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VN-Umfrage

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EINSTELLUNG

DER VORARLBERGER BEVÖLKERUNG

ZU AKTUELLEN THEMEN DER LANDESPOLITIK

Ergebnisse repräsentativer Meinungsumfragen, durchgeführt im Auftrage der „VN“ bei der Vorarlberger Bevölkerung

Dr. Edwin Berndt © im April 2016

1


STUDIENBESCHREIBUNG:

Die Studie befasst sich mit den aktuellen politischen Themen Bundespräsidentenwahl und Zufriedenheit mit der Arbeit der „schwarzgrünen“ Koalition auf Landesebene. Repräsentative Meinungsumfragen bei der Vbg. Bevölkerung; Grundgesamtheit - Wahlberechtigte N = ca. 270.000, Stichprobengröße n = 502; reine Zufallsauswahl. Überwiegende Befragungsform „Face-to-Face" - 72%, 17% per Telefon und 11% Online. Proportionale Verteilung der Interviews auf alle Regionen des Landes (Bezirke, Gemeindegrößenklassen, Talschaften, Stadtland) im Verhältnis zur Repräsentanz ihrer Bewohner. Erhebungszeitraum 29. März bis 4. April 2016. Schwankungsbreiten (Fehlerrisiko) für die Gesamtheit der Befragten (n=500) 1,2 bis 4,4% nach unten und oben (Fehlerspanne) → gilt für die Hochrechnung (Umlegung) der Fazite der Stichprobe auf die Situation in der Wirklichkeit (Gesamtheit der Wahlberechtigten).

GLIEDERUNG

2

1

Daten zur Untersuchung

3

2

Beurteilung der Arbeit der Vbg Landesregierung

8

3

Bundespräsidentenwahl

10


1

Daten zur Untersuchung

Thema:

Aktuelle politische Sachverhalte für Vbg

Sampling methods:

Reine Zufallsauswahl, repräsentative Meinungsumfragen

Grundgesamtheit:

Vbg Bevölkerung, Wahlberechtigte: ab 16-jährige Inländer, ca. 270.000 Personen, 132.000 Haushalte

Stichprobengröße:

n = 502 Fälle, nur 1 Interview je Haushalt

Erhebungsmethode:

Überwiegende Durchführung der Interviews im direkten / persönlichen Kontakt mit den Zielpersonen: Befragungen „Face-to-Face“: 72%, 11% Online, 17% telefonische Interviews. Letztere werden in der Regel nur bei schwer erreichbaren Personengruppen durchgeführt, z.B. Selbständige, Freiberufler, Führungskräfte, Manager, Politiker, Leute mit anormalen Arbeitszeiten wie Schichtarbeit, Wochenend-, Nacht-, Turnusdienste. Proportionale Verteilung der Interviews auf die 4 politischen Bezirke und Landesteile, z.B. Stadtland, Gemeindegrößenklassen und Talschaften, im Verhältnis zur Repräsentanz der Bevölkerung.

Qualität:

Einsatz von 12 qualifizierten und gebrieften Interviewern. Einhaltung und Praktizieren der für unser Institut üblichen Qualitätsstandards sowie Kontrolltätigkeit. Genauere Informationen in Bezug auf methodische Fragen können bisherigen Analysen für den Auftraggeber entnommen werden: Ausführliche Hinweise finden sich auch in der Studie vom April 2006 zum Thema „Der Vorarlberger Medienmarkt“.

3

Erhebungszeitraum:

29. März bis 4. April 2016

Erhebungsgebiet:

Vorarlberg ohne Mittelberg (Kleinwalsertal) – dort sind ohnehin nur 1% der Wahlberechtigten beheimatet


Struktur der Stichprobe: 502 Befragte (Gesamtheit der Befragten /Wahlberechtigte = jeweils 100 %)

Teilgruppen

Absolut

Relativ (%)

Männer

247

49

Frauen

255

51

16 bis unter 30

120

24

30 bis unter 45

130

26

45 bis unter 60

121

24

60 und älter

131

26

Höher Schulen (Matura, Hochschule)

101

20

Mittlere Schulen (Fach-, Lehre)

215

43

Pflichtschulen

186

37

1 Person

153

31

2 Personen

110

22

3 Personen

101

20

4 Personen

92

18

5 und mehr

46

9

Oberschicht (A)

161

32

Mittelschicht (B)

176

35

Unterschicht (C)

165

33

Bregenz

160

32

Dornbirn

110

22

Feldkirch

140

28

Bludenz

92

18

Gesamtheit

502

100

Geschlecht

Alter / Jahre

Schulbildung (höchste abgeschlossene)

Haushaltsgröße

Soziale Schichten

Bezirke / Regionen

4


Fortsetzung: Struktur der Stichprobe (Gesamtheit der Befragten /Wahlberechtigte = jeweils 100 %) Teilgruppen

Absolut

Relativ (%)

Berufliche Stellung der Zielpersonen Selbständige/Landwirte + Mithelfende

54

11

Angestellte/Beamte

131

26

Arbeiter

105

21

Andere 2)

19

4

Erwerbspersonen insgesamt

309

62

Pensionisten

82

16

Haushaltsführende

56

11

Schüler / Studenten

35

7

Sonstige, z.B. Sozialhilfe

20

4

Nicht-Erwerbspersonen insgesamt

193

38

Selbständige/Landwirte + Mithelfende

54

11

Angestellte/Beamte

166

33

Arbeiter

111

22

Pensionisten

149

30

Sonstige: Schüler/Studenten, Sozialhilfe

22

4

Selbständige/Landwirte + Führungskräfte

104

21

Nicht leitende Angestellte/Beamte

95

19

Arbeiter

110

22

Pensionisten

82

16

Erhaltene

111

22

Gesamtheit

502

100

Berufliche Stellung des Haushaltsvorstandes / Hauptverdieners1

Berufszugehörigkeit Zielpersonen

1)

Zuordnung der einkommenslosen Personen (Schüler/Studenten, Nur- Hausfrauen) nach der sozialen Position des Haushaltsvorstandes/Hauptverdieners 2) Vorübergehend nicht Beschäftigte, z.B. Bezieher von Karenzgeld, Präsenzdiener, Arbeitslose

5


Fehler-, Vertrauensbereiche

Jede aus einer Gesamtheit gezogene Stichprobe ist fehlerbehaftet. Der mögliche Stichproben – oder Zufallsfehler für die Gesamtheit der Befragten (n = 500) liegt zwischen 1,2 - 4,4 %.

Für statistische Teilgruppen sind die denkbaren Fehlermargen entsprechend größer: 1,2 – 4,4%

Alle Vorarlberger / Wahlberechtigte

1,7 - 6,2%

Männer, Frauen

2,0 - 7,3%

ÖVP-Sympathisanten

2,2 - 7,7%

Soziale Schichten: Ober-, Mittel-, Unterschicht

2,4 – 8,6%

Alter: 30 bis 44 Jahre, 60 Jahre und älter; Sympathisanten von FPÖ (mit BZÖ)

2,5 – 8,9%

Alter: 18 bis 29 Jahre junge Personen, 45 – 59 Jahre

2,7 – 9,8%

Sympathisanten von SPÖ + Sonstigen*

2,8 – 10,4%

Anhänger Grüne

* Für Anhänger der NEOS und Sonstigen, z.B. Stronach, WIR, CPÖ, Piraten etc., können mangels Erhebungsmasse und Repräsentanz (Stichprobengröße) keine separaten Daten dargestellt werden, da sie zu fehlerbehaftet wären (keine Verifizierbarkeit). Derartige Überlegungen gelten auch mittlerweile sogar für die SPÖ, zumal diese in den letzten Jahren zu einer Kleinpartei geschrumpft ist (letzte Landeswahl lediglich 8,8% der gültigen Stimmen). Daher erfolgt eine Zusammenfassung der SPÖ mit NEOS und Sonstigen zu einer einzigen Gruppe. Wir wissen um die Inhomogenität dieser Segmente, für keines dieser könnten allerdings separate quantitativen Daten zur Darlegung gebracht werden. Aus denselben Gründen werden BZÖ-Anhänger zur FPÖ gezählt (sind allerdings relativ kongruente Teilgruppen).

6


Fehler- oder Vertrauensintervalle zeigen jene Bereiche, innerhalb deren sich bei gegebener Signifikanz (Signifikanzniveau, Sicherheitsgrad) und gegebenem Stichprobenumfang der wahre Wert einer Grundgesamtheit befindet. Sie zeigen somit die theoretisch möglichen Abweichungen der Ergebnisse für die einzelnen Stichprobengrößen von den „wahren“ Daten in der Grundgesamtheit (Wirklichkeit). Diese angegebenen und möglichen Fehlerbereiche gelten immer nach oben und unten sowie einem Sicherheitsgrad von 95,5%. Bei der Auswertung der Ergebnisse wurde in der Regel der statistische Zusammenhang zwischen bestimmten Merkmalen überprüft. Bei einer Wahrscheinlichkeit von < 0,05 (kleiner als 5% für einen Irrtum) wird von einem signifikanten Zusammenhang gesprochen.

Für alle repräsentativen Befragungen müssen Schwankungsbreiten berücksichtigt werden. Diese betragen wie im gegenständlichen Fall bei Faziten um die 50% für die Gesamtheit (n=500) der Befragten 4,4 Prozentpunkte, bei 5 bzw. 95% 1,9 Prozentpunkte. Die Ergebnisse sind in der Regel auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Präzision zu vermeiden (Scheingenauigkeit), denn jedes Stichprobendatum ist fehlerbehaftet. Solches könnte nur bei Vollerhebungen verhindert werden.

7


2

Die Beurteilung der Arbeit der Vorarlberger Landesregierung

Frage: Die jetzige Landesregierung – bestehend aus einer „schwarzgrünen“ Koalition ist nun etwa 1 1/2 Jahre im Amt! Wie zufrieden sind Sie mit ihrer Arbeit (Leistungen, Einsatz für Vbg)? Geben Sie eine Note/1-5…! Vergleiche mit der Regierungsarbeit der „schwarzen“ Alleinregierung in den Jahren 2011 bis 2013: Frage: Wie beurteilen Sie den Einsatz der Vbg Landesregierung („schwarze“ Allein-) für die Vbg Bevölkerung? Geben Sie eine Note / 1-5! Vergleiche mit der Regierungsarbeit der „schwarzblauen“ Koalition im Jahre 2009: Frage: Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit (Leistungen, Einsatz für Vbg) der „schwarzblauen“ Koalition in Vorarlberg? Geben Sie eine Note/1-5…! Vorarlberger Wahlberechtigte = jeweils 100% / n = ca. 500 Zufriedenheit

ÖVP+Grü- ÖVP+Grü- ÖVP 2011 ne April ne Sept. 2015 2015

ÖVP 2012/13*

ÖVP+FPÖ 2009

1 = sehr zufrieden

7

5

7

6,5

8

2 = zufrieden

34

30

23

34

37

Summe: (sehr) zufrieden

41

35

30

40,5

45

3 = mittel

32

29

40

37,5

36

4 = weniger zufrieden

17

23

18

13,5

11

5 = gar nicht zufrieden

5

9

8

2

2

Weiß nicht

5

4

4

6,5

6

Summe

100

100

100

100

100

Mittelwerte / 5 Noten

2,78

3,01

2,97

2,68

2,60

* Aus den fast identischen Daten der Jahre 2012 und 2013 wurden Arithmetische Mittelwerte gebildet.

8


Die mit der Arbeit der Vbg Landesregierung für die Bevölkerung jeweils Zufriedenen (Noten 1 oder 2) nach statistischen Teilgruppen Gesamtheit / Teilgruppen jeweils 100%

ÖVP +Grüne April 2016

ÖVP +Grüne Sept. 2015

ÖVP 2012/13

ÖVP+ FPÖ 2009

Männer

39

36

37,5

48

Frauen

43

34

43

42

-29 Jahre

32

25

31,5

33

30 bis 44 Jahre

38

30

36

37

45 bis 59 Jahre

45

40

45,5

48

Ab 60 Jahre

49

46

50

59

Oberschicht

48

44

47

54

Mittelschicht

40

32

41

43

Unterschicht

35

29

33,5

37

ÖVP

54

69

66,5

63

FPÖ

17

8

21,5

54

Grüne

61

40

25,5

20

SPÖ/ Sonstige

27

9

20,5

18

41

35

40,5

45

Teilgruppen

Geschlecht

Alter

Soziale Stellung

Parteipräferenz*

Total

*2009 bis 2013 andere Klassifizierung: SPÖ, Grüne + Sonstige, ab 2015 SPÖ + Sonstige, Grüne separat

9


3

Bundespräsidentenwahl

Frage: Am 24. April wird der Bundespräsident gewählt! Welche der im Folgenden genannten Personen werden Sie aller Voraussicht nach wählen? Vorarlberger Wahlberechtigte = 100% / n = 502 Bekennende = 100% / n = 485 (97% der Gesamtheit)

Kandidaten

10

Wahlberechtigte

Bekennende

Khol Andreas, Dr. ÖVP

22

25

Hundstorfer Rudolf, SPÖ

9

14

Hofer Norbert, FPÖ

12

20

Van der Bellen, Dr. Grüne

13

18

Griss Irmgard, Dr. (unabhängig)

14

20

Lugner Richard, Ing.

1

3

Keinen, wähle nicht

13

-

Sage nicht, weiß (noch) nicht

16

-

Summe

100

100


Zuordnung der unklaren Aussagen

Die linke Spalte enthält die so genannten Rohdaten. Das sind die Fazite auf die oben genannte Frage nach dem Wahlverhalten. An die sich im „1. Wahlgang“ Nichtbekennenden (sage nicht, keine, weiß (noch) nicht) wird eine Zusatzfrage nach jenen 2 Personen gestellt, die man wählen würde. Alle möglichen Varianten werden dabei vorgegeben und die Ergebnisse zu je 50% den betreffenden Alternativen (Kandidaten) zugeteilt. Die sich doch nicht Deklarierenden werden eliminiert (bedeutet Zuteilung nach den sich Bekennenden). Die rechte Spalte enthält somit die Resultate nach Zuordnung der unklaren Aussagen, das sind die „Geständigen“: Bekennende Wahlberechtigte

nach direkter oder indirekter Zuordnung (97% der Gesamtheit oder n = 485). Die sich Nicht-Bekennenden stellen naturgemäß einen Unsicherheitsfaktor dar. Es muss naturgemäß nicht zutreffend sein, dass sich diese, falls sie überhaupt zur Wahl gehen, gleich verhalten würden wie jene, welche sich deklarieren. Jene, die sich gar nicht in die Karten schauen möchten, sind jedoch mit 3% der Wahlberechtigten gering. 29% - das sind viele – konnten im 1. Ermittlungsverfahren nicht zugeordnet werden: Non-Respondeproblem. Sie stellen einen Unsicherheitsfaktor dar. Immerhin konnten im 2. Schritt 26%, das sind rund 90% der Betroffenen, im zweiten Verfahren zugeteilt werden → ein erfreulicher Umstand. Die dennoch Nicht-Zuordenbaren machen minimale 3% aus. Wir erkennen auch, dass sich, wenn bei der von uns praktizierten Vorgangsweise eine Einengung auf 2 vorgegebene Alternativen (Parteien, Personen) vorgenommen wird, stets eine überwiegende Mehrheit der zuvor Unschlüssigen für eine Stellungnahme gewonnen werden kann.

6 Kandidaten(innen) rittern um das Amt des Bundespräsidenten. Sonstige mussten mangels Präsenz bei der Abfrage nicht vorgegeben werden. Wenn eine Zielperson einen anderen Mandatar nannte, wurde dies im ersten Zuordnungsverhalten mit „keinen von diesen“ bewertet.

Bei anstehenden Prognosen handelt es sich um Momentaufnahmen. Da kann sich bis zu den effektiven Wahlen noch viel ändern.

11


Die „Feldarbeit“ fand etwa bei Einsetzen des intensiven Wahlkampfes vier Wochen vor dem effektiven Votum statt. Dieser kann die Stimmungslage verändern. Unsere „Feldarbeit“ hatte vor den TV-Auftritten der Bundespräsidentenkandidaten stattgefunden. Die erste Konfrontation zwischen diesen in Form einer „GROßEN ELEFANTENRUNDE“ fand erst am 3. April im Fernsehen statt. Wie schon angedeutet, können die Ereignisse und Strategien im nach unserer „Feldarbeit“ stattfindenden Intensivwahlkampf die Wahlergebnisse am 24. April nachhaltig beeinflussen.

Rückschlüsse auf die Fazite auf Bundesebene sind nicht möglich, denn Vbg stellt nur 4,2% der Wahlberechtigten, Niederösterreich etwa 20%, Wien 18%. Aus den Ergebnissen für Vbg lassen sich

Wahlbeteiligung Wir haben keine Frage in dieser Hinsicht gestellt. Vor 6 Jahren war ein schauerliches Fazit zu beklagen →37,7% für Vbg. Für viele war eine Beteiligung damals uninteressant, der Wahlsieger schien schon von Vornherein festzustehen (vorher schon bekannte Wahlausgang): Heinz Fischer als amtierender und übermächtige Persönlichkeit, nur 2 wenig attraktive und relativ unbekannte Gegenkandidaten, zudem verzichteten ÖVP und Grüne auf eigene Mandatare. Wir rechnen für die kommenden Wahlgang mit einer Mitwirkungsquote von 50 bis 60 Jene, welche mit Parteimandataren nichts anfangen können, erhalten eine Alternative. Die Qualität des Wahlkampfes (Präsentation der Wahlwerber) kann die Beteiligungsquote zusätzlich erhöhen. Wenn sich die Anwärter positiv.

12


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