamige Siedlungsgemeinschaft in ZürichWest zu realisieren. Seit 2001

wohnen auf über 10.000 Quadratmeter Wohnfläche etwa 240 Personen in unterschiedlichen Lebensformen vom Single-Haushalt bis zur Großwohngemeinschaft und 90 Personen arbeiten auf knapp 3000 Quadratmetern Arbeits- und Begegnungsfläche.

Neben 2,5- bis 6,5-Zimmer-Wohnungen finden sich auch Wohngemeinschafts-Cluster, Großhaushalte sowie Arbeits- und Gemeinschaftsräume. Die Bewohner erklären: „Nicht einfach Wohnraum, sondern eine neue Art des Zusammenlebens oder ein Stück Stadt wurde hier realisiert“. KraftWerk1 zeigt eine Vielfalt von gelebten Wohnformen, initiativen Bewohner(Inne)n sowie eine attraktive Infrastruktur: hier wurden Kinderstrukturen, Gästezimmer, Konsumdepot, Dachterrasse und Car-SharingStandort eingeplant. Die Bewohnerstruktur

Ein Gemeinschaftswaschsalon im Eingangsbereich dient sogar als Kommunikationszentrum.

(Symbolbild)

In KraftWerk1 wohnen rund 190 Erwachsene und 45 Kinder, bzw. Jugendliche. Rund ein Drittel der Wohnungen werden von Erwachsenen mit Kindern bewohnt. Vom Single-Haushalt im 2-ZimmerAtelier über die klassische Familienwohnung bis hin zu mittleren und großen Wohngemeinschaften mit und ohne Kinder und Suiten

sind dem Wohnen kaum Grenzen gesetzt. Zur Siedlung gehört auch ein breites Infrastruktur-Angebot. Restaurant, Friseursalon, Blumen/ Früchteladen und Konsumdepot schaffen eine lebendige Verbindung zum Quartier. Waschsalon, Pantoffelbar, ein Gästezimmer und ein großer Gemeinschaftsraum mit Küche und angrenzender Dachterrasse stehen ausschließlich den Mieter(Inne)n und ihren Gästen zur Verfügung. Ein Teil der Siedlungsinfrastruktur wird von den Bewohner(Inne)n gestaltet. So werden Servicestationen betrieben und Dienstleistungen wie Fahrradflicken etc. angeboten und im Sportraum kann tüchtig gelärmt werden. Der Energieverbrauch ist hier ebenfalls geringer: Nicht jeder hat dank des Waschraumes seine eigene Waschmaschine, nicht jeder sein eigenes Auto, sondern ein miteinander genutztes Auto. KraftWerk 2 soll demnächst entstehen, an KraftWerk 3 wird bereits geplant Mehr Informationen unter: www.kraftwerk1.ch


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Der Vorarlberger immobilien-markt

Dienstag, 27. September 2011

Keller als Finanz- und Glaubensfrage Bereits beim Grundstückskauf stellt sich die Frage, ob ein Keller gebaut werden soll oder nicht

Tiefbau. Braucht man einen Keller? Gibt es andere Lösungen? Der Keller verteuert zwar den Hausbau, sorgt aber auch für den Werterhalt eines Hauses. Oder kann man aus energetischer Sicht eigentlich alles anders betrachten?

ersetzen vorderhand die Kellerräumlichkeiten. Zudem ist an den Bau eines kleines Gartenhauses auf dem geräumigen Grundstück gedacht – kostengünstig und aus Holz.

Meist haben Bauherren eine klare Vorstellung davon, wie ihre Raumaufteilung und Kellernutzung aussieht. Vielfach wird jedoch auch erst aufgrund von Berechnungen klar: Der Keller ist eine Kostenfrage. Bei manchen jedoch noch mehr: es wird eine Glaubensfrage. Fachleute raten daher, das Für und Wider bei der Realisierung des Kellers gut abzuwägen.

Ein kinderloses Ehepaar benötigt vielleicht weniger Räume als eine Familie mit vielen Kindern. Was für die einen eine unnütze Verteuerung, ist für die anderen eine vergeudete Chance. Der Entscheid gegen einen Keller ist unwiederbringlich: Eine nachträgliche Unterkellerung ist nicht möglich. Gartenhäuser sind eine Option, die Planung von – meist nordseitig gelegenen – Nebenräumen für die Unterbringung der zahlreichen Gegenstände unserer Wohlstandsgesellschaft gehört ebenfalls dazu.

Keller oder Nebenräume? Bei vielen Neubauten wird aus Kostengründen auf den Keller verzichtet, was die Unterbringung von Haustechnik, Geräten, Lagerfläche etc. in anderen Räumlichkeiten erfordert. Vielfach werden Waschküche, Gartengeräte und Haustechnik in Anbauten untergebracht, was bei knappem Boden und modernen Dämmanforderungen die Baukosten nicht unbedingt im gewünschten Ausmaß verringert.

Individuelle Planung

Ein Keller gehört für viele einfach zum Haus wie das Dach.

Wasserundurchlässig Für einen WU-Keller (wasserundurchlässigen Keller) fallen bei ca. 80 bis 90m² zwischen 30.000 und 45.000 Euro an Kosten an. Für den Aushub muss, je nach Gegebenheit, mit ca. € 6000,– gerechnet werden. Verzichtet man auf eine Unterkellerung muss man auch an die notwendigen Erd- und Fundamentarbeiten, die Bodenplatte, die alleine schon ca.15.000 Euro kosten kann, die horizontale Feuchtesperre, frostsichere Ersatzflächen im Haus sowie oberirdische Kellerersatzräu-

me denken. Dafür können gesamt im Schnitt zwischen 15.000 und 25.000 Euro Kosten anfallen. Der Mehrpreis des Kellers liegt je nach Berechnungsart und Ausführung somit zwischen 5000 und 15.000 Euro. Weil ein Angebot jedoch immer individuell kundenspezifisch erstellt wird (lt. Planvorgaben, Grundstücksbeschaffenheit, Isolierung ja/ nein etc.) sind diese Preise nur unverbindliche Richtwerte. Grund genug für Familie K. aus Hard, sich gegen den Keller zu entscheiden. Die große Garage und Schränke mit viel Stauraum

Gut ausgebaute Kellerräumlichkeiten ermöglichen komfortable Waschküchen, Hobbyräume und mehr.

Die Kellerbefürworter Zum Haus gehört ein Keller, sagen Befürworter wie die vierköpfige Familie F. aus Mäder. Sie haben sowohl Hobbyraum wie Büro und Fitnessecke in das Untergeschoss verlegt und sind überzeugt: ein Haus mit Keller bietet einen attraktiven Mehrwert. Der kleine Bauplatz ihres

Mancher Keller beherbergt eine Sauna.

Reihenhauses konnte so optimal genutzt werden, die Grünflächen im Garten blieben erhalten. Im Souterrain entstanden laut ihren Berechnungen kostengünstig zusätzliche Wohn-, Arbeits- und Lagerräume. Der Quadratmeter Kellernutzfläche kostet im Regelfall zwischen 300 und 500 Euro, im Erdgeschoss dagegen zwischen 1200 und 2200 Euro. Damit sind Kellerräume preisgünstig -30 % zusätzliche Fläche führen zu Mehrkosten von 10–15 %. Wohnraumnutzung Der Keller ist längst nicht mehr nur praktischer Stauraum für die Heizungsanlage, Waschmaschine und für allerlei Vorräte. In den vergangenen Jahren hat der Hauskeller auch als Wohnraum zunehmend an Bedeutung gewonnen. Durch seine dicken Decken vom restlichen Haus akustisch gut abgetrennt, erweist er sich etwa als idealer Ort für lautstarke oder platzfordernde Hobbys sowie als Partyräumlichkeit. Ein entsprechend gestaltetes Untergeschoss kann aber auch mit seinen Wohnqualitäten als Gästezimmer, Spielzimmer, Lesezimmer, Musikzimmer, ja sogar eine Einliegerwohnung oder Fitnessräume mit Sauna und Whirlpool beherbergen. Bezahlt macht sich ein Keller evtl. auch bei einem späteren Verkauf des Hauses. Maklerbefragungen zufolge liegt der Kaufpreis eines nicht unterkellerten Gebäudes in den meisten Fällen derzeit zwischen 10 und 20 Prozent niedriger. Auf den Punkt gebracht: „Häuser mit Keller lassen sich in Vorarlberg einfacher verkaufen“. Was für Familie M. aus Lustenau dennoch kein Thema ist: Sie bauen ein Passivhaus ohne Keller – das seinen Wert aufgrund der weitgehenden Unabhängigkeit von Energiepreisen bewahren soll.


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Fenster öffnen trotz Komfortlüftung Die Komfortlüftung hat ihren Namen nicht von ungefähr – dennoch bestehen viele unterschiedliche Vorbehalte Technik. Es gibt viele Mythen zum Thema Komfortlüftung. Eine der größten ist die Behauptung, man dürfe kein Fenster mehr öffnen. Natürlich kann man dies tun – es ist nur nicht mehr wie bei der klassischen Lüftung notwendig. Laut Untersuchungen müsste für eine hohe Luftqualität der Bewohner alle zwei Stunden eine Stoßlüftung durchgeführt werden – und Hand aufs Herz – wer macht das wirklich? Lüftungsanlagen hingegen gewährleisten eine ständige Frischluftzufuhr und führen gleichzeitig Schadstoffe, Gerüche und überschüssige Feuchtigkeit ab. Ein besonderer Vorteil besteht darin, dass die zugeführte Frischluft zuvor mit einem Filter von Staub, Pollen und Sporen gereinigt wird. Über ein einfach zu bedienendes Steuergerät im Wohnraum kann die gewünschte Luftmenge eingestellt werden. Wer gerne zwischendurch über Fenster lüftet, kann dies ohne Einschränkungen tun. Ein weiterer Mythos betrifft die Geruchswelt: Es sei mit einer Komfortlüftung unmöglich, Kochgerüche zu eliminieren. Auch hier gilt: durch die kontrollierte Wohnraumlüftung ist der kontinuierliche Luftaustausch sichergestellt. Je nach Anforderung (Abwesenheit, Anwesenheit, Feier, intensives Kochen, etc.) wird

Das ist auch der Grund, wieso seit Jahrzehnten jährlich Tausende Raumluftbefeuchter und Raumluftentfeuchter verkauft werden und warum gleichzeitig Schimmelprozesse geführt werden. Das richtige Maß zu lüften ist eben nicht sehr leicht. Eine richtig eingestellte Lüftungsanlage macht das automatisch. Warum Komfortlüftung? Modernes Bauen und innovative Haustechnik haben es ermöglicht, den Energieverbrauch von Gebäuden deutlich zu senken. Um besonders niedrige Energieverbräuche zu erzielen, ist es wichtig, diese Gebäude mit Komfortlüftungen auszustatten. Das spart nicht nur Energie, sondern sorgt auch Tag und Nacht für frische Luft und das bei jeder Witterung und ohne lästiges Lüften. Gleichzeitig ist ein Öffnen der Fenster jederzeit möglich. Der äußerst geringe Energieverbrauch in energieeffizienten Neubauten und Sanierungen ist nur mit einer Lüftungsanlage möglich. Eine Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung besteht im Wesentlichen aus einem zentralen Lüftungsgerät und einem Verrohrungssystem. Über die Verrohrung wird den Wohnräumen ständig Frischluft zugeführt und

Komfortlüftungen sorgen durch Kontinuität für spürbare Behaglichkeit.

die Austauschrate festgelegt. Und die Vorarlberger Nationalspeise Kässpätzle riecht bei jeder Art Lüftung etwas nach. Auch der Mythos der zu trockenen Luft in Passivhäusern mit Komfortlüftung wird spielend entkräftet: Egal ob über die Fenster oder mechanisch gelüftet wird: wie trocken oder wie feucht die Luft ist, ergibt sich aus dem Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft, der Lufterneuerungsrate und aus der Zufuhr von Feuchtigkeit durch das Wohnen selbst.

die „verbrauchte“ Luft wieder abgeführt. Grundlegend für die Energieeffizienz ist die Nutzung der warmen Abluft zur Erwärmung der Frischluft. Funktionsweise Die frische Außenluft wird über die Außenluftansaugung dem Lüftungsgerät zugeführt. Im Lüftungsgerät wird die Außenluft gefiltert und erwärmt. Dazu wird sie über einen Wärmetauscher geführt und mit der warmen Abluft aus dem

Richtig wäre, alle zwei Stunden stoßzulüften – aber wer macht das wirklich?

Gebäude temperiert. Frischluft und Abluft kommen dabei nicht in Berührung. Über die Zuluftleitung wird die Frischluft in die Wohn- und Schlafräume geleitet. Anschließend gelangt sie über den Gang zu Küche und Sanitärräumen. Von dort kommt die „verbrauchte“ Luft über die Abluftleitung wieder zurück zum Lüftungsgerät, wird im Wärmetauscher zur Erwärmung der Frischluft genutzt und anschließend über die Fortluftleitung ins Freie geführt. Vorteile der Komfortlüftung Viel Sonnenlicht, angenehme Raumtemperaturen und immer frische Luft – maßgeblich für den Erfolg moderner Bautechnik ist der außerordentlich hohe Wohnkomfort für die Bewohner(innen). Erst durch den Einbau einer Komfortlüftungsanlage wird die ausgezeichnete Raumluftqualität erreicht. Sie sorgen dadurch für hohe Raumluftqualität und helfen, Schimmelschäden zu vermeiden. Die Liste der weiteren Vorteile ist lang: die Anlagen filtern die Frischluft von Staub, Pollen und Sporen, auch Fliegen und Mücken bleiben draußen, die Komfortlüftung entlastet Allergiker(innen) durch den Einsatz spezieller Pollenfilter, schützt vor Außenlärm und bietet einen erhöhten Einbruchsschutz, spart Energie und machen Niedrigenergie- und Passivhäuser erst möglich und sichern den Werterhalt eines Gebäudes. Behaglichkeit durch neues Bauen Niedrigenergie- und Passivhäuser setzen den Einbau von Komfortlüftungsanlagen mit Wärmerück-

gewinnung voraus. Behaglichkeit und Energieeinsparungen werden dabei durch ein ausgeklügeltes Baukonzept erreicht. Hohe Wärmedämmung und eine Bauausführung ohne Wärmebrücken, Fugen und Ritzen sorgen für angenehm warme Wandoberflächen und schaffen ein behagliches Raumklima. Über ein Steuergerät im Wohnraum kann die gewünschte Luftmenge eingestellt werden. Wer gerne zwischendurch über Fenster lüftet, kann dies ohne Einschränkungen tun. Wichtig ist, die Stoßlüftung anzuwenden und keinesfalls die Fenster zu kippen. Heizkostenersparnis und Wirtschaftlichkeit Hohe Energieverluste durch Fensterlüftung gehören bei Komfort-

lüftungen der Vergangenheit an. Mit einem Wärmetauscher wird die warme Abluft aus den Innenräumen für die Erwärmung der Frischluft genutzt. Die Wärmerückgewinnung liegt bei effizienten Geräten über 70 Prozent. Für die Investition in eine Lüftungsanlage spricht neben Komfortgründen die Sicherung der langfristigen Wertbeständigkeit eines Gebäudes. Deswegen ist es besonders wichtig, möglichst viele Gebäude möglichst gut energetisch zu sanieren und erneuerbare Energieträger einzusetzen. Fachgerechte Planung und Ausführung gehören für eine gut funktionierende und auf die Nutzerbedürfnisse abgestimmte Lüftungsanlage dazu, wissen die Experten des Energieinstitutes.

Qualitätskriterien Die acht wichtigsten Anforderungen für Komfortlüftungen D ie Luftmenge entspricht dem erforderlichen Bedarf für

einen hygienischen Luftaustausch. Anlage sichert eine dauerhaft hohe Luftqualität ohne Zuglufterscheinungen.  Das Betriebsgeräusch wird im Wohn- und Schlafbereich nicht als störend wahrgenommen.  Die Heizenergieeinsparung beträgt ein Vielfaches des Stromverbrauches der Anlage.  Die Anlage ist mit anderen haustechnischen Einrichtungen wie Heizung, Öfen, Dunstabzug, etc. abgestimmt.  Die Bedienung der Anlage ist einfach, der angezeigte Filterwechsel kann selbstständig vorgenommen werden.  Planung und Installation der Anlage werden von zertifizierten Komfortlüftungsinstallateur(innen) durchgeführt.  Als Grundlagen für Planung, Errichtung, Betrieb und Wartung dienen die landesspezifischen Gesetze, nationale Normen und die „55 Qualitätskriterien für Komfortlüftungsanlagen“.  Die

Die 55 Qualitätskriterien sowie vertiefende Informationen zu Wohnraumlüftungsanlagen sind zu finden auf www.komfortlüftung.at und www.energieinstitut.at

Was ist die Energiezukunft Vorarlberg? Verschiedene Maßnahmen verhelfen Schritt für Schritt zur Energieautonomie unseres Landes Forschung. Energiezukunft Vorarlberg ist ein von der Landesregierung beauftragter Prozess zur Entwicklung und Gestaltung einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Die wichtigsten Gründe sind  notwendige Maßnahmen im Klimaschutz im Rahmen nationaler und internationaler Zielsetzungen

 die

Abhängigkeit der Energieversorgung von Importen  die absehbaren Preiserhöhungen bei fossilen Energieträgern, vor allem bei Öl  das Auslaufen des bisherigen Energiekonzeptes. Aufgrund der Dimension der kommenden Herausforderungen, die westlichen Industriestaaten müssen ihre CO2-Emissionen,

um insgesamt eine Temperaturerhöhung von 2°C nicht zu überschreiten, bis 2050 um etwa 80 % reduzieren, erfolgte die bewusste Entscheidung, in der ersten Etappe einen sogenannten Visionsprozess, mit Blick 40 Jahre nach vor, durchzuführen. Diese Etappe ist abgeschlossen, die Ergebnisse können Sie auf dieser Homepage nachlesen. In der zweiten Etappe geht es dann

um die Formulierung konkreter Maßnahmen mit einem Zeithorizont von 10 Jahren. Sowohl in der Visionsphase als auch bei der Ausarbeitung von Maßnahmenvorschlägen sind Arbeitsgruppen die zentralen Träger. Diese sind aus Expertinnen und Experten, Interessensvertretungen und Institutionen zusammengesetzt. Mehr Informationen unter:

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Surreales unter vertrautem Satteldach Im 2010 eröffneten VitraHaus lässt sich der Sinn für Design in adäquater Umgebung erforschen

Design. Mit dem VitraHaus der Architekten Herzog & de Meuron schuf der Möbelhersteller Vitra in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze im deutschen Weil am Rhein ein aufsehenerregendes Zuhause für seine Home-Collection. Seit seiner Gründung 1950 hat sich das Unternehmen als ein Edelhersteller für Bürobedarf positioniert. Vitra produziert Möbel für das Büro, für Zuhause und für den öffentlichen Raum. Ziel ist es dabei, klug konzipierte, ästhetisch ansprechende, funktionell zuverlässige und dauerhafte Produkte anbieten zu können. Eigener Stil durch Zusammenstellung Die Vitra-Home-Collection kombiniert Designmöbelklassiker so großer Namen wie Charles und Ray Eames, Verner Panton oder George Nelson mit Arbeiten jun-

ger moderner Designer wie Jasper Morrison und bleibt so dem Collagen-Gedanken von Charles Eames treu: Die Zusammenstellung sorgfältig ausgewählter Produkte verschiedener Stile schafft eine individuelle, ausgeglichene Einrichtung, ein persönliches Zuhause. 12 gestapelte Häuser Ursprünglich war die Vitra-HomeCollection in einem früheren Fabrikgebäude auf dem Vitra-Produktionsgelände ausgestellt. 2006 erhielt jedoch das Baseler Architekturbüro Herzog & de Meuron den Zuschlag zum Entwurf eines angemessenen Gebäudes, das die Vitra-Home-Collection permanent beherbergen sollte. Das Ergebnis ist das VitraHaus, das aus insgesamt 12 einzelnen Häusern besteht. Die einzelnen Bauelemente sind übereinander gestapelt, überschneiden und stützen sich gegenseitig.

Architekturstars am Campus Das VitraHaus ist auch der jüngste Neuzugang auf dem sogenannten Vitra-Campus, einer Sammlung von Gebäuden weltberühmter Architekten und Designer. Das VitraHaus ist das erste neue Gebäude auf dem Vitra-Campus seit „Vitra ist in unserem Hause eine starke Marke mit vielen Wiedererkennungsmerkmalen. Vitra & Reiter – Ihr Partner für Office und Wohnen. “

zu definieren und zu verfeinern. Der Besuch ist eine Reise durch die Designgeschichte, ermöglicht aber auch die Auseinandersetzung mit wichtigen zeitgenössischen Designern. Die Entwürfe der Vitra-Home-Collection sind in unterschiedlichen Wohn- und Arbeitssituationen arrangiert: Klassiker von Charles & Ray Eames, George Nelson, Isamu Noguchi, Jean Prouvé und Verner Panton zusammen mit zeitgenössischen

Harald F. Künzle, Geschäftsleitung, Reiter Wohn & Objekteinrichtung Gmbh

der Fertigstellung von Zaha Hadids Fire Station und Tadao Andos Konferenzpavilion im Jahre 1993. Mit dem 2010 eröffneten VitraHaus schraubt sich vor dem umzäunten Firmengelände mit seinen flachen Hallen ein Stapel von Riegeln über fünf Geschosse 21 Meter hoch in die Höhe. Jeder hat den Querschnitt des vertrauten Hauses aus Boden, Wänden und Satteldach, die jeweilige Länge, Höhe und Breite variieren. Die Proportionen und Dimensionen der Räume erinnern so an vertraute Raumsituationen – die Architekten sprechen vom „domestic scale“. Vertraute Giebelhausform

Die Architektur von Herzog & de Meuron überzeugt innen wie außen.

Im Erdgeschoss gruppieren sich Konferenzraum, Entrée, Shop und Café um einen Innenhof, dessen Holzbelag sich an den Baukörpern emporzieht und Sitzbänke ausbildet, die sich bis zum Café-Garten erstrecken. Eine intime und zugleich zur Umgebung offene Plaza, die Heimeligkeit verströmt und zum Verweilen einlädt. Das Heim gab denn auch das Stichwort für die Verwendung der Urform des Hauses. Der Anthrazitton der äus-

Herzog & de Meuron nahmen die weltweit für private Bauten archetypische Gebäudeform des Giebelhauses auf, verlängerten sie und stapelten eine Reihe solcher Häuserriegel übereinander. Dadurch entstehen häuslich anmutende, überblickbare Räume und als Folge der gegenseitigen Durchdringung der Riegel dramatische Verformungen und Durchblicke. Alle zusammen sehen sie aus wie die Scheite eines Lagerfeuers, die um eine offene Mitte gelegt sind.

Ein Konzept des VitraHauses: Für jede Möbelszene eine andere Aussicht.

seren Putzhaut vereinheitlicht das Gebilde, „erdet“ es und verbindet es mit der umgebenden Landschaft und fungiert als neuer Auftakt des Campus. Die verschiedenen Ausrichtungen ermöglichen für jede Möbelszene eine andere Aussicht: ob über Obstgärten und Hügel, die Rheinebene, zur Stadt Basel oder das Firmengelände. Die Architektur des VitraHauses erschließt dem Besucher einen Parcours der Überraschungen und erlaubt Blicke in die Weinberge des Tüllinger Hügels, über den Vitra Campus, in Richtung Basel und ins Elsass. Die vollständig verglasten Stirnseiten geben den Blick auf das in Weiß gehaltene Interieur frei. Inspiration für daheim Das VitraHaus lädt dazu ein, den Sinn für Design zu erforschen,

Entwürfen von Maarten Van Severen, Ronan & Erwan Bouroullec, Antonio Citterio, Hella Jongerius, Jasper Morrison und anderen. So können sich die Besucher für die Einrichtung ihres eigenen Zuhauses inspirieren lassen, den eigenen Designgeschmack erkunden und vor Ort Möbel und Objekte ausprobieren, bestellen und kaufen. Vitra Campus

Charles-Eames-Straße 2 D-79576 Weil am Rhein www.vitra.com/vitrahaus Öffnungszeiten:

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Der vorarlberger Immobilien-Markt

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Der Vorarlberger immobilien-markt

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Offenes Wohnen oder Rückzugsbereich? Unterschiedliche Wohnkonzepte kommen in unterschiedlichen Lebensphasen zur Anwendung Raumaufteilung. Die Streitfrage ist alt und kann nur persönlich geklärt werden: sollen Küchen- Ess- und Wohnbereich als ein großer, offener Raum konzipiert werden oder ist die gute alte Tür zum Wohnzimmer doch Goldes wert? „Wohnen in der Zukunft bedeutet Flexibilität. Wohnraum muss sich veränderten Bedürfnissen anpassen. ZIMA-Wohnungen können problemlos neuen Lebensumständen angepasst werden.“ Roberto Romanin, Verkaufsleiter, ZIMA Wohnbau

Moderne Architektur setzt auf Helligkeit, Offenheit und Transparenz. Die Küche als zentraler

Ort einer Immobilie ist vielfach Aufenthaltszentrum und ästhetisches Aushängeschild in modernen Wohnsituationen. Wer eine Designerküche sein eigen nennt, will diese kaum verstecken. In der alltäglichen Nutzung können sich bei der offenen Variante allerdings auch Nachteile zeigen. Neben Küchengerüchen, die dank neuer Technik bereits hervorragend im Griff sind, ist es der Lärm und der Rückzugsbereich, den Hausfrauen und -männer gerne vermissen. Eine Wohnküche in der der Junior auch seine Hausaufgaben macht, während das Abendessen zubereitet wird, ist die eine Sache. Läuft im offenen Wohnbereich zudem der Fernsehapparat neben dem Dunstabzug, streiten sich Teenager lautstark um die Vorherrschaft der Fernbedienung und läuft womöglich noch der

Mixer ist es schnell vorbei mit der Idylle des offenen Wohnens. Veränderbare Wohnsituation Je nach Lebensphase kann diese Wohnform von Vor- oder Nachteil sein. Wenn die Kinder bereits aus dem Haus sind, lassen sich Ruhe- und Kommunikationsbedürf-

nisse anders erzielen, als wenn die Rasselbande noch ordentlich mitmischt. Lösungen sind Schiebetüren, z. B. aus Glas, die Wohnund Essbereich optisch zumindest miteinbeziehen, akustisch jedoch nur bedingt trennen. Wer sicher gehen will, plant seine Wohnsituation so, dass sie veränderbar bleibt: Lebensphasen,

Moderne Wohnungen sollten veränderbar konzipiert werden.

die einen gemeinsamen Wohn/ Essbereich gut ermöglichen und jene, in denen eine Tür liebend gern zugeklappt wird, wechseln sich im Laufe eines beinahe jeden Lebens ab. Wenn dies beim Bau oder Erwerb einer Immobilie bereits berücksichtigt wird, bleibt auch die Wohnharmonie erhalten.


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Stil, Charakter und Individualität Individualität im Wohnen kann mit Holz perfekt zum Ausdruck gebracht werden Holz. Holzhäuser und selbst qualitativ hochwertige Fertigteilhäuser vereinen heute bereits Ökologie mit modernem Wohnen. Zeitgemäßes Bauen stellt sowohl Ansprüche an Komfort, persönliche Möglichkeiten und Design. Individualität wird auf vielerlei Art zum Ausdruck gebracht. Immer mehr nutzen dazu den Werkstoff Holz. Schlagwörter wie Energieautonomie, Passivhausrichtlinien, Energieeffizienz und Co haben Bauherren und -frauen längst erreicht. Der Entscheid für ein weitestgehend aus Holz bestehendes Haus fällt immer öfter. Vom Ökotouch

der Achtzigerjahre ist mittlerweile nichts mehr zu spüren. Denn ob innen viel oder wenig Holz verwendet wird oder alles puristisch weiß oder wie auch immer gestaltet ist, spielt wenig Rolle, wenn das Haus in seinem Kern nach neuesten Techniken – sprich Passivhausstandard – errichtet worden ist. Mehr Komfort, weniger Kosten Eine kompakte Bauweise und eine gute Gebäudehülle sowie eine entsprechende Raumlüftung mit effizienter Wärmerückgewinnung ermöglichen die Abkoppelung

von stetig nach oben zeigenden Energiepreisentwicklungen. Der Heizwärmebedarf von maximal 15kWH/m2a ermöglicht nicht nur die höchste Förderung durch das Land Vorarlberg, auch der Komfortgewinn ist spürbar. Der sorgsame Umgang mit Grund und Boden betrifft Bauträger wie Baumeister, Hauserrichter wie -käufer. Josef Fessler (Alpina Haus) hat hier ganz klare Vorstellungen, wie der optimale Hausbau vonstatten gehen soll: „Das Grundstück und die Umgebung gehören miteinbezogen. Wie ist das Haus ausgerichtet, wie wurde es angepasst, kurz wie wird mit Topografie und wie mit dem Ausblick umgegangen“. Und er streut den Experten im Lande – von Planern über Handwerker, Architekten bis zum Energieinstitut – Rosen: „In Vorarlberg haben wir sehr viele gute Leute. Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend, der Hausbauer profitiert ebenso davon wie der Hausbesitzer.“ Fassade als Gestaltungselement

Naturbelassenes Eichenholz prägt den Außenbereich des Hauses.

Holzhäuser müssen, wenn dies gewünscht ist, auch keineswegs wie reine Holzhäuser aussehen. Die Fassade macht’s: Ob Schirmfassaden, Putzfassaden, geschindelt oder Plattenfassaden ist den Bauherren selbst überlassen. Stil und Charakter, Eleganz oder Leichtigkeit lassen sich auf Wunsch erzeugen. Ob als reine Holzständerkonstruktion oder auf Massivziegel- oder Betonbau aufgebaut. Wandaufbauten werden entsprechend den Energiezielsetzungen

Geölte Eiche sorgt hier für ein edles Wohnambiente.

durchgeführt. Unterschiedlichste Dämmmaterialien wie Zellulose, Schafwolle, Holzwolle passen perfekt zum ökologischen Konzept des Holzhauses. „Wir sind der Ansprechpartner vom Anfang bis zum Ende. Von der Beratung, welcher Architekt gewählt wird, bis hin zu Gartenmöbeln. Ein gutes Haus, bei dem alles passt, ergibt sich, wenn das Zusammenspiel zwischen allen Partnern optimal klappt.“ Josef Fessler, Geschäftsführer, Alpina Haus

Ländle-Kompetenz Vorarlberg verfügt über eine hohe Kompetenz im Holzbau. Bauträger und Zimmereien, Fertighausanbieter und auf Holzbau spezialisierte Betriebe haben sich ganz

Fotos: Marcel Hagen

diesem Wertstoff verschrieben. Alpina-Haus ist eines dieser Unternehmen. Beispiel: Großzügiges Einfamilienhaus Das vorgestellte Haus in Hörbranz verfügt über ein massives Kellergeschoss und ein Erd- sowie Obergeschoss in Holzständerkonstruktion. Der lang gestreckte Baukörper wurde behutsam in den leicht fallenden Hang gebaut. Die südseitigen, großzügigen Verglasungen beziehen den von Gartenplaner und -architekten stilvoll gestalteten Prachtgarten samt Pool mit ein. Für die Fassade wurde naturbelassenes Eichenholz verwendet, innen spielt hingegen geölte Eiche eine große Rolle. Bei der Innenraumgestaltung lassen weiße Wände viele Möglichkeiten zur Kombination mit Holz, Glas oder Keramik.


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Bauen mit nachwachsendem Rohstoff Ein Drittel Vorarlbergs besteht aus Waldfläche, die von 3500 Personen voll bewirtschaftet wird Ökologie. Holz ist der älteste nachwachsende Rohstoff. Ihn mit Umsicht zu nutzen, hat zahlreiche Vorteile, die von einem aktiven Beitrag zum Klimaschutz bis hin zu einer langen Wertschöpfungskette reichen. Eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes kommt der Bevölkerung zugute. Holz eignet sich gut als Baumaterial, welches beste Verarbeitbarkeit, Beständigkeit und Tragfähigkeit sowie wegen der geringen Dichte bei zugleich hoher Steifigkeit ideale Eigenschaften aufweist. Nadelhölzer wie Fichte, Tanne, Kiefer, Zirbe, Lärche oder Laubhölzer wie Eiche und Buche sind heimische Holzarten, die als regionaler Baustoff und Energieträger die regionale Wirtschaft beleben und stärken. Von dieser Wertschöpfungskette profitieren vom Waldbesitzer angefangen Waldarbeiter, Frächter, Holzverarbeiter wie Säger, Zimmerer, Tischler, Fenstermacher bis zu Bauträgern. Auch im Energiebereich wird eine beachtliche regionale Wertschöpfung ausgelöst. Heimischer Baustoff 47 Prozent der Gesamtfläche Österreichs (in Vorarlberg 37 %) sind

mit Wald bedeckt, das sind 4 Mio. Hektar. Damit liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld, noch waldreicher sind nur Finnland mit 75 Prozent und Schweden mit 68 Prozent. Berechnet man die Dichte der Holzvorräte pro Hektar, kann Österreich gemeinsam mit der Schweiz die höchsten Zahlen aufweisen: 325 Kubikmeter pro Hektar Waldfläche in Österreich und 337 in der Schweiz. Als wichtiger Lebens- und Arbeitsraum erfüllt der Wald zahlreiche Funktionen und ist gleichzeitig Nutz-, Schutz-, Wohlfahrtsund Erholungswald. Der Großteil des österreichischen Waldes (81 Prozent) ist in Privatbesitz und wird kleinflächig bewirtschaftet: 50 Prozent der beforsteten Waldflächen sind kleiner als 200 Hektar, nur 22 Prozent des privaten Waldbesitzes sind Flächen mit mehr als 200 Hektar. 9 Prozent sind Gemeinschaftswälder (z. B. Agrargemeinschaften). Von den 19 Prozent an öffentlichen Wäldern werden 16 Prozent von den Österreichischen Bundesforsten bewirtschaftet. Der heimische, nachwachsende Bau- und Brennstoff Holz hat in Vorarlberg eine Jahrhunderte alte Tradition. Da in Vorarlberg der Waldzuwachs doppelt so groß

ist als die Nutzung, besteht eine große Reserve, die daher verstärkt verwendet werden sollte. In der Forst- und Holzwirtschaft sind in Vorarlberg 3500 Personen vollbeschäftigt. Viele Teilzeitbeschäftigte und Landwirte, kommen durch den Wald zu einem Zusatzeinkommen. Vor allem in ländlichen, strukturschwächeren Gebieten wird so der Arbeitsmarkt entlastet.

Zertifizierungssystemen wurden wesentliche Instrumente geschaffen, die garantieren, dass das verwendete Holz aus ökologisch, ökonomisch und sozial betriebener Waldbewirtschaftung kommt. Österreich unterzieht sich freiwillig dem Zertifi-

Eine Ressource mit Vielfalt Holz ist in seiner Entstehung und Verarbeitung umweltfreundlich: Es wächst mit Sonnenenergie und leistet damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Während seines Wachstums entnimmt ein Baum der Atmosphäre Kohlendioxid (CO2), den Sauerstoff gibt er wieder ab, den Kohlenstoff jedoch bindet er dauerhaft. In seiner Weiterverarbeitung bietet Holz unzählige Nutzungsmöglichkeiten als Roh-, Bau-, Werk- oder Brennstoff, der in unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz kommen kann. Holz wird so zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor: Holz ist in Österreich nicht nur ausreichend vorhanden, es wächst auch mehr nach, als geerntet wird. Von den jährlich nachwachsenden 31 Mio. Kubikmetern werden nur zwei Drittel genutzt. Ein Drittel verrottet. Anders ausgedrückt, in jeder Sekunde wächst 1 Kubikmeter Holz nach. Das ist täglich die Menge, die für 2160 Häuser benötigt würde, pro Jahr für 788.400. Bei allen Vorteilen die Holz aufweist, ist eine verantwortungsvolle Verwendung nicht nur naheliegend, sondern bedeutet aktive Umweltpolitik. Wald nützen und schützen

Holz bietet eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten im Außen- und Innenbereich.

Bewirtschaftung der Wälder sorgt. Der naturnahe Aufbau des Waldes in Vorarlberg zeigt sich in der Baumartenverteilung: Die meisten Gebiete zeichnen sich durch einen ausgewogenen Mischwald, in dem die Fichte überwiegt, aus. Für die naturnahe

„Nachhaltigkeit“ ist in der Forstund Holzwirtschaft ein Gütesiegel mit langer Tradition, das entlang kontinuierlich adaptierten Richtlinien für die umsichtige

Holz ist eine heimische, nachwachsende Ressource.

Nutzung der Wälder spricht auch die Tatsache, dass sich der Wirtschaftswald – also der hauptsächlich zur Holzproduktion genutzte Wald – und der Schutzwald in der Baumartenverteilung kaum unterscheiden. Während in Tallagen und sonnenseitigen Hanglagen vor allem Buchenmischwälder zu finden sind, wird mit zunehmender Höhe der Anteil der Fichte größer. Die Waldgrenze liegt in Vorarlberg bei 1700 Meter, kann aber auch – wie im Montafon – bis zu 2000 Meter reichen. Zertifizierte Waldbewirtschaftung Im Rahmen unterschiedlicher nationaler und internationaler Abkommen hat sich Österreich zusätzlich verpflichtet, länderübergreifend für eine sorgsame Forst- und Holzwirtschaft zu sorgen. Mit unterschiedlichen

zierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung (PEFC – Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes). Österreichs Waldfläche ist in PEFC-Regionen aufgeteilt, die allen Waldbesitzern eine Teilnahme ermöglichen. Alle importierenden Holz-Unternehmen der ersten Verarbeitungsstufe (Säge, Platte, Papier) haben sich Zertifizierungsmaßnahmen unterzogen. Holz aus Österreich ist somit natürlich und kontrolliert. Darüber hinaus gibt es eine Vorarlberg-Garantie: Die Produkte, die als „VorarlbergHolz“ verkauft werden, sind zu 100 % aus Holz hergestellt, das in der Region Vorarlberg (Landesgrenze + 15 km Toleranzgürtel) gewachsen ist. Mehr Informationen unter: www.vorarlberg.at www.vorarlbergholz.at


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Der Vorarlberger immobilien-markt

Dienstag, 27. September 2011

Holzbau: intelligent und ökologisch Der Wertstoff Holz gewinnt immer mehr an Bedeutung – Vorarlberg ist hier in einer Vorreiterrolle

Holzbau. Holz ist der Baustoff des 3. Jahrtausends. Höchste Qualität in Architektur und Ausführung sind im Vorarlberger Holzbau Tradition und gleichzeitig Erfolgsrezept für die Zukunft. Die sprichwörtliche Holzbaukompetenz ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Ob ein Haus aus Ziegeln, Beton, Holz oder mit gemauertem Unterund in Holzbauweise erstelltem Erd- und Obergeschoss errichtet wird, macht für den Bewohner vordergründig wenig Unterschied. Für alle Bauweisen gilt: Bei guter Planung, Ausführung und Pflege gibt es hinsichtlich der Lebensdauer, der Qualität und der Wirtschaftlichkeit von Holzbauten keinen Unterschied zu gängigen Massivbauten. Auch Holzbau ist Massivbau

Gute Ökobilanz Holznutzung ist praktischer Umweltschutz. Holz ist einer der wenigen regenerierbaren Werkstoffe, die dem Menschen auf Dauer zur Verfügung stehen, solange Wälder vernünftig bewirtschaftet werden. Zusätzlich übt Holz einen positiven Einfluss auf unser Klima aus. Es nimmt

FOTO: Prisma

Dr. Matthias Amann (Vorarlberger Holzbau-Kunst): „Mas-

sivbauweisen gibt es in jedem Material. Neben dem Massivbetonbau oder Massivziegelbau existiert ebenso die Massivholzbauweise“. Die mit Holz als Werkstoff errichteten Häuser haben jedoch viele darüber hinausgehende objektive Vorteile, die zum Teil unmittelbar kostenrelevant sind (platzsparende, leistungsfähige Bauteile, kurze Bauzeiten etc.) oder zum Teil die Wohnqualität und Umweltqualität betreffen (Wohnklima, Nachhaltigkeit, trockene Bauweise).

Optisch reizvolles Stiegenhaus in der neu eröffneten Wohnanlage „Am Garnmarkt“.

Holz wird als Werkstoff für den Haus- und Gewerbebau zunehmend beliebter.

Co2 aus der Luft auf und reduziert den Treibhauseffekt. Auf der Baustelle lässt sich Holz so umweltfreundlich verarbeiten und entsorgen wie kein anderer Baustoff. Investiert wird quasi in das eigene Naherholungsgebiet den Vorarlberger Wald. Wer den Wald erhalten will, sollte Holz als Baustoff verwenden. Die Natur „dankt“ für das Setzen auf Holz. Zeit, Geld und Rohstoffe können bei der Errichtung erspart werden, laufende Heizkosten gespart und ein behagliches und gesundes Haus gewonnen werden.

weise auf chemischen Holzschutz verzichtet werden. Jahrhunderte alte wunderschöne Holzhäuser sind eindrucksvolle Beweise dafür. Sollte eine unbe-

Optisch interessant und reizvoll

handelte Holzfassade nicht dem Geschmack entsprechen, kann aus einer großen Anzahl ökologisch vertretbarer und dauerhafter Lasuren in allen Farben gewählt werden.

Die unangenehme Baufeuchte ist hier kein Thema. Bei der Fassade kann bei richtiger Bau-

„Ökologisches Bauen aus nachwachsenden Baustoffen und Energieneutralität sind heute eine Selbstverständlichkeit für intelligentes Bauen. Und nachhaltiges Bauen muss nicht teuer sein, wie unser HIT Energy+ Haus zeigt.“ Harald Rummer, Verkaufsleitung Hausbau, Dobler Hausbau

Atmosphäre und Bauphysik Holz hat viele gute Eigenschaften und Assoziationen wie natürlich, warm, sanft und ökologisch kommen nicht von ungefähr. Bauphysikalisch sind die klimatischen Bewegungen angenehm. Holz speichert langsamer und gibt langsamer ab. Beton wird schneller warm und kühlt rascher ab. Holz ist ein Material mit hoher Festigkeit und ebenso hoher Langlebigkeit. Es hat, im direkten Vergleich zu Stahl, bezogen auf sein spezifisches Gewicht eine deutliche höhere Festigkeit. Gibt man Holz die Möglichkeit zu atmen und zu arbeiten sowie die aufgenommene Feuchtigkeit wieder abzugeben, so hat man bei einem Hausbau das Material mit der höchsten Qualitätsstufe gefunden.

Mehrgeschossiges Paradeprojekt Der LifeCycle Tower in Dornbirn wird als erstes „Holzhochhaus“ 8 Stockwerke hoch

Dem achtstöckigen Tower, dessen Baubeginn demnächst bei Rhombergs Fabrik in Dornbirn erfolgen soll, liegt erstmals ein flexibles Holzfertigteil-Baukastensystem zugrunde. Der Tower trägt die Bezeichnung LCT ONE, wurde von Architekt Hermann Kaufmann geplant und soll bereits im Frühjahr 2012 fertiggestellt sein.

Fassaden des LCT ONE wird aus Recyclingmetall gewonnen, ansonsten besteht das Holz-Hybrid-Hochhaus in wesentlichen Teilen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz, der angesichts knapper werdender Ressourcen und der drängenden CO2-Problematik in der Baubranche an Bedeutung gewinnt. Das System des LifeCycle Tower soll diesen Baustoff jetzt für den urbanen Raum attraktiver machen, was

auch der Umwelt zugute kommt: Schließlich kann der nachwachsende Rohstoff besonders energieschonend verarbeitet werden und verursacht aufgrund seines geringen Gewichtes geringere Transportkosten. Die Genehmigung, auf deren Grundlage Cree nun ein achtstöckiges Holz-Hybrid-Gebäude errichten darf, gilt bei Experten als Meilenstein“ und sei „das Ergebnis intensiver Arbeit“. Denn

FOTO: DEsigned by Hermann Kaufmann

LifeCycle. Initiiert von der Rhomberg-Gruppe entwickelte in den vergangenen zwei Jahren ein Team aus Experten des nachhaltigen Bauens (Architektur, Holzbau, Bauphysik, Statik usw.) ein Hybrid-Bausystem für Hochhäuser mit bis zu 30 Stockwerken.

Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Bauen Die neuartige Systembauweise, in deren Zentrum ein sichtbares, unverkleidetes Holztragwerk steht und deren strukturelle Elemente nach Belieben angeordnet werden können, sowie das zukunftsweisende Energiedesign unterstreichen die Vorreiterrolle Österreichs im Holzbau und bei innovativer Energietechnik. Die

im Gegensatz zu bisherigen Holzbauten sind die tragenden Elemente des LCT ONE nicht beplankt. Ein Novum, welches durch die enge Zusammenarbeit mit Brandschutzbehörden und durch umfangreiche Brandversuche ermöglicht wurde. Die offene, ungekapselte, d. h. nicht verkleidete Holz-Struktur macht die Vorzüge des Baustoffes Holz auch im Innenraum erlebbar, spart Ressourcen und ist gleichzeitig wichtiger Teil des Brandschutzkonzepts. So werden z. B. in den offenen Balkenfeldern der Decken Haustechnik und Löschanlagen integriert. Die offene Holzverbund-Rippendecke erschwert im Ernstfall die Brandweiterleitung, da die einzelnen Holzbalken nicht direkt miteinander verbunden sind. Optimierte Materialkombination

So soll der LifeCycle Tower in Dornbirn nach seiner Fertigstellung aussehen.

Während andere Holzbauprojekte darauf abzielen möglichst viel Holz einzusetzen, ist es Ziel des LCT-Konzepts, eine möglichst hohe Ressourcenproduktivität zu erreichen. Holz als Baustoff macht zwar den Großteil des LifeCycle-Tower-Systems aus, es

wird aber nur dort eingesetzt, wo es auch Sinn macht. Es wird also diejenige Menge an Holz genutzt, mit der ein Optimum an Ressourceneffizienz gepaart mit entsprechender Funktionalität erreicht werden kann. Als Beispiel werden die Hybrid-Decken erwähnt, bei denen neben Holz auch Stahlbeton verwendet wird, um ein Optimum an Schall-, Lärm- und Brandschutz zu erzielen. „Nach der intensiven Zusammenarbeit mit verschiedensten Forschungsinstituten und Behörden und den vielen aufwendigen Brandtests ist die Konstruktion aus Holz und Stahlbeton nun so perfekt, wie wir es uns erhofft haben“, erklärt Ulrich Forster, Technik-Chef bei Cree. Flexibilität in der Nutzung Da keine tragenden Trennwände eingesetzt werden müssen, ist das System als solches sehr flexibel und erlaubt eine individuelle Gestaltung der Raumaufteilung. Eine Umnutzung wird im gesamten Lebenszyklus des Gebäudes mit wenig Aufwand realisierbar sein. Mehr Informationen unter:

www.cree.at, www.energieweb.at


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Der mehrgeschossige Holzwohnbau Verfeinerte Technik und ebensolcher Brandschutz eröffnen Chancen im Mehrgeschossholzbau

Trend. Gesetzesnovellen und neue Richtlinien sowie Erkenntnisse aus Musterprojekten und Forschungsarbeiten haben in den vergangenen Jahren eine verbesserte Ausgangsbasis für den mehrgeschossigen Holzbau geschaffen. Vor allem im Bereich der öffentlichen Bauaufgaben ist eine stärker werdende Tendenz zu Holzbauweisen ablesbar, wobei die aus Sicht der OIB-Richtlinie (Österreichisches Institut für Bautechnik) unproblematische Viergeschossigkeit ohnedies selten überschritten wird. Anlässlich des Holzbaupreises 2011 „Fussenegger Wohnbau hat sich dem modernen, ökologischen und gesundem Bauen verschrieben. Alle unsere Wohnanlagen werden in hochwertiger und durchdachter Holzbauweise errichtet. Hier nutzen wir den Vorteil mit der Fussenegger Holzbau einen führenden Holzbaubetrieb im Firmenverbund zu haben.“

leichtes und platzsparendes Bauen. Fundamente können aufgrund des niedrigeren Gewichts der Holzbauweise kleiner dimensioniert werden als bei Ziegeloder Betonmassivbauweise, die Wanddicken sind bei gleicher bauphysikalischer Leistung generell geringer und es gibt keine langen Austrocknungszeiten; ein Holzhaus kann ohne Gefahr von Feuchtigkeits- oder gar Schimmelbildung sofort nach seiner Fertigstellung bezogen werden. Das Sicherheitsniveau von Holzbauten entspricht in allen Bereichen, also auch im Brandschutz, den Anforderungen. Überdies ist der Einsatz des Baustoffes Holz im geförderten Wohnbau ein wesentlicher Beitrag zu Ressourcen schonendem und nachhaltigem Bauen und sorgt für hohe Behaglichkeit.

Bei der Wohnanlage Paracelsusweg wurden auf das massive Erdgeschoss zwei Holzstockwerke aufgesetzt.

FOTOs: fussenegger wohnbau

Brandsicherheitsaspekte

Matthias Schweighofer, Geschäftsführer, Fussenegger Wohnbau

wurde der Hoffnung Ausdruck verliehen, bald mehr mehrgeschossige Holzgebäude unter den Einreichungen zu sehen. Immerhin sind Gemeindebauten wie Feuerwehrhäuser, Kindergärten, Gemeindezentren in mehrgeschossiger Holzbauweise auf dem Vormarsch. Auch Banken und Wohnanlagen werden nach dem Motto „Tradition mit Innovation“ mit dem nachwachsenden Vorarlberger Rohstoff errichtet.

Die Angst der Menschen vor Bränden in Holzhäusern ist tief verwurzelt und war einst berechtigt. Inzwischen haben sich Gesetzgebung, Lebens- und Bauweise geändert und man tut dem Material unrecht, wenn man glaubt, das Leben in einem Holzhaus sei ein

ist ja der größte Vorteil des Holzes: Wir wissen, dass es brennt, wie es brennt, und wir können damit umgehen. Es ist ja zum Beispiel ganz etwas anderes, auf brennendes Holz zu reagieren als auf brennenden Kunststoff. Man kann das „sichere“ Brennen vielleicht am Beispiel eines Zündholzes ver-

Zahlreiche Vorteile Allen Arten von Holzbauten gemeinsam ist der hohe Vorfertigungsgrad, der mit dieser Bauweise zu erzielen ist. Ganze Bauteile können bereits im Werk unter gleichmäßigen, witterungsunabhängigen und kontrollierten Bedingungen vorgefertigt und dann schnell und präzise auf der Baustelle eingebaut werden. Aus diesem Grund bestehen auch Fertighäuser im Allgemeinen aus Holzkonstruktionen. Zugleich gewährleistet der Holzbau schnelles, trockenes,

Fünfgeschossiger Holzbau von Fussenegger Wohnbau in Bellinzona.

Risiko. Ing. Klaus Peter Schober, Leiter der Abteilung „Bautechnik“ der Holzforschung Austria dazu: „Sicher kann etwas brennen. Das

anschaulichen: Sie zünden es an, das ist eine bewusste Handlung, nicht etwas Zufälliges, sondern ein willentlicher Akt. Sie schauen es

an, Sie können abschätzen, wie lange es brennt, wann es kritisch wird, und Sie können es löschen. Genau das ist die Sicherheit, die Holz bietet. Es ist berechenbar und zwar nicht nur für die Experten. Es gibt diese Erfahrung des Menschen im Umgang mit brennendem Holz.“ Bei einem modernen Bau aus Stahlbeton kann Stahl nach zwei, drei Stunden schmelzen und der Beton zerbröselt. Solide Holzbalkenkonstruktion halten sehr lange. Holzkonstruktionen sind berechenbare Größen im vorbeugenden baulichen Brandschutz. Unter Einhaltung vorherrschender Gesetzeslagen, der Richtlinien für den vorbeugenden Brandschutz sowie der vorgeschriebenen Bestimmungen im Holzbau vertrauen sogar Feuerwehren auf den Baustoff Holz. Ist der Einsatz des Konstruktionsmaterials Holz ein Risikofaktor für den Brandfall? Nationale und internationale Brandstatistiken zeigen keinen Zusammenhang zwischen dem Anteil des Einsatzes des Baustoffes Holz und der Anzahl von Brandfällen oder Schadenssummen. Brennbare Baustoffe verursachen nicht automatisch eine Erhöhung des Brandrisikos eines Gebäudes. Konstruktionen aus Holz sind bei Gesamtbetrachtung mitunter im Brandfall positiver zu beurteilen als Konstruktionen aus nichtbrennbaren Baustoffen, da

die Brennbarkeit eines Baustoffes nicht das alleinige Kriterium für den Brandwiderstand einer Konstruktion ist. Jede rein emotionale Bewertung von Bauteilen in Bezug auf seine Brandschutzsicherheit ist abzulehnen; vielmehr sind die wissenschaftlich nachweisbaren Vorteile des Baustoffes Holz zu nutzen. Dauerhaft und standfest Dasselbe gilt für die Dauerhaftigkeit und Standfestigkeit von Gebäuden in Holzbauweise, vorausgesetzt – und das trifft in gleichem Maß auf alle Baustoffe zu – dass Planung und Ausführung korrekt und gesetzeskonform erfolgen. Wenn die Erde bebt, ist Elastizität gefragt – nur die natürliche Beweglichkeit von Holz gewährleistet eine hohe Erdbebensicherheit. Übrigens: Häuser aus Holz erfüllen dieselben hohen Sicherheitsbestimmungen wie Häuser aus anderen Baustoffen. Eine Exkursion nach London und Berlin zeigte Interessenten und Experten, dass sich Holz im Städtebau bewährt und dort unaufhaltsam seinen Einzug hält. Hier sind, anders als in Österreich, mehr als vier oberirdische Geschosse möglich. Mehr Informationen unter: www.proholz.at www.vorarlbergholz.at www.zuschnitt.at

Die Massivbauweise mit Brettsperrholz Im Holzbau unterscheidet man die Leicht- und Massivbauweise. Letztere ermöglicht den mehrgeschossigen Holzwohnbau Forschung. Das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Brettsperrholz (BSP) sind sägeraue Bretter, welche vorwiegend aus den Stammrandzonen eingeschnitten werden. Die verwendete Brettseitenware – in Sägerkreisen, bedingt durch geringere Wertschöpfung eher als „minderwertiges“ Schnittholz angesehen – besitzt jedoch gewöhnlich die besten Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit und Steifigkeit. Die Breite der Einzelbretter von BSP-Platten reicht normalerwei-

se von 80 mm bis 240 mm, die Dicke von 10 mm bis maximal 35 mm. Gegenwärtig werden die Nadelholzarten Fichte, Kiefer, Lärche und Tanne zu BSP-Platten verarbeitet. Laubholzarten, wie z. B. Esche und Buche könnten folgen. Der typische Aufbau einer BSPPlatte erfolgt mit zueinander in einem Winkel von 90° orientierten Brettlagen bzw. Einschichtplatten. Auch eine Orientierung der Brettlagen z. B. im Winkel von

45° ist denkbar. Der quasi starre Verbund der einzelnen Einschichtplatten erfolgt durch eine flächenhafte Verklebung. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von BSP zeigen sich an der BSP-Produkte- und Bauteilvariabilität. So können nicht nur großformatige Außen- und Innenwände sowie Dach- und Deckenelemente realisiert werden, sondern sowohl Stiegenläufe und Balkonplatten als auch stabförmige lastabtragende Bauteile wie

Überlager, Unterzüge und Stützen. Die Stärke eines für einen mehrgeschossigen Wohnbau gewöhnlich eingesetzten 5-schichtigen BSP-Wandelementes beträgt erfahrungsgemäß rund 95 mm (Orientierungshilfe). Die Mindeststärke für tragende, massive Wandbauteile ist zwar produktund damit kenngrößenabhängig, sollte jedoch generell nicht unter 75 mm liegen. Dr. Gerhard Schickhofer von der TU Graz erläutert: „Die massiven

Wand-, Decken- und Dachelemente können exakt und individuell nach Plan gefertigt werden und lassen sich gewöhnlich mit einer systematisierten und einfachen Verbindungstechnik zusammenfügen. Langwieriges Ausrichten oder Einpassen auf der Baustelle entfällt. Dämmungen, Vorsatzschalen und Fassadenelemente können leicht am BSP-Element befestigt werden.“ Mehr Informationen unter: www.proholz.at


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Dienstag, 27. September 2011

Gebrauchtwohnung als Altersvorsorge Anstehende große Reparaturen gilt es ebenso zu beachten wie Betriebskosten

Immobilien. Welche Pensionszahlungen in wenigen Jahren zu erwarten sind, steht aufgrund wirtschaftlicher wie politischer Unwägbarkeiten nicht felsenfest geschrieben. Immer mehr Personen überlegen sich daher als Altersvorsorge eine Wohnung zu erwerben. Eine Wohnung ist ein stabiler Sachwert. Wer für die Zeit nach seiner Pensionierung keine monatlichen Mietzahlungen mehr leisten will, entlastet seine Ruhestandskosten bereits frühzeitig durch den Erwerb einer eigenen Immobilie. Egal ob eine Wohnung für eigene Zwecke oder vorerst zur Vermietung gekauft wird, informieren und rechnen lohnt sich. Beliebt sind derzeit neue Vorsorgewohnungen, aber auch gebrauchte

Immobilien sind aufgrund des günstigeren Kaufpreises eine Option als Altersvorsorge. Bei einer gebrauchten Wohnung sind jedoch mehrere Faktoren zu beachten. Individuelle Optionen sind, ob sich die Lage der Immobilie als persönlicher Alterssitz überhaupt eignet. Passen Infrastruktur, Verkehrsanbindung, Grundriss und Barrierefreiheit? Weiters bilden Hard-Facts, welche die Finanzierung und Folgekosten betreffen, einen großen Teil der Grundsatzentscheidung. Der Reparaturfond Immobilien-Fachgruppenobmann Elmar Hagen erläutert zum Thema Reparaturfond beim Kauf einer Gebrauchtwohnung: „Von allen Eigentümern wird monatlich zusätzlich zu den Betriebskosten ein Betrag für

Wenn ältere Objekte energetisch gut saniert wurden, halten sich auch die Betriebskosten im Rahmen.

künftige Reparaturen bzw. Renovierungen an Gemeinschaftsräumen, Außenfassade, Dach, Allgemeinflächen einbezahlt. Die Höhe dieser monatlichen Beträge wurde freiwillig von allen Eigentümern im Rahmen einer Hausversammlung beschlossen. Die bereits vom Voreigentümer monatlich einbezahlten Beträge in den Reparaturfonds gehen bei Verkauf der Eigentumswohnung an den neuen Eigentümer über, der die monatlichen Beträge weiterhin einzahlen muss. Der auf die Eigentumswohnung entfallende, bereits einbezahlte Anteil am Reparaturfonds ist bei der Festlegung des Kaufpreises mit zu berücksichtigen.“

Wem eine neue Immobilie zu teuer ist, der greift gerne auf eine Gebrauchtwohnung zurück - Hauptsache Eigentum!

Eigentümer entschließt sich fehlende Kosten als Einmalbetrag zu übernehmen.

Sanierungsbedarf abklären Je nach Alter und Sanierungsstand des Objektes werden auch nach dem Kauf wieder größere Investitionen fällig: Es kann sein, dass ein bestehender Reparaturfonds die erforderlichen Reparaturkosten nicht zur Gänze abdeckt – was meist der Fall ist, wenn größere Anschaffungen wie eine neues Dach, eine neue Fassade oder sogar ein neues Heizsystem in einer Wohnanlage durchgeführt werden. Oft sind akute Mängel der Grund für eine unverzügliche Reparatur, oder aber die Mehrheit der

Betriebskosteneinsicht vor Kauf Der Vorteil beim Erwerb einer gebrauchten Wohnung liegt unter anderem darin, dass die Höhe der Betriebskosten aus den Vormonaten bzw. Vorjahren bereits bekannt ist und nicht eine noch unbekannte Risikogröße darstellt. Je nach dem ob die Heizung und das Warmwasser direkt vom Lieferanten verrechnet oder über die Hausverwaltung abgerechnet werden, können sich hier erhebliche Belastungen in der Zukunft ergeben. Hohe Betriebskosten,

die unter Umständen durch eine schlechte Außenisolierung oder alte Fenster verursacht sind, sollten bei der Festlegung des Kaufpreises ebenfalls mitberücksichtigt werden. Neue Eigentümer sollten bereits vor dem Kauf Einsicht in die Betriebskostenabrechnung der Vorjahre erhalten. Die ideale Gebrauchtwohnung hängt nicht zuletzt noch von ihrer Verfügbarkeit ab. Derzeit sei der Markt bei Gebrauchtwohnungen, so übereinstimmend mehrere Maklerstimmen, „sehr trocken“. Hier heißt es die Augen offen zu halten, die Angebote der Makler ebenso zu studieren wie Onlineplattformen und Printprodukte.

Gibt es Schutz vor Mietnomaden?

Einmietbetrüger oder auch Mietausfälle wegen Überschuldung und Co verursachen Ärger und Aufwand Miete. Mietnomaden kennen die meisten nur aus dem Fernsehen – zum Glück. Doch in zunehmendem Maß sind auch Österreichs Vermieter von diesem Phänomen betroffen.

tete Fenster – die Palette von durch Mietnomaden angerichtete Schäden ist umfangreich. Und der Name „Nomade“ kommt nicht von ungefähr – die schädigenden Mieter sind längst

Mietnomaden unterscheiden sich äußerlich nicht von jedem anderen Mieter. Man merkt erst spät, was geschieht. Freundliche Menschen, von denen man nie vermutet hätte, dass sie die Miete nicht bezahlen. Schlimmer noch, bei der Nachschau – oft schon wenn alles zu spät und der säumige Zahler über alle Berge ist, entdecken Vermieter Schäden durch sorglosen oder sogar arg fahrlässigen Umgang mit der Immobilie. Müll, unter Wasser gesetzte Badezimmer, kaputte Elektrogeräte, verwüs-

„Wir bieten unseren Investoren maximale Sicherheit für ihre Anlegerwohnung mit einem einzigartigen Vollkasko-Paket und einem Mieterpass.“ Wilfried Hefel, Geschäftsführer, Hefel Wohnbau

weitergezogen – mit meist unbekanntem Aufenthalt und erhöhtem Rechercheaufwand. Mietnomaden sind Betrüger, die nicht vorhaben Miete überhaupt oder nachhaltig zu

Die sorgfältige Erhebung von Daten hilft zumindest beim späteren Ausforschen säumiger Mieter.

zahlen. Als „Einmietbetrüger“ bezeichnet man Personen, die von einer Mietwohnung in die nächste ziehen, also einen echten Mietbetrug (Einmietbetrug) planen. In vielen Fällen werden die Wohnungen außerdem in einem verwahrlosten Zustand hinterlassen. Zur nicht erhaltenen Miete kommt noch der Renovierungsaufwand dazu. Österreichweit wird der Schaden durch den Mietausfall jährlich auf 100 Millionen Euro geschätzt. In Deutschland gehen andere Schätzungen sogar von zwei Milliarden Euro aus. Pass und Meldedaten Einen Schutz vor Mietnomaden gibt es kaum, allerdings die Möglichkeit, Mieter sorgfältig auszuwählen. Makler treffen diese Vorauswahl professionell. Im Privatwohnungsbereich ist das Vorlegen eines Ausweises nicht immer üblich, sollte jedoch zur Sicherheit und der Möglichkeit der späteren Ausforschung verlangt werden. Auch ein Meldezettel kann nur mit entsprechenden behördlichen Dokumenten ausgestellt werden. In Österreich werden alle Personen im ZMR – im zentralen Melderegister – erfasst. Sofern der Mieter nicht einen falschen Namen angegeben hat oder ins entfernte Ausland ver-

Schön wäre, wenn Mieter so sorgfältig ausziehen wie auf diesem Bild gezeigt.

schwindet, ist er für die Behörden leicht ausforschbar. Versicherung gegen Mietausfall Nun hat sich ein Versicherer gefunden, der hierfür eine Versicherung anbietet. Das deutsche Unternehmen kautionsfrei.de bietet eine Mietausfallversicherung, die Vermieter absichert. Sie soll vor unerwünschten finanziellen Konsequenzen wie Zahlungsausfällen, Nebenkosten, Renovierungen, Reinigungen und Reparaturen schützen. Dabei können Vermieter selbst über die Versicherungshöhe entscheiden, indem sie sich auf 5.000, 10.000 oder 15.000 Euro festlegen. Der Betrag steht zur Verfügung, sobald der verur-

sachte Schaden die Kautionshöhe übersteigt. Die Preise für die Versicherung liegen – je nach Versicherungssumme – zwischen 54,90 und 99,90 Euro. „Normale“ Mietausfälle Makler schätzen das Risiko der Mietnomaden nach wie vor als überschaubar ein. Viel mehr Ausfälle betreffen das „normale Mietverhältnis“, bei dem ein Mieter wegen Arbeitsplatzverlust, Überschuldung oder anderen Gründen auf einmal nicht mehr – wenn auch nur temporär – in der Lage ist, seine Miete zu bezahlen. Stotternde Mietzahlungen sind ärgerlich und verursachen ebenfalls endgültige Ausfälle. Mehr Informationen unter: www.kautionsfrei.de


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Ökonomisch cleverer Wohnkomfort Das Passivhaus vereint optimalen Wohnkomfort mit geringstem Energieverbrauch Energieeffizienz. Ein Passivhaus nutzt aktiv die passive Wärme die im Haus entsteht bzw. vorhanden ist.

stehende geringe Restwärmebedarf kann durch beliebige Quellen bereitgestellt werden. Die Teelichter und der Föhn

Ein großer Teil des Heizwärmebedarfes wird in Passivhäusern durch die Wärmeabgabe von Personen und Geräten sowie die passive Nutzung der Sonneneinstrahlung und Erwärmung über die Fenster gedeckt. Denn die Grundidee des Passivhauses ist einfach: Das Gebäude wird so gebaut, dass es so wenig Energie wie möglich verliert - und was nicht verloren gehen kann, muss nicht von außen teuer zugeführt werden. Häuser, die nach diesem Prinzip gebaut sind, nutzen ihre vorhandenen inneren Wärmequellen - wie Leuchten oder Elektrogeräte - und die natürliche Sonneneinstrahlung durch die Fenster. So wird das Haus „passiv“ warm gehalten, daher das Wort „Passivhaus“. Der dann noch be-

Die benötigte Heizleistung ist mit höchstens 10 W/m² bei minus 10 °C Außentemperatur sehr gering. Ein 100 m²-Haus hat eine maximale Heizlast von 1 kW, was theoretisch ein elektrischer Heizlüfter oder Haartrockner leisten kann, denn im Passivhaus heizt man jeden einzelnen m² bereits mit 10 Watt. Das Energieinstitut Vorarlberg erläutert mit einem einfachen Bild: in einem Kinderzimmer reicht schon die Energie von vier Teelichtern, um es behaglich warm zu haben! Ein einzelnes Teelicht verfügt über eine Energieleistung von 30 Watt. Und schon 10 Teelichter reichen für ein behaglich warmes Wohnzimmer von 30 m² in einer kalten Winternacht.

Zusatzheizung Um extrem kalte Spitzen abzudecken, ist eine kleine Zusatzheizung sinnvoll. In vielen Fällen besteht so eine Zusatzwärmequelle aus kleinen Pellets-, Stückholzöfen oder minimierten Fußbodenheizungen in Teilen der Wohnung. Alternativ sind auch eine Gasheizung, Fernwärme, Wärmepumpe oder thermische Solaranlage möglich. Eine andere beliebte Lösung ist die Wärmepumpe, die die Wärme aus der Erde oder aus der Abluft bezieht. Sollte beispielsweise nur das Bad besonders warm sein, reicht auch bereits ein Handtuchtrockner oder eine Heizschleife im Fußboden. Intensiv erforscht, klar definiert Das „Passivhaus“ ist übrigens im Gegensatz zu anderen Begriffen wie „Energiesparhaus“ oder „Niedrigenergiehaus“ genau definiert: Der Heizwärmebedarf liegt bei maximal 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnnutzfläche und Jahr. Der Primärenergiebedarf einschließlich Warmwasser und Haushaltsstrom ist auf 120 Kilowattstunden pro Quatratmeder und Jahr begrenzt. Nur ein Gebäude, das diese Werte erreicht, darf sich ein Passivhaus nennen. Warum ist ein Passivhaus so gut gedämmt?

Die Warmwasseraufbereitung mittels Sonnenenergie rundet das Konzept ab.

Das Herz des Passivhaus-Prinzips ist seine dichte Gebäudehülle, welche im Winter die Wärme im

Haus schützt und im Sommer die angenehme Kühle bewahrt. Das Um und Auf ist eine kompakte Gebäudehülle mit einem günstigen Verhältnis von Oberfläche zu Volumen. Je kompakter desto einfacher und günstiger sind die Passivhaus-

Automatisch belüftet Wir benötigen pro Stunde mindestens 5 m³ Luft für eine gesunde, ausreichende Versorgung. Da nach heutigem Baustandard jedoch Häuser so dicht gebaut werden

Bereits die Energie von vier Teelichtern reicht um ein Kinderzimmer warm zu halten.

werte zu erreichen. Dazu kommen Dämmstärken zwischen 25 und 40 cm sowie eine sorgfältige Planung von Übergängen, Kanten und Anschlüssen, die Wärmeverluste und Wärmebrücken vermeiden. Hightech-Gläser und exzellente Fensterrahmen Die Entwicklungen der Glastechnologie der letzten Jahre machten den Passivhaus-Standard überhaupt erst möglich. Die Fenster eines Passivhauses entsprechen heute dem höchsten Qualitätsniveau. Superverglasungen und Superfensterrahmen von Passivhäusern haben heute weit bessere Dämmwerte als dicke Stein- oder Ziegelfassaden.

müssen, dass kein unkontrollierter Luftaustausch mehr stattfinden kann, gibt es nur zwei Möglichkeiten, um unseren Frischluftbedarf zu decken: Mehrmals täglich minutenlang sperrangelweit die Fenster auf oder eine automatische Komfortlüftung. Diese sorgen für gefilterte Frischluft und saugen belastete Raumluft ab. Energiesparend, lautlos, hygienisch. Der Passivhausstandard ist nicht auf Einfamilienhäuser begrenzt. Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude wie der Campus Dornbirn und Wohnanlagen, wie z.B. in Götzis am Garnmarkt das Haus 20, wurden nach diesen Kriterien errichtet. Mehr Informationen unter: www.igpassivhaus.at www.energieinstitut.at


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Dienstag, 27. September 2011

Optisch ansprechend und robust Schön und praktisch sollen sie sein, und dies über Jahrzehnte: Küchenarbeitsplatten

Einrichtung. Hitze und Säure, Stöße und Schnitte sollen ihr nichts anhaben: Der Arbeitsplatte kommt in der Küche eine immer größere Bedeutung zu. Aus mehreren Gründen rücken in der Küche neben Küchenfronten die Arbeitsplatten immer mehr in den Fokus der Nutzer. Sowohl die Vielzahl von Materialien und Farben und die neue Lust am Kochen, die ein wirkliches Arbeiten und Strapazieren der gewählten Arbeitsplatte erfordert, stehen im Mittelpunkt der Überlegungen. Kühl, glatt, edel oder warm, heimelig und praktisch. Strapaz- und reinigungsfähig muss sie auf jeden Fall sein, die Wunsch-Arbeitsplatte. Auch perfekte Hygiene ist eine der Anforderungen, die in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Bevorzugt werden für neue Küchen daher Materialien, deren Poren auch nach der Bearbeitung geschlossen sind und bleiben – schließlich kommen die Flächen nicht nur mit Lebensmitteln, sondern auch mit Schwämmen und Reinigungsmitteln in intensiven Kontakt. Arbeitshöhe an Körpergröße anpassen Vor der Materialwahl wird der Küchenplaner die Höhe der Arbeitsfläche eruieren: Wenn diese nicht mit der eigenen Körpergröße korrespondiert, sind beim Gemüseschneiden, Teig kneten oder Spülen Rückenschmerzen vorprogrammiert. Die üblichen Höhen liegen bei 86, 91 und auch 96 cm. Die ergonomisch sinnvolle Höhe liegt bei schweren Arbeiten bei 20–30 cm unter dem angewinkelten Ellbogen, bei leichten zwischen 10–15 cm. Robuste Materialvielfalt Die Arbeitsplatte ist der meist beanspruchte Teil in einer Küche und ist täglich – oft mehrfach – den unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt. Daher sollen sie robust und selbstverständlich pflegeleicht sein und eben auch die Optik – Material und Farbe

Arbeitsplatten müssen vielen Anforderungen gerecht werden und auch optisch in das Gesamtbild der Küche passen.

– passen. Von der beschichteten Spanplatte über Natursteine, Edelstahl oder Verbundwerkstoff bis zum gehärteten Glas spannt sich die Auswahl. Arbeitsplattenklassiker Die Anforderungen werden von einer Reihe von Materialien erfüllt. Holzverbundwerkstoffe mit dekorbeschichteten Oberflächen (MDF, Laminate, beschichtete Spanplatten) sind seit Jahrzehnten in vielen Küchen Standard. Der Fachhandel bietet dazu eine erhebliche Farben- und Mustervielfalt. Gegen Hitze sind diese Klassiker allerdings nicht resistent, für moderne Küchen werden allerdings viele – insbesondere in Bezug auf Ästhetik oder Säureempfindlichkeit – Alternativen angeboten.

auch optisch edlen Arbeitsfläche geschätzt. Geölte Holzflächen Holz liegt im Trend – so auch bei Küchenplatten als Massivholzoberflächen. Die natürlichen und lebendigen Holzmaserungen finden viele einfach sympathisch. Gewachst oder geölt sind sie zwar nicht vor Gebrauchsspuren geschützt, geben aber der Küche einen wertigen und heimeligen Charakter. Holz ist als nachwachsender Rohstoff ökologisch gut verträglich. Daher schätzen immer mehr Kunden in ihrem

Exklusives Glas Immer beliebter als Arbeitsoberfläche wird speziell gehärtetes und extra sicheres Flachglas. Die relativ dünnen Scheiben werden auf einem Trägerwerkstoff mit beliebiger Höhe befestigt. Solche Glasarbeitsflächen werden in matter oder glänzender Optik angeboten. Auch bei der Farbauswahl bleiben keine Wünsche offen. Glasarbeitsplatten sind ebenso pflegeleicht wie robust, temperaturwechselbeständig und stoßfest. Man sollte sie allerdings nicht als direkte Schneidefläche verwenden,

Uralte Schönheiten Neben extremer Widerstandsfähigkeit gegen mechanische, thermische und biochemische Beanspruchungen sind heute auch höchster Komfort und einzigartige Ästhetik gefordert. Eigenschaften, die Natursteine in nahezu idealer Weise erfüllen. Sie sind hitzebeständig, hygienisch und extrem kratz- und schnittfest. Die Messer müssen zwar bei direktem Kontakt öfter geschliffen werden, aber die haptischen Eigenschaften von Naturstein sind unerreicht. Insbesondere beim Verarbeiten von Teigen wird die Beschaffenheit und Kühle dieser

Platten sind extrem hitzebeständig. Mit der Zeit können durch den täglichen Gebrauch und das Reinigen Kratzspuren entstehen, doch wer sich daran nicht stört, hat mit Edelstahl eine sehr langlebige Variante. Verbundwerkstoffe Darüber hinaus gibt es Arbeitsplatten aus Verbundwerkstoffen, die im Gießverfahren hergestellt werden. Hier sind beispielsweise Spülbecken oder Abtropfvertiefungen komplett aus einem Guss. Der durchgefärbte Kunststoff ermöglicht fugenlose Flächen und kann in fast jeder gewünschten Form hergestellt werden. Äußerst beliebt sind die Corian-Oberflächen in edlen, weißen Designerküchen. Verfärben sich diese bei Kontakt mit heißen Töpfen gelblich, kann dies durch Nachschleifen rasch behoben werden. Das fugenlose Einbetten des Spülbeckens ist einer der Gründe, warum sich die Fußacherin Carmen S. für dieses Material entschieden hat. Kompositgestein aus natürlichem Quarz

Mit guter Planung erhöht sich die Freude an der Küche.

Küchenambiente diesen traditionellen Werkstoff. Die Nachteile ergeben sich durch die Poren des Naturmaterials: für hygienisches Arbeiten sind Holzarbeitsplatten nicht bedingt geeignet.

denn dann bleiben Kratzer nicht aus. Manche Interessenten üben sich dennoch in Zurückhaltung: Einerseits wird Glas in vielen Köpfen trotz absoluter Härte mit „Bruch“ assoziiert, viel öfter jedoch ist es der Preis, der Kunden zögern lässt: Gehärtetes Glas kostet ein Mehrfaches z. B. einer Granitarbeitsfläche. Hitzefeste Edelstahlplatten

Heute kann von Küchenanbietern beinahe jeder Materialwunsch erfüllt werden.

FOTO: Olina Küchen

FOTO: Olina Küchen

Mehr und mehr Küchenkäufer setzen auf Edelstahl-Arbeitsplatten. Die Schwarzacherin Gabi B. hat sich bewusst bei ihrer Tischlerküche eine Edelstahlarbeitsplatte gewünscht. Diese, immer individuell angepassten Profiflächen sind hygienisch und wenn sie mit Farbfronten im Unter- und Oberschrankbereich kombiniert werden auch optisch ansprechend. Die Vorteile der Edelstahl-Variante liegen auf der Hand: sie sind pflegeleicht und nicht kaputt zu kriegen. Wer aus Versehen die heiße Pfanne auf die Arbeitsplatte stellt, hat bei Edelstahl kein Problem. Diese

Quarzkomposit ist Kompositgestein, das zu 93 % aus natürlichem Quarz besteht und nach Diamant einer der härtesten Grundstoffe ist. Durch das Beimengen von Farbstoffen und eventuell kleinen Glas- oder Spiegelstückchen werden edle Effekte erzielt. Quarzkompositgestein ist nicht porös, hat eine geschlossene Oberfläche und muss daher nicht imprägniert werden. Quarzkompositgestein ist nur bedingt hitzebeständig, heiße Pfannen und Töpfen sollten auf einen Untersetzer. Durch seinen hohen Quarzanteil ist das Kompositgestein weitgehend kratz- und schnittfest. Marken wie Silestone werden von Vorarlberger Küchenplanern gerne eingesetzt. Gute Planung Egal ob exklusive Ästhetik oder praktische Überlegungen, finanzielle Gründe oder Wohnambiente die Materialwahl beeinflussen, wichtig ist die überlegte Planung. Küchenspezialisten finden für jeden individuellen Anspruch die perfekte Lösung. Damit wird auch die Freude an der Küche und ihrer Arbeitsplatte im wahrsten Sinne des Wortes langlebig.


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Der Vorarlberger immobilien-markt

Dienstag, 27. September 2011

Der meistgenutzte Raum im Haus Moderne Küchen spannen den Bogen zwischen Funktionalität, Ergonomie und Optik

Küche. Eine Küche muss nicht nur genug Platz haben – der besten Freundin womöglich ein „wow“ entlocken, wenn sie diese das erste Mal sieht – sie muss auch komfortabel und funktional ausgestattet sein. Kein anderer Raum wird so häufig aufgesucht und genutzt. Rund 360 Handgriffe fallen täglich an und durchschnittlich etwa 250 kg Staugut müssen bei einem VierPersonen-Haushalt verstaut werden. So entscheiden Küchenplanung und Innenausstattung maßgeblich darüber, ob ein täglicher Kampf oder Komfortgewinn, Frust oder Freude, Anspannung oder Erholung stattfinden. „Moderne Technik macht Freude und erleichtert praktische Arbeitsabläufe in der Küche.“ Thomas Prugger, Geschäftsführer olina Küchen Dobler-Prugger GmbH

Ergonomie-Ebenen Wer Staugüter in der Küche richtig einräumt, erspart sich unnötiges Bücken oder Strecken. Selten Genutztes kann ganz nach oben oder ganz nach unten, ständig Gebrauchtes in die leicht erreichbare mittlere Höhe, häufig Genutztes in gute Erreichbarkeit platziert werden. Zur richtigen Ergonomie gehören genauso kurze Wege, durchdachte Bewegungswie Arbeitsabläufe und funktionale Innenausstattungen. Ein Segen sind die modernen Quer- und Längsteiler für Schubladen. Egal ob Teller oder Gewürze, Gläser oder Schneidegeräte, alles kann FOTO: Markus Gmeiner

Egal ob die Küche nun als ein U, ein G, ein L oder als eine Insel-Küche angelegt wird, ob sie ein oder zweizeilig ausgeführt wird – in jeder dieser Küchen können optimale Arbeitsabläufe

Systeme berücksichtigt werden. Eigentümer von Immobilien investieren naturgemäß mehr in eine neue Küche – schließlich soll sie auch langlebig sein und als einer der meistgenutzten Räume des Wohnbereiches auch nach intensivem Gebrauch noch gut aussehen. Eine gute Küche hält 20 Jahre – und ob Landhausstil, ausdrucksstarke Farben und Flächen, ultramodernes reduziertes Design, sympathische Gemütlichkeit oder ein Genusspalast realisiert werden – zu beachten gibt es im Vorfeld sehr viel.

Dieser seitliche Dunstabzug lässt sich auch in Altbauten intelligent einsetzen.

festgelegt werden. In Mietwohnungen muss man gewisse Gegebenheiten wie die Größe des Küchenraumes hinnehmen – beim Einbau einer neuen Küche können hingegen die Arbeitshöhe, Materialien und neue, clevere

heute mit entsprechendem „Innenleben“ perfekt verstaut und ergonomisch clever genutzt werden. Küchenplaner überzeugen Kunden immer wieder mit Ideen, Innovationen und auf die Nutzer abgestimmte individuelle Pla-

In der Küche von heute sollte Strecken und Bücken der Vergangenheit angehören.

nungen. Wer länger kein Küchenstudio betreten hat, ist überrascht über die Möglichkeiten, die moderne Küchen bieten. Veraltete oder falsch geplante Küchen kosten hingegen Kraft, Zeit und Nerven. Eine zeitgemäße Innenausstattung mit modernster Beschlagtechnik und jeder Menge Stauraum garantiert Komfort und Zeitersparnis, Freude und Entspannung. Neue Techniken wie schwenkbare Hängeschränke erleichtern das Kochen und Hantieren. Dank Vorarlberger Innovationen von Blum wie dem Blumotion Dämpfsystem, das weltweit Auszüge, Türen und Klappen sanft und leise schließt, der elektrischen Öffnungsunterstützung für Klappen und Auszüge oder der mechanischen Öffnungsunterstützung durch leichtes Antippen. Vor dem Küchenkauf lohnt sich in jedem Fall eine umfassende Beratung und eine auf die Bedürfnisse und Körpermaße abgestimmte Planung. Denn Küchen inspirieren nicht nur zu kulinarischen Höhenflügen, sie machen auch glücklich!

Gegenüberstellung: Vorher – nachher Eine Übersicht, was heute technisch möglich und sinnvoll ist. Früher: Lebensmittelvorräte, Kochgeschirr, Bestecke, Gläser und Gewürze werden überall untergebracht, wo noch Platz ist. Heute: Alles Staugut wird fünf Arbeitszonen bzw. Funktionsbereichen zugeordnet. Früher: Schubladen, die sich schwer, asynchron und nur unter Kraftaufwand ausziehen und wieder schließen lassen. Heute: Leichtgängige Vollauszugsysteme mit elektrischer und/ oder mechanischer Bewegungsunterstützung, die sich ohne die geringste Anstrengung durch leichtes Antippen der Möbelfronten automatisch öffnen und schließen lässt. Früher: Unterschränke, die nur mit ein bis zwei Fachböden ausgestattet sind. Das Einräumen des Staugutes übereinander führt zu mangelnder Übersichtlichkeit. Heute: Komfortauszüge mit vari-

FOTO: Olina Küchen

ablen Trennsystemen, sodass das Staugut übersichtlich, rutschfest und stets griffbereit verstaut ist. Früher: Erhöhte Verletzungsgefahr bei Hängeschränken mit geöffneter Tür. Heute: Möbelbeschläge sorgen dafür, dass sich die Klappenschränke mühelos nach oben klappen, schwenken, falten und liften lassen. Früher: Lärmbelästigung durch zuknallende Möbeltüren und Schubladen. Heute: Schubkästen und Schranktüren schließen dank Einzugsdämpfung sanft und geräuschlos. Früher: Töpfe, Pfannen und Bräter werden im Unterschrank ineinander gestapelt und es ist nur schwer an sie heranzukommen. Heute: Das Kochgeschirr wird rückenschonend in einem Eckschrank mit Drehbodensystem oder komplett heraus schwenkbaren Ablagen (Drehböden) aufbewahrt, die alles in den direkten Griffbereich bringen.

Sie weiß, was Kochfreunde wünschen ... Miriam Wildauer (33) ist Bedürfnisforscherin bei der Julius Blum GmbH und weiß, was Kochende wünschen Forschung. Die köstlichsurreale Filmkomödie „Kitchen Stories“ amüsierte vor wenigen Jahren ganz Europa. Sie handelte davon, wie ein schwedisches Forschungsinstitut die Gewohnheiten von Junggesellen in norwegischen Küchen studiert. Nun, Miriam Wildauer setzt sich keineswegs mit einem Notizblock bewaffnet auf einen Hochsitz in eine Küche, um Kochenden über die Schulter zu schauen. Aber sie benutzt die Kamera, um Abläufe festzuhalten. Seit 10 Jahren wird in der Abteilung Bedürfnisforschung bei

Blum intensiv recherchiert, beobachtet und analysiert. Signifikante Länder-Unterschiede wie der Reisspender-Auszug für die Aufbewahrung von fünf bis zehn „Viele Tätigkeiten laufen weltweit in allen Küchen gleich ab.“ Miriam Wildauer, Bedürfnisforscherin Julius Blum GmbH

Kilo Reis in asiatischen Ländern oder der Baguette-Auszug in Frankreich oder der Fischgrill in Japan sind nachvollziehbar.

Miriam Wildauer weiß allerdings auch, dass es sehr viele typische Tätigkeiten in Küchen gibt, die weltweit exakt auf dieselbe Art ablaufen. So liegt der ideale Hauptarbeitsbereich immer zwischen Spüle und Kochfeld und ist mindestens 90 Zentimeter breit. Die ideale Arbeitshöhe ist dann gegeben, wenn der Abstand zwischen angewinkeltem Arm und Arbeitsfläche 15 cm beträgt. Andererseits kämpfen weltweit Menschen mit denselben kleinen Unbilden: wenn sich Frischhaltefolie permanent verklebt und nun dank einer kleinen Innovation faltenfrei herausgezogen und

einfach abgeschnitten werden kann. Es gibt eben nichts über einen guten Workflow – das gilt

ganz besonders für die Küche, in der fließende Abläufe und Details einfach dazugehören.

Ideale Arbeitsbedingungen in der Küche bereiten Freude.


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