MAGAZIN No. 17 | 2023
Adriano Sommergut Elektrotechniker Hirschmann Automotive
Michelle Walser Metalltechnik/ Maschinenbautechnikerin Hilti
Erfolgsgarant Technikland Vorarlberg Da steckt einfach mehr drin: Jetzt eine von vielen technischen Ausbildungsmöglichkeiten entdecken!
INHALT AUSBILDUNG 04 Einstiegsmöglichkeiten in die Welt der Technik 06 Was macht eigentlich ein:e …?
Gefragte Lehrberufe im Technikland Vorarlberg
08 Mit einer HTL-Ausbildung die Zukunft mitgestalten 10 Chancen entdecken, Zukunft gestalten Technische Studien an der FHV
12 PTS Vorarlberg
Nah dran am Puls der Wirtschaft
13 Duale Akademie
Breitgefächerte Berufsausbildung nach der Matura
BERICHTE UND PORTRÄTS 14 „Die technische Ausbildung ist ein Top-Fundament“ Vom Kunststofftechniker zum Corporate Program Manager bei ALPLA
16 „Out of the Box“
Als Konstrukteurin bei GRASS
18 Immer der Nase nach Dank Schnuppern zur Traumlehre bei Lercher 20 Mit individuellen Ausbildungswegen zum Glück Blum
22 Ein spannender Beruf – auch für Frauen!
Ausbildung zur Stahlbautechnikerin bei Doppelmayr
24 Immer wieder „Ja“
Arbeiten als Werkmeister bei faigle
26 Ein perfektes Verhältnis
Aufstieg zum Manager mit der Zumtobel Group
28 Das Beste aus zwei Welten
Duale Studentin der Informatik / Digital Innovation bei bösch
30 Arbeiten im Braukeller
Lehrausbildung in der Mohrenbrauerei
NEWS 32 Alles social, oder was!?
Spannende Neuigkeiten aus der Netz-Welt
33 Wissen für Angeber:innen
Kuriose Facts, um beim nächsten Lunch-Date zu glänzen
34 Innovative DIGICAMPs in den Sommerferien Die Berufe der Zukunft kennenlernen – für Mädchen und Jungs
35 Unternehmen in der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie (V.E.M.)
02
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EDITORIAL Liebe Leser:innen, wenn wir eines aus den vergangenen Jahren gelernt haben, dann, dass Wilhelm Busch mit seinem Spruch „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“ gar nicht so falsch lag. Die Unternehmen im Technikland Vor arlberg und ihre Mitarbeiter:innen haben trotz großer Herausforderungen enorme Krisenfestigkeit und Flexibilität bewiesen. Sie haben Entscheidungen bewusst getroffen und bewusst auch neue Wege eingeschlagen. Dies gilt es auch bei der Wahl der Ausbildung zu verfolgen. In über 100 Betrieben der Vorarlberger Elektround Metallindustrie warten zahlreiche Ausbildungsberufe nur darauf, bewusst entdeckt zu werden. Ob dabei der Weg der klassischen Lehre, die Ausbildung an einer HTL, die Duale Akademie oder ein Studium an der Fachhochschule für den Karrierestart gewählt wird – im Technikland Vor arlberg überzeugt jeder Werdegang mit Qualität und Zukunftssicherheit. Eindrucksvoll geben das auch in dieser Ausgabe die unterschiedlichen Porträts auf den folgenden Seiten wieder. Lassen Sie sich also inspirieren, jede:r findet im Technikland Vorarlberg den „best place to work and live“! Viel Freude beim Lesen! Ihr Georg Müller V.E.M. Geschäftsführung Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg
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EINSTIEGS MÖGLICHKEITEN in die Welt der Technik Studium an der Fachhochschule – FH In der Vorarlberger Industrie arbeiten Menschen in den unter schiedlichsten Berufen zusammen. Die einen haben eine techni sche Lehre absolviert, andere die HTL oder eine Fachhochschu le, manche beides davon, und wieder andere haben einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Das zeigt: Vieles ist möglich, denn das Technikland Vorarlberg bietet zahlreiche Einstiegsmöglich keiten in die Welt der Technik.
Sie ist eine der größten technischen Bildungsstätten der Region und als führendes Forschungszentrum ein wichtiger und geschätzter Partner der hiesigen Wirtschaft: die Fachhochschule. Wer in puncto Ausbildung einen sicheren Weg einschlagen und sich praxisnah weiterentwickeln will, der ist an der FH richtig. Zugangsvoraussetzungen für ein Bachelorstudium (BA) sind die Matura, ein Zeugnis über die Berufsreifeprüfung, ein für den jeweiligen FH-Studiengang in Frage kommendes Studienberechtigungszeugnis oder ein gleichwertiges ausländisches Zeugnis über die allgemeine Hochschulreife.
Valentin Matkovic Werkzeugbautechniker Blum
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Höhere Technische Lehranstalten – HTL Höchst professionelles Lernen bieten die modernen Inhalte und Bildungsschwerpunkte der Höheren Technischen Lehranstalten in Vor arlberg, kurz HTL. Dabei pflegen die HTLs direkten Kontakt zu den Unternehmen im Technikland Vorarlberg. Das ermöglicht den Absolvent:innen der Schulen bereits im Alter von nur 19 Jahren beste Aussichten auf hervorragende Karrierechancen. Die gewählte Fachrichtung entscheidet darüber, an welcher der drei bestehenden HTLs – in Bregenz, Rankweil oder Dornbirn – man seine Ausbildung absolviert. Für die Aufnahme an einer HTL muss einer der folgenden Punkte erfüllt sein: • erfolgreicher Abschluss der 4. Klasse einer AHS • erfolgreicher Abschluss der 4. Klasse einer Mittelschule • erfolgreicher Abschluss der 4. Klasse einer Mittelschule – „Pädagogikpaket 2018“ • erfolgreicher Abschluss der Polytechnischen Schule im 9. Schuljahr
Duale Akademie
Lehre und Duale Ausbildung Die Weichen für eine erfolgreiche Berufswahl sollte man rechtzeitig stellen. Eine Lehre ist ein guter Einstieg und bietet vielfältige Möglichkeiten. Zu den beliebtesten Ausbildungsberufen z ählen im Technikland Vorarlberg der Metallund Elektrotechnik, dicht gefolgt von Mechatronik und Kunststofftechnik. Neun abgeschlossene Pflichtschuljahre sind dabei die Grundvoraussetzung, um einen Lehrberuf erlernen zu können. Wer sich nicht sicher ist, ob eine technische Ausbildung überhaupt die richtige Wahl ist oder wer zwischen mehreren Lehrberufen schwankt, dem ist das Schnuppern in den Unternehmen vor Ort wärmstens empfohlen. Weitere hilfreiche Ansprechpartner sind die i-Messe, das BIFO (Beratungsstelle für Bildung und Beruf) oder das BIZ (Berufsinfozentrum des AMS).
Julia Ploner Duale Akademie Mechatronik Zumtobel
Die Duale Akademie richtet sich speziell an AHS-Maturant:innen und Studienabbrecher:innen sowie Umsteiger:innen. Voraussetzung für die Aufnahme ist die erfolgreich abgeschlossene Matura. Nach erfolgreicher Aufnahme wird ein umfassendes Traineeprogramm in einem ausgewählten Unternehmen absolviert. Die Auszubildenden profitieren dabei von Anfang an von einem attraktiven Einstiegsgehalt in Verbindung mit einer zukunftsorientierten, sehr praxisnahen Ausbildung. Neben den Fachkompetenzen erlernen die DA Trainees wichtige Zukunftskompetenzen auf sozialer, digitaler und internationaler Ebene. Bereits ein Jahr nach Abschluss ist es möglich, die Zertifizierung zum „DA Professional“ zu absolvieren.
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WAS MACHT EIGENTLICH EIN:E …? Gefragte Lehrberufe im Technikland Vorarlberg
Lehrzeit
3½–4 Jahre
Lehrzeit
Elektrotechnik
4 Jahre
Neugier, Fingerspitzengefühl und eine gute Auffassungsgabe – das sind Eigen schaften, die in der Elektrotechnik zählen. In der Elektrotechnik ist das Planen, Montieren, Programmieren, Installieren, Reparieren und Warten verschiedener elek-
Niklas-Simon Waltl, ALPLA, Hard
Kunststofftechnik
trischer und elektronischer Geräte und
Genauigkeit, ein gutes Vorstellungsvermögen
Anlagen gefragt. Auch das Bauen, Montie-
und Spaß an Hightech – ideale Voraussetzun-
ren und Prüfen elektromechanischer und
gen für eine Karriere in der Kunststofftechnik.
elektronischer Anlagen sowie verketteter
Kunststoff ist Werk- und Wertstoff und damit
Maschinen gehört zum Aufgabengebiet.
ein wichtiger Erfolgsfaktor der Wirtschaft. Die Kunststofftechnik stellt dazu qualitativ hochwer-
Noah Staudacher Doppelmayr Seilbahnen, Wolfurt
tige Kunststoffprodukte her. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Fertigungsabläufen, die zu jeder Zeit optimal sein müssen. Dazu bedarf es moderner Labors und Hightech-Maschinen bzw. Anlagen, die speziell für den jeweiligen Zweck entwickelt worden sind.
Metalltechnik Vielseitige Interessen, technisches Verständnis und handwerkliches Geschick sind in der Metalltechnik gefragt. In der Metalltechnik werden unterschiedliche Metalle auf vielseitige Art und Weise bearbeitet – vom Zerspanen über Lehrzeit
3½–4 Jahre
das Schweißen bis zum Biegen. Je nach Unternehmen verarbeitet man die Metalle zu Bauteilen, zu Halbfertig- oder zu Fertigprodukten. Außerdem werden in der Metalltechnik Maschinen und Werkzeuge hergestellt. Auch die Steuerung und Überwachung von automatisierten Fertigungsanlagen und Maschinen fällt in dieses Aufgabengebiet.
Emma Bitschnau, Hilti AG, Thüringen
06
AUSBILDUNG
Die wichtigsten
get busyas! du
Zeige uns, w bewirb kannst, und dich jetzt!
Lehrberufe bzw. Ausbildungs module Anlagen- und Betriebstechnik Automatisierungs- und Prozessleittechnik bautechnisches Zeichnen Betriebslogistik Bürokauffrau/-mann
Lehrzeit
3½ a J hre
Beate Tschütscher, Getzner Textil, Bludenz
Brau- und Getränketechnik Designtechnik Elektro- und Gebäudetechnik Elektronik – angewandte Elektronik Elektronik – Informations- und Telekommunikationstechnik
Textiltechnik Lehrberufe, die nie aus der Mode kommen. Wer technisches Verständnis und Feingefühl für Rohstoffe mitbringt, ist hier mit jeder Faser des Herzens dabei. Im Lehrberuf Textiltechnologie werden in Industrie betrieben computergesteuerte Web-, Stick-, Strick-, Spinn- und Wirkma-
Elektronik – Kommunikationstechnik Energietechnik Fahrzeugbautechnik Industriekauffrau/-mann
schinen bedient, überwacht und gewartet. Es werden Strickwaren, Stof-
IT-Technik
fe an Wirkmaschinen und Webwaren erzeugt. Im Lehrberuf Textilchemie
IT-Informatik
dreht sich alles um die Veredelung von Stoffen. Dies umfasst z. B. das
Kälteanlagentechnik
Färben oder Bleichen von Stoffen bzw. deren Bearbeitung, um die Stoffe
Konstruktionstechnik
schwer entflammbar oder wasser- bzw. windundurchlässig zu machen.
Kunststoffformgebung Kunststofftechnik Labortechnik Lackiertechnik
Lehrzeit
3½ Jahre
Landmaschinentechnik
Lebensmitteltechnik
Lebensmitteltechnik
Technisches Interesse und im wahrs-
Mechatronik
ten Sinne ein großer Wissensdurst bzw.
Metallbau- und Blechtechnik
-hunger sind das Hand werkszeug in der
Metallbearbeitung
Lebensmitteltechnik. Am Ende eines Pro-
Milchtechnologie
zesses in der Lebensmitteltechnik steht immer ein leckeres Produkt – denn hier werden Nahrungsmittel hergestellt bzw. weiterverarbeitet. Dafür braucht es compu-
Maschinenbautechnik
Oberflächentechnik Produktionstechnik Prozess- und Fertigungstechnik
tergesteuerte Hightech-Produktions-, Ab-
Schmiedetechnik
füll- oder Verpackungsanlagen und strenge
Schweißtechnik
Kontrollen der Rohstoffqualität sowie der
Seilbahntechnik
Endprodukte.
Stahlbautechnik
Kathrin Bischof Rauch Fruchtsäfte, Rankweil
technisches Zeichnen Textilchemie Textiltechnologie
Weitere Infos unter www.technikland.at
Werkstofftechnik Werkzeugbautechnik Zerspanungstechnik
AUSBILDUNG
07
MIT EINER
HTL-AUSBILDUNG
DIE ZUKUNFT MITGESTALTEN Die Welt der Technik bietet vielfältige B erufsfelder und nahezu unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. Technisches Know-how verbunden mit Neugier und Tatendrang, das sind wichtige Bausteine für die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes. Die Höheren Technischen Lehranstalten Bregenz, Dornbirn und Rankweil haben ihre Kräfte gebündelt.
Robotik, Smart Power, Elektronik, Pro-
sein und die sich ergebenden Chancen
zwei
duct Engineering, Logistik, Modedesign,
des Wandels zu nutzen. Sie b eschreiben
gewählt werden. Im Bereich Elektro-
verschiedenen
Fachrichtungen
Umwelttechnik,
Innovationsmanage-
Fähigkeiten, die im Hinblick auf die zu-
technik Plus lernen Schülerinnen und
ment, Industrie 4.0 und Smart Factory –
nehmende Komplexität und Schnellleb
Schüler alles über Robotik und erneu-
die Welt der Technik ist vielfältig und
igkeit als wichtig erachtet werden.
erbare Energien. Der Bereich Maschi-
voller Zukunftschancen für junge Men-
Dazu gehören zum Beispiel: kritisches
nenbau plus fokussiert sich auf die
schen. Die Talente von heute sind die
Denken,
Schwerpunkte
Macherinnen und Macher von morgen,
Kom munikationsfähigkeit, digitale Fer-
nik,
die mit der Ausbildung an einer Höhe-
tigkeiten, Lernbereitschaft und Agilität.
sowie Umwelt- und Verfahrenstechnik.
ren Technischen Lehranstalt (HTL) die
Dies führt auf einer persönlichen Ebene
Mentoringprogramme mit lokalen Un-
Zukunft unseres Landes aktiv mitge-
zu mehr Flexibilität sowie Resilienz im
ternehmen, Auslandspraktika bei den
stalten können. Neben fundiertem tech-
Beruf und dient als Ticket für eine stei-
Netzwerkpartnern
nischem Know-how wird an den HTLs
le Karriereentwicklung. Darüber hinaus
Lernen wie beispielsweise bei der First
besonderes Augenmerk auf die persönli-
sind Future Skills für hoch industriali-
Lego League runden das Angebot an der
che Entwicklung der Schülerinnen und
sierte Regionen wie Vorarlberg essenzi-
HTL Bregenz ab.
Schüler sowie auf die Vermittlung von
ell für die Zukunfts- und Wettbewerbs-
sogenannten Future Skills gelegt.
fähigkeit. Daher setzen die HTL Bregenz,
Problemlösungskompetenz,
Automatisierungstech-
Fertigungsverfahren-Kunststoffe
und
spielerisches
HTL Dornbirn und HTL Rankweil neben
DREI AUSBILDUNGSWEGE UND ALLE MÖGLICHKEITEN
MIT FUTURE SKILLS DEN B ERUFLICHEN TURBO ZÜNDEN
dem jeweiligen Fachbereich einen be-
Die Verbindung zwischen modernen
sonderen Fokus auf die Vermittlung die-
und bewährten Ausbildungsmethoden
Eine zunehmend dynamische Arbeits-
ser Fähigkeiten.
mit den Anforderungen von Technik
welt stellt ständig neue Anforderungen
und Wirtschaft steht an der HTL Dornbirn im Zentrum des Handelns. Diese
Skills ermöglichen es, auf diese Heraus-
TECHNIK KREATIV UND A UFREGEND ERLEBEN
forderungen bestmöglich vorbereitet zu
An der HTL Bregenz kann zwischen
auf eine lange Tradition zurückblicken,
an Mensch und Technologie. Future
08
vielseitige und innovative Schule kann
AUSBILDUNG
ihrer Entwicklung fördern und auf die Herausforderungen unserer Welt vorbereiten.
HTL VORARLBERG BÜNDELT DIE KRÄFTE Die Zukunftstrends im Fokus, stärkere Vernetzung und mehr projektbezogenes, digitales Arbeiten in Teams – mit diesen Zielen möchten die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), das Land Vorarlberg sowie Schul- und Wirtschaftsvertreter:innen
die
Schü-
ler:innen der drei HTL auf ihre zukünftigen Berufe bestmöglich vorbereiten und mehr junge Menschen für Technik
Foto: HTL Bregenz
begeistern. Deshalb haben die drei Höheren Technischen Lehranstalten Bregenz, Dornbirn und Rankweil bereits vor Jahren ihre Kräfte gebündelt und sich gemeinsam auf den Weg gemacht, strategische He rausforderungen gemeinsam zu meistern, um die Zukunft des Wirtschaftshat den Fokus aber auf die Zukunft ge-
Führungsaufgaben vorbereitet, sondern
standortes
richtet, was die neue H2-Pilotanlage zur
auch zur selbstständigen Lebensgestal-
wurden bereits etliche schulübergrei-
Erzeugung von grünem Wasserstoff
tung geführt. Mit den Fachrichtungen
fende Projekte wie Hackathons, Upcy-
beweist. Die interdisziplinären Ausbildungen im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen spannen einen weiten Bogen von Betriebsinformatik, Logistik, Industrial Engineering und Management bis hin zu Produktmanagement und Futurtecs. In der Fachrichtung Chemieingenieurwesen kann
aktiv
mitzugestalten.
So
cling Challenges, Auftritte bei
Die Mission: möglichst vielen jungen Menschen einen ganz heitlichen, verständlichen und begeisterten Zugang zu Technik und Future Skills zu verschaffen
der Schwerpunkt entweder
Bildungsmessen und Besuche von internationalen Konferenzen umgesetzt. Neue Projekte wie beispielsweise der HTL Vorarlberg Kongress und die Verleihung des HTL-V-Diplomarbeitsawards
sind
bereits in der Pipeline und warten nur darauf, von motivierten Schülerinnen und
auf Betriebs- und Umwelttechnik oder
Informatik, Bautechnik, Elektronik und
Schülern und dem ambitionierten Lehr-
auf Textilchemie gelegt werden. Im Aus-
technische Informatik wird ein breites
personal Schulter an Schulter in Angriff
bildungszweig Mode und Design können
Spektrum an Ingenieurstätigkeiten an-
genommen zu werden. Für unsere Ju-
Schülerinnen und Schüler ihre Kreativi-
geboten. Dabei wird neben der Vermitt-
gend, die Vorarlberger Wirtschaft und
tät entfalten und diese mittels Farben und
lung von praktischen Fähigkeiten auch
unser Land.
Formen an Kleidung sichtbar machen.
die Persönlichkeitsentwicklung großgeschrieben. Moderne Lernformate für
Weitere Infos zur HTL Vorarlberg
GEMEINSAME BEGEISTERUNG FÜR INNOVATION
gehobene Allgemeinbildung, Präsenta-
unter htl-v.at
In Rankweil werden HTL-Schülerinnen
plinäres Denken, Innovation und Kre-
und -Schüler nicht nur auf Fach- und
ativität sollen Talente bestmöglich bei
AUSBILDUNG
tions- und Ausdrucksstärke, interdiszi-
09
CHANCEN E NTDECKEN, ZUKUNFT G ESTALTEN
Die Fachhochschule Vorarlberg (FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences) bietet im Fachbereich Technik insgesamt zehn Studiengänge an.
Technische Studien gelten als Jobgarant: Die FHV überzeugt mit innovativer Lehre und exzellentem Netzwerk.
10
AUSBILDUNG
PRAXISORIENTIERT UND GUT VERNETZT Eine Besonderheit von Fachhochschulen ist die hohe Praxisorientierung. Die Studienprogramme sind speziell auf die Bedürfnisse der Wirtschaft abgestimmt. Bereits bei der Entwicklung der Studiengänge arbeitet die FHV mit Unternehmen aus der Region zusammen. Und während des Studiums haben Studierende die Möglichkeit, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten und Netzwerke zu knüpfen. Mit Erfolg: Neun von zehn Absolvent:innen der FHV haben bei Studienabschluss einen Job.
GUT GERÜSTET FÜR DEN JOB Mit dem Studienangebot antwortet die FHV auch auf gesellschaftliche Herausforderungen und Entwicklungen am Arbeitsmarkt – zum Beispiel im Bereich Digitalisierung, diese reicht in alle Branchen und Arbeitsbereiche hinein und Expert:innen werden händeringend gesucht. 2022 startete der neue Masterstudiengang „Wirtschaftsinformatik – Digital Transformation“ an der FHV, um nur ein Bespiel zu nennen. Ein anderer Jobmotor sind sogenannte
TECHNIK AN DER FHV STUDIEREN
Green Jobs: Das sind Berufsbilder, die aufgrund des Wandels zu mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft und dem
> B ACHELOR - Elektronik und Informationstechnologie, BSc* (dual) - Informatik – Digital Innovation, BSc (berufsbegleitend) - I nformatik – Software and Information Engineering, BSc (Vollzeit) - Mechatronik, BSc (Vollzeit und berufsbegleitend) - Umwelt und Technik (Vollzeit) - Wirtschaftsingenieurwesen, BSc (berufsbegleitend)
Ausbau erneuerbarer Energiesysteme
> M ASTER - Informatik, MSc (Vollzeit) - Mechatronics, MSc (Vollzeit) - Nachhaltige Energiesysteme, MSc (berufsbegleitend) -W irtschaftsinformatik – Digital Transformation, MSc (berufsbegleitend)
HERVORRAGENDE R AHMENBEDINGUNGEN
AUSBILDUNG
Energieexpert:innen bildet die FHV im Bachelorstudium Umwelt & Technik und im Masterstudium Nachhaltige Energiesysteme aus.
Der Campus der FHV ist ein topmoderner Neugierig? Hier informieren:
Lernort. Highlight ist die gute Ausstattung mit Computerpools und technischen Laboren. Diese stehen Studieren-
>k eine Studiengebühren >A nmeldung bis 15. Mai 2023 *A rbeitstitel „Elektronik und Informationstechnologie Dual“; Studiengang startet vorbehaltlich der Bescheidübermittlung durch die AQ Austria; geplanter Studienstart im Wintersemester 2023
entstehen. Die gefragten Umwelt- und
den rund um die Uhr an sieben Tage pro Woche offen. Bis 2025 wird der Campus erweitert und modernisiert. Eine ideale fhv.at/studium/ technik
Basis für den Sprung in eine erfolgreiche Zukunft.
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PTS VORARLBERG Nah dran am Puls der Wirtschaft
schrittlich – die Polytechnischen Schu-
VERNETZT UND IN STÄNDIGEM AUSTAUSCH
UNTERRICHT IM NEUEN S CHULGEBÄUDE
len Vorarlberg setzen auf handlungs-
Dort findet die praxisnahe und fachspezi-
In Hittisau werden im Zeitraum von 2020
und praxisorientiertes Lernen, fördern
fische Ausbildung der PTS-Absolvent:in-
bis 2023 ca. 40 Millionen Euro in den
individuelle Begabungen und begleiten
nen große Anerkennung. Insbesondere
Neu- und Umbau der Volksschule, der
die Berufsstarter:innen auf dem Weg in
die im Laufe des Schuljahres erworbe-
Mittelschule und der Polytechnischen
die Arbeitswelt von morgen.
nen Fach- und Schlüsselkompetenzen
Schule investiert, um einen Unterricht in
Fachpraktisch, facettenreich und fort-
tragen zu einer raschen und gelingenden
modernst eingerichteten Räumlichkei-
An derzeit elf Standorten im Ober- und
Integration der künftigen Fachkräfte in
ten sowie auf dem neuesten Stand der
Unterland sowie im Bregenzerwald und
die betrieblichen Prozesse bei. Dafür sor-
Pädagogik zu ermöglichen.
im Kleinwalsertal absolvieren die Schü-
gen nicht zuletzt die „berufspraktischen
ler:innen der Polytechnischen Schulen
Tage“, die den Schüler:innen – mehr-
Vorarlberg ein berufsvorbereitendes Ori-
mals über das Jahr verteilt – einschlä-
entierungsjahr. Damit sind die Weichen
gige Berufserfahrungen im Lehrberuf
für einen erfolgreichen Übergang in die
ihrer Wahl verschaffen. Möglich macht
Arbeitswelt gestellt – nach Schulab-
das die individuelle Betreuung durch en-
schluss setzen nahezu 98 % ihre Ausbil-
gagierte Lehrkräfte, die auf ein weitrei-
dung in Form einer Lehre in einem der
chendes Netz an Kontakten zur heimi-
zahlreichen florierenden Vorarlberger
schen Wirtschaft zurückgreifen können.
Wirtschaftsbetriebe fort.
BERUFSGRUNDBILDUNG IN FACHBEREICHEN Eine weitere Besonderheit der PTS sind die zu Beginn des Schuljahres startenden „Orientierungswochen“. Die Schüler ent-
POLYTECHNISCHE SCHULEN VORARLBERG tandorte S > Bregenz > Dornbirn > Feldkirch > Bludenz > Rankweil > Montafon > Lauterach > Thüringen > Hittisau > Bezau > Kleinwalsertal
Fachbereiche > Metall > Mechatronik > Elektro > Holz > Bau > Handel/Büro > Gesundheit, Schönheit, Soziales > Tourismus
decken dabei die ihnen eigenen Neigungen und Interessen, lernen die jeweils angebotenen Fachbereiche kennen und erfahren mehr über die Besonderheiten der von ihnen präferierten Berufsfelder. Exkursionen zu Unternehmen, Besuche von Berufs- und W irtschaftsmessen und nicht zuletzt das Angebot an Bewerbungs- und Jugendcoachings runden das Angebot der PTS Vorarlberg ab. Die Schüler:innen der PTS Hittisau erhalten u. a. Einblick in den Tourismus und seine Bedeutung für Handwerk und Landwirtschaft.
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AUSBILDUNG
DUALE AKADEMIE Breitgefächerte Berufsausbildung nach der Matura
Der Arbeitsmarkt stellt heutzutage große Anforderungen an
ca. 70 %
die zukünftigen Arbeitnehmer:innen – die Duale Akademie
TRAINEEPROGRAMM
bereitet Maturant:innen und Studienabbrecher:innen bestmög-
ca. 10 %
ca. 20 %
FACHTHEORIE im Kompetenzzentrum Berufsschule
ZUKUNFTSKOMPETENZEN
lich darauf vor.
bei einem DA- Ausbildungsbetrieb
Die Duale Akademie (DA) ist eine um attraktive Zukunftskom-
fixe Vollzeitanstellung
verkürzte Ausbildungszeit von max. 3 Jahren
soziale und Selbstkompetenzen
vielfältige Einblicke in verschiedene Unternehmensbereiche
berufsbezogene Fachtheorie
digitale Kompetenzen
ausgewählte fach vertiefende Inhalte
internationale Kompetenzen
individuell auf die Zielgruppe abgestimmter Lehrplan
ECDL-Zertifikat
petenzen erweiterte duale Berufsausbildung, die sich sowohl an Maturant:innen als auch an Studienabbrecher:innen richtet. Das Konzept baut auf den Erwerb wichtiger Zukunftskompetenzen, welche die DA-Trainees in sich abwechselnden Theorieund Praxis-Modulen erwerben. Dabei erlernen sie in verkürzter
Unterstützung durch eine:n Mentor:in
Ausbildungszeit – je nach Fachrichtung in zwei bis maximal
Auslandspraktikum
in einer Erwachsenen bildungseinrichtung
Englisch-Zertifikat
drei Jahren –, was es auf dem Arbeitsmarkt wirklich braucht.
DAS LEHRKONZEPT IM DETAIL Gute 70 Prozent der Ausbildungszeit absolvieren die DA-Trainees in einem der teilnehmenden Ausbildungsbetriebe im Technikland Vorarlberg. Weitere 20 Prozent widmen sich dem Erwerb
begleitendes Zukunftsprojekt Mentoring durch betriebliche F achexpert:innen
nach einem weiteren Jahr Berufspraxis Zertifizierung zum DA Professional
fachtheoretischen Wissens in eigenen Berufsschulklassen und weitere zehn Prozent den wichtigen Zukunftskompetenzen. Letztere werden an Vorarlberger Bildungs- und Kompetenzzen-
AUSBILDUNGSANGEBOT
tren wie dem WIFI Vorarlberg, der Digitalen Lernfabrik sowie
>T echnics - Mechatronik - Elektrotechnik
der Fachhochschule Vorarlberg erworben. Weitere Highlights der DA sind zudem ein Auslandspraktikum, ein Zukunftsprojekt sowie ein attraktives Einkommen vom ersten Tag an.
> Logistics Management - Speditionskauffrau/-mann
WIRTSCHAFTLICH ANERKANNTER ABSCHLUSS
> I T & Software - Applikationsentwicklung/Coding
Nach erfolgreichem Abschluss und einem Jahr Berufspraxis erhalten die Trainees den wirtschaftlich anerkannten Titel „DA Professional“. Er entspricht im Nationalen Qualitätsrahmen (NQR) dem Niveau 5 und damit der gleichen Stufe wie die Ab-
> weitere Infos - www.dualeakademie.at/vlbg - dualeakademie@wkv.at
schlüsse an Berufsbildenden Höheren Schulen. b Mai 2023 wird das Ausbildungsangebot ausgeweitet. A Die aktuellen Infos finden Sie unter www.dualeakademie.at/vlbg
AUSBILDUNG
13
„DIE TECHNISCHE AUSBILDUNG IST EIN TOP-FUNDAMENT“ Vom Kunststofftechniker zum Corporate Program Manager bei ALPLA Die Mundpropaganda hat ihn zu ALPLA
dann tatsächlich wieder zurück in die
geführt, erzählt Julian Leberl: „ALPLA
Schulbank der HTL Bregenz. Dort ab-
ist ein guter Arbeitgeber. Das hab’ ich oft
solvierte er nach der Lehre den Aufbau-
gehört, und beim Schnuppern hat es mir
lehrgang für Maschinenbau/Automa-
auf Anhieb gut gefallen.“ 2010 begann
tisierungstechnik. Aber auch in diesen
Julian seine Lehre zum Kunststofftech-
zweieinhalb Jahren arbeitete er in den
niker im Harder Familienunternehmen.
Sommerferien stets als Praktikant bei
Einige Aus- und Weiterbildungen später
ALPLA. „Die technische Ausbildung ist
ist der junge Lustenauer heute als Cor-
ein Top-Fundament im Leben, auf dem
porate Program Manager für Recycling
man aufbauen kann, und ich bin im-
tätig.
mer wieder froh, auf dieses technische
Julian Leberl (li.) ümmert sich als k Corporate Program Manager um den strategischen Geschäftsbereich Recycling.
Grundgerüst zurückgreifen zu können“, Den Grundstein für seine Karriere legte
betont Julian. „Das Technikland Vorar-
Julian vor 13 Jahren mit seinem Pflicht-
lberg bietet hier viele spannende Mög-
Job als Corporate Program Manager vor
schulabschluss nach der neunten Schul-
lichkeiten.“ Nach dem Aufbaulehrgang
allem Teamarbeit, Kommunikation, Rei-
stufe an der HTL Bregenz für Kunst-
kehrte er 2018 wieder zurück zu ALPLA
sebereitschaft
stofftechnik. Danach entschied sich der
und setzte berufsbegleitend noch das
Know-how. Um Situationen richtig ein-
gebürtige Lustenauer aber für die Lehre
Studium des Wirtschaftsingenieurswe-
schätzen zu können und Lösungen zu
im gleichen Bereich bei ALPLA. Beson-
sens obendrauf.
finden, bedarf es einer schnellen Auf-
sowie
wirtschaftliches
fassungsgabe. Darüber hinaus braucht
ders gut in Erinnerung geblieben sind
Julian in seiner Position auch Durchset-
ger die Einblicke in Produktion, Werk-
RECYCLING: IN ALLER MUNDE – UND ALLEN HÄNDEN
zeugbau, Qualität und Logistik. Wäh-
Mittlerweile kümmert sich Julian nur
cling-Projekte umsetzt. An seiner Tä-
rend seiner vierjährigen Lehre bekam er
mehr um ein Thema: „Das Recycling von
tigkeit schätzt er die Abwechslung, die
damals sogar die Chance, drei Wochen
gebrauchten Verpackungen zur Wieder-
kulturelle und sprachliche Vielfalt des
nach Thailand zu gehen.
verwendung ist ein strategischer Ge-
Unternehmens mit seinen 190 Stand-
schäftsbereich innerhalb von ALPLA.
orten sowie die Verantwortung, die er
PINGPONG VON THEORIE UND PRAXIS
Dabei werden weltweit neue Kapazitäten
als junger Mitarbeiter bereits trägt. Auf
aufgebaut und lokale Bottle-to- bottle-
die Frage, ob er seinen Ausbildungsweg
Das Interesse an der Welt der Kunst-
Kreisläufe etabliert.“ Neben der fach-
wieder so wählen würde, antwortet der
stoffverarbeitung brachte den Gesellen
lichen Komponente zählen in seinem
28-Jährige: „Definitiv! Ich hatte immer
dem heutigen Corporate Program Mana-
14
zungsvermögen, wenn er weltweit Recy-
ALPLA Group ALPLA zählt zu den führenden Unternehmen für die H erstellung und Wiederverwertung von Verpackungssystemen, Flaschen, Verschlüssen und Spritzguss teilen aus Kunststoff. viel Spaß und Freude während meiner Ausbildungen. Und ich habe sehr viel gelernt, von dem ich heute profitiere.“
Julian ist sehr selbstständig, zuverlässig und motiviert. Er betreut weltweit umfangreiche Recycling-Projekte mit großer Sorgfalt und Verantwortung.
>S tandorte: 190 weltweit >M itarbeiter:innen: 23.300 > Lehrlinge: 271, davon 69 in Österreich >L ehrberufe: Kunststofftechnik, Elektrotechnik – Anlagen- und Betriebstechnik, Zerspanungstechnik, Fertigungsmesstechnik, Betriebslogistik > www.alpla.com > www.lehre.alpla.com
Christoph Allgeuer Head of Technical Procurement & Program Management Recycling
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Als Konstrukteurin entwickelt Denise Giselbrecht neue Produkte und arbeitet dabei mit verschiedenen Fachstellen im Unternehmen zusammen.
16
„OUT OF THE BOX“
SPANNENDE PROJEKTE UND K REATIVES ARBEITEN
ZUKUNFTSAUSSICHTEN IN HÜLLE UND FÜLLE
Seit sieben Jahren ist Denise nun als
Dass das Technikland Vorarlberg eine
Konstrukteurin in der Produktentwick-
große Bandbreite an unterschiedlichen
lung bei GRASS tätig. „Mir gefällt es am
Ausbildungs- und Jobmöglichkeiten bie-
besten, wenn ich an einem Projekt arbei-
tet, findet Denise klasse: „Wir haben in
ten und am Ende dann ein fertiges Pro-
Vorarlberg das große Glück, dass wir vie-
dukt in meinen Händen halten kann. Da
le technische Unternehmen haben und
wird einem erst bewusst: Das habe ich
man mit einer technischen Ausbildung
entwickelt“, so die Technikerin stolz.
eine sehr gute Auswahl an Jobmöglichkeiten hat. Deshalb empfehle ich allen,
Als Konstrukteurin bei GRASS
Dabei hatte es die heute 28-Jährige in
die gerade die Qual der Wahl haben, ins-
der HTL nicht immer so leicht, wie sie
besondere aber den Frauen: Traut euch
berichtet. „Ich hatte so manche schuli-
ruhig etwas zu und seid mutig!“
schen Herausforderungen zu meistern, aber das ist jetzt vorüber. In meinem Beruf bin ich in meinem Element und ich weiß, dass ich mit meinem Beitrag
Entwickeln, zeichnen und testen: In De-
zu unseren Produkten auch wesentlich
nise Giselbrechts Beruf als Konstrukteu-
zum Erfolg des Unternehmens beitrage.
rin ist Kreativität gefragt. „‚Thinking out
Das mag ich so an meinem Job hier bei
of the Box‘, so nennen wir das hier bei
GRASS: Wenn man gute Arbeit macht
GRASS“, berichtet die 28-jährige Wol
und sich anstrengt, wird das auch ge-
furterin und strahlt beim gemeinsamen
schätzt und honoriert.“
Foto-Shooting selbstbewusst in die Kamera.
VERTRAUEN AUF EIN SUPER TEAM Als eine der wenigen Frauen fühlt sich
Nach der achten Klasse am Gymnasium
Denise in ihrem Team rundum wohl.
Gallus in Bregenz entschied sich Denise
„Meine Kollegen sind super und jeder
für eine Ausbildung an der HTL in Bre-
bemüht sich um eine tolle Zusammen-
genz mit den Schwerpunkten Maschi-
arbeit. Sie ist von gegenseitiger Wert-
nenbau und Automatisierungstechnik.
schätzung und Respekt geprägt. Auch
Ein besonderer Anreiz war für sie schon
fühle ich mich absolut gleichberechtigt
damals, später in einem spannenden
und würde sogar sagen, dass die Männer
Beruf arbeiten zu können. Ein „Zuckerl“
besonders rücksichtsvoll und hilfsbe-
war auch der angesehene Ingenieurstitel
reit uns Frauen gegenüber sind.“ Dabei
und das sichere Einkommen. „Nach der
schätzt Denise vor allem die offene Kom-
Matura direkt ins Berufsleben starten zu
munikation mit ihren Teamkollegen:
können und die Möglichkeiten, in einem
„Meiner Meinung nach kommunizieren
abwechslungsreichen Job zu arbeiten,
Männer oftmals direkter als Frauen und
das waren für mich die wesentlichen Be-
nehmen manches vielleicht auch nicht
weggründe – und ich würd’s wieder so
so ernst. Ich persönlich empfinde das als
machen“, verrät uns Denise.
angenehm.“
GRASS GmbH – ein Unternehmen der Würth Gruppe Als Entwicklungspartner und Systemanbieter der Möbelindustrie schafft GRASS seit mehr als 70 Jahren Produkte und Leistungen, die Kunden begeistern: > Standorte: 19 Standorte weltweit > Mitarbeiter:innen: rund 1050 in AT, rund 1850 weltweit; davon 77 Lehrlinge an 4 österreichischen Standorten > Lehrberufe: Maschinenbau- und Automatisierungstechnik, Konstruktion – Maschinenbautechnik, Mechatronik – Fertigungs- und Automatisierungstechnik, Industriekaufmann/frau, Metallbearbeitung, Prozesstechnik, Werkzeugbau-, Prozess- und Fertigungstechnik, Zerspanungs-, Prozess- und Fertigungstechnik, Elektro-, Anlagen-, Betriebs-, Automatisierungs- und Prozessleittechnik > www.grass.eu > www.missionzukunft.com
17
IMMER DER NASE NACH Dank Schnuppern zur Traumlehre bei Lercher
Wie wichtig es ist, den Betrieb bereits
Auto – Kunststoff wird als Werkstoff
vor dem Lehrstart kennenzulernen, das
immer wichtiger. In der Lehre lernst du
wissen Sina Salzgeber (18) und Goran
alles über dieses faszinierende Materi-
Vulkajovic (17) aus eigener Erfahrung
al. Über seine Eigenschaften, die Ein-
allzu gut. Das sprichwörtliche „immer
satzmöglichkeiten, die Bearbeitung. Du
der Nase nach“ haben die beiden wört-
lernst technische Unterlagen und Werk-
lich genommen und nach dem Schulab-
zeichnungen zu verstehen. Du lernst
schluss erst einmal ausgiebig geschnup-
computergesteuerte Maschinen zu be-
pert.
dienen, mit denen Kunststoffprodukte hergestellt werden. Du führst Qualitäts-
„Ich war in vielen unterschiedlichen Fir-
tests durch, um zu überprüfen, ob das
men hier im Technikland Vorarlberg“,
produzierte Kunststoffteil wirklich die
berichtet Goran aus Rankweil, „durch’s
geforderten Eigenschaften hat. Dabei
Schnuppern ist mir klar geworden, die
nutzt du die unterschiedlichsten Verfah-
Ausbildung zum Metalltechniker, die
ren … Schleifen, Polieren, Härten, Lackie-
will ich machen.“ Dass sein Vater selbst
ren – ich liebe diesen Beruf!“
Werkzeugmacher von Beruf ist, hat ihm bei der Entscheidung ebenfalls geholfen. Und auch Sina hatte, dank ihrer Eltern, schon einen guten ersten Eindruck von der Lehre – diese vermittelten ihr den Kontakt zu einem Lehrling, der bereits seine Ausbildung bei Lercher Werkzeugbau absolvierte. „Nach dem gemeinsamen Austausch hab’ ich mich, wie Goran auch, zum Schnuppern vor Ort entschieden. Das war super und hat mir einen sehr guten Eindruck vermittelt“, berichtet die 18-Jährige.
FASZINATION KUNSTSTOFF Als Kunststofftechnikerin gerät Sina richtig ins Schwärmen: „Vom Kinderspielzeug bis zum Hightech-Stecker im
18
01
02
Lercher Werkzeugbau GmbH Wir fertigen aus Stahl Formen für Kunststoffprodukte. Mit diesen Werkzeugen produzieren wir dann auf Maschinen mit Robotern Millionen Kunststoffteile für unterschiedlichste Branchen (Automotiv-Industrie, Möbel branche, Medizintechnik etc.) > Standort: Klaus > Mitarbeiter:innen: 132, davon 22 Lehrlinge > Lehrberufe: Metalltechnik und Kunststofftechnik > www.lercher.at
03
01 Kunststofftechnik-Lehrling Sina Salzgeber (unten links) entschied sich nach einem Schnuppertag für die Lehre bei Lercher. 02 Der Metalltechniker Goran Vulkajovic (oben) schätzt das selbstständige Arbeiten. 03 Beim Einspannen des Fräswerkzeuges in den Halter ist Präzesion gefragt.
Goran geht es ähnlich. Das Anfertigen
35 % FRAUEN
kein Hindernis mehr: „Ich finde nicht,
von Werkzeugen findet der 17-Jährige
Mit einem Frauenanteil von rund 35 %,
dass noch ein Unterschied gemacht
faszinierend. „Am Ende des Tages siehst
davon 28 % in Sinas Abteilung, ge-
wird. Man muss selbstbewusst sein, sich
du immer, was du geschafft hast. Das
hört Lercher zu den Vorreitern in der
etwas trauen und ins Tun kommen“, so
Endprodukt macht mir richtig Freude!“
Tech-Branche. In den letzten Jahren ha-
die Technikerin.
An seinem Arbeitgeber schätzt der jun-
ben sich immer mehr junge Frauen für
ge Techniker, dass man ihm von Anfang
eine technische Ausbildung entschie-
Für ihre Zukunft haben sich beide, Go-
an sehr viel zugetraut hat. „Selbststän-
den, und „das ist super“, findet auch Sina.
ran und Sina, weitere Ziele gesteckt. „Ich
digkeit beim Arbeiten wird bei Lercher
„Ich fühle mich bei uns sehr gleichbe-
möchte den Lehrlingswettbewerb 2024
großgeschrieben.“ Und Sina findet, „im
rechtigt. Ich selbst habe auch viele Kol-
mit ausgezeichnetem Erfolg machen“,
Unterschied zu anderen Firmen ist es bei
leginnen, die ebenfalls in einem techni-
verrät Sina, und Goran pflichtet bei: „Ja
Lercher sehr aufgeräumt. Schon beim
schen Beruf arbeiten und das in ihren
eine gute Lehrabschlussprüfung, das ist
Schnuppern hat man mir sehr viel ge-
Bereichen bestätigen.“ Auch der Einstieg
auch mein Ziel.“ Den richtigen „Riecher“,
zeigt.“
in die Welt der Technik sei heutzutage
auf den können beide sehr gut vertrauen.
19
01
Dominikus und Melisa haben mit sehr individuellen Ausbildungswegen ihr Glück bei Blum gefunden.
20
MIT INDIVIDUELLEN AUSBILDUNGSWEGEN ZUM GLÜCK Das Leben verläuft nicht immer in ge-
als Abteilungsleiter für bis zu 80 Mitar-
Und bei einem der zehn Lehrberufe fin-
raden Bahnen: Manchmal ändern sich
beitende verantwortlich und letztlich
det jede und jeder eine spannende Auf-
die Umstände und ein Plan funktioniert
auch selbstständig. Mittlerweile ist der
gabe, die zu den persönlichen Vorlieben
nicht mehr so wie gedacht.
38-Jährige beruflich angekommen und
und eigenen Talenten passt. Ob nach der
bei Blum als Ausbildungsmeister für
Matura, dem Studium oder als Querein-
Melisa Sahin hat nach ihrem Abschluss
den Beruf Prozesstechnik mit 25 Lehr-
steiger:in aus anderen Berufen – auch
der Handelsschule eine Weiterbildung
lingen zuständig. Hier haben sich auch
für individuelle Wege bietet der Beschlä-
zur Eventmanagerin gemacht – dann hat
die Wege von Melisa und Dominikus
gespezialist die passende Ausbildung.
ihr die Corona-Pandemie einen Strich
gekreuzt. „Menschen weiterentwickeln
durch die Rechnung gemacht. Die aufge-
war immer meine Leidenschaft, egal
weckte Lustenauerin zögert nicht lange,
wo ich gearbeitet habe. In der Lehre bei
schnuppert bei Blum und beginnt ihre
Blum kann ich mein Potenzial am bes-
Julius Blum GmbH
Ausbildung beim Höchster Beschläge-
ten ausschöpfen“, so der Vater von drei
hersteller. „Ich bin eine sehr kommunika-
Kindern. Er ergänzt: „In unserem Bereich
tive Persönlichkeit, organisiere sehr gern,
ist es wichtig, selbstständig zu arbeiten,
und Technik hat mich immer schon be-
zwischen den Spezialist:innen der ein-
geistert. Beim Schnuppern habe ich ge-
zelnen Fachbereiche zu ‚übersetzen‘ und
merkt, dass man als Prozesstechnikerin
den Überblick zu wahren.“
>H erstellung und Vertrieb von Möbelbeschlägen: Klappen-, Scharnier-, Auszugs-, Pocketsysteme und Bewegungstechnologien, unterstützt durch Verarbeitungshilfen und E-Services >P roduktionsstandorte: 8 Werke in Vorarlberg, weitere in USA, Brasilien, Polen und China >M itarbeiter:innen: weltweit 9.400, in Vorarlberg 7.000, davon 400 Lehrlinge > Lehrberufe: Mechatronik, Konstruktionstechnik, Prozesstechnik, Werkzeugbautechnik, Elektro technik, Fertigungsmesstechnik, Werkstofftechnik, Zerspanungstechnik, Kunststofftechnik, Maschinenbautechnik >D uale Akademie nach der Matura, neben Mechatronik und Elektrotechnik ab Herbst 2023 auch in Applikations entwicklung – Coding > www.lehre-bei-blum.at
als Schnittstelle zwischen unterschiedErsten an der Maschine, wenn mal etwas
DER SPASS DARF NICHT ZU KURZ KOMMEN
nicht läuft – da ist gute Kommunikation
Das sind alles Dinge, die auch Melisa lie-
gefragt“, weiß die 22-Jährige.
gen und Spaß machen: „Ich habe zu Be-
lichen Bereichen fungiert. Wir sind die
ginn des zweiten Lehrjahres schon mei-
POTENZIALE HEBEN UND W EITERENTWICKELN
ne fixe Abteilung im Werk 4 in Bregenz
Der Werdegang von Dominikus Moratti
Prozesse optimieren und das Anlagen-
ist ebenfalls nicht geradlinig: Der gebür-
umfeld mitgestalten. Ich bin jetzt schon
tige Altacher hat nach der Unterstufe
das Bindeglied zur Qualitätssicherung
im Gymnasium eine Lehre zum Anla-
und Produktionsmechanik“, so die Aus-
genelektriker bei Zumtobel absolviert
zubildende im dritten Lehrjahr. Domini-
und seine Ausbildung mit Auszeichnung
kus ergänzt: „Die Ausbildung bei Blum
abgeschlossen. Nach dem Zivildienst
ist sehr vielfältig, und speziell in unse-
hat er bei unterschiedlichen Unterneh-
rem Bereich bieten sich im Anschluss
men gearbeitet, eine Zusatzausbildung
an eine Lehre unzählige Perspektiven.
zum „European Industrial Engineer“
Ganz wichtig ist, dass man Freude an
absolviert, im Burgenland gelebt, war
der Arbeit hat“, erklärt er abschließend.
gefunden und darf bereits bestehende
21
EIN SPANNENDER BERUF – AUCH FÜR FRAUEN! Ausbildung zur Stahlbautechnikerin bei Doppelmayr
„In meinem Lehrjahr als Stahlbautech-
chen ein dickes Plus auf ihrem Konto:
nikerin bin ich die einzige Frau, insge-
Der Zahltag ist mit einer technischen
samt sind wir zu viert“, erzählt Leonie
Ausbildung deutlich höher als in ande-
von ihrer Abteilung bei Doppelmayr. Die
ren Branchen.
18-Jährige hat im Herbst 2021 mit ihrer Lehre begonnen – ganz ohne Stereotype im Hinterkopf.
WAS MACHT MAN ALS S TAHLBAUTECHNIKERIN? Heften, Schweißen, Flexen, Feilen – in
„Die Arbeit im Stahlbau ist ein span-
den ersten beiden Lehrjahren werden
nender Beruf – auch für Frauen. Alle in
diese Aufgaben in der Lehrwerkstatt ab-
unserem Team machen dieselbe Arbeit
solviert. Ab dem dritten Jahr darf Leonie
und bekommen dasselbe Feedback“,
auch bei den großen Projekten in der
stellt Leonie Flatz aus Bildstein klar.
Halle mitarbeiten. Die Kleinteile für die
Sie fühlt sich absolut gleichberechtigt
Produktion werden zum Großteil von
an ihrem Arbeitsplatz bei Doppelmayr
Lehrlingen aus dem ersten und zweiten
und verzeichnet gerade im Vergleich zu
Lehrjahr hergestellt. „Der Nachwuchs ist
den klassischen Lehrberufen für Mäd-
wichtig bei Doppelmayr“, weiß Leonie.
Frauen in der Technik sind immer eine Bereicherung. Ganz besonders freut es mich, wenn sie – so wie Leonie bei uns im Stahlbau – frischen Wind ins Team bringen. Richard Kohler Ausbildungsleiter
Die Lehre zur Stahlbautechnikerin ist genau das Richtige für die talentierte Handwerkerin: Denn auch in ihrer Freizeit beschäftigt sie sich gerne mit kleinen Handwerksprojekten – z. B. arbeitet sie gerade an einem Insektenhotel –, oder sie erledigt zu Hause nach Feierabend noch kleine Schweißerarbeiten. Dabei trainiert sie Fähigkeiten, die sie auch im Beruf braucht: technisches und räumliches Verständnis sowie praktische Fertigkeiten. Denn durch Erfahrung
22
Heften, Schweißen, Flexen, Feilen gehören zur Arbeit im Stahlbau dazu. Für die talentierte Handwerkerin Leonie Flatz genau das Richtige.
Doppelmayr Gruppe >M it innovativen Transport systemen setzt Doppelmayr immer wieder Maßstäbe in der Mobilität mit Seilbahnen: Höchster Komfort und Sicherheit definieren ihre Anlagen – sowohl in Sommer- und Wintertourismusgebieten als auch im urbanen Personennahverkehr und Materialtransport. > Standorte: 50 weltweit, Hauptsitz in Wolfurt > Mitarbeiter:innen: 3.154, davon 1.481 in Österreich > Lehrlinge: 150, davon 106 in Wolfurt > Lehrberufe: Stahlbautechnik, Maschinenbautechnik, Zerspanungstechnik, Elektrotechnik, Mechatronik, IT-Technik > lehre.doppelmayr.com
und Übung lernt man am allermeisten.
„Frauen müssen sich vor einem männ-
immer, wenn man etwas erreichen will.
„Tatsächlich ist die Lehre viel spannen-
lich dominierten Arbeitsumfeld wirklich
„Mit der richtigen Einstellung ist es ein
der, als ich es mir überhaupt vorstellen
nicht scheuen. Man darf sich ruhig auch
ganz normaler Arbeitsalltag“, erklärt sie
konnte. Nun mache ich eine Ausbildung,
was trauen, vor allem dann, wenn es et-
überzeugend.
bei der ich auch etwas fürs Leben lerne.
was ist, das einem liegt und Spaß macht.
Definitiv würde ich mich wieder für die
Egal, was andere sagen.“ Ob es gewisse
Für die Zukunft wünscht sie sich neben
Lehre bei Doppelmayr entscheiden“, be-
Herausforderungen für sie im Unterneh-
der erfolgreichen Lehrabschlussprüfung
richtet die junge Frau.
men gibt? Eher Anforderungen, wenn
die Übernahme durch ihren Arbeitge-
es nach Leonie geht: Selbstbewusstsein,
ber – und mehr weibliche Bezugsper-
FRAUEN IN DER TECHNIK
Standhaftigkeit,
und
sonen im Ausbilderteam. Vielleicht ist
Ein Achtel beträgt der Frauenanteil bei
Durchhaltevermögen sind schon nö-
das auch eine spannende Aufgabe für
Doppelmayr aktuell. Dazu sagt Leonie:
tig in ihrem Beruf. Aber das braucht es
Leonies eigene berufliche Entwicklung.
Durchsetzungs-
23
Frank Nigsch nimmt als Werkmeister eine neue Maschine in den Probebetrieb und stellt die Maschine ein.
faigle ist in einem ständigen Entwicklungsprozess, dabei müssen wir neben den technologischen Weiterentwicklungen auch die fachliche Entwicklung unserer Mitarbeitenden fördern. Nur so können wir ein zukunftsorientiertes Unternehmen gewährleisten. Robert Wild Produktionsleiter bei faigle Kunststoffe
24
INTERVIEW
IMMER WIEDER „JA“
Arbeiten als Werkmeister bei faigle Ob Rollen und Bauteile für Fahrtreppen,
Stimmt, das ist ein guter Punkt. Apropos
Ausdauer und Ruhe, zum Beispiel bei
Aufzüge,
Karriere: Nach vier Jahren Lehrzeit hast
herausfordernden Situationen – und auf
zerspante Fertigteile: Bei faigle dreht
du noch die Werkmeister-Ausbildung
der anderen Seite Interesse für chemi-
sich alles um hochwertige Kunststoff-
drangehängt …
sche Zusammenhänge sowie Freude am
technologie. Der begeisterte Fußballer,
Frank: … genau, vier Semester, also zwei
ständigen Tüfteln.
Skifahrer und Paragleiter Frank Nigsch
weitere Jahre. Das war sehr zeitintensiv,
(29) aus Langen b. B. ist Werkmeister
aber ich konnte mir sehr viel Wissen an-
Hast du aktuell noch ein weiteres „Ja“
und verrät im Interview, warum er auch
eignen und das dort Gelernte im Unter-
für dich und deine Karriere geplant?
heute noch nach seiner abgeschlossenen
nehmen direkt umsetzen. Mein zweites
Frank: Ja zum „Ja“! Ich habe im März
Ausbildung in der Kunststofftechnik im-
„Ja“, wenn man so will, für mich und
mit dem Universitätslehrgang „Indus
mer wieder „Ja“ zu Lehre, Unternehmen
meine Karriere.
trial Engineer“ begonnen. faigle hat mir
Intralogistik-Systeme
oder
immer wieder neue Aufstiegschancen
und dem Technikland Vorarlberg sagt.
Deine aktuelle Stellenbeschreibung
ermöglicht, und wer weiß – faigle China
Frank, du hast schon oft „Ja“ gesagt –
nennt sich: Teamleader Technical
klingt für mich auch spannend, vielleicht
was hat dich damals nach der Schule
Center. Welche Tätigkeiten sind damit
ist auch das in ein paar Jahren einmal
zu deinem ersten „Ja“ zur Kunststoff
verbunden?
eine Station für mich. ( schmunzelt)
techniker-Lehre bewogen?
Frank: Als Teamleader bin ich für sechs
Frank: Hi zusammen, ja … wo fang ich da
Mitarbeiter:innen verantwortlich. Wir
an … Ich glaube, zuerst war da das Inter-
haben zusammen unsere Spritzgussma-
esse für Technik. Ich wusste einfach, ich
schinen im Blick. Das heißt, wir stellen
will auf jeden Fall etwas Technisches
die Maschinen ein und optimieren sie.
machen. Und dann gab es einen interes-
Als Teamleiter koordiniere ich alles und
santen Infotagnachmittag beim BIFO. Da
bin zugleich die Schnittstelle bzw. der
ist der Funke übergesprungen.
Ansprechpartner
für
Projektleiter:in-
nen anderer Abteilungen, aber auch für
Ein Studium kam für dich erst mal nicht in
Anwendungstechniker:innen und Pro-
Frage?
duktentwickler:innen. Alle technischen
Frank: Die Lehre hat in Vorarlberg einen
Anfragen laufen sozusagen über meinen
hohen Stellenwert. Es gibt viele Top-Un-
Tisch. Und auch unsere Lehrlinge in der
ternehmen mit verschiedenen techni-
Kunststofftechnik betreue ich. Kurzum:
schen Ausbildungsmöglichkeiten. Auch
Ich schaue, dass die Produktion in unse-
mit einem Lehrabschluss ist es möglich,
rem Segment reibungslos läuft und dass
Karriere im jeweiligen Beruf zu machen!
alle happy sind (lacht).
Deshalb: Möglichst viele Schnuppertage vereinbaren, das ist mein Tipp, dann
Was würdest du sagen: Braucht es be-
lernst du Unternehmen und Lehrberufe
sondere Fähigkeiten, will jemand in deine
direkt kennen. Und schlussendlich sollte
Fußstapfen treten?
man auf das Bauchgefühl hören. Bei mir
Frank: Mein Job ist sehr abwechslungs-
hat es ganz klar „Ja“ zur Lehre gesagt.
reich, da wir viele unterschiedliche Pro-
Abgesehen davon verdient man schon
dukte haben. Deshalb würde ich sagen,
ab Tag eins sein eigenes Gehalt … auch
es braucht zum einen ein gutes, allge-
nicht schlecht, oder? (lacht)
meines technisches Verständnis sowie
faigle-Unternehmensgruppe Die international agierende Unternehmensgruppe mit vier Standorten in Europa und Asien ist Verarbeiter, Bearbeiter und Händler technischer Kunststoffe und von Kunststofflösungen. faigle bietet sowohl Eigenentwicklungen als auch kundenspezifische Entwicklungen von Bauteilen und kompletten Baugruppen aus thermoplastischen Kunststoffen. > Standorte: 4 Standorte in Österreich, der Schweiz und China > Mitarbeiter:innen: 400, davon 21 Lehrlinge > Lehrberufe: Kunststofftechnik, Zerspanungstechnik, Werkzeug bautechnik, Betriebslogistik, Bürokauffrau/-mann, IT, Konstruktion) > www.faigle.com/de > deine-lehre-bei-faigle.com
25
LEHRE ALS KARRIERESTART Aufstieg zum Manager mit der Zumtobel Group 20 Jahre – so lange ist Jakob König be-
eine neue TRIDONIC-LED-Treiber-Platt-
reits bei der Zumtobel Group angestellt.
form auf den Markt gebracht, überwacht
Das
spezialisierte
Jakob den gesamten Projektverlauf von
Dornbirner Unternehmen ist für den
der Idee bis zum Launch. Dabei ist es
wissbegierigen Hohenemser der per-
wichtig, dass er zu jedem Zeitpunkt die
fekte Partner. Hier startete er mit seiner
Qualität des Produkts, aber auch Zeit
Lehre, machte seitdem zahlreiche Wei-
und Kosten im Blick behält. Wie es um
terbildungen, schloss sein Master-Stu-
den „Return of Invest“ – ein Begriff aus
dium ab, und inzwischen hat er als
der Betriebswirtschaft, der zur Messung
„Global Project Portfolio Manager“ (GPP
der Rendite eines Unternehmens dient
Manager) bei TRIDONIC, der Technolo-
und angibt, wie viel Gewinn ein Unter-
giemarke der Zumtobel Group, schon die
nehmen im Verhältnis zum eingesetzten
nächste Karrierestufe in Sicht.
Kapital macht – steht, fällt ebenfalls in
auf
Lichttechnik
Jakobs Metier. Strategisches Planen, analytisches Dennur drei der Kompetenzen, die Jakob in
STARTSCHUSS FÜR DIE KARRIERE: DIE LEHRE
seinem Alltag braucht. Als GPP-Manager
2003 entschied sich der heute 36-Jähri-
für das TRIDONIC-Elektronik-Angebot
ge für eine Lehre zum Anlagentechniker.
hat er alle Hände voll zu tun.
Die Zumtobel Group erschien ihm da-
Möglichkeiten zu bieten hat“, so Jakob,
mals besonders attraktiv, „weil Zumtobel
und er verrät weiter: „Es war eine Ausbil-
Er ist zum Beispiel für die Planung eines
als großes und außerdem globales Unter-
dung mit perfektem Verhältnis zwischen
Projektverlaufs zuständig. Wird etwa
nehmen nach dem Lehrabschluss viele
praktischen und theoretischen Inhalten.
ken und diplomatisches Geschick sind
Das Lehrkonzept beinhaltet zudem eine Rotation innerhalb der gesamten Group an den Standorten in Dornbirn. Das ver-
Jakob ist ein tolles Beispiel für die Entwicklung von Talenten bei der Zumtobel Group. Wir f reuen uns schon heute auf die kommenden gemeinsamen Schritte. Martin Pfurtscheller Head of Global Product Compliance Center
schafft einen guten Überblick über viele Bereiche. Außerdem bestand die Möglichkeit, für einige Wochen im Ausland Erfahrungen zu sammeln. Daran denke ich heute immer noch sehr gerne zurück.“
NEUE TÜRÖFFNER: ABENDM ATURA, LEARNING ACADEMY & STUDIUM Von 2009 bis 2011 absolvierte Jakob neben seinem regulären Job an der
26
Global Project Portfolio Manager J akob König (re.) überwacht den gesamten Projektverlauf – von der Idee bis zum Launch.
Zumtobel Group > Zweitgrößter Arbeitgeber im Ländle > Internationaler Konzern mit zehn Werken auf drei Kontinenten > Europäischer Marktführer im Bereich professioneller Beleuchtungssysteme > Mitarbeiter:innen: rund 5.800 weltweit, davon 55 Lehrlinge > Lehrberufe: Elektrotechnik, Mechatronik, Duale Akademie – Mechatronik/Elektrotechnik, IT-Systemtechnik, Industriekauffrau/-mann, Kunststofftechnik >T raineeprogramme: Corporate IT, Brand & Portfolio Management, Research & Development, Finance > z.lighting/de/
Volkshochschule in Götzis die Abend-
zusammenarbeite, die machen für mich
haben sich perfekt mit meinem aktu-
matura. „Von meinem hier gewählten
den Unterschied!“
ellen Job und den sich abzeichnenden
Schwerpunkt
Informatik
und
auch
künftigen Anforderungen gedeckt.“
durch das Maturafach Englisch habe ich
2022 schloss er zudem sein Studi-
stark profitiert“, erklärt Jakob.
um zum Business Manager (Master of
Auch in Zukunft will er am Ball bleiben.
Science) an der Alpen-Adria-Universität
„Wenn ich etwas gelernt habe, dann dass
Neue Türen öffneten sich für ihn auch
in Klagenfurt ab. „Nachdem ich bereits
Veränderung und somit Weiterentwick-
mithilfe
Weiterbildungen
seit einiger Zeit mit dem Gedanken ge-
lung zum Leben gehören wie das Salz
über die interne Learning Academy der
spielt hatte, mich weiterzubilden, bin ich
zum bzw. ins Meer. Außerdem ist es im-
Zumtobel Group. Hier konnte Jakob nicht
2020 auf dieses Angebot gestoßen, das
mer eine Bereicherung, vor allem wenn
nur wertvolle Berufserfahrungen in den
hervorragend auf die Möglichkeiten von
man weiß, dass man eigentlich noch
unterschiedlichsten
nichts weiß.“
zahlreicher
und
Berufstätigen zugeschnitten war. Die
Tochterunternehmen sammeln, sondern
Bereichen
Universität in Klagenfurt pflegt bereits
auch viele neue Freunde gewinnen.
seit vielen Jahren eine sehr erfolgreiche
Aktuell ist Jakob regelmäßig im Ausland
Partnerschaft mit dem Wifi Österreich
unterwegs, etwa in China oder England.
„Am besten an meinem Job gefällt mir
und ermöglicht es Studierenden, die Vor-
Wer weiß also, wo wir ihn demnächst
das Teamgefüge – wir sind wie eine
lesungen live in ihrem Heimatbundes-
mit der Zumtobel Group noch überall
Familie. Die Menschen, mit denen ich
land zu besuchen“, so Jakob. „Die Inhalte
treffen – es bleibt spannend.
27
Walter Bösch GmbH & Co KG 932 gründete Ing. Walter Bösch in 1 Lustenau sein Unternehmen für Haus technik. Heute verfügt der Komplett anbieter für Heizungstechnik, Klimatechnik und Lüftungstechnik über ein dichtes Netz von Kundendienststellen inklusive Vor-Ort-Service.
Die duale Studentin Informatik / Digital Innovation Marion Hölzl vereint Studium und Arbeitswelt.
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> Standorte: Lustenau, Innsbruck, Bergheim, L eonding, Wien, Graz, Klagenfurt, D, CH > Mitarbeiter:innen: rund 700 in Österreich, 12 Lehrlinge > Lehrberufe: Betriebslogistik, Elektro technik (Anlagen- und Betriebstechnik), Informationstechnologie, Installations- und Gebäudetechnik, Metalltechnik > www.boesch.at
DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN Duale Studentin der Informatik / Digital Innovation bei bösch
Für Marion kann es gar nicht genug Input sein. Deswegen stu-
ARBEIT, AUSBILDUNG UND AUSLAND
diert die 26-Jährige nach ihrem BWL-Abschluss noch berufs-
Marions liebste Freizeitbeschäftigungen sind Skifahren, Rei-
begleitend an der Fachhochschule Vorarlberg. Möglich macht
sen und neue Leute kennenlernen. Zwei von drei Hobbys kann
das ihr Lustenauer Ausbildungsbetrieb, die Walter Bösch
sie in ihrem dualen Studium ideal ausleben: Alle Studierenden
GmbH & Co KG.
bringen unterschiedliche, spannende Hintergründe in die Ausbildung mit ein, und im Rahmen eines Field Trips durfte Marion
„Dualstudentin/Softwareentwicklung“ – so lautet die aktuel-
mit der FH nach Indien reisen.
le Berufsbezeichnung von Marion Hölzl aus Weiler. Sie unterstützt verschiedene Projekte im Bereich IT und Softwareent-
Für den IT-Nachwuchs wünscht sie sich bereits in der Schule
wicklung. Das Ziel ihrer Arbeit ist es, den Mitarbeiter:innen bei
mehr Berührungspunkte mit der Welt der Technik. Allen, die
bösch den Alltag mit optimierter Software zu erleichtern. Dazu
sich eine Ausbildung im Technikland Vorarlberg überlegen,
gehört auch viel Projektmanagement, was der jungen Frau in
rät Marion: „Dir stehen alle Türen offen, sei selbstbewusst und
die Hände spielt: Selbstständiges Arbeiten, logisches Denken
mach, was dir gefällt! Denk nicht zu viel darüber nach, was an-
und Organisation liegen ihr nämlich. Außerdem ist sie überaus
dere über dich denken – wichtig ist nur, was du willst.“
motiviert, sich ständig weiterzuentwickeln.
WAS ZÄHLT, IST DIE PERSÖNLICHKEIT VON STUDIUM ZU STUDIUM
„Um ehrlich zu sein, muss man sich als Frau in der Technik
Dieser Wissensdurst ist es auch, der Marion nach ihrem be-
anfangs schon beweisen. Mit einer soliden Ausbildung ist diese
triebswissenschaftlichen Studium an der Universität Liechten-
kleine Hürde aber schnell und leicht zu überwinden“, berichtet
stein an die FH Vorarlberg geführt hat. „Dual kann man Studi-
die Technikerin von eigener Erfahrung. Im Berufsalltag spielt
um und Arbeitswelt sehr gut vereinen und sowohl theoretische
das Geschlecht kaum eine Rolle. Vielmehr geht es darum, wie
als auch praktische Erfahrungen sammeln“, erklärt die Soft-
die einzelnen Persönlichkeiten zusammenarbeiten. Marion
wareentwicklerin.
sieht das so: „Eine gute Mischung an Persönlichkeiten in einem Team ist immer am besten, da alle eigene Perspektiven einbrin-
Sorgen um eine Vollzeitanstellung muss sich Marion jedenfalls
gen. Wichtig ist vor allem die offene Kommunikation und dass
keine machen – Fachkräfte im Bereich der Wirtschaftsinfor-
man sich fachliches Feedback nicht zu Herzen nimmt – egal ob
matik sind mehr als gefragt. „Die Arbeit bei bösch macht mir
Mann oder Frau!“
Spaß, ich lerne täglich etwas dazu, und für meine Zukunft habe ich viele Perspektiven“, führt die duale Studentin aus.
29
INTERVIEW
ARBEITEN IM BRAUKELLER Lehrausbildung in der Mohrenbrauerei Das, wovon viele träumen, ist für Florin
dritten Lehrjahr, den Biersommelier und
Feuerstein (21) aus Dornbirn und Tim Zio-
den Staplerschein habe ich schon über
lek (23) aus Reuthe schöner Alltag – sie
Mohrenbräu gemacht und die Berufs-
arbeiten an einem der beliebtesten Ge-
schule in Klosterneuburg beim Österrei-
tränke Vorarlbergs. Mit ihrer Ausbildung
chischen Getränkeinstitut absolviert.
zum Brau- und Getränketechniker haben sich damit beide einen Traum erfüllt.
Tim: Ich habe in der HTL für Tourismus
Warum? Das verraten sie im Interview.
in Bezau fast alle Gastrobereiche kennengelernt. Ich wollte dann aber nicht
Die Lehre zum Brau- und Getränketech-
direkt in der Gastro arbeiten, sondern et-
niker, das klingt nach einer spannenden
was Artverwandtes lernen. Auch ich bin
Ausbildung. Wie wird man das? Und was
wie Florin im dritten Lehrjahr, hab’ eben-
hat euch daran gereizt?
falls Biersommelier und Staplerschein
Florin: Ich habe mich immer für Biolo-
bei Mohrenbräu gemacht und davor
gie, Chemie und die Lebensmittelindus-
schon den Wein- und Käsesommelier an
trie interessiert. Diese Lehre umfasst
der HTL Bezau.
Tim: Für mich ist es unser Team! Wir sind alle sehr jung, unternehmen auch in der
alle diese Themen. Ich habe das Gefühl, dass ich damit sehr breit aufgestellt
Was ist besonders an der Ausbildung?
Freizeit viel gemeinsam. Für mich war
bin. Ich könnte mich zum Beispiel auch
Florin: Die Berufsschule in Klosterneu-
die Ausbildung die richtige Wahl, da ich
in den Bereichen Lebensmitteltechnik,
burg fand ich sehr cool. Man kommt da
den Beruf wirklich sehr spannend finde.
Pharmaindustrie oder Molkereitechnik
auch mal nach Wien und lernt die Theo-
weiterentwickeln. Aktuell bin ich im
rie zur Praxis.
Und am Beruf selbst? Florin: Stimmt, der Beruf ist wirklich abwechslungsreich, weil wir in verschie-
30
Das Besondere am Beruf Brau- und Getränketechniker ist die Vielfalt: Zum einen hat man es mit modernen Maschinen und Anlagen zu tun. Zum anderen hat man die Herausforderung, auf die jahrgangsbedingten Schwankungen der natürlichen Rohstoffe Hopfen und Malz zu reagieren.
denen Abteilungen viele unterschiedli-
Michael David Leiter Qualitätssicherung, Lehrlingskoordinator
zur Bier-, Limonaden-, Fruchtsaft-, Was-
che Aufgaben erledigen können. Tim: Ja, und ich finde es cool, dass wir ein Produkt produzieren, das Menschen zusammenbringt.
Und wie können wir uns euren typischen Alltag vorstellen? Tim: Wir lernen alles über die Prozesse ser- und Malzherstellung.
02
03
01 04
01 Probenahme im Sudhaus. 02 Der Stärkeabbau wird überprüft. 03 Die Stammwürze wird gemessen. 04 Im Gärkeller wird ein Gärtank vorbereitet.
Florin: Und natürlich, wie aus natürli-
Tim: Sich alles anschauen, was einen
chen Rohstoffen Bier gebraut wird.
auch nur annähernd interessiert. Und ja, wie Florin bereits gesagt hat, mit den
Tim: Unsere Ausbildung durchlaufen
Menschen so viel wie möglich reden.
wir in einem Rotationssystem, wir sind
Die besten Infos bekommt man von den
in allen Abteilungen vom Sudhaus über
Personen, die selbst in diesen Berufen
den Gär-, Lager- und Filterkeller und
arbeiten.
die Limonadenproduktion bis zur Abfüllung. Wir lernen etwa das Herstellen von Würze, das Gären mit Hefe oder das Reifen und Filtrieren des Bieres. Kurzum:
Mohrenbrauerei
Miar sen zuaständig, dass die Kiste lauft.
Produktion und Vertrieb von Bier, Biermischgetränken und Limonaden
(lacht)
Welchen Rat habt ihr für alle parat, die überlegen, eine Lehrausbildung zu machen? Florin: Unterschiedliche Praktika absol-
> Standort: Dornbirn > Mitarbeiter:innen: 160, davon 5 Lehrlinge > www.mohrenbrauerei.at
vieren und mit Menschen reden, die in dieser Branche arbeiten – dann bekommt man eine viel bessere Vorstellung.
31
ALLES SOCIAL, ODER WAS!?
Spannende Neuigkeiten aus der Netz-Welt
Was macht eigentlich ein:e Mechatroniker:in? Was unterschei-
HIER GEHT’S ZU DEN KANÄLEN:
det die Duale Akademie von einem BA-Studium, und wie sieht es eigentlich mit Upcoming Events wie dem Lehrlingsball oder dem DIGICAMP aus? Fragen über Fragen, auf die wir auf unseren SocialMedia-Kanälen so manche Antwort parat haben! Folge uns, um keine News mehr zu verpassen!
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technikland_vorarlberg
technik.vorarlberg
WISSEN
FÜR ANGEBER:INNEN Kuriose Facts, um beim nächsten Lunch-Date zu glänzen
Der Funkstandard
Bluetooth
wurde nach dem dänischen König Harald Blauzahn benannt.
Auf dem ersten Apple-Logo sieht man Sir Isaac Newton, der unter einem Baum sitzt, und einen A pfel, der auf seinen Kopf fällt.
Die im Internet als
„Grumpy Cat“
berühmt gewordene Katze hieß in Wirklichkeit „Tardar Sauce“.
Das erste Social Network im Internet wurde 1997 gegründet. Es hieß SixDegrees und wurde mangels Erfolg im Jahr 2000 wieder abgeschaltet.
Die Bezeichnung für weibliche Hacker ist „Haeckse“ oder „Häckse“. 01101000 01100001 01100101 01100011 01101011 01110011 01100101 00001010
Eine einzige Google-Suchanfrage „reist“ im Schnitt etwa 2.500 Kilometer zu einem Rechenzentrum und zurück, um dem Nutzer die Antwort zu bringen – und das in 0,2 Sekunden.
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INNOVATIVE DIGICAMPS IN DEN SOMMERFERIEN Die Berufe der Zukunft kennenlernen – für Mädchen und Jungs Die Lehrmodule im Überblick
Nach dem großen Erfolg im letzten
fünf Tage lang von 9 bis 16 Uhr betreut.
Sommer starten die DIGICAMPs heuer
Neben den sechs Lernmodulen in der Di-
bereits in die zweite Runde! In diesem
gitalen Lernfabrik steht eine Exkursion
Sommercamp für 13- und 14-Jährige
zu einem Betrieb des Technikland Vo-
Modul 1
dreht sich alles um Robotik, 3D-Drucker
rarlberg auf dem Plan. Dort können die
Industrielle Revolution
und die Digitalisierung der industriellen
Jugendlichen ihre theoretisch erworbe-
Produktion.
nen Kenntnisse direkt in die Praxis umsetzen. Von 10. bis 21. Juli und von 21.
Die Chancen der Digitalisierung erkun-
August bis 1. September wird jeweils von
den, sich kreativ ausleben mit all den
Montag bis Freitag neben dem abwechs-
digitalen Möglichkeiten und neue Pers-
lungsreichen Input auch ein gemeinsa-
pektiven entdecken – das ist das Ziel der
mes Mittagessen serviert. Der Unkosten-
DIGICAMPs. Die Digitale Lernfabrik des
beitrag für die gesamte Woche beträgt
WIFI Dornbirn verwandelt sich in den
lediglich 50 €.
Sommerferien zu einer digitalen Spielwiese für Technik und Digitalisierung.
TECHNIKER:INNEN VON MORGEN Die Idee des digitalen Sommercamps ist
ANGEBOT UND ABLAUF
es, Mädchen und Jungs für Technik zu
In Kleingruppen von bis zu zwölf Ju-
begeistern, und geht auf eine Initiative
gendlichen werden Mädchen und Jungs
des Landes Vorarlberg sowie der Wirtschaftskammer Vorarlberg zurück. Digitalisierung soll erfahrbar werden für Jugendliche, die vor der Entscheidung stehen, in welche Richtung ihre berufliche Laufbahn gehen könnte. Bestenfalls wird so eine Brücke geschlagen zu den wertvollen Ausbildungen in Elektrotechnik, Robotik und Automatisierungstechnik des Techniklands. Gemeinsam mit dem WIFI als starkem Partner in der Umsetzung wird so ein wichtiger Grundstein für die Fachkräfte der Zukunft gelegt.
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GE T BUSY
Sichere dir deinen Platz
Modul 2 Smart Factory – die intelligente Fabrik
Modul 3 Steuerungstechnik
Modul 4 Der 3D-Drucker als wesentliches Element der Smart Production
Modul 5 Projektarbeit: Roboter aus dem 3D-Drucker
Modul 6 Abschlussprojekt: Automatisierung einer Förderstrecke
Jetzt anmelden!
UNTERNEHMEN in der Vorarlberger Elektround Metallindustrie (V.E.M.)
BEZIRK BLUDENZ Ball Beverage Packaging Ludesch GmbH Ludesch, www.ball.com
faigle Kunststoffe GmbH Hard, www.faigle.com
VOLTA – Edelstahl GmbH Lauterach, www.volta.at
Fintes Handels GmbH Hittisau, www.fintes.at
Zargen Bösch GmbH & Co K.G. Schwarzach, www.zargen-boesch.com
GEROLA Metalltechnik GmbH Langenegg, www.gerola-metalltechnik.at
Zündel Kunststofftechnik GmbH Bizau, www.zkt.at
BEZIRK FELDKIRCH AEROCOMPACT Europe GmbH Satteins, www.aerocompact.com Aircontech GmbH Feldkirch, www.aircontech.eu Bachmann electronic GmbH Feldkirch, www.bachmann.info
GESIG Gesellschaft für Signalanlagen Gesellschaft m.b.H. Hard, www.gesig.at
BEZIRK DORNBIRN
B&R Industrial Automation GmbH Rankweil, www.br-automation.com
GRASS GmbH Höchst, www.grass.at
Alge Electronic GmbH Lustenau, www.alge.at
Eisbär Trockentechnik GmbH Götzis, www.eisbaer.at
Haberkorn GmbH Wolfurt, www.haberkorn.com
Collini GmbH Hohenems, www.collini.eu
ENDER Klimatechnik GmbH Altach, www.ender-klima.com
Hoeckle Austria GmbH Langenegg, www.hoeckle.com
EF Tools GmbH Lustenau
Erne Fittings GmbH Schlins, www.ernefittings.com
illwerke vkw AG Bregenz, www.illwerkevkw.at
Emil Bröll GmbH & Co KG Dornbirn, www.broell.com
GRASS GmbH Götzis, www.grass.at
Gassner Stahlbau GmbH Bürs, www.gassnerstahlbau.at
IMA Schelling Austria GmbH Schwarzach, www.imaschelling.com
Faurecia Angell-Demmel GmbH Dornbirn, www.faurecia.com
Heller Metall GmbH Bartholomäberg, www.snowstop.at
iPEK Spezial TV GmbH Hirschegg, www.ipek.at
FT AG Lustenau, www.f-technologies.com
Hirschmann Automotive GmbH Rankweil, www.hirschmann-automotive.com
Hilti Aktiengesellschaft Zweigniederlassung Thüringen Thüringen, www.hilti.at
Julius Blum GmbH, Bregenz Bregenz, www.blum.com
Fulterer AG & Co KG Lustenau, www.fulterer.com
Julius Blum GmbH, Fußach Fußach, www.blum.com
GRAF CARELLO GmbH Dornbirn, www.graf-carello.com
Julius Blum GmbH, Gaißau Gaißau, www.blum.com
Hagn und Leone GmbH Dornbirn, www.hagn-leone.at
Julius Blum GmbH, Höchst Höchst, www.blum.com
HELLA Sonnen- und Wetterschutztechnik GmbH Dornbirn, www.hella.info
Bertsch Energy GmbH & Co KG Bludenz, www.bertsch.at Bertsch Foodtec GmbH Bludenz, www.bertsch.at Collini GmbH Bludesch, www.collini.eu Friedr. Zimmermann Nfg. Gesellschaft m.b.H & Co.KG Bludesch, www.collini.eu
Hydro Extrusion Nenzing GmbH Nenzing, www.hydro.at illwerke vkw AG Schruns, www.illwerkevkw.at Ivoclar Vivadent Manufacturing GmbH Bürs, www.ivoclarvivadent.com
Kirsten KG Hittisau, www.kirsten-industrial.com
LCS Cable Cranes GmbH Lorüns, www.lcs.cablecranes.com
Künz GmbH Hard, www.kuenz.com
LIEBHERR-WERK NENZING GMBH Nenzing, www.liebherr.com
LASCRIPT Lasertechnologie GmbH & Co KG Hörbranz, www.lascript.at
ÖBB-Lehrwerkstätte Bludenz, www.oebb.at Roth Torsysteme, Gebrüder Rützler GmbH & Co KG Innerbraz, www.roth-torsysteme.at vee GmbH Bürserberg, www.vee.energy WE-FORM GmbH Vandans, www.formgroup.eu
BEZIRK BREGENZ ABS Transportbahnen Gesellschaft mbH Wolfurt, www.transportbahnen.at ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG Hard/Fußach, www.alpla.com Diem-Werke Gesellschaft mbH Hörbranz, www.diemwerke.com DIETRICH LUFT + KLIMA Gesellschaft m.b.H. Lauterach, www.luft-klima.com
Heron Innovations Factory GmbH Dornbirn, www.heron.at Julius Blum GmbH, Dornbirn Dornbirn, www.blum.com Otis Gesellschaft m.b.H. Dornbirn, www.otis.com
LTW Intralogistics GmbH Wolfurt, www.ltw.at
Pfaff Automation GmbH Dornbirn, www.z-automation.com
MAWERA Holzfeuerungsanlagen GmbH Hard, www.mawera.com
PLP SubCon GmbH Dornbirn, www.plp-subcon.com
MERSEN Österreich Hittisau Ges.m.b.H. Hittisau, www.mersen.de Meusburger Georg GmbH & Co KG Wolfurt, www.meusburger.com Photinus GmbH Alberschwende, www.photinus-lighting.at
Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH Dornbirn, www.schindler.com Schrack Seconet AG Dornbirn, www.schrack-seconet.com stanztech Metallverarbeitung GmbH Lustenau, www.stanztech.at System Industrie Electronic GmbH Lustenau, www.sie.at
Kaufmann GmbH Göfis, www.kaufmann-tools.at Knauf Ceiling Solutions Metalldecken GmbH Rankweil, www.knaufceilingsolutions.com KONE AG Klaus, www.kone.at König GmbH & Co KG Rankweil, www.elko-koenig.com Lercher Werkzeugbau GmbH Klaus, www.lercher.at Lingenhöle Technologie GmbH Feldkirch, www.lingenhoele.at Lorünser Austria GmbH Schlins, www.loruenser.org Nesensohn GmbH Rankweil, www.nesensohn.com peko GmbH Altach, www.peko-werbung.at Speedline AluminiumGießerei GmbH Schlins, www.alu-met.com stürmsfs gmbh Klaus, www.stuermsfs.com Waelzholz International GmbH Götzis, www.waelzholz.com
Schiffswerft Fußach GmbH & Co KG Fußach, www.werft-fussach.at
THIEN eDrives GmbH Lustenau, www.thien-edrives.com
Wiegel Feldkirch Feuerverzinken GmbH Feldkirch, www.wiegel.de
Siemens Aktiengesellschaft Österreich Bregenz, www.siemens.com
TK Aufzüge Gesellschaft m.b.H. Dornbirn, www.tkelevator.com
Wilhelm Schwarzmüller GmbH Mäder, www.schwarzmueller.com
Tridonic GmbH & Co KG Dornbirn, www.tridonic.com
WolfVision GmbH Klaus, www.wolfvision.com
SPIN and MILL Metallverarbeitung GmbH Schwarzach, www.spinandmill.com
Walter Bösch GmbH & Co KG Lustenau, www.boesch.at
Doppelmayr Seilbahnen GmbH Wolfurt, www.doppelmayr.com
Steurer Bauelemente – Produktions- und HandelsgesmbH. Hard, www.steurer.at
Doppelmayr Transport Technology GmbH Wolfurt, www.doppelmayr-mts.com
Viessmann Holzheiztechnik GmbH Wolfurt, www.viessmann.at
Zumtobel Lighting GmbH Dornbirn, www.zumtobel.com
Vorarlberger Energienetze GmbH Bregenz, www.vorarlbergnetz.at
z-werkzeugbau-gmbh Dornbirn, www.z-werkzeugbau.com
EQUANS Kältetechnik GmbH Lauterach, www.equans.at
Jobarid Metallbau GmbH Röthis, www.jobarid.at
ZIMM GmbH Lustenau, www.zimm.com
Die hier gelisteten Betriebe gehören der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie (V.E.M.) an. Einen Überblick über alle Unternehmen aus dem Technikland Vorarlberg inklusive der Bereiche Kunststoff-, Textil- und Lebensmitteltechnik finden Sie auf: www.technikland.at
HERAUSGEBER: V.E.M. Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie, Wirtschaftskammer Vorarlberg, Sparte Industrie, Wichnergasse 9, 6800 Feldkirch, T: +43 5522 305-251, E-Mail: mueller.georg@wkv.at, www.technikland.at REDAKTION UND GESTALTUNG: Baschnegger Ammann und Partner Werbeagentur GmbH, www.bap.cc FOTOS: Wirtschaftskammer Vorarlberg, Michael Gunz, Daniel Mauche, Markus Gmeiner, flomotion.at, Blum, FHV/Patricia Keckeis, HTL Bregenz, Bernd Hofmeister, Doppelmayr Seilbahnen GmbH, MEDIArt | www.mediart.at, Melchior Schwärzler/PTS Hittisau, Stefan Pöll/Wifi, Adobestock DRUCK: Walstead Leykam Druck GmbH & Co KG. Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: TECHNIKLAND Vorarlberg e rscheint zweimal jährlich in einer Auflage von 88.000 Stück. © 2023. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung. Druck- und Satzfehler vorbehalten.
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