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Vorarlberger_Immobilienmarkt_Maerz_2019

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DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT März 2019/1. Ausgabe


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MITTWOCH, 6. MÄRZ 2019

DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

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Mietpreisspirale bremst sich ein

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er Vorarlberger Wohnungsmarkt wächst weiter, und Nutzer und ihre Bedürfnisse wurden wohl noch nie so genau unter die Lupe genommen wie in den letzten Jahren. Zahlreiche Studien untersuchen, wie wir wohnen (wollen), welche Wünsche Familien oder ältere Menschen haben, welches Wohnumfeld ideal ist und welche Einrichtungstrends uns bewegen. Wir werfen im vorliegenden Heft einen Blick auf die Wohnzukunft 2040, zu der Menschen in ganz Österreich befragt worden sind. Auch die Wohnzufriedenheit im Alter wurde erhoben: Schließlich werden 2030 bereits 23 Prozent unserer Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Die SeneCura-Gruppe war Partner einer umfassenden Studie. Die Meinungsforscher der GfK eruierten, was Anleger bereits wissen: Die Anlegerwohnung hat das Sparbuch und den Bausparvertrag überholt und steht als beliebteste Geldanlage an der Spitze. In der vorliegenden Beilage werfen wir auch einen Blick auf die jüngsten Gesetzesnovellen bei Raumplanung und Grundverkehr und die höheren Maximalbeträge bei Bauspardarlehen. Ein Ziel des Landes Vorarlberg ist, qualitativ hochwertige Quartiersentwicklungen zu forcieren. Beim Beispiel Illufer in Feldkirch befragten wir Bewohner dazu. Auch ein Mehrfamilienhaus mit Einfamilienhauscharakter stellen wir in diesem Heft vor. Weiters werfen wir einen Blick auf die Urban Mining Unit mit Vorarlberger Unterstützung und die neue Philosophie der Ausgeglichenheit – Lagom. Dem Designer Werner Aisslinger und dem Minimalismustrend von Marie Kondo sowie Neuheiten beim Thema Küche widmen wir ebenfalls Beiträge. Viel Spaß beim Lesen

IMPRESSUM Verleger (Medieninhaber) und Hersteller: Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach Redaktion: Andrea Fritz-Pinggera Titelbild: VN Fotos: Andrea Fritz-Pinggera, ALPINA, F.M. Hämmerle Holding, olina, Studio Aisslinger, Shutterstock Umsetzung: Susanne Lampert Anzeigenberatung: Russmedia GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Tel. 0676 88005-313, Fax 05572 501-97313 Erscheinungsdatum: Mittwoch, 6. März 2019

Gemeinnütziger Wohnbau hat Wohnbautätigkeit weiter erhöht. TREND. Wer durch das Land fährt, ortet überall Baukräne. Der Eindruck täuscht nicht, eine rege Wohnbautätigkeit ist von Bregenz bis Bludenz im Gange. Die Vorarlberger Baubranche ist bestens ausgelastet und ist damit Spitzenreiter von ganz Österreich. Der Wohnbau wird auch 2019 ungebrochen der Träger der Vorarlberger Baukonjunktur sein: Die Bauunternehmen rechnen mit einem Plus von 4,2 Prozent im ersten Halbjahr 2019. Allerdings steigen mit der starken Konjunktur auch die Preise, denn die Nachfrage bestimmt das Angebot. Gute Handwerker und Fachleute werden händeringend gesucht. Nachfrage besteht Obwohl mehr Wohnungen errichtet werden, als die Bevölkerung in Vorarlberg zugenommen hat, ist die Nachfrage nach Wohnraum ungebrochen hoch. Von 1998 bis 2018 ist die Bevölkerung in Vorarlberg um knapp 14 Prozent – von 346.000 auf 394.000 Personen angestiegen. 2001 gab es in Vorarlberg knapp 149.000 Wohnungen als Hauptund Nebenwohnsitze, im Jahr 2018 sind es gut 200.000 Wohnungen. Geänderte Lebensgewohnheiten und die Zunahme von Singlehaushalten zählen u.a.

zu den Ursachen. Auch der Zuzug aus dem EU-Raum bleibt hoch. Die Leistbarkeit steht nach wie vor im Vordergrund. Kleine Wohnungen boomen Immobilienvermittler bestätigen: „Kleine Wohnungen werden sehr stark nachgefragt, bei den größeren Wohnungen benötigen wir mehr Vermittlungszeit.“ Ein anderer Makler berichtet aus der Praxis: „Die Mietpreisspirale bekommt in einem bestimmten Segment langsam einen Deckel. Große teure Wohnungen lassen sich nahezu nicht mehr vermieten. Durch die hohen Eigentumswohnungspreise wurde der Druck auf den Mietwohnungsmarkt weiter erhöht, langsam erfolgt aber durch das steigende Angebot eine Entspannung.“ Eine große Rolle spielt dabei der gemeinnützige Wohnbau. Alpenländische Heimstätte, Wohnbauselbsthilfe und Vogewosi errichten im ganzen Land Wohnbauprojekte für leistbares Wohnen. Allein die Vogewosi investiert 2019 knapp 33 Mill. Euro für 325 neue Wohnungen, wovon bis Ende des Jahres 230 fertiggestellt sein sollen. Auch das Projekt Wohnen500, bei dem Mieter 65 Quadratmeter große Wohnungen für 500 Euro nutzen können, wird weiterver-

folgt. Für den Eigentumsmarkt wiederum unterstützt der aktuelle Zinsmarkt immer noch günstige Kredite. Experten sehen für heuer noch keinen Zinsanstieg und selbst bei einem moderaten Anstieg wären keine wesentlichen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt spürbar. Eigentumsmarkt Während die einen noch von einem ausgetrockneten Gebrauchtimmobilienmarkt sprechen, orten die anderen bereits eine höhere Verkaufsbereitschaft. Das kommt jenen zugute, die unbedingt eine Altimmobilie – sei es Wohnung oder Haus – erwerben und sanieren, ausbauen, selbst bewohnen oder weitervermieten möchten. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern im Preissegment zwischen 400.000 und 600.000 Euro ist besonders im Rheintal sehr hoch. Konkrete Maßnahmen Verschiedene Maßnahmen sollen eine Erleichterung bei den hohen Vorarlberger Wohnkosten bringen. Mit den Änderungen des Raumplanungs- und Grundverkehrsgesetzes will die Vorarlberger Landesregierung aktiv gegen Baulandhortung und Bodenspekulation vorgehen. Bauträger, Architekten, Immobilienvermittler und Raumplaner fordern darüber hinaus seit Jahren eine Erhöhung von Baunutzungszahlen, um die beachtlich gestiegenen Wohnpreise zu reduzieren. Künftig sind u. a. Gemeinden verpflichtet, Verdichtungszonen auszuweisen, räumliche Entwicklungspläne als langfristige strategische Grundlagen zu erstellen und Quartiersentwicklungsplanungen zu forcieren. In der Praxis wird sich zeigen, ob die Maßnahmen greifen werden. Projektentwickler und Bauträger stellen sich der Herausforderung, trotz des schwierigen Grundstücksmarktes neuen Wohnraum zu schaffen.


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Wohnen im Jahr 2040

Vergangenen Herbst wurden Österreicher zu ihrer Wohnzukunft befragt. ZUKUNFT. Das Unternehmen Innofact erhob im Auftrag des Portals ImmobilienScout24 die Erwartungen der Österreicherinnen und Österreicher an das Wohnen in 20 Jahren. Neben weiteren befürchteten Preissteigerungen erwarten die Befragten durchaus Verbesserungen. Etwa wenn es um die Bürokratie rund um eine neue Immobilie geht. 58 Prozent glauben, dass es in 20 Jahren möglich sein wird, Behördengänge beim Kauf oder

Einkommensschwache verstärkt in Randlagen wohnen werden, während Wohnraum in Innenstädten nur für Gutverdienende erschwinglich bleibt. Eine weitere knappe Hälfte der Befragten vermutet, dass sich in 20 Jahren alle mit weniger Wohnraum begnügen müssen als jetzt. Dies gälte insbesondere in den Städten. Dass das Zuhause insgesamt an Bedeutung verliert, weil unsere Gesellschaft immer mobiler und flexibler leben wird, können sich nur 10 Prozent der Befragten vorstellen – und das sieht auch die junge Generation (unter 30 Jahren) so.

„Wohnen 2040 – für die einen das ‚gesteuerte Home’, für die anderen nach wie vor Rückzugsort und Intimsphäre ohne ‚Alexa’.“

Rückzugsort vier Wände

Albert Ellensohn, Leiter Wohnbau Wilhelm+Mayer

40 Prozent der Befragten nehmen an, dass das Wohnen „digitaler“ und nachhaltiger wird.

Verkauf einer Immobilie vollständig online abzuwickeln. Immerhin 44 Prozent glauben, dass der Kauf und Verkauf von Immobilien künftig komplett papierlos und digital ablaufen wird. Alexa lässt grüßen Apropos digital. Viele erwarten, dass die Zukunft des Wohnens

smart und digital sein wird. 40 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass energieeffiziente, nachhaltige Wohnhäuser in 20 Jahren zum Standard gehören werden. 36 Prozent der Männer (aber nur 19 Prozent der Frauen) erwarten, dass ihr Zuhause immer intelligenter werden und beispielsweise mit ihnen reden und interagieren wird. Amazons Alexa und andere sprach-

gesteuerte Assistenten sind bereits auf dem Vormarsch. Im Hinblick auf die automatische Erledigung leidiger Handgriffe im Haushalt sind Herren deutlich optimistischer als Damen: 28 Prozent der Männer – aber nur 15 Prozent der Frauen – glauben, dass ihr Zuhause in der Lage sein wird, Aufgaben im Haushalt komplett selbstständig zu erledigen. Dass das Heim gleich-

zeitig Arbeitsplatz sein wird, das vermutet ein gutes Viertel der Männer (27 Prozent), bei den Frauen sind es nur 15 Prozent. Kleinere Wohneinheiten? Zwei Drittel der Befragten befürchten, dass die Mietpreise weiter steigen. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) geht auch davon aus, dass

41 Prozent meinen, dass das Zuhause als Rückzugsort und Ruhepol in einer immer schneller werdenden globalisierten Welt noch wichtiger sein wird als heute. Dass es alle in die Stadt zieht und die Urbanisierung zunimmt, das vermutet nur ein knappes Viertel der Befragten. Wohneigentum wird aus Sicht der Befragten kaum weniger erstrebenswert sein als heute – nur 14 Prozent können sich das vorstellen. Und eine Landflucht von den (Innen-)Städten hält nur etwas mehr als jeder Zehnte dieser bevölkerungsrepräsentativen Umfrage für denkbar.

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ALPINA Hausbau GmbH Erlachstraße 2, 6971 Hard T 05574 73 595 mehrfamilienhaus.alpinahaus.at

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Bischof Immobilien GmbH Kreuzgasse 6a, 6850 Dornbirn T 05572 210 300 www.bischofimmo.at

1 Dornbirn Thomasbündt 2 Feldkirch Carinagasse

1 Lustenau Am Binsenfeldgraben Mehrfamilienhaus

3 Hohenems Hannes-Scherling-Weg 4 Bregenz Rheinstraße

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F.M. Hämmerle Holding AG Steinebach 18, 6850 Dornbirn T 5572 33931 0 www.fmh.at

1 Dornbirn Hamerlingstraße Mietobjekte: 2 Dornbirn Bündtlittenstraße 3 Feldkirch-Gisingen Hämmerlestraße Bürogebäude: 4 Dornbirn Sägerstraße

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Realbüro Hagen Maria-Theresien-Straße 20, 6890 Lustenau T 05577 83 111–0 realbuerohagen.at

1 Höchst Sonnengarten, Wohnhaus 2 Dornbirn 3- und 4-Zimmerwohnungen 3 Hohenems Wohnen am Gießenbach 4 Lustenau 3- und 3,5-Zimmerwohnungen 5 Röthis Rebhalde, Wohnen am Berg


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Hefel Wohnbau AG Wolfurterstrasse 15, 6923 Lauterach T 05574 74302 www.hefel.at

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Hilti & Jehle Wohnbau Küchlerstraße 2, 6800 Feldkirch T 05522 3454-7254 wohnbau.hilti-jehle.at

1 Hörbranz Lochauerstraße

1 Dornbirn Kehlerau

2 Bregenz Funkenbühel, Losergasse

2 Feldkirch Lehenhofstraße

3 Dornbirn Weizeneggerstraße, Knie, Rohrbach 17, Rosenstraße

3 Feldkirch Tosters am Platz • Projekte in Vorbereitung Dornbirn Rohrbach und Feldkirch Altenstadt

4 Weiler Feldstraße

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Jäger Bau GmbH Büro für Marketing & Verkauf Waldfriedgasse 4, Villa Menti Plaza 6800 Feldkirch, T 5522 71810-0 www.jaegerprojects.com

i+R Wohnbau J.-Schertler-Straße 1, 6923 Lauterach T 05574 6888-0 www.ir-wohnbau.com

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1 Hörbranz Flurweg

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2 Vandans Bündtastraße

2 Dornbirn Am Knie, Haselstauderstraße

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1 Schruns Ill-Litz Hof

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3 Lustenau Am Pfarrweg, Maria-Theresien-Str., Untere Aue

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3 Fontanella Der Stern 4 Feldkirch Villen am Ardetzenberg

4 Feldkirch Mutterstraße, Reichsstraße

5 Weiler LivingWeiler

5 Bludenz Werdenbergpark

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Nägele Wohn- und Projektbau GmbH Müsinenstraße 29, 6832 Sulz T 05522 60170 www.naegele.at

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1 Hard Schnepfenweg

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1 Dornbirn Stiglingen, Im Porst

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2 Dornbirn Schmelzhütterstraße 5

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2 Feldkirch Rauhenweg/Letzebühelweg

3 Feldkirch Flurgasse

3 Lochau Bäumlequartier am See

4 Sulz Austraße

4 Bregenz Heldendankstraße

5 Vandans Bahnhofstraße

5 Ludesch Bahnhofstraße

Wilhelm+Mayer Wohnbau GmbH Dr.-A.-Heinzle-Str. 38, 6840 Götzis T 05523 62081-0 www.wilhelm-mayer.at

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Rhomberg Bau GmbH Mariahilfstraße 29, 6900 Bregenz T 05574 4030 www.rhomberg.com

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WWB GmbH - Winsauerwohnbau Bachmähdle 10, 6850 Dornbirn T 05572 24402-0 www.winsauerwohnbau.at

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1 Meiningen Reihenhausanlage 2 Götzis In der Riebe 3 Bludesch Oberfeldweg 4 Lustenau Negrellistraße

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1 Dornbirn Feldgasse, Wiesenrain 5

2 Koblach Neuburg 3 Rankweil Leinenweg 4 Feldkirch Schregenbergstraße 5 Nenzing Schulstraße


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Hohe Wohnzufriedenheit im Alter Bis 2030 werden 23 Prozent der österreichischen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein.

TENDENZ. Unterschiedliche Unternehmen und Organisationen setzen sich mit der Wohnsituation im Alter auseinander, so der Immobilienanbieter Silver Living oder die SeneCura-Gruppe. Derzeit sind „nur“ 18,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung über 65 Jahre alt. bis 2040 steigt dieser Anteil allerdings auf 26 Prozent. 2015 waren rund 450.000 Österreicherinnen und Österreicher pflegebedürftig, für 2050 werden in etwa 750.000 erwartet. Aus all diesen Gründen ergibt sich eine stark wachsende Nachfrage beim betreuten Wohnen von 70.000 betreuten Wohnungen, dem ein Angebot von

„Wer heute eine Wohnung kauft sollte darauf achten, dass auch die Bedürfnisse des Wohnens im Alter abgedeckt sind. Unser wohn-iQ, das wir exklusiv mit der SeneCura anbieten, ist in dieser Hinsicht ein einzigartiges Angebot.“ Alexander Stuchly, Geschäftsführer i+R Wohnbau

13.600 Wohnungen gegenübersteht. Bis 2028 werden bereits rund 100.000 Einheiten benötigt. Bei einem durchschnittlichen Investitionsvolumen von 157.000 Euro pro Wohnung bedeutet dies bis 2028 einen Investitionsbedarf von rund 14 Mrd. Euro, errechneten die Experten von Silver Living. „Wohnmonitor“ ermittelte Eine österreichweite Studie zur Wohnsituation älterer Menschen ortete eine hohe Zufriedenheit – trotz einiger Mängel in der Barrierefreiheit. Der „Wohnmonitor 2018“ wurde im Jänner präsentiert. Der international anerkannte Soziologe und Gerontologe und außerordentliche Universitätsprofessor für Soziologie an der Universität Wien, Franz Kolland, hat in Kooperation

mit der SeneCura eine Repräsentativbefragung von 1000 Österreicherinnen und Österreichern über 60 Jahren wissenschaftlich erhoben: Sieben von zehn der über Achtzigjährigen sind mit ihrer Wohnsituation sehr zufrieden – und das obwohl nur 16 Prozent der relevanten Wohnungen barrierefrei sind und auch die Infrastruktur zu wünschen übrig lässt. Über zwei Drittel der älteren Bevölkerung über 60 Jahre (67 Prozent) leben in Eigentum, davon 53,6 Prozent in ihrem eigenen Haus und 13,7 Prozent in einer Eigentumswohnung. Im Schnitt beträgt die Wohnungsgröße pro Person 67 m² und liegt somit deutlich über jener der Durchschnittsbevölkerung. Studienautor Prof. Dr. Franz Kolland: „Ältere Menschen leben länger und gesünder als früher und können dank mobiler Dienste oder 24-Stunden-Betreuung länger in der eigenen Wohnung bleiben. Nachdem die Kinder ausgezogen oder die Partner verstorben sind, bleiben viele ältere Menschen aus praktischen, finanziellen oder gesellschaftlichen Gründen in ihrer Wohnung, auch wenn sie eigentlich zu groß ist.“ Barrierefreiheit und Angebot Die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnung ist altersbezogen. Während in der Altersgruppe 60–64 Jahre 38 Prozent der Männer und 39 Prozent der Frauen eine sehr hohe Wohnzufriedenheit aufweisen, sind es in der Altersgruppe 80+ 68 Prozent der Männer und 74 Prozent der Frauen. Erklären lässt sich die Wohnzufriedenheit im Alter nicht durch einen einzigen Faktor, sondern über eine Reihe von Einflüssen. Dazu gehören Wohndauer, Verbundenheit mit der Wohnung, Wohnumwelt, Einkommen, subjektives Gesundheitsempfinden, Barrierefreiheit und Wohnungsgröße. Die stärkste Wirkung geht von der Verbundenheit mit der Wohnung aus. „Eine hohe Zufriedenheit bedeutet aber nicht, dass

In Kooperation mit der SeneCura wurde im „Wohnmonitor“ das Wohnverhalten umfassend empirisch untersucht und als Buch aufgelegt.

es keine Wohnmängel gibt. Nur 16 Prozent der Wohnungen sind zum Beispiel barrierefrei – hier gibt es eindeutig Nachholbedarf“, schildert Kolland. Das Forschungsprojekt hat Empfehlungen aus den Ergebnissen abgleitet. Für die Wohnsituation sollten Wohnungen schon vor Errichtung modularer geplant werden, um sich besser anpassen zu können. Neben Barrierefreiheit sollte schon in der Planung eine Erweiterung des Angebotsportfolios für ältere Menschen forciert werden. Die fußläufige Erreichbarkeit infrastruktureller Einrichtungen in der Wohnumgebung ist für alte Menschen je nach Wohnlage und Einrichtung sehr unterschiedlich gegeben.

Umzug in Zukunft als wahrscheinlich und ein Fünftel (22 Prozent) als sehr wahrscheinlich. Für die Hälfte der Älteren kommt ein Umzug allerdings nicht in Frage. Als mögliche Umzugsgründe gibt knapp die Hälfte (47 Prozent) der Befragten Einschränkungen in der Selbstständigkeit und Autonomie der Haushaltsführung an, 28 Prozent Angehörigen nicht zur Last fallen zu wollen und 5 Prozent Einsamkeitsgefühle. Überraschend ist der geringe Anteil an Personen, die Einsamkeit als Push-Faktor angeben. Und: Personen, die ein positives Bild vom Pflegeheim haben, halten einen Umzug für deutlich häufiger für wahrscheinlich (27 Prozent) als Personen mit einer ablehnenden Einstellung (15 Prozent).

Umzugsbereitschaft im Alter Agile am Land In Korrelation mit der relativ hohen Wohnzufriedenheit erachten auch nur 34 Prozent der Befragten einen

Gefragt nach „traditionellen“ Wohnformen wünschen sich 60

Prozent der Befragten ein Haus auf dem Land. Das sind insbesondere die jungen Alten (60-80 Jahre) und jene, die bereits auf dem Land wohnen. 35 Prozent wünschen sich eine Stadtwohnung. Diese ist eher von Interesse für Personen mit höherem Einkommen. 43 Prozent können sich vorstellen, mit nahen Angehörigen zu wohnen. Diese Personengruppe verfügt über kleine und mittlere Einkommen und sie haben ein enges Verhältnis zu Kindern und Enkelkindern. 51 Prozent der Befragten haben Interesse an betreutem Wohnen, wobei das größte Interesse in der Altersgruppe 70–79 Jahre gegeben ist. Die Studie analysierte auch das Interesse an „neuen“ Wohnformen: 52 Prozent können sich vorstellen, in einem Mehrgenerationenhaus zu wohnen – eher jene Personen, die nicht mit Hilfe aus dem eigenen Verwandtenkreis rechnen. 49 Prozent der Befragten können sich das Leben im Alter in einem Wohndorf ausschließlich für ältere Menschen vorstellen. Diese Wohnform spricht Personen mit mittleren Einkommen und gesundheitlichen Einschränkungen an. „Die dritte Wohnform, die Alters-WG, die sich mehrere ältere Personen teilen, erfährt bislang von nur 15 Prozent der Befragten eine positive Bewertung. Hilfreiche Technologien wecken bei der Generation 60+ zwar Interesse, allerdings sind sie kaum im Einsatz. Am ehesten könnten sich die älteren Befragten ein Notrufarmband (88 Prozent) oder Bewegungssensoren zur Sturzerkennung (75 Prozent) vorstellen. Smarte Technologien wie Serviceroboter zum Putzen oder Rasenmähen stoßen dagegen auf wenig Zustimmung (30 Prozent). Dies gilt nicht für eine Heimumgebung: Im Pflegeheim erwarten sich 83 Prozent der 60- bis 74-Jährigen Internet und 50 Prozent smarte Technologien wie z.B. Sprachsteuerung des Fernsehapparats.


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Wohnung statt Sparbuch Die Anlegerwohnung zählt zu den beliebtesten Geldanlagen.

ANLEGER. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK Austria ergab, dass es Investitionen in Immobilien an die Spitze der beliebtesten Spar-und Anlageformen brachten. Damit wurden klassische Sparprodukte wie das Sparbuch oder der Bausparvertrag auf die hinteren Plätze verwiesen. Nach 2016 und 2017 setzen Immobilien ihren Erfolgskurs auch im Jahr 2018 weiter fort. Vor allem die Eigentumswohnung bzw. das Haus erzielen mit 43 Prozent den historischen Höchstwert. Personen mittleren Alters, mit Universitätsabschluss sowie entsprechend höherer Kaufkraft stufen diese Form der Geldanlage als äußerst interessant ein. Der Er-

werb von Grundstücken bleibt auf konstant hohem Niveau von 37 Prozent. „Damit bestätigt sich wieder einmal der Trend, den wir schon über die letzten

„Wir betreuen aktuell mehr als 800 Investoren mit unserem Service-Leistungspaket. Damit wird die Anlegerwohnung in der Organisation so einfach zu handhaben, wie ein Sparbuch.“ Anton Nachbaur, Beratung und Verkauf Hefel Wohnbau

Jahre hinweg beobachten. Je niedriger das Zinsniveau, desto attraktiver die Veranlagung in

„feste“ Werte. Erinnerungen an eine Immobilienkrise rücken da selbst bei den sicherheitsorientierten Österreichern weit in den Hintergrund“, so die Meinungsforscher. Die Kehrseite der Medaille: Die Liebe zu Immobilien macht sich auch in steigenden Preisen bemerkbar.

„Die Wohnungen in der Schregenbergstraße in Feldkirch erfüllen alle Kriterien für ein optimale Anlegerwohnung.“ Bernhard König, Geschäftsführer WWB GmbH – Winsauerwohnbau

strumpf. Der Bausparvertrag hingegen weist zwar auch langfristig sinkende Werte auf, die Talfahrt scheint bei diesem Produkt aber gestoppt zu sein. Ein Drittel (33 Prozent) aller Österreicher und Österreicherinnen zeigen Interesse für dieses Produkt. Damit platziert sich der Bausparvertrag auf stabilem dritten Platz.

Bausparvertrag auf Platz 3 Die beiden Klassiker unter den Sparprodukten – das Sparbuch und der Bausparvertrag – lieferten sich viele Jahre ein Rennen um Platz Nummer eins im Ranking der beliebtesten Spar- und Anlageformen. Zu Zeiten der Finanzkrise im Jahr 2008 bzw. die Jahre danach erzielten diese beiden Produkte noch nie da gewesene

Meinungsforscher attestieren der Anlagewohnung als neue Sparform höchste Beliebtheit.

Top-Werte. Seither zeigt sich aber vor allem beim Sparbuch eine rasante Talfahrt nach unten. Nur noch ein Fünftel der Österreicher und Österreicherinnen (20 Prozent) stufen das Sparbuch aktuell als besonders interessante Spar- und Anlageform ein. Damit befindet sich das Sparbuch im Umfeld von Aktien, Investmentfonds und dem Sparen im Spar-

Kompakte Wohneinheiten Eine Anlagewohnung gilt daher als interessante Möglichkeit, dauerhaft feste Einnahmen zu erzielen und steuerliche Vorteile zu erzielen. Die ideale Anlagewohnung ist neu, kompakt – also zwischen 30–60 m² groß und großteils kreditfinanziert. Anleger haben gegenüber privaten Käufern bereits einen Startvorteil: Sie zahlen dem Bauträger den Kaufpreis inklusive 20 Prozent Umsatzsteuer, da die erworbene Wohnung vermietet wird und sie im Sinne des Umsatzsteuergesetzes Unternehmer sind. Die bezahlte Umsatzsteuer kann jedoch umgehend vom Finanzamt zurückgefordert werden. Zudem erzielen Anleger Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Positive Einkünfte aus der Vermietung der Vorsorgewohnung unterliegen dem Einkommensteuertarif. Vom Kaufpreis abzüglich des Grundanteils lassen sich als Absetzung für Abnutzung 1,5 Prozent jährlich abschreiben. Anschaffungsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragungsgebühr oder Notarhonorare sowie Renovierungskosten können steuerlich geltend gemacht werden.


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Grundstücke nutzen statt horten Nachnutzung und -verdichtung erhalten zunehmend höhere Bedeutung.

UMDENKEN. Seit 1. März 2019 sind die Änderungen des Raumplanungs- und Grundverkehrsgesetzes in Kraft. Ziel des Landes Vorarlberg ist ein sorgsamer und verantwortungsvoller Umgang mit Grund und Boden, um der Baulandhortung entgegenzuwirken. Um das Horten von unbebauten Bauflächen zu verhindern und deren Nutzung für neuen Wohnraum zu forcieren, gilt mit dem Inkrafttreten der Novellen beim Erwerb von unbebautem Bauland eine Obergrenze von 50.000 m2. Davon ausgenommen sind das Land, Gemeinden, ein Gemeindeverband, gemeinnützige Bauvereinigungen oder gewerbliche Bauträger. Fristen zur Bebauung Wenn ein Grundstück in Baufläche umgewidmet wird, so muss es innerhalb von sieben Jahren einer Bebauung zugeführt werden. Andernfalls verfällt die Bauflächenwidmung nach sieben Jahren wieder. Käufer müssen sich beim Erwerb von unbebauten Baugrundstücken verpflichten, dass sie ihre Liegenschaft innerhalb von zehn Jahren bebauen. Geschieht dies nicht, muss der Besitzer das Grundstück der Gemeinde zum Kauf anbieten. Von dieser Regelung ausgenommen sind Privatpersonen, die einmalig ein solches Baugrundstück mit bis zu 800 Quadratmetern erwerben. Weitere Ausnahmen betreffen Betriebe, die angrenzend an ihr Gelände weitere 3000 Quadratmeter zukaufen. Mit den beiden Novellen erfolgt grundsätzlich kein Eingriff in bereits gewidmete Bauflächen, solange diese nicht veräußert werden. Die neuen

In Vorarlberg wurden viele Industriebauten zu attraktivem Wohnraum umgenutzt.

Befristungen finden ausschließlich bei jenen Neuwidmungen und Grundverkehrsgeschäften Anwendung, die seit Inkraft„Im ehemaligen Gasser Areal in Dornbirn entstanden 19 Lofts mit Flächen von 80 bis 130 m2. Hohe Räume vermitteln ein Gefühl der Freiheit, Elemente wie Sheddächer verleihen einen modernen Industrie-Chic.“ René Wilner, Beratung und Verkauf Hilti & Jehle

treten der Novellen am 1. März erfolgten. Jene Zeiten, in denen eine Bebauung für den Eigentümer gar nicht möglich war (z. B. Bauverbot, Umlegungsverfahren,

Vorbehaltsflächenwidmung), zählen nicht zur Frist von 7 bzw. 10 Jahren. Darüber hinaus wird der Fristablauf durch anhängige Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, Verwaltungs- oder Verfassungsgerichtshof gehemmt. Nachverdichten und -nutzen Der qualitätsvollen Nachverdichtung und Nachnutzung von Gewerbebrachen kommt damit eine höhere Bedeutung zu. Insbesondere im Bereich ehemaliger Textilunternehmen entstanden und entstehen landesweit hochwertige Wohnquartiere. Auch im Bereich Einfamilienhaus ist die Nachverdichtung auf Grundstücken mit 1000 m2 eine Möglichkeit, wertvollen Grund durch einen gut geplanten Zu- und Umbau sinnvoll zu nutzen.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick Raumplanung: • R EK (räumliches Entwicklungskonzept) ist von Gemeinden verpflichtend zu erstellen • Neuwidmungen gibt es nur mehr befristet, die Frist beträgt 7 Jahre; sonst tritt Folgewidmung in Kraft • Alternativ zur befristeten Widmung kann der Grundeigentümer mit der Gemeinde einen Vertrag über die fristgerechte Nutzung des Grundstücks abschließen. Vertragsraumplanung mit der Gemeinde. In diesem Fall ist die Neuwidmung unbefristet. • Verdichtungszonen sind festzulegen (inkl. Mindestmaß für Baunutzung (BNZ)); hier gilt die 10-Jahres-Frist für eine Bebauung, sonst: • Verkauf an die Gemeinde oder Rückwidmung Grundverkehr: • jetzt neu inkludiert ist der Kauf unbebauter gewidmeter Baugrundstücke • Frist zur Bebauung: 10 Jahre • nicht erfasst werden einmalig 800 m² bzw. 3000 m² als Betriebserweiterung am Standort • Erklärungspflicht für Rechterwerb notwendig • 5-ha-Grenze beim Rechtserwerb unbebauter, gewidmeter Bauflächen • Ausnahmen für Bauträger und Unternehmen

Höhere Bauspardarlehen sind möglich Der auszahlbare Maximalbetrag wurde auf 220.000 Euro angehoben. FINANZEN. Der Bausparvertrag hat zwar in den vergangenen Jahren einiges von seiner früheren Attraktivität eingebüßt, dennoch zählt er noch zu den beständigen Methoden der Geldanlage. Vor allem junge Sparer erfüllen sich mit Ende der Laufzeit ihre Träume, wenn es nicht die Ausstattung der ersten Wohnung ist, so kann auch in ein eigenes Auto oder einen ausgiebigen Urlaub investiert werden. Auch Ausund Weiterbildungen werden mit dem angesparten Bauspargeld bestritten. Für das Sparen auf dem Bausparvertrag gibt es eine kleine staatliche Prämie. Von der Bausparkasse selbst gibt es entweder Zinsen auf den Sparbetrag oder aber bei Inanspruchnahme des Bauspardarlehens äußerst niedrige Zinsen. Bausparprämie Beim Bausparen wird monatlich oder alternativ über einen definierten Zeitraum, mindestens jedoch 6 Jahre, Geld an die Bau-

„Die Investition in eine Immobilie lohnt sich. Wir beraten unabhängig und kümmern uns um die Details.“ Bernd Hagen, Geschäftsführer Realbüro Hagen Immobilien GmbH

sparkasse einbezahlt. Es werden Einzahlungen bis höchstens 1200 Euro gefördert. Die Bauspar-

prämie des Staates beträgt für das Jahr 2019 unverändert 1,5 Prozent auf Einzahlungen. Die Höhe der staatlichen Prämie ist nicht für die gesamte Laufzeit garantiert, sondern wird jährlich neu festgelegt. Die Höhe ist von der Zinsentwicklung am österreichischen Kapitalmarkt abhängig. Die Bausparprämie – nicht jedoch die normale Verzinsung – ist von Kapitalerwerbssteuern befreit. Wer eine Wohnung erwerben, erstmalig mieten, ausstatten

oder gar sanieren oder aufstocken möchte, kann mit seinem Bausparvertrag nach Ablauf der Laufzeit ein Darlehen zu günstigen Konditionen aufnehmen. Höchstbetrag angehoben Die Österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat mit 25. Februar den Höchstbetrag der Bauspardarlehen, die einzelne Bausparer erlangen können, von 180.000 auf 220.000

Euro angehoben. Bausparern steht damit für ihre Wohnraumfinanzierung durch Bausparkassen ein um 22 Prozent höherer Finanzierungsrahmen zur Verfügung. Im selben Schritt werden auch der Höchstbetrag für unbesicherte Bauspardarlehen von 25.000 auf 30.000 Euro sowie der Mindestbetrag für Großbausparverträge von 360.000 auf 440.000 Euro angehoben. Die FMA übt damit eine Ermächtigung aus dem Bausparkassengesetz aus, diese Höchst- bzw. Mindestbetragsgrenzen per Verordnung festzulegen. Sie hat dabei auf die Stabilität der Bausparkassen und das volkswirtschaftliche Interesse an einer funktionsfähigen Wohnbaufinanzierung Bedacht zu nehmen. Die Erhöhung ist mit Kundmachung der Verordnung in Kraft getreten. Die Betragsgrenzen waren zuletzt im Jahr 2010 angepasst worden. Die gute Nachricht für jene, die sanieren wollen: Der Sanierungsscheck wurde – allen Prognosen zum Trotz – ebenfalls wieder aufgelegt.


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DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

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Wohnqualität gesamthaft betrachtet Immer öfter entstehen statt reiner Wohnbauprojekte hochwertige Quartiere.

BAUPROJEKT. Ein gutes Quartier besteht aus weit mehr als der Summe seiner Wohneinheiten. Wesentliches Merkmal von Quartiersbetrachtungen ist, dass Wohnbauträger und Gemeinde meist schon früh miteinander in Kontakt treten, um sich mit dem Areal, seiner Nutzung und seinen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Oft findet dabei eine gemeinschaftliche Entwicklung eines Wohnquartiers statt: Bauprojekte werden sanft in das Umfeld eingebunden und die Entwicklungskonzepte von Gemeinden entsprechend berücksichtigt. Schließlich gilt es, den Bestand zu achten, Charakter zu erhalten und Potenziale zu ergründen. Unterschiedliche Ziele sollen mit einer qualitätsvollen Quartiersentwicklung erreicht werden: gewünscht sind meist durchmischte Bewohnergruppen und Nutzungen, ein hochwertiger Außen- und Begegnungsraum, ein stimmiges Mobilitätskonzept und die Möglichkeit des Generationenwohnens. Wohnen für Generationen In einigen Quartieren der jüngeren Zeit wurde gemeinnütziger Wohnraum sogar mit einem Angebot an Wohneinheiten für betreutes Wohnen erweitert. Denn das Thema altersgerechtes Wohnen nimmt an Bedeutung weiterhin zu. Gleichzeitig sind klug geplante Quartiere auch für ein junges, urbanes Publikum attraktiv: komfortable Kleinwohnungen, Carsharing-Möglichkeiten oder Hochbeete und Gemeinschaftsgärten zum Selberpflanzen sorgen für Wohn- und Lebensqualität. Durch eine Kombination aus hoher Bauqualität, durchdachten Grundrissen und guter Ausstattung wird eine hohe Wohnqualität und vor allem auch höchste Bewohnerzufriedenheit erzielt. Eine gute Durchwegung und gemeinschaftliche Grünflächen sind weitere wichtige Bestandteile eines guten Quartiers. Auch Sozialräume für das gemeinsame Miteinander der Bewohner sind ein Merkmal, das in den Planungen statt der optimalen Ren-

Die Bauarbeiten am Illufer sind noch im Gange.

dite auch das gesellschaftliche Zusammenleben der Nutzer eine Rolle spielt.

ner wie Gäste wohl fühlen. Heutzutage ein wichtiges Angebot für Städter: Den Mietern steht in der großen Tiefgarage ein Carsharing-

Besonderes Angebot Aktuell entsteht ein solches Quartier mit dem „Illufer“ in Feldkirch-Gisingen. Liegenschaftseigentümer F.M. Hämmerle Holding lässt in der Hämmerlestraße in mehreren Bauetappen sieben Häuser mit hochwertigen sowie alters- und behindertengerechten Mietwohnungen errichten. Das erste Gebäude wurde bereits bezogen. Der Bau von weiteren drei Häusern ist voll im Gang. Bis Herbst 2019 werden auf einer Fläche von 6000 m² attraktive Gewerbeflächen sowie weitere 70 erstklassige Wohnungen in unterschiedlichen Größen realisiert. Für die gesamte Bebauung ist nach der Fertigstellung eine ansprechende Außenraumgestaltung geplant, damit sich Bewoh-

Am Illufer in Feldkirch entstehen hochwertige Mietwohnungen.

„Die hochwertige wie lockere Bebauung des Quartiers Illufer verspricht mit viel Grünraum sowohl Lebensals auch Wohnqualität.“ Petra Kreuzer, Vorstand F.M. Hämmerle Holding

Auto zur Verfügung, das über das Internet gebucht werden kann. Ladestationen für Elektroautos und E-Bikes wurden von Anfang an mit eingeplant. Die ruhige Lage an der Ill und die umgebende Infrastruktur mit Lebensmittelund Textilhandel, Kindergarten, Volkschule und viel Grünraum bieten ideale Bedingungen. Das

erste, bereits fertiggestellte Haus verfügt über 34 Zwei- und Dreizimmerwohnungen in unterschiedlichen Größen – von 38, über 42 bis 78 Quadratmetern. Das altersgerecht geplante Gebäude wurde in einschaligem Mauerwerk mit Mineralputz errichtet. In den großzügigen, rollstuhlgängigen Bädern mit unterfahrbaren Waschtischen finden auch Trockner und Waschmaschine komfortabel Platz. Jüngere wie ältere Paare und Familien mit Kindern finden hier attraktiven Wohnraum. Mit einer Erdwärmeheizung wird auf eine ökologiebewusste und nachhaltige Wärmelösung gesetzt. Kellerabteil, Tiefgarage und Aufzüge stehen zur Verfügung. Bewohnerstimmen Künftige Bewohner(innen) bestätigen das Konzept: „Die Lage

Die ersten hellen, lichtdurchfluteten Wohnungen wurden bezogen.

ist traumhaft, ich habe schon am Morgen früh Sonne und am Abend immer noch. Die Bauqualität ist hoch, das Gesamtkonzept gefällt mir hervorragend“ oder „Meine Hausärztin ist in der Nähe, der Eurospar nur wenige Meter entfernt – das ist ideal für Familien wie pensionierte Personen.“ Eine weitere Bewohnerin: „Ich wohne ruhig, bin dennoch gleich in der Stadt. Ich wollte zentral und hochwertig leben. Man fühlt sich in der Wohnung wohl, man hört keine Nachbarn, der Bau hat wirklich Qualität!“ Positiv vermerkt wird auch das zukunftsweisende Carsharing-Angebot: „Derzeit nutze ich die Jahreskarte des ÖPNV als Ergänzung zum eigenen Auto. Ich kann mir gut vorstellen, das CarsharingAngebot zu nutzen, wenn ich in absehbarer Zeit mein Auto verkaufe und nur mehr selten individuell fahre.“


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Zukunftsthema Mehrfamilienhaus Grundstücke sind rar, ein Reihenhaus in bester Lage eine gute Alternative. TENDENZ. Die einen lieben die Unabhängigkeit, die ihnen eine Wohnung verspricht. Zusperren und verreisen, fein. Die anderen schätzen die Freiheiten, die ihnen ein Haus bietet: mehr Raum, viel Individualität und das Wohnen auf mindestens zwei Stockwerken. Doch was tun, wenn die Suche nach dem geeigneten Grundstück womöglich schon Jahre dauert und der gewünschte geografische Radius nicht verlassen werden möchte? Eine Alternative für jene, die keinen geeigneten Boden für den Bau eines Einfamilienhauses finden, sind qualitativ hochwertige Mehrfamilienhäuser. Das gute alte Reihenhaus erfährt quasi ein Revival – in moderner, exklusiver Form. Mit guter Planung und hochwertiger Architektur werden die Ansprüche von Einfamilienhausfans erfüllt. Kleine, strukturierte Wohneinheiten werden in einem Projekt mit Einfamilienhauscharakter realisiert. Auch in Vorarlberg sind solche Projekte vermehrt zu finden.

Ein Beispiel entsteht momentan gerade in Lustenau, in dem das Wohnen auf zwei Geschoßen mit Gartenanteil das Einfamilienhausgefühl garantiert. Baustart in Lustenau Das Harder Unternehmen ALPINA steht für das individuelle Haus, welches nach den persönlichen Wünschen der Bauherren geplant und in ausgezeichneter Zimmermeisterqualität gebaut wird. Aktuell wird ist Am Binsenfeldgraben ein Mehrfamilienhaus geplant, dessen Baustart im Herbst 2019 erfolgen soll. Auf einer sonnigen Liegenschaft am Binsenfeldgraben, umgeben von Einfamilienhausbebauung, entsteht ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohnungen. Hier ist wohnen in Einfamilienhausqualität möglich: Alle sieben Einheiten sind nach Süden orientiert, davon verfügen 5 über einen Gartenanteil, eine Wohneinheit erhält

Dipl. Ing. Architekt Arno Dörler plante das Mehrfamilienhaus in Lustenau.

eine Terrasse – ebenso wie das attraktive Penthouse im Dachgeschoß. Das Mehrfamilienhaus mit seinen 7 Wohnungen wird in

„Unsere Philosophie: Zeitgemäßes Bauen als stilvolle Verbindung von traditionellem Handwerk, ökologischen Werten, individuellen Formen und zukunftsgerechten Funktionen. Darum arbeiten wir aus Überzeugung und Respekt vor der Natur mit dem Baustoff Holz. Wir bauen Häuser, in denen Menschen nicht wohnen, sondern leben.“ Josef Fessler, Geschäftsführer, ALPINA Zimmerei/Tischlerei

Wohnen in diesem Mehrfamilienhaus bietet Qualität wie im Einfamilienhaus.

Hybridbauweise errichtet, also in der ausgewogenen Kombination von Holz und Beton. Beton bietet sich für große Spannweiten an und ermöglicht eine gute Integration der Haustechnik. Die Gebäudehülle ist eine Holzbaukonstruktion und wird in einer klaren Architektursprache und hohen energetischen Standards realisiert. Die Außen- und die Innenwände werden in Holzbauweise ausgeführt, welche über bauphysikalische Vorzüge (dampfdiffusionsoffen und daher atmungsaktiv) verfügt. Die Fassade wird als endbehandelter Holzschirm in Fichte umgesetzt. Im Terrassenbereich des Erdgeschoßes ist

eine Eternitfassade geplant. Eine umweltfreundliche Wärmepumpe ermöglicht das umweltfreundliche und von der Preisentwicklung bei Öl und Gas unabhängige Heizen. Bei diesem Heizsystem wird die in der Erde vorhandene Energie über Erdsonden und Wärmepumpe in Heizenergie umgewandelt. Ein richtiges Freiraumhaus Einladende Gartenanteile bieten für die Nutzer das klassische Einfamilienhausfeeling – mit praktischen Extras. Die Gartenanteile sind großzügig und erholsam wie die Terrassenflächen. Der Gartenanteil im Mehrfamilienhaus Am Binsenfeldgraben hat einen ganz bestimmten Vorteil. Die praktischen Boxen für die Gartenmöbel und -geräte brauchen wenig Platz und sorgen schnell für aufgeräumte Verhältnisse. Ebenso praktisch ist der Zugang zum Fahrradraum, weil er ebenerdig ist.

Die Adresse Lustenau Am Binsenfeldgraben hat eine bevorzugte Lage im Grünen, von der aus so vieles leicht zu Fuß und per Rad erreichbar ist. Wer Am Binsenfeldgraben wohnt, hat nur weniger Schritte bis zu Bushaltestelle. Und nur wenige Minuten bis zum Autobahnanschluss Dornbirn. Auch wenig ist mehr. Bauherr ALPINA verfügt im Haus- und Wohnbau eine über 40-jährige Erfahrung mit mehr als 800 individuell geplanten und gebauten Häusern, insbesondere Einfamilienhäuser, Mehrgenerationenhäuser und Mehrfamilienhäuser. Auch im Um- und Erweiterungsbau sind die Spezialisten erfolgreich tätig. Jedes „Alpina“-Haus entspricht den Wünschen und Vorstellungen der Bauherren, auch beim Mehrfamilienhaus Am Binsenfeldgraben in Lustenau besteht daher die Möglichkeit der Mitgestaltung.

Verfügbare Wohnungen • zwei 5-Zimmer-Wohnungen, zweigeschoßig mit Gartenanteil • zwei 4-Zimmer-Wohnungen, zweigeschoßig mit Gartenanteil – davon ist eine teilbar in: ein 2-Zimmer-Wohnung mit Gartenanteil und in eine 3-Zimmer-Wohnung mit Terrasse • eine 2-Zimmer-Wohnung mit Gartenanteil • eine 2-Zimmer-Wohnung mit Terrasse (die Penthousewohnung steht nicht zum Verkauf) • ein Tiefgaragenplatz pro Einheit • drei weitere Tiefgaragenplätze stehen zum Verkauf • sechs Gästeabstellplätze


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DER VORARLBERGER IMMOBILIEN-MARKT

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Wenn aus Abfall Neues entsteht Häuser gehören nicht in den Müll – ein Recyclingappell.

NACHHALTIG. Im vergangenen Jahr plädierte der deutsche Stararchitekt Werner Sobek bei den österreichischen Bautechtalks für seine Idee des recycelbaren Hauses. Sobek gilt als Pionier des Urban Mining, der recycelbaren Art des Bauens. Rund 800 Milliarden Tonnen seien derzeit in Gebäuden verbaut. In Industrieländern seien dies 335 Tonnen pro Kopf – würden alle Erdbewohner im selben Standard leben, müsste man die Welt noch zweimal bauen, erklärt der Experte in einem Interview mit der „Presse“. Mehr ist weniger Der enorme Materialverbrauch ist laut Sobek deshalb so problematisch, weil dadurch riesige Mengen Energie verbraucht werden, der CO2-Ausstoß steigt und die Menschheit bald schlicht

nicht mehr genug Baumaterial hat. Beton ist das meist verbaute Material der Menschheit – mit einem erheblichen Nachteil: Die für die Herstellung benötigten Rohstoffe werden knapp. Sand gehört bereits heute zu einer umkämpften Ressource, Begriffe wie „Sand-Krieg“ oder „Sand-Mafia“ machen die Runde. Daher forscht die Professur Hebel am Karlsruher Institut für Technologie KIT nach Alternativen. Übrigens lässt sich Wüstensand nicht für die Herstellung von Beton verwenden, da er aus sphärischen, glatt geschliffenen Kügelchen besteht. Sein Credo lautet daher: „Build for more with less.“ Mit Dirk E. Hebel und Felix Heisel konzipierte der Architekt die Unit Urban Mining & Recycling, in der der Kreislaufgedanke eine zentrale Rolle spielt. Partner der Unit ist übrigens die Zimmerei

Rohstoffe werden in der materialhungrigen Industriewelt knapp.

und Tischlerei Kaufmann aus Reuthe im Bregenzerwald. Hochinteressantes Projekt Die Unit Urban Mining & Recycling zeigt auf, wie ein verantwortlicher Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen mit einer ansprechenden Architektur kombiniert werden kann. Der Unit liegt die These zugrunde, dass alle zur Herstellung eines Gebäudes benötigten Ressourcen vollständig wiederverwendbar, wiederverwertbar oder kompostierbar sein müssen. Die verwendeten Materialien werden nicht verbraucht und dann entsorgt; sie sind vielmehr für eine bestimmte Zeit aus einem technischen bzw. natürlichen Kreislauf entnommen und werden später wieder in diese Kreisläufe zurückgeführt. Wiederverwendung und Wiederverwer-

tung spielen hierbei eine ebenso große Rolle wie Recycling und Upcycling (sowohl auf systemischer wie auf molekularer bzw. biologischer Ebene, z. B. durch Einschmelzen oder Kompostierung). Die Unit Urban Mining & Recycling ist so zur gleichen Zeit temporäres Materiallager und Materiallabor.

Weiternutzung der enthaltenen Materialien oder Produkte. In der Regel wird während der Projektlaufzeit aber ein Auswechseln der Wand- und Deckenpaneele ausreichend sein, um die beabsichtigten Tests von Materialien durchführen zu können.

Der Unit liegen folgende Ansätze zugrunde:

Aus den Materialressourcen Abfall, Urban Mining und Cultivated Materials werden wieder Gebäude. Hochinteressant ist die Forschung im Bereich kultivierter Materialien. Die Forscher sind überzeugt: Das Myzelium gewisser Pilzsorten lässt sich in Kombination mit organischen Abfallstoffen (z. B. Sägespäne oder Agrarabfälle) in druckfeste Baustoffe „verweben“. Die physikalischen Eigenschaften des Baumaterials lassen sich bei diesem Prozess lokal steuern. Dieser druckfeste und natürliche Baustoff kann in frei formbaren Formen wachsen. Man darf gespannt sein, welche Ideen der Unit in der Praxis künftig angewendet werden können. Die sieben für das Forschungsprojekt NEST von Kaufmann Holzbau produzierten Holzmodule werden bewohnt und nach der Nutzungsdauer von fünf Jahren zerlegt und wiederverwendet. Die Module wurden mit Holzböden, Wänden, Fenstern und den gesamten Elektro- und Sanitärinstallationen in Reuthe schlüsselfertig vorgefertigt. Die Konstruktion sowie große Teile der Fassade bestehen aus unbehandeltem Fichtenholz.

• temporäres Entnehmen bzw. Entleihen statt permanentes Erwerben und Entsorgen • maximale Modularisierung und Vorfertigung • sortenreine Entnehmbarkeit aller Materialien und Produkte Die Tragkonstruktion besteht aus Holz – ein Primärmaterial, das (solange es richtig eingesetzt wird) ohne Abwertung wiedergewonnen und -verwertet werden kann. Die Innovation liegt in den Verbindungen und einem materialgerechten Einsatz: Die Knoten des auf Zug und Druck beanspruchten Systems werden reversibel verbunden. Auf Klebeverbindungen wird zugunsten von Steck- und Schraubverbindungen verzichtet. Konstruktiver Holzschutz ersetzt die sonst üblichen Beschichtungen, durch die eine sortenreine Wiederverwertung bzw. eine rein biologische Entsorgung nicht mehr möglich wäre. Die entstehende Unit besteht aus selbsttragenden Modulen, die bei Bedarf auch „im laufenden Betrieb“ ausgewechselt werden können. Das erlaubt eine Um- und Nachrüstung in der Werkstatt, eine wichtige Voraussetzung für eine 100-prozentige

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Die Philosophie der Ausgeglichenheit Was nach Hygge kommt: Zufrieden leben wie die Schweden. WOHNTREND. Schweden hat uns nicht nur skandinavisches Design großartiger Designer und ein weltweit agierendes Möbelhaus beschert, es setzt auch regelmäßig Trends, wenn es um die Zufriedenheit zu Hause geht. Ende 2017 hat sich erneut eine Strömung aus dem hohen Norden zu uns aufgemacht. „Lagom“ heißt der Trend, der die Balance aller Dinge propagiert. Damit ist er wie geschaffen für das Wohnen und Einrichten, gleichzeitig aber viel mehr als das.

Materialien wie Holz und Leinen zeigen. Möbel, Teppiche und Textilien werden farblich harmonisch abgestimmt. Weniger ist mehr

„Lagom“ als Glücksformel Man muss sich das Land vor Augen führen: fünfmal so groß wie Österreich bei etwas mehr Einwohnern als hierzulande – also recht dünn besiedelt. Schweden verfügt über Schären und Wälder, riesige Seen, viel Natur und lediglich eine Handvoll Städte. Der Weg zur nächsten Ortschaft mit Café oder Kino

„Auch bei der Wohnungssuche legen die Menschen immer mehr Wert auf Individualität. Daher bieten wir unseren Kunden unter anderem eine kostenlose Innenarchitekturberatung zur Erfüllung ihres persönlichen Wohntraums.“ Tobias Vonach, Leitung Immobilien Rhomberg Bau GmbH

ist für die Schweden meist sehr weit. Lange Winter und eben-

Harmonie bei Farb- und Materialwahl zählt zu „Lagom“.

so lange dunkle Tage zählen zur Geografie des Landes. Dass die Schweden trotz widriger Umstände in puncto Licht glücklicher wie der Rest der Europäer gelten, verwundert. Aber es ist nachweisbar: Ausgerechnet aus diesem Land mit langer Dunkelheit kommen immer wieder jene Lifestyletrends, die ganz Europa begeistert übernimmt. „Lagom“ heißt nun eine neue Strömung, die sich als schwedische Glücksformel für die richtige Balance im Leben auch in Wohntrends niederschlägt. Übermäßiges BlingBling hat hier ebenso wenig Platz

wie zu viel Müsli und Bio-Chic. „Lagom“ zelebriert den Mittelweg und hält die Waage. Balance im Alltag Die einen vermuten, dass das Wort auf einen Wikingerbegriff zurückzuführen ist. „Laget om“ hieß in der Gruppe herum ... die anderen verweisen auf das alte Wort Lag – das Gesetz, oder eben das Richtige. Die richtige Menge, die richtige Balance. Übersetzt bedeutet „Lagom“ quasi so viel wie „nicht zu wenig, nicht zu viel, gerade recht“. Es bedeu-

tet, dass man mit dem zufrieden sein soll, was man hat und wer man ist. Nie zu viel von dem einen und dabei zu wenig vom anderen, immer die richtige Balance finden und diese genießen. „Lagom“-Anhänger schwören auf die innere Ausgeglichenheit, die glücklich macht. Und auf Fika, die schwedische Kaffeepause, die man vorzugsweise mit Zimtschnecken genießt. Zimt macht schließlich ebenso glücklich wie Kaffee – ein Symbol für die verdiente Pause und den geselligen Austausch. Bei der Einrichtung kann sich „Lagom“ in natürlichen

Bei „Lagom“ geht es um Vereinfachung und Entrümpelung, Fairness und Rücksichtnahme. Es geht um eine Haltung, die sich in weit mehr als nur einem Einrichtungstrend ausdrückt. Dennoch kann man den „Lagom“Stil auch als harmonische Mitte, die man beim Wohnen erzielen möchte, umsetzen. Wer „Lagom“ für Zuhause haben möchte, darf seine Räume nicht mit Möbeln oder Dekoration vollstellen. Es geht um das Maß der Dinge – das betrifft Farben, Accessoires und Stil. Kein zu vie und kein zu wenig. Keine kühle Aufgeräumtheit, die wenig Platz für persönlichen Stil lässt, sondern die Mitte sucht. Wurde beim „Hygge“-Trend noch gekuschelt, was das Zeug hält, ist „Lagom“ zurückhaltender. Auch in puncto Investition zeigt sich das: weniger ist mehr. Ein, zwei hochwertige Stücke, statt eine Sammelsurium von Kleinmöbeln, Vasen und Dekoration. Bei der Farbwahl setzt „Lagom“ ebenfalls auf das rechte Maß – Knallbuntes wird zugunsten von ruhigen, neutralen Tönen vermieden. Ausgeglichenheit ist das Thema der Farbgebung. Vielleicht sind auch deswegen heuer Pastell- und Eiscremetöne im Trend. „Lagom“ bietet zudem Raum für Lieblingsstücke – im richtigen Maß. Einrichtungsprofis beraten dazu gerne.

Wandbeschichtung aus Ton Tonspachtel als eine wohngesunde und plastikfreie Alternative. DEKOR. Die Problematik Plastikmüll und Mikroplastik ist in aller Munde. Die wenigsten denken in diesem Zusammenhang aber auch an ihr direktes Wohnumfeld. Doch nahezu alle gängigen Wandbeschichtungen enthalten nicht deklarierte Silikone. Das ist erst ab einem Anteil von vier Prozent Pflicht. In Deutschland wurde ein neues Prüfsiegel „Ohne Plastik“ eingeführt. Damit will die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantechnologie gewährleisten, dass Produkte, die als wohngesund und ökologisch

gelten, wirklich frei von Kunstoffen in jeglicher Form sind. Ein österreichisches Produkt befindet sich unter den ersten drei zertifizierten Anbietern. Es handelt sich um ein Tonspachtelprodukt des österreichischen Herstellers Emoton. Das Siegel unterstreicht, dass dessen Produkte völlig frei von Stoffen sind, die sich negativ auf das Raumklima auswirken. Silikon wird Wandbeschichtungen häufig beigemengt, damit der Putz besser haftet. Das ist bei Ton aber gar nicht nötig. Das natürlich vorkommende Material besitzt auf-

Der rein mineralische Tonspachtel sorgt für ein gesundes Wohnklima.

grund seiner Struktur von Haus aus sehr gute Haftungseigenschaften. Silikon würde dort sogar mehr schaden als nutzen, so schon ein Anteil von nur drei Prozent zur Folge hätte, dass sich die Poren des Tons schließen. Die raumklimatischen Eigenschaften würden dadurch stark beeinträchtigt. Antistatisch und plastikfrei Der zertifizierte, rein mineralische Wandputz besteht zum überwiegenden Teil aus weißer Tonerde. Die kann durch ihre poröse Struktur Feuchtigkeit aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben – ein wirksamer Schutz vor Schimmel. Ton ist in der Lage, Luftschadstoffe – die beispielsweise Möbel, Vorhänge und Bodenbeläge ausdünsten – aufzunehmen und zu zersetzen. Das Material absorbiert zudem Gerüche und sorgt durch die Ionisation der Luft für einen Frischeeffekt. All das sind Aspekte, die maßgeblich zu einem guten Wohngefühl beitragen können. Die Experten von Emoton: „Die fünf bis zehn Millimeter zwischen Innenraum

Verschiedene Techniken können beim Verputzen der weißen Tonerde angewendet werden.

und Wandkonstruktion sind mit entscheidend dafür, inwieweit das Raumklima Gesundheit und Wohlbefinden fördert.“ Plastikfrei ist besonders für eine antistatische Oberfläche entscheidend. Bei Oberflächen und Farben, die Kunststoffe enthalten, werden die vorbeistreifenden Staubteilchen statisch aufgeladen und bleiben somit länger in der Luft. Wenn die Wand antistatisch ist, fallen diese Staubteilchen früher zu Boden und somit ist die Luft merkbar reiner. Bei der Renovierung kann Tonspachtel die Tapete ersetzen.

Dieser ist nicht nur in Weiß, sondern wie z. B. bei Emoton in 50 weiteren Farbtönen erhältlich Die Tonspachtelmasse eignet sich nicht nur auf Lehmputz oder Tonputz, sondern kann auch auf alle herkömmlichen Untergründe aufgetragen werden. Durch verschiedene Techniken beim Verputzen ergeben sich zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten. So können Wände mit glatten oder rauen Oberflächen entstehen. Raffinierte Effekte versprechen auch spezielle Relieftechniken.


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Hotels, Schiff und Luxusuhren Designer Werner Aisslinger erregt mit Hotelinterieurs und Uhrendesign Aufsehen DESIGN. Sein kreativer Geist steht nie still und seine ausgefallenen Entwürfe erregen stets großes Interesse: Werner Aisslinger ist einer der wichtigsten Designer der Gegenwart und Gewinner zahlloser Awards. Die von ihm designten 25hours-Hotels in aller Welt sind zudem Sieger der Gästeherzen. Sie sind bekannt für lässig-entspannte Wohlfühlatmosphäre und ausgeklügeltes, individuelles Design. Sophisticated, niemals überkandidelt, aber immer ein Hingucker „Der Designer Werner Aisslinger ist ein wahres Multitalent und stellt sich jeder Herausforderung aufs Neue.“ Harald F. Künzle, Geschäftsleitung Reiter Design GmbH

und stets mit dem gewissen Twist. Diese Beschreibung passt auch auf Werner Aisslinger. Er gestaltet Möbel für Hersteller wie Vitra oder Rolf Benz. Sein Juli Chair wurde 1998 für die permanente Kollektion des New Yorker MoMa ausersehen, weitere Entwürfe werden in Museen in Paris und London gezeigt. Der deutsche Designer ist zudem verantwortlich für die Intereurgestaltung mehrerer Hotels. Wer sich in die Lobby-Couchlandschaft des Berliner „25hours Hotel Bikini“ setzt, der lässt sich in von Aisslinger

entworfene Sitzelemente sinken. Wer sich in der „Monkey Bar“ im selben Hotel ein paar Cocktails genehmigt, tut dies auf Barhockern von Aisslinger. Ebenso entwarf er die Cinchona Bar und vieles mehr im Zürcher „25hours“-Ableger und jüngst das Interieur des Kölner „25hours The Circle“.

Mit 39 m² Wohnfläche und Fenstern auf allen Seiten kann er ein richtiges kleines Zuhause sein. Für NOMOS Glashütte ersann der Kreative eine Uhr, deren Zifferblatt aussieht wie die Tachoanzeige eines Autos. Das Datumsfenster erinnert an den Kilometerzähler. Passenderweise benannte er das Modell „Autobahn“. Das „Tag & Nacht“-Bistro und die „Schaubar“, des runderneuerten „Mein Schiff 2“ wurden ebenfalls von Designer Werner Aisslinger gestaltet.

Designstudio in Berlin Doch wer ist Werner Aisslinger eigentlich? In der Designwelt beileibe kein Unbekannter. Im November 1964 im deutschen Nördlingen geboren, studierte er an der Berliner Hochschule der Künste. Nachdem er bei verschiedenen renommierten Designern Erfahrungen gesammelt hatte, eröffnete Aisslinger 1993 sein eigenes Studio in Berlin. Es dauerte nicht lange, bis sowohl Ruf als auch Ruhm durch die Decke schossen. Namhafte Firmen und Produzenten wie Capellini, Mercedes Benz, Adidas, Zanotta oder Hugo Boss wollten seine Entwürfe für Möbel, Lifestyle-Produkte, Markendesign und -konzepte. Alle wichtigen Awards Die Liste der von Werner Aisslinger gewonnenen Preise ist beinahe endlos. Alle wichtigen Awards der Designwelt – und viele mehr – stehen in seinen Regalen. Egal ob Red Dot Design Award, German Design Award, FX Award

Nachhaltigkeit

– der 54-Jährige hat sie alle und meist in mehreren Ausführungen. Zudem sitzt er in mehreren Jurys und hatte in Karlsruhe einige Jahre lang eine Professur für Design inne. Seine Entwürfe sind stets außergewöhnlich, individuell und gleichzeitig schlicht, dekorativ und doch praktisch. Viele zaubern dem Betrachter ein Lächeln auf die Lippen. Farben, Formen, Inspira-

tionen aus Natur und Technik – bei Werner Aisslinger gibt es alles. Uhrendesign und Cube Eines seiner aufsehenerregendsten und bekanntesten Projekte ist der Loft Cube. Dieser mobile Wohnund Arbeitsraum lässt sich mittels Helikopter oder Kran von einem Ort zum anderen transportieren.

Auch Nachhaltigkeit ist ein Thema für den Deutschen: So entwarf er etwa einen Stuhl aus Hanf und arbeitet gerne mit Textilien. Dies kommt auch in den 25hours-Hotels zum Tragen, die oft mit VintageFlair bezaubern. Sie hätten „keine geschlossene Stilwelt“, sagte Aisslinger einmal in einem Interview. Stattdessen mische er neue Möbel mit Einzelobjekten oder Fundstücken vom Flohmarkt. Dadurch entsteht eine einzigartige Atmosphäre, die ebenso persönlich wie trendig ist und verschiedenstes Publikum aus aller Welt begeistert. Sein neuester Wurf, das oben erwähnte „The Circle“, setzt auf Elemente aus den 50ern und 60ern, die gegen das kühle Nachkriegsgebäude ansteuern. Wie vom Designer beabsichtigt, kann man hier als Gast durchaus einmal das Gefühl haben, in einem James-Bond-Film gelandet zu sein. Mal ausprobieren? Unbedingt! Und wer sich ein Stück Aisslinger nachhause holen möchte: Viele der „The Circle“-Stücke gibt es sogar fürs eigene Heim zu kaufen.

reiter design gmbh Bundesstraße 102, 6830 Rankweil office@reiter.design www.reiter.design Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr; Sa. von 9 bis 13 Uhr oder nach Vereinbarung Styling und Produktdesign für das Hotel „Circle 25Hours“ in Köln wurden vom Studio Aisslinger realisiert.


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Ganz schön aufgeräumt

Der Minimalismus erlebt als Wohntrend gerade neue Höhenflüge. ORDNUNG. Die Profi-Aufräumerin Marie Kondo ist derzeit in aller Munde. Es ist wohl ein Wunsch in unserer Wohlstandsgesellschaft, dass sich zunehmend mehr Menschen nach Übersichtlichkeit und Ordnung sehnen. Die Flut an Gegenständen, die einen modernen österreichischen Haushalt bevölkert, ist schier unüberschaubar. Anhänger des puristischen Wohnens setzen daher auf Reduktion in allen Belangen. Die Wohntrends auf Einrichtungsmessen orten Tricks beim puristischen Wohnen. Man arbeitet mit einer reduzierten Möblierung und setzt auch möglichst hochwertige und passende Materialien ein. Tapeten dürfen dunkel und gemustert, Bodenbeläge aus echtem Holz oder sogar Kunstharz gefertigt sein. Man setzt Akzente mit einem besonderen Möbelstück oder Kunstwerk, das man in den Mittelpunkt des Konzepts setzt. Sparsamkeit ist auch bei der Deko Trumpf. Mehr Natur in den Raum Wer natürlich wohnen will, muss sich nicht ausschließlich mit rustikalen Möbeln aus massivem Holz zufrieden geben. Wer mit Accessoires aus Holz und Leder, Leinen und Baumwolle arbeitet, schafft Atmosphäre mit natürlicher Pflegeleichtigkeit. Holz und Leder ver-

Weniger ist mehr – das gilt derzeit als großer Trend.

strömen Gediegenheit und Hochwertigkeit – und meist auch einen guten Duft. Als lebendige Materialien verströmen sie im Wohnumfeld ein besonderes Flair. Vor allem kann man mit Einzelstücken oder ganzen Arrangements Individualität unterstreichen. Standardmöblierungen haben ausgedient, der persönliche Geschmack ist ausschlaggebend. Auch wenn heuer Korallenrot die Farbe des

Jahres ist, so gibt es im Einrichtungsbereich doch noch weitere Farbtrends. Auf den internationalen Messen werden Bonbon- und Eiscremefarben derzeit hoch gejubelt. Ob einzelne Objekte, Möbel oder Wände – sie passen zu metallischen Accessoires ebenso wie als Kontrast zum Industrial Style oder modernen Betonlook. Eiscremetöne machen sich auch gut auf Lampenschirmen oder als

WOHLFÜHLEN. SICHER SEIN. LEBEN. Hier bin ich daheim.

Auffrischung für Möbel im Vintagestyle. Wohlfühlatmosphäre ist heuer jedenfalls ringsum Trumpf. Neben fugenlosen und daher leicht zu reinigenden Bodenbelägen sorgen auch Designtrends im Bad für Atmosphäre. Bei Fliesen gilt das Prinzip „Mix and Match“, während das Reliefdekor ein Revival feiert. Auch Armaturen müssen nicht immer metallic sein. Trendscouts sehen weiße oder schwarze

Badezimmerarmaturen als „Must have“ der nächsten Saison. Wofür auch immer man sich entscheidet – gefallen muss es einem selbst und der Umwelt zuliebe sollten Möbel wie Accessoires einige Zeit lang funktionieren. Wer nach Marie Kondo entrümpelt oder gut aufgeräumt hat, kann mit der sorgfältig deponierten Deko noch jahrelang völlig neue Stimmungen zaubern.

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Wo Kochen zur Freude wird

Moderne Technik soll in der Küche Komfort, Sicherheit und Spaß garantieren. KÜCHE. Fronten in Schiefer und Granit, viele Grau- und Brauntöne sowie eine monolithische Optik sind derzeit bei Küchen ein Thema. Dezente Eleganz, die auf Wunsch mit Regalen oder Designergeräten akzentuiert wird. Wenn Arbeitsplatten und Fronten wie aus einem Guss produziert scheinen, entstehen im wahrsten Sinne des Wortes Küchenblöcke. Mit schmalen Edelstahlplatten zwischen 6 und 8 mm wird wiederum Leichtigkeit erzeugt. Hervorragend sind die Eigenschaften der neuen, mit besonderem Verfahren behandelten Arbeitsplatten. Sie sehen aus wie sandgestrahlt und verfü-

„In der modernen Küche zeigt sich, wie wir leben und genießen wollen. Die Küche ist der Raum fürs Miteinander, für Lebensfreude, Genuss und alles, was ich mag.“ Erwin Dobler, Geschäftsführer olina-Küchen

gen über eine glatte Oberfläche, auf der keine Schlieren und Fingerabdrücke zu sehen sind. Die Anti-Fingerprint-Oberflächen sind jedenfalls eine echte Innovation für all jene, die das Abwischen leid sind. Alle Designvarianten Je nach Griff in die Geldbörse und persönlichem Geschmack sind Küchen in allen Designvarianten erhältlich. Ob Beton, Stein, Holz, Kunststoff, Glas – je nach Gusto sind in den Ausstellungen der Küchenanbieter wie auf Messen die modernsten Musterküchen zu bestaunen. Wer statt der dunklen Designvariante dennoch an einer romantischeren Landhausküche eine Freude hat, kann diese mit modernstem komfortablen Innenleben selbstverständlich ebenfalls einbauen lassen. Bei den Schubladen gibt es nicht viel Neues, nach wie vor sind Tip-on-Systeme, elektrisch oder manuell ausziehbare Systeme verfügbar. Wer nicht wünscht, dass Schränke oder Kochinseln ständig auf Stand-by stehen, wählt die mechanischen Vari-

Schmale Arbeitsplatten bieten sich für moderne Designküchen ideal an.

anten. Mit Blum-Bewegungstechnologie werden Küchen zur Komfortzone. Clevere Abzüge Beim Thema Kochfeld gibt es Verbesserungen und Neuigkeiten. So hat Bora das Schaltfeld für seinen Abzug in der Mitte zusammengeführt. Somit befindet sich das Bedienfeld nicht mehr in der Nähe eines Topfes und minimiert wesentlich die Gefahr, sich irgendwo die Finger zu verbrennen. Auch Erwin Dobler von Olina ist von den neuen, ab Mai lieferbaren Kochfeldabzügen von Bora begeistert: Sowohl bei der Variante „Classic“, wo Kochfeld und Abzug komplett flächenbündig ausgeführt sind, als auch bei der runden Variante „Pure“ ist nun ein intuitives Control-Bedienfeld installiert. Die Bedienung erfolgt durch intuitives Rauf- und Runterbewegen des Zeigefingers in einer geschliffenen Mulde oder durch direktes Antippen. Alle wichtigen Funktionen sind über nur eine Berührung erreichbar. Die zentrale Bedienung am Abzug erfolgt ohne Platzverlust.

Der flächenbündig in den Herd integrierte Abzug erfreut sich großer Beliebtheit.

Bora hat das Schaltfeld für seinen Dunstabzug optimiert.

Besonders große Flächeninduktions-Kochzonen sorgen für eine vollständige, gleichmäßige Erwärmung auch sehr großer Töpfe oder Bräter. Bora Pure ist mit verschiedenfarbigen Einströmdüsen erhältlich – was zusätzliche Akzente im dunklen Induktionsfeld ermöglicht. Praktisch ist auch die

leichte Reinigung. Die dem Kochdunst ausgesetzten Teile lassen sich durch die gut zugängliche, breite Einströmöffnung einfach entnehmen. Gereinigt werden sie im Geschirrspüler – bei sehr geringem Platzbedarf. Komfort vor Hightech Grundsätzlich gilt auch in modernen Küchen: Küchengeräte sollten in ihrer Bedienung einfach sein und nicht so kompliziert wie ein Flugzeugcockpit wirken. Von Käufern wird vielfach nur ein Bruchteil dessen genutzt, was der neue HightechBackofen wirklich alles kann. Eine gute Einschulung durch den Küchenberater seines Vertrauens ist daher angeraten. Moderne Geräte haben Programm für fast jedes Gericht. Die einen sind selbsterklärend, für andere ist es notwendig, sich zumindest kurz einzulesen oder zeigen zu lassen. Automatikprogramme sind meist

intelligent abgestimmt und kombiniert – schließlich sollen sie Hobbyköchinnen und -köchen das Leben und den Alltag in der Küche maßgeblich erleichtern. Ob Klimagaren oder Pyrolyse, ob moderner Dunstabzug oder smarte Technik – wichtig ist und bleibt das Wohlfühlen in der „Seele des Hauses“, wie Küchenvisionär Alfredo Häberli die Küche bezeichnet. Er selbst zeigte auf der Living Kitchen 2019 in Köln durchaus Revolutionäres, wie ein von der Decke absenkender Backofen, der erscheint, wenn man Handy oder Tablet in der Future Kitchen an einen der QR-Codes hält. Vorerst sind die virtuellen Entwürfe dieser Küche voller futuristischer Technik nur Visionen. Die Zukunft wird zeigen, wie weit die Ideen es in die Realität schaffen. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass bei allen Entwicklungen der Komfort und die Freude am Kochen stets im Vordergrund stehen.


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