04 | 2020
Emma Bitschnau Hilti AG, ThĂźringen
Volle Kraft voraus!
SO GEHT KARRIERE
Mit einer technischen Ausbildung zum Traumberuf 01
„VIELES IST MÖGLICH. ABER ALLES KANN!“ Ausbildung im Technikland Vorarlberg – ein Invest in die Chancenvielfalt
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BUCHSTABEN HÜPFEN UND KATZEN VERSCHWINDEN Projekt „Code4Talents“ begeistert Volksschul-Kids für digitale Welt
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TECHNIK-STUDIUM AN DER FH VORARLBERG Neun Möglichkeiten
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„WHAT WOULD MACGYVER DO?“ Mit der Kult-Figur der 1980er zum „Head of“ bei Erne Fittings
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EIN HERZ FÜR ZAHLEN & DATEN Ungesehenes sichtbar machen – ein Job für die Hydro-Datenanalytikerin
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CHANCEN DER VIELFALT Als ElektrotechnikerIn beim Logistikprofi LTW Intralogistics GmbH
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DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN Beruf bei der illwerke vkw und ein Studium an der FH Vorarlberg
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MIT LEHRE, HTL UND STUDIUM Das Technikland Vorarlberg von morgen gestalten
MOBILITÄT DER ZUKUNFT Als Prozess-Spezialist beim Global Player Faurecia
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SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM ERFOLG Durchstarten bei Meusburger
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GEFRAGTE ALLROUND-TALENTE Duale Studentin bei der Firma GRASS
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HOCH, HOCH HINAUS! Bei Künz geht’s nicht nur mit dem Kran in luftige Höhen
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DUALES STUDIUM BEI BLUM Theorie und Praxis optimal vereint
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PERSPEKTIVE: GLOBAL PLAYER Mit dem Master zur internationalen Karriere bei Hirschmann Automotive
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„OHNE DAS PASSENDE WERKZEUG? GEHT’S NICHT!“ Zum Werkzeugbautechniker mit der ZKT
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UNSER GARANT FÜR WACHSTUM Henkel-Konzern setzt auf MitarbeiterInnen mit breit gefächertem Portfolio
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„JUST MAKE IT!“ Mit interdisziplinärer Kompetenz zum eigenen Start-up „Texible“ in der Textilbranche
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Liebe LeserInnen, „Volle Kraft voraus!“ – ein Wahlspruch, den sich die Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie heuer ganz groß auf die Fahnen schreibt. Mehr als hundert Unternehmen, vielfältige Ausbildungs angebote und unterschiedlichste Karrierewege sowie unsere mehrfach ausgezeichneten Lehr- und Betriebs stätten tragen das Image der Vorarl berger Industrie als antriebsstarker Motor für das Ländle in die Welt hinaus. Für die leistungsstarke Kursrichtung sorgt nicht zuletzt die Digitalisierung, die als treibende Kraft die Taktung vorgibt. Dabei hat sich gezeigt, dass es immer auch ein Geben und Nehmen auf Augenhöhe ist: So profitieren nicht nur Lehrlinge und StudentInnen von unseren innovativen und oftmals global agierenden Unternehmen – auch die Industrie kann sich über die jungen Erwachsenen glücklich schätzen, die schon jetzt einen eindrucksvollen Wissensschatz an fundiertem digitalem Know-how mitbringen. Wie so ein „Perfect Match“ dann per se aussehen kann, davon zeugen nicht zuletzt die spannenden Karrierewege in dieser Ausgabe – in diesem Sinne: Volle Kraft voraus und viel Spaß beim Lesen.
Stefanie Huber V.E.M. Geschäftsführung Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg
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„VIELES IST MÖGLICH. ABER ALLES KANN!“ Ausbildung im Technikland Vorarlberg – ein Invest in die Chancenvielfalt Sonja Fritsch illwerke vkw, Vandans
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Ob Elektrotechnik, Werkzeugbau oder Wirtschaftsingenieurwesen – in der Vorarlberger Industrie treffen die unterschiedlichsten Berufsfelder aufeinander. Für SchülerInnen, Lehrlinge, MaturantInnen, StudienabsolventInnen und andere BerufseinsteigerInnen hält das Technikland Vorarlberg dabei eine riesige Fülle an Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten bereit. David Franz Hirschmann Automotive, Rankweil
Sei es die technische Lehre im Betrieb, die Ausbildung an einer der Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) im Ländle oder ein (Duales) Studium an Fachhochschule oder Universität – „Vieles ist möglich. Aber alles kann“ ist dabei Wahlspruch und gelebte Chancenvielfalt zugleich. Das bezeugen nicht zuletzt die vielen eindrucksvollen Karrieremodelle in dieser Ausgabe. Erfahren Sie mehr über tolle Kooperationen zwischen den Unternehmen der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie (V.E.M.) und den hiesigen Lehr- und Ausbildungsstätten und lassen Sie sich von spannenden Werdegängen, ungewöhnlichen Arbeitsorten, kuriosen Leidenschaften und – an der einen oder anderen Stelle – von coolen Kindheitshelden inspirieren. Eines ist in jedem Falle sicher: Im Technikland Vorarlberg geht’s immer volle Kraft voraus!
Den älteren SchülerInnen macht es großen Spaß, den Volksschulkindern die digitale Welt näherzubringen.
BUCHSTABEN HÜPFEN UND KATZEN VERSCHWINDEN Projekt „Code4Talents“ begeistert Volksschul-Kids für digitale Welt
Ohne digitales Know-how hat man es heutzutage schwer. Deshalb haben sich engagierte AkteurInnen zusammengetan, um ein Projekt ins Leben zu rufen, das seinem Namen alle Ehre macht: „Code4Talents“ zielt darauf ab, Vorarlberger Volks schülerInnen ab der dritten Klasse auf spielerische Art und Weise an digitale und technische Themen heranzuführen – mit einer außergewöhnlichen Besonderheit. „Computational thinking“, so nennt man das informatische Denken, das eine analytisch-verknüpfende Denkweise bezeichnet und das zur Lösung komplexer Probleme herangezogen wird. Dazu gehört beispielsweise, ein bestehendes Problem in kleine Schritte zu zerlegen, verschiedene Muster zu erkennen, algorithmisch zu denken, also eine Schrittfolge zur Problemlösung festzulegen, sowie zu evaluieren und schließlich auch zu abstrahieren. Puh. Klingt für den Laien aufs Erste doch ein wenig abstrakt, ist aber gerade in technischen Berufen, allen voran in der Informatik beim Programmieren, eine gängige Methode, die sich schon früh erlernen lässt. DIE IDEE HINTER „CODE4TALENTS“ Kinder und Jugendliche an digitale und insbesondere technische Themen heranzuführen und ihnen das informatische Denken beizubringen, dieses ambitionierte Ziel verfolgt das Projekt „Code4Talents“. Als Initiative im Rahmen der digitalen Bildung Vorarlberg gegründet, geht das Projekt aus einer Kooperation zwischen der HTL Dornbirn, der S.I.E AG, der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) sowie der Plattform für digitale Initiativen Vorarlberg hervor und
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wird durch das BIFO (Beratung für Bildung und Beruf) koordiniert. Land Vorarlberg und Wirtschaftskammer Vorarlberg sind Träger des Projekts. Doch wie sieht das nun in der Praxis aus? In einem Pilotprojekt im Frühjahr 2019 – damals noch unter dem Namen „Code4Kids“ – wurden in 20 Klassen im Bezirk Dornbirn die eigens erstellten Unterrichtseinheiten getestet. Mittels der vom MIT entwickelten kindgerechten Programmiersprache „Scratch“ wurde den Kindern in der 4. Klasse Volksschule ein erstes „Rantasten“ an das informatische Denken ermöglicht: Verschiedene Befehle stehen hier als Bausteine zur Verfügung, die von den Kindern auf unterschiedliche Art und Weise zusammengesetzt werden können. So lassen sich beispielsweise einfache Programmabläufe gut nachvollziehen, mit dem übergeordneten Ziel, später auch eigene kleine Spiele oder Programme zu erstellen. Die Kinder lassen dann Buchstaben hüpfen oder Saltos schlagen und bringen Figuren zum Verschwinden, die plötzlich an anderer Stelle wieder auftauchen. WENN SCHÜLER/INNEN SCHÜLER/INNEN UNTERRICHTEN Neben dem innovativen Konzept und den eigens entwickelten Leitfäden durch engagierte Lehrpersonen der Pädagogischen Hochschule hält „Code4Talents“ aber noch eine ausgesprochen schöne Besonderheit bereit: Unterrichtet werden die VolksschülerInnen im ersten von vier Workshops von SchülerInnen der höheren Schulen in Vorarlberg (HTL, HAK, BORG etc.). Die Betreuung erfolgt dabei 1:1, sodass besonders intensiv auf individuelle Fragestellungen und Probleme der Kinder eingegangen werden kann. Norbert Lenz, Professor an der HTL Dornbirn und „Code-
4Talents“-Betreuer, ist überzeugt: „Die SchülerInnen machen das wirklich sehr gerne, es macht ihnen Spaß, mit den Volksschulkindern zu arbeiten. Vor allem eher zurückhaltende SchülerInnen blühen geradezu auf, wenn sie den Kindern das Programm ‚Scratch‘ erklären können.“ Dabei sei es dem Projektteam ein Herzensanliegen, bei den Kids schon früh die Begeisterung fürs Technische zu wecken und zu fördern, erklärt der Professor weiter: „Von der HTL aus ist es uns wichtig, Kinder für die Infor matik zu begeistern. Sie soll ihnen Spaß machen. Die Kinder erkennen dadurch, dass das Programmieren gar nicht schwierig ist. Auch ist es uns wichtig, Mädchen für die MINT-Fächer zu begeistern, was uns ebenfalls durch ‚Code4Talents‘ gelingt.“
Bregenz Blumenstraße und das BG Dornbirn Schoren teil. Derzeit werden zusätzlich Lehrlinge von heimischen Unternehmen in das Projekt integriert, um „Code4Talents“ noch breiter gefächert aufzustellen. Langfristiges Ziel soll es außerdem sein, dass die Lehrpersonen die Inhalte von „Code4Talents“ auch selbstständig im Unterricht durchführen können, dafür werden seit diesem Schuljahr spezielle Fortbildungen angeboten. Weitere Infos zu diesem Projekt unter: www.code4talents.at
Nach der sogenannten „Rocket“, der ersten gemeinsamen Sitz ung mit den älteren SchülerInnen, kommen speziell geschulte TrainerInnen des BIFO noch für drei weitere Male in die Klassen, um das Wissen zu vertiefen und nachhaltig zu festigen. ÜBER DIE BEZIRKSGRENZEN HINWEG Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr wurde das Projekt nun ausgeweitet: Nach vormals 21 Klassen von zehn Schulen im Bezirk Dornbirn nehmen heuer sage und schreibe 51 Klassen von 31 Schulen in allen Bezirken Vorarlbergs teil. Für das kommende Schuljahr 2020/21 umfassen die Anmeldungen schon jetzt zwölf Klassen. Je höher die Nachfrage, desto größer auch der Lehrauftrag: Neben der HTL Dornbirn, die mit 18 Rockets den größten Anteil stemmt, nehmen nun auch HTL Rankweil, HTL Bregenz, HAK Feldkirch, HAK/HAS Lustenau, HAK Bludenz, BORG Egg, BG
Mit der Programmiersprache „Scratch“ tasten sich die Kinder erstmals an informatisches Denken heran.
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TECHNIKSTUDIUM AN DER FH VORARLBERG „
Die Laborgruppen bestehen aus nicht mehr als zehn Studierenden. Dadurch h aben wir eine sehr gute Betreuung durch die Dozentinnen und Dozenten. Xin Meng Studentin Bachelor Elektrotechnik Dual
GANZ VIEL PRAXIS Studieren an der FH Vorarlberg heißt, für den Job zu lernen
24/7
An 7 Tagen die Woche rund um die Uhr freien Zugang zu den Labors.
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BETREUUNG In kleinen Gruppen wird Wissen effizient vermittelt
17 % Knapp ein Fünftel der Technik-Studierenden sind Frauen
Alle Infos unter www.fhv.at/technik
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Die FH setzt sich aktiv dafür ein, dass Frauen und Technik zueinanderfinden. Hier zählt, was du kannst. Melanie Zumtobel Studentin Bachelor Informatik – Software and Information Engineering
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Zum ersten Mal im Leben weiß ich, für was ich lerne. Das hat mir viel Motivation gegeben. Martin Werth Student Bachelor Mechatronik Vollzeit
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MÖGLICHKEITEN
BACHELORSTUDIUM » Informatik » Informatik – Digital Innovation (berufsbegleitend) » Mechatronik (Vollzeit und berufsbegleitend) » Mechatronik/Maschinenbau » Elektrotechnik Dual » Wirtschaftsingenieurwesen (berufsbegleitend) MASTERSTUDIUM » Mechatronics » Informatik » Nachhaltige Energiesysteme (berufsbegleitend)* * vorbehaltlich Akkreditierung durch die AQ Austria
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„WHAT WOULD MACGYVER D Mit der Kult-Figur der 1980er zum „Head of“ bei Erne Fittings
ERNE FITTINGS GMBH » Produktionsstandorte: Schlins und Mürzzuschlag (AUT), Jubail (Saudi-Arabien) » M itarbeiterInnen Schlins: 233 » MitarbeiterInnen weltweit: 425 (inkl. Schlins) » P rodukte: fest verschweißbare Rohrleitungsverbindungen wie Rohrbogen, T-Stücke und Reduzierungen » A nwendungsbereiche: Gas, Offshore und Energie & Chemie
Manuel Bachner (li.) und Lehrling Dino (re.) stellen die Produkte im Prüflabor der Qualitätssicherung auf die Probe.
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O?“ Manuel Bachner ist seit 2005 bei der Erne Fittings GmbH angestellt. Seit drei Jahren hat er die Manager-Position „Head of Quality & Process Management“ inne und verantwortet damit die umfassenden Qualitätsrichtlinien des Unternehmens in Europa, dem Nahen Osten und den USA. Seine Affinität für alles Technische hat er aber einem ganz bestimmten Helden zu verdanken. Ungewöhnliche Herausforderungen verlangen nach ungewöhnlichen Lösungen – eine Einstellung, die der 39-jährige Manuel Bachner auch heute noch mit seinem Idol aus Jugend jahren gemein hat. Tatsächlich war es nämlich der amerikanische TV-Held MacGyver, der ihn seine Leidenschaft fürs Technische entdecken ließ. Unter Einbezug von ingenieurwissenschaftlichen Kenntnissen und reichlich technischem Know-how ist es MacGyvers Vorzeige-Fähigkeit, aus herkömmlichen Alltagsgegenständen trickreiche Erfindungen zu „basteln“. DIE EIGENE AFFINITÄT FÜRS TECHNISCHE ENTDECKT Der Grundstein war damit gelegt: Eine technische Ausbildung musste her! Nach einem vierjährigen Aufenthalt an der Sporthauptschule ging es für Manuel weitere vier Jahre an die Höhere Technische Lehranstalt (HTL) in Rankweil, gefolgt von einem zweijährigen Aufbaulehrgang an der HTL in Bregenz. Schließlich kamen ein Studium an der Hochschule Liechtenstein und ein zweijähriges Auslandsstudium an der University of G loucestershire (England) hinzu. Seine „HTL-Zeiten“ haben den in Zwischenwasser lebenden Manager stark geprägt: „In der HTL gibt es nichts geschenkt. Insbesondere die Projektarbeiten haben gezeigt, dass man sich in jedes Projekt mit viel Einsatz und Willen einarbeiten kann. Auch wenn das Projekt zu Beginn für einen zu kompliziert erscheint und man das Gefühl hat, dass man diesen Herausforderungen nicht gewachsen ist.“ VOM SALES MANAGER ZUM HEAD OF QUALITY BEI ERNE FITTINGS Dass sich das Dranbleiben und Durchbeißen lohnt, zeigt Manuels eindrucksvoller beruflicher Werdegang bei Erne Fittings: Hier begann er als „Inside Sales Manager USA“, um dann nach weiteren Jahren als „Sales Manager UK & Scandinavia“ sowie als „Senior Technical S ales Manager“ die Position des „Area Sales Managers USA“ in Houston (Texas) anzutreten. Nach seiner Rückkehr aus den USA vor nunmehr drei Jahren übernahm er die Stelle als „Head of Quality & Process Manager“. Der Job ist nicht nur von einem hohen Grad an Verantwortung gekennzeichnet, auch gehört ein gutes Händchen für alles Organisatorische zu Manuels „daily Business“: Vom Einführen und Überwachen der Qualitätsstandards für die gesamte Erne-Gruppe über die Sicherung von Qualitätsstandards bei den Lieferanten bis hin zu sämtlichen organisatorischen Maßnahmen zur Verbesserung der Prozess- und Arbeitsqualität ist hier alles mit von der Partie. „Mit klaren Strukturen und Prozessen kann die Frustration bei MitarbeiterInnen vermieden werden“, weiß Manuel, „und mit der stetigen Entwicklung von Qualitätsvorgaben und Prozessen wird auch die Effizienz in allen Geschäftsbereichen erhöht.“ Schließlich gehe es letzten Endes ja immer um die Qualität und die ist für Manuel direkt an zufriedene Kunden gekoppelt: „Qualität ist für mich, wenn der Kunde wieder zurück zu Erne kommt – und nicht das Produkt.“ Auch wenn MacGyver ein Held der Jugend bleibt, so zaubert die Kultfigur Manuel auch heute noch ein schelmisches Grinsen auf die Lippen. Spätestens dann, wenn neue ungewöhnliche Herausforderungen nach neuen ungewöhnlichen Lösungen trachten und es partout nur die eine, alles entscheidende Frage zu stellen gilt: „What would MacGyver do?“
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EIN HERZ FÜR ZAHLEN & DATEN
Katharina Dimovski lebt bei Hydro Nenzing als Analytikerin ihre Liebe für Zahlen und Daten aus.
Ungesehenes sichtbar machen – ein Job für die Hydro-Datenanalytikerin In einem Meer aus kryptischen Daten und Zahlenabfolgen genau das herauszufiltern, was essenziell fürs Weiterkommen ist? Das ist der Job von Katharina Dimovski. Als Data Analyst bei Hydro hat die aufgeweckte Technikerin ein Faible fürs Detail – und damit auch ein Händchen für echte Detektivarbeit. Zahlen und Daten. Daten und Zahlen. Wo sich bei so manchen schon beim bloßen Anblick die Nackenhaare sträuben, schlägt Katharina Dimovskis Herz jedes Mal ein bisschen schneller. Die gerade einmal 25-jährige Berufseinsteigerin ist passionierte Analytikerin bei Hydro Nenzing. Nicht zu sehende Dinge sichtbar zu machen ist dabei eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. „Ich liebe es, ungesehene Dinge sichtbar zu machen. Das Auge kann kleine Unterschiede in einer langen Reihe an Daten nicht wirklich sehen. Modelle sehen jedoch schon kleinste Nuancen und zeigen Zusammenhänge, die man sonst nie entdecken würde. Das Gefühl, tatsächlich etwas Sinnvolles in einem Datenmeer zu finden, ist super.“ Dabei ist Katharinas Werdegang zum Data Scientist, wie ihre Position auch gerne betitelt wird, alles andere als typisch. Ihren Bachelor of Science, kurz B. Sc., hat die sympathische Nenzingerin im Studienfach Atmosphärenwissenschaften gemacht, besser bekannt als Meteorologie. „Ich wollte nach der Schule gerne eine Kombination aus Mathematik und Umwelt lernen. Außerdem hatte ich schon lange den Wunsch, in Österreich zu studieren, ich komme nämlich ursprünglich aus Deutschland. Zufällig habe ich dann Meteorologie auf der Website der Uni Innsbruck entdeckt. Die Mischung aus Mathematik, Physik und Naturwissenschaften hat mich überzeugt.“ Mit einem Bachelor in Atmosphärenwissenschaften
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direkt ins Berufsleben starten? Das stellte sich dann doch als ein bisschen schwierig heraus, und so war für Katharina schnell klar: Ein Master muss her! Energietechnik und Energiewirtschaft schienen ihr da eine gute Ergänzung zu ihrem B. Sc. zu sein. „Energietechnik war für mich ein guter Kompromiss, da ich durch meine Vorbildung keine reine Technikerin war, und den Umweltaspekt wollte ich auch nicht verlieren.“ Am Masterstudium an der FH Vorarlberg in Dornbirn schätzte die Wahl-Österreicherin vor allem die gemeinschaftliche, ja fast schon familiäre Atmosphäre. „Gerade an der FH fühlt man sich nicht nur wie eine Matrikelnummer. Man lernt in einer gemeinschaftlichen Atmosphäre und fühlt sich als Studentin wertgeschätzt.“ Die Masterthesis erfolgte schließlich im Herbst 2018 – direkt bei Hydro. Und seit Oktober 2019 ist Katharina für das Technologie-Unternehmen Vollzeit im Einsatz. Die internationale Unternehmensgruppe Hydro entwickelt und produziert am Standort Nenzing Aluminiumlösungen für unterschiedlichste Branchen und Kundenanfragen. Das Angebotsspektrum reicht hierbei von der Extrusion (Strangpressung) über die Oberflächenveredelung wie beispielsweise das Eloxieren von
Hydro Extrusion Nenzing GmbH » MitarbeiterInnen: 450 » jährlich werden 46.000 Tonnen Aluminium verarbeitet » Einstiegsmöglichkeiten für Student Innen und BerufseinsteigerInnen: - Z usammenarbeit für wissenschaftliche Arbeiten - Praktika und Traineeprogramme
Aluminiumprofilen (eine Methode der Oberflächentechnik zur Erzeugung einer Schutzschicht auf Aluminium durch Oxidation) bis zur mechanischen Bearbeitung von Aluminiumlösungen sowie deren Montage, Verpackung und Versand. Ihre Liebe für Zahlen und Daten kann die Analytikerin bei Hydro Nenzing voll und ganz ausleben. In enger Zusammenarbeit mit dem/der jeweiligen Prozessverantwortlichen einer Abteilung erarbeitet Katharina relevante Anwendungsfälle. Ziel einer solchen Analyse sollte es dabei immer sein, mehr Wissen über den jeweiligen Prozess zu erlangen. So könne man zuvor angestellte Hypothesen ganz einfach bestätigen oder eben widerlegen, so Katharina. Im Anschluss würden wiederum Empfehlungen für einzelne Abteilungen abgegeben, beispielsweise, wie sich Teilschritte im Prozessablauf effizienter gestalten oder Ressourcen anderweitig einsetzen lassen. Neben ihren Aufgaben und einer wirklich tollen Atmosphäre im Team schätzt Katharina an ihrem Arbeitgeber aber auch die vielen „Social Benefits“: Ob Firmen-Skitag, Yogakurse, Laufevents, die gemeinsamen Mittagspausen im „Hydro-Treff“ oder Vergünstigungen im Fitnessstudio und subventionierte Lunch-Pausen
sowie weitere tolle Angebote mehr – Hydro hält für jede/n MitarbeiterIn attraktive Sozialleistungen und Weiterbildungsmöglichkeiten bereit. Bleibt noch die Frage offen, ob die Datenanalytikerin ihren beruflichen Werdegang noch einmal genau so wieder wählen würde? „Auf jeden Fall“, meint Katharina und gibt dabei lachend zu: „In den Bachelorvorlesungen würde ich allerdings etwas mehr zuhören …“
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Junge, interessierte Leute sind wichtig, um neue Ideen zu entwickeln und voranzutreiben sowie frischen Wind in die Organisation zu bringen. Eine qualifizierte Ausbildung und der Wille zur laufenden Weiterentwicklung sind uns sehr wichtig, das versuchen wir zu fördern. Das erleben wir bei Katharina und weiteren jungen Talenten täglich und freuen uns, mit ihnen gemeinsam am Ball zu bleiben. Helmut Gassner, Plant Manager Extrusion
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Rebecca Blank beim Prüfen der Lichtsensorik.
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Als Komplettanbieter für Intralogistik sind wir auf ein engagiertes Team angewiesen, das über den Tellerrand hinausschaut. Bernhard Peter Bereichsleiter Technik, LTW Intralogistics GmbH
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CHANCEN DER VIELFALT Als ElektrotechnikerIn beim Materialflussprofi LTW Intralogistics GmbH Rebecca Blank und Samir Husic haben nicht nur die fünfjährige Ausbildung an der HTL Bregenz in der Fachrichtung „Elektrotechnik“ gemeinsam, sie beide sind heute bei der LTW Intralogistics GmbH am Zentralstandort Wolfurt angestellt. Beim Spezialisten für Komplettlösungen in der Intralogistik können sie ihre Fähigkeiten vielfältig zur Geltung bringen.
E-Planer Samir Husic überprüft den Schaltschrank aufbau.
Projektierung und Fertigung. Inbetriebnahme und Wartung. Vertrieb und Service. In der Ausbildung zur/zum ElektrotechnikerIn an der HTL Bregenz dreht sich alles um elektronische Steuerungs- und Regelungssysteme sowie elektronische Anlagen. Die 21-jährige Rebecca Blank aus Sulzberg und der 28-jährige Samir Husic aus Lochau haben sich beide für diese Ausbildung entschieden – und es bis heute nicht bereut. So weiß Samir zu berichten: „Ich war schon immer technikbegeistert, aber am Tag der offenen Tür wusste ich dann, dass ich mal in die HTL gehen werde. Die Entscheidung für die Elektrotechnik bereue ich bis heute nicht.“ Rebecca behielt aus ihrer Schulzeit vor allem den Praxisanteil in den Werkstätten und Laboren in guter Erinnerung. Gerade die Automatisierung von logistischen Systemen habe sie dabei schon immer fasziniert. Da lag es doch recht nahe, dass sie ihr weiterer Berufsweg zur ausgeschriebenen Stelle der Automatisierungstechnikerin bei LTW Intralogistics GmbH führte. Beim Spezialisten für Regalbediengeräte und einem mittlerweile umfassenden Full-Service-Angebot für sämtliche intralogistischen Anwendungen ist es Rebeccas Hauptaufgabengebiet, vollautomatische Lagersysteme zu programmieren und anschließend in Betrieb zu nehmen. Damit verbunden ist aber nicht nur die Arbeit am Schreibtisch vor dem PC, sondern auch der Einsatz beim Kunden vor Ort, zum Beispiel auf der Baustelle: Hier
müssen etwa Anlagen und Motoren gewartet oder in Betrieb genommen, Lichtschranken eingestellt und weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Samir hat sich hingegen für die Stelle des E-Planers, genauer gesagt des Electrical Design Engineers, bei LTW entschieden. Was er da macht? Die Erstellung und Konstruktion des Elektroplans. Die Elektroplanung ist dabei ein recht komplexes Themenfeld, denn meist arbeiten mehrere Personen verschiedener Disziplinen gleichzeitig an einem Projekt. So müssen die Daten der Elektrotechnik beispielsweise auch für andere Projektbeteiligte verwendbar sein, etwa für die Produktion oder den Auftraggeber. „Es ist ein Zusammenspiel der ganzen Firma. Jede/r macht seinen/ihren Part, bis es ein komplett fertiges System mit allen Komponenten ist“, so Samir. Belast bar und auch flexibel sollte man seiner Meinung nach sein, wenn man sich für diesen Job entscheidet, denn es könne schon öfter einmal vorkommen, dass Hardwarekomponenten geändert werden müssen – auch kurzfristig. Doch selbst wenn’s mal stressig werde, der gelebte LTW-Teamspirit mache das wieder wett: „Am besten an meinem Job gefallen mir das Team und die ganze Firma, es ist fast schon familiär hier. Außerdem ist die Arbeit immer spannend und abwechslungsreich.“
LTW Intralogistics GmbH » Gründung: 1981 » Eigentümer: Doppelmayr Holding » Hauptfirmensitz: Wolfurt, 7 Standorte » MitarbeiterInnen weltweit: ca. 280, davon 207 in Wolfurt » weltweit mehr als 950 Intralogistik-Projekte und über 500 Softwarelösungen » Export in über 35 verschiedene Länder weltweit » Portfolio: Komplettlösungen für die Verbindung von Regalbediengeräten, Fördertechnik und Software zum schnittstellenfreien, innerbetrieblichen Materialfluss » Top5: Beste Arbeitgeber Vorarlbergs 2018 & 2019 15
DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN
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Wir profitieren als Abteilung von ihrem Engagement und ihrer Offenheit. Stefan Hartmann Studienbetreuer und Produktmanager Mobilität, illwerke vkw
Janine kombiniert ihren Beruf bei der illwerke vkw mit einem Studium an der FH Vorarlberg. Wie die angehende Wirtschaftsingenieurin das macht? Mit einem Dualen Studium! Ein Besuch am Arbeitsplatz ihres Onkels im Rahmen des „Girls’ Day“ öffnete für Janine Lang aus Eichenberg die Tore zur Technik-Welt. Beim anschließenden Tag der offenen Tür in der HTL Bregenz entdeckte sie ihr Interesse für eine technische Ausbildung. LUST AUF MEHR Nach dem Abschluss ihrer Schullaufbahn bewarb sie sich für ein Praktikum bei der illwerke vkw und brachte ihr Wissen fortan bei vorarlberg netz im Bereich der Netzplanung ein. Ihre Ausbildung sah die mittlerweile 22-jährige Eichenbergerin aber noch lange nicht als abgeschlossen, und so entschied sie sich nach einem Angebot der illwerke vkw für ein Duales Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der FH Vorarlberg. „Das Duale Studium ist bisweilen schon herausfordernd“, gibt die junge Technikerin zu, „allerdings vereint es auch perfekt die Vorteile der Arbeits- und der Studienwelt.“ Um beides unter einen Hut zu bekommen, sind die Wochen der jungen Frau ziemlich vollgepackt: Von Montag bis Mittwoch gilt ihre Konzentration ihrem Arbeitgeber illwerke vkw, bei dem sie in Teilzeit beschäftigt ist. Dabei kommt sie abwechselnd in verschiedenen Bereichen des Unternehmens zum Einsatz und lernt auf diese Weise alle Aspekte der Energiewirtschaft kennen. „Umgekehrt profitieren wir als Abteilung von ihrem Engagement und ihrer Offenheit bei aktuellen und neuen Themen, die sie dann auch in ihrem Studium vertiefen kann“, berichtet ihr Betreuer Stefan Hartmann von der illwerke vkw. Freitags und samstags besucht sie dann die geblockten Vorlesungen an der FHV. BESTENS ABGESTIMMT Bei der illwerke vkw werden die Einsatzbereiche der Dualen StudentInnen bestmöglich an das jeweilige Lernfeld und die persönlichen Interessen angepasst. Das bedeutet, dass Janine zum Zeitpunkt der Marketingvorlesungen in der Fachhochschule z. B. auch direkt im Marketing des Innovation Lab des Energiedienstleisters Erfahrungen sammeln konnte. Janine ist überzeugt davon, mit ihrer Entscheidung für das Duale Studium einen Volltreffer gelandet zu haben. Zeitgleich zu studieren, Geld zu verdienen und das Gelernte sofort in die Praxis umsetzen zu können, ist für sie die ideale Kombination. Und eines ist für die 22-Jährige klar: „Ich würde es jederzeit wieder machen.“
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illwerke vkw AG Vorarlbergs größter Energiedienstleister » Geschäftsfelder: Wasserkraft, Versorgung und Dienstleistung, Energienetze, Tourismus » Hauptsitze: Bregenz/Vandans (illwerke vkw zentrum montafon) » MitarbeiterInnen: ca. 1.200 » Anzahl StudentInnen im Dualen Studium: 7 (2–3 neue ab Herbst 2020) » Duale Studien: IT-Digital Innovation, Wirtschaftsingenieurwesen und Elektrotechnik mit der FH Vorarlberg » Einsatzbereiche der Dualstudent Innen: z. B. IT, Elektrotechnik, techn. Produktmanagement und Vertrieb in den Geschäftsfeldern Wasserkraft, Versorgung und Dienstleistung und Energienetze » www.illwerkevkw.jobs
INTERVIEW WIE IST DAS LEBEN ALS DUAL- STUDENTIN? Es ist super, ich verbinde das Beste aus zwei Welten und hole mir meinen Studienabschluss. Arbeit und Uni sind perfekt aufeinander abgestimmt, und so habe ich die besten Voraussetzungen, um erfolgreich zu lernen. WAS GEFÄLLT DIR AM STUDIUM AM BESTEN? Wir hatten einen Field Trip nach Indien – das war ein besonderes Highlight. Zudem machen wir eine ganze Reihe von Planspielen zu unterschiedlichsten Themen und binden unser Unternehmen auch im Studium immer wieder ein. Das macht Spaß und gefällt mir besonders gut. INWIEWEIT UNTERSTÜTZEN DICH DIE ILLWERKE VKW BEI DEINEM STUDIUM? Ganz vielfältig: Meine Einsatzbereiche werden an die Studienthemen angepasst. Das Unternehmen hat mich beim Field Trip unterstützt, mir ein Bachelorthema zur Verfügung gestellt, und ich kann die Infrastruktur im Unternehmen für meine Lerngruppen nutzen. Janine Lang, 22 Jahre studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der FH und arbeitet bei illwerke vkw
Janine Lang (li.) erlangt als Dualstudentin Einblicke in verschiedene Bereiche der illwerke vkw.
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FAURECIA » vier Geschäftsbereiche: „Interiors“, „Seating“, „Clean Mobility“ und „Clarion Electronics“ »3 0 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit insgesamt 6.900 MitarbeiterInnen »3 00 Standorte weltweit mit insgesamt 122.000 MitarbeiterInnen » 9 Forschungs- und Entwicklungszentren
FAURECIA-STANDORT KENNELBACH » 180 MitarbeiterInnen » Kernkompetenz: Herstellung von Dekorleisten für das Automobil-Interieur » weitere Fachabteilungen am Standort: Produktion, Forschung & Entwicklung sowie Pilotwerk für die Erprobung neuer Prozesse und Produkte
MOBILITÄT DER ZUKUNFT Als Prozess-Spezialist beim Global Player Faurecia
Prozess-Spezialist Adnan Pehlic sorgt für reibungslose Produktionsabläufe.
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Mobilität steht für Flexibilität, für Aufbruch und Fortschritt, und natürlich auch für Veränderung. Dabei erfährt Mobilität gerade selbst einen tiefgreifenden Wandel: Neue technische Möglichkeiten auf der einen und veränderte individuelle und gesellschaftliche Bedürfnisse auf der anderen Seite verlangen einer seit jeher dynamischen Branche innovative und zukunftsträchtige Lösungen ab. Welche Bedeutung da einem Leitmotiv wie dem der „Mobilität der Zukunft“ innerhalb eines global agierenden Unternehmens zukommt, das verrät Adnan Pehlic: Er ist Prozess-Spezialist bei der Faurecia Angell-Demmel GmbH. Die chemische Vorbehandlung von Dekorleisten aus Aluminium für das Auto-Interieur und damit verbunden auch die Optimierung laufender Prozesse sowie die Sicherstellung eines reibungslosen Produktionsablaufs, das ist das Metier von Adnan Pehlic. Als Prozess-Spezialist bei Faurecia am Standort Kennelbach verfolgt er mit seiner Arbeit das übergeordnete Ziel, die Oberflächen der Dekorleisten so aufzubereiten, dass sie im Anschluss an den Produktionsablauf reibungslos bedruckt werden können. Und das wiederum ist ein wesentliches Kriterium in Sachen Qualität. MOBILE BRANCHE? MOBILER HANDLUNGSSPIELRAUM! Nicht nur, dass der 34-Jährige in einer – im wahrsten Sinne des Wortes – bewegten Branche zu Hause ist: Für ihn bedeutet Mobilität in puncto Arbeit ganz allgemein gesprochen auch, einen agilen Handlungsspielraum zu haben. Mittels seines fundierten und fachspezifischen Wissens, das er sich durch eine solide Ausbildung im Ländle angeeignet hat, ist Adnan auf mögliche Eventualitäten oder plötzlich eintretende Veränderungen im Alltag optimal vorbereitet, der Konkurrenz sozusagen stets einen Schritt voraus. „Man ist ständig auf der Suche nach Verbesserungen und Optimierungen, um sich von der Konkurrenz auf dem Markt abzuheben", sagt Adnan und verrät
weiter: „Wir arbeiten derzeit an der Auto matisierung von Teilschritten, um den Gesamtprozess stabiler zu gestalten und damit nicht zuletzt auch die Sicherheit der MitarbeiterInnen weiter zu erhöhen.“ GEMEINSAM IN EINE MOBILITÄT DER ZUKUNFT Gerade eine solche Automatisierung fällt bei Faurecia ins übergeordnete Konzept einer intelligenten, dynamischen und zugleich vernetzten „Mobilität der Zukunft“. So erklärt Ingo Spengler, Vice President der Faurecia Decoration Division: „Wir sind ein Global Player in der Automobilindustrie – das bedeutet, dass wir derzeit dabei sind, gemeinsam mit den großen Herstellern die Mobilität der Zukunft zu gestalten. Im Unternehmen haben wir deshalb entsprechend flache Hierarchien und einen tollen Teamspirit – beides ist wichtig, um in dieser dynamischen Zeit gemeinsam erfolgreich zu sein.“ Für BerufseinsteigerInnen hält der Vice President deshalb den folgenden Erfolgstipp parat: „Wenn man sich für ein Thema wirklich begeistert, dann strahlt man das auch aus. Deswegen würde ich jedem/r BerufseinsteigerIn raten, sich selbst treu zu bleiben und nach den Aufgaben zu suchen, die einem wirklich am Herzen liegen.“ Apropos Aufgaben mit Herzblut: Seine Leidenschaft für chemische Prozesse und Produktveredelungen hat Adnan noch vor seiner Lehre zum Oberflächentechniker entdeckt. Während einer Ausstellung anlässlich der 100-Jahr-Feier der Firma Collini konnte er live beobachten, wie eine Kupfermünze verchromt wurde. Den chemischen Prozess des Veredelns fand der junge Mann damals derart faszinierend, dass dieser Moment ausschlaggebend für seine Berufswahl werden sollte.
man über galvanische und mechanische Oberflächentechniken wissen muss. Das Thema Mobilität war für den angehenden Prozess-Spezialisten übrigens damals schon ein wichtiger Faktor: Als Oberflächentechniker in der kompletten Metallindustrie einsetzbar sein zu können und damit schlichtweg mobil zu agieren, das klang nicht nur reizvoll, das war vor allem eines: zukunftssicher! Heute ist jene „Mobilität der Zukunft“ sein Zuhause, denn bei Faurecia wird sie Tag für Tag auf mannigfache Art und Weise gelebt. Nicht zuletzt verdeut lichen das Adnans Auslandseinsätze – als Prozess-Spezialist gehört es nämlich auch zu seinem Tätigkeitsfeld, Reisen im In- und Ausland wahrzunehmen, wenn er etwa zu Partnerunternehmen oder Werken fliegen muss. Chapeau – das ist Spirit!
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Eine Bewerberin oder ein Bewerber sollte Begeisterung für hochwertige Materialien und Technologien sowie Spaß an der Teamarbeit mitbringen, genauso wie Eigenverantwor tung und den Mut, eigene Ideen einzubringen. Ingo Spengler Vice President Faurecia Decoration Division
EINE LEHRE ALS FUNDAMENT FÜR FLEXIBLES UND AGILES ARBEITEN Von der Pulverbeschichtung über die Emaillierung bis zum Feuerverzinken – in der Lehre zum Oberflächentechniker, die Adnan bei der Firma Collini in Hohen ems absolvierte, lernte der Technik begeisterte von Anfang an alles, was
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SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM ERFOLG Durchstarten bei Meusburger Vom HTL-Schüler und Ferialarbeiter zum Teamleiter der CAM- Programmierer im Bereich kundenspezifische Bearbeitung. Oder anders gesagt: wie Marcel Hammerer bei Meusburger innerhalb weniger Jahre richtig durchstartete. Heute ist der 26-jährige Bregenzerwälder Marcel Hammerer Teamleiter im Bereich CAM-Programmierung für die kundenspezifische Bearbeitung beim Wolfurter Unternehmen Meusburger. Um herauszufinden, wie es dazu kam, blicken wir ein paar Jahre zurück. Schon während der Fachschule für Maschinenbau an der HTL Bregenz unterstützte Marcel das Meusburger Produktionsteam in Wolfurt drei Sommer lang, einmal in der Kontrolle und zweimal beim Schleifen. Danach war für Marcel klar, dass er sich nach dem Schulabschluss bei Meusburger bewerben wollte. Gesagt, getan, und das mit Erfolg – so begann er im Jänner 2014 als Programmierer in der Arbeitsvorbereitung. Um die Arbeitsabläufe in der Produktion besser kennenzulernen, wurde vorab vereinbart, er solle noch ein bis zwei Jahre Erfahrung in der Produktion sammeln. „Dieser Prozess war von vornherein klar und bringt mir in meiner jetzigen Position als CAM-Programmierer zahlreiche Vorteile, da ich die Abläufe in der Produktion genau kenne“, blickt Marcel positiv auf den Start bei Meusburger zurück.
Marcel Hammerer ist mit 26 Jahren bereits Teamleiter der CAM-Programmierer.
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EINMAL LINGENAU UND RETOUR 2016 gab es für den leidenschaftlichen Fußballer aus Egg dann weitere gute Nachrichten, vor allem in Bezug auf den Arbeitsweg. Mit dem neuen Meusburger Produktionsstandort in Lingenau fand die Abteilung „kundenspezifische Bearbeitung“ dort einen neuen, modernen Platz. Mitte 2018 übernahm Marcel dann ein kleines Team von vier Personen als Teamleiter. Seit 2019 arbeitet das Team gemeinsam mit weiteren Meusburger MitarbeiterInnen daran, ein neues Programmiersystem einzuführen, das Schritt für Schritt auf allen Maschinen in der kundenspezifischen Bearbeitung umgesetzt werden soll. Aus diesem Grund hat Marcel seit Jänner 2020 sein Büro wieder in Wolfurt – um die Kräfte zur Umsetzung des Projektes noch besser bündeln zu können. Diese Umsetzung ist auch das kurzfristige Ziel, das der 26-Jährige bei Meusburger hat. Auf die Frage nach den Plänen antwortet Marcel nämlich pragmatisch: „Zuerst das Projekt der Einführung des neuen Programmes positiv zu Ende bringen. Alles Weitere lasse ich auf mich zukommen, auf jeden Fall möchte ich aber bei Meusburger bleiben“.
GEFRAGTE ALLROUNDTALENTE Duale Studentin bei der Firma GRASS Sara erlangt im Rahmen des Dualen Studiums Einblicke in Theorie und Praxis.
Das Duale Studium für Wirtschaftsingenieurwesen, kurz WING-Modell, ist beliebt. Denn nicht selten sind die StudienabgängerInnen echte Allround- Talente, werden im zweigleisigen Ausbildungsmodell betriebswirtschaftliche Grundlagen intelligent mit technischem Know-how vernetzt. Und das wiederum schätzen auch die Unternehmen – wie auch der global operierende Experte für Bewegungs-Systeme, die GRASS GmbH. Matura erfolgreich abgeschlossen. Aber dort am Wegesrand, wo in dicken Lettern ein „Hier geht’s lang“ stehen müsste und wo vage Träume nicht selten von einer Flut schier unendlich vieler Möglichkeiten geschluckt werden, da prangt es: das dicke große Fragezeichen der Zukunft. „WO GEHT’S RICHTUNG ZUKUNFT?“ „Was nun?“ – Eine Frage, die sich früher oder später jede/r MaturantIn einmal stellen muss. Auch die 21-jährige Sara Mark aus Nenzing. „Ich wusste, dass ich nach der Matura an der BAfEP/BAKIP in Feldkirch doch in eine andere Richtung wollte, aber nicht so richtig genau, was mich denn eigentlich interessiert.“ Reizvoll und vielsprechend klang da das breit gefächerte Lehrangebot eines
Wirtschaftsingenieurs-Studiums, bei dem man sich nach erfolgreicher B eendigung sowohl fürs Management bzw. den kaufmännischen Bereich als auch für Technik und Entwicklung qualifiziert. Die Option, ein theoretisches Studium mit dem Praxisalltag in einem Unternehmen verbinden zu können, hat Sara dann vollends überzeugt: „Jetzt ist es mir möglich, in verschiedenen Bereichen einen Einblick zu bekommen, sowohl theoretisch als auch praktisch. Alles, was ich im Studium lerne, kann ich parallel im Unternehmen nachvollziehen.“ Die Wahl des Unternehmens ist Sara dafür umso weniger schwergefallen, denn die GRASS GmbH führt schon seit 1998 das Prädikat „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“, das vom Land Vorarlberg sowie der Wirtschafts- und Arbeiterkammer vergeben wird. Zudem engagiert sich GRASS bereits seit etlichen Jahren für vielfältige Angebote, die speziell auf Mädchen in technischen Lehrberufen abzielen. Auch dafür gab es vom Wirtschaftsministerium in der Vergangenheit einen Staatspreis, der sich auch in den Belegschaftszahlen wiederfinden lässt: Von 71 Lehrlingen im Jahr 2019 waren 20 weiblich, also starke 28 Prozent.
EIN HOHES MASS AN EIGENINITIATIVE UND ENGAGEMENT ZAHLT SICH AUS Seit Sara als WING-Studentin bei GRASS im Einsatz ist, hat sie schon einiges erlebt, von der selbstständigen Buchung über Fertigungsaufträge bis hin zum eigenständigen Erstellen von Bestellungen und dem Aufbereiten von Unternehmensdaten. Das verdankt sie nicht zuletzt einem gesunden Maß an Eigeninitiative und Engagement. Und das zahlt sich aus. So kann die Studentin mit Stolz behaupten, dass sie bei GRASS schon relativ früh Verantwortung für einzelne Aufgaben übertragen bekommen hat. Und das gab ihr wiederum von Anfang an das Gefühl, ein geschätztes Mitglied des ganzen Teams zu sein. GRASS-Gruppe » 2.000 MitarbeiterInnen an 18 Standorten » Standorte Vorarlberg: Höchst, Götzis, Hohenems » MitarbeiterInnen Vorarlberg: 1.000 » 200 Vertriebspartner in 60 Ländern » Produkte: Schubkasten-, Führungs-, Scharnier- und Klappen-Systeme für die Möbelindustrie » mögliche Duale Studien in den Bereichen Wirtschaftsingenieurwesen, Mechatronik und Elektrotechnik
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HOCH, HOCH HINAUS! Bei Künz geht’s nicht nur mit dem Kran in luftige Höhen Das Traditionsunternehmen Künz entwickelt und fertigt Container-, Spezial- und Elek trolysekrane sowie Ausrüstungen für Wasserkraftwerke und Rechenreinigungsanlagen für nationale und internationale Kunden. Man kann gut und gerne behaupten, dass fast jeder Industriehafen im europäischen Raum Künz-Krane nutzt. Für den Antriebstechniker Markus Böckle ist Künz genau der richtige Platz, denn hier geht’s in jeder Hinsicht hoch hinaus. Von der groben Konzipierung in einem ersten Projektstadium über die genaue technische Auslegung inklusive adäquater Spezifikation bis hin zur Bearbeitung möglicher Problemfälle spannt sich der Bogen von Markus Böckles Verantwortungsbereich. Er ist Antriebstechniker. Und zwar durch und durch. Als Konstrukteur der Antriebstechnik zählt es zu seinen Hauptaufgaben, Getriebe, Motoren und Bremsen zu dimensionieren und ihre individuellen technischen Spezifikationen zu erstellen: Was muss so ein Getriebe können? Welche Parameter wirken auf einen Kran-Motor ein? Und welchen Einfluss haben sie wiederum auf seine Leistung? Fragen über Fragen. Sie alle sind Teil von Markus’ daily Business. Ebenso wie all die zahlreichen Berechnungen, die er anstellen muss, um eine maschinentechnische Leistungsbeschreibung zu erstellen. „Dat Ding, dat muss laufen“, würde der ostfries ische Hafenarbeiter am Hamburger Hafen wohl sagen. Und genau so ist es auch: „Ohne eine technisch funktionierende Antriebslösung für Motor, Getriebe, Seil und Seilrolle im Kran kein zufriedener Kunde“, erklärt der 24-Jährige mit einem verschmitzten Zwinkern. Und ohne ein weitreichendes technisches Verständnis, sowohl im Bereich des Maschinenbaus als auch der Elektrotechnik, gehe es ohnehin nicht, so Markus. Seine Ausbildung an der Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) Bregenz in der Fachrichtung „Maschineningenieurwesen und Automatisierungstechnik“ ist da von Anfang an eine fundierte und technisch wertvolle Basis gewesen. Seit März 2016 ist er nun schon bei der Firma Künz angestellt. Markus schätzt vor allem das ihm – trotz seines jungen Alters – entgegengebrachte Vertrauen und die damit verbundene Verantwortung. Hoch, hoch hinaus? Dazu sagt Markus nicht nein. Derzeit setzt er sich intensiv mit dem Thema Weiterbildung auseinander. Und wer weiß, vielleicht hält der nächste Höhenmeter dann sogar das Ausland für den Antriebstechniker bereit. Als Konstrukteur der Antriebstechnik ist Markus Böckle (re.) unter anderem für die Erstellung der technischen Spezifikationen eines Kran-Motors verantwortlich.
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Künz GmbH » 5 Standorte weltweit: Hard, Groß St. Florian, Kechnec (Slowakei), Raleigh (NC/USA), Agrate Brianza (Italien) » MitarbeiterInnen: 530 weltweit (davon 270 am Standort Hard) » Produkte: Containerkrananlagen, Sonderkrananlagen, Elektrolysekrane sowie Ausrüstung für den Stahlwasserbau und Rechenreinigungsmaschinen
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Die beiden Blum Mitarbeitenden Selina Schmid und Johannes Fussenegger sind vom Dualen Studium Ăźberzeugt.
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DUALES STUDIUM MIT BLUM Theorie und Praxis optimal vereint Du machst gerade Matura und weißt noch nicht, ob du studieren gehen oder doch gleich in die Arbeitswelt eintauchen sollst? Oder hast du gerade ein Studium begonnen und möchtest doch dein eigenes Geld verdienen? Dann kombiniere doch das Beste aus beiden Welten. Die FH Vorarlberg bietet in Kooperation mit Blum für die drei Studienrichtungen „Digital Innovation“, „Elektro technik“ und „Wirtschaftsingenieurwesen“ ein Duales Studium an. Insgesamt nutzen derzeit neun StudentInnen die Möglichkeit, neben der theoretischen Ausbildung an der Fachhochschule auch gleich beim weltweit tätigen Beschlägehersteller in die Praxis einzutauchen. STUDIEREN UND DOCH EIGENES GELD VERDIENEN Zwei davon sind Selina Schmid und Johannes Fussenegger. Während Johannes bereits im sechsten Semester ist, hat Selina erst im vergangenen Herbst ihr berufsbegleitendes Studium begonnen: „Ich habe die HTL in Bregenz besucht und im Rahmen eines Ferialjobs in einem Konstruktionsbüro gearbeitet. Noch tiefer in die Technik wollte ich aber nicht eintauchen“, gibt die 20-jährige Harderin Einblick in ihre Beweggründe und fügt an: „Beim Info-Tag der Fachhochschule an unserer Schule habe ich zum ersten Mal vom Dualen Studium ‚Wirtschaftsingenieurwesen‘ gehört, und das Gesamtpaket mit Blum hat mich dann überzeugt.“ Bei Johannes war es ähnlich: „Neben den Inhalten des Studiums waren der Bezug zur Praxis und die Abwechslung in den verschiedenen Abteilungen ausschlaggebend.“ ERSTE PRAKTISCHE ERFAHRUNGEN SAMMELN „Wir sind in der Materialwirtschaft untergebracht und ich habe bereits in die unterschiedlichen Abteilungen wie Marktlogistik, Arbeitsvorbereitung oder Transportlogistik hineingeschnuppert“, erklärt Johannes. Der 23-Jährige aus Weiler hat in seinen drei Jahren beim Familienunternehmen bereits viele operative Aufgaben und auch eigene
Projekte übernommen: „Ich durfte bei der Lagerinbetriebnahme von Werk 8 in Dornbirn mithelfen. Das war sehr spannend und eine einmalige Gelegenheit. Mir helfen meine Erfahrungen in der täglichen Arbeit, besonders das Verständnis von Abläufen und die Beweggründe der betroffenen ArbeitskollegInnen.“ Selina hat in ihrer kurzen Zeit Ähnliches erlebt: „Ich schätze es sehr, dass ich überall einen tieferen Eindruck bekomme. Beispielsweise in der Produktion wurde ich super aufgenommen und habe eine exakte Einschulung an den Anlagen bekommen.“ Zwei Monate hat die begeisterte Tennisspielerin in der High-Tech-Produktion von Blum mitgeholfen: „Ich habe großen Respekt davor, was die ArbeitskollegInnen dort leisten.“ INDIVIDUELLE AUSBILDUNG Jede und jeder der Dualen StudentInnen bekommt beim Höchster Beschlägespezialisten einen individuellen Ausbildungsplan, zwei Dinge haben aber alle gemeinsam. Erstens schnuppern alle − passend zum jeweiligen Studium − in verschiedene Bereiche und zweitens ist der Wochenablauf immer gleich: Montag, Dienstag und Mittwoch sind die Studierenden bei Blum im Einsatz. Donnerstag ist der freie Tag, der oft zum Lernen genutzt wird. Freitag und Samstag stehen dann Vorlesungen und Projektarbeiten an der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn an. „Auch wenn manche Wochen mit der Doppelbelastung anstrengend sind, habe ich trotzdem ein Wochenende, und bei Blum wird auf das Studium Rücksicht genommen“, erklärt Selina. „Das kann ich nur bestätigen“, wirft Johannes ein. „Es ist überhaupt kein Problem, wenn man in der Prüfungsphase frei braucht oder in den Ferien mehr arbeiten will. Das kann jede/r Studierende mit seinem bzw. ihrem Mentor und der jeweiligen Abteilung flexibel organisieren. Ich habe sogar ein Auslandsemester in Finnland absolviert und kann das Duale Studium nur empfehlen.“
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PERSPEKTIVE: GLOBAL PLAYER Mit dem Master zur internationalen Karriere bei Hirschmann Automotive Mit gerade einmal 34 Jahren hat Angelo Holzknecht die Position des Managing Directors am Standort Mexiko bei Hirschmann Automotive inne. Der Automobil zulieferer mit Werken an sieben verschieden Standorten und Vertriebsbüros in fünf Ländern agiert ausgesprochen zukunftsorientiert und investiert entsprechend umfangreich in eine internationale und zugleich technische Vernetzung auf allen Ebenen. Für Angelo – damals wie heute – das perfekte Sprungbrett, um seinen Traum von einer Karriere im internationalen Umfeld zu verwirklichen. Seit nunmehr fünf Jahren wohnt Angelo Holzknecht schon in der gut 80.000 Einwohner zählenden Stadt San Miguel de Allende in Mexiko. Und so nach und nach ist die pulsierende Metropole für den Österreicher zu einem richtigen Zuhause geworden. Ob er sich zu Beginn seines Studiums hätte träumen lassen, dass er einmal ein ganzes Produktionswerk leiten würde? „Vielleicht nicht schon in so jungen Jahren“, schmunzelt Angelo, aber die Karriere in einem internationalen Umfeld, „die stand von Anfang an fest“. Nach einer Lehre zum Einzelhandelskaufmann, die Angelo vor allem an Praxiserfahrungen gewinnen hat lassen, war es kaum verwunderlich, dass der nächste Schritt an die FH Vorarlberg führt: „Ich habe mich für einen betriebswirtschaftlichen BA entschieden, weil ich das Knowhow haben wollte, um bei Wirtschaftsfragen mitreden zu können, und weil ich
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überzeugt war, dass mir das Studium eine Karriere in einem internationalen Umfeld ermöglichen kann.“ Auf den Bachelor folgte postwendend der Master of Art in Controlling & Finance, ebenfalls an der FH Vorarlberg: „Den Master habe ich gemacht, weil ich sehr zahlenaffin bin, besonders aber im Con trolling habe ich die Möglichkeit gesehen, meine Stärken auszuspielen.“ Heute weiß Angelo, dass er die richtigen Entscheidungen zum passenden Zeitpunkt getroffen hat. Dank des Bachelors hat er sämtliche betriebswirtschaftlichen Themen abgedeckt, die ihm heute dabei helfen, in fast allen Fachbereichen einen konstruktiven Beitrag zu leisten. Zudem hilft das Studium dabei, verschiedenste Zusammenhänge aus den unterschiedlichen Unternehmensbereichen zu interpretieren und schließlich rationale Entscheidungen zu treffen.
Hirschmann Automotive GmbH » Hauptfirmensitz: Rankweil (Austria) mit 1.100 MitarbeiterInnen » Gründungsjahr: 1959 » weitere Werkstandorte: Tschechien, Rumänien, Marokko, China, Mexiko, Deutschland » MitarbeiterInnen weltweit: 5.700, Werk Mexico: ca. 450 » Produkte: Entwicklung und Produktion von Steck-, Kontaktierungs- und Sensorsystemen sowie Spezialkabel lösungen und Kunststoff-Umspritz- Technologie für die Automobil industrie
Unterstützt und gefördert wurde er auf seinem Weg von seinem Arbeitgeber Hirschmann Automotive, denn der ambitionierte Master erfolgte berufsbegleitend.
seinen eigenen Status als Global Player in die Welt hinauszutragen, sondern jede/n einzelne/n Mitarbeitenden als VertreterIn desselben zu stärken und zu fördern, nur eben im Kleinen.
Eine besondere Herausforderung ist es gewesen, Studium und Beruf unter einen Hut zu bringen, doch bei Hirschmann Automotive hat Angelo genau den richtigen Support bekommen. Schließlich ist das international aufgestellte Unternehmen darauf bedacht, nicht nur
Während Angelo in seiner Position als Managing Director heute darauf fokussiert ist, ein Betriebsklima zu schaffen, das effiziente Kommunikation ermöglicht und seine Mitarbeitenden nachhaltig motiviert, um so wiederum einen unmittelbaren Beitrag zum Erfolg des Unter-
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Angelo ist das perfekte Beispiel dafür, dass beruf licher Erfolg und eine internationale Karriere bereits in sehr jungem Alter möglich sind. Er bringt das richtige Rüstzeug mit: w issbegierig Neues zu erlernen und zu erleben, motiviert neue Herausforderungen und Verantwortung zu übernehmen, hohe Sozialkompetenz und Willenskraft zur Umsetzung ständig höherer Ziele. Markus Ganahl, COO
Angelo Holzknecht ist mit 34 Jahren bereits Managing Director am Standort Mexiko.
nehmens zu leisten, hat er schon das nächste Ziel vor Augen: den Abschluss des zweiten berufsbegleitenden Masters, dieses Mal am Instituto Technologico de Estudios Superiores de Monterrey (EGADE Business School) mit dem Schwerpunkt Global Operations Management. Steht also noch eine letzte Frage im Raum: Was rät Angelo Jugendlichen, die überlegen, eine Ausbildung im Technikland Vorarlberg zu machen und es ihm gleichzutun? Die Antwort lässt nicht
lange auf sich warten: Wer schon vorher weiß, was ihn als Person ausmacht, wo die eigenen Stärken und auch Schwächen liegen, der findet auch die richtige Studienrichtung – nämlich genau diejenige, die zu einem selbst am besten passt. Der Managing Director ist davon überzeugt, dass, „wenn man sich für eine Materie interessiert, man auch viel mehr vom Studium mitnimmt“.
Angelo Holzknecht, 34 Jahre Managing Director bei Hirschmann Automotive am Standort Mexico Werdegang: Lehre als Einzel handelskaufmann, Bachelor of Arts in Business und Master of Arts in Controlling & Finance, beide an der Fachhochschule Vorarlberg, aktuell: MBA am Instituto Technologico de Estudios Superiores de Monterrey (EGADE Business School) Interessen: Autos, Laufen, Golf
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„
Gut ausgebildete und engagierte MitarbeiterInnen, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, sind Garant für die positive Unternehmensentwicklung. Ewald Zündel, CEO u. Eigentümer
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„OHNE DAS PASSENDE WERKZEUG? GEHT’S NICHT!“ Zum Werkzeugbautechniker mit der ZKT
Ulrich Greussing (oben li.) hat als Leiter des Werkzeugbaus die Produktionsabläufe von A bis Z im Blick.
Zündel Kunststofftechnik GmbH » modernes Familienunter nehmen, gegründet 1992 » MitarbeiterInnen: 70, davon 10 Lehrlinge »P rodukte: Ein- und Mehrkomponentenwerkzeuge, Kunststoffspritzgussteile »M aschinenpark: 75 hochmoderne, hydraulische und vollelektrische 1-K- sowie 2-K-Spritzgussmaschinen
Vom ersten Entwurf bis zum fertigen Produkt – Ulrich Greussing hat als Leiter des Werkzeugbaus bei der Zündel Kunststofftechnik GmbH die gesamten Produk tionsabläufe von A bis Z im Blick. Ohne das passende Werkzeug? Ist man schnell mit seinem Latein am Ende. Als Werkzeugmacher von der Entwicklung und Konstruktion bis zur Fertigstellung dabei zu sein, war für den jungen Mann einer der Gründe, sich für den Werkzeugbautechniker zu entscheiden. „Brrr-wiiiep, fiiiep, klo-pock.“ Ganz natürliche Musik in den Ohren eines Werkzeug bautechnikers. Schön, wenn man schon am Morgen das Summen und Brummen der Maschinen hört. Schon früh war für Ulrich Greussing klar: „Technik interessiert mich, das ist meine Zukunft.“ Nicht zuletzt, weil ein Job in der Technik auch eine gewisse Sicherheit mit sich bringt. Eine ungewisse Zukunft? Die hatte der 33-Jährige für sich von vorneherein ausgeschlossen. Die eigene Affinität für technische Zusammenhänge, logisches Denken und Zahlen spielte ihm obendrein in die Hände. Die HTL Bregenz schien da der passende Ort für eine Maschinenbau- Ausbildung mit Spezialisierung auf Auto matisierungstechnik zu sein. Seit 2013 ist der Bizauer bei der Zündel Kunststofftechnik GmbH, kurz ZKT, angestellt. Das Unternehmen, das 1992 gegründet wurde
und inzwischen eine Betriebsfläche von 15.000 m² stemmt, hat sich neben seiner Paradedisziplin, dem Werkzeugbau, auch auf Kunststoffspritzguss spezialisiert. Neben dem Bau von Ein- und Mehrkomponentenwerkzeugen werden damit auch technisch anspruchsvolle Kunststoffspritzgussteile in großen Stückzahlen gefertigt, die später dann einmal ihren Einsatz in den vielfältigsten Fachgebieten haben – von der Unterhaltungs- und Automobilindustrie bis hin zu Möbelbeschlägen! Für Ulrich war dieses umfassende L eistungsspektrum ein Garant für einen vielfältigen und interessanten Arbeitsplatz, an dem er seine Fähigkeiten gewinnbringend einbringen kann und an dem mit Sicherheit keine Langeweile aufkommt. Und zu guter Letzt auch deswegen, weil man derjenige ist, der das herstellt, was schlussendlich von allen im Alltag benötigt wird – von Moped- und Autoteilen bis zu den Handyhüllen. Ulrich ist überzeugt, dass die ZKT gerade jungen Menschen einen klasse Start ins Berufsleben bietet. Das hat er zum einen am eigenen Leib erfahren, zum anderen haben es die Kunststoffspezialisten der ZKT auch schriftlich: Seit November 2016 darf sich das Unternehmen mit der Landesauszeichnung „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ schmücken.
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UNSER GARANT FÜR WACHSTUM Henkel-Konzern setzt auf MitarbeiterInnen mit breit gefächertem Portfolio Seit Anfang dieses Jahres ist die Sonder hoff Engineering GmbH ein Teil der Henkel AG & Co. KGaA und ergänzt das Henkel-Produktportfolio als Technologieplattform für polymere Dichtungsund Vergusssysteme. Im Sonderhoff Kompetenzzentrum für Entwicklung und Produktion von Dosieranlagen und Automationssystemen zum Dichtungsschäumen, Kleben und Vergießen am Standort Dornbirn ist Michael Schwärzler angestellt. In seiner Position als „Lead Global Inside & Field Service Technician Equipment” weiß er, auf welche Faktoren es in Sachen Wachstum ankommt – beruflich wie persönlich. Dosieranlagen und Automationslösungen, die sich jeder Entwicklung flexibel anpassen, das ist das Metier von Sonderhoff am Standort Dornbirn. Seit nunmehr acht Jahren ist der 29-jährige Michael Schwärzler Teil des Sonderhoff-Teams, und das ist wiederum seit dem 1.1.2020 ein Teil von Henkel. Mit der Konzernübernahme übernahm Michael die disziplinarische und fachliche Verantwortung für die Bereiche Service Innen- und Außendienst, nachdem er zuvor als Mitarbeiter im Service
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Michael Schwärzler (re.) erhielt das technische Rüstzeug in der HTL und während seines FH-Studiums.
Innendienst durch seine tolle Leistung überzeugen konnte. Neben den gängigen Aufgaben, die eine solche Führungsposition mit sich bringt, darunter etwa Vertragsverhandlungen, die persönliche Betreuung wichtiger Kunden und die Durchführung von Personalgesprächen, gehört zu seinem vielfältigen Aufgaben spektrum auch die Einsatzplanung der ServicetechnikerInnen im Außendienst, das Krisenmanagement bei kurzfristigen
Kundenanforderungen sowie die Entwicklung und Umsetzung von Preis- und Produktstrategien für Ersatzteile und Dienstleistungen. Aktuell gilt es zudem, beim Wechsel vom Mittelstand zum Konzern die Prozesse stabil zu halten und interne wie externe Kunden zufriedenzustellen. Dem Stichwort „Wachstum“ komme als Leistungskennzahl aktuell eine große Bedeutung zu, weiß der Abteilungsleiter. Der Standort in Dornbirn solle
Sonderhoff – wird als Marke im Henkel-Konzern weitergeführt » Headquarter Henkel: Düsseldorf » MitarbeiterInnen Henkel weltweit: 53.000, davon bei Sonderhoff Dornbirn/Hörbranz 115 » weltweit führender Hersteller von reaktiven Flüssigkeitsdichtungen sowie Planung und Herstellung von Misch- und Dosieranlagen
nämlich langfristig wachsen und das Sonderhoff-Maschinen-Know-how in die „Henkel-Welt“ hinausgetragen werden. Dabei wird es gerne gesehen, wenn MitarbeiterInnen ein breites Wissen haben, denn daraus ergeben sich wiederum neue Einsatzmöglichkeiten in neuen Aufgabengebieten – für die MitarbeiterInnen wie auch für den Konzern. Sein persönliches Wachstum hat der Dornbirner bereits mit seiner Entscheidung für eine
Höhere Technische Lehranstalt (HTL) vorangetrieben. Mit der Matura in der Fachrichtung „Elektrotechnik“ ging es dann neben dem Job als Anlagenelektriker und später als Mitarbeiter im Service Innendienst und Projektmanagement bei Sonderhoff mit einem berufsbegleitenden Studium weiter. Der „Dipl. Wirt. Ingenieur FH“ im Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ an der Fachhochschule in Mittweida war für Michael ein Schritt
in Richtung Karriere: „Das Studium war für mich persönlich sehr vorteilhaft, um abgesehen vom technischen Hintergrund noch tiefer in die wirtschaftliche Materie einzutauchen und einen umfassenden Einblick in die Wirtschaftswissenschaften zu erhalten.“ Seine Ausbildung würde Michael jederzeit noch einmal so wählen, denn ohne sie wäre er definitiv nicht an der Position angekommen, an der er heute steht.
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Texible GmbH » Standort: Dornbirn » gegründet: 2016 » MitarbeiterInnen: 3 »P rodukte: intelligente Textilien
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Thomas Fröis (li.) entwickelt maßgeschneiderte technische Textilprodukte – auch nach kundenspezifischen Wünschen.
„JUST MAKE IT!“ Mit interdisziplinärer Kompetenz zum eigenen Start-up „Texible“ in der Textilbranche Ein Generalist galt auf dem Arbeitsmarkt lange Zeit als „nicht gern gesehen“ – waren jene Alleskönner doch eben diese „Tausendsassas“ mit dem fehlenden roten Faden. Texible-Firmengründer Thomas Fröis ist da ganz anderer Auffassung. Er ist überzeugt davon, dass eben diese „Allrounder“ zukünftig noch mehr an Relevanz für Industrie und Wirtschaft gewinnen. Schließlich hat ihm seine breit gefächerte Ausbildung das Fundament ermöglicht, auf dem er sein eigenes Startup Texible gegründet hat. Ein Generalist, ein Allrounder, ein eindrucksvoller Tausendsassa – Thomas Fröis steht für all das und noch viel mehr. Mit gerade einmal 28 Jahren gründete er gemeinsam mit seinem Firmenpartner Thomas Bechtold und der Universität Innsbruck die Texible GmbH: ein Start-up, das sich auf die Entwicklung, Produktion und den Handel mit intelligenten technischen Textilien spezialisiert hat, die vornehmlich im Medizin- und Pflegebereich zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Betteinlagen, die dank spezieller Sensorik Nässe und Belegung erkennen. Im Medizin- und Pflegebereich sowie in der privaten Pflege von Angehörigen zu Hause ist das von großem Vorteil – nicht nur auf Seiten der Pflegenden. Auch das emotionale Wohlbefinden und die Lebensqualität von betroffenen Personen, die an Inkontinenz oder Bettflucht leiden, können so gesteigert werden, erklärt der Gründer. Seit der Firmengründung sind nun gut vier Jahre vergangen. Inzwischen hat sich die junge GmbH nicht nur einen Namen in der Vorarlberger Textilbranche und Umgebung
gemacht, sondern auch weit über deren Grenzen hinaus. Mit einem modernen Onlineshop wird das Geschäft auch zukünftig noch weiter angekurbelt. Überdies werden neben dem bestehenden Produktportfolio auch kundenspezifische Wünsche maßgeschneiderter technischer Textilprodukte erfüllt. VON DER ELEKTROTECHNIK IN DIE TEXTILCHEMIE UND -PHYSIK Dass Thomas Fröis einmal in der Textilbranche landen würde, hätte er zu Beginn seiner Ausbildung wohl selbst nicht vermutet. Schließlich machte er seine Matura in der Abteilung Elektrotechnik an der Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) in Bregenz. Nach fünf Jahren HTL war dem jungen Mann aus Sulz jedoch schnell klar, dass er nun erst einmal Geld verdienen möchte. So entschied er sich vorerst gegen ein Studium und für den Job des Steuerungstechnikers bei der LTW Intralogistics GmbH. Programmierung und die Inbetriebnahme von Regalbediengeräten standen fortan auf der Tagesordnung sowie gut 50 % Montagetätigkeit im Ausland. 2012 erfolgte dann doch der Schritt an die Fachhochschule Vorarlberg. Mit einem berufsbegleitenden Bachelorstudium im Fach „Wirtschaftsingenieurwesen“ und der Vertiefungsrichtung „Produktmanagement“ eignete sich Thomas so auch das nötige Know-how in Sachen Betriebswirtschaft an. Nach ca. drei Jahren kam dann der berufliche Wechsel an die Universität Innsbruck, genauer gesagt an das Forschungsinstitut für Textilchemie Textilphysik am Standort Dornbirn. Fortan wurde im Bereich der technischen Textilien mithilfe der sogenannten
Stickerei-Technologie geforscht und entwickelt: Hochtemperaturheizungen, Schnittschutztextilien, Elektroden für elektrochemische Zellen und weitere mehr. Gemeinsam mit seinem Namensvetter Thomas Bechtold und der Unterstützung der Universität Innsbruck kommt Thomas hier schließlich auch die zündende Idee für Texible. DIE VORTEILE EINER BREIT GEFÄCHERTEN AUSBILDUNG Rückblickend ist Thomas davon überzeugt, dass eine gute Ausbildung einen der wichtigsten Faktoren zum Erfolg stellt: „Am meisten profitiert habe ich in meinem Werdegang von einer sehr breiten Ausbildung. Die Kombination des Verständnisses für Technik und Wirtschaft sehe ich für mich als sehr wichtig. Generalisten werden meiner Meinung nach zukünftig noch viel wichtiger.“
Thomas ist sich sicher: Er profitiert heute von seiner breiten Ausbildung in Wirtschaft und Technik.
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DAS LEISTEN DIE BETRIEBE IM TECHNIKLAND VORARLBERG Fakten zur V.E.M., der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie
20.000
95 %
5.
Die Elektro- und Metall industrie ist der stärkste Wirtschaftsfaktor im Ländle, die EXPORTRATE liegt bei 95 PROZENT.
Metalltechnik ist bereits auf Platz fünf der TOP-TEN-LEHRBERUFE BEI MÄDCHEN.
Menschen
in rund 100 UNTERNEHMEN in der V.E.M. stellen Waren im Wert von über 4 MILLIARDEN EURO her. Damit erbringt jeder dieser Menschen rund 250.000 EURO WERTSCHÖPFUNG in den Technikland-Betrieben.
65 % 65 PROZENT DER INDUSTRIELLEN WERTSCHÖPFUNG des Landes leisten die Unternehmen der V.E.M.
Nico Schöpf S.I.E, Lustenau
Derzeit werden
1.800 Lehrlinge
im Technikland Vorarlberg ausgebildet.
GEMEINSAM FÜR DIE ZUKUNFT Die über 100 Unternehmen der V.E.M. sind Innovatoren und zählen weltweit in ihren Branchen zu den Marktführern BEZIRK BLUDENZ BALL BEVERAGE PACKAGING Ludesch, www.ball.com BERTSCH ENERGY Bludenz, www.bertsch.at COLLINI Bludesch, www.collini.eu ELB-FORM Vandans, www.formgroup.eu GASSNER STAHLBAU Bürs, www.gassnerstahlbau.at HELLER METALL Bartholomäberg, www.snowstop.at HERMANN KÖBERL Bürs, www.gassnerstahlbau.at HILTI Thüringen, www.hilti.at
GRASS Höchst, www.grass.at HABERKORN Wolfurt, www.haberkorn.com HOECKLE AUSTRIA Langenegg, www.hoeckle.com ILLWERKE VKW Bregenz, www.illwerkevkw.at IMA SCHELLING AUSTRIA GMBH Schwarzach, www.imaschelling.com IPEK SPEZIAL TV Hirschegg, www.ipek.at JULIUS BLUM Bregenz, www.blum.com JULIUS BLUM Fußach, www.blum.com
BEZIRK DORNBIRN
BEZIRK FELDKIRCH
ALGE ELECTRONIC Lustenau, www.alge.at
ARMSTRONG METALLDECKEN Rankweil, www.gema.biz
COLLINI Hohenems, www.collini.eu
BACHMANN ELECTRONIC Feldkirch, www.bachmann.info
COMPACT GLOBAL GMBH Lustenau, www.compact-global.com
EISBÄR TROCKENTECHNIK Götzis, www.eisbaer.at
EMIL BRÖLL Dornbirn, www.broell.com
ENDER KLIMATECHNIK Altach, www.ender-klima.com
FULTERER Lustenau, www.fulterer.com
ERNE FITTINGS Schlins, www.ernefittings.com
GATESAIR AUSTRIA Dornbirn, www.harris.com
GRASS Götzis, www.grass.at
HAGN LEONE Dornbirn, www.hagn-leone.at
HIRSCHMANN AUTOMOTIVE, Rankweil, www.hirschmann-automotive.com
JULIUS BLUM Gaißau, www.blum.com
HELLA SONNEN- UND WETTERSCHUTZTECHNIK Dornbirn, www.hella.info
JULIUS BLUM Höchst, www.blum.com
JULIUS BLUM Dornbirn, www.blum.com
KAUFMANN Göfis, www.kaufmann-goefis.at
HYDRO EXTRUSION NENZING Nenzing, www.hydroextrusions.com
KIRSTEN Hittisau, www.kirsten-group.com
LEDON LAMP Lustenau, www.ledon-lamp.com
LCS CABLE CRANES Sulz, www.gantner-cableways.com
ILLWERKE VKW Schruns, www.illwerkevkw.at
KÜNZ Hard, www.kuenz.com
LERCHER WERKZEUGBAU KLAUS, WWW.LERCHER.AT
IVOCLAR VIVADENT Bürs, www.ivoclarvivadent.com
LASCRIPT LASERTECHNOLOGIE Hörbranz, www.laserbeschriftung.at
MOBILITÄTSZENTRUM – CARELLO ELEKTROFAHRZEUGE Dornbirn, www.graf-carello.com
LIEBHERR-WERK NENZING Nenzing, www.liebherr.com
LTW INTRALOGISTICS Wolfurt, www.ltw.at
ROTH & CO. METALL- UND GARAGENTORBAU Braz, www.roth-torsysteme.at
MAGEBA Fußach, www.mageba.at
HYDRO COMPONENTS NENZING GMBH Nenzing, www.hydroextrusions.com
VEE Bürserberg, www.vee.energy
BEZIRK BREGENZ ABS TRANSPORTBAHNEN Wolfurt, www.transportbahnen.at ALPLA-WERKE Hard/Fußach, www.alpla.com DIEM-WERKE Hörbranz, www.diemwerke.com
MERSEN ÖSTERREICH Hittisau, www.mersen.com MEUSBURGER GEORG Wolfurt, www.meusburger.com SCHIFFSWERFT FUSSACH Fußach, www.werft-fussach.at SIEMENS ÖSTERREICH Bregenz, www.siemens.com SKYGLIDE PROJEKTMANAGEMENT Wolfurt, www.doppelmayr.com
DIETRICH LUFT + KLIMA Lauterach, www.luft-klima.com
SPIN AND MILL METALLVERARBEITUNG Schwarzach, www.spinandmill.com
DOPPELMAYR SEILBAHNEN Wolfurt, www.doppelmayr.com
STANZTECH Höchst, www.stanztech.at
DOPPELMAYR TRANSPORT TECHNOLOGY Wolfurt, www.doppelmayr-mts.com
STEURER BAUELEMENTE Hard, www.steurer.at
ENGIE KÄLTETECHNIK Lauterach, www.engie.at FAIGLE KUNSTSTOFFE Hard, www.faigle.com FAURECIA ANGELL-DEMMEL Kennelbach, www.faurecia.de FINTES HANDELS GMBH Hittisau, www.fintes.at GEROLA METALLTECHNIK Langenegg, www.gerola-metalltechnik.at GESIG GESELLSCHAFT FÜR SIGNALANLAGEN Hard, www.gesig.at
VIESSMANN HOLZHEIZTECHNIK Hard, www.viessmann.com VIESSMANN HOLZHEIZTECHNIK Wolfurt, www.viessmann.com VOLTA EDELSTAHL Lauterach, www.volta.at ZARGEN BÖSCH Schwarzach, www.zargen-boesch.com ZÜNDEL KUNSTSTOFFTECHNIK Bizau, www.zkt.at
OTIS GESELLSCHAFT Dornbirn, www.otis.com PHOTINUS Dornbirn, www.photinus-lighting.at PLP SUBCON Dornbirn, www.plp-subcon.com SCHRACK SECONET Dornbirn, www.schrack-seconet.com SONDERHOFF ENGINEERING Dornbirn, www.sonderhoff.com SYSTEM INDUSTRIE ELECTRONIC (S.I.E) Lustenau, www.sie.at THIEN EDRIVES Lustenau, www.thien-edrives.com THYSSENKRUPP AUFZÜGE Dornbirn, www.thyssenkrupp-aufzuege.at TRIDONIC Dornbirn, www.tridonic.com WALTER BÖSCH Lustenau, www.boesch.at ZIMM MASCHINENELEMENTE Lustenau, www.zimm.at ZUMTOBEL GROUP Dornbirn, www.zumtobel.com Z-WERKZEUGBAU Dornbirn, www.z-werkzeugbau.com
JOBARID METALLBAU Röthis, www.jobarid.at
LINGENHÖLE TECHNOLOGIE Feldkirch, www.lingenhoele.at LORÜNSER AUSTRIA Schlins, www.loruenser-substations.com MAHLE KÖNIG Rankweil, www.koenig-kg.at NESENSOHN Rankweil, www.nesensohn.com ÖBB-LEHRWERKSTÄTTE Feldkirch, www.oebb.at PEKO-ATELIER MARKUS KOHLHAUPT Altach, www.peko-werbung.at SPEEDLINE ALUMINIUM GIESSEREI Schlins, www.speedline-alu.com STÜRMSFS Klaus, www.stuermsfs.at WAELZHOLZ INTERNATIONAL GMBH Götzis, www.waelzholz.com WIEGEL FELDKIRCH FEUERVERZINKEN Feldkirch, www.wiegel.de WILHELM SCHWARZMÜLLER Mäder, www.schwarzmueller.com WOLFVISION Klaus, www.wolfvision.com Die hier gelisteten Betriebe gehören der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie (V.E.M.) an. Einen Überblick über alle Unternehmen aus dem Technikland Vorarlberg inklusive der Bereiche Kunststoff-, Textil- und Lebensmitteltechnik finden Sie auf www.technikland.at
HERAUSGEBER: V.E.M. Vorarlberger Elektro- und M etallindustrie, Wirtschaftskammer V orarlberg, Sparte Industrie, Wichnergasse 9, 6800 Feldkirch, T: +43 5522 305-226, E-Mail: huber.stefanie@wkv.at, www.technikland.at. REDAKTION UND GESTALTUNG: Baschnegger Ammann und Partner Werbeagentur GmbH, www.bap.cc FOTOS: Wirtschaftskammer Vorarlberg, Michael Gunz, Markus Gmeiner, BIFO/Christian Grass, FH Vorarlberg, Faurecia, Meusburger, Blum, Marcel Mayer, Dietmar Walser, Emanuel Sutterlüty, Adobestock, Shutterstock DRUCK: Leykam Druck GmbH & Co KG. Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: TECHNIKLAND Vorarlberg erscheint zweimal jährlich in einer Auflage von 94.000 Stück. © 2020. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung. Druck- und Satzfehler vorbehalten.
Nimm deine Zukunft selbst in die Hand. Im Technikland Vorarlberg kannst du aus einem vielfältigen Angebot an beruflichen Möglichkeiten wählen – ganz nach deinen Talenten und Interessen. Ob Lehre, HTL oder Studium – du entscheidest dich für eine zukunftssichere und praxisnahe Aus bildung auf internationalem Spitzenniveau. Die Unternehmen der Vorarlberger Elektround Metallindustrie (V.E.M.) freuen sich auf dich! Infos auf www.technikland.at
Tobias Müller Liebherr, Nenzing
Sonja Fritsch illwerke vkw, Vandans