ENERGIE. ZUKUNFT. GESTALTEN.
Ausgabe 40 | Dezember 2016
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MANUELA ORTNER ÜBER DIE UNTERSTÜTZUNG KRANKER KINDER
MITDENKENDES STROMNETZ SORGT FÜR SICHERHEIT
TIPPS ZUM ENERGIESPAREN IN DER WEIHNACHTSZEIT
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Liebe Leserin, lieber Leser Die Weihnachtszeit ist geprägt von Traditionen, die sich über Jahrhunderte verfestigt haben. Für uns bietet diese besinnliche Zeit Gelegen heit, innezuhalten und über das vergangene Jahr nachzudenken, aber auch dafür, Zukunftspläne zu machen: So ist der Untertagebau des Ober vermuntwerk II beinahe abgeschlossen und die Arbeiten für die Fertigstellung des Baus laufen auf Hochtouren. Bereits im Herbst 2018 soll das Pumpspeicherkraftwerk ans Netz angeschlossen werden. Im neuen illwerke vkw Magazin möchten wir Ihnen aber auch weitere Erfolge zeigen – vom sozialen Unternehmen INTEGRA, das Langzeit arbeitslosen am Gutshof Heidensand in Lustenau eine Perspektive bietet, vom Verein „Sonnenblume“, der Familien mit chronisch kranken Kindern unter stützt und von unseren Lehrlingen, die gemeinsam mit ihren Ausbildern einen wichtigen Beitrag für unser Unternehmen leisten. Dr. Christof Germann Dipl.-Ing. Helmut Mennel
Mit den VKW Online-Services haben Sie Ihren Strom- und Erdgasverbrauch immer im Blick. Verwalten Sie Ihre Strom- und Erdgasrechnung online oder beobachten Sie Ihren Verbrauch. Als Haushaltskunde erhalten Sie für zahlreiche Aktivitäten Bonuspunkte, die im Online-Shop gegen tolle Angebote eingelöst werden können.
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INHALT
Energie Mit voller Kraft wurde in diesem Jahr der Bau des Obervermuntwerk II vorangetrieben. Wir zeigen, was sich getan hat und welche Schritte im Jahr 2017 anstehen. | 4/5 Digitalisierung der Stromnetze. Der Strombedarf und die Anforderungen an das Stromnetz haben sich sehr verändert. Mit intelligenten Stromnetzen – Smart Grids – reagiert der Markt auf die Herausforderungen. | 8/11
Zukunft Mit Selbstverantwortung dabei. illwerke vkw Lehrlinge haben mit ihrer vielseitigen Ausbildung und Praxiserfahrung gute Chancen für die Zukunft. | 6/7 Stets im Wandel. IT-Spezialist Johannes Battlogg kümmert sich um digitale Lösungen, um den Kunden noch bessere Services zu bieten. | 20/21
GEWINNSPIEL
Gestalten Die Küche im Mittelpunkt. Wir zeigen Ihnen wichtige Tipps zum Energiesparen beim Backen der Weihnachtskekse und Kochen des Weihnachtsmenüs. | 12/13 Unterstützung im Leben. Manuela Ortner vom Verein „Sonnenblume“ erzählt über die Arbeit mit chronisch kranken Kindern und ihren Familien. | 16/17 Soziale Landwirtschaft. Mit dem Betrieb am Gutshof Heidensand in Lustenau bietet INTEGRA Vorarlberg Langzeitarbeitslosen einen Weg zurück in die Gesellschaft. | 18/19
Das illwerke vkw Magazin wird klimaneutral auf PEFC-zertifiziertem Papier gedruckt.
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Gewinnfrage: Auch unsere Stromnetze werden immer intelligenter. Wo wurde in Vorarlberg das erste Smart Grids Demonetz vor vier Jahren in Betrieb genommen?
Einsendeschluss: 6. Jänner 2017 QR-Code scannen oder Frage auf magazin.vkw.at beantworten und mit etwas Glück gewinnen.
IMPRESSUM Vorarlberger Illwerke AG, Weidachstraße 6, 6900 Bregenz; FN 59202 m, LG Feldkirch; Tel: 05574 601-0; E-Mail: redaktion@illwerkevkw.at; www.illwerkevkw.at, Herausgeber: Dr. Christof Germann; Dipl.-Ing. Helmut Mennel; Druck: Buchdruckerei Lustenau GmbH, Millennium Park 10, A-6890 Lustenau; Konzeption, Layout und Redaktion: Konzett & Brenndörfer OG, wikopreventk GmbH; Fotos: illwerke vkw, Marcel Hagen, Darko Todorovic, Patrick Säly, Schulte-Ufer, Fotolia, Shutterstock
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O BE R V E RM U N T W E RK I I
MIT STARKEM TEAM VORAN Wie schnell sich das Bild der Baustelle Obervermuntwerk II ändert, beeindruckt die Arbeiter vor Ort immer wieder aufs Neue: Heuer wurden bereits die Pump- und Turbinenspiralen eingebaut – im kommenden Jahr sollen die eigentlichen Bauarbeiten fertig gestellt werden. FOTOGRAFIE: PATRICK SÄLY
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ENERGIEZUKUNFT
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is zu 500 Arbeiter waren heuer beim Bau des Obervermuntwerk II im Einsatz – eine besondere Herausforderung für die Bauleitung. Denn nur wenn alle Arbeiten gut koordiniert sind, kann ein reibungsloser Ablauf sichergestellt werden. „Wir sind in diesem Jahr sehr gut vorangekommen. Seit dem Frühjahr sind die Hallenkräne in Betrieb. Über die Kranbahnschienen, die sich über die gesamte Länge von 120 Metern der Kaverne erstrecken, transportieren wir die einzelnen Bauteile dahin, wo wir sie gerade brauchen“, schildert Bauleiter Ing. Herbert Schnetzer. Damit konnte auch bereits das Herzstück der Krafthauskaverne – die Pump- und Turbinenspiralen – eingebaut werden. „Der Betonausbau ist in
vollem Gange und wir planen längst alle Schritte im neuen Jahr im Detail“, erklärt Projektleiter Dipl.-Ing. Gerd Wegeler. Einbau der Maschinenteile. So kommen 2017 einige neue Herausforderungen auf die Monteure zu: Die Komponenten der Maschinensätze wie Pumpen, Turbinen und Generatoren werden über die Silvretta-Hochalpenstraße auf die Baustelle transportiert und dort verbaut. Zudem wird neben den Transformatoren, Schaltanlagen und Hochspannungssystemen die Haustechnik installiert und der Innenausbau bewerkstelligt. „Man kann sich diesen Schritt ein bisschen wie beim Bau eines Hauses vorstellen, wenn der Rohbau fertig ist und der Innenausbau mit all seinen
Komponenten beginnt – nur in größeren Dimensionen“, erklärt Wegeler schmunzelnd und ergänzt: „Die eigentlichen Bauarbeiten sollen bis Ende 2017 größtenteils fertiggestellt werden. Wir starten auch schon mit den für 2018 geplanten Vorbereitungen zur Inbetriebsetzung des Pumpspeicherkraftwerkes. |
Obervermuntwerk II QR-Code einscannen und Video über die Bauarbeiten im Jahr 2016 sehen.
www.obervermuntwerk2.at
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L E HR E B E I I L LW E RKE V KW
EIN GUTER START INS BERUFSLEBEN Die Ausbildung mit der abwechslungsreichen Praxis zu verschmelzen, macht die hohe Qualität der Lehre bei illwerke vkw aus – vielseitige Chancen für die Zukunft inklusive. FOTOGRAFIE: DARKO TODOROVIC, PATRICK SÄLY
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ARBEITGEBER ILLWERKE VKW
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und 110 Jugendliche machen derzeit eine Lehre bei illwerke vkw. Im Herbst haben 29 Mädchen und Burschen mit ihrer Ausbildung begonnen. Was die Neulinge in ihrer Ausbildung bei illwerke vkw erwartet, erzählen die Lehrlinge und Ausbilder am besten selbst. Wir haben mit Lukas Gamon, Lehrling Elektrotechnik, und dem Leiter der Lehrlingsausbildung von illwerke vkw, Thomas Battlogg, gesprochen. Lukas, Du arbeitest inzwischen im vierten Lehrjahr bei illwerke vkw. Fühlst Du Dich gut für die Praxis gerüstet? Lukas: Ja. Meine Ausbildung ist sehr vielseitig: Ich arbeite in unseren Lehrwerkstätten, aber auch in den Kraftwerken der Illwerke. Daher kann ich mein Erlerntes auch immer in der Praxis umsetzen. Bei Problemen im Bereich der Elektrik werde ich von verschiedensten Abteilungen im Haus gerufen. Das zeigt mir, dass ich jetzt schon als Experte wahrgenommen werde. Wir Lehrlinge im technischen Bereich haben zudem die Möglichkeit zu einem Austausch mit anderen Unternehmen. Ich habe bereits ein paar Monate bei Rauch Fruchtsäfte gearbeitet.
„Wir haben kein Problem mit dem Fachkräftemangel. Dies ist aber sicherlich eine Folge unseres gelungenen Ausbildungskonzeptes.“ Thomas Battlogg Lehrlingsausbilder
Herr Battlogg, worauf legen Sie als Leiter der Lehrlingsausbildung besonderen Wert bei der Ausbildung der angehenden Fachkräfte? Battlogg: Uns ist es ganz wichtig, dass die Lehrlinge die ganze Bandbreite ihres Berufs erlernen. Um bei dem Beispiel von Lukas
und seiner Ausbildung zum Elektrotechniker zu bleiben: Die Lehrlinge erlernen von der Installation elektrischer Anlagen über die Licht- bis hin zur Messtechnik alle Bereiche. Wir vermitteln unseren Lehrlingen somit nicht nur praktische Fachkenntnisse, sondern auch theoretisches Wissen, welches wir bei illwerke vkw tagtäglich brauchen. Nach ihrer Ausbildung sind die Jugendlichen vollumfängliche Experten auf ihrem Gebiet – und sind auch von anderen Unternehmen gefragt.
„Unsere Leistung und unsere Motivation entscheiden schlussendlich über unsere berufliche Zukunft.“ Lukas Gamon Lehrling Elektrotechnik
Dennoch ist es vermutlich ein Ziel der internen Lehrlingsausbildung, dem Fachkräftemangel in den eigenen Reihen entgegenzuwirken. Wie viel Prozent der Lehrlinge bleiben nach der Ausbildung hier? Battlogg: Wir nehmen rund 60 Prozent der ausgebildeten Lehrlinge bei uns auf. Wir haben momentan kein Problem mit dem Fachkräftemangel. Dies ist aber sicherlich eine Folge unseres gelungenen Ausbildungskonzeptes. Uns ist bewusst, dass wirtschaftlicher Erfolg stark auf der Qualität der Fachkräfte basiert. Dementsprechend hochwertig ist die Ausbildung. Lukas, weißt Du schon, ob Du nach Deiner Ausbildung bei illwerke vkw bleiben möchtest? Lukas: Nein, ich weiß es noch nicht. Ist gut möglich, dass ich einen Aufbaulehrgang an der HTL oder die Fachmatura mache. Mal schauen. Ich habe ja noch Zeit für die Entscheidung.
Herr Battlogg, was macht einen guten Facharbeiter neben fachlichem Wissen aus? Battlogg: Natürlich seine Persönlichkeit. Die Förderung der sozialen Kompetenz ist ein wichtiges Ziel der Ausbildung. Wir machen bereits ab dem zweiten Lehrjahr Seminare, beispielsweise zur Selbstpräsentation. Auch definieren wir zu Beginn, was wir von unseren Mitarbeitenden erwarten. Respekt und Wertschätzung ist die Basis unserer Zusammenarbeit. Dies kann natürlich auch jeder Jugendliche von seinen Vorgesetzen einfordern. Lukas, wie erlebst Du den Umgang mit den Lehrlingen? Lukas: Ich wurde von Anfang an sehr ernst genommen. Letztes Jahr haben wir zum Beispiel einen Workshop gemacht, bei dem wir mitteilen konnten, was wir Lehrlinge uns wünschen und was vielleicht verbessert werden könnte. Für unsere Anliegen gibt es immer ein offenes Ohr. Battlogg: Das ist uns wichtig. Denn konstruktive Kritik formulieren und aushalten zu können, ist ebenfalls grundlegend für eine gute Zusammenarbeit. Was erwarten Sie von den Lehrlingen? Battlogg: Selbstverantwortlichkeit ist uns wichtig. Lukas: Uns wurde von Beginn an klar gemacht, dass auch wir Lehrlinge voll verantwortlich für unser Tun sind. Unsere Leistung und unsere Motivation entscheiden schlussendlich über unsere berufliche Zukunft. Battlogg: Die Lehrlinge wissen: Sie schreiben jeden Tag selbst an ihrer Visitenkarte. Dies gilt natürlich für uns alle. (schmunzelt) |
Lehrlings-Infotag • 2017 bietet illwerke vkw folgende Lehrstellen an: Elektrotechniker/in, Metalltechniker/in, Bürokaufmann/frau, Seilbahntechniker/in, IT-Techniker/in • Info-Nachmittag: 27. Jänner 2017, 14–17 Uhr in den Lehrwerkstätten Bregenz und Vandans • Schnuppern: 9. Jänner – 28. Februar 2017 www.lehrlinge.illwerkevkw.at
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SERVICE
S M A RT GRI D S
INTELLIGENZ SCHAFFT SICHERHEIT Die Digitalisierung als Megatrend erfasst immer mehr Lebensbereiche: Auch unsere Stromnetze werden immer intelligenter – die Energiebranche macht sich die Digitalisierung zunutze und verknüpft die Stromnetze mit Informations- und Kommunikationstechnik. Dies ist in Vorarlberg im Biosphärenpark Großes Walsertal schon seit vier Jahren erfolgreiche Wirklichkeit. FOTOGRAFIE: ILLWERKE VKW
Fotovoltaikanlage im Biosphärenpark Großes Walsertal 8 illwerke vkw Magazin
„Smart Grids können Energieflüsse vom Erzeuger zum Verbraucher und umgekehrt managen.“ Dipl.-Ing. Frank Herb Vorarlberger Energienetze GmbH
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ehr Menschen, mehr Haushalte und noch mehr teilweise sehr leistungsstarke elektrische Verbraucher: Der Gesamtenergiebedarf ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen. Auf der anderen Seite ist die Energiewende, also der Ausbau von ökologisch sauberen Kraftwerken, voll im Gange – im großen genauso stark wie im kleinen Bereich. „Viele Stromkunden installieren sich etwa eine Fotovoltaikanlage – nicht nur, um einen Beitrag für die Umwelt zu leisten, sondern auch, um einen Teil des eigenen Stromverbrauchs damit abzudecken“, betont Dipl.-Ing. Frank Herb, Experte für Smart Grids bei der Vorarlberger Energienetze GmbH. Überschüsse, die gerade nicht selbst benötigt werden, könnten wiederum in das Stromnetz eingespeist werden. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass sich der Strommarkt bedeutend gewandelt hat. Floss früher der Strom von großen Kraftwerken direkt zu den Konsumenten, werden heute auch kleinere bis mittlere dezentrale Stromerzeugungsanlagen wie Fotovoltaik, Windkraft, Biomasse oder Kleinwasserkraft ins Verteilernetz integriert. Balance halten. Die Nutzung von erneuerbarer Energie bringt jedoch eine neue Herausforderung mit sich, denn sie ist teilweise stark vom Wetter abhängig: Wenn die Sonne scheint oder der Wind stark weht, wird viel Strom ins Netz eingespeist. Dadurch entsteht ein schwankendes Energieangebot, für welches das Stromnetz nicht ausgelegt
Auf einer Fläche von knapp 200 km2 erstreckt sich das Große Walsertal. Hier wurde zum ersten Mal ein Smart Grid im 36 kV Mittelspannungsbereich in Österreich umgesetzt.
ist. Hier greift man auf die Vorteile der IT zurück. „Eine intelligente Vernetzung kann schon ausreichen, um Energiedienstleister, kleine Stromerzeuger und Konsumenten miteinander zu verknüpfen und den Bau weiterer Stromleitungen zumindest zu verzögern“, erklärt Herb und ergänzt: „Sogenannte Smart Grids bzw. intelligente Stromnetze bieten hier meist die richtige Lösung. Denn sie ermöglichen einen effizienteren Betrieb des bestehenden Netzes.“ Energie schlau eingesetzt. Entwicklungen wie die E-Mobilität sind ein wichtiger Treiber in Richtung Smart Grids, erläutert Herb: „Die Zahl der Elektrofahrzeuge steigt und wird voraussichtlich weiter steigen – wir müssen sie in das elektrische System integrieren.“ Dabei könnten sie zukünftig auch als Speicher für überschüssigen Strom eingesetzt werden. Das Netz der Zukunft transportiert also nicht nur Strom, sondern auch neue Informationen über die Erzeugung und den Verbrauch und gleicht Schwankungen aus. Durch diesen ständigen Informationsaustausch soll die Versorgungssicherheit weiterhin gewährleistet werden. Und auch
der Kunde soll den Strom schlauer beziehen können – als Erzeuger, aber auch als Konsument, der den Strom zu den Zeiten nutzt, wenn viel Energie zur Verfügung steht oder das Netz wenig belastet ist. |
Netz von morgen schon heute. In Vorarlberg sind Smart Grids keine Zukunftsvision, sondern schon Realität. Bereits im Jahr 2012 wurde im Großen Walsertal ein intelligentes Stromnetz mit Erfolg in Betrieb genommen. Statt mit Baggern aufzufahren, wird die bestehende Infrastruktur dazu genutzt, um mehr Energie dezentraler Erzeuger wie Kleinwasserkraftwerke, Fotovol taik- und Biogasanlagen einzuspeisen. Über 16 Messstellen senden laufend die Spannungspegel an die Zentrale in Bregenz. Dort werden diese Informatio nen ausgewertet und so verwendet, dass die elektrische Spannung innerhalb der zulässigen Grenzwerte gehalten wird. Ein intelligenter Weg in eine nachhaltige Zukunft. www.vorarlbergnetz.at
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SERVICE
S M A RT G RI D S
ENERGIENETZ DER ZUKUNFT Die Energiewende fordert zusätzliche Intelligenz in den Stromnetzen.
Dezentrale Speicher
Verbraucher
Stromnetz
Markt
IT-Infrastruktur Dezentrale Erzeuger
Zentrale Erzeuger Die intelligenten Energienetze verknüpfen alle Akteure über moderne Kommunikationstechnologien.
830
Elektroautos sind auf Vorarlbergs Straßen unterwegs.
200
öffentliche und halböffentliche Ladestellen in Vorarlberg
Elektromobilität treibt Smart Grid Die Zahl der Elektroautos steigt weiter an, dabei könnten diese grundsätzlich ebenfalls einen Beitrag dazu leisten, das Stromnetz zu stabilisieren. Denn sie könnten als Speicher dienen, wenn die dezentralen Erzeugungsanlagen zu viel Strom produzieren – eine große Chance. Je nach Installation in den Privathaushalten könnten bis zu 22 Kilowatt bezogen werden.
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159,6
Das Netz managen
Mio. kWh
Dezentrale Erzeugungsanlagen wie Kleinwasserkraft, Fotovoltaik, Windkraft und Biomasse können mithilfe der IT meist günstig ins bestehende Stromnetz integriert werden. Gemeinsam mit großen Kraftwerken sorgen sie für eine umweltfreundliche Stromversorgung. In Vorarlberg gibt es mehr als 4.000 Erzeuger von Ökostrom, die ihre Energie zur Verfügung stellen.
„Vorarlberger Ökostrom“ wurden 2015 ins Netz eingespeist.
45.000 Haushalte
Smart Meter
können mit „Vorarlberger Ökostrom“ aus Fotovoltaik- und Kleinwasserkraft jährlich versorgt werden.
09:23:21
01835
kWh
Intelligente Nutzung Smart Meter (intelligente Stromzähler) sollen künftig helfen, das Bewusstsein im Umgang mit der Energie zu sensibilisieren. Zählerdaten werden täglich automatisch an den Netzbetreiber übermittelt. So hat der Kunde eine genaue Übersicht, wie viel Energie er verbraucht. Zusätzliche Funktionen wie flexible Tarife könnten hinzukommen. Intelligente Elektrogeräte könnten den Strom immer dann beziehen, wenn viel Energie zur Verfügung steht und er damit besonders günstig ist. Smart Meter sind das letzte „Meldeglied“ in einem Smart Grid zwischen Netzbetreiber und Kundenanlage. Das wird derzeit erforscht und soll helfen, die Kosten für alle moderat zu halten.
Bis Endes des Jahres
2019
sollen laut Verordnung 95% der Haushalte mit Smart Meter ausgestattet werden.
Verbraucher und Erzeuger verschmelzen Die Verbraucher benötigen immer mehr Leistung. Heute nutzen immer mehr Kunden selber kleinere Energiequellen wie Fotovoltaikanlagen - speisen die Energie jedoch oft auch zu ungünstigen Zeiten (wenn bspw. zu viel Strom produziert, aber zu wenig genutzt wird) ein. Das alles treibt die Netze an ihre Betriebsgrenzen und erfordert teure Verstärkungsmaßnahmen. Alternativ kann zusätzliche Intelligenz zu einer besseren Systemnutzung führen (Smart Grids). Investitionen in teure Netzverstärkungen können dadurch zum Teil aufgeschoben werden. Letztlich fordert die Energiewende aber robuste Netze und der Ausbau ist weiter unvermeidlich.
Das Zuviel an Energie speichern An sonnigen oder auch windigen Tagen können Fotovoltaik-Anlagen oder Windräder besonders viel Strom erzeugen. Mit den Smart Grids sollen die Energieversorgungsnetze diesen Überschuss auffangen: Damit die Energie dann zur Verfügung steht, wenn der Kunde sie benötigt, können beispielsweise sogenannte „Heimspeicher“ (Akku) im Keller installiert werden. Dieser speichert die erneuerbare Energie zwischen, die dann genutzt werden kann, wenn sie gebraucht wird.
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Mikrowelle für kleine Gerichte Um Speisen aufzutauen, aufzu wärmen oder kleine Portionen zu garen, ist die Mikrowelle schneller und energiesparender als der Herd oder Backofen. Denn die Mikrowelle erhitzt nur das Essen, nicht das Gefäß. Zum Zubereiten größerer Gerichte oder mehr als einer Portion lohnt es sich, den Herd einzuschalten.
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SPARIETIPP S
Umluft statt Ober- und Unterhitze Die Einstellung des Backofens hat einen Einfluss auf den Energiever brauch: wenn möglich, Umluft anstatt Ober- und Unterhitze einstellen. Denn bei Umluft verteilt sich die Luft im Ofen gleichmäßiger. Deshalb lassen sich mehrere Bleche mit Keksen auf verschiedenen Schienen oder zwei Ku chen auf einmal backen – und das mit einer um rund 20 Grad niedrigeren Backtemperatur.
EN ER G I E S PAR E N B E I M KO C H E N U N D B A C KE N
MIT KLEINEN TRICKS GELD SPAREN Die Küche ist der größte Energieverbraucher im Haushalt. Wer jedoch bewusst mit Kochutensilien und Küchengeräten hantiert, kann das volle Energiesparpotenzial ausnutzen. FOTOGRAFIE: MARCEL HAGEN
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ENERGIESPAREN
Gefrorenes vor dem Kochen auftauen Wer tiefgekühlte Gerichte frühzeitig aus dem Tiefkühlfach herausholt und über Nacht liegen lässt, reduziert die Kochzeit und spart merklich Strom. Am besten Gefrorenes langsam im Kühlschrank auftauen. Das hat gleich drei Vorteile: Das Gefrorene kühlt den Kühlschrank, das langsame Auftauen kostet keine Energie und es entstehen weniger Keime, als wenn es bei Zimmertemperatur auftaut.
Kleine Küchenhelfer lohnen sich Praktisch und aus der Küche nicht mehr wegzudenken sind Kleingeräte wie Kaffeemaschine, Toaster, Wasseroder Eierkocher. Sie brauchen weniger Energie als Herd und Backofen und sind oft schneller. Kleine Wassermengen etwa für Kartoffeln, Nudeln oder das Wasserbad zum Schmelzen von Schokolade können zuvor in einem Wasserkocher erhitzt werden. Ab einem Liter Wasser ist allerdings der Herd sparsamer. Ein Eierkocher spart bis zu 70 Prozent Energie gegen über einer Herdplatte. Wichtig: Die Geräte regelmäßig entkalken, um die Lebensdauer zu erhöhen und Energie zu sparen.
Mit wenig Flüssigkeit kochen Nicht nur die Geräte sind wichtig, sondern auch das, was sich in den Pfannen befindet. Je weniger Flüssigkeit benutzt wird, umso weniger Energie ist nötig, um sie zum Kochen zu bringen. Gemüse, Eier oder Kartoffeln müssen etwa nicht komplett von Wasser bedeckt sein. Bei geschlossenem Deckel gart der Dampf. Durch die Zubereitung werden auch die Vitamine im Essen geschont. Nudeln benötigen hingegen mehr Kochwasser. Hier das Wasser erst nach dem Aufkochen salzen, da sich sonst der Siedepunkt nach hinten verlegt.
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erade in der Weihnachtszeit herrscht in der Küche Hochbetrieb, wenn die Vanillekipferl, Makronen und Zimtsterne im Ofen backen und das Adventsmenü auf dem Herd köchelt. Ob Festmahl oder Weihnachtsgebäck – mit einfachen Tricks kann hier einiges gespart werden. Das Vorheizen des Backofens ist beispielsweise meist – egal ob Kekse oder Weihnachtsgans – überflüssig und verbraucht nur unnötig Energie. Beim Backen am besten mit den Plätzchen starten, für die der
TIPP Ofen die niedrigste Temperatur haben muss. Während des Backens unbedingt alle ungenutzten Backbleche aus dem Ofen nehmen und die Ofentür geschlossen lassen. Denn bei jedem Blick ins Innere kühlt der Backofen um bis zu 20 Prozent ab. Kurz vor Backende den Ofen ausmachen und die Restwärme nutzen. Diese ist ausreichend für ein perfektes Ergebnis. Generell ist es günstig, den Ofen an einem Tag mehrfach zu nutzen, um die Restwärme nicht zu verschwenden. |
Ein neuer Backofen als Weihnachtsgeschenk? Mit einem Gerät der Effizienz klasse A kann kräftig gespart werden. Am besten mit LED-Beleuchtung: Sie benötigt weniger Strom und leuchtet das Innere besser aus. Moderne Backöfen verfügen zudem über Komfortfunktionen wie die Selbstreinigung. Allerdings sind diese oft Stromfresser – daher beim Kauf nach dem Verbrauch erkundigen. Helmut Burtscher Experte fürs Energiesparen energieberatung.vkw.at
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SPARSAM KOCHEN – EGAL OB KOCHFAN ODER KOCHMUFFEL Induktion, Ceran oder Gas? Der passende Herd ist ein entscheidender Faktor für die Freude am Kochen und birgt Energiesparpotenzial. FOTOGRAFIE: MARCEL HAGEN
I
n den meisten Küchen ist ein Elektroherd mit Glaskeramik, auch unter dem Markennamen Ceran bekannt, zu finden. Unter dem Ceranfeld liegen ringförmige Strahlungsheizkörper, welche die Unterseite des Topfes erhitzen. Die Herdplatten werden nur sehr langsam erhitzt und bleiben nach dem Ausschalten relativ lange warm. Dabei geht kostbare Energie verloren. Dafür lässt sich die glatte Ober-
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fläche leicht reinigen. Beim Gasherd entsteht durch die offene Flamme die Hitze direkt am Topf. Sie lässt sich stufenlos und schnell regulieren. Zudem können selbst unebene alte Töpfe verwendet werden. Gas ist günstiger als Strom, jedoch muss ein Gasanschluss vorhanden sein. Und das Reinigen des Kochfeldes ist aufwendiger. Ein Induktionskochfeld wiederum unterscheidet sich äußerlich kaum von einem
Ceranfeld. Doch es verbraucht 20 bis 30 Prozent weniger Energie, weil die Hitze durch elektromagnetische Wirbelströme direkt im Boden des Kochgeschirrs erzeugt wird. Das Kochfeld wird nicht heiß, was das Reinigen erleichtert. Der Nachteil ist, dass Töpfe und Pfannen induktionsgeeignet sein müssen und die Induktionskochfelder in der Anschaffung teurer sind. |
VKW e-TIPPS
Thermotöpfe Zu den verbrauchsgünstigen Töpfen gehören sogenannte Thermotöpfe. Bei uns (noch) weniger bekannt, werden sie in Asien bereits seit den 90er-Jahren verwendet, um Suppe und Ragouts zu kochen. Sie bestehen aus einem Kochtopf, der nach einigen Minuten Kochzeit in einen tragbaren Behälter gestellt wird, dessen Wärmedämmung durch einen dicken Deckel und ein Vakuum in der Doppelwand gewährleistet wird (genau wie bei einer Isolier- oder Thermosflasche). Das Essen gart von alleine zu Ende, bis es Zeit zum Essen ist. Hinzu kommt, dass die Töpfe einfach zu reinigen sind, da nichts anbrennen kann.
Herstellerfoto: Schulte-Ufer
LED-Aktion Weihnachten, das Lichterfest. LED-Lichterketten als Alternative zu herkömmlichen Lichterketten sparen Strom, haben eine längere Lebenszeit und eignen sich auch für draußen. Passende LEDs finden Sie in unserem Online Shop. shop.illwerkevkw.at
Die Topfgröße ist entscheidend
Jedem Topf seinen Deckel
Unterschiedlich großes Kochgeschirr hilft beim Stromsparen: Geringe Essensmengen sollten in kleinen Pfannen und Töpfen erhitzt werden. Wichtig ist, dass das Kochgeschirr genau auf die Herdplatte passt, dann verpufft weniger Energie. Ist der Durchmesser des Topfes um nur 3 Zentimeter kleiner als die Herdplatte, wird 30 Prozent mehr Energie verbraucht. Der Boden der Töpfe und Pfannen sollte zudem glatt und eben sein, damit die Wärme optimal von der Herdplatte übertragen wird.
Dieser Spruch trifft nicht nur in der Liebe, sondern auch in der Küche zu. Immer mit dem passenden Deckel auf dem kleinstmöglichen Topf kochen, denn ohne Deckel wird etwa dreimal so viel Energie verbraucht. Dabei dar auf achten, dass der Deckel fest auf dem Topf sitzt, damit keine Wärme verloren geht. Ideal sind Glasdeckel. Denn sie ermöglichen einen Blick auf die köchelnden Speisen, ohne dass ständig der Deckel abgehoben werden muss und die Wärme auf diese Weise entweicht.
Schnellkochtöpfe sparen Zeit und Energie Ein Schnellkochtopf, auch Dampfdrucktopf genannt, ist vor allem für festes Gemüse, Vollkorn oder Hülsenfrüchte zu empfehlen. Durch den großen Druck verkürzt sich die Kochdauer um mehr als die Hälfte. Häufig kann man die Kochplatte sogar ausschalten, sobald sich das Sicherheitsventil geöffnet hat. So kann der Energieverbrauch um bis zu 60 Prozent gemindert werden. Das Beste: Vitamine und Mineralstoffe bleiben in den Speisen erhalten.
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Ihre Spende für die Sonnenblume VKW-Kunden, die in den VKW-Online Services Bonuspunkte gesammelt haben, können jetzt damit etwas Gutes tun: Einfach im VKW Online-Shop die Weihnachtsspende auswählen. Der Gegenwert der gespendeten Punkte wird von der VKW an den Verein Sonnenblume überwiesen. Gesammelte Bonuspunkte können noch bis zum 13. Jänner 2017 gespendet werden. online-services.vkw.at
INTERVIEW
M A N U E L A O RT N E R
DIE KINDER DER SONNENBLUME Jedes chronisch kranke Kind hat seine Geschichte. Besondere Bedürfnisse, tiefe Herzenswünsche. Der Verein Sonnenblume steht diesen Kindern und ihren Familien tatkräftig zur Seite. Obfrau Manuela Ortner über finanzielle Belastungen und Hilfe, die ankommt. FOTOGRAFIE: DARKO TODOROVIC
K
inder mit chronischen Erkrankungen brauchen oft finanzielle Unterstützung. Ohne Spezialanfertigungen kommen sie meist nicht aus. So kostet ein spezielles Fahrrad schnell 5.000 Euro – diese Kosten werden von der öffentlichen Hand nicht übernommen. Oder die Krankenkasse zahlt zwar einen Rollstuhl, aber keinen Motorantrieb, der dem Kind ein Stück Selbständigkeit geben könnte. Wenn es um Dinge geht, die das Leben dieser Kinder und ihrer Familien erleichtern, hilft der Verein Sonnenblume. Frau Ortner, Sie arbeiteten früher als Kinderkrankenschwester im Krankenhaus Dornbirn, hatten dort selbst mit betroffenen Kindern und Eltern zu tun. Wie kam es zur Gründung des Vereins? Die Idee kam im Jahr 1997 vom damaligen Primar Dr. Bernd Außerer. Er meinte, dass viele chronisch kranke Kinder dringend Geld brauchen würden, da müsste man doch etwas tun. Daraufhin habe ich ein Konto eröffnet, es folgten Statuten und wir ließen die Kinder im Spitalskindergarten ein Logo malen. Die Sonnenblume stand für uns schon immer als Lichtblick für Familien in dieser schwierigen Situation. Anschließend sind wir an die Öffentlichkeit gegangen und haben schnell Unterstützer gefunden. Bis heute sind es vor allem viele Einzelinitiativen von engagierten Menschen, die uns die nötigen Mittel verschaffen, um helfen zu können.
Und was müssen Familien tun, um von Ihnen unterstützt zu werden? Wir sehen es auch als unsere Aufgabe, Behörden und Versicherungen aufzuzeigen, was für Heilbehelfe, alternative Therapien usw. für chronisch Kranke wichtig wären. Darum müssen Eltern, bevor wir ihnen Spendengelder zukommen lassen, grundsätzlich zuerst dort um Kostenübernahme ansuchen. Erst wenn von dieser Seite alles ausgeschöpft ist, greifen wir ihnen unter die Arme. Uns ist wichtig, dass wir nicht als Entlastung der öffentlichen Hand gesehen werden, sondern dass wir wirklich dort helfen, wo es nötig ist. So können wir guten Gewissens sagen, dass Spendengelder sinnvoll eingesetzt werden. Auch garantieren wir, dass das Geld 1:1 den Kindern zugutekommt. Dies ist möglich, weil alle Mitwirkenden ehrenamtlich arbeiten. Welche Pläne und Herausforderungen gibt es für den Verein Sonnenblume? Mit mehr Zeitressourcen würden wir wahnsinnig gerne eine Selbsthilfe-Plattform für Eltern aufbauen, außerdem eine Kontaktbörse für chronisch kranke Kinder. Dabei stoßen wir allerdings an die Grenzen eines gemeinnützigen Vereins. Unser großes Ziel war von Anfang an, möglichst vielen Kindern etwas Licht zu schenken. Und das ist es immer noch. Seit unserem Bestehen haben wir schon viele Träume verwirklichen und hunderten von Kindern helfen können.
Die Sonnenblumen-Kinder werden auch einmal erwachsen. Wie geht es dann weiter? Es gibt bei uns zwar eine Altersgrenze, aber wir behalten es uns vor, auch über die Volljährigkeit hinaus für sie da zu sein. Denn Kinder mit Mehrfachbehinderung beispielsweise bleiben im Prinzip ein Leben lang „Kinder“. Was wünschen Sie sich vom Christkind? Dass die öffentliche Hand stärker in die Verantwortung geht, was die Bedürfnisse chronisch kranker Kinder anlangt. Was medizinisch nicht angezeigt oder wissenschaftlich nicht anerkannt ist, wird in der Regel abgelehnt. Wenn ich mir so anschaue, was wir im vergangenen Jahr mitfinanziert haben: Rollstühle, Treppenlifte, Delphinund Reittherapie, Lymphdrainage… All das sind keine Luxus-Artikel, sondern Dinge, die das Leben der Kinder erleichtern oder ihnen einfach gut tun. |
Manuela Ortner Die Kinderkrankenschwester ist derzeit als Ressortleiterin Pflege & MTT (Medizin-Tech nisch-Therapeutische-Berufe) in Rebstein, Schweiz, tätig. Sie ist Gründungsmitglied und Obfrau des Vereins Sonnenblume zur Unterstützung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher. Zu ihren Hobbys zählen Lesen, Wandern und Kulturkino. www.sonnenblume.or.at
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V O R A R L B E RG E R Ö KO ST RO M
DER HOFLADEN AUF DEM FELD Mit dem Projekt „Soziale Landwirtschaft“ gibt INTEGRA Vorarlberg Langzeitarbeitslosen eine Perspektive und sinnvolle Beschäftigung. Am Gutshof Heidensand in Lustenau bauen sie Gemüse und Kräuter an und verarbeiten diese mit Hilfe von „Vorarlberger Ökostrom“ am Hof weiter. FOTOGRAFIE: DARKO TODOROVIC
„Die Menschen orientieren sich hier am Kreislauf der Natur. Vielen Betroffenen bringt diese Arbeit wieder Selbstbewusstsein zurück.“ Stefan Koch Geschäftsführer INTEGRA Vorarlberg
VORARLBERGER ÖKOSTROM
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itten in der Natur zu arbeiten, sie zu erfahren, Zusammenhänge zu erkennen und von ihr lernen – das bringt in Lustenau vielen Menschen den Sinn der Arbeit zurück. „Am Gutshof Heidensand gibt nur die Natur den Takt vor, weder die Technik noch der Chef“, betont Stefan Koch, Geschäftsführer von INTEGRA Vorarlberg. Denn dort arbeiten die langzeitarbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen bei Wind und Wetter auf dem einen Hektar großen Grundstück, welches die Marktgemeinde Lustenau dem sozialen Unternehmen zur Verfügung gestellt hat. „Die Mitarbeiter tragen dafür Verantwortung, dass das Gemüse und die Kräuter angepflanzt, gepflegt und geerntet werden. Sie sind somit von Anfang an dabei, erleben den Kreislauf der Natur und müssen aktiv mitarbeiten, damit die Lebensmittel in hoher Qualität zum Konsumenten kommen“, betont Koch. Das Team verarbeitet die Produkte je nach Jahreszeit zu Sirup, Kräutersalzen, Eingelegtem etc. weiter. Gesunde Mahlzeit. „Wir verkaufen die Produkte in unserem Hofladen. Wer möchte, kann unseren Garten aber auch besichtigen und mit uns gemeinsam ernten und pflücken. Echter und frischer geht es eigentlich nicht“, so der Geschäftsführer. Mittlerweile begeistert der Hof bis zu 40 Kunden, die regelmäßig Lebensmittel vor Ort kaufen. Außerdem beliefert der Heidensand auch die INTEGRA Gastronomiebetriebe – und sorgt somit für die gesunde Ernährung von Kindergarten kindern und Schülern.
„Die Armut im Land lässt sich nicht alleine monetär durch die Mindestsicherung bekämpfen. Wir brauchen Jobs, Sozialfirmen und Bildungsprogramme", weiß INTEGRA-Geschäftsführer Stefan Koch.
Nah bei der Natur. Mit dem Projekt, welches aus Mitteln des AMS und des Europäischen Sozialfonds finanziert wird und eng mit Aqua Mühle Vorarlberg kooperiert, erzielt das Sozialunternehmen bereits gute Erfolge. Denn neben dem Arbeiten erlernen die Betroffenen auch wieder Regeln wie pünktliches Erscheinen bei der Arbeit. Die Langzeitarbeits losen sind ein halbes Jahr lang am Hof tätig. Das Arbeitstraining erdet sie, ist sich Koch sicher: „Die Tätigkeit am Feld ist für viele intuitiv, nicht wie bei der Arbeit mit einer Maschine. Wir haben einen hohen Migrationsanteil – die Beschäftigung erinnert oft auch an die Heimat. Wir bemerken, dass die Menschen dabei viel mehr aufblühen.“ Besonders wichtig ist INTEGRA auch die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter, betont Geschäftsführer Robert Baljak: „Einen Teil der Ernte dürfen sie mit nach Hause nehmen. Damit möchten wir nicht nur dafür sorgen, dass sie sich gesund ernähren, sondern auch die Selbstver sorgung unterstützen.“ Nachhaltigkeit im Fokus. Mit dem Gutshof Heidensand leistet INTEGRA auch einen Beitrag zum Ökoland Vorarlberg
und möchte noch mehr Konsumenten für Bioprodukte begeistern. Doch auch sonst ist das Sozialunternehmen bestrebt, einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Land zu leisten. Seit Oktober 2016 wird an allen INTEGRA-Standorten in Vorarlberg mit „Vorarlberger Ökostrom” gearbeitet. „Wir haben uns auch an einer Fotovoltaik-Anlage beteiligt, um die Energiezukunft in Vorarlberg zu sichern“, freut sich Baljak und ergänzt: „Wir gehen somit in allen Bereichen einen nachhaltigen Weg – sozial, regional und fair. Diesen ökologischen Beitrag kaufen unsere Kunden am Gutshof Heidensand mit ein.“ |
Vorarlberger Ökostrom fördern Die Kraft der Sonne wird in Vorarlberg von mehr als 4.000 Anlagen dazu genutzt, um Strom zu produzieren. Wer „Vorarl berger Ökostrom“ bezieht, fördert kleine dezentrale Erzeugungsanlagen mit einem höheren Preis. Bestellen Sie bis 31. März 2017 „Vorarlberger Ökostrom“ online und sparen Sie 44 Euro mit dem OnlineBonus. Infos und Bestellung unter: online-services.vkw.at www.vkw-oekostrom.at
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IT- S P E Z I A L I S T A L S B E Z I E H U N G SM A N A GE R
MITTELSMANN DES DIGITALEN WANDELS Johannes Battlogg ist stets auf der Suche nach Prozessen, die standardisiert, im Anschluss digitalisiert und somit automatisiert werden können. Am Ende des Tages geht es immer darum, den Kunden noch besseren Service zu bieten. FOTOGRAFIE: MARCEL HAGEN
J
ohannes Battlogg ist seit seiner Lehre zum Anlagenelektriker Ende der 1990er Jahre bei illwerke vkw beschäftigt. Vor fast zehn Jahren wechselte er in die IT – damals noch als Techniker, der Notebooks reparierte. Durch verschiedenste berufsbegleitende Fortbildungen und ein Masterstudium im Bereich Ma-
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nagement in Information und Business Technologies hat sich der heute 33-Jährige zum IT-Spezialisten entwickelt und ist hauptsächlich mit Anforderungen aus dem Kundenbeziehungsmanagement beschäftigt. Was dabei genau seine Aufgaben sind, ist gar nicht so leicht zu erklären, denn Battloggs Jobprofil ist ab-
wechslungsreich und technisch komplex. Er ist unter anderem eine Art Bindeglied zwischen den einzelnen Fachbereichen und der Software-Entwicklung. Als solches kümmert er sich darum, dass der eine versteht, was der andere braucht, um schließlich dem Endkunden einen noch größeren Mehrwert bieten zu kön-
KARRIERE
„Digitalisierung bietet die Chance, gewisse Arbeiten zu automatisieren und schafft somit Zeit für Aufgaben, die nicht standardisiert werden können.“ Johannes Battlogg IT-Technologe
In seinem Job schafft der IT-Spezialist zahlreiche Lösungen für illwerke vkw und auch die Kunden.
nen: „Softwareentwickler sprechen eine ganz andere Sprache als beispielsweise die Kollegen im Kundenservice oder Vertrieb. Hier komme dann ich als Übersetzer ins Spiel“, erläutert Battlogg. Vielfalt IT. Das ist freilich nur eine der vielen Herausforderungen, mit denen der Wolfurter täglich zu tun hat. Daneben gilt es, zum Beispiel, Anforderungen, die die einzelnen Fachbereiche an IT-Lösungen haben, aufzunehmen, diese richtig zu dokumentieren und sofern möglich umzusetzen. Laut Johannes Battlogg komme es nämlich nicht selten vor, dass viele dieselben oder ähnliche Problemstellungen haben, diese allerdings anders erklären. Durch Diskussion der Möglichkeiten sind Lösungen oft auch kurzfristig realisierbar. „Digitalisierung bietet die Chance, gewisse Arbeiten zu automatisieren, und schafft somit Zeit für Aufgaben, die nicht standardisiert werden können“, so der Vater einer Tochter, der nicht nur im Berufsleben, sondern auch privat auf dem neuesten technologischen Stand ist: So nutzt er in
seinem erst vor Kurzem fertiggestellten Haus die Smart Home Technologie – von den Jalousien, die sich von selbst dem Sonnenstand anpassen, bis zur automatischen Gartenbewässerung, die durch die Wettervorhersage, den Feuchtigkeitsgehalt im Boden und den Rasenmähroboter automatisch gesteuert wird. Die „smarte“ Technologie erleichtert Familie Battlogg somit tägliche Handgriffe. Alles im digitalen Wandel. Wenn der IT-Spezialist nicht gerade damit beschäftigt ist, sich um aktuell anstehende Veränderungen im Bereich Kundenbeziehungsmanagement zu kümmern, arbeitet er als Teil einer Arbeitsgruppe unter anderem an der Weiterentwicklung der VKW Online-Services. Schon jetzt können Kunden dort etwa ihre Rechnungen beziehen, Produkte wechseln oder den Zählerstand eingeben. In Zukunft wird noch einiges mehr möglich sein, schließlich ist man sich bei illwerke vkw darüber im Klaren, dass der digitale Wandel vor nichts und niemandem Halt macht.
Eine Tatsache, über die sich Battlogg alles andere als unglücklich zeigt: „Ich gehe davon aus, dass mein Job in fünf Jahren wieder anders ausschauen wird. Ich hoffe es zumindest, denn so kann auch ich mich kontinuierlich weiterentwickeln.“ |
Zukunft in der IT illwerke vkw wird immer digitaler und es entwickeln sich laufend neue Betätigungs felder: Vom IT- und Prozessmanagement über Servertechnologien bis hin zur Smart Meter-Technologie eröffnen sich zahlreiche spannende Einstiegsmöglichkeiten mit viel Weiterentwicklungspotenzial. Aktuelle Stellenangebote sowie weitere Informa tionen zum Arbeitgeber illwerke vkw finden Sie auch im Internet. www.illwerkevkw.at
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ENERGIEZUKUNFT
e -SP O T S
ENERGIE UND KLIMA IM FOKUS illwerke vkw zeigt Neues und Interessantes aus dem Unternehmen sowie spannende Entwicklungen aus aller Welt.
Bewässerung durch Solarenergie
Kraft eines Taifuns nutzen Für Japan ist es nach der Katastrophe in Fukushima an der Zeit, auf erneuerbare Energie zu setzen. Aufgrund der Wettersituation ist das Vorhaben für den Inselstaat jedoch nicht einfach. So treten regelmäßig Taifune auf, die beispielsweise Windräder stark beschädigen. Der Ingenieur Atsushi Shimizu hat jetzt eine Lösung entwickelt, um die Windräder stabil zu bauen und die enormen Kräfte eines Taifuns für die Stromerzeugung zu nutzen. Denn ein einziger Taifun könnte genug Energie liefern, um Japan fünfzig Jahre lang mit Energie zu versorgen. Um die Erfindung jedoch auch in der Praxis testen zu können, fehlt noch ein echter Taifun.
Die Umwelt zu schonen und Geld bei der Bewässerung der Felder zu sparen, gelingt den Bauern im marokkanischen Städtchen Tafoughalt. Früher waren sie auf mit Dieselgeneratoren angetriebene Pumpen angewiesen, die die Felder mit Wasser versorgten. Diese waren nicht nur teuer, sondern auch umweltschädlich. Inzwischen greifen sie auf Pumpen zurück, die mit Solarenergie betrieben werden, und können sogar noch mehr Felder als zuvor bewässern. Insgesamt 450 Bauern nutzen sie mittlerweile. Um auch auf die begrenzten Grundwasservorräte frühzeitig zu reagieren, wurde zeitgleich an Möglichkeiten der Wassergewinnung gearbeitet.
Strom aus Sonne, Wind und Regen Mit ihrer Erfindung „HARVEST“ könnte die 13-jährige Schülerin Maanasa Mendu Menschen ohne direkten Zugang zur Elektrizität eine kostengünstige Möglichkeit bieten, um Strom zu erzeugen. Sie kombiniert die Nutzung von Solarenergie mit der sogenannten Piezoelektrizität, die durch die Verformung des Festkörpers durch äußeren Druck entsteht. Dieses Prinzip wird bereits bei Gehwegen eingesetzt, die durch die Schritte von Passanten Strom erzeugen und die Straßenlaternen betreiben. Mit ihrer Erfindung nutzt Maanasa jedoch die Kraft des Windes und des Regens zur Energieerzeugung. Somit kann Strom auch bei schlechtem Wetter und in der Nacht gewonnen werden. Für ihre Erfindung erhielt die Jugendliche die Auszeichnung „America’s Top Young Scientist“.
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age r f h c Na Großech VKW- n! na ktie a m o nstr gs Sonne einun ch h c s r o E ur n zineise n Maga w r e Zum h ic rig. mögl le üb i n i e t m n r te eA we n i g
Mit Bürgerbeteiligung zu mehr Sonnenstrom Diesen Herbst hat die VKW auf Gebäuden in Vorarl berg Fotovoltaikanlagen mit insgesamt 181 Kilowatt (kWp) Leistung errichtet. Kunden können sich mit der VKW-Sonnenstromaktie 2016 an der Stromerzeugung dieser Fotovoltaikanlagen beteiligen. Die VKW-Sonnen stromaktie 2016 ist ein innovatives Strombezugsmodell und garantiert den Besitzern 20 Jahre Stromertrag aus ihrer Fotovoltaik-Beteiligung. Sie bekommen jähr lich mindestens 450 kWh pro VKW-Sonnenstromaktie vergütet und erhalten bis zum Ende der Laufzeit von 20 Jahren mindestens den bezahlten Kaufpreis als Vergütung der Stromerträge zurück. Mehr Informationen beim VKW Kundenservice: Tel. 05574 9000, kundenservice@vkw.at oder www.vkw.at
Erdgas wird noch günstiger VKW-Kunden können sich Anfang des Jahres 2017 bereits zum zweiten Mal innerhalb von 15 Monaten über eine Preissenkung für den Bezug von Erdgas freuen. Damit reagiert der größte Vorarlberger Energiedienstleister auf die niedrigeren Beschaffungspreise und Einsparungen im Unternehmen. So konnten die Preise in einem kurzen Zeitraum um mehr als 10 Prozent gesenkt werden. Mit den neuen Erdgaspreisen spart sich ein durchschnittlicher Vorarlberger Haushalt 36 Euro im Jahr. Mit dem Umstieg auf VKW Erdgas Online bleiben sogar über 80 Euro mehr in der Geldbörse. Infos zu den Erdgastarifen: www.vkw.at
Mit Online-Produkten kräftig sparen Kunden, die jetzt in den VKW Online-Services Online-Produkte für Strom, Ökostrom und Erdgas bestellen, sparen 44,40 Euro. Sie sichern sich einen einmaligen Aktionsbonus von 30 Euro und erhalten einen jährlichen Online-Bonus von 14,40 Euro. Der einmalige Aktionsbonus für den Umstieg auf ein VKW Online-Produkt wird mit der Jahres rechnung 2017 ausbezahlt. Mit den VKW Online-Services können Kunden ihren Verbrauch beobachten und gezielt darauf achten, wo Energie eingespart werden kann. Wer die VKW Online-Services nutzt, kann zudem Bonuspunkte sammeln, die im VKW Online-Shop für viele attraktive Angebote eingelöst werden können. Jetzt bestellen: online-services.vkw.at
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