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VN-Umfrage-Berndt

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EINSTELLUNG ZUR

DER VORARLBERGER BEVÖLKERUNG

LANDESPOLITIK

Ergebnisse repräsentativer Meinungsumfragen, durchgeführt im Auftrage der „VN“ bei Vorarlberger Wahlberechtigten

Dr. Edwin Berndt © im Jänner 2018

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Daten zur Untersuchung

Thema:

Aktuelle politische Sachverhalte in Vorarlberg.

Stichprobe:

Reine Zufallsauswahl, repräsentative Meinungsumfragen: Sampling Methods.

Grundgesamtheit:

Derzeit und künftig Wahlberechtigte in Vorarlberg ab 15 Jahren: ca. 275.000 Personen, 136.000 Haushalte (Hauptwohnsitz) – ohne Kleinwalsertal.

Stichprobengröße:

n = 501 Fälle, nur 1 Interview je Haushalt.

Erhebungsmethode:

Überwiegende Durchführung der Erhebungen im direkten / persönlichen Kontakt mit den Zielpersonen: Befragungen „Face-to-face“: 82%, 10% Online, 8% telefonische Interviews. Letztere werden in der Regel nur bei schwer erreichbaren Personengruppen durchgeführt, z.B. Selbständige, Freiberufler, Führungskräfte, Manager, Politiker, Leute mit anormalen Arbeitszeiten wie Schichtarbeit, Wochenend-, Nacht-, Turnusdienste. Innerhalb des Bundeslandes Vbg. proportionale Verteilung der Interviews im Verhältnis zur Repräsentanz der Bevölkerung auf die 4 politischen Bezirke, Gemeindegrößenklassen und einzelnen Gebiete / Landesteile, z.B. Stadtland, Talschaften.

Qualität:

Einsatz von 16 qualifizierten und gebrieften Interviewern. Einhaltung und Praktizieren der für unser Institut üblichen Qualitätsstandards sowie Kontrolltätigkeit.

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Erhebungszeitraum:

10. bis 18. Jänner 2018.

Erhebungsgebiet:

Vorarlberg ohne Mittelberg (Kleinwalsertal) – dort sind ohnehin nur knapp 1% der Wahlberechtigten beheimatet.


Repräsentativerhebungen Da die Einstellungen der Gesamtheit der Bewohner (Inländer) in Vbg. zu erforschen waren, erfolgte ein repräsentativer Querschnitt durch alle Bevölkerungsgruppen (Pars pro toto = der Teil steht fürs Ganze). Fazite der Stichprobenerhebungen sollten repräsentativ für die Grundgesamtheit (hier ÜBER-15-JÄHRIGE VORARLBERGER/Inländer) sein, ansonsten sind sie vom wissenschaftlichen Standpunkt wertlos (ineffizient und schade um den Einsatz der finanziellen Mittel). SIE SIND DANN CHARAKTERISTISCH, wenn DIE STRUKTUR DER STICHPROBE JENER DER GRUNDGESAMTHEIT, auf die sich die Ergebnisse beziehen sollen, entspricht. Diese Kongruenz zwischen Teileinheit und Gesamtheit ergibt sich bei einer reinen Zufallauswahl („at random“) der Zielpersonen automatisch: → Voraussetzung, dass jede Einheit die gleiche berechenbare Chance hat, in die Erhebungseinheit miteinbezogen zu werden. Dieses Erfordernis der Übereinstimmung ist bei unserer Stichprobe mit maximalen Abweichungen von 1 bis 2% in den statistischen Teilsegmenten gegenüber den Daten der Gesamtbevölkerung zufrieden stellend erfüllt. Geringe Abweichungen liegen in der Natur der Sache. Besagte Konformität ist nur dann möglich, wenn die Auswahl der Zielpersonen zwar zufällig - aber bindend, z.B. von einer institutionellen Firma, festgelegt (vorgegeben) wird. Wenn die Beteiligung (Mitwirkung) an Umfragen den Zielpersonen allein anheim gestellt wird – Mitmachen einzelner Gruppen und Personen nach Lust und Laune – ist die Auswahl rein willkürlich und entspricht nicht wissenschaftlichen Standards. Dies gilt grundsätzlich für schriftliche, telefonische (z.B. TED) und Online-Umfragen, wenn sich diese an eine anonyme Masse richten, indem die Mitwirkung dem freien Ermessen der Personen obliegt (keine Einflussnahme auf die Struktur der Teilnehmer; jeder, der sich angesprochen fühlt, kann mitmachen). Die Durchführung der telefonischen Form erfolgte in dieser Studie lediglich bei sonst nicht oder nur schwer erreichbaren Personengruppen, z.B. Selbständige, Freiberufler, Manager, Politiker, Führungskräfte, diverse Funktionäre, Personen mit atypischen Arbeitszeiten (Nacht-, Abend-, Schichtarbeit, Turnusdienste) u.a. Das sind auch jene Fälle, bei denen sonst eine Befragung zumeist nicht zustande gekommen wäre. Nur 8% der Befragungen wurden überdies telefonisch bewerkstelligt. Diese Form der Erhebung ist mit den Teilnehmern überdies explizit abgesprochen worden.

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Bei unseren Erhebungen sind auch jene Segmente, die sich telefonisch oder online an unserer Umfrage beteiligten, von uns rein zufällig ausgesucht worden: Denn niemand konnte – wie schon betont - von sich aus, ohne zum Kreis der „Auserwählten“ zu zählen, willkürlich teilnehmen. Nur die Erhebungsart selbst wurde in diesen wenigen Fällen den Mitwirkenden freigestellt. Auswahlkriterium basiert auch in diesen Fällen auf dem Zufallsprinzip und entspricht daher keiner willkürlichen. Auf Online-Befragungen wurde hier nicht verzichtet. Dem Wunsche mancher Zielpersonen, welche via Internet an der Befragung mitmachen wollten, konnte daher entsprochen werden, da die Qualität der „Feldarbeit“ deswegen keinen Schaden nahm. Solches ist etwa bei Wissensfragen möglich, z.B. bei der Bekanntheit von politischen Funktionen, bei Bildungsthemen, Wissensfeststellungen, z.B. Erklärung von Begriffen etc. Da besteht nämlich die Gefahr, dass sich Leute, man will ja als intelligent gelten, schlau machen, indem man Infos bei Mitmenschen, in der Literatur (Lexikon) oder zunehmend im Internet einholt. Kaum jemand will sich nachsagen lassen, allgemeine wissensrelevante Aspekte nicht zu kennen. Allzu gerne holt man bei diesen Kenntnisfragen Erkundungen ein. In der Regel geizt man dann nicht bei den Wiedergaben. Die Fazite sind dann geschönt und mitunter nicht brauchbar. Daher eignen sich schriftliche oder Online-Umfragen in vielen Fällen auch aus diesem Grunde nicht für seriöse Marktforschungen. Diese Gefahr war bei unseren Recherchen nicht gegeben. Der Großteil der Befragungen geschah mit der Vorgehensweise „Face-toFace“ (von Angesicht zu Angesicht): Mündliche Interviews bei den Zielgruppen mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens. Durchführung überwiegend an Ort und Stelle im direkten / persönlichen Kontakt in der Regel in den Haushalten mit den Zielpersonen. Der Hauptvorzug der hier ebenso praktizierten telefonischen Umfragen ist jener, dass deswegen auch alle Personengruppen aliquot zu ihrer Repräsentanz hinlänglich in der Stichprobe aufscheinen. Der Hauptnachteil der von uns angewandten Erhebungsart stellt der so genannte Interviewereinfluss dar: Dieser Problematik wird allerdings dadurch begegnet, dass möglichst viele Befrager eingesetzt werden, die Zahl der Interviews pro Kopf mit 35 - 40 nach oben begrenzt wird, ebenso durch eine intensive Kontrolltätigkeit.

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Hauptunvollkommenheit von schriftlichen oder Online-Umfragen stellt normalerweise die mangelnde Repräsentativität dar. Dieser Kardinalnachteil entfiel bei unserer Vorgangsweise, denn alle rund 500 befragten Personen wurden nach dem Zufallsprinzip ausgesucht, somit sind die Ergebnisse auch zu 100% repräsentativ, d.h. zufällige Auswahl für jede zu praktizierende Erhebungsmethode; keine willkürliche Erfassung wie sie für gewöhnlich bei schriftlichen und Online-Befragungen passiert. Dieser Nachteil der nicht gegebenen Repräsentanz entfällt daher – wie schon angeführt – bei allen von uns angewandten Erhebungsformen, da die Zielpersonen in allen Fällen von uns aufgrund der Zufallsauswahl bestimmt wurden. Da die Struktur unserer Stichprobe mit minimalen Abweichungen jener der Gesamtbevölkerung (amtliche Statistik) entspricht, bedarf es keiner separaten Darstellung der Daten der offiziellen. Die Iststruktur unserer Stichprobe ist deckungsgleich mit der Sollschichtung der amtlichen Statistik. Zielpersonen sind Inländer/österreichische Staatsbürger Da im gegenständlichen Fall Themen zu politischen Inhalten, z.B. Wahlen, Politikerimage etc., zu behandeln waren, sind unsere Zielpersonen nur in Vorarlberg lebende österreichische Staatsbürger (Inländer). Erhebungen bei Personen mit Migrationshintergrund, die der deutschen Sprache nicht oder nur unvollkommen mächtig sind, machten ohnehin keinen Sinn. Das Kleinwalsertal blieb bewusst außerhalb der Betrachtung. Dort lebt ohnehin nur rund 1% der inländischen Bevölkerung. Stichprobenbildung Die Auswahl der für das Erhebungsgebiet repräsentativen Stichprobe erfolgte, wie schon angeführt, rein zufällig („at random“): Zufallsstichprobe. Proportionaler Ansatz der Stichprobe: Wichtig ist grundlegend eine proportionale Verteilung der Interviews auf sämtliche Regionen, Bezirke, Gemeindegrößenklassen, Talschaften, Stadtland im Verhältnis zur Einwohnerzahl (Repräsentanz). Dieses Erfordernis konnte in dieser Abhandlung erfüllt werden. Innerhalb der diversen Bezirke, Regionen und Talschaften wurden die Interviews allerdings proportional zur Einwohnerzahl auf die verschiedenen Gebiete (Gemeindegrößeklassen, Stadtland) zugeteilt. Ziel ist es dabei, eine möglichst umfassende räumliche Streuung zu erhalten.

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Die Stichprobe besteht aus mehrstufig geschichteten nach Regionen / Landesteilen, Gemeindegrößenklassen, z.B. Stadtland, und Gemeinden zu bildenden Teilsamples. Regionale Strukturmerkmale wurden bei unserer „Feldarbeit“ im Sinne einer hoch stehenden Qualität der Stichprobe bindend vorgegeben, indem die Interviews von Vornherein proportional auf einzelne Regionen verteilt wurden. Dies gilt einmal für die 4 politischen Bezirke und nach Gemeindegrößenklassen (Stadtland) sowie die Talschaften. Um alle Regionen (Talschaften) Vorarlbergs erhebungsmäßig proportional zur Einwohnerzahl zu erfassen, wurden im Vorfeld der Erhebungen die Interviews proportional auf die Distrikte (Bezirke, Talschaften) verteilt. Zielgemeinden waren naturgemäß alle Städte und Marktgemeinden, insgesamt 63 Gemeinden im Lande (66% der fraglichen). Erhebungsmethode Durchführung der Interviews bei den Zielgruppen mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens, mehrheitlich – wie schon betont - an Ort und Stelle im direkten / persönlichen Kontakt mit den Zielpersonen („Face-to-Face“-Befragungen = von Angesicht zu Angesicht). Gewinnung der Zielpersonen nach dem Rotationsprinzip.

Auswahleinheit ist der Haushalt. Innerhalb dieser wurde bei der Rekrutierung der Zielpersonen das Rotationsprinzip angewandt. Es werden in Bezug auf die Stellung der Individuen im Haushalt abwechslungsweise verschiedene Leute herangezogen. Diese konnten mittels einer Zufallsziffernkarte ausgesucht werden, um zu gewährleisten, dass im Haushaltsverband nicht immer die gleichen Personen, z.B. Haushaltsvorstände, Ehegattinnen, interviewt werden. Einseitigkeit soll vermieden werden. Nur 1 Interview je Haushalt. Gliederung Sinnvolle Gliederungskriterien sind in der Regel eine Vielzahl von statistischen Merkmalen. Es handelt sich zumeist um persönliche Kategorien: Geschlecht, Alter, soziale Schichten (berufliche Stellung). Die berufliche Situation manifestiert sich gut in den Sozialschichten. Zweckmäßigerweise erfolgt für viele Themen eine Aufgliederung nach dem Merkmal Parteipräferenz.

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Notwendige Verifizierbarkeit von zu kleinen Stichproben. Fazite nur für Anhänger von Grünen und SPÖ allein können mangels Repräsentativität/Größenordnung dieser Komponenten wegen mangelnder Verifizierbarkeit (zu große Fehleranfälligkeit) nicht zur Darstellung gebracht werden. Daher vergrößern wir diese zu kleinen Teilsegmente. Damit die Stichprobe für die Sozialdemokraten größere Ausmaße erreicht, haben wir auch jene zu diesem Segment gezählt, für welche diese Fraktion wählbar erscheint (käme in Frage): Die diversen Zwittereinstellungen zwischen SPÖ und anderen Parteien wurden diesen zugeordnet (vergleiche Kapitel fiktive Landtagswahlen). Zum Teilsektor der SPÖ rechnen wir auch noch die Sympathisanten der Sonstigen, u.a. Piraten, KPÖ, M - Männerpartei, NBZ, CPÖ, Weiße. Die Grünen sind momentan eher im Abwind und weisen für sich allein eine zu geringe Größenordnung auf. Daher wurde diesen auch diesmal wiederum die relativ größere Gruppe Neos zugeteilt. Für Neos und die Sonstigen können mangels Größenordnungen ohnehin keine separaten Daten zur Darstellung gelangen, daher müssen diese anderen Gruppierungen zugeteilt werden. Deshalb fassen wir diese erwähnten Teilsektoren jeweils zu massiveren Gruppen zusammen. Damit wird die Qualität der ausgewiesenen Ergebnisse weiter verbessert (Anhebung der Richtigkeit der Fazite). Diese Zusammenfassungen erhöhen die Genauigkeit der Resultate und sind überhaupt die Grundlage für ihre Verifizierbarkeit.

Ländliche Gebiete Das sind die Talschaften mit meist ländlicher und dörflicher Siedlungsstruktur. Auf jeden Fall handelt es sich nicht um verstädterte oder Ballungsgebiete: Arlberg mit Klostertal, Montafon, Brandner-, Großwalser-, Laternsertal, Bregenzerwald. Dazu zählen auch die kleineren Berg- und „Hanggemeinden“ wie Übersaxen, Viktorsberg, Fraxern, Buch, Bildstein, Eichenberg, Möggers, Röns, Schnifis, Düns, Dünserberg. Hierher rechnen wir auch die an der Peripherie gelegenen Gemeinden mit eher dörflichem Charakter: Stallehr, Gaißau und Hohenweiler. Typische Fraktionen übergeordneter Gemeinden mit eher Dorfcharakter (oftmals Bergorte) sind etwa Außerbraz und Bings (Bludenz), Gurtis, Latz (Nenzing), Fellengatter, Halden, Gampelün (Frastanz), Meschach (Götzis), Ludescherberg (Ludesch), in Dornbirn Ebnit, Watzenegg und Kehlegg, Fluh für Bregenz, Bangs für Feldkirch, Batschuns und Dafins für Zwischenwasser, Emsreute für Hohenems u.a.

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Qualität der Feldarbeit Wir bringen generell nur Daten zur Darstellung, die verifizierbar, respektive vom wissenschaftlichen Standpunkt her abgesichert sind. Einsatz von qualifizierten und gebrieften Interviewern unseres Instituts. Ein umfassendes Kontrollsystem (partielle oder vollständige Überprüfungen der Befragungen, Mitarbeit des Institutsleiters bzw. von Familienangehörigen/ Berndt während der „Feldarbeit“) bietet dem Auftraggeber die Gewähr, dass den Untersuchungen jene Datenerhebungen und Fragetechniken zugrunde liegen, die den wissenschaftlichen Anforderungen entsprechen. Die Ausmerzung von Fragebogenfehlern, Fehlinterpretationen von Anweisungen, Eintragungsfehlern, unkorrekter Zielpersonenauswahl usf. geschieht a priori durch die Einschulungen (Briefing) und durch die laufende Überwachungstätigkeit der Befragungsarbeit. Dadurch kann bei auftretenden Fehlern rasch reagiert und können generelle Fehlerneigungen ausgeschaltet werden.

Kontrollen Aus 46-jähriger Berufserfahrung unseres Institutes im Bereich Marktforschung handeln wir nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle aber besser“. Verlässliche Arbeiten können auf jeden Fall dann erwartet werden, wenn die Mitarbeiter (Interviewer) andauernd kontrolliert werden und zwar so, dass sie sich dieser ständigen Kontrolle auch bewusst sind. Aufgrund der Bekanntheit der Zielpersonen ist bei Adresseninterviews praktisch jedes Interview 100 % kontrollierbar. Regelmäßig werden Anwesenheits- bzw. Kontaktkontrollen der avisierten Adressen vorgenommen. Inhaltskontrollen werden bei rund jedem vierten präsentierten Interview (postalisch Brief, Telefon, persönliche Besuche, Internet) durchgeführt und zwar in Bezug auf Zeitpunkt, Dauer, Fragetechnik, Verwendung von Befragungshilfen, Statistik, Personenauswahl, stichprobenweise Überprüfungen von Teilen des Fragebogeninhalts, im Besonderen wird immer - wie bei den Anwesenheitskontrollen - die Durchführung an sich nachgeprüft (ob kein Selbstausfüllen). Regelmäßige Totalrevisionen haben etwa bei jedem 10./12. Interview die Überprüfung des gesamten Interviews zum Gegenstand. Ziel ist es, dabei zumindest 1 Interview jedes Befragers vollständig zu überprüfen.

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Von Zeit zu Zeit werden auch sämtliche Interviews der einzelnen Befrager nachträglich durchgecheckt. Persönliche „Nachgehinterviews“ dienen auch vielfach der Ergänzung der Routinekontrollen. Die Ausmerzung von Fragebogenfehlern, Fehlinterpretationen von Anweisungen, Eintragungsfehlern, Zielpersonenauswahl geschieht, wie schon erwähnt, a priori durch die Einschulungen (Briefing), aber auch insbesondere durch die laufende Überwachungstätigkeit der Befragungsarbeit. Der Vorteil dieser Vorgangsweisen ist eine rasche Reaktion bei auftretenden Fehlern und eine Ausschaltung genereller Fehlerneigungen. Bei vorliegender Untersuchung wurden 98 Befragungen (20%) vom Firmeninhaber selbst oder von mithelfenden Familienmitgliedern (das sind insgesamt 6 Personen) besorgt. Von den restlichen 403 Einheiten sind 27% (absolut 109) im obigen Sinn stichprobenweise überprüft worden (Durchführung, Kontrollfragen, partielle oder vollständige Revision) → zusätzliche Kontrollen daher für weitere 22%. Keine Scheingenauigkeit Die Fazite sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Präzision zu vermeiden, denn für alle repräsentativen Befragungen müssen Schwankungsbreiten berücksichtigt werden. Das sind mögliche Abweichungen (Fehlerrisiken) der Ergebnisse in der Stichprobe im Verhältnis zu den tatsächlichen in der Grundgesamtheit. Anonymität der Auskünfte Wie bei jeder Umfrage wurde auch bei vorliegender explizit auf die Anonymität und den Datenschutz verwiesen. Den Befragten muss stets glaubhaft versichert werden, dass die gewonnenen Daten absolut anonym bleiben und die Namen der Zielpersonen nie mit ihren Antworten zusammen publik gemacht werden sowie unter keinen Umständen an Dritte weitergeleitet werden. Festzuhaltende Adressen werden immer von den Antworten getrennt (Erfassung auf eigenen Seiten). Die Befragten müssen sich auf Anonymität und Datenschutz verlassen können, ansonsten würden Aussagen vielfach verweigert. Je sensibler und persönlicher die Themen (z.B. Wahlgesinnung, Einkommenssituation), desto relevanter die Einhaltung dieser Postulate.

Diese Thematik wurde im Zeitablauf immer heikler. Innerhalb der Marktforschungsinstitute selbst ist die Wahrung der datenschutzrechtlichen und anonym zu behandelnden Aspekte natürlich unerheblich, da die üblichen Verfahren einen hohen Standard aufweisen. Der Datenschutz

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bedarf daher innerbetrieblich keiner besonderen Beachtung. Das Einhalten desselben ist nur nach außen (extern) zu 100% notwendig. Kein Non-Respondeproblem Wir können auf eine enorm hohe und beachtliche Ausschöpfungsquote von 97% verweisen. Nur rund 3% der vorgesehenen Befragungspartner verweigerten die Befragung (n=14). Gründe generelle Ablehnung (7 Fälle), Zeitmangel (3), sonstige Gründe (4), z.B. Unpässlichkeit, schlechte Laune. Zu hohe Ausfall-/Verweigerungsquoten können die Repräsentativität der Stichprobe und somit die Qualität der ganzen Untersuchung maßgeblich beeinträchtigen.

Soziodemographische Merkmale Demographische, soziodemographische und sozioökonomische Charakteristika sind Unterscheidungskriterien wie Geschlecht, Alter, Beruf, Einkommen, Bildung, Haushaltsgröße, Schichtzugehörigkeit, Familienstand, Wohnort, Region (Bezirk), Gemeindegröße u.a. Dabei handelt es sich um klassische Kriterien, nach denen Gesamtmärkte in Teilmärkte gegliedert werden. Die Analysierung von Teilgruppen ist in der Regel von enormem Interesse. Diese Angehörigen von Teilgruppen können verschiedene Einstellungen und Verhaltensmuster an den Tag legen. Sie können unterschiedliche physiologische, psychologische und soziale Charakteristika aufweisen. Daher kommt dem Ausfindigmachen solcher Zusammenhänge naturgemäß große Bedeutung zu. Soziale Schichten Soziale Schichten sind „Kategorien“ von Inhabern privilegierter oder unter– Positionen, zwischen denen typischerweise eine nicht aufhebbare Positionsgleichheit besteht. Die Grenzziehung zwischen denselben kann mehr oder weniger beliebig vorgenommen werden und erlaubt je nach dem Untersuchungszweck eine andere zu sein. Bei der Erhebung sozialer Schichten stellt sich die Frage nach einer geeigneten Operationalisierung nach aussagefähigen Indikatoren für die Zugehörigkeit zu einzelnen Schichten.

Die soziale Selbsteinschätzung führt nur zu unbefriedigenden Ergebnissen. Wir verzichten auf dieses Verfahren, denn es setzt ein Schichtbewusstsein voraus und verleitet zu Prestigeantworten (mehr Schein als Sein). Wegen dieser Nachteile des Verfahrens erweist sich die nachträgliche Zusammenfassung und Verrechnung bestimmter sozioökonomischer Indikatoren für eine Schichtzugehörigkeit als vorteilhaftes (Punktgruppenverfahren). Diese Vorgangsweisen vermeiden die Einseitigkeit der sozialen Selbsteinstufung, sich nur auf Berufsgruppen zu stützen. 10


Dabei werden alle wesentlichen Kriterien, welche die Lebenssituation der Befragten charakterisieren, bei der Erhebung fragemäßig erfasst: Die finanziellen Gegebenheiten, repräsentiert durch das Haushaltsnettoeinkommen; die berufliche (soziale) Situation, verkörpert durch den Beruf der befragten Person und jene der weiteren Personen im Haushaltsverband, die Anzahl der Verdiener, die bildungsmäßige Situation, gekennzeichnet durch die Erfassung des Schulabschlusses der befragten Person.

Kriterien: -

Wirtschaftliche Lage, repräsentiert durch Haushaltsnettoeinkommen, Zahl der Verdiener in Relation zur Haushaltsgröße

-

Berufszugehörigkeit

-

Kulturelles Niveau, symbolisiert durch Schulbildung der Zielpersonen

Ebenso wie die Ausbildung zählen Beruf und Einkommen zu den prägenden Faktoren der sozialen Schichten. Als Zielgruppenkriterium spielt das Einkommen eine wichtige Rolle, weil sich aus seiner Höhe ablesen lässt, über welche finanziellen Ressourcen eine Zielgruppe verfügt. Im Allgemeinen dient das Haushaltsnettoeinkommen als Maßstab, mit dessen Hilfe sich Konsumpotenziale eingrenzen lassen. Entscheidenden Einfluss auf die Verwendungsstruktur und den Anteil des frei verfügbaren Einkommens haben jedoch die Faktoren Haushaltsgröße und Anzahl der Verdiener im Haushalt. Mit wachsender Zahl der Personen, die mit dem Haushaltsnettoeinkommen auskommen müssen, sinkt die Konsumkraft des Einzelnen und Haushaltes. Für die Kaufkraft (den individuell möglichen Konsum) ist die Anzahl der Verdiener im Haushalt entscheidend. Das persönliche Einkommen wiederum ist für den Lebensstandard/-stil des Einzelnen von größerer Bedeutung als das ganze Haushaltsnettoeinkommen.

Das Einkommen ist deshalb wichtig, weil das Ausmaß, in dem Bedürfnisse zu Bedarf werden – d.h. durch Kaufkraft gestützt wird, vielfach vom Einkommen abhängt. Auch Schul– und Bildungsniveaus sind Grundlagen unterschiedlicher Verhaltensweisen und Einstellungen. Vor allem die Kombination mehrerer soziodemographischer Merkmale gibt genauere Anhaltspunkte für das Verhalten, respektive unterschiedliche Verhaltensmuster, somit auch für die Zuordnung zu bestimmten sozialen 11


Schichten. Das betrifft namentlich die soziale Schichtung, die sowohl Einkommen und Beruf wie Schulbildung berücksichtigt. Durch ein System verschiedener Variablen kann eine zusammenfassende Aussage gewonnen werden, welcher Schicht eine Zielperson zugerechnet werden kann. Zusammenfassung in einem Sozialindex. Soziale Fremdeinstufung als Orientierungshilfe. Die Befragten werden zunächst durch den Interviewer eingestuft. Dieser ordnet diese verschiedenen Schichten zunächst unter Berücksichtigung der Eindrücke in den Haushalten (Wohnmilieu, Einrichtung, Besitzstand) zu. Nicht lässt man sich z.B. dabei von der Repräsentanz teurer Prestigeobjekte, u.a. Auto (Porsche, Mercedes), leiten. Diese müssen nichts mit der Qualität sozialer Schichten zu tun haben, z.B. Prestigewert, denn für teuere Autos werden oft auch Kredite, Schulden in Kauf genommen. Diese Zuordnung ist natürlich nur bei Befragungen möglich, die direkt in den Haushalten durchgeführt werden. Aufgrund der Angaben bei der Erhebung und der provisorischen Zuteilung durch die Interviewer erfolgt eine endgültige Zuordnung im Institut (= Zuordnung aufgrund von objektiven Daten und kombinierten Verfahren). Je nach Bedürfnissen und Zweck der Studien können aufgrund dieser Vorgangsweisen praktische Einstufungen für soziale Schichten vorgenommen werden. „Hauptschichten“ sind Ober-, Mittel- und Unterschicht. Diese könnten je nach Bedarf noch weiter untergliedert werden, z.B. zusätzlich noch obere, mittlere, untere Ober-, Mittel- oder Unterschicht.

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Wir behelfen uns in dieser Studie mit 3 Gruppierungen: A-Schicht - (sozial Bessergestellte) B-Schicht (Mittelstand) C-Schicht (weniger Gutgestellte)

Bei der Darstellung der statistischen Fazite führen wir in der Regel die Bezeichnungen A-, B- und C-Schichte an, da gerade die Nennung „Unterschicht“ mitunter zu Ablehnungen und Irritationen führen kann. Nicht alle Personen, welche der Unterschicht angehören, wollen auch zu dieser gezählt werden (Prestige, Wert-, Ehrgefühl). Viele dieser sprechen bei eigener Zuordnung subjektiv von Mittel- oder Mittelstand, obwohl sie zur C-Schichte zu zählen sind. Für etliche Zeitgenossen impliziert die Verwendung dieses Begriffs eine Diskriminierung. Betroffene finden die Einstufung zur Unterschicht mitunter störend, weil abwertend, abfällig, geringschätzig, verächtlich, missbilligend, wegwerfend, herabsetzend, despektierlich, entwürdigend, pejorativ. Tatsache ist, dass viele Tangierte nicht zur Unterschicht gehören wollen und eine entsprechende Zuordnung oftmals im beschriebenen Sinne empfinden können, was auch mit Komplexen zu tun haben kann. Man möchte zumindest zum „Mittelstand“ gezählt werden. Daher verwenden wir bei der Darstellung obige Begriffsinhalte. Wir haben diese Klassifizierung allerdings nie abwertend gemeint, indem wir für alle Tätigkeiten im hohen Maße Respekt empfinden. Die dahinter stehenden Menschen und ihre Charakteren sind das entscheidende Wertkriterium.

Zuordnung zu sozialen Schichten. Der prächtigste und aussagekräftigste Indikator für die Einteilung in soziale Schichten wären die Nettoeinkommen der Zielpersonen sowie jene der gesamten Haushalte (aller Mitglieder). Auf die Erfassung der Einkommen verzichten wir bei den Erhebungen, zumal diese Vorgangsweise im höchsten Maße undankbar ist: Eine solche führt vielfach zu Verärgerungen. Die Einkommenssituation ist ein zu persönlicher Sachverhalt und gehört zur Privat- bzw. Intimsphäre. Solche Recherchen führen in der Praxis vielfach zu Verweigerungen oder Falschangaben.

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Die ehrlichen Einkommensverhältnisse werden von vielen Zeitgenossen oftmals sogar dem Fiskus gegenüber zu kaschieren (verheimlichen) versucht. Wegen dieser Schwierigkeiten bei der Rekrutierung der Kaufkraft behelfen wir uns mit anderen Parametern.

Die Ausrichtung der sozialen Schichten geschieht, wie betont, nach der Situation im Haushalt. Zuordnungskriterien sind die berufliche Stellung, das Einkommen und die Schulbildung. Dabei wird Hauptaugenmerk auf die Einkommenssituation gelegt. Diese wird wegen der erwähnten Unwägbarkeiten, da sie nicht direkt abgefragt wird, daher nur indirekt erfasst: Beruf und Schulbildung der Zielpersonen sowie Tätigkeitsbereiche der anderen Haushaltsmitglieder, Verhältnis der Verdiener zu den erhaltenen Personen (ohne eigenes Einkommen) im Haushaltsverband. Bei unseren Erhebungen erfassen wir deshalb die genauen Beschäftigungen (Berufszugehörigkeit) der Zielpersonen und aller anderen im Hauswesen lebenden Personen. Aus diesen Angaben sowie dem Verhältnis von Verdienenden zu Erhaltenden können Rückschlüsse auf das gesamte Nettoeinkommen der Hauswirtschaft gewonnen werden. Die alleinige Berücksichtigung der Berufszugehörigkeit ist sicherlich ein gutes Gliederungskriterium bei der Zuordnung zu sozialen Schichten. Dennoch ermöglicht eine solche Vorgangsweise Fehleinschätzungen, zumal sie die vorhandene Kaufkraft/verfügbare Einkommen eines Haushaltes insofern zu wenig berücksichtigt, als die Personenzahl, welche mit dem vorhandenen Einkommen auskommen muss, keine Beachtung findet. Die Personenzahl im Haushalt beeinflusst die Kaufkraft, wie wir wissen, im hohen Maße. Daher wird bei der Definition des Sozialstatus auch das indirekt ermittelte Haushaltsnettoeinkommen als Ganzes (=Zahl aller Verdiener) und die Anzahl der Personen, die davon leben müssen, berücksichtigt. Die Schulbildung beeinflusst in der Regel den Sozialstatus und die Einkommenssituation und stellt daher eine wertvolle Ergänzung dar. Ist indirekte Zuordnung, da auf eine direkte Abfrage nach der Einkommenssituation – wie schon berichtet - bewusst verzichtet wird: Ist heikles Thema, kann zu Irritationen (Verärgerungen) führen (Fazite vielfach mit Verweigerungen oder auch Falschangaben verbunden, korrekte Daten werden mitunter sogar gegenüber dem Fiskus vermieden).

Die Haushaltssituation Alleinverdiener (nur 1 Einkommensquelle) kann bei Vorhandensein mehrerer Personen im Haushalt die Einstufung in eine niedrigere soziale Schichte zur Folge haben, auch wenn die Position des Hauptverdieners für eine höhere Gruppe sprechen würde. 14


Manche Selbständige / Gewerbetreibende sind deshalb bei Vorliegen dieser Tatbestände z.B. unter die Mittelschicht zu subsumieren (in Ausnahmefällen gar unter die Unter-), mittlere Angestellte / Beamte, Facharbeiter in die Unter-. Umgekehrt ist bei Vorhandensein mehrerer Verdiener auch eine Aufstufung denkbar, z.B. wenn alle Personen des Haushaltes ein eigenes Einkommen haben. Pensionisten werden ebenso nach Höhe des Einkommens und der früheren Tätigkeit zugeordnet.

Typische Angehörige für einzelne soziale Schichten Sozial Bessergestellte (A-Schichte) Freie Berufe, leitende Angestellte/Beamte (Führungskräfte), Geschäftsführer, Direktoren größerer Unternehmen, Selbständige/Unternehmer größerer/mittlerer Betriebe. Mittelschicht (B-Schicht) Mittlere Angestellte/Beamte (mittlere Führungsebene), Facharbeiter, Inhaber kleinerer Firmen, nicht selbständige Handwerker, „kleine Selbständige“/Inhaber kleinerer Firmen und Führungskräfte bei Situation Alleinverdiener und mehrere Familienmitglieder. Sozial weniger Gutbemittelte (C-Schichte) Kleine (untergeordnete) Angestellte/Beamte, Hilfs- oder angelernte Arbeiter, mittlere Angestellte/Beamte und Facharbeiter bei Situation Alleinverdiener und Repräsentanz mehrerer Familienmitglieder. Binnen-I-Gebrauch Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle oft in der männlichen Form gewählten personenbezogenen Bezeichnungen für beide Geschlechter gelten. Eine solche Vorgangsweise soll die Lesbarkeit – gerade von Tabellen - erleichtern.

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Struktur der Stichprobe (Gesamtheit der Befragten / Vorarlberger = jeweils 100 % / n = 501)

Teilgruppen

Absolut

Relativ (%)

Männer

247

49

Frauen

254

51

15 bis unter 30

120

24

30 bis unter 45

122

24

45 bis unter 60

133

27

60 und älter

126

25

Höhere Schulen (Matura, Uni/Hochschule)

104

21

Mittlere Schulen (Fach-, Lehre)

251

50

Pflichtschule

146

29

1

160

32

2

148

30

3

81

16

4

70

14

5 und mehr

42

8

501

100

Geschlecht

Alter / Jahre

Schulbildung (höchste abgeschlossene)

Haushaltsgröße / Anzahl

Gesamtheit (Wahlberechtigte)

16


Fortsetzung: Struktur

der Stichprobe

(Gesamtheit der Befragten / Vorarlberger = jeweils 100 % / n=501)

BERUFLICHE STELLUNG

DER ZIELPERSONEN

Teilgruppen

Absolut

Relativ (%)

41

8

Berufliche Stellung Selbständige/Landwirte + Mithelfende Leitende Angestellte/ Beamte, Führungskräfte

46

9

Andere Angestellte/Beamte

93

19

Total: Angestellte/Beamte

139

28

Facharbeiter

46

9

Angelernte -, Hilfsarbeiter

70

14

Total: Arbeiter

116

23

Andere *

15

3

311

62

Pensionisten

90

18

Haushaltsführende

66

13

Schüler / Studenten

25

5

Sonstige, z.B. Sozialhilfe, Mindestsicherung

9

2

190

38

Selbständige/Landwirte + Führungskräfte

99

20

Nicht leitende Angestellte/Beamte

92

18

Arbeiter

120

24

Pensionisten

90

18

Erhaltene

100

20

501

100

Erwerbspersonen insgesamt

Nicht-Erwerbspersonen insgesamt Berufszugehörigkeit

Gesamtheit (Wahlberechtigte) *

17

Vorübergehend nicht Beschäftigte, z.B. Bezieher von Karenzgeld, Präsenzdiener, Arbeitslose


Fortsetzung:

Struktur der Stichprobe

(Gesamtheit der Befragten / Vorarlberger = jeweils 100 % / n=501)

Teilgruppen

Absolut

Relativ (%)

Selbständige/Landwirte + Mithelfende

51

10

Angestellte/Beamte

173

35

Arbeiter/-innen

124

25

Pensionisten

142

28

Sonstige: SchĂźler/Studenten; Sozialhilfe, Mindestsicherung

11

2

A-Schicht

162

32

B-Schicht

170

34

C-Schicht

169

34

501

100

Berufliche Stellung des Hauptverdieners

Soziale Schichten (Haushalt)

Gesamtheit (Wahlberechtigte)

18


Fortsetzung:

Struktur der Stichprobe

(Gesamtheit der Befragten / Vorarlberger = jeweils 100 % / n=501)

Regionale Gliederungen

Teilgruppen

Absolut

Relativ (%)

Gemeinden bis 3500 Einwohner

134

27

Städte

180

36

Andere Gemeinden, über 3500 Einwohner (keine Städte)

187

37

Rheintal

329

66

Walgau

66

13

Bregenzerwald

43

8,5

Montafon

25

5

Leiblachtal

20

4

Klostertal/Arlberg

10

2

Großwalsertal

5

1

Brandnertal

3

0,5

Bregenz

163

33

Dornbirn

111

22

Feldkirch

135

27

Bludenz

92

18

501

100

Gemeindegrößen

Regionen

Bezirke / Regionen

Gesamtheit (Wahlberechtigte)

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Erläuterungen: (Privat-)Haushalte (Privat-)Haushalte umfassen die als Wohngemeinschaft zusammenlebenden Personen, unabhängig von Verwandtschaftsbeziehungen. In unserem Sinne umfassen Privathaushalte alle Personen, welche im befragten Hauswesen in der Woche der Erfassung leben. Dieser Begriff wird neuerdings mit Wohnpartei gleichgesetzt (Wohnparteien- oder „household-dwelling“-Konzept). Die Haushaltsgröße entspricht somit der Zahl der Personen mit Hauptwohnsitz in der Wohnung. Mit einem Paarhaushalt wird das Zusammenleben z.B. von Frau und Mann (Frau und Frau, Mann und Mann) in einem Hauswesen und mit Einpersonenhaushalt (Singles) werden alleine in einer Haushaltung lebende Personen bezeichnet. Personen in Anstaltshaushalten (Einrichtungen, welche in der Regel der längerfristigen Unterbringung und Versorgung einer Gruppe von Personen dienen) werden nicht befragt: Gefängnisse, Alters-/Pflegeheime, Klöster, Spitäler, Internate etc. Nicht-institutionalisierte Formen des Zusammenlebens in Gemeinschaftsunterkünften, z.B. Firmenunterkünfte, -wohnungen, gelten als Privathaushalte, ebenso das Personal, welches in Anstaltshaushalten/Einrichtungen mit Hauptwohnsitz lebt (wird nicht im obigen Sinne gemeinschaftlich versorgt oder weggesperrt). Hauptverdiener Hauptverdiener im Haushaltsverband können zunehmend auch Frauen sein. Daher ist die Zuordnung nach Haushaltsvorstand (Männer) überholt und überflüssig. Die Erfassung der beruflichen Stellung der Hauptverdienerin/des Hauptverdieners ist dennoch in Bezug auf Feststellung der sozialen Position des Hauswesens von eminenter Bedeutung. Erwerbspersonen/-tätige Erwerbstätige sind nach dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen alle zivilen Erwerbspersonen, also Personen, die als Arbeitnehmer oder Selbständige beziehungsweise mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Erwerbspersonen setzen sich aus den Erwerbstätigen und den (sofort verfügbaren) Erwerbslosen zusammen. Nach Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zählen zu den Erwerbstätigen alle Personen im Alter von 15 und mehr Jahren, die in einem Arbeitsverhältnis stehen (Arbeitnehmer) oder selbständig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreiben (Selbständige, Unternehmer) oder als mithelfende Familienangehörige im Betrieb eines Verwandten mitarbeiten. Personen, die lediglich eine geringfügige Tätigkeit (Mini-Job) ausüben oder als Aushilfe nur vorübergehend beschäftigt sind, zählen ebenso als Erwerbstätige wie auch Personen, die einem Ein-Euro-Job nachgehen.

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Die Zuordnung zu den Erwerbstätigen ist unabhängig von der tatsächlich geleisteten oder vertraglich vereinbarten Arbeitszeit. Der internationalen Praxis folgend gelten auch Personen, die zwar nicht arbeiten, bei denen aber Bindungen zu einem Arbeitgeber bestehen (z.B. Personen in Mutterschutz oder Elternzeit, die diesen Urlaub aus einer bestehenden Erwerbstätigkeit angetreten haben), als erwerbstätig. Dieser Begriff umfasst somit alle Personen, die am Erwerbsleben teilnehmen (Erwerbstätige) oder dies aktiv anstreben (Arbeitslose). Lehrlinge sowie Personen, die Urlaub machen oder sich im Krankenstand befinden, normalerweise jedoch einer Erwerbstätigkeit nachgehen, gelten als erwerbstätig. Nicht zur Erwerbstätigkeit wird die Zwangsarbeit gezählt, etwa in Gefängnissen oder in Form einer gerichtlich angeordneten Strafe im Jugendstrafrecht. Erwerbspersonen sind bei uns überdies alle Personen, die in Voll- oder Teilzeit beschäftigt sind. Dazu zählen auch Erwerbs-/Arbeitslose und in Karenz- oder Mutterschaftsurlaub befindliche. Diese Personengruppen sind in der Regel nur vorübergehend ohne Beschäftigung. Zu den Erwerbspersonen werden auch Auszubildende (Lehrlinge) gezählt, nicht jedoch Schüler / Studenten. Frauen in Mutterschaft bzw. Personen in Elternkarenz (Karenzurlaub) sowie Präsenz- oder Zivildiener werden den Beschäftigten oder Arbeitslosen zugerechnet je nachdem, ob sie vorher beschäftigt oder arbeitslos waren. Die berufliche Stellung von vorübergehend Nichtberufstätigen bezieht sich auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, z.B. Arbeiter, Angestellte. Bei erstmals Arbeit suchenden Personen (gelten als arbeitslos) wird keine berufliche Stellung ausgewiesen, sondern die zuvor zutreffende Position (u.a. Schule, Haushalt). Der Begriff erfasst nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Selbständige und mitschaffende Familienangehörige. Selbständige sind Inhaber von Betrieben bzw. Personen, die auf eigene Rechnung arbeiten. Mithelfende Familienangehörige schaffen ohne förmliches Arbeitsverhältnis im Betrieb eines Familienangehörigen mit. Wenn sie im Angestellten- oder Arbeiterverhältnis stehen, sind sie diesen Positionen zuzuzählen. Lehrlinge werden je nachdem, ob sie in einem Angestellten- oder Arbeiterberuf tätig sind, den „Angestellten“ oder den „Hilfsarbeitern“ zugezählt. Die Einteilung nach Angestellten und Beamten bzw. nach den einzelnen Arbeiterkategorien erfolgt nach der kollektivvertraglichen Einstufung der Bediensteten im Betrieb, u.a. manuelle und nicht – manuelle Verrichtungen.

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Präsenz- und Zivildiener gelten als nicht erwerbstätig, wenn sie zuvor nicht berufstätig waren. Für Personen mit Elternkarenz mit aufrechtem Dienstverhältnis und Kinderbetreuungsgeld-Beziehende gilt die Zuordnung „erwerbstätig“, wenn sie die Absicht haben, künftig wieder in den Beruf zurückzukehren.

Lebensunterhalts-Konzept (Labour-Force-) Unser Begriff „berufstätig“ folgt damit dem international empfohlenen „Lebensunterhaltskonzept“ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), welches alle Personen im erwerbstätigen Alter erfasst, die in einem einwöchigen Berichtszentrum zumindest 1 Stunde gegen Bezahlung oder im Rahmen einer selbständigen oder mithelfenden Tätigkeit gearbeitet haben (einer Tätigkeit im Sinne der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung produktiven Arbeit). Auch wer sich in einem formalen Arbeitsverhältnis befindet, das er im Berichtszeitraum nur vorübergehend nicht ausübt (Urlaub, Karenz) gilt als erwerbstätig. Die Einstufung zu den betreffenden Berufsgruppen sowie zur Kategorie Erwerbstätigkeit erfolgt – wie bei Befragungen üblich – durch Selbstdeklarierung durch die Zielpersonen persönlich. Diese wissen selbst am besten, wohin sie gehören. Anmerkung: In den 80er Jahren wurden Erwerbstätige erst ab einer wöchentlichen Normalarbeitszeit von 13 Stunden erfasst. Die Zeitdauer von nur einer oder einiger weniger Stunden in der Woche ist in der Praxis eher nur ein theoretischer Ansatz und als Ausnahme zu werten, dem kaum Realität zukommt. In der Regel sind längere Stundenintervalle gegeben, somit einer intensiveren Nachhaltigkeit. Motto: Wenn man schon tätig ist, dann umfassender (Voll-, Teilzeit, auch relativ umfangreichere geringfügige Beschäftigungen) = für längere Zeitintervalle oder gar nicht. Die Berufstätigkeit geschieht in der Regel des Gelderwerbes wegen, daher die Intentionen nach eher mehr Wochenstunden.

Zu den Beschäftigten zählen daher ex definitione – wie schon erwähntVoll- und Teilerwerbstätige (auch geringfügig Schaffende). Erwerbspersonen sind, wie schon betont, erwerbstätige Personen (Unselbständige, Selbständige und mithelfende Angehörige) zuzüglich der Arbeitslosen. Letztere sind Personen, die zum Zeitpunkt der Erhebung nicht erwerbstätig sind, aber gemäß Selbstdeklaration aktiv eine Stelle suchen oder eine solche zugesichert bekommen haben.

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Nichtberufstätige. Nichterwerbspersonen sind Personen, die nicht erwerbstätig und nicht erwerbslos (arbeits-) sind. Nichtberufstätige sind Pensionisten und die einkommenslosen Personen (Erhaltene). Die Aufgliederung der Nichtberufstätigen erfolgt nach dem „Unterhaltsprinzip“. Der Überbegriff erhaltene Personen steht für Schüler, Hausfrauen und andere Einkommensbezieher / anderer Lebensunterhalt, z.B. Sozialhilfe. Hausfrauen zählen nur dann hierher, wenn sie nicht zumindest 1 Stunde in der Woche gegen Entgelt arbeiten bzw. selbständig bzw. mithelfend tätig sind. Wir unterscheiden somit bei der beruflichen Zuordnung auch nach der Position Pension (eigene, mit Witwenpension) und andere beruflose Personen (kein eigenes Einkommen oder Personen, die erhalten werden, z.B. Sozialhilfe, Hausfrauen, Schüler, Studenten). Schüler / Studenten absolvieren eine voll- oder teilzeitliche Ausbildung (Schule, Studium) und dürfen nicht erwerbstätig sein (Ausnahme Ferialarbeit). Hausmänner / -frauen leisten ausschließlich Hausarbeit im eigenen Haushalt und dürfen nicht berufstätig sein. Pensionisten/Pensionistinnen sind Bezieher einer Pension / Rente und dürfen nicht erwerbstätig sein. Solche Pensionistinnen/Pensionisten, die ausschließlich Hausarbeit im eigenen Haushalt leisten, werden den Pensionisten zugerechnet. Übrige Nichterwerbspersonen sind nicht erwerbstätig und deklarieren sich auch nicht als solche, die eine Stelle suchen (Sozialhilfe, sonstige Einkommensempfänger).

Leitende Angestellte / Beamte (Führungskräfte) Der Begriff für diese Personengruppen ist aus der Praxis heraus zu definieren. Leitende Angestellte / Beamte = Angestellte (Arbeitnehmer), die regelmäßig entweder ihnen übertragene Arbeitgeberbefugnisse im Wesentlichen eigenverantwortlich wahrnehmen und / oder für den Bestand oder die Entwicklung des Unternehmens wesentliche Aufgaben überwiegend selbständig aufgrund der besonderen Erfahrungen oder Kenntnisse übernehmen. Leitende Angestellte (auch Beamte) sind Angestellte, die dauernd in leitender Funktion tätig sind. Leitend steht dabei nicht im Sinne von führend, sondern im Sinne „in einer Leitstelle tätig sein“, in der Entscheidungen fallen, die für den Bestand und die Entwicklung des Betriebes von tragender Bedeutung sind, und wo unternehmerische Funktionen ausgeübt werden.

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Leitende Tätigkeiten darf man schon deshalb nicht auf „Führen“ begrenzen, weil es gerade in neuerer Zeit eine zunehmend größere Anzahl von Spezialisten gibt, die nicht führen, aber trotzdem leitende Angestellte sind. Wenn ex definitione von der Wahrnehmung eigenverantwortlicher Aufgaben, die ihnen regelmäßig wegen der Bedeutung für den Betrieb und die Entwicklung des Unternehmens (Körperschaft) hinsichtlich ihrer besonderen Erfahrungen und Kenntnisse übertragen werden, gesprochen wird, geht der umschriebene Personenkreis über jenen hinaus, der Generalvollmacht oder Prokura hat bzw. als Geschäftsführer tätig ist.

Schulbildung Die Zuordnung zur Schulbildung ist ebenso ein aussagekräftiges Kriterium. Dabei geht es um die höchste abgeschlossene. Höhere Schulen / Ausbildung: Abschluss einer Hochschule / Universität, von hochschulverwandten Einrichtungen, Absolventen “höherer Schulen“ mit Matura- / Abiturabschluss: Allgemeinbildende höhere Schulen, z.B. Gymnasium. Berufsbildende: z.B. Handelsakademien, höhere technische und gewerbliche Lehranstalten, höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe, land- und forstwirtschaftliche höhere Schulen, lehrer- und erzieherbildende höhere Schulen, Maturitätsschulen. Mittlere Schulen (ohne Matura / Abitur): Berufsbildende mittlere Schulen; land- und forstwirtschaftliche Fachschulen, kaufmännische mittlere Schulen, Handels-, Büro- und Verwaltungsschulen, Fachschule für Sozialarbeit, Sozialberufe, Textilfachschule, technische und (kunst-) gewerbliche Fachschulen, Fachschule für wirtschaftliche Berufe, Haushaltungs-, Hauswirtschaftsschulen; lehrer- und erzieherbildende mittlere Schulen, Berufsausbildung mit abgeschlossener Lehre (gewerbliche und kaufmännische Berufsschulen). Pflichtschulen / Obligatorische: Abgeschlossene oder nicht abgeschlossene Grundschulen, Volks-, Haupt-, Sonderschule, Polytechnischer Lehrgang.

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Erklärungen zur beruflichen Zugehörigkeit

Sonstige Arbeiter, kein Beruf; Hilfs-, angelernte Tätigkeiten:

Unqualifizierte Tätigkeiten, Hilfsarbeiter, angelernte Arbeiter, Hilfskräfte, angelernte Aufgabenbereiche; Hilfs- oder angelernte Tätigkeit / mit weniger qualifizierten Verrichtungen, Lehrlinge / Azubis (Arbeiterberuf); einfache Ausführungen.

Facharbeiter:

Arbeiter mit abgeschlossener Berufsausbildung, abgeschlossene Lehre, z.B. Vorarbeiter.

„Andere“ Angestellte / Beamte/-innen:

Angestellte oder Beamte in „mittlerer“ Tätigkeit; keine unqualifizierten oder hochqualifizierten, z.B. Bürotätigkeiten. Zu den „sonstigen“ Angestellten / Beamten zählen hier neben jenen mit „mittleren Tätigkeiten“ auch die mit einfacheren Verrichtungen, mit Hilfs- und angelernten „Agenden“ (weniger qualifizierte Angestellte), Lehrlinge / Azubis (Angestelltenverhältnis).

25

Führungskräfte, Leitende Angestellte / Beamte/-innen:

Höhere, gehobenere Tätigkeiten: Hochqualifizierte und führende Tätigkeiten, Führungskräfte, üblicherweise ist entsprechende Ausbildung erforderlich, z.B. Direktoren, Geschäftsführer/-leiter, Prokuristen, Abteilungsleiter.

Ohne Beschäftigung:

Erhaltene Personen / ohne eigenes Einkommen: Hausfrauen, -mann, Student, Schüler (in Ausbildung stehend). Beruflose Einkommensempfänger: Pensionisten, Witwenpension, anderer Lebensunterhalt, z.B. Sozialhilfe.


Fehler-, Vertrauensbereiche

Jede aus einer Gesamtheit gezogene Stichprobe ist fehlerbehaftet. Der mögliche Stichproben – oder Zufallsfehler für die Gesamtheit der Befragten (n = 500) liegt zwischen 1,2 - 4,4 %.

Für statistische Teilgruppen sind die denkbaren Fehlermargen entsprechend größer: 1,2 – 4,4%

Alle Vorarlberger / Wahlberechtigte

1,7 - 6,2%

Männer, Frauen

1,9 - 6,9%

ÖVP-Sympathisanten

2,1 - 7,5%

Soziale Schichten: A-, B- und C-Schicht

2,4 – 8,6%

Alter: 45 bis 59 Jahre

2,5 – 8,9%

Alter: 15 bis 29 Jahre junge Personen, 30 bis 44 Jahre, 60 Jahre und älter; Sympathisanten von FPÖ (+BZÖ)

2,8– 10,1%

Sympathisanten der Grünen + Neos

2,9 – 11%

Anhänger SPÖ + Sonstige

Wegen der Verifizierbarkeit von zu kleinen Stichproben fassen wir die Fazite der Anhänger von Grünen und Neos zu einer Gruppe zusammen, ebenso jene von SPÖ und Sonstigen. Mangels Repräsentativität/Größenordnung der Stichproben und der dadurch bedingten mangelnden Verifizierbarkeit (zu große Fehleranfälligkeit) sollten keine Daten zur Darstellung gebracht werden. Sich zum BZÖ Bekennende, was nur noch ausnahmsweise der Fall ist, werden der FPÖ zugeordnet.

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Für alle repräsentativen Befragungen müssen Schwankungsbreiten berücksichtigt werden. Diese betragen wie im gegenständlichen Fall bei Faziten um die 50% für die Gesamtheit (n=500) der Befragten 4,4 Prozentpunkte, bei 10 bzw. 90% 2,6% Prozentpunkte; konkret analog für ÖVP-Anhänger 6,9% (bei Ergebnissen um 50%), alias 4,2% (bei Resultaten 90 bzw. 10%). Fehler- oder Vertrauensintervalle zeigen jene Bereiche, innerhalb deren sich bei gegebener Signifikanz (Signifikanzniveau, Sicherheitsgrad) und gegebenem Stichprobenumfang der wahre Wert einer Grundgesamtheit befindet. Sie zeigen somit die theoretisch möglichen Abweichungen der Ergebnisse für die einzelnen Stichprobengrößen von den „wahren“ Daten in der Grundgesamtheit (Wirklichkeit). Diese angegebenen und möglichen Fehlerbereiche gelten immer nach oben und unten sowie einem Sicherheitsgrad von 95,5%. Bei der Auswertung der Ergebnisse wurde in der Regel der statistische Zusammenhang zwischen bestimmten Merkmalen überprüft. Bei einer Wahrscheinlichkeit von < 0,05 (5%) wird von einem signifikanten Zusammenhang gesprochen.

27


2

Landtagswahlen

2.1

Grundsätzliche Schwierigkeiten von Wahlprognosen

Zunehmende Unberechenbarkeit der Wählerinnen und Wähler. Früher, z.B. einige Jahrzehnte zuvor, war die Erstellung von Prognosen bedeutend einfacher. Dies galt etwa im hohen Maße für die Epoche des Beginns unserer Marktforschungstätigkeit vor 45 Jahren. Damals standen sich noch einander fest gefügte ideologische Lager gegenüber. Vielfach wählten die Leute immer dieselbe Partei – oft in Anlehnung an die Gesinnung im Elternhaus, eine Alternative kam kaum in Frage. Die Entscheidung für die nächste Wahl stand oftmals schon lange vor dem effektiven Wahltermin fest. Danach gab es in der Regel nur kleine Verschiebungen. Dieses Verhalten hat sich später immer mehr verändert. Jungendliche fühlten sich nicht mehr an die ideologische Gesinnung ihrer Eltern gebunden, Frauen nicht mehr an jene ihrer Gatten (Partner) – zunehmende Emanzipation der Frauen auch im Wahlverhalten. Wechselwähler Die Zahl derer, die sich nicht mehr für ein ganzes Leben an eine bestimmte Partei gebunden fühlten, sondern „ein Stück ihres Weges“ auch mit einer anderen Fraktion gehen wollen, nahm drastisch zu. Dieser Umbruch wurde im Besonderen in den 80er Jahren vollzogen. Die Bezeichnung „Wechselwähler“ wurde geboren. Dieser Begriff wurde zum wichtigen Faktor in der politischen Auseinandersetzung. Dieser ständig steigenden Zahl an Wechselwählern galt in der Politik und in Wahlkämpfen die höchste Aufmerksamkeit. Auch aus diesen Gründen wurden Wahlprognosen immer schwerer. Spätentscheider Ein weiteres Phänomen, welches Vorhersagen immer mehr erschwerte, liegt im Umstand, dass sich Wähler für ihre Entscheidung immer mehr Zeit lassen. Die „Lastminute-decider“, also die Spätentscheider, sind längst eine ernst zu nehmende Größe. Sie entschließen sich vielfach erst kurz vor dem Urnengang, z.B. eine Woche oder ein paar Tage vor den Wahlen. Immer mehr Protagonisten befinden auch erst kurz vor oder in der Wahlzelle darüber, bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen. Allein die letzten Jahre betrug der Anteil der sich so Verhaltenden (Kurzentschlossenen) auch in Vbg. 20 bis 30%. Größere Parteienlandschaft Im Gleichklang mit dieser steigenden Unberechenbarkeit der Wähler geht die Tatsache einher, dass die Konkurrenz zwischen den Parteien stets eine größere wird: Bis in die 80er Jahre gab es in Österreich die 2 großen Parteien und mit der FPÖ eine kleine, mittlerweile eine größere Parteienlandschaft, z.B. auf Bundesebene derzeit 3 Mittelparteien, seit gut 30 Jahren existiert mit den Grünen eine vierte bereits traditionelle Kraft, daneben präsentieren sich durchaus ernst zu nehmenden kleinere Gruppierungen (derzeit etwa Neos).

28


Zum anderen leben wir im Informationszeitalter. Der Wähler hat im Gegensatz zu früher ganz andere Möglichkeiten, sich zu informieren. Dieses Informationsangebot wird genutzt, die Wähler werden immer weniger leichtgläubig. Sie glauben längst nicht mehr alles, was ihnen von den Parteien vorgekaut wird, indem sie sich ihr eigenes Urteil bilden. Die Votierenden werden stets selbstsicherer und mündiger. Wechselwähler und Spätentscheider beleben heutzutage die Szenerie und machen nicht nur der Politik, sondern auch den Meinungsforschern, das Leben schwer. Diese Unberechenbarkeit der Abstimmenden macht andererseits die politische Landschaft interessanter, spannender und kreativer. Diese neuen Eigensinnigkeiten der WählerInnen könnten zukünftig mithelfen, die bejammernswerte Parteien- und Politikerverdrossenheit wenigstens teilweise abzubauen. Wahlprognosen stehen dann, wenn sie nicht zutreffen, schon seit Jahrzehnten in der Kritik im öffentlichen Meinungsbild. Solche Fazite zählen allerdings aus den bisher genannten und auch noch im Folgenden zu nennenden Gründen zu den schwersten Vorhersagen im Rahmen der Tätigkeit der Markt- und Meinungsforschung. Zum einen ist zu bedenken, dass es sich um Momentaufnahmen handelt. Bis zur effektiven Wahl können sich die Stimmungen naturgemäß oftmals ändern und dies massiv. Beispiel LT-Wahl 2009. Es gab nach Erstellung unserer Wahlprognose markante äußere Einflüsse, welche die Volkspartei ganz augenscheinlich begünstigten: Die markanten Kampagnen des Industriellen „Collini“ gegen Sausgruber zahlte sich letzten Endes für die ÖVP aus (Bumerang-Effekt). Der „Judensager“ von Dieter Egger bewirkte eine enorme Polarisierung, indem er gleichermaßen für FPÖ und auch Volkspartei Nutzen (Stimmengewinne) stiftete; hoher Mobilisierungsgrad der eigenen Wähler durch die ÖVP in der Endphase des Wahlkampfes; LH Sausgruber knüpfte seinen Verbleib in der Landesregierung an das Erreichen der absoluten Mehrheit (er galt bekanntlich als bedeutungsvolle Vorarlberger Institution und konnte deshalb zusätzlich Stimmen für seine Partei lukrieren – sein Beliebtheitswert übertraf jenen seiner Partei beträchtlich). Bei der letzten NR – Wahl 2014 wurde das überraschende und sensationelle Fazit für Neos (z.B. Vbg. 13,1%, Österreich 5,0%) nicht annähernd vorausgesagt. Tage bzw. wenige Wochen vor dem Wahltermin kam es damals zu relativ massiven Zuströmen von unentschlossenen (wankelmütigen) Wählern zu dieser „Bewegung“ und solchen, die anderen Parteien den Rücken kehrten. Dieser Stimmungsumschwung, der sich damals lawinenartig verstärkte, konnte Wochen vor dem Urnengang nicht vorhergesehen werden.

Non-Respondeproblem 29


Ein ernstes Problem sind bei der Erforschung des Wahlverhaltens auch die Antwortverweigerer (Non-Respondeproblem): 20 bis 30% der Befragten bekennen sich bei Wahlabfragen in der Regel zu keiner Partei, weil sie ihre Absicht (noch) nicht wissen oder Aussagen verweigern (mangelnder Wille). Die Zuordnung dieser Gruppe fällt naturgemäß außerordentlich schwer.

Wahlbeteiligung beeinflusst die Wahlfazite im hohen Maße Eine weitere nachdrückliche Schwierigkeit stellt auch die vielfach geringe Wahlbeteiligung dar. Wenn nur Bruchteile der Wähler zur Wahl gehen, erhebliche Segmente aber fern blieben, besteht die Gefahr, dass die effektiven Wähler sich nicht gleich verhalten wie die Nichtwähler und somit ihre Voten nicht den Absichten der Gesamtheit der Wahlberechtigten entsprechen. Erstere können in der Regel nicht repräsentativ sein für die Nichtwähler und somit für alle Wahlberechtigten. Es ist einsichtig, dass etwa die knapp 40% Mitwirkenden an der EU-Wahl im Mai 2014 nicht gleich votierten wie jene 60% abgestimmt hätten, die sich nicht beteiligten. Oftmals handelt es sich bei Nichtwählern im hohen Maße um Unzufriedene (von der Politik Enttäuschte), welche in vielen Fällen den etablierten Parteien auch nur wenig zugetan sind. Mangelnde Repräsentativität der effektiven Wähler für alle Wahlberechtigten. Die Ergebnisse für die einzelnen Parteien hängen ganz augenscheinlich von der Wahlbeteiligung ihrer jeweiligen Sympathisanten ab. Bei besagter EU-Wahl konnten die Gruppierungen „Die Grünen“ und „Neos“ ihre Anhänger offensichtlich im hohen Maße mobilisieren, andere Fraktionen wie ÖVP geringer.

Je geringer die Wahlbeteiligung, desto größer die Unsicherheitsfaktoren von Wahlprognosen, die für die Gesamtheit der Wahlberechtigten erstellt werden.

30


2.2

Wahlprognose (Sonntagswahlfrage)

Frage: Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahlen wären, welche der folgenden Parteien würden Sie dann am ehesten wählen? - Wahlberechtigte in Vbg. = 100% (n = 501) - Vergleiche mit amtlichen Wahlergebnissen von 2004 bis 2014

Parteien

Jänner 2018

Wahlergeb- Wahlergeb- Wahlergebnis 2014 nis 2009 nis 2004

ÖVP

42

41,8

50,8

54,9

FPÖ

24

23,4

25,1

12,9

SPÖ

12

8,8

10,0

16,9

Die Grünen

12

17,1

10,6

10,2

Neos

7

6.9

-

-

Sonstige

3

2,0

3,5

5,1

Summe

100

100

100

100

Sonstige / andere Listen: z.B. CPÖ, BZÖ, Vau–Heute, Migranten, KPÖ, NEU, Die Gsiberger, Kiebitz, wir, Piraten, M – Männerpartei, Stronach.

*Fazite basieren auf den Daten der bekennenden Wähler nach direkter oder indirekter Zuordnung der Fazite (97,6% der Gesamtheit) – Relation auf die Gesamtheit der Wähler erfolgt unter der Annahme, dass Nicht-Bekennende nicht zur Wahl gehen und wenn, dass sie sich gleich verhalten wie die Sich-Deklarierenden.

(Wahrscheinliche Ergebnisse nach Zuordnung der unklaren Aussagen)

31


Rohdaten Vorarlberger = 100% / n = 501 Parteien

%

ÖVP

39

FPÖ

21

SPÖ

9

Die Grünen

8

Neos

5

Sonstige

2

Sage nicht / keine

7

Weiß (noch) nicht

9

Summe

100

Zuordnung der unklaren Aussagen An die sich im „1. Wahlgang“ Nichtbekennenden (sage nicht, keine, weiß (noch) nicht) wird eine Zusatzfrage nach jenen 2 Parteien gestellt, die man wählen würde. Die möglichen Varianten werden dabei vorgegeben und die Ergebnisse zu je 50% den betreffenden Alternativen zugeteilt. Für die sich doch nicht Deklarierenden geschieht dies nach den Ergebnissen der Rohdaten. Auf diese Weise konnten bei der LT-Wahl fast 97,6% der Befragten zugeteilt werden, ergo 2,4% nicht – diese wurden eliminiert. Gefragt wurden natürlich alle Zielpersonen, aber nur 97,6% gaben solche Antworten, dass sie zugeteilt werden konnten (Differenz Rest-Verweigerer). Das sind fast 100% - Vollausschöpfung.

32


Bei vorliegenden Vorwahlumfragen handelt es sich ausdrücklich um keine Prognosen, sondern um die politische Stimmung im Erhebungszeitraum (in der Woche der Durchführung). Die Landtagswahl findet voraussichtlich im September 2019 statt. Bis dahin kann noch viel passieren. Es ist immer wieder zu betonen, dass es sich bei den Sonntagswahlfragen stets nur um Momentaufnahmen handelt, die sich ständig ändern können: „alles fließt“ sozusagen.

33


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