MAGAZIN FÜR DIE VIERLÄNDERREGION BODENSEE
RADMANIA
Schön alt: Retro-Fahrräder sind voll angesagt.
Herbstzeit ist Erntezeit
Die Apfelernte läuft auf Hochtouren –auch Einkochen & Co sind so populär wie nie.
SAGENHAFT Wer steckt hinter den prächtigen Barockbauten?
Herbstliche Kräuter und Wurzeln machen uns jetzt winterfit.
GRÜNE POWER
WWW.VIELFARBIG.AT HERBST 2022
ENTSPANNT DURCH DEN HERBST
WWW.AQUARIA.DE
Inhalt
Der Bodenseeapfel 5
Seit Jahrhunderten werden rund um den Bodensee Äpfel angebaut. Ganze Themenwochen sind dem Lieblingsobst der Menschen aus der Region gewidmet.
In den Keller: Einlegen und Einlagern 15
Spätsommer und Herbst liefern reiche Ernte, die nicht nur frisch vitaminreichen Genuss liefert. Alte Methoden zum Haltbarmachen erleben gerade ein Revival.
Radfahren 21
Neben dem Trend zu ultraleichten Rennrädern, Gravelbikes und E-Bikes lebt eine immer größer werdende Gruppe den Vintagetraum. Historische Räder sind nicht nur bei der „L'Eroica“ in.
Die kleine Kräuterkunde 27
Gegen alles ist ein Kraut gewachsen – auch der Herbst bietet eine vielfältige Fülle an Kräutern, Wurzeln, Beeren und Samen. Manche helfen besonders gegen Frauenleiden.
Schlösser und Klöster 31
Die Bodenseeregion lädt zu einer architektonischen Zeitreise ein. Eine Sonderstellung nehmen die Barockbauten der Vorarlberger Baumeister ein.
Altes vergeht, damit Neues wachsen kann.
Liebe vielfarbig-Leserinnen und -Leser!
Wenn die Tage kürzer, die Abende kühler und die Nächte kälter werden, dann „herbstelt“ es. Ich liebe diese Jahreszeit, weil alles im Wandel ist und ruhiger wird. Wir waren allerdings keineswegs ruhig und haben wieder interessante Themen und Geschichten für Sie zusammengetragen.
Daniela Erath
Die Bodenseeregion macht den Apfel zum Erlebnis mit wunderschönen Apfelrundwegen, Apfelköniginnen oder Apfelbarometern. Aber nicht nur Äpfel wollen, damit sie lange halten, richtig gelagert sein. Durch Einkochen, Einmachen, Fermentieren, Entsaften und Brennen wird die reiche Herbsternte zum Schatz im Keller. Apropos Schatz im Keller – mit unserer Geschichte über Radästhetik und die Leidenschaft für alte Technik verleihen wir Cinelli- und Compagnolo-Fahrrädern neuen Glanz.
Entdecken Sie die mythische Heilkraft der Kräuter und staunen Sie über die „sagenhaften“ Barockbaumeister aus dem Bregenzerwald – all das und mehr gibt es in der neuen vielfarbig-Ausgabe zu entdecken!
Wir wünschen Ihnen einen farbenprächtigen Herbst und eine gute Zeit!
Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, A-6858 Schwarzach Redaktion: Laurence Feider, Katrin Nägele, Daniela Erath
Grafik: Nicol Metzler Fotos: Handout-Firmen, Shutterstock, pexels (Roman Odintsov, Rome Dema, Stanislav Kondratiev, Antoni Shkraba), Dietmar Denger, Christiane Setz, Michael Kreyer, Achim Mende, Marianna Moosbrugger, Laurence Feider, DBT/Lisa Dünser, Wolfgang Schneider, Obst vom Bodensee Marketing GmbH, Roland Gerth, Deutsche Bodensee Tourismus GmbH, Stefan Beusch | beusch photography, ECHT BODENSEE, Dietmar Denger, Moni Brauchli, Mosterei Möhl AG, Paolo Martelli, Florian Trykowski Anzeigenberatung: Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, A-6858 Schwarzach Erscheinungstermin: 12. September 2022
Einst hatt ich einen schönen Traum; Da sah ich einen Apfelbaum, Zwei schöne Äpfel glänzten dran, Sie reizten mich, ich stieg hinan.
Johann Wolfgang von Goethe (aus Faust)
Keine Frucht ist sagenumwobener als der Apfel – von Adam und Eva über Schneewittchen bis zu Wilhelm Tell spielte der Apfel jeweils eine tragende Rolle.
Als Reichsapfel mit dem Kreuz stand er für kaiserliche Weltmacht – heute ziert ein angebissener Apfel die Produkte eines weltbekannten Technikkonzerns. Vor allem aber ist der Apfel das beliebteste Obst der Deutschen, Österreicher, Liechtensteiner und Schweizer und gedeiht in der Bodenseeregion besonders prächtig. Dabei ist der Apfel eigentlich ein Exot – seine Wurzeln stehen im Tien-Shan-Gebirge Kasachstans. Auf der berühmten Seidenstraße kam er zusammen mit Seide und seltenen Gewürzen bis ans Mittelmeer. Aus Südeuropa wanderte der Apfel mit den römischen Feldzügen nach Norden und wurde schließlich bei uns heimisch.
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Der Apfel und der See
Sie heißen Elstar, Jonagold, Idared oder Gala und gehören zu den beliebtesten Sorten ihrer Art. Insgesamt 30 verschiedene Apfelsorten werden am Bodensee angebaut.
Äpfel haben aktuell Hochsaison – nachdem frühe Sorten bereits ab August gepflückt werden, ist die Haupterntezeit für den Bodenseeapfel im September und Oktober. Insgesamt 1,6 Milliarden Äpfel werden pro Jahr am Bodensee geerntet – gehegt und gepflegt werden sie von rund 1200 Obstbauern. Diese führen damit eine jahrhundertealte Obstbautradition fort.
Ideales Klima
Erste Hinweise auf Wildformen des Apfels finden sich bereits bei den prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee – hier wurden Kerne, Steine und Apfelschnitze gefunden. Die Früchte waren vermutlich um einiges härter und schmeckten weniger süß als heute. Auch die Pflanzen an sich glichen eher Büschen als Bäumen. Den Römern, die im dritten Jahrhundert v. Chr. den Bodenseeraum besiedelten, dürfte dann schon eine große Anzahl an Apfelsorten bekannt gewesen sein. Mit den Mönchen der Insel Reichenau und ihren Klostergärten begann dann um 820 der eigentliche Apfelanbau am Bodensee. Sie erkannten bereits die be-
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DBT / Lisa
Dünser
Wolfgang Schneider
Der Bodenseeraum gehört zu den wichtigsten Apfelanbaugebieten im deutschsprachigen Raum. In den letzten Jahrhunderten hat sich der Apfelanbau hier kontinuierlich weiterentwickelt und soll mit neuen Initiativen wie dem Projekt „Echt Bodenseeapfel“ für die Zukunft gesichert werden.
sonderen klimatischen Bedingungen, die das Obst in der Bodenseeregion gedeihen lassen. Der See funktioniert wie ein riesiger Wärmespeicher, der sich im Sommer auflädt und seine Wärme während des Winters abgibt. Dieses Klima ist ideal für den Apfel. Als älteste bekannte Apfelsorte, die auch heute noch auf Streuobstwiesen zu finden ist, gilt die Sorte „Goldparmäne“. Der traditionelle Streuobstanbau, bei dem hochstämmige Bäume verschiedenen Alters und unterschiedlicher Sorten auf einer Wiese verstreut stehen, entwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert. Der Erwerbsobstbau nahm seinen Anfang
um die Jahrhundertwende – zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden auch erste Obstbauschulen gegründet. Bereits 1910 bildete sich eine erste Erzeugergemeinschaft am Bodensee, gleichzeitig wurde das geschützte Warenzeichen „Deutsches Bodenseeobst“ eingeführt.
Echt Bodenseeapfel
In den vergangenen 100 Jahren hat sich der Obstbau am Bodensee kontinuierlich weiterentwickelt. Hochstämme wurden immer mehr durch Niederstämme ersetzt – die Sorten wurden angepasst. Heute sucht man im Obstbau Wege, um
ihn nachhaltig zu sichern. Seit Ende 2021 läuft das Projekt „Nachhaltige Produktion – Echt Bodenseeapfel“. Dabei werden sowohl ökologische und ökonomische als auch soziale und gesellschaftliche Nachhaltigkeitsaspekte des Obstbaus bearbeitet und es wird eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Als erste Maßnahme wurden heuer im Frühjahr zwei Modellanlagen zur Testung robuster Apfelsorten angelegt. Jeweils 150 Bäume von 14 Apfelsorten werden hier in den kommenden Jahren auf ihre Anbaueignung und ihr Pflanzenschutzmittelreduktionsvermögen getestet.
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Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht; ich würde heute noch einen Apfelbaum pflanzen.
Martin Luther Wolfgang Schneider Obst vom Bodensee Marketing GmbH
Roland Gerth
Deutsche Bodensee Tourismus GmbH
Alles Apfel, oder was?
Ein Kanton, der den Apfel im Logo trägt, Apfelrundwege, Apfelköniginnen und sogar ein Apfelbarometer – in der Bodenseeregion wird der Apfel zum Erlebnis für die ganze Familie.
Beim Apfelbarometer (www.echt-bodensee. de/genuss/apfelwochen/apfelbarometer) schlägt die Nadel aktuell bei „Jetzt ist Erntezeit“ oder „Ab in die Hofläden“ aus. Die Wochen vom 17. September bis 9. Oktober 2022 stehen am deutschen Bodenseeufer ganz im Zeichen des Apfels. Während der „Apfelwochen“ laden Obstbauern, Hofläden sowie ausgewählte Restaurants und Gasthöfe zum genussvollen Entdecken ein. Auch Wanderer und Radfahrer kommen in der herbstlichen Natur voll auf ihre Kosten und können sich in den „Naschgärten“ oder Hofläden mit Äpfeln direkt vom Baum stärken. Unter www. apfelwochen-bodensee.de gibt es weitere Informationen zu allen Angeboten.
Keine Wochen, dafür einen Tag, den sich der Apfel mit der Kartoffel teilt, gibt es im Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg. Der beliebte Apfel- und Kartoffeltag lockt am 9. Oktober 2022 von 11 bis 17 Uhr mit einem bunten Programm rund um Apfel und Erdapfel. Über 250 historische Apfelund Birnensorten und über 100 Kartoffelsorten werden vorgestellt. Es gibt allerhand Informationen zum Mosten, Schnapsbrennen und Obstbaumschnitt.
Schweizer Apfeldorf
Auch auf der Schweizer Seite heißt es derzeit „Alles Apfel“ – während den Altnauer Apfelwochen dreht sich alles um die knackige,
Katrin Stadler ist bis zum 1. Oktober 2022 amtierende Thurgauer Apfelkönigin. Dann wird die neue Königin gekrönt.
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Stefan Beusch | beusch photography
rotwangige Frucht. Noch bis 17. September 2022 bieten Restaurants, Beizen, Obsthöfe und Geschäfte spezielle Apfelmenüs und Produkte rund um das Thema Apfel an. Den Abschluss der Apfelwochen markiert wie immer der große Herbstmarkt, der am 17. September von 10 bis 15 Uhr auf dem Oberdorfplatz stattfindet.
Das ganze Jahr über lädt der Apfelweg in Altnau zu einem kurzweiligen Spaziergang mit der ganzen Familie ein. Er besteht aus drei Strecken, die sich zu Rundwegen von fünf, sechs oder sieben Kilometern verbinden. Für jeden Weg steht eins der drei Apfelmaskottchen
Pate: Lisi, Emma oder Fredi. Kleine und große Entdecker erfahren an den Infotafeln und Mitmachstationen, weshalb der Apfel rund um den Bodensee besonders gut gedeiht. Auch in Frickingen (D) gibt es einen 12 Kilometer langen Apfelrundweg, während man zwischen
Hagnau und Immenstaad auf einem Apfel- und Weinwanderweg mit malerischen Ausblicken spazieren kann.
In Arbon (CH) können sich Familien mithilfe einer App auf eine spannende Schnitzeljagd (Detektiv Dachs-Trail)
rund um den Apfel begeben. Wer noch mehr über den Apfel und seine Verarbeitung erfahren möchte, besucht das Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum MoMö.
Apfel royal
Am 1. Oktober 2022 wird im Apfelkanton Thurgau gewählt – und zwar die neue Thurgauer Apfelkönigin. Im Rahmen der Wega Weinfelden wird eine Jury entscheiden, wer die Krone von der jetzigen Apfelhoheit Katrin Stadler übernimmt. Auch die deutsche Bodenseeobstregion kürt heuer wieder eine neue Bodensee Apfelkönigin und eine Apfelprinzessin. Fast königlich schläft, wer unter dem Lieblingsapfelbaum auf dem Hagschnurer Hof in Hüttwilen (Thurgau) nächtigt. Auch der Greuterhof in Islikon hat ein besonderes Apfelzimmer eingerichtet, während man es sich im Golf Panorama Lipperswil mit Apfelblütenwellness gut gehen lassen kann.
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Während der „Apfelwochen“ laden Obstbauern, Hofläden und ausgewählte Restaurants zum Entdecken ein.
Detektiv Dachs-Trail in Altnau (oben), „MöMö-Obstgarten“ in Arbon (rechts)
Mosterei- und Brennereimuseum MoMö. Mosterei Möhl AG
ECHT BODENSEE, Dietmar Denger
Moni Brauchli
ECHT BODENSEE, Dietmar Denger Mosterei Möhl AG
Gewinnspiel
Unter allen vielfarbig-Leser(inne)n verlosen wir den signierten 3D-Print „Ultimate Legends“ von Michel Friess.
Seit wie vielen Jahren betreibt Familie Böhler die art galerie am hofsteig?
Sie kennen die richtige Antwort? Dann spielen Sie mit unter www.vielfarbig.at/gewinnspiel Teilnahmeschluss ist der 26. September 2022.
Die Wahl des zu verlosenden Bildes fiel auf ein Werk vom deutschen Künstler Michel Friess. Auf dem 3D-Print ist zu sehen, was Pop-Art ausmacht und zu bieten hat. Bei genauer Betrachtung gibt es auf dem 26 x 35 cm großen Bild sehr viel zu entdecken. Auf „Ultimate Legends“ ist für jeden etwas dabei.
Zum Bild: „Ultimate Legends“ Künstler: Michel Friess, 2020, 3D-Print, Auflage 15 Stück, 4/15, handsigniert und mit Prägestempel versehen.
Gewinnspiel art galerie am hofsteig
Die Kunst ist ein spannendes Gebiet, das erlebt werden muss! Kunst ist nichts, was Jungen Wilden oder alten Meistern vorbehalten ist.
In Wolfurt findet sich eine Galerie, die das vermittelt. Die Inhaber-Familie Böhler betreibt diese seit 10 Jahren mit Leidenschaft,
die spürbar ist. Sie betrachtet Kunst als etwas Alltägliches und als bereichernden Teil unseres Daseins. Denn „unser ganzes Leben wird durch Kunst beeinflusst“, diese ist allgegenwärtig und somit auch für uns alle da.
Kunst bringt Bewegung ins Spiel. Sie ist seiner Zeit voraus, denn sie regt an. Künstler sind kreative Menschen. Sie erschaffen Neues, das vom Betrachter neu erfahren wird. Neues zu erleben, heißt sich auch zu trauen, vorbeischauen, hineingehen, betrachten und wirken lassen. Ein Unikat, ein Druck aus einer Serie, hinter Glas oder auf Leinwand, eine Skulptur. Die Dimensionen variieren wie die Werke selbst und wie ihre Wirkung auf den Betrachter.
um Auseinandersetzung anzuregen. Die art galerie am hofsteig, mit ihren einladenden Räumlichkeiten so vielseitig und anregend wie das Leben. Mit einer Galeristenfamilie, welche genau das am Leben und eben an der Kunst schätzt.
„Frida Kahlo“, Künstlerin: Simone Campos aus Brasilien, 2022, Öl/Acryl auf Leinwand, 120 x 100 cm
Die mutige und offene Auseinandersetzung mit Kunst ist das, was diese Galerie in den Vordergrund stellt. Arbeiten zugänglich und sichtbar zu machen. Die Familie Böhler lädt alle spontan Vorbeispazierenden, Neugierigen, Interessierten und Sammler ein, sich über die Türschwelle zu trauen. „Ich kenne mich nicht aus!“ gilt also nicht. Denn so schwierig es ist Kunst zu verstehen, so frei ist auch der Zugang dazu. Denn „niemand versteht Kunst wirklich“. Sie ist da,
„Marilyn For Ever“, Künstler: Mr. Brainwash, 2021, Farbsiebdruck auf Kunstarchivpapier 22/95, 77 x 57 cm, Prägestempel und handsigniert.
10 – GEWINNSPIEL vielfarbig
11 Inserat Kulturzeitschrift August-2022 ndd 1 22 08 22 09:10
Saubere Sache: Gutes tun!
Am Freitag, dem 16. September, von 11 bis 20 Uhr ist Car Wash Day in unseren McDonald’s Restaurants in Vorarlberg!
Auch in diesem Jahr greifen Franchisenehmer*innen, Restaurantmitarbeiter*innen sowie zahlreiche freiwillige Helfer*innen zu Schwamm und Kübel und polieren gegen eine freiwillige Spende die Windschutzscheiben der Gäste in unserem McDrive. Der Erlös dieser Benefizveranstaltung kommt zur Gänze der „Ronald McDonald Kinderhilfe“ zugute. Die Spenden tragen dazu bei, dass die „Ronald McDonald Kinderhilfe“ auch in Zukunft Familien schwer kranker Kinder ein „Zuhause auf Zeit“ in Kliniknähe erm öglicht, wenn eine Behandlung in der Nähe ihres Wohnorts nicht m öglich ist. Denn um gesund zu werden, brauchen Kinder vor allem eines: die Nähe ihrer Familie und Bezugspersonen.
Regionale Krankenhäuser konzentrieren sich immer mehr auf die Behandlung von
leichten Infektionskrankheiten, kleineren chirurgischen Eingriffen und Unfällen. Akut oder chronisch schwer kranke Kinder werden vorwiegend in Spezialkliniken – sogenannten Kompetenzzentren – behandelt. Diese Kliniken liegen in den meisten Fällen weit weg vom Wohnort der Familie. Und gerade dann brauchen Eltern die Möglichkeit, ganz nah bei ihren Kindern sein zu können.
Die „Ronald McDonald Kinderhilfe“ nimmt sich seit 35 Jahren diesem Her-
zenswunsch der kleinen Patient*innen an. Sie bietet jährlich rund 1100 betroffenen Familien für die Dauer der Behandlungen ihrer akut oder chronisch kranker Kinder eine Unterkunft in unmittelbarer Umgebung von Spezial- und Kinderkliniken in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck. Hier können betroffene Familien bis zum Ende der Behandlung ihres schwer kranken Kindes wohnen und finden Unterstützung. Deswegen bedanken wir uns schon jetzt für jede einzelne Spende beim Car Wash Day 2022!
vielfarbig 12 – ANZEIGE
Fotos:
McDonalds Vorarlberg
Saubere Sache: Gutes tun!
Spenden sammeln zugunsten der Kinderhilfe.
Am Freitag, den 16. September 2022 ist es wieder so weit: Wir säubern Ihre Fensterscheibe während Ihres McDrive-Besuchs! Ihre Spende für diesen sauberen Service unterstützt die Ronald McDonald Kinderhilfe. Damit ermöglichen Sie Familien mit schwer kranken Kindern, während langer Krankenhausaufenthalte nahe bei den kleinen Patienten zu sein –denn: Nähe hilft. Danke!
Bei McDonald’s Vorarlberg Bludenz-Bürs, Rankweil, Hohenems, Dornbirn, Lustenau und Hard.
Ronald McDonald Kinderhilfe
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Versluis_allg Anzeige MagazinCarWashDay_08 22 indd 1 24 08 22 09:38
Kunstvolle Installationen, Musik und Streetfood in Scheidegg
Ein Meer aus Farben erwartet die Besucher im herbstlichen Scheidegg. Lichtkünstler verwandeln bei den „Scheidegger Lichterwelten“ die Ortsmitte von Donnerstag, 20., bis Samstag, 22. Oktober, in eine fantastische Bühne.
In den Abendstunden von 19 bis 23 Uhr leuchten historische Häuser und die für das Westallgäuer Feriendomizil typischen Schindelfassaden in bunten Farben und spiegeln zahlreiche Märchen- und Fantasiefiguren wider. Aber auch traditionelle Themen wie Handwerk, Land- und Milchwirtschaft, Käse- und Baukultur. Ein künstlerisches Augenmerk gilt dabei den Schindelmachern, deren Können beinahe in Vergessenheit geraten ist. Die grazilen Holzschindeln verzieren nicht nur die Häuser, sie sollen auch jeder Witterung trotzen.
Mit den „Scheidegger Lichterwelten“ will Bürgermeister Ulrich Pfanner seine Gemeinde beleben und im Ortskern mehr Attraktivität für Einwohner und Gäste schaffen.
Die Lichtkünstler haben sich zum Ziel gesetzt, den Charakter Scheideggs mittels moderner Projektionstechniken in eine Symphonie aus Licht und Farbe zu verwandeln. So sind die kunstvollen Collagen am Rathaus, am Heimathaus mit seinem Handwerkermuseum, am ehemaligen Benefiziatenhaus von 1775 oder an der St.-Gallus-Kirche mit ihrer goldglänzenden Turmkugel zu sehen – eine Ambientebeleuchtung mit Bodenelementen leitet die Gäste durch den Ort und bringt sie auf den Kirchplatz.
Ein musikalisches und kulinarisches Rahmenprogramm begleitet die „Lich-
terwelten“. Regionale Musikgruppen und ein DJ fangen die bezaubernde Atmosphäre mit kreativen Klängen ein. Im mystisch beleuchteten Innenraum der St.-Gallus-Kirche gibt es an allen drei Abenden 30-minütige Konzerte mit Orgel, diversen Instrumenten und Gesang. Lokale Gastronomen und ein Streetfoodmarkt locken mit Gerichten aus aller Welt und tragen so zu einem kurzweiligen Kulturausflug am Abend bei.
Die Tradition, das Ortsbild zu verschönern, ist alt. Schon 1902, nachdem im Jahr zuvor die ersten Sommerfrischler nach Scheidegg kamen, wurde der Verkehrsund Verschönerungsverein gegründet. 1936 war man dann Höhenluftkurort. Heute wirbt Scheidegg-Tourismus gerne mit den vielen Sonnenstunden und dem Angebot für Zöliakieerkrankte.
Förderprogramm
Die neue Förderinitiative des Freistaats Bayern „Innenstädte beleben“ unterstützt Märkte und Gemeinden bei der Stärkung der Qualitäten innerorts und des dort ansässigen Einzelhandels. So wurden die Investitionen des Marktes Scheidegg mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr kofinanziert.
Scheidegg ist stolz darauf, sich seit dem Jahr 2019 mit der Auszeichnung European Energy Award® in Gold schmücken zu dürfen. Die Veranstaltung „Scheidegger Lichterwelten“ wird mit Ökostrom des Versorgers illwerke vkw aus 100 Prozent erneuerbarer Energie versorgt, die bei über 7000 Photovoltaik- und Kleinwasserkraftanlagen in Vorarlberg eingekauft wird.
Infos: www.scheidegg.de, der Eintritt ist frei.
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Wenn ich im Obstgarten spaziere, sehe ich ihn schon als Konfitüre.
Stanislaw Jerzy Lec
Am liebsten selbst gemacht – bereits unsere Großmütter wussten, wie sie Lebensmittel haltbar und den Sommer im Glas einfangen konnten.
Längst haben Einmachgläser ihr OmaImage verloren und liegen auch bei der jungen Generation wieder hoch im Kurs. Ihr Revival verdanken Marmelade, Essiggurken und Co dem Trend zu gesunder Lebensweise und zu Lebensmitteln aus eigenem Anbau. Begriffe wie Nachhaltigkeit, Regionalität und Saisonalität werden immer wichtiger. Auch der Lebensmittelverschwendung kann mit Einkochen, Einlegen und Einmachen genussvoll entgegengewirkt werden.
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Shutterstock
Peter Bamm, Arzt und Schriftsteller
So wird die Ernte haltbar
Bevor der Herbst kommt, schöpfen wir in der Natur aus dem Vollen. Äpfel und Birnen werden kiloweise von den Bäumen geholt, Zwetschken schmecken jetzt besonders süß und auch Weintrauben und Quitten warten darauf geerntet zu werden.
Beim Gemüse schaut die Ernte noch üppiger aus – letzte Tomaten und Paprika werden noch vom Strauch geholt, Kartoffeln aus der Erde gegraben und Kürbisse und Pastinaken steuern auf ihre Hochsaison zu.
Am besten schmecken die Früchte des Herbstes frisch – aber, wenn wir sie richtig lagern, trocknen, einlegen oder einkochen, haben wir den ganzen Winter etwas davon. Die Methoden reichen vom Entsaften über das Einmachen bis zum Fermentieren – je nach Art des Lebensmittels. Hier ein paar Anregungen,
wie der Geschmack des Herbstes im Winter erhalten bleiben kann.
Ernten
Je bedachter der Tag der Ernte gewählt wird, je länger bleibt das Geerntete haltbar. Wer Teile seiner Ernte einlagern möchte, sollte nicht bis zur Genussreife warten. Auch sollte es am Erntetag trocken sein, da feuchtes Obst und Ge -
müse schimmelanfälliger ist. Vor dem Einlagern sollten nasse und beschädigte Früchte aussortiert werden. Auch beschädigtes Gemüse ist nicht lange lagerfähig.
Einlagern
Manche Gemüsesorten wie Karotten, Kartoffeln oder Rote Beete eignen sich zum Einlagern. Wurzel- und Knollenge -
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Aus den Träumen des Sommers wird im Herbst Marmelade gemacht.
pexels (Roman Odintsov)
pexels (Rome Dema)
müse kann man zum Beispiel in einer sogenannten Erdmiete einlagern. Das Prinzip ist einfach: Man hebt eine Erdgrube aus und legt das Herbstgemüse in einem Behälter hinein. Dann gibt man schichtweise Erde hinein und verteilt dazwischen leicht feuchten Sand. Das Ganze verschließt man mit einem Deckel oder einer Folie. Kartoffeln können ebenfalls in eine Erdmiete gegeben werden oder einfach mit Erdresten in einer Kiste im Keller gelagert werden.
Entsaften und Brennen
Ob Obst oder Gemüse, es gibt sehr viele Sorten, die sich zum Entsaften und Herstellen eigener Säfte eignen. Trauben, Zwetschken und Birnen sind darüber hinaus ideal zum Brennen geeignet.
Tipp: In Vorarlberg kann man sein Obst bei Mostereien anliefern und gegen eine geringe Gebühr pressen, abfüllen und evtl. haltbar machen lassen. Damit Obst nicht ungenutzt verdirbt, betreibt der Landesverband Obst- und Gartenkultur Vorarlberg in vielen Ortschaften eine
Obstbörse. Hier werden Obstbesitzer und Obstsuchende zusammengebracht.
Einkochen, Einwecken, Einmachen Einmachen und Einkochen liegen wieder voll im Trend – der Unterschied: Beim Einkochen werden Obst und Gemüse ungekocht in Gläser gefüllt und dann erhitzt, während beim Einmachen
die Zutaten bereits gekocht und erhitzt in Gläser abgefüllt werden. Marmelade und Kompotte gehören zu den beliebtesten Einmachprodukten. Einwecken ist grundsätzlich das Gleiche wie Einkochen – der Name kommt vom Unternehmer Johann Weck, der die berühmten Weckgläser erfunden hat.
Fermentieren und Einlegen
Beim Fermentieren werden Lebensmittel mit einer Salzschicht versehen und in ein abgedecktes Gefäß gegeben. Es sterben Bakterien ab, die normalerweise dafür sorgen würden, dass das Gemüse fault. Gleichzeitig entwickeln sich Milchsäurebakterien, die das Essen konservieren. Neben dem traditionellen Sauerkraut bereichern asiatische Spezialitäten wie koreanisches Kimchi unsere Speisekarten. Beim Einlegen wird Gemüse oder Obst mit einem Sud übergossen, um es haltbar zu machen –beispielsweise mit Essig. Dadurch wird verhindert, dass sich in den eingelegten Lebensmitteln schädliche Keime bilden.
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pexels (Stanislav Kondratiev)
pexels (Antoni Shkraba)
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Ab ins Glas –selbst gemachte Apfelmarmelade
für 4 kleine Gläser:
750 g Äpfel (süß oder säuerlich, je nach persönlichem Geschmack)
100 ml Apfelsaft
250 g Gelierzucker (2:1)
½ Vanilleschote
2 EL Zitronensaft
Sie ist der Klassiker unter den Einkochmethoden: Marmelade. Aromatische Früchte und Gelierzucker – viel mehr braucht es nicht für den beliebten Fruchtaufstrich. Die ersten süßen Brotaufstriche soll es übrigens schon bei den Römern gegeben haben. Archäologen fanden bei Ausgrabungen Reste von Zwetschgenmus in alten Tongefäßen. Als „Erfinder“ der Marmelade, wie wir sie heute kennen, gelten die Schotten. Ein havariertes Schiff aus der Region Sevilla hatte eine beachtliche Ladung Bitterorangen an Bord, die von der findigen Kaufmannsfrau Janet Keiller aus Dundee mit viel Zucker einge -
Zubereitung
kocht wurden und 1797 in der Gründung der ersten Marmeladenmanufaktur der Welt mündeten.
Laut EU-Vorschrift dürfen übrigens heute unter der offiziellen Bezeichnung Marmelade nur noch Fruchtaufstriche aus Zitrusfrüchten verkauft werden. Im Hausgebrauch hat man bei der Zubereitung aber nach wie vor alle Freiheiten – also wieso es neben den Klassikern wie Erdbeere oder Marille nicht einmal mit Äpfeln versuchen? Gerade wenn der Apfelbaum im Garten zu viel abwirft oder man zu großzügig eingekauft hat, ist das Marmeladekochen eine perfekte Resteverwertung.
• Die Äpfel schälen, die Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in kleine Stücke schneiden.
• Den Apfelsaft in einem Topf erhitzen, die Apfelstücke und den Gelierzucker hinzufügen.
• Die Vanilleschote längs halbieren und das Mark mit einem Messer herauskratzen.
• Das Vanillemark und den Zitronensaft zu den Äpfeln geben und alles aufkochen.
• Die Apfelmarmelade jetzt unter ständigem Rühren ca. 10 Minuten köcheln lassen.
• Je nach gewünschter Konsistenz kann man die Äpfel am Schluss leicht zerstampfen.
• Die fertige Marmelade in saubere und heiß ausgespülte Gläser füllen.
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Laurence Feider
Wolfgang Schneider
Laurence Feider
SKULPTURA – Ausstellung in Wasserburg
Vom Bahnhof bis zum Seeufer: Die 16. Skulptura mit ihrem Titel „Mensch und Moderne“ bereichert mit ihren Skulpturen und Installationen gekonnt und einzigartig öffentliche Plätze und in der evangelischen Kirche St. Johannes und im Museum im Malhaus in Wasserburg.
Kunstvolle Interpretation
Die an öffentlichen Plätzen und in Innenräumen ausgestellten Werke transportieren den Dialog zwischen „Mensch und Moderne“ geschickt subtil und anregend. So erschaffen die gezeigten Skulpturen beim Betrachter kunstvoll Raum für Interpretationen. Außergewöhnlich lässt zum Beispiel die Künstlerin Sarah Montani durch Argumented Reality eine erweiterte Realität entstehen. Die analoge und digitale Welt verschmelzen, während sich die physischen und visuellen Skulpturen verbinden.
Vielseitig
Mehr als 2 Jahre wurde recherchiert, um renommierte Bildhauer und Bildhaue-
rinnen zu finden, die sich mit dem Thema „Mensch und Moderne“ beschäftigten, um es aus ihrer Sicht künstlerisch umzusetzen. Aus einer Reihe an Bewerbern wurden 13 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien ausgewählt. Die verwendeten Materialien, die Dimensionen, die Ausführungen und der künstlerische Ausdruck sind so vielschichtig und unterschiedlich wie die Künstler selbst. Jedes einzelne
Ausstellungsstück spiegelt die Vielzahl an Herangehensweisen der Künstler sowie die der möglichen Betrachtung wider.
Einzigartiger Skulpturenpfad
Die Skulptura, die dieses Jahr mit etwa 140 ausgestellten Werken zu den größten Skulpturenausstellungen im deutschsprachigen Raum zählt, gibt dem Luftkurort Wasserburg ein neues Gesicht. Geschickt verwandelt die Ausstellung ihn in einen einzigartigen Skulpturenpfad und führt Kunstinteressierte an Orte, an denen sie alles andere als Kunst erwarten würden.
Nutzen Sie die Chance auf eine Skulpturenführung, lauschen Sie den Vorträgen der Künstler oder feiern Sie den Abschluss der Ausstellung mit uns. Die Gemeinde Wasserburg als Veranstalter, die Kuratoren Bernd Steinlein und Vera Noé und der Kunstverein Wasserburg freuen sich auf zahlreiche kunstinteressierte Gäste und wünschen einen spannenden und intensiven Kunstgenuss.
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Zweisamkeit genießen –mit einem Hauch von Luxus
Die Ruhe der Allgäuer Bergwelt, ein wenig Nostalgie und Gastgeber, die sich mit Leib und Seele dem Wohl der Gäste verschrieben haben bietet das Chaletdorf Alpglück in Oberstdorf.
Die heimeligen Chalets wurden aus lokalem, unbehandeltem Altholz gezimmert, das wie die einzigartige und liebevolle Dekoration zur besonderen Atmosphäre beiträgt. Authentisch, stilsicher und mit viel Liebe zum Detail haben die Gastgeber ihr kulturelles Erbe mit einer zeitlosen, gemütlichen Einrichtung verbunden. Ein Bächlein mit Kneippbecken plätschert durchs Chaletdorf und mündet in den Naturschwimmteich, der von einem alpin angelegten Steingarten umrandet wird. Vom ersten Moment an
werden die Sinne berührt und alle Zeichen stehen auf Entspannung.
Der Traum vom eigenen Chaletdorf
Gemeinsam mit ihrem Mann Hans hat Patricia Lipp mit dem Chaletdorf Alpglück ein Refugium für Erwachsene geschaffen und damit einen Lebenstraum verwirklicht. Die Chalets berücksichtigen die Sichtachsen, um die Privatsphäre der Gäste auf ihren Chalet-Terrassen zu wahren. Innen treffen Tradition und Moderne aufeinander. Die luxuriöse Ausstattung hingegen ist alles andere als zurückhaltend: Regendusche, freistehende Badewanne und Sauna verwandeln die Chalets in eigene private Wellnessoasen, die keine Wünsche offen lassen.
Mit allen Sinnen genießen
Der Aufenthalt ist ein Erlebnis für alle Sinne. Düfte, Materialen, Geräusche – die Natur der Bergwelt und die Chalets selbst bieten ihren Gästen einzigartige, unverfälschte Erlebnisse und Eindrücke. Die Ingredienzien der Wellnessanwendungen wie das Heukissen und das Molkebad stammen von Anbietern aus der Region. „Das Strahlen in den Augen unserer Gäste zu sehen, ist das schönste Kompliment“, so die Gastgeberin, die mit ihrem Alpglück ein Stück zum Glück ihrer Gäste beiträgt.
ALPGLÜCK Chalets
Weststr. 39, D-87561 Oberstdorf
T +49 8322 6797
info@alpglueck.de
www.chalets-oberstdorf.de
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Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muss sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.
Das Fahrrad boomt! Gerade in der Corona-Zeit haben viele das Zweirad wieder für sich entdeckt.
Die meisten setzen dabei auf flotte EBikes oder superleichte Hightechräder. Doch nicht alle stehen auf solche Superbikes, sondern stecken ihre Füße lieber in Schlaufen mit Lederriemen statt auf Klickpedale und schalten am Unterrohr statt am Bremshebel. Bei Nostalgierennen wie der berühmten L’Eroica („die Heldenhafte“) treffen sich Vintagebegeisterte aus der ganzen Welt. Doch auch in der Bodenseeregion gibt es eine wachsende Retroradszene – zwei dieser leidenschaftlichen Radästheten und Cycloholics lernen Sie auf den kommenden Seiten kennen.
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Albert Einstein
Foto: Paolo Martelli
Neue Liebe zu alten Rädern
Cinelli, Compagnolo, Colagno … – das klingt wie Musik in den Ohren von Ewald Zuder. Der Vorarlberger ist ein Radästhet mit großer Leidenschaft für alte Rennräder aus den 1950er- bis 1980er-Jahren.
Mit sehr viel Liebe zum Detail restauriert er die Vintageräder und verhilft ihnen zu neuem Glanz. Ist eines seiner „Babys“ fertig, findet es einen Platz zwischen den anderen Raritäten im angemieteten Keller in Hörbranz (Vorarlberg). Ein Großteil davon hat Ewald Zuder von seinem verstorbenen Freund Alfred Hack geerbt, den er mit seiner Leidenschaft für Retroräder angesteckt hatte. Im hinteren Teil des Kellers geht die Zeitreise weiter, hier schraubt Kescha Platonow an seinen Stahlriesen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – das älteste ist knapp 120 Jahre alt.
Frühe Liebe
Doch der Reihe nach – die Leidenschaft für Zweiräder begründet sich bei Ewald Zuder nämlich bereits in seiner Kindheit. Er war etwa elf Jahre alt, als er das erste Glockenlager am Fahrrad seiner Mutter zerlegte und das „Puch-Waffenrad“ wieder in Schwung brachte. Danach brachten seine Freunde der Reihe nach ihre Räder zum Reparieren. Sein erstes eigenes Fahrrad – ein Hercules 3-Gang – bekam Ewald Zuder, als er seine Schlosserlehre begann. Mit 16 Jahren fuhr er damit bis nach Wien.
Die Liebe zu Italo-Rädern begann, als Ewald eine Gruppe Rennradler eines Radvereins kennenlernte. „De Rosa, Moser, … sie hatten wunderschöne, italienische Rennräder. So eines wollte ich auch haben“, erinnert sich Ewald Zuder. Dennoch sollte das erste Rennrad
ein Peugeot sein, gefolgt von mehreren Simplons. Mit dem Simplon 3-Stern radelte Ewald Zuder zusammen mit seinem Bruder bis nach Sizilien. Danach verlagerte er das Radeln von der Straße in gebirgiges Gelände und stieg auf Mountainbikes um.
Ein Zeitschriftenartikel über ein Singlespeed führte Ewald Zuder schließlich zum Rennrad zurück und bedeutete gleichzeitig den Start in die Vintageszene. „Ich baute mir mein eigenes, handbemaltes Singlespeed. Mein bester Freund Alfred war davon so begeistert, dass er auch eines wollte“, erzählt Ewald Zuder. Ein Jahr lang tüftelten sie gemeinsam an dem Rad und zogen schon währenddessen neue „Projekte“ an Land. „Wir waren ein gutes Team –Alfred war für das Optische zuständig, ich für das Technische“, so Zuder.
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Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden wie beim Fahrrad.
Adam Opel
Fotos: Laurence Feider
Faible für alte Technik
Der Spürsinn der beiden rennradbegeisterten Freunde war geweckt –echte Raritäten, wie ein Cinelli aus den 1950er-Jahren, ein Pietro Del Po oder ein Colnago, das es in der Ausführung weltweit nur zwei Mal gibt, fanden bald ihren Weg nach Hörbranz. Auf der Suche nach jemandem, der seinem Cremonesi eine kunstvolle Lackierung verpassen könnte, stieß Alfred Hack auf den Grafikdesigner und Pinstriping-Künstler Kescha Platonow, ebenfalls leidenschaftlicher „Radsammler“. „Alte Technik hat mich immer schon begeistert – zuerst waren es Autos, dann kamen Fahrräder dazu. Mein erstes Waffenrad aus den 1930er-Jahren habe ich
aus dem Sperrmüll gezogen und repariert“, erzählt Kescha Platonow. Das Trio freundete sich an, Alfred Hack mietete den Keller und dann „ist das Ganze explodiert“. Die Sammlung vergrößerte sich kontinuierlich – bis zu drei Mal in der Woche trafen sich die drei Freunde zum gemeinsamen Schrauben und Tüfteln. Die Ersatzteile für ihre Radraritäten fanden sie im Internet oder auf dem Oldtimermarkt, der zwei Mal im Jahr in Italien stattfindet.
Seit dem plötzlichen Tod von Alfred Hack vor zwei Jahren verwaltet Ewald Zuder das Erbe seines Freundes und lebt den Vintagetraum weiter. Jüngster Neuzugang ist ein Dosi Futura aus den 1980er-
Jahren. „Dieses werde ich, wie mein Vicini, in Italien von Mario Martini, dem Meister höchstpersönlich, lackieren lassen“, freut sich Ewald Zuder. Während er sich vor allem beim Tüfteln im Keller an den Rädern erfreut, haben die alten Räder von Kescha Platonow regelmäßig „Ausgang“. Jedes Rad wird mindestens einmal im Jahr für eine Tagestour verwendet –manche Räder werden auch für Alltagsfahrten verwendet. Eine seiner Motivationen ist es, alte Technik für spätere Generationen zu erhalten. „Jeder Enthusiast hat seine Philosophie. Mein Traum ist es, die Sammlung der Öffentlichkeit in einem kleinen Museum zugänglich zu machen“, verrät Kescha Platonow.
Lebendige Retro-Szene
So wie Ewald Zuder und Kescha Platonow gibt es viele, die auf Stahl statt auf Alu und Carbon stehen. Weltbekannt ist die L‘Eroica, die jeden Herbst Liebhaber alter Stahlrennräder zu Tausenden in die italienische Toskana zieht. Auch Alfred Hack und Kescha Platonow haben mehrfach an dem Nostalgierennen teilgenommen. Aber auch in der Bodenseeregion gibt es eine lebendige Rennszene. „Tour d’Alba“ heißt das Vorarlberger Vintage-Radrennen, das Anfang Juli wieder rund 400 Radnostalgiker von überall her ins Ländle brachte. Auch Kescha Platonow war am Start und trat mit einem seiner historischen Stahlrösser in die Pedale.
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Ewald Zuder, Alfred Hack, Kescha Platonow
Foto: Privat
Wenn Radfahrer zu Helden werden
Die „L’Eroica“ (die Heldenhafte) ist mehr als ein Nostalgieradrennen, sie ist mittlerweile eine weltweite Bewegung. Der als „mit dem Fahrrad geschriebene Poesie“ bezeichnete Wettbewerb ist ein Fest des Radfahrens, wie es unsere Väter und Großväter verzaubert hat.
Weiße Schotterstraßen
L‘Eroica nahm ihren Ursprung 1997 in Gaiole in Chianti, einem kleinen Dorf in der Provinz Siena, wo ihr Erfinder Giancarlo Brocci zusammen mit 92 „Jägern der Gefühle und Emotionen“ – wie er sie nannte – die erste Ausgabe eines magischen Radsportevents startete. Seither zieht die berühmteste historische Radveranstaltung der Welt jedes Jahr Tausende Teilnehmer, Nostalgiker und Zuschauer in die italienische Toskana. Auf Retrorennrädern und in Wolltrikots radeln sie über Schotterstraßen durch die zauberhafte toskanische Landschaft. Einen Teil ihres Charmes verdankt die Eroica dem Staub der weißen Straßen der Toskana. Von Gaiole in Chianti bis zum Val d‘Orcia, durch das Val d‘Arbia und hinauf nach Montalcino, vorbei an Bauernhöfen und Weinbergen, sind die
zweihundert Kilometer der L‘Eroica zu einer festen Route geworden. Ein Erbe, das L‘Eroica bewahrt hat, indem die Veranstalter dafür gesorgt haben, dass die weißen Straßen unbefestigt bleiben. Ein Teil der Startgelder fließt nach wie vor in die Erhaltung der berühmten „strade bianchi“.
Jubiläumsausgabe
Von der ursprünglichen Veranstaltung in Gaiole hat sich Eroica zu einer globalen Bewegung entwickelt, einem Netzwerk von Veranstaltungen, das Zehntausende von Radfahrern und Fans jeden Alters auf der ganzen Welt anzieht. Mittlerweile gibt es weltweit Ableger der Eroica – von Afrika bis Amerika. Das Original findet immer am ersten Oktoberwochenende in der Toskana statt. Zur 25. Ausgabe der Eroica werden am 1. und 2. Oktober 2022 mehr
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Wir
Radsport zurück zu den Menschen.
bringen den
Ciancarlo Brocci, Eroica-Erfinder
Fotos: Paolo Martelli
als 9.000 Teilnehmer in Gaiole in Chianti erwartet, darunter fast 4000 Ausländer. Die meisten Vintage-Radfans reisen aus Deutschland an, gefolgt von der Schweiz, Großbritannien und Österreich. „Ich glaube, dass die Idee der Eroica vor allem ein globales Bedürfnis repräsentiert, die tiefe Seele eines großen Sports wie dem Radsport zurückzugewinnen. Wir bringen den Radsport zurück zu den Menschen“, sagt Eroica-Erfinder Ciancarlo Brocci.
Die strengen Statuten des Vintage-Rennens erlauben nur Stahlräder, die vor 1987 gebaut wurden, mit Schaltung am Unterrohr und frei laufenden Bremszügen. Mo-
derne Funktionskleidung ist verpönt – die wahren „Eroici“ tragen Wolltrikots, Lederschuhe und Baumwollkäppis. Das einzig moderne Accessoire, das erlaubt und empfohlen ist, ist der Helm.
Ankommen ist alles
Ziel einer Teilnahme am berühmtesten Vintage-Rennen ist nicht zu gewinnen, schließlich gibt es keine Zeitmessung bei der Eroica. Ziel ist es, sich zu überwinden und die Strapazen zu meistern. Wer ins Ziel kommt, wird mit einer Medaille belohnt. Die Helden der Eroica können, je nach Kondition, zwischen fünf verschie-
denen Distanzen wählen: von 46 bis 209 Kilometer, mit 709 bis 3891 zu bewältigenden Höhenmetern. Etwa die Hälfte der Distanz besteht aus den typischen „strade bianche“, unterschiedlich gut befahrbare Schotterstrecken, die sich bei Regen gerne in Schlammwüsten verwandeln. Zudem sind bis zu 3900 Höhenmeter zu bewältigen, mit zwar meist eher kurzen, aber oft deutlich über 15 Prozent steilen Rampen – eine echte Herausforderung für Waden, Gesäß und Moral. Das Ziel gleicht einer großen Party unter Gleichgesinnten – da sind die körperlichen Strapazen schnell vergessen.
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Kunst am See erleben
Das Forum Würth Rorschach liegt direkt am wunderschönen Bodenseeradweg und lädt bereits im Freien mit dem Skulpturengarten ein, Kunst zu erkunden.
Für einen ausgedehnten Kunstgenuss führt der Weg ins Forum Würth Rorschach. Hier werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst bei freiem Eintritt gezeigt. In entspannter Atmosphäre lädt das KunstCafé mit Blick auf den Bodensee zum Verweilen ein.
Die Hauptausstellung „Lust auf mehr ‒Neues aus der Sammlung Würth zur Kunst nach 1960“ präsentiert eine Auswahl an Neuerwerbungen der Sammlung Würth der letzten Jahre. Die Gäste können sich auf eine Bandbreite internationaler Kunst seit den 1960er-Jahren bis zu zeitgenössischen Positionen freuen.
Anne Hausner ‒ Naturstücke. Sammlung Würth und Leihgaben
Die neue Foyerausstellung lenkt den Blickpunkt auf das Wesenhafte. In technisch nahezu perfekter Umsetzung vermag Anne Hausner Himmel, Erde und
sämtliche weiteren Elemente in ihrer Mannigfaltigkeit darzustellen und mit Aura zu versehen.
Öffnungszeiten
April bis September: täglich 10–18 Uhr Oktober bis März: Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr, Eintritt frei
Kontakt
Forum Würth Rorschach
Churer Straße 10, CH- 9400 Rorschach
Telefon: +41 71 225 10 70 rorschach@forum-wuerth.ch www.wuerth-haus-rorschach.ch
26 Forum Wür th Rorsc hac h Churerstrasse 10 9400 Rorschach www forum-wuer th ch Alle Kunstaktivitäten des Forum Wür th Rorschach sind Projekte von Wür th Anne Hausner Naturstücke Sammlung Würth und Leihgaben Bis 4. Juni 2023 Eintritt frei A n n e H a u s n e r, E e m e n V, H m m e ( D e t a l ) 2 0 0 0 S a m m u n g W ü r h , I n v 7 3 9 4 ANZEIGE
Einblick in die Ausstellung „Anne Hausner“.
In der Natur ist uns alles gegeben, was wir zum Schutz und zur Erhaltung der Gesundheit brauchen.
Alfred Vogel
Eine unglaubliche Vielfalt an Kräutern, Wurzeln und Beeren steht bereit, um zu helfen.
Ob als Tinkturen oder Tees, die Apotheke der Natur bietet Linderung und Erleichterung für so manche Beschwerden. Im Herbst werden hauptsächlich Wurzeln, Samen und Beeren gesammelt. Sie eignen sich wunderbar, um das Immunsystem auf den bevorstehenden Winter vorzubereiten. Besondere „Frauenkräuter“ versprechen Unterstützung bei Regelschmerzen, Migräne und Co.
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Shutterstock
Gegen alles ist ein Kraut gewachsen
Unzählige Hausmittel der Natur, im Herbst mehr Wurzeln und Beeren als Kräuter, geben uns alles, was wir brauchen – den Jahreszeiten entsprechend. Die Vielfalt ist riesig!
Tees und Marmeladen aus getrockneten Hagebutten, Sanddorn oder Schwarzem Holunder sind wahre Vitaminbomben. Sie gelten nicht umsonst als Superfood, wirken sehr kräftigend und sind somit optimal, um Körper und Abwehrkräfte auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Hagebutten sollten erst nach dem ersten Frost geerntet werden. So ist das Aroma intensiver und die Beeren lassen sich besser verarbeiten. Zur Not können die Früchtchen aber auch kurz eingefroren werden. Der Schwarze Holunder darf nicht roh verzehrt werden! Das führt etwa zu Übelkeit und Erbrechen. Sanddorn wiederum kann auch unverarbeitet gegessen werden. Die Beeren sind allerdings sehr sauer und schmecken einfach besser, wenn sie beispielsweise zu Kompott verarbeitet werden.
Der Erzengel Raphael soll einer Sage nach einem frommen Einsiedler im Traum erschienen sein und riet ihm, mit dieser Pflanze gegen die Pest ins Feld zu ziehen. Daher stammt wahrscheinlich der Name „Engelwurz“. Die Inhaltstoffe wirken antibakteriell und wurden tatsächlich im Mittelalter gegen die Seuche eingesetzt. Heute ist die Pflanze etwa bei Magen-Darm-Beschwerden eine gute Empfehlung. Durch den hohen Anteil an Bitterstoffen wird die Ausschüttung von Gallen- und Magensäure angeregt, während verschiedene Cumarine die Muskulatur des Magen-Darm-Trakts entspannen.
tenzförderung bekannt. Der „Ginseng der Alpen“ ist auch dann hilfreich, um nach längerer Krankheit wieder zu Kräften zu kommen. Wie der Engelwurz wird er bei Beschwerden des Verdauungstraktes eingesetzt.
Hagebutte
Der Meisterwurz ist eine sehr robuste Pflanze, die man hauptsächlich auf über 1000 Meter Seehöhe findet. Ob damals von Hildegard von Bingen oder Paracelsus, so wird der Meisterwurz noch heute besonders geschätzt. Für einige Jahrhunderte galt er sogar als Allheilmittel! Man(n) spricht ihm eine sehr stärkende Wirkung zu, denn er ist auch für seine Po-
SANDDORNTEE
Die ideale Erntezeit für die orange leuchtenden Sanddornbeeren ist zwischen September und Dezember. Für den Tee können frische oder getrocknete Beeren verwendet werden:
• Einen Teelöffel Beeren in eine Tasse oder ein Teesieb geben.
• Mit 200 ml kochendem Wasser übergießen.
• Den Tee je nach Geschmack fünf bis zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen.
• Deckel entfernen und das kondensierte Wasser am Deckel in den Tee laufen lassen, es ist reich an ätherischen Ölen.
• Das Teesieb entfernen und den Tee warm genießen.
Pur getrunken ist Sanddorntee etwas sauer. Wem das nicht schmeckt, der kann die Beeren zu einer Teemischung mit Orangenschalen, Kräutern oder Hagebutten ergänzen.
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Engelwurz
Meisterwurz
Schwarzer Holunder
Fotos: Shutterstock
skywalk allgäu: Waldkräuterfest in bezaubernder Umgebung
Der Naturerlebnispark skywalk allgäu ist vor allem für seinen hochmodernen und barrierefreien Baumwipfelpfad bekannt. Doch neben einzigartigen Aussichten auf die Berge und den Bodensee bietet der Walderlebnisort seinen Gästen noch eine ganze Menge mehr. Außergewöhnliche Veranstaltungen etwa, wie das bezaubernde Waldkräuterfest am 9. Oktober.
Der Wald übt einen ganz besonderen Zauber auf uns Menschen aus. Wenn sich die Blätter bunt verfärben, zeigt sich die Natur nochmals in ihrem schönsten Kleid – ideal für einen Ausflug mit der Familie in den skywalk allgäu und die Welt des Waldes. Vom hochmodernen, barrierefreien Baumwipfelpfad eröffnen sich traumhafte Ausblicke auf das bunte Blätterdach des Hochwaldes
sowie in die Ferne – etwa auf die Allgäuer Alpen und den Bodensee. Bei einem Spaziergang auf Höhe der Baumkronen lässt sich der Wald aus der Vogelperspektive bestaunen. Die zahlreichen Begleitattraktionen auf Höhe des Waldbodens laden zum Erkunden und Aktivsein sowie zum Entspannen und Genießen ein.
Am Sonntag, den 9. Oktober, veranstaltet der skywalk allgäu das Waldkräuterfest für kleine und große Naturliebhaber. Diese Tagesveranstaltung hat in den vergangenen Jahren bereits viel Anklang gefunden. Zwischen 10 und 18 Uhr finden unterschiedliche Workshops und Führungen für Groß und Klein statt, die sich eingehend mit der Pflanzenwelt im Wald beschäftigen, schwerpunktmäßig mit Kräutern und Heilpflanzen. Kinder werden eingeladen
an Bastelkursen teilzunehmen. Und im parkeigenen Familienrestaurant werden viele Speisen und Getränke mit frischen Kräutern verfeinert. Das Waldkräuterfest ist ein idealer Anlass, um die bezaubernde Welt des Waldes noch intensiver kennenzulernen! Aktuelle Informationen zu Preisen, Öffnungszeiten und Ticketbuchungen finden Interessierte auf www. skywalk-allgaeu.de
SKYWALK ALLGÄU
NATURERLEBNISPARK
Oberschwenden 25
D-88175 Scheidegg
www.skywalk-allgaeu.de
www.facebook.com/skywalk.allgaeu
www.instagram.com/skywalk.allgaeu
ÖFFNUNGSZEITEN (Hauptsaison)
Täglich 10–18 Uhr (letzter Einlass: 17 Uhr)
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Dietmar Denger
Frauenkräuter – Tinkturen und Tees für eine natürliche Hilfe
Ob Migräne, Regelschmerzen, Wechseljahre oder Kinderwunsch - wenn man sich im Wildkräutergarten umsieht, findet sich immer etwas zur Unterstützung oder Linderung.
Frauenmantel und Schafgarbe
Gemischt und als Tee zubereitet, bietet dieses Duo bei Regelbeschwerden Hilfe. Am besten zwei bis drei Tage vor Beginn der Periode drei Tassen täglich trinken. So können Krämpfe abgeschwächt werden, innere Unruhe wird gemildert und auch sehr starke Blutungen können verringert werden.
Beifuß und Rosmarin
Bei Kinderwunsch unterstützen diese Kräuter die Fruchtbarkeit der Frau. Wenn die monatliche Blutung ausbleibt oder zu schwach ist sind sie hilfreich, um alles in Fluss zu bringen. Als Teemischung mit anderen Kräutern wie Frauenmantel, Himbeerblättern, Holunderblüten und Rotklee in der ersten Zyklushälfte getrunken, regen sie den Eisprung an. In der zweiten Zyklushälfte oder während einer Schwangerschaft sollten sie wegen ihrer menstruationsfördernden und Wehen auslösenden Wirkung nicht mehr getrunken werden. Hier helfen stabilisierende und schützende Kräuter wie Frauenmantel, Schafgarbe, Melisse.
Rotklee und Beerenblätter
Himbeer-, Erdbeer-, oder Johannisbeerblätter wirken hormonausgleichend und sind für Frauen jeden Alters geeignet. Depressiven Verstimmungen kann beispielsweise entgegengewirkt werden. Rotklee ist besonders hilfreich in den Wechseljahren, weil er Wallungen und Stimmungsschwankungen mildern kann.
Mutterkraut und Mädesüß
Das Powerteam gegen Migräne oder „normale“ Kopfschmerzen. Eine Tinktur aus Mutterkraut, direkt auf die Zunge, kann bei einem akuten Migräneanfall eingesetzt werden. Die im Mädesüß enthaltene Salicylsäure ist auch in Aspirin zu finden. Es dauert zwar etwas länger bis der Mädesüßtee Wirkung zeigt, allerdings kann diese dann bis zu zwölf Stunden anhalten.
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Frauenmantel Schafgarbe
Beifuß Rosmarin
Rotklee Mutterkraut
Mädesüß
Fotos: Shutterstock
(Johannis-)Beerenblätter
Ein andrer halt‘ auf Geld und Gut; ich liebe Kunst und freien Mut.
Simon Dach, deutscher Dichter der Barockzeit (1605-1659)
Opulente Barockbauten und architektonische Kleinode – die Bodenseeregion bietet eine hohe Dichte an prachtvollen Schlössern, Klöstern und Kirchen.
Ausgerechnet eine kleine bäuerliche Gemeinde im Bregenzerwald ist eng mit diesen Prachtbauten verbunden. Ein neues Museum in Au (Vorarlberg) erzählt die Geschichte der Bregenzerwälder Barockbaumeister, um die sich auch so manche Sagen ranken.
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Florian Trykowski
Sagenhafte Baumeister
Jede Region hat ihre Geschichten, Sagen und Mythen. Wer hat die Burgen, Schlösser und Klöster gebaut, geplant oder bewohnt und spukt vielleicht heute immer noch in den alten Gemäuern? Auch um die Barockbaumeister aus dem Bregenzerwald, die kulturhistorische Maßstäbe setzten und die architektonische Grundlage zahlreicher Barockkirchen in Mitteleuropa lieferten, ranken sich so manche Sagen und Mythen.
Der schlaue Baumeister
Die Vorarlberger Barockbaumeister sind nicht nur berühmt für ihre prachtvollen Barockbauten, sondern liefern auch Stoff für Geschichten. So gibt es die Sage vom „schlauen Baumeister“ aus dem Vorarlbergerischen. Er wurde gefragt, ob er innerhalb von drei Tagen eine neue Brücke bauen könne, da die alte von einem Hochwasser zerstört wurde. Man versprach ihm einen guten Lohn, dennoch bat der Baumeister um Bedenkzeit. Als er zu dem Schluss kam, dass dieses Unterfangen in der vorgegebenen Zeit unmöglich sei, bekam er Besuch von einem kleinen Männle. Dieses versprach ihm Unterstützung beim Brückenbau und verlangte dafür, dass die erste Seele , die die neue Brücke überqueren würde, ihm gehören sollte. Der Baumeister willigte ein, hatte sich aber insgeheim eine List überlegt.
Als die Brücke zeitgerecht fertiggestellt war und der Teufel schon auf die erste Seele wartete, schickte der Baumeister aus Vorarlberg einen Geißbock über die Brücke. Aus Zorn riss der Teufel dem Geißbock den Schwanz aus und seitdem sollen Geißen kurze Schwänze haben –
sagt die Sage. (Quelle: Möking Bernhard; Schaaf Karlheinz (2018): Die schönsten Sagen vom Bodensee und aus Oberschwaben, Südverlag)
Die Wiedertäufer in Au
Die Geschichte der Barockbaumeister aus dem Bregenzerwald ist auch mit dem Schicksal der Wiedertäufer in Au verbunden. Während der Monate auf den Baustellen fern der Heimat kamen die Bauleute auch mit neuen Glaubenslehren in Kontakt. So bildete sich im Bregenzerwald eine Gruppe vom Wiedertäufern. Wie vielerorts wurde die Sekte verfolgt und man stellte auch die Wiedertäufer in
Au vor die Wahl, der Lehre abzuschwören oder die Heimat zu verlassen und ihr Vermögen zurückzulassen. Einige entschieden sich dazu, dem Bregenzerwald den Rücken zu kehren, wie ein historisches Schriftstück festhält. Der Sage nach wussten sie im ersten Moment nicht, wohin sie ziehen sollten. So stiegen sie auf den Gipfel der Kanisfluh und bliesen Federn in den Wind. In jene Richtung, in welcher diese Federn flogen, zogen sie dann in die Welt hinaus. Die Federn flogen nach Osten und die Auswanderer zogen, so überliefert die Sage, nach Mähren. Daher stammt auch der Spottname für die Auer „Federnblaser“.
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Fotos: Shutterstock
Bregenz im Herbst – eine Stadt mit Flair und Vielfalt
Der Herbst – für viele die schönste Jahreszeit überhaupt – zeigt sich in Bregenz mit all seinen Facetten, Genüssen und Naturschauspielen rund um den Pfänder und den Bodensee.
Wenn die Temperaturen milder werden, auf dem See sich morgens mystisch der Nebel legt und auf den Wochenmärkten die Sortenvielfalt aus Kürbissen, Nüssen und Äpfeln das Bild dominiert, beginnt auch in Bregenz eine besonders genussreiche Jahreszeit. Wie wär’s jetzt mit einer herbstlichen Wanderung auf den Hausberg der Bregenzer, den Pfänder? Oder Sie schlendern durch die charmante, autofreie Innenstadt und lassen sich von heimischen sowie internationalen Gaumenfreuden verwöhnen.
Genuss über den Tellerrand hinaus
In puncto Kulinarik lassen sich hier wahre Genussgipfel erklimmen. Die zahlreichen ortsansässigen Gastronomiebetriebe verwöhnen ihre Gäste mit einem abwechslungsreichen Angebot regionaler Spezialitäten und echter Gastfreundschaft. Lieblingscafé-Potenzial ist hier reichlich vorhanden. Der Abend lässt sich in Bregenz wunderbar ausklingen, bei einem guten Glas Wein oder kreativen Cocktails – in modernen Bars oder gemütlichen Nachtcafés, die Wohnzimmeratmosphäre versprühen. Wer den Gipfel buchstäblich erklimmen möchte, genießt eine 6-minütige Bahnfahrt auf den Bregenzer Hausberg, den Pfänder. Hier bietet sich ein spektakuläres Panorama über die Berge, den Bodensee und das farbenfrohe Blättermeer. Kunst- und Kulturgenuss gibt es unter anderem auf der Kulturmeile am Kornmarktplatz zu entdecken: das vorarlberg
museum mit seiner imposanten Betonblütenfassade oder das Kunsthaus Bregenz mit seinen international anerkannten Ausstellungen sind ein Highlight bei jedem Bregenz-Besuch.
Einkaufen in der autofreien Innenstadt
Die charmante Bregenzer Innenstadt – mit der neuerdings größten Fußgängerzone Vorarlbergs – macht den Einkaufsbummel zu einem entspannten Erlebnis. Kleine, inhabergeführte Geschäfte mischen sich mit großen Stores – und auch Kunst- und Designboutiquen zieren die Palette des Handels, für die einfach schönen als auch praktischen Dinge im Leben. In der attraktiven Kirch- und Römerstraße reihen sich charmante Geschäfte für Mode, Interior und Genuss. Die historisch anmutende Anton-Schneider-Straße bietet mit ihren Restaurants und Läden eine schöne Kulisse zum Verweilen.
Marktkultur
Die Destination um den Bodensee bietet die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige, biologische Landwirtschaft, die auch dem Angebot auf dem Bregenzer Wochenmarkt zugute kommt. Bauern aus ganz Vorarlberg bieten beim wöchentlichen Biomarkt regionale Produkte an. Von frischem Bio-Obst & -Gemüse, Bio-Fleisch bis hin zum Bio-Wein ist für jeden etwas dabei. Neben den vielen Bio-Leckereien bietet der Markt auch BioTextilien und selbst gefertigte Produkte. Die gemütliche Atmosphäre auf dem Leutbühel sorgt daneben für gute Stimmung. Darüber hinaus finden das ganze Jahr über Themenmärkte statt, die ihre Besucher in den Genuss feiner italienischer als auch regionaler Spezialitäten entführen.
EVENT-TERMINE
POP-UP-KONZERT
8. September 2022
OPEN CITY
SHOPPING, SOUND & FASHIONSHOW
16. September 2022
ITALIENISCHER SPEZIALITÄTENMARKT
3.–8. Oktober 2022
LANGE NACHT DER MUSIK
23. Oktober 2022
BREGENZER WEIHNACHTSMARKT
15. Nov. bis 24. Dezember 2022
WWW.VISITBREGENZ.COM
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Fotos: Christiane Setz
Foto: Michael Kreyer
Barocke Pracht der Baumeister
aus dem Bregenzerwald
Klöster, Kirchen, Schlösser – die Region rund um den Bodensee ist berühmt für ihre prachtvollen barocken Bauten. Doch was haben die Wallfahrtskirche St. Marien, auch bekannt als „Basilika Birnau“ (D), die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stiftkirche St. Gallen (CH) oder die BenediktinerAbteikirche Einsiedeln (CH) mit dem kleinen Dorf Au im Bregenzerwald zu tun? Diese barocken Kleinode – sowie 800 weitere Bauten – tragen die Handschrift der Baumeister, Stuckateure und Bauhandwerker der „Auer Zunft“.
Arbeit in der Fremde 1657 von Michael Beer gegründet, war sie gleichzeitig Handwerkerzunft, Berufsverband und kirchliche Bruderschaft. Ihr Gründer hatte den Zeitgeist erkannt und den Aufschwung, den die Wiederaufbauzeit nach dem 30-jährigen Krieg mit sich brachte. Vor allem die katholische Kirche ließ in großem Stil Klöster und Kirchen erbauen, die in ihrer Opulenz die wiedergewonnene Lebensfreude zum Ausdruck brachten. An den zahlreichen Baustellen in Süddeutschland, dem Elsass und der Schweiz wurden versierte und
BAROCKBAUMEISTER-MUSEUM
Rehmen 39, A-6883 Au www.barockbaumeister.at
ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag: 15 bis 19 Uhr
Donnerstag: 13 bis 17 Uhr
Freitag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
zuverlässige Handwerker gebraucht. Und im Bregenzerwald waren Arbeitsplätze Mangelware – so verließen rund 1500 Bauarbeiter und Handwerker ihre Heimat, um zwischen Josefi (19. März) und Martini (11. November) auf den großen Barockbaustellen zu arbeiten. Zwischen 1670 und 1699 verdiente fast die gesamte männliche Bevölkerung in Au und Schoppernau ihren Lebensunterhalt im Bauhandwerk.
Über ein Jahrhundert lang, bis in die 1780er Jahre, dauerte die Blütezeit der „Auer Zunft“. Ihre Mitglieder waren bestens vernetzt und dank der qualitätsvollen Lehrlingsausbildung weitum gefragt. Die Auer Familien Beer, Moosbrugger und Thumb stellten dabei den Großteil der als „Vorarlberger Barockbaumeister“ in die Geschichte eingegangenen Bauhandwerker.
Neues Museum
Der spannenden Frage, wie sich die Baumeister der Auer Zunft gegen die Konkurrenz durchsetzten und so viele wichtige Bauaufträge an Land ziehen konnten, geht das neue Barockbaumeister-Museum im sorgsam renovierten „Kurathus“ in Au nach. In vier Ausstellungsteilen befasst es sich mit den Themen „Planen, bilden, bauen“, „Das Bauen organisieren“, „Mobil und vernetzt“ sowie „Gehen und bleiben“.
Das Museum wird vom 2019 gründeten Verein „akkurat“ betrieben. Er hat das Ziel, die Geschichte der aus Au stammenden Barockbaumeister dauerhaft zu erforschen, zu präsentieren und zu vermitteln.
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Die Mutter der nützlichen Künste ist die Not, die der schönen der Überfluss.
Arthur
Schopenhauer,
Philosoph
Fotos: Marianna Moosbrugger
Foto: Achim Mende
DESIGN ESSENZ
QR-Code einfach mit dem Smartphone scannen und Beratungstermin vereinbaren.
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